Einaldung: Lokale Projektpartner der Herrnhuter Missionshilfe berichten in Bad Boll

Die Herrnhuter Missionshilfe lädt ganz herzlich ein! Am 23. Juni 2025 um 19:00 Uhr haben Sie die Gelegenheit, spannende Einblicke in den Alltag und die Arbeit lokaler Partnerprojekte in Malawi, Tansania und Sansibar zu gewinnen. Die Projektpartner der lokalen Moravian Church Jonah Sinyangwe und Belinda Gondwe aus Malawi sowie Edgar Teacher aus Tansania berichten persönlich von ihren Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgen vor Ort. Erleben Sie einen Abend voller bewegender Geschichten, ehrlicher Einblicke und beeindruckender Perspektiven. Dieser Austausch wird Ihren Blick auf die Projekte in diesen Regionen erweitern und neue Perspektiven eröffnen. Die Veranstaltung findet in Bad Boll, Badwasen 6 statt. Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich von den Berichten der Projektpartner inspirieren!

Digitale Chancen für Mädchen in Malawi: Tablet-Sammelaktion für die Walani Berufsschule

Am Atsikana Walani Technical College in Malawi soll schon bald eine kleine Schulbibliothek entstehen, die klassische Bücher mit digitalen Lernmedien verbindet. Ziel ist es, jungen Frauen den Zugang zu zeitgemäßer Bildung zu ermöglichen – auch in Berufen, die technisches Know-how erfordern. Während der digitale Schulalltag in vielen Ländern zur Selbstverständlichkeit geworden ist, bleibt er in ländlichen Regionen Malawis für viele Mädchen noch immer unerreichbar. Doch gerade digitale Bildung eröffnet neue Chancen: Sie ermöglicht individualisiertes Lernen, fördert digitale Kompetenzen und schafft Perspektiven für Ausbildung und Beruf. In Kooperation mit den Handballspielerinnen von FrischAuf Frauen Göppingen und dem Werner-Heisenberg-Gymnasium Göppingen sammelt die Herrnhuter Missionshilfe gut erhaltene oder neue Tablets mit Ladegerät und aktueller Software (zum Spendenaufruf hier). Die Geräte werden vor Ort als digitale Schulbibliothek genutzt – ein niederschwelliger Zugang zu Wissen, der gezielt Mädchen fördert. Spenden können noch bis Ende Juni eingesendet oder direkt in Bad Boll abgegeben werden: Herrnhuter Missionshilfe, Projekt „Walani“, z. Hd. Markus Kuhn, Badwasen 6, 73087 Bad Boll. Jedes Tablet zählt – für Bildung, Teilhabe und eine bessere Zukunft.

Sternberg: spezielles Klassenzimmer für Kinder mit Autismus

In Fortsetzung der bisherigen, außerordnetlich fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen dem Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah (Palästina/Westbank) und dem Jerusalem Princess Basma Center for Disabled Children fand am 19. Mai 2025 eine Koordinationstreffen mit Vertretungspersonen beider Institutionen statt. Dabei ging es um die Eröffnung eines speziellen Klassenzimmers für Kinder mit Autismus auf dem Sternberg. Dieses Projekt wird mit finanzieller und technischer Unterstützung von der Princess Basma Foundation realisiert. Ziel des Projektes ist es, ganz spezielle pädagogische Angebote für Kinder mit Autismus zu entwickeln. Das Leitungstheam des Sternberg-Förderzentrums dankte der Princess Basma Foundation und würdigte deren Engagement bei der Zusammenarbeit im Dienste von Menschen mit Behinderungen. Einige Bilder hier.

Dank aus Myanmar für Hilfsgüter-Lieferung nach Erdbeben

Die folgende Nachricht von Tin Aung von der Brüdergemeine in Myanmar übermittelte am 28. Mai 2026 das Board of World Mission der Brüdergemeine in Nordamerika: "Im Namen der vom Erdbeben im März 2025 betroffenen Gemeinden möchten wir herzlich danken für Eure großzügige Unterstützung in dieser schwierigen Zeit. Euer Geld hat das Leben in den Gemeinden grundlegend verbessert. Dank Eures Mitleids und Eurer Großzügigkeit konnten wir 500 Familien mit lebensnotwendigen Gütern wie Reis, Eiern, Speise-öl und Nudeln sowie einige Familien auch mit Bargeld versorgen. Diese Güter spendeten denjenigen Familien, die nach dieser Katastrophe schwer zu kämpfen haben, viel Trost. Unsere Menschen benötigen weiter Hilfe beim Wiederaufbau ihrer Familienhäuser und ihrer Gemeinden. Wir wertschätzen Euer Engagement im humanitären Bereich sowie Euren Einsatz für die Bedürftigen sehr." Elf Bilder von der Hilfsgüter-Ausgabe hier.

Auskunft zur Brüdergemeine in Uganda

Nachdem Joachim Kreusel, Bischof der Brüder-Unität aus Ockbrook/GB, in Uganda angefragt hatte, wie es um die dortige Brüdergemeine bestellt sei, erhielt er folgende Antwort: "Sehr geehrter Bruder Bischof! Herzlichen Dank für Deine Anfrage zur Brüdergemeine in Uganda. Nachfolgend eine Beschreibung unseres Dienstes. Mit über 500 Mitgliedern wächst die Brüdergemeine in Uganda. Trotz etlicher Herausforderungen ist die Kirche ihrer Mission treu. Unsere Gemeinden befinden sich in der Zentralregion in den Distrikten Mukono, Buikwe, Kayunga und Buvuma. Es gibt derzeit zehn Gemeinden mit vier ordinierten Pfarrern. Nur eine Gemeinde verfügt über ein festes Kirchengebäude. Die übrigen Gemeinden pflegen Gemeinschaft in provisorischen Gebäuden, in gemieteten Klassenräumen, in Privathäusern und unter Bäumen. Die größte Herausforderung ist der Mangel an Land für die meisten Gemeinden. Wir hoffen aber, dass Gott für uns sorgt. Bitte übermitte Deinen Gemeinden meine Grüße und bete für unseren Dienst. Friede sei mit Dir! Pfr. Julius Mubiru, Vorstandsvorsitzender der Brüdergemeine in Uganda, Postfach 993, Mukono, Uganda, Telefon: +256779068517.

Vom Missionsfest 2025 in Christiansfeld

Vom Missionsfest der Brüdergemeine im dänischen Christiansfeld bei Kolding am Sonntag, dem 25. Mai 2025, gibt es auf Facebook einen kurzen Bericht mit drei Bildern. Siehe hier. In dem Bericht heißt es: "Mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung gefolgt und erlebten einen Tag, bei dem sich afrikanische Rhythmen mit trockenen Berichtszahlen mischten. Besonders fröhlich wurde es, als Kidd Mkandawire, ein Gast aus Malawi, die Anwesenden zum Tanzen animierte und damit ein erfolgreiches Jahr für die Herrnhuter Mission in Dänemark feierte. Der Tanz dankte den vielen Spenderinnen und Betern, die sich an die gemeinsame Aufgabe wagten, das Evangelium allen Menschen über Grenzen hinweg zu bringen. So war die Mission der Brüdergemeine in Dänemark im letzten Jahr etwa in Burundi, in Tansania, im Ost-Kongo, in Albanien und in der palästinensischen Westbank aktiv. Mit Edouard Nsengiyumva aus Burundi berichtete ein weiterer Gast aus Ostafrika, aufgewachsen in einem Flüchtlingscamp, der jetzt für 27.000 Kirchenmitglieder in 132 Gemeinden Verantwortung trägt."

Vierzig neue Matratzen für das "Kinderhaus Saron"

Das Kinderhaus Saron der Brüdergemeine in der surinamischen Landeshauptstadt Paramaribo hatte sich im Vorjahr für die Betten der Internatskinder 31 neue Matratzen gewünscht, da die Mehrzahl der alten Matratzen längst in die Jahre gekommen und kaum noch benutzbar war. Jetzt konnten mit Hilfe der Zeister Missionsgesellschaft, der niederländischen Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, sogar 40 neue Matratzen von der Firma M.A. Madhar’s in Suriname beschafft und ausgeliefert werden. Aus Paramaribo hieß es: "Die Matratzen und die Matratzenbezüge wurden sofort von den Kindern in Gebrauch genommen. Die Kinder halfen begeistert mit beim Entladen der Matratzen und beim Neubestücken ihrer Betten. Und natürlich durfte auch ein Test-Liegen nicht fehlen. Mit breitem Lächeln wurde von den Kindern festgestellt, dass es sich auf den neuen Matratzen wunderbar liegt." Einige Bilder hier.

Neue Dächer für ein sicheres Zuhause im "Huize Francis"

Das Huize Francis ist eine Senioreneinrichtung der Brüdergemeine in Suriname. Es befindet sich in Nickerie im Nordwesten des Landes und bietet seit 1976 hilfs- aber nicht pflegebedürftigen älteren Menschen ein angenehmes Zuhause. Jetzt müssen die Dächer der Einrichtung dringend erneuert werden. Das Holz der alten Dächer ist verrottet; es weist Termitenschäden auf und hat auch schon einige Löcher. All das bedroht die Sicherheit sowie die Geborgenheit der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Zeister Zedingsgenootschap, die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, unterstützt die Dachsanierung von Huize Francis mit einem namhaften Betrag, damit die älteren Menschen sich auch in Zukunft keine Sorgen zu machen brauchen. Die Initiative zur Gründung der Einrichtung ging von Pfarrer Rudy. F. Polanen aus. Die Einrichtung verfügt derzeit über 22 Plätze. Ein Video von der Einrichtung hier.

Vorfreude in Suriname auf die "Keti-Koti-Feiern" 2025

Vier Wochen vor den diejährigen Keti-Koti-Feiern in Suriname am 1. Juli, die in Erinnerung an die Überwindung der Sklaverei im Jahre 1863 stattfinden und das größte Event im Lande darstellen, steigt bei den Menschen die Vorfreude. Auf den Facebook-Seiten des Jugendzentrums der Brüdergemeine in Paramaribo heißt es: "Kommt zu unserer Keti-Koti-Feier mit viel Kultur (u. a. eine Koto-Show und Karaoke), mit Musik, leckerem Essen nach einem Koch-Wettstreit, einem Hallen-Fußballturnier und stundenlangem geselligen Beisammensein am 1. Juli 2025 von 10 bis 16 Uhr auf unserem Gelände in der Johannes-Raillard-Straße. Bitte teilt dieses Einladungs-Video." Siehe hier. Das traditionelle Thema des Tages lautet: Freiheit – Glaube – Gemeinschaft. Nachdem die Sklavinnen und Sklaven in Suriname 1863 ihre Freiheit erlangt hatten, strömten sie zu einem langen Jubelgottesdienst in die hölzerne Große Stadtkirche der Brüdergemeine in Paramaribo.

"Julius-Theodor-Wenzel-Schule" feiert 120. Gründungstag

Die Schulstiftung der Brüdergemeine in Suriname erinnerte an den 120. Gründungstag der heutigen Julius-Theodor-Wenzel-Schule in Paramaribo. Auf Facebook hieß es: "Die Schule wurde am 25. Mai 1905 als Annieschool gegründet und war nur für britisch-indische und javanische Kinder gedacht. Ca. 60 Kinder besuchten sie. Das erste Mädchen, das aufgenommen wurde, hieß Annie. Deshalb trug die Schule ihren Namen. Am 25. November 1963 wurde diese Schule in J. Th. Wenzelschool umbenannt. Julius Theodor Wenzel, der Sohn eines Herrnhuter Missionars, studierte u. a. in Berlin indische Sprachen und Religion. Er kam 1901 zurück nach Suriname und arbeitete landesweit für die Brüdergemeine. Dieser Missionar leistete unter den tausenden indischen Vertragsarbeitern, die auf den Plantagen in Suriname tätig waren, eine bahnbrechende Arbeit." Er gründete die regierungskritische Organisation Ikhtiyar aur Hakh (Freiheit und Gerechtigkeit), eine Art Gewerkschaft für die ausgebeuteten Vertragsarbeiter und ihre Familien. Er starb 1921.

Aus der Brüdergemeine in Burundi

Auf Facebook teilte die Moravian Church in Burundi am 23. Mai 2025 mit: Der Präsident unserer Kirche, Edward Augustino Nsengiyumva, und der Verantwortliche für die Frauen- und Kinderarbeit, Chantal Bakamiriza, fliegen heute nach Dänemark, wo sie an einem Gemeindetreffen teilnehmen werden. Die Kirchenleitung bittet darum, für die Reisenden und für die von ihnen vertretene Kirche zu beten. Siehe hier. Am 22. Mai 2025 besuchte die Leitung der Moravian Church in Burundi die Gemeinde in Bujumbura unter der Leitung von Pastor Manace Irutingabo. Gemeinsam besichtigte man den Bauplatz für eine Kirche in Kirekura. Die Gemeindeführung gab bekannt, dass die Bauvorbereitungen weit fortgeschritten seien und ein interessantes Stadium erreicht hätten. Der offizielle Baubeginn sei für den 27. Juli 2025 geplant. Zuvor werde es am 26. Juli 2025 eine Haus-zu-Haus-Evangelisation in den umliegenden Dörfern geben. Mehr hier.

Mission der Brüdergemeine bei den "Himmlischen Tagen" dabei

Die Himmlischen Tage sind in Dänemark eine Art regionaler ökumenischer Kirchentag. Sie fanden zuletzt vom 29. Mai bis 1. Juni 2025 (über Himmelfahrt) mit Vorträgen, Konzerten, Messeständen und Gottesdiensten im jütländischen Silkeborg statt. Das Motto lautete: Erhebt den Blick! An den Himmlischen Tagen beteiligten sich im Global Church Tent auch die Brüdergemeine in Dänemark und ihre Missionsorganisation. Blick in den Info-Stand hier. Auf Facebook hieß es: "Triff die Bürgerkirche an den Himmlischen Tagen. Hol dir etwas Gutes für deinen Gaumen. Mach mit bei der Verlosung eines schönen Herrnhuter Adventssterns. Erfahre mehr über unsere Arbeit in Ostafrika, im Westjordanland und in Albanien. Wir freuen uns auf gute Gespräche über das Leben und den Glauben. Erfahre, was die Brüdergemeine für eine Kirche ist. Sehen wir uns?" Junge Leute stellten auch das Freiwilligenprogramm vor, das Halbjahres-Einsätze in Tansania (Rukwaprovinz) ermöglicht.

Lettland: Aktionstag "Schaffe dein Feucht-Biotop"

Kinder aus den Klassen 1 bis 4, die an der Christian-David-Schule bei Barkava in Lettland (Kreis Madona) lernen und dort zum Teil auch leben, nahmen an der Aktion Schaffe dein Feucht-Biotop der Lettischen Natur- und Umweltstiftung teil. Sie brachen am 19. Mai 2025 zu einem Forschungstag in die schöne, naturnahe Schul-Umgebung auf. Dort weilten sie am Ufer des schmalen Kuja-Flusses, vermaßen einen alten Baum, fanden an der Rinde eines anderen Baumes in ziemlicher Höhe die Kratzspuren von Bärentatzen und sie sicherten die Fußabdrücke verschiedener Waldtiere. Bilder hier. Wieder zu Hause im Schulgebäude angekommen, beschäftigten die Schülerinnen und Schüler sich damit, ei paar kleine Terrarien als Mini-Öko-Systeme zu bauen und anschließend zu beleben. Ein Schüler meinte: "Das war die beste Unterrichtseinheit in meinem Leben. Wir alle hatten das Gefühl, wir würden in einem Museum arbeiten!

Glaubenskurs in Tallinn mit Lui Remmelg

Lui Remmelg, der Leiter der Brüdergemeine in Pühalepa auf der zweitgrößten estnischen Insel Hiiumaa, zeichnet verantwortlich für einen Glaubenskurs, der am 27. Mai 2025 ab 17 Uhr im Gemeindehaus der Brüdergemeine in Tallinn (Endla 68) stattfindet. In der Ausschreibung für den Kurs heißt es: "Im Kurs erfährst du, was es bedeutet, als Christ zu leben, wie Gott uns durch sein Wort und seinen Geist führt und wie er dich ausrüstet. Du erfährst, wie du auf einfache Weise deinen Glauben teilen kannst und auf welche Weise du jemanden anderen bei seinem Glaubenswachstum unterstützen kannst. Im Kurs werden praktische Ratschläge gegeben, wie du die Bibel lesen, fest im Glauben stehen und spirituell wachsen kannst." Der Kurs macht auch mit der Bewegung Ich bin wie der Jünger Andreas vertraut und hilft dabei, Menschen im eigenen Umfeld bewusster mit der Frohen Botschaft zu erreichen. (Der Jünger Andreas war es, der Petrus zu Jesus brachte.) Ein Einladungs-Poster hier.

"Moravian Institute" mit innovativen Unterrichts-Ideen

Das Moravian Institute, eine Herrnhuter Internatsschule am Fuße des Himalaya in der Nähe der indischen Großstadt Dehradun , meldet per Facebook zwei besondere Aktivitäten. Kürzlich fand ein klassen-übergreifender Wettbewerb statt, bei dem die jeweils untere Klasse gegen die unmittelbar darüber liegende Klasse antrat (5 gegen 6; 7 gegen 8; usw.). Ziel des Wettbewerbs war es, ein möglichst aussagekräftiges Info-Poster zu einem vorgegebenen Thema zu erstellen. Bilder hier. Die Klassen 6, 8, 10 und 11 gewannen den Wettbewerb. Wenig später waren Vertreter der Purkal Youth Development Society an der Schule zu Gast. Sie boten einen STEAM-Workshop an (hierzulande als MINT-Workshop bekannt: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). In den Klassen 7 und 8 ging es um die Konstruktion von Straßenbrücken: Die Klasse 9 beschäftigte sich mit Fragen der KI und der Robotik. Dabei kam die Web-App "Tinkercad" (z. B. für 3D-Gestaltung und Programmierung) zum Einsatz. Bilder hier.

5. Unitäts-Frauenkonsultation neu terminiert für 2026

Nachdem die 5. Unitäts-Frauenkonsultation, die eigentlich vom 1. bis 6 Juni 2025 in North Carolina (USA) stattfinden sollte, infolge Visa-Problemen für die Teilnehmerinnen kurzfristig abgesagt werden musste, wurde nun ein neuer Ort und ein neuer Termin gefunden. Auf den Facebook-Seiten des Unity Women’s Desk war am 26. Mai 2025 zu lesen: "Gute Neuigkeiten! Wir sind unseren tansanischen Schwestern Rachel und Fatima dankbar, dass sie die lange Busfahrt von Dar es Salam nach Arusha auf sich genommen haben, um das lokale Team zu treffen, das die neu angesetzte  5th Unity Women's Consultation vorbereitet. Die Konsultation wird nunmehr vom 1. bis 6. Februar 2026 im tansanischen Arusha stattfinden." Bei dem in Aussicht genommenen Thema der Konsultation wird es voraussichtlich bleiben: With Hearts and Hands and Voices: Advocating for Girls and Women in and through the Moravian Church. Drei Fotos aus Arusha hier.

Schwierige Zeiten für die Brüdergemeine auf Jamaika

Über die schwierige Lage vieler Brüdergemeinen auf Jamaika berichtete die Zeitung Sunday Gleaner schon vor einigen Wochen. Siehe in Englisch hier (weiter unten im Artikel). Längst nicht mehr alle Gemeinden böten regelmäßig einen Gottesdienst an. Im Unterschied zu den Pfingskirchen gelte die Brüdergemeine im Land als eine langweilige Kirche. Viele jungen Leute blieben weg. Es fehle auch das Geld für Reparaturen an den Kirchen. Barrington Daley, der Präsident der Brüdergemeine auf Jamaika, räumte zwar ein, dass die ländlichen Gemeinden schrumpften, blieb aber hoffnungsvoll für die Zukunft. Gemeinden mit weniger als 30 Mitgliedern würden gemäß der Kirchenordnung nur als Gemeinschaften und nicht als Vollgemeinden gelten. Es gebe derzeit zwölf solcher Gemeinschaften – fünf in Westmoreland, drei in Manchester, zwei in St. Elizabeth, eine in St. Ann und eine weitere in Clarendon. Wie jede Organisation durchlaufe auch die Brüdergemeine einen Lebenszyklus: mal gehe es aufwärts, mal abwärts. Er glaube, dass die Brüdergemeine sich gerade in einer Abschwungphase befinde, sagte der Kirchenpräsident dem Sunday Gleaner.

"Shristi Academy" der Brüdergemeine in Kathmadu macht mit bei MUN

Die Shristi Academy der Brüdergemeine in Kathmadu-Baneshwor, Nepal, nutzt das neue Unterrichtsformat Model United Nations Konferenzen (MUN). Hierbei werden Planspiele durchgeführt, bei denen die Teilnehmenden in die Rolle von Delegierten bei den Vereinten Nationen schlüpfen. In simulierten Gremien wie dem Sicherheitsrat oder der Generalversammlung debattieren Kinder und Jugendliche über weltpolitische Themen. Sie handeln Kompromisse aus und verabschieden Resolutionen. Zu einem MUN-Angebot der Deerwalk University in Kathmandu begaben sich Jugendliche der 8., 9. und 10. Klasse kürzlich außer Haus. Zehn Bilder hier. Drei Jugendliche errangen bei einem MUN-Planspiel einen Preis: Soren (bestes Positions-Papier), Arnab und Aajin (großes diplomatisches Geschick). Ein Foto von der Preisverleihung an Soren hier. Die Akademie schrieb auf Facebook: "Wir sind stolz darauf, Leute von uns als zukünftige Führungskräfte glänzen zu sehen.Herzlichen Glückwunsch!"

Spende von "Lottoland" ermöglicht Verjüngungskur für Brüdergemeine Elim

Wie das südafrikanische Magazin City Press berichtete, war die Brüdergemeine Elim (nahe der Südspitze Afrikas) im Vorjahr der Lage, sich im 200. Jahr ihres Bestehens mit Hilfe von Lottoland (417.000 Rand = 21.000 Euro) einer Verjüngungskur zu unterziehen. Elim wird bezeichnet als ein Ort "reich an Gnade, Menschlichkeit und Herzlichkeit. Gott hat unsere Gebete erhört, so empfanden die Menschen in Elim die Veränderung, die sich in der alte Missionsstation in den letzten Monat vollzog." Zunächst wurde das Innere der Kirche renoviert; sogar ein 94-jähriges Gemeindeglied half mit. Dann wurde das Dach des Gemeindehauses repariert; auch die Dachrinnen und Fassadenbretter wurden erneuert. P&B Kalkwerke in Bredasdorp spendete den erforderlichen Kalkanstrich für Kirche und Gemeindehaus. Dann war sogar noch die Erneuerung der Sanitär-Anlagen in der Kirche möglich. Und es wurden neue Bäume im Bibelgarten gepflanzt. Mehr in Englisch hier.

Johann August Miertsching war schließlich doch in Christiansfeld

Der als Polarforscher zu Weltruhm gekommene Herrnhuter Missionar Johann August Miertsching mit sorbischen Wurzeln war nach seiner Mitwirkung an der Endeckung der Nordwestpassage in den Jahren 1850 bis 1854 ein gefragter Gesprächspartner bis hin zum sächsischen König und zur britischen Admiralität. Weil die Direktion der Brüdergemeine sich um das Seelenheil des Missionars sorgte ("in Ansehung seines inneren Herzens-Ganges könnten Ehrungen für ihn gefährlich werden"), wollte man ihm nicht erlauben, auch im südjütländischen Christiansfeld über seine dramatischen Erlebnisse während zweier Polarwinter zu berichten. Doch als die Christiansfelder in Herrnhut nachhakten und das Reisegeld für Johann August Miertsching zu einem Missionsfest im Voraus überwiesen, durfte er offenbar doch nach Nordschleswig/Südjütland reisen. Das Christiansfelder Diarium vermerkt, dass er sich vom 10. bis 14. Juni 1855 zu Berichten in der Gemeinde aufhielt. Zu den näheren Umständen dieser Reise recherchierten die beiden Labrador-Missions-Experten Mechthild und Wolfgang Opel in ihrem Blog hier.

News aus dem Missionsmuseum in Genadendal
  • Das Missionsmuseum der Brüdergemeine in Genadendal beteiligte sich am 18. Mai 2025 am Internationalen Museumstag unter dem Motto Die Zukunft der Museen in sich schnell verändernden Gemeinschaften". Kurzes Video hier
  • Für den 20. Mai 2025 hatte das Museum in Zusammenarebeit mit dem Moravian Knowledge Networkzu einem Online-Transkriptionsworkshop eingeladen. Von der Fähigkeit möglichst vieler Menschen, alte Handschriften lesen und transkribieren zu können, erhofft sich das Museum viele neue Erkenntnisse. Bilder hier.
  • Drei weiterführende Schulen aus der südafrikanischen Region Overberg trugen im Missionsmuseum am 23. Mai 2025 einen Rhetorik-Wettbewerb, eine School Speech Competition, aus. Den Wettbewerb gewann die Elftklässlerin Hannah Lebogang Adriaanse von der KOA Academy. Ihre Siegerrede hielt sie zum Thema: "Du wirst ein Museum über dich selbst eröffnen". Ein Poster hier. Das Sieger-Video hier.
Brettspiel von 1860 vom Missionsmuseum in Genadendal präsentiert

Einen besonderen, 1975 entdeckten Schatz präsentierte das Missionsmuseum der Brüdergemeine im südafrikanischen Genadendal während der kürzlichen UNESCO-Museumswoche: das älteste bekannte Brettspiel im Süden Afrikas. Das bemerkenswerte Spiel mit dem Titel Reise von Genadendal nach Kapstadt nahm die Spieler mit auf ein dreitägiges Abenteuer auf einem Ochsenwagen und zeigte ihnen die Reiseroute nach Kapstadt durch 43 handillustrierte Felder voller Überraschungen, Umwege und witziger Reime wie: "Kuilsrivier trink ik bier, vooruit vier!" (In Kuilsriver trink' ich Bier, rücke nach vorn vier!). Doch mit der Entdeckung des Spiels in Südafrika zwischen Kupferstichen und Holzschnitten endet die Geschichte nicht: Der Museums-Kurator stieß in Herrnhut auf eine zweite, etwas jüngere Version dieses Spiels, gemalt, nicht gedruckt, auf dem eine Eisenbahn und die 1893 erbaute dritte Kirche der Brüdergemeine in Genadendal zu sehen war. Mehr dazu hier.

Buch von Gundars Ceipe über die Brüdergemeine in 4. Auflage erschienen

Bei einem Herrnhuter Vormittag am 31. Mai 2025 im Kuppelsaal der Lettischen Nationalbibliothek präsentierte Gundars Ceipe, der Leiter der Brüdergemeine in Lettland, die neu bearbeitete 4. Auflage seines Buches Dieva tautas dzimšana. Latvieši (Die Geburt des Volkes Gottes. Lettland). Bilder hier. Mit diesem Buch lädt der Theologe und Historiker die Leserschaft ein, die Geschichte des lettischen Volkes mit anderen Augen zu betrachten und dabei insbesondere den Prozessen der Herausbildung der Letten als Kulturnation Aufmerksamkeit zu schenken. Ausgangspunkt ist die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts, als die Letten in Livland sich der von den Herrnhutern initiierten Erweckungsbewegung anschlossen und in diesem Zusammenhang die ersten unabhängigen lettischen Organisationen gründeten. Der Autor vergleicht die Entwicklungen in Lettland mit ähnlichen Entwicklungen in anderen europäischen Ländern. Zum Buch im Buchhandel hier.

Kurzmitteilungen
  1. "Eine gleichberechtigte Partnerschaft zwischen Organisationen im globalen Norden und im globalen Süden setzt voraus, dass Menschen einander respektieren und sich gegenseitig zur Verantwortung ziehen." Das sagte Dr. Fidon Mwombeki, der Generalsekretär allafrikanischen Kirchenkonferenz, bei der Jahresversammlung des dänischen Center for Kirkeligt Udviklingssamarbejde und des Dansk Missionsråd am 13./14. Mai 2025 in Nyborg. Die Brüdergemeine in Dänemark und ihre Missionsorganisation arbeiten in beiden Gremien mit. Mehr in Dänisch hier.
  2. Das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah (Palästina/Westbank) organisierte in Zusammenarbeit mit dem Al Ain Kindergarten am Sonnabend, dem 24. Mai 2025, einen Inklusionstag. Alle Aktivitäten an diesem Tag zielten darauf ab, die soziale Interaktion von Kindern mit und ohne Behinderungen zu fördern und die Bedeutung von Zusammenarbeit, gegenseitiger Akzeptanz und Vielfalt zu erkennen. 15 Bilder hier.
  3. Die Armando Rusindo Mission Foundation, die Kuba-Stiftung der Brüdergemeine in Nordamerika, hat im Mai 2025 ihren Internet-Auftritt erneuert. Siehe hier. Die Stiftung ist auch auf Facebook aktiv. Siehe hier.
  4. Die Evangelische Mission Weltweit publiziert in ihrer Zeitschrift EineWelt (Heft 2 / Juni 2025) ein Interview mit Dr. Masiiwa Ragies Gunda vom ÖRK in Genf über die Berliner Konferenz, auf der 1884/85 die damaligen Großmächte Afrika unter sich aufteilten. Siehe hier. Das Interview macht deutlich, dass die damaligen Entscheidungen verheerende Auswirkungen auf alle Länder Afrikas hatten, die teilweise bis heute zu spüren sind. Weil man damals behauptete, alles westlich Geprägte wie etwa Bildung, Wirtschaft, Theologie und sogar das Christentum sei allem afrikanisch Geprägtem überlegen, begannen die Afrikaner, alles Afrikanische gering zu schätzen, sich selbst inbegriffen. Sie internalisierten ein Gefühl von Minderwertigkeit, das nur schwer zu überwinden ist.
  5. Der Verein Freunde des Missionsmuseums Genadendal, Südafrika, wirbt auf Facebook um neue Mitglieder: "Mit Eurer persönlichen Lebensgeschichte gehört Ihr hierher. Werdet Teil des Freundeskreises des Missionsmuseums Genadendal und damit Teil einer Bewegung, die die Vergangenheit würdigt, die für die Gegenwart Kraft gibt und de Zukunft gestaltet. Wir brauchen Dich. Ja, Dich!" Siehe hier.
  6. Die Konfirmandengruppe der Mount Tabor Moravian Church in Bridgetown, Barbados, kann hier angeschaut werden. Und hier sind Konfirmandinnen und Konfirmanden der Spring Gardens Moravian Church in St. John’s auf Antigua zu sehen.
  7. Yue Godoy Bolaños, eine junge Frau, die in Bluefields, Nikaragua, geboren wurde und an der dortigen Moravian High School 2023 ihr Abitur machte, freut sich über ein Stipendium der renommierten katholischen Universität von San Francisco, das es ihr ermöglicht, Ärztin zu werden. Siehe hier.
  8. Aned Machado, der Pfarrer der Brüdergemeine Ebenezer in Santa Clara auf Kuba, besuchte kürzlich eine Gruppe von Männern und Frauen in der 32 Kilometer entfernten ländlichen Kleinstadt Manicaragua (22.000 Einwohner), die sich als Gebetszelle versteht und an der Brüdergemeine Interesse hat. Zwei Menschen aus dieser Gruppe, Artus und Yanitza, sind bereits Mitglieder der Brüdergemeine. Bilder hier.
  9. Mit einem Schulfest und mit allerlei musikalischem Klamauk ging an der Christian-David Schule bei Barkava, Lettland, das Unterrichtsjahr 2024/25 zu Ende, und es begann eine dreimonatige Ferienzeit. Bilder von den Vergnügungen hier. Auch einige Eltern waren bei dem Abschlussfest zugegen.
  10. Die 145-seitige Kirchenordnung der Brüdergemeine in Großbritannien wurde 2024 überarbeitet und jetzt in der neuen Fassung in englischer Sprache veröffentlicht. Siehe hier.
  11. Im ehemaligen Herrenhaus des Rittergutes Niederjahna – zwei Kilometer nördlich von Meißen – ist das Zentrum für Kultur//Geschichte beheimatet, das sich schon mehrfach mit Themen aus dem Bereich der Brüdergemeine befasst hat. Im Februar 2025 unternahmen Mitarbeiter des Zentrums eine Recherche-Reise nach Surinam, wo die Brüdergemeine ab 1735 unter Indigenen und Versklavten missionierte. Siehe hier.
  12. Bei den Volleyball-Stadtmeisterschaften in Bluefields im Südosten von Nikaragua belegte sowohl die Jungen- als auch die Mädchenmannschaft der Moravian High School in der Kategorie der 13/14-Jährigen den 1. Platz. Mannschaftsfotos hier und hier.
  13. Die Teofilo-Kisanji-Universität der Brüdergemeine in Mbeya, Tansania, hat kürzlich die neuen Richtlinien, nach denen Forschungsarbeiten abgefasst und eingereicht werden können (Non-Degree and Undergraduate Research Projects), publiziert. Siehe hier.

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