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Abeer Hamad im palästinensischen TV

In den vergangenen fünf Jahren haben die leitenden Mitarbeiterinnen aus dem Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg mehr als ein Dutzend Mal Einladungen von palästinensischen TV-Sendern erhalten. Dank solcher Auftritte wird das Eintreten der Einrichtung für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, insbesondere für das Recht auf Schutz vor sexueller Gewalt, von einer immer größeren Öffentlichkeit wahrgenommen. Solche Lobby-Arbeit ist ein Schwerpunkt der Arbeit des Zentrums. Am 15. Juni 2019 wurde Abeer Hamad, die Leiterin des Rehabilitationsbereichs, exklusiv eine Viertelstunde lang von Mitarbeitenden des TV-Senders »Al-Quds Educational Channel« in Ramallah interviewt (siehe hier), wobei sie die Gelegenheit hatte, das Zentrum vorzustellen und den Schutz der Menschen mit Behinderungen einzufordern.

Jamaika veröffentlicht Synodenbeschlüsse

Die Unitätsprovinz Jamaika hat die Beschlüsse ihrer Synode vom 22. bis 26. April 2019 in Malvern/St. Elisabeth veröffentlicht - siehe hier. U. a. fordert die Synode von der Kirchenleitung, die Pfarrer nur in Ausnahmefällen nach weniger als fünf Jahren in eine neue Gemeinde zu berufen (B1). Ein weiterer Beschluss (B5) fordert die Vorlage eines Positionspapiers zu den Fragen von Ehescheidung und Wiederverheiratung. Die Anzahl der Mitglieder der Kirchenleitung wurde von sieben auf acht vergrößert. Künftig soll zusätzlich ein Jugendlicher zwischen 18 und 35 Jahren Mitglied der Kirchenleitung sein (B8). In Auftrag gegeben wurde ein Buch »History of the Moravian Church in Jamaica and the Cayman Islands« (B12). Die Kirchenleitung wurde mit einer Zusammenstellung beauftragt, welcher Gemeinde welche Grundstücke verbindlich gehören (B28).

Ferienausflug an die russische Grenze

Gen Osten - unmittelbar an die lettisch-russische Grenze (Foto mit Grenzbach) - führte ein Ausflug, den ein kleiner Teil der Schulgemeinschaft der »Christian-David-Schule« kürzlich unternahm. Die Schönheiten der Natur wurden ebenso genossen wie die am Wegesrand anzutreffenden Tiere. Ein Ausflug führte die Schar derer, die die Sommerferientage aus unterschiedlichen Gründen in der Schule verleben, auch in die Stadt Ludza in Lettgallen, die von vielen großen Seen umgeben ist und in der die Ruine einer vom »Deutschen Orden« bereits 1399 errichteten steinernen Burg besichtigt werden kann. Die Gegend an der lettisch-russischen Grenze gehört, nicht zuletzt wegen der vielen Deportationen im 20. Jahrhundert, zu den an dünnsten besiedelten Gebieten in Europa.

Junge-Erwachsenen-Konferenz auf Jamaika

Für den 8. Juni 2019 hatte die Brüdergemeine auf Jamaika zu einer Konferenz für junge Erwachsene nach Kingston in die »New Beulah Moravian Church« eingeladen. Die Konferenz stand unter dem Thema »Growing Deeper. Growing Brighter«. Das Hauptreferat hielt Patroy Jones. Singen, Zuhören, Beten, Lobpreis, Zeugnis, Stille und persönliche Segnungen wechselten einander ab. Die Anwesenden fragen sich, wie sie geistlich wachsen und ihr Leben als Gottesdienst führen können angesichts vieler persönlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen. Das »Vision Statement« der Unitätsprovinz Jamaika lautet: »Durch die Kraft Gottes werden wir bis zum Jahr 2022 eine zugewandte, lebendige und tatkräftige Kirche sein, die anziehend und verändernd wirkt auf Einzelne wie die Öffentlichkeit«. Bilder von der Konferenz hier.

Zwei Sommerpraktikanten beim BWM

Beim »Board of World Mission« der Brüdergemeine, der Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in Nordamerika, arbeiten über den Sommer 2019 zwei Praktikanten: Kyra Tessmann und Matthew Spies. Erstere ist Mitglied der Watertown Moravian Church und studiert Englisch und Spanisch. Ehrenamtlich war sie schon in Costa Rica und in Nikaragua tätig. Im August 2019 wird sie einen Missionseinsatz auf Kuba leiten. Letzterer hat einen Abschluss in Marketing und Philosophie. Missionarische Erfahrungen sammelte er bei zwei Einsätzen auf Haïti. Er möchte die weltweite Brüder-Unität so intensiv wie möglich kennenlernen. Im Rahmen seines Praktikums soll er bei einem Mission Camp für Jugendliche Laurel Ridge mitwirken und einen Lehrplan für Missionare entwerfen, die für das »Board of World Mission« arbeiten wollen.

Rückblick nach 50 Tagen in Südafrika

Im Quartals-Magazin »darum« der »Evangelischen Mission in Solidarität« (EMS) blickt Pfarrer Ralf Rohrbach-Koop zurück auf die ersten 50 Tage seines mehrjährigen Dienstes als ökumenischer Mitarbeiter für die Brüdergemeine in Südafrika. Er unterrichtet zu etwa gleichen Teilen am »Moravian Theological Seminary« in Kapstadt-Heideveld (biblische Sprachen und Neues Testament) und versieht verschiedene Dienste in drei Kapstädter Brüdergemeinen, unter anderem predigt er monatlich fünf bis sechs Mal. Noch lernt er auch Afrikaans. Seine Antrittsvorlesung am Seminar hielt er zum Thema »Die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution für den Dienst und das Zeugnis der Kirche«. Überall begegnen ihm Menschen, die auf verschiedene Weise Kontakt zu Gemeinden in Deutschland hatten oder noch haben. Mehr hier.

Kinder reagieren auf Sendungen im TV

Nach Produktion und Ausstrahlung von sieben Sendungen im surinamischen Bildungs-TV für Kinder, in denen es um vor allem den Schutz des Regenwaldes ging, hat die von der Brüdergemeine mitgetragene »Stiftung Kinderbuchfestival« alle Kinder dazu aufgerufen, sich zu den Sendungen äußern. Die Aufträge an die Kinder lauteten z. B.: Zeichne ein Bild aus dem exotischen Park ›Cultuurtuin‹. Oder: Fertige ein Plakat oder eine Collage mit einer wichtigen Botschaft hinsichtlich der Erhaltung der Mangrovenwälder. Oder: Schreibe einen Brief an den Vorsitzenden der Nationalversammlung, in dem es um die Unterstützung des Botanischen Gartens geht. Oder: Bastle eine Grußkarte in Form eines Schmetterlings und schreibe einen Wunsch für die Umwelt in Surinam hinein. Mehr Kinder-Rückmeldungen hier.

Pfingstjubel in der »Großen Stadtkirche«

Am Abend des ersten Pfingstfeiertages hatte die Brüdergemeine in Surinam zu einem übergemeindlichen Pfingstfest-Gottesdienst in die hölzerne »Große Stadtkirche« von Paramaribo - die »Mama Kerki« (Mutterkirche), deren älteste Teile aus dem Jahre 1778 stammen - eingeladen. Besonders die Tanzgruppen aus den verschiedenen Gemeinden sorgten vor den gut gefüllten Bankreihen für ein wahres Pfingstfeuer. Im Internet können 35 Bilder und einige Videos von den Darbietungen der Tänzerinnen und Tänzer aus dem Dorf Moengo sowie aus drei Gemeinden in der Hauptstadt Paramaribo (Helena Christina und Immanuel und Tshoeng Tjien) angeschaut werden. Musik, Gesang, Gestik, Mimik, Dramaturgie sowie das Farbenspiel der Kostüme ergeben jeweils ein Gesamtkunstwerk.

Nepal im Rundbrief des Unitätsfrauenbüros

Im Brief des »Unitätsfrauenbüros« für Juni 2019 heißt es: »Die Frauen in der Brüdergemeine in Nepal sind sehr aktiv. Vani Pradhan kümmert sich wöchentlich um drei Brüdergemeinen. Es gibt fünf verschiedene Frauen-Gebetsgruppen, eine Gebetskette für besondere Notfälle und eine 24-Stunden-Fasten-Gebetsgruppe, die von Seema Rai und Sita Maharjan geleitet wird. Die Frauenabteilung hat zwei neue Projekte initiiert: das »Hannah Day Care Center« und einen Hilfsdienst für alte Menschen. Bitte schließt unsere Schwestern in Nepal in euer Gebet ein! Wir sind so dankbar, dass Gott die Schwestern in Nepal seine Hände und seine Füße sein lässt! Danke für eure Gebete, eure Öffentlichkeitsarbeit und euer Geld. Möge Gott die Frauen in der Brüdergemeine in Nepal segnen und seinen Namen in Nepal groß machen«.

Riesenfreude im »Elim Home«

So viel Freude gab es selten im »Elim Home«, einem 1963 gegründeten Förderzentrum der Brüdergemeine in Südafrika für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Am 3. Juni 2019 besuchte ein Team des Senders »Heart 104,9 FM - Cape Town’s beat« unter Leitung von Irma G. und Aden Thomas die Einrichtung, um diese am dritten Tag des Sendezyklus' »16DaysForYouth« der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen über die Anwesenheit der lockeren Medienprofis war unbeschreiblich. Letztere schrieben nachträglich: »Wir haben in Elim einen Tag mit großartigen Menschen verbracht. Unsere Herzen sind zwar schwer, aber wir genossen die Begegnung mit jedem einzelnen Kind und Jugendlichen. Sie alle haben an diesem Tag unsere Herzen erobert«. Bilderserie hier. Bericht hier. Videoclip (ab 0:45 Min.) hier.

Bau einer Schule im Flüchtlingslager Goma

Zehn Kilometer außerhalb von Goma steht die »Brødremenighedens Danske Mission«, die dänische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, in Kooperation mit der Brüdergemeine in der D. R. Kongo vor der Eröffnung einer neuen Schule. Diese soll etwa 300 Kindern zur Verfügung stehen, die in einem UNHCR- Flüchtlingslager bei Goma leben. Im Grenzraum von der D. R. Kongo zu Ruanda und Uganda haben sich etwa 25.000 Flüchtlinge versammelt, die ihre Heimat infolge des jahrzehntelangen Bürgerkrieges in der D. R. Kongo verlassen mussten. Das Schulbau-Projekt wird vor allem von den dänischen »Y´s Men« unterstützt (ähnlich CVJM). Bisher betreibt die Brüdergemeine im Lager nur eine provisorische Schule für 150 Kinder in einer Wellblech-Hütte. Einige Flüchtlinge sind an den praktischen Bauarbeiten beteiligt.

Weiterer Schreibkurs in Surinam

Die Leitung der Brüdergemeine in Surinam (30.000 Mitglieder) legt großen Wert darauf, dass es in allen Gemeinden eine Reihe von Menschen mit Medien- und insbesondere Schreibkompetenz gibt. Deshalb findet in Kürze schon der dritte, jeweils vier Tageseinheiten (Fr/Sa) umfassende Kurs »Schreiben für die Kirchenzeitung« statt, diesmal in der Combekerk für Mitglieder aus der Region »Paramaribo Zentrum und Nord«. Bereits zu Ende gegangen ist der Kurs in der Saronkerk für Mitglieder aus der Region »Paramaribo Süd«. Referent bei diesem Kurs war u. a. der Journalist Wilfred Leeuwin, der über das Thema »Ethik im Journalismus« sprach. Er betonte die Wichtigkeit von Werten, Wahrheitsfindung, persönlicher Integrität, Quellenschutz und der Darstellung von Position und Gegenposition. Mehr Bilder hier.

Aus der »Christian-David-Schule«

In den vergangenen Tagen war viel los an der »Christian-David-Schule« bei Barkava in Lettland. Auf den Facebook-Seiten der Schule gibt es zwei Dutzend Bilder a) von der Abschlussprüfung nach neun Jahren und den vielen Glückwünschen für die Absolventin, b) vom Besuch von Ben van den Bosch aus Zeist in den Niederlanden, einem langjährigen Freund der Schule und exzellentem Musikpädagogen, der den Bläserinnen und Bläsern an der Schule einige Unterrichtsstunden erteilte und eine wertvolle Trompete überreichte, c) vom Aufbruch des Bläser-Ensembles der Schule zum »38. Bläsertag der Brüdergemeine« in Neuwied am Rhein sowie d) von einem Wander-Schulausflug in den landschaftlich reizvollen Naturpark Gaiziņš mit dem Gaiziņkalns, dem höchsten Berg Lettlands (312 Meter). Bilderserie hier.

Neue Fair-Trade-Angebote

Der »Moravian Merchandise«, der Faire Handel der Herrn-huter Missionshilfe, macht auf ein Sonderangebot namens »Grillstars« aufmerksam: 1 x 0,25 l Olivenöl aus Palästina; 1 x 20 g Za'tar Gewürzmischung aus Palästina; 1 x 20 g Curry aus Sansibar; 1 x 20 g Pili Pili Chili, gemahlen, aus Sansibar; 1 x 20 g Pfeffer, gemahlen, aus Sansibar. Preis: 12,90 Euro (statt 15,40 Euro). Lieferzeit: zwei bis drei Tage. Bestellung hier. »Hair & Body Wash« wird jetzt auch im 10-Liter-Kanister zum Nachfüllen angeboten. Bestellung hier. In Rungwe (Tansania) gibt es ein Projekt, das Frauen zu einem eigenen Einkommen verhilft. Unter anderem stellen die Frauen Nähprodukte her, die auch in Europa vermarktet werden. Zum kompletten Sortiment und zur Bestellung hier. Bestellen Sie in Bad Boll bei Stefanie Franz, Telefon: 07164-942185, E-Mail: stefanie.franz(at)ebu.de.

Von einem Besuch in Jagüey Grande

Im »ONWARD« (Juni 2019), dem Magazin der US-amerikanischen Südprovinz, gibt es einen zweiseitigen Bericht über die kürzliche Reise von Mitgliedern der »Armando Rusindo Mission Foundation« nach Kuba, speziell zur Brüdergemeine in Jagüey Grande. Die Gemeinde, die in vielen Bereichen über den Kreis ihrer eigenen Mitglieder hinaus aktiv ist, konnte eben ihren 11. Geburtstag feiern. Zusätzlich zum Zehnten, den die Mitglieder der Brüdergemeine (wie die Mitglieder aller anderen Kirchen auf Kuba) an die Zentralverwaltung abführen, haben einige Kirchenführer insgesamt 60.000 Pesos (2.500 US-Dollar) auf einem Konto angelegt, um für Notfälle gerüstet zu sein. Der Bericht listet auch Projekte bzw. konkrete Bedarfe für die Zukunft auf. Der ganze Bericht in Deutsch hier.

Genozid an Indigenen in Kanada bewiesen

Ein vom kanadischen Premierminister Justin Trudeau in Auftrag gegebener Untersuchungsbericht beweist jetzt den Genozid an indigenen Völkern in Kanada, besonders an Frauen und Mädchen, darunter die Inuit, denen die Herrnhuter Mission sich 150 Jahre lang zuwandte. »Jetzt haben wir 1200 Seiten, um allen Zweiflern den Völkermord zu beweisen«, meinte der Premier bei der Übergabe des Berichtes am 3. Juni 2019. Dieser sei die erste nationale Untersuchung überhaupt über die Geschichte des Umgangs mit Kanadas First Nations. Sein Ergebnis sei verheerend für den kanadischen Staat. Polizei und Justiz hätten nicht funktioniert, seien würdelos und teilweise verbrecherisch mit den Opfern umgegangen. Wenn die Opfer überlebten, dann seien sie in Kanada regelmäßig Menschen zweiter Klasse gewesen. Mehr hier und hier.

Schwestern unterstützten »Red Cedar«

Zum »Tag der offenen Gärten« am 25./26. Mai 2019 zog es wieder hunderte Menschen nach Berlin-Neukölln, um die ansonsten verborgenen Grünanlagen im Böhmischen Dorf zu besichtigen. Auch das Gemeindezentrum der Brüdergemeine freute sich über viele Gäste. Kreative Schwestern der Gemeinde hatten optische attraktive, nachhaltig gefertigte und fair gehandelte Produkte im Angebot, u. a. verkauften sie Waren aus dem »Moravian Merchandise« - ein großartiger Erfolg. Der Erlös aller Aktivitäten war für den Wiederaufbau der Firma »Red Cedar« in Wupperthal (Südafrika) bestimmt, deren Gebäude und Inventar ein Großfeuer am Jahresende 2018 vollständig zerstört hatte. Den Schwestern in Berlin verfolgten das Anliegen, die Frauen bei »Red Cedar« ihrer Solidarität zu versichern.

Spanische Losungen in Peru im Gebrauch

Die Losungen in Spanisch sind noch nicht weit verbreitet. Sie erscheinen in einer Auflage von nur 1.800 Stück und werden vor allem im Süden der USA sowie mancherorts in Mittelamerika gelesen. Seit kurzem finden sie auch in den noch jungen Brüdergemeinen in Peru eine Heimat. Auf den Webseiten des »Unity Women's Desk« (Unitätsfrauenbüro) war neulich zu lesen: »Wir freuen uns, dass wir Euch zwei Bilder von Stipendiatinnen unseres Büros in Lima, Peru, zeigen können. Anahi und Daniela beteiligen sich in ihrer Gemeinde, der Brüdergemeine ›Somos Uno‹ in Lima, an der Gestaltung der Gottesdienste. Es ist ein Segen für diese Mädchen und ihre Familien, dass sie studieren und ihren Glauben festigen können!« Die Brüdergemeine in Peru verfügt über vier Gemeinden und etwa 50 getaufte Mitglieder. Wer hilft mit bei der Verbreitung der spanischen Losungen?

Elim-Home-Kinder beim Sportfest

Die Jugendliche Emma Cohen, mit dem »Ökumenischen Freiwilligen-programm« derzeit im Einsatz im »Elim Home«, einem Förderzentrum der Brüdergemeine in Südafrika, berichtet in ihrem Internet-Blog über einen besonders schönen Tag für ein Dutzend stationär betreute Kinder und Jugendliche mit teilweise schweren Behinderungen. Auf dem Campus eines Krankenhauses im 180 km entfernten Kapstadt fand der alljährliche »Friends Day« statt, eine Art Sportfest für Menschen mit Behinderungen aus diversen Einrichtungen der Ostkap-Region. Emma Cohen schreibt: »Als wir dort ankamen, tobte schon der Bär! Überall tummelten sich Menschen, die unglaublich glücklich wirkten ... Es ergab sich eine Mischung aus Programm (Buggy-Rennen, Geh- und Krabbel-Wettbewerbe, Wettrennen und Bohnensäckchenwerfen) und Spontan-Aktionen«. Mehr hier.

Zwei Events in der Unitätsprovinz Surinam

Die jährliche Kirchenkonferenz des Inseldistriktes »Curaçao - Aruba - Sint Maarten«, zugehörig zur Provinz Surinam, findet vom 30. Mai bis 2. Juni 2019 auf Curaçao statt. Das Thema der Konferenz ist die Jahreslosung: »Suche den Frieden und jage ihm nach« (Ps. 34,15). Präses Desire Peerwijk wird für die Eröffnung, die Bibelarbeiten, die Zurüstungseinheiten und den Abschluss verantwortlich sein. Nach der Konferenz werden der Präses sowie Michel Joohna nach Aruba reisen, um dort dem Befreiungspastorat, einem speziellen seelsorgerlichen Handeln, nachzugehen. + + Anlässlich des Jubiläums »135 Jahre Combekerk«, Paramaribo (Foto), wird es am 31. Mai 2019 um 19 Uhr einen Vortrag von Prof. Dr. Hans Breeveld geben. Sein Thema lautet: »Die Rolle der Kirche im 21. Jahrhundert«.

Christiane Paul-Klingner heimgegangen

Am 26. Mai 2019 wurde Christiane Paul-Klingner im Alter von 59 Jahren von Gott heimgerufen. Vor einem Jahr stellten die Ärzte bei ihr einen Hirntumor fest, der nicht beseitigt werden konnte und ihre Aufnahme in ein Hospiz in Schwenningen erzwang. Ihr Begräbnis wird am 3. Juni 2019 in Königsfeld/Schw. stattfinden, beginnend um 14.30 Uhr im Kirchensaal. Die Heimgegangene (Foto unten links) war Mitglied der Herrnhuter Missionshilfe und Synodale ihrer Gemeinde, darüber hinaus lebenslang in vielfältiger Weise ehrenamtlich für die Brüdergemeine tätig. In den vergangenen drei Jahren weilte sie, eine Hebamme, wiederholt für mehrere Monate in Tansania (Süd- und Südwestprovinz), wo sie vor allem im Hospital in Isoko arbeitete und die dortigen Mitarbeitenden anleitete, teilweise zusammen mit ihrem Ehemann Stephan Klingner.

Spannende Zeiten in Nikaragua

Spannende Zeiten durchlebt aktuell die Brüdergemeine in Nikaragua. Um die schon vollzogene Abspaltung mehrerer Gemeinden infolge politischer und kirchen-politischer Streitigkeiten wieder rückgängig zu machen, finden in diesen Tagen in allen fünf Verwaltungsbezirken der Unitätsprovinz Synoden statt, mit denen eine baldige, große Provinzialsynode vorbereitet werden soll. Die bisherigen Synoden waren gut besucht und offenbarten, was in der Kirche geändert werden muss: Verhinderung von Korruption, Verbesserung der finanziellen Lage und damit weniger Abhängigkeit von externen Geldgebern, Ausgleich zwischen reichen und sehr armen Gemeinden, Effizienz und Durchschaubarkeit in der Verwaltung, Qualitätssteigerung bei der Ausbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern, bessere Abstimmung und mehr Kooperation.

Jahresbericht 2018/19 der »HM Schweiz«

Wenig medienwirksam, doch außerordentlich effektiv arbeitet die kleine Organisation »Herrnhuter Mission Schweiz«, die zu den Trägervereinen des großen Baseler Werkes »Mission 21« gehört. Am 18. Mai 2019 fand die jüngste Delegiertenversammlung der »Herrnhuter Mission Schweiz« statt, bei der deren Präsident Dieter Zellweger (Oberwil/Bl.) einen Bericht über den Zeitraum April 2018 bis Mai 2019 vorlegte. Im Mittelpunkt der Arbeit der »Herrnhuter Mission Schweiz« steht die finanzielle und personelle Unterstützung der Brüdergemeine in Tansania. Doch auch um das Sternberg-Förderzentrum in Palästina ist das Werk sehr bemüht. Es steht mit 244 schweizerischen Kirchgemeinden und Stiftungen in Kontakt, die zuletzt 300.000 CHF für Tansania und 50.000 CHF für das Sternberg-Förderzentrum spendeten.

Spendenlauf bei bestem Frühlingswetter

Bei 13 Grad Celsius und hellem Sonnenschein fanden sich etwa 400 Kinder und Jugendliche aus den »Evangelischen Zinzendorfschulen Herrnhut« (Gymnasium und Oberschule) sowie einige sportbegeisterte Erwachsene am Mittag des 23. Mai 2019 zum fünften »Spendenlauf für Bildung« zusammen, den die Schulen zusammen mit der Herrnhuter Missionshilfe geplant hatten. Noch steht nicht fest, wie viele Runden insgesamt gelaufen wurden und wie hoch der erlaufene Spendenbetrag ist, die Motivation der Mitwirkenden war jedoch besser denn je. Die Hälfte der Spenden soll dem Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) zugutekommen. Die andere Hälfte verbleibt in den Schulen und soll der Anschaffung von speziellem Mobiliar dienen. Im Vorjahr kamen bei dem Lauf 13.166 Euro an Spenden zusammen.

Konferenz »Brüdergemeine und Sklaverei«

Vom 31. Oktober bis 3. November 2019 wird im Konferenzzentrum Abdijhof, Abdijlaan 8, 5253 VP Nieuwkuijk, NL, eine weitere Konferenz zum Thema »Brüdergemeine und Sklaverei« stattfinden. Es handelt sich dabei um die Folgetagung einer entsprechenden Konferenz im Jahre 2012. Nachdem damals im Rahmen des Gedenkens an die Abschaffung der Sklaverei in Surinam vor 150 Jahren v. a. die Verwicklung der Brüdergemeine und ihrer Mission in dieses menschenverachtende System im Vordergrund stand, soll in diesem Jahr die Frage im Mittelpunkt stehen, wie wir in Wahrheit freie Schwestern und Brüder sein können. Kosten: 125 Euro p. P. (inkl. Transport vom und zum Bahnhof Den Bosch). Infos bei Johannes Welschen. Telefon: +31 (0) 30 8500138; E-Mail: info(at)ebg.nl. Foto: Ausstellung zum Thema in Königsfeld i. Schw.

Geistige Nahrung für Wupperthal

Vom 25. bis 28. April 2019 fand am großen Staudamm in Clanwilliam (Cederberg Municipality), einem Nachbarort der Missionssiedlung Wupperthal, die am 30./31. Dezember 2018 von einem Großfeuer zur Hälfte zerstört worden war, das »Fünfte Oh Dam Musik- und Kulturfestival«, ein überregional bekanntes und beliebtes Camping-Event, statt. Die Organisatoren des Events kamen auf die Idee, für die Opfer der Feuersbrunst, die meist nur das, was sie auf dem Leibe trugen, hatten retten können, Bücher und andere nicht verderbliche Hilfsgüter zu spenden. Am 30. April 2019 erfolgte die Übergabe der Gegenstände im Wert von 50.000 Rand, das sind etwa 3.100 Euro, an die Empfänger-Familien, die jetzt vorübergehend in 53 Container-Wohnungen auf dem vormaligen Rugbyfeld leben. Die Lokalpresse berichtete. Download des Artikels in Deutsch hier.

Viele besondere Veranstaltungen weltweit

In den vergangenen Wochen hat in der weltweiten Brüder-Unität eine große Fülle von besonderen Veranstaltungen stattgefunden, was nur eine summa-rische Berichterstattung mit einem Bild bzw. mit zwei Bildern sowie mit kurzen Bildunterschriften erlaubt. Die Bilder stammen von den Facebookseiten des Unitätsfrauenbüros, geleitet von Julie Tomberlin (USA), sowie von denen des Unitätsjugendbüros, geleitet von Jiřina Čančíková (CZ). Eine PDF-Datei mit zwölf Bildern hier. Jugendtage bzw. Jugendkonferenzen hat es gegeben in Honduras, Malawi, Nepal, Sambia und Surinam. Zu einer Schwesternkonferenz hatten die leitenden Schwestern in Südafrika eingeladen. In Nikaragua bereitete man sich auf eine anstehende Synode vor. Und das Unitätsfrauenbüro präsentierte seine fünf tansanischen Stipendiatinnen für ein Theologiestudium in Mbeya.

Gesegnete Seminare in Burrel und Tirana

In der ersten Mai-Hälfte 2019 haben in der Brüdergemeine in Albanien gleich zwei Seminare stattgefunden. In der gebirgigen Kleinstadt Burrel trafen sich 20 Jugendliche aus Burrel, Bathore und Tirana zu einem biblischen Seminar über das Thema »Schöpfung«, das von Mike Boije aus Göteborg (S) geleitet wurde. Und in Tirana kamen die Führungskräfte aus allen Gemeindegruppen in Albanien mit Jørgen Bøytler aus Christiansfeld (DK) zusammen, um sich historisch, theologisch und praktisch mit dem Thema »Liturgie« zu befassen. Alle Gruppen haben sich für die nahe Zukunft vorgenommen, zum Zweck der Identitätsfindung eigene Liturgien zusammenzustellen und in ihren Gottesdiensten einzuführen. Der ganze Bericht in Deutsch mit Bildern hier.

Christian-David-Schule: Zeig dein Talent!

»Zeig dein Talent!« So hieß es am 15. Mai 2019 an der »Christian-David-Schule« im lettischen Kalna Skola bei Barkava. Drei Jungen schafften es mit Tempo und Leichtigkeit, hoch in die Laubbäume zu klettern. Einigen Mädchen gelang eine Pferde-, anderen Mädchen eine Hunde-Dressur. Ein gemischtes Team zauberte in der Küche schmackhaftes Gebäck. Auch zum Origami (asiatische Kunst des Papierfaltens) hatten sich Kinder zusammengefunden. Wieder andere setzten kunstvolle Blumengebinde zusammen. Als Event-Manager und als Kommentatoren fungierten Vizma und Māris, die nachmittags die Sieger-Nominierungen vornahmen. Am Talente-Tag gab auch der Himmel sein Bestes, der das gesamte Ambiente blau überstrahlte.

Anti-Mobbing-Tag an Schulen in Surinam

Ein großes Thema an den Schulen der Brüdergemeine in Surinam war in diesem Jahr der Anti-Mobbing-Tag (»Anti Pestdag«). Man beging ihn am 10. Mai 2019 mit einer Fülle von Aktionen: Plakate wurden gestaltet, kleine Filme wurden gedreht bzw. vorgeführt, es gab Anspiele, Verhaltensanalysen und Diskussionen. Die Beiträge auf den Facebook-Seiten der Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam (Bilder + Videos) legen eindrucksvoll Zeugnis davon ab. Für den 22. Februar 2020 ist geplant, den Anti-Mobbing-Tag weltweit zu begehen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen ein pinkfarbenes T-Shirt tragen und unterschreiben, dass sie sich an Mobbing-Aktionen nicht beteiligen werden. Der Tag entstand aus konkretem Anlass 2007 in Berwick, Neu-Schottland (Kanada). Die UN bestimmten den 4. Mai als »Anti-Bullying-Day«.

Dank an engagierte Jugendliche auf Jamaika

Die Jugend der Brüdergemeine auf Jamaika zeigt auf seiner Facebook-Seite (siehe hier) einige Bilder von einem besonderen Ereignis. Die Leitung der Unitätsprovinz hatte etwa 20 besonders verdienstvolle Jugendliche für den 28. April 2019 zu einem ganztägigen Ausflug eingeladen. Teilweise hatten sich die Jugendlichen im kirchlichen, teilweise auch im sozialen und kulturellen Bereich mit Hingabe engagiert. Der Ausflug führte die Jugendlichen zunächst in den größten Zoo des Landes, den »Hope Garden« in der Hauptstadt Kingston. Dann ging es an den Stadtrand in eines der schönsten Gebäude des Landes, in die Villa »Davon House«, die besichtigt wurde und in der es ein Eis gab. Das Haus ist auch deshalb berühmt, weil es George Stiebel, der erste schwarze Millionär von Jamaika, für sich erbauen und luxeriös ausstatten ließ.

110 Jahre Javaner-Mission in Surinam

»Javaner«, so werden in Surinam die Nachkommen derjenigen genannt, die im 19. Jahrhundert von der niederländischen Kolonialregierung nach Abschaffung der Sklaverei als so genannte »Kontraktarbeiter« von Indonesien (oft von der Hauptinsel Java) ins Land geholt wurden. Am 11. Mai 1890 betraten die ersten Javaner surinamischen Boden. Am 9. Mai 1909 begann die Javaner-Mission der Brüdergemeine. Dieses Ereignis wurde nun 110 Jahre später am 11. Mai 2019 in Paramaribo gebührend gefeiert. Die Javaner haben - unter maßgeblicher Mitwirkung der Brüdergemeine - das wirtschaftliche, kulturelle und politische Leben in Surinam stark geprägt. Bei den Festvorbereitungen arbeiteten die Brüdergemeine und die Interessenvertretung der Javaner in Surinam eng zusammen. Eine schöne Geschichte hierZwei Videos hier und hier.

Dank an Interims-Management-Team

Das Kuratorium des »Theologischen Seminars der Brüdergemeine in Surinam« hat sich kürzlich zusammen mit der Leitung der Unitätsprovinz Surinam noch einmal ausdrücklich bei dem Interims-Management-Team (siehe Foto) des Seminars für dessen ausgezeichnete Arbeit in den vergangenen zwölf Monaten bedankt. Das Team - bestehend aus Hesdie Zamuël sowie den Schwestern G. Doelwijt und G. Lackin - hat sich in diesem Zeitraum nicht nur mit viel Engagement um den Fortgang der laufenden Geschäfte des Seminars gekümmert, sondern auch einen »Zukunftsplan 2018-2023« aufgestellt. Schon seit dem 1. Dezember 2018 amtiert Consuella Overloon-Landvreugt als neue Direktorin des Seminars, das im Oktober 2018 seinen 50. Gründungstag feiern durfte. Ein Image-Video des Seminars in Niederländisch (2:28 Min.) hier.

Einladung: Tag der Brüdergemeine in Ineši

Um den Niederschlag, den die Herrnhuter Bewegung in Lettland im 18. und 19. Jahrhundert in der nationalen Literatur und bildenden Kunst gefunden hat, geht es beim zweiten diesjährigen »Tag der Brüdergemeine« in Lettland, zu dem kürzlich eingeladen wurde (Flyer in Deutsch hier). Dieser Tag wird am 7. Juni 2019 in Ineši, einem kleinen Weiler in der Gemeinde Vecpiebalga (Altpebalg) begangen, in dem sich ein Museum namens »Orisāre« befindet, dessen Trägerverein zusammen mit der Brüdergemeine als Veranstalter fungiert. Neben Gundars Ceipe, dem Leiter der Brüdergemeine in Lettland, halten folgende Personen einen Vortrag: Der Historiker Jānis Polis, die Mitarbeiterin der Lettischen Universität in Riga, Māra Grundule, und die Schriftstellerin Inguna Bauere.

Musical zum Jubiläum »150 Jahre Pella«

Der 5. Mai 2019 war ein ganz großer Tag in der Geschichte der Brüdergemeine Pella, die vor 150 Jahren für Flüchtlinge von überall her als »Moravian Mission Station Pella« an der Westküste Südafrikas gegründet wurde, weil es in der Station Mamre keinen Platz mehr für sie gab. Joy Faith Kronenberg, die Pfarrerin der Brüdergemeine Pella, der Musik und dem Theater leidenschaftlich verbunden, hatte aus Anlass dieses Jubiläums ein Musical geschrieben, das in der großen Kapstädter »Baxter Concert Hall« mit dutzenden Gemeindegliedern zur Aufführung kam. Das vierstündige Musical erinnert in bewegenden Bildern, Texten und Tönen an die Ursprünge der Missionsstation im Jahre 1869 und gedenkt der bunten Menschenschar, die damals nach Pella gekommen ist. Zum Bildbericht in Deutsch von Renate Cochrane hier. Weitere Bilder hier.

Weltgebetstag fördert Jugendleiterseminar

Aus Spendenmitteln, die im Zusammenhang mit dem Weltgebetstag 2018 zum Thema »Surinam« eingingen, kann die Brüdergemeine in Surinam eine Reihe von Jugendleiterseminaren durchführen, die sowohl für die eigenen Jugendleiterinnen und Jugendleiter als auch für junge Kader aus anderen Kirchen bestimmt sind. Ein drittes derartiges Seminar, das sich über mehrere Sonnabende erstreckt, begann am 4. Mai 2019 in Paramaribo in der »Noorderstadskerk« mit einer Andacht. Anschließend sprach Desire Peerwijk, der Präses der Brüdergemeine in Surinam, in einem Nebenraum allgemein über die Verjüngung und Erneuerung der Kirche. Dann hielt die Ausbilderin Ingrid Hill-Peerwijk eine Seminareinheit mit Diskussion zum Thema »Kreative Kommunikation und Soziale Medien«.

Sternberg: Palmsonntagsfeier 2019

Weil die Kirchenjahresfeste in Palästina - anders als in Europa - dem alten julianischen Kalender folgen, fand die Palmsonntagsfeier im Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg erst am 24. April 2019 statt. In Anwesenheit von Imad Haddad, Pfarrer der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Ramallah, begab sich ein fröhlicher Zug von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen singend und Palmzweige schwingend hinauf zum Plateau oben auf dem Berg. Hier hörten alle auf eine kurze Predigt, bevor gemeinsam getanzt, gespielt und gegessen wurde. Schön war die zusätzliche Anwesenheit einer Gruppe aus der nahen »Taybeh Latin Secondary School«, die den Auftakt zum Osterfest auf dem Sternberg erleben wollte.

Die MCF und die Missionsgesellschaften

Am 1. Mai 2019 fand in Amsterdam ein Gespräch zwischen zwei Mitgliedern der Direktion der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität und Vertretern der »Moravian Church Foundation« der weltweiten Brüder-Unität statt. Zuletzt hatte der Präsident der in den Niederlanden ansässigen Stiftung, Hugo Fernandes Mendes, an der Synode der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität teilgenommen. Die Stiftung, die von den Erträgen von etwa 40 Firmen der Brüdergemeine im karibisch-südamerikanischen Raum lebt, unterstützt in vielfältiger Weise die Arbeit der Brüder-Unität, v. a. die theologische Ausbildung (Foto). Künftig wollen die Stiftung und die Missionsorganisationen der Brüder-Unität ihre Arbeit auf der Basis einer noch zu verabschiedenden Vereinbarung eng abstimmen. Zunächst wird Hugo Fernandes Mendes an der Sitzung des Europäischen Missionsrates der Brüdergemeine 2019 in Basel teilnehmen.

Besuch von jungen Freiwilligen in Ndola

Alle fünf jungen Freiwilligen, die - gefördert über das Programm »weltwärts« der Bundesregierung - derzeit in Sambia mit der »Gossner Mission« Dienst tun, besuchten vom 1. bis 4. Mai 2019 mit Heidrun Fritzen, ihrer Koordinatorin, die Projekte der Brüdergemeine in Sambia, insbesondere das Fisch- und das Schweinezuchtprojekt sowie das Berufsschulzentrum. Einige von ihnen halfen eifrig beim Abfischen eines Teiches, was besonders für die Nachbarskinder eine besondere Attraktion war. Anschließend sprachen sie unter Moderation von Fred Walch von der Herrnhuter Missionshilfe mit Gemeinhelfern der Brüdergemeine und anderen Mitarbeitenden über die Situation der Menschen in den Armenvierteln Ndolas, über die Ernährungssituation, die Berufsausbildung sowie die Lage der Brüdergemeine in Sambia.

Hilfsgüter-Container für die »Ahus Clinic«

Im Missionsmagazin »ONWARD« der Brüder-gemeine in Nordamerika (Ausgabe für Mai 2019) findet sich ein ausführlicher Bericht über die vergangenen drei Monate an der »Ahuas Clinic« der Brüdergemeine in Honduras, den Rick Nelson, der Klinikdirektor, verfasst hat. Die Klinik befindet sich in der abgelegenen, wenig entwickelten, überwiegend von Angehörigen des Miskito-Volkes bewohnten »Mosquitia« in der Nähe des Atlantischen Ozeans. Den größten Teil des Berichtes nehmen Informationen über einen großen Hilfsgüter-Transport per Container vom Süden der USA nach Ahuas ein. Es wird deutlich, welch riesigen Aufwand es erfordert, medizinische Geräte und Medikamente, die in der Ersten Welt selbstverständlich und überall verfügbar sind, in ein Dorf in der Dritten Welt zu bringen. Der gesamte Bericht in Deutsch hier.

Zur Lage der Brüdergemeine in Nikaragua

Der Kirchenälteste Samuel Kittle-Borge aus der Brüder-gemeine »Santa Trinidad« in Bilwi informiert in einem Rundbrief an seine Bekannten in Deutschland über die Lage der Brüdergemeine in Nikaragua, die seit Januar 2019 von einer Kirchenspaltung betroffen ist. Auch der Besuch zweier externer Bischöfe der Brüder-Unität, die einen Hirtenbrief verfassten, sowie des Präsidenten und des Geschäftsführers der weltweiten Brüder-Unität konnten die Spaltung nicht rückgängig machen. Die von einer illegalen »Synode« eingesetzte vermeintlich neue Kirchenleitung hat die von José Rivera angeführte offizielle Kirchenleitung für abgesetzt erklärt und bis jetzt 13 Pfarrer aus ihren Gemeinden in und um Bilwi vertrieben. Auf weitere Pfarrer samt deren Familien, die sich der neuen Kirchenleitung nicht unterstellen wollen, wird massiver Druck ausgeübt.

Ostern an der Christian-David-Schule

Eine digitale Ansichtskarte aus der »Christian-David-Schule« bei Barkava in Lettland informiert über drei wichtige Ereignisse in der Osterwoche. Weil die Schule auf eigenen großen Feldern eine Selbstversorger-Landwirtschaft betreibt, mussten nach Ende des Winters tausende Saatkartoffeln in den Boden gelegt werden, in den der Schultraktor zuvor lange Furchen gezogen hatte. Zwei junge Freiwillige aus Russland und aus Irland galt es nach mehrwöchigem Dienst aus der Schulgemeinschaft wieder zu verabschieden. Und dann stand noch ein gemeinsamer Ausflug von Lernenden und Lehrenden in die an vielen Stellen fast unberührte Natur auf dem Programm. Man streifte durch die Wiesen, Wälder und Felder entlang des Flusses Aiviekste, ein Nebenfluss der Düna, und man besuchte den Flecken Liepsalas.

Spenden für Gemeindezentrum erbeten

  Kürzlichhat die Herrnhuter Missions-hilfe ihr erstes Spendenmailing im Jahre 2019 verschickt. Darin wird um Geld für ein neues Gemeindezentrum der Brüdergemeine in Ndola (Sambia) gebeten. Das vor etwa 30 Jahren errichtete alte Gebäude mit einem löchrigen Wellblechdach ist kaum noch benutzbar und droht einzustürzen. Es war für viele Menschen wichtiger Ort, wurde hier doch nicht nur gesungen und getanzt, Gottes Wort verkündet und gebetet, sondern auch mancherlei Lebensberatung gegeben und medizinische Hilfe geleistet. Auch das neue Gemeindezentrum soll ein Ort der Hoffnung werden. Geplant sind zusätzlich zum bisherigen Raumkonzept auch Räume für die Tagesbetreuung von Waisenkindern. Das komplette Mailing, das auch andere Arbeitszweige der noch jungen Brüdergemeine in Sambia vorstellt, hier.

Die Arbeit in Südafrika hat begonnen

Schon vor sieben Wochen ist Ralf Alfred Rohrbach-Koop, zuletzt evan-gelischer Pfarrer in Untereisesheim, als Ökumenischer Mitarbeiter der »Evangelischen Mission in Solidarität« (EMS) in Südafrika angekommen, wo er am »Moravian Theological Centre« in Heideveld sowie in der Kapstädter Brüdergemeine »Wynberg« für drei Jahre tätig sein wird. Im ersten Facebook-Eintrag aus Kapstadt schreibt er: »Arrived and warmheartfully welcomed by the Moravian Brothers and Sisters!«. Da Alfred Rohrbach-Koop auch sonst auf Facebook sehr aktiv ist (siehe hier), kann sein Dienst und sein allmähliches Kennenlernen des schönen Landes am Kap der Guten Hoffnung mit hunderten Bildern nachverfolgt werden. Er war auch schon in Wupperthal, wo er unter dem Motto »Höllenfeuer und Paradies« knapp 100 Fotos gemacht hat (siehe hier).

»Women Future Leaders« im Altenheim

Auch im »Bethlehem Moravian College«, einer renommierten Schule der Brüdergemeine in Malvern/St. Elisabeth auf Jamaika, gibt es eine Gruppe der »Women Future Leaders«, einer globale Organisation, die wie folgt für sich wirbt: »Where girls get the skills to become women who build & lead the future in a digital world«. Die Gruppenmitglieder unternahmen in ihren pinkfarbenen Future-Leaders-T-Shirts einen gemeinsamen Ausflug in das »Reeves Nursing Home«. Dort wurde ihnen von Mitarbeitenden ein christliches Altenheim vorgestellt, das als saubere, geräumige und liebevoll geführte christliche Einrichtung gilt, in der hoch qualifiziertes Personal anzutreffen ist. Natürlich ging es bei dem Besuch auch um den Beruf der Altenpflegerin. Zum Essen machte die Gruppe Station im »Deerrs Bar and Chill Restaurant«.

Claudia Zeising mit Résumé-Rundbrief

Seit drei Monaten ist Claudia Zeising nach zwei mehrjährigen Einsätzen für die Brüdergemeine in Tansania (Süd- und Südwestprovinz), zu denen sie von »Mission 21« ausgesandt war, wieder zurück in Deutschland. Insgesamt hat sie 33 Dienstjahre in Afrika zugebracht. Mit etwas Abstand schaut sie in einer Art »Résumé-Rundbrief« (siehe hier), versehen mit etzlichen Bildern, zurück auf ihre Arbeit, die sie zusammen mit vielen Menschen tat, die ihr ans Herz gewachsen sind. Sie berichtet von Erfolgen, Stagnation und Misserfolgen, von Alltäglichem, Besonderem und Wunderbarem. Evtl. wird Claudia Zeising nach einer Erholungszeit noch einmal für drei Jahre nach Afrika ausreisen, diesmal vor allem für die Brüdergemeine in Malawi, ausgesandt von der Herrnhuter Missionshilfe.

76. Provinzialsynode auf Jamaika eröffnet

Im »Bethlehem Moravian College« in Malvern/St. Elisabeth wurde am 22. April 2019 die 76. Provinzialsynode der Brüdergemeine auf Jamaika eröffnet. Die Synode tagt unter dem Thema: »Der Auftrag der Kirche - ganzheitliche Entwicklung vorantreiben«. Kevin Marshall, Mitglied der Kirchenleitung, begrüßte die Anwesenden und führte in das synodale Geschäft ein. Beryl Rochester sprach für die gastgebende Berufsschule. Erzbischof Kenneth Richards ergriff das Wort für den »Rat der Kirchen auf Jamaika«. Cortroy Jarvis aus dem benachbarten Antigua, der Vorsitzende des Unitätsvorstandes, verlas ebenfalls eine Grußadresse. Phyllis Smith Seymour, die Präsidentin der Brüdergemeine auf Jamaika, predigte in einem langen Festgottesdienst. Den Segen für die Synodalen sprach Bischof Stanley Clarke. Viele Bilder hier und hier.

Großer Ostergottesdienst in Tirana

Der Vorstand der Brüdergemeine in Albanien grüßt seine Freundinnen und Freunde überall auf der Welt zu Ostern 2019 und schreibt: »Unser Herr Jesus Christus ist auferstanden! Wir schicken Euch elf Bilder vom Ostergottesdient in unserem Gemeindezentrum in Tirana. Es waren 160 Personen aus allen unseren Gemeinden gekommen. Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene feierten die Auferstehung des Erlösers. Im Gottesdienst gedachten wir unseres ersten Missionars und Pastors, des lieben Bruders Knud Schjodt Pedersen, der am 4. April 2019 in Dänemark heimgerufen wurde. Wir erinnerten uns in Tränen, aber auch mit Dankbarkeit an die Zeit, die wir mit ihm und seiner Frau Ruth im Jahre 1996 in Albanien verbrachten. Danke, dass Ihr in Eurem Gebet immer bei uns seid. Möge der Heilige Geist Euch allezeit erfüllen und leiten«.

Marine übergibt Schildkrötenfleisch

Eine nikaraguanische Marineeinheit brachte bei La Barra in der Mündung des Rio Grande (Autonome Region Karibik Süd) ein Boot namens »Jenny« auf und durchsuchte es. Dabei fand sie 400 Pfd. Fleisch der Grünen Meeres-schildkröte, das illegal nach Bluefields gebracht werden sollte. Das Fleisch wurde den Vorstehern nahegelegener Dörfer übergeben, die es u. a. einer Schule und einem Gesundheitszentrum der Brüdergemeine am Rio Grande zukommen ließen, wie es eine Verordnung der Behörde SERENA (»Secretaría de los Recursos Naturales»; Büro für natürliche Ressourcen) vorsieht. Die Marineeinheiten von Nikaragua haben u. a. die Aufgabe, den Schutz der Umwelt und die Erhaltung der natürlichen Ressourcen zu gewährleisten. Sie ermahnten die Menschen, die Schildkröten jagen, die gesetzlichen Schutzzeiten einzuhalten.

Ostergrüße aus Lettland

Im Rundbrief des Vereins »Lettland-hilfe e. V.« mit Sitz in Schönebeck (Elbe) für das Frühjahr 2019 (Download hier) gibt es einen Bericht über das Leben an der »Christian-David-Schule« sowie Informationen über die nächste Fahrt nach Lettland, zu der Mitglieder des Vereins am 1. Mai 2019 aufbrechen. Noch immer braucht die Schule Hilfe, da die Region Madona eine um zwei Drittel niedrigere Wirtschaftskraft besitzt als die Region um Riga (Artikel zum Wohlstandsgefälle in Lettland hier). In der Schulküche gibt es jetzt neue Möbel. Zwei Klassenzimmer wurden renoviert. Die eigene Kartoffelernte war schlecht, was mit Arbeitseinsätzen für benachbarte Bauern kompensiert werden konnte. Der Gründer und Pfarrer der Schule, Valdis Strazdiņš, erkrankte um die Jahreswende 2018/2019 schwer. Eine Krebsoperation überstand er gut. Bild: Renars, 1. Klasse.

Schulnachrichten: JAM, LV, SUR, TZ

In Jamaika beteiligten sich die Jugend-lichen aus dem »Bethlehem Moravian College« in Malvern/St. Elisabeth am 6. April 2019 an Sportwettkämpfen der Jugendarbeit der Brüdergemeine. Fotos hier. + + + Die Kinder und Jugendlichen an der »Christian-David-Schule in Lettland« waren am 11. April 2019 mit Laubharken und anderen Frühjahrsputz-Arbeiten auf dem sehr weitläufigen Schulgelände beschäftigt. Fotos hier. + + + Die Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam (»Stichting Onderwijs der EBGS«) feierte am 14. April 2019 den 3.000 Like-Button auf ihren Facebook-Seiten. Siehe hier. + + + Die erst im Januar 2019 eröffnete »Elisabeth Preiswerk School« in der Kleinstadt Ifakara in der tansanischen Ostprovinz, eine Sekundarschule nur für Mädchen, kämpft nach wie vor mit immer neuen staatlichen Auflagen.

Singstunde im Präsidentenpalast

Der 12. April 2019, der letzte Tag vor den Osterferien, war ein großer Tag für die Kinder der »Marcel Ria School« sowie für die Jugendlichen der »L.O.M. Samuel School« der Brüdergemeine in Paramaribo (Surinam). Diese waren in den Präsidentenpalast eingeladen, um zusammen mit Ingrid Bouterse-Waaldring, der First Lady von Surinam, den Eingang in die Karwoche mit einer Reihe von Liedern zu begehen. Natürlich ließen sich die Kinder und Jugendlichen in kleinen und großen Gruppen auch stolz mit der First Lady ablichten. Ein Video vom Auftritt hier. Bilder hier. Auf dem Gelände der nahe gelegen »William Severinus Richenel Ritfeld School« wächst derweil der Neubau einer großen Schulturnhalle empor. Vier Bilder hier. Die »L.O.M. Samuel School« ist eine Schule für Jugendliche mit Lernschwächen. Auch in bzw. vor allen anderen Schulen der Brüdergemeine wurde am Beginn der Karwoche gesungen.

Jonah Sinyangwe besuchte Taifun-Opfer

Jonah Sinyangwe, der Projektmanager der Unitätsprovinz Malawi, besuchte Mitte April 2019 die Opfer des Taifuns »Idai« in ihren Notunterkünften bzw. in Auffanglagern der Regierung, wo sie ein Zelt oder ein großes Hallendach vor Sonne und Regen schützt, wo sie Kochstellen sowie einfache Sanitäranlagen haben. Er schreibt: »Es ist bedrückend zu sehen, wie Frauen und Kinder unter erbärmlichen Bedingungen in schlimmer Not leben. Ältere Personen, Menschen mit Behinderung und chronisch Kranke liegen hilflos da und warten auf Zuwendung. Ich habe Fotos gemacht, was mit Zustimmung der örtlichen Führer sowie der Opfer bzw. der Eltern der Opfer geschah, womit sichergestellt ist, dass durch das Fotografieren niemandes Würde verletzt wurde. Um weitere Spenden wird gebeten. Onlinespende hier. Bankverbindung hier.

Sajen Msagala von BDM-Jugend eingeladen

Der 26-jährige Sajen Msagala aus der tansinischen Rukwa-provinz weilt in der zweiten April-Hälfte 2019 auf Einladung der »BDM Unge« (Missionsjugend der Brüdergemeine in Dänemark) in Christiansfeld und Umgebung. Er nimmt unter anderem an einer Osterfreizeit in Skanderborg teil und wirkt bei einem Oster-Event der Missionsjugend mit. Einige Mitglieder dieser Organisation, in der vor allem ehemalige Tansania-Freiwillige zusammengeschlossen sind, kennen den Gast von ihrem Einsatz in der Einrichtung »Peter’s House« in Sumbawanga her, wo dieser - ein früh verweistes Kind - länger lebte. Die Lebensgeschichte Sajen Msagalas, die bei dessen Aufenthalt in Dänemark als eine exzellente Hoffnungsgeschichte öfter erzählt wurde, ist ein schlagender Beweis für den Sinn ganzheitlicher Missionsarbeit. Mehr zum Leben von Sajen Msagala hier.

Neue Materialien für Schule in Bluefields

Eine Mitarbeiterin des Erziehungs-ministeriums von Nikaragua weilte am 9. April 2019 in Bluefields an der Costa Atlantica, um das »Colegio Moravo Secundaria«, eine schon 1921 gegründete weiterführende Schule der Brüdergemeine, zu besuchen. Dabei überreichte sie den dort tätigen, zumeist jungen Lehrkräften eine Vielzahl neuer Unterrichtsmaterialien und gab ihnen eine entsprechende Einführung. Diese freuten sich über all die großen und kleinen Dinge, die sich in Koffern, Kisten und Beuteln befanden. Sie ermöglichen es den Lehrkräften an der renommierten Schule, einen abwechslungsreichen, anschaulichen und lebendigen Unterricht zu halten. Darüber hinaus empfing die Schule mehrere Gegenstände zur besseren Ausstattung der Klassenzimmer und Fachkabinette.

Knud Knudsen reist wieder nach Afrika aus

Knud Elmo Knudsen, seit zwei Jahrzehnten als Missionar im Einsatz für die »Brødremenighedens Danske Mission«, die Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark, reist nach langem Heimataufenthalt am 24. April 2019 erneut nach Ostafrika aus. Über Tansania möchte er in die D. R. Kongo, um die nächste Phase des Gesundheitsprojektes der dortigen Brüdergemeine in 22 abgelegenen Dörfern in der Region Moba am Ufer des Lake Tanganyika zu starten. Die auf drei Jahre angelegte nächste Phase dieses Projektes der Basis-Gesundgeitsversorgung wirke sich nachweislich äußerst positiv auf die Lebensbedingungen der kleinen, armen Dorfgemeinschaften am schwer zugänglichen Seeufer aus, betonte Jens Peter Rejkjær, der Generalsekretär der BDM, der 2018 das Gebiet besuchte. Ein Fünf-Minuten-Video zum Projekt hier.

Seminar in Bethel/AK verbreitet Hoffnung

Die Stadt Bethel liegt in der Tundra im Südwesten des US-amerikanischen Bundesstaates Alaska, 400 Meilen westlich von Anchorage. Das dort befindliche Bibelseminar der Brüdergemeine bzw. dessen Absolventinnen und Absolventen helfen dabei, die indigene Bevölkerung insbesondere in den schwer zugänglichen Dörfern zu stärken. »Das ländliche Alaska stirbt. Die Menschen ziehen von hier fort. Die Suizidrate unter den Jugendlichen in Alaska gehört zu den höchsten in den USA«, erklärt Edward Dehnert, der Seminardirektor. »Seminare wie das unsere, die Pastorinnen und Pastoren - fast alles Einheimische - ausbilden und diese dann wieder in ihre Dörfer zurücksenden, tun viel für das Land, das seinen Weg finden muss«. Dank eines neu gebauten Wohnheimes können auch immer mehr Ehepaare und Frauen das Seminar besuchen.

Kindergarten auf Sansibar: erster Spatenstich

Immer mehr Kinder wollen den Herrnhuter Kindergarten in Mwera auf Sansibar besuchen, der Teil der »Herrnhuter Academy - Primery und Nursery School« ist. Dehalb wurde Ende März 2019 ein Kindergarten-Neubauprojekt in Angriff genommen. Nach dessen Abschluss werden bis zu 120 weitere Kinder in vier neuen »Klassenzimmern« Aufnahme finden können. Nach der Anfang Januar 2019 erfolgten Einweihung der neuen Grundschule auf dem Gelände ist der Kindergarten das zweite große Bauvorhaben binnen kürzester Zeit, das die Herrnhuter Missionshilfe maßgeblich unterstützte. Den symbolischen ersten Spatenstich nahmen zusammen mit Majidu Kalokola, dem Bauleiter, und Owden Ndille, dem Schulleiter, die Bürgermeisterin von Mwera, Tatu Kwiyela, und Markus Kuhn von der Herrnhuter Missionshilfe vor.

Prominente besuchen Projekte in Malawi

Nach dem Bau eines Child Care Centers Ende 2017 im »Dzaleka Refugee Camp« des UNHCR bei Lilongwe konnte die Brüdergemeine in Malawi Anfang 2019 mit dem Bau einer Grundschule für die Klassen 1 und 2 neben dem Center beginnen. Um sich ein Bild von den vielfältigen Projekten der Brüdergemeine zu machen, begab sich Ende März 2019 der deutsche Botschafter von Malawi, Jürgen Borsch (Foto), in das Child Care Center, wo er von den Verantwortlichen mit Freude empfangen wurde. Der Diplomat war begeistert von dem, was in den letzten zwei Jahren im Camp entstanden ist. Auch Havard Hovdhaugen, der Landeschef der »Norwegian Church Aid«, nahm mit seiner Tochter die Projekte der Brüdergemeine im Camp in Augenschein. Dabei ging es vor allem um eventuelle künftige gemeinsame Wasser-, Sanitär- und Hygieneprojekte.

»Moravian Merchandise« - Sonderangebote

Der »Moravian Merchandise«, der Faire Handel der Herrnhuter Missionshilfe, macht auf zwei Frühlings-Sonderangebote aufmerksam, die ab sofort im Onlineshop, per Telefon und E-Mail sowie in der Verkaufsstelle im Unitätshaus in Bad Boll, Badwasen 6, erhältlich sind. Bei den Sonderangeboten handelt es sich zum einen um das dreiteilige »Geschenkset Rooibos«, zum anderen um das dreiteilige »Geschenkset Oliven«: Geschenkset Rooibos mit Hair & Body Wash (150 ml), Aloe-Rooibos-Gel (30ml) und Rooibos-Tee (20 Aufgussbeutel) - Aktionspreis 9,50 Euro (statt 11,00 Euro). Geschenkset Oliven mit Olivenöl (0,25 l), Za'tar Gewürzmischung (50 g) und Olivenseife (100 g) - Aktionspreis 9,50 Euro (statt 10,90 Euro). Bitte bestellen Sie in Bad Boll bei Stefanie Franz, Telefon: 07164-942185, E-Mail: stefanie.franz@ebu.de.

Künftige albanische Pfarrerin in Dänemark

Auf Einladung der dänischen Y’s Man (vergleichbar dem CVJM) in Skive, Viborg und Silkeborg weilt Dena Grillo-Fortuzi, eine verheiratete junge Ehefrau und Mutter aus Albanien, in den 14 Tagen vor Ostern 2019 in Dänemark. Dena Grillo-Fortuzi ist seit Anfang 2019 vollzeitlich für die Brüdergemeine in Albanien tätig. Ihr Gehalt wird von der Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark (»Brødremenighedens Danske Mission«) mit Unterstützung anderer Missionsgesellschaften, darunter die Herrnhuter Missionshilfe, für fünf Jahre garantiert. »Ich wurde eingeladen, um die Beziehungen zwischen der Herrnhuter Mission in Dänemark und ihren Freundeskreisen im dänischen Hinterland zu stärken. Ich erzähle über die Arbeit meiner Kirche und über unseren Campingplatz in Pogradec, dessen Bau die dänischen Y's Men unterstützten«. Mehr in Deutsch hier.

Nach den Sternberg-Arbeitsgesprächen

Nach ihrer Rückkehr von den halbjähr-lich stattfindenden Arbeitsgesprächen auf dem Sternberg, dem Förder-zentrum der weltweiten Brüder-Unität in der Nähe von Ramallah (Palästina), haben Raimund Hertzsch, Katharina Goodwin und Bettina Nasgowitz in einem Facebook-Beitrag (siehe hier) von ihren Reiseeindrücken sowie von den Herausforderungen, vor denen das Förderzentrum derzeit steht, erzählt. Immer wieder gilt es, die Finanzierung der hoch professionellen, wichtigen Arbeit, von der 225 bis 250 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen profitieren, sicherzustellen, da der palästinensische Staat nach wie vor keine Tagessätze zahlt. Immerhin erwarten etwa 40 Mitarbeitende Monat für Monat ein festes Gehalt. Auch die Pflege von Kontakten zur regionalen Ökumene ist eine wichtige Aufgabe der Gäste aus Deutschland. Mehr Bilder hier.

Jugendliche vom Sternberg im Ministerium

Drei Wochen ist es her, dass zwei Jugendliche vom Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (bei Ramallah) als Teil des palästinensischen Nationalteams an den »Special Olympics World Summer Games 2019« in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, teilnahmen und eine Silber- und eine Bronzemedaille errangen. Nun ehrten Issam Al-Qadoumi, der palästinen-sische Minister für Jugend und Sport, und Jibril Rajoub, der Generalsekretär des Hohen Rates für Jugend und Sport, Athletinnen und Athleten sowie Trainerinnen und Trainer der palästinensischen Delegation in den Räumen des Ministeriums. Halima Ladadwa und Nehad Shehade, die beiden vom Sternberg, präsentierten am 4. April 2019 stolz ihre Medaillen und empfingen von den Sportfunktionären jeweils eine Ehrenurkunde.

Schuluniformen für Wupperthal-Kinder

Als Beispiel für die innerafrikanische Solidarität mit den Opfern der verheerenden Brandkatastrophe vom 30./31. Dezember 2018 in der südafrikanischen Brüdergemeine Wupperthal, bei der fast die Hälfte der denkmalgeschützten Missions-Mustersiedlung vernichtet wurde, kann die nachfolgende Aktion gelten: Die in Paarl (50 km östlich von Kapstadt) ansässige Hilfsorganisation »Fruitful Futures« hat die Nothilfe für Wupperthal zu einem ihrer Projekte erklärt und zu Spenden für die geschädigten Einwohner aufgerufen. Mit dem bereits erhaltenen Geld konnten u. a. einige der 220 Grundschulinder, die bei dem Großfeuer ihr Internatsgebäude und damit auch ihre persönliche Schulkleidung verloren, mit neuer Schulkleidung ausgestattet werden. Weitere Kinder aus Wupperthal und Umgebung erhalten ihre Schulkleidung in Kürze. Siehe auch hier.

Jugend-Fundraising in Dänemark

Die »Brødremenighedens Danske Mission«, die Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in Dänemark, informiert auf ihren Internetseiten über ein Fundraising-Event von Jugendlichen und für Jugendliche in der lutherischen Kirchgemeinde von Lindehøj. Die Teenager und die Jugendlichen hatten sich das Ziel gesetzt, mit von ihnen gebastelten Geschenken (z. B. Kunstkarten), mit in ihrer Umgebung gesammelten Gutscheinen (z. B. für eine Massage), mit Glücksspielen und Verlosungen, mit der Versteigerung kurioser und auch lustiger Gegenständen sowie mit einem Kuchenverkauf so viel Geld wie möglich für das Waisenhaus der Brüdergemeine in Uvira (D. R. Kongo) zusammenzubringen. Als alle Einnahmen gezählt waren, kamen 12.000 dänische Kronen (mehr als 1.600 Euro) zusammen. Großartig! Danke. Zur Nachahmung empfohlen!

Neues aus dem Völkerkundemuseum

Seit 1. Februar 2019 ist Léontine Meijer-van Mensch die Direktorin der sächsischen Völkerkundemuseen in Herrnhut, Leipzig und Dresden. Silke Piwko managt das Völkerkundemuseum Herrnhut. Die Sonderausstellung, die vom 25. Mai bis 27. Oktober 2019 in Herrnhut zu sehen sein wird, trägt den Titel »Allerwärts. Herrnhut in der Welt des Tabaks«. Neben den kulturellen und sozialen Kontexten von Tabakkonsum und damit verbundenen Utensilien in den jeweiligen Herkunftsgesellschaften werden lokalgeschichtliche Bezüge zu den kaufmännischen und missionarischen Aktivitäten der Herrnhuter Brüdergemeine hergestellt. Der Anbau und die Verschickung von Tabak nach Herrnhut (Firma »Abraham Dürninger & Co.«) war in einigen Siedlungen der Brüdergemeine von ökonomischer Bedeutung, vor allem in Surinam, in der Wolgaregion (Sarepta) und in Südafrika.

Schule in Godo-olo musste schließen

In einer Pressemeldung (siehe hier) informierte die Leitung der Brüder-gemeine in Surinam darüber, dass die Schule in Godo-olo, einem Dorf im tropischen Regenwald im Distrikt Sipaliwini am Tapanahoni-River, geschlossen werden musste. In Ermangelung der erforderlichen Mittel sind Instandhaltungsmaßnahmen seit Jahren unterblieben, was einen weiteren Schulbetrieb unmöglich macht, zumal jetzt noch die Strom- und Wasserversorgung zusammenbrachen. Eine Delegation unter Leitung von Desiré Peerwijk, Präses der Brüdergemeine in Surinam, reiste am 25. März 2019 nach Godo-olo, sprach mit den Verantwortlichen vor Ort, bekannte sich zum Schulstandort und versprach, alles zu tun, damit in dem Gebäude bald wieder unterrichtet werden kann. In Godo-olo leben überwiegend Ndyukamarrons, auch Okanisi oder Aukaner genannt.

Mikie Roberts referierte bei ÖRK-Seminar

In seiner neuen Funktion als Programmverantwortlicher für Angelegenheiten des geistlichen Lebens beim »Ökumenischen Rat der Kirchen« (ÖRK) in Genf wirkte Dr. Mikie Roberts, vormals Pfarrer und Kirchenmusikdirektor der Unitätsprovinz Westindien-Ost, am 23. März 2019 bei einem viertägigen interreligiösen Seminar mit, das in den Räumen des ÖRK für eine christlich-muslimische Jugendgruppe stattfand. Zu der 26köpfigen Gruppe gehörten Studierende am »Ökumenischen Institut Bossey« aus Georgien, Indien, der D. R. Kongo, Nigeria, Rumänien und der Ukraine sowie schiitische Moslems, die auf Einladung des »International Islamic Centre of England« in der Schweiz weilten und aus Argentinien, Großbritannien, Kanada, dem Iran und den USA stammten. Mehr zum Ablauf der christlich-muslimischen Begegnung in Englisch hier.

Seminar: »Studieren - aber richtig!«

In der »Stadtmission« der Brüderge-meine in Paramaribo (Surinam) fand am 29. März 2019 ein Seminar für Jugendliche statt, das sich mit den Tücken des Studierens beschäftigte. In einem kurzen Bericht heißt es: »Bei dem Seminar ging es um die Frage: Wie kann ich motiviert studieren, unabhängig von meiner privaten Umgebung und meiner aktuellen Lebenssituation? Wie überwinde ich zwischenzeitliche Krisen? Wie teile ich mein Geld und meine Zeit richtig ein? Wie ernähre ich mich auf eine gesunde Weise? Welche kreativen Methoden des Lernens gibt es? Der Referent empfahl den Teilnehmenden: Ihr braucht nicht alle Ingenieur, Arzt oder Jurist zu werden, aber stellt sicher, dass ihr das, was ihr tut, gut tut! Bleibt ihr selbst und versucht nie, eine andere Person zu kopieren. Ihr seid einzigartig, ihr seid etwas Besonderes«.

Bitte um Nothilfe aus Malawi

Erst zwei Wochen nach dem Taifun »Idai«, der Mitte März 2019 das südliche Ostafrika traf, ist bekannt geworden, in welch riesigem Ausmaß dieses Naturereignis die Menschen nicht nur in Mosambik, sondern auch in Malawi geschädigt hat. Jonah Sinyangwe, der Projektverantwortliche der Provinz Malawi, sandte einen entsprechenden Bericht nach Bad Boll und bat dringend um Hilfe im Umfang von 35.000 Euro. Die Herrnhuter Missionshilfe überwies aus ihren Katastrophenfonds zunächst 5.000 Euro. Das Geld wird in vier Bereichen benötigt: Lebensmittelhilfe, Gesundheit, provisorische Unterkünfte, Reinigungs- und Aufräumarbeiten. Zwar hat »Idai« in Malawi keine Kirchen der Brüdergemeine zerstört, wohl aber die Häuser vieler Mitglieder. Onlinespende hier. Mehr Bilder hier.

UWD vergibt drei Stipendien nach Jamaika

Das Unitätsfrauenbüro (»Unity Women’s Desk«) mit Sitz in Winston-Salem/NC berichtet am 28. März 2019 von der Übergabe dreier Stipendien an junge Schwestern in der Unitätsprovinz Jamaika. Jeanelle Harvey und Kaylia Green erhielten ein Stipendium für den Besuch der Sekundarschule und Abigail McKensie erhielt ein Stipendium für den Besuch der Pflegeschule. Die Übergabe der Urkunden erfolgte in Anwesenheit einiger Eltern sowie von Mitgliedern der Kirchenleitung durch Sallie Greenfield aus Winston-Salem/NC, die zuvor die Unitätsprovinz Jamaika bereist und 64 Gemeinden kennengelernt hatte. Diese meinte: »Jetzt müssen die Geschwister auf Jamaika ihre Missionare und Missionarinnen zu uns schicken. Die Menschen hier sind erfüllt vom Geist Gottes und mit viel Eifer im Dienst ihrer Kirche«. Der komplette Bericht in Deutsch hier.

Grüne »Christian-David-Schule«

Für den Wettbewerb »Sauberes Lettland - ich mache mit!« haben sich 187 Teams aus 131 Schulen im Land mit insgesamt 1.191 Kindern und Jugendlichen angemeldet, darunter auch ein Team aus der »Christian-David-Schule« bei Barkava. Das Team möchte ein Video drehen, in dem es um eine Verringerung des Verbrauchs von Kunststoffverpackungen sowie um Recycling geht. In den ersten beiden Aprilwochen 2019 werden regionale Ausstellungen stattfinden, bei denen Kinder aus ganz Lettland zusammenkommen, um ihre Umwelt-Visionen zu präsentieren sowie um Alternativen zum Einsatz von Kunststoffverpackungen aufzuzeigen. Bei der Produktion eines einführenden kurzen Videoclips in der Schule (siehe hier) trugen alle sieben Teammitglieder ein T-Shirt mit dem Aufdruck »Lettland - natürlich grün!«

Wiederaufbau von Wupperthal stockt

Das 1899 gegründete »Südafrikanische Institut für Architektur« äußert sich in seinem Newsletter für März 2019 (Download in Englisch hier) zu den Chancen und Problemen beim denkmalgerechten Wiederaufbau der Missionssiedlung Wupperthal in den Zederbergen, die bei einem Großfeuer am 30./31. Dezember 2018 etwa zur Hälfte zerstört wurde. Darüber hinaus bieten die im Institut arbeitende Architekten mit einem von ihnen gebildeten Beratungsteam ihre Hilfe an. Erschwert und in die Länge gezogen wird der Wiederaufbau von Wupperthal vor allem dadurch, dass nicht nur die Brüdergemeine als Eigentümerin der Grundstücke sowie die vom Feuer unmittelbar betroffenen Besitzer und Besitzerinnen der zerstörten Häuser, sondern noch viele weitere Körperschaften und Gremien in die zu treffenden Entscheidungen einbezogen werden müssen.

Spiel- und Sporttag für Familien

Die Unitätsprovinz Jamaika, zu der nicht nur Gemeinden auf der großen Hauptinsel, son-dern auch auf den 350 Kilometer entfernten Cayman Inseln gehören, hat ein besonderes Event anberaumt. Für Sonnabend, den 6. April 2019, lädt sie ab 8.30 Uhr zu einem »Familiy Sports and Fun Day« ein. Veranstaltungsort ist der »Brooks Park« in Mandeville (Manchester). Die Organisation dieses Events liegt in den Händen der Jugendmitarbeiterinnen und Jugendmitarbeiter des Ostdistriktes der Provinz. Diese rufen den Mitgliedern der Brüdergemeine zu: »Macht euch auf und genießt das Vergnügen! Und bringt die gante Familie mit«! Jamaika gilt als eine besonders sportbegeisterte Nation. Hier begann die Arbeit der Brüdergemeine bereits im Jahre 1754. Heute gibt es im Lande 65 Gemeinden, in denen sich etwa 8.100 Männer und Frauen sammeln.

Plakat - Einheit in Verschiedenheit

Die weltweite Ausbreitung und die dadurch gegebene Buntheit der Brüder-Unität lässt sich auf verschiedene Weise darstellen: in Form einer Weltkarte, als Statistik mit zahlreichen Spalten oder auch mit Diagrammen bzw. Grafiken (siehe hier, oben links). Der Redakteur dieser Nachrichten hat jetzt versucht, das, was die weltweite Brüder-Unität mehr als alles andere charakterisiert, was ihr aber nicht in den Schoß fällt, sondern was vielmehr immer wieder erbetet und erstritten werden muss, nämlich Einheit in Verschiedenheit (»Unity in Diversity«), mit einem simplen Plakat darzustellen. Dieses Plakat zeigt kommentarlos 80 von noch weit mehr Darstellungen des Symbols der Brüder-Unität, wie sie in den einzelnen Provinzen und Werken in Gebrauch sind. Jedes »Lamm mit der Siegesfahne« sieht etwas anderes aus, was der globalen Gemeinschaft und vor allem der Botschaft des Symbols keinen Abbruch tut. Zum Plakat hier.

Frauen-Themenabend: »Karriere-Träume«

Der Frauenrat der Brüdergemeine in Surinam lud am Freitag, dem 15. März 2019, alle über 18-Jährigen in die Jugendräume der Immanuel-Kirche in Paramaribo zu einem spannenden Themenabend ein, bei dem es um »Karriere-Träume« ging. Als Referenten waren der Rechtsanwalt Margo Waterval und die Pfarrerin Danielle Dokman anwesend. Beide gaben den etwa 60 Anwesenden Auskunft darüber, was Frauen tun können und tun müssen, damit sie nicht nur heimlich träumen, sondern damit ihre Träume irgendwann einmal auch in Erfüllung gehen. In den Abend eingeschlossen war die Vorführung des Spielfilmes »Dream Girls« (Trailer hier) sowie die erstmalige Präsentation des neuen Logos des Frauenrates der Brüdergemeine - siehe hier. Natürlich gab es Snacks und Getränke gegen Spende zu einem guten Zweck. Viele Bilder hier.

Schülergruppe aus Ockbrook in Nordindien

Abigail Evans, eine Schülerin der »Ockbrook School« der Brüder-gemeine in Ockbrook, Derbyshire, berichtet im »Moravian Messenger« der britischen Unitätsprovinz (Heft März 2019) über eine knapp zweiwöchige Schülerreise zur Brüdergemeine in Nordindien. Die elf Jugendlichen nahmen zunächst im »Moravian Institute« in Rajpur (bei Dehradun) am täglichen Morgensegen teil, ehe sie sich mit ihrer Hauptaufgabe, der Umwandlung eines Jungen-Schlafsaales in eine Bibliothek sowie der Einrichtung eines neuen Jungen-Internates, vertraut machten. Daneben erteilten sie nachmittags Nachhilfeunterricht in Englisch und Mathematik und beteiligten sich an diversen schulischen Sportspielen. Am Wochenende erlebten sie einen Gottesdienst in der Kirche von Rajpur, bei dem die Hindi-Version mehrerer ihnen vertrauter englischer Lieder gesungen wurde. Der komplette Artikel hier.

Kirchen in der Rukwaprovinz zerstört

Die Ausläufer des Zyklons »Idai«, der in Mosambik und Simbabwe vom 14. bis 16. März 2019 wütete und dort mehr als 1.000 Menschen das Leben kostete, haben auch Malawi und die Rukwaprovinz in Südtansania getroffen. Rupia Erord Simae, der Vorsitzende der Brüdergemeine in der Rukwaprovinz, meldet in einer E-Mail vom 16. März 2019 den Verlust von zwei Kirchen (Misunkumiro-Gemeinde und Indo-Gemeinde) sowie von Teilen der Ziegelsteinmauer, die das Gelände der »African-Rainbow Secondary School« in Sumbawanga umschließt. Daneben berichtet er, dass zahlreiche Menschen, darunter auch Gemeindeglieder, ihre Häuser ganz oder teilweise verloren und die Infrastruktur durch Sturm und Regen beschädigt wurde. An einer Schadensbilanz wird gearbeitet. Mehr hier.

Sternberg-Jugendliche in Abu Dhabi dabei

Vom 14. bis 22. März 2019 finden in 24 Disziplinen die »Special Olympics World Summer Games« in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, statt. Es sind die ersten Spiele dieser Art - ausgetragen seit 1968 - im Mittleren Osten. Wie bei den vorangegangenen Spielen haben sich auch wieder Jugendliche vom Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg als Teil des »Teams Palästina« für die Spiele qualifiziert: Halima Ladadwa und Nehad Shehada (beide: 100-Meter-Lauf + Weitsprung). Die Spiele vereinen mehr als 7.500 Athletinnen und Athleten mit geistiger Behinderung aus mehr als 190 Staaten sowie etwa 4.000 Betreuer und 4.000 Familienangehörige. Nehad Shehade errang eine Silber- und Halima Ladadwa eine Bronzemedaille im Weitsprung (209 cm bzw. 171 cm).

Vizepräsidentin würdigt Brüdergemeine

Am 14. März 2019 feierte die Brüdergemeine in Nikaragua den 170. Jahrestag ihrer Entstehung. Dieser Tag, an dem 1849 die ersten Herrnhuter Missionare an der Costa Atlantica landeten, ist in zahlreichen Gemeinden ein Erinnerungstag. Richtig gefeiert wird dieser Tag vor allem in Bluefields, wo sich zunächst das Zentrum der Herrnhuter Mission befand. Zu den Feierlichkeiten gehört alljährlich ein Gang zu den Gräbern der ersten Missionare. Diesmal nahm die Vizepräsidentin von Nikaragua, die Schriftstellerin Rosario Murillo Zambrana, den Festtag zum Anlass, in einer Erklärung auf die Verdienste der Brüdergemeine in 170 Jahren hinzuweisen. Rosario Murillo Zambrana ist seit 2005 die Ehefrau von Präsident Daniel Ortega. Die nikaraguanischen Medien würdigten ihre Ausführungen. Ein Bericht des Nachrichtenportals »El 19 Digital« in Deutsch hier.

Strom für das Kinderhaus »Sukh Dhaam«

Das Kinderhaus der Brüdergemeine mit dem schönen Namen »Sukh Dhaam« (Haus des Glücks) in der surinamischen Küstenstadt Alkmaar konnte im Oktober 2016 den 100. Jahrestag seiner Gründung feiern. Damals gelang es zwar, für das Kinderhaus eine Solaranlage anzuschaffen, die Indienstnahme der Anlage scheiterte jedoch an der unzureichenden Elektroinstallation im Gebäude. Jetzt aber gibt es ein brandschutzgerechtes Leitungsnetz und auch ein 25KVA-Dieselgenerator für die Nutzung bei Stromausfall steht zur Verfügung. Ein Probelauf der gesamten Anlage ging am 17. Januar 2019 mit einem kleinen Fest für die Heimkinder erfolgreich zu Ende. In die neue Anlage flossen 24.100 Euro Spendengelder der »Zeister Zendingsgenootschap«, Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in den Niederlanden.

Pfarrer- und Pfarrerinnenmangel

In der Unitätsprovinz Westindien-Ost mit 16.000 Mitgliedern in 52 Gemeinden gibt es z. Zt. nur eine einzige Theologiestudentin: Judith Winspeare-Philip aus Antigua, die am »United Theological College of the West Indies« auf Jamaika immatrikuliert ist. Als ihr Tutor fungiert Neilson Waithe aus Barbados. Cortroy Jarvis, der Vorsitzende der Kirchenleitung, schrieb neulich - sich an die junge Generation wendend - in einem Newsletter: »Die Kirchenleitung ermutigt alle, die sich das zutrauen und die meinen, im Segen Gottes wirken zu können, ein Theologiestudium aufzunehmen. Ihr Jugendlichen, sprecht eurer Pfarrer bzw. eure Pfarrerin an. Die Kirchenleitung braucht euch und wird gern von euch hören. Und sie wird mit euch nach Wegen suchen, euch zu unterstützen«.

Vorschule als Sprachschule

Mittlerweile hat die Brüdergemeine in Surinam an neun Standorten in den Bezirken Marowijne, Brokopondo und Ober-Surinam - alle im tropischen Regenwald - Vorschulen eingerichtet. Sowohl die Eltern als auch die Lehrkräfte stellen erfreut fest, wie sehr 200 Kleinkinder jetzt davon profitieren, dass sie schon früh Niederländisch (die Schulsprache) beherrschen. Diese Sprachkompetenz ermöglicht ihnen einen besseren Start in die Grundschule, andernfalls verstehen sie ihre Lehrkräfte kaum. Die Regierung wertschätzt diese Vorschulen zwar sehr, sie gewährt ihnen aber keine Mittel. Der Elternbeitrag muss niedrig sein, sonst werden die Kinder von der Vorschule wieder abgemeldet. Für einen Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro pro Vorschule und Jahr weiß sich die »Zeister Missionsgesellschft« in den Niederlanden verantwortlich.

»Wer viel liest, weiß viel«

»Wer viel liest, weiß viel«, so stand es an der Tafel in einem Klassenzimmer der »Marcel-Ria Samuel School« der Brüdergemeine in Paramaribo, die sich - wie viele andere Schulen der Brüdergemeine - an den »Nationalen Vorlesetagen« beteiligte. Diese Vorlesetage dauerten vom 5. bis 9. März 2019. Die Schulen laden während dieser Vorlesetage jeweils für einen ganzen Tag prominente Personen aus den Bereichen Politik, Kirche, Sport, Kunst, Musik oder Medien als inspirierende Vorleserinnen und Vorleser ein, um auf diese Weise bei den Kindern Begeisterung für das eigene Lesen zu wecken. Am Ende der Vorlesestunden erhalten die Kinder dann ein Getränk, einen Snack und eine Erinnerungskarte. Und natürlich werden immer viele Einzel- und Gruppenfotos mit den anwesenden Prominenten gemacht. Bilder z. B. hier und hier und hier.

Brüdergemeine stellt Land zur Verfügung

In Geyersvlijt, einem Stadtteil im Norden der surinamischen Hauptstadt Paramaribo, besitzt die Brüdergemeine ein Stück Land, das sie 15 bedürftigen Familien unentgeltlich zur Verfügung stellt. Die Familien können dort auf 60 bis 65 Quadratmeter Gartenfläche Obst und Gemüse zur Selbstversorgung anbauen, was für sie mit Ersparnissen von etwa 40 Euro pro Monat verbunden ist. Außerdem bietet die Brüdergemeine den Familien eine einjährige Schulung »Anbau von (Bio-)Gemüse« - 40% Theorie und 60% Praxis - an. Nachhaltige Armutsbekämpfung und eine gesunde Ernährung sind die Ziele der »Geyersvlijt-Diakonie«. Außerdem hoffen die Verantwortlichen, dass die 15 Familien über die neuen Gärten in Kontakt zur Brüdergemeine kommen. Beliebte Gemüsesorten in Surinam: Antroewa, Bitawirie, Klaroen, Amsoi, Sporopo, Tayerblatt, Boulanger und Kouseband.

Neue Statistik zur weltweiten Brüder-Unität

Jørgen Bøytler, der Geschäftsführer des Unity Board, hat nach einer Abfrage bei den Unitäts- und Missionsprovinzen eine neue Statistik zur weltweiten Brüder-Unität zum 1. Januar 2019 vorgelegt. Demnach beläuft sich die Gesamt-Mitgliederzahl der UNITAS FRATRUM auf ca. 1.251.000 Mitglieder inkl. Kinder in ca. 2.200 Gemeinden mit ca. 1.700 aktiven Ordinierten. Die größte Provinz ist die tansanische Südprovinz mit ca. 250.000 Mitgliedern. Die bislang größte Provinz, die tansanische Südwestprovinz, hat jetzt nur noch ca. 210.00 Mitglieder, nachdem sie ihre »Tochter«, die Brüdergemeine in der Mbozi-Region mit ca. 90.000 Mitgliedern, als eigenständige Missionsprovinz ausgegliedert hat. Die Europäisch-Festländische Provinz ist mit 13.700 Mitgliedern jetzt nur noch die Nr. 18 in der Größen-Rangordnung der Provinzen. Zur Statistik hier.

Neue Kirchenleitung in Malawi gewählt

Aus der Unitätsprovinz Malawi berichtet Jonah Sinyangwe, der langjährige Projektmanager der Kirchenleitung, am 10. März 2019 per E-Mail: »Wir hatten eine sehr erfolgreiche und auch gesegnete Synode. Sie fand statt vom 8. bis 10. März 2019 in der Kirche der Brüdergemeine in Mzuzu. Folgende Personen wurden gestern in folgende Ämter gewählt: George Robert Kaliati (links) ist neuer Vorsitzender unserer Provinz. Geoffrey Ngwaipyana Chiona (rechts) ist der neue stellvertretende Vorsitzende. Und Lehman Mkwaila Jere wurde erneut mit dem Amt des Generalsekretärs betraut. Alle Synodalen waren sich darin einig, zur Ehre unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus mit ganzer Kraft für das weitere Wachstum der Brüdergemeine in Malawi zu sorgen. Grüße und Segenswünsche, J. Sinyangwe«.

Chor aus Tansania zu Besuch in Malawi

Die »Nyasa Times«, eine Zeitung in Malawi, berichtete über den Besuch eines Chores der Brüdergemeine in Tansania aus dem Ileje-Distrikt bei der Brüdergemeine in Malawi, speziell bei der Gemeinde in Mzuzu. Zweck des Besuches war die Präsentation einer neuen DVD, die der Chor mit dem Namen »Straightway« (Gerade heraus!) kürzlich aufgenommen hatte. Außerdem wollte der Chor die schon bestehenden partnerschaftlichen Beziehungen in die benachbarte Unitätsprovinz weiter festigen. Die Chormitglieder sehen in der Musik ein ausgezeichnetes Medium, die Frohe Botschaft von der Liebe Gottes zu verbreiten. Sowohl Pfarrer Noah Mushani, Leiter und Sprecher des Straightway-Chores als auch Pfarrer Maurice Chikhawo von der Brüdergemeine in Mzuzu brachten ihre Freude über die gelungene Begegnung zu Ausdruck. Zum Zeitungsbericht in Deutsch hier.

Wupperthal: der Wiederaufbau beginnt

Zwei Zeitungsberichte dokumentieren die Bemühungen einerseits der süd-afrikanischen Behörden, andererseits der Opfer der Brandkatastrophe vom 30./31. Dezember 2018 in Wupperthal in den Cederbergen, nach und nach wieder in den Alltag zurückzufinden. Im ersten Artikel geht es um den begonnenen Bau von provisorischen Unterkünften für die, die durch das Feuer obdachlos wurden (Download hier), der zweite Artikel befasst sich mit der Ausstellung und Aushändigung von Ersatzdokumnten für die im Feuer verbrannten Ausweise und Urkunden (Download hier). Mittlerweile haben die südafrikanischen Denkmalschutz-Behörden beschlossen, dass Wupperthal nicht so schnell wie technisch möglich, sondern behutsam und denkmalgerecht in der alten Weise als wichtige, nationale Kulturerbe-Stätte wieder aufgebaut werden soll.

Gruß von Bischof John Kent an die Frauen

Bischof John Kent aus Paramaribo (Surinam) hat am Internationalen Frauentag 2019 eine Grußbotschaft an alle Frauen gerichtet. Darin schreibt er: »Ich gratuliere euch und ich danke euch für euren Einsatz und euren großartigen Beitrag zum Bau der Gemeinde und der Gesellschaft. Ich erinnere euch daran, dass ihr eine Perle in Gottes Augen und Händen seid und dass Gott euer Glück und eure Entwicklung will. Was auch immer euch auf eurem Lebens- und Glaubensweg begegnen wird, gebt den Mut und die Hoffnung nicht auf! Denn so steht es im Psalter: »Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickst du mich und reckst deine Hand gegen den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit deiner Rechten. Der HERR wird's vollenden um meinetwillen. HERR, deine Güte ist ewig. Das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen« (Ps. 138,7+8).

Hunde-Tag an der »Christian-David-Schule«

Eine Reihe nicht alltäglicher Aktivitäten gab es am 7. März 2019 an der »Christian-David-Schule« in der Nähe von Barkava (Lettland). Dieser Tag war ganz und gar ein »Hunde-Tag«. Hunde waren live im Einsatz, ihre Vorlieben und Abneigungen sowie ihr Verhalten konnten aus nächster Nähe betrachtet werden. Passend zum Thema wurde gesungen, gebastelt und gespielt (Hunde-Quiz); mit dabei Jan, ein neuer Freiwilliger aus Deutschland. Jeder und jede Freiwillige bringt neue Ideen, auch Spiel-Ideen, in die Schulgemeinschaft ein. Zum Knabbern wurden eigens gebackene kleine Kekse in Form von Knochen, »Hundefutter« genannt, gereicht. Die regelmäßige Duchführung von Themen-Tagen ist charakteristisch für das pädagogische Konzept der Schule.

Mikie Roberts in den ÖRK berufen

Stolz und glücklich teilt die Unitäts-provinz Westindien-Ost mit, dass Mikie Roberts, Musikdirektor der Provinz und Pfarrer der »Memorial Moravian Church« auf der Insel St. Thomas, zu einem Mitglied der Exekutive der »Kommission für Glauben und Kirchenverfassung« des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) gewählt wurde. Da diese 54köpfige Studienkommission des ÖRK in Genf ansässig ist, wird Mikie Roberts für vier Jahre (bis zum 31. Januar 2023) von Charlotte Amalie in die Schweiz umziehen. Über die Grenzen seiner eigenen Kirche hinaus wurde der Gewählte bekannt, weil er über Jahre hinweg federführend an der Herausgabe des neuen karibischen Gesangbuches der Brüdergemeine (»Caribbean Moravian Praise«) beteiligt war, des ersten in der Provinz Westindien-Ost produzierten Gesangbuches der Brüdergemeine seit Beginn der Mission im Jahre 1732 in Neu-Herrnhut auf St. Thomas.

Schule im Flüchtlingslager geplant

Schon lange sind die »Brødremenig-hedens Danske Mission«, die Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in Dänemark, und die dänischen »Y’s Man« (vergleichbar dem CVJM) Partner bei der Realisierung von Projekten. Jetzt hat der Missionar Knud Elmo Knudsen bei einem Meeting in Lunderskov vor 150 »Y’s Man« ein neues Projekt der Brüdergemeine in der D. R. Kongo vorgestellt, das die »Y’s Man« in den Jahren 2019/20 mit 300.000 DKK (ca. 40.000 Euro) unterstützen wollen: den Bau einer Schule für 300 Kinder am Rande von Goma. In dem Gebiet, das Teil eines riesigen Flüchtlingslagers ist, leben an der Grenze zwischen der D. R. Kongo sowie Ruanda und Uganda etwa 25.000 entwurzelte Menschen, die dort vor diversen Guerillatruppen Zuflucht gesucht haben. Es gibt im Lager kaum eine schulische und medizinische Versorgung.

Zwei neue Freiwilligenberichte aus Elim

»Zu Hause hatte ich zehn Lehrer bzw. Lehrerinnen in zehn verschiedenen Fächern. Alle konnten predigen, nur wenige konnten das auch vorleben. Jetzt habe ich 50 Lehrer bzw. Lehrerinnen. Niemand von ihnen predigt, aber alle lehren mich zu leben«. Mit diesen eindrücklichen Worten beginnt ein Blog-Eintrag von Lena Eckel, die z. Zt. über das Ökumenische Freiwilligenprogramm der »Evangelischen Mission in Solidarität« ein Jahr im Förderzentrum »Elim Home« der Brüdergemeine in Südafrika verbringt. Sie schildert unter dem Datum des 6. März 2019, was sie alles von Kindern und Jugenmdlichen mit Behinderung gelernt hat. Zu ihrem Blog hier. Der gleichzeitige Blog-Eintrag von Emma Cohen, ebenfalls im »Elim Home« tätig, ist überschrieben: »Religion im Alltag«. Download hier. Das Foto zeigt das Beisammensein bei einer täglichen Gruppenandacht, »Morning ring« genannt.

Sternberg-Jahresbericht 2018

Kaleidoskopartig berichtet Ranya Karam, die Direktorin des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah (Palästina), in ihrem reich bebilderten »Jahresbericht 2018« über Höhepunkte im Leben der 1981 gegründeten renommierten Einrichtung. Wer den Bericht liest, staunt über die breit gefächerten Aktivitäten des Zentrums sowie über das abwechslungsreiche Leben der dort geförderten und beschäftigten Menschen. Auch Besucherinnen und Besucher fanden immer wieder den Weg ins Zentrum. Im Gegenzug hat das Zentrum sich außerhalb seiner eigenen Mauern immer wieder präsentiert. Einleitend berichtet »Der Sternberg« von seiner Vision, den Grundsätzen seiner Arbeit sowie seinen strategischen Zielen für die nächsten Jahre. Der komplette Bericht in Englisch hier.

Drohende Kirchenspaltung in Nikaragua

Im Rundbrief des »Unitätsfrauen-büros« mit Sitz in Winston-Salem/NC Für März 2019 wird dazu aufgerufen, für ein Ende des internen Konflikts in der Unitätsprovinz Nikaragua zu beten. Der Konflikt entzündete sich an einer in mehrfacher Hinsicht nicht kirchenordnungsgemäß einberufenen und durchgeführten Provinzialsynode vom 23. bis 27. Januar 2019 in Puerto Cabezas (in der Kirche der »Iglesia Morava Central Miskita«). Diese angebliche Synode forderte die bis dato amtierende Kirchenleitung auf, zum 1. Februar 2019 die Amtsgeschäfte niederzulen, und setzte eine neue Kirchenleitung unter Führung von Ofelia Álvarez (zuvor ohne Pfarramt) ein, was einer Kirchenspaltung gleichkommt. Zu einer gewaltsamen Entfernung der Mitglieder der alten Kirchenleitung aus ihren Büros ist es allerdings, anders als angedroht, bisher nicht gekommen.

Autorenseminar in Surinam abgeschlossen

Mitglieder mehrerer Brüdergemeinen in Paramaribo (Surinam) haben in den vergangenen zwei Monaten an einem Seminar für Ehrenamtliche teilgenommen, die ihre Bereitschaft bekundet hatten, als Autorinnen und Autoren für eine Publikation ihrer Heimatgemeinde zu schreiben. Am 2. März 2019 ging dieses Seminar zu Ende. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besaßen zumeist noch ein jugendliches Alter. Die bei diesem Seminar entstandenen Artikel, Gedichte, Geschichten und Fotos werden gewiss in das eine oder andere »Kerkblad« aufgenommen oder auch im »Kerkbode der EBGS«, dem Zentralorgan der Brüdergemeine in Surinam, erscheinen. - Das Archiv der Brüdergemeine in Surinam sucht Freiwillige, die bei der Eingabe von Daten in den Computer helfen, was eine spätere Dokumenten-Recherche erheblich erleichtert.

Gemeinde in Lezhë wächst

Die Brüdergemeine in Albanien ist mit etwa 330 getauften Mitgliedern und einem etwa ebenso großen Kreis von Freundinnen und Freunden zwar immer noch eine recht kleine Kirche, aber sie verzeichnet ein stetiges Wachstum. Vor allem Frauen- und Jugendgruppen sowie Kinderclubs gibt es aufgrund des hingebungsvollen Engagements zahlreicher Ehrenamtlicher in mehreren Landesteilen. In der nordwest-albanischen Stadt Lezhë sind im Vorjahr zwei Lehrer der Brüdergemeine beigetreten und nun sehr aktiv. Sie laden seit einigen Monaten zu einer wöchentlichen Kinderstunde in die eigenen vier Wände ein. Es gibt auch schon erste Treffpunkte für Frauen und Jugendliche. Für gemeinsame Veranstaltungen aller Gruppen sowie für Fortbildungen muss jeweils ein geeignetes Mietobjekt gefunden werden. Eigene Räume hat die Brüdergemeine in Lezhë bisher noch nicht.

Ausstellung zur TZ-Partnerschaft in Ulm

Vom 3. März bis 28. April 2019 findet im zentralen »Haus der Begegnung« in Ulm eine Fotoausstellung »Tukuyu - Ulm, Bilder einer lebendigen Partnerschaft« statt. Sie dokumentiert mit 28 Fotos in fünf Themengruppen die seit 1981 gepflegten besonderen Beziehungen zwischen der Brüdergemeine in Tukuyu (Tansania, Südprovinz) und fünf Kirchengemeinden bei Ulm: Dornstadt, Grimmelfingen, Erbach, Söflingen, Wiblingen. Im Gefolge dieser Gemeindepartnerschaft entstanden auch zwei Schulpartnerschaften zwischen dem »Hans und Sophie-Scholl-Gymnasium« und der Madaraka-Schule sowie dem »Schubart-Gymnasium« und Mabonde-Schule in Tukuyun. Vorträge sind angesetzt für den 11. und 24. April 2019, jeweils 19.30 Uhr (zweiter Vortrag mit Film zur HIV/Aids-Arbeit in Tansania). Einladung-Plakat hier.

TV-Produktion zur »Ökologie« / Folge 1

Nachdem am 12. Februar 2019 zunächst eine Einführung über den Sender ging, wurde am 19. Februar 2019 im surinamischen Fernsehen die erste Folge einer sechsteiligen Kinder-TV-Produktion zum Thema »Ökologie« ausgestrahlt, die unter maßgeblicher Mitwirkung der Schulen der Brüdergemeine in Surinam produziert worden war. In dieser ersten Folge ging es um Ursprung, Entwicklung und Funktion des »Cultuurtuin« sowie um den Schutzes des Landes vor heftigen Ozean-Winden und die Berechnung der CO2-Menge in einem Baum. Der »Cultuurtuin« ist ein Park in Paramaribo, den man 1908 auf einer Plantage anlegte, um das Gedeihen exotischer Pflanzen im surinamischen Klima für einen evtl. späteren Plantagenanbau zu testen. Titel der Folge (15 Min.): »Stolz auf unseren Wald - der ›Cultuurtuin‹ in Paramaribo«. Download hier.

Sianhuai Gengmei dankt über Facebook

Auf den Facebook-Seiten der Brüder-Unität und der Herrnhuter Missionshilfe wurde am 28. Februar 2019 das »Moravian Institute« in Rajpur bei Dehradun (Nordindien) vorgestellt. Dabei kam in einem kurzen Video (Download hier) Sianhuai Gengmei zu Wort, dessen Schulausbildung von Paten gesponsert wird. Er meinte: »Ich danke meinen Pateneltern, dass sie die Großzügigkeit besitzen, in mein Leben zu investieren. Ihre finanzielle Hilfe hat nicht nur zu meiner geistigen Entwicklung beigetragen, sondern mich auch geistlich weitergebracht. Ich versichere ihnen, dass ich sie auch in Zukunft nicht enttäuschen werde. Ganz gewiss: Eines Tages werden sie stolz auf mich sein«. An der 1963 gegründeten Internatsschule in Trägerschaft der weltweiten Brüder-Unität lernen Jugendliche aus vielen Völkern: Hindi, Nepalesen, Gurkhas, Nagas, Ladakspas, Kanjars und Banjaras.

Eheseminar in Bethel, Alaska

Am Bibelseminar der Brüdergemeine in Bethel (AK), fand am 1./2. Februar 2019 ein Seminar für Eheleute statt. Das Seminar hatte die Überschrift »Die Ehe - ein Weg Gottes«. Am Anfang und am Ende standen Einheiten, die »Singspiration« genannt wurden und bei denen auch die Kinder dabei waren, für die es im Übrigen ein gesondertes Programm in mehreren Altersgruppen gab. Bei dem Seminar wurde gemeinsam gegessen und gebetet und es war ein Büchertisch aufgebaut. Bei den Bibelarbeiten ging es um Ehepaare in der Heiligen Schrift. Redner von außerhalb sprachen ebenso wie Mitarbeitende aus der Brüdergemeine. Sie äußerten sich zu Fähigkeiten, die man haben oder erwerben muss, um eine gute Ehe zuführen, d. h. um eine Gemeinschaft zu bilden und ein Gegenüber zu sein. Ein Blick in den Seminarraum hier.

Wort zum Beginn der Passionszeit

Desiré Peerwijk, Paramaribo, der Vorsitzende der Brüdergemeine in Surinam (»Präses«), hat zum Beginn der Passionszeit 2019 ein kurzes Wort an die Gemeinden gerichtet, in dem er diese grüßt und ihnen Gottes Segen wünscht. Er geht in seinem Schreiben auch auf das verabredete Thema der diesjährigen Passionsbetrachtungen in Surinam ein: »Wenn das Leiden den Menschen trifft«. Er betont dabei, das Thema müsse unbedingt im Zusammenhang mit der Gestalt und dem Sinn des Leidens Jesu Christi gesehen werden. Anschließend erwähnt er Bemerkungen des Apostels Paulus im Römerbrief, in denen dieser sein persönliches Leiden ins Verhältnis setzt zur künftigen Herrlichkeit, die Christinnen und Christen erwarte. Download des Grußwortes von Desiré Perweijk hier.

Yussuf Poulsen mit Projekt in Tansania

Yussuf Poulsen, ein europaweit bekannter, in Dänemark beheimateter Fußballprofi, der z. Zt. für den Bundesligaclub »RasenBallsprt Leipzig GmbH« aktiv ist und dessen Vater ursprünglich aus Tansania stammt, hat sich bereiterklärt, die Schirmherrschaft für ein Projekt in Tansania zu übernehmen. Die Initiative dazu ging vom »Internationalen Trainerkurs« (ITK) der Universität Leipzig aus, der auch die Realisierung des Projektes übernommen hat. Sieben Tage lang können in Tansania beheimatete Fußballtrainer demnächst an einer von Experten des sächsischen Fußballverbandes geleiteten Weiterbildung teilnehmen. Auch für Kinder aus der Region um Dar es Salaam sind laut Daniel Eckert-Lindhammer, Geschäftsführer des ITK, mehrere Trainingseinheiten geplant. Der Organisator vor Ort ist Tuntufye Mwambusi, ein Absolvent des ITK.

Kyomi Kartopawiro singt zur Ehre Gottes

Bei der Wiedereinweihung der Kirche der »Elisabeth-Gemeinde« in Paramaribo (Surinam) nach einer grundlegenden Renovierung am Sonntag, dem 24. Februar 2019, stellten viele dankbare junge und alte Menschen bei einem langen Gottesdienst-Medley ihre Talente in den Dienst der Gemeinde. Im Internet ist zu sehen und zu hören, wie Kyomi Kartopawiro das Lied »What a beautiful name« singt und dazu Klavier spielt - Video hier. Während die Gemeinde ihre helle, freundliche Kirche erstmals wieder in Besitz nahm, stimmten alle den Hymnus an: »Ach heilige dieses Haus, du Retter unserer Seelen« - Video hier. In seiner Festpredigt ging Bischof John Kent auf das Licht, das Jesus Christus ist, ein und auf das Licht des Glaubens. Anschließend wurden alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Gemeinde vom Bischof gesegnet.

Neues Schattendach für das »Elim Home«

In Südafrika scheint die Sonne oft heiß vom Himmel herab, wobei sie die Gebäude stark erwärmt; ein Problem z. B. für das "Elim Home", ein Heim der Brüdergemeine für Kinder mit geistiger und körperlicher Behinderung. Daher bat dessen Leiterin, Lesinda Cunningham, um ein Schatten spendendes Vordach, das die Fassade kühlt und es den Kindern - auch den ständig ans Bett gefesselten - ermöglicht, auf einer Terrasse im Freien zu spielen bzw. sich auszuruhen. Selbst Kinder mit Autismus können nun für eine Weile an die frische Luft und dem Gruppenstress damit entkommen. Bisher hielten sich alle Kinder zu 90 Prozent im Hause auf. Es gibt zwar einen kleinen Spielplatz, aber den müssen sich mehrere Gruppen teilen. Einen Dank den Spenderinnen und Spendern in den Niederlanden, die die Umsetzung des Projekts ermöglichten.

Flyer stellt »Refugee Support Program« vor

Zur Information und Spendenwerbung haben die Brüdergemeine in Malawi und die Herrnhuter Missionshilfe einen Flyer herausgegeben, der eines der größten Projekte vorstellt, das sie angeregt und finanziert haben und das in den nächsten Monaten unter dem Titel »Refugee Support Program in Malawi« weiter ausgebaut werden soll. Das Projekt begann vor drei Jahren mit der Unterstützung von Flüchtlingen im riesigen »Dzaleka Refugee Camp« des UNHCR. Mittlerweile ist ein »Child Care Center« mit Außenspielgelände entstanden, das vor allem für Kinder (Speisung, Beschäftigung, Sonntagsschule) und Frauen (Hygiene, Bildung, Anleitung zur Existenzgründung) mehrere Angebote bereithält. Die Flüchtlingsbehörden in Malawi stehen hinter diesem Projekt. Der Bau einer Grundschule ist für die nahe Zukunft geplant. Zum Flyer in Englisch hier.

Königsfeld hilft Brandopfern in Wupperthal

Mit einer Aktion am Sonnabend, dem 23. Februar 2019, möchte der gemeinnützige Verein »Kunstkultur Königsfeld e. V.« die Opfer einer Feuersbrunst in Wupperthal (Südafrika) unterstützen. Die Aktion trägt den Titel: »Mit Schirm, Charme und … «. Gleich zu Beginn um 15 Uhr gibt es eine Performance unter dem Motto »Kunst bewegt - Unmögliches«. Anschließend kann zum Preis von nur fünf Euro ein hochwertiger, weißen Automatik-Schirm mit Holzgriff erworben werden, den es zu einem persönlichen Kunstwerk umzugestalten gilt. Die Schirme können bemalt, beklebt, behängt oder als Skulptur verändert werden. Am 20. Juli 2019 um 16 Uhr steigt dann in Königsfeld der »Tag der Schirme«, wenn die Kunstwerke öffentlich präsentiert und zugunsten der Notleidenden in Südafrika versteigert werden. Der »Schwarzwälder Bote« berichtete - siehe hier.

Vicky Tatum traute 28 Paare gleichzeitig

Vicky Tatum, die Pfarrerin der Brüdergemeine in Puerto Cabezas (Nikaragua) das die Indigenen nur Bilwi nennen, traute im Rahmen eines großen, fröhlichen Festes auf dem Messegelände der Regionalhauptstadt 28 Paare gleichzeitig. Die lange vorbereitete Gemeinschafts-Zeremonie fand statt, weil viele Paare sich aus finanziellen Gründen eine eigene Hochzeit nicht leisten konnten. Unterstützt wurde das Fest, das vom 13. zum 14. Februar 2019 - also in den Valentinstag hinein - stattfand, vom Staat und privaten Sponsoren. Crispin Ramnisin García und Laura Fernández Darte lebten bereits 56 Jahre zusammen, ehe sich ihnen die Möglichkeit einer amtlichen Eheschließung bot. Vicky Tatum ermahnte die Paare in ihrer Predigt, in ihrer Ehe einander zu respektieren und Gott die Ehre zu geben.

Film über Wupperthal nach dem Großfeuer

»Eine Oase in Schutt und Asche - der Tag, als das Feuer einen Ort verwüstete«, so ist ein Film (15 Min.) überschrieben, den der südafrikanische Sender »News24« produziert und am 13. Februar 2019 erstmals ausgestrahlt hat. In dem Film werden viele Einwohner von Wupperthal, die Opfer oder auch Augenzeugen des Großfeuers vom 30./31. Dezember 2018 wurden, interviewt. Der Film enthält erstmals Luftbilder von Wupperthal nach dem Abriss der 53 komplett zerstörten Häuser, die von einer Kamera-Drohne aufgenommen wurden. Er lässt den Betrachter bzw. die Betrachterin die große Leere im derzeitigen Wupperthal und die Erschütterung spüren, von der die Einwohner der einstmals blühenden Missionsstation betroffen waren und z. T. noch sind. Zum Film mit englischen Untertiteln hier. Alle Infos hier.

Retraite in Groningen

Unter Federführung einiger Bischöfe organisiert die Brüder-gemeine in Surinam eine Retraite für die Gemeindiener und Gemeindienerinnen der Provinz. Für das Wochenende vom 15. bis 17. Februar 2019 wurden alle im aktiven Dienst Stehenden nach Groningen eingeladen. Dort soll es unter anderem um die so genannten »Passionsbetrachtungen« gehen, die in den Gemeinden in der Passionszeit wöchentlich am Mittwochabend zu halten sind und die in der Brüdergemeine eine lange Tradition haben. Weil die Verkündigung der Brüdergemeine, basierend auf der Theologie des Grafen N. L. von Zinzendorf, stark christozentrisch geprägt ist, spielt das emotionale Nacherleben des Leidensweges Jesu in ihrer Frömmigkeit und Liturgie eine wichtige Rolle. Die Gemeinden wurden gebeten, die Retraite in ihre Fürbitte einzuschließen.

Trainingseinheit für Sternberg-Azubis

Die »Bir Zeit Women Society« aus der nahen Universitätsstadt Bir Zeit hat am Mittwoch, dem 13. Februar 2019, einigen Mitarbeitenden vom Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina), einigen Jugendlichen im Beruflichen Förderzentrum sowie einigen Angehörigen der Jugendlichen eine Trainingseinheit in ihren Räumlichkeiten angeboten. Mit diesem Angebot, das von Mitarbeitenden wie Auszubildenden sehr gern angenommen wurde, wollten die Frauen ihren Dank für die Arbeit zum Ausdruck bringen, die seit fast 40 Jahren auf dem Sternberg zugunsten von Menschen mit geistigen Behinderungen geleistet wird. Bei der Trainingseinheit ging es um die fachgerechte Herstellung von traditionellen, palästinensischen Backwaren. Natürlich wurde bei der Arbeit ausgiebig gefachsimpelt.

Ausschreibung Estland-Lettland-Reise 2019

Endlich kann die schon im November 2018 angekündigte Begegnungsreise der Herrnhuter Missionshilfe nach Est-land (3 Tage) und Lettland (5 Tage) genau ausgeschrieben werden. Sie findet nunmehr statt vom 12. bis 19. Oktober 2019 unter Leitung von Andreas Tasche, Herrnhut, und Niels Gärtner, Bielefeld. Es gibt zwei Standard-Flughäfen, auf denen die Reise beginnt und endet: Berlin-Tegel und Düsseldorf. Ob die Reise (ohne Aufpreis) auch noch an einem anderen Flughafen - v. a. im Süden Deutschlands oder in der Schweiz – beginnen kann, muss im Einzelfall geprüft werden. Kosten: 1.200 Euro im DZ/VP (zwei individuelle Mahlzeiten in Tallinn und Riga) inkl. Reisebus, Reiseleitung, Führungen und Eintritte. EZ-Zuschlag: 200 Euro. Anmeldeschluss: 1. Mai 2019. Hier Ausschreibungstext und Anmeldeblatt sowie Programm-Entwurf.

Neuer Newsletter in englischer Sprache

Neuerlich gibt es einen Newsletter mit Nachrichten aus der weltweiten Brüder-Unität in englischer Sprache. Jørgen Bøytler, der Geschäftsführer des Unitätsvorstandes, hat die erste Ausgabe dieses Newsletters am 12. Februar 2019 herausgegeben. Siehe hier. Der Newsletter soll künftig ein- bis zweimal pro Monat mit etwa 15 Meldungen erscheinen. Jørgen Bøytler bittet darum, ihm ab sofort Nachrichten mit Relevanz für diesen Newsletter zeitnah zuzusenden. Er bittet weiter um Mitteilung, wer den Newsletter per E-Mail kostenfrei zugeschickt bekommen möchte: boytler(at)ebu.de. Dorothea Rohde, Pfarrerin der Brüdergemeine in Surinam, hat sich bereiterklärt, die von Jørgen Bøytler edierten Nachrichten, sofern sie in deutscher Sprache aus diesem Newsletter »Herrnhuter Mission Aktuell« stammen, ins Englische zu übersetzen. Danke allen Beteiligten!

Wertvolle Manuskripte übergeben

Am 7. Februar 2019 erhielt die Lettische Nationalbibliothek ein besonderes Geschenk. Die Evang.-Luth. Kirche in Lettland übergab 82 Manuskripte, die die Brüdergemeine in Lettland betreffen und deren Entstehung bis in die erste Hälfte des 19. Jh. zurückreicht. Die Übergabe erfolgte im 100. Jahr der Gründung der Lettischen Nationalbibliothek. Die Manuskripte berichten in einzigartiger Weise vom Herrnhutertum in Lande, dem tausende Männer und Frauen vor allem in Livland anhingen. Sie zeigen den Eifer der Menschen aus dem lettischen Volk im 18. und 19. Jh. bei der Verkündigung der Frohen Botschaft, dass Gott durch Christus Erlösung schenkt. Die Menschen hatten diese Texte selbst verfasst oder auch übersetzt und sie anschließend im Land verteilt. PM in Deutsch hier, in Niederländisch hier. Zeitungsbericht hier.

Dr. Gabriela Falkenberg zurück aus Tansania

Vom 10. Januar bis zum 10. Februar 2019 war Dr. Gabriela Falkenberg über die Vermittlung des »Senior Experten Service« im Einsatz für die Brüdergemeine in Tansania. Erst arbeitete Sie zwei Wochen an der Sekundarschule in Sumbawanga. Zu ihren Aufgaben gehörten die Fortbildung der Lehrkräfte, die Beratung bei der Neugestaltung der Internatsplätze sowie die Hilfe beim Aufbau der für das Erreichen der A-Lavel notwendigen naturkundlichen Labore. Zwei weitere Wochen verbrachte sie an der neuen Grundschule mit Vorschule auf Sansibar, wo sie ebenfalls mit Schwerpunkt Fortbildung half und beriet. In beiden Schulteilen war die Einführung psychomotorischer Arbeitsweisen zentrales Thema. Allen Beteiligten hat die Zusammenarbeit Gewinn gebracht und Freude bereitet. Sie sind sehr an einer Fortführung der Maßnahmen interessiert.

Neue Jugendpfarrerin in Surinam

Lydia Esser-Sedney wurde von der Kirchenleitung der Brüdergemeine in Surinam zur neuen Jugendpfarrerin für die Provinz berufen. Sie hat die Aufgabe, »das geistliche und soziale Wohlbefinden von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter Berücksichtigung christlicher Werte zu fördern«. Das betrifft die Jugendlichen und die jungen Erwachsene in Surinam im Allgemeinen und das betrifft insbesondere die jüngere Generation (bis 35 Jahre) in der Brüdergemeine. Mit ihrer Berufung ist Lydia Esser-Sedney von Amts wegen auch Mitglied des Stiftungsrates der »Stiftung Jugendzentrum der Brüdergemeine in Surinam«. Auf ihre Berufung antwortete sie wie folgt: »Vielen Dank, liebe Brüder und Schwestern. Mit Gott können wir Berge versetzen. Ich vertraue fest auf ihn. Gott segne die Brüdergemeine in Surinam«.

Gebetsinformationen 2019

Hiermit veröffentlichen Evangelische Brüder-Unität und Herrnhuter Missionshilfe die Gebetsinformationen 2019 zum regen Gebrauch am Unitätsgebetstag, dem 1. März (Gründung der Alten Brüder-Unität in Kunvald in Mähren im Jahre 1457), sowie bei der Unitätsgebetswacht (begründet am 22. August 1727 in Herrnhut, erneuert 1957), mit der die Europäisch-Festländische Unitätsprovinz samt der ihr zugeordneten Arbeit gegenwärtig vom 23. März bis 2. April an der Reihe ist. Die 60 Anliegen - Dank & Bitte - sind nach Unitätsregionen geordnet. Sie verstehen sich nicht als Vorschrift, sondern als Anregung, die beliebig mit eigenen Anliegen ergänzt werden kann und soll. Es gibt in diesem Jahr eine Version ohne Bilder (4 Seiten) und eine Version mit Bildern (6 Seiten).

Kirche ist nun Katastrophen-Schutzraum

Die im In- und Ausland wegen ihres undemokratischen Vorgehens sehr umstrittene sandinistische Regierung in Nikaragua unter »Comandante« Daniel Ortega versucht derzeit viel, um in den beiden autonomen Regionen am Atlantik Sympathien unter den Indigenen zu gewinnen. Hier, wo die von der spanischen Kolonialmacht weitgehend unbehelligten Völker der Miskitos und Mayangnas leben, die überwiegend zur Brüdergemeine gehören, stand man den »Errungenschaften« der Revolution von 1978 meist kritisch gegenüber. Außerdem hatten die Sandinisten die Entwicklung der indigenen Regionen stark vernachlässigt und altes Recht gebrochen. In Puerto Cabezas versuchte man nun die Wende. Mit staatlichen Mitteln wurde die Kirche der Brüdergemeine »Betania« zu einem Katastrophen-Schutzraum umgebaut. Ein Bericht des Fernsehsenders »TN8« in Deutsch hier.

Drei Monate in Kathmandu

Phill Batelle aus Ockbrook (GB) hat das letzte Quartal des Jahres 2018 bei der Brüdergemeine in Nepal verbracht, insbesondere in deren Schule in Kathmandu. Über seinen Einsatz berichtet er ausführlich im »Moravian Messenger«, der Zeitschrift der Brüdergemeine in Großbritannien. Er beschreibt das Leben nach den Erdbeben im Jahre 2015, den Trubel auf den Straßen, den Alltag in der wachsenden Schule und das Leben in den drei Brüdergemeinen in Kathmandu. Wörtlich heißt es: »Zu den Versammlungen gehören die Gottesdienste am Sonnabend ab 19.30 Uhr, Jugendstunden, Kreise für Männer- und Frauen. Darüber hinaus geht ein Team von Pastoren und Laienmitarbeitern wochentags an verschiedene Orte, um Menschen, die das wünschen, Hausgottesdienste und Seelsorge in den eigenen vier Wänden anzubieten«. Der Bericht in Deutsch hier.

Moderne Kirchenmusik und Schreibwerkstatt

In der »Wanicakerk« in Paramaribo fand am 2. Februar 2019 eine Veranstaltung für Jugendliche statt, bei der es um die Einbeziehung von Elementen aus der weltlichen Musik in die Kirchenmusik bzw. in die christliche Verkündigung ging. Referent war der Evangelist Leandro Martosoewiknjo. Er ermutigte die Jugendlichen, neue musikalische Wege zu beschreiten. »Musik ist eine Form der Anbetung«, meinte er. + + Am 7. Februar 2019 lud die Brüdergemeine in Surinam nach Paramaribo in die Bethania-Gemeinde ein. Vertretungspersonen aus mehreren Gemeinden kamen zu einem Workshop »Schreiben für ein Gemeindeblatt«. Folgende Themen bzw. journalistische Gattungen wurden behandelt: die Nachricht, der Bericht, das Interview, die emotionale Geschichte, die persönliche Stellungnahme, das Foto. Bilder hier.

Uraufführung von sechs Umweltfilmen

Im »TBL Cinemas« in Paramaribo, Surinam, fand am 9. Februar 2019 die Uraufführung von sechs Lehrfilmen statt, die sich in kindgemäßer Weise mit Umweltfragen befassen und demnächst im surinamischen TV ausgestrahlt werden. Ihr Obertitel lautet: »Stolz auf unseren Wald«. Kinder aus Schulen der Brüdergemeine waren dabei, als in fünf Biotopen gedreht wurde: im Cultuurtuin in Paramaribo, in einem Mangrovenwald in Coronie, im Botanischen Garten von Paramaribo, im Peperpot-Naturpark in Commewijne, in einer Savanne in Zanderij sowie im Vlinderpark in Lelydorp. Das Ziel der Filme ist die Sensibilisierung von Kindern für Umweltfragen und ihre Begeisterung für die Heimat. Die Filme entstanden in Kooperation zwischen dem »National Institute for Environment & Development«, der Organisationen »REDD+« und der Stiftung »Kinderboekenfestival«.

Dr. Wolfgang Stiehler in Ndola eingetroffen

Am 5. Februar 2019 ist Dr. Wolfgang Stiehler in Ndola, Sambia, eingetroffen. Das berichtet Fred Walch, Projekt-berater der Brüdergemeine in Sambia. Auf Bitten der Herrnhuter Missionshilfe wurde Dr. Wolfgang Stiehler vom »Senior Expert Service« (SES) entsandt, um mit seinen Erfahrungen im Bereich der Fischzucht der Brüdergemeine in Sambia zu helfen, ihr Fischzucht-Projekt in Ndola weiter zu entwickeln. Er wohnt in Halbendorf bei Weißwasser und verfügt über 50 Jahre Erfahrung beim »VEB Binnenfischerei Kreba«. Seit 1992 ist er Geschäftsführer der »Kreba Fisch GmbH«. Von 1993 bis 2013 war er Präsident des sächsischen Fischereiverbandes. Seit 2013 steht er dem SES zur Verfügung. Der zweiwöchige Einsatz in Sambia ist sein 14. Einsatz. Zuvor war er bereits in Mexiko, der Mongolei, Aserbeidschan, Usbekistan, Kasachstan, Indonesien, Kosovo, Bulgarien und Tansania tätig.

Opfer des Feuers noch immer obdachlos

Noch immer leben die mehr als 200 Einwohner von Wupperthal in Südafrika, die bei einem Großfeuer am 30./31. Dezember 2018 ihr Haus verloren, bei Verwandten und Freunden. Temporäre Unterkünfte in ihrem Heimatort gibt es auch fünf Wochen nach der Katastrophe noch nicht. Allerdings wurden von den Verantwortlichen inzwischen die Verträge über den Bau der Notunterkünfte unterzeichnet. Die südafrikanische Online-Zeitung »IOL News« berichtet unter dem Datum des 7. Februar 2019 (Download hier) über die wachsende Unzufriedenheit der Geschädigten. Diese beschweren sich, dass sie nicht in Wupperthal wohnen und mit dem Wiederaufbau ihrer verbrannten Häuser beginnen können. Die Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Melene Rossouw klagt die Verantwortlichen an, zu wenig für die Opfer des Feuers zu tun.

Jackie Valentyn ihren Verletzungen erlegen

Vier Wochen nach einem Großfeuer im südafrikanischen Wupperthal in den Zederbergen, einer ehemaligen Missionsstation zunächst der Rheinischen Mission, später der Brüdergemeine, die am 30./31. Dezember 2018 den halben Ort verwüstete, ist mit Jackie Valentyn ein erstes Opfer seinen schweren Brandverletzungen erlegen. Jackie Valentyn starb im Alter von 57 Jahren bereits Ende Januar 2019 in einem südafrikanischen Krankenhaus und wurde mittlerweile in Wupperthal begraben. In ihrem Heimatort schätzte man sie, eine Lehrerin, hoch. In ihrer Freizeit sang sie im Chor der Brüdergemeine mit. Die Menschen hatten große Hoffnung, dass sie sich von ihren Verletzungen erholen und bald wieder nach Wupperthal zurückkehren würde, um ihr Haus neu aufzubauen, das im Feuer vollständig verbrannte. Ein Zeitungsbericht über Jackie Valentyn in Deutsch hier.

Laden »mittendrin« mit Fünf-Jahres-Bilanz

Schon mehrfach wurde an dieser Stelle über den Laden »mittendrin« in der Friedrichstraße in Königsfeld im Schw. berichtet, einen Second-Hand-Shop, den viele, meist ältere Ehrenamtliche zugunsten von Projekten der Herrnhuter Missionshilfe betreiben. Jetzt zog der Laden nach fünf Jahren seines Bestehens eine Bilanz, die im »Herrnhuter Boten« (Heft für Januar/Februar 2019) zu lesen war. Die Hälfte der heute 25 Aktiven ist seit den Anfängen 2013 dabei - und das mit Begeisterung. Das Erfolgsgeheimnis des Ladens ist eine großartige Mixtur aus körperlichem Einsatz bei Beschaffung, Reinigung, Auspreisung, Präsentation und Veräußerung der tausenden von Waren und zugewandter Kommunikation mit der Kundschaft. Bisher hat der Laden etwa 150.000 Euro für die Mission erwirtschaftet. Danke! Der komplette Bericht hier.

Fahne für die »Graf von Zinzendorf-Schule«

Die Schülerinnen und Schüler der »Graf von Zinzendorf-Schule« in Paramaribo, der größten MULO-Schule der Brüdergemeine in Surinam (»Middelbaar Uitgebreid Lager Onderwijs« = weiterführende Schule, die praxisbezogen meist zu einer Berufsausbildung hinführt), haben kürzlich eine Schulfahne entworfen und anschließend hergestellt. Sie erklären ihr Kunstwerk wie folgt: Die fünf gelben Sterne links sowie die elf gelben Sterne rechts weisen auf das Gründungsdatum der Schule hin, den 5. November 1928. Die beiden Flügel symbolisieren den allezeit verlässlichen Schutz Gottes. Mit der Abkürzung »GVZ« im Kreis wird der Wunsch der Schulfamilie ausgesprochen, unter der treuen Hut des Herrn zu leben. Der goldene Ring steht - einer Krone gleich - für Jesus, den König. Das Rot steht für das von Jesus am Kreuz vergossene Blut.

Einladung zur Jahrestagung 2019

Die Herrnhuter Missionshilfe lädt ihre Mitglieder, Freundinnen und Freunde zu einer neuen Jahrestagung ein. Diese Tagung, innerhalb deren die von der Satzung vorgeschriebene Mitgliederver-sammlung abgehalten wird, findet statt vom 14. bis 16. Juni 2019, und zwar erstmals in der Brüdergemeine Niesky (bei Görlitz). Die Tagung steht unter dem Thema »Bis an die Enden der Welt - Die Herrnhuter Missionshilfe als Teil der weltweiten Brüder-Unität«. Sie ermöglicht ein erstmaliges wie auch ein vertiefendes Kennenlernen der Arbeit der Herrnhuter Mission. Als Gäste werden die Direktorin und der Leiter der Finanzen vom Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) erwartet: Ranya Karam und Wael Aboudi. Zwei Vorträge befassen sich mit der Lage der Yup'ik in Alaska und der Inuit in Labrador. Weitere Infos und Anmeldebogen hier.

150 Jahre Missionsschule in Niesky

Am 1. Februar 1869 nahm die Missions-schule der Brüdergemeine in Niesky nach und nach ihren Betrieb auf. In die Schule traten meist ledige Handwerker ein, die vor ihrer Aussendung eine theologisch-pädagogische Gründaus-bildung erhielten. Sie bekamen aber auch Unterricht in Geographie, Länderkunde und Religionsgeschichte, wurden mit nichteuropäischen Kulturen vertraut gemacht, erlernten Sprachen, die Buchhaltung, das Fotografieren sowie Hygienegrundsätze und die Behandlung einfacher Krankheiten. An die Schule angegliedert waren eine Tischlerwerkstatt und eine Schmiede. Bis zur Schließung der Schule bald nach dem 1. Weltkrieg wurden 313 Missionare ausgebildet. Bis 1869 genügten für den Missionsdienst die Liebe zum Heiland, handwerkliche Kompetenzen und die vorherige allgemeine Bewährung in der Heimatgemeinde. Zeitungsbericht hier.

Gesundheitsprojekt in der D. R. Kongo

Das Gesundheitsprojekt, das die Brüdergemeine in der D. R. Kongo mit Hilfe der »Brødremenighedens Danske Mission«, der dänischen Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, seit langem am Westufer des Lake Tanganyika durchführt, kann weitergehen. Der dänische Entwicklungsfonds »Civilsamfund i Udvikling« hat eine Förderung in Höhe von 3,5 Mill. Kronen zugesagt (ca. 475.000 Euro). Das Projekt, das in 22 abgelegenen Dörfern angesiedelt ist, zielt darauf ab, in den nächsten drei Jahren vor allem den Gesundheitszustand von Kindern und die Lebensbedingungen von Frauen durch Aufklärung und Hygiene-Maßnahmen entscheidend zu verbessern. Aufgrund der politisch instabilen Lage in der D. R. Kongo nach den jüngsten Präsidentschaftswahlen muss der Start des Projektes jedoch noch etwas aufgeschoben werden.

Vorstand des UWD neu konstituiert

Am 31. Januar 2019 hat sich der Vorstand des Unity Women’s Desk (Unitäts-frauenbüro, UWD) mit Sitz in Winston-Salem/NC neu konstituiert. Die schon vor geraumer Zeit gewählte neue Koordinatorin, Julie Tomberlin (USA), übernahm nach einer Einarbeitungszeit zusammen mit ihrer Vorgängerin, Patricia Garner, die Leitung. Zwei vakante Posten im Vorstand, die nach dem satzungsgemäßen Ausscheiden von Angelene Swart (SA) und Sallie Greenfield (USA) entstanden waren, konnten neu besetzt werden (Foto). Die neuen Vorstandsmitglieder sind Blair Couch (USA / Bischöfin der Brüder-Unität / für die Region Nordamerika) und Rachel-Juliana Lwali (TZ / für die Region Afrika). Die weiter amtierenden Vorstandsmitglieder sind Muriël Held (SUR / für die Region Karibik und Lateinamerika) und Erdmute Frank (D / für die Region Europa). Zum aktuellen Gebetsbrief des UWD hier.

Zukunftsvorstellungen präsentiert

Junge Frauen und Männer, die am »Bethlehem Moravian College« der Brüdergemeine in Malvern/St. Elisabeth auf Jamaika im dritten Studienjahr zu Lehrerinnen und Lehrern ausgebildet werden, bekamen Ende Januar 2019 den Auftrag, Plakate zu gestalten, die ihre kurz- und langfristige Erwartungen und ihre Träume im Blick auf den eigenen Lebensweg sowie im Blick auf die Zukunft ihres Heimatlandes zum Ausdruck bringen. Anschließend wurden die in Form und Farbe und Gestaltung sehr unterschiedlichen Plakate einander präsentiert und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede kommentiert. Mit der Ausbildung von jungen Frauen zu Lehrerinnen begann die Geschichte des »Bethlehem Moravian Colleges«, schon seit mehreren Jahren verfügt es aber über ein wesentlich breiter angelegtes Ausbildungsspektrum.

Es ist einfach nur groß-artig, was Gemeinden der Brüdergemeine und der Landeskirchen, was einzelne Mitglieder der Brüdergemeine und der Landeskirchen und was die Landeskirchen und ihre Körperschaften in den vergangenen vier Wochen für den von einer Feuersbrunst heimgesuchten Ort Wupperthal (Südafrika) gesammelt haben. An dieser Stelle ist es unmöglich, die vielen kleinen und z. T. auch großen Beträge einzeln zu erwähnen. Danke!

Havanna nach dem Tornado vom 27. Januar

Ein Tornado hat am Abend des 27. Januar 2019 binnen 15 Minuten beträchtliche Teile der kubanischen Hauptstadt Havanna schwer verwüstet. Zahllose Häuser und immense Sachwerte wurden zerstört. Die Elektrizitätsversorgung und das Telefonnetz brachen zusammen. Straßen und Wege waren lange unpassierbar. Nach offiziellen Angaben kamen drei Menschen ums Leben und 172 Menschen wurden verletzt. Viele von ihnen liegen noch in einem Krankenhaus. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Tornado mit einer Geschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde über Havanna hinwegfegte. Armando Rogelio Rusindo, seit einem Jahr Bischof der Brüder-Unität und wohnhaft in Havanna, hat die weltweite Brüder-Unität per E-Mail über die Lage in der Hauptstadt informiert. Siehe hier. Ob auch Mitglieder der Brüdergemeine geschädigt wurden, ist noch nicht bekannt.

»erlassjahr.de« fordert Schuldenmoratorium

Die Karibik gehört zu den am stärk-sten vom globalen Klimawandel bedrohten Regionen der Welt. Das Entschuldungs-Netzwerk »Jubilee Caribbean« (Foto) fordert daher, dass Staaten, die Opfer von tropischen Wirbelstürmen geworden sind, ihren Schuldendienst aussetzen können. Ein solches Moratorium und die Aufnahme von Umschuldungsverhandlungen machen nach einer Katastrophe schnell dringend benötigte Mittel für Nothilfe und Wiederaufbau frei. Negativbeispiel Barbuda: Die Insel wurde am 6./7. September 2017 vom Hurrikan »Irma« fast vollständig zerstört. In der gleichen Nacht wurde eine Schuldenrückzahlung an den IWF in Höhe von drei Millionen US-Dollar fällig. Gezahlt werden musste trotzdem, obwohl das Land die Mittel dringend für die Opferhilfe und die Schadensbeseitigung benötigt hätte. Zum Kampagnen-Video hier. Flyer zum Mitmachen hier.

Schulstiftung beging »Tag der Bildung«

Die Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam (»Stichting Onderwijs«) hat am 24. Januar 2019 den »Internationalen Tag der Bildung« begangen. Diesen Tag gibt es 2019 nach einem Beschluss der UNO-Vollversammlung aus dem Dezember 2018 zum allerersten Mal. Siehe hier. Auf Postern in Paramaribo war zu lesen: »One book, one pen, one child and one teacher can change the world (Malala Yousafzai)« bzw. »Teach the children so it will not be necessary to teach the adults (Abraham Lincoln)«. Die UNO hat diesen Gedenktag ausgerufen, weil 600 Millionen Kinder in aller Welt bis heute weder lesen noch rechnen können. Auch hätten weltweit mehr als 260 Millionen Kinder keinen Zugang zu regulären Schulen. Ohne eine gute Bildung für Kinder könne der Teufelskreis der Armut niemals durchbrochen werden, hieß es in New York.

Fünf Monate in Alaska - ein Interview

Nur selten erreichen die Herrnhuter Missionshilfe Berichte über das Leben in der Brüdergemeine in Alaska. Jetzt erschien auf den Webseiten des Theologischen Seminars der Brüdergemeine in Bethlehem/PA ein Interview mit Andrew Craver, einem erfolgreichen Absolventen des Seminars. Andrew Craver ist seit Sommer 2018 als Pfarrer in Bethel/Alaska tätig, wo er sich den besonderen - klimatischen wie seelsorgerlichen - Herausforderungen in dieser abgelegenen Weltgegend stellt. Das Besondere an dem Interview: Es schlägt immer wieder den Bogen zwischen der Arbeit eines jungen Pfarrers und der Eigenart des vorangegangenen Theologiestudiums. Nebenbei ist Andrew Craver, verheiratet mit der Lehrerin Jenna, als Militärgeistlicher in der US-Armee tätig. In diesem Amt muss er mitunter weit fliegen. Das komplette Interview in deutscher Übersetzung hier.

Begeisterung für Mathematik entwickeln

Eline Overgaauw und Denise de Vreede haben am 17. Januar 2019 in der »Graf-von-Zinzendorf-Schule« in Paramaribo im Rahmen ihres Praktikums bei der Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam einen Workshop zum Thema »Mathematik macht Spaß« gehalten. Sie ließen sich allerlei einfallen, damit die Lehrkräfte das Fach Mathematik künftig auf eine kreative und originelle Weise unterrichten. Sie glauben fest daran, dass Schülerinnen und Schüler den Lehrstoff in der neuen Weise wesentlich besser verstehen und sich aneignen können als sie es bisher taten, ja dass sie Begeisterung entwickeln können für dieses Fach. Zielgruppe des Workshops waren die Lehrkräfte der Klassen 1 und 2 an den sechs MULO-Schulen der Brüdergemeine in Surinam. Einige BIlder vom Workshop hier.

Die Not nach der Katastrophe

Eine Reporterin des südafrikanischen Nachrichten-Portals »Eyewitness News« besuchte am 16. Januar 2019 den Ort Wupperthal in den Cederbergen und fand dort Menschen vor, die dabei sind, sich zweieinhalb Wochen nach einer verheerenden Feuersbrunst aus der Asche ihrer zerstörten Häuser zu erheben. »Aufstehen aus der Asche« ist eine von zwei Reportagen überschrieben, die sie anschließend verfasst hat. Die Reportagen offenbaren eindrücklich die Mühen der Menschen, wieder in das Alltagsleben zurückzufinden. Und sie offenbaren, dass Traumata wohl noch lange anhalten werden. Zwar gibt es Hilfen aus dem In- und Ausland, das Nothilfezelt quillt über vor Gebrauchtwaren und Altkleidung, aber bis zum Neubau von Häusern wird es noch dauern. Neues Video hier. Deutsche Übersetzung der Reportagen hier.

Chor-Wettstreite auf Jamaika

Ab und zu finden in der Unitätsprovinz Jamaika (etwa 8.500 Mitglieder in 65 Gemeinden) kleine Wettstreite von Kinder- und Jugendchören statt, so zuletzt Ende 2018 die »Provincial Youth Ralley« in der »New Beulah Moravian Church« in Mandeville und der »Four Paths Harvests Service« in der »Covenant Moravian Church« in Kingston. Meist enthalten die Chor-Auftritte eine Mischung aus Instrumentalmusik, Gesang und Tanz. Immer ist die Stimmung bei Aktiven wie Zuhörenden großartig. In der Regel tragen die Aktiven eine einfache Chorkleidung. Auf Jamaika dominiert in den Gemeinden die moderne Musik mit modernen Instrumenten. Bläserchöre wie in Europa gibt es nicht. Eine Ersatz-Spezialität ist stattdessen der »Jamaica drum«, für den die so genannten »Steel Bands« der Gemeinden sorgen. Klangbeispiele im Video hier.

Förderung von Gesundheitspersonal

Weil Surinam sich seit mehreren Jahren in einer Wirtschaftskrise befindet, zahlt die Regierung nicht die versprochenen Zuschüsse an die Ärztliche Mission (»Medische Zending«). Damit ist die Ausbildung von Gesundheitsassistenten und Gesundheitspersonal für die Arbeit im weitläufigen Binnenland gefährdet. Solches Personal ist wichtig, da es den Erkrankten erste Hilfe leistet und die meisten Verrichtungen selbständig erledigt: Medikamentenausgabe, Gesundheitserziehung, Impfungen, Säuglingspflege, Wundversorgung, Geburten. Bei ernsten Problemen kann per Funk einen Arzt konsultiert und im Notfall ein Rettungsflug angefordert werden. Für die Durchführung des dritten von vier Kursjahren sind 25.000 Euro nötig. Mit diesem Geld werden unter anderem die Praktika des Gesundheitspersonals an Polikliniken finanziert.

Schadensbilanz bei Rooibos-Kooperative

Die in Wupperthal (SA) ansässige Kooperative »Red Cedar«, von der die Herrnhuter Missionshilfe ihre Rooibos-Kosmetikprodukte bezieht und deren Firmen-gebäude vom Großfeuer am 30./31. Dezember 2018 total zerstört wurde, hat eine erste Schadensbilanz gezogen. Zur Wiederherstellung des Gebäudes werden 364.000 Rand (23.300 EUR) und zur Wiederbeschaffung des Equipments 387.000 Rand (24.800 EUR) benötigt. In Abstimmung mit der »Evangelischen Mission in Solidarität« und anderen Hilfsorganisationen will die Herrnhuter Missionshilfe die Wiederaufnahme der Produktion bei »Red Cedar« vorrangig fördern. Drei Mitarbeiterinnen der Firma, die jetzt arbeitslos sind, waren bereits in Deutschland: zum Kirchentag in München und zur Fair-Trade-Messe in Stuttgart. Schadensbericht hier (Deutsch) und hier (Englisch).

Wechsel im Unitätsfrauenbüro - ein Aufruf

Im Unitätsfrauenbüro (»Unity Women’s Desk«) mit Sitz in Winston-Salem/NC stehen im Januar 2019 Veränderungen an. Patricia Garner, die Mitbegründerin und langjährige Koordinatorin dieser Organisation, tritt altershalber in den Ruhestand. Sie arbeitet derzeit noch ihre Nachfolgerin, Julie Tomberlin, ein. Auch Angelene Swart (SA), die im Vorstand die afrikanische Unitätsregion vertrat, und Sallie Greenfield (USA), Vertreterin der nordamerikanischen Unitätsregion, scheiden aus ihren Positionen aus. Angesichts dieser Wechsel entstand im Unitätsfrauenbüro die Idee, die Schwestern in der weltweiten Brüder-Unität dazu aufzurufen, den drei Ausscheidenden in Würdigung ihrer Verdienste einen kleinen Gruß zu senden. Erdmute Frank (Herrnhut) hat einen diesbezüglichen Aufruf verfasst. Text in Deutsch hier, in Englisch hier.

Neue Schule wird bestens angenommen

Inzwischen sind es 220 Schülerinnen und Schüler, die den Kindergarten (»Pre School«) und die Grundschule der Brüdergemeine in Mwera auf Sansibar besuchen. Seit wenigen Tagen steht ihnen dafür ein nagelneues Gebäude mit besten Lernbedingungen zur Verfügung; die alte Schule wird wegen Baufälligkeit abgerissen. Die Schule namens »Herrnhuter Academy School« (Projektfilm hier) war v. a. mit Spendengeldern der Herrnhuter Missionshilfe gebaut worden. Weil es zuletzt 40 Neuanmeldungen von Kindern gab und weil bald 70 weitere Kinder hinzukommen werden, wurden zusätzlich zu den fünf vorhandenen Lehrkräften weitere fünf Lehrkräfte angestellt. Eine Großspende wird es möglich machen, auf dem Gelände demnächst noch einen neuen Kindergarten zu bauen, so dass der alte Kindergarten als Verwaltungstrakt dienen kann. Onlinespende hier.

Weitere Baumpflanz-Aktionen in Tansania

Erord Rupia Simae, der Vorsitzende der Rukwaprovinz der Brüdergemeine in Tansania, berichtet über zwei weitere Baumpflanz-Aktionen am Rande des Dorfes Mpona unweit von Sumbawanga im Dezember 2018 und im Januar 2019. Die Herrnhuter Missionshilfe hatte vorher zu diesem Zweck noch einmal 10.000 Euro nach Tansania überwiesen. Auch die Klimakompensationsabgabe in Höhe von 1.170 Euro, die die Evangelische Brüder-Unität als Ausgleich für in Anspruch genommene Flugkilometer bei Dienstreisen 2018 gezahlt hatte, kommt diesem ökologischen Langzeitprojekt zugute. In die Erde gebracht wurden bei diesen Aktionen, zu denen sich viele Gemeindeglieder eingefunden hatten, 70.000 Setzlinge mehrerer Baumarten. Die neue Pflanzfläche ist 100 Acres groß (1 ac = 40,5 ar). Infos und Bilder hier.

Schwesternprojekt 2019 gewählt

Auf der Schwesternwerkstatt in Neudietendorf wurde kürzlich das Schwesternprojekt 2019 gewählt: »Stärkung von Frauen im ›Dzaleka Refugee Camp‹ des UNHCR – ein Projekt der Brüdergemeine in Malawi«. Die Frauen in diesem seit 1994 bestehenden Flüchtlingslager für 35.000 Personen sollen, getragen von der »Moravian Church in Malawi«, einige Trainingsangebote erhalten. Dafür stehen geeignete Räume im neuen »Child Care Center« der Brüdergemeine zur Verfügung. Gedacht ist an Weiterbildungen in den Bereichen: Gesundheit, Ernährung, Kindererziehung, Schutz gegen häusliche Gewalt, Englisch, Wie entwickle ich mein eigenes Business? Einige Frauen konnten sich schon eine Existenz aufbauen (Foto) und damit ein Einkommen generieren, das dazu beiträgt, ihre Kinder zu ernähren und diesen den Schulbesuch zu ermöglichen. Sammlungsergebnis in Neudietendorf: 840 Euro. Ein Projekt-Infoblatt hier.

Kirchenleitung singt an der Saramacca

Zu einem sehr arbeitsreichen, aber auch gemeinschafts-fördernden Klausurwochenende haben sich die Mitglieder der Kirchenleitung der Unitätsprovinz in Surinam am Wochenende 11. bis 13. Januar 2019 in Groningen an der Saramacca aufgehalten. Zu diesen gehören in Surinam nicht nur haupt-, sondern auch neben- und ehrenamtlich Tätige. An der Spitze der Kirchenkeitung steht ein von der Synode gewählter Präses, z. Zt. Desiré Peerwijk. Nach dem Ende der Beratungen begaben sich die Mitglieder der Kirchenleitung an das Ufer der Saramacca, wo sie beteten und sangen. Ein Gemeindeglied hat diesen Moment im Video festgehalten. Siehe und höre hier. Wüsste man nicht, dass es sich bei den Singenden um Kirchenleitungsmitglieder handelt, könnte man vermuten, hier sänge ein professioneller Chor.

Zu Besuch in der Partnerschule bei Bauska

Zu Beginn des neuen Kalenderjahres weilten einige Schülerinnen und Schüler der »Christian-David Schule« bei Barkava, der ersten nicht-staatlichen Schule im neuen Lettland, zu Besuch bei ihrer Partnerschule, der »Bārbeles Zēnu pamatskola« bei Bauska, 70 km südlich von Riga. Bei dieser Schule handelt es sich um eine Neugründung, die nach alternativen pädagogischen Konzepten arbeitet und der »Christian-David Schule« in manchem ähnlich ist. Beide Schulen zeichnen sich durch kleine Klassengrößen aus und sind in vom Staat aufgegebenen Schulgebäuden im ländlichen Raum untergebracht. In der noch nicht fertig renovierten Schule und deren Umgebung gab es für die jungen Besucherinnen und Besucher vieles zu entdecken.

Katastrophenhilfezentrum für Wupperthal

Wupperthal, die am 30./31. Dezember 2018 von einem Großfeuer verwüstete historische Missionsstation der Brüder-gemeine in Südafrika, wird in zwei Wochen ein Katastrophenhilfezentrum erhalten, das für diejenigen Menschen da sein soll, die ihre Häuser und alle Habseligkeiten verloren. Eine alte Handschuhfabrik wird zur Kommandozentrale umfunktioniert. Dort wird in Zukunft dafür gesorgt, weitere Katastrophen dieser Art zu verhindern. Von dort aus soll die Verteilung aller angebotenen Hilfen erfolgen. Und von dort aus soll bald der Wiederaufbau des Ortes beginnen. Eine Schätzung ergab, dass mindestens 20 Mill. Rand (etwa 1,26 Mill. Euro) für den Abbruch der Häuser, die Reinigung der Grundstücke, Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten sowie den Wiederaufbau erforderlich sind. Mehr in einem Online-Bericht in Deutsch hier. Siehe auch hier.

Damals: Schiffbruch vor Neuwerk

Der »Moravian Messenger«, die Zeitschrift der Brüdergemeine in Großbritannien, erinnert an einen Schiffbruch am 19./20. Dezember 1817, von dem fünf Herrnhuter und Herrnhuterinnen auf der Reise von Labrador nach Hamburg betroffen waren. Bei Neuwerk vor der Elbmündung liefen sie nach komplizierten nautischen Manövern bei dichtem Nebel und Sturm mit einem heftigen Krachen auf eine Sandbank auf. Die Übernahme eines Lotsen hatte der Kapitän auf Helgoland abgelehnt. Die Hoffnung, die Flut würde das Schiff wieder flott machen, zerschlug sich. Trotz allen Pumpens drang Wasser in das beschädigte Schiff. Ein Schwimmen an Land kam wegen des Eiswassers nicht infrage. Bevor das Schiff zerbarst, wurden die Insassen gerettet und in Blankenese an Land gebracht, wo neue Sorgen auf sie warteten. Die ganze dramatische Geschichte hier.

Drei Berufungen in Nordindien

Drei Studenten der Brüdergemeine in Nordindien haben ihr Theologie-studium und ihr Vikariat mit Erfolg abgeschlossen und nun ihre ersten Berufungen erhalten. Jacob Gangmei wird künftig in den Gemeinden Binnakandi, Haflong und Latingkhal im Bundesstaat Assam dienen. Bir Bahadur Rana nahm eine Berufung in die Gemeinde Rajpur an. Und Levi Ruangmei übernimmt das Pfarramt der Brüdergemeine in der Innenstadt von Delhi. Nathaniel Gengmei und Dimchui Rongmei befinden sich in der Schlussphase ihres Studiums. Die Gemeinde in Delhi blüht weiter. Seit ihrer Gründung haben sich die Gemeindeglieder in Privatwohnungen getroffen. Jetzt eröffneten zwei von ihnen ein Restaurant, wo es am Sonntag über drei Stunden hinweg Platz für 25 bis 30 Personen gibt. Der erste Gottesdioenst fand hier am 9. Dezember 2018 statt.

Einladung nach Dortmund zum Kirchentag

In fünf Monaten hofft die Herrnhuter Missionshilfe, an ihrem Stand (MA 413387) auf dem »Deutschen Evangelischen Kirchentag« in Dortmund viele alte und neue Freundinnen und Freude begrüßen zu können. Dieser wird, wie in den Vorjahren, ein Gemeinschaftsstand mit der Brüder-Unität und den Losungen sein. Thematisch soll es diesmal um die Flüchtlingsarbeit gehen, die in nahezu allen Provinzen der weltweiten Brüder-Unität und auch bei der Herrnhuter Missionshilfe eine wichtige Rolle spielt. Als Gast wird Jonah Sinyangwe aus Malawi erwartet, der sich um das Child Care Center der Brüdergemeine für 300 Kinder im »Dzaleka Refugee Camp« des UNHCR kümmert. Am 22. Juni 2019 um 19 Uhr wird die Herrnhuter Missionshilfe bei einem großen Konzert-Event auf dem Dortmunder Hansaplatz mit dem Vokalensemble »Viva Voce« mitwirken. Mehr dazu hier.

Bei der »Energieversorgung Surinam«

Die Brüdergemeine in Surinam, eine der wichtigsten Schulträgerinnen im Land, beteiligt sich über ihre Mitarbeit in einer Kinder- und Schulbuchstiftung (»Stichting Kinder-boekenfestival«) an der Herausgabe eines Buches, das sich mit Fragen der Energieeffizienz und des Einsatzes erneuerbarer Energien befasst. Das Buch ist für Lehrer und Lehrerinnen an Grund- und VOJ-Schulen (»Voortgezet Onderwijs op Junioren Niveau«) gedacht. Im Vorfeld des Erscheinens des Buches entstand ein Maskottchen namens »Watje« und es wurden Gespräche mit dem staatlichen Energieversorgungs-Unternehmen EBS geführt. Santusha Sital von der EBS gab den Buchautoren Einblick in drei Bereiche des Unternehmens: Energieerzeugung, Energieübertragung und Energieverteilung. Das Buch soll im Laufe des Sommers 2019 erscheinen.

Evangelisation im »Kupfergürtel«

Der »Kupfergürtel« ist ein Gebiet in Sambia, in dem sich riesige Kupfer-minen befinden. Die meist für den Export arbeitenden lokalen und internationalen Bergbaugesellschaftern garantieren Beschäftigung, bringen aber auch menschliches Elend mit sich: Arbeitsunfälle, ökologische Verwüstung, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Raub, Prostitution usw. Die kleine Brüdergemeine in der Region (drei Gemeinden und eine Hauskirche) möchte zusammen mit anderen Kirchen die Bevölkerung durch evangelistische Kampagnen zum Glauben führen oder dorthin zurückbringen. Sie möchte Gemeinden gründen, in denen Menschen, insbesondere auch junge Menschen, einander begegnen, etwas lernen und Seelsorge finden können. Dazu braucht sie Unterstützung von den ausländischen Missionsgesellschaften.

Zur aktuellen Lage in Wupperthal

Inzwischen gab es in Wupperthal, Südafrika, die ersten Gespräche zwischen der Brüdergemeine, die den Ort verwaltet, und diversen staatlichen Behörden über die nächsten Schritte nach dem Großfeuer am 30./31. Dezember 2018. Der Staat hat die Elektrizitätsversorgung, die Brüdergemeine die Wasser-, Abwasser und Internetversorgung wiederhergestellt. Die vom Feuer betroffenen 40 Familien haben sich mit dem Abriss der Reste ihrer Häuser einverstanden erklärt. Isabel Hans, die Pfarrerin der Brüdergemeine, deren Haus ebenfalls abbrannte, hat eine Berufung in die Brüdergemeine Pella erhalten und ist gleich dorthin gezogen – ohne Habe. Es existieren Zelte und provisorische Toiletten. Alle verfügbaren Räume wurden für die ausgebrannten Internatsschüler requiriert. Sozialarbeiter und Seelsorger aus nah und fern halten sich im Ort auf. Viele Unterstützungszusagen aus dem In- und Ausland sind in Wupperthal bzw. bei der Kirchenleitung in Südafrika eingegangen.

Drei Nachrichten aus Surinam

Der 6. Januar wird in der Brüderge-meinen in Surinam als Gedenktag begangen. Es war am 6. Januar 1771, als mit Johannes Arabi ein erster in den Urwald geflüchteter Sklave von Christoph Kersten die Taufe empfing. Johannes Arabi wirkte später als großer Evangelist in Surinam. + + Für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Brüdergemeine in der Kinder- und Jugendarbeit der Unitätsprovinz Surinam findet am 12. Januar 2019 im Jugendzentrum in Paramaribo ein Zurüstungs- und Studientag statt, der unter folgendem Thema steht: »Zurück zu den Wurzeln der Herrnhuter«. Referenten sind Michael Persaud und Carl Breeveld. + + Der Facebook-Auftritt der Stadtmission der Brüdergemeine in Surinam (siehe hier) zählt jetzt etwa 4.000 Likes und ebenso viele Followers, wofür die Betreiberinnen und Betreiber der Seite danken.

Dienstreise nach Malawi und Tansania

Kurz vor Weihnachten 2018 war Bettina Nasgowitz, Referentin für Projekte und Finanzen der Herrnhuter Missionshilfe, erneut zu Besuch in Malawi und Tansania, um sich nach dem aktuellen Stand der Projekte zu erkundigen und um ggf. vorhandene Probleme auszuräumen. Gute Nachrichten brachte sie mit vom Child Care Center der Brüdergemeine im »Dzaleka Refugee Camp« des UNHCR in Malawi, das sich großen Zuspruchs sowie der Wertschätzung der Behörden erfreut und in dessen Nähe noch eine neue Grundschule entsteht, vom abgeschlossenen Schulneubau auf dem Gelände der »Herrnhuter Academy School« auf Sansibar (Foto) sowie von einem ersten Treffen der Leiter sämtlicher Berufsschulen der Brüdergemeine in Tansania. Der komplette Bericht mit vielen Bildern hier.

Schulspeisung in Sierra Leone

In Luawa Yiehun im Ngehun-Distrit von Sierra Leone gibt es seit etwa zwölf Jahren eine Sekundarschule der Brüder-gemeine. Es ist keine Seltenheit, dass Kinder ohne ein Frühstück oder ein Mittagessen die Schule besuchen. Solchen Kindern fällt es schwer, dem Unterricht bis 14.30 Uhr zu folgen. Daher möchte die Gemeinde vor Ort den Kindern täglich ein Schulessen zur Verfügung stellen. Das geht nur, wenn Frauen aus der Gemeinde gegen Entgelt für die Kinder kochen. Zur Realisierung dieses Projektes haben sie die »Zeister Zendingsgenootschap«, die Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in den Niederlanden, um einen Zuschuss von 4.300 Euro gebeten. Die Brüdergemeine in Nordamerika unterstützt seit langem 50 arme Kinder an dieser Schule mit einem Stipendium. Sierra Leone ist ein Missionsgebiet der weltweiten Brüder-Unität.

Erste Spenden für Wupperthal überwiesen

Eine Woche nach dem Großfeuer in Wupperthal (Südafrika) am 30./31. Dezember 2018 hat die Herrnhuter Missionshilfe die ersten Hilfsgelder für die Betroffenen überwiesen. In Absprache mit der Leitung der Brüdergemeine in Südafrika sind 7.000 Euro für allgemeine Nothilfemaßnahmen und 3.000 Euro für den baldigen Neubeginn der Kosmetica-Produktion der kirchlichen Kooperative »RED CEDAR« bestimmt. Diese hat ihr Firmengebäude verloren, was eine Reihe von Menschen arbeitslos macht. Inzwischen wurde vor Ort entschieden, welche Maßnahmen nach Beseitigung der Brandruinen Priorität haben. Zu allererst soll das Internat der Grundschule wieder aufgebaut werden, weil der Unterricht nach den großen Sommerferien gerade wieder beginnt und Kinder von außerhalb auf das Internat angewiesen sind. Spendenkonto hier; Kennwort »Hilfe für Wupperthal«.

Losungen für Tansania

In keinem Land der Welt gibt es auch nur annähernd so viele Mitglieder der Brüdergemeine wie in Tansania. Derzeit wird die Mitgliederzahl auf 750.000 bis 800.000 Personen geschätzt. Dazu im Kontrast steht die niedrige Auflage der »Losungen« in Tansania, die in Suaheli, der dort am meisten verbreiteten Sprache, »Kiongozi Kalenda« heißen. Zum Teil sind die Menschen in Tansania zu arm, um sich ein Losungsbuch leisten zu können. Zum Teil liegt die niedrige Auflage der tansanischen Losungen (ohne dritten Text) auch daran, dass es im Land keine Bücher-Vertriebs-Infrastruktur wie in Europa gibt. Die »Losungsspende« tut dennoch alles, um die Verbreitung der Losungen in Tansania zu fördern. Spenden für diese Aufgabe werden gebraucht. Onlinespende hier. Ein Video vom Verlesen der tansanischen Losungen in einem Gottesdienst hier.

Bescherung im »Huize Albertine«

Kurz vor dem Weihnachtsfest 2018 begaben sich einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam in das »Huize Albertine« in Paramaribo, eines von zwei Altenpflegeheimen der Brüdergemeine. Dort grüßten Sie die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner und übergaben ein paar Geschenke. Und dort sangen sie eine Reihe von Weihnachtsliedern. Das Heim, das derzeit in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt, ist auf die Verbundenheit mit der lokalen Brüdergemeine angewiesen und bedarf deren materieller und spiritueller Unterstützung. Die Leitung der Unitätsprovinz Surinam hat ein Programm aufgelegt, das der Sanierung der traditionellen Einrichtung dienen soll. Von der Grußstunde gibt es ein Video. Siehe hier.

E-Mail von Bischof Augustine Joemath

»Vielen Dank für Eure Anteilnahme. Es ist gut zu wissen, dass die vom Feuer in Wupperthal betroffenen Familien in ihrer Trauer nicht allein sind. Das Mitfühlen der weltweiten Brüder-Unität bedeutet uns viel. Die einheimischen Hilfsangebote aus allen möglichen Orten und von den verschiedensten Gruppen sind überwältigend. Jugendliche opfern ihre Zeit für Aufräumarbeiten, während sie noch Ferien haben. Dennoch werden zupackende Hände gesucht. Dass bei dem Feuer niemand ums Leben kam und dass unsere Kirche verschont blieb, werden wir zeitlebens als ein Wunder betrachten. Im Moment wird pastorale Unterstützung gebraucht. Die betroffenen Familien sind überfordert, zumal nächste Woche die Schule wieder beginnt. In Wupperthal wurden die Ferien um eine Woche verlängert. Wir wünschen Euch ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr unter Führung unseres Herrn«.

Betsaal der Gemeinde Augstari verschollen

Die meisten der einst etwa 170 Betsäle der Brüdergemeine im heutigen Estland und Lettland existieren nicht mehr. Sie wurden zu Beginn der Sowjetzeit zerstört, zweckentfremdet oder sind eingefallen. Der Betsaal der Gemeinde Augsteri (Plan hier) in Jaunpiepalga/Neupebalg im Diaspora-Distrikt Birkau/Smiltene gilt als verschollen. Schon lange nicht mehr genutzt, befand er sich in einem sehr schlechten Zustand, galt jedoch wegen seiner schönen Details als nationales Denkmal der Volksbaukunst. 1974/75 wurde das Gebäude zu Dokumentationszwecken genau vermessen und fotografiert - siehe hier (nach links/rechts klicken). Dann erging der Beschluss, es nach Riga in das Ethnologische Museum zu verlegen. Nach Nummerierung aller Teile erfolgten 1979 die Demontage und der Abtransport des Gebäudes. Seither ist der Betsaal aus dem Jahre 1821 verschwunden.

Boot für Gruppen im Amazonas-Dschungel

Was für die Pfarrerinnen und Pfarrer der Brüdergemeine in Europa ein Dienstauto und für manche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Brüdergemeine in Tansania ein Dienstfahrrad, das ist für den Pfarrer der Brüdergemeine im peruanischen Amazonas-Dschungel ein Dienstboot. Die einzelnen Gruppen, die von Evangelisationsteams aus den etwa zehn Jahre alten Brüdergemeinen im Norden des Landes (Lima und Chiclayo) besucht wurden und die dort seit kurzem eine eigene Gemeinde bilden, sind nur per Boot zu erreichen. Sie brauchen das Boot für die Durchführung von Gottesdiensten und Sonntagsschulen, von Bibelstunden und von Seminaren für leitende Mitarbeitende. Sie wünschen außerdem Bildungsmaterial in ihrer Landessprache, in Awahun, und Unterstützung bei der Wahrnehmung sozial-diakonischer Aufgaben.

Nach der Brandkatastrophe in Wupperthal II

Aus drei E-Mails, die in den letzten Stunden aus Wupperthal eintrafen: »Wir sind geschockt von dem Feuer, das mehr als 50 Häuser zerstörte, darunter das Internat der Grundschule, der Laden, die Versammlungshalle und das Missionsmuseum. Binnen einer Stunde war unsere Historie ausgelöscht«. + + »Zu den zerstörten Häusern gehört auch das Haus unserer Pfarrerin, Isabel Hans. Sie hat bei dem Brand alles verloren, auch ihren Pass und Unterlagen für die geplante Reise am 6. Januar 2018 nach Deutschland zur Synode der »Evangelischen Kirche im Rheinland«. + + »Betet für die Brüdergemeine Wupperthal, für alle Bewohner des Ortes, für unsere Hilfsmaßnahmen und für Gottes Leitung bei der Versorgung der Opfer und der Heilung der Seelen«. + + + Online-Bericht vom 3. Januar 2019 hier. Video-Rundgang durch Wupperthal hier.

Interaktive Projekt-Weltkarte der ZZg

Die Herrnhuter Missionshilfe wartet noch darauf, die »Zeister Zendingsgenootschap«, Schwesterorganisation in den Niederlanden, besitzt sie bereits: eine interaktive Projekt-Weltkarte. Siehe hier: https://www.zzg.nl/projecten. Schon ein flüchtiger Blick auf die Karte beeindruckt. Er offenbart die große Zahl sowie die transkontinentale Verteilung der Projekte. Bei einem ersten Klick auf ein Projekt- bzw. Länderfähnchen wird der Name des Projektes sichtbar bzw. es erscheint eine kleine Projektliste. Ein zweiter Klick auf den Namen des ausgewählten Landes bzw. Projektes eröffnet den Zugang zu grundlegenden Projekt-Informationen. Immer ist ein Bild beigefügt und immer wird angegeben, welchen finanziellen Umfang das Projekt hat.

Jamal singt im Sender »Radio Ramallah«

Immer häufiger nehmen palästinensischen Medien Notiz von der vorbildlichen Arbeit, die im Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (bei Ramallah) geschieht. Im Vorjahr weilten gleich mehrere Rundfunk- und TV-Stationen auf dem Gelände des Zentrums oder luden dessen Mitarbeitende in ihre Studios ein. Zuletzt geschah dies am 23. Dezember 2018, als Rabiha A. R. Jouda, die Leiterin des ambulanten Dorfprogramms, in ein Studio von »Radio Ramallah« eingeladen war. Weil es in der Sendung um die besonderen Begabungen ging, die Menschen mit Behinderungen innewohnen und die nur darauf warten, entdeckt zu werden, erschien sie in Begleitung eines Jugendlichen namens Jamal, der in der Sendung eine Kostprobe seiner Sangeskunst abgab. Siehe und höre hier (ab Minute 3:50).

Nach der Brandkatastrophe in Wupperthal 1

Nach ersten Untersuchungen scheint die Ursache für den Großbrand am 30./31. Dezember 2018 in der früheren Missionssiedlung Wupperthal (Südafrika) gefunden. Offenbar haben Menschen ein Feuer angezündet, um Bienen in einem wilden Honigstock mit Rauch zu vertreiben. Sie wollten an den Honig gelangen. Dabei geriet das Feuer außer Kontrolle. Der Herrnhuter Missionshilfe ist von vielen Stellen Bereitschaft zur Hilfe signalisiert worden. Geld kann über den Nothilfefonds der Herrnhuter Missionshilfe gespendet werden - Konto hier: Kennwort »Hilfe Wupperthal« angeben. Alle anderen Hilfsaktionen bitte unbedingt mit Georg Meyer, Länderreferent der Evangelischen Mission in Solidarität, abstimmen (E-Mail: meyer(at)ems-online.org; Telefon: 0711/63678–14), der mit dem Präsidenten der Brüdergemeine in Südafrika, Godfrey Cunningham, im Gespräch ist. Zeitungsbericht vom 2. Januar 2019 hier.

Großfeuer in Wupperthal, Südafrika

Bei einem Großfeuer ist in der Nacht vom 30. zum 31. Dezember 2018 der gesamte historische Innenbereich der Missionssiedlung Wupperthal in den Zederbergen, etwa 150 km nördlich von Kapstadt, abgebrannt. Auch die Gebäude der Firma »Red Cedar«, von der die Herrnhuter Missionshilfe ihre Rooibos-Produkte bezogen hat, sind vernichtet. Bisher gibt es über das Feuer nur Berichte in den sozialen Medien. Klar ist jedoch, dass der Gesamtschaden mehrere hunterttausend Euro beträgt. Bilder im ersten Spendenaufruf hier und hier. Berichte im südafrikanischen TV inkl. Interview mit Augustine Joemath hier. und hier. Reportage von »arte« über Wupperthal hier. Online-Spende hier. Zeitungsbericht vom 2. Januar 2018 hier.

Unglaubliche Fundraising-Aktion in Ibungu

Die Brüdergemeine Rhein-Main, die mit der Brüdergemeine Ibungu (Tansania, Südprovinz) seit Jahren partnerschaftlich verbunden ist, erhielt die Nachricht von einer schier unglaublichen Aktion in dem kleinen, extrem abgelegenen Dorf. Bei einem berauschenden, ganztägigen Fundraising-Event, von dem drei Videos existieren (siehe hier), wurde die gewaltige Summe von umgerechnet 3.000 Euro zusammengebracht, mit der ein gemeinsames Projekt der beiden Gemeinden realisiert werden soll: die Renovierung des Pfarrhaus-Daches in Ibungu. Für dieses Projekt war zuvor von der Brüdergemeine Rhein-Main eine Kollekte in Höhe von 651 Euro gesammelt worden. Dank der Initiativen hier und dort wird das Projekt bald realisiert werden können. Für künftige gemeinsame Aktivitäten stehen der Gemeinde Rhein-Main noch 7.400 Euro zur Verfügung.

Brüder-Unität gegen Rechtspopulismus

Am 22. Dezember 2018 hat die Direktion der Brüder-Unität eine »Erklärung gegen Rechtspopulismus« veröffentlicht. Siehe hier. In sechs Punkten bezieht sie Stellung angesichts der zunehmenden Gefährdung grundlegender Werte in Europa. Die Erklärung versteht sich als eine politisch-theologische Standortbestimmung. Darüber hinaus sollen Gemeinden und Einrichtungen durch sie angeregt werden, über die angesprochenen Fragen ins Gespräch zu kommen. Die Direktion ist gern bereit, sich an diesem Gespräch zu beteiligen.

Generalprobe für die Weihnachtsaufführung

Wie an vielen Orten, so wurde auch in der »Christian-David-Schule« (Lettland, bei Barkava) in den Tagen vor dem Weihnachtsfest eifrig geübt für anstehende Vorführungen. Angefangen vom Kostümschneidern über das Textlernen und Kulissen-bauen bis hin zum Inszenieren waren zahlreiche Kinder und Jugendliche unter Leitung von Juta Strazdiņa, der »Schulmutter«, im Einsatz. Mehrere Fotos sowie ein Video von der Generalprobe (Download hier) dokumentieren auf den Facebook-Seiten der Schule einerseits den Ernst der Angelegenheit, andererseits auch die Freude, mit der die Aufführung vorbereitet wurde. Musik, Gesang und Theater genießen an der Schule seit jeher einen hohen Stellenwert. Volontärinnen und Voluntäre aus verschiedenen Ländern bringen sich in die Schulgemeinschaft aus Lehrenden und Lernenden ein.

Weihnachtsangebot in der Stadtmission

Die »Stadszending« (Stadtmission) der Brüdergemeine in der surinami-schen Metropole Paramaribo dient traditionell vielen Menschen als Anlaufstelle: Ratsuchenden ebenso wie Touristen, Jugendlichen ebenso wie Erwachsenen und Senioren. Im Leitbild der Einrichtung heißt es: »Das Ziel der Stadtmission ist Evangelisation. Wir wollen daran arbeiten, die Gesellschaft geistig gesund zu machen, indem wir spirituelle Bücher, christliche Musik und wertvolle Filme anbieten«. Hervorragend gelegen in der Burenstraat, finden in den Räumen der Stadtmission zahlreiche Veranstaltungen und Seminare statt. Hier wurde auch die erste Buchhandlung in Surinam gegründet. In der Adventszeit ist der Shop der Stadtmission eine beliebte Einkaufsstelle.Natürlich sind hier auch die surinamischen Losungen für 2019 erhältlich.

Vier strahlende Radlerinnen in Ndola

In der Woche vor dem Weihnachtsfest 2018 erhielten vier Frauen aus der Brüdergemeine in Sambia ein ganz besonderes Geschenk. Mit Spenden der Zeister Zendingsgenootschap, der Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in den Niederlanden, wurde ihnen jeweils ein Fahrrad überreicht. Die vier Frauen sind im Laden »Alpha und Omega« der Brüdergemeine in der großen Stadt Ndola beschäftigt. Bisher hatten sie von ihrem Wohnhaus zu ihrer Arbeitsstelle einen Fußweg von über einer Stunde (für nur einen Weg!) zurückzulegen. Dieser Aufwand wird jetzt wesentlich reduzieret, weil die Frauen nur noch etwa 20 Minuten unterwegs sind. Zwar steigt die Anzahl der Radfahrer in Afrika ständig, jedoch gibt es noch lange nicht so viele Fahrräder wie in Europa.

Vereinbarung in Paramaribo getroffen

Die Verantwortlichen für die »Stichting Medische Zending« (Stiftung für die Ärztliche Mission; Foto = Markenzei-chen) in Surinam sowie für die »Graaf von Zinzendorf Herberg« der Brüder-gemeine in Paramaribo haben am 23. November 2018 eine Vereinbarung zur Flächennutzung in einem Teil der Herberge, dem so genannten Auffang, getroffen. Diese regelt den Raumbedarf für Patientinnen und Patienten sowie für schwangere Frauen aus dem Binnenland, die wegen des besseren Zugangs zu medizinischen Dienstleistungen nicht länger zu Hause bleiben können, sondern in der Stadt leben müssen. Inzwischen sind in der Herberge schon drei Babys unter guten Umständen und mit guter medizinischer Versorgung auf die Welt gekommen. In dieses Projekt sind auch Spenden aus Europa geflossen.

Bericht über die »Ahuas Clinic« in Honduras

Im »Onward« (Dezember 2018), dem Magazin der Missionsgesellschaft der nordamerikanischen Südprovinz der Brüdergemeine, wird zurückgeschaut auf die Arbeit der »Ahuas Clinic« der Brüdergemeine an der Miskitoküste von Honduras. In den ersten neun Monaten 2018 gab es 146 Geburten, 184 Operationen, 617 stationäre sowie 2.573 ambulante Patientinnen und Patienten. Dabei wurden 408 Ultraschall-, 3.690 Labor- und 219 Röntgenuntersuchungen vorgenommen. Sechs Hilfsteams und mehrere einzelne Hilfspersonen aus den USA waren vor Ort, um die beiden einheimischen Ärzte Dr. Kenneth Serapio und Dr. Ratli Bendles, zwei Miskitos, zu unterstützen. Mit einem speziellen Ernährungsprogramm wurde mehr als 100 unter- und fehlernährten Kindern in Ahuas, Krupunta und Bara Patuca geholfen. Der ganze Bericht in Englisch hier.

Kirchenleitung mit Personalfragen befasst

Die Leitung der Unitätsprovinz Surinam war zuletzt mit zwei Personalfragen befasst. Nachdem das Theologische Seminar in Paramaribo ein Jahr lang von einem Interims-Managementteam geleitet wurde, soll nun Consuella Overloon-Landvreugt (Foto) die Leitung des Seminars übernehmen und einen auf mehrere Jahre angelegten Umgestaltungsplan für das Seminar implementieren. Nach dem Rücktritt des Vorstandes des Altenheimes »Huize Albertine« im Zentrum von Paramaribo wurde ein vierköpfiger Übergangs-Vorstand unter Leitung von Natalie Valpoort eingesetzt. Dieser hat die Aufgabe, das Haus unter Mitwirkung der »Zeister Missionsgesellschaft« und relevanter Kräfte in Surinam aus einer schwierigen wirtschaftlichen und strukturellen Lage herauszuführen. Eine der Ursachen dafür ist die anhaltende Wirtschaftskrise in Surinam.

Bescherung für mehr als 1.000 Camp-Kinder

Weil auf die Bitte der Herrnhuter Missionshilfe um eine besondere Weihnachtsspende (siehe hier) zahlreiche Gemeinden und Einzelpersonen reagiert und zugleich Überweisungen in Höhe von vielen Hundert Euro vorgenommen oder angekündigt haben, können im »Dzaleka Camp«, einem Lager des UNHCR für 35.000 Flüchtlinge in der Nähe von Lilongwe (Malawi), mehr als 1.000 Kinder - weit mehr als ursprünglich geplant - bei einer Weihnachtsfeier beschert werden. Allein die Brüdergemeine Herrnhut sammelte für diesen Zweck bisher reichlich 2.100 Euro. Erst vor wenigen Tagen weilte Bettina Nasgowitz, Referentin der Herrnhuter Missionshilfe für Projekte und Finanzen, zu einem Besuch in Malawi und auch im großen Flüchtlingsleger und bereitete für die Feier im »Child Care Center« der Brüdergemeine alles vor.

Schulnachrichten aus Surinam und Lettland

Der 6. Dezember, der Tag des heiligen Nikolaus, wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in Surinam insbesondere von Kindern und Familien sehr gern gefeiert. In einer Grundschulklasse der Brüdergemeine im Binnenland von Surinam trat nicht nur e i n Nikolaus auf, vielmehr nahmen a l l e Kinder die Gestalt des gebefreudigen, hilfsbereiten Heiligen aus dem kleinasiatischen Myra (heute Demre bei Antalya) an. + + Derzeit weilt Lucas, ein Jugendlicher aus Italien, zu einem Freiwilligeneinsatz an der »Christian-David-Schule« bei Madona in Lettland. Diese Gelegenheit nutzten einige Jungen aus der Schulgemeinschaft, um unter Anleitung eines richtigen Italieners eine original-italienische Pizza zu backen. Von dieser offensichtlich vergnüglichen Aktion gibt es ein kurzes Video im Internet. Siehe hier.

Demonstration in Ramallah

Anlässlich des »Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen« hatte das palästinensische Komitee zur Vertretung der Rechte von Menschen mit Behinderungen für den 11. Dezember 2018 zu einer Demonstration nach Ram-allah eingeladen. Deren Motto lautete: »Das Recht auf Schutz vor Gewalt«. In den langen Demonstrationszug, der sich am berühmten Menara-Platz zusammenfand, hatten sich auch viele Jugendliche aus dem Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg eingereiht, begleitet von ihren Eltern und einigen Mitarbeitenden. Die Demonstration endete mit der Übergabe eines Forderungskataloges hinsichtlich der Rechte von Menschen mit Behinderungen an das palästinensische Kabinett. In die Aktion eingebettet war der Besuch einer Theateraufführung, einstudiert von Mitarbeitenden der palästinensischen Bibelgesellschaft.

Yona Mwambeta neuer Chef der Südprovinz

Die Synode der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania hat am 13. Dezember 2018 im Conference Center von Lutengano eine neue Kirchenleitung gewählt. Neuer Vorsitzender ist Yona Mwambeta (rechts), bisher stellvertretender Vorsitzender der Kirchenleitung. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Jaïri A. Sengo (Mitte), bisher verantwortlich für das Missionsgebiet Songea. Und neuer Generalsekretär ist D. Q. Mwaitele (links), bisher Generalsekretär des Ileje-Distriktes. Der bisherige Vorsitzende, Samuel A. Kabigi, bekam nach vierjähriger Amtszeit nicht die erforderlichen Stimmen für eine Wiederwahl. Die Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania ist auf vielfältige Weise mit der Herrnhuter Missionshilfe, mit Partnerschaftsgruppen in Deutschland sowie mit »Mission 21« in der Schweiz verbunden.

Umweltthemen im Kinderfernsehen

Im surinamischen Kinderfernsehen sind dieser Tage gleich mehrere Sendungen zu sehen, die in den vergangenen Wochen und Monaten gemeinsam mit der »Stichting Kinderboekenfestival« (Stiftung Kinderbuchfestival) produziert wurden, in der die Brüdergemeine in Surinam mit ihren 80 Schulen maßgeblich mitarbeitet. Alle Sendungen befassen sich mit Umweltthemen. Sie sollen den Kindern bewusst machen, wie schön und wie gefährdet ihre Umwelt ist und was zu deren Schutz getan werden muss. Bei den Dreharbeiten wurden ganz verschiedene Landesteile mit sehr differenter Flora und Fauna besucht. Das gemeinsame Thema aller Sendungen, für die eigens ein kindgemäßes Titellied entstand, lautet: »Der Wald, die Umwelt - unser Überleben, unsere Zukunft!«. Die Sendungen sind an ein Gewinnspiel gekoppelt. Mehr hier.

Weihnachtsliedersingen in Surinam

Am 7. Dezember 2018 waren die Schülerinnen und Schüler aller etwa 80 Schulen der Brüdergemeine in Surinam aufgerufen, zwischen 8 Uhr und 9 Uhr das Schulgebäude zu verlassen, um in einer nahe gelegenen Kirche oder auch auf Gehwegen und Straßen öffentlich einige Advents- und Weihnachtslieder zu singen. Das Singen stand unter dem Motto »Anitri singi prisiri kerst« (Die Herrnhuter besingen das Weihnachtsfest). Vor allem in der Stadt Paramaribo, wo es etwa 25 Schulen der Brüdergemeine gibt, erreichten diese Auftritte eine große Öffentlichkeit und wurden gefilmt - siehe hier und hier und hier und hier. Advents- und Weihnachtsschmuck sucht man in den Straßen von Paramaribo vergeblich, umso wichtiger, dass die Botschaft von Weihnachten den Menschen zu Gehör gebracht wurde.

Es ist viel los auf dem Sternberg

Gleich fünfmal wurde der Alltag in Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) zuletzt von besonderen Ereignissen unterbrochen. Zweimal waren Klassen aus benachbarten Schulen zu Gast, um zusammen mit den Kindern und Jugendlichen vom Sternberg den »Tag der Menschen mit Behinderungen« würdig zu begehen. Erneut kamen Christinnen und Christen aus der Jerusalemer Erlöserkirche auf den Sternberg, um mit dem dort vorhandenen Grün 40 Weihnachtskränze zu binden. Tags darauf weilte eine Delegation vom Sternberg in Jerusalem, um beim traditionellen Adventsbazar der Erlöserkirche selbst hergestellte Produkte zu verkaufen. Und dann fand auf dem Sternberg eine kleine Feierstunde zum 2. Advent und zum beliebten Barbara-Tag (»Eid il-Burbara«) mit dem lutherischen Pfarrer Imad Haddad statt.

Dorothea Waldner heimgegangen

Erst jetzt wurde der Herrnhuter Missionshilfe bekannt, dass ihre ehemalige Mitarbeiterin Dorothea Waldner am 13. Juli 2018 im Alter von 90 Jahren heimgegangen ist. Ihr Vater Ernst Waldner war von 1927, als Deutsche nach dem 1. Weltkrieg wieder nach Ostafrika ausreisen durfte, bis 1939 Missionar in Tanganyika, so dass sie als Landeskind geboren wurde und den Namen »Mpegwa« (Geschenk) erhielt. Sie diente viele Jahre lang als Krankenschwester in Mbozi und Isoko. Ihre Eltern bauten das Hospital in Isoko zu einem richtigen Krankenhaus aus. Die Heimgegangene hatte die Leitung des Krankenhauses inne, bevor 1966 mit Dr. Bruno Runge erstmals ein ausgebildeter Arzt nach Isoko kam. Noch heute erinnert man sich ihrer in der Brüdergemeine in Tansania mit großem Respekt und in tiefer Dankbarkeit. Foto: 2. v. rechts: Dorothea Waldner, links ihre Eltern.

Einladung zu »GoOut'19«

»GoOut'19« heißt das nächste Sommer-Projekt der Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark, das tief in den südwestlichen Teil von Tansania führt. Gemeinsam mit anderen Altersgenossen und -genossinnen können maximal 20 Jugendliche dabei helfen, die Lebensbedingungen in einem Dorf am Tanganyikasee nachhaltig zu verbessern. Jeder und Jede kann mitmachen! Der Arbeitseinsatz umfasst praktische Tätigkeiten und die Organisation von Aktivitäten für jüngere Kinder. Darüber hinaus wird die Gruppe an Aktivitäten der örtlichen Brüdergemeine teilnehmen und einen Ausflug in die afrikanische Savanne unternehmen. Anmeldungen per Formular werden bis zum 1. Februar 2019 erbeten. Mehr Informationen auf Facebook www.facebook.com/GOOUT19/.

Jugendwoche auf Jamaika: »Level up!«

Unter dem Motto »Level up!« (Erreiche ein höheres Niveau! Bringe es ein Stück weiter!) fand Ende November 2018 im »Bethlehem Moravian College« der Brüdergemeine in St. Elisabeth auf Jamaika eine spezielle Jugendwoche statt. In verschiedener Weise zeigten die Auszubildenden ihr Wissen und Können und probierten sich an Neuem. Unter anderem wagten einige Jugendliche sich an die Reparatur von Computern, es wurde vor dem College ein Bazar mit landwirtschaftlichen bzw. Gartenbau-Produkten veranstaltet, man siegte im Fußball mit 1:0 gegen ein College in der Nachbarschaft und es gab diverse Vorlesungsangebote. Die Lehrkräfte befassten sich derweil in einem Workshop ausführlich mit der Orientierung des Colleges an den Strategischen Vorgaben für die Jahre 2017 bis 2022 der »Univesity oft he West Indies«.

Wer bastelt den schönsten Adventsschmuck?

In Lettland an der »Christian-David-Schule« hat es nach Einbruch des Winters die ersten Ski- und Schlittenabfahrten gegeben. Jetzt, wo die Tage kurz und die Nächte lang sind, ist die Zeit der In-door-Aktivitäten gekommen. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an einem Wettbewerb »Wer bastelt den schönsten Adventsschmuck?«, dessen Sieger natürlich prämiert wurde. Über eine richtige Turnhalle verfügt die kleine Schule zwar nicht, aber für die körperliche Ertüchtigung steht ein größerer Mehrzweckraum zur Verfügung, in dem geturnt, geklettert, Tischtennis, Basketball und Völkerball gespielt und auch Gymnastik betrieben werden kann.

Neuer Online-Shop mit Missionsgeschenken

Das nordamerikanische »Board of World Mission« der Brüdergemeine hat auf seinen Internet-Seiten kürzlich einen Online-Shop eröffnet, in dem so genannte »Missionsgeschenke« erworben werden können, die aus verschiedenen Provinzen, Missionsprovinzen und Missionsgebieten der weltweiten Brüder-Unität stammen und deren Kauf die Arbeit der Brüdergemeine in diesen Ländern unterstützt. Siehe hier. Erhältlich sind u. a. diverse Strickwaren (Mützen, Schals, Handschuhe), Tischläufer, Handtaschen und Schlüsselanhänger aus Peru, ein immerwährender Kalender aus Mahagony und ein kleines Kinderspielzeug aus Honduras sowie ein Set aus fünf Weihnachtsengeln aus Tansania. Außerdem erhältlich: Ein Missions-T-Shirt aus den USA.

Viele Ordinationen in Paramaribo

Noch nie dürften in einer Provinz der weltweiten Brüder-Unität so viele Frauen auf einmal ordiniert worden sein wie am 2. Dezember 2018 in Surinam. An diesem ersten Adventssonntag fand in der hölzernen »Großen Stadtkirche« von Paramaribo ein Gottesdienst statt, in dem sieben Schwestern - und außerdem noch vier Brüder - für ihren Dienst eingesegnet wurden. Geleitet wurde der Gottesdienst von Desiré Peerwijk, dem Präses der Brüdergemeine in Surinam, der auch die Ordinationsverpflichtung stellte. Die Einsegnungen nahmen die surinamischen Bischöfe vor. Ein Video vom festlichen Geschehen gibt es hier. Vor allem den Schwestern überbrachte Muriël Held, die Vertreterin der karibischen und lateinamerikanischen Region im Vorstand, die Grüße des Unitätsfrauenbüros.

Mission der Brüdergemeine in Dänemark

In »BDM Nyt«, 4-2018, der Zeitschrift der Mission der »Brødremenighedens Danske Mission«, der dänischen Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, erinnert deren Vorsitzender, Jørgen Bøytler, an den 175. Geburtstag der Organisation. Dieser konnte im Jahr 2018 auf verschiedene Weise gefeiert werden. Auf drei Seiten erzählt Jørgen Bøytler die abwechslungsreiche Geschichte seiner Organisation, die sich vom bloßen Spendensammelverein zum eigenständigen Akteur auf mehreren Missionsfeldern, v. a. in Ostafrika, mauserte und die Dutzende Missionarinnen und Missionare in alle Welt entsandte, die dabei aber auch immer die Innere Mission in Dänemark - in enger Kooperation mit der Lutherischen Landeskirche - im Blick hatte. Zur deutschen Übersetzung des Artikels hier.

Gedenktage der Brüdergemeine 2019

Auf einem Blatt mit »Gedenktagen der Brüdergemeine 2019« sind auch missionsgeschichtlich relevante Tage enthalten. Dabei ragen drei Ereignisse heraus: Der 150. Jahrestag der Gründung der Missionsschule in Niesky durch August von Dewitz am 1. Februar 1869 (Foto), der 300. Geburtstag eines frühen, heute fast vergessenen großen Missionars der Brüdergemeine, Theophilus Salomo Schumann, am 1. Juli 1719 (Lebenslauf hier) und der 100. Jahrestag der Unitätskonferenz in Zeist (NL) vom 14. bis 18. August 1919, die eine Aufteilung der Missionsarbeit vornahm (mehr dazu hier). Theophilus Salomo Schumann lebte und litt für die Missionsarbeit im damaligen Berbice - heute Guyana. Außerordentlich sprachbegabt, tat seinen Dienst von der Missions-Mustersiedlung Pilgerhut aus, reiste aber oft zu den Indigenen in den Urwald. Er starb 1760, nur 41 Jahre alt, am tropischen Fieber. Zur Liste mit den Gedenktagen hier.

Noch einmal: Unity Board 2018

Unmittelbar nach der jüngsten Tagung des Unity Board, die vom 10. bis 15. September 2018 zunächst in Winston-Salem/NC und dann - wegen Evaku-ierung der Teilnehmenden infolge des Hurrikans »Florence« - im 800 km entfernten Bethlehem/PA stattfand, hat Raimund Hertzsch, der Vorsitzende der Herrnhuter Miossionshilfe, schon einen Kurzbericht geschrieben. Jetzt hat er für den »Herrnhuter Boten« (Heft 6-2018) einen ausführlichen Tagungsbericht verfasst, der eindrucksvoll Zeugnis ablegt vom Ringen aller Unitäts- und Missionsprovinzen um Einheit sowie um ein glaubwürdiges Christuszeugnis. Er schreibt: »Die Gesprächsatmosphäre während der Sitzungen und auch in den persönlichen Gesprächen am Rande war ausgesprochen geschwisterlich. Konfliktthemen wurden sehr behutsam angesprochen«. Der komplette Bericht hier.

Freundeskreis »Aidswaisenhilfe Tansania«

Über den Kreis der klassischen Spenderinnen und Spender hinaus verfügt die Herrnhuter Missionshilfe über einige Aktivisten, denen bestimmte Projekte in ganz besonderer Weise am Herzen liegen. Für diese Projekte werben sie in ihrem privaten und beruflichen Umfeld eigenständig, wenn auch in Abstimmung mit der Herrnhuter Missionshilfe. Einer dieser Aktivisten ist der württembergische Dekan i. R. Dr. Jochen Tolk, der zur Bewerbung seines Projektes »Aidswaisenhilfe Tansania« einen Freundeskreis ins Leben gerufen hat, den er mit Rundbriefen über seine Aktivitäten informiert. Soeben erschien der 16. Rundbrief, der auf vier Seiten von der Förderung von Witwen und Waisen, einem pflügenden Kleintraktor, dem Bau zweier Berufsschulen und einem Stipendienprogramm erzählt. Zum bebilderten Rundbrief hier. Danke für alles Engagement!

Erstes Adventslicht entzündet

Im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah wurde für etwa 60 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen aus allen vier Programmen der Einrichtung im Rahmen einer kleinen Feierstunde das erste Adventslicht entzündet. Bei dieser Feierstunde war der lutherische Pfarrer aus Ramallah, Imad Haddad, zugegen, der eine schlichte Ansprache hielt und gemeinsam mit Ranya Karam, der Einrichtungsleiterin, den Anwesenden erklärte, welche Bedeutung der christliche Advent hat. Im Förderzentrum auf dem Sternberg finden Kinder und Jugendliche aus christlichen wie aus muslimischen Familien in gleicher Weise Aufnahme. Es wurde gemeinsam gesungen, gespielt und gegessen und es gab kleine Geschenke.

Neue Gemeinden im Amazonasgebiet

Die Brüdergemeine in Peru, selbst noch im Status eines Missionsgebietes der weltweiten Brüder-Unität arbeitend, ist schon seit einigen Jahren ihrerseits missionarisch sehr aktiv. Von ihr beauftragte Evangelistinnen und Evangelisten besuchten Menschen im unterentwickelten Amazonas-gebiet, die nun den Willen bekundeten, sich zu kleinen Brüdergemeinen zusammenzuschließen. Mit Hilfe von Lehrkräften aus den USA fanden im Oktober 2018 mehrere Kurse für Erwachsene und Kinder statt, die den Indigenen nicht nur biblisches Wissen und Glaubensrüstzeug vermittelten, sondern diese auch darüber aufklärten, was es heißt, zur weltweiten Brüder-Unität zu gehören. Allein an einer Konferenz für pastorale Führungspersonen nahmen mehr als 100 Personen teil.

Justin Rabbach in Honduras

Justin Rabbach, seit wenigen Monaten Chef des nordamerikanischen »Board of World Mission« (BWM) der Brüdergemeine, machte einen Antrittsbesuch bei der Brüdergemeine in Honduras. Unter anderem weilte er an der Bibelschule in Ahuas, die von Gilberto Molina geleitet wird. Dieser erzählte ihm von seinen Zukunftsplänen für die Bibelschule: ein neues Wohnheim für Studierende sowie eine Bibliothek sollen errichtet, auf allen Gebäuden sollen Solaranlagen zur stabilen Stromversorgung installiert werden. Im Krupunta, einem Dorf am Rio Patuca unweit der Atlantikküste, machte sich Justin Rabbach mit dem Kinderspeisungsprogramm vertraut, das vom BWM finanziert wird. Die dünn besiedelte »Mosquitia« (Miskitoküste) gehört zu den strukturschwächsten Gebieten in Honduras. Video von Kindern im Speisungsprogramm hier.

Pfarrerin aus Wupperthal/SA in Neuwied

Am Mittwoch, dem 9. Januar 2019, um 19 Uhr findet im Kirchensaal der Brüdergemeine Neuwied (in der Brüderloge) eine besondere Veranstaltung statt. Die Gemeinde wird Isabella Hans, Pfarrerin der Brüdergemeine Wupperthal in Südafrika, willkommen heißen. Diese wurde zu einer Deutschland-Reise eingeladen, in deren Mittelpunkt die Teilnahme an der Synode der »Evangelischen Kirche im Rheinland« steht. In Wupperthal (Foto: Kirche) ist die genossenschaftliche Kooperative »Red Cedar« ansässig, von der die verschiedenen Rooibos-Kosmetikprodukte sowie die Rooibos-Tees stammen, die über den »Moravian Merchandise«, den Fairen Handel der Herrnhuter Missionshilfe, vertrieben werden. In Wupperthal existieren außerdem Kirchenglocken, die aus Neuwied stammen. Die Region Cederberg ist die einzige Region auf der Welt, in der die Rooibospflanze gedeiht.

Aktion für das »Kinderhaus Leliendaal«

Zu einer groß angelegten Lebensmittel-Spendenaktion (inklusive diverser Kosmetik-Produkte) für das »Kinderhaus Leliendaal«, einer renommierten Einrichtung der Brüder-gemeine in Surinam im Zentrum von Paramaribo, die soeben 100 Jahre alt geworden ist, werden Mitglieder der Brüdergemeine wie auch die Einwohner der Hauptstadt für den 1. Dezember 2018 von 9 bis 14 Uhr aufgerufen. Ort des Events ist die Wanica-Kirche in der J.-A.-Pengelstraat. Zu der besonderen Aktion aufgerufen hatte das Surinamisch-Amerikanische Freundschaftswerk zusammen mit der Wanica-Gemeinde. Im Einladungsplakat (siehe hier) heißt es: »Bringe eine Dose oder eine Flasche mit Deinem Lieblingsessen bzw. Lieblingsgetränk mit und spende es für die Kinder im Kinderhaus. Ebenfalls willkommen sind Dinge für die persönliche Hygiene«.

Berufsschule für Brüdergemeine in Sambia

Die erste Berufsschule der noch jungen Brüdergemeine in Sambia ist fast fertig. Sie entsteht in Ndola im Zentrum des Landes an der Grenze zur D. R. Kongo. Die Berufsschule verdankt sich den Spenden der Firma »Wörwag Pharma« in Böblingen, die sich in Kooperation mit der Herrnhuter Missionshilfe seit Jahren großzügig entwicklungspolitisch und sozial engagiert. Mit der Berufsschule in Ndola fördert die Firma erstmals eine Schule außerhalb von Tansania. Die bisher von der Firma geförderten Berufsschulen mit angegliederten Einrichtungen befinden sich alle auf dem Gebiet der tansanischen Südprovinz (Songea, Namtumbo und Kakosi). In ihrem Spender-Rundbrief, der jetzt »Bildung für die Zukunft - Berufsschulen in Tansania und Sambia« heißt (früher »Tansania-Letter«), berichtet »Wörwag Pharma« vom Entstehen der Schulen. Download hier (8 MB). Vielen Dank!

Praktikum an der »Herrnhuter Academy«

Ein weggeworfener Flyer im Papierkorb der Stuttgarter S-Bahn wies Sabrina Schaal, Studentin der Religions- u. Gemeindepädagogik an der »Evangelischen Hochschule Ludwigsburg«, den Weg zur Herrnhuter Missionshilfe. Diese vermittelte ihr ein Praktikum an der »Herrnhuter Academy School« der Brüdergemeine in Mwera auf Sansibar. Das Praktikum stellte eine echte Herausforderung für die junge Frau dar, fehlte doch ihre wichtigste Ansprechpartnerin, die Schulleiterin, wegen einer nicht aktuellen Arbeitserlaubnis. Sabrina Schaal meisterte dieses Problem - und viele andere Probleme auch - in grandioser Weise. Kurz vor ihrer Rückkehr nach Deutschland schrieb sie einen etwas wehmütigen Abschlussbericht, in dem sie bekennt, dass die Zeit in Mwera sie sehr geprägt habe. Zum kompletten Bildbericht hier.

»Christian-David-Schule« feierte

Zusammen mit Millionen Lettinnen und Letten im In- und auch im Ausland feierten die Kinder und Jugendlichen sowie die erwachsenen Mitglieder der Schulgemeinschaft an der »Christian-David-Schule« am 18. November 2018 den 100. Jahrestag der Gründung der ersten lettischen Republik. Bis 1918 befand Lettland sich immer unter fremder Oberherrschaft. Die erste Republik existierte aber nur von 1918 bis 1940. Die zweite lettische Republik wurde 1991 gegründet. Die »Christian-David-Schule« war die erste nicht-staatliche Schule nach Gründung der zweiten lettischen Republik. Sie pflegt vielfältige Beziehungen zur Brüdergemeine in Europa, aber auch zu landeskirchlichen Gemeinden und Grtuppen in Deutschland und Skandinavien.

Berufsschulzentrum hat Solaranlage

Seit dem 6. November 2018 ist die große Solaranlage auf dem Dach des Berufsschulzentrums der Brüdergemeine in Mbeya (Tansania, Südwestprovinz) am Netz. Der Installa-tion der 30.000 Euro teuren Anlage von »Sunset GmbH« vorausgegangen war deren Verschiffung per Container von Deutschland nach Dar es Salaam und der anschließende Transport des Containers per LKW über 800 Kilometer. Ein Beitrag des Vereins »LE Solar« in Höhe von 5.000 Euro gab den Startschuss für dieses von Dr. Gerhard Haag, einem Freund und Förderer der Brüdergemeine in Tansania und früheren Sozialbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen, angeregte, betreute und in seinem Bekanntenkreis beworbene Projekt. Namhafte Beiträge kamen außerdem vom Rotaryclub Stuttgart-Wildpark sowie mehreren Einzelspendern und Einzelspenderinnen. Ausführlicher Bericht hier

Würdigung von Melania Mrema-Kyando

Inmitten schon gepackter oder halbgepackter Koffer und auch Kisten hat Claudia Zeising einen weiteren Rundbrief geschrieben. Länger als neun Jahre war sie im Auftrag von »Mission 21«, der schweizerischen Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, für die Süd- und der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania tätig und steht jetzt vor der Rückreise in die Heimat. Ihr Rundbrief trägt die Überschrift »Mit einer Kämpferin Schritt halten«. Er würdigt Leben und Werk von Melania Mrama-Kyando, Pfarrerin der Brüdergemeine und Aktivistin im Kampf gegen HIV/Aids, ihrer kongenialen Mitstreiterin vor alle für die Lebensqualität und die Würde von Frauen in Tansania. Claudia Zeising bezeichnet Melandia Mrema-Kyando als »Menschensammlerin, bei der man nie weiß, was als nächstes kommt«. Zum kompletten Rundbrief hier.

In memoriam Chris Wessels (1935-2018)

In Erinnerung an Chris Wessels, den jüngst heimgegangenen früheren Kirchenpräsidenten der Brüdergemei-ne in Südafrika, hat Renate Cochrane, eine langjährige Freundin und Begleiterin der Brüdergemeine in Südafrika, eine spannende Geschichte aufgeschrieben, die Chris Wessels ihr einst selbst erzählte. Die Geschichte rankt sich um die besonderen Umstände der Freilassung von Chris Wessels nach langer Folterhaft aus einem südafrikanischen Gefängnis während der Zeit der Apartheid. Chris Wessels, der 48 Jahre lang für die Brüdergemeine im ordinierten Dienst stand, verdankt sein Leben, so erzählt es Renate Cochrane, letztlich dem Fürbittengebet einer Brüdergemeine in den weit entfernten Vereinigten Staaten. Zur Geschhichte hier. Zur Würdigung von Chris Wessels durch den ANC hier.

Kirche als Haus der lebendigen Steine

Vom 9. bis 11. November 2018 fand im Gemeindezentrum der Brüdergemeine im Zentrum von Tirana ein weiteres Seminar für aktuelle und angehende Gruppenleiter und Gruppenleiterinnen statt. Es wurde von Klas Lindberg aus Schweden geleitet, der als Referenten Sune Andersson mitgebracht hatte. Das Seminar stand unter dem Thema: »Unser Zusammenleben in der von Gott erbauten Kirche - ein Haus aus lebendigen Steinen«. Dabei befassten die Anwesenden sich insbesondere mit dem ersten Petrusbrief. Diese kamen aus sechs verschiedenen Orten voraus, in denen die Brüdergemeine in Albanien momentan arbeitet: aus Bathore, Elbasan, Burrel, Pogradec, Tirana und Lezha. Am Sonntag feierten alle gemeinsam zum Abschluss einen ermutigenden Gottesdienst mit Abendmahl. Zu einem Kurzbericht mit Bildern hier.

Drohender Hunger im »Dzaleka Camp«

Jonah Sinyangwe, Projektkoordinator der Unitätsprovinz Malawi und zuständig für das neue »Child Care Center« der Brüdergemeine im Flüchtlingslager »Dzaleka Camp«, hat eine Pressemeldung des UNHCR mit Datum vom 9. November 2018 in die Hand bekommen (siehe hier). Daraus geht hervor, dass in dem für 20.000 Menschen angelegten Camp 35.000 Menschen leben. Weiter heißt es, dass im Camp ab 2019 die Lebensmittelversorgung hochgradig gefährdet ist. Aufgrund begrenzten Zugangs zu Ackerland und anderen Lebensmitteln benötigen die Camp-Bewohner zwingend Hilfe von außen. Sie sind wegen politischer Instabilität und sozialer Unruhen in den Regionen der Großen Seen und des Horns von Afrika geflüchtet, die meisten aus der D. R. Kongo. Die Herrnhuter Missionshilfe führt im Zentrum täglich eine Kinderspeisung durch. Mehr hier und hier.

Chris Wessels heimgegangen

Am 13. November 2018, dem Tag, an dem die Brüdergemeine weltweit in besonderer Weise Jesus Christus als Haupt und Ältesten seiner Gemeinde ehrt, ist in Genadendal, Südafrika, Chris Wessels im Alter von 83 Jahren heimgegangen. Eine schwere Krankheit hat ihn zuletzt zunehmend geschwächt, ohne dass ihn diese seiner Hoffnungen und Visionen berauben konnte. Christ Wessels war über Jahrzehnte hinweg eine Persönlichkeit, die die Brüdergemeine in Südafrika maßgeblich geprägt und der er in vielen leitenden Funktionen gedient hat. In der Zeit der Apartheit war er zweimal unter schrecklichen Umständen inhaftiert und wurde gefoltert. Auch in Deutschland hatten er und seine Ehefrau Nabs viele Freunde. In einem TV-Interview mit SABC von 2015 (siehe hier) und einem Artikel von Margrit Motel (siehe hier, Seite XIV) erzählt er aus seinem Leben und von seinem Engagement. Ein Beitrag aus Südafrika zu seinem Heimgang hier.

Förderung der High School in Mbozi

Der »Evangelische Kirchenbezirk Mühlacker« unter Federführung von dessen Tansania-Partnerschaftsgruppe - geleitet von Diakon Michael Gutekunst, Vorstandsmitglied der Herrnhuter Missionshilfe - unterstützt derzeit mit einer Kampagne die Kinder und Jugendlichen in der High School der Brüdergemeine in Mbozi (Tansania, Südwestprovinz). Das langjährige, bemerkenswerte Engagement der Partner-schaftsgruppe fand die Wertschätzung der »Town & Country Stiftung«, die die Schule im ländlichen Tansania mit 1.000 Euro förderte. Das Geld wird verwendet für die Schaffung geeigneter Lehrräume und menschenwürdiger Wohnunterkünfte sowie für die Anschaffung einer Maismühle für die Speisung der Schülerinnen und Schüler. Foto: Kathleen Pfennigsdorf (Mitte) bei der Scheckübergabe an Barbra Straub und Michael Gutekunst. Mehr hier.

Weihnachtsfeier im »Dzaleka Camp«

Kurz vor dem Christfest 2018 soll für möglichst viele Kinder im »Child Care Center« der Brüdergemeine in Malawi im »Dzaleka Camp«, einem UN-Flüchtlingslager für etwa 30.000 Menschen, eine Weihnachtsfeier stattfinden. Jedes Kind soll eine besondere Mahlzeit (Fleisch & Reis, Gemüse & Obst) und ein kleines Geschenkpaket bekommen, das Kekse und Süßigkeiten beinhaltet - etwas, das die Kinder im Camp sonst nie bekommen. Geplant ist zunächst eine Feier für 800 Kinder, die 3.000 Euro kostet. Falls mehr Geld zusammenkommt, können entsprechend mehr Kinder erfreut werden. Wer im Vorfeld von Weihnachten in Gemeinde, Hauskreis, Firma, Schule, Verein o. ä. ein gutes Spendenprojekt sucht, sammle für die Aktion »Weihnachtsfeier im Dzaleka Camp«. Zum Aufruf hier.

Kurzbericht von der ATPC in Arusha

Raimund Hertzsch, der für die Herrnhuter Missionshilfe und als Berichterstatter auch für die schweizerische »Mission 21« an der »All Tansania Partner’s Consultation« der Brüdergemeine am 30./31. Oktober 2018 in Arusha teilnahm, hat einen bebilderten Kurzbericht über diese Tagung verfasst. Es war die letzte Tagung im bisherigen Format. Künftig sollen die Unitätsprovinzen in Malawi, in Sambia und in der D. R. Kongo in die von Zeit zu Zeit stattfindenden Konsultationen einbezogen werden. Außerdem sollen an diese Fortbildungen für ohnehin anwesende Personen gekoppelt werden, um insgesamt effektiver zu arbeiten. Ausgebaut bzw. erst einmal angebahnt werden sollen Partnerbeziehungen zwischen tansanischen Unitätsprovinzen und nichteuropäischen, vor allem karibisch-lateinamerikanischen Unitätsprovinzen. Zum Bildbericht hier.

Hildegard Pröger heimgegangen

Im Alter von 86 Jahren ist Hildegard Pröger am 6. November 2018 nach längerer Krankheit von Gott heimgerufen worden. Sie war von 1966 bis 1976 im Auftrag der Herrnhuter Missionshilfe als Krankenschwester und Hebamme für die Brüdergemeine in Tansania, vor allem im noch jungen »Mbozi Mission Hospital«, tätig. Infolge des Mangels an Ärzten bzw. auch des Fehlens von Ärzten trug Hildegard Pröger in einem gerade unabhängig gewordenen Land ein großes Maß an Verantwortung. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen schrieb sie nieder in dem Buch »Weg-Marken - Abenteuer mit Gott - Bericht über zehn Jahre Einsatz in Tansania« (ISBN 978-3-929-233-93-3). Begraben wurde Hildegard Pröger am 9. November 2018 in Hengstfeld (Landkreis Schwäbisch Hall).

Jens Marcus Albrecht plant Dienst in Mbozi

Jens Marcus Albrecht, Facharzt und Unfallchirurg aus dem Krankenhaus »Emmaus« in Niesky, weilte im Januar 2018 für zwei Wochen im »Mbozi Hospital« der Brüdergemeine in Tansania. Dabei hat er sich einen Eindruck vom Hospital und dessen Arbeit verschafft. Nun gab er bekannt, einige Jahre dort arbeiten zu wollen. Er hat eine Frau und vier große Kinder. Die erforderlichen Absprachen mit »Brot für die Welt«, das den Einsatz zu 75 Prozent fördert, sowie mit dem »Deutschen Institut für ärztliche Mission« hat die Herrnhuter Missionshilfe getroffen. Die Leitungen des Hospitals und der tansanischen Südwest-Provinz begrüßen den Einsatz, der Mitte 2019 nach einigen Vorbereitungskursen beginnen soll, sehr. Dieser eröffnet nebenher die Möglichkeit, junge Ärzte des Hospitals im Bereich Unfallchirurgie weiterzubilden. Zur Online-Spende hier.

Farmland gehört der Brüdergemeine

Immer wieder hatte es in der Vergan-genheit Konflikte gegeben zwischen der Brüdergemeine in Rungwe (Tansania, Südprovinz) und einigen Bewohnern des Dorfes Ilolo. Auf ehemaligem Missionsland existiert seit fünf Jahren mit wirtschaftlichem Erfolg eine große Avocado-Plantage und ein Avocado-Auslieferungsbetrieb (Versand in das In- und Ausland), an denen die Brüdergemeine beteiligt ist. Die Dorfbewohner waren der Meinung, das Land gehöre ihnen und hatten über Jahre hinweg Prozesse gegen die Brüdergemeine angestrengt. Inzwischen hat der Distrikts-Kommissar bestätigt, dass das strittige Land rechtmäßiges Eigentum der Brüdergemeine ist. Als Zeichen ihres guten Willens hat die Brüdergemeine in Rungwe freiwillig 201 Hektar Land (28,5 % ihres Besitzes) den Bauern von Ilolo zur Verfügung gestellt.

Aus Nähwerkstatt und Schreinerei

Drei Wochen weilen Grethe und Aage Lorenzen, zwei Seniorfreiwillige aus Dänemark, nun schon in Sumbawanga, wo sie zum zweiten Male - ausgesandt von der »Brødremenighedens Danske Mission« - für die Brüdergemeine in der Rukwaprovinz arbeiten. Grethe lehrt junge Mädchen und Frauen das Nähen. Diese verarbeiten neben einheimi-schen Tüchern auch Stoffe, die das Ehepaar aus Dänemark mitgebracht hat. Aage schreibt: »In der Ausbildungs-Tischlerei unterrichte ich als Babu Aage. Erst einmal müssen alle möglichen Dinge repariert und gewartet werden. In der Zwischenzeit befassen die Schüler sich mit der neuen Drehmaschine oder arbeiten an ihren eigenen Aufgaben. Ich bin durchaus beeindruckt von dem, was die Jugendlichen mit bescheidenen technischen Mitteln zu fertigen vermögen. Heute wollen wir wieder ein paar Truhen herstellen«.

Die Geschichte von Ignatius John Mkonga

Ignatus John Mkonga schreibt über sein Leben: »Ich bin der Sohn eines Bauern und wurde am 27. Dezember 1997 als drittes von fünf Kindern im abgelegenen Dorf Kipili geboren. Ich wuchs in großer Armut auf und hatte manchmal nichts zu essen. Noch schlimmer wurde es, als wir unsere Eltern verloren. Einige Familienmit-glieder wollten nun nichts mehr von uns wissen. Nur meine ältere Schwester kümmerte sich um mich. Ich konnte sogar die weiterführende Schule besuchen. Dann ließ mein Schwager sich von meiner Schwester scheiden. Es schien, dass ich die Schule würde verlassen müssen, aber Gott ließ mich in Kontakt zu einigen Sponsorinnen und Sponsoren der Brüdergemeine kommen. Durch seine Barmherzigkeit wurde ich zu einem Musterschüler. In allen Fächern erreichte ich Bestnoten«. Mehr in einem Newsbrief der Zeister Missionsgesellschaft - siehe hier.

»Unity Mission Agreement« veröffentlicht

Nach Abstimmung mit den Provinzen und Gremien der weltweiten Brüder-Unität hat Jørgen Bøytler, Geschäfts-führer des Unitätsvorstandes, das »Unity Mission Agreement 2017« veröffentlicht, das im Nachgang zur 3. Missionskonferenz der weltweiten Brüder-Unität im November 2017 in Kapstadt, Südafrika, bzw. in Aufnahme der dort geführten Diskussionen entstanden war. Zunächst gibt es das Dokument nur in englischer Sprache. An einer deutschen Übersetzung wird gearbeitet. Das Dokument ist deutlich mehr als nur der Appell einer Konferenz. Infolge seiner Verabschiedung durch den Unitätsvorstand (»Unity Board«) besitzt es weltweite Verbindlichkeit. Alle Gemeinden, Missionsorganisationen und Gremien der Brüder-Unität sind ausdrücklich aufgefordert, dieses Dokument zur Kenntnis zu nehmen und mit ihm zu arbeiten. Download hier. Deutsche Übersetzung hier.

Senior-Freiwillige erneut in Sumbawanga

Ein weiteres Mal hat die »Brødreme-nighedens Danske Mission« (BDM), die dänische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, ein Ehepaar als Senior-Freiwillige nach Tansania entsandt. Grethe und Aage Lorenzen sind jetzt in Sumbawanga (Rukwaprovinz) eingetroffen, wo sie 2016 schon einmal ein Vierteljahr gearbeitet hatten. Auf das Ehepaar warten viele Aufgaben. Grethe Lorenzen soll vor allem den Mädchen im Waisenheim »Peter‘s House« helfen, das maschinelle Nähen zu erlernen. Zuletzt konnten einige Nähmaschinen nach Sumbawanga geschickt werden. Aage Lorenzen wird in erster Linie im pädagogischen und praktischen Bereich (Schreiner-Lehrwerkstatt) helfen. Der Jubel bei den Kindern und Jugendlichen in Sumbawanga war groß, als das Ehepaar eintraf. Große Erwartungen wurden an das Ehepaar herangetragen.

Surinam-Karibik-Konsultationen in Jamaika

Von den Konsultationen zwischen der Brüdergemeine in Surinam, Westindien-Ost und Jamaika vom 17. bis 20. Oktober 2018 in Jamaika berichtet Age Kramer, Zeist: »Die Gespräche waren intensiv und ehrlich. Die schrumpfende Brüdergemeine scheint überall weniger attraktiv zu sein als die Pfingstgemeinden. Man fragte sich: Was haben sie, das wir nicht haben? Auch Jugendliche kamen zu Wort. Sie erzählen, sie seien mit Freunden bei einem pfingstlichen Gottesdienst gewesen, täten sich aber schwer, die Freunde im Gegenzug zu einem Gottesdienst der Brüdergemeine einzuladen. Bei den Pfingstlern sei etwas zu fühlen, bei den Herrnhutern nicht. Der Trialog in Jamaika endete mit Handlungsempfehlungen, die in Buchform erscheinen sollen. Alle hoffen, zu Hause von den Vorträgen und Gesprächen in hoher Qualität zu profitieren«.

Weihnachtsgabe für Maismühle in Mbozi

Die Verantwortlichen im Kirchenbezirk Mühlacker für die Partnerschaftsarbeit mit der Brüdergemeine in Südwest-Tansania rufen in ihrem Umfeld - und gern darüber hinaus - zu einer Weih-nachtsgabe auf. Ein diesbezüglicher Flyer (Download hier) trägt den Titel »Zukunft ermöglichen durch Schulbildung«. Er geht allgemein auf das Schulwesen in Tansania ein und beschäftigt sich speziell mit der Schule der Brüdergemeine in Mbozi. Die Weihnachtsgabe soll der Schule helfen, für etwa 4.000 Euro eine Maismühle anzuschaffen. Der Besitz einer Maismühle erspart der Schule den Aufwand für den Transport und das Mahlen ihres selbst angebauten Maises in einer externen Mühle. Der Eigenanbau von Mais dient der Zubereitung des Schulessens. Zusätzliche Erträge werden auf dem Markt zugunsten der Schule verkauft. Foto: Auf dem Weg zur Maismühle.

Ökumenische Delegation war in Tansania

Zwecks Stärkung der Beziehungen zwischen den Kirchen in Württemberg und in Tansania reiste im Oktober 2018 eine hochrangige Delegation nach Ostafrika. Ihr gehörten unter anderem an: Domkapitular Dr. Heinz Detlef Staeps, Leiter der Hauptabteilung X (Weltkirche) der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Oberkirchenrat Prof. Dr. Ulrich Heckel, Leiter des Dezernates I (Theologie, Gemeinde und weltweite Kirche) der Evangelischen Landeskirche in Württemberg (ELKWue) und Dr. Andreas Kümmerle, Fachreferent für Weltmission der ELKWue. Was die Brüdergemeine anbetrifft, so besuchte die Delegation die im Neubau befindliche Grundschule (»Herrnhuter Acedemy School«) mit Kindergarten in Mwera auf Sansibar, TZ-Ostprovinz, und das 2015 eröffnete Berufsschulzentrum in Songea, TZ-Südprovinz. Reisebericht von Dr. Andreas Kümmerle hier.

Staunen über Offenheit der Brüdergemeine

Ein großes Loblied auf die 2017 von den Hurrikans »Irma« und »Maria« schwer getroffene Brüdergemeine auf St. Thomas singt die Jugendliche Jessica Walls aus dem Süden der USA. Sie nahm kürzlich an einem Hilfseinsatz auf der Insel teil, dessen Zweck die Instandsetzung zweier Elementarschulen der Brüdergemeine war. Sie, die zuvor noch niemals Kontakt zur Brüdergemeine und sogar etwas Angst vor ihr hatte, erlebte eine große Offenheit, eine wunderbare Gemeinschaft und eine herzliche Dankbarkeit sowohl bei der praktischen Arbeit als auch im Gottesdienst in der »New Herrnhut Moravian Church«. Sie schreibt: »Die Einfachheit der Kirche war atemberaubend. Als ich mich hingesetzt und alles um mich herum wahrgenommen hatte, verschwanden alle meine Sorgen. In saß inmitten einer Familie«. Mehr hier.

Hilfe für die Sekundarschule in Lutengano

Die Herrnhuter Missionshilfe und ihre niederländische Schwesterorganisa-tion, die »Zeister Zendingsgenoot-schap«, arbeiten bei der Abwicklung von Projekten enger als früher zusammen. Ein gemeinsam beworbenes Projekt ist die längst überfällige Modernisierung der 1982 gegründeten Sekundarschule der Brüdergemeine in Lutengano (Tansania, Südprovinz). Extrem schlecht sind die Zustände auch in den Internatsgebäuden. Es gibt nicht einmal ausreichend Betten und Matratzen für die Schlafräume. Die Jungen müssen ihre eigenen Matratzen mitbringen und auf dem gestampften Fußboden schlafen. Geplant ist deshalb, 102 neue Betten im Berufsschulzentrum der Brüdergemeine im nahen Rungwe zu bestellen. Bei der Finanzierung wird Hilfe aus Europa gebraucht.

Bibliothek in Ifakara kann gebaut werden

Wiederholt hat sich in der Vergangenheit die Eröffnung der Sekundarschule für Mädchen der Brüdergemeine in Ifakara (Tansania, Ostprovinz) verzögert, weil der Staat immer neue Auflagen erteilte. Die bislang letzte Auflage, der Bau einer Bibliothek, ist jetzt erfüllbar. Denn überraschend erhielt die Herrnhuter Missionshilfe einen Anruf von einer Familie aus Freiburg i. Br.: »Wir können nicht länger zusehen, wie die tansanischen Behörden die Eröffnung der Herrnhuter Mädchenschule in Ifakara blockieren und möchten deshalb die Kosten für den Bau der Bibliothek übernehmen«. Dank der zugesagten 20.000 Euro konnte in Ifakara sofort mit der Arbeit begonnen werden. Die Familie, die namentlich nicht genannt werden möchte, hat bereits den Bau des Schlafsaal-Gebäudes samt Ausstattung finanziert. Nun wird die Registrierung der Schule hoffentlich bald erfolgen.

Jiřina Čančíková leitet »Unity Youth Desk«

Georgie Jiřina Čančíková, eine junge Frau aus der tschechischen Republik, ist die erste hauptamtliche Leiterin des noch relativ jungen »Unity Youth Desk«, das in den vergangenen Jahren eher ein Schattendasein gefristet hatte, das die Unitätssynode im Sommer 2016 aber aufgewertet wissen wollte. Unter mehreren Bewerberinnen und Bewerbern entschieden sich die Mitglieder des Unitäts-vorstandes im September 2018 mit großer Deutlichkeit für Jiřina Čančíková. Sie ist von Hause aus Lehrerin für die englische und spanische Sprache und hat bisher an der 2008 von ihrem Vater gegründeten Schule der Brüdergemeine in Nová Paka (Grundschule »Brána«) gearbeitet. Durch ihre zahlreichen internationalen Erfahrungen (siehe Foto aus Peru) bringt sie sehr gute Voraussetzungen für ihren globalen Dienst mit. Zu ihrem Facebook-Auftritt hier.

Waisenprojekt in Isoko gedeiht

Enea Kajange, die Leiterin des von der Herrnhuter Missionshilfe unterstützten Waisenprojektes der Brüdergemeine in Isoko (Tansania, Südprovinz), hat eine Reihe von Bildern geschickt, die von ihrem Engagement und vom daraus resultierenden Gedeihen des Projektes eindrucksvoll Zeugnis ablegen. Benachteiligte und gefährdete Kinder und Jugendliche auf der einen sowie deren Fürsorgepersonen auf der anderen Seite (»Care taker« sind meist Verwandte, manchmal auch Pflegefamilien) profitieren von materieller und immaterieller Zuwendung, die ihnen zuteil wird. Enea Kajange ist für dutzende Personen alles in einem: Mutter, Lehrerin, Beraterin, Sozialarbeiterin und Seelsorgerin. Seit Jahren betreut sie nicht nur ein Projekt, sondern hat auch mehrere Waisenkinder in ihren Haushalt aufgenommen. Und sie spielt eine Rolle in der Frauenarbeit. Bilder hier.

Tabora-Waisen machen sich selbständig

Die beiden Unitätsprovinzen in Nord-amerika haben ihren Internetauftritt kürzlich einem Relaunch unterzogen, damit dieser mehr Menschen als bisher anspricht - hier. In ihrem Magazin »The Moravian« (August/September 2018) wird u. a. vom 2002 gestarteten Waisenprojekt der Brüdergemeine in Tabora, Tansania (Westprovinz) erzählt. Siehe hier (Seiten 23/24). Mit dem Projekt werden derzeit 305 benachteiligte Kinder betreut und gefördert. Ziel ist in jedem Fall ein Schulabschluss, wenn möglich auch eine Berufsausbildung. 18 Jugendliche aus dem Programm haben sich jetzt in drei Gruppen selbständig gemacht: in einer Tischlergenossenschaft und zwei Näherinnen-Genossenschaften. Gestartet sind sie mit großem Erfolg, einen Teil der von ihnen aufgenommenen Kredite konnten sie schon tilgen.

Unitätsfrauenbüro mit neuer Leitung

Dr. Julie Ann Tomberlin ist ab November 2018 die neue Koordinatorin des »Unity Women's Desk« (Unitätsfrauen-büro) in Winston-Salem/NC. Sie folgt Patricia Garner nach, die das Büro aufgebaut hatte und nun in den Ruhestand tritt. Julie Ann Tomberlin, Mutter dreier Söhne, war zuletzt Leiterin des YMCA-Alphabetisierungs-Programms für Erwachsene. Sie verfügt über Hochschulabschlüsse in Deutscher Sprache und Literatur, Sprachkommunikation sowie Geschichte der Sprachkommunikation. Außerdem hat sie viele Weiterbildungen im In- und Ausland genossen. Sie spricht u. a. Swahili, Spanisch und Deutsch. Und sie kennt die Brüdergemeine in vielen Ländern (Tansania, Labrador, Deutschland, Tschechien, Peru). Sie schreibt: »Ich liebe die multikulturelle, multilinguale, multinationale Brüdergemeine, ihr weltumspannendes Wirken und ihren Einsatz für die Bildung für Frauen sehr«. Mehr in Englisch hier.

Fortschrittsbericht »Ray of Hope«

In der Publikation »Onward« (Heft Oktober 2018) der Südprovinz der Brüdergemeine in Nordamerika gibt es einen Bericht über ein Projekt der Brüdergemeine in Kenia. Download hier. Die dortigen Gemeinden sind durch Aktivitäten der Brüdergemeine in Tansania entstanden. Sie arbeiten im Status eines Missionsgebietes der weltweiten Brüder-Unität. Das beschriebene Projekt ist ein Projekt für 22 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen fünf und 20 Jahren, teils Vollwaisen, teils Halbwaisen, teils anderweitig Benachteiligte oder Gefährdete. Es trägt den Namen »Ray of Hope« (Hoffnungsstrahl). Die Einrichtung kümmert sich um die Grundbedürfnisse der Kinder und Jugendlichen sowie um deren Bildung mindestens bis zum Ende der Grundschule, mit Hilfe von Patinnen und Paten aber auch gelegentlich bis zum Uni-Abschluss.

Spielsachen für das Dzaleka Camp

Ein Haufen Spielsachen lag vor wenigen Tagen für die Kinder bereit, die im Herrnhuter »Child Care Center« in Malawi - angesie-delt im riesigen »Dzaleka Refugee Camp« des UNHCR (mit 30.000 Flüchtlingen überfüllt) - betreut, mit einer Mahlzeit pro Tag verpflegt, beschult und gefördert werden. Das Center ist mit Unterstützung der Herrnhuter Missionshilfe erst im Sommer 2018 offiziell in Betrieb gegangen. Die Spielsachen, die umgehend an die Kinder verteilt wurden, konnten mit einer Spende aus Deutschland gekauft werden. Die Spende wiederum stammt von einem gemeinnützigen Verein, den Jugendliche aus der Brüdergemeine gegründet haben. Mit Herstellung und Vertrieb alter und neuer Herrnhuter Spiele werden vom Verein Erträge erwirtschaftet, die für Projekte der Brüdergemeine zur Verfügung stehen. E-Mail aus Malawi hier. Mehr zum Projekt »Herrnhuter Spiele« und zu deren Erwerb hier.

Achtung, schlimme Vorurteile!

Saskia Delverdahl-Bloem, die derzeit mit ihrem Ehemann Otto Delvendahl auf den Inseln Curaçao, Aruba und Sint Maarten, den so genannten CAS-Inseln, im aktiven Ruhestand für die Brüdergemeine als Pastorin Dienst tut, hat in ihrem Blog kürzlich einen besonderen Artikel veröffentlicht. Dieser befasst sich mit der Frage, was Antillianer über Antillianer denken und wie sie einander »klassifizieren«. Die dabei zutage tretenden Vorurteile sollen den Menschen auf Curaçao nicht anklagend angelastet werden, sie mögen vielmehr dazu dienen, über eigene Vorurteile bei der »Klassifizierung« von Menschen nach diversen Merkmalen nachzudenken und den Wert einer bunten Gesellschaft, wie sie die Brüdergemeine vielerorts verkörpert, zu erkennen. Zum Blog-Beitrag hier.

Fair-Trade-Fusion von HMH und EMS

Nach Gesprächen auf Vorstands- wie auf Sachbearbeiter-Ebene zwischen der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) in Stuttgart und der Herrnhuter Missionshilfe in Bad Boll wurde von den Leitungsgremien einvernehmlich die Zusammenlegung des Fairen Handels beider Organisati-onen beschlossen. Ab 1. Januar 2019 soll dieser nur noch von der Herrnhuter Missionshilfe unter dem Dach des »Moravian Merchandise« verantwortet werden. Eine Fusion beider Verkaufsabteilungen in Bad Boll bietet sich an, da der Faire Handel der Herrnhuter Missionshilfe die größere Produktpalette aufweist. Zwar wird der Arbeitsaufwand bei der Herrnhuter Missionshilfe durch die Übernahme von EMS-Kunden und -Produkten etwas wachsen, es sind jedoch auch Synergie-Effekte zu erwarten. Eine gründliche Evaluierung der neuen Praxis soll nach zwei Jahren erfolgen.

Ewald Hunsel neuer ZZg-Generalsekretär

Seit 1. September 2018 amtiert Ewald Hunsel als Generalsekretär der Zeister Zendingsgenootschap (ZZg). Er ist damit Nachfolger von Aart Schalkwijk. Vorher bekleidete er Führungspositionen u. a. bei der Universität Leiden, der Haagse Hogeschool, der Stadtverwaltung von Amsterdam und dem Woodbrokers Treatment Center. Daher verfügt er über viel Führungserfahrung. Außerdem war er schon unternehmerisch tätig, was seiner Tätigkeit bei der ZZg ebenfalls zugutekommt. Hoch motiviert möchte er gemeinsam mit allen Mitarbeitenden der ZZg deren Pläne umsetzen und deren Bedeutung in der weltweiten Brüder-Unität stärken. Er möchte auf die Herausforderungen, vor denen die ZZg steht, reagieren, etwa auf die rückläufige Zahl der Spenden, und den Fokus wieder verstärkt auf missionarische Aktivitäten richten. ZZg-Meldung hier. Siehe auch hier.

Tumaini ist tot - ein kurzer Nachruf

Aus persönlicher Betroffenheit heraus hat Claudia Zeising, Projektkoordina-torin der Brüdergemeine in Tansania, entsandt von »Mission 21«, für ihren Freundeskreis einen Rundbrief verfasst, in dem sie über das Leben eines Mädchens namens Tumaini berichtet. Das Mädchen lebte in der Nähe von Rungwe und wurde von vielen lieben Menschen im »Numwagile Center« begleitet und betreut. Sie starb im September 2018 in einem Krankenhaus von Dar es Salaam im Alter von nur 18 Jahren. Tumaini gehörte zu den vielen Kindern und Jugendlichen in Tansania, die mit dem HI-Virus auf die Welt kommen und irgendwann an Aids erkranken. Das HIV-Departement der Brüdergemeine lädt Mädchen und Jungen wie Tumaini in das Zentrum ein, wo sie medizinische Hilfe und etwas Lebensfreude empfangen. Der ganze Rundbrief hier.

Nach der Frauenkonferenz in Dar es Salaam

Hier gibt es den offiziellen Bericht über die »Erste All-Afrikanische Schwesternkonferenz der Herrnhuter Brüdergemeine« vom 29. August bis 2. September 2018 in Dar es Salaam, Tansania, verfasst von Colleen Cunningham, Kapstadt, nach Notizen des Organisations-Komitees, bestehend aus Mary Kategile, Angelene Swart, Rachael Lwali und Agnes Njeyo. In der Spitze haben - Tagesgäste mitgezählt - 470 Frauen an der Konferenz teilgenommen. Bei der Konferenz wurde ein ständiges »African Women’s Desk« der Brüdergemeine gebildet. Die Konferenz verursachte ein hohes Defizit, das es jetzt auszugleichen gilt.

Vor 250 Jahren: Taufe des »Erstlings« Sarah

Am 18. September 1768 - vor 250 Jahren - wurde der »Erstling« der Herrnhuter Mission auf Barbados getauft, eine Sklavin namens Sarah. Damals gab es auf einem erhöht gelegenen Stück Land, »Bunker‘s Hill«, zugehörig zur Siedlung St. Thomas, eine kleine Gemeinde, die 1795 verlegt und Sharon genannt wurde. Den Gottesacker auf »Bunker’s Hill« nutzte man aber unter dem Namen »Old Sharon« weiter, so dass Sarah dort begraben wurde. Eine frustrierte Person zerstörte am 11. August 2007 mit einem Bulldozer fast den gesamten, mit einer Mauer umfriedeten Gottesacker und auch das Grab von Sarah (siehe hier). Die Arbeit der Brüdergemeine auf Barbados hatte 1765 mit der Ankunft der Missionare Andreas Rittmannsberger and John Wood begonnen. Wegen des Todes zweier Missionare und eines verheerenden Hurrikans war der Anfang der Arbeit mühsam.

Neue Zufahrt und neue Wasserversorgung

Das »Bethlehem Moravian College« (MBC) in St. Elizabeth auf Jamaika hat eine neue Zufahrt sowie für große Teile des Campus ein neues Straßensystem bekommen. Dafür waren wochenlange, kostspielige Tiefbauarbeiten erforderlich, die mit dem Aufbringen einer Schwarzdecke ihren Abschluss fanden. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Wasserversorgung für das College erneuert, die in die Jahre gekommen war. Es galt, Gräben zu ziehen, Leitungen zu verlegen, Wasserspeicher aufzustellen sowie Pumpen und Verteiler zu installieren. Als das neue Ausbildungsjahr begann, staunten die jungen Männer und Frauen nicht schlecht über das Erreichte. Ein Video vom Ausbildungs-Neubeginn hier.

Volles Haus beim Missionsfest in Zeist

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Kirchensaal der Gemeinde Zeist zum diesjährigen Missionsfest der Brüdergemeine in den Niederlanden am 15. September 2018. Dieses Missionsfest ist regelmäßig ein Fest vor allem für die Niederländer mit surinamischen Wurzeln. Aus Nordhessen war Naömi Moor eigens zum Missionsfest nach Zeist gereist. Sie hatte vielen Gemeindegliedern in Deutschland den »Weltgebetstag 2018« nahegebracht, dessen Impulse und dessen Liturgie aus Surinam kamen. Videos vom Auftritt der Künstlerin von Denise Jannah hier und hier. Ein Video aus dem Festgottesdienst hier.

Jubiläum »200 Jahre Betsaal in Hageri«

In schlichtem Schmuck zeigte sich der Betsaal der Brüdergemeine in Hageri, Estland, am Wochenende 15./16. September 2018, als in ihm sowie in der benachbarten Lambertus-Kirche die Feierlichkeiten zu seinem 200. Bestehen stattfanden. Dazu waren zahlreiche Gemeindeglieder und prominente Gäste aus dem In- und Ausland gekommen, die Vorträge hielten, Grußworte überbrachten und in verschiedener Weise Gemeinschaft mit den gastgebenden Brüdern und Schwestern pflegten. Aus Deutschland waren Frieder Waas, Bischof der Brüder-Unität, und dessen Ehefrau sowie Manfred Kruppa von der Brüdergemeine Königsfeld gekommen. Letzterer hat einen Bericht über das Jubiläum verfasst und ein paar Bilder geschickt. Download hier.

Lebensqualität 2018 im Ländervergleich

Am 14. September 2018 hat das »United Nations Development Programme« (UNDP) seinen neuen Lebensqualitäts-Index veröffentlicht. Anhand vieler Indikatoren wird versucht, das menschliche Wohl-ergehen möglichst objektiv anzubilden. Das UNDP sieht in 59 Ländern eine sehr hohe Entwicklung, vor acht Jahren waren es noch 46 Länder. Der Index erfasst insgesamt 189 Länder. Die letzten fünf Plätze im Index belegen derzeit Burundi, der Tschad, der Südsudan, die Zentralafrikanische Republik und Niger. Hier einige für die weltweite Brüder-Unität besonders relevante Bewertungen: Schweiz 2, Deutschland 5, Schweden 7, Niederlande 10, Dänemark 11, Kanada 12, USA 13, Großbritannien 14, Tschechien 27, Estland 30, Lettland 41, Albanien 68, Jamaika 97, Surinam 100, Südafrika 113, Palästina 119, Nikaragua 124, Indien 130, Sambia 144, Tansania 154, Malawi 171. Die ganze Liste hier.

Dr. Hans Happes berät Schulen in Tansania

Dr. Hans Happes, Pädagoge im Ruhestand und vormaliger Direktor des »Nicolaus-Kistner-Gymnasiums« in Mosbach, hat gegenüber der Herrnhuter Missionshilfe seine Bereitschaft angekündigt, erneut als Freiwilliger über den »Senior Expert Services« (SES) nach Tansania auszureisen. Er war bereits im Vorjahr für drei Monate als schulischer Berater im Lande tätig (Bericht hier). In diesem Jahr soll sein Einsatz im Oktober 2018 beginnen und etwa acht Wochen dauern. Geplant sind vier etwa zweiwöchige Aufenthalte an folgenden vier Schulen der Brüdergemeine in Tansania: an der »Moravian High School« in Mbozi, an der »Moravian Secondary School« in Lutengano, an der »African Rainbow Secondary School« in Sumbawanga und an der »Herrnhuter Academy School« (Grundschule) in Mwera auf Sansibar.

Multifunktionfläche für das BMC

Das 1861 gegründete »Bethlehem Moravian College« (BMC) in St. Elizabeth auf Jamaika verfügt seit den Sommerferien 2018 über einen neuen multifunktionaler Außenbereich, dessen Schmuckstück ein umzäunter Ballsportplatz ist. Der großzügige Außenbereich entstand nach allerlei Tiefbauarbeiten auf einem bisher ungenutzten, wüsten Grundstück. Im Internet kann ein Video angeschaut werden, das alle erledigten Arbeiten binnen fünf Minuten im Zeitraffer zeigt. Siehe hier. Maßgeblich unterstützt wurde diese Maßnahme von der »Sports Development Foundation« mit Sitz in Kingston, die sich dafür einsetzt, dass Jamaika eine Sportnation bleibt. Auch ein neues, gut ausgestattetes Computer-Kabinett konnte für die verschiedenen Ausbildungszweige des renommierten Colleges in die Nutzung übernommen werden.

Tansania-Konsultationen in Christiansfeld

Am 8. und 9. September 2018 fanden in Christiansfeld (DK) Konsultationen zwischen der »Brødremenighedens Danske Mission« (BDM), der dänischen Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, und sechs Kirchenführern der Brüdergemeine in Tansania statt. Außerdem feierte die lokale Brüdergemeine mit ihren tansanischen Gästen einen Gottesdienst und es gab für Menschen im Umfeld der BDM eine höchst bereichernde Begegnungs- und Informationsmöglichkeit. Folgende Kirchenführer waren anwesend: Ezekiel Yona (Westprovinz, Bischof der Brüder-Unität), Charles Y. Katale (Lake-Tanganjika-Provinz), Erord Rupia Simae (Rukwaprovinz), Samuel A. Kabigi (Südprovinz), Zacaria Ebel Sichone (Südwest-Provinz) und Saul Kulyafiki Kajula (Ostprovinz). Kleine Bilderfolge hier.

Aussendung von Mads Refshauge Jakobsen

Am 23. September 2018 findet in der Kirche in Løsning der Segnungs- und Sendungsgottesdienst für Mads Refshauge Jakobsen (24) statt, einem Mitarbeiter der »Brødremenighedens Danske Mission«, der Schwesterorga-nisation der Herrnhuter Missionshilfe in Dänemark. Mads Refshauge Jakobsen wird künftig zusammen mit seiner Ehefrau Janice, gebürtig in Hong Kong, in der Missionsstation in Kipili am tansanischen Ufer des Lake Tanganjika wohnen und arbeiten, die Knud Elmo Knudsen aufgebaut und bis vor 18 Monaten geleitet hat. Er weiß, was auf ihn zukommt, denn von 2014 bis 2015 war er schon einmal als Freiwilliger in der Rukwaprovinz der Brüdergemeine tätig. Danach absolvierte er eine Ausbildung am »All Nations College« in London.

Erste Eindrücke aus Dar es Salaam

Am Sonntag, dem 2. September 2018, ging in Tabata, einem Vorort von Dar es Salaam (Tansania), die erste »All African Women’s Conference« der weltweiten Brüder-Unität zu Ende. Teilgenommen haben etwa 300 Frauen aus allen Unitäts- und Missionsprovinzen in Afrika, die meisten von ihnen aus der tansanischen Süd- und Südwestprovinz. Elf Bilder hier. Ein kurzer Bericht über die Konferenz von Erica Ludela in Deutsch hier. Bisher hatte es in Afrika nur Schwesterntreffen auf provinzialer oder regionaler Ebene gegeben. Die europäische sowie die nordamerikanische Region der weltweiten Brüder-Unität laden dagegen schon seit langem zu über-provinzialen Schwesterntreffen ein.

John Golding half auf St. Thomas

Über seinen Freiwilligeneinsatz in einem US-amerikanischen Hilfsteam auf der von zwei Hurrikans zerstörten Insel St. Thomas berichtet in eindrücklichen Worten der Jugendliche John Golding. Insbesondere war das Team auf dem Gelände der »Memorial Moravian Church« eingesetzt. John Golding wörtlich: » Ich muss sagen, die Notwendigkeit, auf den Virgin Islands zu helfen, ist bis heute riesengroß. Der erste Rundgang durch die Schule war herzzerreißend. Die meisten Möbel und Schulsachen wurden von Wind und Wasser ruiniert. Schimmel breitet sich aus auf Decken und Wänden. Einige Decken sind eingestürzt und haben viel Schutt hinterlassen. Das Wenige, was ich während meines Einsatzes an Zerstörungen sah, vermittelte mir ein einen Eindruck davon, wie gigantisch die Gesamtschäden sind. Der ganze Bericht in Deutsch hier.

Bericht über Brüdergemeine in Peru

Als Titelgeschichte für das Missionsmagazin »Onward« der nordamerikanischen Südprovinz (September 2018) wurde eine Geschichte über die Brüdergemeine in Peru gewählt, die seit 2011 im Status eines Missionsgebietes arbeitet. In Wort und Bild (siehe hier) werden die leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der vier Gemeinden vorgestellt: zwei in der Hauptstadt Lima (»Mosha« und »Wir sind eins«) und zwei in Chiklayo (»Kreuz der Hoffnung« und »Stadt Gottes«). Kurz erwähnt werden Besuche von Bischöfen und Referenten aus anderen Unitätsprovinzen und ein Evangelisationseinsatz von vier jungen Frauen aus Nordamerika (USA und Kanada) im Juni 2018. Die einheimischen Pastoren Christopher Valencia und Manuel Verastegui unternahmen eine Missions-Erkundungsreise in das Amazonas-Gebiet.

Erste »All African Women’s Conference«

Am Mittwoch, dem 29. August 2018, wurde nach gründlicher Vorbereitung in Tabata, einem westlichen Vorort von Dar es Salaam (Tansania), die erste »All African Women’s Conference« der Brüder-Unität eröffnet. Angemeldet hatten sich etwa 300 Frauen aus allen Unitäts- und Missionsprovinzen in Afrika, die meisten von ihnen, etwa 150, aus der tansanischen Süd- und Südwestprovinz. Maßgeblich in die Durchführung der Konferenz einbezogen sind die Schwestern Mary Kategile und Erica Ludela (Tansania) sowie Angelene Swart und Colleen Cunningham (Südafrika). Wichtige Themen auf der Konferenz sind Bildungs- und Gesundheitsfragen (auch HIV/Aids mit Melania Mrema-Kyando), Schutz vor Gewalt gegen Frauen und die Ordination von Frauen, die in Afrika noch relativ selten erfolgt. Die Konferenz endet am Sonntag, dem 2. September 2018.

Gedenken an Rebekka Freundlich-Protten

Vor 300 Jahren, am 31. August 1718, wurde - vermutlich auf Antigua - eine für die Herrnhuter Mission bedeutsame Frau geboren, die an der Seite ihrer Ehemänner, der Missionare Matthäus Freundlich (+1742) und Christian Jacob Protten (+1769), selber zur Missionarin wurde: die Sklavin Shelly, eine gebildete Mulattin, späterer Taufname Rebekka. Sie gilt als erste Amerikanerin mit afrikanischer Herkunft, die ordiniert wurde. Als Kind vom Plantagenbesitzer Lucas van Beverhout gekauft, kam sie auf die Insel St. Thomas, wo sie die Brüdergemeine kennenlernte. Als ihr Besitzer starb, erlangte sie die Freiheit, so dass sie heiraten konnte. Mit ihren beiden Ehemännern hatte sie je ein früh heimgerufenes Kind, beide Kinder hießen Anna Maria. Sie starb nach Reisen über drei Kontinente und elfjähriger eigenständiger Arbeit als Witwe 1780 in Christiansborg, Ghana. Mehr hier.

Zurück aus Malawi und Tansania

Mitte August 2018 ist Bettina Nasgowitz, Referentin der Herrnhuter Missionshilfe für Projekte und Finanzen, von einer längeren Dienstreise nach Tansania und Malawi zurückgekehrt. Zweck der Reise war vor allem der Besuch von Projekten in beiden Ländern, die von der Herrnhuter Missionshilfe maßgeblich mitfinanziert werden: das Child Care Center im UNHCR-Refugee-Camp Dzaleka (Malawi), das Avocado-Projekt in Rungwe, die Sekundarschule in Lutengano, die Sekundarschule in Mbozi, das Hospital in Mbozi, die Sekundarschule in Ifakara (noch immer im Bau) und die Grundschule an der Herrnhuter Academy in Mwera auf Sansibar (jetzt endlich im Bau). Daneben gab es Meetings mit kirchenleitenden Personen und ein drittes Treffen aller Schulleiter der Brüdergemeine in Tansania (Foto). Der offizielle Reisebericht von Bettina Nasgowitz hier.

Gott macht das Unmögliche möglich

Für den Monat August, der gleich vier Gedenktage der Brüder-Unität enthält, hat Cortroy Jarvis, Vorsitzender der Unitätsprovinz Westindien-Ost, eine Meditation geschrieben. Seine Gemeinden sollen die Gelegenheit haben, diese Tage besonders zu begehen. Die Meditation trägt den Titel: »Gott macht das Unmögliche möglich«. Der 13. August 1727 gilt als der Geburtstag der Erneuerten Brüder-Unität, am 17. August 1727 hat in Herrnhut eine Kindererweckung stattgefunden, am 21. August 1732 wurden die ersten Herrnhuter Missionare ausgesandt und am 22. August 1727 verabredeten sich die ledigen Brüder in Herrnhut zu einer ununterbrochenen Gebetswacht. Cortroy Jarvis schließt seine Meditation: »Möge die Erweckung, die 1727 begann, uns als Individuen und uns als weltweite Kirche neu ergreifen«. Text der Meditation hier.

»Teofilo-Kisanji-Universität« in der Krise

Die »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya, Tansania, steckt schon seit einigen Monaten in einer schweren finanziellen Krise. Die tansanischen Behörden haben gegenüber der Leitung der Universität Forderungen erhoben, u. a. weil angeblich Sozialabgaben und Steuern nicht in der richtigen Höhe gezahlt wurden. Es gibt auch Schwierigkeiten bei der Rückzahlung eines Kredites über zwei Millionen US-Dollar, der für den Bau der Bibliothek, des großen Hörsaales sowie von Unterkünften für Studierende (Foto) aufgenommen worden war. Die Brüdergemeine in Tansania arbeitet an der finanziellen Sanierung der Universität. Die 620 Gemeinden in sieben Provinzen mit 750.000 Mitgliedern im Land wurden gebeten, Kollekten zur Schuldentilgung zu sammeln.

Erster Spatenstich für neue Grundschule

Endlich ist die Baugenehmigung für die neue Grundschule der Brüderge-meine in Mwera auf Sansibar (TZ) eingetroffen! Verantwortliche des Staates, der tansanischen Ostprovinz, der Schule sowie Bettina Nasgowitz, die Referentin der Herrnhuter Missionshilfe für Finanzen und Projekte, haben mit einem ersten Spatenstich den Bau offiziell begonnen. Die Schule wird auf dem neu erworbenen Grundstück direkt neben dem Kindergarten errichtet. Zunächst sollen sechs Klassenzimmer, ein Bürogebäude und eine Mauer zur Umfassung des Grundstücks entstehen. Das alte Schulgebäude ist abbruchreif und stellt auf Dauer eine Gefahr für die Kinder dar. Die neue Grundschule soll später einmal 270 Plätze haben. Die Bevölkerung auf Sansibar ist zu 98 Prozent muslimisch. In der Schule wird ein friedlich-fröhliches Zusammenleben von Muslimen und Christen praktiziert.

Missionskonferenz in Costa Rica

Die Brüdergemeine in Costa Rica sucht Mittel und Wege, mehr Men-schen als bisher für den christlichen Glauben zu begeistern. Zu diesem Zweck lud sie Anfang Juli 2018 Mitglieder aus ihren vier Gemeinden zu einer Missionskonferenz nach San José ein. Inspiriert wurde sie dazu durch die Missionskonferenz der weltweiten Brüder-Unität 2017 in Südafrika. Als Referentinnen und Referenten waren bei der Konferenz drei Gäste vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika zugegen. In einem Bericht aus den USA heißt es: »Gemeinsam sammelten wir Anregungen, wie Kinder, Jugendliche und Problemgruppen in der Costa-ricanischen Gesellschaft mit dem Evangelium erreicht werden können. Es war inspirierend zu erleben, wie so viele Menschen sich mit Freude und Hingabe um Veränderungen in ihrer Kirche bemühten«. Der komplette Bericht in Deutsch hier.

»TBC1« berichtete über Bischofseinsegnung

Während einer Sondertagung der Synode der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania in Singida war Ezekiel Yonah am 2. Februar 2018 zu einem Bischof der Brüder-Unität gewählt worden. Am 1. Juli 2018 fand nun in Tabora seine Einsegnung für das Bischofsamt statt. Der festliche Gottesdienst mit vielen Chören unter freiem Himmel war für den tansanischen Fernsehsender »TBC1« Anlass, in einem Drei-Minuten-Beitrag über das Ereignis zu berichten, viele Festgäste - auch prominente Politikerinnen und Politiker, darunter ein Moslem - zu Worte kommen zu lassen und auch allgemein über die Brüdergemeine in Tansania zu informieren. Zu Westprovinz Brüdergemeine in Tansania gehören ca. 110.000 Mitglieder in 61 Gemeinden mit über 200 Predigtstationen. TV-Bericht hier (beginnend bei Min. 6:03).

Berufsberatung auf dem Sternberg

Im Einklang mit seinen strategischen Leitlinien hinsichtlich Inklusion und nachhaltiger Entwicklung ist das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) immer gern bereit, Veranstaltungen externer Organisationen zu beherbergen. So war am 7. August 2018 eine große Gruppe von Jugendlichen ohne Behinderung auf dem Sternberg zu Gast, die ihre Begabungen und Fähigkeiten kennenlernen und in Übereinstimmung mit den Bedürfnissen und Möglichkeiten der palästinensischen Gesellschaft bringen wollten. Diese Form der Berufsberatung wurde gemeinsam angeboten von »PalVision« und »Taawon«, zwei großen palästinensischen NGOs, die das Ziel haben, die Potenzen von Jugendlichen in Palästina zu entdecken und auszuschöpfen.

Projekt »Light for learning«

Der Vorstand der Herrnhuter Missions-hilfe hat sich auf seiner jüngsten Sitzung über ein Projekt von Klaus-Peter Böhringer, Elektrotechniker und Schulleiter i. R., namens »Light for learning« (Licht zum Lernen) informiert und daraufhin beschlossen, die in dem Projekt entwickelte Solartechnik testweise in Tansania einzusetzen. Das Projekt zielt darauf ab, mit robusten, bereits erprobten technischen Geräten bzw. Bauteilen, die sowohl in Deutschland als auch in Tansania preisgünstig erhältlich sind, in tansanischen Schulen und Haushalten am Abend Licht zu schaffen, so dass Kinder »nach Feierabend« lernen können. Das Projekt ist ökologisch doppelt wirksam, vermeidet es doch den Gebrauch von schädlichen Kerosinlampen und nutzt es doch alte, ansonsten weggeworfene Autobatterien. Beschreibung des Projektes und Bilder hier.

Saskia Delvendahl-Bloem auf Curaçao

Obwohl schon im Ruhestand, ist Saskia Delvendahl-Bloem mit ihrem Ehemann Otto Delvendahl einem Ruf gefolgt, als Pfarrerin und pastorale Koordinatorin der Brüdergemeine auf Curaçao zu arbeiten. Seit dem 9. Mai 2018 wohnt sie in Willemstad, am 17. Juni 2018 wurde sie offiziell in ihren Dienst eingeführt. Ab und zu tut sie auch Dienst auf der Nachbarinsel Aruba sowie auf der fernen Insel Sint Maarten. Auf letzterer Insel informierte sie sich über den Stand des Wiederaufbaus nach den Hurrikans im Herbst 2017. Auf ersterer Insel nahm sie an einer Herrnhuter Regionalkonferenz teil. In ihrer Heimatgemeinde erlebte sie eine »Graduation« mit (Übergang vom Kindergarten in die Vorschule im Alter von etwa vier Jahren). Lange mussten die Eheleute auf ihre Aufenthaltspapiere und ihre Möbel warten. Blog hier. Infos und Fotos hier.

Spannendes aus Rungwe, Tansania

Nur noch wenige Monate ist Claudia Zeising im Auftrag von »Mission 21« in Rungwe (Tansania, Südprovinz) als Projektkoordinatorin tätig. Nun hat sie noch einmal einen Rundbrief verfasst. In diesem geht sie auf das Wetter ein. Im tansanischen Südhochland ist es 18 Grad kälter als in Deutschland. Dann berichtet sie von den schönen Erfolgen des von ihr 2010 ins Leben gerufenen Arbeitsbeschaffungs-Projektes »Pamoja Tunaweza« (Gemeinsam schaffen wir es). Die Nähprodukte der Frauen finden immer größeren Absatz. Und sie berichtet von den Fortschritten des großen Avocado-Projektes, ein Joint Venture zwischen Brüdergemeine und Wirtschaft. Mehr als 50 Großcontainer mit exportfähigen Früchten konnten 2017 verschifft werden. Derzeit entsteht in Rungwe noch eine Ölfabrik zur Vermarktung der weniger edlen Früchte. Zum Rundbrief hier.

Missionskalender 2019

Alle Jahre wieder geben die im »Evangelischen Missionswerk in Deutschland« zusammengeschlos-senen Werke einen gemeinsamen Missionskalender heraus. Die Bilder wurden von Mitarbeitenden der verschiedenen Missionswerke und von professionellen Fotografinnen und Fotografen aufgenommen. Der Kalender erscheint im Hochformat 33 x 47 Zentimeter. Für das Jahr 2019 trägt er den Titel »Glauben weitertragen«. Die 13 Motive zeigen die Vielfalt des Engagements sowie die Leidenschaft von Christinnen und Christen in Afrika, Asien und Deutschland bei der Verkündigung der Frohen Botschaft von Gottes Liebe. Alle Kalender-Bestellungen bitte an die Geschäftsstelle in Bad Boll. Telefon: 07164/9421-0; E-Mail: brueder-unitaet@ebu.de. Preis 5,00 EUR; Mengenrabatt ab fünf Exemplare bitte ggf. erfragen.

Drei Wochen mit Tansania-Besuch

Vor wenigen Tagen haben Mitglieder der Tansania-Partnerschaftsgruppe der Brüdergemeine Rhein-Main ihre Gäste aus der Brüdergemeine Ibungu (TZ-Südprovinz) am Flughafen in Frankfurt a. M. verabschiedet. Zuvor waren sie mit den zwei Männer und zwei Frauen, von denen drei erstmals in Europa waren, in Hessen und in Sachsen unterwegs. In Herrnhut und Umgebung brachten sie drei Tage zu. Auch hatte die Partnerschaftsgruppe zu zwei Tansania-Wochenenden auf den Herrnhaag bei Büdingen eingeladen (29. Juni bis 1. Juli sowie 6. bis 8. Juli 2018). Alle, die das Zusammensein mit den Gästen aus Tansania - mal mehr, mal weniger intensiv - genossen haben, schauen voller Dankbarkeit auf die gemeinsamen Erlebnisse in Natur, Gesellschaft und Kirche, auf die thematische Arbeit sowie auf die neu gewonnenen Erfahrungen zurück.

Aus den »ZZgNieuws«

Die jüngste Ausgabe der »ZZgNieuws« (Nr. 2-2018), des Magazins der Missionsgesellschaft der Brüdergemeine in den Niederlanden, enthält in Teil 3 einen ganz kurzen Rechenschaftsbericht über die bisherige Umsetzung des »Leitplanes 2016-2020«. Der Plan schreibt fest, dass die Arbeit jetzt auf vier Feldern geschieht: a) Unterstützung anderer Unitätsprovinzen bei der Wortverkündigung, b) Durchführung von sozial-diakonischen Projekten zusammen mit anderen Unitätsprovinzen, c) Pflege von möglichst vielen weltweiten Beziehungen (»Window to the Moravian World«), d) verstärkte Bemühungen um das Fundraising. In Teil 2 der »ZZgNieuws« werden 13 alte und neue Projekte vorgestellt: 1 x Honduras, 2 x Karibik, 1 x D. R. Kongo, 1 x Sambia, 1 x Südafrika, 6 x Surinam, 1 x Tansania. Auf Seite 7 gibt es einige wenige Kernzahlen aus dem Finanzbericht 2017.

College in Jamaika auf gutem Wege

Das 1861 gegründete »Bethlehem Moravian College« der Brüdergemeine auf Jamaika hat schon eine bewegte Geschichte hinter sich. Immer war es eine Einrichtung, die der Gesellschaft mit Lehrkräften von höchster Qualität diente. Vor 20 Jahren hat das College seine Ausbildungsangebote diversifiziert und ist zu einer multidisziplinären Einrichtung geworden, die auch im 21. Jahrhundert viel Zuspruch und Anerkennung findet. Ausgebildet werden jetzt nicht mehr nur Lehrkräfte, sondern auch Erzieherinnen und Erzieher, Wirtschafts- und Computer-Fachleute, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Büro- und Tourismus-Angestellte. Das College hält aber auch berufsbegleitende Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote für Erwachsene sowie Sommerkurse - drei Beispiele hier - bereit. Liste mit allen Bildungsangeboten hier.

Spielfilm »Erste Früchte« auf Youtube

Der 72-minütige US-amerikanische Spielfilm von 1982 über die Anfänge der Herrnhuter Mission mit dem Titel »First Fruits« kann jetzt auf Youtube online angeschaut werden (schon 8.750 Klicks). Die deutschen Fassungen des Filmes mit den Titeln »Erste Früchte« (VHS-Video vom ERF) bzw. »Saat und Ernte« (DVD von Hänssler) sind kaum noch im Handel erhältlich. Der Film ist zwar von seiner Optik her nicht mehr ganz zeitgemäß, aber es gibt bisher nichts Besseres in diesem Genre. Weil der Film die Vorgänge um den Beginn der Herrnhuter Mission in den Jahren 1731 bis 1733 in Kopenhagen, in Herrnhut und auf der Insel St. Thomas sachlich richtig darstellt (Originalzitate), kann er problemlos weiter im Unterricht verwendet werden. Link zum Film hier.

Video-Gruß der Brüdergemeine in Peru

In Europa noch weitgehend unbekannt ist Christopher Valencia Alcantara, der Präsident der Brüdergemeine in Peru und Pfarrer der »Rhemanente Moravian Church« in Chiclayo. Ein Drei-Minuten-Video (siehe hier - Spanisch mit englischen Untertiteln), das für die Synode der Nordprovinz der Brüdergemeine in Nordamerika im Juni 2018 produziert wurde, beinhaltet eine Selbstvorstellung des Präsidenten und gibt eine erste Vorstellung von Aufbau und Dienst der noch jungen Kirche. Zur Zurüstung der Prediger, die vor allem in abgelegenen Regionen des Landes tätig sind, wurde von Christopher Valencia Alcantara ein spezieller Online-Kurs begonnen. Außerdem versorgt Bischof Samuel Gray (USA) die Prediger regelmäßig mit schriftlichem Unterrichtsmaterial. Diese müssen zum Nachweis des Gelernten Fragebögen ausfüllen.

Mission und Vision für Altenpflegezentrum

»Unser Ziel ist es, auf den beiden Inseln Antigua und Barbuda das beste Dienstleistungsunternehmen für ältere Menschen zu sein, indem wir nach Kräften deren Gesundheit und Sicherheit sowie deren körperliches, geistiges, geistiges und soziales Wohlergehen fördern. Das tun wir durch eine mitfühlende und finanziell erschwingliche Altenpflege in einem modernen, zweckdienlichen Haus. Wir unterstützen und aktivieren unsere Bewohner, erhalten ihre Unabhängigkeit so lange wie möglich und bieten ihnen regelmäßig sinnvolle Aktivitäten an«. So heißt es unter der Überschrift »Vision & Mission« im Werbeprospekt für das nun bald fertige »Bishop John E. Knight Golden Age Home Project« der Unitätsprovinz Westindien-Ost. Die Provinz benötigt derzeit noch Spenden in Höhe von 375.000 US-Dollar, um den Bau wie geplant fertigstellen zu können.

Aus dem Rundbrief des Unitätsfrauenbüros

Bitte betet für die Mädchen und jungen Frauen, die während ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung ein Stipendium des Unitätsfrauenbüros empfangen. Diese leben in Albanien, Honduras, Indien, Nepal, Nikaragua, Peru, Sambia, Uganda sowie in vielen Provinzen in Tansania und auf dem Sternberg in Palästina. Betet für die zehn Frauen, die sich mit einem Stipendium des Unitätsfrauenbüros auf ihren späteren Dienst als Pfarrerinen vorbereiten. Betet für die Vorbereitung der ersten »All Africa Women's Conference« in Südafrika vom 29. August bis 2. September 2018 unter Leitung von Angelene Swart, Colleen Cunningham und Mary Kategile. Betet für die Suche nach einer neuen Leiterin des Unitätsfrauenbüros sowie nach zwei neuen Vorstandsmitgliedern aus den Regionen Nordamerika und Afrika.

Bewegte Bilder aus Uganda

Erstmals haben die Herrnhuter Missionshilfe bewegte Bilder von der Brüdergemeine in Uganda erreicht. Die dortige Arbeit, die im Status eines Missionsgebietes geschieht, wurde vor gut 15 Jahren von der Westprovinz der Brüder-gemeine in Tansania begonnen, weshalb sie auch heute noch deren Aufsicht untersteht. Unterstützung erfährt die »Moravian Church in Uganda« auch vom »Board of World Mission« und vom Unitätsfrauenbüro mit Sitz in Winston-Salem/NC. Letzteres gewährt seit geraumer Zeit mehreren Mädchen und jungen Frauen ein Stipendium, damit diese später einmal wirtschaftlich erfolgreich sind. Die Frauen kommen in einem 36-Minuten-Film mit dem Titel »Documentary on Girl’s Education and Piggery Project in Uganda« zu Wort - siehe hier.

Von der HMH-Jahrestagung 2018

47 Personen hatten sich zur Jahrestagung der Herrnhuter Missionshilfe angemeldet, die vom 22. bis 24. Juni 2018 in Ebersdorf/Thür. stattfand, darunter drei Männer und drei Frauen aus der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania. Von vielen Dienstreisen und Tagungen wurde berichtet, unter anderem von der Missionskonferenz der weltweiten Brüder-Unität in Südafrika, von Arbeitsgesprächen auf dem Sternberg (einmal verbunden mit der Tagung des »Europäischen Missionsrates der Brüdergemeine«) und in Surinam, von Projektbesuchen in Tansania, Malawi und Albanien, von einer Schülerreise nach Palästina und Israel. Zu vermelden waren auch eine nochmalige Erhöhung der Einzelspenden um 46.000 Euro auf jetzt fast 452.000 Euro und etliche Sonder-Förderungen. Gäste der Tagung waren Uwe Dieckhoff und Heiner Heine, die ihren Surinam-Film für den Weltgebetstag 2018 vorführten und kommentierten.

Mary Kategile kommt nach Europa

Gleich zu Beginn ihrer Reise nach Deutschland und in die Schweiz wird Mary Kategile, die Leiterin der Theolo-gischen Fakultät der »Teofilo Kisanji University« der Brüdergemeine in Mbeya (Tansania), erstmals in Herrnhut erwartet (21. bis 24. Juni 2018), wo sie die historischen Stätten sowie die heutigen Einrichtungen (Kirchensaal, Gottesacker, Vogtshof, Archiv, Museen, Schulen, Diakonie, Betriebe) der Brüdergemeine besucht und wo sie am örtlichen Kinderfest teilnimmt. Anschließend fährt sie in die Schweiz, um in Basel an einem Workshop »Advocacy und Nachhaltigkeit« teilzunehmen, der von »Mission 21«, der schweizerischen Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, veranstaltet wird. Das Foto zeigt Mary Kategile bei einem Workshop in Ifisi (Tansania). In Kürze werden noch Gäste aus der tansanischen Südwest- und der Südprovinz u. a. in Herrnhut erwartet.

Großes Freude im »Peter's House«

Viele Tage im »Peter's House«, einer Waiseneinrichtung der Brüdergemeine in Sumbawanga, einer größeren Stadt in der tansanischen Rukwa-Provinz, das die Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark v. a. mit der Entsendung von Freiwilligen unterstützt, verlaufen ohne besondere Höhepunkte. Umso glücklicher waren einige ältere Kinder und Jugendliche aus der Einrichtung, als ein Ausflug (Swahili: »Safari«) angekündigt wurde. Ziel der Safari war der »Katavi-Nationalpark«, der drittgrößte Nationalpark des Landes, gegründet 1974. Viele Kinder und Jugendliche in Tansania haben noch nie einen Elefanten oder ein anderes großes Wildtier gesehen, weil es kaum zoologische Gärten im Lande gibt und weil sie sich den Besuch eines Nationalparks nicht leisten können. Bilder vom Ausflug hier.

Lagebericht aus der »Ahuas Clinic«

Der Arzt Rick Nelson aus den USA hat für die jüngste Ausgabe des Missions-Magazins »ONWARD« (Juni 2018) einen Lagebericht aus der Klinik der Brüdergemeine in Ahuas an der honduranischen Mosquitia verfasst. Die Klinik ist gerade dabei, sich nach Umstrukturierungsmaßnahmen und einer längeren Krisenzeit wirtschaftlich zu erholen. Da sie sich in einer sehr strukturschwachen Gegend befindet, sind viele Tage für die Ärzte und das Klinikpersonal sehr aufregend. Immer wieder müssen Patientinnen und Patienten weite und mühsame Wege zurücklegen, um die Klinik zu erreichen. Wenn es für einen medizinischen Eingriff dann noch nicht zu spät ist, herrscht allseits große Dankbarkeit. Der in deutscher Übersetzung vorliegende Bericht (Download hier) schildert einige spannende Tage im Mai 2018, dem 72. Jahr nach Gründung der Klinik.

Afrikanische Unitätsregion mit neuer Spitze

Vom Unity Board (Unitätsvorstand) wurden die Ämter des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzender der Afrikanischen Region der weltweiten Brüder-Unität neu besetzt. Zakaria Sichone (links), der Chairman der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania, wurde zum neuen Vorsitzenden, Godfrey Cunningham, der Chairman der Unitätsprovinz Südafrika, wurde zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Vorsitzenden der vier Unitätsregionen (Afrika, Europa, Karibik & Lateinamerika sowie Nordamerika) bilden gemeinsam mit dem Vorsitzenden und dem stellvertretendem Vorsitzenden des nur alle zwei Jahre tagenden Unity Board das Exekutiv-Komitee dieser wichtigen Behörde.

Hurrikan-Hilfe: Gutes Spendenergebnis

Bis Mitte Mai 2018 sind bei der Herrnhuter Missionshilfe insgesamt 24.800 Euro Spenden für die Geschädigten der Hurrikans »Irma« und »Maria« eingegangen, die im September 2017 weite Teile der Karibik verwüsteten. Das Geld wurde vollständig an das »Board of World Mission« (BWM) der Brüdergemeine in Nordamerika überwiesen, das die Hilfsmaßnahmen in Abstimmung mit den Leitungsgremien der Unitätsprovinz Westindien-Ost sowie der Missionsprovinz Kuba koordiniert. Wie schon berichtet, kommt der Wiederaufbau der kirchlichen Gebäude nun in Gang, nachdem ein Großteil der privaten Wohnhäuser wieder genutzt werden kann. Dankschreiben von Justin Rabbach, Direktor des BWM, in deutscher Übersetzung mit vielen Bildern hier.

Neuerdings Sonntagsschule auf Sansibar

Anfang Mai 2018 hat die Brüdergemeine auf Sansibar damit begonnen, in den Räumen der »Herrnhuter Academy School« im ländlichen Mwera, gegründet 2013, eine Sonntagsschule anzubieten. Das Angebot zielt auf Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter in der Region. Zum Standard-Programm gehören biblische Geschichten, Lieder, Spiele sowie besondere Events wie z. B. Ausflüge. Bei jeder Sonntagsschule bekommen die Kinder ein Essen; einmalig bekommen sie eine Kinderbibel in Kiswahili. Mit 50 Kindern wurde geplant, doch schon zur dritten Veranstaltung am Pfingstsamstag kamen 168 Kinder, darunter auch muslimische Kinder aus der Nachbarschaft. Die Schule platzt jetzt aus allen Nähten. Einen seit langem geplanten Schulneubau wird die Herrnhuter Missionshilfe hoffentlich bald in Angriff nehmen zu können.

Hohe Fördersummen für Ifakara bewilligt

Seit 2011 gibt es bei der Daimler AG einen Förderfonds »ProCent«. Der Fonds geht auf eine Initiative des Gesamtbetriebsrates zurück. Alle Mitarbeitenden von Daimler haben die Möglichkeit, die Cent-Beträge ihres Monats-Nettolohnes für gemeinnützige Projekte zu spenden. Daimler verdoppelt dann diese Spenden. Die Herrnhuter Missionshilfe beantragte mit Hilfe eines Daimler-Angestellten erstmals Mittel aus dem Förderfonds für den Bau der Mädchen-Sekundarschule in Ifakara (Tansania). Nun wurden 40.000 Euro bewilligt. Großer Dank gilt auch der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, die mit 25.000 Euro u. a. den Bau der Labore und eines Verwaltungstraktes ermöglichte. Nun hoffen alle auf eine baldige staatliche Anerkennung und Eröffnung der Schule.

Ezekiel Yonah zum Bischof gewählt

Während einer Sondersitzung der Synode der Westprovinz der Brüder-gemeine in Tansania in Singida wurde Ezekiel Yonah am 2. Februar 2018 zu einem Bischof der Brüder-Unität gewählt. In der Bischofsliste der Brüder-Unität trägt der Gewählte die Nummer 369 (Alte und Erneuerte Brüder-Unität) bzw. 307 (nur Erneuerte Brüder-Unität). Ezekiel Yonah war zuvor viele Jahre lang Vorsitzender der Kirchenleitung. Die Einsegnung von Ezekiel Yonah ist für den 1. Juli 2018 in Tabora vorgesehen. Die Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania ist partnerschaftlich verbunden mit der Britischen Unitätsprovinz und mit den beiden Provinzen in Nordamerika. Zu ihr gehören 110.000 Mitglieder in 61 Gemeinden mit über 200 Predigtstationen. Sie ist verantwortlich für mehrere soziale Projekte sowie für die Missionsarbeit in Burundi, Kenia, Ruanda und Uganda.

Texte der Weltmissionskonferenz

Zwar liegt die Weltmissionskonferenz des ÖRK, die im März 2018 in Arusha, Tansania, mit 950 Delegierten und Mitarbeitenden stattfand, schon eine Weile zurück, die Nacharbeit zur Konferenz ist aber noch in vollem Gange. Die Konferenz, die unter dem Thema »Im Geist voranschreiten: Zu verwandelnder Nachfolge berufen« stand, hat eine Fülle von Texten zur Kenntnis genommen und verabschiedet, die es Wert sind, in Gemeinden und Gruppen weiter bedacht und in kirchliches Handeln überführt zu werden. Einige wichtige Texte liegen jetzt auch in Deutsch vor - eine Gemeinschaftsaktion von deutscher Kirchen und Missionswerke. Die Herrnhuter Missionshilfe bietet diese Texte - angereichert um Informationen, Bilder und Videos zur Konferenz - auf einer Website als Download an - hier.

Hirtenbrief aus Tansania

Die Bischöfe der Evangelisch-Luthe-rischen Kirche in Tansania haben zu Ostern 2018 einen Hirtenbrief verfasst, in dem sie sich sehr kritisch mit der gesellschaftlichen Situation im Land auseinandersetzen. Sie sprechen u. a. Jugendarbeitslosigkeit, Steuerunge-rechtigkeit, die schwindende Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie unaufgeklärte Entführungen, Tötungen und Angriffe auf missliebige Personen an. Zudem wird die Wiederaufnahme des gestoppten Prozesses zur Entwicklung einer neuen Verfassung gefordert. In den meisten Gemeinden wurde der Brief positiv aufgenommen. Einzelne Bischöfe verboten ihren Pfarrern aber auch infolge Angst oder wegen Staatsnähe, den Brief öffentlich zu verlesen. Eine Reaktion des Staates gibt es bisher noch nicht. Hirtenbrief in deutscher Übersetzung hier. Interview mit Bischof Frederick O. Shoo hier.

Kleinkinderhaus berät Stiefeltern von Paul

Eine bewegende Geschichte publiziert die Zeister Missionsgesellschaft in ihrem Newsletter »Kantembo missiepost«: Das Kleinkinderhaus in Kantembo in der Rukwaprovinz hat seit 1997 insgesamt 139 Waisen und Frühgeborene aufgenommen; 109 von ihnen konnten später an Pflegefamilien vermittelt oder ihren Familien wieder zurückgegeben werden. Darunter befand sich auch Paul, dessen Mutter 2013 bei der Geburt an Blutverlust starb und dessen Vater die Verantwortung für das Baby nicht tragen wollte. Paul war gesund und verließ das Kleinkinderhaus 2015. Inzwischen hatte sein Vater drei Frauen, von denen sich aber keine angemessen um Paul kümmerte, so dass sich dessen Gesundheitszustand stark verschlechterte. Da holte eine Tante mit ihrem Mann Paul zu sich nach Hause, wo dieser nunmehr »ambulant« vom Kinderhaus betreut wird.

Projekte in Kipili und Uvira gedeihen

Die »Brødremenighedens Danske Mission«, Schwesterorganisation der Herrn-huter Missionshilfe in Dänemark, berichtet vom Gedeihen zweier langjähriger Projekte. Das Basis-Gesundheitsprojekt in 34 Dörfern am tansanischen Ufer des Lake Tanganyika, in dem Marjo ten Kate und Bert Muizebelt arbeiten, befindet sich in seiner dritten und letzten Phase, ehe es 2019 in die Verantwortung des Staates übergehen soll. Die Finanzierung für die letzten Monate ist sichergestellt, einheimisches Personal mittlerweile gut ausgebildet. Das Waisenhaus für Kinder mit körperlichen Behinderungen auf einem Hügel in Uvira in der D. R. Kongo ist fertiggestellt. Es verfügt über 60 Plätze in fünf Häusern. Auch eine Schule und eine Gesundheitsstation gehören zum Projekt. Jetzt gilt es, den laufenden Betrieb des Projektes zu finanzieren.

Bericht aus dem »Mbozi Mission Hospital«

Jens Marcus Albrecht, Oberarzt und Unfallchirurg am »Emmaus-Krankenhaus« in Niesky, ist vor zwei Monaten zurückgekehrt von einem Hilfseinsatz im »Mbozi Mission Hospital« der Brüdergemein in Tansania (Südwestprovinz). Die Beziehungen zwischen den Krankenhäusern in Niesky und Mbozi reichen zurück bis in die 1980iger Jahre und damit in die DDR-Zeit, als der Internist Dr. Rüdiger Mieske für einige Monate in Tansania arbeiten durfte. Jetzt ist der Herrnhuter Missionshilfe ein Bericht über den Einsatz von Jens Marcus Albrecht zugegangen, der das vom tansanischen Staat nur sehr unzureichend finanzierte Krankenhaus vorstellt und vom mühsamen Alltag darin erzählt. Gefördert werden vom Staat vor allem die großen Krankenhäuser, nicht aber die für die Basis-Gesundheitsversorgung wichtigen kleinen Krankenhäuser in abgelegenen Gebieten. Ein Bericht mit Bildern hier.

Konzert mit wiedergefundener Inuit-Musik

Ein Konzert, wie es so noch nie statt-gefunden hat, wird es am Sonnabend, dem 3. März 2018, um 20.00 Uhr (Neufundland-Standardzeit) in der Basilika »St. Johannes der Täufer« in St. John’s auf Neufundland geben. Es erklingt Inuit-Musik aus Labrador für die Passions- und Osterzeit, wie sie einst von Herrnhuter Missionarinnen und Missionaren gemeinsam mit der indigenen Bevölkerung einstudiert und aufgeführt wurde. Zwar ist diese Musik der europäischen Klassik des 18. Jahrhunderts zuzurechnen, ihr wurden aber Texte in Inuktitut unterlegt. Ein Forschungsprojekt hat diese einmalige, zum nationalen Kulturerbe der Inuit gehörende Musik erst kürzlich wieder zutage gefördert. Das Konzert wird per Livestream in alle Welt übertragen: Sonntag, 4. März 2018, ab 00.00 Uhr MEZ - siehe hier. Mehr zum Projekt hier, Details zum Konzert hier.

Blaue Dächer künden vom Wiederaufbau

Endlich machen der Wiederaufbau und die Instandsetzung der Häuser auf den von den Hurrikans »Irma« und »Maria« betroffenen Karibik-Inseln signifikante Fortschritte. In bescheidenem Maße dazu beigetragen hat auch ein Team aus der nordamerikanischen Südprovinz der Brüdergemeine, das in der »Emmaus Moravian Church« auf St. John (US-amerikanische Jungferninseln) bei verschiedenen Arbeiten mit Hand anlegte. Die Gäste aus den USA hatten auch Maschinen und Ausrüstung mitgebracht. Entsandt wurde das Team vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine, dem als koordinierende Hilfsorganisation auch die Gelder zugeflossen sind, die in Deutschland zusammenkamen. Die Häuser mit blauem Dach erhielten allesamt jüngst eine neues Wellblecheindeckung.

Lange Reise nach Tansania und Malawi

Kürzlich ist Bettina Nasgowitz, Projektreferentin der Herrnhuter Missionshilfe, von einer langen Dienstreise nach Tansania und Malawi wohlbehalten nach Deutschland zurückgekehrt. Im Laufe von dreieinhalb Wochen war sie tausende Kilometer unterwegs, ist mit Leitungspersonen der Provinzen und Schulen zusammengetroffen und hat Projekten besucht, die Unterstützung von der Herrnhuter Missionshilfe empfangen. An vielen Stellen konnte sie eine positive Entwicklung feststellen. Wo es in jüngster Zeit Probleme gab, wurden die Weichen neu gestellt. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass im Bereich der Schulen eine inner-tansanische Kooperation angeschoben werden konnte. In Mwera auf Sansibar war es endlich möglich, ein Erweiterungsgrundstück für die »Herrnhuter Academy School« zu erwerben. Der komplette Reise- und Projektbericht mit Bildern hier.

Hilfe für die »African Rainbow School«

Zum ersten Mal gibt es an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) Laptops für das Lehrerzimmer. Sie wurden gespendet vom »Rotary Club Neckar-Odenwald-Kreis« und übergeben von Dr. Hans Happes, Gymnasial-direktor i. R., der im Herbst 2017 schon einmal für drei Monate an der Konzeptentwicklung der Schule mitgewirkt hatte. Mehr dazu hier. Bei einem Meeting mit Bettina Nasgowitz, Projektverantwortliche der Herrnhuter Missionshilfe, im Februar 2018 sagte der o. g. Rotary Club zu, den Bau und die Ausstattung eines Internatsgebäudes mit 32 Plätzen zu unterstützen. Letztere wurde in der Tischlerei des »Peter’s House« bestellt, einem Waisenzentrum der Brüdergemeine. Auch einen Internet-Anschluss für die Schule wollen die Rotarier finanzieren. Mehr zum Meeting hier.

Film über den Alltag in Labrador

Einen Einblick in den Alltag der Menschen in Labrador sowie eine Begegnung mit der subpolaren Natur ermöglicht ein vom NDR produzierter Dokumentarfilm - siehe hier. Immer wieder wird auch die Brüdergemeine erwähnt. Als eine Art Führer durch den Film agiert der Bläserchor in der alten Herrnhuter Siedlung Nain. Dieser Umstand ermöglicht eine Wiederbegegnung mit denjenigen Bläserinnen und Bläsern, die 2015 am Bläsertag in Herrnhut teilgenommen haben, darunter der inzwischen verstorbene Tubist Christian Ado Obed. Der Film hat ein paar heitere Szenen, vor allem macht er die nach wie vor große Abgeschiedenheit des Landes deutlich, die schwer zu ertragen, die aber auch zu schützen ist. Die Szenen um das Versorgungsschiff »Northern Ranger« ähneln denjenigen, die sich einst um das Missionsschiff »Harmony« abgespielt haben.

Zwischenbilanz nach drei Monaten in Isoko

Christiane und Stephan Klingner aus Königsfeld im Schw., die derzeit als Freiwillige für die Brüdergemeine in Isoko (Tansania, Südprovinz) arbeiten, haben am Jahresbeginn 2018 in ihrem Blog eine Zwischenbilanz ihres Wirkens im Krankenhaus, im Heilkräutergarten, im Waisenprojekt und darüber hinaus gezogen. Sie wurden vor Unfällen und den meisten Krankheiten bewahrt und sind dafür sehr dankbar. Große Freude verursachte die Ankunft eines eigenen Autos für das Waisenprojekt von Enea Kajange (80 Grundschul- und 124 Sekundarschul-Kinder sowie 10 Jugendliche in der Berufsschule), das im Triumphzug »heimgeholt« und dann gesegnet wurde, sowie die Lieferung eines Brutkastens zur Aufzucht von Küken. Weiterhin berichtet Christiane Klingner über einen ausführlichen Besuch im »Mbozi Hospital« mit Krankenpflegeschule.

Bischofseinsegnung auf Kuba

Unter Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit aus der karibischen Ökumene, darunter der Katholische Erzbischof von Kuba, fand am 20. Januar 2018 in Havanna in der Kathedrale der Anglikanischen Kirche die Einsegnung von Armando Rogelio Rusindo Hernandez zu einem Bischof der Brüder-Unität statt. Sie wurde von Bischof Samuel Gray (USA) unter Mitwirkung der Bischöfe Stanley Clarke (Jamaika) und Volker Schulz (Schweiz) vorgenommen. Jede Region mit Gemeinden der Brüdergemeine auf Kuba hatte Geld gesammelt, um drei Delegierten die Teilnahme an dem Festgottesdienst mit Imbiss zu ermöglichen, der 150 Gäste sowie eine Band vereinigte. Aus der weltweiten Brüder-Unität grüßten Cortroy Jarvis, Präsident der Unitätsprovinz Westindien-Ost, als Vorsitzender des Unity Board sowie Mitglieder der Kuba-Stiftung der Brüdergemeine in den USA.

Freud und Leid der Frauen in Tansania

Überall auf der Welt hängt die Entwicklung eines Landes vom Grad der Bildung und des beruflichen Engagements von Frauen ab. Darum widmen die Tansania-Informationen von »Mission EineWelt« die Ausgabe 1/2018 dem Thema »Frauen- und Genderfragen« - siehe hier. Man erfährt z. B.: »Die frühere Miss Tanzania, Nancy Sumari, erhielt 20.000 US-Dollar von der Mobilfunk-Firma Tigo für ihre Programme, die Kinder in digitales Lernen einführen«. - »Zunehmend arbeiten Frauen als private Taxifahrerinnen mit der Online-Plattform "Uber". Häufig sind es junge Akademikerinnen, die diesem Job in Teil- oder Vollzeit nachgehen«. - »Vizepräsidentin Samia Suluhu Hassan zeigte sich erfreut, dass 47% der tansanischen Richter weiblich sind (England 15%, Indien 9%)«. - »In Tansania sind 37% der Parlamentsmitglieder weiblich. Von den 141 Frauen im Parlament wurden aber nur 26 gewählt, 115 wurden auf „special seats“ berufen«.

Emanga S. Cléophas hilft Flüchtlingen

Das »Mugunga Refugee Camp« in Goma (D. R. Kongo) ist ein im Jahre 2008 eingerichtetes UN-Flüchtlingslager, in dem 4.000 Personen - überwiegend Frauen und Kinder - leben. In diesem Lager existiert schon seit mehreren Jahren das Waisenhaus »Ujumbe« (Mission), das Emanga Swedy Cléophas, ein Mitglied der Brüdergemeine in der Unitätsprovinz Kongo, aufgebaut hat und von Beginn an leitet. In einer E-Mail erzählt er von seiner Arbeit mit den Kindern, die er nach Kräften körperlich, geistlich und intellektuell fördert. Es gibt wöchentlich eine biblische Unterweisung. Stolz berichtet er, dass von den 105 Kindern, die er in seiner Obhut hatte, viele das Maurer- und Zimmererhandwerk erlernen und immerhin zehn Kinder ein Studium aufnehmen konnten.

Vor 100 Jahren: Grippe wütet in Labrador

2018 jährt es sich zum 100. Male, dass die epidemisch auftretende »Spanische Grippe« in Labrador mehrere Hundert Inuit tötete und die Missionsarbeit der Brüdergemeine schwer beeinträchtigte. In der Station Okak fielen alle männlichen Inuit der Grippe zum Opfer, was zur Schließung der Station führte. Ein Team um den Labrador-Spezialisten Hans Rollmann plant in Kooperation mit der Gruppe »Tradition and Transition among the Labrador Inuit« eine wissenschaftliche Konferenz sowie eine Publikation zu dieser Katastrophe, die bis heute in den Erinnerungen der Inuit fortlebt. Derzeit wird überlegt, ob diese Publikation in der Reihe »Unitas Fratrum« auch auf Deutsch erscheinen kann. 1985 dokumentierte ein ergreifender kanadischer Film (»The Last Days of Okak«; 23 Min.) schon einmal die verheerende Grippe-Epidemie - siehe hier.

Newsletter stellt Kinder-Projekte vor

Die »Zeister Zendingsgenootschap«, die niederländische Schwesterorga-nisation der Herrnhuter Missionshilfe, gibt in regelmäßigen Abständen einen Newsletter heraus, der spezielle Projekte für Kinder vorstellt. Im Newsletter von Januar 2018 (Download hier) bittet sie, die abschließende technische Ausstattung von drei neuen Fachkabinetten - Physik, Chemie, Biologie - an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine im Sumbawanga unterstützen. Weitere Spenden werden erbeten für ein Waisenhaus für Babys und Kleinkinder in Kilangala (beide Projekte in Tansania, Rukwaprovinz), für die Unterweisung von Vorschulkindern im unterentwickelten Binnenland von Surinam sowie für die Ärztliche Mission in Surinam, die aufgrund einer schweren Wirtschaftskrise viel weniger staatliche Zuwendungen erhält.

Brüder-Unität verurteilt Trump-Äußerungen

»Die weltweite Brüder-Unität ist empört über die abfälligen Aussagen, die Präsident Donald Trump über die 54 Länder Afrikas sowie über El Salvador und Haiti getroffen hat. Wir verurteilen diese Aussagen scharf und betonen, dass die Menschen in diesen Weltgegenden ehrenwert, anständig und zu achten sind. Genauso wie alle anderen Menschen wurden sie zu Gottes Ebenbild und Gleichnis geschaffen«. So beginnt ein Dokument, das der Vorsitzende und der Geschäftsführer des Unitätsvorstandes, Cortroy Jarvis und Jørgen Bøytler, den Gemeinden der Brüder-Unität unter dem Datum des 15. Januar 2018, des 50. Todestages von Dr. Martin Luther King, zugeleitet haben. Weiter heißt es in dem Dokument: »Die Brüder-Unität ist bekannt dafür, dass sie ethnische und kulturelle Vielfalt respektiert und wertschätzt«. Der Text des Statements in Deutsch hier, in Englisch hier.

Haushalterschafts-Workshop in Nakonde

Am 11. Januar 2018 ging in Nakonde ein dreitägiger, von der Herrnhuter Missionshilfe und »Mission 21« geförderter Workshop für Mitarbeitende der Unitätsprovinz Sambia zu Ende. Die knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus allen Gemeinden der Provinz. Viele waren schon lange nicht mehr bzw. noch nie in den Genuss einer Weiterbildung gekommen. Bei dem Workshop ging es um Themen wie Kommunikation, Leitung, Integrität, Planung, Verwaltung, Finanzen sowie Interessenskonflikte. Geleitet wurde der Workshop von Agrippa Senka , dem Verantwortlichen für Entwicklung und Projekte der »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya, Tansania. In seiner Begleitung befand sich ein Dozent für Ökonomie, der u. a. Einheiten zur Budgetierung übernommen hatte. Fred Walch sprach zum Thema Monitoring. Ein kurzer Bildbericht hier.

Erstes Schulleiter-Treffen in Sumbawanga

Auf Anregung der Herrnhuter Missionshilfe wird Ende Januar 2018 in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) erstmals ein Treffen der Verantwortlichen mehrerer Schulen der Brüdergemeine stattfinden (African Rainbow School in Sumbawanga, Secondary School in Lutengano, Moravian High School in Mbozi, Girls Secondary School in Ifakara, Herrnhuter Academy auf Sansibar), die mit Unterstützung der europäischen Missionswerke aufgebaut wurden und betrieben werden. Ziel des Treffens ist eine bessere Vernetzung der Schulen miteinander, die Entwicklung gemeinsamer Standards, das Nachdenken über die Konsequenzen der neuen staatlichen Schulgesetzgebung sowie viele weitere Themen. Das Treffen bietet endlich auch die lang ersehnte Plattform zum innertansanischen Austausch von Erfahrungen.

Kleines Glück für Straßenkinder

Die dänische Jugendliche Kristina Ø. Kristensen arbeitet als Freiwillige im »Peter's House« in Sumbawanga, einem Waisenhaus der Brüder-gemeine in Tansania, Rukwaprovinz, in dem meist etwa 30 Kinder leben. Darüber hinaus widmet sie sich Straßenkindern. In ihrem Blog (siehe hier) schreibt sie: »Es macht Sinn, zweimal pro Woche ein paar Stunden mit den Jungs zu verbringen. Es braucht so wenig, um sie glücklich zu machen. Sie sind im Grunde lebenslustig, obwohl die meisten nicht mehr als das haben, was sie am Körper tragen; vielleicht noch ein paar zusätzliche Sachen in einem kleinen Rucksack. Sie kommen zu uns, um sich auszuruhen, ihre Kleidung zu waschen, ein Bad zu nehmen, lecker zu essen. Wir verbringen Zeit mit ihnen, bessern ihre Sachen aus, pflegen ihre Wunden oder verbinden diese«.

Weltbevölkerungs-Statistik 2017

Länder mit der größten Bevölkerung 2017 hier. Länder mit der größten Bevölkerung bis 2100 hier. Wachs-tumsrate der Bevölkerung nach Kontinenten 2017 hier. Länder mit der höchsten Geburtenrate 2017 hier. Länder mit der niedrigsten Geburten-rate 2017 hier. Länder mit dem höchsten Kinderanteil 2017 hier. Länder mit dem niedrigsten Durch-schnittsalter 2017 hier. Länder mit dem höchsten Durchschnittsalter 2017 hier. Bevölkerungsdichte nach Kontinenten 2017 + 2100 hier. Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte 2017 hier. Bevölkerungsdichte in der EU 2017 hier. Grad der Urbanisierung nach Kontinenten 2017 hier. Meistgesprochene Sprachen 2017 hier. Bevölkerung nach Religionen 2017 hier. Weltbevölkerung von Christi Geburt bis 2017 hier. Größe der Kontinente nach Fläche hier.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Mbeya

Auf einem Weihnachtsmarkt der besonderen Art war Christiane Klingner mit einem Stand des »Isoko Hospitals« präsent. Sie, derzeit als Hebamme im Freiwilligeneinsatz in der tansanischen Südprovinz, hatte die Idee, Produkte aus dem Artemisia-Garten des Hospitals in der Stadt Mbeya zum Verkauf anzubieten. Enea Kajange mit ihrem Waisenprojekt schloss sich an. In den Tagen zuvor wurden Tee-Tüten abgepackt und mit heiß gemachten Messern verschlossen. Ebenso wurden Salben, Massage-Öle und Hustensaft gekocht und in Töpfchen und Flaschen abgefüllt. Ein »Label« war schon aus Deutschland mitgebracht worden. Den Stand besuchten viele interessierte Menschen. Der Umsatz - das Doppelte des Jahresumsatzes bis dato - überstieg die Erwartungen. Mit einer neuen Kontakten und Ideen ging es zurück nach Isoko. Weitere Begebenheiten und wunderschöne Bilder aus dem Süden von Tansania in einem Blog.

Fünf Monate im Einsatz gegen HIV/Aids

Auf fünf Monate ihres Einsatzes als Expertin in der HIV/Aids-Arbeit der Brüdergemeine in Tansania (Süd- und Südwest-Provinz) schaut Lilith Schaap zurück, eine Holländerin, die dazu von »Mission 21«, der schweizerischen Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, ausgesandt worden war. In Rungwe arbeitete sie mit Melania Mrema-Kyando zusammen, Pfarrerin und Pionierin der Brüdergemeine im Kampf gegen HIV/Aids in dieser Region. In Rungwe und in Mbeya - im Nsalaga-Projekt - hatte die Therapeutin, Theaterfrau und Lebenskünstlerin viele Gelegenheiten, ihre Erfahrungen und Fähigkeiten vor allem kirchlichen Frauen- und Jugendgruppen zur Verfügung zu stellen. Ausführliches zu diesem Einsatz zzgl. einiger Fotos findet sich in einem Artikel von Mara Wirthlin aus Basel. Download hier.

»Emmaus«-Diakonissen in Surinam

In Ergänzung eines Artikels über die medizinische Arbeit der Brüdergemeine in Surinam im Magazin »weltweit verbunden« von November 2017 (siehe hier, Seiten 8 und 9) weist Rosemarie Thümmel, die Alt-Oberin der Nieskyer »Emmaus«-Diakonissen, darauf hin, dass wesentliche Teile dieser Arbeit, vor allem die Arbeit an Lepra-Kranken, über 50 Jahre hinweg von mehr als 40 Diakonissen aus dem Mutterhaus in Niesky getan wurden. In einem Schreiben von Rosemarie Thümmel an die Redaktion heißt es: »Die Arbeit der Diakonissen war schwer und geschah hauptsächlich in Bethesda und Saron. Sie bestand meist im Verbinden unheilbarer Wunden. Trotz der unangenehmen und hoffnungslosen Arbeit haben die Schwestern diesen Dienst gern getan. Das war ihren späteren Erzählungen deutlich anzumerken«. Danke für diese wichtige Ergänzung. Foto: Patienten und Krankenschwesteren im Lepra-Hospital Bethesda.

Spielplatz für die Kinder von Mbozi

Seit vielen Jahren gehört das Waisen-haus, das an das »Mbozi Mission Hospital« der Brüdergemeine in der tansanischen Südwest-Provinz angegliedert ist, zu den Projekten, die der Kirchenbezirk Mühlacker durch seinen Arbeitskreis Tansania unterstützt. Der Vorschlag, in Mbozi einen Spielplatz zu bauen, wurde von der Partnerschaftsgruppe aus Mühlacker bei einem Besuch in Mbozi im Jahre 2016 gern aufgegriffen. Schon damals war mit Unterstützung aus Mühlacker ein neues Waisenhaus mit hellen, freundlichen Räumen inklusive Ausstattung entstanden. Der Spielplatz wurde – mit einer 1.000-Euro-Spende der »Town & Country Stiftung« - bewusst auf öffentlich zugänglichem Gelände gebaut und jetzt eingeweiht, so dass nicht nur Kinder aus dem Waisenhaus, sondern auch Kinder aus dem Ort dort spielen können. Bericht mit Bildern hier.

Baustopp in Ifakara aufgehoben

Nach längerem Baustopp an der »Elisabeth Preiswerk School«, einer Sekundarschule für Mädchen in Ifakara (Tansania Ostprovinz), können die Arbeiten jetzt endlich weitergehen. Der Baustopp hatte seine Ursache in immer neuen baulichen und strukturellen Vorgaben der Regierung, die seit zwei Jahren das Bildungswesen reformiert und dabei auch massiv in das Privatschulwesen eingreift. Nach Angaben von Erica Ludela, der Projektleiterin, sowie des verantwortlichen Bauunternehmers Kasitu sind die drei Labore (Chemie, Physik, Biologie) und die Außentoiletten fast fertig. Mit der Genehmigung der Schule wird kurzfristig gerechnet. Anschließend geht es an die Ausstattung der Klassenzimmer sowie der Internats-Schlafräume. Weitere Spenden werden dringend gebraucht. Onlinespende hier.

Dr. Hans Happes zurück aus Sumbawanga

Nach drei Monaten ist Dr. Hans Happes von einem Freiwilligen-einsatz an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) nach Deutschland zurückgekehrt. Der frühere Direktor des »Nicolaus-Kistner-Gymnasiums« in Mosbach war über die Vermittlung der Herrnhuter Missionshilfe durch den »Senior Expert Services« ausgesandt worden, um angesichts staatlicher Reglementierungen ein Konzept für die Entwicklung der Schule in den nächsten Jahren zu erarbeiten. Zwei wesentliche Maßnahmen konnten bereits verwirklicht werden. So wurde ein neu gebautes Physiklabor eingerichtet und der Nutzung übergeben. Weiterhin wurden die Bedingungen für die Einführung einer Oberstufe geschaffen, die den Erwerb der Hochschulreife ermöglicht. Kurzbericht mit Bildern hier.

Schöne Begegnungen in Labrador

Im Newsletter des »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika (11-2017) ist die Rede von einer Reihe schöner Begegnungen während einer Reise zweier leitender Mitarbeiter (Judith Ganz und Samuel Gray) nach Labrador. An der zerklüfteten Küste, wo die Brüdergemeine schon seit 1752 arbeitet, gibt es derzeit vier Gemeinden, von Nord nach Süd: Nain, Hopedale, Makkovik und Happy Valley. In letzterem Ort wohnt mit Beatrice Hope eine neue Gemeinhelferin, die über die Gemeindearbeit hinaus auch Besuche im Gefängnis macht. Im Newsletter heißt es: »Die Kirche sucht nach Wegen, das Gleichgewicht zu wahren zwischen der Pflege ihres Erbes und der Wahrung ihrer gesellschaftlichen Relevanz«. Der ganze Bericht in Deutsch hier.

Gospelchor versprüht pure Lebensfreude

Unter der Überschrift »Gospelchor versprüht pure Lebensfreude« berichtet der »Mannheimer Morgen«  (Download hier) über den erste von zehn Auftritten des Chores »Efatha« aus der Uhuru-Brüdergemeine von Dar es Salaam. Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem »Dekanat Bergstraße« der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Brüdergemeine in Tansania weilt der Chor zum zweiten Mal in Deutschland, und zwar vom 27. November bis 18. Dezember 2017. Im Anreißer der Zeitung war zu lesen: »Was für eine Begrüßung: "We love you" - groß und unübersehbar projizierte der Efatha-Choir aus Daressalam diese Botschaft in den Altarraum der Schwanheimer Kirche«. Der 1972 gegründete Chor besteht z. Zt. aus 60 Sängerinnen und Sängern und einer sechsköpfigen Band. Alle Konzerttermine und weitere Infos hier.

Cherokee-Delegation in Winston-Salem/NC

Kürzlich besuchten zwei Führer der Cherokee, eine der im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma lebenden First Nations in den USA, das Archiv der Brüdergemeine in Winston-Salem/NC. Herrnhuter Missionare hatten 1801 in Springplace, heute in Georgia gelegen, eine Missionsarbeit unter den Cherokee begonnen. Ihre Berichte befassen sich intensiv auch mit dem Alltag der Cherokee und sind dessen früheste und umfassendste Darstellung überhaupt. Häuptling Chuck Hoskin junior meinte: »Ich bin stolz auf die Geschichte und die Kultur unseres Volkes sowie auf die Stärke, die wir in schweren Zeiten gezeigt haben. Und ich bin dankbar für die Freunde, die wir unterwegs hatten und die uns beistanden. Die Herrnhuter waren unsere Freunde. Sie halfen unserem Volk, sich auf Veränderungen vorzubereiten und diese zu überleben«. Mehr in Englisch hier.

Weiterer Schritt im Versöhnungsprozess

Noch nicht vollständig aufgearbeitet ist das Schicksal der Inuit an den staatlichen und kirchlichen Internatsschulen in Labrador und Neufundland. Diese Schulen waren, wie eine wissenschaftliche Studie gezeigt hat, Orte der physischen und psychischen Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen sowie der Ausbeutung. Bis in die 1980iger Jahre dienten sie, resultierend aus einer Geringschätzung der Inuit-Kultur, der Amerikanisierung der Indigenen. Den Überlebenden der Misshandlungen in den Schulen wurden 2016 in einem Musterprozess insgesamt 50 Millionen US-Dollar Entschädigung zugesprochen (in schweren Fällen bis zu 200.000 US-Dollar pro Person). Am 23. November 2017 will der kanadische Premierminister Justin Trudeau in Happy Valley im Namen Kanadas um Verzeihung bitten für das Leid und die Verbrechen an den Internatsschulen in Neufundland und Labrador. Mehr hier und hier.

Fortschritte bei vier Projekten

Das vom Staat geforderte und mit Spenden der Herrnhuter Missionshilfe errichtete Labor für die »African-Rainbow Secondary School« in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz), ist jetzt in Betrieb. Zur Unterstützung der Schule weilt derzeit der Gymnasialdirektor i. R. Dr. Hans Happes (siehe Foto links) über den »Senior Experten Service« in Tansania. + + Spendenmittel der Herrnhuter Missionshilfe ermöglichten dem »Mbozi Hospital« der Brüdergemeine (Tansania, Südwest-Provinz) die Anschaffung von Technik zur Herstellung von Infusionen. Mit Geldern des Mbozi-Vereins in Niesky/OL kann auch die Renovierung des OP-Saales in Angriff genommen werden. + + Die Herrnhuter Missionshilfe hilft beim Bau einer Grundschule in Musawas im tropischen Regenwald von Nikaragua für die hier lebenden indigenen Mayangnas.

Gemeindezentrum im »Dzaleka Camp«

Am Rande des »Dzaleka Camps«, einem UN-Flüchtlingslager in Malawi für 28.000 Menschen (v. a. aus Äthiopien, Burundi, der D. R. Kongo, Mosambik, Ruanda, Sambia, Simbabwe und Somalia), stehen jetzt die Mauern und das Dach für ein Gemeindezentrum. Dieses soll bald als Schule, Kindergarten und Kirche genutzt werden. Das erforderliche Grundstück (Foto) wurde von der Kommune kostenlos zur Verfügung gestellt und ist nun Eigentum der Brüdergemeine in Malawi. Der Rohbau entstand mit Spendenmitteln der Herrnhuter Missionshilfe. Für die Fertigstellung des Baues (Fenster, Türen, Ausstattung) sowie für drei kleine Wohnhäuser neben dem Gemeindezentrum wurde bei der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ein Förderantrag gestellt.  

Gemeindeglieder vor Kämpfen geflüchtet

Vom 24. September bis 2. Oktober 2017 gab es in der D. R. Kongo heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Maï-Maï-Milizen. Diese begannen bei Mboko und erstreckten sich bis nach Uvira. Die Menschen im Kampfgebiet mussten ihre Heimat verlassen. Was sie an Gütern und Nahrung besaßen, wurde von Soldaten oder Rebellen geraubt. Die Brüdergemeine hat in diesem Gebiet drei Gemeinden: Uvira, Mboko und Atunga. Die Mitglieder dieser drei Gemeinden flohen in die Stadt Uvira. Da die Regierungstruppen ohne Rücksicht auf die Flüchtlinge operierten, wurden diese daran gehindert, nach Hause zurückzukehren und müssen bei Verwandten, Freunden oder Bekannten bleiben, die selber kaum das Nötigste besitzen. Hilfsbedürftig sind etwa 120 Familien, für die die Kirchenleitung um Nothilfe bittet. Das ganze Schreiben hier.

Schnuppertag an der BICU

»Bluefields Indian & Caribbean University« (BICU) ist der Name einer Hochschule an der Ostküste von Nikaragua. Hier haben in der Vergangenheit immer wieder Schülerinnen und Schüler studiert, die am »Collegio Moravo«, einer Sekundarschule der Brüdergemeine, ihre allgemeine Ausbildung erhielten. Für den 22. Oktober 2017 hatte die Schule mit der Universität einen Schnuppertag für diejenigen zwei Klassen verabredet, für die demnächst das Abitur ansteht. Die Jugendlichen ließen sich die Studienzweige sowie die sonstigen Angebote der Universität erklären. Im Auditorium Maximum wurden sie von der Universitäts-Leitung begrüßt und anschließend mit Werbemitteln in der Hand fotografiert.

BWM-Katastrophenhilfe ist angelaufen

In seinem Newsletter für Oktober 2017 berichtet das nordamerikanische »Board of World Mission« der Brüdergemeine über seine Hilfsmaßnahmen nach den zahlreichen Katastrophen im August und September 2017. Ein Transporter mit Hilfsgütern und Technik ist bereits in den vom Hurrikan »Harvey« betroffenen Gemeinden im Süden der USA unterwegs. Auch erste Teams mit Freiwilligen sind jetzt im Einsatz. Sobald Hilfsmaßnahmen auch in der Karibik möglich sind, wird - nach Bereitstellung von Nothilfe - weiteres Geld an die betroffene »Unitätsprovinz Westindien-Ost« überwiesen und werden weitere Freiwilligen-Teams ausgesendet. Der ganze Bericht in deutscher Übersetzung hier.

Synode der Brüdergemeine auf Kuba

Nach den Verwüstungen, die Hurrikan »Irma« angerichtet hatte, hielt die Brüdergemeine auf Kuba, die im Status einer Missionsprovinz der Brüder-Unität arbeitet, vom 25. bis 28. September 2017 ihre erste offizielle Synode in Havanna ab. Im Diözesanzentrum der Katholischen Kirche hatten sich 68 Synodale, einige Gäste sowie elf Beobachter aus den sieben Gemeindebezirken auf der Insel versammelt. Eine Hauptaufgabe der Synode war die Revision der Kirchenordnung. Tanya Sanchez (Havanna; 2. v. l.) wurde in der Nachfolge von Armando Rusindo zur neuen Präsidentin der Kirche gewählt. Es war ein emotionaler und historischer Moment, als Armando Rusindo, der seit 1999 die Kirche geleitet hatte, zu einem Bischof gewählt wurde. Nach seiner Ordination wird er der 365. Bischof der Brüder-Unität und erster Hispano-Amerikaner in diesem Amt sein. Mehr hier.

Zu Besuch im Katastrophengebiet

Vor wenigen Tagen weilte der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, Cortroy Jarvis, erstmals in einem Teil desjenigen Gebietes, das die Hurrikans »Irma« und »Maria« im September 2017 heimgesucht hatten. Seinen Bericht vom 8. Oktober 2017 mit Bildern gibt es als Download hier. Die Herrnhuter Missionshilfe hat zunächst 6.000 US-Dollar für die Ersthilfe überwiesen.

Erste Spenden für Hurrikan-Opfer

Inzwischen sind die ersten Spenden für die Opfer der Hurrikans »Irma« und »Maria« eingegangen, die etwa 30 Brüdergemeinen in der Karibik mehr oder weniger stark verwüstet haben. Die größte Einzelspende betrug 750 Euro. Bei einem Gemeindeabend in Zürich wurden 1.420 CHF (1.230 Euro) gesammelt. Beim Jahrestreffen der Brüdergemeine in der Schweiz, der »Fête de Montmirail«, kamen 405 CHF (350 Euro) für die theologische Ausbildung der Brüdergemeine in Tansania zusammen. Außerdem wurden in der Schweiz zuletzt 256 CHF (222 Euro) für den integrativen Kindergarten in Elbasan, Albanien, sowie 299,50 CHF (260 Euro) für die Arbeit des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg in Palästina. Foto: Die zerstörte Kirche der Emmaus-Gemeimnde auf St. John.

Ein Tag, der seinesgleichen sucht

Mittlerweile sind Christiane Klingner und ihr Ehemann, der Dipl.-Agrar-Ingenieur Stephan Klingner, in der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania angekom-men, wo sie fünf Monate als Freiwillige arbeiten wollen. In ihrem Blog berichten sie von einem Tag, der seinesgleichen sucht. Etwa 200 Menschen waren zu einem Fest erschienen, das Enea Kajange, Leiterin der Waisenarbeit in Isoko, zur Demonstration ihrer exzellenten Projektarbeit organisiert hatte: 70 Waisen, die Mitglieder der HIV-Selbsthilfegruppe, Angestellte des Krankenhauses und viele Angehörige. Es gab ein buntes Festprogramm mit Gesangsvorführungen, Tänzen, Ansprachen und wunderbaren Speisen. Mit dabei war auch ein Junge, der nach schweren Verbrennungen an seinen Händen erst kürzlich mit Spendengeldern operiert werden konnte. Zum Blog mit vielen Bildern hier.

Gästehaus in Rungwe eröffnet

In Rungwe (Tansania, Südprovinz) hat das »Butusyo Gästehaus« der Brüdergemeine seinen Betrieb aufgenommen. »Mission 21« und unzählige Einzelspenden aus Tansania und Deutschland trugen dazu bei, dass eines der historischen Gebäude in Rungwe sorgsam renoviert und mit neuer Nutzung erhalten werden konnte. Sieben großzügige Gästezimmer zzgl. eigenem Bad sind entstanden. In der lokalen Sprache Kinyakyusa bedeutet »Butusyo«, der Name des Hauses, »Ort zum Ausruhen«. Das Haus wird vom HIV/Aids-Büro der Südprovinz verwaltet. Die Einnahmen aus dem Hotelbetrieb dienen dazu, die HIV/Aids-Arbeit der Brüdergemeine zu unterstützen. Das Haus ergänzt das ebenfalls in Rungwe befindliche »Numwagile«-Frauenzentrum. Die ersten Gäste des Hauses, eine Gruppe aus der Schweiz, waren begeistert von der attraktiven Unterkunft.

Neue Kirchenleitung in der Rukwa-Provinz

Vom 13. bis 15. September 2017 fand in Sumbawanga in der tansanischen Rukwa-Provinz eine Synode statt, auf der u. a. eine neue Kirchenleitung gewählt wurde. Zum »Chairman« wählten die Synodalen Erord Rupia Simae, zuletzt Projekt-Manager der Provinz. Er hatte diese Funktion vor mehr als zehn Jahren schon einmal inne. Als sein Stellvertreter agiert Asagile Mwandagasya. Neuer Generalsekretär ist Emmanuel Adam Sikazwe. Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt in der Rukwa-Provinz ein Aufforstungsprojekt sowie die Sekundarschule in Sumbawanga (African-Rainbow School). Die »Brødremenighedens Danske Mission« unterstützt eine Waisenarbeit mit Straßenkinder-Projekt in Sumbawanga (Peter’s House) sowie ein Missionszentrum in Kipili tief unten am Lake Tanganyika.

Brüdergeschichtliche Gedenktage 2018

Bischof Theodor Gill hat neuerlich aufgelistet, welche brüder- und missionsgeschichtlichen Gedenktage es im kommenden Jahr gibt. Zum Beispiel wird es am 3. Februar 275 Jahre her sein, dass das grönländische Ehepaar Simon Arbalik und Sara Pussimek 1743 getraut wurde. Am 16. Mai wird es 225 Jahre her sein, dass die »Zeister Missionsgesell-schaft« 1793 gegründet wurde. Am 2. August wird es 275 Jahre her sein, dass der Missionar Christian Gottlieb Israel 1743 auf St. Thomas starb. Am 31. August wird es 300 Jahre her sein, dass die vormalige Sklavin Shelly (Taufname Rebecca), später nacheinander Ehefrau der Missionare Matthäus Freundlich und Christian Protten, 1718 geboren wurde. Am 18. September wird es 250 Jahre her sein, dass die Sklavin Sara als Erstling der Herrnhuter Mission auf Barbados 1768 getauft wurde. Die ganze Liste hier.

Aus der US-amerikanischen Südprovinz

Die US-amerikanische Südprovinz der Brüder-Unität hat 57 Personen bei »mission trips« finanziell unterstützt. Diese Personen sind allein oder in sieben Kleigruppen zu Kurzeinsätzen oder Besuchen in andere Unitäts- und Missionsprovinzen bzw. in Missions-gebiete der weltweiten Brüder-Unität gereist. + + Das Waisenhaus der Brüdergemeine in Kenia »Ray of Hope« mit angeschlossener Grundschule steht kurz vor der Zertifizierung durch die staatlichen Behörden. Es ist dankbar dafür, nun endlich an das öffentliche Stromnetz angeschlossen zu sein. + + An einem Benefizessen, das die »Fairview Moravon Church« in Winston-Salem/NC organisiert hatte, nahmen 126 Personen teil. Der Erlös betrug 1.244 US-Dollar. Das Geld soll der Brüdergemeine in Peru zugutekommen.

Zur aktuellen Lage auf den Antillen

Die Lage auf den Westindischen Inseln nach den Hurrikans »Irma« und »Maria« ist noch immer dramatisch. Nach wie vor sind die Flughäfen und die großen Häfen geschlossen, nach wie vor leben die Bewohner vieler Inseln in Notunterkünften, nach wie vor gibt es auf mehreren Inseln keinen Strom und kein Internet. Die Schadenssummen an einigen zerstörten bzw. beschädigten Kirchen sowie an zehntausenden Privathäusern können noch nicht einmal geschätzt werden. Die ersten Hilfsgelder für die Betroffenen sind überwiesen. Der Wiederaufbau muss noch warten. Der Einsatz von Hilfsteams wird vorbereitet. Aktuelle Berichte vom nordamerikanischen »Board of World Mission« sowie vom Vorsitzenden der Unitätsprovinz Westindien-Ost, Cortroy Jarvis, in deutscher Übersetzung hier. Ein kurzes Video aus dem Hubschrauber von den Zerstörungen auf St. John hier.

Seminar zur Verstädterung in Tansania

Der »Tanzania-Network e. V.« lädt zu einem Seminar am 28./29. Oktober 2017 im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Universität Leipzig, Beethovenstr. 15, ein. Thema: »Sta(d|t)tliche Perspektiven für Tansania«. Noch 1960 lebten 95 Prozent der Menschen in Tansania auf dem Land, 2015 sind es nur noch 68 Prozent. Diese Menschen erhoffen sich neue Perspektiven im Lebensraum Stadt. Dort treffen sie Männer und Frauen aus verschiedenen Landesteilen und darüber hinaus. Sie begegnen sich, neue Ideen entstehen und neue Chancen entwickeln sich. Während des Seminars kommen Menschen zu Wort, die das Leben auf dem Land und in den Städten Tansanias kennen und über die Perspektiven eines Lebens in tansanischen Städten forschen. Info-Flyer hier. Anmeldung hier.

Brüdergemeine in Sierra Leone wächst

Mohamed und Safiatu Braïma, die Gründer der Brüdergemeine in Sierra Leona, hoffen, dass im kommenden Jahr in der Stadt Kailahun die vierte Gemeinde im Land gegründet werden kann. Die anderen Gemeinden befinden sich alle im ländlichen Raum. Ngiehun, die größte Gemeinde, wo 2009 auch eine neue Sekundarschule entstand, erhielt kürzlich mit Spenden aus den USA eine Solaranlage. Im Nachbardorf Mbaoma entsteht bis Ende 2017 neben der Kirche eine kleine Rundfunk-Sendestation, mit der Menschen im Umkreis von 50 Kilometern mit der Frohen Botschaft erreicht werden können. Der Sendemast steht schon. Beim Besuch von Donna Hurt und Pete Hiltz aus der US-amerikanischen Südprovinz fand die Taufe gleich von 20 neuen Gemeindegliedern statt. Mehr in einem Artikel des »Moravian Magazine« (Heft 9-2017) in Englisch hier.

Freiwilligeneinsatz: Tansania zum dritten

Die Hebamme Christiane Klingner (Königsfeld im Schwarzwald) lässt zum dritten Male das Jahr mit einem Freiwilligeneinsatz in Tansania, Südprovinz, ausklingen. Erstmals wird sie begleitet von ihrem Mann Stephan Klingner, einem »Diplom Agrar-Ing. International«. Die Ausreise des Ehepaares erfolgt am 2. Oktober 2017, die Rückkehr ist für Februar 2018 vorgesehen. Während Christiane Klingner v. a. wieder Fortbildungen für das Personal des »Isoko Hospitals« anbieten möchte (mit Schwerpunkt Notfall- und Qualitätsmanagement, Hygiene), wird Stephan Klingner sich in der Region Isoko um die Bodengesundheit, die Einsparung von Kunstdünger, Bewässerungsfragen und einen Heilpflanzengarten kümmern. Sie wollen hier in einem Blog berichten. Infos zu den Einsätzen 2015/16 hier und hier.

Berufsschule möchte Angebot erweitern

Mit Hilfe der Firma »Wörwag Pharma« aus Böblingen konnte die Herrnhuter Missionshilfe in Songea (Tansania) eine neue Berufsschule bauen. Dort lernen derzeit 58 junge Männer und Frauen das Nähen, das Tischlern, das Schneidern sowie das Elektro-Handwerk. Auch Grundkenntnisse in Englisch, Informationstechnik und Betriebsführung sind Inhalt des Lehrplanes. Große Nachfrage besteht hinsichtlich der Ausbildung von KFZ-Mechanikern. Projektleiter Jairi A. Sengo berichtet: »Wer in einer Kfz-Werkstatt arbeitet, hat bei uns ein sicheres Einkommen. Gern würden wir diesen Ausbildungsgang ab Herbst 2017 anbieten. Leider ist die Ausstattung teuer. Im Namen der jungen Menschen in Tansania bitte ich Sie um Hilfe«. Das Erlernen eines Berufes ist für die meisten ein Weg aus der Armut. Mehr hier.

»Irma« über der moravischen Karibik

»Irma«, der stärkste Hurrikan, der jemals über die Antillen hinweggefegt ist, traf zwischen dem 6. und 10. September 2017 mehrere Inseln, auf denen es eine Brüdergemeine gibt, unmittelbar (Antigua, Barbuda, Sint Maarten, St. Kitts und Nevis, St. Croix, St. Thomas, St. John, Tortola). Und er zog über Haiti und Kuba, wo er lange verweilte, ehe er sich gen Florida auf den Weg machte, wo v. a. moravische Einwanderer aus Mittelamerika leben. Hellgrau = Kat. 4; Mittelgrau = Kat. 5; Breite 400 - 500 km; Windgeschwindigkeiten 200 - 300 km/h. Ein Schreiben der Brüdergemeine in Nordamerika in deutscher Übersetzung mit der Bitte um Geld und Gebete hier. Ein Bischofswort an die Betroffenen und an die verschont Gebliebenen gibt es hier. Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

Nach Hurrikan »Irma« in der Karibik

Cortroy Jarvis, der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, berichtet kurz von der Lage auf den karibischen Inseln nach dem Durchzug von Hurrikan »Irma« und bittet um Hilfe für die Geschädigten. Die Kirchenleitung hat ihrerseits 5.000 US-Dollar Ersthilfe für die Einwohner der Insel Barbuda bereitgestellt. Download zweier Briefe hier. Eine Fürbitt-Liturgie für die Opfer der Hurrikan-Katastrophe in der Karibik hier. Infos vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine vom 8. und 11. September 2017 hier.

»Living Branches« - A new resource for teaching Moravian heritage

The Moravian Church in America has a new resource for teaching our Moravian heritage! This curriculum, called Living Branches: Moravians Growing in Faith, Love & Hope, is a flexible, 13-week Sunday School program focused on sharing the story of our Moravian heritage from Jan Hus to the present day. It includes lower elementary, upper elementary, youth and adult components. More about living Branches here. Download PDF: Lower Elementary (15 MB), Upper Elementary (31 MB), Middel/High School (24 MB), Adults (3 MB).

Avocado-Projekt in Rungwe gedeiht

Im Jahre 2009 hat die Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania eine Kooperationsvereinbarung mit einer Company Ltd. aus Tansania geschlossen zwecks Verpachtung ihres Landes zur Bepflanzung mit Avocado- Bäumen. Nach der Anfrage eines Investors aus München hat sich im Juni 2017 eine neue Möglichkeit für die Provinz aufgetan. Durch die Gründung der »Moravian Farming Company« in Rungwe konnte sie Anteilseignerin werden und hat somit ein Mitspracherecht bei Entscheidungen und sie profitiert direkt vom Gewinn. Die Herrnhuter Missionshilfe hat der Provinz mit einem Kredit geholfen. Sie sieht in diesem Projekt ein Pilotprojekt, das auch in anderen Provinzen in Tansania umsetzbar wäre. Ein Erfolg des Projektes könnte langfristig den Kirchenprovinzen helfen, ein eigenes Einkommen zu generieren. Ausführliche Projektbeschreibung mit mehreren Bildern hier.

»Die zehn besten Monate meines Lebens«

»Ich habe die zehn besten Monate meines Lebens hier verbracht«. So enden die Blog-Eintragungen (siehe hier) von Kristina Koefoed aus Dänemark, die zehn Monate als junge Freiwillige in Tansania verbracht und im »Peter's House«, einem Waisenhaus der Brüdergemeine in Sumbawanga in der Rukwaprovinz gearbeitet hat. An ihrem letzten Wochenende in Tansania unternahmen sie und Karoline Hansen, eine andere dänische Freiwillige, einen Wander- und Kletter-Ausflug mit einigen Waisenkindern sowie mit ein paar Lehrlingen aus der Tischlerwerkstatt. Bei diesem Ausflug mussten die Großen gelegentlich die müden Kleinen tragen. Kristinas Fazit: »Es gibt so viele Dinge, die ich von hier nach Hause mitnehmen möchte, nicht nur Dinge vom örtlichen Markt, sondern vor allem die Werte des Lebens und viele Freundschaften«.

Als Senior-Freiwillige in Ostafrika

Über die Mission der Brüdergemeine in Dänemark, weilten Kaj und Birthe Bruun kürzlich zu einem Freiwilligen-einsatz in Ruanda, Burundi und Tansania. Bei einem Kurs für 28 junge Leute in Ruanda ging es um Bibelkunde, Geschichte der Brüdergemeine und Liturgie, aber auch um Hygiene und Krankenpflege. Besonders fragten die jungen Leute nach der christlichen Ehe. In Burundi leiteten die Gäste einen Kurs für 38 Pfarrer und Pfarrfrauen, bei dem ähnliche Themen wie in Burundi behandelt wurden und in dem man den Epheserbrief besprach. Viele Pfarrfrauen konnten weder lesen noch schreiben. Eine Pfarrfamilie verlor nach einem Brand ihr Haus und erfuhr Hilfe der Gemeinde. In Kigoma in der tansanischen Rukwaprovinz fanden zwei Kurse statt für 28 und für 25 zumeist sehr junge Leute. Der ganze Bericht in Dänisch hier.

Nachmittag für Kinder mit HIV/Aids

Melania Mrema-Kyando, die auch in Deutschland gut bekannte Pfarrerin und langjährige, engagierte Kämpferin gegen HIV/Aids aus der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, schieb an das Unitätsfrauenbüro: »Die Zahl der Gruppen für Menschen, die mit HIV/Aids leben, hat sich weiter erhöht. Auch immer mehr Kinder sind betroffen. Im vergangenen Monat fand ein Treffen von 23 Kindern, die mit dem HI-Virus leben, samt ihren Pflegeeltern statt. Wir spielten, erzählten uns unsere Lebensgeschichten und genossen einen wundervollen Tag. An diesen Kindern erkenne ich die Liebe Gottes und wie Gott sich um sie kümmert. Jetzt haben wir diesen Tag für Kinder mit HIV/Aids institutionalisiert. Die Kinder sind zwischen 1 1/2 und 17 Jahre alt«.

Synodenbericht aus Tansania (Westprovinz)

Im »Moravian Messenger« für Juni 2017 gibt es einen lebendigen Bericht von der jüngsten Synode der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania, die im abgelegenen Singida stattfand. Den Bericht hat Roberta Hoey verfasst, ein Gast aus der Britischen Unitätsprovinz (Foto rechts), die erstmals in Ostafrika war. Deutsche Übersetzung des Berichtes hier. Der Bericht schildert den Verlauf und das Ergebnis der Synode und er verweist sowohl auf die Unterschiede als auch auf die Gemeinsamkeiten zwischen einer Synode in Europa und in Tansania. Er enthält weiterhin Beobachtungen während der Reise durch Westtansania sowie eine kurze Beschreibung der neu eröffneten Gesundheitsstation der Brüdergemeine in Tabora.

Solarprojekt erfolgreich abgeschlossen

Voller Freude kann die Herrnhuter Missionshilfe mitteilen, dass das Solarprojekt in Ibaba (Tansania, Südprovinz) vollständig fertiggestellt wurde. Das Projekt besitzt größte Bedeutung für das Dorf. Endlich ist die Krankenstation nicht mehr auf das unsichere Netz vor Ort angewiesen. Durch den Stromanschluss konnte auch die Geburtshilfestation erweitert werden. Jetzt müssen die Anwohner zu Entbindungen nicht mehr in die Stadt fahren. Und auch die Dorfschule profitiert von der Anlage (Foto rechts). Die Kinder haben die Möglichkeit, nach Einbruch der Dunkelheit und getaner Feld- und Hausarbeit ihre Hausaufgaben in den Räumlichkeiten der Schule zu erledigen. Die Hernnhuter Missionshilfe dankt auf ihrer Projekt-Website allen Spenderinnen und Spendern. Siehe hier.

Nähmaschinen für Tansania

Der Kirchenbezirk Mühlacker hat seiner Partnerkirche, der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania, 30 mechanische Nähmaschinen geschickt, an denen 120 Frauen ab Mai 2017 das Schneidern erlernen und damit etwas zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen können. Agnes Njeyo, die Verantwortliche für die Frauen- und Kinderarbeit der Südwestprovinz, erzählt, dass dieses Projekt sich vor allem an alleinerziehende Mütter, jugendliche Waisen sowie Ehefrauen von Pastoren richtet, denn Pastoren werden in Tansania schlecht bezahlt. Agnes Njeyo weist auf das Sprichwort hin: »Wer eine Frau qualifiziert, fördert dadurch eine ganze Familie«. Der Kirchenbezirk Mühlacker transferiert nicht nur materielle Güter nach Tansania, sondern organisiert auch Begegnungen. Mehr in einem Artikel der Pforzheimer Zeitung - siehe hier.

Enea Kajange zu Besuch in Europa

Enea Kajange aus Isoko, Koordinatorin eines Waisenprojektes der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, reist im Sommer 2017 durch die Schweiz, Deutschland und die Niederlande. Anlass für die Reise ist ein Workshop in Basel und Genf zum Thema Menschen- und insbesondere Frauenrechte, den »Mission 21«, die schweizerische Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, organisiert hat. Termine mit Enea Kajange: 23. Juni, 19 Uhr im Schwesternkreis im Gemeindezentrum »Wi Eegi Kerki« in Amsterdam-Südost; 24. Juni, 19 Uhr zur Gebetssingstunde im Kirchensaal in Zeist; 25. Juni, 10.30 zum Gottesdienst in der »Konigskerk« in Amsterdam; 27. Juni, 19 Uhr in der Reformierten Gemeinde Horgen (CH); 28. Juni, 18 Uhr im Missionshaus in Basel; 2. Juli, 10 Uhr zum Missionsfest in Bad Boll; 8. Juli, 17 Uhr in der Herrnhuter Sozietät Basel.

Vor 50 Jahren wurde Tansania sozialistisch

Mit der Arusha-Deklaration von 1967 stellte Staatspräsident Julius Kambarage Nyerere (1922-1999) erstmals seine Ideen von einem afrikanischen Sozialismus vor. Er verstaatlichte Banken und große Wirtschaftsunternehmen, forcierte - teils mit Gewalt - die Neugründung sozialistischer Dorfgemeinschaften (Ujamaa), setzte auf strenge Selbstverantwortung (Kujitegemea) sowie eine Reform des Schulwesens. Die Alphabetisierungsrate stieg von 10% auf 79%; die Einschulungsrate an Grundschulen von 25% auf 94% (1960:1979). Das traditionelle Stammesdenken nahm an Bedeutung mehr und mehr ab. Das Gesundheitswesen blühte auf. Die Ideen der Gleichheit und der Gemeinschaft wurden von der breiten Bevölkerung zwar akzeptiert, der so genannte »Ujamaa-Sozialismus« scheiterte jedoch spätestens 1985 im ökonomischen Bereich.

Sonntagsschul-Programm für Ostafrika

Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt mit 2.000 Euro ein Sonntagsschul-Programm, das Tulie Kassimoto und Mary Kategile (beide Tansania) durchführen wollen. Beide hatten Anfang 2016 an der Unitätsfrauenkonsultation in Surinam teilgenommen und von dort die Idee mitgebracht, nicht nur etwas für ihr Mutterland zu tun, sondern auch für die acht angrenzenden Länder, in denen es ebenfalls eine Brüdergemeine gibt: Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, D. R. Kongo, Sambia, Malawi und Mosambik. Bei dem Programm soll es um die Themen »Schutz von Frauen« und »Gerechtigkeit für Frauen« gehen, die globale Relevanz besitzen. Bei der Vorbereitung des Programms werden erstmals Frauen aus allen diesen Ländern an einem Tisch zusammenkommen. Hauptsponsor des Programms ist das Unitätsfrauenbüro in Winston-Salem/NC.

Wettstreit von 1.500 Chören in Tansania

Den Wettstreit von mehr als 1.500 Kirchenchören in Tansania hat der deutsche Dokumentarfilm »Sing it Loud - Luthers Erben in Tansania« (99 Minuten; Trailer hier) zum Gegenstand, der am 18. Mai 2017 Premiere hatte. Seit 60 Jahren findet in Tansania ein Chorwettbewerb statt, der von der lutherischen Kirche abgehalten wird. Um bei dem Wettbewerb mitmachen zu dürfen, mussten im Vorjahr der Lutherchoral »Ein feste Burg ist unser Gott« und eine Eigenkomposition vorgetragen werden. Die Regisseurin Julia Peters (Interwiev mit ihr hier) begleitete sechs Menschen, die in drei verschiedenen Chören mitwirken, in ihrem Alltag: die Kleinbauern Martha und Simon aus dem Dorf Monduli, die Autowerkstatt-Besitzer Maria und Evarest aus Arusha und die Jugendlichen Kelvin und Nuru vom Kanaani-Chor ebenfalls aus Arusha.

Auf der Suche nach afrikanischen Lösungen

Lange hatte Claudia Zeising, die als Koordinatorin für die von »Mission 21« unterstützten Projekte der Brüdergemeine in Tansania arbeitet, nicht mehr berichtet. Jetzt schrieb sie einen langen, bebilderten Rundbrief, in dem vom afrikanischen Gang der Dinge die Rede ist, der sich von Gang der Dinge in Europa unterscheidet, der aber dennoch zu Erfolgen führt. Als Beispiele nennt Claudia Zeising den wirtschaftlichen Erfolg der Frauen-Nähgruppe in Rungwe, die im Jahre 2016 erstmals einen größeren Überschuss erzielte, und die expandierende HIV/Aids-Arbeit, die immer mehr Menschen zu Würde und einem besseren Leben verhilft. Kritische Bemerkungen finden sich zum Gesundheitswesen in Tansania sowie zu den kirchlichen Leitungsstrukturen. Download des Rundbriefes bald hier.

Synode in der tansanischen Westprovinz

Insgesamt 191 stimmberechtigte Personen aus der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania nahmen am 24./25. April 2017 an der Synode in Singida teil. Der bisherige Vorsitzende der Kirchenleitung, Ezekiel Yona, wurde für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt, ebenso Generalsekretär Richard Lwali. Auch fast alle anderen Mitglieder der Kirchenleitung wurden wiedergewählt, darunter der stellvertretende Vorsitzende, George Mang'ombe. Die Kirchenleitung präsentierte ihren Masterplan für die nächsten Jahre. Man möchte eine nachhaltige Kirche werden, vor allem in den Bereichen institutionelle Stärkung, Mission und Evangelisation, Verwaltung und Vernetzung. Weil Bischof Isaac Nicodemo bald in den Ruhestand treten möchte, wird demnächst eine Bischofswahl notwendig. Mehr hier.

Ehepaar aus den NL arbeitet in Kilangala

Die »Zeister Zendingsgenootschap« (ZZg), die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, berichtet in einem Informations-Brief, dass in der Missionssiedlung Kilangala (Tansania, Rukwaprovinz) ein Ehepaar aus den Niederlanden zu einem einjährigen Einsatz eingetroffen ist. Flip van Haan (Foto), ein Landwirtschaftsexperte, wird mit seiner Kompetenz dazu beitragen, dass auf den Feldern der Mission effektiver produziert werden kann, so dass höhere Eigen-Einnahmen möglich sind. Seine Ehefrau Felice van Haan wird in der Missionsschule zum Einsatz kommen. In Kilangala kooperiert die ZZg mit anderen niederländischen Organisationen, die sich der Hilfe für Tansania verschrieben haben: der »Stichting Trijntje Beimers«, der Landwirtschafts-Stiftung SOLKO und der Freiwilligenagentur VSO.

Mit Preisschild in den Ostergottesdienst

Einen lebendigen Bericht über ihre Arbeit in einem Gesundheitsprojekt der Brüdergemeine an beiden Ufern des Tanganyikasees sowie über die Karwoche und das Osterfest in Kipili (Tansania, Rukwaprovinz) haben Bert und Marjo Muizebelt - ten Kate verfasst. Sie erzählen, was in Ostafrika und Europa an diesen besonderen Tagen gleich ist, und was es nur in Ostafrika gibt, u. a. das Belassen der Preisschilder an den neu gekauften Kleidungsstücken. Sie beschreiben v. a. die bisherige Entwicklung des Projektes, in dem sie tätig sind, auf dem tansanischen wie dem kongolesischen Ufer des Tanganyikasees. Während in Tansania die Gesundheitsarbeit nach zehnjähriger Aufbauphase nunmehr überwiegend von Einheimischen getan wird, bedarf sie in der D. R. Kongo noch eine Weile der Unterstützung durch die dänische Mission. Der ganze Bericht hier.

UNO zeichnete Studierende in Mbeya aus

Kürzlich besuchten Alvaro Rodriguez und Hoyce Temu, zwei für Tansania zuständige Koordinatoren des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), die »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya. Bei ihrem Besuch ging es in internen Gesprächen, aber auch bei einem großen Forum in der TEKU-Hall um die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) mit ihren 169 Unterzielen, die bis 2030 von allen UN-Mitgliedstaaten erreicht werden sollen. Breiten Raum nahmen die Themen Umweltschutz, Klimawandel und Entwicklung des ländlichen Raumes ein. Alvaro Rodriguez machte den jungen Leuten, die in Tansania mehr als 50% der Bevölkerung ausmachen, Mut, sich den Herausforderungen zu stellen. Er zeichnete etwa 30 Studierende mit einem Zertifikat als »Global Goals Champion« aus. Mehr Infos hier.