Verschärfte Bedrohungslage für den Sternberg

Der Star Mountain Rehabilitation Center SMRC (Sternberg) liegt an der Straße zwischen Ramallah und Birzeit in der Westbank. Die gesamte Westbank ist von zunehmender Siedlergewalt geprägt, die nun auch das Gelände des SMRCs getroffen hat. In den frühen Morgenstunden am Freitag, den 09. Oktober 2026 verschaffte sich eine große Gruppe jüdischer Siedler auf der Rückseite des Einrichtungsgeländes Zutritt und marschierte über das Gelände Richtung Eingangstor, durch das sie die Einrichtung wieder verließen. Bei dem Durchzug wurde ein Gewächshaus beschädigt. Glücklicherweise sind freitags keine Kinder und Mitarbeitende auf dem STRC. Das gewaltvolle Eindringen stellt einen klaren Rechtsverstoß dar und löst große Ängste bei Kindern und Mitarbeitenden aus. Der SMRC ist scheinbar nicht mehr so sicher wie bisher. Das Management Team des SMRC und die Herrnhuter Missionshilfe haben eine Reihe Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit des SMRCs zu erhöhen und über den Vorfall zu berichten. Als eine Sofortmaßnahme wurde die Verstärkung der Mauer und des Zauns an der Rückseite des Geländes beschlossen sowie eine bessere Videoüberwachung. Wer diese Maßnahme unterstützen möchte, kann für die Sicherheit des SMRCs spenden: Herrnhuter Missionshilfe, DE25 5206 0410 0000 4151 03 Stichwort "Sicherheit Sternberg" oder online-Spende oder PayPal.

Neues Solar-Projekt zur Stärkung nachhaltiger Landwirtschaft auf Sansibar

Am 6. Oktober 2026 startete auf Sansibar das neue Projekt SOLIZA. In den kommenden zwei Jahren sollen landwirtschaftliche Gruppen, vor allem solche mit vielen Frauen, beim Anbau und der Vermarktung ihrer Produkte unterstützt werden. Ein wichtiger Teil des Projekts sind Bewässerungssysteme, die mit Solarenergie betrieben werden. So können die Felder auch bei wenig Regen mit Wasser versorgt werden. Dazu kommen praktische Schulungen zu nachhaltiger Landwirtschaft, Anbaumethoden und Vermarktung. Ziel ist es, die Ernten zu verbessern, das Einkommen der Familien zu steigern und besonders Frauen neue Möglichkeiten zu eröffnen. Das Projekt wird gemeinsam von der Tanzania Renewable Energy Association (TAREA), Tanzania Mwangaza (TAM) und ZAREDO umgesetzt. Finanziell unterstützt wird es von der Urbis Foundation, Engagement Global und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Frische Ernte am Atsikana Walani Technical College in Malawi

Am Atsikana Walani Technical College (AWTC) in Malawi gibt es jetzt frische Tomaten aus dem eigenen Garten. Die Ernte landet direkt in der Küche und bereichert die Mahlzeiten der Schülerinnen. Gleichzeitig hilft der eigene Anbau dabei, die Ausgaben für Lebensmittel zu reduzieren – ein wichtiger Beitrag angesichts der stark gestiegenen Preise in Malawi. Die Schülerinnen kümmern sich regelmäßig um die Beete, pflegen die Pflanzen und versorgen auch die Hühner und Kaninchen des Colleges. Unterstützung erhält das Gartenprojekt durch ein Gewächshaus, das mit Hilfe der Zeister Zendingsgenootschap (ZZg) aus den Niederlanden errichtet werden konnte. Es verbessert die Anbaubedingungen und ermöglicht eine zuverlässigere Gemüseproduktion. So verbindet das AWTC praktisches Lernen mit nachhaltiger Landwirtschaft und macht Schritt für Schritt Fortschritte auf dem Weg zu mehr Selbstversorgung.

Neue Schulpartnerschaft mit der Mbozi Highschool

Im Sommer 2026 wurde aus langer Vorbereitung eine echte Begegnung: Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Mbozi Highschool in Tansania und der Georg-August-Zinn-Schule in Reichelsheim besuchten sich erstmals gegenseitig. Im August reiste eine Gruppe aus Reichelsheim nach Mbozi und lernte dort Schulalltag, Land und Menschen kennen. Im September folgte der Gegenbesuch von vier Lehrkräften und zwei Schülerinnen aus Tansania. Neben gemeinsamen Unternehmungen und vielen persönlichen Begegnungen stand ein besonderer Moment im Mittelpunkt: Im Rathaus von Reichelsheim wurde der Schulpartnerschaftsvertrag offiziell unterzeichnet. Die nächsten Begegnungen sind bereits geplant: 2027 soll es nach Mbozi gehen, 2028 ist der nächste Besuch in Deutschland vorgesehen.

Tansania ist gut vorbereitet auf das weitere Wachstum der Moravian Church

Die Zeister Zendingsgenootschap (ZZg) meldete am 6. Oktober 2026: "Die Moravian Church in Tansania wächst. Das erhöht auch den Bedarf an gut ausgebildeten Pfarrerinnen und Pfarrern. Die ZZg wird daher in Kooperation mit der Schweizerischen Organisation Mission 21 in den kommenden akademischen Jahren 21.500 Euro zum theologischen Programm an der Teofilo Kisanji University der Moravian Church in der Stadt Mbeya (Tansania, Südwestprovinz) beitragen. Studierende wie Lena Philipo Seme (Bachelor of Divinity), Atuganile Andolile Damson (Bachelor of Divinity) und Hanna Katamba (Master of Divinity) – siehe das Foto hier – haben jetzt die Möglichkeit, sich auf ihre zukünftige Arbeit in Kirche und Gesellschaft optimal vorzubereiten. Letztere war bereits als Pastorin aktiv. Die Hochschule ermöglicht auch Zertifikat- und PhD-Abschlüsse. Der finanzielle Beitrag der ZZg wird für Stipendien und zur Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten an der Universität genutzt. Investiert wird auch in die digitale Infrastruktur (Kauf eines Generators und eines Servers, bessere Internetverbindung). Darüber hinaus werden ein digitales Klassenzimmer und ein Digitalstudio eingerichtet."

Erste Doktoranden-Verteidigung an der "Teofilo Kisanji University"

In dicken bunten Lettern prangte kürzlich auf der Frontsite der neu gestalteten Internetseiten der Teofilo Kisanji University (TEKU) der Moravian Church in Mbeya, Tansania, Südwestprovinz, der folgende Schriftzug: "Der 29. September 2026 markiert für die TEKU einen bedeutenden Meilenstein in ihrer noch jungen akademischen Geschichte, indem die Universität die allererste Doktorandenverteidigung für Rev. Agnes Nyondo ausrichtete." Siehe hier. Erfreulich für die TEKU ist letztinstanzlich auch ein 13 Jahre währender Rechtsstreit ausgegangen. Die Klage von acht Angestellten (Tutoren und Lektoren) gegen ihre Kündigung am 6. September 2013 nach schwerem Fehlverhalten wurde vom Obersten Berufungsgericht Tansanias nach mehreren vorinstanzlichen Verfahren abgewiesen. Eine Niederlage in diesem Prozess wäre für die TEKU mit hohen finanziellen Verlusten verbunden gewesen. Zur Gerichts-Berichterstattung in der Zeitung The Citizen hier.

Zu Besuch bei der Brüdergemeine in Mwanza am Viktoriasee

Der Generalsekretär Arngeir Langås und der Journalist Svend Løbner von der Brødremenighedens Danske Mission BDM besuchten die Moravian Church in Mwanza, Tansania, und fanden eine lebendige Gemeinde vor, geleitet von dem dynamischen Präsidenten Elias Mlewa. Mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern ist Mwanza die zweitgrößte Stadt Tansanias. Sie liegt landschaftlich reizvoll am Ufer des Viktoriasees. In der geschäftigen Metropole gibt es acht Gemeinden, in der Umgebung noch einmal 28 weitere kleinere und größere Gemeinden. "Unsere höchste Priorität ist es, theologisches Wissen zu vermitteln", meint Elias Mlewa. "Eine gute Lehre ist das Einzige, was sicherstellen kann, dass unsere Kirchen wachsen und nachhaltig wirken." Der Präsident spricht über die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen, um den am stärksten benachteiligten Familien zu helfen. Die Kirche verfügt auch über eine Maismühle, deren Gewinn in die Gemeindearbeit fließt. Mehr in Dänisch hier.

Ahuas Clinic erinnert an die Anfänge ihres Kinder-Ernährungsprogramms

Die Clinica Evangelica Morava in Ahuas an der strukturschwachen honduranischen Moskito-Küste erinnert wie folgt an die Anfänge ihres Säuglings-Ernährungsprogramms: "Im Februar 2016 brachte eine Frau namens Melva in unserer Klinik gesunde Zwillingsjungen zur Welt: Adicson und Aricson. Melva musste nun 14 Kinder versorgen, verfügte zu Hause aber nur über sehr begrenzte Ressourcen. Indem sie den Zwillingen das Kochwasser von Reis zu trinken gab, konnte sie zwar deren Mägen füllen, es fehlten aber die Nährstoffe, die die kleinen Körper dringend benötigten. Bald kehrte Melva in die Klinik zurück. Bei den Zwillingen wurde eine schwere Mangelernährung festgestellt. Sie wurden stationär aufgenommen und mit Säuglingsnahrung versorgt. Als die akute Gefahr vorüber war, nahm Melva die Kinder wieder mit nach Hause. Doch ohne eine Änderung ihrer Lebensumstände drohte den Babys ohne Säuglingsnahrung erneut eine Mangelernährung. Vor diesem Hintergrund starteten wir an drei Orten unser Kinder-Ernährungsprogramm, mit dem momentan mehr als 100 Kinder versorgt werden."

Radfahrer der Moravian Church gewannen 15.000 US-Dollar für die Mission

Am 13. September 2026 waren 21 Radfahrerinnen und Radfahrer sowie ein elfköpfiges Unterstütunsgsteam – alle engagiert im Board of World Mission (BWM) der Moravian Church America North –  bei der Door County Century Ride 2026, einer renommierten, schon zum 47. Mal ausgetragenen Spenden-Radtour, dabei. Die Radlerinnen und Radler des BWM legten insgesamt eine Strecke von 1.480 Meilen (ca. 2.380 Kilometer) zurück! Damit sammelten sie 15.260 US-Dollar ein und übertrafen ihr Ziel von 10.000 US-Dollar bei Weitem. Das gesammelte Geld fließt in den Until He Comes Fund des BWM, einen Fonds mit einem geplanten Umfang von 100.000 US-Dollar, der die Missionsarbeit der Moravian Church America North für die kommenden Generationen sichern soll. Diese mutige Investition spiegelt die tiefe Überzeugung wider, dass die auf Christus ausgerichtete Missionsarbeit auch in Zukunft Bestand haben und wachsen wird. Sie würdigt zudem die treuen Gaben älterer Unterstützer.

"Board of World Mission" bietet Gemeinden "Better World Micro-Grants" an

Das Board of World Mission, die Moravian Ministries Foundation in America und die Commission on Congregational Development der Moravian Church America North haben sich zusammengetan und ein neues Programm für Mikrozuschüsse an die Gemeinden ins Leben gerufen. Ab dem 1. Januar 2027 bieten sie "Better World Micro-Grants" an. Bevorzugt werden bei der Mittelvergabe solche Projekte, die von Jugendlichen geplant und geleitet werden. Die Projekte sollten sich auf die Bereiche Bewahrung der Schöpfung, Fürsorge füreinander und Pflege guter Beziehungen konzentrieren. Die Gemeinden werden ermutigt, Jugendliche, junge Erwachsene, Gemeindeleitungen, Mitglieder und Partner aus der Gemeinde zusammenzubringen, ihnen zuzuhören, mit ihnen zu träumen und sich vorzustellen, wozu Gott Sie gemeinsam beruft. Es werden zunächst bis zu zehn Zuschüsse in Höhe von jeweils 1.000 US-Dollar vergeben. Mehr zum Programm hier.

Kurzbericht von der internationalen Jugendfreizeit 2026 auf dem Herrnhaag

Im Sommer 2026 nahmen 26 Jugendliche aus der Moravian Church America North an internationalen Jugendfreizeiten teil. Das Board of World Mission der Moravian Church America North berichtete am 29. September 2026 über die sechs Jugendlichen, die nach Europa reisten: "Sie reisten  mit zwei Begleitpersonen zum internationalen Jugendcamp im deutschen Herrnhaag in Hessen. Dort verbrachten sie eine Woche voller Gemeinschaft, Glauben und Spaß gemeinsam mit Mitgliedern der Moravian Church aus der ganzen Welt. Clara Pratt von der Christ Moravian Church in Calgary beschrieb das Erlebnis als unglaublich großartig. Sie kehrte nicht nur mit neuen Freundschaften nach Hause zurück, sondern auch mit Ideen, die sie in die Jugendarbeit ihrer Heimatgemeinde einbringen möchte. Schon unmittelbar nach dem Ende der Jugendbegegnung freute sie sich darauf, nach Deutschland zurückzukehren und ihre neuen Freunde wiederzusehen.

Blick nach Suriname
  • Ein kürzlicher Werbe-Post der Brüdergemeine in Suriname: "Du kommst nach Paramaribo, findest aber dort keinen bezahlbaren Ort zum Übernachten? Dann hast du sicherlich den Gebäude-Komplex der Stadtmission der Brüdergemeine übersehen. In dem Gebäudekomplex befindet sich nicht nur ein Laden und ein Info-Stand. Schau Dir das Video an." Siehe hier.
  • Am 1. Oktober 2026 hat Sergio Lagadeau sein Amt als neuer Direktor der Medische Zending – Primary Health Care in Suriname übernommen. In diesem Amt wird er mit dem Personal gut zusammenarbeiten, um die Organisation weiter zu entwickeln und qualitativ hochwertige, zugängliche und effiziente medizinische Erstversorgung zu bieten. Siehe hier.
  • Am 1. und am 2. Oktober 2026 fanden zwei weitere Lehrertage der Stichting Onderwise (Schulstiftung der Brüdergemeine in Suriname) statt. Diesmal wurde den Lehrkräften in Paramaribo ein persönliches Coaching angeboten. Zehn Bilder von den Gruppensitzungen hier.
Ehemalige Krankenstation im "Huize Albertine" geht an einen Pflegedienst

Die ehemalige Krankenstation für Männer im Huize Albertine, einem Altenheim der Brüdergemeine in Paramaribo, Suriname, steht seit einiger Zeit leer. Und es steigt der Bedarf an Plätzen für bettlägerige und pflegebedürftige alte Menschen. Ein Pflegedienst, der bereits einen Teil des Huize Albertine gemietet hat, möchte nun auch diese Räumlichkeiten nutzen, denn alle seine bisherigen Zimmer sind belegt, und es gehen ständig neue Platzanfragen ein. Vor Einzug des Pflegedienstes in die leer stehenden Räume muss die ehemalige Krankenstation renoviert werden! Die Brüdergemeine in Suriname trägt einen Großteil der dabei entstehenden Kosten selbst. Den verbleibenden Kostenanteil in Höhe von 6.284 Euro trägt die Zeister Zendingsgenootschap ZZg in den Niederlanden. Dadurch generieren die an den Pflegedienst abgegebenen Räume schon bald zusätzliche Mieteinnahmen für das Huize Albertine. Diese tragen wiederum zur finanziellen Stabilität der Einrichtung bei – eine Win-win-win-Situation. Einige Bilder hier.

Hilferuf aus Lattingkhal, Manipur/Nordost-Indien

Der am 3. Mai 2023 ausgebrochene Minipur-Konflikt im äußersten Nordosten von Indien, ein ethnisch-religiöser Konflikt, findet in der westlichen Welt kaum Beachtung. Er kostete bisher 260 Menschen das Leben und trieb 60.000 Menschen in die Flucht. Jetzt erreichte die weltweite Brüder-Unität ein Hilferuf aus der dort gelegenen Brüdergemeine Lattingkhal, übermittelt vom Provincial Board der Missionsprovinz Südasien am 29. September 2026. Siehe hier. Gewünscht werden Gebete und materielle Hilfen. In einem Brief heißt es: "Lattingkhal ist ein Rongmei-Dorf in einem Gebiet, das von andauernden Konflikten zwischen Naga- und Kuki-Milizen betroffen ist. Regulären Assam-Truppen, die Central Reserve Police Fource und andere Kräfte schützen derzeit unsere Gemeinde, und wir danken Gott für ihre Anwesenheit. Wir fürchten um unsere Arbeit und unsere Felder. Wir bitten um Versorgung unserer Familien, deren Lebensgrundlage zerstört wurde".

Eindrückliches Konzert mit mehr als 300 Bläsern in Gqebera/Port Elizabeth

Die 1951 gegründete Moravian Brass Band Union of South Africa, deren Mitgliedsgemeinden auch schon zwei Dutzend Mal in Deutschland Konzerte gaben, konnte kürzlich ihren 75. Gründungstag feiern. Der damalige Wunsch der Leitung der Moravian Church South Africa MCSA, die Bläsermusik in den Gemeinden solle gefördert und der biblischen Auftrag in Psalm 150 ("Lobt Gott mit dem Schall von Posaunen") erfüllt werden, ist in Erfüllung gegangen. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten war ein Konzert von etwa 300 Bläserinnen und Bläsern in der riesigen Feather Market Hall in Gqebera/Port Elizabeth am 26. September 2026. Ein paar Klänge hier. Ein Foto hier. Auf Facebook heißt es nach dem Event: "Was für ein wunderbares Wochenende voller Musik, Gemeinschaft, Lachen, Freundschaft und Erinnerungen, die noch jahrelang in unseren Herzen für Jahre bleiben werden. An jeden Bläserchor, jeden Musiker, jeden Chorleiter, jeden Organisator: Danke!"

Moravian Church Labrador weist auf Seminar zur Trauma-Bewältigung hin

Die Moravian Church Labrador weist ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gemeindienst auf ein Seminar zum Umgang mit Traumata am 23. Oktober 2026 hin. Dieses findet  im Queen's College statt, einer theologischen Hochschule vor allem für Neufundland und Labrador in St. John's, Kanada. Es wird geleitet von Pater Gerald Westcott. In der Seminar-Ausschreibung heißt es: "Der Gemeindienst bringt viele Herausforderungen mit sich, die zu Traumata führen können. Diese Traumata bleiben oft verborgen. Das hat zur Folge, dass sie nicht richtig behandelt werden und eine Heilung unwahrscheinlich ist. Das Seminar zielt darauf ab, Traumata zu erkennen und Wege zur Heilung aufzuzeigen. Folgende Themen werden behandelt: Traumata und das Nervensystem, allgemeine Traumata, Pfarrtrauma, Selbstfürsorge, der Heilungsweg."Gerald Westcott diente u. a. 20 Jahre als Kaplan im kanadischen Militär, jetzt ist er Diözesan-Dekan für spirituelle Anleitung und Glaubensentwicklung in der Diözese Neufundland und Verantwortlicher für Pastoralstudien am Queen's College. Siehe hier.

Robben Island: kleine Insel mit welt- und missionsgeschichtlicher Bedeutung

Robben Island, die abgeschiedene Insel im Atlantik 13 Kilometer vor Kapstadt, Südafrika, kennen die meisten nur als Gefängnisinsel. Hier war u. a. der berühmte Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela 18 Jahre lang inhaftiert. Die Insel diente auch der Isolierung psychisch Auffälliger und Lepröser. Die Moravians begannen 1818 auf dem südafrikanischen Festland, unter ca. 100 Leprösen zu arbeiten. Die Kolonialregierung übertrug ihnen die Seelsorge an Leprösen auf der Farm "Himmel und Erde". 1844/45 wurde dieses fortschrittliche Lepradorf geschlossen. Die Patienten kamen nun nach Robben Island. In einer Petition baten sie die Regierung, dass die brüderischen Missionare mit ihnen auf die Insel kommen dürften. Ihrer Bitte wurde stattgegeben. In den folgenden Jahrzehnten kümmerten sich Mitglieder der Moravian Church unter Leitung von Joseph und Friederike Lehmann als Ärzte, Pfleger, Pfarrer und Lehrer um die Leprapatienten auf Robben Island. Siehe hier.

Download von Beschlüssen und Erklärungen historischer Unitätssynoden

Wer langfristige Entwicklungen in der Brüdergemeine und in der brüderischen Mission untersuchen möchte, kommt nicht daran vorbei, zunächst die Beschlüsse und Erklärungen der großen Synoden zur Kenntnis zu nehmen. Diese werden im Deutschen auch Synodalverlasse, im Englischen meist Results genannt. Es ist das Verdienst des Unitätsarchivs in Herrnhut, einen beträchtlichen Teil dieser Synodalverlasse in jüngster Zeit digitalisiert und damit weltweit zugänglich gemacht zu haben. Die Verlasse der acht Synoden zwischen 1764 und 1825 harren noch der Digitalisierung. Bereits jetzt können die Verlasse der elf Synoden zwischen 1836 und 1967 online studiert werden. Siehe hier. Auf die Veröffentlichung der Beschlüsse und Erklärungen der acht Synoden in jüngster Zeit (1974–2023) muss wiederum noch etwas gewartet werden. Neuerdings finden die Unitätssynoden, auf denen Vertretungspersonen aus aller Welt zugegen sind (früher Generalsynoden genannt), alle sieben Jahre statt.

Sieger-Entwurf für theologisches Buch zum 13. August 2027 vorgestellt

Im Vorfeld des 300. Jahrestages des 13. August 1727 (Feier eines versöhnendes Abendmahls als inoffizieller "Gründungstag" der Kirche) arbeitet ein Theologen-Team aus der weltweiten Brüder-Unität unter Leitung von Livingstone Thompsen und Peter Gubi an einem Buch Current Trends in Moravian Theology and Mission. Um eine gute Titelseite für dieses Buch gestalten zu können, wurde ein weltweiter Wettbewerb unter Zeichnern, Malern und Grafikern gestartet, an dem sich zwölf Künstler beteiligten. Eine Jury vergab den mit 500 Britischen Pfund dotierten 1. Platz an den Entwurf von Anita Purnell. Drei weitere Einsendungen von Patsy Holdsworth, Eva Tvrdková und Jiří Kucera, die ebenfalls in dem Buch zu sehen sein werden, wurden mit 100 Britischen Pfund prämiert. Zum Siegerentwurf: Er zeigt einen Kreis aus Männern und Frauen, die ihre Arme ineinandergelegt haben, um Verbundenheit und Gemeinschaft unter Brüdern und Schwestern zu verdeutlichen. Die vereinfacht dargestellte Kleidung steht für die traditionelle mährische Tracht jener Zeit. Die Taube in der Mitte steht symbolisch für den Heiligen Geist. Die monochrome Gestaltung steht für die Schlichtheit des Herrnhuter Ethos.
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