Dienstag, 18. Dezember 2018

Vermeidbare Sterblichkeit

Grafik von Joachim Rüppel zur Kindersterblichkeit

Joachim Rüppel vom »Missionsärztlichen Institut in Würzburg - Katholische Fachstelle für internationale Gesundheit« hat sich in einer neuen Studie mit »Trends und Ursachen vermeidbarer Sterblichkeit« befasst. Er stellt fest, dass gesellschaftliche Krisen (z. B. Zusammenbruch der Sowjetunion) und verheerende Epidemien (z. B. HIV/Aids) das Risiko eines frühen Todes in vielen Ländern kontinuierlich erhöht haben. Weil eine globale Solidarität zu spät einsetzte und insgesamt unzureichend blieb, verschlechterten sich nach dem Jahre 2000 die Überlebenschancen vor allem in Sub-Sahara-Afrika in katastrophaler Weise. In einigen Ländern wird unter den aktuellen Bedingungen nur rund die Hälfte der Neugeborenen den 60. Geburtstag erleben. Eine zusammenfassende Präsentation zur Studie mit beeindruckenden Grafiken gibt es hier.