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Herrnhuter Mission aktuell

Nachrichten der Herrnhuter Missionshilfe

Ausgabe 44-2018 vom 31. Dezember 2018 - EXTRA-AUSGABE

Großfeuer in Wupperthal, Südafrika


Bei einem verheerenden Großfeuer ist in der Nacht vom 30. zum 31. Dezember 2018 nehezu der gesamte historische Innenbereich der Missionssiedlung Wupperthal in den Zederbergen, etwa 150 km nördlich von Kapstadt, abgebrannt. Auch die Gebäude der Kooperation »Red Cedar«, von der die Herrnhuter Missionshilfe seit mehr als zwölf Jahren ihre Rooibos-Produkte bezogen hat, sind vernichtet. Bisher gibt es über das Feuer und seine Auswirkungen nur inoffizielle Berichte in den sozialen Medien. Klar ist jedoch, dass der Gesamtschaden mehrere hunterttausend Euro betragen wird. Mehr Bilder in einem ersten Spendenaufruf hier und hier. Bericht im südafrikanischen TV hier. Zur Online-Spende hier.

Laut Angaben der »SABC News Western Cape« wurden geschätzt 30 Häuser zerstört, darunter das Rathaus, eine Schule, einige Geschäfte und weitere Gebäude der Brüdergemeine. Nach anderen Quellen sind 53 Gebäudeeinheiten betroffen, darunter die Klinik, aber nicht die Schule.

Die Einwohnerschaft von Wupperthal, die städtische Feuerwehr von Clanwilliam und diverse Rettungsdienste kämpften gemeinsam mit Helferinnen und Helfern aus den Nachbargemeinden über Stunden hinweg darum, das Inferno unter Kontrolle zu bringen, Weitere kommunale Dienste und Behörden sind seit der Nacht in Bereitschaft. Die Kommunikation in der Region ist unterbrochen. Offenbar sind unter den Betroffenen viele Rentner, die Medikamente benötigen.

Momentan sei noch unklar, wie der Brand entstand, meldet »SABC News«. Manche sprechen davon, das Feuer habe sich von außerhalb- von den Bergen her - in den Ort gefressen; manche sagen, das Dach eines Hauses im Ort sei zuerst in Brand geraten.

Dass ein Großteil von Wupperthal niedergebrannt ist, bedeutet für die Stadt und ihre Einwohnerschaft, die zum Teil vom Tourismus lebte, einen schweren Schlag. Vieles, was ein Raub der Flammen wurde (Gebäude und Sammlungsstücke), war von großer historischer Bedeutung für das gesamte Land Südafrika.

Nach unbestätigten Meldungen erlitten mehrere Menschen Brandverletzungen, von Todesopfern ist bislang aber nicht die Rede. Ein Sprecher der Stadt Kapstadt sagte, viele Menschen seien nun obdachlos. Laut neuesten Informationen betrifft dies mindestens 200 Personen. Alle Bewohner der Westküste und insbesondere die Einwohner von Clanwilliam wurden gebeten, am Montagmorgen ab 7:30 Uhr Kleidungsstücke, Hausrat, Speisen und Getränke in einem Stützpunkt Clanwilliam abzugeben.

Auch in den sozialen Medien wird zu Hilfsaktionen aufgerufen. Die Situation sei verzweifelt. Wupperthal sei ein isolierter Ort. Die Menschen dort wüssten nicht einmal, wohin sie aus ihrem Dorf fliehen sollten. In ganz Südafrika wird mittlerweile dazu aufgerufen, für diejenigen zu beten, die ihre Häuser bereits verloren haben, und für diejenigen, die um den Erhalt ihrer Häuser in der Nacht noch fürchteten.

Wupperthal liegt bei Clanwilliam im südafrikanischen Westkap-Distrikt. Es entstand in den 1830 Jahren, als zwei deutsche Missionare neben sieben im Tal lebenden Khoikhoi-Familien eine Station gründeten. Im Jahre 1965 übernahm die Herrnhuter Mission diese Station. Sie ist heute eine Gemeinde der »Moravian Church in South Africa«. Das zwar abseits, aber traumhaft schön gelegene Wupperthal wurde von Touristen wegen seiner alten Kirche, seinen Geschäften und seinen schönen reetgedeckten Häusern sehr geschätzt. Die Zederberg-Gegend ist bekannt für ihre guten landwirtschaftlichen Produkte, insbesondere für den nur dort wachsenden Rooibos (Rotbusch), der hier zu mehreren im In- und Ausland beliebten Produkten (vor allem zu Rooibos-Tee) weiterverarbeitet wird.

Die Herrnhuter Missionshilfe ruft dringend zu Spenden für die Opfer der Feuerkatastrophe in Wupperthal auf. Aus ihrem Nothilfefonds wird sie nach Kontakt mit den verantwortlichen Personen in Südafrika umgehend Unterstützung leisten.

Alle Bilder aus den sozialen Medien. Ein Video über die Missionssiedlung Wupperthal vor dem Großfeuer hier.

Spendenkonto
Herrnhuter Missionshilfe, Evangelische Bank Kassel
IBAN DE25 5206 0410 0000 4151 03
BIC (Swift Code) GENODEF1EK1

Zur Onlinespende hier

Kinder im Flüchtlingslager probierten Hüpfburg


»Was ist denn das?«, so fragten sich mehr als 1.000 Kinder im »Dzaleka Refugee Camp« der Vereinten Nationen in der Nähe von Lilongwe in Malawi. Vor ihren Augen wurde mit Hilfe eines Gebläses eine riesengroße, bunte Hüpfburg aufgebaut. Ein solches Gerät hatten sie noch nie mit eigenen Augen gesehen. Die Bereitstellung der Hüpfburg war ein Teil der weihnachtlichen Freuden, für die die Herrnhuter Missionshilfe im Flüchtlingslager in der Nähe des »Child Care Center« der Brüdergemeine in Malawi mit Spendengeldern aus Deutschland gesorgt hatte. Viele Kinder nutzten auch das Angebot, sich mit bunten Farben im Gesicht und an den Armen schminken zu lassen. Alle Eingeladenen nahmen kleine Weihnachtsgeschenke, etwas Gebäck und ein Getränk, in Empfang und genossen ein absolutes Highlight im Camp-Alltag. Mehr Infos und Bilder hier.

Impressum
Herrnhuter Missionshilfe
Zittauer Straße 20 · 02747 Herrnhut · Deutschland
Telefon: +49 (0) 35873 487-0 · E-Mail: a.tasche@ebu.de
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 55 Abs. 2 RStV ist Andreas Tasche.

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