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Herrnhuter Mission aktuell

Nachrichten der Herrnhuter Missionshilfe

Ausgabe 31-2016 vom 03.12.2016

Schaubild zur weltweiten Brüder-Unität


Ein Schaubild, entwickelt auf der Basis neuer statistischer Angaben, zeigt die Größenverhältnisse im Blick auf die 24 Provinzen und 5 Missionsprovinzen der weltweiten Brüder-Unität im Sommer 2016. Einige besonders mitgliederstarke und einige besonders mitgliederschwache Provinzen bzw. Staaten werden einander gegenübergestellt. Schon lange befindet sich der Schwerpunkt der weltweiten Brüder-Unität nicht mehr im globalen Norden, sondern im globalen Süden. In Deutschland leben nur noch 4,4 Prozent der Mitglieder der weltweiten Brüder-Unität, in Tansania und Südafrika dagegen mehr 70 Prozent. Die mitgliederstärkste Unitätsprovinz außerhalb von Afrika ist die Provinz Nikaragua. Download des Schaubildes als kleine PDF-Datei hier. Andere Dateien ggf. in Herrnhut anfordern.

Sterntaler für den Sternberg


Bei dem Gottesdienst zum 2. Advent, der am Sonntag, dem 4. Dezember 2016, um 9.30 Uhr vom ZDF unter dem Motto »Gemeinsam unter dem Stern: Hoffnung empfangen – Hoffnung weitergeben« live aus dem Kirchensaal der Brüdergemeine Herrnhut übertragen wird (siehe hier), geht es auch um das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg in Palästina. Die bei dem Fernsehgottesdienst erbetene Kollekte ist für die große Solaranlage bestimmt, die derzeit auf dem Gelände des Förderzentrums entsteht. Je mehr »Sterntaler für den Sternberg«, so das Motto der vorbereiteten Fundraising-Aktion, unter dem neuen 110zackigen Kirchenstern in Herrnhut sowie an vielen anderen Orten gesammelt werden, desto schneller kann die dringend erforderliche Solaranlage fertiggestellt werden.

Große Dankbarkeit in der »Ahuas Clinic«


Die Webseiten der »Ahuas Clinic« der Brüdergemeine an der honduranischen Costa Atlantica berichten über dankbare Patientinnen und Patienten, für die das Krankenhaus einzig mögliche Anlaufstation oder sogar überlebenswichtig war. Merehilda (30) stammt aus Rio Platano, acht Bootstunden vom Krankenhaus entfernt. Sie erzählte, in der 46. Woche schwanger zu sein, ohne dass bisher die Wehen eingesetzt hätten. Schließlich wurde sie von einem gesunden, fünf Kilogramm schweren Jungen entbunden. Dem Mädchen Yanexi (3) aus Wampusirpi, sechs Bootstunden vom Krankenhaus entfernt, wäre ein schon geraume Zeit zurückliegender Blinddarmdurchbruch beinahe zum Verhängnis geworden. Zwei Wochen kämpfte das Klinikpersonal mit unzureichenden Mitteln und viel Gebet um das Leben des Kindes. Mehr hier.

Livingstone Thompson ein gefragter Referent


Weil interkulturelle Kompetenz im Zeitalter der Globalisierung ein hohes Gut ist, wird interkulturelles Training immer wichtiger. Ein in ganz Europa begehrter diesbezüglicher Trainer ist Livingstone Thompson, gebürtig in Jamaika, früher Vorsitzender der Brüdergemeine in Jamaika, seit mehr als zehn Jahren in Nordirland lebend und Teilzeit-Pfarrer der Brüdergemeinen University Road und Kilwarlin in Belfast. Die in Jamaika herausgegebene Zeitung »The Gleaner« veröffentlichte am 18. November 2016 ein Portrait des ökumenischen Theologen und Weltbürgers - Download hier. Führungspersönlichkeiten von weltweit agierenden Firmen sowie staatliche und nichtstaatlichen Organisationen bedienen sich gern der Dienste seiner Firma »Living Cultural Solutions - Cultural Competence for Managers«.

Geld für Kirchendächer in Ibungu


Im Rahmen ihres Freiwilligeneinsatzes für das Hospital der Brüdergemeine in Isoko (Tansania, Südprovinz) hatte die Hebamme Christiane Klingner aus Königsfeld im Schw. Die Gelegenheit, nach Ibungu zu reisen. In Ibungu, der Partnergemeinde der Brüdergemeine Rhein-Main, übergab sie einen Umschlag mit Bargeld, das in Deutschland für die Reparatur der Dächer von Kirche und Pfarrhaus gesammelt worden war. Der erste Sonntagsgottesdienst in Isoko war für die Freiwillige ein festlicher und schwungvoller Tauf- und Konfirmationsgottesdienst. Besonders beeindruckt war sie von dem freien, lauten Gebet an einer bestimmten Stelle in der Liturgie. Sie hatte Gelegenheit, von der Brüdergemeine in Deutschland herzliche Grüße auszurichten. Internet-Blog von Christiane Klingner hier. Kurzes Klang-Beispiel aus dem Gottesdienst hier.

Alltag und Fest bei Freiwilligen in Tansania


Es kommt nicht oft vor, dass die sechs jungen Freiwilligen, die mit der dänischen Missionsgesellschaft der Brüdergemeine in Tansania (Rukwaprovinz) Dienst tun, einander begegnen. Ab und zu feiern sie zusammen und tauschen sich aus. Fast immer profitieren die Kinder in Sumbawanga und in Kipili von diesen Begegnungen, denn sie bekommen Süßigkeiten und Kaugummis, die sie entweder stundenlang im Mund behalten oder sorgsam unter ihren Matratzen verstecken. Der Alltag beginnt für die Freiwilligen in der Regel mit einem Team-Meeting, das mehr oder weniger pünktlich um 9 Uhr beginnt. Im »Peter’s House« in Sumbawanga, einem Waisenhaus-Komplex, war neulich über vier Tage hinweg die Wasserversorgung ausgefallen, was einigen zusätzlichen Stress verursachte. Zu den Blogs der Freiwilligen hier.

Regierung stoppt HIV/Aids-Hilfsprogramm


Mancherlei Ängste treiben derzeit diejenigen in Tansania um, die unter HIV/Aids leiden bzw. sich dem Kampf gegen die Pandemie verschrieben haben. Grund dafür ist eine Entscheidung der Regierung, die - als Teil ihrer Kampagne gegen Schwule und Lesben - Hilfsprojekte für homosexuelle Männer bis auf weiteres verboten hat. Damit können diese Menschen nicht mehr auf HIV/Aids getestet werden und keine Kondome und antiretroviralen Medikamente mehr empfangen. Viele HIV-Infizierte und AIDS-Kranke sind dadurch mittelfristig dem sicheren Tode geweiht. US-Hilfsgelder hatten es dem Staat in den vergangenen 15 Jahren möglich gemacht, Kondome, Tests und Medikamente den Betroffenen kostenlos zur Verfügung zu stellen, wodurch die HIV/Aids-Quote im Lande drastisch gesunken war. Mehr in einem Artikel der »Washington Post« - Download hier.

Jetzt fehlt nur noch die staatliche Sendelizenz


Er befindet sich zwar schon seit einigen Wochen im gelegentlichen Probebetrieb, jetzt aber soll er seinen Betrieb auch offiziell aufnehmen. Die Rede ist vom Rundfunksender der Brüdergemeine im Gebiet der Mayangnas im Nordosten von Nikaragua. Die erforderliche Technik wurde im Pfarrhaus installiert. Ein kompetenter Fachmann, der Rundfunktechniker Jens-Peter Staebe aus Hamburg, war dazu eigens dazu in den tropischen Regenwald gereist. Die Einwohner von Sauni As und Umgebung warten schon sehnsüchtig darauf, »ihren« Sender zu empfangen. Initiator und Förderer des Projektes sowie maßgeblicher Helfer beim Fundraising war Ulrich Epperlein, der jetzt mit seiner Ehefrau Olga in Nikaragua im tätigen Ruhestand lebt. Die Mayangnas danken allen, die sich für das Projekt eingesetzt haben.

Kleingruppenförderung in Elbasan angelaufen


Im Grußbrief 4/2016 der »Losungsspende« wird über den Fortgang eines neuen Projektes der Brüdergemeine in Albanien berichtet. In Kleingruppen fördert die 42jährige Psychologin Irena Xhaferi seit einigen Monaten mehrere Kinder, die wegen einer Erkrankung oder einer geistigen Behinderung schulisch benachteiligt sind. Sie tut dies in der früheren mittelalbanischen Industriemetropole Elbasan, die schwere ökologische Schäden aufweist, in privaten Räumen einmal pro Woche. Eigentlich wäre eine Förderung mindestens dreimal pro Woche nötig. Und eigentlich müsste zusätzlich noch eine Erzieherin angestellt werden. Doch dazu fehlt bis jetzt das das Geld. Im o. g. Grußbrief heißt es: »Mit 80 Euro fördern Sie die psychologische Betreuung eines Kindes in Elbasan für einen Monat«. 

Herrnhuter Laden in Binnakandi (Assam) eröffnet


In Binnakandi, gelegen im nordöstlichen indischen Bundesstaat Assam, gibt es seit kurzem einen Herrnhuter Laden. Die Initiative zur Eröffnung dieses Ladens haben Frauen aus der Brüdergemeine ergriffen, die mit den erhofften Erlösen die örtliche Schule der Brüdergemeine unterstützen wollen, einen Ableger des »Moravian Institutes« in Rajpur. Titus Gangmei, Lehrer an der Schule und Verwaltungsleiter, hatte davon erzählt, dass die Einrichtung chronisch unterfinanziert sei. Fast alle Gemeindeglieder halfen beim Aufbau und der Einrichtung des Ladens und kaufen jetzt in diesem Laden ein. Da zum Laden eine Mini-Küche gehört, wird für die Kundschaft auch ein Gericht angeboten: Fleisch und Momo. Hinter letzterem verbergen sich gedämpfte Klöße, gefüllt mit Huhn oder auch verschiedenen Gemüsesorten.

Gebetsanliegen aus dem Unitätsfrauenbüro


Das Unitätsfrauenbüro in Winston-Salem/NC (USA) bittet darum, folgende Anliegen in die Fürbitte einzubeziehen: Durchführung des ersten landesweiten Treffens der »Assembly of Moravian Women in Honduras« Mitte Dezember 2016. Abschluss der Renovierungsarbeiten in den Gemeinderäumen in Bathore (Albanien). Erstmalige Verteilung von Losungen in den vier noch jungen Brüdergemeinen in Peru. Suche nach einer Nachfolgerin bzw. einem Nachfolger für Tuli Kassimoto, die in den vergangenen zehn Jahren die »Teofilo Kisanji University« der Brüdergemeine in Mbeya (Tansania) geleitet hatte. Suche nach Nachfolge-Personen für William Hoffmann und Peggy Kraybill, die sich seit 16 Jahren um das Fundraising für das Waisenprogramm der tansanischen Westprovinz kümmern (»Adopt-A-Village«; 3.000 Kinder; Foto).

EMS-Mitgliederversammlung erstmals in Südafrika


Die »Evangelische Mission in Solidarität« (EMS), der auch die Herrnhuter Missionshilfe angehört, hält ihr »General Meeting« erstmals in Südafrika ab und vollzieht damit einen weiteren Schritt in ihrer Internationalisierung. Das Meeting mit seinen 51 Delegierten aus Kirchen Ostasiens, Indonesiens, Indiens, dem Mittleren Osten, Afrikas sowie Kirchen und Vereinen aus Deutschland und der Schweiz, darunter Raimund Hertzsch, tagt vom 6. bis zum 9. Dezember 2016 in Stellenbosch. Schon seit 2012 werden alle Entscheidungen in der EMS in internationalen Gremien getroffen. Die EMS macht damit deutlich: Mission ist ein weltweit vernetztes Arbeiten von Christinnen und Christen, die sich miteinander zum Besten ihrer Gesellschaft einsetzen. Vor dem Meeting besuchen die Delegierten Gemeinden und Projekte der Brüdergemeine in Südafrika. Mehr hier.

Ein Tipp für Südafrika-Freundinnen und -Freunde


Das Magazin »Eine Welt«, das viermal im Jahr vom Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW) herausgegeben wird, widmet sich im Dezember 2016 dem Thema »Südafrika - von enttäuschten Träumen und neuen Hoffnungen«. Im Werbetext heißt es: »Südafrika ist reich an Kulturen, Sprachen und Ressourcen. Es verfügt über eine der fortschrittlichsten Verfassungen weltweit. Doch das Bild von der Regenbogennation, die dazu prädestiniert zu sein schien, ein multikulturelles Musterland zu sein, verblasst. Auch 22 Jahre nach der Überwindung der Apartheid ist das Leben von großer sozialer Ungleichheit und aufkeimendem Rassismus mit fremdenfeindlichen Übergriffen geprägt. Heftige politische Auseinandersetzungen erschüttern das Land. Wo steht Südafrika heute?« Inhaltsverzeichnis hier. Bestellungen hier.

Zum Schluss einige Kurzmeldungen

Im Altenpflegeheim in Herrnhut ist nach einer langen Zeit der Schwäche am 24. November 2016 Gertrud Klätte heimgegangen. Sie wurde 84 Jahre alt. Einen Großteil ihres Lebens war sie - eine Malche-Schwester und Presbyterin der Brüder-Unität - mit großem Engagement, viel Fleiß und Kreativität im Herrnhuter Vogtshof und in dutzenden Gemeinden der DDR für die Öffentlichkeitsarbeit der Herrnhuter Mission tätig. + + + Ein Jahr nach Amtsantritt des neuen tansanischen Präsidenten John Pombe Joseph Magufuli fragte die Zeitung »Citizen« nach der Zufriedenheit der Bevölkerung mit der Arbeit der Regierung. Sehr zufrieden äußerten sich 9,7 Prozent, zufrieden 31,4 Prozent, unzufrieden 22,2 Prozent, sehr unzufrieden 7,8 Prozent, keine Angaben 28,9 Prozent. + + + Am 17./18. Januar 2017 wird es in Neudietendorf/Thür. einen Informations- und Gesprächstag für Gemeinhelferinnen und Gemeinhelfer zur Lage der weltweiten Brüder-Unität nach der 43. Unitätssynode im Sommer 2016 auf Jamaika geben.

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