Feierliche Eröffnung des Kindergartens in Iringa

Am 18. Juli 2025 wurde in Iringa, Tansania, der neue Kindergarten der Moravian Church feierlich eröffnet – ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Familie Göbel in Zusammenarbeit mit der Stiftung FLY & HELP. Zur Einweihungsfeier war die Spenderfamilie vor Ort und wurde herzlich empfangen: Ein Chor begrüßte die Gäste musikalisch, Kinder präsentierten kleine Aufführungen, und die Kinder der Familie Göbel überreichten persönlich Spiel- und Lernmaterialien an die künftigen Kindergartenkinder. Besonders bemerkenswert: Mathilda und Thea Göbel hatten das Geld für die Geschenke selbst durch Flohmärkte und den Verkauf eigener Bilder gesammelt. Nach der offiziellen Übergabe wurde gemeinsam gegessen und gefeiert – ein Tag voller Freude und Dankbarkeit für alle Beteiligten. Seit Mitte Juli ist der Kindergarten auch offiziell genehmigt. Schon bald werden zahlreiche Kinder aus der Umgebung hier einen sicheren Ort zum Spielen, Lernen und Aufwachsen finden. Ein starkes Zeichen für gelebte Solidarität und Bildungsgerechtigkeit.

"Safe Space" Projekt - Schutz und Perspektive für geflüchtete Mädchen aus dem Kongo

Im Dzaleka-Flüchtlingscamp, das längst seine Kapazitäten überschritten hat, suchen tausende Menschen aus Krisenregionen wie der DR Kongo Schutz – viele von ihnen sind junge Frauen, die auf der Flucht Gewalt und Ausbeutung erlebt haben. Für sie ist das Leben im Camp besonders gefährlich. Gemeinsam mit MoHDevS, dem lokalen Partner der Herrnhuter Missionshilfe, hat das Atsikana Walani Technical College ein "Safe Space" Nothilfeprogramm gestartet: 20 Mädchen erhalten einen sicheren Zufluchtsort mit Unterkunft, Versorgung und psychosozialer Betreuung. In einem geschützten Raum („Safe Space“) können sie zur Ruhe kommen, über Erlebtes sprechen und neue Stärke gewinnen. Gleichzeitig erhalten die jungen Frauen Zugang zu Bildung und Berufsausbildung – etwa in Schneiderei, Elektrik oder Solartechnik. Ziel ist es, ihnen langfristige Perspektiven und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu ermöglichen. Dieses Pilotprojekt geht über reine Nothilfe hinaus: Es schafft Schutz, stärkt Selbstvertrauen und eröffnet konkrete Zukunftschancen – für ein Leben in Würde.

Erfolgsgeschichte aus Sansibar - Orestas Weg zur Selbstständigkeit

Oresta Osward Anganisye (27) stammt aus Mbeya in Tansania. Wie viele Mädchen in ihrer Region musste sie die Schule abbrechen, nachdem sie in der Sekundarstufe schwanger wurde. Jahrelang zog sie ihren Sohn allein groß – ohne Ausbildung und ohne berufliche Perspektive. 2024 erhielt sie ein Stipendium für das Herrnhuter Berufsbildungszentrum (Herrnhuter Academy) für Tourismus und Hotelmanagement in Sansibar. Dort absolvierte sie eine Ausbildung im Bereich Food Production – gefördert durch die Herrnhuter Missionshilfe. Nach einem Praktikum im Melia Hotel arbeitet Oresta heute als Köchin und Betreuerin an der Mwangaza Academy. Sie kann ihren Sohn versorgen und blickt mit Zuversicht in die Zukunft. Orestas Geschichte zeigt: Bildung eröffnet neue Wege – besonders für junge Frauen, die bisher kaum Chancen hatten.

Solare Bewässerung und nachhaltige Landwirtschaft auf Sansibar

Bettina Nasgowitz, Referentin für Projekte und Finanzen der Herrnhuter Missionshilfe, besuchte gemeinsam mit der NGO Tanzania Mwangaza zwei beeindruckende Landwirtschaftsinitiativen auf Sansibar. In Kilongani bewirtschaftet die Shukurani Zetu Women Group ihr Land mit Unterstützung einer Solaranlage und Brunnenanlage – ein großer Gewinn in Zeiten extremer Trockenheit. Die Gruppe erwirtschaftet eigenes Einkommen und investiert vorausschauend in ihre Zukunft. In Jozani kämpft die Kimbojo-Gruppe noch mit unzuverlässiger Stromversorgung – eine Solaranlage wäre hier ein nächster wichtiger Schritt. Beide Gruppen zeigen eindrucksvoll, wie lokale Initiativen und gezielte Förderung nachhaltige Entwicklung ermöglichen.

Erste-Hilfe-Kurs für Mitarbeitende auf dem Sternberg

Im Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah (Palästina/Westbank) geht die ruhige Sommerzeit allmählich zu Ende. Am 22. Juli 2025 bot der International Medical Education Trust (IMET 2000) mit Sitz in Großbritannien den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Förderzentrums einen kostenlosen eintägigen Erste-Hilfe-Kurs an. Das Wissen um lebensrettende Maßnahmen und die Beherrschung dieser Maßnahmen ist für kritische Situationen, wie sie in Palästina derzeit jeden Tag vorkommen können, unumgänglich. 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen des Förderzentrums nahmen daran teil. Das Handeln bei folgenden Notfällen wurde geübt: epileptische Anfälle, Knochenbrüche, Bisse, Bewusstlosigkeit und Ersticken. Die Schulung umfasste auch realitätsnahe praktische Anwendungen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung und zur Verwendung eines AED-Gerätes (Automatisierter externer Defibrillator). Vier Bilder hier.

Bildbericht über Erfolge beim Wiederaufbau des südafrikanischen Wupperthal

Die südafrikanische Website The Heritage Portal veröffentlichte kürzlich einen längeren, eindrücklich bebilderten Beitrag von Graham Jacobs über die 1830 gegründete Missionsstation Wupperthal bei Cederberg (Westkap). Teile des denkmalgeschützten Ortes waren in der Nacht vom 30. zum 31. Dezember 2018 von einem verheerenden Feuer verwüstet worden. Von den 113 Wohngebäuden im Ort wurden 53 (die meisten davon historisch bedeutsame Bauten) vollständig zerstört. Die Brandkatastrophe in Wupperthal von Ende 2018 gilt bezüglich der Anzahl der zerstörten Gebäude als größte Katastrophe in Südafrika seit dem Erdbeben in und um Tulbagh im Jahre 1969. Der Beitrag auf der o. g. Website dokumentiert die bislang erzielten großen Erfolge beim Wiederaufbau des Ortes. Unter der Überschrift Wupperthal – From Fire to Restauration werden viele Gebäude im zerstörten Zustand und im Zustand nach dem Wiederaufbau vorgestellt. Mehr in Englisch hier.

Einladung zur KASA-Tagung im September 2025 in Bad Boll

Nachdem die Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) im Dezember 2024 in Bad Boll eine erfolgreiche Tagung zu 30 Jahre Demokratie in Südafrika durchführen konnte, wendet sie sich mit der diesjährigen Konferenz - wieder in Bad Boll - dem Thema geschlechtsspezifischer Gewalt zu, das vor allem junge Menschen in Südafrika bedroht. Vom 26. bis 28. September 2025 will die KASA gemeinsam mit Aktivistinnenen, Künstlern, Wissenschaftlerinnen, religiösen Führern sowie mit jungen Menschen aus Südafrika und Deutschland geeignete Strategien gegen geschlechtsspezifische Gewalt erkunden. Durch Geschichtenerzählen, Musik, Dialog und Workshops werden die Teilnehmenden über die Wurzeln und die Realität von geschlechtsspezifischer Gewalt in beiden Ländern gemeinsam nachdenken. Die Tagung steht unter dem Motto: Walking Together Against Gender-Based Violence. Frauen wehren sich weltweit gegen Übergriffe und Gewalt. Mehr hier.

Kurzer Auszug aus einer Predigt in der "Moravian Church in Sambia"

So wurde in der Brüdergemeine in Sambia (Twatasha congregation in der Hauptstadt Lusaka) in einer Predigt im Juni 2025 zu einem mutigen Glauben gemäß dem Vorbild der alten Herrnhuter aufgerufen: "Wisst Ihr, wie das Evangelium von der Liebe Gottes zu uns kam? Wenn Ihr eine Art von Christentum praktiziertet, die nicht vom Evangelium durchdrungen ist, dann würde das Christentum mit Eurer Generation aussterben. Ich habe mich mit der Geschichte der alten Herrnhuter Brüder befasst. Sie verkauften sich als Sklaven, gaben ihr Geld für wohltätige Zwecke und machten sich in die Fremde auf, um das Evangelium zu verkündigen. Seid Ihr so anmaßend zu denken, dass Ihr in den Himmel kommt und neben ihnen sitzen werdet? Ihr seid Witzbolde!" Der Prediger meint offenbar, dass seine Zuhörerinnen und Zuhörer nur dann eine Chance haben, in den Himmel zu kommen, wenn sie dem Zeugnis der ersten Herrnhuter Missionare nacheifern. Zum Video hier.

Deutschlandfunk" zu Besuch in den Brüdergemeinen Amsterdam und Zeist

Der Deutschlandfunk, der meistgehörte Radiosender in Deutschland, brachte am Vormittag des 23. Juli 2025 in seiner Sendung "Tag für Tag" einen längeren Beitrag zu der Frage, wie und mit welchem Erfolg die Brüdergemeine ihre Missions- und Sklavereigeschichte aufarbeitet. In diesem Zusammenhang besuchte der Sender auch die Brüdergemeine in Amsterdam und interviewte in Zeist/NL das Mitglied der Unitätsdirektion, Johannes Welschen. Anlass für den Besuch war Keti Koti 2025, der 162. Jahrestag der Abschaffung der Sklaverei in der vormals niederländischen Kolonie Suriname, der heutzutage auch in den Niederlanden alljährlich festlich begangen wird. Der Beitrag würdigt, was die Brüdergemeine seit mehr als 15 Jahren im Bereich der historischen Wissenschaften sowie im zwischenmenschlichen Bereich tut, um die Folgen der Sklaverei, die in vielen Teilen der armen wie der reichen Welt noch gut sichtbar sind, zu überwinden und Versöhnung zu bewirken. Johannes Welchen verschweigt im Interview aber auch nicht, dass bis zu echter Aussöhnung noch viele Schritte zu gehen sind. Höre hier ab Minute 13.45.

Von zwei Synoden der Brüdergemeine in Honduras

Bilder vom Eröffnungsgottesdienst der XXI. Provinzialsynode der Brüdergemeine in Honduras (Missionsprovinz) in der »Iglesia Morava de Paptalaya« in Ahuas (Region Gracias A Dios) in der honduranischen Mosquitia am 30. Mai 2025 gibt es hier. Bereits zwei Wochen vorher fand in der Iglesia Morava Bethel ebenfalls in Ahuas die VIII. Generalsynode der Brüdergemeine in Honduras (Unitätsprovinz) statt. Einige Bilder sowie ein Video vom Gottesdienst am 11. Mai 2025 in der voll besetzten Kirche mit den Mitgliedern der Synode gibt es hier (bitte weiter klicken) und hier. Anwesend waren neben dem honduranischen Bischof Evelio Romero auch einige Vertretungspersonen der weltweiten Brüder-Unität. Es wurde eine neue Kirchenleitung gewählt. Das Motto der Synode lautete: "Wenn Gott mit uns ist, wer kann dann gegen uns sein? Zwischen Kämpfen und Prüfungen geht die Arbeit der Brüdergemeine weiter."

Aus dem "Ahuas Spotlight" für Sommer 2025, Teil I

Ende Juni / Anfang Juli 2025 schickte das Board of World Mission der Brüdergemeine in Nordamerika einen Container mit gespendetem medizinischen Material an die Clínica Evangélica Morava in Ahuas, Honduras. Zu den insgesamt 21.000 Artikeln, die sorgsam in den Container gepackt wurden, gehören Nahtmaterial, Spritzen, Verbandmull, Bettlaken, ein Mikroskop, Sterilisationszubehör, Injektionsnadeln und Krankenhausbetten (Schätzwert: etwa 265.5000 US-Dollar). Zwar wurden diese Materialien alle gespendet, aber es fallen noch hohe Kosten an für Verwaltungsgebühren, juristische Arbeit, Zollformalitäten, den internationalen Transport und die lokale Anlieferung vom Importhafen Puerto Cortes  über Land, über Lagunen und dann flussaufwärts bis zur abgelegenen Gemeinde Ahuas (ungefähr 25.000 bis 30.000 US-Dollar. Die Befüllung des Großcontainers geschah in Kooperation mit der NGO Hospital Sisters Mission Outreach in Springfield/IL.

Aus dem "Ahuas Spotlight" für Sommer 2025, Teil II

Ein siebenköpfiges Freiwilligen-Team aus Sturgeon Bay/WI setzte eine jahrzehntelange Tradition fort und unterstützte im Frühjahr 2025 die Clínica Evangélica Morava in Ahuas, Honduras. Unter anderem strich und reparierten die Team-Mitglieder Klinikwände, bauten Unterkünfte, schnitten Mullbinden zu und weilten auch in der Außenstelle Krupunta, wo sie im Säuglingsernährungsprogramm mitarbeiteten. Ein Team-Mitglied scheibt: "Als Krankenschwester wurde mir die tägliche Verschwendung im US-Gesundheitswesen bewusst. Ich legte Infusionen und entfernte Verbände ohne Handschuhe. Ich weiß, dass in den USA andere Standards gelten, aber man erkennt oft nicht, wie potenziell verschwenderisch wir sind." Dr. Maylo Wood, der ärztliche Direktor der Klinik, erzählt im Schlussteil des Spotlights von neu eingerichteten, regelmäßigen Fortbildungen und Auffrischungskursen für das Klinik-Personal in Kooperation mit dem Atlantic Coast Regional University Center der staatlichen Universität UNAH in La Ceiba. Zum gesamten Spotlight hier.

Geburtshilfe-Sets in großen Reisekoffern transportieren

Im Unity Women’s Desk in Winston-Salem/NC entstand kürzlich eine gute Idee. Weil für den Transport kleiner und dennoch wichtiger Geburtshilfe-Sets für Frauenorganisationen und Hospitäler der Brüdergemeine in Mittel- und Südamerika, in der Karibik und in Ostafrika unverhältnismäßig hohe Kosten entstehen, sollen diese bei Freiwilligeneinsätzen zusammen mit dem Privatgepäck der Gruppenmitglieder in die Zielländer gelangen. Dazu bittet das Unity Women’s Desk um geräumige, nicht mehr benötigte Reisekoffer mit Rollen, in denen etwa 30 Geburtshilfe-Sets Platz finden können. Die Koffer werden gepackt und bis zum Beginn der Gruppenreisen aufbewahrt in Bethania bei Winston-Salem. Kontaktperson ist Julie Tomberlin, die Leiterin des Unity Women’s Desk (julie.unitywomen@gmail.com). Zum Spendenaufruf hier. Zu den neun Dingen, die sich üblicherweise in einem Geburtshilfe-Set befinden, gibt es eine Liste. Siehe hier. Mehr zu den Birthing Kits hier.

Südafrika: Nach dem Bildungs-Workshop, vor dem Jugend-Camp

Alle Lehrkräfte und angehenden Lehrkräfte, alle Jugendleiter und Jugendleiterinnen und alle Verantwortlichen für die Sonntagsschul-Arbeit der Brüdergemeine in Südafrika waren für den 21. Juni 2025 von 10 bis 24 Uhr zu einem Workshop im Blick auf christliche Bildungsfragen eingeladen. Behandelt wurden zahlreiche Themen zur biblischen Verkündigung sowie zu gesellschaftlich-sozialen Problemlösungen. Die von der Moravian Sunday School Union in South Africa (MSUSA) organisierte Veranstaltung fand in der "Lansdowne Moravian Church" im Süden von Kapstadt statt. Siehe hier. Begonnen hat die MSUSA kürzlich mit den Planungen für ihr Jugendcamp (12 bis 16 Jahre) im südafrikanischen Frühjahr vom 10. bis 12. Oktober 2025 in Simonstad. Das letzte derartige Camp fand 2017 statt. Das diesjährige Camp steht unter dem Motto: Step into goodness, step out into glory! (etwa: Gehe Schritte der Güte! Tritt ein in Gottes Herrlichkeit!). Siehe hier.

Zwei Familien-Events der "Bethabara Moravian Church" in Mandeville

Für den 25. Juli und den 1. August 2025 lädt die Bethabara Moravian Church in Mandeville, Jamaika, zu zwei familienfreundlichen Events ein. Das erste Event, eine Kino-Nacht, findet in der Kirche sowie auf dem Kirchengelände statt, das zweite Event, ein sogenannter Emancipendence Melting Pot, in der Bethabara Primary School. Bei letzterem Event verschmelzen die Freude an der nationalen Unabhängigkeitstag und das Wissen um die Erforderlichkeit weiterer Entwicklung. Zum Kino-Abend heißt es: "Bringt Decken und eure besten Freunde mit! Macht Euch sich bereit für eine magische Nacht unter den Sternen! Seht christliche Filme, schwenkt Glühstäbe und bringt euch bei Snacks und Erfrischungsgetränke in gute Stimmung." Mehr hier. Das zweite Event wird u. a. mit Eselreiten für Kinder, einer Präsentation alter Werkzeuge, traditionellem Essen und weiteren nostalgischen Vergnügungen begangen. Motto: Ein Schmelztiegel von traditioneller Kultur, Einheits- und Segenserfahrungen. Mehr hier.

Ärztliche Mission in Suriname übergab der Regierung "Strategieplan 2025–2027"

"Die größte Herausforderung für die Ärztliche Mission in Suriname (Medische Zending - Primary Health Care) besteht in der Erreichung ihrer strategischen Ziele im Zeitraum 2025–2027. Das betonte kürzlich ihr Direktor Herman Jintie gegenüber Amar Ramadhin, dem surinamischen Gesundheitsminister. Er fuhr fort: "Das Plänemachen ist leicht, aber wir müssen die Pläne mit Leben füllen, und das erfordert Engagement, eine Menge Ressourcen und gute Zusammenarbeit." Der Direktor verschwieg nicht die Probleme: "Wir können die Arbeit nicht allein tun“. Der Strategieplan sei eng mit dem Agieren des Ministeriums für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport verknüpft, das oft hinter dem Zugesagten zurückbleibe, insbesondere bezüglich der Verbesserung der Gesundheitsversorgung im Binnenland von Suriname. Dort seien immer noch logistische und personelle Probleme an der Tagesordnung. Mehr in Niederländisch im Suriname Herald hier.

Nacheinander zwei große Jugend-Events in Suriname

Das Jugendzentrum der Brüdergemeine in Paramaribo, Suriname, berichtete kürzlich über zwei große Jugend-Events in seinen Räumen und auf seinem großen Grundstück. Als ein inspirierender Tag, an dem 30 engagierte Jugendleiter aus mehreren surinamischen Brüdergemeinen zusammenkamen, wurde die Nationale Jugendkonferenz von Sonnabend, dem 19. Juli 2025, bezeichnet. Dabei wurde intensiv über die Zukunft der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit nachgedacht und in Gruppen ein Plan für die nächsten fünf Jahre geschmiedet. Auch ein neuer Jugendvorstand und verschiedene Ausschüsse wurden gewählt. 28 Bilder hier. Gleich im Anschluss an die Konferenz war die Jugend von Paramaribo zu einer weiteren nächtlichen Power Hour (Lobpreisstunde) eingeladen. Die laue Nacht stand unter dem Motto All White Praise Party. Immer wieder gab es Lieder und Musik von Raff Chanco & The Musical Youth of God. Außerdem waren dabei: Eugene Main und Kennia Domini. Ein 40-Minuten-Video hier. 42 Fotos hier. Mehr Musik hier.

Veranstaltung zur Herrnhuter Erweckung in Livland im 18. Jahrhundert

Am Freitag, dem 1. im August 2025, findet im Herrenhaus Beļavas muiža, einst Kortenhof, die Abschluss-Veranstaltung eines Leader-Projektes der EU zur Förderung des ländlichen Raumes statt. Bei dem Projekt geht es um die Einbeziehung der Bevölkerung in die Erhaltung des nationalen Kulturerbes. Bei einer vorherigen Veranstaltung lautete das Thema: Barock, Aufklärung, Partizipation: Wege zur Demokratisierung ehemaliger Herrenhäuser. Siehe hier. Bei der o. g. Abschlussveranstaltung am 1. August 2025 soll es um die Zeit der lettischen Erweckung ab 1729/30 gehen, ausgelöst durch das Kommen vieler Herrnhuter nach Livland. Maßgebliche Förderung erfuhren die Herrnhuter in Livland durch Magdalena Elisabeth von Hallart auf Valmiermuiža, Wolmarshof, eine engagierte Pietistin. Diese erblickte am 4. Juli 1683 im Herrenhaus Beļavas muiža das Licht der Welt. Das Einladungs-Plakat hier. Referentin ist u. a. die ausgewiesene Hallart-Expertin Beata Paškevica, Germanistin an der Lettischen Nationalbibliothek in Riga.

Vor 125 Jahren: Übergabe der Grönland-Mission an die Dänische Kirche

Am 5. August 1900 – vor 125 Jahren – fand in Lichtenfels auf Grönland ein großer Festgottesdienst anlässlich der Übergabe der Grönland-Mission der Brüdergemeine an die dänische lutherische Staatskirche statt. Diese Übergabe war 1899 von einer Synode der Brüdergemeine aus finanziellen wie politischen Gründen (permanente Konflikte zwischen Dänemark und Deutschland um die Grenzziehung) mit 47 zu 2 Stimmen beschlossen worden. Schon am 3. März 1900 hatte der dänische König Christian IX. den grönländischen Missions-Präses Adolf Riedel (1845-1918) in Audienz empfangen und dabei der Brüdergemeine für ihre 167-jährige Tätigkeit auf Grönland gedankt. Zum o. g. Gottesdienst zur Verabschiedung der Herrnhuter Missionare trafen 40 größere Boote und 212 Kajaks mit mehr als 800 Grönländern (ein Drittel der gesamten südgrönländischen Inuit-Bevölkerung!) in Lichtenfels ein. Am 11. September 1900 stiegen die letzten Herrnhuter Missionare mit ihrer kleinen Habe in ein dänisches Schiff. Die Rückfahrten der Missionare finanzierte der dänische König.

Jahresfest der Brüdergemeine Pühalepa

Am Samstag, dem 26. Juli 2025, fand das Jahresfest der estnischen Brüdergemeine Pühalepa statt. Dazu war der große, hölzerne Betsaal gut besetzt. Der amtierende Hauptälteste der Brüdergemeine in Estland, Marek Roots, predigte und Musiker der Gruppe Eluallikas spielten zur Freude der Anwesenden. Siehe hier. Die Brüdergemeine Pühalepa besteht seit 1741. Ihre Blüte erlebte sie unter dem aus Herrnhut entsandten Lehrer Jakob Merrasch ausgerechnet nach dem Verbot der Herrnhuterey durch die Zarin Elisabeth I. im Jahre 1743. 15 Jahre nach ihrer Gründung hatte sie knapp 300 Mitglieder. Die ältesten Bestandteile des Betsaales datieren von 1846. Zwischenzeitlich diente der Betsaal als Schule, als deutsches Militär-Lazerett, als Lagerraum und als Gruppenunterkunft für Kinderferienlager. Die letzte große Sanierung des Betsaales fand 1993 statt. Pühalepa befindet sich im Osten der zweitgrößten estnischen Insel Hiiumaa (etwas größer als die Insel Rügen) mit vielen Sehenswürdigkeiten.

Einladung zum Gemeintag der Unitätsprovinz Jamaika in Mandeville

Die Unitätsprovinz Jamaika lädt für Sonntag, den 24. August 2025, zu einem Gemeintag ("Provincial Convention") ein. Das Event findet statt im Kendal Camp & Conference Center in Mandeville, Manchester, westlich der Hauptstadt Kingston. Hauptredner werden Pfarrerin Karlen Kirlew und Pfarrer Wayne Reid sein. Der Gemeintag steht unter dem Thema: Renewed for Mission: Healing, Building and Empowering. Maßgeblich an der Vorbereitung des Gemeintags beteiligt ist die in der Nähe des Konferenzzentrums gelegene Bethabara Moravian Church in Newport, Manchester. Zur Unitätsprovinz Jamaika gehörten zuletzt 65 Gemeinden mit 6.100 Mitgliedern. Vorsitzender der Kirchenleitzung ist seit der Synode 2022 der Pfarrer Barrington E. Daley in Kingston. Die Missionsarbeit auf Jamaika begann schon 1754. Die Brüdergemeine auf Jamaika ist derzeit eine schrumpfende Kirche. Während im 18./19. Jahrhundert noch 500 bis 1.000 Menschen zu einer Gemeinde gehörten, sind es jetzt nur etwa 100 Menschen.
 

Kurzmitteilungen
  1. Richtigstellung einer Meldung vom letzten Newsletter: Leider war die Meldung des letzten Newsletter-Beitrags „Drei junge Frauen aus Südafrika als Freiwillige in Deutschland eingetroffen“ nicht ganz vollständig. Neben den 3 jungen Frauen absolviert auch Leighlin Burns zusammen mit Zingce Dyonase den Freiwilligendienst in Herrnhaag. Wir bedanken uns für den Hinweis.
  2. Am Donnerstag, dem 17. Juli 2025, begann in Pogradec am Ohrid-See das diesjährige Sommerlager der Jugend der Brüdergemeine in Albanien. Fotos vom Eröffnungsabend hier. Das Sommerlager steht unter dem Motto: Eja Jezus, më drejto (Hej, komm schon, Jesus! Führe mich!). Der Campingplatz, der sich im Eigentum der Brüdergemeine befindet, liegt ganz nahe am riesigen See.
  3. Ein interessantes Gedanken-Experiment wagt der südafrikanische Autor Jonny Steinberg am 18. Juli 2025 in einem Artikel von The Conversation mit dem Titel What if he was in Ramaphosa’s shoes? Der Autor fragt sich anlässlich des Jahrestages der Geburt von Nelson Mandela, wie wohl der südafrikanische Nationalheld reagiert hätte, wenn er anstelle des jetzigen Präsidenten Cyril Ramaphosa die aktuellen Probleme der Republik Südafrika und des ANC lösen müsste. Zugleich wirft der Aufsatz ein Schlaglicht auf das Mandela-Bild in Südafrika 22 Jahre nach dem Tode des Apartheid-Überwinders. Siehe hier.
  4. Die 34. Synode der Unitätsprovinz Westindien-Ost auf Trinidad hat am 15. Juli 2025 für die kommenden drei Jahre eine neue Kirchenleitung gewählt. Ein Gruppenbild hier. Von links: Elisa Hodge (Assistentin der Schatzmeisterin), Lisa Maryse Roberts (Schatzmeisterin), Dr. Jeremy B. Francis (Sekretär), Pfr. Algernon Lewis (Vorsitzender der Kirchenleitung), Pfr. Dr. Adrian Smith (stellvertretender Vorsitzender), Joan John (Entwicklungsaufgaben) und Cindy Hackett (Bildungsaufgaben).
  5. Kinder und Jugendliche aus der lutherischen St.-Pauls-Gemeinde in Riga, die an einem Sommerlager im Gästehaus Purgaiļi in der Nähe des Alauksts-See teilnahmen, besuchten am 17. Juli 2025 die Christian-David-Schule bei Barkava, sehr zur Freude der dort auch in den Ferien weilenden Internatsschüler. Bei der Begegnung mit dabei waren junge Freiwillige aus Rumänien und der Schweiz. Einige Fotos hier.
  6. Mit einer von Pfarrerin Dena Grillo geleiteten Abendmahlsfeier, mit einem großen Dankeschön an die vielen freiwilligen Helferinnen bei der Versorgung sowie an das Leitungsteam und mit innigen Umarmungen ging am Sonntag, dem 20. Juli 2025, das diesjährige Jugend-Sommerlager der Brüdergemeine in Albanien, an dem auch zehn junge Moravians aus Göteborg teilnahmen, auf dem Campingplatz in Pogradec zu Ende. Das Lager stand unter dem Motto: "Komm, Jesus! Führe mich!". Besonders intensiv war das thematische Gespräch der albanischen und schwedischen Jugendlichen in Kleingruppen unter freiem Himmel, in denen ein intensiver Austausch über die Bibel und über persönliche Glaubenserfahrungen stattfand. Die meisten albanischen Jugendlichen wurden erst in fortgeschrittenem Alter getauft. Viel Freude hatte man auch bei sportlichen Aktivitäten, beim Basteln und beim gemeinsamen Essen. Zu alledem 20 Fotos hier.
  7. Die sich über viele Inseln erstreckende Unitätsprovinz Westindien-Ost hat am 14. Juli 2025 während ihrer 34. Provinzialsynode auf Trinidad einen neuen Bischof gewählt: Ezra Parris, den bisherigen Pfarrer der Brüdergemeinen Dunscombe und Sharon auf Barbados. Ein Video, das den neuen Bischof vorstellt, hier.
  8. Ein kurzer Film beweist es: Die historische Wassermühle der Brüdergemeine in Genadendal, Südafrika, aus dem Jahre 1798 ist noch voll funktionsfähig. Das in den Rillen der Mühlsteine fein gemahlene Mehl kann jetzt im Shop des Museums probiert werden. Zwei Videos hier und hier.
  9. Jean-Claude Ndihokubwayo, der Pfarrer der Brüdergemeine Mukoni in Burundi, besuchte kürzlich ein Flüchtlingslager in Nyarunazi in der Provinz Buhumuza. Dabei überreichte er Gutscheine, mit denen eine medizinische Versorgung bzw. Behandlung möglich ist. Einige Fotos hier. Mit solchen Gutscheinen konnte 41 Familien, teils Mitglieder der Brüdergemeine, teils auch Nicht-Mitglieder, zu einer besseren Gesundheit verholfen werden.

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