Wir wünschen gesegnete Weihnachten

Liebe Leserinnen und Leser des Newsletters, ein hartes, gewaltvolles und unsicheres Jahr geht zuende: Das entsetzliche Leid der Menschen in der Ukraine und in Nahost stehen uns allen vor Augen. Manchmal hat man den Eindruck: Ich habe keine Kraft mehr, das alles anzusehen und zu verarbeiten. Wie lange noch? Kann ich angesichts des Leids in der Welt einfach so Weihnachten feiern? - Der Herrnhuter Stern scheint in vielen Kirchen und Häusern in der Advents- und Weihnachtszeit. Sein Licht durchbricht die Dunkelheit, die uns umgibt. Vielleicht kann ich jetzt gerade diese Zusage gebrauchen: Gott kann es hell werden lassen, Gott kann Frieden und Gerechtigkeit schaffen. Es kommt nicht alleine auf mich an. Vielleicht ist jetzt Zeit, einmal innezuhalten, aufzutanken, Weihnachten zu feiern und auf Gott zu vertrauen. Im neuen Jahr kann ich mich dann mit neuer Kraft engagieren. In diesem Sinne wünschen wir gesegnete Weihnachten!

Herzlichen Dank allen, die uns in diesem Jahr unterstützt haben durch finanzielle Gaben, durch Engagement und vieles mehr. 

Für das gesamte Team der HMH - Niels Gärtner

Projektreise HMH in Sansibar und Tansania

Gemeinsam mit Cornelia Wolf, zuständig für kirchlichen Entwicklungsdienst und Partnerschaften der Landeskirche Württemberg und Pfarrerin Dena Fortuzi von der Moravian Church in Albanien reiste die Geschäftsführerin der Herrnhuter Missionshilfe, Bettina Nasgowitz, im November nach Tansania und Sansibar. Die Reise führte von der Herrnhuter Academy auf Sansibar bis nach Tansania aufs Festland. Dort wurden zahlreiche Schulen und Berufsschulen besichtigt, Gespräche mit den örtlichen Kirchenleitungen der Moravian Church geführt und weitere Projekte für 2025 geplant. Während dieser Zeit wurde erneut klar, wie wichtig der persönliche Kontakt zu den Partnern im Ausland ist. Zum kompletten Reisebericht hier.

Drei neue Klassenzimmer an Herrnhuter Academy

Aufgrund zahlreicher Neuanmeldungen für die Grundschule der Herrnhuter Academy in Mwera, Sansibar wurde Anfang Oktober mit dem Bau von drei neuen Klassenzimmern gestartet. Dank der Unterstützung der Stiftung fly & help konnten die Baumaßnahmen finanziert und in Rekordzeit umgesetzt werden. Somit kann die Schule im Januar weitere Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Aktuell besuchen das Bildungsprojekt rund 600 Kinder und Jugendliche. Weitere ca. 80 Kinder können nun ebenfalls ihre Schulbildung an der Academy beginnen. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Unterstützung des Projekts.

Dena Fortuzi aus Albanien zu Besuch in Tansania

Dena Fortuzi, das erste Mitglied der Brüdergemeine in Albanien, das vor zwei Jahren zu einer Pfarrerin ordiniert wurde, hatte unlängst die Gelegenheit, die Brüdergemeine in Tansania zu besuchen. Schon als Jugendliche weilte sie erstmals in diesem ostafrikanischen Land. Sie hatte viele Gemeinde-Begegnungen auf der Insel Sansibar (Ostprovinz) und in Mbeya im Südhochland (Südwestprovinz). In einem Bericht meinte sie, in Tansania sei es genauso wie in Albanien. Die Frauen fungierten als Säulen der Gesellschaft und der Kirche. "Es war für mich ein Glück und eine Ehre, in zwei Kirchen zu predigen und mich mit den Frauengruppen zu treffen und dabei meine Gedanken mit den Tansanierinnen zu teilen. Albanien ist eines der ärmsten Länder in Europa, aber die Armut in Tansania hat eine völlig andere Dimension. Die Art und Weise, wie die Menschen in Tansania Gottesdienst feiern, zeigte mir, wie sie Gott erleben und wie sie mit ihm in ihrem bescheidenen Alltag leben." Siehe die Berichte und Bilder hier und hier.

Neuer Rundbrief von Dr. Jochen Tolk

In seinem aktuellen Rundbrief informiert der Dekan i.R. Dr. Jochen Tolk wieder von seiner Arbeit in Tansania. Darin berichtet er u.a. über den Hausbau für eine Witwe, den Schuljahresabschluß in Tenende, Chunya und Ilindi, ein fertiggestelltes Küchenhaus und benötigte Neuanschaffungen für Waisenkinder. Dank den Waisenprojekten/Stipendien von Dr. Tolk konnten in den letzten Jahren viele bedürftige Menschen Begleitung, Hilfe und Bildung erfahren. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern für die tatkräftige Unterstützung. Den kompletten Rundbrief finden Sie hier.

Zyklon "Chido" verwüstet weite Teile Malawis

Am 15. Dezember traf der Zyklon Chido u.a. auch Malawi. Der Sturm brachte schwere Regenfälle und starke Winde mit sich und hinterließ in vielen Gebieten eine Spur der Verwüstung. Vor allem das Zentrum und der Süden des Landes waren stark betroffen. Das Department of Disaster Management Affairs (DoDMA) hat vorläufige Berichte über die verursachten Schäden veröffentlicht, nach denen mehr als 1.800 Haushalte, also etwa 8.100 Menschen, in 17 Bezirken betroffen sind. Viele Familien verloren ihr Zuhause und sind auf Hilfe angewiesen. Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt die Betroffenen über den Nothilfefonds. Wenn auch Sie helfen möchten, bitten wir um Spenden an folgendes Konto: Herrnhuter Missionshilfe e.V., DE25 5206 0410 0000 4151 03, Kennwort: "Malawi Nothilfe"

Rochelle Petrus als erste Frau in Südafrika zu einer Bischöfin ordiniert

Auf seinen Facebook-Seiten schreibt das Moravian Theological College in Kapstadt-Heideveld im Blick auf Sonntag, den 15. Dezember 2024 (3. Advent): "Unsere Einrichtung hatte die Ehre, heute beim Gottesdienst zur Ordination der allerersten Bischöfin der Moravian Church in South Africa (MCSA) in der Bloemendal Moravian Church vertreten zu sein! Was für ein historischer, bewegender Moment! Gottes Gegenwart war deutlich zu spüren, als die Pfarrerin Rochelle Petrus zu einer Bischöfin der Brüder-Unität geweiht wurde. Gott sei die ewige Ehre!" Viele Fotos hier. Rochelle Petrus war am 3. Oktober 2024 in Jeffreys Bay während der 9. Provinzialsynode der MCSA zu einer Bischöfin gewählt worden. Vor ihr hatten mit Angelene Swart und Elise Theunissen schon zwei andere Frauen wichtige Ämter in der Brüdergemeine innegehabt. Erste war Präsidentin der MCSA und Präsidentin des global agierenden Unity Board, Letztere war Vizepräsidentin der MCSA.

Von der ersten Frauenkonferenz der Brüdergemeine in Südasien

Die Delegierten der ersten Frauenkonferenz der Moravian Church in der Missionsprovinz South Asia (Südasien: Indien und Nepal) feierten am 1. Advent 2024 einen Gottesdienst in Rajpur bei Dehradun. Video hier; Foto hier. Das offizielle Gruppenfoto, aufgenommen vor dem Christian Retreat Center in Rajpur, hier. Julie Tomberlin vom Unity Women’s Desk UWD in Winston-Salem/NC, die als Gast an dieser Konferenz teilnahm und ein Hauptreferat zum Thema Frauen mit Vision hielt, schreibt auf Facebook: "Der erste volle Arbeitstag der Frauenkonferenz war erfüllt von schöner Musik, vom Kennenlernen der verschiedenen Distrikte der Missionsprovinz Südasien, vom Schließen neuer Freundschaften und von jeder Menge leckerem Essen. Die Zeit, in der wir uns austauschten und Gemeinschaft hatten, empfanden wir als Zeit großer Segnungen. Schon am vergangenen Mittwoch trugen die Frauen ihre traditionellen Kleider, die meisten handgewebt und wunderschön bestickt sind. Ich habe in den vergangenen Tagen viele tolle Schwestern getroffen, was für ein Vergnügen! Ich traf Manna (links) aus Delhi und Ankita (rechts) aus Dehradun. Manna wird im Juni 2025 als Delegierte der Moravian Church in South Asia an der nächsten "Unity Women's Consultation" in North Carolina teilnehmen. Ankita ist Absolventin des Moravian Instituts in Rajpur und arbeitet als Intensivpflegerin in Dehradun. 2012 war sie das erste Mädchen weltweit, das ein Stipendium vom Unity Women's Desk erhielt. Seitdem hat sie während weiterer Studien hervorragende Leistungen erbracht und pflegt nach wie vor sehr enge Beziehungen zum Personal des Moravian Instituts. Ich bin so dankbar, dass sie trotz ihres anspruchsvollen Zeitplans als Intensivpflegerin die Zeit für eine Reise hierher auf sich genommen hat, um einen Abend lang an der Konferenz teilzunehmen."

Sternberg-Botschaft am "Welttag der Menschen mit Behinderungen"

Am 3. Dezember 2024, dem 1993 von den Vereinten Nationen ausgerufenen Welttag der Menschen mit Behinderungen, meldete sich das Star Mountain Rehabilitation Center SMRC, Sternberg, bei Ramallah (Palästina/Westbank) auf seinen Facebookseiten mit einer Botschaft. Dort hieß es auf Arabisch: "Wir bekräftigen, dass eine Behinderung keine Grenze ist, sondern vielmehr ein Katalysator für das Unmögliche. Bauen wir gemeinsam eine inklusive Gesellschaft auf, die Vielfalt wertschätzt und die Kreativität fördert." Siehe hier. Rund um diesen Tag leisteten die Mitarbeitenden vom Sternberg drei Tage lang in der Umgebung der Einrichtung psychologische und soziale Unterstützung für Kinder mit Behinderungen und für deren Mütter, um Vertrauen zum SMRC aufzubauen und um die Bindung der Einrichtung zu externen Familien weiter zu stärken. Einige Fotos von den Kontaktbesuchen hier.

Sternberg mit neuen Angebot: Schulische Nachhilfe

Auf seinem Facebook-Account hat das Star Mountain Rehabilitation Center, Sternberg, bei Ramallah (Palästina/Westbank) ein neues Programm angekündigt, mit dem kurzfristig begonnen werden soll. Das Programm wird unterstützt von der global agierenden Mercy Corps Foundation und ist Teil ist eines wesentlich umfangreicheren Projekts in Palästina (Positive Youth Participation). Es ist ein schulisches Nachhilfe-Projekt, das auf Kinder ab der 7. Klasse abzielt, die aus unterschiedlichen Schulen stammen und dort Lernschwierigkeiten haben insbesondere in den Fächern Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften. Bei der Online-Anmeldung (siehe hier) soll das letzte Schulzeugnis mit eingereicht werden. Als Koordinatorin des neuen Programms fungiert Arej Hajaj. Am Ende der Werbeanzeige für das neue Programm heißt es: Melde dich jetzt an und setze deine Bildungsreise mit den besten Ausbildern fort!. Siehe hier.

Brüdergemeine auf Kuba unterwegs zu Bedürftigen

Eine größere Gruppe von Mitgliedern der Iglesia Morava Juan Hus in Guantánamo auf Kuba machte sich am 10. Dezember 2024 in den frühen Morgenstunden in einem gecharterten Reisebus mit ihrer Pastorin Yadira und mit der Vorsitzenden der Kirchenleitung, Tania Sanches, auf, um in einige derjenigen Dörfer an der kubanischen Südküste, die vom jüngsten Hurrikan Rafael betroffen waren, Hilfsgüter zu bringen. Sie stoppten u. a. in San Antonio, Imias und Cajo Babo. Bis in die Abendstunden hinein dauerte das Ausladen und Überreichen der Backpacks, Kleidersäcke und Spendenpakete. Einige Bilder hier. Ein Video hier. Auf Facebook schrieben die Gemeindeglieder: "Wir freuten uns über die Begegnungen und Bescherungen. Danke, Gott, dass du uns gezeigt hast, wie Dienen geschehen kann. Ein Dankeschön unseren Pastorinnen und Pastoren und danke für die Gaben aus den Gemeinden in den verschiedenen Kirchenbezirken. Dank an die Armando Rusindo Mission Foundation (ARMS), die Kuba-Stiftung der Brüdergemeine. Gott ist treu!"

Büchergeschenke für Studierende des "Mlimani Theological College" in Sumbawanga

Eine Geldspende der dänischen Lærernes Missions Forening (Vereinigung der Lehrkräfte im Missionseinsatz) ermöglichte es der Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark BDM, den angehenden Pfarrern und Evangelisten der Brüdergemeine am Mlimani Theological College in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) ein Geschenk zu machen. In einem Blog-Beitrag vom Svend Løbner vom 26. November 2024 ist zu lesen: "Mit großen Augen und einem breiten Lächeln standen die 39 Studierenden des Mlimani Theological College bei der Geschenkverteilung am Abschlusstag vor den Weihnachtsferien. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass ihnen jeweils zwei Bücher zugeteilt würden (Wert: zehn Tageslöhne) – eine Hilfe für sie, die Bibel besser zu verstehen und Antworten auf diejenigen Fragen zu finden, die ihnen in ihrer künftigen Aufgabe als Evangelisten höchstwahrscheinlich begegnen werden. Ein wertvolles Geschenk, ein Tag der Freude." Mehr in Dänisch hier.
 

Kirchenbau-Reportage aus der Lake-Tanganyika-Provinz

"Zum Bauen bracht man mehr als Ziegel." So ist eine Reportage von Svend Løbner von der Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark überschrieben. Sie befasst sich mit der Arbeit des Missionars-Ehepaares Bettina und Morten Poulsen (DK) in der Lake-Tanganyika-Provinz der Brüdergemeine in Tansania, und zwar in der Umgebung der Großstadt Mwanza. Siehe in Dänisch hier. Sowohl in Ngasamo als auch in Imalanzala und Ngogo sind neu entstehende bzw. in Erweiterung begriffene Kirchengebäude und Pfarrhäuser ein Ausdruck rasanten Gemeindewachstums und damit eine Folge von Bildungsarbeit und Evangelisation. In Ngasamo gibt es jetzt erstmals ein schönes Pfarrhaus mit steilem Dach. Die neue, größere Kirche ist dagegen noch nicht fertig. In Imalanzala arbeitete man zuletzt mit freiwilligen Helfern so schnell, dass für die neue Kirche bald Richtfest gefeiert werden kann. In Ngogo wurden bei einem Arbeitseinsatz immerhin schon die Fundamente für die Kirche gelegt.

Video: 155 Jahre Stadtmission der Brüdergemeine in Paramaribo

Anlässlich des Jubiläums 155 Jahre Stadtmission der Brüdergemeine in Paramaribo, Suriname, war am 29. November 2024 auf Facebook ein Sieben-Minuten-Video zu sehen, das in liebevoller Weise mit der Geschichte und Gegenwart dieser verdienstvollen Einrichtung vertraut macht. Siehe in Niederländisch hier. Durch den Film führt Carl Breeveld, ein bekannter Politiker der surinamischen Partei Democratie en Ontwikkeling in Eenheid (DOE) und ein Mitglied des Parlaments von Suriname, der aus einer bedeutenden Herrnhuter Familie stammt. Er erwähnt dankbar, welche wichtige Rolle die am 1. November 1869 gegründete Stadtmission einerseits für die Ausbreitung des Evangeliums und andererseits für die Wahrnahme sozial-diakonischer Aufgaben im gesamten Land durch die Brüdergemeine gespielt hat und noch immer spielt. Zur Sprache kommt u. a. auch die Herberge, die Buchhandlung, das Radio- und Filmstudio sowie das Kirchenarchiv, die alle in dem großen Gebäudekomplex an der unteren Burenstraat untergebracht sind. Schließlich erwähnt Carl Breeveld noch die großen Renovierungs- und Ausbaupläne für die Stadtmission, deren Realisierung insgesamt etwa 700.000 Euro verschlingen wird (verschiedene Kostenträger).

Semerster-Abschlussgottesdienst am "Moravian Theological Center" in Heidevelt

Einen festlichen Gottesdienst für die diesjährigen Absolventinnen und Absolventen des Moravian Theological Centers (MTC) in Heidevelt bei Kapstadt gab es am 23. November 2024. Mehrere Mitglieder der Leitung der Moravian Church South Africa MCSA  waren dabei anwesend. Siehe das zweistündige Video hier. Der Tenor der zahlreichen Facebook-Posts nach dem Gottesdienst lautete so: "Herzlichen Glückwunsch Euch allen. Geht in die Welt hinaus und erzählt allen von diesem wunderbaren Jesus, der euch auf diesen Platz gebracht hat, und ihr werdet alle miteinander gesegnet sein. Glückwunsch auch den anderen Studierenden aus der Brüdergemeine. Ihr macht uns stolz." Im Leitbild der Einrichtung heißt es: "Die Mission des MTC besteht darin, die Kirche Jesu Christi und insbesondere die Mitglieder der MCSA durch Studium, Forschung und Ausbildung in Theologie und in verwandten Disziplinen für den Dienst in Kirche und Gesellschaft vorzubereiten."

Adventliches Beisammensein in der "Moravian Chapel" in Kapstadt

Advent und Weihnachten in Südafrika ist – ganz anders als in Europa – Advent und Weihnachten im Hochsommer. Das hinderte die Brüdergemeine in Kapstadt nicht daran, für den 8. Dezember 2024 auf das Gelände der historischen Moravian Chapel zu einem Adventsnachmittag und Adventsabend einzuladen. Auf Facebook hieß es: "Kommt zu uns zu einem familiären, fröhlichen und unterhaltsamen Beisammensein mit Liedern und Bibelversen im Garten, bevor wir bald die Ankunft Jesu feiern. Wir freuen uns, wenn Ihr Eure Lieben mitbringt, um diese besondere Zeit mit uns zu feiern. Bringt für jede Person eine Decke, einen Stuhl, ein Kissen, eine Kerze und ein paar Picknick-Leckereien mit. Einige Snacks wird es auch zu kaufen geben." Die Moravian Chapel in der Ashley Street hatte in den frühen 1980er Jahren als eines von ganz wenigen Gebäuden den Abriss eines dicht bebauten, sehr lebendigen multi-ethnischen Kapstädter Stadtviertels am Fuße des Tafelberges (District Six) durch die rassistische Regierung überstanden, die dort Weiße ansiedeln wollten. Siehe hier.

Konfirmationsgottesdienst in Bridgetown, Barbados

Die Calvary Moravian Church in Bridgetown auf der Insel Barbados, Unitätsprovinz Eastern West Indies, feierte am 1. Advents-Sonntag 2024 einen Konfirmationsgottesdienst. Die fünf Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihrem Pfarrer hier. Die Konfirmierten mit den Mitgliedern des Ältestenrates hier. Pfarrer Dr. Adrian Smith würdigte gemeinsam mit den Mitgliedern des Ältestenrats die bisherigen Lebens- und Glaubenswege der Konfirmanden. Diese waren für die Konfirmation, wie es in der Brüdergemeine in der Karibik üblich ist, von Kopf bis Fuß in weiß gekleidet. Die Ältesten luden nach dem Gottesdienst zu einem kleinen Empfang im Kirchenraum ein. Anders als in Deutschland, wo man in der Regel mit 14 Jahren konfirmiert wird, liegt das Konfirmationsalter in der Karibik deutlich höher. Er ist eine Art Taufbestätigung bzw. eine Bestätigung der als Kind erworbenen Mitgliedschaft in der Brüdergemeine, die nach einer Einzel- oder Gruppenunterweisung stattfindet.

Suppenverkauf der "Trinity Moravian Church" auf Tortola

Die Trinity Moravian Church auf der kleinen Insel Tortola (Unitätsprovinz Eastern West Indies) veranstaltete am Sonnabend, dem 23. November 2024, in den Mittagsstunden auf dem Road Town Market Square einen öffentlichen Suppen- und Getränkeverkauf, um damit Spenden für die Gemeindearbeit zu sammeln. Erhältlich war eine große Auswahl an schmackhaften, fein zubereiteten Suppen (Hühnersuppe, Gemüsesuppe, Erbsensuppe, Bullenfußsuppe, Ziegenfleischsuppe, Fischsuppe) und an lokalen Getränken und anderes mehr. Das Fundraising-Team der Gemeinde, überwiegend bestehend aus Frauen, hatte den Suppenverkauf vorbereitet und es bedankte sich anschließend bei den vielen, die das Angebot in Anspruch nahmen. Einige Bilder hier. Die Moravian Church auf Tortola, eine der etwa 50 größeren und kleineren British Virgin Islands, ist erst gut 20 Jahre alt und sie verfügt erst seit 15 Jahren über ein eigenes kleines Kirchlein.

Ein Blick auf die Geschichte der Bilwaskarma-Klinik

Bilwaskarma am Rio Coco, dem Grenzfluss zwischen Nikaragua und Honduras, ist seit knapp 150 Jahren ein Zentrum der Brüdergemeine im tropischen Regenwald von Nikaragua. Im Bürgerkrieg zwischen den sandinistischen Truppen und sogenannten Contras wurde der Ort 1983 mit all seinen Einrichtungen (u. a. Krankenhaus und Theologisches Seminar) total zerstört. Nach 1997 gelang der Wiederaufbau der Klinik, die in einem großen Gebiet etwa 10.000 Menschen in elf indigenen Landgemeinden rund um Bilwaskarma versorgt. Die Klinik wird von Einheimischen geleitet und ist selbsttragend. Im Jahre 2024 konnte mit Hilfe des Board of World Mission BWM ein tragbares Ultraschallgerät und weitere Medizintechnik angeschafft werden. Zudem konnten Ärzte Hausbesuche bei schwangeren Frauen machen, die einem Komplikationsrisiko ausgesetzt waren, so dass sich für diese ein Krankenhausbesuch erübrigte. Ein historisches Foto von Krankenschwestern der Brüdergemeine in der Bilwaskarma-Klinik hier.

Zweiter Rundbrief der Freiwilligen Hanna Isterheld aus Indonesien

Hanna Isterheld, eine junge Freiwillige aus der Brüdergemeine, absolviert seit Sommer 2024 ein Freiwilligenjahr mit dem Ökumenischen Freiwilligenprogramm der Evangelischen Mission in Solidarität EMS in einem Kindergarten in Mamasa auf Sulawesi, Indoniesien. Sie schreibt: "Wie versprochen kommt hier der Link zu meinem nächsten Blog-Eintrag. Diesmal geht es um meine Arbeit im Kindergarten und um einige Freizeitaktivitäten. Momentan bin ich beschäftigt mit den weihnachtlichen Vorbereitungen sowohl im Kindergarten als auch im Chor und in meiner Freundesgruppe. Ich bin gespannt, wie Weihnachten hier gefeiert wird und werde danach berichten, was ich erleben durfte. Ich freue mich darauf, ein anderes Weihnachten bei 25 Grad und Sonnenschein zu feiern, aber vermisse schon jetzt die Adventszeit in Herrnhut und auch die Kälte mit der Gemütlichkeit. Euch allen eine gesegnete Adventszeit und schöne festliche Weihnachtsfeiertage!"

Vorstandssitzung der "Moravian Unity Cultural Heritage Foundation"

In der 47. Kalenderwoche 2024 traf sich in Herrnhut der Vorstand der von der Unitätssynode 2023 in Kapstadt neu geschaffenen Moravian Unity Cultural Heritage Foundation. Die Stiftung im Aufbau möchte dazu beitragen, das kulturelle Erbe der weltweiten Brüder-Unität nicht nur in den vier UNESCO-Welterbe-Stätten zu bewahren. Inhalt der Tagung war es, dieses hohe Ziel zu strukturieren und nächste Schritte zu vereinbaren. Teilnehmer waren neben Jørgen Bøytler (Dänemark), dem Unity Board Administrator UBA, jeweils zwei Vertretungspersonen der vier Unitätsregionen: Jeffrey Long (Bethlehem/PA), Martha Hartley (Winston-Salem/NC), Samone Patterson (Jamaica), Andrew Parris (Barbados), Lizwi Mtumtum (Südafrika), Revocatus Meza (Tanzania), David Johnston (Nordirland) und Wieland Menzel (Deutschland). Neben den thematisch-strukturellen Beratungen hatten die Gäste die Gelegenheit zu einer Besichtigung des Herrnhuter Kirchensaals sowie des Zinzendorfschlosses in Berthelsdorf.

Erinnerungen an den Weihnachtsbasar in der "Bethel Moravian Church" in Alaska

Die in Alaska beheimatete Wochenzeitung The Delta Discovery - Real news for the Real People veröffentlichte am 10. Dezember 2024 einen Artikel aus der Moravian Church Bethel/AK im Kuskokwim-Delta. Zu Wort kam Peter Twitchell, der sich an seine Kindheit in Bethel vor 50 Jahren erinnerte, speziell an den jährlichen Weihnachtsbasar in der Bethel Moravian Church, an dem er mit seiner Mutter Sara nach einer abenteuerlichen LKW-Fahrt regelmäßig teilnahm. Der ganze Artikel in Englisch hier. In dem Artikel heißt es: "Der Weihnachtsbasar in der Kirche war für mich etwas Großartiges, eine der schönsten Erinnerungen an meine Kindheit in Bethel. Mama kaufte immer ein Dutzend Cupcakes und Zuckerkekse, die die Schwestern Schattschneider und Schantz gebacken hatten. Die brüderischen Pfarrer aus Lititz, Bethlehem und Nazareth in Pennsylvania brachten immer so viele schöne Dinge in die Kirche. Im Weihnachtsgottesdienst gingen alle kleinen Kinder ab sechs Jahren nach vorne und sagten Bibelverse auf, die sie gelernt hatten. Am Ende des Gottesdienstes gab es für alle eine Tüte mit Weihnachtssüßigkeiten."

"Geneva Moravian Fellowship" ist fünf Jahre alt

Die multinationale, keiner bestimmten christlichen Denomination verpflichtete und daher englischsprachige Geneva Moravian Fellowship feierte ihren fünften Gründungstag. Sie ist de facto eine der Herrnhuter Sozietäten in der Schweiz. Siehe hier. Geleitet wird die Fellowship von der aus der Karibik stammenden Pfarrerin Winelle Kirton-Roberts. Ihre Versammlungen hält die Fellowship in der Regel in der Paroisse du Petit Saconnex, 1 Place du Petit Saconnex, in CH-1209 Genf; sie sind aber zumeist auch online zu verfolgen. In der Festversammlung zum fünfjährigen Bestehen der Gemeinde am 1. Dezember 2024 predigte Jerry Pillay, der Generalsekretär des Weltkirchenrates. Viele, die sich zu dieser Fellowship halten, sind farbige bzw. schwarze Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des World Council of Churches WCC in Genf oder haben auf andere Weise mit dieser Institution zu tun. Der komplette Jubiläums-Gottesdienst kann hier nacherlebt werden.

Brüder-Unität erhält Sachgegenstände aus Erbschaft

Die Brüder-Unität erhielt vor kurzem über Achim Bazlen, Bereich Erbschaftsfundraising in Bad Boll, die Nachricht über ein Erbe in Form einer Wohnungsauflösung. Es wurden teils wertvolle Gegenstände wie Geschirr, Gläser, Vasen, Wanduhren und Stehlampen hinterlassen. Diese Erbstücke gingen an den Laden Mittendrin in Königsfeld und wurden im Schaufenster liebevoll zum Kauf angeboten. Die Erlöse aus den Verkäufen kommen seit vielen Jahren den Projekten unserer Herrnhuter Missionshilfe zugute. Innerhalb kürzester Zeit wurde ein Großteil der edlen Stücke bereits verkauft. Herzlichen Dank an alle die an dieser Aktion beteiligt waren!

Kurzmitteilungen
  1. Am Sonntag, dem 24. November 2024, wurde in der Roots Moravian Church in St. Paul, Minnesota, die Pfarrerin Dr. Amy Gohdes-Luhman von Chris Giesler, Bischof der Brüder-Unität, als Director of Mission Engagement des Board of World Mission der Brüdergemeine in Nordamerika eingeführt. Nach dem Gottesdienst, bei dem vom Board of World Mission auch Sylvie Hauser, Director of Communications and Development, dabei war, wurde ein Milk and Honey Lovefeast (Liebesmahl) gefeiert.
  2. Kinder aus der Christian-David-Schule in der Nähe von Barkava, Lettland, besuchten am 1. Dezember 2024 das Lettische Nationaltheater in Riga, wo sie sich das Stück Sālsvārnas salas vasarnieki (Ferien auf Saltkrokan; nach einem Buch von Astrid Lindgren) anschauten. Siehe hier. Eine Fotomontage vom kürzlichen Schulprojekt Vogelfutterhäuserhier.
  3. Eine Fülle von Gesangsauftritten von Kindern aus den Schulen der Brüdergemeine in Paramaribo und in anderen Städten des Landes gab es am 28. und 29. November 2024 unter dem Motto Anitri singi prisiri (Die Herrnhuter singen und preisen). Siehe zum Beispiel hier und hier und hier und hier.
  4. Zu einem Adventssingen mit Verkündigung, Tanz und Gebet wird die Jugend der Brüdergemeine in Paramarobo, Suriname, am 17. und 19. Dezember 2024 im Diakonissenkrankenhaus – einst von der Herrnhuter Mission gegründet – und in der Latourkerk unterwegs sein, jeweils mit einem Gospel-Truck. Siehe hier.
  5. Während ihrer Dienstreise in die Missionsprovinz Südasien konnte Juli Tomberlin, die Leiterin des "Unity Women’s Desk" (UWD) mit Hauptsitz in Winston-Salem/NC, auch die Kindergarten & Shristi Acadamie der Brüdergemeine in Kathmandu-Baneshwor, Nepal, besuchen. Auf Facebook schrieb sie am 3. Dezember 2024: "Es war mir eine große Freude, zwei der UWD-Stipendiatinnen an der Akademie in Kathmandu zu treffen! Ich konnte ihnen je einen von Lynn Lancaster Waggoner handgefertigten Schwesternstern schenken! Wir sind so stolz auf euch beide!". Beide sind offenbar in ihrer Freizeit junge Judoka.
  6. Einige Fotos vom Besuch von Justin Rabbach, des Exekutiv-Direktors des Board of World Mission der Brüdergemeine in Nordamerika, in der gut 75 Jahre alten Clinica Evangelica Morava in Ahuas, Honduras, im November 2024 gibt es hier. Justin Rabbach wurde begleitet von Dr. Benno Marx, der lange Zeit an der Klinik gearbeitet hatte. Während des Besuches streifte der Hurrikan Sara die Ostküste von Honduras, wo Ahuas liegt, und führte zu riesigen Regenmengen und Stromausfällen, sodass teilweise im Dunkeln gearbeitet werden musste.
  7. Ein Teil der Schülerschaft der Friedrich-Staehelin-Schule der Brüdergemeine in Paramaribo, Suriname, war am 9. Dezember 2024 zu Gast im Nordost-Kommissariat der Polizei der Stadt. Die Kinder wurden mit Polizei-Bussen abgeholt und zurückgebracht und vom Bezirkskommissar Dhr Bhola und seinem Stab herzlich begrüßt. Die Polizei-Motorräder hatten es den Kindern besonders angetan. Fotos hier.
  8. Ein Teil der Kinder der Kindergarten & Shristi Academy der Brüdergemeine in Kathmandu, Nepal, unternahm Anfang Dezember 2024 einen Ausflug in ein atemberaubendes Öko-Ressort: in das Beeshazari Tal der 20.000 Seen am Rande des Chitwan-National-Parks. Sie unternahmen eine Dschungel-Safari und besuchten auch das Tharu Culture Museum. Die Tharu sind eine der größten und am stärksten marginalisierten ethnischen Gruppen Nepals. "Jeder Moment war ein Abenteuer, mit jedem Schritt war eine spannende Geschichte verbunden", heißt es bei Facebook. Siehe hier.

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