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Olivenöl aus Palästina wieder erhältlich

Mit deutlicher Verzögerung wurde nun endlich wieder das allseits beliebte Olivenöl aus Palästina angeliefert. Das Team von »Moravian Merchandise«, dem fairen Handel der Herrnhuter Missionshilfe, wird nun die rückständigen Bestellungen bearbeiten und ausliefern. Bereits vor Weihnachten letztes Jahr war das Produkt ausverkauft und viele Kunden mussten vertröstet werden. Ab sofort kann das Olivenöl wieder in den bekannten Abfüllmengen im Online Shop bestellt oder in Bad Boll im Laden erworben werden. Mit dem Erlös wird der »Sternberg«, das Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, bei Ramallah unterstützt. Das Förderzentrum liefert seine Oliven an eine palästinensische Genossenschaft von Olivenbauern in Taybeh. Von dort bezieht die Herrnhuter Missionshilfe das Olivenöl.

Solaranlage der »Ahuas Clinic« repariert und erweitert

Celán Alemán Rivas kam 2017 wegen eines Weihnachtsbesuches bei seiner Oma in die »Clinica Evangelica Morava« in Ahuas nahe der honduranischen Atlantikküste. Als er von einem Defekt der Solaranlage der Klinik erfuhr, bot er seine Hilfe bei der Reparatur an, stieß aber zunächst auf Skepsis, weil ein einheimischer Handwerker bei einem früheren Reparaturversuch die Anlage noch mehr beschädigt hatte. Celán Alemán Rivas gelang es zum Erstaunen der Klinikleitung, das System binnen weniger Tage zum Laufen zu bringen. Er meinte jedoch, dass noch viel mehr an der Anlage getan werden müsse. Weil sein Arbeitgeber und seine kleine Familie (Ehefrau Rebecca und Tochter Hadassah) bereit waren, ihm mehrfach Urlaub zu gewähren, und weil sich Spendenmittel der Brüdergemeine in Nordamerika für die gesamte elektrische Anlage der Klinik fanden, konnte er immer wieder gegen ein geringes Entgelt nach Ahuas reisen, wo er die Anlage erweiterte und z. T. erneuerte, sie regelmäßig wartete und immer wieder auch zu Notfall-Einsätzen kam. Mehr zum Leben und zum Einsatz von Celán Alemán Rivas hier (zweiter Abschnitt).

Drei erfolgreiche Stipendiatinnen des Unitätsfrauenbüros

Das Unitätsfrauenbüro stellt in seinen »Unity Women’s Voices« (März 2022) drei seiner erfolgreichen Stipendiatinnen vor: Jeneba Braïma aus Sierra Leone machte ihren BA-Abschluss an der Universität in Freetown im Fach Rechnungswesen und Finanzen. Sie will für die Brüdergemeine im Lande arbeiten. Sie ist die Tochter von Safiatu Braïma, der Leiterin der Brüdergemeine in Sierra Leone. Sandra Namatende aus Uganda machte ihren BA-Abschluss an der Universität in Kampala im Fach Pädagogik. Sie bekommt schon seit ihrer Grundschulzeit ein Stipendium. Lucero Milagro Carrasco Camacho aus Peru machte einen medizinischen Abschluss an der Universität in Chiclayo und erhielt die Nationale Lizenz als Geburtshelferin. Sie möchte in den entlegensten Regionen von Peru für die ärmsten Menschen im Lande arbeiten. Anträge auf Aufnahme in das Stipendienprogramm des Unitätsfrauenbüros an: julie.unitywomen(at)gmail.com. Fotos hier.

Seit Wochen großflächige Überschwemmungen in Suriname

Seit Anfang März 2022 stehen große Teile des weitläufigen tropischen Binnenlandes von Suriname nach heftigen Regenfällen unter Wasser. Die kurze Trockenzeit (Anfang Februar bis Anfang April) fiel im Jahre 2022 dem Wetterphänomen »La Niña« zum Opfer. War zunächst das östliche Binnenland betroffen, so ist es jetzt das westliche Binnenland. Alle 13 Grundschulen der Brüdergemeine mussten nach einem Erlass des Bildungsministeriums geschlossen werden. Siehe hier. Ein Transport der Schülerinnen und Schüler auf den Flüssen, den einzigen Lebensadern im Binnenland, war nicht mehr möglich bzw. wäre zu gefährlich gewesen. Ein Film des surinamischen Fernsehens vom 5. April 2022 hier. Im Film ist davon die Rede, dass es große Schäden gegeben habe. Um ein weiteres Ansteigen des Wasserspiegels des Brokopondo-Stausees zu verhindern, öffnete die »Staatsolie Power Company Suriname« schon im März 2022 die Überläufe des Afobaka-Staudamms.

Seminar in Suriname gegen Kindesmissbrauch in der Gemeinde

Nicht nur in Deutschland und Europa, auch in Südamerika sind die Kirchen aufgefordert, in geeigneter Weise vorzusorgen gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch in der Gesellschaft insbesondere gegen Kinder und diesbezüglich sehr aufmerksam zu sein. Entsprechend handelt auch die Brüdergemeine in Suriname. Für Sonnabend, den 30. April 2022, lädt sie von 9 bis 14 Uhr in Verantwortung des Kinder- und Jugendpastorats »Talita Koem« zu einem Studientag nach Paramaribo in das Theologische Seminar ein. Der Studientag mit Werkstatt-Charakter steht unter dem Thema »Kindesmissbrauch in der Gemeinde – aufmerksam sein für körperliche und emotionale Misshandlung und Vernachlässigung sowie für sexuellen Missbrauch«. Die Veranstaltung ist als Präsenzveranstaltung (kostenfrei) mit vorheriger Anmeldung geplant. Das biblische Motto lautet (1. Tim. 1,5): »Das Ziel der Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen«.

Relaunch der Webseite der weltweiten Brüder-Unität

Jørgen Bøytler, Dänemark, der Geschäftsführer des Unitätsvorstandes (»Unity Board«), präsentierte am 1. April 2022 den Relaunch der Website der weltweiten Brüder-Unität: www.unitasfratrum.org. Die Website entspricht nunmehr den technischen und grafischen Anforderungen für den zunehmenden Aufruf der Website mit mobilen Endgeräten. Es werden wichtige Texte der weltweiten Brüder-Unität in englischer Sprache präsentiert (u. a. eine Geschichte der Brüder-Unität und der »Grund der Unität«). Leider fehlt (noch) ein Link zur aktuellen Version der »Church Order of the Unitas Fratrum«. Es gibt alle wichtigen Adressen: Zentrale Unitäts-Behörden, Unitätsprovinzen, Missionsprovinzen, Missionsgebiete und Unitäts-Unternehmungen. Es gibt auch Links zu den Webseiten einiger Unitätsprovinzen, noch ohne Tansania (Südprovinz und Südwestprovinz), Suriname und Südafrika und zu den Missionsorganisationen. Hier fehlt ein Link zum Unitätsfrauenbüro (»Unity Women’s Desk«), das sich auch als eine Art »Missionsgesellschaft« versteht. Schließlich gibt es noch einige neue Bilder sowie einen kleinen Download-Bereich.

Vor 190 Jahren: Erster Kindergarten im südlichen Afrikas eröffnet

Nachdem der Herrnhuter Lehrer und Missionar Hans Peter Hallbeck (1784-1840) in Genadendal, Südafrika, die schon vorhandene Schule verbessert und erweitert hatte, erkannte er die Notwendigkeit eines Kindergartens. Sicher wusste er um die frühkindlichen pädagogischen Bemühungen von Friedrich Fröbel, der das kindliche Lernen und Spielen kombinierte, um Kindern zu helfen, sich geistig, körperlich und sozial optimal zu entwickeln. Am 12. September 1831 gründete er in Genadendal den ersten Kindergarten im ganzen südlichen Afrika, der bis zu 150 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren aufnehmen konnte und dem bald weitere Herrnhuter Kindergärten in Südafrika folgten. Es dauerte eine Weile, bis die Mütter dem Missionar ihre kleinen Kinder anvertrauten. Nicht einmal sein Singen und sein Geigenspiel und seine Verkleidung als Frau halfen dabei, die Ängstlichkeit der Mütter und Kinder zu überwinden. Erst die Anstellung dreier einheimischer Hilfserzieher brachte den Kindergarten schließlich voran. 1833 besuchte der britische Gouverneur Thomas Francis Wade den Kindergarten und war des Lobes voll.

Entwicklungshilfe entkolonialisieren!

In einem Beitrag vom »Deutschlandfunk – Campus und Karriere« aus Uganda wurde am 26. März 2022 mit eindrücklichen Beispielen darauf hingewiesen, wie sehr Entwicklungshilfe noch immer von kolonialem Denken geprägt ist. Die Uganderin Olivia Olasso gründete 2018 zusammen mit anderen schwarzen Frauen und Männern die Organisation »No White Saviors«, über die schon weltweit berichtet wurde. Im Mittelpunkt des Wirkens der Organisation steht der Satz: »Es braucht keine Weißen, die uns zeigen, wo es langgeht«. Es sei z. B. ein Unding, dass Weiße ein afrikanisches Kinderheim besuchten, dort fremde Kinder auf den Arm nähmen und sich mit ihnen fotografieren ließen. Dafür würden sie in Deutschland bestraft und das sollten sie auch in Afrika lassen. Auch die Aufforderung an Schulkinder, für Touristen etwas vorzusingen, sei nichts als Kolonialismus. Was staatliche Entwicklungshilfe anbetrifft, so sei diese oft eher ein »Geschäft« für die weiße Wirtschaft und für die Entwicklungshelfer, die einen Dienstwagen bekämen und allerlei Sonderzulagen, als für die afrikanischen Menschen und Staaten. Mehr hier. Siehe auch einen Beitrag im Nachrichtenmagazin »Spiegel« hier.

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