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Die Herrnhuter Missionshilfe verbindet Menschen weltweit. Lesen Sie auf der Startseite zunächst Neuigkeiten aus der Welt der Herrnhuter Mission. Um zu erfahren, wer wir sind und was wir tun, an welchen Orten wir arbeiten und was wir Ihnen anbieten, gehen Sie bitte ins Hauptmenü.

Bericht über die »Ahuas Clinic« in Honduras

Im »Onward« (Dezember 2018), dem Magazin der Missionsgesellschaft der nordamerikanischen Südprovinz der Brüdergemeine, wird zurückgeschaut auf die Arbeit der »Ahuas Clinic« der Brüdergemeine an der Miskitoküste von Honduras. In den ersten neun Monaten 2018 gab es 146 Geburten, 184 Operationen, 617 stationäre sowie 2.573 ambulante Patientinnen und Patienten. Dabei wurden 408 Ultraschall-, 3.690 Labor- und 219 Röntgenuntersuchungen vorgenommen. Sechs Hilfsteams und mehrere einzelne Hilfspersonen aus den USA waren vor Ort, um die beiden einheimischen Ärzte Dr. Kenneth Serapio und Dr. Ratli Bendles, zwei Miskitos, zu unterstützen. Mit einem speziellen Ernährungsprogramm wurde mehr als 100 unter- und fehlernährten Kindern in Ahuas, Krupunta und Bara Patuca geholfen. Der ganze Bericht in Englisch hier.

Schulnachrichten aus Surinam und Lettland

Der 6. Dezember, der Tag des heiligen Nikolaus, wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in Surinam insbesondere von Kindern und Familien sehr gern gefeiert. In einer Grundschulklasse der Brüdergemeine im Binnenland von Surinam trat nicht nur e i n Nikolaus auf, vielmehr nahmen a l l e Kinder die Gestalt des gebefreudigen, hilfsbereiten Heiligen aus dem kleinasiatischen Myra (heute Demre bei Antalya) an. + + Derzeit weilt Lucas, ein Jugendlicher aus Italien, zu einem mehrwöchigen Freiwilligeneinsatz an der »Christian-David-Schule« bei Madona in Lettland. Diese Gelegenheit nutzten einige Jungen aus der Schulgemeinschaft, um unter Anleitung eines richtigen Italieners eine original-italienische Pizza zu backen. Von dieser offensichtlich vergnüglichen Aktion gibt es ein kurzes Video im Internet. Siehe hier.

Demonstration in Ramallah

Anlässlich des »Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen« hatte das palästinensische Komitee zur Vertretung der Rechte von Menschen mit Behinderungen für den 11. Dezember 2018 zu einer Demonstration nach Ram-allah eingeladen. Deren Motto lautete: »Das Recht auf Schutz vor Gewalt«. In den langen Demonstrationszug, der sich am berühmten Menara-Platz zusammenfand, hatten sich auch viele Jugendliche aus dem Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg eingereiht, begleitet von ihren Eltern und einigen Mitarbeitenden. Die Demonstration endete mit der Übergabe eines Forderungskataloges hinsichtlich der Rechte von Menschen mit Behinderungen an das palästinensische Kabinett. In die Aktion eingebettet war der Besuch einer Theateraufführung, einstudiert von Mitarbeitenden der palästinensischen Bibelgesellschaft.

Yona Mwambeta neuer Chef der Südprovinz

Die Synode der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania hat am 13. Dezember 2018 im Conference Center von Lutengano eine neue Kirchenleitung gewählt. Neuer Vorsitzender ist Yona Mwambeta (rechts), bisher stellvertretender Vorsitzender der Kirchenleitung. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Jaïri A. Sengo (Mitte), bisher verantwortlich für das Missionsgebiet Songea. Und neuer Generalsekretär ist D. Q. Mwaitele (links), bisher Generalsekretär des Ileje-Distriktes. Der bisherige Vorsitzende, Samuel A. Kabigi, bekam nach vierjähriger Amtszeit nicht die erforderlichen Stimmen für eine Wiederwahl. Die Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania ist auf vielfältige Weise mit der Herrnhuter Missionshilfe, mit Partnerschaftsgruppen in Deutschland sowie mit »Mission 21« in der Schweiz verbunden.

Umweltthemen im Kinderfernsehen

Im surinamischen Kinderfernsehen sind dieser Tage gleich mehrere Sendungen zu sehen, die in den vergangenen Wochen und Monaten gemeinsam mit der »Stichting Kinderboekenfestival« (Stiftung Kinderbuchfestival) produziert wurden, in der die Brüdergemeine in Surinam mit ihren 80 Schulen maßgeblich mitarbeitet. Alle Sendungen befassen sich mit Umweltthemen. Sie sollen den Kindern bewusst machen, wie schön und wie gefährdet ihre Umwelt ist und was zu deren Schutz getan werden muss. Bei den Dreharbeiten wurden ganz verschiedene Landesteile mit sehr differenter Flora und Fauna besucht. Das gemeinsame Thema aller Sendungen, für die eigens ein kindgemäßes Titellied entstand, lautet: »Der Wald, die Umwelt - unser Überleben, unsere Zukunft!«. Die Sendungen sind an ein Gewinnspiel gekoppelt. Mehr hier.

Weihnachtsliedersingen in Surinam

Am 7. Dezember 2018 waren die Schülerinnen und Schüler aller etwa 80 Schulen der Brüdergemeine in Surinam aufgerufen, zwischen 8 Uhr und 9 Uhr das Schulgebäude zu verlassen, um in einer nahe gelegenen Kirche oder auch auf Gehwegen und Straßen öffentlich einige Advents- und Weihnachtslieder zu singen. Das Singen stand unter dem Motto »Anitri singi prisiri kerst« (Die Herrnhuter besingen das Weihnachtsfest). Vor allem in der Stadt Paramaribo, wo es etwa 25 Schulen der Brüdergemeine gibt, erreichten diese Auftritte eine große Öffentlichkeit und wurden gefilmt - siehe hier und hier und hier und hier. Advents- und Weihnachtsschmuck sucht man in den Straßen von Paramaribo vergeblich, umso wichtiger, dass die Botschaft von Weihnachten den Menschen zu Gehör gebracht wurde.

Es ist viel los auf dem Sternberg

Gleich fünfmal wurde der Alltag in Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) zuletzt von besonderen Ereignissen unterbrochen. Zweimal waren Klassen aus benachbarten Schulen zu Gast, um zusammen mit den Kindern und Jugendlichen vom Sternberg den »Tag der Menschen mit Behinderungen« würdig zu begehen. Erneut kamen Christinnen und Christen aus der Jerusalemer Erlöserkirche auf den Sternberg, um mit dem dort vorhandenen Grün 40 Weihnachtskränze zu binden. Tags darauf weilte eine Delegation vom Sternberg in Jerusalem, um beim traditionellen Adventsbazar der Erlöserkirche selbst hergestellte Produkte zu verkaufen. Und dann fand auf dem Sternberg eine kleine Feierstunde zum 2. Advent und zum beliebten Barbara-Tag (»Eid il-Burbara«) mit dem lutherischen Pfarrer Imad Haddad statt.

Dorothea Waldner heimgegangen

Erst jetzt wurde der Herrnhuter Missionshilfe bekannt, dass ihre ehemalige Mitarbeiterin Dorothea Waldner am 13. Juli 2018 im Alter von 90 Jahren heimgegangen ist. Ihr Vater Ernst Waldner war von 1927, als Deutsche nach dem 1. Weltkrieg wieder nach Ostafrika ausreisen durfte, bis 1939 Missionar in Tanganyika, so dass sie als Landeskind geboren wurde und den Namen »Mpegwa« (Geschenk) erhielt. Sie diente viele Jahre lang als Krankenschwester in Mbozi und Isoko. Ihre Eltern bauten das Hospital in Isoko zu einem richtigen Krankenhaus aus. Die Heimgegangene hatte die Leitung des Krankenhauses inne, bevor 1966 mit Dr. Bruno Runge erstmals ein ausgebildeter Arzt nach Isoko kam. Noch heute erinnert man sich ihrer in der Brüdergemeine in Tansania mit großem Respekt und in tiefer Dankbarkeit. Foto: 2. v. rechts: Dorothea Waldner, links ihre Eltern.

Einladung zu »GoOut'19«

»GoOut'19« heißt das nächste Sommer-Projekt der Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark, das tief in den südwestlichen Teil von Tansania führt. Gemeinsam mit anderen Altersgenossen und -genossinnen können maximal 20 Jugendliche dabei helfen, die Lebensbedingungen in einem Dorf am Tanganyikasee nachhaltig zu verbessern. Jeder und Jede kann mitmachen! Der Arbeitseinsatz umfasst praktische Tätigkeiten und die Organisation von Aktivitäten für jüngere Kinder. Darüber hinaus wird die Gruppe an Aktivitäten der örtlichen Brüdergemeine teilnehmen und einen Ausflug in die afrikanische Savanne unternehmen. Anmeldungen per Formular werden bis zum 1. Februar 2019 erbeten. Mehr Informationen auf Facebook www.facebook.com/GOOUT19/.

Jugendwoche auf Jamaika: »Level up!«

Unter dem Motto »Level up!« (Erreiche ein höheres Niveau! Bringe es ein Stück weiter!) fand Ende November 2018 im »Bethlehem Moravian College« der Brüdergemeine in St. Elisabeth auf Jamaika eine spezielle Jugendwoche statt. In verschiedener Weise zeigten die Auszubildenden ihr Wissen und Können und probierten sich an Neuem. Unter anderem wagten einige Jugendliche sich an die Reparatur von Computern, es wurde vor dem College ein Bazar mit landwirtschaftlichen bzw. Gartenbau-Produkten veranstaltet, man siegte im Fußball mit 1:0 gegen ein College in der Nachbarschaft und es gab diverse Vorlesungsangebote. Die Lehrkräfte befassten sich derweil in einem Workshop ausführlich mit der Orientierung des Colleges an den Strategischen Vorgaben für die Jahre 2017 bis 2022 der »Univesity oft he West Indies«.

Wer bastelt den schönsten Adventsschmuck?

In Lettland an der »Christian-David-Schule« hat es nach Einbruch des Winters die ersten Ski- und Schlittenabfahrten gegeben. Jetzt, wo die Tage kurz und die Nächte lang sind, ist die Zeit der In-door-Aktivitäten gekommen. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an einem Wettbewerb »Wer bastelt den schönsten Adventsschmuck?«, dessen Sieger natürlich prämiert wurde. Über eine richtige Turnhalle verfügt die kleine Schule zwar nicht, aber für die körperliche Ertüchtigung steht ein größerer Mehrzweckraum zur Verfügung, in dem geturnt, geklettert, Tischtennis, Basketball und Völkerball gespielt und auch Gymnastik betrieben werden kann.

Neuer Online-Shop mit Missionsgeschenken

Das nordamerikanische »Board of World Mission« der Brüdergemeine hat auf seinen Internet-Seiten kürzlich einen Online-Shop eröffnet, in dem so genannte »Missionsgeschenke« erworben werden können, die aus verschiedenen Provinzen, Missionsprovinzen und Missionsgebieten der weltweiten Brüder-Unität stammen und deren Kauf die Arbeit der Brüdergemeine in diesen Ländern unterstützt. Siehe hier. Erhältlich sind u. a. diverse Strickwaren (Mützen, Schals, Handschuhe), Tischläufer, Handtaschen und Schlüsselanhänger aus Peru, ein immerwährender Kalender aus Mahagony und ein kleines Kinderspielzeug aus Honduras sowie ein Set aus fünf Weihnachtsengeln aus Tansania. Außerdem erhältlich: Ein Missions-T-Shirt aus den USA.

Viele Ordinationen in Paramaribo

Noch nie dürften in einer Provinz der weltweiten Brüder-Unität so viele Frauen auf einmal ordiniert worden sein wie am 2. Dezember 2018 in Surinam. An diesem ersten Adventssonntag fand in der hölzernen »Großen Stadtkirche« von Paramaribo ein Gottesdienst statt, in dem sieben Schwestern - und außerdem noch vier Brüder - für ihren Dienst eingesegnet wurden. Geleitet wurde der Gottesdienst von Desiré Peerwijk, dem Präses der Brüdergemeine in Surinam, der auch die Ordinationsverpflichtung stellte. Die Einsegnungen nahmen die surinamischen Bischöfe vor. Ein Video vom festlichen Geschehen gibt es hier. Vor allem den Schwestern überbrachte Muriël Held, die Vertreterin der karibischen und lateinamerikanischen Region im Vorstand, die Grüße des Unitätsfrauenbüros.

Mission der Brüdergemeine in Dänemark

In »BDM Nyt«, 4-2018, der Zeitschrift der Mission der »Brødremenighedens Danske Mission«, der dänischen Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, erinnert deren Vorsitzender, Jørgen Bøytler, an den 175. Geburtstag der Organisation. Dieser konnte im Jahr 2018 auf verschiedene Weise gefeiert werden. Auf drei Seiten erzählt Jørgen Bøytler die abwechslungsreiche Geschichte seiner Organisation, die sich vom bloßen Spendensammelverein zum eigenständigen Akteur auf mehreren Missionsfeldern, v. a. in Ostafrika, mauserte und die Dutzende Missionarinnen und Missionare in alle Welt entsandte, die dabei aber auch immer die Innere Mission in Dänemark - in enger Kooperation mit der Lutherischen Landeskirche - im Blick hatte. Zur deutschen Übersetzung des Artikels hier.

Gedenktage der Brüdergemeine 2019

Auf einem Blatt mit »Gedenktagen der Brüdergemeine 2019« sind auch missionsgeschichtlich relevante Tage enthalten. Dabei ragen drei Ereignisse heraus: Der 150. Jahrestag der Gründung der Missionsschule in Niesky durch August von Dewitz am 1. Februar 1869 (Foto), der 300. Geburtstag eines frühen, heute fast vergessenen großen Missionars der Brüdergemeine, Theophilus Salomo Schumann, am 1. Juli 1719 (Lebenslauf hier) und der 100. Jahrestag der Unitätskonferenz in Zeist (NL) vom 14. bis 18. August 1919, die eine Aufteilung der Missionsarbeit vornahm (mehr dazu hier). Theophilus Salomo Schumann lebte und litt für die Missionsarbeit im damaligen Berbice - heute Guyana. Außerordentlich sprachbegabt, tat seinen Dienst von der Missions-Mustersiedlung Pilgerhut aus, reiste aber oft zu den Indigenen in den Urwald. Er starb 1760, nur 41 Jahre alt, am tropischen Fieber. Zur Liste mit den Gedenktagen hier.

Noch einmal: Unity Board 2018

Unmittelbar nach der jüngsten Tagung des Unity Board, die vom 10. bis 15. September 2018 zunächst in Winston-Salem/NC und dann - wegen Evaku-ierung der Teilnehmenden infolge des Hurrikans »Florence« - im 800 km entfernten Bethlehem/PA stattfand, hat Raimund Hertzsch, der Vorsitzende der Herrnhuter Miossionshilfe, schon einen Kurzbericht geschrieben. Jetzt hat er für den »Herrnhuter Boten« (Heft 6-2018) einen ausführlichen Tagungsbericht verfasst, der eindrucksvoll Zeugnis ablegt vom Ringen aller Unitäts- und Missionsprovinzen um Einheit sowie um ein glaubwürdiges Christuszeugnis. Er schreibt: »Die Gesprächsatmosphäre während der Sitzungen und auch in den persönlichen Gesprächen am Rande war ausgesprochen geschwisterlich. Konfliktthemen wurden sehr behutsam angesprochen«. Der komplette Bericht hier.

Freundeskreis »Aidswaisenhilfe Tansania«

Über den Kreis der klassischen Spenderinnen und Spender hinaus verfügt die Herrnhuter Missionshilfe über einige Aktivisten, denen bestimmte Projekte in ganz besonderer Weise am Herzen liegen. Für diese Projekte werben sie in ihrem privaten und beruflichen Umfeld eigenständig, wenn auch in Abstimmung mit der Herrnhuter Missionshilfe. Einer dieser Aktivisten ist der württembergische Dekan i. R. Dr. Jochen Tolk, der zur Bewerbung seines Projektes »Aidswaisenhilfe Tansania« einen Freundeskreis ins Leben gerufen hat, den er mit Rundbriefen über seine Aktivitäten informiert. Soeben erschien der 16. Rundbrief, der auf vier Seiten von der Förderung von Witwen und Waisen, einem pflügenden Kleintraktor, dem Bau zweier Berufsschulen und einem Stipendienprogramm erzählt. Zum bebilderten Rundbrief hier. Danke für alles Engagement!

Erstes Adventslicht entzündet

Im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah wurde für etwa 60 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen aus allen vier Programmen der Einrichtung im Rahmen einer kleinen Feierstunde das erste Adventslicht entzündet. Bei dieser Feierstunde war der lutherische Pfarrer aus Ramallah, Imad Haddad, zugegen, der eine schlichte Ansprache hielt und gemeinsam mit Ranya Karam, der Einrichtungsleiterin, den Anwesenden erklärte, welche Bedeutung der christliche Advent hat. Im Förderzentrum auf dem Sternberg finden Kinder und Jugendliche aus christlichen wie aus muslimischen Familien in gleicher Weise Aufnahme. Es wurde gemeinsam gesungen, gespielt und gegessen und es gab kleine Geschenke.

Neue Gemeinden im Amazonasgebiet

Die Brüdergemeine in Peru, selbst noch im Status eines Missionsgebietes der weltweiten Brüder-Unität arbeitend, ist schon seit einigen Jahren ihrerseits missionarisch sehr aktiv. Von ihr beauftragte Evangelistinnen und Evangelisten besuchten Menschen im unterentwickelten Amazonas-gebiet, die nun den Willen bekundeten, sich zu kleinen Brüdergemeinen zusammenzuschließen. Mit Hilfe von Lehrkräften aus den USA fanden im Oktober 2018 mehrere Kurse für Erwachsene und Kinder statt, die den Indigenen nicht nur biblisches Wissen und Glaubensrüstzeug vermittelten, sondern diese auch darüber aufklärten, was es heißt, zur weltweiten Brüder-Unität zu gehören. Allein an einer Konferenz für pastorale Führungspersonen nahmen mehr als 100 Personen teil.

Justin Rabbach in Honduras

Justin Rabbach, seit wenigen Monaten Chef des nordamerikanischen »Board of World Mission« (BWM) der Brüdergemeine, machte einen Antrittsbesuch bei der Brüdergemeine in Honduras. Unter anderem weilte er an der Bibelschule in Ahuas, die von Gilberto Molina geleitet wird. Dieser erzählte ihm von seinen Zukunftsplänen für die Bibelschule: ein neues Wohnheim für Studierende sowie eine Bibliothek sollen errichtet, auf allen Gebäuden sollen Solaranlagen zur stabilen Stromversorgung installiert werden. Im Krupunta, einem Dorf am Rio Patuca unweit der Atlantikküste, machte sich Justin Rabbach mit dem Kinderspeisungsprogramm vertraut, das vom BWM finanziert wird. Die dünn besiedelte »Mosquitia« (Miskitoküste) gehört zu den strukturschwächsten Gebieten in Honduras. Video von Kindern im Speisungsprogramm hier.

Pfarrerin aus Wupperthal/SA in Neuwied

Am Mittwoch, dem 9. Januar 2019, um 19 Uhr findet im Kirchensaal der Brüdergemeine Neuwied (in der Brüderloge) eine besondere Veranstaltung statt. Die Gemeinde wird Isabella Hans, Pfarrerin der Brüdergemeine Wupperthal in Südafrika, willkommen heißen. Diese wurde zu einer Deutschland-Reise eingeladen, in deren Mittelpunkt die Teilnahme an der Synode der »Evangelischen Kirche im Rheinland« steht. In Wupperthal (Foto: Kirche) ist die genossenschaftliche Kooperative »Red Cedar« ansässig, von der die verschiedenen Rooibos-Kosmetikprodukte sowie die Rooibos-Tees stammen, die über den »Moravian Merchandise«, den Fairen Handel der Herrnhuter Missionshilfe, vertrieben werden. In Wupperthal existieren außerdem Kirchenglocken, die aus Neuwied stammen. Die Region Cederberg ist die einzige Region auf der Welt, in der die Rooibospflanze gedeiht.

Aktion für das »Kinderhaus Leliendaal«

Zu einer groß angelegten Lebensmittel-Spendenaktion (inklusive diverser Kosmetik-Produkte) für das »Kinderhaus Leliendaal«, einer renommierten Einrichtung der Brüder-gemeine in Surinam im Zentrum von Paramaribo, die soeben 100 Jahre alt geworden ist, werden Mitglieder der Brüdergemeine wie auch die Einwohner der Hauptstadt für den 1. Dezember 2018 von 9 bis 14 Uhr aufgerufen. Ort des Events ist die Wanica-Kirche in der J.-A.-Pengelstraat. Zu der besonderen Aktion aufgerufen hatte das Surinamisch-Amerikanische Freundschaftswerk zusammen mit der Wanica-Gemeinde. Im Einladungsplakat (siehe hier) heißt es: »Bringe eine Dose oder eine Flasche mit Deinem Lieblingsessen bzw. Lieblingsgetränk mit und spende es für die Kinder im Kinderhaus. Ebenfalls willkommen sind Dinge für die persönliche Hygiene«.

Berufsschule für Brüdergemeine in Sambia

Die erste Berufsschule der noch jungen Brüdergemeine in Sambia ist fast fertig. Sie entsteht in Ndola im Zentrum des Landes an der Grenze zur D. R. Kongo. Die Berufsschule verdankt sich den Spenden der Firma »Wörwag Pharma« in Böblingen, die sich in Kooperation mit der Herrnhuter Missionshilfe seit Jahren großzügig entwicklungspolitisch und sozial engagiert. Mit der Berufsschule in Ndola fördert die Firma erstmals eine Schule außerhalb von Tansania. Die bisher von der Firma geförderten Berufsschulen mit angegliederten Einrichtungen befinden sich alle auf dem Gebiet der tansanischen Südprovinz (Songea, Namtumbo und Kakosi). In ihrem Spender-Rundbrief, der jetzt »Bildung für die Zukunft - Berufsschulen in Tansania und Sambia« heißt (früher »Tansania-Letter«), berichtet »Wörwag Pharma« vom Entstehen der Schulen. Download hier (8 MB). Vielen Dank!

Praktikum an der »Herrnhuter Academy«

Ein weggeworfener Flyer im Papierkorb der Stuttgarter S-Bahn wies Sabrina Schaal, Studentin der Religions- u. Gemeindepädagogik an der »Evangelischen Hochschule Ludwigsburg«, den Weg zur Herrnhuter Missionshilfe. Diese vermittelte ihr ein Praktikum an der »Herrnhuter Academy School« der Brüdergemeine in Mwera auf Sansibar. Das Praktikum stellte eine echte Herausforderung für die junge Frau dar, fehlte doch ihre wichtigste Ansprechpartnerin, die Schulleiterin, wegen einer nicht aktuellen Arbeitserlaubnis. Sabrina Schaal meisterte dieses Problem - und viele andere Probleme auch - in grandioser Weise. Kurz vor ihrer Rückkehr nach Deutschland schrieb sie einen etwas wehmütigen Abschlussbericht, in dem sie bekennt, dass die Zeit in Mwera sie sehr geprägt habe. Zum kompletten Bildbericht hier.

»Christian-David-Schule« feierte

Zusammen mit Millionen Lettinnen und Letten im In- und auch im Ausland feierten die Kinder und Jugendlichen sowie die erwachsenen Mitglieder der Schulgemeinschaft an der »Christian-David-Schule« am 18. November 2018 den 100. Jahrestag der Gründung der ersten lettischen Republik. Bis 1918 befand Lettland sich immer unter fremder Oberherrschaft. Die erste Republik existierte aber nur von 1918 bis 1940. Die zweite lettische Republik wurde 1991 gegründet. Die »Christian-David-Schule« war die erste nicht-staatliche Schule nach Gründung der zweiten lettischen Republik. Sie pflegt vielfältige Beziehungen zur Brüdergemeine in Europa, aber auch zu landeskirchlichen Gemeinden und Grtuppen in Deutschland und Skandinavien.

Berufsschulzentrum hat Solaranlage

Seit dem 6. November 2018 ist die große Solaranlage auf dem Dach des Berufsschulzentrums der Brüdergemeine in Mbeya (Tansania, Südwestprovinz) am Netz. Der Installa-tion der 30.000 Euro teuren Anlage von »Sunset GmbH« vorausgegangen war deren Verschiffung per Container von Deutschland nach Dar es Salaam und der anschließende Transport des Containers per LKW über 800 Kilometer. Ein Beitrag des Vereins »LE Solar« in Höhe von 5.000 Euro gab den Startschuss für dieses von Dr. Gerhard Haag, einem Freund und Förderer der Brüdergemeine in Tansania und früheren Sozialbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen, angeregte, betreute und in seinem Bekanntenkreis beworbene Projekt. Namhafte Beiträge kamen außerdem vom Rotaryclub Stuttgart-Wildpark sowie mehreren Einzelspendern und Einzelspenderinnen. Ausführlicher Bericht hier

Würdigung von Melania Mrema-Kyando

Inmitten schon gepackter oder halbgepackter Koffer und auch Kisten hat Claudia Zeising einen weiteren Rundbrief geschrieben. Länger als neun Jahre war sie im Auftrag von »Mission 21«, der schweizerischen Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, für die Süd- und der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania tätig und steht jetzt vor der Rückreise in die Heimat. Ihr Rundbrief trägt die Überschrift »Mit einer Kämpferin Schritt halten«. Er würdigt Leben und Werk von Melania Mrama-Kyando, Pfarrerin der Brüdergemeine und Aktivistin im Kampf gegen HIV/Aids, ihrer kongenialen Mitstreiterin vor alle für die Lebensqualität und die Würde von Frauen in Tansania. Claudia Zeising bezeichnet Melandia Mrema-Kyando als »Menschensammlerin, bei der man nie weiß, was als nächstes kommt«. Zum kompletten Rundbrief hier.

In memoriam Chris Wessels (1935-2018)

In Erinnerung an Chris Wessels, den jüngst heimgegangenen früheren Kirchenpräsidenten der Brüdergemei-ne in Südafrika, hat Renate Cochrane, eine langjährige Freundin und Begleiterin der Brüdergemeine in Südafrika, eine spannende Geschichte aufgeschrieben, die Chris Wessels ihr einst selbst erzählte. Die Geschichte rankt sich um die besonderen Umstände der Freilassung von Chris Wessels nach langer Folterhaft aus einem südafrikanischen Gefängnis während der Zeit der Apartheid. Chris Wessels, der 48 Jahre lang für die Brüdergemeine im ordinierten Dienst stand, verdankt sein Leben, so erzählt es Renate Cochrane, letztlich dem Fürbittengebet einer Brüdergemeine in den weit entfernten Vereinigten Staaten. Zur Geschhichte hier. Zur Würdigung von Chris Wessels durch den ANC hier.

Kirche als Haus der lebendigen Steine

Vom 9. bis 11. November 2018 fand im Gemeindezentrum der Brüdergemeine im Zentrum von Tirana ein weiteres Seminar für aktuelle und angehende Gruppenleiter und Gruppenleiterinnen statt. Es wurde von Klas Lindberg aus Schweden geleitet, der als Referenten Sune Andersson mitgebracht hatte. Das Seminar stand unter dem Thema: »Unser Zusammenleben in der von Gott erbauten Kirche - ein Haus aus lebendigen Steinen«. Dabei befassten die Anwesenden sich insbesondere mit dem ersten Petrusbrief. Diese kamen aus sechs verschiedenen Orten voraus, in denen die Brüdergemeine in Albanien momentan arbeitet: aus Bathore, Elbasan, Burrel, Pogradec, Tirana und Lezha. Am Sonntag feierten alle gemeinsam zum Abschluss einen ermutigenden Gottesdienst mit Abendmahl. Zu einem Kurzbericht mit Bildern hier.

Drohender Hunger im »Dzaleka Camp«

Jonah Sinyangwe, Projektkoordinator der Unitätsprovinz Malawi und zuständig für das neue »Child Care Center« der Brüdergemeine im Flüchtlingslager »Dzaleka Camp«, hat eine Pressemeldung des UNHCR mit Datum vom 9. November 2018 in die Hand bekommen (siehe hier). Daraus geht hervor, dass in dem für 20.000 Menschen angelegten Camp 35.000 Menschen leben. Weiter heißt es, dass im Camp ab 2019 die Lebensmittelversorgung hochgradig gefährdet ist. Aufgrund begrenzten Zugangs zu Ackerland und anderen Lebensmitteln benötigen die Camp-Bewohner zwingend Hilfe von außen. Sie sind wegen politischer Instabilität und sozialer Unruhen in den Regionen der Großen Seen und des Horns von Afrika geflüchtet, die meisten aus der D. R. Kongo. Die Herrnhuter Missionshilfe führt im Zentrum täglich eine Kinderspeisung durch. Mehr hier und hier.

Infos und Hilfsgüterverteilung in Bathore

Bathore ist ein in den vergangenen 25 Jahren unkontrolliert gewachsener Bezirk am Rande der albanischen Hauptstadt Tirana mit einer Fläche von etwa sechs Quadratkilometern und mit etwa 80.000 meist armen, aus dem Norden des Landes stammenden Einwohnern. Hier gibt es schon seit 2001 Gruppen, die sich der Brüdergemeine zugehörig fühlen und sich sowohl durch evangelistisches als auch durch sozial-diakonisches Engagement auszeichnen. In Anwesenheit von Merita Meko, Elona Mandro und Haxhi Murati, dreier Mitglieder des Leitungskreises der Brüdergemeine in Albanien, fand am 29. Oktober 2018 im 2016 eingeweihten Gemeindezentrum ein Info- und Verteilnachmittag statt. Einer Andacht schlossen sich zunächst einige Hinweise zum Gesundheitsschutz an (vor allem Grippe-Vorbeugung), ehe Hilfsgüter an bedürftige Familien verteilt wurden.

Film über Herrnhuter »Child Care Center«

Der TV-Sender »Malawi Broadcasting Compagny« (MBC) würdigt in einem Acht-Minuten-Film das Engagement der Brüdergemeine in einem der großen Flüchtlingslager Afrikas, dem »Dzaleka Refugee Camp« der Vereinten Nationen, in dem derzeit über 30.000 Flüchtlinge leben. Mit Spendenmitteln v. a. der Herrnhuter Missionshilfe entstand im Camp ein geräumiges »Child Care Center«, in dem Kinder und Erwachsene und unterwiesen werden, in dem die lokale Gemeinde aber auch Gottesdienste feiert und Kinderstunden hält und in dem Kinder eine warme Mahlzeit pro Tag erhalten. Der Film zeigt den Alltag im Camp und blickt zurück auf die Eröffnung des »Child Care Centers« am 17. Juli 2018, bei der der malawische Innenminister Dr. Hudson Mankhwala zugegen war und Bettina Nasgowitz aus Bad Boll ein Interview gab. Zum Film hier.

Chris Wessels heimgegangen

Am 13. November 2018, dem Tag, an dem die Brüdergemeine weltweit in besonderer Weise Jesus Christus als Haupt und Ältesten seiner Gemeinde ehrt, ist in Genadendal, Südafrika, Chris Wessels im Alter von 83 Jahren heimgegangen. Eine schwere Krankheit hat ihn zuletzt zunehmend geschwächt, ohne dass ihn diese seiner Hoffnungen und Visionen berauben konnte. Christ Wessels war über Jahrzehnte hinweg eine Persönlichkeit, die die Brüdergemeine in Südafrika maßgeblich geprägt und der er in vielen leitenden Funktionen gedient hat. In der Zeit der Apartheit war er zweimal unter schrecklichen Umständen inhaftiert und wurde gefoltert. Auch in Deutschland hatten er und seine Ehefrau Nabs viele Freunde. In einem TV-Interview mit SABC von 2015 (siehe hier) und einem Artikel von Margrit Motel (siehe hier, Seite XIV) erzählt er aus seinem Leben und von seinem Engagement. Ein Beitrag aus Südafrika zu seinem Heimgang hier.

Die Erfolgsgeschichte von Mahmoud

Das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah (Palästina) hat auf seinen Webseiten ein Viereinhalb-Minuten-Video veröffentlicht, das eine Erfolgsgeschichte dokumentiert. In dem Video wird Mahmoud Al-Hamouz vorgestellt, ein Jugendlicher mit Behinderung, der die Förderung auf dem Sternberg erfolgreich durchlaufen hat und dem es jetzt gelungen ist, bei der Firma »Unipal« eine reguläre Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden. In den vergangenen Jahren hat das Förderzentrum auf dem Sternberg die Kooperation mit regionalen palästinensischen Firmen und Behörden erheblich ausgeweitet, weil es darauf hinarbeitet, dass Übernahmen in den ersten Arbeitsmarkt nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind. Zum Video hier. Das arabische Video ist englisch untertitelt.

Nach dem Abitur an die BICU?

Spätestens wenn das Abiturjahr angebrochen ist, stellt sich für für die ältesten Schülerinnen und Schüler des »Colegio Moravo Secundaria« in Bluefields (Südost-Nikaragua) die Frage nach ihrer beruflichen Zukunft bzw. nach der Fachrichtung eines anschließenden Studiums. Viele der Schülerinnen und Schüler wechselten in der Vergangenheit in die Nachbarschaft: an die »Bluefields Indian & Caribbean University« (BICU), eine angesehene staatliche Hochschule an der Atlantikküste von Nikaragua. Jetzt hatte die BICU wieder zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, an dem Lehrkräfte und Studierende die Angebote der Universität öffentlich präsentierten. Natürlich nutzten zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus der 1921 gegründeten Sekundarschule der Brüdergemeine diesen Tag zur eigenen Orientierung.

Förderung der High School in Mbozi

Der »Evangelische Kirchenbezirk Mühlacker« unter Federführung von dessen Tansania-Partnerschaftsgruppe - geleitet von Diakon Michael Gutekunst, Vorstandsmitglied der Herrnhuter Missionshilfe - unterstützt derzeit mit einer Kampagne die Kinder und Jugendlichen in der High School der Brüdergemeine in Mbozi (Tansania, Südwestprovinz). Das langjährige, bemerkenswerte Engagement der Partner-schaftsgruppe fand die Wertschätzung der »Town & Country Stiftung«, die die Schule im ländlichen Tansania mit 1.000 Euro förderte. Das Geld wird verwendet für die Schaffung geeigneter Lehrräume und menschenwürdiger Wohnunterkünfte sowie für die Anschaffung einer Maismühle für die Speisung der Schülerinnen und Schüler. Foto: Kathleen Pfennigsdorf (Mitte) bei der Scheckübergabe an Barbra Straub und Michael Gutekunst. Mehr hier.

Weihnachtsfeier im »Dzaleka Camp«

Kurz vor dem Christfest 2018 soll für möglichst viele Kinder im »Child Care Center« der Brüdergemeine in Malawi im »Dzaleka Camp«, einem UN-Flüchtlingslager für etwa 30.000 Menschen, eine Weihnachtsfeier stattfinden. Jedes Kind soll eine besondere Mahlzeit (Fleisch & Reis, Gemüse & Obst) und ein kleines Geschenkpaket bekommen, das Kekse und Süßigkeiten beinhaltet - etwas, das die Kinder im Camp sonst nie bekommen. Geplant ist zunächst eine Feier für 800 Kinder, die 3.000 Euro kostet. Falls mehr Geld zusammenkommt, können entsprechend mehr Kinder erfreut werden. Wer im Vorfeld von Weihnachten in Gemeinde, Hauskreis, Firma, Schule, Verein o. ä. ein gutes Spendenprojekt sucht, sammle für die Aktion »Weihnachtsfeier im Dzaleka Camp«. Zum Aufruf hier.

Kurzbericht von der ATPC in Arusha

Raimund Hertzsch, der für die Herrnhuter Missionshilfe und als Berichterstatter auch für die schweizerische »Mission 21« an der »All Tansania Partner’s Consultation« der Brüdergemeine am 30./31. Oktober 2018 in Arusha teilnahm, hat einen bebilderten Kurzbericht über diese Tagung verfasst. Es war die letzte Tagung im bisherigen Format. Künftig sollen die Unitätsprovinzen in Malawi, in Sambia und in der D. R. Kongo in die von Zeit zu Zeit stattfindenden Konsultationen einbezogen werden. Außerdem sollen an diese Fortbildungen für ohnehin anwesende Personen gekoppelt werden, um insgesamt effektiver zu arbeiten. Ausgebaut bzw. erst einmal angebahnt werden sollen Partnerbeziehungen zwischen tansanischen Unitätsprovinzen und nichteuropäischen, vor allem karibisch-lateinamerikanischen Unitätsprovinzen. Zum Bildbericht hier.

Hildegard Pröger heimgegangen

Im Alter von 86 Jahren ist Hildegard Pröger am 6. November 2018 nach längerer Krankheit von Gott heimgerufen worden. Sie war von 1966 bis 1976 im Auftrag der Herrnhuter Missionshilfe als Krankenschwester und Hebamme für die Brüdergemeine in Tansania, vor allem im noch jungen »Mbozi Mission Hospital«, tätig. Infolge des Mangels an Ärzten bzw. auch des Fehlens von Ärzten trug Hildegard Pröger in einem gerade unabhängig gewordenen Land ein großes Maß an Verantwortung. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen schrieb sie nieder in dem Buch »Weg-Marken - Abenteuer mit Gott - Bericht über zehn Jahre Einsatz in Tansania« (ISBN 978-3-929-233-93-3). Begraben wurde Hildegard Pröger am 9. November 2018 in Hengstfeld (Landkreis Schwäbisch Hall).

Jens Marcus Albrecht plant Dienst in Mbozi

Jens Marcus Albrecht, Facharzt und Unfallchirurg aus dem Krankenhaus »Emmaus« in Niesky, weilte im Januar 2018 für zwei Wochen im »Mbozi Hospital« der Brüdergemeine in Tansania. Dabei hat er sich einen Eindruck vom Hospital und dessen Arbeit verschafft. Nun gab er bekannt, einige Jahre dort arbeiten zu wollen. Er hat eine Frau und vier große Kinder. Die erforderlichen Absprachen mit »Brot für die Welt«, das den Einsatz zu 75 Prozent fördert, sowie mit dem »Deutschen Institut für ärztliche Mission« hat die Herrnhuter Missionshilfe getroffen. Die Leitungen des Hospitals und der tansanischen Südwest-Provinz begrüßen den Einsatz, der Mitte 2019 nach einigen Vorbereitungskursen beginnen soll, sehr. Dieser eröffnet nebenher die Möglichkeit, junge Ärzte des Hospitals im Bereich Unfallchirurgie weiterzubilden. Zur Online-Spende hier.

Trinkwasser für die »Prinses Beatrix School«

Auf Stoelmanseiland, einem dünn besiedelten Eiland ganz in Grenznähe zu Französisch Guyana, das sich am Zusammenfluss von Tapanahoni und Lawa befindet, die von da an die Marowijne bilden, betreibt die Brüdergemeine in Surinam neben einer Poliklinik die »Prinses Beatrix School«, eine Grundschule. Trotz der Nähe dreier Flüsse mangelt es auf Stoelmanseiland in diesem Jahr - einem extremen Dürrejahr - an Trinkwasser, was am 8. November 2018 einen besonderen Hilfseinsatz erforderlich machte. Beim Transport zahlreicher großer Wasserkanister von Paramaribo in das Binnenland halfen neben dem »Nationaal Coördinatie Centrum voor Rampenbeheersing« (Katastrophenschutz-Behörde) auch die Feuerwehr von Surinam sowie die »Gum Air«, eine kleine private Fluggesellschaft in Surinam.

Neues Schulhaus auf Sansibar ist gerichtet

Das neue Schulhaus für die im Februar 2015 eingeweihte »Herrnhuter Akademy School« (Pre School/Kindergarten und Grundschule) in Mwera auf Sansibar ist gerichtet. Nach jahrelangen Bemühungen um ein Nachbargrundstück, das die erforderlichen Ausmaße für den Neubau besitzt, erfolgte der feierliche erste Spatenstich im August 2018. Aus Sicherheitsgründen entstand zunächst eine Mauer rund um das Grundstück. Von August bis Oktober wurden die Außen- und Zwischenwände hochgezogen und das Dach aufgesetzt. Jetzt ist schon zu sehen, wo sich die sechs Klassenzimmer für bis zu 250 Mädchen und Jungen einmal befinden werden. In einem weiteren Bauabschnitt sollen dann behindertengerechte Toiletten und ein Verwaltungsgebäude gebaut werden, eine Forderung des tansanischen Bildungsministeriums. Ausfühlichere Infos hier.

Shop »Alpha & Omega« in Ndola eröffnet

Vor drei Wochen wurde in Ndola, Sambia, der Shop »Alpha & Omega« eröffnet. Er wird ausschließlich von Frauen geführt. Diese erwirtschaften mit dem Betreiben des Shops ein bescheidenes eigenes Einkommen. Die Frauen haben dem Shop auch seinen Namen gegeben. Angeboten werden vor allem Dinge des täglichen Bedarfs: z. B. Reis, Öl, Zucker, Salz, Seife und Zahnpasta. Nicht fehlen dürfen Softdrinks, Süßigkeiten und Snacks. Die Spezialität des Shops sind Fish & Chips. Die Fische stammen aus eigener Produktion. Der Shop ist in Ndola der einzige, in dem Speisefische lebend angeboten werden. Dazu haben wir extra einen Glastank mit zwei Kubikmetern Inhalt gebaut. Der Shop ist eine gute Chance, die Brüdergemeine in Ndola bekannter als bisher zu machen. Infoblatt hier.

Farmland gehört der Brüdergemeine

Immer wieder hatte es in der Vergan-genheit Konflikte gegeben zwischen der Brüdergemeine in Rungwe (Tansania, Südprovinz) und einigen Bewohnern des Dorfes Ilolo. Auf ehemaligem Missionsland existiert seit fünf Jahren mit wirtschaftlichem Erfolg eine große Avocado-Plantage und ein Avocado-Auslieferungsbetrieb (Versand in das In- und Ausland), an denen die Brüdergemeine beteiligt ist. Die Dorfbewohner waren der Meinung, das Land gehöre ihnen und hatten über Jahre hinweg Prozesse gegen die Brüdergemeine angestrengt. Inzwischen hat der Distrikts-Kommissar bestätigt, dass das strittige Land rechtmäßiges Eigentum der Brüdergemeine ist. Als Zeichen ihres guten Willens hat die Brüdergemeine in Rungwe freiwillig 201 Hektar Land (28,5 % ihres Besitzes) den Bauern von Ilolo zur Verfügung gestellt.

Aus Nähwerkstatt und Schreinerei

Drei Wochen weilen Grethe und Aage Lorenzen, zwei Seniorfreiwillige aus Dänemark, nun schon in Sumbawanga, wo sie zum zweiten Male - ausgesandt von der »Brødremenighedens Danske Mission« - für die Brüdergemeine in der Rukwaprovinz arbeiten. Grethe lehrt junge Mädchen und Frauen das Nähen. Diese verarbeiten neben einheimi-schen Tüchern auch Stoffe, die das Ehepaar aus Dänemark mitgebracht hat. Aage schreibt: »In der Ausbildungs-Tischlerei unterrichte ich als Babu Aage. Erst einmal müssen alle möglichen Dinge repariert und gewartet werden. In der Zwischenzeit befassen die Schüler sich mit der neuen Drehmaschine oder arbeiten an ihren eigenen Aufgaben. Ich bin durchaus beeindruckt von dem, was die Jugendlichen mit bescheidenen technischen Mitteln zu fertigen vermögen. Heute wollen wir wieder ein paar Truhen herstellen«.

Die Geschichte von Ignatius John Mkonga

Ignatus John Mkonga schreibt über sein Leben: »Ich bin der Sohn eines Bauern und wurde am 27. Dezember 1997 als drittes von fünf Kindern im abgelegenen Dorf Kipili geboren. Ich wuchs in großer Armut auf und hatte manchmal nichts zu essen. Noch schlimmer wurde es, als wir unsere Eltern verloren. Einige Familienmit-glieder wollten nun nichts mehr von uns wissen. Nur meine ältere Schwester kümmerte sich um mich. Ich konnte sogar die weiterführende Schule besuchen. Dann ließ mein Schwager sich von meiner Schwester scheiden. Es schien, dass ich die Schule würde verlassen müssen, aber Gott ließ mich in Kontakt zu einigen Sponsorinnen und Sponsoren der Brüdergemeine kommen. Durch seine Barmherzigkeit wurde ich zu einem Musterschüler. In allen Fächern erreichte ich Bestnoten«. Mehr in einem Newsbrief der Zeister Missionsgesellschaft - siehe hier.

Doku über Rooibos-Kooperative

Am 3. November 2018 sendete »arte« um 18.25 Uhr im Rahmen seiner Sendereihe »360o GEO Reportage« eine 45minütige Dokumentation über die Rooibos-Kooperative »Red Cedar« in Wupperthal, Südafrika. Fast alle Aktivisten der Kooperative - seit 15 Jahren einer der wichtigsten Partner des »Moravian Merchandise«, des Fairen Handels der Herrnhuter Missionshilfe - gehören der Brüdergemeine an. Autor des Beitrages, an dessen Entstehung das Vorstandsmitglied Katharina Kronbach beteiligt war, ist der Münchener Filmemacher German Kral. Der Beitrag erzählt von der einzigartigen Landschaft in den Zederbergen, von der Entstehung von »Red Cedar«, von der Rooibos-Pflanze und der Herstellung der Rooibos-Produkte sowie vom Leben der Brüdergemeine in der früheren Missionsstation 200 km nördlich von Kapstadt. Mehr hier. Link zum Film hier.

70 Jahre »Friedrich-Stähelin-Schule«

In der Gravenstraat im pulsierenden Zentrum der Hauptstadt Paramaribo, nahe am breiten Suriname-River, betreibt die Brüdergemeine in Surinam seit 70 Jahren die »Friedrich-Stähelin-Schule«, eine Grundschule. Das ursprüngliche Schulgebäude steht nicht mehr; es wurde durch einen futuristisch anmutenden, aber sehr funktionalen Neubau des Architekten Arie Verkuyl ersetzt - siehe hier. Aus Anlass des Schuljubiläums hat der surinamische Rundfunk- und TV-Sehsender »Apintie Suriname« am 2. November 2018 einen Sechs-Minuten-Beitrag über die Geschichte und die Gegenwart der Schule gesendet. Darin kommt ausführlich Dorothy Aron, die Leiterin der Schule, zu Wort. Auch der Jubiläums-Gottesdienst in der »Großen Stadtkirche« von Paramaribo kann ein Stück weit filmisch miterlebt werden. Link zum Film hier.

»Unity Mission Agreement« veröffentlicht

Nach Abstimmung mit den Provinzen und Gremien der weltweiten Brüder-Unität hat Jørgen Bøytler, Geschäfts-führer des Unitätsvorstandes, das »Unity Mission Agreement 2017« veröffentlicht, das im Nachgang zur 3. Missionskonferenz der weltweiten Brüder-Unität im November 2017 in Kapstadt, Südafrika, bzw. in Aufnahme der dort geführten Diskussionen entstanden war. Zunächst gibt es das Dokument nur in englischer Sprache. An einer deutschen Übersetzung wird gearbeitet. Das Dokument ist deutlich mehr als nur der Appell einer Konferenz. Infolge seiner Verabschiedung durch den Unitätsvorstand (»Unity Board«) besitzt es weltweite Verbindlichkeit. Alle Gemeinden, Missionsorganisationen und Gremien der Brüder-Unität sind ausdrücklich aufgefordert, dieses Dokument zur Kenntnis zu nehmen und mit ihm zu arbeiten. Download hier. Deutsche Übersetzung hier.

Mehr Gartenbau auf dem Sternberg

Das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah (Palästina) erweitert derzeit seine landwirtschaftlich genutzten Flächen. Das ist bei dem terrassierten Gelände rings um den Berg mit einigem Aufwand verbunden. Geplant ist, auf den neu angelegten Flächen eine ökologische Landwirtschaft bzw. einen Öko-Gartenbau zu betreiben, frei von chemischen Düngemitteln und anderen schädlichen Stoffen für den Menschen. Ziel ist in erster Linie, mehr gesunde Lebensmittel als bisher für den Eigenbedarf des Zentrums zu produzieren. Es sollen aber auch größere Mengen an Lebensmitteln als bisher zu Gunsten des Zentrums öffentlich verkauft werden. Jugendliche mit Behinderungen, die im beruflichen Bildungszentrum gefördert werden, sind wertvolle Arbeitskräfte im landwirtschaftlichen Bereich.

Erntedankfest in Surinam, Latourkerk

Umwelt-Programme für Kinder

Die »Stiftung Kinderbuchfestival« ar-beitet in Surinam unter maßgeblicher Beteiligung der Brüdergemeine. Am 16. Oktober 2018 hat die Stiftung eine Vereinbarung mit der UN-Organisation »REDD+« (Reducing Emissions from Deforestation and forest Degradation) geschlossen, in der sie sich verpflichtet, zwischen Oktober und Dezember 2018 eine Reihe von Kinderprogrammen zur Umweltbildung anzubieten und über verschiedene surinamische Fernsehsender ausstrahlen. Ziel der Programme ist es, Kinder für Klima- und Zukunftsfragen zu sensibilisieren, so dass diese die Umwelt besser als bisher zu schützen. Das Motto der Gesamtaktion, für das »REDD+« und »NIMOS« (Nationales Institut für Umwelt und Entwicklung in Surinam) Fördermittel genehmigten, lautet »Unser Wald, unser Klima, unser Überleben, unsere Zukunft«.

Sternberg-Kinder spielen Fußball

Mehrere männliche und weibliche Kinder und Jugendliche aus dem Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah haben am 23. Oktober 2018 an einem regionalen Sportfest teilgenommen, das vom Palästinensischen Fußballverband organisiert worden war. Zu dem Sportfest im »Al-Bireh International Municipality Stadium« waren ausschließlich Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom eingeladen. Ihnen sollte erstmals die Möglichkeit gegeben werden, auf einem gepflegten Rasen Fußball zu spielen und damit ihr Recht auf Unterhaltung und sportliche Betätigung auszuüben. Die Mitarbeitenden aus dem Sternberg-Förderzentrum streitet seit mehr als 30 Jahren für eine bessere Integration der ihnen Anvertrauten in die palästinensische Gesellschaft, in der es Menschen mit Behinderungen noch schwer haben.

Nordirisches Frauenprojekt für Südafrika

Damit sie ausreichend Geld zur Verfügung haben, um ihre Familien zu ernähren und die Schulbildung ihrer Kinder zu fördern, verkaufen Frauen im südafrikanischen Port Shepstone selbst hergestellte Waren unter einem Straßenbaum. Sie weben Matten und dgl. aus allen Materialien, die sie in die Hände bekommen, und seien es glitzernde Chips-Tüten. Natürlich wurden die Frauen bisher immer klitschnass, wenn es beim Warenverkauf regnete. Deshalb startete Cathy Buchholz, eine Pfarrfrau i. R. aus der Brüdergemeine, ein Fundraising-Programm, dessen Ziel es war, für die südafrikanischen Straßenhändlerinnen einen Unterstand mit kleinem Lager zu bauen. Jetzt ist der Unterstand fast fertig. Die Brüdergemeine Ballinderry (Nordirland), in der Cathy Buchholz mit ihrem Ehemann einst gelebt hatte, steuerte 565 Euro bei. Ausführlich in Deutsch hier.

Senior-Freiwillige erneut in Sumbawanga

Ein weiteres Mal hat die »Brødreme-nighedens Danske Mission« (BDM), die dänische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, ein Ehepaar als Senior-Freiwillige nach Tansania entsandt. Grethe und Aage Lorenzen sind jetzt in Sumbawanga (Rukwaprovinz) eingetroffen, wo sie 2016 schon einmal ein Vierteljahr gearbeitet hatten. Auf das Ehepaar warten viele Aufgaben. Grethe Lorenzen soll vor allem den Mädchen im Waisenheim »Peter‘s House« helfen, das maschinelle Nähen zu erlernen. Zuletzt konnten einige Nähmaschinen nach Sumbawanga geschickt werden. Aage Lorenzen wird in erster Linie im pädagogischen und praktischen Bereich (Schreiner-Lehrwerkstatt) helfen. Der Jubel bei den Kindern und Jugendlichen in Sumbawanga war groß, als das Ehepaar eintraf. Große Erwartungen wurden an das Ehepaar herangetragen.

Surinam-Karibik-Konsultationen in Jamaika

Von den Konsultationen zwischen der Brüdergemeine in Surinam, Westindien-Ost und Jamaika vom 17. bis 20. Oktober 2018 in Jamaika berichtet Age Kramer, Zeist: »Die Gespräche waren intensiv und ehrlich. Die schrumpfende Brüdergemeine scheint überall weniger attraktiv zu sein als die Pfingstgemeinden. Man fragte sich: Was haben sie, das wir nicht haben? Auch Jugendliche kamen zu Wort. Sie erzählen, sie seien mit Freunden bei einem pfingstlichen Gottesdienst gewesen, täten sich aber schwer, die Freunde im Gegenzug zu einem Gottesdienst der Brüdergemeine einzuladen. Bei den Pfingstlern sei etwas zu fühlen, bei den Herrnhutern nicht. Der Trialog in Jamaika endete mit Handlungsempfehlungen, die in Buchform erscheinen sollen. Alle hoffen, zu Hause von den Vorträgen und Gesprächen in hoher Qualität zu profitieren«.

Sternberg-Delegation im Frauenministerium

Am 23. Oktober 2018 wurde im palästinensischen Ministerium für Frauenangelegenheiten in Ramallah eine Delegation aus dem Förder-zentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg und von der Palästinensischen Behinderten-Koalition empfangen. Die Direktorin des Sternberg-Förderzentrums, Ranya Karam, erzählte von der Arbeit der von ihr geleiteten Einrichtung. Sie benannte mehrere Fälle von Missbrauch gegenüber Frauen mit Behinderung, insbesondere mit geistiger Behinderung. Die Ministerin sagte zu, die Resolution 9-2011 des Ministerrates über Frauen-Schutzhäuser zu überprüfen. Diese Schutzhäuser nehmen momentan keine Frauen mit geistiger und körperlicher Behinderung auf. Der Ministerin wurden Vorschläge für die Zusammenarbeit beim Kampf gegen den Missbrauch von Frauen übergeben. Mehr hier.

Wer hatte das beste Rezept?

Im Zusammenhang mit dem Erntefest 2018 wurde an der »Christian-David-Schule« bei Barkava (Lettland) gefragt: Wer hat das beste Rezept? Die Kinder und Jugendlichen in der Schulgemeinschaft bereiteten - nach vorheriger Veröffentlichung ihrer Rezepte - zur allgemeinen Verkostung die köstlichsten Speisen und Getränke zu. Ganz am Schluss wurde mittels einer Wahlurne abgestimmt, welchem jungen Koch bzw. welcher jungen Köchin der Siegerpreis gebührt. Natürlich wurde in herbstlich bunt geschmückten Räumen auch viel gesungen und gespielt, getanzt und gelacht - und der Schöpfergott gelobt. Fast alle Zutaten für die Speisen und Getränke stammten aus eigener Tierhaltung, eigener Wald- und Landwirtschaft bzw. eigenem Gartenbau.

Ein Bischofswort für Surinam

Angesichts mehrerer tragischer Ereignisse bzw. auch krimineller Aktivitäten während der letzten beiden Wochen in Surinam hat Emile Cornelis Ritfeld, einer der Bischöfe der Brüdergemeine, es für nötigt erachtet, sich mit einer Botschaft an die Öffentlichkeit zu wenden, die in der Tageszeitung »De Ware Tijd« am 20. Oktober 2018 zu lesen war. Er schreibt u. a.: »Unsere Gesellschaft braucht ein Fundament. Wenn dieses Fundament bröckelt und wenn Standards und Werte fehlen, dann misslingt das Zusammenleben! Nicht alle Familien erziehen auf verantwortungsvolle Weise. Manchmal wird nicht erzogen, sondern nur ernährt! ... Der Mensch muss zur Reue kommen! Das Leben ist ein Geschenk Gottes. Niemand darf eine andere Person ermorden! Wir trauern mit den Familien aller Opfer der Gewalt«. Mehr in Niederländisch hier.

Weihnachtsgabe für Maismühle in Mbozi

Die Verantwortlichen im Kirchenbezirk Mühlacker für die Partnerschaftsarbeit mit der Brüdergemeine in Südwest-Tansania rufen in ihrem Umfeld - und gern darüber hinaus - zu einer Weih-nachtsgabe auf. Ein diesbezüglicher Flyer (Download hier) trägt den Titel »Zukunft ermöglichen durch Schulbildung«. Er geht allgemein auf das Schulwesen in Tansania ein und beschäftigt sich speziell mit der Schule der Brüdergemeine in Mbozi. Die Weihnachtsgabe soll der Schule helfen, für etwa 4.000 Euro eine Maismühle anzuschaffen. Der Besitz einer Maismühle erspart der Schule den Aufwand für den Transport und das Mahlen ihres selbst angebauten Maises in einer externen Mühle. Der Eigenanbau von Mais dient der Zubereitung des Schulessens. Zusätzliche Erträge werden auf dem Markt zugunsten der Schule verkauft. Foto: Auf dem Weg zur Maismühle.

Neues Heft »weltweit verbunden«

In den Druck geht jetzt die Herbstausgabe von »weltweit verbunden«. Freuen Sie sich auf 16 Seiten zum Thema "Gastfreundschaft global". Die einzelnen Beiträge stellen Gästehäuser, Hotels, Gemeinlogis und andere Arten von Beherbergungsstätten der Brüdergemeine in aller Welt vor: in Tansania (Rungwe, Tukuyu und Sumbawanga) und Südafrika, in Albanien und Palästina, in Surinam, der Karibik und Nordindien. Der Lektüre anempfohlen wird weiterhin eine Andacht von J. Welschen, eine Länderinformation zu Sambia sowie die Vorstellung eines Spendenprojektes in Lutengano, Tansania (Secondary School).

Weiteres Fischzucht-Seminar in Sambia

Am 20. Oktober 2018 fand in der Brüdergemeine Chipulikusu in Ndola, Sambia, ein weiteres Seminar für Interessierte an der Fischzucht statt, an dem über 30 Personen teilnahmen. Der Regionalbeauftragte des Fischereiministeriums referierte über Grundlagen der Fischzucht, Teichbau und -Instandhaltung, Fütterung, Düngung und Futterherstellung. Fred Walch, von der Herrnhuter Missionshilfe entstandter Projektbeauftragter der Brüdergemeine in Sambia, fügte Einheiten zu Wirtschaftlichkeit und Fischvermarktung hinzu. Geplant ist die Gründung einer Kooperative, um die Erfolgschancen der einzelnen Fischzüchter zu erhöhen. Im Anschluss an die Referate im Kirchensaal der Brüdergemeine wurde die Fischzuchtanlage der Brüdergemeine in Augenschein genommen, die jetzt über eine Solar-Wasserpumpe verfügt. Sie pumpt zur Freude der Fische permanent Frischwasser aus 55 Metern Tiefe in die Teiche.

Austausch zwischen Jamaika und Surinam

Am 16. Oktober 2018 reiste eine Delegation der Brüdergemeine in Surinam, bestehend aus Clifton Walker, stellvertretender Präses der Provinz, Davy Pawironadi, Mitglied der Kirchenleitung, Merville Vrede, Mitglied der Kirchenleitung, und Roselin Zamuël-Rotgangs, Pfarrerin, nach Jamaika zu einem Austausch. Dabei wurde u. a. über folgende Fragen gesprochen: Wie kann die Jugend in der Kirche gehalten werden? Was hindert Mitglieder daran, ihren finanziellen Beitrag zu leisten? Wie positionieren wir uns zu den Pfingst- und freien evangelikalen Kirchen? Wie begegnen wir der starken Säkularisierung in Europa, Jamaika und überall in der Unität? Beide Provinzen stehen oft vor gleichen Herausforderungen, was eine Kooperation nahelegt. Aus Europa war Age Kramer von der Zeister Missionsgesellschaft mit dabei.

Vier Quiz-Siegerinnen in Paramaribo geehrt

Allison Tönernen, eine leitende Mitarbeiterin der Stadtmission der Brüdergemeine in Paramaribo (Surinam), hat am 13. Oktober 2018 die Preisverleihung an die Gewinnerinnen des »Vakantiequiz« (Urlaubs-Quiz) vorgenommen. Zwei der vier siegreichen Mitspielerinnen des Quiz, der im August und im September 2018 über einige Wochen hinweg online angeboten wurde, waren Hilly Bmook und Shirley Dankoor. Die anderen Gewinnerinnen konnten persönlich leider nicht anwesend sein. Die beiden letzten Quiz-Fragen am 26. bzw. 29. September 2018 lauteten: »Wer war der erste betrunkene Mensch, von dem uns die Bibel berichtet?« und »Welcher israelitische Prophet fiel nach Empfang einer schlimmen Nachricht vom Stuhl und brach sich das Genick?«

Ökumenische Delegation war in Tansania

Zwecks Stärkung der Beziehungen zwischen den Kirchen in Württemberg und in Tansania reiste im Oktober 2018 eine hochrangige Delegation nach Ostafrika. Ihr gehörten unter anderem an: Domkapitular Dr. Heinz Detlef Staeps, Leiter der Hauptabteilung X (Weltkirche) der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Oberkirchenrat Prof. Dr. Ulrich Heckel, Leiter des Dezernates I (Theologie, Gemeinde und weltweite Kirche) der Evangelischen Landeskirche in Württemberg (ELKWue) und Dr. Andreas Kümmerle, Fachreferent für Weltmission der ELKWue. Was die Brüdergemeine anbetrifft, so besuchte die Delegation die im Neubau befindliche Grundschule (»Herrnhuter Acedemy School«) mit Kindergarten in Mwera auf Sansibar, TZ-Ostprovinz, und das 2015 eröffnete Berufsschulzentrum in Songea, TZ-Südprovinz. Reisebericht von Dr. Andreas Kümmerle hier.

Staunen über Offenheit der Brüdergemeine

Ein großes Loblied auf die 2017 von den Hurrikans »Irma« und »Maria« schwer getroffene Brüdergemeine auf St. Thomas singt die Jugendliche Jessica Walls aus dem Süden der USA. Sie nahm kürzlich an einem Hilfseinsatz auf der Insel teil, dessen Zweck die Instandsetzung zweier Elementarschulen der Brüdergemeine war. Sie, die zuvor noch niemals Kontakt zur Brüdergemeine und sogar etwas Angst vor ihr hatte, erlebte eine große Offenheit, eine wunderbare Gemeinschaft und eine herzliche Dankbarkeit sowohl bei der praktischen Arbeit als auch im Gottesdienst in der »New Herrnhut Moravian Church«. Sie schreibt: »Die Einfachheit der Kirche war atemberaubend. Als ich mich hingesetzt und alles um mich herum wahrgenommen hatte, verschwanden alle meine Sorgen. In saß inmitten einer Familie«. Mehr hier.

Spendenmailing zur Bildungsförderung

In ihrem dritten Mailing (Vorstellung eines Projektes) im Jahre 2018 bittet die Herrnhuter Missionshilfe alle ihre Mitglieder, Freundinnen und Freunde um Spenden für die Förderung der Bildung in Ostafrika. Sämtliche zehn Provinzen der Moravian Church in Eastern Africa haben sich dieser Aufgabe verschrieben, sie brauchen zu deren Realisierung aber die Hilfe aus Europa. Diese Hilfe geschieht, indem die Provinzen bei den Bau- bzw. Renovierungskosten ihrer Schulen unterstützt werden, sie kommt aber auch permanent aus einem Schulstipendienfonds, der mit dem o. g. Mailing beworben wird. Eine Landkarte zeigt den potentiellen Spenderinnen und Spendern, wo überall Schulen und Berufsschulen existieren oder im Bau sind und wo Kinder und Jugendliche ein Stipendium erhalten. Mehr hier. Zur Onlinespende hier.

Kinder aus Surinam bei Energiemesse dabei

Kinder aus den Schulen der Brüderge-meine in Surinam beteiligten sich an der erstmals durchgeführten nationalen Energiemesse in Paramaribo (8. bis 11. Oktober 2018). Dabei wurde das im Bau befindliche Kinderbildungszentrum vorgestellt. Die maßgeblich von der Brüdergemeine getragene »Stiftung Kinderbuchfestival« hatte von ihr entwickeltes Unterrichts- und Lesematerial zum Thema Energie mitgebracht. Darüber hinaus präsentierte sie eine Ausstellung mit Geräten, die unterschiedlich viel Energie verbrauchen, und sie zeigte einen von ihr gestalteten Trickfilm zum effizienten Umgang mit Energie. Der »Renner« war ein neues Brettspiel zum Thema Energie, für das sich hunderte Menschen bis hin zur Parlamentspräsidentin Jennifer Geerlings-Simons begeisterten. Alle prominenten Spieler und Spielerinnen waren sich einig: »Dieses Spiel muss allen Schulen zur Verfügung gestellt werden!« Mehr Bilder hier.

Hilfe für die Sekundarschule in Lutengano

Die Herrnhuter Missionshilfe und ihre niederländische Schwesterorganisa-tion, die »Zeister Zendingsgenoot-schap«, arbeiten bei der Abwicklung von Projekten enger als früher zusammen. Ein gemeinsam beworbenes Projekt ist die längst überfällige Modernisierung der 1982 gegründeten Sekundarschule der Brüdergemeine in Lutengano (Tansania, Südprovinz). Extrem schlecht sind die Zustände auch in den Internatsgebäuden. Es gibt nicht einmal ausreichend Betten und Matratzen für die Schlafräume. Die Jungen müssen ihre eigenen Matratzen mitbringen und auf dem gestampften Fußboden schlafen. Geplant ist deshalb, 102 neue Betten im Berufsschulzentrum der Brüdergemeine im nahen Rungwe zu bestellen. Bei der Finanzierung wird Hilfe aus Europa gebraucht.

Bibliothek in Ifakara kann gebaut werden

Wiederholt hat sich in der Vergangenheit die Eröffnung der Sekundarschule für Mädchen der Brüdergemeine in Ifakara (Tansania, Ostprovinz) verzögert, weil der Staat immer neue Auflagen erteilte. Die bislang letzte Auflage, der Bau einer Bibliothek, ist jetzt erfüllbar. Denn überraschend erhielt die Herrnhuter Missionshilfe einen Anruf von einer Familie aus Freiburg i. Br.: »Wir können nicht länger zusehen, wie die tansanischen Behörden die Eröffnung der Herrnhuter Mädchenschule in Ifakara blockieren und möchten deshalb die Kosten für den Bau der Bibliothek übernehmen«. Dank der zugesagten 20.000 Euro konnte in Ifakara sofort mit der Arbeit begonnen werden. Die Familie, die namentlich nicht genannt werden möchte, hat bereits den Bau des Schlafsaal-Gebäudes samt Ausstattung finanziert. Nun wird die Registrierung der Schule hoffentlich bald erfolgen.

Jiřina Čančíková leitet »Unity Youth Desk«

Georgie Jiřina Čančíková, eine junge Frau aus der tschechischen Republik, ist die erste hauptamtliche Leiterin des noch relativ jungen »Unity Youth Desk«, das in den vergangenen Jahren eher ein Schattendasein gefristet hatte, das die Unitätssynode im Sommer 2016 aber aufgewertet wissen wollte. Unter mehreren Bewerberinnen und Bewerbern entschieden sich die Mitglieder des Unitäts-vorstandes im September 2018 mit großer Deutlichkeit für Jiřina Čančíková. Sie ist von Hause aus Lehrerin für die englische und spanische Sprache und hat bisher an der 2008 von ihrem Vater gegründeten Schule der Brüdergemeine in Nová Paka (Grundschule »Brána«) gearbeitet. Durch ihre zahlreichen internationalen Erfahrungen (siehe Foto aus Peru) bringt sie sehr gute Voraussetzungen für ihren globalen Dienst mit. Zu ihrem Facebook-Auftritt hier.

Geld für neue Grundschule auf Sansibar

Ganz unerwartet erhielt die Herrnhuter Missionshilfe einen Anruf von Anette Kettler, einem Mitglied der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Altenstein. »Unsere Gemeinde ist von einem heimgegangenen Bruder mit einem großzügigen Nachlass bedacht worden. Von diesem Nachlass haben wir noch etwas Geld übrig, das bestimmungsgemäß für arme Kinder in Afrika verwendet werden soll. Verfügt die Herrnhuter Missionshilfe über ein Projekt, das dringend Geld benötigt?« In der Geschäftsstelle in Bad Boll wurde entschieden, den angebotenen Teil-Nachlass für den begonnenen Bau der neuen Grundschule der Brüdergemeine in Mwera auf Sansibar zu verwenden, der noch unterfinanziert ist. Die Gemeinde Altenstein hat bereits 32.500 Euro für Projekte der Brüdergemeine in Malawi und auf Sansibar gespendet. Herzlichen Dank nach Unterfranken.

Waisenprojekt in Isoko gedeiht

Enea Kajange, die Leiterin des von der Herrnhuter Missionshilfe unterstützten Waisenprojektes der Brüdergemeine in Isoko (Tansania, Südprovinz), hat eine Reihe von Bildern geschickt, die von ihrem Engagement und vom daraus resultierenden Gedeihen des Projektes eindrucksvoll Zeugnis ablegen. Benachteiligte und gefährdete Kinder und Jugendliche auf der einen sowie deren Fürsorgepersonen auf der anderen Seite (»Care taker« sind meist Verwandte, manchmal auch Pflegefamilien) profitieren von materieller und immaterieller Zuwendung, die ihnen zuteil wird. Enea Kajange ist für dutzende Personen alles in einem: Mutter, Lehrerin, Beraterin, Sozialarbeiterin und Seelsorgerin. Seit Jahren betreut sie nicht nur ein Projekt, sondern hat auch mehrere Waisenkinder in ihren Haushalt aufgenommen. Und sie spielt eine Rolle in der Frauenarbeit. Bilder hier.

Tabora-Waisen machen sich selbständig

Die beiden Unitätsprovinzen in Nord-amerika haben ihren Internetauftritt kürzlich einem Relaunch unterzogen, damit dieser mehr Menschen als bisher anspricht - hier. In ihrem Magazin »The Moravian« (August/September 2018) wird u. a. vom 2002 gestarteten Waisenprojekt der Brüdergemeine in Tabora, Tansania (Westprovinz) erzählt. Siehe hier (Seiten 23/24). Mit dem Projekt werden derzeit 305 benachteiligte Kinder betreut und gefördert. Ziel ist in jedem Fall ein Schulabschluss, wenn möglich auch eine Berufsausbildung. 18 Jugendliche aus dem Programm haben sich jetzt in drei Gruppen selbständig gemacht: in einer Tischlergenossenschaft und zwei Näherinnen-Genossenschaften. Gestartet sind sie mit großem Erfolg, einen Teil der von ihnen aufgenommenen Kredite konnten sie schon tilgen.

Unitätsfrauenbüro mit neuer Leitung

Dr. Julie Ann Tomberlin ist ab November 2018 die neue Koordinatorin des »Unity Women's Desk« (Unitätsfrauen-büro) in Winston-Salem/NC. Sie folgt Patricia Garner nach, die das Büro aufgebaut hatte und nun in den Ruhestand tritt. Julie Ann Tomberlin, Mutter dreier Söhne, war zuletzt Leiterin des YMCA-Alphabetisierungs-Programms für Erwachsene. Sie verfügt über Hochschulabschlüsse in Deutscher Sprache und Literatur, Sprachkommunikation sowie Geschichte der Sprachkommunikation. Außerdem hat sie viele Weiterbildungen im In- und Ausland genossen. Sie spricht u. a. Swahili, Spanisch und Deutsch. Und sie kennt die Brüdergemeine in vielen Ländern (Tansania, Labrador, Deutschland, Tschechien, Peru). Sie schreibt: »Ich liebe die multikulturelle, multilinguale, multinationale Brüdergemeine, ihr weltumspannendes Wirken und ihren Einsatz für die Bildung für Frauen sehr«. Mehr in Englisch hier.

Fortschrittsbericht »Ray of Hope«

In der Publikation »Onward« (Heft Oktober 2018) der Südprovinz der Brüdergemeine in Nordamerika gibt es einen Bericht über ein Projekt der Brüdergemeine in Kenia. Download hier. Die dortigen Gemeinden sind durch Aktivitäten der Brüdergemeine in Tansania entstanden. Sie arbeiten im Status eines Missionsgebietes der weltweiten Brüder-Unität. Das beschriebene Projekt ist ein Projekt für 22 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen fünf und 20 Jahren, teils Vollwaisen, teils Halbwaisen, teils anderweitig Benachteiligte oder Gefährdete. Es trägt den Namen »Ray of Hope« (Hoffnungsstrahl). Die Einrichtung kümmert sich um die Grundbedürfnisse der Kinder und Jugendlichen sowie um deren Bildung mindestens bis zum Ende der Grundschule, mit Hilfe von Patinnen und Paten aber auch gelegentlich bis zum Uni-Abschluss.

Spielsachen für das Dzaleka Camp

Ein Haufen Spielsachen lag vor wenigen Tagen für die Kinder bereit, die im Herrnhuter »Child Care Center« in Malawi - angesie-delt im riesigen »Dzaleka Refugee Camp« des UNHCR (mit 30.000 Flüchtlingen überfüllt) - betreut, mit einer Mahlzeit pro Tag verpflegt, beschult und gefördert werden. Das Center ist mit Unterstützung der Herrnhuter Missionshilfe erst im Sommer 2018 offiziell in Betrieb gegangen. Die Spielsachen, die umgehend an die Kinder verteilt wurden, konnten mit einer Spende aus Deutschland gekauft werden. Die Spende wiederum stammt von einem gemeinnützigen Verein, den Jugendliche aus der Brüdergemeine gegründet haben. Mit Herstellung und Vertrieb alter und neuer Herrnhuter Spiele werden vom Verein Erträge erwirtschaftet, die für Projekte der Brüdergemeine zur Verfügung stehen. E-Mail aus Malawi hier. Mehr zum Projekt »Herrnhuter Spiele« und zu deren Erwerb hier.

Achtung, schlimme Vorurteile!

Saskia Delverdahl-Bloem, die derzeit mit ihrem Ehemann Otto Delvendahl auf den Inseln Curaçao, Aruba und Sint Maarten, den so genannten CAS-Inseln, im aktiven Ruhestand für die Brüdergemeine als Pastorin Dienst tut, hat in ihrem Blog kürzlich einen besonderen Artikel veröffentlicht. Dieser befasst sich mit der Frage, was Antillianer über Antillianer denken und wie sie einander »klassifizieren«. Die dabei zutage tretenden Vorurteile sollen den Menschen auf Curaçao nicht anklagend angelastet werden, sie mögen vielmehr dazu dienen, über eigene Vorurteile bei der »Klassifizierung« von Menschen nach diversen Merkmalen nachzudenken und den Wert einer bunten Gesellschaft, wie sie die Brüdergemeine vielerorts verkörpert, zu erkennen. Zum Blog-Beitrag hier.

Fair-Trade-Fusion von HMH und EMS

Nach Gesprächen auf Vorstands- wie auf Sachbearbeiter-Ebene zwischen der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) in Stuttgart und der Herrnhuter Missionshilfe in Bad Boll wurde von den Leitungsgremien einvernehmlich die Zusammenlegung des Fairen Handels beider Organisati-onen beschlossen. Ab 1. Januar 2019 soll dieser nur noch von der Herrnhuter Missionshilfe unter dem Dach des »Moravian Merchandise« verantwortet werden. Eine Fusion beider Verkaufsabteilungen in Bad Boll bietet sich an, da der Faire Handel der Herrnhuter Missionshilfe die größere Produktpalette aufweist. Zwar wird der Arbeitsaufwand bei der Herrnhuter Missionshilfe durch die Übernahme von EMS-Kunden und -Produkten etwas wachsen, es sind jedoch auch Synergie-Effekte zu erwarten. Eine gründliche Evaluierung der neuen Praxis soll nach zwei Jahren erfolgen.

Ewald Hunsel neuer ZZg-Generalsekretär

Seit 1. September 2018 amtiert Ewald Hunsel als Generalsekretär der Zeister Zendingsgenootschap (ZZg). Er ist damit Nachfolger von Aart Schalkwijk. Vorher bekleidete er Führungspositionen u. a. bei der Universität Leiden, der Haagse Hogeschool, der Stadtverwaltung von Amsterdam und dem Woodbrokers Treatment Center. Daher verfügt er über viel Führungserfahrung. Außerdem war er schon unternehmerisch tätig, was seiner Tätigkeit bei der ZZg ebenfalls zugutekommt. Hoch motiviert möchte er gemeinsam mit allen Mitarbeitenden der ZZg deren Pläne umsetzen und deren Bedeutung in der weltweiten Brüder-Unität stärken. Er möchte auf die Herausforderungen, vor denen die ZZg steht, reagieren, etwa auf die rückläufige Zahl der Spenden, und den Fokus wieder verstärkt auf missionarische Aktivitäten richten. ZZg-Meldung hier. Siehe auch hier.

Tumaini ist tot - ein kurzer Nachruf

Aus persönlicher Betroffenheit heraus hat Claudia Zeising, Projektkoordina-torin der Brüdergemeine in Tansania, entsandt von »Mission 21«, für ihren Freundeskreis einen Rundbrief verfasst, in dem sie über das Leben eines Mädchens namens Tumaini berichtet. Das Mädchen lebte in der Nähe von Rungwe und wurde von vielen lieben Menschen im »Numwagile Center« begleitet und betreut. Sie starb im September 2018 in einem Krankenhaus von Dar es Salaam im Alter von nur 18 Jahren. Tumaini gehörte zu den vielen Kindern und Jugendlichen in Tansania, die mit dem HI-Virus auf die Welt kommen und irgendwann an Aids erkranken. Das HIV-Departement der Brüdergemeine lädt Mädchen und Jungen wie Tumaini in das Zentrum ein, wo sie medizinische Hilfe und etwas Lebensfreude empfangen. Der ganze Rundbrief hier.

Nach der Frauenkonferenz in Dar es Salaam

Hier gibt es den offiziellen Bericht über die »Erste All-Afrikanische Schwesternkonferenz der Herrnhuter Brüdergemeine« vom 29. August bis 2. September 2018 in Dar es Salaam, Tansania, verfasst von Colleen Cunningham, Kapstadt, nach Notizen des Organisations-Komitees, bestehend aus Mary Kategile, Angelene Swart, Rachael Lwali und Agnes Njeyo. In der Spitze haben - Tagesgäste mitgezählt - 470 Frauen an der Konferenz teilgenommen. Bei der Konferenz wurde ein ständiges »African Women’s Desk« der Brüdergemeine gebildet. Die Konferenz verursachte ein hohes Defizit, das es jetzt auszugleichen gilt.

Vor 250 Jahren: Taufe des »Erstlings« Sarah

Am 18. September 1768 - vor 250 Jahren - wurde der »Erstling« der Herrnhuter Mission auf Barbados getauft, eine Sklavin namens Sarah. Damals gab es auf einem erhöht gelegenen Stück Land, »Bunker‘s Hill«, zugehörig zur Siedlung St. Thomas, eine kleine Gemeinde, die 1795 verlegt und Sharon genannt wurde. Den Gottesacker auf »Bunker’s Hill« nutzte man aber unter dem Namen »Old Sharon« weiter, so dass Sarah dort begraben wurde. Eine frustrierte Person zerstörte am 11. August 2007 mit einem Bulldozer fast den gesamten, mit einer Mauer umfriedeten Gottesacker und auch das Grab von Sarah (siehe hier). Die Arbeit der Brüdergemeine auf Barbados hatte 1765 mit der Ankunft der Missionare Andreas Rittmannsberger and John Wood begonnen. Wegen des Todes zweier Missionare und eines verheerenden Hurrikans war der Anfang der Arbeit mühsam.

Große Surinam-Ausstellung in Vorbereitung

Die »Neue Kirche« in Amsterdam von 1400 - neben dem Königspalast - ist seit Jahrzehnten für ihre hochkarätigen Ausstellungen von Kunst und Fotografie, zu inspirierenden Menschen und Kulturen bekannt. Seit 1814 werden hier auch die niederländischen Monarchen gekrönt. Gemäß einer Übereinkunft der zuständigen Gremien aus dem vergangenen Monat (siehe hier) wird in dieser Kirche von Oktober 2019 bis Februar 2020 eine große Surinam-Ausstellung zu sehen sein. Diese gehört schon in den Zusammenhang der Feierlichkeiten zum 45. Jahrestag der Unabhängigkeit von Surinam am 25. November 2020. Die Ausstellung, so heißt es, wird wie das Land Surinam sein: unvergesslich, vielfältig und bunt, bereichernd, überraschend und Gemeinschaft fördernd. Eine große Rolle wird die »oral history« spielen. Das »Bureau Caspar Conijn« aus Amsterdam übernimmt das Design der Ausstellung.

Neue Zufahrt und neue Wasserversorgung

Das »Bethlehem Moravian College« (MBC) in St. Elizabeth auf Jamaika hat eine neue Zufahrt sowie für große Teile des Campus ein neues Straßensystem bekommen. Dafür waren wochenlange, kostspielige Tiefbauarbeiten erforderlich, die mit dem Aufbringen einer Schwarzdecke ihren Abschluss fanden. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Wasserversorgung für das College erneuert, die in die Jahre gekommen war. Es galt, Gräben zu ziehen, Leitungen zu verlegen, Wasserspeicher aufzustellen sowie Pumpen und Verteiler zu installieren. Als das neue Ausbildungsjahr begann, staunten die jungen Männer und Frauen nicht schlecht über das Erreichte. Ein Video vom Ausbildungs-Neubeginn hier.

Volles Haus beim Missionsfest in Zeist

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Kirchensaal der Gemeinde Zeist zum diesjährigen Missionsfest der Brüdergemeine in den Niederlanden am 15. September 2018. Dieses Missionsfest ist regelmäßig ein Fest vor allem für die Niederländer mit surinamischen Wurzeln. Aus Nordhessen war Naömi Moor eigens zum Missionsfest nach Zeist gereist. Sie hatte vielen Gemeindegliedern in Deutschland den »Weltgebetstag 2018« nahegebracht, dessen Impulse und dessen Liturgie aus Surinam kamen. Videos vom Auftritt der Künstlerin von Denise Jannah hier und hier. Ein Video aus dem Festgottesdienst hier.

Gruß aus der »Christian-David-Schule«

»Die Schule ist für uns keine Arbeit, sie ist unser Leben. Unser Schulorganis-mus funktioniert als ein Zeichen von Gottes Liebe. Unter diesem Zeichen sind wir mit Euch nun schon 27 Jahre lang verbunden«. So beginnt ein Herbstgruß, den Astrīda Vāvere, die Leiterin der »Christian-David-Schule« in Lettland, im September 2018 verschickte. Darin berichtet sie v. a. von den praktischen Arbeiten sowie den drei Ferienlagern auf dem Schulgelände während des vergangenen Sommers, vom Ausscheiden und Hinzukommen von Mitgliedern der Schulgemeinschaft und von einem Öko-Wettbewerb »Grüne Umwelt«, den das Lettische Nationalmuseum in Riga ausgeschrieben hatte und den eine Gruppe aus der »Christian-David-Schule« mit dem Beitrag »Kartoniāde 2018« gewann. Kurzvideo zum Siegerbeitrag hier. Der komplette Bericht hier.

Jubiläum »200 Jahre Betsaal in Hageri«

In schlichtem Schmuck zeigte sich der Betsaal der Brüdergemeine in Hageri, Estland, am Wochenende 15./16. September 2018, als in ihm sowie in der benachbarten Lambertus-Kirche die Feierlichkeiten zu seinem 200. Bestehen stattfanden. Dazu waren zahlreiche Gemeindeglieder und prominente Gäste aus dem In- und Ausland gekommen, die Vorträge hielten, Grußworte überbrachten und in verschiedener Weise Gemeinschaft mit den gastgebenden Brüdern und Schwestern pflegten. Aus Deutschland waren Frieder Waas, Bischof der Brüder-Unität, und dessen Ehefrau sowie Manfred Kruppa von der Brüdergemeine Königsfeld gekommen. Letzterer hat einen Bericht über das Jubiläum verfasst und ein paar Bilder geschickt. Download hier.

BMB verbunden mit Nordindien

Das »British Mission Board« (BMB)  der Brüdergemeine möchte seine Beziehungen zur Brüdergemeine in Nordindien und Nepal intensivieren. Roberta Hoey, Chefin des Board, war deshalb nach einem Besuch vor fünf Monaten vom 20. bis 27. August 2018 bereits ein zweites Mal in diesem Jahr in der Region. Schwerpunkt ihres zweiten Besuches war die Brüdergemeine Leh (Ladakh) im Himalaja, die höchstgelegene Brüdergemeine weltweit (3.506 Meter), in der es eine Herrnhuter Schule für 1.100 Kinder gibt. Roberta Hoey berichtete, dass die Brüdergemeine in Binnakandi (Assam) eine neue Kirche bauen will und dass es im »Moravian Institute« in Rajpur bei Dehradun (Uttarakhand) erste Überlegungen gibt, an der Einrichtung eine universitäre theologische Ausbildung zu etablieren. Foto: Das neue Mädcheninternat in Rajpur.

Lebensqualität 2018 im Ländervergleich

Am 14. September 2018 hat das »United Nations Development Programme« (UNDP) seinen neuen Lebensqualitäts-Index veröffentlicht. Anhand vieler Indikatoren wird versucht, das menschliche Wohl-ergehen möglichst objektiv anzubilden. Das UNDP sieht in 59 Ländern eine sehr hohe Entwicklung, vor acht Jahren waren es noch 46 Länder. Der Index erfasst insgesamt 189 Länder. Die letzten fünf Plätze im Index belegen derzeit Burundi, der Tschad, der Südsudan, die Zentralafrikanische Republik und Niger. Hier einige für die weltweite Brüder-Unität besonders relevante Bewertungen: Schweiz 2, Deutschland 5, Schweden 7, Niederlande 10, Dänemark 11, Kanada 12, USA 13, Großbritannien 14, Tschechien 27, Estland 30, Lettland 41, Albanien 68, Jamaika 97, Surinam 100, Südafrika 113, Palästina 119, Nikaragua 124, Indien 130, Sambia 144, Tansania 154, Malawi 171. Die ganze Liste hier.

Dr. Hans Happes berät Schulen in Tansania

Dr. Hans Happes, Pädagoge im Ruhestand und vormaliger Direktor des »Nicolaus-Kistner-Gymnasiums« in Mosbach, hat gegenüber der Herrnhuter Missionshilfe seine Bereitschaft angekündigt, erneut als Freiwilliger über den »Senior Expert Services« (SES) nach Tansania auszureisen. Er war bereits im Vorjahr für drei Monate als schulischer Berater im Lande tätig (Bericht hier). In diesem Jahr soll sein Einsatz im Oktober 2018 beginnen und etwa acht Wochen dauern. Geplant sind vier etwa zweiwöchige Aufenthalte an folgenden vier Schulen der Brüdergemeine in Tansania: an der »Moravian High School« in Mbozi, an der »Moravian Secondary School« in Lutengano, an der »African Rainbow Secondary School« in Sumbawanga und an der »Herrnhuter Academy School« (Grundschule) in Mwera auf Sansibar.

Multifunktionfläche für das BMC

Das 1861 gegründete »Bethlehem Moravian College« (BMC) in St. Elizabeth auf Jamaika verfügt seit den Sommerferien 2018 über einen neuen multifunktionaler Außenbereich, dessen Schmuckstück ein umzäunter Ballsportplatz ist. Der großzügige Außenbereich entstand nach allerlei Tiefbauarbeiten auf einem bisher ungenutzten, wüsten Grundstück. Im Internet kann ein Video angeschaut werden, das alle erledigten Arbeiten binnen fünf Minuten im Zeitraffer zeigt. Siehe hier. Maßgeblich unterstützt wurde diese Maßnahme von der »Sports Development Foundation« mit Sitz in Kingston, die sich dafür einsetzt, dass Jamaika eine Sportnation bleibt. Auch ein neues, gut ausgestattetes Computer-Kabinett konnte für die verschiedenen Ausbildungszweige des renommierten Colleges in die Nutzung übernommen werden.

Tansania-Konsultationen in Christiansfeld

Am 8. und 9. September 2018 fanden in Christiansfeld (DK) Konsultationen zwischen der »Brødremenighedens Danske Mission« (BDM), der dänischen Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, und sechs Kirchenführern der Brüdergemeine in Tansania statt. Außerdem feierte die lokale Brüdergemeine mit ihren tansanischen Gästen einen Gottesdienst und es gab für Menschen im Umfeld der BDM eine höchst bereichernde Begegnungs- und Informationsmöglichkeit. Folgende Kirchenführer waren anwesend: Ezekiel Yona (Westprovinz, Bischof der Brüder-Unität), Charles Y. Katale (Lake-Tanganjika-Provinz), Erord Rupia Simae (Rukwaprovinz), Samuel A. Kabigi (Südprovinz), Zacaria Ebel Sichone (Südwest-Provinz) und Saul Kulyafiki Kajula (Ostprovinz). Kleine Bilderfolge hier.

Drei Lehrkräfte reisen zum Sternberg

Seit dem Jahr 2010 verbindet die Stiftung »Herrnhuter Diakonie« eine besondere Partnerschaft mit dem »Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg« (Palästina). Schon mehrfach hat es seitdem einen Austausch von Mitarbeitenden in beide Richtungen gegeben. Lehrkräfte aus beiden Ländern lernen während eines solchen Austausches die Rahmenbe-dingungen im jeweils anderen Land kennen und können so innovative Konzepte für die Sonderpädagogik in der jeweils eigenen Einrichtung entwickeln. Der nächste Personalaustausch findetl vom 24. September bis 14. Oktober 2018 statt. Dann werden drei Lehrkräfte der »Johann-Amos-Comenius-Schule« in Herrnhut in der Partnereinrichtung unweit von Ramallah hospitieren: ein Fachlehrer für Holzwerkstoffe, eine Klassenlehrerin und ein Klassenlehrer. Mehr hier.

Aussendung von Mads Refshauge Jakobsen

Am 23. September 2018 findet in der Kirche in Løsning der Segnungs- und Sendungsgottesdienst für Mads Refshauge Jakobsen (24) statt, einem Mitarbeiter der »Brødremenighedens Danske Mission«, der Schwesterorga-nisation der Herrnhuter Missionshilfe in Dänemark. Mads Refshauge Jakobsen wird künftig zusammen mit seiner Ehefrau Janice, gebürtig in Hong Kong, in der Missionsstation in Kipili am tansanischen Ufer des Lake Tanganjika wohnen und arbeiten, die Knud Elmo Knudsen aufgebaut und bis vor 18 Monaten geleitet hat. Er weiß, was auf ihn zukommt, denn von 2014 bis 2015 war er schon einmal als Freiwilliger in der Rukwaprovinz der Brüdergemeine tätig. Danach absolvierte er eine Ausbildung am »All Nations College« in London.

Erste Eindrücke aus Dar es Salaam

Am Sonntag, dem 2. September 2018, ging in Tabata, einem Vorort von Dar es Salaam (Tansania), die erste »All African Women’s Conference« der weltweiten Brüder-Unität zu Ende. Teilgenommen haben etwa 300 Frauen aus allen Unitäts- und Missionsprovinzen in Afrika, die meisten von ihnen aus der tansanischen Süd- und Südwestprovinz. Elf Bilder hier. Ein kurzer Bericht über die Konferenz von Erica Ludela in Deutsch hier. Bisher hatte es in Afrika nur Schwesterntreffen auf provinzialer oder regionaler Ebene gegeben. Die europäische sowie die nordamerikanische Region der weltweiten Brüder-Unität laden dagegen schon seit langem zu über-provinzialen Schwesterntreffen ein.

John Golding half auf St. Thomas

Über seinen Freiwilligeneinsatz in einem US-amerikanischen Hilfsteam auf der von zwei Hurrikans zerstörten Insel St. Thomas berichtet in eindrücklichen Worten der Jugendliche John Golding. Insbesondere war das Team auf dem Gelände der »Memorial Moravian Church« eingesetzt. John Golding wörtlich: » Ich muss sagen, die Notwendigkeit, auf den Virgin Islands zu helfen, ist bis heute riesengroß. Der erste Rundgang durch die Schule war herzzerreißend. Die meisten Möbel und Schulsachen wurden von Wind und Wasser ruiniert. Schimmel breitet sich aus auf Decken und Wänden. Einige Decken sind eingestürzt und haben viel Schutt hinterlassen. Das Wenige, was ich während meines Einsatzes an Zerstörungen sah, vermittelte mir ein einen Eindruck davon, wie gigantisch die Gesamtschäden sind. Der ganze Bericht in Deutsch hier.

Bericht über Brüdergemeine in Peru

Als Titelgeschichte für das Missionsmagazin »Onward« der nordamerikanischen Südprovinz (September 2018) wurde eine Geschichte über die Brüdergemeine in Peru gewählt, die seit 2011 im Status eines Missionsgebietes arbeitet. In Wort und Bild (siehe hier) werden die leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der vier Gemeinden vorgestellt: zwei in der Hauptstadt Lima (»Mosha« und »Wir sind eins«) und zwei in Chiklayo (»Kreuz der Hoffnung« und »Stadt Gottes«). Kurz erwähnt werden Besuche von Bischöfen und Referenten aus anderen Unitätsprovinzen und ein Evangelisationseinsatz von vier jungen Frauen aus Nordamerika (USA und Kanada) im Juni 2018. Die einheimischen Pastoren Christopher Valencia und Manuel Verastegui unternahmen eine Missions-Erkundungsreise in das Amazonas-Gebiet.

Erste »All African Women’s Conference«

Am Mittwoch, dem 29. August 2018, wurde nach gründlicher Vorbereitung in Tabata, einem westlichen Vorort von Dar es Salaam (Tansania), die erste »All African Women’s Conference« der Brüder-Unität eröffnet. Angemeldet hatten sich etwa 300 Frauen aus allen Unitäts- und Missionsprovinzen in Afrika, die meisten von ihnen, etwa 150, aus der tansanischen Süd- und Südwestprovinz. Maßgeblich in die Durchführung der Konferenz einbezogen sind die Schwestern Mary Kategile und Erica Ludela (Tansania) sowie Angelene Swart und Colleen Cunningham (Südafrika). Wichtige Themen auf der Konferenz sind Bildungs- und Gesundheitsfragen (auch HIV/Aids mit Melania Mrema-Kyando), Schutz vor Gewalt gegen Frauen und die Ordination von Frauen, die in Afrika noch relativ selten erfolgt. Die Konferenz endet am Sonntag, dem 2. September 2018.

Gedenken an Rebekka Freundlich-Protten

Vor 300 Jahren, am 31. August 1718, wurde - vermutlich auf Antigua - eine für die Herrnhuter Mission bedeutsame Frau geboren, die an der Seite ihrer Ehemänner, der Missionare Matthäus Freundlich (+1742) und Christian Jacob Protten (+1769), selber zur Missionarin wurde: die Sklavin Shelly, eine gebildete Mulattin, späterer Taufname Rebekka. Sie gilt als erste Amerikanerin mit afrikanischer Herkunft, die ordiniert wurde. Als Kind vom Plantagenbesitzer Lucas van Beverhout gekauft, kam sie auf die Insel St. Thomas, wo sie die Brüdergemeine kennenlernte. Als ihr Besitzer starb, erlangte sie die Freiheit, so dass sie heiraten konnte. Mit ihren beiden Ehemännern hatte sie je ein früh heimgerufenes Kind, beide Kinder hießen Anna Maria. Sie starb nach Reisen über drei Kontinente und elfjähriger eigenständiger Arbeit als Witwe 1780 in Christiansborg, Ghana. Mehr hier.

Zurück aus Malawi und Tansania

Mitte August 2018 ist Bettina Nasgowitz, Referentin der Herrnhuter Missionshilfe für Projekte und Finanzen, von einer längeren Dienstreise nach Tansania und Malawi zurückgekehrt. Zweck der Reise war vor allem der Besuch von Projekten in beiden Ländern, die von der Herrnhuter Missionshilfe maßgeblich mitfinanziert werden: das Child Care Center im UNHCR-Refugee-Camp Dzaleka (Malawi), das Avocado-Projekt in Rungwe, die Sekundarschule in Lutengano, die Sekundarschule in Mbozi, das Hospital in Mbozi, die Sekundarschule in Ifakara (noch immer im Bau) und die Grundschule an der Herrnhuter Academy in Mwera auf Sansibar (jetzt endlich im Bau). Daneben gab es Meetings mit kirchenleitenden Personen und ein drittes Treffen aller Schulleiter der Brüdergemeine in Tansania (Foto). Der offizielle Reisebericht von Bettina Nasgowitz hier.

Gott macht das Unmögliche möglich

Für den Monat August, der gleich vier Gedenktage der Brüder-Unität enthält, hat Cortroy Jarvis, Vorsitzender der Unitätsprovinz Westindien-Ost, eine Meditation geschrieben. Seine Gemeinden sollen die Gelegenheit haben, diese Tage besonders zu begehen. Die Meditation trägt den Titel: »Gott macht das Unmögliche möglich«. Der 13. August 1727 gilt als der Geburtstag der Erneuerten Brüder-Unität, am 17. August 1727 hat in Herrnhut eine Kindererweckung stattgefunden, am 21. August 1732 wurden die ersten Herrnhuter Missionare ausgesandt und am 22. August 1727 verabredeten sich die ledigen Brüder in Herrnhut zu einer ununterbrochenen Gebetswacht. Cortroy Jarvis schließt seine Meditation: »Möge die Erweckung, die 1727 begann, uns als Individuen und uns als weltweite Kirche neu ergreifen«. Text der Meditation hier.

»Teofilo-Kisanji-Universität« in der Krise

Die »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya, Tansania, steckt schon seit einigen Monaten in einer schweren finanziellen Krise. Die tansanischen Behörden haben gegenüber der Leitung der Universität Forderungen erhoben, u. a. weil angeblich Sozialabgaben und Steuern nicht in der richtigen Höhe gezahlt wurden. Es gibt auch Schwierigkeiten bei der Rückzahlung eines Kredites über zwei Millionen US-Dollar, der für den Bau der Bibliothek, des großen Hörsaales sowie von Unterkünften für Studierende (Foto) aufgenommen worden war. Die Brüdergemeine in Tansania arbeitet an der finanziellen Sanierung der Universität. Die 620 Gemeinden in sieben Provinzen mit 750.000 Mitgliedern im Land wurden gebeten, Kollekten zur Schuldentilgung zu sammeln.

Erster Spatenstich für neue Grundschule

Endlich ist die Baugenehmigung für die neue Grundschule der Brüderge-meine in Mwera auf Sansibar (TZ) eingetroffen! Verantwortliche des Staates, der tansanischen Ostprovinz, der Schule sowie Bettina Nasgowitz, die Referentin der Herrnhuter Missionshilfe für Finanzen und Projekte, haben mit einem ersten Spatenstich den Bau offiziell begonnen. Die Schule wird auf dem neu erworbenen Grundstück direkt neben dem Kindergarten errichtet. Zunächst sollen sechs Klassenzimmer, ein Bürogebäude und eine Mauer zur Umfassung des Grundstücks entstehen. Das alte Schulgebäude ist abbruchreif und stellt auf Dauer eine Gefahr für die Kinder dar. Die neue Grundschule soll später einmal 270 Plätze haben. Die Bevölkerung auf Sansibar ist zu 98 Prozent muslimisch. In der Schule wird ein friedlich-fröhliches Zusammenleben von Muslimen und Christen praktiziert.

Missionskonferenz in Costa Rica

Die Brüdergemeine in Costa Rica sucht Mittel und Wege, mehr Men-schen als bisher für den christlichen Glauben zu begeistern. Zu diesem Zweck lud sie Anfang Juli 2018 Mitglieder aus ihren vier Gemeinden zu einer Missionskonferenz nach San José ein. Inspiriert wurde sie dazu durch die Missionskonferenz der weltweiten Brüder-Unität 2017 in Südafrika. Als Referentinnen und Referenten waren bei der Konferenz drei Gäste vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika zugegen. In einem Bericht aus den USA heißt es: »Gemeinsam sammelten wir Anregungen, wie Kinder, Jugendliche und Problemgruppen in der Costa-ricanischen Gesellschaft mit dem Evangelium erreicht werden können. Es war inspirierend zu erleben, wie so viele Menschen sich mit Freude und Hingabe um Veränderungen in ihrer Kirche bemühten«. Der komplette Bericht in Deutsch hier.

»TBC1« berichtete über Bischofseinsegnung

Während einer Sondertagung der Synode der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania in Singida war Ezekiel Yonah am 2. Februar 2018 zu einem Bischof der Brüder-Unität gewählt worden. Am 1. Juli 2018 fand nun in Tabora seine Einsegnung für das Bischofsamt statt. Der festliche Gottesdienst mit vielen Chören unter freiem Himmel war für den tansanischen Fernsehsender »TBC1« Anlass, in einem Drei-Minuten-Beitrag über das Ereignis zu berichten, viele Festgäste - auch prominente Politikerinnen und Politiker, darunter ein Moslem - zu Worte kommen zu lassen und auch allgemein über die Brüdergemeine in Tansania zu informieren. Zu Westprovinz Brüdergemeine in Tansania gehören ca. 110.000 Mitglieder in 61 Gemeinden mit über 200 Predigtstationen. TV-Bericht hier (beginnend bei Min. 6:03).

Berufsberatung auf dem Sternberg

Im Einklang mit seinen strategischen Leitlinien hinsichtlich Inklusion und nachhaltiger Entwicklung ist das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) immer gern bereit, Veranstaltungen externer Organisationen zu beherbergen. So war am 7. August 2018 eine große Gruppe von Jugendlichen ohne Behinderung auf dem Sternberg zu Gast, die ihre Begabungen und Fähigkeiten kennenlernen und in Übereinstimmung mit den Bedürfnissen und Möglichkeiten der palästinensischen Gesellschaft bringen wollten. Diese Form der Berufsberatung wurde gemeinsam angeboten von »PalVision« und »Taawon«, zwei großen palästinensischen NGOs, die das Ziel haben, die Potenzen von Jugendlichen in Palästina zu entdecken und auszuschöpfen.

Projekt »Light for learning«

Der Vorstand der Herrnhuter Missions-hilfe hat sich auf seiner jüngsten Sitzung über ein Projekt von Klaus-Peter Böhringer, Elektrotechniker und Schulleiter i. R., namens »Light for learning« (Licht zum Lernen) informiert und daraufhin beschlossen, die in dem Projekt entwickelte Solartechnik testweise in Tansania einzusetzen. Das Projekt zielt darauf ab, mit robusten, bereits erprobten technischen Geräten bzw. Bauteilen, die sowohl in Deutschland als auch in Tansania preisgünstig erhältlich sind, in tansanischen Schulen und Haushalten am Abend Licht zu schaffen, so dass Kinder »nach Feierabend« lernen können. Das Projekt ist ökologisch doppelt wirksam, vermeidet es doch den Gebrauch von schädlichen Kerosinlampen und nutzt es doch alte, ansonsten weggeworfene Autobatterien. Beschreibung des Projektes und Bilder hier.

Saskia Delvendahl-Bloem auf Curaçao

Obwohl schon im Ruhestand, ist Saskia Delvendahl-Bloem mit ihrem Ehemann Otto Delvendahl einem Ruf gefolgt, als Pfarrerin und pastorale Koordinatorin der Brüdergemeine auf Curaçao zu arbeiten. Seit dem 9. Mai 2018 wohnt sie in Willemstad, am 17. Juni 2018 wurde sie offiziell in ihren Dienst eingeführt. Ab und zu tut sie auch Dienst auf der Nachbarinsel Aruba sowie auf der fernen Insel Sint Maarten. Auf letzterer Insel informierte sie sich über den Stand des Wiederaufbaus nach den Hurrikans im Herbst 2017. Auf ersterer Insel nahm sie an einer Herrnhuter Regionalkonferenz teil. In ihrer Heimatgemeinde erlebte sie eine »Graduation« mit (Übergang vom Kindergarten in die Vorschule im Alter von etwa vier Jahren). Lange mussten die Eheleute auf ihre Aufenthaltspapiere und ihre Möbel warten. Blog hier. Infos und Fotos hier.

Spannendes aus Rungwe, Tansania

Nur noch wenige Monate ist Claudia Zeising im Auftrag von »Mission 21« in Rungwe (Tansania, Südprovinz) als Projektkoordinatorin tätig. Nun hat sie noch einmal einen Rundbrief verfasst. In diesem geht sie auf das Wetter ein. Im tansanischen Südhochland ist es 18 Grad kälter als in Deutschland. Dann berichtet sie von den schönen Erfolgen des von ihr 2010 ins Leben gerufenen Arbeitsbeschaffungs-Projektes »Pamoja Tunaweza« (Gemeinsam schaffen wir es). Die Nähprodukte der Frauen finden immer größeren Absatz. Und sie berichtet von den Fortschritten des großen Avocado-Projektes, ein Joint Venture zwischen Brüdergemeine und Wirtschaft. Mehr als 50 Großcontainer mit exportfähigen Früchten konnten 2017 verschifft werden. Derzeit entsteht in Rungwe noch eine Ölfabrik zur Vermarktung der weniger edlen Früchte. Zum Rundbrief hier.

Missionskalender 2019

Alle Jahre wieder geben die im »Evangelischen Missionswerk in Deutschland« zusammengeschlos-senen Werke einen gemeinsamen Missionskalender heraus. Die Bilder wurden von Mitarbeitenden der verschiedenen Missionswerke und von professionellen Fotografinnen und Fotografen aufgenommen. Der Kalender erscheint im Hochformat 33 x 47 Zentimeter. Für das Jahr 2019 trägt er den Titel »Glauben weitertragen«. Die 13 Motive zeigen die Vielfalt des Engagements sowie die Leidenschaft von Christinnen und Christen in Afrika, Asien und Deutschland bei der Verkündigung der Frohen Botschaft von Gottes Liebe. Alle Kalender-Bestellungen bitte an die Geschäftsstelle in Bad Boll. Telefon: 07164/9421-0; E-Mail: brueder-unitaet@ebu.de. Preis 5,00 EUR; Mengenrabatt ab fünf Exemplare bitte ggf. erfragen.

Drei Wochen mit Tansania-Besuch

Vor wenigen Tagen haben Mitglieder der Tansania-Partnerschaftsgruppe der Brüdergemeine Rhein-Main ihre Gäste aus der Brüdergemeine Ibungu (TZ-Südprovinz) am Flughafen in Frankfurt a. M. verabschiedet. Zuvor waren sie mit den zwei Männer und zwei Frauen, von denen drei erstmals in Europa waren, in Hessen und in Sachsen unterwegs. In Herrnhut und Umgebung brachten sie drei Tage zu. Auch hatte die Partnerschaftsgruppe zu zwei Tansania-Wochenenden auf den Herrnhaag bei Büdingen eingeladen (29. Juni bis 1. Juli sowie 6. bis 8. Juli 2018). Alle, die das Zusammensein mit den Gästen aus Tansania - mal mehr, mal weniger intensiv - genossen haben, schauen voller Dankbarkeit auf die gemeinsamen Erlebnisse in Natur, Gesellschaft und Kirche, auf die thematische Arbeit sowie auf die neu gewonnenen Erfahrungen zurück.

Aus den »ZZgNieuws«

Die jüngste Ausgabe der »ZZgNieuws« (Nr. 2-2018), des Magazins der Missionsgesellschaft der Brüdergemeine in den Niederlanden, enthält in Teil 3 einen ganz kurzen Rechenschaftsbericht über die bisherige Umsetzung des »Leitplanes 2016-2020«. Der Plan schreibt fest, dass die Arbeit jetzt auf vier Feldern geschieht: a) Unterstützung anderer Unitätsprovinzen bei der Wortverkündigung, b) Durchführung von sozial-diakonischen Projekten zusammen mit anderen Unitätsprovinzen, c) Pflege von möglichst vielen weltweiten Beziehungen (»Window to the Moravian World«), d) verstärkte Bemühungen um das Fundraising. In Teil 2 der »ZZgNieuws« werden 13 alte und neue Projekte vorgestellt: 1 x Honduras, 2 x Karibik, 1 x D. R. Kongo, 1 x Sambia, 1 x Südafrika, 6 x Surinam, 1 x Tansania. Auf Seite 7 gibt es einige wenige Kernzahlen aus dem Finanzbericht 2017.

College in Jamaika auf gutem Wege

Das 1861 gegründete »Bethlehem Moravian College« der Brüdergemeine auf Jamaika hat schon eine bewegte Geschichte hinter sich. Immer war es eine Einrichtung, die der Gesellschaft mit Lehrkräften von höchster Qualität diente. Vor 20 Jahren hat das College seine Ausbildungsangebote diversifiziert und ist zu einer multidisziplinären Einrichtung geworden, die auch im 21. Jahrhundert viel Zuspruch und Anerkennung findet. Ausgebildet werden jetzt nicht mehr nur Lehrkräfte, sondern auch Erzieherinnen und Erzieher, Wirtschafts- und Computer-Fachleute, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Büro- und Tourismus-Angestellte. Das College hält aber auch berufsbegleitende Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote für Erwachsene sowie Sommerkurse - drei Beispiele hier - bereit. Liste mit allen Bildungsangeboten hier.

Spielfilm »Erste Früchte« auf Youtube

Der 72-minütige US-amerikanische Spielfilm von 1982 über die Anfänge der Herrnhuter Mission mit dem Titel »First Fruits« kann jetzt auf Youtube online angeschaut werden (schon 8.750 Klicks). Die deutschen Fassungen des Filmes mit den Titeln »Erste Früchte« (VHS-Video vom ERF) bzw. »Saat und Ernte« (DVD von Hänssler) sind kaum noch im Handel erhältlich. Der Film ist zwar von seiner Optik her nicht mehr ganz zeitgemäß, aber es gibt bisher nichts Besseres in diesem Genre. Weil der Film die Vorgänge um den Beginn der Herrnhuter Mission in den Jahren 1731 bis 1733 in Kopenhagen, in Herrnhut und auf der Insel St. Thomas sachlich richtig darstellt (Originalzitate), kann er problemlos weiter im Unterricht verwendet werden. Link zum Film hier.

Video-Gruß der Brüdergemeine in Peru

In Europa noch weitgehend unbekannt ist Christopher Valencia Alcantara, der Präsident der Brüdergemeine in Peru und Pfarrer der »Rhemanente Moravian Church« in Chiclayo. Ein Drei-Minuten-Video (siehe hier - Spanisch mit englischen Untertiteln), das für die Synode der Nordprovinz der Brüdergemeine in Nordamerika im Juni 2018 produziert wurde, beinhaltet eine Selbstvorstellung des Präsidenten und gibt eine erste Vorstellung von Aufbau und Dienst der noch jungen Kirche. Zur Zurüstung der Prediger, die vor allem in abgelegenen Regionen des Landes tätig sind, wurde von Christopher Valencia Alcantara ein spezieller Online-Kurs begonnen. Außerdem versorgt Bischof Samuel Gray (USA) die Prediger regelmäßig mit schriftlichem Unterrichtsmaterial. Diese müssen zum Nachweis des Gelernten Fragebögen ausfüllen.

Mission und Vision für Altenpflegezentrum

»Unser Ziel ist es, auf den beiden Inseln Antigua und Barbuda das beste Dienstleistungsunternehmen für ältere Menschen zu sein, indem wir nach Kräften deren Gesundheit und Sicherheit sowie deren körperliches, geistiges, geistiges und soziales Wohlergehen fördern. Das tun wir durch eine mitfühlende und finanziell erschwingliche Altenpflege in einem modernen, zweckdienlichen Haus. Wir unterstützen und aktivieren unsere Bewohner, erhalten ihre Unabhängigkeit so lange wie möglich und bieten ihnen regelmäßig sinnvolle Aktivitäten an«. So heißt es unter der Überschrift »Vision & Mission« im Werbeprospekt für das nun bald fertige »Bishop John E. Knight Golden Age Home Project« der Unitätsprovinz Westindien-Ost. Die Provinz benötigt derzeit noch Spenden in Höhe von 375.000 US-Dollar, um den Bau wie geplant fertigstellen zu können.

Aus dem Rundbrief des Unitätsfrauenbüros

Bitte betet für die Mädchen und jungen Frauen, die während ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung ein Stipendium des Unitätsfrauenbüros empfangen. Diese leben in Albanien, Honduras, Indien, Nepal, Nikaragua, Peru, Sambia, Uganda sowie in vielen Provinzen in Tansania und auf dem Sternberg in Palästina. Betet für die zehn Frauen, die sich mit einem Stipendium des Unitätsfrauenbüros auf ihren späteren Dienst als Pfarrerinen vorbereiten. Betet für die Vorbereitung der ersten »All Africa Women's Conference« in Südafrika vom 29. August bis 2. September 2018 unter Leitung von Angelene Swart, Colleen Cunningham und Mary Kategile. Betet für die Suche nach einer neuen Leiterin des Unitätsfrauenbüros sowie nach zwei neuen Vorstandsmitgliedern aus den Regionen Nordamerika und Afrika.

Bewegte Bilder aus Uganda

Erstmals haben die Herrnhuter Missionshilfe bewegte Bilder von der Brüdergemeine in Uganda erreicht. Die dortige Arbeit, die im Status eines Missionsgebietes geschieht, wurde vor gut 15 Jahren von der Westprovinz der Brüder-gemeine in Tansania begonnen, weshalb sie auch heute noch deren Aufsicht untersteht. Unterstützung erfährt die »Moravian Church in Uganda« auch vom »Board of World Mission« und vom Unitätsfrauenbüro mit Sitz in Winston-Salem/NC. Letzteres gewährt seit geraumer Zeit mehreren Mädchen und jungen Frauen ein Stipendium, damit diese später einmal wirtschaftlich erfolgreich sind. Die Frauen kommen in einem 36-Minuten-Film mit dem Titel »Documentary on Girl’s Education and Piggery Project in Uganda« zu Wort - siehe hier.

Von der HMH-Jahrestagung 2018

47 Personen hatten sich zur Jahrestagung der Herrnhuter Missionshilfe angemeldet, die vom 22. bis 24. Juni 2018 in Ebersdorf/Thür. stattfand, darunter drei Männer und drei Frauen aus der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania. Von vielen Dienstreisen und Tagungen wurde berichtet, unter anderem von der Missionskonferenz der weltweiten Brüder-Unität in Südafrika, von Arbeitsgesprächen auf dem Sternberg (einmal verbunden mit der Tagung des »Europäischen Missionsrates der Brüdergemeine«) und in Surinam, von Projektbesuchen in Tansania, Malawi und Albanien, von einer Schülerreise nach Palästina und Israel. Zu vermelden waren auch eine nochmalige Erhöhung der Einzelspenden um 46.000 Euro auf jetzt fast 452.000 Euro und etliche Sonder-Förderungen. Gäste der Tagung waren Uwe Dieckhoff und Heiner Heine, die ihren Surinam-Film für den Weltgebetstag 2018 vorführten und kommentierten.

Mary Kategile kommt nach Europa

Gleich zu Beginn ihrer Reise nach Deutschland und in die Schweiz wird Mary Kategile, die Leiterin der Theolo-gischen Fakultät der »Teofilo Kisanji University« der Brüdergemeine in Mbeya (Tansania), erstmals in Herrnhut erwartet (21. bis 24. Juni 2018), wo sie die historischen Stätten sowie die heutigen Einrichtungen (Kirchensaal, Gottesacker, Vogtshof, Archiv, Museen, Schulen, Diakonie, Betriebe) der Brüdergemeine besucht und wo sie am örtlichen Kinderfest teilnimmt. Anschließend fährt sie in die Schweiz, um in Basel an einem Workshop »Advocacy und Nachhaltigkeit« teilzunehmen, der von »Mission 21«, der schweizerischen Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, veranstaltet wird. Das Foto zeigt Mary Kategile bei einem Workshop in Ifisi (Tansania). In Kürze werden noch Gäste aus der tansanischen Südwest- und der Südprovinz u. a. in Herrnhut erwartet.

Großes Freude im »Peter's House«

Viele Tage im »Peter's House«, einer Waiseneinrichtung der Brüdergemeine in Sumbawanga, einer größeren Stadt in der tansanischen Rukwa-Provinz, das die Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark v. a. mit der Entsendung von Freiwilligen unterstützt, verlaufen ohne besondere Höhepunkte. Umso glücklicher waren einige ältere Kinder und Jugendliche aus der Einrichtung, als ein Ausflug (Swahili: »Safari«) angekündigt wurde. Ziel der Safari war der »Katavi-Nationalpark«, der drittgrößte Nationalpark des Landes, gegründet 1974. Viele Kinder und Jugendliche in Tansania haben noch nie einen Elefanten oder ein anderes großes Wildtier gesehen, weil es kaum zoologische Gärten im Lande gibt und weil sie sich den Besuch eines Nationalparks nicht leisten können. Bilder vom Ausflug hier.

Lagebericht aus der »Ahuas Clinic«

Der Arzt Rick Nelson aus den USA hat für die jüngste Ausgabe des Missions-Magazins »ONWARD« (Juni 2018) einen Lagebericht aus der Klinik der Brüdergemeine in Ahuas an der honduranischen Mosquitia verfasst. Die Klinik ist gerade dabei, sich nach Umstrukturierungsmaßnahmen und einer längeren Krisenzeit wirtschaftlich zu erholen. Da sie sich in einer sehr strukturschwachen Gegend befindet, sind viele Tage für die Ärzte und das Klinikpersonal sehr aufregend. Immer wieder müssen Patientinnen und Patienten weite und mühsame Wege zurücklegen, um die Klinik zu erreichen. Wenn es für einen medizinischen Eingriff dann noch nicht zu spät ist, herrscht allseits große Dankbarkeit. Der in deutscher Übersetzung vorliegende Bericht (Download hier) schildert einige spannende Tage im Mai 2018, dem 72. Jahr nach Gründung der Klinik.

Afrikanische Unitätsregion mit neuer Spitze

Vom Unity Board (Unitätsvorstand) wurden die Ämter des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzender der Afrikanischen Region der weltweiten Brüder-Unität neu besetzt. Zakaria Sichone (links), der Chairman der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania, wurde zum neuen Vorsitzenden, Godfrey Cunningham, der Chairman der Unitätsprovinz Südafrika, wurde zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Vorsitzenden der vier Unitätsregionen (Afrika, Europa, Karibik & Lateinamerika sowie Nordamerika) bilden gemeinsam mit dem Vorsitzenden und dem stellvertretendem Vorsitzenden des nur alle zwei Jahre tagenden Unity Board das Exekutiv-Komitee dieser wichtigen Behörde.

Hurrikan-Hilfe: Gutes Spendenergebnis

Bis Mitte Mai 2018 sind bei der Herrnhuter Missionshilfe insgesamt 24.800 Euro Spenden für die Geschädigten der Hurrikans »Irma« und »Maria« eingegangen, die im September 2017 weite Teile der Karibik verwüsteten. Das Geld wurde vollständig an das »Board of World Mission« (BWM) der Brüdergemeine in Nordamerika überwiesen, das die Hilfsmaßnahmen in Abstimmung mit den Leitungsgremien der Unitätsprovinz Westindien-Ost sowie der Missionsprovinz Kuba koordiniert. Wie schon berichtet, kommt der Wiederaufbau der kirchlichen Gebäude nun in Gang, nachdem ein Großteil der privaten Wohnhäuser wieder genutzt werden kann. Dankschreiben von Justin Rabbach, Direktor des BWM, in deutscher Übersetzung mit vielen Bildern hier.

Neuerdings Sonntagsschule auf Sansibar

Anfang Mai 2018 hat die Brüdergemeine auf Sansibar damit begonnen, in den Räumen der »Herrnhuter Academy School« im ländlichen Mwera, gegründet 2013, eine Sonntagsschule anzubieten. Das Angebot zielt auf Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter in der Region. Zum Standard-Programm gehören biblische Geschichten, Lieder, Spiele sowie besondere Events wie z. B. Ausflüge. Bei jeder Sonntagsschule bekommen die Kinder ein Essen; einmalig bekommen sie eine Kinderbibel in Kiswahili. Mit 50 Kindern wurde geplant, doch schon zur dritten Veranstaltung am Pfingstsamstag kamen 168 Kinder, darunter auch muslimische Kinder aus der Nachbarschaft. Die Schule platzt jetzt aus allen Nähten. Einen seit langem geplanten Schulneubau wird die Herrnhuter Missionshilfe hoffentlich bald in Angriff nehmen zu können.

Hohe Fördersummen für Ifakara bewilligt

Seit 2011 gibt es bei der Daimler AG einen Förderfonds »ProCent«. Der Fonds geht auf eine Initiative des Gesamtbetriebsrates zurück. Alle Mitarbeitenden von Daimler haben die Möglichkeit, die Cent-Beträge ihres Monats-Nettolohnes für gemeinnützige Projekte zu spenden. Daimler verdoppelt dann diese Spenden. Die Herrnhuter Missionshilfe beantragte mit Hilfe eines Daimler-Angestellten erstmals Mittel aus dem Förderfonds für den Bau der Mädchen-Sekundarschule in Ifakara (Tansania). Nun wurden 40.000 Euro bewilligt. Großer Dank gilt auch der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, die mit 25.000 Euro u. a. den Bau der Labore und eines Verwaltungstraktes ermöglichte. Nun hoffen alle auf eine baldige staatliche Anerkennung und Eröffnung der Schule.

Ezekiel Yonah zum Bischof gewählt

Während einer Sondersitzung der Synode der Westprovinz der Brüder-gemeine in Tansania in Singida wurde Ezekiel Yonah am 2. Februar 2018 zu einem Bischof der Brüder-Unität gewählt. In der Bischofsliste der Brüder-Unität trägt der Gewählte die Nummer 369 (Alte und Erneuerte Brüder-Unität) bzw. 307 (nur Erneuerte Brüder-Unität). Ezekiel Yonah war zuvor viele Jahre lang Vorsitzender der Kirchenleitung. Die Einsegnung von Ezekiel Yonah ist für den 1. Juli 2018 in Tabora vorgesehen. Die Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania ist partnerschaftlich verbunden mit der Britischen Unitätsprovinz und mit den beiden Provinzen in Nordamerika. Zu ihr gehören 110.000 Mitglieder in 61 Gemeinden mit über 200 Predigtstationen. Sie ist verantwortlich für mehrere soziale Projekte sowie für die Missionsarbeit in Burundi, Kenia, Ruanda und Uganda.

Texte der Weltmissionskonferenz

Zwar liegt die Weltmissionskonferenz des ÖRK, die im März 2018 in Arusha, Tansania, mit 950 Delegierten und Mitarbeitenden stattfand, schon eine Weile zurück, die Nacharbeit zur Konferenz ist aber noch in vollem Gange. Die Konferenz, die unter dem Thema »Im Geist voranschreiten: Zu verwandelnder Nachfolge berufen« stand, hat eine Fülle von Texten zur Kenntnis genommen und verabschiedet, die es Wert sind, in Gemeinden und Gruppen weiter bedacht und in kirchliches Handeln überführt zu werden. Einige wichtige Texte liegen jetzt auch in Deutsch vor - eine Gemeinschaftsaktion von deutscher Kirchen und Missionswerke. Die Herrnhuter Missionshilfe bietet diese Texte - angereichert um Informationen, Bilder und Videos zur Konferenz - auf einer Website als Download an - hier.

Hirtenbrief aus Tansania

Die Bischöfe der Evangelisch-Luthe-rischen Kirche in Tansania haben zu Ostern 2018 einen Hirtenbrief verfasst, in dem sie sich sehr kritisch mit der gesellschaftlichen Situation im Land auseinandersetzen. Sie sprechen u. a. Jugendarbeitslosigkeit, Steuerunge-rechtigkeit, die schwindende Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie unaufgeklärte Entführungen, Tötungen und Angriffe auf missliebige Personen an. Zudem wird die Wiederaufnahme des gestoppten Prozesses zur Entwicklung einer neuen Verfassung gefordert. In den meisten Gemeinden wurde der Brief positiv aufgenommen. Einzelne Bischöfe verboten ihren Pfarrern aber auch infolge Angst oder wegen Staatsnähe, den Brief öffentlich zu verlesen. Eine Reaktion des Staates gibt es bisher noch nicht. Hirtenbrief in deutscher Übersetzung hier. Interview mit Bischof Frederick O. Shoo hier.

Kleinkinderhaus berät Stiefeltern von Paul

Eine bewegende Geschichte publiziert die Zeister Missionsgesellschaft in ihrem Newsletter »Kantembo missiepost«: Das Kleinkinderhaus in Kantembo in der Rukwaprovinz hat seit 1997 insgesamt 139 Waisen und Frühgeborene aufgenommen; 109 von ihnen konnten später an Pflegefamilien vermittelt oder ihren Familien wieder zurückgegeben werden. Darunter befand sich auch Paul, dessen Mutter 2013 bei der Geburt an Blutverlust starb und dessen Vater die Verantwortung für das Baby nicht tragen wollte. Paul war gesund und verließ das Kleinkinderhaus 2015. Inzwischen hatte sein Vater drei Frauen, von denen sich aber keine angemessen um Paul kümmerte, so dass sich dessen Gesundheitszustand stark verschlechterte. Da holte eine Tante mit ihrem Mann Paul zu sich nach Hause, wo dieser nunmehr »ambulant« vom Kinderhaus betreut wird.

Projekte in Kipili und Uvira gedeihen

Die »Brødremenighedens Danske Mission«, Schwesterorganisation der Herrn-huter Missionshilfe in Dänemark, berichtet vom Gedeihen zweier langjähriger Projekte. Das Basis-Gesundheitsprojekt in 34 Dörfern am tansanischen Ufer des Lake Tanganyika, in dem Marjo ten Kate und Bert Muizebelt arbeiten, befindet sich in seiner dritten und letzten Phase, ehe es 2019 in die Verantwortung des Staates übergehen soll. Die Finanzierung für die letzten Monate ist sichergestellt, einheimisches Personal mittlerweile gut ausgebildet. Das Waisenhaus für Kinder mit körperlichen Behinderungen auf einem Hügel in Uvira in der D. R. Kongo ist fertiggestellt. Es verfügt über 60 Plätze in fünf Häusern. Auch eine Schule und eine Gesundheitsstation gehören zum Projekt. Jetzt gilt es, den laufenden Betrieb des Projektes zu finanzieren.

Bericht aus dem »Mbozi Mission Hospital«

Jens Marcus Albrecht, Oberarzt und Unfallchirurg am »Emmaus-Krankenhaus« in Niesky, ist vor zwei Monaten zurückgekehrt von einem Hilfseinsatz im »Mbozi Mission Hospital« der Brüdergemein in Tansania (Südwestprovinz). Die Beziehungen zwischen den Krankenhäusern in Niesky und Mbozi reichen zurück bis in die 1980iger Jahre und damit in die DDR-Zeit, als der Internist Dr. Rüdiger Mieske für einige Monate in Tansania arbeiten durfte. Jetzt ist der Herrnhuter Missionshilfe ein Bericht über den Einsatz von Jens Marcus Albrecht zugegangen, der das vom tansanischen Staat nur sehr unzureichend finanzierte Krankenhaus vorstellt und vom mühsamen Alltag darin erzählt. Gefördert werden vom Staat vor allem die großen Krankenhäuser, nicht aber die für die Basis-Gesundheitsversorgung wichtigen kleinen Krankenhäuser in abgelegenen Gebieten. Ein Bericht mit Bildern hier.

Konzert mit wiedergefundener Inuit-Musik

Ein Konzert, wie es so noch nie statt-gefunden hat, wird es am Sonnabend, dem 3. März 2018, um 20.00 Uhr (Neufundland-Standardzeit) in der Basilika »St. Johannes der Täufer« in St. John’s auf Neufundland geben. Es erklingt Inuit-Musik aus Labrador für die Passions- und Osterzeit, wie sie einst von Herrnhuter Missionarinnen und Missionaren gemeinsam mit der indigenen Bevölkerung einstudiert und aufgeführt wurde. Zwar ist diese Musik der europäischen Klassik des 18. Jahrhunderts zuzurechnen, ihr wurden aber Texte in Inuktitut unterlegt. Ein Forschungsprojekt hat diese einmalige, zum nationalen Kulturerbe der Inuit gehörende Musik erst kürzlich wieder zutage gefördert. Das Konzert wird per Livestream in alle Welt übertragen: Sonntag, 4. März 2018, ab 00.00 Uhr MEZ - siehe hier. Mehr zum Projekt hier, Details zum Konzert hier.

Blaue Dächer künden vom Wiederaufbau

Endlich machen der Wiederaufbau und die Instandsetzung der Häuser auf den von den Hurrikans »Irma« und »Maria« betroffenen Karibik-Inseln signifikante Fortschritte. In bescheidenem Maße dazu beigetragen hat auch ein Team aus der nordamerikanischen Südprovinz der Brüdergemeine, das in der »Emmaus Moravian Church« auf St. John (US-amerikanische Jungferninseln) bei verschiedenen Arbeiten mit Hand anlegte. Die Gäste aus den USA hatten auch Maschinen und Ausrüstung mitgebracht. Entsandt wurde das Team vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine, dem als koordinierende Hilfsorganisation auch die Gelder zugeflossen sind, die in Deutschland zusammenkamen. Die Häuser mit blauem Dach erhielten allesamt jüngst eine neues Wellblecheindeckung.

Lange Reise nach Tansania und Malawi

Kürzlich ist Bettina Nasgowitz, Projektreferentin der Herrnhuter Missionshilfe, von einer langen Dienstreise nach Tansania und Malawi wohlbehalten nach Deutschland zurückgekehrt. Im Laufe von dreieinhalb Wochen war sie tausende Kilometer unterwegs, ist mit Leitungspersonen der Provinzen und Schulen zusammengetroffen und hat Projekten besucht, die Unterstützung von der Herrnhuter Missionshilfe empfangen. An vielen Stellen konnte sie eine positive Entwicklung feststellen. Wo es in jüngster Zeit Probleme gab, wurden die Weichen neu gestellt. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass im Bereich der Schulen eine inner-tansanische Kooperation angeschoben werden konnte. In Mwera auf Sansibar war es endlich möglich, ein Erweiterungsgrundstück für die »Herrnhuter Academy School« zu erwerben. Der komplette Reise- und Projektbericht mit Bildern hier.

Hilfe für die »African Rainbow School«

Zum ersten Mal gibt es an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) Laptops für das Lehrerzimmer. Sie wurden gespendet vom »Rotary Club Neckar-Odenwald-Kreis« und übergeben von Dr. Hans Happes, Gymnasial-direktor i. R., der im Herbst 2017 schon einmal für drei Monate an der Konzeptentwicklung der Schule mitgewirkt hatte. Mehr dazu hier. Bei einem Meeting mit Bettina Nasgowitz, Projektverantwortliche der Herrnhuter Missionshilfe, im Februar 2018 sagte der o. g. Rotary Club zu, den Bau und die Ausstattung eines Internatsgebäudes mit 32 Plätzen zu unterstützen. Letztere wurde in der Tischlerei des »Peter’s House« bestellt, einem Waisenzentrum der Brüdergemeine. Auch einen Internet-Anschluss für die Schule wollen die Rotarier finanzieren. Mehr zum Meeting hier.

Film über den Alltag in Labrador

Einen Einblick in den Alltag der Menschen in Labrador sowie eine Begegnung mit der subpolaren Natur ermöglicht ein vom NDR produzierter Dokumentarfilm - siehe hier. Immer wieder wird auch die Brüdergemeine erwähnt. Als eine Art Führer durch den Film agiert der Bläserchor in der alten Herrnhuter Siedlung Nain. Dieser Umstand ermöglicht eine Wiederbegegnung mit denjenigen Bläserinnen und Bläsern, die 2015 am Bläsertag in Herrnhut teilgenommen haben, darunter der inzwischen verstorbene Tubist Christian Ado Obed. Der Film hat ein paar heitere Szenen, vor allem macht er die nach wie vor große Abgeschiedenheit des Landes deutlich, die schwer zu ertragen, die aber auch zu schützen ist. Die Szenen um das Versorgungsschiff »Northern Ranger« ähneln denjenigen, die sich einst um das Missionsschiff »Harmony« abgespielt haben.

Zwischenbilanz nach drei Monaten in Isoko

Christiane und Stephan Klingner aus Königsfeld im Schw., die derzeit als Freiwillige für die Brüdergemeine in Isoko (Tansania, Südprovinz) arbeiten, haben am Jahresbeginn 2018 in ihrem Blog eine Zwischenbilanz ihres Wirkens im Krankenhaus, im Heilkräutergarten, im Waisenprojekt und darüber hinaus gezogen. Sie wurden vor Unfällen und den meisten Krankheiten bewahrt und sind dafür sehr dankbar. Große Freude verursachte die Ankunft eines eigenen Autos für das Waisenprojekt von Enea Kajange (80 Grundschul- und 124 Sekundarschul-Kinder sowie 10 Jugendliche in der Berufsschule), das im Triumphzug »heimgeholt« und dann gesegnet wurde, sowie die Lieferung eines Brutkastens zur Aufzucht von Küken. Weiterhin berichtet Christiane Klingner über einen ausführlichen Besuch im »Mbozi Hospital« mit Krankenpflegeschule.

Bischofseinsegnung auf Kuba

Unter Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit aus der karibischen Ökumene, darunter der Katholische Erzbischof von Kuba, fand am 20. Januar 2018 in Havanna in der Kathedrale der Anglikanischen Kirche die Einsegnung von Armando Rogelio Rusindo Hernandez zu einem Bischof der Brüder-Unität statt. Sie wurde von Bischof Samuel Gray (USA) unter Mitwirkung der Bischöfe Stanley Clarke (Jamaika) und Volker Schulz (Schweiz) vorgenommen. Jede Region mit Gemeinden der Brüdergemeine auf Kuba hatte Geld gesammelt, um drei Delegierten die Teilnahme an dem Festgottesdienst mit Imbiss zu ermöglichen, der 150 Gäste sowie eine Band vereinigte. Aus der weltweiten Brüder-Unität grüßten Cortroy Jarvis, Präsident der Unitätsprovinz Westindien-Ost, als Vorsitzender des Unity Board sowie Mitglieder der Kuba-Stiftung der Brüdergemeine in den USA.

Freud und Leid der Frauen in Tansania

Überall auf der Welt hängt die Entwicklung eines Landes vom Grad der Bildung und des beruflichen Engagements von Frauen ab. Darum widmen die Tansania-Informationen von »Mission EineWelt« die Ausgabe 1/2018 dem Thema »Frauen- und Genderfragen« - siehe hier. Man erfährt z. B.: »Die frühere Miss Tanzania, Nancy Sumari, erhielt 20.000 US-Dollar von der Mobilfunk-Firma Tigo für ihre Programme, die Kinder in digitales Lernen einführen«. - »Zunehmend arbeiten Frauen als private Taxifahrerinnen mit der Online-Plattform "Uber". Häufig sind es junge Akademikerinnen, die diesem Job in Teil- oder Vollzeit nachgehen«. - »Vizepräsidentin Samia Suluhu Hassan zeigte sich erfreut, dass 47% der tansanischen Richter weiblich sind (England 15%, Indien 9%)«. - »In Tansania sind 37% der Parlamentsmitglieder weiblich. Von den 141 Frauen im Parlament wurden aber nur 26 gewählt, 115 wurden auf „special seats“ berufen«.

Emanga S. Cléophas hilft Flüchtlingen

Das »Mugunga Refugee Camp« in Goma (D. R. Kongo) ist ein im Jahre 2008 eingerichtetes UN-Flüchtlingslager, in dem 4.000 Personen - überwiegend Frauen und Kinder - leben. In diesem Lager existiert schon seit mehreren Jahren das Waisenhaus »Ujumbe« (Mission), das Emanga Swedy Cléophas, ein Mitglied der Brüdergemeine in der Unitätsprovinz Kongo, aufgebaut hat und von Beginn an leitet. In einer E-Mail erzählt er von seiner Arbeit mit den Kindern, die er nach Kräften körperlich, geistlich und intellektuell fördert. Es gibt wöchentlich eine biblische Unterweisung. Stolz berichtet er, dass von den 105 Kindern, die er in seiner Obhut hatte, viele das Maurer- und Zimmererhandwerk erlernen und immerhin zehn Kinder ein Studium aufnehmen konnten.

Vor 100 Jahren: Grippe wütet in Labrador

2018 jährt es sich zum 100. Male, dass die epidemisch auftretende »Spanische Grippe« in Labrador mehrere Hundert Inuit tötete und die Missionsarbeit der Brüdergemeine schwer beeinträchtigte. In der Station Okak fielen alle männlichen Inuit der Grippe zum Opfer, was zur Schließung der Station führte. Ein Team um den Labrador-Spezialisten Hans Rollmann plant in Kooperation mit der Gruppe »Tradition and Transition among the Labrador Inuit« eine wissenschaftliche Konferenz sowie eine Publikation zu dieser Katastrophe, die bis heute in den Erinnerungen der Inuit fortlebt. Derzeit wird überlegt, ob diese Publikation in der Reihe »Unitas Fratrum« auch auf Deutsch erscheinen kann. 1985 dokumentierte ein ergreifender kanadischer Film (»The Last Days of Okak«; 23 Min.) schon einmal die verheerende Grippe-Epidemie - siehe hier.

Newsletter stellt Kinder-Projekte vor

Die »Zeister Zendingsgenootschap«, die niederländische Schwesterorga-nisation der Herrnhuter Missionshilfe, gibt in regelmäßigen Abständen einen Newsletter heraus, der spezielle Projekte für Kinder vorstellt. Im Newsletter von Januar 2018 (Download hier) bittet sie, die abschließende technische Ausstattung von drei neuen Fachkabinetten - Physik, Chemie, Biologie - an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine im Sumbawanga unterstützen. Weitere Spenden werden erbeten für ein Waisenhaus für Babys und Kleinkinder in Kilangala (beide Projekte in Tansania, Rukwaprovinz), für die Unterweisung von Vorschulkindern im unterentwickelten Binnenland von Surinam sowie für die Ärztliche Mission in Surinam, die aufgrund einer schweren Wirtschaftskrise viel weniger staatliche Zuwendungen erhält.

Brüder-Unität verurteilt Trump-Äußerungen

»Die weltweite Brüder-Unität ist empört über die abfälligen Aussagen, die Präsident Donald Trump über die 54 Länder Afrikas sowie über El Salvador und Haiti getroffen hat. Wir verurteilen diese Aussagen scharf und betonen, dass die Menschen in diesen Weltgegenden ehrenwert, anständig und zu achten sind. Genauso wie alle anderen Menschen wurden sie zu Gottes Ebenbild und Gleichnis geschaffen«. So beginnt ein Dokument, das der Vorsitzende und der Geschäftsführer des Unitätsvorstandes, Cortroy Jarvis und Jørgen Bøytler, den Gemeinden der Brüder-Unität unter dem Datum des 15. Januar 2018, des 50. Todestages von Dr. Martin Luther King, zugeleitet haben. Weiter heißt es in dem Dokument: »Die Brüder-Unität ist bekannt dafür, dass sie ethnische und kulturelle Vielfalt respektiert und wertschätzt«. Der Text des Statements in Deutsch hier, in Englisch hier.

Haushalterschafts-Workshop in Nakonde

Am 11. Januar 2018 ging in Nakonde ein dreitägiger, von der Herrnhuter Missionshilfe und »Mission 21« geförderter Workshop für Mitarbeitende der Unitätsprovinz Sambia zu Ende. Die knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus allen Gemeinden der Provinz. Viele waren schon lange nicht mehr bzw. noch nie in den Genuss einer Weiterbildung gekommen. Bei dem Workshop ging es um Themen wie Kommunikation, Leitung, Integrität, Planung, Verwaltung, Finanzen sowie Interessenskonflikte. Geleitet wurde der Workshop von Agrippa Senka , dem Verantwortlichen für Entwicklung und Projekte der »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya, Tansania. In seiner Begleitung befand sich ein Dozent für Ökonomie, der u. a. Einheiten zur Budgetierung übernommen hatte. Fred Walch sprach zum Thema Monitoring. Ein kurzer Bildbericht hier.

Erstes Schulleiter-Treffen in Sumbawanga

Auf Anregung der Herrnhuter Missionshilfe wird Ende Januar 2018 in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) erstmals ein Treffen der Verantwortlichen mehrerer Schulen der Brüdergemeine stattfinden (African Rainbow School in Sumbawanga, Secondary School in Lutengano, Moravian High School in Mbozi, Girls Secondary School in Ifakara, Herrnhuter Academy auf Sansibar), die mit Unterstützung der europäischen Missionswerke aufgebaut wurden und betrieben werden. Ziel des Treffens ist eine bessere Vernetzung der Schulen miteinander, die Entwicklung gemeinsamer Standards, das Nachdenken über die Konsequenzen der neuen staatlichen Schulgesetzgebung sowie viele weitere Themen. Das Treffen bietet endlich auch die lang ersehnte Plattform zum innertansanischen Austausch von Erfahrungen.

Kleines Glück für Straßenkinder

Die dänische Jugendliche Kristina Ø. Kristensen arbeitet als Freiwillige im »Peter's House« in Sumbawanga, einem Waisenhaus der Brüder-gemeine in Tansania, Rukwaprovinz, in dem meist etwa 30 Kinder leben. Darüber hinaus widmet sie sich Straßenkindern. In ihrem Blog (siehe hier) schreibt sie: »Es macht Sinn, zweimal pro Woche ein paar Stunden mit den Jungs zu verbringen. Es braucht so wenig, um sie glücklich zu machen. Sie sind im Grunde lebenslustig, obwohl die meisten nicht mehr als das haben, was sie am Körper tragen; vielleicht noch ein paar zusätzliche Sachen in einem kleinen Rucksack. Sie kommen zu uns, um sich auszuruhen, ihre Kleidung zu waschen, ein Bad zu nehmen, lecker zu essen. Wir verbringen Zeit mit ihnen, bessern ihre Sachen aus, pflegen ihre Wunden oder verbinden diese«.

Weltbevölkerungs-Statistik 2017

Länder mit der größten Bevölkerung 2017 hier. Länder mit der größten Bevölkerung bis 2100 hier. Wachs-tumsrate der Bevölkerung nach Kontinenten 2017 hier. Länder mit der höchsten Geburtenrate 2017 hier. Länder mit der niedrigsten Geburten-rate 2017 hier. Länder mit dem höchsten Kinderanteil 2017 hier. Länder mit dem niedrigsten Durch-schnittsalter 2017 hier. Länder mit dem höchsten Durchschnittsalter 2017 hier. Bevölkerungsdichte nach Kontinenten 2017 + 2100 hier. Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte 2017 hier. Bevölkerungsdichte in der EU 2017 hier. Grad der Urbanisierung nach Kontinenten 2017 hier. Meistgesprochene Sprachen 2017 hier. Bevölkerung nach Religionen 2017 hier. Weltbevölkerung von Christi Geburt bis 2017 hier. Größe der Kontinente nach Fläche hier.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Mbeya

Auf einem Weihnachtsmarkt der besonderen Art war Christiane Klingner mit einem Stand des »Isoko Hospitals« präsent. Sie, derzeit als Hebamme im Freiwilligeneinsatz in der tansanischen Südprovinz, hatte die Idee, Produkte aus dem Artemisia-Garten des Hospitals in der Stadt Mbeya zum Verkauf anzubieten. Enea Kajange mit ihrem Waisenprojekt schloss sich an. In den Tagen zuvor wurden Tee-Tüten abgepackt und mit heiß gemachten Messern verschlossen. Ebenso wurden Salben, Massage-Öle und Hustensaft gekocht und in Töpfchen und Flaschen abgefüllt. Ein »Label« war schon aus Deutschland mitgebracht worden. Den Stand besuchten viele interessierte Menschen. Der Umsatz - das Doppelte des Jahresumsatzes bis dato - überstieg die Erwartungen. Mit einer neuen Kontakten und Ideen ging es zurück nach Isoko. Weitere Begebenheiten und wunderschöne Bilder aus dem Süden von Tansania in einem Blog.

Fünf Monate im Einsatz gegen HIV/Aids

Auf fünf Monate ihres Einsatzes als Expertin in der HIV/Aids-Arbeit der Brüdergemeine in Tansania (Süd- und Südwest-Provinz) schaut Lilith Schaap zurück, eine Holländerin, die dazu von »Mission 21«, der schweizerischen Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, ausgesandt worden war. In Rungwe arbeitete sie mit Melania Mrema-Kyando zusammen, Pfarrerin und Pionierin der Brüdergemeine im Kampf gegen HIV/Aids in dieser Region. In Rungwe und in Mbeya - im Nsalaga-Projekt - hatte die Therapeutin, Theaterfrau und Lebenskünstlerin viele Gelegenheiten, ihre Erfahrungen und Fähigkeiten vor allem kirchlichen Frauen- und Jugendgruppen zur Verfügung zu stellen. Ausführliches zu diesem Einsatz zzgl. einiger Fotos findet sich in einem Artikel von Mara Wirthlin aus Basel. Download hier.

»Emmaus«-Diakonissen in Surinam

In Ergänzung eines Artikels über die medizinische Arbeit der Brüdergemeine in Surinam im Magazin »weltweit verbunden« von November 2017 (siehe hier, Seiten 8 und 9) weist Rosemarie Thümmel, die Alt-Oberin der Nieskyer »Emmaus«-Diakonissen, darauf hin, dass wesentliche Teile dieser Arbeit, vor allem die Arbeit an Lepra-Kranken, über 50 Jahre hinweg von mehr als 40 Diakonissen aus dem Mutterhaus in Niesky getan wurden. In einem Schreiben von Rosemarie Thümmel an die Redaktion heißt es: »Die Arbeit der Diakonissen war schwer und geschah hauptsächlich in Bethesda und Saron. Sie bestand meist im Verbinden unheilbarer Wunden. Trotz der unangenehmen und hoffnungslosen Arbeit haben die Schwestern diesen Dienst gern getan. Das war ihren späteren Erzählungen deutlich anzumerken«. Danke für diese wichtige Ergänzung. Foto: Patienten und Krankenschwesteren im Lepra-Hospital Bethesda.

Spielplatz für die Kinder von Mbozi

Seit vielen Jahren gehört das Waisen-haus, das an das »Mbozi Mission Hospital« der Brüdergemeine in der tansanischen Südwest-Provinz angegliedert ist, zu den Projekten, die der Kirchenbezirk Mühlacker durch seinen Arbeitskreis Tansania unterstützt. Der Vorschlag, in Mbozi einen Spielplatz zu bauen, wurde von der Partnerschaftsgruppe aus Mühlacker bei einem Besuch in Mbozi im Jahre 2016 gern aufgegriffen. Schon damals war mit Unterstützung aus Mühlacker ein neues Waisenhaus mit hellen, freundlichen Räumen inklusive Ausstattung entstanden. Der Spielplatz wurde – mit einer 1.000-Euro-Spende der »Town & Country Stiftung« - bewusst auf öffentlich zugänglichem Gelände gebaut und jetzt eingeweiht, so dass nicht nur Kinder aus dem Waisenhaus, sondern auch Kinder aus dem Ort dort spielen können. Bericht mit Bildern hier.

Baustopp in Ifakara aufgehoben

Nach längerem Baustopp an der »Elisabeth Preiswerk School«, einer Sekundarschule für Mädchen in Ifakara (Tansania Ostprovinz), können die Arbeiten jetzt endlich weitergehen. Der Baustopp hatte seine Ursache in immer neuen baulichen und strukturellen Vorgaben der Regierung, die seit zwei Jahren das Bildungswesen reformiert und dabei auch massiv in das Privatschulwesen eingreift. Nach Angaben von Erica Ludela, der Projektleiterin, sowie des verantwortlichen Bauunternehmers Kasitu sind die drei Labore (Chemie, Physik, Biologie) und die Außentoiletten fast fertig. Mit der Genehmigung der Schule wird kurzfristig gerechnet. Anschließend geht es an die Ausstattung der Klassenzimmer sowie der Internats-Schlafräume. Weitere Spenden werden dringend gebraucht. Onlinespende hier.

Dr. Hans Happes zurück aus Sumbawanga

Nach drei Monaten ist Dr. Hans Happes von einem Freiwilligen-einsatz an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) nach Deutschland zurückgekehrt. Der frühere Direktor des »Nicolaus-Kistner-Gymnasiums« in Mosbach war über die Vermittlung der Herrnhuter Missionshilfe durch den »Senior Expert Services« ausgesandt worden, um angesichts staatlicher Reglementierungen ein Konzept für die Entwicklung der Schule in den nächsten Jahren zu erarbeiten. Zwei wesentliche Maßnahmen konnten bereits verwirklicht werden. So wurde ein neu gebautes Physiklabor eingerichtet und der Nutzung übergeben. Weiterhin wurden die Bedingungen für die Einführung einer Oberstufe geschaffen, die den Erwerb der Hochschulreife ermöglicht. Kurzbericht mit Bildern hier.

Schöne Begegnungen in Labrador

Im Newsletter des »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika (11-2017) ist die Rede von einer Reihe schöner Begegnungen während einer Reise zweier leitender Mitarbeiter (Judith Ganz und Samuel Gray) nach Labrador. An der zerklüfteten Küste, wo die Brüdergemeine schon seit 1752 arbeitet, gibt es derzeit vier Gemeinden, von Nord nach Süd: Nain, Hopedale, Makkovik und Happy Valley. In letzterem Ort wohnt mit Beatrice Hope eine neue Gemeinhelferin, die über die Gemeindearbeit hinaus auch Besuche im Gefängnis macht. Im Newsletter heißt es: »Die Kirche sucht nach Wegen, das Gleichgewicht zu wahren zwischen der Pflege ihres Erbes und der Wahrung ihrer gesellschaftlichen Relevanz«. Der ganze Bericht in Deutsch hier.

Gospelchor versprüht pure Lebensfreude

Unter der Überschrift »Gospelchor versprüht pure Lebensfreude« berichtet der »Mannheimer Morgen«  (Download hier) über den erste von zehn Auftritten des Chores »Efatha« aus der Uhuru-Brüdergemeine von Dar es Salaam. Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem »Dekanat Bergstraße« der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Brüdergemeine in Tansania weilt der Chor zum zweiten Mal in Deutschland, und zwar vom 27. November bis 18. Dezember 2017. Im Anreißer der Zeitung war zu lesen: »Was für eine Begrüßung: "We love you" - groß und unübersehbar projizierte der Efatha-Choir aus Daressalam diese Botschaft in den Altarraum der Schwanheimer Kirche«. Der 1972 gegründete Chor besteht z. Zt. aus 60 Sängerinnen und Sängern und einer sechsköpfigen Band. Alle Konzerttermine und weitere Infos hier.

Cherokee-Delegation in Winston-Salem/NC

Kürzlich besuchten zwei Führer der Cherokee, eine der im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma lebenden First Nations in den USA, das Archiv der Brüdergemeine in Winston-Salem/NC. Herrnhuter Missionare hatten 1801 in Springplace, heute in Georgia gelegen, eine Missionsarbeit unter den Cherokee begonnen. Ihre Berichte befassen sich intensiv auch mit dem Alltag der Cherokee und sind dessen früheste und umfassendste Darstellung überhaupt. Häuptling Chuck Hoskin junior meinte: »Ich bin stolz auf die Geschichte und die Kultur unseres Volkes sowie auf die Stärke, die wir in schweren Zeiten gezeigt haben. Und ich bin dankbar für die Freunde, die wir unterwegs hatten und die uns beistanden. Die Herrnhuter waren unsere Freunde. Sie halfen unserem Volk, sich auf Veränderungen vorzubereiten und diese zu überleben«. Mehr in Englisch hier.

Weiterer Schritt im Versöhnungsprozess

Noch nicht vollständig aufgearbeitet ist das Schicksal der Inuit an den staatlichen und kirchlichen Internatsschulen in Labrador und Neufundland. Diese Schulen waren, wie eine wissenschaftliche Studie gezeigt hat, Orte der physischen und psychischen Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen sowie der Ausbeutung. Bis in die 1980iger Jahre dienten sie, resultierend aus einer Geringschätzung der Inuit-Kultur, der Amerikanisierung der Indigenen. Den Überlebenden der Misshandlungen in den Schulen wurden 2016 in einem Musterprozess insgesamt 50 Millionen US-Dollar Entschädigung zugesprochen (in schweren Fällen bis zu 200.000 US-Dollar pro Person). Am 23. November 2017 will der kanadische Premierminister Justin Trudeau in Happy Valley im Namen Kanadas um Verzeihung bitten für das Leid und die Verbrechen an den Internatsschulen in Neufundland und Labrador. Mehr hier und hier.

Fortschritte bei vier Projekten

Das vom Staat geforderte und mit Spenden der Herrnhuter Missionshilfe errichtete Labor für die »African-Rainbow Secondary School« in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz), ist jetzt in Betrieb. Zur Unterstützung der Schule weilt derzeit der Gymnasialdirektor i. R. Dr. Hans Happes (siehe Foto links) über den »Senior Experten Service« in Tansania. + + Spendenmittel der Herrnhuter Missionshilfe ermöglichten dem »Mbozi Hospital« der Brüdergemeine (Tansania, Südwest-Provinz) die Anschaffung von Technik zur Herstellung von Infusionen. Mit Geldern des Mbozi-Vereins in Niesky/OL kann auch die Renovierung des OP-Saales in Angriff genommen werden. + + Die Herrnhuter Missionshilfe hilft beim Bau einer Grundschule in Musawas im tropischen Regenwald von Nikaragua für die hier lebenden indigenen Mayangnas.

Gemeindezentrum im »Dzaleka Camp«

Am Rande des »Dzaleka Camps«, einem UN-Flüchtlingslager in Malawi für 28.000 Menschen (v. a. aus Äthiopien, Burundi, der D. R. Kongo, Mosambik, Ruanda, Sambia, Simbabwe und Somalia), stehen jetzt die Mauern und das Dach für ein Gemeindezentrum. Dieses soll bald als Schule, Kindergarten und Kirche genutzt werden. Das erforderliche Grundstück (Foto) wurde von der Kommune kostenlos zur Verfügung gestellt und ist nun Eigentum der Brüdergemeine in Malawi. Der Rohbau entstand mit Spendenmitteln der Herrnhuter Missionshilfe. Für die Fertigstellung des Baues (Fenster, Türen, Ausstattung) sowie für drei kleine Wohnhäuser neben dem Gemeindezentrum wurde bei der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ein Förderantrag gestellt.  

Gemeindeglieder vor Kämpfen geflüchtet

Vom 24. September bis 2. Oktober 2017 gab es in der D. R. Kongo heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Maï-Maï-Milizen. Diese begannen bei Mboko und erstreckten sich bis nach Uvira. Die Menschen im Kampfgebiet mussten ihre Heimat verlassen. Was sie an Gütern und Nahrung besaßen, wurde von Soldaten oder Rebellen geraubt. Die Brüdergemeine hat in diesem Gebiet drei Gemeinden: Uvira, Mboko und Atunga. Die Mitglieder dieser drei Gemeinden flohen in die Stadt Uvira. Da die Regierungstruppen ohne Rücksicht auf die Flüchtlinge operierten, wurden diese daran gehindert, nach Hause zurückzukehren und müssen bei Verwandten, Freunden oder Bekannten bleiben, die selber kaum das Nötigste besitzen. Hilfsbedürftig sind etwa 120 Familien, für die die Kirchenleitung um Nothilfe bittet. Das ganze Schreiben hier.

Schnuppertag an der BICU

»Bluefields Indian & Caribbean University« (BICU) ist der Name einer Hochschule an der Ostküste von Nikaragua. Hier haben in der Vergangenheit immer wieder Schülerinnen und Schüler studiert, die am »Collegio Moravo«, einer Sekundarschule der Brüdergemeine, ihre allgemeine Ausbildung erhielten. Für den 22. Oktober 2017 hatte die Schule mit der Universität einen Schnuppertag für diejenigen zwei Klassen verabredet, für die demnächst das Abitur ansteht. Die Jugendlichen ließen sich die Studienzweige sowie die sonstigen Angebote der Universität erklären. Im Auditorium Maximum wurden sie von der Universitäts-Leitung begrüßt und anschließend mit Werbemitteln in der Hand fotografiert.

BWM-Katastrophenhilfe ist angelaufen

In seinem Newsletter für Oktober 2017 berichtet das nordamerikanische »Board of World Mission« der Brüdergemeine über seine Hilfsmaßnahmen nach den zahlreichen Katastrophen im August und September 2017. Ein Transporter mit Hilfsgütern und Technik ist bereits in den vom Hurrikan »Harvey« betroffenen Gemeinden im Süden der USA unterwegs. Auch erste Teams mit Freiwilligen sind jetzt im Einsatz. Sobald Hilfsmaßnahmen auch in der Karibik möglich sind, wird - nach Bereitstellung von Nothilfe - weiteres Geld an die betroffene »Unitätsprovinz Westindien-Ost« überwiesen und werden weitere Freiwilligen-Teams ausgesendet. Der ganze Bericht in deutscher Übersetzung hier.

Synode der Brüdergemeine auf Kuba

Nach den Verwüstungen, die Hurrikan »Irma« angerichtet hatte, hielt die Brüdergemeine auf Kuba, die im Status einer Missionsprovinz der Brüder-Unität arbeitet, vom 25. bis 28. September 2017 ihre erste offizielle Synode in Havanna ab. Im Diözesanzentrum der Katholischen Kirche hatten sich 68 Synodale, einige Gäste sowie elf Beobachter aus den sieben Gemeindebezirken auf der Insel versammelt. Eine Hauptaufgabe der Synode war die Revision der Kirchenordnung. Tanya Sanchez (Havanna; 2. v. l.) wurde in der Nachfolge von Armando Rusindo zur neuen Präsidentin der Kirche gewählt. Es war ein emotionaler und historischer Moment, als Armando Rusindo, der seit 1999 die Kirche geleitet hatte, zu einem Bischof gewählt wurde. Nach seiner Ordination wird er der 365. Bischof der Brüder-Unität und erster Hispano-Amerikaner in diesem Amt sein. Mehr hier.

Zu Besuch im Katastrophengebiet

Vor wenigen Tagen weilte der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, Cortroy Jarvis, erstmals in einem Teil desjenigen Gebietes, das die Hurrikans »Irma« und »Maria« im September 2017 heimgesucht hatten. Seinen Bericht vom 8. Oktober 2017 mit Bildern gibt es als Download hier. Die Herrnhuter Missionshilfe hat zunächst 6.000 US-Dollar für die Ersthilfe überwiesen.

Erste Spenden für Hurrikan-Opfer

Inzwischen sind die ersten Spenden für die Opfer der Hurrikans »Irma« und »Maria« eingegangen, die etwa 30 Brüdergemeinen in der Karibik mehr oder weniger stark verwüstet haben. Die größte Einzelspende betrug 750 Euro. Bei einem Gemeindeabend in Zürich wurden 1.420 CHF (1.230 Euro) gesammelt. Beim Jahrestreffen der Brüdergemeine in der Schweiz, der »Fête de Montmirail«, kamen 405 CHF (350 Euro) für die theologische Ausbildung der Brüdergemeine in Tansania zusammen. Außerdem wurden in der Schweiz zuletzt 256 CHF (222 Euro) für den integrativen Kindergarten in Elbasan, Albanien, sowie 299,50 CHF (260 Euro) für die Arbeit des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg in Palästina. Foto: Die zerstörte Kirche der Emmaus-Gemeimnde auf St. John.

Ein Tag, der seinesgleichen sucht

Mittlerweile sind Christiane Klingner und ihr Ehemann, der Dipl.-Agrar-Ingenieur Stephan Klingner, in der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania angekom-men, wo sie fünf Monate als Freiwillige arbeiten wollen. In ihrem Blog berichten sie von einem Tag, der seinesgleichen sucht. Etwa 200 Menschen waren zu einem Fest erschienen, das Enea Kajange, Leiterin der Waisenarbeit in Isoko, zur Demonstration ihrer exzellenten Projektarbeit organisiert hatte: 70 Waisen, die Mitglieder der HIV-Selbsthilfegruppe, Angestellte des Krankenhauses und viele Angehörige. Es gab ein buntes Festprogramm mit Gesangsvorführungen, Tänzen, Ansprachen und wunderbaren Speisen. Mit dabei war auch ein Junge, der nach schweren Verbrennungen an seinen Händen erst kürzlich mit Spendengeldern operiert werden konnte. Zum Blog mit vielen Bildern hier.

Gästehaus in Rungwe eröffnet

In Rungwe (Tansania, Südprovinz) hat das »Butusyo Gästehaus« der Brüdergemeine seinen Betrieb aufgenommen. »Mission 21« und unzählige Einzelspenden aus Tansania und Deutschland trugen dazu bei, dass eines der historischen Gebäude in Rungwe sorgsam renoviert und mit neuer Nutzung erhalten werden konnte. Sieben großzügige Gästezimmer zzgl. eigenem Bad sind entstanden. In der lokalen Sprache Kinyakyusa bedeutet »Butusyo«, der Name des Hauses, »Ort zum Ausruhen«. Das Haus wird vom HIV/Aids-Büro der Südprovinz verwaltet. Die Einnahmen aus dem Hotelbetrieb dienen dazu, die HIV/Aids-Arbeit der Brüdergemeine zu unterstützen. Das Haus ergänzt das ebenfalls in Rungwe befindliche »Numwagile«-Frauenzentrum. Die ersten Gäste des Hauses, eine Gruppe aus der Schweiz, waren begeistert von der attraktiven Unterkunft.

Neue Kirchenleitung in der Rukwa-Provinz

Vom 13. bis 15. September 2017 fand in Sumbawanga in der tansanischen Rukwa-Provinz eine Synode statt, auf der u. a. eine neue Kirchenleitung gewählt wurde. Zum »Chairman« wählten die Synodalen Erord Rupia Simae, zuletzt Projekt-Manager der Provinz. Er hatte diese Funktion vor mehr als zehn Jahren schon einmal inne. Als sein Stellvertreter agiert Asagile Mwandagasya. Neuer Generalsekretär ist Emmanuel Adam Sikazwe. Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt in der Rukwa-Provinz ein Aufforstungsprojekt sowie die Sekundarschule in Sumbawanga (African-Rainbow School). Die »Brødremenighedens Danske Mission« unterstützt eine Waisenarbeit mit Straßenkinder-Projekt in Sumbawanga (Peter’s House) sowie ein Missionszentrum in Kipili tief unten am Lake Tanganyika.

Brüdergeschichtliche Gedenktage 2018

Bischof Theodor Gill hat neuerlich aufgelistet, welche brüder- und missionsgeschichtlichen Gedenktage es im kommenden Jahr gibt. Zum Beispiel wird es am 3. Februar 275 Jahre her sein, dass das grönländische Ehepaar Simon Arbalik und Sara Pussimek 1743 getraut wurde. Am 16. Mai wird es 225 Jahre her sein, dass die »Zeister Missionsgesell-schaft« 1793 gegründet wurde. Am 2. August wird es 275 Jahre her sein, dass der Missionar Christian Gottlieb Israel 1743 auf St. Thomas starb. Am 31. August wird es 300 Jahre her sein, dass die vormalige Sklavin Shelly (Taufname Rebecca), später nacheinander Ehefrau der Missionare Matthäus Freundlich und Christian Protten, 1718 geboren wurde. Am 18. September wird es 250 Jahre her sein, dass die Sklavin Sara als Erstling der Herrnhuter Mission auf Barbados 1768 getauft wurde. Die ganze Liste hier.

Aus der US-amerikanischen Südprovinz

Die US-amerikanische Südprovinz der Brüder-Unität hat 57 Personen bei »mission trips« finanziell unterstützt. Diese Personen sind allein oder in sieben Kleigruppen zu Kurzeinsätzen oder Besuchen in andere Unitäts- und Missionsprovinzen bzw. in Missions-gebiete der weltweiten Brüder-Unität gereist. + + Das Waisenhaus der Brüdergemeine in Kenia »Ray of Hope« mit angeschlossener Grundschule steht kurz vor der Zertifizierung durch die staatlichen Behörden. Es ist dankbar dafür, nun endlich an das öffentliche Stromnetz angeschlossen zu sein. + + An einem Benefizessen, das die »Fairview Moravon Church« in Winston-Salem/NC organisiert hatte, nahmen 126 Personen teil. Der Erlös betrug 1.244 US-Dollar. Das Geld soll der Brüdergemeine in Peru zugutekommen.

Zur aktuellen Lage auf den Antillen

Die Lage auf den Westindischen Inseln nach den Hurrikans »Irma« und »Maria« ist noch immer dramatisch. Nach wie vor sind die Flughäfen und die großen Häfen geschlossen, nach wie vor leben die Bewohner vieler Inseln in Notunterkünften, nach wie vor gibt es auf mehreren Inseln keinen Strom und kein Internet. Die Schadenssummen an einigen zerstörten bzw. beschädigten Kirchen sowie an zehntausenden Privathäusern können noch nicht einmal geschätzt werden. Die ersten Hilfsgelder für die Betroffenen sind überwiesen. Der Wiederaufbau muss noch warten. Der Einsatz von Hilfsteams wird vorbereitet. Aktuelle Berichte vom nordamerikanischen »Board of World Mission« sowie vom Vorsitzenden der Unitätsprovinz Westindien-Ost, Cortroy Jarvis, in deutscher Übersetzung hier. Ein kurzes Video aus dem Hubschrauber von den Zerstörungen auf St. John hier.

Seminar zur Verstädterung in Tansania

Der »Tanzania-Network e. V.« lädt zu einem Seminar am 28./29. Oktober 2017 im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Universität Leipzig, Beethovenstr. 15, ein. Thema: »Sta(d|t)tliche Perspektiven für Tansania«. Noch 1960 lebten 95 Prozent der Menschen in Tansania auf dem Land, 2015 sind es nur noch 68 Prozent. Diese Menschen erhoffen sich neue Perspektiven im Lebensraum Stadt. Dort treffen sie Männer und Frauen aus verschiedenen Landesteilen und darüber hinaus. Sie begegnen sich, neue Ideen entstehen und neue Chancen entwickeln sich. Während des Seminars kommen Menschen zu Wort, die das Leben auf dem Land und in den Städten Tansanias kennen und über die Perspektiven eines Lebens in tansanischen Städten forschen. Info-Flyer hier. Anmeldung hier.

Brüdergemeine in Sierra Leone wächst

Mohamed und Safiatu Braïma, die Gründer der Brüdergemeine in Sierra Leona, hoffen, dass im kommenden Jahr in der Stadt Kailahun die vierte Gemeinde im Land gegründet werden kann. Die anderen Gemeinden befinden sich alle im ländlichen Raum. Ngiehun, die größte Gemeinde, wo 2009 auch eine neue Sekundarschule entstand, erhielt kürzlich mit Spenden aus den USA eine Solaranlage. Im Nachbardorf Mbaoma entsteht bis Ende 2017 neben der Kirche eine kleine Rundfunk-Sendestation, mit der Menschen im Umkreis von 50 Kilometern mit der Frohen Botschaft erreicht werden können. Der Sendemast steht schon. Beim Besuch von Donna Hurt und Pete Hiltz aus der US-amerikanischen Südprovinz fand die Taufe gleich von 20 neuen Gemeindegliedern statt. Mehr in einem Artikel des »Moravian Magazine« (Heft 9-2017) in Englisch hier.

Freiwilligeneinsatz: Tansania zum dritten

Die Hebamme Christiane Klingner (Königsfeld im Schwarzwald) lässt zum dritten Male das Jahr mit einem Freiwilligeneinsatz in Tansania, Südprovinz, ausklingen. Erstmals wird sie begleitet von ihrem Mann Stephan Klingner, einem »Diplom Agrar-Ing. International«. Die Ausreise des Ehepaares erfolgt am 2. Oktober 2017, die Rückkehr ist für Februar 2018 vorgesehen. Während Christiane Klingner v. a. wieder Fortbildungen für das Personal des »Isoko Hospitals« anbieten möchte (mit Schwerpunkt Notfall- und Qualitätsmanagement, Hygiene), wird Stephan Klingner sich in der Region Isoko um die Bodengesundheit, die Einsparung von Kunstdünger, Bewässerungsfragen und einen Heilpflanzengarten kümmern. Sie wollen hier in einem Blog berichten. Infos zu den Einsätzen 2015/16 hier und hier.

Berufsschule möchte Angebot erweitern

Mit Hilfe der Firma »Wörwag Pharma« aus Böblingen konnte die Herrnhuter Missionshilfe in Songea (Tansania) eine neue Berufsschule bauen. Dort lernen derzeit 58 junge Männer und Frauen das Nähen, das Tischlern, das Schneidern sowie das Elektro-Handwerk. Auch Grundkenntnisse in Englisch, Informationstechnik und Betriebsführung sind Inhalt des Lehrplanes. Große Nachfrage besteht hinsichtlich der Ausbildung von KFZ-Mechanikern. Projektleiter Jairi A. Sengo berichtet: »Wer in einer Kfz-Werkstatt arbeitet, hat bei uns ein sicheres Einkommen. Gern würden wir diesen Ausbildungsgang ab Herbst 2017 anbieten. Leider ist die Ausstattung teuer. Im Namen der jungen Menschen in Tansania bitte ich Sie um Hilfe«. Das Erlernen eines Berufes ist für die meisten ein Weg aus der Armut. Mehr hier.

»Irma« über der moravischen Karibik

»Irma«, der stärkste Hurrikan, der jemals über die Antillen hinweggefegt ist, traf zwischen dem 6. und 10. September 2017 mehrere Inseln, auf denen es eine Brüdergemeine gibt, unmittelbar (Antigua, Barbuda, Sint Maarten, St. Kitts und Nevis, St. Croix, St. Thomas, St. John, Tortola). Und er zog über Haiti und Kuba, wo er lange verweilte, ehe er sich gen Florida auf den Weg machte, wo v. a. moravische Einwanderer aus Mittelamerika leben. Hellgrau = Kat. 4; Mittelgrau = Kat. 5; Breite 400 - 500 km; Windgeschwindigkeiten 200 - 300 km/h. Ein Schreiben der Brüdergemeine in Nordamerika in deutscher Übersetzung mit der Bitte um Geld und Gebete hier. Ein Bischofswort an die Betroffenen und an die verschont Gebliebenen gibt es hier. Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

Nach Hurrikan »Irma« in der Karibik

Cortroy Jarvis, der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, berichtet kurz von der Lage auf den karibischen Inseln nach dem Durchzug von Hurrikan »Irma« und bittet um Hilfe für die Geschädigten. Die Kirchenleitung hat ihrerseits 5.000 US-Dollar Ersthilfe für die Einwohner der Insel Barbuda bereitgestellt. Download zweier Briefe hier. Eine Fürbitt-Liturgie für die Opfer der Hurrikan-Katastrophe in der Karibik hier. Infos vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine vom 8. und 11. September 2017 hier.

»Living Branches« - A new resource for teaching Moravian heritage

The Moravian Church in America has a new resource for teaching our Moravian heritage! This curriculum, called Living Branches: Moravians Growing in Faith, Love & Hope, is a flexible, 13-week Sunday School program focused on sharing the story of our Moravian heritage from Jan Hus to the present day. It includes lower elementary, upper elementary, youth and adult components. More about living Branches here. Download PDF: Lower Elementary (15 MB), Upper Elementary (31 MB), Middel/High School (24 MB), Adults (3 MB).

Avocado-Projekt in Rungwe gedeiht

Im Jahre 2009 hat die Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania eine Kooperationsvereinbarung mit einer Company Ltd. aus Tansania geschlossen zwecks Verpachtung ihres Landes zur Bepflanzung mit Avocado- Bäumen. Nach der Anfrage eines Investors aus München hat sich im Juni 2017 eine neue Möglichkeit für die Provinz aufgetan. Durch die Gründung der »Moravian Farming Company« in Rungwe konnte sie Anteilseignerin werden und hat somit ein Mitspracherecht bei Entscheidungen und sie profitiert direkt vom Gewinn. Die Herrnhuter Missionshilfe hat der Provinz mit einem Kredit geholfen. Sie sieht in diesem Projekt ein Pilotprojekt, das auch in anderen Provinzen in Tansania umsetzbar wäre. Ein Erfolg des Projektes könnte langfristig den Kirchenprovinzen helfen, ein eigenes Einkommen zu generieren. Ausführliche Projektbeschreibung mit mehreren Bildern hier.

»Die zehn besten Monate meines Lebens«

»Ich habe die zehn besten Monate meines Lebens hier verbracht«. So enden die Blog-Eintragungen (siehe hier) von Kristina Koefoed aus Dänemark, die zehn Monate als junge Freiwillige in Tansania verbracht und im »Peter's House«, einem Waisenhaus der Brüdergemeine in Sumbawanga in der Rukwaprovinz gearbeitet hat. An ihrem letzten Wochenende in Tansania unternahmen sie und Karoline Hansen, eine andere dänische Freiwillige, einen Wander- und Kletter-Ausflug mit einigen Waisenkindern sowie mit ein paar Lehrlingen aus der Tischlerwerkstatt. Bei diesem Ausflug mussten die Großen gelegentlich die müden Kleinen tragen. Kristinas Fazit: »Es gibt so viele Dinge, die ich von hier nach Hause mitnehmen möchte, nicht nur Dinge vom örtlichen Markt, sondern vor allem die Werte des Lebens und viele Freundschaften«.

Als Senior-Freiwillige in Ostafrika

Über die Mission der Brüdergemeine in Dänemark, weilten Kaj und Birthe Bruun kürzlich zu einem Freiwilligen-einsatz in Ruanda, Burundi und Tansania. Bei einem Kurs für 28 junge Leute in Ruanda ging es um Bibelkunde, Geschichte der Brüdergemeine und Liturgie, aber auch um Hygiene und Krankenpflege. Besonders fragten die jungen Leute nach der christlichen Ehe. In Burundi leiteten die Gäste einen Kurs für 38 Pfarrer und Pfarrfrauen, bei dem ähnliche Themen wie in Burundi behandelt wurden und in dem man den Epheserbrief besprach. Viele Pfarrfrauen konnten weder lesen noch schreiben. Eine Pfarrfamilie verlor nach einem Brand ihr Haus und erfuhr Hilfe der Gemeinde. In Kigoma in der tansanischen Rukwaprovinz fanden zwei Kurse statt für 28 und für 25 zumeist sehr junge Leute. Der ganze Bericht in Dänisch hier.

Nachmittag für Kinder mit HIV/Aids

Melania Mrema-Kyando, die auch in Deutschland gut bekannte Pfarrerin und langjährige, engagierte Kämpferin gegen HIV/Aids aus der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, schieb an das Unitätsfrauenbüro: »Die Zahl der Gruppen für Menschen, die mit HIV/Aids leben, hat sich weiter erhöht. Auch immer mehr Kinder sind betroffen. Im vergangenen Monat fand ein Treffen von 23 Kindern, die mit dem HI-Virus leben, samt ihren Pflegeeltern statt. Wir spielten, erzählten uns unsere Lebensgeschichten und genossen einen wundervollen Tag. An diesen Kindern erkenne ich die Liebe Gottes und wie Gott sich um sie kümmert. Jetzt haben wir diesen Tag für Kinder mit HIV/Aids institutionalisiert. Die Kinder sind zwischen 1 1/2 und 17 Jahre alt«.

Synodenbericht aus Tansania (Westprovinz)

Im »Moravian Messenger« für Juni 2017 gibt es einen lebendigen Bericht von der jüngsten Synode der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania, die im abgelegenen Singida stattfand. Den Bericht hat Roberta Hoey verfasst, ein Gast aus der Britischen Unitätsprovinz (Foto rechts), die erstmals in Ostafrika war. Deutsche Übersetzung des Berichtes hier. Der Bericht schildert den Verlauf und das Ergebnis der Synode und er verweist sowohl auf die Unterschiede als auch auf die Gemeinsamkeiten zwischen einer Synode in Europa und in Tansania. Er enthält weiterhin Beobachtungen während der Reise durch Westtansania sowie eine kurze Beschreibung der neu eröffneten Gesundheitsstation der Brüdergemeine in Tabora.

Solarprojekt erfolgreich abgeschlossen

Voller Freude kann die Herrnhuter Missionshilfe mitteilen, dass das Solarprojekt in Ibaba (Tansania, Südprovinz) vollständig fertiggestellt wurde. Das Projekt besitzt größte Bedeutung für das Dorf. Endlich ist die Krankenstation nicht mehr auf das unsichere Netz vor Ort angewiesen. Durch den Stromanschluss konnte auch die Geburtshilfestation erweitert werden. Jetzt müssen die Anwohner zu Entbindungen nicht mehr in die Stadt fahren. Und auch die Dorfschule profitiert von der Anlage (Foto rechts). Die Kinder haben die Möglichkeit, nach Einbruch der Dunkelheit und getaner Feld- und Hausarbeit ihre Hausaufgaben in den Räumlichkeiten der Schule zu erledigen. Die Hernnhuter Missionshilfe dankt auf ihrer Projekt-Website allen Spenderinnen und Spendern. Siehe hier.

Nähmaschinen für Tansania

Der Kirchenbezirk Mühlacker hat seiner Partnerkirche, der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania, 30 mechanische Nähmaschinen geschickt, an denen 120 Frauen ab Mai 2017 das Schneidern erlernen und damit etwas zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen können. Agnes Njeyo, die Verantwortliche für die Frauen- und Kinderarbeit der Südwestprovinz, erzählt, dass dieses Projekt sich vor allem an alleinerziehende Mütter, jugendliche Waisen sowie Ehefrauen von Pastoren richtet, denn Pastoren werden in Tansania schlecht bezahlt. Agnes Njeyo weist auf das Sprichwort hin: »Wer eine Frau qualifiziert, fördert dadurch eine ganze Familie«. Der Kirchenbezirk Mühlacker transferiert nicht nur materielle Güter nach Tansania, sondern organisiert auch Begegnungen. Mehr in einem Artikel der Pforzheimer Zeitung - siehe hier.

Enea Kajange zu Besuch in Europa

Enea Kajange aus Isoko, Koordinatorin eines Waisenprojektes der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, reist im Sommer 2017 durch die Schweiz, Deutschland und die Niederlande. Anlass für die Reise ist ein Workshop in Basel und Genf zum Thema Menschen- und insbesondere Frauenrechte, den »Mission 21«, die schweizerische Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, organisiert hat. Termine mit Enea Kajange: 23. Juni, 19 Uhr im Schwesternkreis im Gemeindezentrum »Wi Eegi Kerki« in Amsterdam-Südost; 24. Juni, 19 Uhr zur Gebetssingstunde im Kirchensaal in Zeist; 25. Juni, 10.30 zum Gottesdienst in der »Konigskerk« in Amsterdam; 27. Juni, 19 Uhr in der Reformierten Gemeinde Horgen (CH); 28. Juni, 18 Uhr im Missionshaus in Basel; 2. Juli, 10 Uhr zum Missionsfest in Bad Boll; 8. Juli, 17 Uhr in der Herrnhuter Sozietät Basel.

Vor 50 Jahren wurde Tansania sozialistisch

Mit der Arusha-Deklaration von 1967 stellte Staatspräsident Julius Kambarage Nyerere (1922-1999) erstmals seine Ideen von einem afrikanischen Sozialismus vor. Er verstaatlichte Banken und große Wirtschaftsunternehmen, forcierte - teils mit Gewalt - die Neugründung sozialistischer Dorfgemeinschaften (Ujamaa), setzte auf strenge Selbstverantwortung (Kujitegemea) sowie eine Reform des Schulwesens. Die Alphabetisierungsrate stieg von 10% auf 79%; die Einschulungsrate an Grundschulen von 25% auf 94% (1960:1979). Das traditionelle Stammesdenken nahm an Bedeutung mehr und mehr ab. Das Gesundheitswesen blühte auf. Die Ideen der Gleichheit und der Gemeinschaft wurden von der breiten Bevölkerung zwar akzeptiert, der so genannte »Ujamaa-Sozialismus« scheiterte jedoch spätestens 1985 im ökonomischen Bereich.

Sonntagsschul-Programm für Ostafrika

Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt mit 2.000 Euro ein Sonntagsschul-Programm, das Tulie Kassimoto und Mary Kategile (beide Tansania) durchführen wollen. Beide hatten Anfang 2016 an der Unitätsfrauenkonsultation in Surinam teilgenommen und von dort die Idee mitgebracht, nicht nur etwas für ihr Mutterland zu tun, sondern auch für die acht angrenzenden Länder, in denen es ebenfalls eine Brüdergemeine gibt: Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, D. R. Kongo, Sambia, Malawi und Mosambik. Bei dem Programm soll es um die Themen »Schutz von Frauen« und »Gerechtigkeit für Frauen« gehen, die globale Relevanz besitzen. Bei der Vorbereitung des Programms werden erstmals Frauen aus allen diesen Ländern an einem Tisch zusammenkommen. Hauptsponsor des Programms ist das Unitätsfrauenbüro in Winston-Salem/NC.

Wettstreit von 1.500 Chören in Tansania

Den Wettstreit von mehr als 1.500 Kirchenchören in Tansania hat der deutsche Dokumentarfilm »Sing it Loud - Luthers Erben in Tansania« (99 Minuten; Trailer hier) zum Gegenstand, der am 18. Mai 2017 Premiere hatte. Seit 60 Jahren findet in Tansania ein Chorwettbewerb statt, der von der lutherischen Kirche abgehalten wird. Um bei dem Wettbewerb mitmachen zu dürfen, mussten im Vorjahr der Lutherchoral »Ein feste Burg ist unser Gott« und eine Eigenkomposition vorgetragen werden. Die Regisseurin Julia Peters (Interwiev mit ihr hier) begleitete sechs Menschen, die in drei verschiedenen Chören mitwirken, in ihrem Alltag: die Kleinbauern Martha und Simon aus dem Dorf Monduli, die Autowerkstatt-Besitzer Maria und Evarest aus Arusha und die Jugendlichen Kelvin und Nuru vom Kanaani-Chor ebenfalls aus Arusha.

Auf der Suche nach afrikanischen Lösungen

Lange hatte Claudia Zeising, die als Koordinatorin für die von »Mission 21« unterstützten Projekte der Brüdergemeine in Tansania arbeitet, nicht mehr berichtet. Jetzt schrieb sie einen langen, bebilderten Rundbrief, in dem vom afrikanischen Gang der Dinge die Rede ist, der sich von Gang der Dinge in Europa unterscheidet, der aber dennoch zu Erfolgen führt. Als Beispiele nennt Claudia Zeising den wirtschaftlichen Erfolg der Frauen-Nähgruppe in Rungwe, die im Jahre 2016 erstmals einen größeren Überschuss erzielte, und die expandierende HIV/Aids-Arbeit, die immer mehr Menschen zu Würde und einem besseren Leben verhilft. Kritische Bemerkungen finden sich zum Gesundheitswesen in Tansania sowie zu den kirchlichen Leitungsstrukturen. Download des Rundbriefes bald hier.

Synode in der tansanischen Westprovinz

Insgesamt 191 stimmberechtigte Personen aus der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania nahmen am 24./25. April 2017 an der Synode in Singida teil. Der bisherige Vorsitzende der Kirchenleitung, Ezekiel Yona, wurde für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt, ebenso Generalsekretär Richard Lwali. Auch fast alle anderen Mitglieder der Kirchenleitung wurden wiedergewählt, darunter der stellvertretende Vorsitzende, George Mang'ombe. Die Kirchenleitung präsentierte ihren Masterplan für die nächsten Jahre. Man möchte eine nachhaltige Kirche werden, vor allem in den Bereichen institutionelle Stärkung, Mission und Evangelisation, Verwaltung und Vernetzung. Weil Bischof Isaac Nicodemo bald in den Ruhestand treten möchte, wird demnächst eine Bischofswahl notwendig. Mehr hier.

Ehepaar aus den NL arbeitet in Kilangala

Die »Zeister Zendingsgenootschap« (ZZg), die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, berichtet in einem Informations-Brief, dass in der Missionssiedlung Kilangala (Tansania, Rukwaprovinz) ein Ehepaar aus den Niederlanden zu einem einjährigen Einsatz eingetroffen ist. Flip van Haan (Foto), ein Landwirtschaftsexperte, wird mit seiner Kompetenz dazu beitragen, dass auf den Feldern der Mission effektiver produziert werden kann, so dass höhere Eigen-Einnahmen möglich sind. Seine Ehefrau Felice van Haan wird in der Missionsschule zum Einsatz kommen. In Kilangala kooperiert die ZZg mit anderen niederländischen Organisationen, die sich der Hilfe für Tansania verschrieben haben: der »Stichting Trijntje Beimers«, der Landwirtschafts-Stiftung SOLKO und der Freiwilligenagentur VSO.

Mit Preisschild in den Ostergottesdienst

Einen lebendigen Bericht über ihre Arbeit in einem Gesundheitsprojekt der Brüdergemeine an beiden Ufern des Tanganyikasees sowie über die Karwoche und das Osterfest in Kipili (Tansania, Rukwaprovinz) haben Bert und Marjo Muizebelt - ten Kate verfasst. Sie erzählen, was in Ostafrika und Europa an diesen besonderen Tagen gleich ist, und was es nur in Ostafrika gibt, u. a. das Belassen der Preisschilder an den neu gekauften Kleidungsstücken. Sie beschreiben v. a. die bisherige Entwicklung des Projektes, in dem sie tätig sind, auf dem tansanischen wie dem kongolesischen Ufer des Tanganyikasees. Während in Tansania die Gesundheitsarbeit nach zehnjähriger Aufbauphase nunmehr überwiegend von Einheimischen getan wird, bedarf sie in der D. R. Kongo noch eine Weile der Unterstützung durch die dänische Mission. Der ganze Bericht hier.

UNO zeichnete Studierende in Mbeya aus

Kürzlich besuchten Alvaro Rodriguez und Hoyce Temu, zwei für Tansania zuständige Koordinatoren des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), die »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya. Bei ihrem Besuch ging es in internen Gesprächen, aber auch bei einem großen Forum in der TEKU-Hall um die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) mit ihren 169 Unterzielen, die bis 2030 von allen UN-Mitgliedstaaten erreicht werden sollen. Breiten Raum nahmen die Themen Umweltschutz, Klimawandel und Entwicklung des ländlichen Raumes ein. Alvaro Rodriguez machte den jungen Leuten, die in Tansania mehr als 50% der Bevölkerung ausmachen, Mut, sich den Herausforderungen zu stellen. Er zeichnete etwa 30 Studierende mit einem Zertifikat als »Global Goals Champion« aus. Mehr Infos hier.