Kurzmeldungen aus Sambia ----------------------

Pflanzaktion am Heiligen Abend

Aus Sambia berichtet Fred Walch: Zwölf Mitglieder der Brüdergemeine Ndola, darunter die beiden Pfarrer, hatten sich am Heiligen Abend (Weihnachten wird erst tags darauf gefeiert) auf den Weg gemacht, um in Kantolomba außerhalb der Stadt auf einem 16 Hektar großen, kircheneigenen Grundstück 3.000 Bäumchen zu pflanzen: 2.500 Kiefern und 500 Eukalyptus. Die Bäumchen wurden morgens beim staatlichen Forstamt abgeholt und dann mit einem Pickup zum Grundstück gebracht, wo sie umgehend in den Boden kamen. Die Aktion ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch ein großer Gewinn, da die Holzpreise in Sambia relativ hoch sind. Zudem dient die Pflanzaktion dem Zweck, das Grundstück zu schützen vor Enteignung durch die Regierung bzw. vor Eindringlingen, die dort Mais anpflanzen.

Berufsschule für Brüdergemeine in Sambia

Die erste Berufsschule der noch jungen Brüdergemeine in Sambia ist fast fertig. Sie entsteht in Ndola im Zentrum des Landes an der Grenze zur D. R. Kongo. Die Berufsschule verdankt sich den Spenden der Firma »Wörwag Pharma« in Böblingen, die sich in Kooperation mit der Herrnhuter Missionshilfe seit Jahren großzügig entwicklungspolitisch und sozial engagiert. Mit der Berufsschule in Ndola fördert die Firma erstmals eine Schule außerhalb von Tansania. Die bisher von der Firma geförderten Berufsschulen mit angegliederten Einrichtungen befinden sich alle auf dem Gebiet der tansanischen Südprovinz (Songea, Namtumbo und Kakosi). In ihrem Spender-Rundbrief, der jetzt »Bildung für die Zukunft - Berufsschulen in Tansania und Sambia« heißt (früher »Tansania-Letter«), berichtet »Wörwag Pharma« vom Entstehen der Schulen. Download hier (8 MB). Vielen Dank!

Weiteres Fischzucht-Seminar in Sambia

Am 20. Oktober 2018 fand in der Brüdergemeine Chipulikusu in Ndola, Sambia, ein weiteres Seminar für Interessierte an der Fischzucht statt, an dem über 30 Personen teilnahmen. Der Regionalbeauftragte des Fischereiministeriums referierte über Grundlagen der Fischzucht, Teichbau und -Instandhaltung, Fütterung, Düngung und Futterherstellung. Fred Walch, von der Herrnhuter Missionshilfe entstandter Projektbeauftragter der Brüdergemeine in Sambia, fügte Einheiten zu Wirtschaftlichkeit und Fischvermarktung hinzu. Geplant ist die Gründung einer Kooperative, um die Erfolgschancen der einzelnen Fischzüchter zu erhöhen. Im Anschluss an die Referate im Kirchensaal der Brüdergemeine wurde die Fischzuchtanlage der Brüdergemeine in Augenschein genommen, die jetzt über eine Solar-Wasserpumpe verfügt. Sie pumpt zur Freude der Fische permanent Frischwasser aus 55 Metern Tiefe in die Teiche.

Brüdergemeine in Sambia bei Messe dabei

Fred Walch, der Projektberater der Unitätsprovinz Sambia, berichtete über die Internationale Handelsmesse in Ndola, die in diesem Jahr, eröffnet von Präsident Edgar Lungu, vom 27. Juni bis 3. Juli 2018 stattfand und über 100.000 Besucher an 500 Ständen zählte. Erstmals beteiligte sich die Brüdergemeine an der Messe, die dazu vom »Ministry of Livestock and Fisheries« ermuntert worden war. Einige Frauen und Männer boten lebende Fische aus einem Tank an. Diese konnten sofort gegrillt und verzehrt werden und fanden reißenden Absatz. Neben dem Fischverkauf ging es am Stand darum, die in Ndola noch relativ unbekannte »Moravian Church in Sambia« bekannt zu machen. Die Frau des Gemeindieners, Ruth Sinyangwe, die in Utengule (Tansania) eine theologische Ausbildung genossen hat, von einem TV-Sender interviewt.

Bio-Landwirtschaftskurs in Sambia

Fünf Mitglieder der Brüdergemeine in Sambia aus allen Gemeinbereichen haben an einem zweiwöchigen Kurs für Biolandwirtschaft auf einer Farm in Kafue (50 km südlich von Lusaka) teilgenommen. Bei dem Kurs ging es um Tierhaltung, Bodenfruchtbarkeit und einen Gartenbau ohne Bekämpfung von Schädlingen durch chemische Mittel. Der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit ist ein sehr wichtiges Thema in Sambia, da diese durch den Einsatz von Kunstdünger derzeit stark zurückgeht. Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es neu, dass die Mais-Stengel nach der Ernte nicht verbrannt werden müssen, sondern als Mulch weiterverwendet werden können. Auch die Verwendung von Unkraut als Biomasse bzw. zur Bodendeckung war Neuland. Der Nutzen mobiler Ställe für Hühner und Schweine ließ die Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kurses staunen. Kurzer Bildbericht von Fred Walch hier.

Baumpflanzung in Kantolomba, Sambia

Seit Sommer 2017 arbeitet Fred Walch im Auftrag der Herrnhuter Missionshilfe als Projektberater der Brüder-gemeine in Sambia v. a. in den Bereichen Landwirtschaft und Fischzucht. Er berichtet folgendes: »Am 20. Januar 2018 wurden auf einem 16 ha großen Gelände, das der Brüdergemeine gehört, 500 Bäume gepflanzt (Kiefern und Eukalyptus). Das Gelände befindet sich im Bezirk Kantolomba, einem der ärmsten Vororte von Ndola. Die Setzlinge wurden vom Ministerium für Forstwirtschaft bezogen. Allerdings verzögert sich die Regenzeit weiter, so dass wir eine Gießaktion starten mussten, um das Austrocknen der Setzlinge zu verhindern. Es gibt in der Gegend keine Wasserleitungen. Daher holten wir das Wasser aus einem einen Kilometer entfernten Brunnen aus 18 Meter Tiefe mit Eimern herauf und trugen es zu den Setzlingen«. Mehr hier.

Viele tausend Tilapien wachsen in Sambia

Nach einem halben Jahr zieht Fred Walch, der im Auftrag der Herrnhuter Missionshilfe in Sambia als Projekt-Berater der dortigen Brüdergemeine arbeitet, eine erste Bilanz. Sein Projektbericht befasst sich vor allem mit der Fischzucht, die etwas ganz Neues für die lokalen Bäuerinnen und Bauern ist. In Ndola und in Kansuswa wurden schon mehrere Teiche mit einer Größe von 300 bis 400 Quadratmetern ausgehoben, z. T. mit Hilfe eines Arbeiitskommandos, das aus Gefangenen bestand. Auch tausende von kleinen Fischen, so genannte Fingerlinge, der Art "Tilapia" wurden schon eingesetzt. Im Februar 2018 soll erstmals abgefischt werden. Bisher fanden drei Männer eine Arbeit in der Fischzucht. Das nächste Projekt von Fred Walch soll der in Sambia bisher unübliche Reisanbau sein. Bildbericht hier.

Erstes Schwesternseminar in Sambia

Vom 21. bis 24. September 2017 fand in der Unitätspro-vinz Sambia erstmals ein Schwesternseminar statt, und zwar in Ndola in der Chipulukusu-Gemeinde. Daran nahmen 80 Schwestern aus allen Gemeinden in Sambia sowie 21 Schwestern aus Tansania teil. Geleitet wurde das Seminar von Agness Njeyo, die über die Grundsätze und die Geschichte der Brüdergemeine mehrere Einheiten unterrichtete. Es war besonders eindrucksvoll zu sehen, wie die Schwestern aus Tansania es als ihre Aufgabe ansahen, die Arbeit der Schwestern in ihrem Nachbarland Sambia zu unterstützen. Bei dem Seminar wurden auch landwirtschaftliche Themen sowie Ernährungs- Erziehungs- und Gesundheitsfragen behandelt. Dazu hatte man Ressource-Personen vom Staat sowie von einigen NGOs eingeladen. Den kompletten Bildbericht von Fred Walch gibt es hier.

Fred Walch schiebt Projekte in Sambia an

Fred Walch lebt und arbeitet seit Anfang Juni 2017 in Sambia. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit seiner Arbeitserlaubnis läuft nun alles gut. In Sachen Fischzucht ist er sehr aktiv. Mehrere Teiche sind schon einsatzbereit und 10.000 Fischsetzlinge wurden eingebracht. »Sambia verfügt über 40 Prozent der Frischwasser-Reserven im südlichen Afrika. Das sind beste Voraussetzungen, um angesichts permanenter Lebensmittelknappheit Fischzucht zu betreiben. Die Menschen hier in Ndola und in den Brüdergemeinen im Norden des Landes sind sehr dankbar für die Unterstützung aus Deutschland«, meint Fred Walch. Sein Dienst, teilfinanziert von der Herrnhuter Missionshilfe, wird begleitet von einem Experten des malawischen Landwirtschaftsministeriums. Mehr Infos und Bilder in einem Spendenaufruf der Herrnhuter Missionshilfe - siehe hier.

Weitere Informationen zur Arbeit der Brüdergemeine in Sambia, speziell zu ihrem Engagement im Blick auf die Ernährungssicherung im Lande sowie speziell zu einem Maismühlen-Projekt hier.