Neues Ausbildungsjahr am Walani Berufsschulzentrum gestartet

Mit dem Start ins Ausbildungsjahr 2025 haben sich zahlreiche junge Frauen in die vier Ausbildungsbereiche des AWTC eingeschrieben: ICT, Solarelektrik, Tailoring/Design und Hotelmanagement/Food Production. Die neuen Auszubildenden starten voller Vorfreude und Tatendrang in ihre berufliche Zukunft und freuen sich auf die kommenden Monate am AWTC. Die breite Auswahl an Studiengängen spiegelt die vielfältigen beruflichen Perspektiven wider, die auf die Bedürfnisse junger Frauen in Malawi zugeschnitten sind – Bildung als Schlüssel zu mehr Selbstbestimmung. In Malawi ist es noch lange nicht selbstverständlich, dass Mädchen und junge Frauen Zugang zu einer qualifizierten Ausbildung erhalten, insbesondere in technisch orientierten Berufen. Gerade in den Bereichen ICT oder Solarelektrik stehen sie vor besonderen Herausforderungen – und genau hier setzt die Moravian Church an, um diesen jungen Frauen den Weg in eine selbstbestimmte Zukunft zu ebnen.

Ein weiterer Meilenstein für das Walani Frauenzentrum

An der Berufsschule in Malawi wurde ein weiter wichtiger Schritt in Richtung einer besseren Zukunft erreicht. Dank der großzügigen Unterstützung einer engagierten Großspenderin konnte ein neuer Schlafsaal errichtet werden, der Platz für weitere 80 junge Frauen schafft. Damit finden künftig insgesamt 160 Auszubildende im Alter von 16 bis 26 Jahren einen sicheren Raum, in dem sie lernen und leben können. Ein sicherer Schlafsaal ist weit mehr als nur ein Ort zum Ausruhen – er bietet Schutz vor Gewalt, vermittelt Geborgenheit und ermöglicht die notwendige Ruhe, die junge Frauen benötigen, um sich voll und ganz auf ihre Ausbildung zu konzentrieren. Besonders für Auszubildende aus benachteiligten Verhältnissen, wie den jungen Frauen des Dzaleka Camps, ist dieser neue Raum oft der entscheidende Schritt, um Zugang zu Bildung zu erhalten und den Weg in ein selbstbestimmtes, besseres Leben einzuschlagen und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erlangen. Für die optimale Nutzung des neuen Schlafsaals fehlen jedoch noch einige wichtige Ausstattungsgegenstände, wie Regale und Schränke. Jede Unterstützung ist hilfreich, um diese Lücke zu schließen und den Schülerinnen ein vollständig eingerichtetes Zuhause zu bieten. Für Spenden oder weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte an: markus.kuhn@ebu.de. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement!

Update aus Sambia: Fortschritte an der Berufsschule in Ndola

Die Berufsschule in Ndola, Sambia, hat in den letzten Wochen große Fortschritte gemacht! Um mehr junge Menschen zu erreichen, wurde eine Werbekampagne mit Flyern, Postern und Radiospots gestartet. Zudem wurde der Ausbau der neuen Schlafräume vorangetrieben – mit stabilen Etagenbetten, Schränken und kleinen Schreibtischen wird eine bessere Lern- und Lebensumgebung geschaffen. Ein weiteres Highlight ist die Wiederbelebung des Catering-Projekts, das nicht nur den Schülern praktische Erfahrung bietet, sondern auch eine Einkommensquelle für die Schule werden soll. Und um die Wasserversorgung nachhaltig zu sichern, wurde ein Bohrloch mit einer solarbetriebenen Pumpe installiert, sowie große Wassertanks am Standort aufgebaut. Ein starkes Zeichen für die Zukunft der Berufsschule in Ndola!

Gebetstag für das Förderzentrum auf dem Sternberg in Palästina

Den 6. Februar 2025 - den ersten Donnerstag im Februar - hatte das Board of World Mission der Brüdergemeine in Nordamerika als Gebetstag für das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah in Palästina (Westbank) erklärt. Die Verantwortlichen schrieben auf Facebook: "Bitte betet für unsere Geschwister auf dem Sternberg, insbesondere für die dort angebotene Sprach- und Beschäftigungstherapie, die von unserer Organisation besonders gesponsert werden. Das Zentrum kümmert sich um die Rehabilitation und Bildung von Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren sowie um die berufliche Förderung von 14- bis 40-Jährigen. Seit dem Beginn des Krieges zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2023 ist die auf dem Sternberg angebotene Hilfe noch wichtiger. Obwohl der Sternberg vom Krieg nicht direkt betroffen ist, sind die Familien, denen das Förderzentrum dient, von Arbeitsplatzverlust und Transportproblemen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt betroffen. Mehr hier.

Berufsorientierendes Praktikum im "Unity Women’s Desk"

Priyasha Karki, Tiffany Estrada-Padilla und Puja Lamsal, drei Jugendliche vom Salem College in Winston-Salem/NC, eine der ältesten Schulen in den heutigen USA (gegründet 1772 durch die Brüdergemeine), absolvieren im Frühjahr 2025 ein berufsorientierendes Praktikum im Unity Women’s Desk, dessen Zentrale sich ebenfalls in der Stadt befindet. Foto hier. Sie werden u. a. zum Einsatz kommen bei der Durchführung des nächsten Moravian and Global Market im Muddy Creek Cafe im historischen Old Salem. Die Leitung des Unity Women’s Desk schreibt, sie freue sich, dass "diese talentierten jungen Frauen frische Perspektiven mitbringen und unser Team mit Kreativität und Enthusiasmus bereichern. Wir könnten nicht glücklicher sein, sie dieses Semester bei uns zu haben! Ihre vielfältigen Fähigkeiten werden zur Stärkung von Frauen in unserer Gemeinschaft beitragen und ihr Einsatz wird nachhaltige Wirkung erzielen."

Vorgestellt: das Leitungsteam für die "5th Unity Women’s Consultation"

Die Vorbereitungen für die 5th Unity Women’s Consultation vom 1. bis 8. Juni 2025 im Laurel Ridge Camp in den Bergen von North Carolina laufen auf Hochtouren. Das Thema der Konsultation steht schon lange fest: "Mit Herz und Hand und Stimme: Für Mädchen und Frauen in der und durch die Brüdergemeine eintreten.“ Auf den Internetseiten der Konsultation wurde jetzt das Leitungsteam präsentiert: Es leiten das Programm-Team: Blair Couch (Nordamerika) und Erdmute Frank (Europa); das Schulungs-Team in Sachen Menschen-/Frauenrechte: Mary Kategile (Afrika); das Kommunikations-Team: Veronica Sutherland (Lateinamerika/Karibik); das Gebets-Team: Muriel Held (Lateinamerika/Karibik) und Lettice Joemath; das Beherbergungs-Team: Elizabeth Venable (Nordamerika); das Team für die Einladungen und die Logistik: Julie Tomberlin (Unity Women’s Desk); das Budget- und Finanzen-Team (Frauen im Unity Women’s Desk).

Gesundheitsminister von Suriname übergibt medizinisches Material

Amar Ramadhin, der Gesundheitsminister von Suriname, übergab am 30. Januar 2025 medizinische Instrumente und Verbrauchsartikel an den Regionalen Gesundheitsdienst (RGD) und die Ärztliche Mission in Suriname (Medische Zending – Primary Health Care - MZ). Darüber berichtete die Zeitung Suriname Herald. Siehe in Niederländisch hier. Entgegengenommen wurden die staatlichen Hilfsgüter von Radjesh Radjkoemar (RGD) und Herman Jintie (MZ). Zu den Hilfsgütern gehörten 31 verschiedene medizinische Artikel, z. B. Handschuhe, Blutzuckermessgeräte, Fieberthermometer und diverse Spekula. Diese Artikel gehen an die 58 Ambulanzen der MZ und die 41 Standorte des RGD, die gemeinsam für die medizinische Grundversorgung sowohl in der surinamischen Küstenebene als auch im tropischen Binnenland verantwortlich sind. Der Minister betonte, dass dies nicht das erste Mal sei, dass die Regierung nationale Gesundheitseinrichtungen unterstütze. Demnächst wolle die Regierung mit der Renovierung dreier Ambulanzen in der Region Saramacca beginnen, finanziert mit einem Darlehen der "Interamerikanischen Entwicklungsbank". Die Direktoren von RGD und MZ bedankten sich bei dem Minister.

Wechsel in der Leitung des "Peter’s House" in Sumbawanga

Neëma Abson Mwakapakula ist das neue Leiterin des Peter‘s House, einer Einrichtung der Brüdergemeine in Tansania (Rukwaprovinz) für Waisen und anderweitig vulnerable Kinder in der Großstadt Sumbawanga. Die Kinder begeistern sich für ihre neue Hausmutter. Mit einem großen Lächeln im Gesicht tut sie das ihr Mögliche, die Menschen in ihrer Umgebung glücklich zu machen. Die Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark, die das Peter‘s House mit Geld sowie mit dänischen Freiwilligen maßgeblich unterstützt, hat am 31. Januar 2025 ein Portrait von Neëma Abson Mwakapakula veröffentlicht. Autorin ist die junge Freiwillige Klara Kirstine Haugaard. Siehe in Dänisch hier. Die 32-Jährige ist eine gelernte Buchhalter, hat einen eigenen Sohn James (7) sowie die beiden Pflegekinder Upendo (14) und Harry (6) aus ihrer Großfamilie. Sie stammt aus Mbeya, lebte aber auch lange in Iringa. Sie sagt, sie liebe Tiere und sie wolle in der Stadt einen Chor gründen, in dem sie zusammen mit anderen singen kann.

Seminare für Eheleute in Kipili an Tanganyikasee

Janice Leung-Jakobsen, Mitarbeiterin der Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark und seit drei Jahren in der Rukwaprovinz der Brüdergemeine in Tansania lebend, erzählt in einem Artikel über Seminare für Eheleute in Kipili: "Über 100 Evangelisten mit Ehepartnerinnen besuchten zwei getrennte Seminare. Die Woche begann jeweils mit einer Präsentation. Dann folgten ›Eisbrecher‹ und Spiele, die die Gemeinschaft förderten. Zusammen mit neun Evangelisten und ihren Frauen hielten mein Ehemann Mads Jakobsen und ich Bibelstunden in Form von Gruppendiskussionen. Evangelist L. meinte, das Seminar habe ihn inspiriert und führte aus: ›Früher sprachen meine Frau und ich nur militärisch miteinander. Tu dies! Tu das! Bring mir Wasser!‹ Die Vizepräsidentin der Rukwaprovinz, die Pastorin Anosisye Mwaikole, die ebenfalls auf den Seminaren sprach, kritisierte: ›In Tansania werden Frauen oft mehr als Haussklavinnen denn als Ehefrauen behandelt‹. Eine andere Gastrednerin, die Provinzial-Sekretärin der Abteilung für Frauen und Kinder, die Theologin Matilda Ndobesi, hob die Erschaffung von Adam und Eva hervor, die beide nach dem Bild Gottes geschaffen wurden. Bei den Seminaren kam es zu tieferen, persönlichen Gesprächen zwischen den Eheleuten, oft bei gemeinsamen Spaziergängen, die in Tansania ebenso ungewöhnlich sind wie gemeinsame Mahlzeiten von Eheleuten." Der ganze Artikel in Dänisch hier.

"KDV Architects" für die Ärztliche Mission in Suriname tätig

Das große Architekturbüro KDV Architects in Paramaribo, Suriname, mit zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellt auf seinen Webseiten mehrere Projekte vor, die in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Ärztlichen Mission in Suriname (Medische Zending, gegründet von der Brüdergemeine) erfolgreich realisiert wurden: das MZS Brownsweg health center, das MZS Stoelmanseiland health center, das MZS Klaaskreek health center, das MZS Apoera health center, das MZS Laduani health center und das MZS dr. Jan van Mazijk head office. Ganz überwiegend war das Architekturbüro dabei im tropischen Regenwald von Suriname tätig, das teilweise nur über die großen Flüsse oder per Kleinflugzeug zu erreichen ist. Im Angebot des Büros sind auch standardisierte Gebäude für die medizinische Versorgung an einem beliebigen Ort: siehe hier. Das Büro war auch in die Sanierung diverser Kirchen, Museen und Gästehäuser (nicht im Besitz der Brüdergemeine) tätig.

Arbeitseinsatz von acht niederländischen Jugendlichen in Brokopondo

Die Schülerschaft der christlichen Schule Het Noordik Vriezenveen in den Niederlanden sammelte Geld für eine Schule der Brüdergemeine in Suriname. Acht Jugendliche machten sich daraufhin Anfang Februar 2025 nach Suriname auf, um eine Woche lang in der Balingsoela School in Brokopondo am Suriname River zu helfen. Die Jugendlichen posteten 13 Bilder von ihrer Ankunft in Paramaribo (siehe hier) und vier Bilder von ihrem ersten Arbeitstag an der Schule mitten im tropischen Binnenland (siehe hier). Sie schreiben auf Facebook: "Wir hatten eine gute erste Nacht in Balingsoela. Es dauerte etwas, bis wir uns an die Hitze gewöhnt hatten, aber zum Glück waren alle von den ersten Eindrücken sehr müde. Am Morgen gingen wir zum Schulhof, um den Wochenbeginn zu erleben. Die Klasse 6 durfte die Flagge hissen. Die ganze Schule sang die surinamische Nationalhymne. Einer der Lehrer hielt den Morgensegen. Wir stellten uns der Schülerschaft vor und durften dann am Unterricht teilnehmen. Nach Unterrichtsschluss um 13 Uhr begannen wir mit den Malerarbeiten."

"Barikādēm 34" – Veranstaltungen in ganz Lettland und auch an der "Christian-David-Schule"

Am 20. Januar 1991 verteidigten mutige Lettinnen und Letten mit dem Bau von Barrikaden gewaltlos den Versuch von Militärs aus Sowjet-Russland, das um nationale Selbständigkeit kämpfende Lettland wieder in das russische Imperium zurückzuholen. Neun Verteidiger der Unabhängigkeit Lettlands wurden erschossem, 13 wurden verletzt. Heute ist der "20. Januar" alljährlich ein staatlicher Feiertag mit vielen Gefdenk- und Kulturveranstaltungen. In Stadt und Land wurden am Abend tausende Freuden- und Dankesfeuer im Gedenken daran angezündet, dass man heute in einer freien Republik leben kann. Siehe in Lettisch hier. Auch die Kinder und Jugendlichen sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der "Christian-David-Schule" bei Barkava hielten am 20. Januar 2025 eine Gedenkstunde und entzündeten ein Feuer. Ein kurzes Video hier. Der "20. Januar" gewann im Laufe der Zeit in Lettland immer mehr an Bedeutung und dient heute der Stärkung der patriotischen Erziehung. Er will verdeutlichen, dass die Verteidigung der Freiheit mitunter schwierig ist und Opfer kosten kann.

Kurze Geschichte der Brüdergemeine in Estland

Der estnische Religionshistoriker, Ethnologe und Soziologe Jaanus Plaat hat eine kurze Geschichte der Brüdergemeine in Estland geschrieben (3 ½ A4-Seiten). Dabei hat er die herausragende Bedeutung der Herrnhuter im 18. und 19. Jahrhundet für das nationale Erwachen herausgearbeitet, das sowohl ein intellektuell-nationales wie ein geistliches Erwachen - eine Erweckung - war. Er liefert Detail-Informationen zu den etwa 150 Herrnhuter Betsälen, die es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts im heutigen Estland gab, das einst auch Teile des heutigen Lettlands umfasste, sowie zu den Mitgliederzahlen der Brüdergemeine in den einzelnen Epochen. Er äußert sich in der gebotenen Kürze zu den Ursachen des gewaltigen Erfolges der Brüdergemeine in der Zeit nach 1740. Die größte Mitgliederzahl (besser: Sympathisanten-Zahl) erreichte die Brüdergemeine um 1850 mit 50.500 Mitgliedern in Estland, das waren 6,7 Prozent der Bevölkerung. Der Aufsatz in deutscher Übersetzung hier.

Dresdner Forschungsreisender suchte vor 120 Jahren Kontakt zur Brüdergemeine

Die Labrador-Expertin Mechtild Opel, Berlin, hat die Herrnhuter Missionshilfe auf den kühnen Forschungsreisenden Bernhard Hantzsch aufmerksam gemacht, der am 12. Januar 1875 – vor 150 Jahren – in Dresden geboren wurde und Ende Mai / Anfang Juni 1911 am Ufer des Foxe Basin, ein Meeresbecken in der Nähe der Hudson Bay im nördlichen Kanada, ums Leben kam, ohne dass sein Grab bisher gefunden worden wäre. Einige Inuit retteten seine Forschungsergebnisse und sein Reisetagebuch, sodass diese nach Dresden kamen. War das Spezialgebiet von Bernhard Hantzsch zunächst die Ornithologie, so wandte er sich bald – dem gestiegenen öffentlichen Interesse an der Arktis folgend – Island, den Orkney- und den Färöer-Inseln und schließlich Labrador sowie dem Inneren Kanadas zu. Um nach Labrador und zu den Inuit zu gelangen, für die er sich besonders interessierte, suchte er den Kontakt zur Brüdergemeine. Mit dem Missionsschiff "Harmony" gelangte er am 4. August 1906 zur Missionsstation Killinek an der Nordspitze von Labrador, wo er sich mehrere Wochen lang zu Studienzwecken aufhielt und sich mit dem Inuk Paksau anfreundete. Die ganze Geschichte ausführlich mit Bildern hier.

Missionsgräber auf dem Gottesacker in Hebron, Labrador

Die "Newfoundland and Labrador Genealogical Society Inc." veröffentlichte eine Liste mit den Missionsgräbern auf dem Gottesacker der aufgegebenen Missionsstation Hebron, Labrador, bestehend von 1818 bis 1959. Siehe in der Anlage! Von hier kamen der berühmte Iniut Abraham Ulrikab und seine Familienangehörigen, die – von Herrnhuter Missionaren getauft – 1880/81 bei einer grußen Völkerschau zusammen mit anderen Inuit in Zoos in halb Europa ausgestellt wurden und allesamt den Tod fanden und über ihr Leid ein handschriftliches Tagebuch führten. Das entsprechende Buch Abraham Ulrikab im Zoohier. Weil der Name Labrador an den frühen portugiesischen Eroberer João Fernandes Lavrador (1443-1502) erinnert, wird er von den Indigenen seit einigen Jahren gemieden. Diese nennen ihr Land jetzt wieder - wie früher - Nunatsiávut (Unser schönes Land).

"Swellendam Heritage Association" zu Besuch in Genadendal

Eine wissbegierige Gruppe Swellendam Heritage Association, die größte und älteste Nichtregierungsorganisation in Südafrika, die sich dem Erhalt des nationalen Erbes widmet, besuchte kürzlich Genadendal mit seinem einst berühmten Lehrerseminar und dem Missionsmuseum der Herrnhuter Brüdergemeine. Siehe here. Swellendam im Distrikt Overberg ist die drittälteste niederländische Siedlung am Kap der Guten Hoffnung. Sie wurde 1747, zehn Jahre nach Genadendal, damals Baviaanskloof genannt, gegründet. Hier befand sich ein wichtiger Außenposten der Niederländischen Ostindien-Kompanie. Im Jahr 1795 waren die Einwohner von Swellensam so wütend über die Handlungen der Kompanie, dass sie den von der Kolonialregierung ernannten Landdrost absetzten und die Republik Swellendam ausriefen. Diese Burenrepublik existierte jedoch nur drei Monate lang (Juni bis September 1795), bis die Briten das Gebiet im Namen des niederländischen Erbgouverneurs Wilhelm V. von Oranien (1748–1806) besetzten und die niederländische Kolonialzeit sofort endete, was wiederum den Neustart der Herrnhuter Mission nach der Vertreibung des Herrnhuters Georg Schmidt im Jahr 1744 ermöglichte.

Eindrücke vom großen Freitagsmarkt in Genadendal

Zu einem Friday Market - A Feast for the Senses! waren am 7. Februar 2025 im südafrikanischen Genadendal Alt und Jung, Mitglieder und Nichtmitglieder der Brüdergemeine, Braun und Schwarz und Weiß in froher Gemeinschaft vereint. Bilder hier. Auf Facebook hieß es: "Was für eine Stimmung letzte Nacht! Die Luft war erfüllt vom köstlichen Duft von Backwaren und frischen Wassermelonen, während Zimtschnecken, kandierte Äpfel und mexikanische Sweetd die Naschkatzen beglückten! Vergessen wir nicht den tollen handgefertigten Perlenschmuck, bei dem alle stehen blieben, um ihn genau zu betrachten. Ein Dankeschön an unsere fleißigen Verkäufer, die ihr Talent bewiesen, und an alle, die gekommen sind, uns zu unterstützen! Ihr habt die Nacht unvergesslich gemacht! Dank auch an Greg Smith, Nenanda Dramat und Inge Theunissen, die mit ihrer mitreißenden Livemusik für Stimmung zum Tanzen und Grooven sorgten."

Konfirmations-Kampagne der Brüdergemeine in Burundi

Die Brüdergemeine in Burundi hat am 8. Januar 2025 eine Konfirmations-Kampagne gestartet. Den Start dieser Kampagne vollzogen Bischof Pascal Benimana, ein kleines Pfarrer-Team und vier Gemeinden im Ngozi-Distrikt: die Gemeinden Gatsinda, Mount Carmel, Sovu und Magara. Die Kampagne zielt auf alle diejenigen Mitglieder, die bisher noch keine Konfirmation empfangen haben. Etwa 100 Meter vor der Kirche in Gatsinda wurde das vom Bischof geleitete Team von der Gemeinde begeistert empfangen. Das Team stieg aus dem Auto und ging zu Fuß die letzten Meter zur Kirche. Dabei erklangen einige Lieder zum Lobe Gottes und zum Dank für die sichere Ankunft der Gäste. Anschließend wurden in der Kirche 50 jüngere und ältere Menschen konfirmiert. Als Zeichen ihres Respektes überreichten die Konfirmanden dem Bischof kleine Geschenke. Die Konfirmationsaktivitäten werden nun auch noch in anderen Gemeinden bis Mitte Mai 2025 fortgesetzt. Sechs Bilder hier.

Nachrichten aus der Brüdergemeine auf Kuba

Am Beginn des Jahres 2025 feierte die Iglesia Morava Ebenezer in Sante Clara auf Kuba den siebenten Jahrestag ihres Bestehens. Bilder von Jubiläumsgottesdienst mit Abendmahl hier. Diese Gemeinde pflegt den Brauch, die Geburtstagskinder – zuletzt die erwachsene Carmen und den jugendlichen Lemuël – mit einem Ständchen zu grüßen. Siehe die zwei Videos hier und hier. Der Weihnachtsgottesdienst 2024 in der Iglesia Morava Ebenezer in Santa Clara wurde in einem Video (siehe hier) und Bildern (siehe hier) festgehalten. In der Iglesia Morava Bethlehem in Havanna gab es zu Beginn des Jahres 2025 einen Abendmahlsgottesdienst mit Armando Rusindo, Bischof der Brüder-Unität, und Tania Sanchez, Präsidentin der Kirchenleitung. Bilder hier. Pfarrer Obed Martínez Lima von der Iglesia Morava Jagüey Grande meinte in seiner Predigt am Altjahrsabend 2024, das neue Jahr soll ein Jahr der Hoffnung werden. Niemand müsse im neuen Jahr in gefährlichen Wassern ertrinken. Die Hoffnung sei ein Boot, in das die Menschen einsteigen könnten.

Zweiter Container mit Hilfsgütern in Havanna eingetroffen

Die Kuba-Stiftung der Brüdergemeine (Armando Rogelio Mission Foundation - ARMF) gab am 3. Februar 2025 per Newsöletter folgendes bekannt: "Wir freuen uns sehr, Euch ein Update zu unserem Programm Containers of Hope geben zu können. Ende vergangener Woche wurde unser zweiter Container mit humanitärer Hilfe von den nationalen Behörden in Port Mariel westlich von Havanna freigegeben und anschließend sicher weitertransportiert zur Brüdergemeine in Havanna. Der Container dient jetzt als Lagerraum für die Hilfsgüter. Er ist mit Lebensmitteln und anderen Artikeln gefüllt, darunter Reis, schwarze Bohnen, Haferflocken, Kleidung, medizinisches Material, Rollstühlen und Ausrüstung für die Landwirtschaft. Bald werden die Hilfsgüter von freiwilligen Helferinnen und Helfern verteilt an die Mitglieder der verschiedenen Brüdergemeinen auf Kuba und auch an Mitglieder anderer Kirchen. Wir möchten den großzügigen Spendern von ARMF herzlich danken. Zum kompletten Newsletter in Englisch hier.

Cottbuser "Haltestelle" plant Visionswoche

Die Haltestelle im Zentrum der brandenburgischen Stadt Cottbus ist ein 2003 begonnenes Werk der Herrnhuter Brüdergemeine. Auf Anregung der dort geschehenden offenen Arbeit beschloss die Synode der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität im Jahre 2022 die Duchführung der Kampagne "Geh mit!" (Antrag 9). Jede Gemeinde wurde von der Synode aufgefordert, innerhalb eines Jahres ein Projekt zu initiieren und auch zu realisieren, mit dem die Gemeinde sich bewusst denen zuwendet, die (noch) nicht zu ihr gehören; ein Projekt, mit dem die Gemeinde anderen Menschen bzw. Gruppen in ihrer Nähe Hilfe anbietet. Die Verantwortlichen der Haltestelle versuchen jetzt, ein solches missionarisches Projekt auf den Weg zu bringen. Die Woche vom 17. bis 23. Februar 2025 soll in Cottbus eine Visionswoche sein. Alle Gruppen und Kreise, die sich in dieser Woche treffen, sollen sich fragen: "Was haben wir in der Haltestelle? Sind wir auf dem richtigen Weg? Was fehlt uns?" Mehr hier (S. 1+2).

Missionsgeschichtliche Vorträge beim Gemeintag in Hamburg

Während eines Gemeintages, zu dem die Brüdergemeine Hamburg am 12. und 13. April 2025 in die Heilandskirche in Winterhude-Uhlenhorst einlädt, gibt es am Sonnabend um 13.30 Uhr und 15.30 Uhr zwei spannende missionsgeschichtliche Vorträge. Die beiden Referenten Maximilian Rose und Dr. Maryam Haiawi sind an der Universität Hamburg tätig. Ersterer hat über die Rolle von Euro-Afrikanischen Missionaren als Vermittler zwischen Handelskompagnien, Missionsorganisationen und westafrikanischen Küstengesellschaften gearbeitet und wird über "Herrnhuter Missionsversuche in Westafrika im 18. Jahrhundert" sprechen. Letztere hat folgendes Referat angekündigt: "Die Musikpraxis der Herrnhuter Brüdergemeine im 18. Und 19. Jahrhundert". In ihrer Dissertation beschäftige sich Maryam Haiawi – u. a. am Beispiel der Brüdergemeine – mit dem Austausch von Oratorien im 18. Jahrhundert über Konfessions- und Kontinentalgrenzen hinweg. Speziell geht sie auf die Verbindung von Glaube und Musik sowie auf musikkulturelle Entwicklungen in den nordamerikanischen Brüdergemeinen ein. Näheres zum Gemeintag im beigefügten Gemeindebrief auf den Seiten 7/8.

Kurzmitteilungen
  1. In Winston-Salem/NC trafen sich am 24. Januar 2025 die freiwilligen Helferinnen des Unity Women’s Desk zu einem gesellig-kreativen Abend. Bei dieser Gelegenheit wurden zwei neue jugendliche Praktikantinnen aus Nepal vorgestellt. Siehe hier.
  2. Angelica Regalado Cieza vom Board of World Mission der Brüdergemeine in Nordamerika" hatte schon im Dezember 2024 die noch junge Brüdergemeine in Peru besucht. Sie veröffentlichte einige Bilder (siehe hier) und berichtete dabei über die Übergabe eines Koffers mit Gesangbüchern, mit dem Buch Our Moravian Treasures, mit Jugendarbeitsheften und anderen Materialien. Sie traf sich mit der peruanischen Kirchenleitung, leistete Einzelseelsorge und besuchte auch alle Gemeindepfarrer in Peru. In ihrem Bericht heißt es: "Die örtliche Geistlichkeit erkannte die Notwendigkeit einer verbesserten Zusammenarbeit und größeren Einheit." Diesem Ziel soll eine eine für die nähere Zukunft geplante Pastoralklausur dienen.
  3. Die Erstklässler aus der International Kindergarten & Shristi Academy der Brüdergemeine in Kathmandu, Nepal, besuchten im Rahmen eines Schulausfluges das nationale Luftfahrtmuseum. Sie schrieben auf Facebook: "Wir erkundeten die Technik, die Luftfahrt möglich macht. Diese Exkursion war eine perfekte Mischung aus Bildung und Spannung!" Einige Bilder hier.
  4. Die "Trinity Moravian Church" auf der kleinen britischen Jungferninsel Tortola, Unitätsprovinz Westindien-Ost, veranstaltete am 8. Februar 2025 ihr jährliches Spenden-Gebetsfrühstück ("Agape Love - Prayer Breakfast"). Ein Ticket kostete 20 US-Dollar. Der gesamte Erlös des Events kommt der Gemeindearbeit zugute. Siehe hier.
  5. Die Mount Tabor Moravian Church in Bridgetown, Barbados, Unitätsprovinz Westindien-Ost, hatte für den 2. Februar 2025 auf die grüne Wiese vor der Kirche zu einem "Church Market Day" mit vielen Verpflegungs- und Einkaufsständen unter Zeltdächern eingeladen. Acht Bilder hier.
  6. Mit einer Reihe von Fairness-Momenten begeht das Fair-Handelsunternehmen Gepa derzeit sein 50-jähriges Bestehen. So plane man etwa als Dank für das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vielen Hundert Weltläden ein Fest im Gepa-Sitz in Wuppertal, teilte das Unternehmen am 4. Februar 2025 mit. Ihren 50. Geburtstag feiert die Gepa offiziell am 14. Mai 2025. Sie ist nach eigenen Angaben das größte europäische Fair-Handelsunternehmen mit Genossenschaften und mit sozial engagierten Betrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Pressemeldung hier.
  7. Radio Uraccan Siuna, ein nikaraguanischer Rundfunksender in der Autonomen Region Costa Caribe Norte rühmte in einem Beitrag die gute Küche und die Gastfreundschaft der Iglesia Morava Central in Bilwi/Puerto Cabezas. Siehe hier. Die gereichten Speisen seien "eine Darbietung von Aromen, Kultur und Traditionen" gewesen.
  8. Am 18. Januar 2025 veranstaltete das Christian Education Board in Guyana sein jährliches Bibelquiz in den Räumen der Tabernacle Moravian Church in Queenstown. Gefragt war Bibelwissen zum Buch Esther. Kinder aus der "Litchfield Moravian Church" in West Berbice belegten den zweiten Platz. Siehe hier.
  9. Die Vorbereitungen für das Internationale Bibliodrame Training vom 11. bis. 19. August 2025 in Herrnhaag laufen auf Hochtouren! Das Training wird von mehreren Brüdergemeinen auf der Welt organisiert. Der Jugendliche Shadrack Nzemba aus Tanzania erklärt in einem kurzen Video das Konzept des Bibliodramas. Siehe hier. Ein Video von einem vorbereitenden Bibliodrama-Workshop in Lutengano, Tansania, hier.
  10. Das Unity Women's Desk in Winston-Salem/NC lädt für den Abend des 28. Februar 2025 zu einem Nepalesischen Abend ein. Die Schwestern schreiben: "Erlebt die reichen Aromen und auch die Kultur Nepals bei einem Kochkurs unter Leitung nepalesischer Studentinnen aus dem Salem College. Verzehrt die Speissen, während Ihr ein paar Wörter Nepalesisch lernt! Der Erlös des Abends kommt vollständig der Arbeit des Unity Women's Desk zugute. Teilnahme-Mindestbeitrag: 50 US-Dollar." Siehe hier.
  11. Am 6. Februar 2025 fand auf dem Campus des Bethlehem Moravian College in Malvern/St. Elizabeth auf Jamaika eine STEM-Exposition statt (Science, Technology, Engineering, Mathamatics. In Deutschland würde man von den MINT-Fächern reden. Das Motto der Ausstellung lautete: "Innovationen für morgen – die Verstandeskraft junger Menschen löst die realen Probleme der Welt". Ein Poster hier.
  12. Merita Meko, eine der Gründungs- und Führungspersönlichkeiten der Brüdergemeine in Albanien, ist seit Jahrzehnten in Sachen "Weltgebetstag" aktiv. Auch in diesem Jahr reist sie wieder durch die Gemeinden, um vor allem den Frauen die Cook-Inseln - das Weltgebetstagsland 2025 - nahezubringen. Viele Bilder hier.
  13. Die Leitung des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah (Palästina, Westjordanland) hatte für Sonnabend, den 8. Februar 2025, die Leiterinnen palästinensischer Kinder-Clubs eingeladen, um Aktivitäten zu evaluieren, die im Rahmen des Programms Förderung der Inklusion in kommunalen Gemeinden durch bürgerschaftliches Engagement durchgeführt worden waren. Einige Bilder hier.
  14. Die Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark verfügt über eine eigene Jugendorganisation: Brødremenighedens Danske Missions Unge (BDM-U). Am Montag, dem 4. Februar 2025, wählten die Mitglieder von BDM-U mit Sara Uno, Lørke Holst-Rechnagel, Lea Thusgaard-Mortensen und Maria Bjørndahl-Gramstrup einen neuen Vorstand. Ein Gruppenbild hier.

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