COVID 19 – Corona Nothilfefonds

Während es uns in Deutschland noch vergleichsweise gut geht, hat die Corona Krise inzwischen auch Teile von Afrika fest im Griff. Hiervon sind auch die Partnerländer der Herrnhuter Missionshilfe in Malawi, Sambia und Tansania betroffen. Internationale Hilfe wird jedoch zuerst dort eingesetzt, wo es eine verlässliche und intakte Infrastruktur gibt. Die Menschen in den Krankenhäusern und Flüchtlingscamps sind daher mehr denn je auf unsere Hilfe angewiesen. Die Krankenhäuser müssen über verlässliche Behandlungsmöglichkeiten verfügen. Kinder, Frauen und Männer die auf engstem Raum zusammenleben, sind dem Virus und dessen Auswirkungen wehrlos ausgesetzt. Oberstes Ziel ist es daher, die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen oder zu verhindern. Um dies zu erreichen, sind besondere Maßnahmen (wie Aufklärung, Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und verlässliche Behandlungsmöglichkeiten) und Hilfsmittel zwingend notwendig. Gerade jetzt brauchen die betroffenen Menschen in den ärmeren Regionen unsere Unterstützung und unsere Solidarität! Es ist wichtig, schnell zu handeln. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, den Kampf gegen das Virus auch in Afrika zu unterstützen. Weitere Informationen und den Spendenaufruf finden Sie hier.

Begegnungsreise 2020 nach Tansania abgesagt

Der letzte Newsletter 08-2020 der Herrnhuter Missionshilfe thematisiert das weltweite Ausmaß der Corona-Pandemie:
"Die ersten Meldungen von unseren Partnerkirchen und Partnerorganisationen im Ausland haben uns diesbezüglich bereits erreicht. Überall auf der Welt geht es nun darum, die Verbreitung des Virus zu vermeiden.
Daher unterstützen auch wir selbstverständlich die Maßnahmen der Regierung und der Weltgesundheitsorganisation zum Schutz der Risikogruppen und zur Entlastung des Gesundheitswesens. Leider sind wir nun dazu gezwungen, die anstehenden Veranstaltungen und Termine bis auf Weiteres abzusagen. Gleichzeitig führen wir unsere Arbeit mithilfe von risikominimierenden Maßnahmen weiter." Hintergrund der Absage ist zum einen die Sorge um unsere Gesundheit als Reisegruppe verbunden mit den medizinischen Möglichkeiten in Tansania. In Tansania ist aktuell auch laut unseren Partnern im Tourismus nicht absehbar, wie der Verlauf der viralen Verbreitung ist. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass der Großteil der tansanischen Bevölkerung unter 30 Jahren ist und daher nicht unbedingt Symptome zeigt. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass der Virus weit verbreitet sein kann. All dies schränkt auch die Möglichkeiten der Begegnung mit Menschen vor Ort stark ein - für eine Begegnungsreise wenig angemessen. Gerne informieren wir Sie, wenn wir einen Ersatztermin haben und und die Gesundheitslage in Tansania wieder berechenbar ist.

Danke für Ihr Verständnis.
Behüt Sie Gott, bleiben Sie gesund.

Das Corona-Virus hat Auswirkungen auch in Tansania

Aus dem Rundbrief der Brüdergemeine Rhein-Main für April 2020: »Wir haben von unseren Schwestern und Brüdern in Ibungu in der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, gehört, dass auch dort die Schulen und Kindergärten vor kurzem geschlossen wurden. Wir wollen uns gar vorstellen, was geschieht, wenn sich das Corona-Virus in Tansania genauso ausbreiten sollte wie bei uns«. Aus dem Rundbrief der Brüdergemeine Neugnadenfeld für April 2020: »Vor einigen Tagen schrieb uns Erord Rupia Simae, der Vorsitzende der Rukwaprovinz der Brüdergemeine in Tansania: Corona ist hier in Tansania ein großes Problem. Im Moment haben wir ein Opfer der Corona-Krankheit. Die Regierung hat ernsthafte Schritte unternommen, um gegen diese Krankheit zu kämpfen. Ein Schritt, der unternommen wurde, besteht darin, Kindergärten und Grundschulen für die Dauer eines Monats zu schließen«.

Desinfektions-Kampagne in Albanien

In einer E-Mail vom 25. März 2020 schreibt Elona Mandro, die Geschäftsführerin der Brüdergemeine in Albanien, unter Beifügung vieler Fotos (siehe hier) das Folgende an die partnerschaftlich verbundenen Gemeinden und Behörden der weltweiten Brüder-Unität: »Liebe Brüder und Schwestern! In dieser schwierigen Lage, in der unsere Länder sich befinden, sind wir alle im Gebet für Gesundheit und Frieden vereint. Wir bleiben alle zu Hause, um die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verhindern. Wir möchten die übermittelten Bilder mit Euch teilen. Sie erzählen vom Desinfizieren unserer kirchlichen Räume in Pogradec und Burrel. Bleibt nur gesund und vergesst nicht: »Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden« (Jesaja 40,31). Herzliche Segensgrüße, Eure Elona Mandro«.

Auch Unitätsprovinz Surinam ohne Gottesdienste

Nicht nur in Deutschland und Europa, auch in der Unitätsprovinz Surinam und in vielen anderen Unitätsprovinzen fanden seit Beginn der letzten März-Dekade 2020 keine Live-Gottesdienst mehr statt. Jedoch wurde am 29. März 2020 ein Gottesdienst der Brüdergemeine in Surinam aus der »Stadtmission« in Paramaribo übertragen, und zwar sowohl im Fernsehen (»Shalom TV Kanal 31:1«) als auch im Internet. Die 19-Minuten-Predigt von Clifton Walker hinter geschlossenen Kirchentüren kann hier angesehen und nachgehört werden. Grundlage seiner Predigt war Psalm 43,1 »Richte mich, Gott!«.  Bianca Pengel-Oosterwolde (Surinam) rief die Gemeindeglieder dazu auf, per Anruf, Facebook, SMS und E-Mail aneinander Seelsorge zu üben. Andriene Guillard (Aruba) schrieb: »Wir wissen, dass wir unseren allmächtigen Vater überall anrufen können. Habt keine Angst, Gott kümmert sich um uns gerade in der Krise. Gut ist der Herr!«

Von einem WhatsApp-Gottesdienst in Kapstadt

Auch Südafrika erlebt ein striktes Gottesdienstverbot in der Corona-Zeit. Momentan gilt eine totale Ausgangssperre. Wie, so fragte sich Bischof Augustine Joemath (Kapstadt), kann ich in dieser Siuation einen Gottesdienst anbieten? Er kam auf die Idee und besaß den geistlichen Mut, einen WhatsApp-Gottesdienst zu gestalten. Die Mitglieder der »Brüdergemeine Moravian Hill« sind schon seit langem per WhatsApp miteinander verbunden. Am 29. März 2020 pünktlich um 10 Uhr war auf dem Smartphone das erste »ping« zu hören. »Good morning« begrüßte der Bischof seine digitale Gemeinde vom Balkon des Pfarrhauses vor einem strahlend blauem Himmel. Kurz danach das nächste »ping« - eine Audio-Datei mit dem Bläserchor. Nach wenigen Sekunden wieder »ping« - die Losungen. Dann wieder »ping« - das Eingangsgebet wurde von einer Kinderstimme gesprochen. »Ping« - die Schriftlesung. Und so weiter. Die Predigt von Bischof Augustine Joemath gab es nicht als PDF-Datei, sondern als Video. Eine Predigt als PDF sei für Südafrika etwas Undenkbares; sie muss ein "Erlebnis" sein. Es war ein Gottesdienst mit einer Lebendigkeit, wie man sie selten erlebt. Mehr hier von Renate Cochrane.

Spenden für die Schule in Curaçao

Das Unternehmerehepaar Peter und Lya Oostwouder, Nachbarn des Pfarramtes in Willemstad, Curaçao, war dank einer Spende des befreundeten Unternehmerpaares Maik und Annette Krebs mit vielen Schulmaterialien in Form von Stiften und Kugelschreibern ausgestattet. Bereits vor vielen Jahren vereinten Maik und Annette Krebs ihre Urlaubsreisen nach Afrika mit der Möglichkeit, die Schulen vor Ort zu unterstützen. Inzwischen haben sie ein neues Urlaubsziel auf Curacao gefunden und wollten diese Tradition wieder aufleben lassen. Die Spende wurde von Peter und Lya Oostwounder an Schülerinnen und Schülern der Emmy Berthold Schule in Willemstad, Curacao, übergeben und freudig entgegengenommen. Frau Lya Oostwouder hat die Schule nun kennengelernt und war sofort begeistert von der Athmosphäre und dem Einsatz der Lehrkräfte unter der Leitung von Pfarrerin Suzie Davelaar. Sie überlegt, wie sie sich noch mehr für die Schule einsetzen kann. Die Schule ist dabei, eine Schulbibliothek einzurichten und in Amsterdam, NL liegen schon 30 kg Bücher bereit, die nun nach Rotterdam verfrachtet werden müssen um dann mit einem Container mit nach Curacao zu gelangen. Wir bedanken uns natürlich in erster Stelle bei dem Ehepaar Maik und Annette Krebs! Aber auch den Boten, Peter und Lya Oostwouder sei an dieser Stelle gedankt.

Auf dem Foto von links nach rechts: Lya Oostwouder, Suzie Davelaar und Saskia Delvendahl-Bloem

Junge Freiwillige kehren von Auslandseinsätzen zurück

In Begleitung von Missionar Knud Elmo Knudsen sind die sechs dänischen Freiwilligen, die seit Anfang 2020 in Sumbawanga sowie in der Missionsstation Kipili (Rukwaprovinz der Brüdergemeine in Tansania) Dienst getan hatten, am 22. März 2020 nach Hause zurückgekehrt. Die Missionare Janice und Mads Refshauge Jakobsen sowie Rasmus Kjær Jensen bleiben dagegen vorerst in Tansania. Sie sind in Tansania als ständige Einwohner registriert. Das dänische Außenministerium hat solchen Personen geraten, vor Ort zu bleiben. + + Wegen der Coronakrise sollen rund 3.000 junge Deutsche ihre Arbeit in Entwicklungsprojekten in aller Welt beenden und in die Bundesrepublik zurückkehren, hieß es kürzlich aus dem »Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung« in Richtung der Teilnehmer des »Weltwärts«-Programms. Angesichts geschlossener Flughäfen ist dies jedoch kaum realisierbar. Mehr hier.

Reparatur Heizungsanlage der Christian David Schule in Lettland

Die Heizungsanlage der Kalna Skola (Christian David Schule) im Landkreis Madona in Lettland ist vor kurzem kaputt gegangen und kann ohne Spendenmittel nicht mehr in Betrieb genommen werden. Die Schülerinnen und Schüler der Einrichtung versuchen mit Hilfe von landwirtschaftlichen Projekten ihr eigenes Einkommen zu generieren. Dies reicht jedoch bei weitem nicht aus, um die Kosten für die Reparatur zu stemmen. In Zeiten des Corona-Virus ist es für die Kinder und Jugendlichen sehr wichtig, in den Räumlichkeiten bzw. Unterkünften der Schule zu leben und so die Gefahr einer Verbreitung zu minimieren. Der Verbleib in der Schule ist jedoch abhängig von einer funktionierenden Heizungsanlage. Den Spendenaufruf finden Sie hier.

Der Weltgebetstag 2020 in der Brüder-Unität – Teil 1

Die Herrnhuter Missionshilfe erhielt Kenntnis darüber, auf welche Weise die Frauen in einigen Unitätsprovinzen den Weltgebetstag 2020 begingen. Der Weltgebetstag 2018, dessen Liturgie aus Surinam kam, hat der Weltgebetstags-Bewegung in der Brüder-Unität großen Aufschwung gegeben. In Bilwi (Puerto Cabezas) in Nikaragua wurde in einem Gottesdienst derer gedacht, die einen geliebten Menschen durch einen Frauenmord verloren. Frauen mit Ideen zur Überwindung geschlechterspezifischer Gewalt kamen zu Wort. Sie meinten: »Nicht eine soll umkommen. Lebendig wollen wir sie«. Siehe hier.

Aus Tansania hieß es: Der Weltgebetstag wurde unter anderem in Mbeya gefeiert. Mehr als tausend ökumenische Frauen versammelten sich heute, um zu beten. Unter dem Motto »Steh auf! Nimm deine Matte und geh hinaus« hatten wir einen sehr gesegneten Tag. Lob sei Gott, dem Allmächtigen«. Bilder hier. Video hier.

Der Weltgebetstag 2020 in der Brüder-Unität – Teil 2

Während ihrer Begegnungen mit der Brüdergemeine in Indien und Nepal verbrachte Roberta Hoey, die Vorsitzende der Britischen Unitätsprovinz, den Weltgebetstag 2020 in Nordindien. Sie übermittelte Bilder von den Veranstaltungen in der modernen Kirche in Rajpur bei Dehradun (siehe hier) und in einer Hausgemeinde in der Metropole Delhi (siehe hier) und schrieb: »Es war bewegend, den Weltgebetstag mit meinen moravischen Schwestern in Rajpur zu erleben«.

Traditionell eine große Rolle spielt der Weltgebetstag in der kleinen Brüdergemeine in Albanien. Im Gemeindezentrum in der Innenstadt von Tirana kamen am Freitagabend Frauen unterschiedlichen Alters zusammen. Sie schrieben auf Facebook: »Wir haben heute mit unseren Schwestern auf der ganzen Welt für Simbabwe gebetet. Gott segne Simbabwe und unsere Weltgebetstags-Schwestern«. Ein paar Fotos hier.

Kurzmeldungen
  1. Dieter Zellweger, beratendes Mitglied im Vorstand der Herrnhuter Missionshilfe und früher Dozent am Theologischen College der Brüdergemeine in Mbeya, Tansania, hat in Suahili ein Buch mit dem Titel »Bwana Utufundishe kusali« geschrieben. Es beinhaltet eine Auslegung des Vaterunsers und wird demnächst in Dodoma gedruckt. Die Kosten trägt »Mission 21«, die Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in der Schweiz.

  2. Etienne Jenni, ein Elektriker, Informatiker und Bachelor für Internationale Beziehungen aus der Schweiz, der im Vorjahr über mehrere Monate hinweg als Freiwilliger für die Brüdergemeine in Tansania (Südwestprovinz) gearbeitet hat, berichtet in Kurzform in den »Nachrichten«, dem Magazin von »Mission 21« in Basel (März 2020), über seine Aufgaben während des Einsatzes sowie darüber, was er in Tansania für Erfahrungen gemacht und für Perspektiven gewonnen hat. Siehe hier.

  3. Alay González-Rosado, Pfarrerin der Brüdergemeine auf Kuba, wurde am 5. März 2020 einstimmig für eine zweite Amtszeit als ehrenamtliche Sekretärin des »Cuban Council of Churches« wiedergewählt. Die Brüdergemeine auf Kuba ist von Anfang an in der nationalen Ökumene stark engagiert. Ein Foto von der jüngsten Sitzung des Kubanischen Kirchenrates mit Alay González-Rosado im Präsidium gibt es hier.

  4. Die »Christian-David-Schule« im Landkreis Madona (Lettland) liegt nicht nur im Wald, sie besitzt auch einigen Wald; darüber hinaus Felder, Wiesen und Weiden zur Vorhaltung einer eigenen kleinen Landwirtschaft, so dass sie sich zu einem Großteil selbst mit Lebensmitteln versorgen kann. Nachdem es kürzlich einige Sturmschäden gegeben hatte, rückten die Mitglieder der Schulgemeinschaft am 17. März 2020 zur Schadensbeseitigung und zur Gewinnung von Brenn- und Bauholz aus.

Impressum
Herrnhuter Missionshilfe
Badwasen 6 · 73087 Bad Boll · Deutschland
+49 (0)7164 9421-0 · info@herrnhuter-missionshilfe.de
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 18 Abs. 2 MStV ist Niels Gärtner.
Responsible person according to § 18 Abs. 2 MStV is Niels Gärtner.


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