Indien liegt in Südasien und nimmt den größten Teil des indischen Subkontinents ein. Hochland und Berge trennen dieses Gebiet vom übrigen Kontinent.  Mit einer Größe von 3.287.490 Quadratkilometern ist Indien der siebtgrößte Staat der Erde und neunmal so groß wie Deutschland.
Der höchste Berg Indiens ist der Kangchendzönga (auf Englisch: Kangchenjunga), der dritthöchste Berg der Erde. Über dessen Gipfel verläuft die Grenze zu Nepal.
Die natürliche Grenze Indiens im Norden bildet das Himalaya-Gebirge. Ein Teil des Landes wird vom Indischen Ozean umschlossen. Indien grenzt im Nordwesten an Pakistan, mit dem es vor einiger Zeit noch eine Einheit bildete. Weitere Grenzen gibt es zu Tibet, Nepal, Bhutan, Myanmar und Bangladesch.
Vor der südlichen Küste von Indien liegen Sri Lanka und die Malediven im Indischen Ozean.

Bei Indien handelt es sich um eine Bundesrepublik mit 28 Bundesstaaten. Es gibt in Indien mehr als 30 Großstädte, in denen mehr als eine Million Menschen leben. Die meisten Inder leben auf dem Land. Von 100 Indern wohnen 67 auf dem Land und nur 33 in der Stadt. Indien ist das Land der Gegensätze in dem es sehr große Unterschiede gibt.

Die älteren Schülerinnen und Schüler im Moravian Institute in Rajpur bei Dehradun in Nordindien hatten am 10. April 2026 interessante Gäste. Diese gestalteten im Rahmen des Entrepreneurship-Programms von Udhyam ein eintägiges Seminar zum Thema Unternehmertum. Alle waren begeistert über das hochkarätig besetzte Panel aus erfahrenen Unternehmern, Freiberuflern und ehemaligen Führungskräften. Die Referenten teilten inspirierende Geschichten mit ihren persönlichen unternehmerischen Werdegängen und gaben wertvolle Tipps und praktische Ratschläge. Die Schülerinnen und Schüler konnten so bisher noch nie gehabte Einblicke in die Praxis gewinnen und die Herausforderungen und Erfolgsbedingungen für den Aufbau eines eigenen Unternehmens kennenlernen. Die Schulleitung danke den Referenten dafür, dass sie dieses Seminar anboten. Nun müssen die unternehmerischen Träume noch verwirklicht werden. Mehr hier.

Eine Fülle neuer Informationen und Bilder gibt es aus Kathmandu-Baneshwor, Nepal, von der International Kindergarten & Shristi Academy der Moravian Church. Hier Bilder vom Kindergarten-Abschlussfest 2026; dazu hier ein eindrückliches Video. Gefragt, was die Kinder werden wollten, antworteten diese u. a.: Polizist, Pilotin, Herzchirurg, Lehrerin, Krankenschwester, Profifußballer, Architekt. Hier Bilder von den Feierlichkeiten, die deshalb stattfanden, weil erstmals Kinder an dieser neuen Schule die Mittlere Reife (Secondary Education Examination) erlangten. Hier ein Bild von den Zwischenprüfungen der Sechstklässler (Basic Level Examination), die alle die Note A+, A oder B+ erlangten. Hier Bilder von einem Ausflug der Viertklässler in die Bergregion Nuwakot, in der sich der Palast des Königs und Staatsgründers Prithvi Narayan Shah aus dem 18. Jahrhundert befindet. Hier ein Video und Bilder von einem Teambuilding-Ausflug der Lehrkräfte der Schule ins Grüne.

Die Moravian Church in Indien und Nepal (elf Gemeinden) sowie die brüderischen Gruppen in Myanmar hat die Unitätssynode 2023 zur Missionsprovince South Asia zusammengefasst. Von dort wurde kürzlich das Folgende gemeldet: "Wir danken Gott, dass wir am Samstag, dem 25. April 2026, in der Gemeinde in Khokana bei Kathmandu, Nepal, die Ordination von Schwester Kamaleshwori Pradhan zu einer Diákona (Pfarrerin) der Brüder-Unität und die Ordination von Bruder Shanti Kumar Pradhan, von Schwester Vani Pradhan und von Bruder Ebenezer Gangmei zu Presbytern der Brüder-Unität durchführen konnten. Bitte betet für diese Schwestern und Brüder sowie für die Synode der Missionprovince South Asia, die vom 25. bis 29. April in Kathmandu, Nepal, abgehalten wird." Die Ordinationen führte Bischof Joachim Kreusel, Großbritannien, durch. Einige Bilder von den Ordinationen und vom Beginn der Synode hier.

Die Delhi Moravian Fellowship in der nordindischen Mega-Metropole ist eine Hauskirche, die aus jungen Leuten bzw. jungen Familien besteht. Am 24. März 2026 traf sich der Hauskreis von Bruder Prakash Thapa in dessen Haus in der K. D. Colony, Sektor 12, R. K. Puram, Neu-Delhi. Die Gemeinde postete am Abend des Tages auf Facebook: "Es nahmen 15 Personen an dem Treffen teil. Pastor Ebenezer Gangmei leitete den Hauskreis und hielt eine Predigt zum Thema Wie war es, als Abraham seinen Diener als Brautwerber aussandte, um eine Schwiegertochter für seinen Sohn Isaak zu finden? (1. Mose 24). Dabei betonte er die Bedeutung von Glaube und Gehorsam gegenüber Gottes Wort und Führung. Es war eine schöne Zeit der Gemeinschaft mit den Familienmitgliedern. Im Anschluss an das zweistündige Treffen gab es noch ein gemeinsames Abendessen sowie viele angeregte Gespräche." Zwei Bilder hier.

  • Die Frauengruppe der Brüdergemeine in Shey, Ladak, 20 Kilometer südlich der Stadt Leh, traf sich in der Adventszeit zu einer Bibelarbeit, zum Herstellen von Weihnachtsschmuck und zur Gemeinschaft beim Essen. Siehe hier (bitte weit nach unten scrollen).
  • Die Brüdergemeine in der Metropole Delhi informierte per Facebook über das diesjährige Christfest: "1) In diesem Jahr wird es keine Geldgeschenke für Gemeindeglieder geben. Stattdessen gehen die Familien nach dem Gottesdienst gemeinsam essen. 2) Die beim kürzlichen Weihnachtsliedersingen gesammelten Spenden werden für die ›Moravian Christingle‹ (Orangen und geschmückte Kerzen) und für den Weihnachtskuchen verwendet. 3) Der Christingle-Gottesdienst (Heiligabend) findet um 17 Uhr statt. 4) Der Gottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag findet um 10 Uhr statt, da unsere Gastgeberin, die ›Young Christian Academy‹, die Räumlichkeiten am Nachmittag nutzen möchte."

Für Sonnabend, den 15. November 2025, hatte die International Kindergarten & Shristi Academy der Brüdergemeine in Kathmandu, Nepal, eine Schüler-Wissenschaftsmesse angesetzt. Diese fand im Innen- und im Außenbereich der Schule im Stadtteil Baneshwor statt. Auf Facebook hieß es: "Die Messe war ein beeindruckender Beweis für die Brillanz unserer jungen Schülerinnen und Schüler! Jedes ausgestellte Projekt zeigte eine ganz spezielle Auseinandersetzung mit wissenschaftlich-technischen Prinzipien. An jedem Messestand war das Potenzial unserer zukünftigen Führungskräfte zu erkennen." Die jungen Entwickler der jeweiligen Projekte, die im Unterricht angeregt worden waren, standen der Elternschaft und diversen Besucherinnen und Besuchern aus der Öffentlichkeit Rede und Antwort. Mehr als 70 Bilder hier. Ein kurzes, mit Musik unterlegtes Video hier. Gezeigt wurden u. a. Wasserfilter, ein Zeichen-Automat und Studien zur Aerodynamik.

  • Die Moravian Mission School in Leh, Ladakh/Nordindien, postete am 24. November 2025 auf Facebook eine Fülle von mit Musik unterlegten Bildern, und sie schrieb dazu: "Unsere Schülerinnen und Schüler leisten in jeder Hinsicht Großartiges". Siehe hier.
  • Ein Highlight im Alltag der International Kindergarten & Shristi Academy der Brüdergemeine in Kathmandu-Baneshwor war ein Ausflug für die Kleinen: Auf Facebook hieß es am 24. November 2025: "Ein Tag voller Lachen und Lernen im Zoo! Die Kinder aus der Krabbelgruppe, dem Kindergarten und der Vorschule hatten Gelegenheit, ihre Lieblingstiere aus nächster Nähe zu betrachten." Siehe hier.
  • Die fünf Gemeinden der noch jungen Brüdergemeine in Myanmar mit ihren inzwischen rund 300 Mitgliedern treffen sich regelmäßig zu Gottesdiensten in Privathäusern. Viele Mitglieder mussten allerdings aus politischen Gründen ihre Häuser verlassen und verloren so ihr Hab und Gut. Teilweise leben sie im Flüchtlingslager Sami Township.

Am Freitag, dem 17. Oktober 2025, unternahmen Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 12 aus dem Moravian Institute in Rajpur eine Bildungsreise nach Prem Nagar, einem Stadtbezirk von Dehradun (ca. 710.000 Einwohner) mit einer "Science City". Diese ging aus einer 1932 gegründeten indischen Militär-Akademie hervor. In einem Wissenschafts-Park erlebten die vier Klassen einen sowohl spannenden als auch unterhaltsamen Tag mit praxisnahen Beispielen und Anwendungen der Naturwissenschaften. Auf diese Weise konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen aus dem Unterricht mit praktischen Erfahrungen verbinden. Viele Bilder hier. Die 1963 gegründete Internatsschule der Brüdergemeine befindet sich im kleinen, bergigen nordindischen Bundesstaat Uttarakhand mit mehr als zehn Millionen Einwohnern (83 Prozent Hindus; 14 Prozent Moslems; nur 0,4 Prozent Christen; Urbanisierungsgrad 30 Prozent). Etwa 80 Prozent der rasch wachsenden Einwohnerschaft können lesen und schreiben.

In der riesigen Republik Indien hat sich die Herrnhuter Brüdergemeine durch Kontakte der Internatsschule Moravian Institute in Rajpur im nordwestlichen Bundesstaat Uttarakhand vor inzwischen 41 Jahren auch in den fernöstlichen Staat Bundesstaat Assam ausgebreitet. Inzwischen gibt es dort einige Gemeinden und Einrichtungen der Brüdergemeine. Vom 10. bis 13. Oktober 2025 waren in Latingkhal zum 40. Mal die Schwestern zu einer Northeast Moravian Women Konferenz versammelt. Insgesamt 28 Schwestern widmeten sich dem Austausch, der Bibelarbeit, der gottesdienstlichen Anbetung und der thematischen Arbeit. Ihr Leitmotto lautete: "Gott dienen mit Hingabe, Ausdauer und Anmut". Die älteste Gemeinde in Assam ist die Gemeinde in Binnakandi. Dort steht auch die größte Kirche der Brüdergemeine. Sieben Bilder hier. Die Brüdergemeine in Assam ist ein Teil der Missionsprovinz Südasien der weltweiten Brüder-Unität.

Im Moravian Messenger, dem Info-Magazin der Britischen Unitätsprovinz (Ausgabe für Dezember 2023, Seite 144), werden einige Gemeinden der neuen Missionsprovinz Südasien vorgestellt, die von der Unitätssynode im September 2023 in Kapstadt in diesen Status erhoben wurde. Siehe hier. Die Seiten-Überschrift lautet: Gemeindegottesdienste in Südasien. Weiter heißt es dann: "Diesen Monat stellen wir euch einige Gemeinen in Nepal, Ladakh und Neu-Delhi vor. Wenn wir uns zu unseren Sonntags-Gottesdiensten treffen, dann haben sich unsere Geschwister in Nepal bereits getroffen, denn ihr Gottesdienst-Tag ist Sonnabend. In Indien beträgt der Zeitunterschied im Allgemeinen 4,5 Stunden. In den Gottesdiensten kann eine Vielzahl von Musikstücken erlebt werden. Die Kirchenreräume sind zumeist mit Teppichen ausgelegt und die Gemeinde sitzt auf dem Boden. Wie Ihr auf den Fotos erkennen könnt, ist es in Indien und Nepal nicht immer warm; man muss sich warm anziehen. Bitte denkt an unsere Geschwister in Christus, wenn diese ihre Gottesdienste feiern und Gemeinschaft haben."

 

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde China gezwungen, sein Reich für die europäischen Kolonialmächte zu öffnen. Für viele Missionsorganisationen war das eine große Chance. Die brüderische Mission hatte schon hundert Jahre vorher versucht, China über die Mongolei zu erreichen. Sie blieben jedoch an der Wolga stecken und gründeten die Gemeinde Sarepta.1853 begann ein neuer Versuch, diesmal von Indien aus nach China vorzudringen. 1853 aufgebrochen gründeten die Brüder 1856 die Missionsstation Kyelang in Westtibet. Es war nicht möglich über Zentraltibet nach China zu kommen. Deshalb blieb Westtibet das Hauptmissionsgebiet. Hier wurde während der Jahre wesentliche Grundlagenarbeit geleistet wie die Erforschung der tibetischen Sprache und die Überstzung von Teilen der Bibel in Tibetanisch. Die Zahl der Getauften war nur sehr klein, aber die guten Kontakte und das friedliche Miteinander mit der Umgebung steigerte das Ansehen der Missionsstationen enorm. 

Das Zentrum der Kirche wurde nach Leh verlegt und die (kleinen) Gemeinden Khalatse und Sheh, später Rajpur gegründet. Seit 1959 kamen viele geflüchtete Tibeter in die Region. Um diesen Flüchtlingskindern Bildung zukommen zu lassen, wurden einige Schulen gegründet. Seit der Jahrhundertwende hat sich die Arbeit auch nach Assam und nach Kathmandu in Nepal ausgedehnt.

 

Zwei neue Brüdergemeinen in Assam

Die Arbeit der Brüdergemeine im nordöstlichen Zipfel Indiens, im Bundesstaat Assam, wächst. In Binnakandi gibt es schon seit 30 Jahren eine Gemeinde und eine Schule der Brüdergemeine, beides Ableger des »Moravian Institutes« im 1.500 km entfernten Rajpur. Sie werden derzeit geleitet von Palmei Kabui bzw. Amon Gengmei.

Die Schule hat Raum für 122 Mädchen und Jungen; für 50 von ihnen gibt es Internatsplätze. Jetzt entstanden auch in den Dörfern Latingkhal und Haflong kleine Gemeinden.
Beide sind dabei, sich eine Kirche zu bauen, wobei letztere schon über ein provisorisches Bambus-Kirchlein verfügt.
 

 

Die Bibel in Ladakhi

Die Übersetzung der Bibel in das »Ladakhi«, das im nordwestlichen Indien gesprochen wird, ist weitestgehend abgeschlossen. Kürzlich ging das Evangelium nach Johannes in den Druck. Das Vorhaben wird seit Jahren vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika unterstützt, einer Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe. In einem Bericht des Übersetzers heißt es, es sei extrem schwer, die Bibel in die Begrifflichkeit des Ladakhi zu übersetzen bzw. zu übertragen. Im Ladakh gibt es traditionelle Brüdergemeinen in Leh, Shey und Khalatse, aber auch den Versuch, in der jeweiligen Umgebung neue Gemeinden zu gründen. Es wird ausdrücklich um Fürbitte für das Übersetzungsvorhaben gebeten, zumal es Christinnen und Christen in der Region nicht einfach haben. Mehr hier.

Das Moravian Institute in Rajpur, eine Einrichtung der weltweiten Brüder-Unität am Fuße des Himalayas im indischen Bundesstaat Uttarakhand, feierte 2023 seinen 60. Geburtstag. Am 2. April 1963 eröffnete der aus Leh (Ladakh) stammende Pfarrer der Brüdergemeine Eliyah Thsetan Phunthsog zusammen mit seiner Tochter Zhindey Kundan hier eine Schule für zwölf tibetische Flüchtlingskinder. Aus kleinen Anfängen ist das große Moravian Institute geworden, eine im weiten Umkreis geschätzte Internats- und Tagesschule der Brüdergemeine für über 500 Jungen und Mädchen, an der heute nicht mehr nur Tibeter, sondern auch andere Volksgruppen wie Hindi, Nepalesen, Gurkhas, Nagas, Ladakspas, Kanjars und Banjaras lernen. Der Campus der Schule ist immer wieder erweitert und modernisiert worden. Auch eine Kirche gibt es seit 2009 in Rajpur. Die Herrnhuter Missionshilfe unterhält ein Patenschaftsprogramm zugunsten von Kindern dieser Schule.

Informationen zu Patenschaften und zum Stipendienprogramm in Südasien finden Sie unter der Rubrik Patenschaften&Stipendien.