Herrnhuter Missionshilfe leistet Nothilfe in Sambia

Bereits im Oktober 2023 wurden in Sambia erste Cholera Fälle in der Region um Lusaka registriert. Inzwischen gibt es im ganzen Land mehr als 10.000 Infizierte, die aktuelle Lage ist als kritisch einzustufen. Auch die Brüdergemeine ist von der Epidemie betroffen. Die Herrnhuter Missionshilfe hat daher beschlossen, über den HMH Nothilfefonds eine Soforthilfe zu realisieren. Gemeinsam mit der i4Life Klinik in Lusaka, mit der die HMH auch die Umsetzung eines Ernährungsprogrammes geplant hat, werden sofortige Maßnahmen zur Verbesserung der Situation umgesetzt. Neben der notwendigen medizinschen Versorgung liegt der Fokus auch auf der Prävention der Krankheit. Spenden an den Nothilfefonds der HMH können per Überweisung an DE25 5206 0410 0000 4151 03 (Stichwort: Cholera Nothilfe Sambia) getätigt werden oder hier.

Start des Baumprojekts am "Walani" Frauenprojekt

Mehrere LKWs mit Bäumen und Setzlingen erreichten Anfang Februar das Atsikana Walani Frauenprojekt in Malawi. Gemeinsam mit dem dem lokalen Projektteam wurden zahlreiche große Pflanzlöcher im und um das Schulgelände gegraben. Mit viel Einsatz, Energie aber auch viel Spaß waren die jungen Frauen dabei und so konnten schon gegen Mittag die ersten Bäume eingepflanzt und angegossen werden. Parallel wurde den Auszubildenden aber auch den Lehrerinnen und Angestellten Wissen über die Bedeutung der Bäume bei der Anpassung an den Klimawandel, deren Nutzen für die  Umwelt, für die Versorgung mit Obst aber auch als Schattenspender vermittelt. Die Pflege der neugepflanzten Bäume wurde ebenfalls detailliert erläutert. Gerade im sehr kargen Gelände um die Schule, wo Wind, Sonne aber vor allem auch Starkregen während der Regenzeit zu gravierender Bodenerosion führen, sind Bäume unabdingbar um den Boden vor Abtragung und Auswaschung zu schützen. Viele der Setzlinge stammen aus einer der beiden Baumschulen, die in zwei Communities am Dzaleka Flüchtlingscamp seit knapp 2 Jahren betrieben werden. Über 250  Bäume und Setzlingen (verschiedener Arten) können nun während der Regenzeit gut anwachsen und tragen vielleicht schon im Herbst erste Früchte. Alles in allem war die Baumpflanz-Aktion ein voller Erfolg der noch lange sichtbar sein wird!

Sternberg führt Gespräche mit zehn Kommunen in der Umgebung

In zehn palästinensischen Städten und Dörfern in den Distrikten Ramallah und Al Birah gab es auf Initiative des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah kürzlich Gespräche mit kommunalen Vertretungspersonen. Ziel dieser Gespräche war die Kooperation bei der Umsetzung des Projektes Förderung inklusiver Gemeinschaften durch gute Bürgerschaft. Für den Sternberg führten diese Gespräche die Mitarbeitenden der Abteilung für Behindertenrechte und der Umwelt- und Entwicklungs-Abteilung. Es kam zu ersten Planungen und auch schon zu konkreten Absprachen. Der Sternberg ist seit Jahren führend dahingehend, die Rechte von Menschen mit Behinderungen in der palästinensischen Gesellschaft durchzusetzen und erfährt dabei von vielen Seiten (Kinder und Jugendliche, Eltern, Nachbarschaften, Politiker, Kooperationspartner) hohe Wertschätzung. Bilder aus Beit Liqya bei Ramallah hier. Bilder von weiteren Begegnungen hier. Gefördert wurden die Gespräche von der deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GiZ).

Von der beruflichen Förderung und Ausbildung auf dem Sternberg

Nach zum Teil jahrelanger Förderung im Kindergarten- und Förderschulbereich steht das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg in Palästina immer wieder vor der Herausforderung, die anschließende berufliche Förderung seiner Schützlinge zu organisieren. In diesem Zusammenhang sprach der Sternberg jüngst dem Reef Restaurant in Ramallah seinen Dank und seine Anerkennung für die Ausbildung von Hassan Qindah im Küchenbereich aus. Die Verantwortlichen lobten die soziale Verantwortung, die das Restaurant bewies und die dazu führte, dass der Jugendliche trotz seiner Behinderung eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt bekommt. Fotos von Hassan hier. Issam Abdelaziz, ein anderer Jugendlicher, bekommt seine Chance im Arabisch-Palästinensischen Einkaufszentrum in Ramallah, wo er im Kundensupport arbeitet. Fotos von Issam hier. Auch diesem Unternehmen sprach das Förderzentrum seinen Dank und seine Anerkennung aus. Für den Aufwand dieser Ausbildung kommt die in Italien beheimatete Waldenser-Kirche, speziell der Otto per Mille-Fonds, auf.

Aus dem "Sikonge Mission Hospital" in Tansania

Mia und Michael Toldam-Korsgård (DK) berichten aus dem Sikonge Mission Hospital der Brüdergemeine in Tansania (Westprovinz): "Auf gefährdete Gruppen ausgerichtet sind unsere Gesundheitsseminare. Frauen aus der Brüdergemeine gehen jeden Monat mit einem Team vom Hospital in abgelegene Dörfer, wo sie einen ›Gottesdienst mit Seminar‹ veranstalten mit dem Ziel, über Basisgesundheit und Rechte, insbesondere von Kindern und Frauen, zu informieren. Wir hatten auch Gäste vom dänischen Partnerhospital, dem Holbæk-Krankenhaus. Von dort besuchten uns 20 Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen. Sie waren acht Tage hier, um von sich zu erzählen und vom hiesigen Gesundheitspersonal zu lernen. Ein weiterer großer Wassertank wurde gebaut, neue Leitungen für die Wasserversorgung der Sammeltanks verlegt und Fundamente für den ersten Wasserturm gegossen, der fließend Wasser in den Operationssaal bringen soll."

Beschlüsse und Erklärungen der 44. Unitätssynode 2023 veröffentlicht

Der Unity Board Administrator Jørgen Bøytler (DK) hat nach vorheriger Abstimmung mit dem Synodalpräsidium kürzlich die Beschlüsse und Erklärungen der 44. Unitätssynode vom 4. bis 10. September 2023 in Kapstadt veröffentlicht. Die insgesamt 44 Synodenbeschlüsse bzw. –erklärungen sind in englischer Sprache vollständig abgedruckt. Am Schluss findet sich eine Liste mit 30 plus 2 Berichten aus aller Welt, die den Synodalen vorgelegen haben und die einen schönen Überblick über die aktuelle Lage der weltweiten Brüder-Unität und ihrer Provinzen (mit Statistiken!) geben. Die Beschlüsse betreffen Struktur-Fragen (z. B. fünf neue Mission Provinces bzw. Prospective Mission Areas, neue Gremien), personelle Fragen (z. B. Wahlen in die verschiedensten Gremien) und natürlich finanzielle und theologisch-politische Fragen. Auch verschiedene Gefährdungen der Einheit der weltweiten Brüder-Unität kommen zur Sprache. Mehrere Beschlüsse befassen sich auch mit Angelegenheiten der Mission (z. B. offizielle Annahme des Unity Mission Agreements von 2018). Download der Beschlüsse und Erklärungen hier.

Biologische Pflanz-Aktion in der "John-Monkou-Schule" in Leyldorp, Suriname

Die unter das Dach der Schulstiftung der Brüdergemeine in Suriname geschlüpfte John-Monkou-Schule (400 Kinder) in Leyldorp, einem Dorf 18 Kilometer südlich von Paramaribo im Distrikt Wanica, bekam kürzlich Besuch von Mitarbeitenden der Stiftung Tiny Gardens Suriname aus der Hauptstadt Paramaribo. Die Stiftung hat sich die Förderung des Öko-Land- und Gartenbaus auf ihre Fahnen geschrieben. Ihre Slogans lauten z. B.: "Mit weniger mehr wachsen. | Erntet Bio-Gemüse aus eurem eigenen Garten. | Gärten und Kinder brauchen die gleichen Dinge: Geduld, Liebe und jemanden, der niemals aufgibt. | Gemeinsam für eine klima-resiliente Gesellschaft in Suriname. | Wir stärken ethnische Minderheiten in der Klima-Krise." In einem Post aus Leyldorp hieß es: "Danke, dass ihr mit uns an der John-Monkou-Schule gewesen seid. Kinder lernen am besten durch ihre Alltags-Erfahrungen mit Menschen, die sie lieben und denen sie vertrauen, und wenn das Lernen Spaß macht. Und der beste Ort für diese Erfahrungen ist draußen, in der Natur." Video von der Stiftung hier. Ein Bild vom Besuch in Leyldorp hier.

Sonderausstellung und Sonderführungen zum Weltgebetstagsland 2025

Am Sonntag, dem 28. Januar, um 15 Uhr gab es im Völkerkundemuseum Herrnhut eine öffentliche Führung durch der Ausstellung "Talanoa – Zusammenkommen. Das Netzwerk Herrnhut, James Cook und die Ahnengötter Ozeaniens" mit Silke Piwko, der Herrnhuter Standort-Leiterin. Das Museum hat im Dezember 2023 mit der Präsentation von Objekten von James Cook und dessen Schiffsoffizier James Burney eine Art  Aussichtsfenster in die Konzeption der neuen Dauerausstellung "Talanoa – Zusammenkommen" geöffnet. Die Ausstellung ist deshalb von missionarischer Relevanz, dass im Zentrum des Weltgebetstages 2025 die Cookinseln stehen. Offizielles Themenplakat mit dem Titel Wonderfully Made von den beiden Künstlerinnen Tarani Napa und Tevairangi Napa hier. Beschreibung des Bildes, das mit Bezug zu Psalm 139,14 geschaffen wurde, ebenfalls am angegebenen Ort.

Korrektur Missionsprovinz Südasien

Durch Unachtsamkeit bei der Recherche bzw. beim Übersetzen sind dem Redakteur der Missionsmeldungen der Herrnhuter Missionshilfe leider zwei schwerwiegende Fehler unterlaufen. Dafür bittet der Redakteur um Verzeihung. Richtig muss es in der kürzlichen Meldung Von der konstituierenden Synode der neuen Missionsprovinz Südasien heißen:

(1) Schw. Kameleshwori Pradhan war die stellvertretende Präsidentin der Synode (nicht: ist die stellvertretende Präsidentin der Kirchenleitung. Schw. Kameleshwori Pradhan ist NICHT Mitglied der neuen Kirchenleitung).

(2) Schw. Suaihiamlu Pamei ist die erste weibliche Pfarrerin der Brüdergemeine in Indien (nicht: in Asien). In Asien verfügte die Brüdergemeine bereits zuvor mit Schw. Vani Pradhan aus Nepal über eine weibliche Pfarrerin.

Kurzmitteilungen
  1. Vom 26. bis 28 Januar 2024 fanden in den Räumlichkeiten der Stadtmission der Brüdergemeine in Paramaribo, Suriname, abends von 18 Uhr bis 21 Uhr eine Evangelische Konferenz statt. Diese standen unter dem Thema: Das Evangelium in Wort und Tat und Kraft. Redner waren die Brüder Desire Peerwijk (Präses der Brüdergemeine in Suriname), Davy Pawironadi (Stellvertretender Präses) und Carl Breeveld. Siehe hier.
  2. Die tansanische Präsidentin Samia Suluhu Hassan hat im November 2023 das vom Parlament beschlossene Gesetz über die Einführung einer allgemeinen Krankenversicherung in Tansania (Universal Health Insurance) unterschrieben. Damit auch diejenigen, die sich eine solche Versicherung nicht leisten können, Versicherungsschutz bekommen können, soll auf die Erträge eines Aktienfonds zurückgegriffen werden, der sich aus Steuern für Alkoholika, Softdrinks, Kosmetikprodukte, PC-Spiele und weitere Produkte speist (Quelle: Tansania-Nachrichten vom Mission EineWelt, Januar 2024).
  3. Die Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark hat ihr diesjähriges Missionsfest terminiert. Es findet am Sonntag, dem 5. Mai 2024, von 13 Uhr bis etwa 16.30 Uhr in Christiansfeld statt. Es endet mit der jährlichen Mitgliederversammlung. Zum genauen Programm hier: https://bdm-dk.dk/missionsfest2024/.
  4. Die Brødremenighedens Danske Missions Unge, die Jugendorganisation der Herrnhuter Mission in Dänemark, hielt am 25. Januar 2024 um 18 Uhr in Aarhus ihre Mitgliederversammlung ab. Im Vorfeld hieß es: "Erlebt mit uns einen schönen Abend und hört mehr über die Arbeit von BDMU". Bei der Versammlung berichtete auch Signe Kruse, die Jugendsekretärin von BDMU, eine Weltenbummlerin mit hoher interkultureller Kompetenz. Sie ist es auch, die die jungen Freiwilligen aus Dänemark auf ihre Einsätze für die Brüdergemeine in Tansania vorbereitet und diese dort begleitet. Siehe hier.
  5. Am Sonntag, dem 7. Januar 2024, eröffnete ein neuer, noch kleiner Kinderchor der Brüdergemeine in Suriname namens Children in Christ Choir mit einem schönen musikalischen Beitrag das neue Jahr in der Großen Stadtkirche in Paramaribo, der großen hölzernen Mutter-Kirche der Brüdergemeine in Suriname. Er wünschte Gottes Segen für alle Anwesenden im Gottesdienst: für Jung und Alt, für Gemeindemitglieder und Mitarbeitende der Kirche sowie ihrer vielen Organisationen in Suriname. Ein kurzes Video hier.
  6. Das Board of World Mission, die Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in Nordamerika, hat ihren Newsletter Winter 2024 veröffentlicht. Siehe hier. Themen darin u. a.: Realisierung des Trinkwasserprojektes in Honduras, Ankündigung des Herrnhuter Spendentages 2024 (Moravian Day of Giving) am 13. Februar 2024, Terminierung der speziellen monatlichen Fürbitt-Tage für Partnerprovinzen.
  7. Vom 16. bis 18. Januar 2024 tagte die von der Synode eingesetzte Theologische Kommission der Europäisch-Festländischen Brüdergemeine in Doorn (NL). Neben einem Bericht von der Unitätssynode im September 2023 war der theologische Umgang mit der Sklavereigeschichte in mehreren Unitätsprovinzen ein wichtiger Tagesordnungspunkt. Deutlich wurde, dass diese Arbeit dringend weitergehen muss.
  8. Am 20. Februar 2024 reisen Pia und Christian Moser (CH) nochmals für ein halbes Jahr nach Tansania aus. Dort wird Pia Moser wieder einen Dozenten-Einsatz an der Theologischen Fakultät der Teofilo Kisanji University der Brüdergemeine in Mbeya leisten.
  9. Die Brüdergemeine in Basel sammelte im Januar 2024 eine Kollekte für die theologische Ausbildung der Brüdergemeine in Tansania. 282 Schweizer Franken kamen zusammen. Danke!

PDF und weitere Meldungen

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Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 18 Abs. 2 MStV ist Niels Gärtner.
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