Neues Projekt zur Stärkung der psychischen Gesundheit wird entwickelt

Die Moravian Church in Tanzania – Eastern Province (MCT-EP) hat gemeinsam mit Tanzania Mwangaza TAM die Entwicklung eines neuen Pilotprojekts im Bereich psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung gestartet. Bei einem ersten Treffen in Chamazi kamen Vertreterinnen und Vertreter der Kirchenleitung sowie Mitarbeitende von TAM zusammen, um die Ziele und nächsten Schritte des Programms zu besprechen. Wichtig war dabei, die Erfahrungen und Bedürfnisse der Menschen vor Ort von Anfang an einzubeziehen. Das geplante Projekt soll das Bewusstsein für psychische Gesundheit stärken, Vorurteile abbauen und Menschen in schwierigen Lebenssituationen bessere Unterstützung ermöglichen. Gleichzeitig sollen Gemeinden befähigt werden, Orte der Begleitung, des Zuhörens und der gegenseitigen Unterstützung zu schaffen. Der gemeinsame Austausch bildet nun die Grundlage für die weitere Entwicklung des Programms.

Sternberg-Kinder glücklich bei der Zubereitung von Keksen

Das Star Mountain Rehabilitation Center SMRC der weltweiten Brüder-Unität in der Nähe von Ramallah, Palästina/Westbank, meldete kürzlich auf Facebook: "Wir freuen uns, Euch die fröhliche Atmosphäre näherzubringen, die die Kinder unseres Kindergarten- und Schulprogramms im vergangenen Mai erleben durften. Eine auf Pädagogik spezialisierte Freiwillige führte eine besondere Aktion durch. Diese stand ganz im Zeichen der Zubereitung von Keksen anlässlich des jährlichen Opferfestes (Eid al-Adha), des höchsten Festes im Islam, das jährlich am zehnten Tag des islamischen Monats Dhū l-Hiddscha stattfindet. Die Kinder beteiligten sich hingebungsvoll und voller Begeisterung an sämtlichen Arbeitsschritten der Keksherstellung. Ihnen stand dabei ein Lächeln im Gesicht. Die Aktion, die mit dem Verspeisen der Kekse endete, stärkte den Zusammenhalt bzw. die Bereitschaft zu Teamarbeit. Zugleich bot sie die Gelegenheit, durch spielerisches Lernen und positive Interaktion lebenspraktische sowie soziale Kompetenzen weiterzuentwickeln." Viele Bilder hier.

Neue Rolle für Missionsgesellschaften in Dänemark?

Arngeir Langås, der Generalsekretär der Brødremenighedens Danske Mission BDM im dänischen Christiansfeld, äußerte sich in einem Artikel in den BDM nyt (heft 2-2026) über eine potentiell neue Rolle der Missionsgesellschaften in Dänemark. Nach dem Inkrafttreten eines neuen Staatskirchengesetzes am 1. Januar 2026 sieht er eine neue Chance, die Kompetenzen der Missionswerke beim Gemeindeaufbau zu unterstützen. In dem neuen Gesetz heißt es: „Der Gemeindekirchenrat ist für die Arbeit der dänischen (Staats-)Kirche in der Gemeinde verantwortlich und muss einen guten Rahmen für die Verkündigung des Evangeliums, Gottesdienste, kirchliche Aktivitäten, Lehre, Diakonat und Mission schaffen.“ Hier gehe es um Mission, meint Arngeir Langås. Das Verhältnis zwischen Kirche und Mission habe sich in den letzten Jahren gewandelt. Missionsvereine wie BDM könnten die dänische Staatskirche bei ihren Aufgaben unterstützen. Seit 1870 habe BDM über tausend Missionare aus Dänemark ausgesandt, vor allem nach Afrika und Asien. In Sachen Mission sei man Experte. Die Erfolge von BDM könnten sich sehen lassen. Mehr hier (S. 12+13).

Dänische Krankenschwestern halfen im "Sikonge Hospital"

Susanne Bach-Jensen und Christina Nielsen vom Krankenhaus in Holbæk auf Sjælland, der größten Insel Dänemarks, reisten schon 2025 nach Tansania, um ihre Kompetenz den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sikonge Mission Hospitals der Moravian Church in Tansania (Westprovinz) zur Verfügung zu stellen. Das teilte die Brødremenighedens Danske Mission BDM in Christiansfeld am 5. Juni 2026 mit. Ein längerer Artikel von Svend Løbner hier. Beide Frauen sind ansonsten in der Notaufnahme des Krankenhauses Holbæk tätig. Ihre Erfahrungen und Anleitungen waren hilfreich für das traditionsreiche Missionskrankenhaus. Christina Nielsen hatte bereits mehrmals als Krankenschwester in Grönland gearbeitet, daher war es für sie nichts Neues, sich außerhalb der Landesgrenzen aufzuhalten. Für Susanne Bach-Jensen war so ein Einsatz etwas Neues. Besonders vorbereitet hatten sich die Frauen auf die Behandlung schwerer Verbrennungen, die es im ländlichen Afrika häufig gibt, weil die Bevölkerung über dem offenen Feuer kocht. Die Helferinnen wurden in Sikonge überaus freundlich aufgenommen und gefeiert. Dankbar und mit tiefen Eindrücken von Armutsgefälle Dänemark-Tansania kehrten sie nach Hause zurück.

Jubiläum "80 Jahre medizinischer Dienst in Ahuas"

Am 16. Juni 2026 begeht die Clínica Evangélica Morava in Ahuas in der honduranischen Mosquitia ihren 80. Gründungstag. Was einst als kleiner Außenposten der Mission begann, hat sich zu einem medizinischen Zentrum mit einem breiten Spektrum an Dienstleistungen zur Unterstützung zehntausender Patienten entwickelt. Vier aktuelle Bilder hier. Die Ärztin Dr. Dominga konnte ihr Medizinstudium dank eines Stipendiums des Board of World Mission BWM der Brüdergemeine in Nordamerika absolvieren und ist nun aus dem Ärzte-Team nicht mehr wegzudenken – ein eindrucksvolles Zeugnis für die Bedeutung langjähriger Beziehungen. Derzeit absolviert eine Pflegefachkraft aus Ahuas ihr Medizinstudium mithilfe eines ähnlichen Stipendiums. Die Bauarbeiten für ein neues Ärztehaus, das dem wachsenden Team der Klinik als Unterkunft dienen soll, sind im Gange. Das Ernährungsprogramm für Kleinkinder, das täglich Dutzende von Kindern in und um Ahuas versorgt, ist nach wie vor unverzichtbar.

Jahresbericht 2025 des "Board of World Mission" erschienen

Im vierteljährlich erscheinenden Magazin der Moravian Church North America The Moravian (Heft 2-2026) ist auf den Seiten 13 bis 39 in englischer Sprache der Jahresbericht 2025 des Board of World Mission BWM in Nordamerika abgedruckt. Siehe hier. Der Bericht steht unter dem Motto: Was wir gemeinsam geschafft haben. Vorgestellt wird das Board of Directors. Dann wird ausführlich über die Hilfen des BWM für die Moravian Church in Honduras in der Mosquitia berichtet. Dann gibt es kurze Artikel über die Ukraine-Hilfe, die Katastrophenhilfe und die Jugendarbeit des BWM. Auch von der neu entstehenden Moravian Church in Brasilien ist in dem Bericht die Rede. Zurückgeblickt wird auf den sogenannten Panama-Prozess, ein Begriff für die verbindlichere Zusammenarbeit der Moravian Churches in Lateinamerika, sowie auf das Engagement des BWM für die Entschuldung überschulderter Staaten vor allem im Süden. Natürlich fehlen auch nicht die üblichen Informationen über die Finanzen des BWM im Jahr 2025.

Vorgestellt: Die BWM-Sommerpraktikanten 2026

Potentielle künftige Führungskräfte haben auch 2026 eine Chance zu einem Sommer-Praktikum im Board of World Mission BWM der Brüdergemeine in Nordamerika. Katie, Tenna und Wil werden sich bei Missionseinsätzen, Sommercamps und einem Besuch bei der Brüdergemeine in Peru bewähren können. Im Inland werden sie BWM helfen, globale Partnergeschichten zu schreiben. Hinter den Kulissen werden sie dafür arbeiten, missionarische Ressourcen in den Gemeinden zu erschließen. Katie Owens wuchs in der Central Moravian Church in Bethlehem, PA, auf. Sie studiert Genetik und Entwicklungsbiologie. Tennessee Derenne wuchs in der West Side Moravian Church in Green Bay, Wisconsin, auf, wo die Brüdergemine ihr ein Eckpfeiler war. Sie studiert Fischerei und Wildtiermanagement. Wilberth Weiß wuchs in Managua, Nikaragua, auf. Später zog er nach Miami, Florida. Die Brüdergemeine prägte hier und dort  seinen Weg. Er studiert Informatik an der Florida International University.

Bewusstsein für die Gefahren des Bluthochdrucks geweckt

Die Medische Zending – Primary Health Care Suriname hat am 1. Juni 2026 bei den Menschen in Goejaba, einem Dorf im Regenwald im Bezirk Sipaliwini, das Bewusstsein für die Gefahr des Bluthochdrucks geweckt. Eine medizinische Informations-Veranstaltung in der Poliklinik stieß in dem Dorf tief im Süden von Suriname auf Interesse, da dort im Allgemeinen wenig gesundheitliche Aufklärung erfolgt. 28 Einwohner von Gojaba besitzen nun gründliche Einblicke in die Ursachen, Risiken und Präventionsmöglichkeiten bezüglich Bluthochdruck sowie in die Bedeutung regelmäßiger Blutdruckkontrollen. Die Ärztliche Mission in Suriname schreibt: "Unser Dank geht an die Kollegen Marijke Pomba und Mariska Baino, die sich mit viel Einsatz und Fachwissen um diese Aufgabe gekümmert haben. Immer wieder arbeiten wir in Suriname für gesündere Gemeinschaften durch Bildung, Prävention und durch ein für alle Menschen zugängliches Gesundheitswesen." Zwei Bilder hier.

Medizinische Güter von Paramaribo nach Stoelmanseiland transportiert

Wer Güter in das tropische Binnenland von Suriname bringen will, in dem es kaum Straßen gibt, der hat es mit großen logistischen Herausforderungen zu tun. Davon zeugt ein Bericht der Medische Zending – Primary Health Care vom 3. Juni 2026 über den Transport von medizinischer Ausrüstung von Paramaribo zum Gesundheitsposten in Stoelmanseiland, District Sipaliwini. Siehe hier. Die teils empfindlichen Güter reisten zunächst auf der Straße nach Papatam in Albina, wo sie von Kraftfahrzeugen auf Korjale für die Weiterfahrt über den Marowijne-Fluss ins Landesinnere umgeladen wurden. Eine gute Verstauung auf den schmalen Booten war erforderlich, um eine sichere Flussfahrt zu gewährleisten. Weiter ging die Reise in Richtung Langatabbetje und schließlich nach Stoelmanseiland. Diese Aktion unterstreicht, wie wichtig eine funktionierende Logistikkette im Gesundheitswesen gerade im Landesinneren ist. Mit Teamwork gelang die Aktion.

In Drietabbetje am Marowijne-Strom ging es um Zahngesundheit

Eine der abgelegensten Siedlungen auf der Welt, in denen es eine Schule der Moravian Church und eine Poliklinik der Medischen Zending gibt, ist Drietabbetje am Marowijne-Strom tief im tropischen Regenwald von Suriname. Aber auch hier ist die kindliche Zahngesundheit ein wichtiges Thema. Am 5. Juni 2026 nahmen daher Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 3 an einer Unterrichtsstunde zur Zahngesundheit und an einem anschließenden Zahncheck teil, durchgeführt von Gesundheitsassistenten der Medische Zending in Suriname in der lokalen Poliklinik. Auch das richtige Zähneputzen und eine gesunde kindliche Ernährung waren wichtige Themen. Viele abstrakte, fremd klingende Dinge wie Mundhygiene und Zahnprophylaxe wurden den Kindern spielerisch vermittelt. Diese Aktivität war Teil des staatlichen Schulgesundheitsprogramms, das darauf abzielt, gesundheitliche Probleme von Kindern in allen Regionen des Landes frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Mehr Infos und Bilder hier.

Spenden aus den Niederlanden helfen dem "Moravian Theological Centre" in Kapstadt

Die Zeister Zendingsgenootschap ZZg in den Niederlanden berichtete am 3. Juni 2026 auf Facebook: "Mit einem Beitrag von 10.000 Euro unterstützten wir 2024 das Moravian Theological Centre in Kapstadt-Heideveld. Dank dieser Hilfe konnten sich Schülerinnen und Schüler weiterbilden, Prüfungen ablegen und sich auf ihre Arbeit in der Kirche vorbereiten. Ein bemerkenswertes Ergebnis: Drei Theologiestudentinnen – Rosy Engel, Fundiswa Ngubo und Verona Turner-Solomons – haben ihren Bachelor-Abschluss in Theologie erreicht und werden jetzt in verschiedenen Brüdergemeinen in Südafrika eingesetzt. Die Unterstützung der ZZg macht nicht nur das Studium möglich, sondern trägt auch zum Wohnen, zur medizinischen Versorgung, zu Konsultations- und Fahrtkosten bei. Das Moravian Theological Centre dankt im Namen aller Schülerinnen und Schüler, die von dieser Unterstützung profitiert haben, den Spenderinnen und Spendern der ZZg!". Einige Bilder hier.

Zehn Taufen in Kanyange, Burundi

Die Moravian Church in Burundi gab kürzlich auf Facebook folgendes bekannt: "In der Gemeinde Kanyange im Kirchenbezirk Karusi fand am Sonntag, dem 31. Mai, ein Taufgottesdienst für diejenigen statt, die das Begehren hatten, neue Geschöpfe zu werden. Zehn Personen wurden Kinder Gottes, darunter zwei Erwachsene und acht Unmündige. Zwei Christen, die aus anderen Gemeinden zur Brüdergemeine hinüberkommen wollten, wurden ebenfalls öffentlich begrüßt. Alle Versammelte priesen an diesem Tag Gott, vor allem deshalb, weil die letzten Taufen, insbesondere für Kinder, schon einige Jahre zurücklagen. Die ganze Gemeinde war voller Freude." Einige Bilder hier. Zugleich wurde an diesem Sonntag die Liste ausgelegt, die besagt, welches Gemeindeglied an welchem Kalendertag mit dem Gebetsdienst im Vorfeld der nächsten Provinzialsynode, beginnend am 19. Juli 2026 – in 45 Tagen, an der Reihe ist. Zur Liste hier.

Luis Felipe Franco Laffitte in Jagüey Grande heimgegangen

Die Moravian Church Cuba beklagt den Heimgang eines ihrer prominentesten Mitglieder: Mit Luis Felipe Franco Laffitte (Franco de Jagüey), starb am 7. Juni 2026 nicht nur ein großer Künstler, sondern auch ein mitfühlender Mensch und Stabilisator der Gemeinde Jagüey Grande. Mehr als fünfzig Jahre lang widmete er sein Talent und sein Herz der Kunst und der Kultur auf Kuba. Sein künstlerisches Erbe ist in ganz Jagüey Grande zu sehen, angefangen von Wandgemälden und Skulpturen bis hin zu Porträts. Zum Verkauf durch die Cuba Foundation of the Moravian Church (Armando Rusindo Mission Foundation) in den USA spendete er großzügig viele seiner wunderschönen Gemälde. In der Gemeinde bewies er ein unerschütterliches Engagement, den Bedürftigen zu helfen und lebensrettende Ressourcen wie Medikamente, Rollstühle, Blutspenden und andere wichtige Hilfsgüter Menschen in seiner Umgebung zur Verfügung zu stellen. Ruhe in Frieden, Franco. Ein Bild von Franco hier.

Mitarbeitendenbegegnung 2026 in Herrnhut

Alle drei Jahre kommen die Mitarbeitenden der Kirchen- und Verwaltungsstandorte aus Bad Boll, Herrnhut und Zeist (Niederlande) zu einer gemeinsamen Begegnung zusammen. Dazu gehören auch die Mitarbeitenden der Herrnhuter Missionshilfe in Bad Boll. In diesem Jahr fand das Treffen in Herrnhut statt. Nach einem gemeinsamen Grillabend zum Auftakt erwartete die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm. Neben dem Besuch des Vogtshofs und einer gemeinsamen Andacht im Freien standen spannende Einblicke in die Herstellung der Herrnhuter Sterne sowie eine Besichtigung der historischen Schwesternhäuser in Kleinwelka auf dem Programm. Neben den Besuchen und Programmpunkten standen vor allem der persönliche Austausch, die Begegnung und das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Die Tage machten einmal mehr deutlich, wie wertvoll die Verbindungen zwischen den verschiedenen Standorten sind und wie wichtig das gemeinsame Unterwegssein innerhalb der europäischen Brüder-Unität bleibt.

Das Vordringen der Herrnhuter Missionare 1811 in das Innere von Labrador

Die Inuit in Nain, Nunatsiavut (früher: Labrador), erinnern sich bis heute an den brüderischen Missionar Benjamin Kohlmeister (1756–1844), der in Dresden zur Brüdergemeine fand; man kann ihn den ersten Missionar der Brüdergemeine Dresden nennen (Lebenslauf hier, ab Seite 255). Er diente – inkl. eines kurzen Heimat-Urlaubs – 34 Jahre in Labrador, vor allem in den Stationen Hopedale, Nain und Okak. Zusammen mit seinem Kollegen Georg Kmoch (1770-1857) erkundete er unter der Führung des Inuit Uttakiyok in der zweiten Jahreshälfte 1811 monatelang die Labrador-Küste und das Landesinnere mit der Absicht, geeignete Orte für neue Missionsstationen zu finden. Von dieser Erkundungsreise existiert ein ausführlicher, höchst spannender Bericht Journal of a voyage from Okak, on the coast of Labrador, to Ugava Bay, der kürzlich von dem Arktis-Historiker Kenn Harper in den Nunatsiaq News der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Siehe hier (Teil I) und hier (Teil II). Das Kirchenbuch von Okak hier.

Grönländische Gäste entdecken das Erbe der Herrnhuter

Ein Netzwerk aus Oberlausitzer Städten, der Brüder-Unität und anderen, auch internationalen Partnern will das Erbe der Brüdergemeine stärker ins öffentliche Bewusstsein holen. Der erste gemeinsame Auftritt ist für den 5. bis 7. November 2026 bei der Europäischen Leitmesse für Kulturerbe und Denkmalpflege denkmal in Leipzig geplant. Im Anschluss werden Mitarbeiter des Nationalmuseums in Nuuk, der Hauptstadt von Grönland, erstmals wichtige Stätten der Brüdergemeine in Deutschland besuchen und nach Bautzen, Kleinwelka, Niesky, Herrnhut und Schlesien reisen, um sich vor Ort ein Bild von den Erbestätten zu machen, wie die beteiligten Partner in einer gemeinsamen Mitteilung erklärten. Das Grönländische Nationalmuseum bewahrt und erforscht 4.500 Jahre arktische Geschichte, zu der auch die brüderische Missionsgeschichte auf Grönland gehört. Schon Im Dezember 2025 kamen einige Partner zu einem Netzwerktreffen in Herrnhut zusammen. Mehr hier.

Sonderausstellung in Herrnhut: "Go West! Die Herrnhuter in der neuen Welt"

Vom 10. Mai bis 25. Oktober 2026 ist im Heimatmuseum in Herrnhut eine neue Sonderausstellung zu sehen. Der Kurator der Ausstellung, Konrad Fischer, hat ihr den Titel gegeben: Go West! Die Herrnhuter in der neuen Welt - Eine Spurensuche in Nordamerika. Anlass für die Ausstellung ist der 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA. Hinzu kommt die Tatsache, dass die DFB-Nationalmannschaft zur Fußball-WM ausgerechnet in Winston-Salem Quartier nehmen wird, einer Herrnhuter Gründung aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Ausstellung geht der Frage nach: »Was haben die USA und ihre Geschichte mit uns in Deutschland und speziell mit der Brüdergemeine zu tun?«  Das ist durchaus mehr, als man denkt. Tatsächlich hat diese kleine Kirche, die sich damals in Europa selbst noch in der Entwicklung befand, in Nordamerika viele Spuren hinterlassen. Dies gilt insbesondere für die Zeit vor der Gründung der USA im Jahr 1776, weshalb ein Schwerpunkt der Ausstellung auf dieser Epoche liegt. Neben bekannten Namen wie Zinzendorf, Spangenberg und Zeisberger werden auch weniger bekannte Persönlichkeiten der Moravian Church vorgestellt, die ebenso spannende Lebens- und Wirkungsgeschichten aufweisen. Dabei geht es z. B. um den Gitarrenbauer Christian Friedrich Martin, den Pilzkundler Lewis David de Schweinitz oder den Architekten Benjamin Latrobe. Viele kennen sicher noch Chingachgook, die große Schlange, den populärsten DDR-Indianerfilm. Weniger bekannt ist, daß die Figur des Chingachgook einen realen Hintergrund hat. Tatsächlich hieß dieser Mohikaner Tschop und wurde 1742 von brüderischen Missionaren getauft. Auch seine Geschichte wird in der Ausstellung erzählt. Mehr hier.

Kurzmeldungen
  1. Mit einer mit lateinamerikanischer Musik unterlegten Bilder-Folge grüßt die Moravian Church in Peru im Mai 2026. Die Bilderfolge stammt von Walter Calle Peralta. Siehe hier. Einen von Walter Calle Peralta geleiteten Familiengottesdienst aus Chiclayo gibt es hier.
  2. Einen kleinen Einblick in ihren Kindergottesdienst am Pfingstsonntag, dem 24. Mai 2026, ermöglicht die Moravian Fellowship in Delhi, Nordindien, mit einem Facebook-Post. Siehe hier.
  3. Am 20. Mai 2026 wurde per Facebook gemeldet, dass Genadendal in Südafrika schon seit zehn Tagen ohne Elektrizität ist. Viele Bäume stürzten um, sodass oberirdische Stromleitungen über Land beschädigt wurden: Auch das Missionsmuseum ist ohne Strom. Die Ausstellungsräume sind unbeleuchtet. Auch die Telefone sind außer Betrieb. Das Museum dankt seinen Besuchern herzlich für die bewiesene Geduld und für die anhaltende Unterstützung in dieser schwierigen Zeit. Das finstere Museum hier.
  4. Am Sonntag, dem 31. Mai 2026, feierte die Iglesia Moravos Ebenezer in der Stadt Santa Clara auf Kuba das letzte der großen Kirchenfeste in der ersten Hälfte des Kirchenjahres, das Trinitatisfest. Siehe hier. Wie fast immer feierten den Gottesdienst die jungen und die alten Gemeindeglieder gemeinsam.
  5. Ein Oldie Goldie Sing Out gab es in der Trinity Moravian Church auf Tortola (Britische Jungferninseln) am Sonntag, dem 31. Mai 2026. In diesem Gottesdienstformat werden vor allem alte, beliebte Lieber (Goldstücke, Lieblingslieder) gesungen bzw. vorgesungen. Ein Video des gesamten Gottesdienstes hier.
  6. Die Brüdergemeine Cruz de la Esperanza (Kreuz der Hoffnung) in Chiclayo, Peru, hat einen eigenen Facebook-Auftritt für ihre missionarischen Aktivitäten. Walter Calle Peralta, der Pfarrer der Gemeinde, postete am 5. Juni 2026 ein Video vom dritten und letzten Abend eines Bibelseminars unter der Überschrift Gott ist es, der richtet. Siehe hier.
  7. Vier Schnappschüsse gibt es von Dimchui Rongmei (der erste Schnappschuus auch mit dessen Ehefrau Dimjeng) von seinem Dienst für die Moravian Church in der tansanischen Südwestprovinz. Dimchui und Dimjeng stammen eigentlich aus der Moravian Church in Nordindien, arbeiten aber seit kurzem in Tansania. Das erste Bild zeigt das Ehepaar, wie es am 10. Mai 2026 Julius Thomas Sikana in Mbozi zu dessen Weihe zu einem Bischof der Brüder-Unität gratuliert. Das zweite Bild zeigt Dimchui mit seinen tansanischen Kollegen. Das dritte und vierte Bild zeigt ihn bei einer Kinder-Evangelisation auf der Straße von Mbeya.
  8. Das Provincial Board of the british Province hat entschieden: Das Hauptquartier der Kirche einschließlich des Provinzialarchivs wird nach sorgfältiger Prüfung von Muswell Hill, London, in die traditionelle Ortsgemeinde Fulneck in Pudsey, West Yorkshire, umziehen. Der entsprechende Prozess beginnt bereits im Sommer 2026.

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