Der 21. August ist immer ein wichtiger Tag

Am 21. August 1732 wurden die ersten beiden Missionare Leonhard Dober und David Nitschmann von Herrnhut ausgesandt, um auf der karibischen Insel St. Thomas das Evangelium unter die versklavten Plantagenarbeiter zu bringen. Damit begann die Mission der Brüdergemeine. Dieser Tag wird in vielen Provinzen begangen. Es ist ein Tag der oftmals dankbaren Erinnerung an das, was mit den Missionaren kam: Schulen, Gesundheitsversorgung, Kindergärten, Frauengruppen und manches mehr. Nur durch diese Menschen und diese Bewegung ist aus den kleinen Anfängen die weltweite Brüder-Unität (Unitas Fratrum) entstanden. Also ein Tag der großen Freude für alle?
Neben den positiven Aspekten der Mission, wird auch immer wieder deutlich, dass mit der christlichen Mission auch europäische Kultur und Ethik in fremde Völker kamen. Sie haben oftmals indigene Kulturformen oder Ethik ausgegrenzt oder vernichtet. Zudem haben viele Missionare erst sehr spät das System der Sklaverei in Frage gestellt und damit das Leid der versklavten Menschen zu wenig gesehen. 
Somit ist der 21. August sicherlich ein Tag der gemeinsamen Freude, aber auch Aufgabe, die gemeinsame Geschichte zwischen Europäern und Indigenen kritisch zu betrachten und entstandenes Leid wahrzunehmen.

Unternehmerischer Studientag am "Moravian Institute" in Rajpur

Innovation, Kreativität und Entrepreneurship (Unternehmerschaft), das waren die Hauptthemen eines eintägigen Studientages am traditionsreichen Moravian Institute in Rajpur bei Dehra-dun, Nordindien, am 13. Juli 2026. Der Tag verstand sich als School of Entrepreneurship, denn die meisten anwesenden Schülerinnen und Schüler streben eine unternehmerische Laufbahn an. Durchgeführt wurde das Event von der Organisation Udhyam, das Hindi-Wort für Anstrengung bzw. harte Arbeit. Mit dabei waren junge Leute von der "PYDS" (Purkal Youth Development Society) und aus der nur für Mädchen bestimmten Him Jyoti School in Dehradun. Jede Schule war mit mehreren Teams vertreten, die in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander antraten. Unter den Teams aus Rajpur belegte GLAM – eine innovative Geschäftsidee zur Förderung der traditionellen Küche in Garhwal, Ladakh, Assam und Manipur den ersten Platz. Sole Spring, die Geschäftsidee für eine Plattform zur Unterstützung älterer Menschen, gewann den zweiten Preis. Die Veranstaltung war ein wunderbares Fest der Zusammenarbeit. Jede Präsentation zeugte von durchdachter Planung, Kreativität und Leidenschaft für Innovationen. 21 Bilder hier.

In Kürze erhältlich: Kalender der Missionswerke 2027

Anfang September 2026  wird der traditionelle, dreisprachige Kalender der verschiedenen Missionswerke, die in der Evangelischen Mission weltweit EMW mit Sitz in Hamburg zusammengeschlossen sind, an vielen Stellen und beim Verlag – der "Deutschen Evangelischen Missionshilfe" – erhältlich sein. Die 13 Bildmotive für 2027 tragen die Überschrift Die Kraft der Elemente. Ein Blick auf vier ausgewählte Motive hier. Die Motive dieses Kalenders zeigen, wie Menschen weltweit mit den Elementen leben und arbeiten. Ob beim Kochen, in der Landwirtschaft, beim Spielen oder im Alltag – überall nutzen Menschen die Gaben der Natur und sind zugleich auf sie angewiesen. Die Bilder erzählen aber auch von der beeindruckenden Schönheit und Stärke der Schöpfung: von tosenden Wasserfällen, trockenen Wüsten, stillen Vulkanen und dem ewigen Eis. Sie erinnern daran, dass ein gutes Leben nur im Einklang mit den Kräften der Natur möglich ist. Die Elemente sind Geschenk und Verantwortung zugleich.

Ausführlich vorgestellt: Jacques Bya’unda aus dem Ostkongo

In ihrer kleinen Sommerserie 2026 stellt die Brødremenighedens Danske Mission BDM, die dänische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, den Vorsitzenden der Brüdergemeine in der D. R. Kongo, Jacques Bya’unda, vor. Er bekennt, dass er inmitten eines von Unruhen und Konflikten geprägten Landes seine Kraft im Gebet findet. Das Gebet kühle gleichsam seinen heißen Kopf. Das Gebet befreie ihn von Sorgen. Ohne den spirituellen Dialog mit Gott könne er nichts tun, nichts im privaten Bereich und auch nichts in seiner Leitungsverantwortung. Inmitten des immer wiederkehrenden Chaos zwischen Regierungsarmee und Rebellengruppen müsse er täglich Trost geben und Führung anbieten. Daher bekennt er: "Bevor die Arbeit beginnt, bitte ich Gott um Weisheit, Energie und Schutz. Wenn mich die Herausforderungen erdrücken wollen, hilft mir das Gebet, geduldig zu bleiben und klug und aufmerksam unter Berücksichtigung aller Umstände zu handeln." Der komplette Blog-Beitrag hier.

Neues viel fotografiertes Exponat in Missionsmuseum in Genadendal

Im Missionsmuseum der Brüdergemeine in Genadendal gibt es jetzt ein neues Herzstück, wie es in einem Facebook-Post heißt. Es gehört zu den meistfotografierten Gegenständen im Museum: Eine 100 Jahre alte, meisterhaft gefertigte Sitzgruppe im Stil des Art déco. Diese Möbelstücke mit geschwungenen Holzarmlehnen im zeitlosen Design gehörten einmal Christopherus und Hendriette Wyngaard, einem in Genadendal lebenden, auch im weiten Umkreis der Missionssiedlung geschätzten Uhrmacher-Ehepaar. Dessen Nachfahren schenkten dem Museum diese Möbel – und viele historische Musikinstrumente noch dazu, denn die jetzt übereigneten Möbelstücke standen einst im Musikzimmer der Wyngaards. Das Museum freut sich nicht nur über die jetzt präsentierbare außergewöhnliche südafrikanische Handwerkskunst, sondern auch über die Erinnerung an eine Familie, deren Geschichte Teil des Erbes von Genadendal ist. Mehr hier.

Gemeinde in Burundi feiert Silberhochzeit des Pfarrer-Ehepaares

In der Brüdergemeine Gitobe, Burundi, konnten Pfarrer Joel Nyabenda und seine Ehefrau ihren 25. Hochzeitstag feiern. Das Ehepaar hatte beschlossen, die Feier mit einem öffentlichen Gottesdienst auf dem Marktplatz zu verbinden, der eine großartige Bühne für das Fest bot. Dem Ehepaar wurde auf dem Weg von ihrem Haus zum Marktplatz ein fröhliches Festgeleit gegeben. Anwesend waren auch der Bischof der Moravian Church in Burundi, Pascal Benimana, sowie der Vorsitzende des Provincial Board PB, Pfarrer Edward Augusto Nsengiyumva, und der Generalsekretär der Kirche, Pfarrer Manassé Irutingabo. In herzlichen Worten ermutigte Bischof Pascal Benimana die Eheleute, sich weiterhin treu zu sein und anderen ein gutes Beispiel zu geben. Gott sei ihnen in ihrer 25-jährigen Ehe gnädig gewesen. Die Familie gab Zeugnisse über Meilensteine im Leben des Jubelpaares. Die Eheleute beschenkte die, die ihnen in 25 Jahren nahestanden. Bilder hier.

Kurzmeldungen
  1. Auch halbrunde Jubiläen sind dazu geeignet, dem Gemeindeleben einen neuen Impuls zu verleihen. Das dachte sich die Bethabara Moravian Church in Manchester auf Jamaica und eröffnete am 26. Juli 2026 mit einem Festgottesdienst das 185. Gründungsjahr der Gemeinde. Siehe hier.
  2. Obwohl der World Helth Day 2026 offiziell schon am 7. April 2026 begangen wurde, trafen sich die Mitarbeiter des Gesundheitspostens der Ärztlichen Mission in Suriname in der Regenwald-Siedlung Brokopondo am 29. Juli 2026 zu einem Tag, der der eigenen Fitness diente. Bilder hier.
  3. Zwei der in der Stichting Onderweijs (Schulstiftung der Brüdergemeine in Suriname) zusammengeschlossenen Schulen konnten jüngst in Anwesenheit von Gästen eine Renovierungsphase abschließen: die Salimin-Schule und die H. M. Bielke-Schule in Commeweijne. Ein 150-Sekunden-Video hier. Letztere Schule feierte gleichzeitig den 45. Jahrestag ihrer Gründung.
  4. Vom 9. bis 13. Juli 2026 fand im Hayes Conference Centre in Swanwick, Derbyshire, die Provinzialsynode der British Province statt. Der aus der Unitätsprovinz Eastern West-Indies stammende Pfarrer Mikie Roberts, Programmreferent für spirituelles Leben beim World Council of Churches WCC, grüßte die Synodalen im Auftrag seiner Organisation und gab der Synode einen spirituellen Impuls. Mehr hier.
  5. Schuluntersuchungen, in Deutschland aus der Mode gekommen, sind eine Hilfe für die Menschen in Suriname. Zweimal im Jahr werden im tropischen Binnenland die Schulen der Brüdergemeine von sogenannten Gesundheitsassistentinnen besucht. Bilder vom Besuch in einer namentlich nicht genannten Schule gibt es hier. Bei dem Besuch geht es um: Größe und Gewicht, Hautuntersuchungen, Sehtest, Ohrenuntersuchungen, Zahnkontrolle und Hinweise zur Zahnpflege, Hämoglobinbestimmung, Entwurmung, Beurteilung der persönlichen Hygiene, Gesundheitsvorsorge und allgemeine gesundheitliche Aufklärung.
  6. Pfarrer Walter Calle Peralta und Tania Sanchez aus der Peru posteten am 4. August 2026 einige mit Musik unterlegte Bilder vom Gemeindeleben am ersten August-Wochenende 2026. Siehe hier und hier. Tania Sanchez arbeitet hauptberuflich als Finanzverantwortliche für den Consejo de Eglesias de Cuba, den Ökumenischen Rat der Kirchen auf Kuba.
  7. Am 9. August 2026 um 18 Uhr wird es unter Schirmherrschaft von Bischof Ezra Parris in einer Veranstaltungshalle in Bridgetown - organisiert von der Barbados-Konferenz der Unitätsprovinz Eastern West-Indies - eine Theatrical Production unter dem Motto Moravians got Talents (Die Brüderischen haben Talent) geben. Siehe hier. Eintritt: 75 Barbados-Dollar. Die Währung auf Barbados ist fest an den US-Dollar gekoppelt (2 BBD = 1 USD). In einem kurzen Video weist die Moravian Church auf Barbados auf  ihre 260-Jahrfeier und die geplanten Aktivitäten hin. Siehe hier.
  8. Aus der Partnergemeinde Ibungu im tansanischen Südhochland sind Joyce Ghambi und William Mashimbi Anfang August 2026 wohlbehalten auf dem Herrnhaag angekommen. Geschwister aus der Brüdergemeine Rhein-Main werden mit ihnen vielfältige Gemeinschaft haben und auch Reisen unternehmen. Bilder hier.
  9. Im Gegenzug besuchte kürzlich Bettina Nasgowitz, die Projektverantwortliche der Herrnhuter Missionshilfe, für längere Zeit Tansania und Sansibar, um Gemeinden und Partnerorganisationen zu besuchen und sich allgemein ein Bild von den Projekten vor Ort zu machen. Bilder hier.

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