Malawi gehört zu den kleinen Ländern Afrikas. Mit 120.000 km² hat es etwa die Größe der neuen Bundesländer. Der langgestreckte Malawisee (früher Nyassasee) prägt das Land. Die Bevölkerung Malawis lebt zu 80% von Subsistenzlandwirtschaft. Man geht davon aus, dass 1/3 der Menschen den Grundnahrungsbedarf nicht ausreichend decken können. Frauen leisten die meiste Arbeit im Haushalt, erziehen die Kinder, bestellen die Felder und sind dafür zuständig, ihre Familie zu ernähren.

Am Frauenzentrum Walani AWTC in Malawi laufen derzeit die Einschreibungen für das kommende Semester. Viele junge Frauen melden sich an oder bekunden großes Interesse an den angebotenen Kursen und Ausbildungsgängen. Die Nachfrage zeigt deutlich, wie wichtig berufliche Bildung und Qualifizierung für junge Frauen in der Region sind. Gleichzeitig wird sichtbar, dass nicht alle Interessentinnen die notwendigen Schulgebühren aufbringen können. Gerade junge Frauen aus dem Dzaleka Camp haben aufgrund der aktuell kritischen Lage keinerlei finanzielle Möglichkeiten. Daher stellen selbst vergleichsweise geringe Beiträge eine hohe Hürde dar. Ohne zusätzliche Unterstützung bleibt ihnen der Zugang zu Ausbildung und damit zu einer eigenständigen beruflichen Perspektive verwehrt. Die Herrnhuter Missionshilfe sucht daher gezielt nach Stipendien und Fördermöglichkeiten, um möglichst vielen jungen Frauen die Teilnahme an den Kursen am AWTC zu ermöglichen. Jede Unterstützung trägt dazu bei, Bildungschancen zu eröffnen und langfristige Perspektiven zu schaffen. Spendenmöglichkeiten für Stipendien finden Sie hier.

Die laufenden Wahlen in Malawi sind für viele Menschen im Land ein Moment großer Hoffnung. Die Herrnhuter Missionshilfe hat sich mit dem Team von MoHDevs und mit Schülerinnen der Atsikana Walani Berufsschule für Frauen über das Thema ausgetauscht. Oft genannt wurde der Wunsch nach besserer Bildung und Gesundheitsversorgung, mehr Arbeitsmöglichkeiten sowie eine stabile wirtschaftliche Entwicklung. Besonders die Jugend, die den größten Teil der Bevölkerung stellt, gilt als treibende Kraft für Veränderung – verstärkt durch die wachsende Zahl junger Kandidaten. Auch die Rolle der Frauen steht im Fokus: Mehr weibliche Führungspersönlichkeiten sollen Gleichheit fördern und neue Perspektiven in die Politik bringen. Gleichzeitig gibt es Sorgen über eine niedrige Wahlbeteiligung, mangelnde Information und mögliche Konflikte über die Ergebnisse. Trotz dieser Herausforderungen überwiegt der Wunsch nach einem geeinten Malawi, das seine Zukunftschancen nutzt und das Wohl der Menschen über parteipolitische Interessen stellt.

Im Dzaleka-Flüchtlingscamp, das längst seine Kapazitäten überschritten hat, suchen tausende Menschen aus Krisenregionen wie der DR Kongo Schutz – viele von ihnen sind junge Frauen, die auf der Flucht Gewalt und Ausbeutung erlebt haben. Für sie ist das Leben im Camp besonders gefährlich. Gemeinsam mit MoHDevS, dem lokalen Partner der Herrnhuter Missionshilfe, hat das Atsikana Walani Technical College ein "Safe Space" Nothilfeprogramm gestartet: 20 Mädchen erhalten einen sicheren Zufluchtsort mit Unterkunft, Versorgung und psychosozialer Betreuung. In einem geschützten Raum („Safe Space“) können sie zur Ruhe kommen, über Erlebtes sprechen und neue Stärke gewinnen. Gleichzeitig erhalten die jungen Frauen Zugang zu Bildung und Berufsausbildung – etwa in Schneiderei, Elektrik oder Solartechnik. Ziel ist es, ihnen langfristige Perspektiven und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu ermöglichen. Dieses Pilotprojekt geht über reine Nothilfe hinaus: Es schafft Schutz, stärkt Selbstvertrauen und eröffnet konkrete Zukunftschancen – für ein Leben in Würde.

Am Atsikana Walani Technical College (AWTC) in Malawi erhalten junge Frauen eine praxisnahe Ausbildung im Bereich Food Production. Brot und Gebäck gehören dabei ebenso zur Ausbildung wie Hygiene, Zutatenkunde und wirtschaftliches Arbeiten. Doch um das Gelernte auch praktisch umzusetzen, fehlt bislang ein zentrales Element: ein geeigneter Ofen. Ein elektrischer Backofen scheidet aus – das AWTC ist nicht ans öffentliche Stromnetz angeschlossen, und Solartechnik allein reicht für den Dauerbetrieb nicht aus. Geplant ist daher der Bau eines gemauerten Außenofens, der mit Briketts befeuert werden kann. Er würde nicht nur eine kontinuierliche Ausbildung ermöglichen, sondern auch für die Versorgung der Schülerinnen und Mitarbeitenden genutzt werden und zur Selbstversorgung beitragen. Auch können Brot und Gebäck auf dem Markt verkauft und so ein kleines Einkommen für die nächsten Lebensmittel erwirtschaftet werden. Für den Bau werden rund 900 € benötigt – hinzu kommen Mittel für die Erstbeschaffung von Brennmaterial. Wir sind daher auf der Suche nach Unterstützern, die den jungen Frauen diesen Traum erfüllen können. Mit Ihrer Spende helfen Sie, die handwerkliche Ausbildung am AWTC praxisnah und zukunftsorientiert zu gestalten.

Am Atsikana Walani Technical College in Malawi soll schon bald eine kleine Schulbibliothek entstehen, die klassische Bücher mit digitalen Lernmedien verbindet. Ziel ist es, jungen Frauen den Zugang zu zeitgemäßer Bildung zu ermöglichen – auch in Berufen, die technisches Know-how erfordern. Während der digitale Schulalltag in vielen Ländern zur Selbstverständlichkeit geworden ist, bleibt er in ländlichen Regionen Malawis für viele Mädchen noch immer unerreichbar. Doch gerade digitale Bildung eröffnet neue Chancen: Sie ermöglicht individualisiertes Lernen, fördert digitale Kompetenzen und schafft Perspektiven für Ausbildung und Beruf. In Kooperation mit den Handballspielerinnen von FrischAuf Frauen Göppingen und dem Werner-Heisenberg-Gymnasium Göppingen sammelt die Herrnhuter Missionshilfe gut erhaltene oder neue Tablets mit Ladegerät und aktueller Software (zum Spendenaufruf hier). Die Geräte werden vor Ort als digitale Schulbibliothek genutzt – ein niederschwelliger Zugang zu Wissen, der gezielt Mädchen fördert. Spenden können noch bis Ende Juni eingesendet oder direkt in Bad Boll abgegeben werden: Herrnhuter Missionshilfe, Projekt „Walani“, z. Hd. Markus Kuhn, Badwasen 6, 73087 Bad Boll. Jedes Tablet zählt – für Bildung, Teilhabe und eine bessere Zukunft.

Am Atsikana Walani Training Centre (AWTC) in Malawi wird derzeit eine neue Werkstatt für den Ausbildungsbereich Plumbing (Sanitärinstallation) errichtet. Das Fundament ist bereits gelegt – ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung der niederländischen Partnerorganisation ZZG. Plumbing zählt zu den handwerklichen Berufen, die in vielen Ländern noch immer stark von Männern dominiert sind. Das AWTC setzt gezielt darauf, junge Frauen auch in solchen Bereichen auszubilden – praxisnah, qualifiziert und zukunftsorientiert. Die neue Werkstatt ist ein wichtiger Schritt, um jungen Frauen aus benachteiligten Verhältnissen – darunter auch Mädchen aus dem nahegelegenen Dzaleka-Flüchtlingscamp – konkrete berufliche Perspektiven zu eröffnen. Durch praktische Ausbildung erhalten sie die Chance, handwerkliche Fähigkeiten zu erwerben, Selbstvertrauen zu gewinnen und ihren Lebensunterhalt künftig selbstständig zu sichern.

Mit großer Sorgfalt und viel Liebe zum Detail fertigen die Auszubildenden des Ausbildungszentrums AWTC in Malawi stilvolle Buchhüllen für Notizbücher – jedes Stück ein Unikat. Die handgenähten Hüllen sind nicht nur ein schönes Accessoire, sondern auch Teil einer einkommensgenerierenden Maßnahme, die zur finanziellen Unabhängigkeit der jungen Frauen beiträgt. Für eine Spende von etwa 8 Euro (inklusive Versand) kann eine Buchhülle – zusammen mit einem passenden Notizbuch und einer liebevoll gestalteten Postkarte – erworben werden. Auch am Stand der Herrnhuter Miisonshilfe auf dem Kirchentag werden die Hüllen erhältlich sein. Mit dem Erwerb unterstützen Sie nicht nur die kreative Ausbildung, sondern fördern ganz konkret Bildung, Eigenständigkeit und nachhaltige Entwicklung vor Ort. Bei Interesse freuen wir uns über eine Nachricht an: markus.kuhn@ebu.de

Ein ganz besonderer Tag am Atsikana Walani College und ein Highlight während der Projektreise der Herrnhuter Missionshilfe in Malawi: Neben der deutschen Botschafterin Ute König waren Mitte Oktober auch wichtige Vertreter von UNHCR, TEVETA, der Malawi University of Science and Technology (MUST) und der Polizei anwesend. Alle zeigten sich begeistert von der Arbeit, die hier tagtäglich geleistet wird, um jungen Frauen durch Bildung eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Für die Mädchen, aber auch für die Mitarbeitenden der HMH war es ein unvergessliches Highlight, das die Bedeutung von Bildung und Ausbildung noch einmal hervorhebt. Auch der lokale Projektpartner MoHDevS wurde für sein Engagement sehr gewürdigt. Ein Tag voller Inspiration und Wertschätzung für alle!! Hier noch eine kurze Übersicht der anwesenden Personen: HE. Ute Konig - Deutsch Botschafterin, Roberline Flore Tozwen Teunkwa - UNHCR Senior Protection Officer/Deputy, Priscilla Kalumo - UNHCR Education Associate, Gloria Nyang’iye - UNHCR Public Relations, Elwin Sichiola - TEVETA Executive Director, Dr. Duncane Batizani - MUST Deputy Registrar - Academics, Dr. Bonet Kamwana - MUST Senior Lecturer, Dr. Petros Chigwechokha - MUST Senior Lecturer, Superintendent Mwakasyaya - Station Officer Lumbadzi Police

Das Atsikana Walani Technical College in Malawi bietet jungen Frauen einen geschützen Lebensraum und die Möglichkeit für eine Berufsausbildung. Viele der Auszubildenden kommen aus dem UNHCR Flüchtlingscamp Dzaleka. Mit einer Patenschaft ermöglichen Sie einem Mädchen aus dem Dzaleka Camp oder den umliegenden Dörfern eine Berufsausbildung am Walani College. Sie umfasst die Kosten für Ausbildung, Übernachtung, Verpflegung, medizinische Grundversorgung, Schulmaterial und den Zugang zu sauberem Wasser. Unsere lokalen Partner betreuen die Frauen während ihrer 12monatigen Ausbildung. Als Pate begleiten Sie eine junge Frau während dieser Zeit und erhalten Briefe und Fotos. Die Kosten für eine Patenschaft betragen 60 Euro pro Monat. Aber auch kleinere Beträge helfen bereits. Für weitere Informationen kontaktieren Sie gerne markus.kuhn@ebu.de

Walani - Schutz für Frauen in Malawi

Mädchen und junge Frauen in Malawi haben oft keine Möglichkeit eine Schule zu besuchen oder einen Beruf zur Sicherung der eigenen Lebensgrundlage zu erlernen. In der traditionell männlich dominierten Gesellschaft haben sie nur wenig Entscheidungsgewalt. Sie müssen früh im Haushalt aushelfen, werden oft bereits in jungen Jahren verheiratet, bekommen früh ihr erstes Kind und haben dann keine Möglichkeit mehr, die Schule zu beenden oder gar eine Berufsausbildung zu beginnen.  Sexualisierte Gewalt ist keine Seltenheit. Die aktuelle Covid-19 Pandemie hat die Lage der Mädchen noch verschärft. Zentrales Thema um Mädchen und jungen Frauen ein selbstbestimmtes Leben und den eigenen Lebensunterhalt zu ermöglichen ist daher, ihnen eine reelle Chance auf dem Arbeitsmarkt zu bieten und sie in ihren eigenen Rechten zu stärken. Mit dem Walani Projekt entstand ein Schutzraum für schutzbedürftige Mädchen und junge Frauen, in dem sie leben und lernen können ohne Gewalt zu fürchten, eine Berufsausbildung erlernen und sich auf ein selbstbestimmtes Leben in Würde vorbereiten.

Ziel des Walani Projekts ist es, ein gesamtheitliches Frauen - Bildungszentrum aufzubauen, angefangen von einer Berufsschule für junge Frauen, Schlaf- und Wohnräume für die Mädchen, einem Frauenhaus mit kleinen Wohneinheiten und einem kleinen Kindergarten für alleinerziehende Mütter, ein Sportplatz sowie angeschlossenen Gärten und Nutztierhaltung, so dass die jungen Frauen ihre Ausbildung in einem geschützten Raum abschließen können. Sie können sich auf ihre Berufsausbildung konzentrieren und mit neuem Selbstbewusstsein auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereiten. Die tägliche Arbeit an der Light-of-Hope Schule am UNHCR Flüchtlingscamp Dzaleka (über 70.000 Flüchtlinge, die Hälfte davon unter 18 Jahre) hat gezeigt, dass es gerade für Mädchen und junge Frauen aus dem Flüchtlingscamp, aber auch aus den umliegenden sehr ländlich geprägten Communities, die wenig bis keine Unterstützung von zu Hause erhalten und größtenteils aus sehr ärmlichen Verhältnissen stammen, enorm schwer ist, Zugang zu einer Berufsschule zu finden oder eine Ausbildung zu beginnen. Eine Berufsausbildung aber ist zentrales Element für ein selbstbestimmtes Leben. Daher liegt der Fokus darauf, den benachteiligten Mädchen und Frauen, die u.a. bereits an der Light-of-Hope Schule einen Schulabschluss erlangt haben, eine Berufsausbildung zu ermöglichen und ihnen im angeschlossenen Schlafgebäude eine Unterkunft bereitzustellen.

In einem ersten Projekt wurde 2022/2023 nun die Berufsschule -  das Atsikana Walani Technical College (AWTC) - also Klassen- und Werkräume, eine Schutzmauer und der Schlaf- und Aufenthaltsraum mit Küche und Sanitäranlage für die jungen Frauen gebaut.

Seit Sommer 2023 werden nun zwei Ausbildungsgänge angeboten, davon einer im eher „männlich dominierten“ Bereich Elektrik (mit Schwerpunkt Solar) um Frauen einen „angstfreien“ Zugang zu zukunftsträchtigen Berufen zu ermöglichen. Neben den einjährigen Ausbildungsgängen werden an der Berufsschule auch verschiedene Short-Courses angeboten, die allgemeine Grundkenntnisse vermitteln, beispielsweise Buchhaltung oder Englisch sowie verpflichtende Kurse zur nachhaltigen Landwirtschaft. Auch Computerkurse sind geplant, sobald es die finanziellen Mittel zulassen und ein Computerraum samt Ausstattung gebaut werden kann. Die Kurse der Ausbildung werden von Lehrerinnen durchgeführt, so dass die jungen Frauen bereits hier eine Vorbildrolle erleben.

Ein Schlaf- und Wohnraum ermöglicht vor allem Mädchen aus dem Dzaleka Flüchtlingscamp während der Dauer der Ausbildung auf dem Gelände des Berufsschulzentrums zu leben, so dass sie sich unabhängig von zu Hause auf ihre Ausbildung konzentrieren können und sich gegenseitig unterstützen.

Auf Dauer ist geplant, dass das Bildungszentrum sich nachhaltig selbst finanziert, neben der Selbstversorgung auch über kleinere einkommensgenerierende Tätigkeiten (Verkauf von Lebensmitteln, Nähen und Verkauf von Kleidung/ Schuluniformen, Reparaturdienste, Trainingskurse etc.) oder Vermietung der Räumlichkeiten zu Ferienzeiten oder am Abend. Gleichzeitig lernen die Frauen eigenständig zu leben und sich selbst zu versorgen und bereiten sich auf ein eigenständiges Leben außerhalb des Berufsbildungszentrums vor.

Kurse und Vorträge zu Sexual Reproductive Health, Frauenrechten, Frühschwangerschaften, HIV/AIDS, Gleichberechtigung und nachhaltiger Landwirtschaft / Anbaumethoden werden wiederkehrend an den Abenden in den Schulräumen gehalten und sollen langfristig auch das Selbstverständnis und die Rolle der Frauen in Malawi prägen.

Innerhalb der vergangenen Monate konnte nun in einem ersten Schritt ein Schulungszentrum mit je 2 Klassenzimmern und zwei Werkstatträumen sowie einem Schlafsaal und Sanitäranlagen gebaut und ausgestattet werden. Aktuell können so zwei Ausbildungsgänge parallel unterrichtet werden und insgesamt ca 80 Mädchen können eine Ausbildung beginnen und im angegliederten Schlafsaal wohnen und leben. Ziel ist, im Berufsschulzentrum insgesamt 4  - 6 Klassen auszubilden so dass 160 – 240 Mädchen pro Jahr davon profitieren.

Hierfür sind folgende Maßnahmen erforderlich, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen:

  • Ein Computerraum mit  Ausstattung für 40 Arbeitsplätze sowie einer Solaranlage , die eine unterbrechungsfreie Stromversorgung für die Arbeit am PC ermöglicht (die Schule ist nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen und wird ausschließlich über Solarstrom versorgt)
  • Zwei zusätzliches Schulgebäude mit je 2 Klassenzimmern inkl. Tische und Stühle für insgesamt je 80 Mädchen sowie Tafel/Pult
  • Ein Werkstattgebäude mit 3 Werkstätten inkl Ausstattung für drei weitere Ausbildungsgänge
  • Ein Admingebäude mit Büro, Lehrerzimmer, Materiallager sowie Besprechungsraum (Aula) inkl Möblierung
  • Zwei Schlafräume / Dormitory für je ca 80 Mädchen auf dem Schulgelände inkl je 40 Stockbetten, Matratzen und Regale
  • Dining Hall (Mensa) inkl Tische und Stühle: Angesichts der Anzahl an Schülerinnen und Lehrerinnen die auf dem Gelände für die Dauer des Ausbildungsjahres leben, ist es wichtig das soziale Miteinander und das Selbsbewußtsein der Frauen zu stärken. Gemeinsame Mahlzeiten, die in der Küche zubereitet werden können, können in einer neuen Dining Hall / Mensa gemeinsam eingenommen werden. Gleichzeitig kann der Speisesaal genutzt werden um Schularbeiten zu machen, Kleingruppen für diverse Arbeitsgemeinschaften zu bilden oder als sozialer Treffpunkt der Mädchen und Frauen dienen.
  • Baumpflanzungen und Landschaftsgestaltung: Nach Fertigstellung der ersten Schul- und Werkstattgebäude ist es nun dringend erforderlich das karge, bisher baumlose Gelände so zu gestalten, dass Bäume und Sträucher Schatten spenden und verhindert wird, dass Sonne, Wind und Starkregen den Boden abtragen. Die Zufahrtsstraße muss befestigt und geschottert werden, so dass auch während der Regenzeit ein Zufahrtsweg zum Schulgelände vorhanden ist. Auch das Schulgelände muss teilweise eingeebnet werden und eine Drainage um die Gebäude ist erforderlich um bei Starkregen Überschwemmungen zu vermeiden. Außerdem müssen dringend Bäume und Sträucher gepflanzt werden, die den Mädchen sowohl Schatten spenden als auch als Fruchtlieferant dienen und den Boden vor Erosion schützen.
  • Wohngebäude für Lehrerinnen: Gut qualifiziertes Lehrpersonal ist elementar für ein gutes Ausbildungsniveau, ist aber in Malawi sehr rar. Es ist daher erforderlich Lehrerinnen Anreize zu bieten um sie am Berufsschulzentrum zu halten. Weite Anfahrtswege und mangelnder Wohnraum erschweren die Bedingungen. Kleine Wohneinheiten für Lehrerinnen sind (ein in Afrika verbreiteter) Anreiz, gut qualifiziertes Lehrpersonal für die Ausbildung der Mädchen zu bekommen und an der Schule zu halten.
  • Farmprojekt (Schulgarten / Gemüsebeete): Auf einer an das Schulungszentrum angrenzenden Ackerfläche soll ein Farmprojekt (Schulgarten / Gemüsebeete) aufgezogen werden, welches sowohl zur Selbstversorgung der Bewohnerinnen als auch zu Schulungszwecken (Farming und sustainable agriculture) genutzt werden soll. Hierfür ist der Ankauf der umliegenden Fläche erforderlich sowie die Beschaffung von Arbeitsmaterial (Harken, Saatgut, etc).
  • Sanitärgebäude mit ca 4 Toiletten für Frauen sowie 2 für Männer
  • Kleiner Kiosk / Verkaufscontainer an der Hauptstraße unweit des Schulungszentrums ink Mobiliar (Regale) umd selbst produzierte Ware (Nähartikel, Nahrungsmittel etc) zu verkaufen und ein kleines Einkommen zu generieren
  • Stallungen für Kleintiere / Unterstand für Hühner zur Selbstversorgung der Mädchen und Frauen auf dem Gelände und um nachhaltige Anbau und Viehzuchtmethoden zu unterrichten
  • Kleiner Sportplatz / Volleyballfeld: Neben dem Unterricht leben und wohnen die benachteiligten jungen Frauen auf dem Gelände. Es ist daher wichtig, neben dem anstrengenden Schulalltag einen Ausgleich zu schaffen. Da das Schulzentrum sehr abgelegen liegt, sind die Mädchen in ihrer Freizeit weitgehend auf das Gelände beschränkt. Ein Sportplatz und kleinere Freizeiteinrichtungen bieten Abwechslung im Alltag.
  • Solaranlage Werkstattgebäude: Bisher wurde eine Solaranlage auf dem Küchengebäude installiert, welche alle Gebäude mit Strom aus nachhaltiger Energie für Licht etc versorgt. Für die Ausbildung werden teilweise elektrische Geräte genutzt (Nähmaschinen, Elektrik/Solar etc) da diese einen größeren Strombedarf haben, ist es notwendig, die bestehende Anlage um einige Solarmodule inkl Speicher zu erweitern.
  • Frauenhaus für ca 10-15 alleinerziehende junge Frauen (zumeist mit Gewalterfahrtung) sowie  angegliederte Kinderbetreuung und kleiner Spielplatz
  • Scholarships/ Patenschaften: Die Mädchen und jungen Frauen kommen größtenteils aus sehr ärmlichen Verhältnissen (vor allem aus dem Flüchtlingscamp Dzaleka und umliegenden Communities)  und verfügen über kein eigenes Einkommen oder Unterstützung von zu Hause. Scholarships, die die Mädchen ein Ausbildungsjahr unterstützen sind daher in vielen Fällen erforderlich.
  • Tool-Kits für den Berufsstart: Nach erfolgreicher Ausbildung erhalten die Mädchen ein Berufsstart-Toll-Kit mit einer Erstausstattung für die Selbständigkeit oder Anstellung wie z.B.Elektrikergrundausstattung, Schraubendreher, Nähmaschine & Material etc so dass die jungen Frauen erfolgreich in den erlernten Beruf starten können.

Ab sofort können Sie die jungen Frauen auch per Social Media verfolgen. Zum Instagram Account hier.

 

Projektfotos

Bettina Nasgowitz
Markus Kuhn
Tel. +49 (0)7164 9421-22
Tel. +49 (0)7164 9421-23
gemeinsam mit

Moravian Humanitarian & Development Services

Moravian Church Malawi

Zeister Zendingsgenootschap (ZZg)

Malawi liegt im Südosten Afrikas. Es gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Besonders hoch ist die Jugendarbeitslosigkeit, viele Jugendliche haben kaum Zugang zu Schul- oder gar beruflicher Ausbildung. Besonders betroffen sind zudem junge Mädchen und Frauen.

Im neu errichteten Atsikana Walani Berufsschulzentrum für Mädchen nahe des Dzaleka Flüchtlingscamps leben und wohnen ausschließlich benachteiligte Mädchen und junge Frauen, um eine qualifizierte Berufsausbildung zu absolvieren. Für viele der jungen Frauen ist es oftmals die erste „unbeschwerte“ Zeit in ihrem Leben. 

Auf dem Gelände der Berufsschule soll nun eine kleine Krankenstation mit einer Notfallapotheke gebaut werden. Die Krankenstation soll einen geschützten Raum bieten, in dem Gespräche bei mentalen Problemen, bei Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt oder Fragen zur Familienplanung individuell möglich sind. In den Räumlichkeiten sind außerdem Schulungen im Bereich Hygiene, gesunder Ernährung oder zur Gesundheitsvorsorge geplant, an denen neben Auszubildenden auch die Mädchen und Frauen aus der Umgebung teilnehmen können.

Die Krankenstation deckt die medizinische Grundversorgung bei akuten Krankheiten, so dass ein aufwändiger und teurer Besuch in einer weit entfernten Gesundheitsstation so entfallen könnte. Es sollen durch die Krankenstation auch Kinder und Frauen aus den umliegenden Dörfern mitversorgt werden.

Mit 55 Euro finanzieren Sie ein Medikamentenpaket für die Apotheke. Insgesamt belaufen sich die Projektkosten auf etwa 30.000 Euro.      

Bildung beginnt mit Zugang zu Wissen – doch viele der Schülerinnen am Atsikana Walani Technical College in Malawi haben kaum Möglichkeiten, Bücher zu lesen.

Mit einer kleinen Schulbibliothek möchten wir genau das ändern: Wir wollen einen gemütlichen Lese- und Begegnungsraum einrichten, in dem sorgfältig ausgewählte gedruckte Bücher den Grundstein für Bildung und Zukunft legen. Ergänzend dazu integrieren wir moderne Elemente wie Tablets und E-Reader, die den Zugang zu zusätzlichen digitalen Lernmaterialien und E-Books ermöglichen. Ein Konzept, das traditionelle Bücher und digitale Inhalte harmonisch vereint, ohne den persönlichen Kontakt zu verlieren. Solche online Bibliotheken entstehen mittlerweile an immer mehr Orten im ländlichen Afrika.

Es sollen Lehrbücher, Romane, Biografien und diverse Sachbücher angeschafft werden sowie 10 bis 15 robuste Tablets mit Zugang zu E-Books und Lernplattformen. Dafür muss die kleine Bibliothek mit Regalen und Leseecken eingerichtet werden, zudem eine solarbetriebene Ladestation für Tablets und Lampen für die Abendlektüre.      

Mit Ihrer Unterstützung können wir diesen Ort des Lernens erschaffen und den Schülerinnen bei ihrem Weg in die eigene Zukunft helfen.