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Brüdergemeine in Nikaragua verteilt Hilfsgüter an Hurrikan-Geschädigte

Nachdem Hurrikan »Julia« Anfang Oktober 2022 schon längst über Nikaragua hinweggezogen war, warteten die von Sturm und Regenfluten Geschädigten in zahlreichen Küstenregionen immer noch auf staatliche Hilfe. Darüber berichtete das nikaraguanische Nachrichtenportal »100noticias.com.ni« am 16. Oktober 2022. Siehe hier. In dem Text heißt es: »Die Einwohner der von Hurrikan »Julia« betroffenen abgelegenen Gemeinden an der Karibikküste versuchen, sich ohne die Hilfe der Regierung von den Schäden zu erholen. Damit die Not überwunden wird, startete die Brüdergemeine - auf Initiative von Frauen - in der autonomen Teilrepublik »Südliche Karibikküste« (RACCS) eine Sammelaktion. So gelangten Lebensmittel, Wasser und Kleidung u. a. nach Tasba Pounie, 70 Kilometer nördlich von Bluefields gelegen. Ein Einwohner meinte, die Bereiche Tourismus, Landwirtschaft und Fischerei seien gleichermaßen von der Not betroffen. Die Vizepräsidentin von Nikaragua, Rosario Murillo, meinte auf Anfrage, ihre Regierung unterstütze sehr wohl die vom Hurrikan Betroffenen. Wenn die Einwohner in den karibischen Küstengemeinden behaupten, sie erhielten keine Hilfe, dann verleugneten sie das Engagement der Regierung«. Zu einem Dreieinhalb-Minuten-Video von der oben erwähnten Hilfsgüterverteilung geht es hier.

Anglo-Amerikanischer Besuch in der tansanischen Nordprovinz

Verantwortliche für die Missionsarbeit aus der Britischen und aus den beiden Nordamerikanischen Unitätsprovinzen reisten Ende Oktober 2022 gemeinsam nach Tansania. Im Rahmen der einvernehmlich festgelegten Partnerbeziehungen besuchten Justin Rabbach, Geschäftsführer des »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika (BWM), Bischof Chris Giesler, BWM-Direktor für missionarische Einsätze, Roberta Hoey, Vorsitzender des »Unity Board«, und Jane Carter, Vorsitzende des »British Mission Board«, mehrere Gemeinden, Einrichtungen und Projekte in der tansanischen Nordprovinz. Natürlich trafen sie auch mit der Kirchenleitung der Nordprovinz zusammen, mit der sie Möglichkeiten der Intensivierung der Partnerschaft besprachen. Die Gruppe genoss es, am Sonntag, dem 30. Oktober 2022, bei einem Gottesdienst der Brüdergemeine Arusha mitzuwirken. Einige Bilder vom Besuch hier.

Neue Ausgabe der »Unity Women‘s Voices« erschienen

Am 31. Oktober 2022 wurde von Julie Tomberlin, der Leiterin des Unity Women's Desks in Winston-Salem/NC, die neue Ausgabe der »Unity Women‘s Voices« veröffentlicht. Siehe in Englisch hier. Darin enthalten ist eine Vorstellung von Dena Fortuzi aus Albanien, die am 18. September 2022 in Tirana als erste Einheimische zu einer Pfarrerin der Brüdergemeine ordiniert wurde. Dena Fortuzi wirkt außerdem in einigen Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen mit, u. a. ist sie Trainerin in einem UNICEF-Programm zur Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder. Im zweiten Teil der »Unity Women‘s Voices« wird ausführlich zurückgeschaut auf das mehrtägige Treffen von Schwestern aus der Brüdergemeine in Lateinamerika, das Ende September und Anfang Oktober 2022 in Panama City stattfand und von erheblicher Bedeutung für das Zusammenwachsen der Brüdergemeine in dieser Region war. Die Schwestern stehen - Dank der modernen Medien - allesamt in enger Verbindung miteinander.

Unity Women's Desk unterstützt Frauen, die «STEM-Berufe« erlernen

Das Unity Women's Desk unterstützt in Tansania und anderen wenig entwickelten Ländern seit geraumer Zeit solche Frauen, die einen der sogenannten »STEM-Berufe« erlernen, die bisher zumeist den Männern vorbehalten waren: science, technology, engineering, mathematics (in Deutschland MINT-Fächer: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Afrikanische Universitäten erleben gegenwärtig einen regelrechten Run von Frauen auf die STEM-Studiengänge (47% der neu Immatrikulierten!), so dass mittelfristig die Unterrepräsentanz von Frauen in den STEM-Berufen wohl ausgeglichen werden kann. In einem Facebook-Post stellt das Unity Women's Desk die junge tansanische Stipendiatin Tunsume Katule vor, die derzeit im 5. Semester »Wildlife Tourism« am »College of African Wildlife Management« (15 km nördlich von Moshi) studiert, bisher ebenfalls eine Männer-Domäne. Zu einem kleinen Portrait von Tunsume Katule hier (bitte auch nach rechts klicken).

Weihnachtsspendenaktion für Suriname gestartet

Im Oktober 2022 startete die »Zeister Zendingsgenootschap« (ZZg), die Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in den Niederlanden, ihre jährliche Weihnachtsspendenaktion für Suriname. Die Niederlande und ihre vormalige Kolonie Suriname pflegen auch nach der Unabhängigkeitserklärung von Suriname am 25. November 1975 noch besondere Kontakte, zumal heute viele zehntausend Menschen mit surinamischer Abstammung in den Niederlanden leben. Mit dem Geld, das während der Weihnachtsspendenaktion 2021/2022 zusammenkam, konnte 435 mittellosen Seniorinnen und Senioren, dutzenden Klientinnen und Klienten in der Obhut der Diakonie der Brüdergemeine, allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Kinderheime und Internate der Brüdergemeine sowie rund 150 weiteren armen Kindern und Jugendlichen eine Freude gemacht werden. Die ZZg hofft auf einen ähnlichen Spendenerfolg zu Weihnachten 2022/2023.

»Manspasi 2022« - ein neues Gedicht zur Sklavenbefreiung

Die in den Niederlanden lebende Sängerin, Schauspielerin und Autorin Manoushka Zeegelaar Breeveld, die ihre Wurzeln in der Brüdergemeine in Suriname hat, veröffentlichte bereits am 1. Juli 2022 in niederländischer Sprache ein Gedicht, das in eindrücklicher Weise die Sklavenbefreiung in Suriname am 1. Juli 1863 thematisiert. In dem Gedicht erinnert Manoushka Zeegelaar Breeveld daran, dass diese Befreiung historisch erst spät geschah und bis heute nicht komplett abgeschlossen ist. Noch ihre Urgroßmutter, deren schweres Leben und deren Ungebrochenheit in den Gedichtversen hell aufblitzen, war jahrzehntelang zu Sklavendiensten gezwungen. Dazu gehörte auch, eine Vergewaltigung einfach hinzunehmen und das daraus entstandene Kind an die Herrschaft abzugeben. Eine deutsche Übertragung des Gedichtes inklusive der Originalfassung und einer Übersetzung ins Englische gibt es hier.

Symposium zur Aufarbeitung der Sklaverei-Geschichte

Die »Moravian University« in Bethlehem/PA ludt zu einem Symopsium zum Thema »Rasse, Sklaverei und Land. Das Herrnhuter Erbe im globalen Kontext. 1722-2000« ein. Das Symposium fand am 4./5. November 2022 via »Zoom« statt. Historiker, Anthropologen und Politikwissenschaftler aus Südafrika, Deutschland, Irland, Jamaika, Australien, Dänemark, der Schweiz und den USA dachten gemeinsam über die noch nicht beseitigte Hinterlassenschaft von Rassismus und Sklaverei in Kirche und Gesellschaft nach und wollten damit ein Umdenken sowie konkrete Handlungsschritte anstoßen. Programm hier. Das »Moravian Archives« in Bethlehem/PA verweist darauf, dass in Verbindung mit dem Symposium verschiedene Bücher angeboten werden, die von den Referentinnen und Referenten des Symposiums verfasst wurden. Siehe z. B. hier: Katharine Gerbner, »Christian Slavery: Conversion and Race in the Protestant Atlantic World«, Philadelphia 2018.

Unitätsprovinz Westindien-Ost veröffentlicht »Moravian Mission Report 2022«

Im Newsletter der Unitätsprovinz Westindien-Ost (Ausgabe für Oktober 2022) veröffentlicht Algernon Lewis, der Vorsitzende der Kirchenleitung, den diesjährigen »Moravian Mission Report«. Zur deutschen Übersetzung hier. Der Bericht geht sowohl auf diejenigen Aktivitäten ein, die von der Provinz Westindien-Ost unmittelbar unterstützt werden (Nothilfe für St. Vincent, Haiti und Nikaragua; Gemeindeaufbau auf Grenada, schulische Arbeit auf Trinidad; karitative kommunale »Tafeln« und Suppenküchen) als auch auf die missionarischen Aktivitäten der weltweiten Brüder-Unität, die u. a. mit Festbeiträgen der Provinz Westindien-Ost finanziert werden (Tansania, D. R. Kongo, Uganda, Malawi, Mosambik, Angola, Peru, Myanmar). Algernon Lewis schließt mit dem Satz: »Lasst uns auch weiterhin missionarisch tätig sein und auf diese Weise unserem missionarischen Gott die Treue erweisen!«

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