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Gesegnete Weihnachten

Liebe Leserinnen und Leser des Newsletters der Herrnhuter Missionshilfe, ich möchte mich bei Ihnen ganz herzlich bedanken, dass Sie unsere Arbeit in diesem Jahr so intensiv begleitet haben. Leider mussten wir immer wieder über die Nöte von Menschen berichten und nicht nur über Erfolge unserer Projekte. Naturkatastrophen (mutmaßlich ausgelöst durch den Klimawandel), aber auch der Krieg in der Ukraine, der weltweit die Menschen betrifft, stellen viele Menschen vor die Herausforderung, genug zu essen zu bekommen und ein Dach über dem Kopf zu haben. Mut kann uns in dieser Situation das Weihnachtsbild vom Sternberg, des Föderzentrums der Brüder-Unität bei Ramallah, vermitteln. Trotz der Gefängnisgitter und Soldaten mit Schutzhelmen im Hintergrund feiern die Menschen, indem sie das Dunkle hinter sich lassen, sich mit Blumen einander zuwenden und sich mit strahlenden Augen ansehen. Diese Freude über Weihnachten, die die Angst und Härte des Alltags überwindet, wünsche ich Ihnen allen. Feiern Sie ein friedvolles Weihnachten und kommen Sie gut ins neue Jahr 2023!

Der nächste Newsletter erhalten Sie am 12. Januar 2023.

Ihr Niels Gärtner

Sternberg Reisebericht der »Knodel foundation«

Patrick Knodel, Leiter der Stiftung »Knodel foundation« in Stuttgart, hat einen Reisebericht über das Rehabilitationszentrum auf dem Sternberg veröffentlicht. Gemeinsam mit Bettina Nasgowitz und Markus Kuhn von der Herrnhuter Missionshilfe besichtigte er das Zentrum im November diesen Jahres. Die Stiftung unterstützt den Sternberg seit 2019 in vielen Bereichen. Zu den Programmpunkten gehörten ein Rundgang auf dem Gelände, Besuche in den Klassen und Gruppen sowie Gesprächsrunden mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Er schreibt: »Selten auf meinen Reisen sind mir so viele herzliche und offene Menschen begegnet wie in Palästina. Wir werden das Star Mountain Rehabilitation Center und die palästinensische Zivilgesellschaft weiterhin unterstützen.«. Der ganze Bericht hier.

Vorweihnachtliches Vergnügen auf dem Sternberg

Jugendliche von der Hilfsorganisation »United Palestinian Appeal« machten vor dem 4. Advent, am Freitag, dem 9. Dezember 2022, einen vorweihnachtlichen Besuch im Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah. 30 Fotos hier. Sie hatten für die Kinder und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen nicht nur Geschenke und Süßigkeiten mitgebracht, sondern auch eine Fülle von Aktivitäten vorbereitet. Diese fanden in den Gemeinschaftsräumen und im Außenbereich des Förderzentrums statt. So gab es eine Back-Ecke, eine Geschichten-Ecke, eine Musik-Ecke, eine Bastel-Ecke, eine Sport-Ecke und diverse Spiel-Ecken. Gegen Ende des Tages wurde vor dem großen, geschmückten Weihnachtsbaum und vor den fast lebensgroßen Krippenfiguren einer der beliebter palästinensischen Dabka-Tänze aufgeführt. Das alles trug sich in einer sehr grünen Umgebung sowie unter allgemeiner Begeisterung der Besuchenden und der Besuchten zu.

Film von der »Genadendal Pilgrimage Of Grace«

Einen 20-minütigen Film mit vielen schönen Bildern, mit mehreren Freiluft-Gottesdiensten und mit eindrücklichen, mitunter emotionalen Wortzeugnissen gibt es von der »Genadendal Pilgrimage Of Grace«, die am 23., 24. und 25. September 2022 stattfand. Siehe hier. Weitere Informationen hier. Diese erstmalige Pilgerreise - organisiert von der Unitätsprovinz Südafrika - war ein Teil der landesweiten Aktion »54 Gebetstage für Afrika«, die die »South Africa Christian Leadership Initiative« ins Leben gerufen hatte. Ziel aller Aktionen innerhalb der Begegnungs- und Gebetstage war die »Heilung Afrikas von den Wunden, die Sklaverei, Kolonialismus, Ausbeutung und Rassismus dem Kontinent geschlagen haben«. Der Film zeigt auch einen Versöhnungsgottesdienst im weißen Kirchensaal der Brüdergemeine Genadendal und eine Buß- und Klageandacht am »Kaap Agulhas«, der Südspitze Afrikas, innerhalb deren auch Menschen aus Deutschland zu Worte kamen.

Neuer »Salem Walk« offenbart einstigen Sklavenbesitz der Brüdergemeine

In zunehmenden Maße muss sich die Brüdergemeine damit auseinandersetzen, dass sie – trotz einer erfolgreichen Missionsarbeit - in der Vergangenheit in mehreren Ländern jahrzehntelang in Sklaverei und Rassismus verwickelt war. Das ging so weit, dass nicht nur einzelne Mitglieder der Brüdergemeine Sklavinnen und Sklaven besaßen, sondern dass auch die Kirche selbst Sklavinnen und Sklaven kaufte, verkaufte und vermietete. Darauf macht ein Artikel im »Moravian Magazine« (Ausgabe 4-2022) aufmerksam. Deutsche Übersetzung hier. In diesem Artikel wird eine neue Initiative von mehreren Brüdergemeinen in Winston-Salem/NC vorgestellt, die einen touristischen »Salem Walk« (Weg durch Old Salem) ins Leben gerufen haben. Dieser Weg, der sich als Ergänzung und Alternative zur klassischen »Old Salem Tour« versteht, erinnert an geschichtsträchtigen Orten an die beschämende Sklaverei-Vergangenheit der Brüdergemeine im US-Staat North Carolina.

Die Sklaverei – ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit?

Beraterinnen und Berater haben der niederländischen Regierung kürzlich empfohlen, den Sklavenhandel vom 17. bis 19. Jahrhundert als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuerkennen. Die Niederlande spielten in diesem Zeitraum eine große Rolle im internationalen Sklavenhandel. Auch die Königsfamilie war darin verstrickt; sie besaß vermutlich selbst Sklavinnen und Sklaven. König Willem-Alexander hat eine unabhängige Untersuchung über die Rolle der königlichen Familie in der kolonialen Vergangenheit in Auftrag gegeben. Drei Historiker und ein Menschenrechtsexperte werden die Untersuchung, die auf drei Jahre angesetzt ist, ausführen. Die niederländische Westindien-Kompanie unterhielt Schiffe, auf denen schätzungsweise 600.000 Menschen in die Sklaverei gerieten. Die versklavten Menschen wurden gezwungen, unter unmenschlichen Bedingungen auf Plantagen in den niederländischen Überseekolonien in der Karibik und in Südamerika zu arbeiten. Hier - auf St. Thomas und St. Croix und St. Jan sowie in Suriname - begann 1732 die Herrnhuter Mission. Die Regierung der Niederlande plant, sich am 19. Dezember 2022 offiziell für die Sklaverei zu entschuldigen. Mehr dazu hier.

»The Canadian Encyclopedia« zum Erbe der Herrnhuter in Labrador

Auf den Webseiten »The Canadian Encyclopedia« heißt es über das Herrnhuter Erbe in Labrador: »Die Herrnhuter besaßen großen Einfluss auf das Leben der Labrador-Inuit, und zwar im Guten wie im Schlechten. Unter anderem verschrifteten sie ihre Sprache und kümmerten sich um ihre Alphabetisierung. So waren die Labrador-Inuit die ersten Inuit in Kanada, die in ihrer eigenen Sprache zu schreiben vermochten. Mit dem Christentum führten die Herrnhuter eine neue Religion ein und sie verboten den traditionellen Glauben. Das Leben in den Missionssiedlungen der Herrnhuter ermutigte die Inuit, ihr Nomadenleben nach und nach aufzugeben. Die Herrnhuter brachten den Inuit ein neues Zeitmanagement mit Uhren und Kalendern. Von den Herrnhutern lernten die Inuit das Schuldenmachen und die Aufnahme von Hypotheken. Die Herrnhuter führten frühe Formen der Selbstverwaltung in Ältestenräten ein und sie brachten von Europa neue Technologien für Jagd, Fischerei und Bekleidung mit. Das wertvollste Erbe der Herrnhuter in Labrador ist ihre Musik für den Gottesdienst und das Gemeinschaftsleben«.

Moderne Missionarinnen und Missionare vorgestellt

Im Eingangsteil ihrer Informationsschrift »ZZg Nieuws« (Heft 4-2022 – siehe hier) stellt die »Zeister Zendingsgenootschap«, die Missionsorganisation der Brüdergemeine in den Niederlanden, vier »Zendingsgenoten« als moderne Missionarinnen und Missionare vor: Petra Pinas aus Suriname, Gitti Lenz aus den Niederlanden, Bettina Nasgowitz aus Deutschland von der Herrnhuter Missionshilfe und Jonah Sinyangwe aus Malawi. In dem Text wird gefragt: »Was haben alle diese Menschen gemeinsam? Es sind Menschen, mit denen wir gern kooperieren; manchmal erst seit kurzer Zeit, oft schon seit vielen Jahren. Es sind Menschen, die dem Evangelium Hände und Füße geben, Menschen, die sich dem Frieden verschrieben haben. Oft handeln sie bescheiden, im kleinen Rahmen. Es geht ihnen nicht um große Effekte, sondern darum, etwas an der Basis anzuschieben. Sie wollen jemanden von ihrem Anliegen zu überzeugen und andere Menschen in Bewegung zu bringen«.

Impressum
Herrnhuter Missionshilfe
Badwasen 6 · 73087 Bad Boll · Deutschland
+49 (0)7164 9421-0 · info@herrnhuter-missionshilfe.de
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 18 Abs. 2 MStV ist Niels Gärtner.
Responsible person according to § 18 Abs. 2 MStV is Niels Gärtner.


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