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Solaranlage für die Berufsschule in Rungwe

Die Berufsschule in Rungwe, Südprovinz/Tansania bietet u.a. die Ausbildung zum Elektroniker an. Heutzutage beinhaltet dieser Berufszweig auch Kenntnisse über nachhaltige Solartechnik. Idealerweise sollte der Bereich Solar nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch vermittelt werden. Der Verein »LE-solar« in Leinfelden-Echterdingen spendete der Berufsschule nun 5.000 Euro um eine kleine Solaranlage zu installieren. Diese dient zum einen als Lernobjekt, zum anderen liefert sie Strom für die Ausbildungscomputer an der Schule. Die Jugendlichen haben die Installation selbst durchgeführt und können nun neben der Theorie auch den praktischen Umgang mit Solaranlagen erlernen und so hoffentlich noch weitere Projekte dieser Art in Angriff nehmen.

Eigeninitiative der Berufsschule in Ileje, Tansania

Das kleine aber wachsende Berufsschulzentrum in Ileje, Südprovinz/Tansania liegt an der Grenze zu Sambia. Aufgrund ansteigender Schüleranmeldungen wurde beschlossen, den Jugendlichen ein Wohnheim anzubieten. Bedingung hierfür war jedoch, dass die Schülerinnen und Schüler einen Großteil der anstehenden Arbeiten in den Bereichen Schreinerei, Elektroinstallation und den Bau einer Küche und Toiletten selbst als Schulprojekt in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften durchführen. Die notwendigen Materialkosten in Höhe von circa 5.000 Euro stellte die »Eileen-Metzger-Stiftung« zur Verfügung. Die Aktion war ein voller Erfolg. Innerhalb von 2 Monaten entstanden so die geplanten Erweiterungen der Schule, durchgeführt von den Jugendlichen selbst. Der Stolz auf die eigene Leistung ist entsprechend groß. Wir bedanken uns bei allen, die an diesem Projekt mitgewirkt haben. Weitere Renovierungsarbeiten wurden dank der Spendeneingänge eines Mailings in 2020 bereits durchgeführt. Die zweite Phase soll Mitte Februar abgeschlossen werden. Ein detaillierter Bericht folgt.  

Wasserversorgung in der Mbozi Highschool zum Schuljahresbeginn

Auch die Highschool in Mbozi, Missionsprovinz Mbozi/Tansania leidet aktuell noch unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Da die sanitären Bedingungen an der Schule nicht mehr zufriedenstellend waren, drohte die tansanische Regierung sogar mit einer Schließung der Schule. Da es keine öffentliche Wasserleitung in diesem Gebiet gibt, war die Weiterführung der Schule von einem funktionierenden Wasserversorgungs-Konzept abhängig. Dank der finanziellen Mittel des Oberkirchenrats der Württembergischen Landeskirche konnten 13.000 Euro für die notwendigen und erfolgreichen  Wasserbohrungen und Anschlüsse an die Schule verwendet werden. Dieses Projekt wurde glücklicherweise kurz zu Beginn des Schuljahrs 2021 noch fertiggestellt. Die Schülerinnen und Schüler haben nun Zugang zu Wasser und können die Schule auch weiterhin besuchen. Wir bedanken uns ganz herzlich für die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel.

Solarbetriebene Wasserpumpe für das Krankenhaus in Mbozi

Die Herrnhuter Missionshilfe arbeitet inzwischen seit vielen Jahren mit dem Mbozi Mission Hospital in Tansania zusammen, zuletzt unter anderem durch die Entsendung von Jens Marcus Albrecht, der als erfahrener Arzt langfristig das medizinische Team des Krankenhauses unterstützt. Seit einigen Jahren wurde dort vielfach die mangelhafte Versorgung mit Frischwasser kritisiert. Durch Vorstudien zusammen mit Mission 21 wurden die Probleme bestätigt und die Entscheidung getroffen, diese so notwendige Infrastruktur zu verbessern, indem die altersschwache Pumpe, die aus dem nationalen Stromnetz betrieben wird, von einem lokalen Unternehmen durch eine solarbetriebene Wasserpumpe ersetzt wird. So kann die Verfügbarkeit von Frischwasser bei langfristig gesteigerter Kosteneffizienz deutlich erhöht werden. Denn neben der hohen Reparaturanfälligkeit leidet die existierende Wasserversorgung an der schlechten Stromversorgung mit häufigen unberechenbaren Stromausfällen bei hohen Energiekosten. Im Zuge dieser Arbeiten wird zusätzlich die undichte Fassung des Wasserreservoirs repariert, die Leitungen zum Krankenhaus erneuert, sowie ein neuer Hochbehälter als Wasserspeicher gebaut. Dieses Projekt wird ermöglicht durch die Schweizer Ehmann Stiftung, der evangelischen Kirche Württemberg (OKR) und vielen Spenderinnen und Spendern der HMH.

Nothilfe für Nikaragua kommt an

Nach den beiden verheerenden Hurrikans in Nikaragua sind die Zustände vor Ort noch immer kritisch. Doch es gibt auch erste erfolgreiche Hilfsaktionen zu vermelden. Die Spendenmittel aus dem Notfonds der Herrnhuter Missionshilfe und der Evangelischen Brüder-Unität in Höhe von jeweils 5.000 Euro wurden Ende Dezember 2020 überweisen. Nun meldete sich die Kirchenleitung der Iglesia Morava in Nikaragua mit einem Bericht, in dem die Verwendung der Gelder nachgewiesen wurde. Neben landwirtschaftlichen Hilfsmitteln wurden vor allem Lebensmittel (Bohnen, Mais), Saatgut und Medizin beschafft. Dies ist jedoch nur der Anfang, die Menschen in Nikaragua werden noch sehr lange unter den Auswirkungen der Naturkatastrophen leiden müssen. Pfr. Rogelio Juan Zacarías dankt in dem Bericht allen Spenderinnen und Spendern, die es ermöglicht haben, dass die Nothilfe ausbezahlt werden konnte.

COVID-19 Lage in Malawi spitzt sich drastisch zu

Die britische Tageszeitung »Telegraph« berichtet über die drastischen Auswirkungen des Coronavirus in Malawi. Laut dem Bericht wurde mittlerweile ein nationales Sportstadion in ein Feldkrankenhaus umgewandelt, weitere werden folgen. Der Präsident Lazarus Chakwera verlor Anfang des Jahres zwei hochrangige Minister, die an den Folgen einer Coronaerkrankung verstarben. Neben einer dreitägigen Staatstrauer rief Chakwera auch den Katastrophenzustand für Malawi aus. »Unsere medizinischen Einrichtungen sind schrecklich unterbesetzt, und unser medizinisches Personal ist in der Unterzahl«, sagte Chakwera kürzlich in einer Ansprache Ende Januar. Nach aktuellem Stand sind inzwischen mehr als 23.000 Fälle gemeldet worden (darunter über 700 Todesopfer). Auch wenn diese Zahlen relativ gering aussehen, ist die medizinische Versorgung im Land nicht mehr in der Lage, mit den steigenden Fällen umzugehen. Die ersten Impfmittel sollen frühestens im April zur Verfügung stehen. Die Kirchenleitung der Moravian Church Malawi bittet die Herrnhuter Missionshilfe dringend um Unterstützung bei der Beschaffung und Umsetzung von Präventions- und Nothilfemaßnahmen. Zum gesamten Artikel in Englisch hier.

Emma Nørgård Kristoffersen neue BDM-Jugendsekretärin

Die »Brødremenighedens Danske Mission«, die Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark (BDM), hat zum 1. Februar 2021 die 23-jährige Emma Nørgård Kristoffersen (Foto) aus Aarhus als neue Jugendsekretärin eingestellt. Sie tritt die Nachfolge von Christina Vejen Knudsen an. Emma Nørgård Kristoffersen war 2019 für sechs Monate als Freiwillige im »Peter’s House«, einer Waiseneinrichtung in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) tätig. Nicht zuletzt deshalb ist sie nach den Worten von Jens Peter Rejkjær, BDM-Generalsekretär, für ihren neuen Dienst prädestiniert. Sie schreibt: »Ich bin begeistert von der Arbeit der BDM und sehe sie als eine Organisation, die viele Möglichkeiten bietet, sich an der Mission zu beteiligen, sowohl innerhalb der Grenzen Dänemarks als auch im Ausland. Ich habe es erlebt: Ein Freiwilligendienst endet nicht, wenn du wieder auf deinem Heimatflughafen landest. Es bleibt ein ganzes Leben lang bei dir«.

Korruptionswahrnehmungsindex 2020 veröffentlicht

»Transparency International« hat am 27. Januar 2021 den »Corruption Perceptions Index 2020« (Korruptionswahrnehmungsindex) veröffentlicht, den weltweit bekanntesten Korruptionsindikator. Untersucht wurden 180 Länder, die auf einer Skala von 0 (hohes Maß an wahrgenommener Korruption) bis 100 (keine wahrgenommene Korruption) bewertet wurden. Weltweit erhielten mehr als zwei Drittel aller Länder eine Zahl von unter 50 Punkten, d. h. weniger als die Hälfte der möglichen Punktezahl. Der Durchschnitt liegt bei 43 Punkten. Deutschland erreichte wie im Vorjahr 80 Punkte und damit den 9. Platz. Weitere für die weltweite Brüder-Unität wichtige Länder: Dänemark 88 Pkt./Platz 1; Niederlande 82 Pkt./Platz 8; Lettland 57 Pkt./Platz 42; Südafrika 44 Pkt./Platz 69; Surinam 38 Pkt./Platz 94; Tansania 38 Pkt./Platz 94; Albanien 36 Pkt./Platz 104; Sambia 33 Pkt./Platz 117; Malawi 30 Pkt./Platz 129; Honduras 24 Pkt./Platz 157; Nikaragua 22 Pkt./Platz 159; D.R. Kongo 18 Pkt./Platz 170.

Kurzmeldungen
  1. Für dienstliche Flugreisen im Jahre 2020 zahlt die Evangelische Brüder-Unität 100 Euro als Klimakompensation an das Avocado-Projekt der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania. Die Herrnhuter Missionshilfe zahlt entsprechend 385 Euro an die Forstverwaltung der Brüder-Unität und Brüdergemeine Herrnhut für die Anpflanzung neuer Bäume. Die im Vergleich zu den Vorjahren niedrigen Zahlungen rühren daher, dass 2020 wegen der Corona-Pandemie weniger Flugreisen unternommen wurden.
  2. Für den 8. März 2021, den Internationalen Frauentag, plant das Unitätsfrauenbüro einen Gottesdienst mit und für Frauen aus der weltweiten Brüder-Unität als Videokonferenz. Das Thema des diesjährigen Internationalen Frauentages lautet: »Wir feiern das, was Frauen leisten. Wir wehren uns gegen Voreingenommenheit. Wir unternehmen etwas für die Gleichstellung«.
  3. Die Herrnhuter Missionshilfe dankt den Sozietäten der Brüdergemeine in der Schweiz, dass sie nach den Hurrikans »Eta« und »Jota« und nach anderen Katastrophen im Jahre 2020 den Nothilfefonds mit insgesamt 3.500 CHF (3.240 Euro) wieder aufgefüllt habt. Für das Gesundheits- und HIV/Aids-Programm der Brüdergemeine in Tansania sammelte die Herrnhuter Sozietät Basel außerdem 457 CHF.
  4. Ein Kurzvideo über zehn Länder, deren Nöte in der globalen Berichterstattung kaum vorkamen, gibt es hier. Darunter befinden sich auch drei Länder mit einer Brüdergemeine: Burundi, Malawi und Sambia. Über diese zehn Länder zusammen wurde in der Welt nicht so viel berichtet wie allein über den »Eurovision Song Contest 2020«. 
  5. Jørgen Bøytler (DK), der Geschäftsführer des Unity Board, hat auf den Webseiten der weltweiten Brüder-Unität die Datei »Unity Prayer Watch 2021« veröffentlicht, die festlegt, in welchem Zeitraum welche Unitätsprovinz mit der weltumspannenden Gebetswacht an der Reihe ist.
  6. Mit einer Corona-bedingten Verspätung von einer Woche hat die Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark nun doch sechs Freiwillige nach Tansania in die Rukwaprovinz entsenden dürfen. Am 22. Januar 2021 reisten vier junge Frauen und zwei junge Männer von Kopenhagen über Doha nach Dar es Salaam. In den nächsten fünf Monaten werden die Freiwilligen in der Waiseneinrichtung namens »Peter´s House« in Sumbawanga bei der Vor-schularbeit helfen sowie bei praktischen Arbeiten in der Missionsstation Kipili am Tanganjikasee zum Einsatz kommen. Siehe hier.
Impressum
Herrnhuter Missionshilfe
Badwasen 6 · 73087 Bad Boll · Deutschland
+49 (0)7164 9421-0 · info@herrnhuter-missionshilfe.de
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 18 Abs. 2 MStV ist Niels Gärtner.
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