Jahrestagung der HMH - Bildung verbindet

Vom 05. Juni bis 07. Juni 2024 fand die Jahrestagung der Herrnhuter Missionshilfe in der Gemeinde Königsfeld im Schwarzwald statt. Der Ort war bewusst gewählt, denn in Königsfeld ist das größte Schulwerk der Brüdergemeine beheimatet. Und so ging es folgerichtig auch um das Thema Mission und Schule: wie kann die Missionsorganisation die Internationalität der Schule stärken? Vorhandene Projekte wurden vorgestellt und neue Ideen entwickelt. Neben dem Schwerpunkt Bildung nahm auch ein 20köpfiger Chor aus Mbeya/Tansania an der Jahrestagung teil. Die Sängerinnen und Sänger berichteten über ihr Land und luden zu einem Konzert am Samstagabend ein. Mit viel Engagement, gesanglichem und schauspielerischem Talent wurde das Publikum mitgerissen. Auch im ökumenischen Gottesdienst am Sonntagvormittag prägte der Chor die Verkündigung. Eine gelungene Tagung für alle, die mit dabei waren! Kleines Video von der Begegnung von Hartmut Beck mit dem Chor hier und Eindrücke vom Chorkonzert hier.

Brüder-Unität sucht Finanzdezernenten (m/w/d)

Die evangelische Brüder-Unität/Herrnhuter Brüdergemeine sucht eine Nachfolge für die Finanzdezernentin Schwester Heide-Rose Weber, die demnächst in den Ruhestand tritt. Die Stellenausschreibung siehe hier. Finanzdezernent ist die Person in der Kirchenleitung, die für Finanzen, Recht und Personal zuständig ist. Sie arbeitet kollegial in der vierköpfigen Kirchenleitung zusammen. Zu den Aufgaben gehören die Verantwortung für Finanzen, Rechnungswesen, Gemeindefinanzen, Liegenschaften, Personalverwaltung, IT, Recht sowie die gemeinsame Verantwortung für die Kirche. Zudem ist damit die Dienststellenleitung in Bad Boll verbunden. Die Amtssprache an den deutschen Dienstorten Bad Boll und Herrnhut ist Deutsch, innerhalb der Direktion wird zunehmend Englisch gesprochen. Wer selbstbestimmt und kollegial in einer internationalen Kirche arbeiten möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu bewerben! Für nähere Informationen stehen zur Verfügung: Heide-Rose Weber (Tel. 07164/942140), Finanzdezernentin
oder Niels Gärtner (Tel. 0521/65927), Mitglied des Intersynodalen Finanzausschusses.

Sternberg: Neues aus der beruflichen Förderung

In den vergangenen Wochen konnten die Azubis der Berufsförderung des Rehabilitationszentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg SMRC bei Ramallah (Palästina/Westbank) eine neue Erfahrung machen. Erstmals saßen die Jugendlichen mit Beeinträchtigungen an traditionellen Webrahmen. Zunächst ließen sie sich die einzigartige manuelle Technik von ihren Anleitungs-Personen demonstrieren. Anschließend zeigten alle große Begeisterung und Leidenschaft beim Erlernen der für sie neuen Technik. Sechs Bilder hier. Die Mitarbeiterschaft des Sternberg-Förderzentrums bedankt sich bei der Waldenser-Kirche in Italien. Die Mitglieder haben beschlossen, dass Teile der ihnen vom italienischen Staat zustehenden Mandatssteuer Otto per Mille (Acht pro Tausend) für die Finanzierung und Erweiterung der Berufsförderung auf dem Sternberg verwendet werden. Schon in der Vergangenheit haben Waldenser aus Deutschland und Italien das Sternberg-Förderzentrum unterstützt.

Sternberg: Workshop im Rathaus von Ramallah

Das Rehabilitationszentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg SMRC (Palästina/Westbank) berichtet von zwei besonderen Ereignissen. Im Rahmen des Projektes Förderung inklusiver Gemeinschaften durch gute Bürgerschaft – gefördert von der deutschen GIZ -  begaben sich am 27. Juni 2024 leitende Mitarbeitende des Zentrums in das Rathaus der Großstadt Ramallah. Dort führten sie einen Workshop für Mitarbeitende der Stadtverwaltung durch, bei dem es um die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigungen ging. Der SMRC soll dabei helfen, einen entsprechenden Inklusions-Leitfaden in praktische Politik zu implementieren. Viele Bilder hier. Parallel wurden im Al-Khabrat Freizeitkomplex zwölf Jugendliche aus dem SMRC ausgezeichnet. Sie hatten an einem von Experten aus Ramallah angebotenen Yoga-Ausbildungsprogramm teilgenommen, das zu ihrer emotionalen Beruhigung beitragen soll. Viele Bilder hier.

Neue Dabke-Tanzgruppe des Sternberg-Förderzentrums zertifiziert

Das Rehabilitationszentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg SMRC bei Ramallah (Palästine/Westbank) schrieb unter dem Datum des 21. Juni 2024 auf Facebook: »Wir freuen uns bekanntgeben zu können, das 15 Absolventinnen und Absolventen unserer Einrichtung dafür zertifiziert wurden, die die Dabke-Tanzgruppe für das Jahr 2024 bilden. Die feierliche übergabe der Zertifikate, verbunden mit einem Tanz-Auftritt, fand am Donnerstag, den 13. Juni 2024, im ›Ramallah Cultural Palace‹ statt. Glaubt uns, es war eine spektakuläre Show vor großem Publikum. Wir gratulieren allen Tänzerinnen und Tänzern zu dieser tollen Leistung und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg in ihrer künstlerischen Laufbahn! Und immer viel Freude beim Tanzen!" Ein Video hier. Einige Bilder hier. Dabke ist ein ist orientalischer Volkstanz, der im Nahen Ostens und rund um das östliche Mittelmeer bei Familienfeiern und anderen Ereignissen wie Abschied und Willkommen getanzt wird.

Poliklinik in Brownsweg, Suriname, feiert 60. Gründungstag

"Hipp Hipp Hurra! Heute feiern wir den 60. Jahrestag unserer Poliklinik in Brownsweg", hieß es am 25. Juni 2024 auf den Facebook-Seiten der Ärztlichen Mission in Suriname (Medische Zending, Primary Health Care Suriname). Siehe hier. Es wurde getanzt und gesungen (in der Volkssprache Sranan) und schließlich eine riesengroße Geburtstagstorte angeschnitten. Video hier. Brownsweg ist eine Siedlung und ein Ferien-Ressort im surniamischen Distrikt Brokopondo, etwa 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Paramaribo mit knapp 5.000 Einwohnern. Der Ort ist von tropischem Regenwald umgeben, und südlich von ihm befindet sich einer der flächenmäßig größten Stauseen der Erde, der Brokopondo-Stausee. Erst am 23. Juni 2024 bezeichnete ein Online-Magazin den Bau des Stausystems in den 1960er Jahren als eine "Koloniale Tragödie". Siehe hier. In der Region Brokopondo gibt es auch ein Schul-Cluster der Brüdergemeine in Trägerschaft der Schulstiftung der EBGS, bestehend aus fünf Schulen.

Partnerbesuch in Binnenland von Suriname

Am Sonnabend, dem 29. Juni 2024, weilten Mitarbeitende der Missionsgesellschaft der Brüdergemeine in den Niederländern ZZg bei wichtigen Partner-Organisationen in Suriname, und zwar außerhalb von Paramaribo im sogenannten Binnenland. Sie besuchten zunächst Elfie Gajadhar, die Leiterin von Sukh Dhaam (Haus des Glücks), eines Kinderhauses der Brüdergemeine. Erst vor vier Jahren hatte sie aus Dankbarkeit die Leitung dieses Hauses, in dem sie selbst als Kind lebte, übernommen. Video mit dem schönen Blick von der Veranda des Kinderhauses hier. Dann ging die Besuchsreise weiter zum Kinderheim Leliëndaal, wo die Gäste herzlich empfangen wurden von der Heimleiterin, Christina Diran. Zum Schluss wurde noch bei der Pfarrerin Urmie Mingoen vorbeigeschaut, die genau zwischen den Waisenhäusern lebt. Urmie Mingoen hat vor ihrem Gemeindienst jahrelang in der Schulstiftung der Brüdergemeine gearbeitet und die Geschichte der Herrnhuter Bildungsarbeit im Suriname erforscht. Sie kommt demnächst zum Missionsfest in Zeist (NL) nach Europa.

John Heckewelder, ein brüderischer Missionar als Proto-Ethnologe

In dem Sammelband Transkulturalität. Gender- und bildungshistorische Perspektiven, hgg. von Wolfgang Gippert u. a. (transkript Verlag Bielefeld), veröffentlicht die Pietismus- und Herrnhut-Forscherin Pia Schmid, Professorin an der Universität Halle/Saale, einen 18-seitigen Aufsatz zu Brüdergemein-Mission in Nordamerika im 18./19. Jahrhundert. Der Aufsatz ist überschrieben: John Heckewelders ›Geschichte indianischer Nationen‹ (1819). Ein Missionar als Proto-Ethnologe. Der Aufsatz kann hier online gelesen werden (Seite 105ff). Pia Schmidt zeigt, wie der brüderische Missionar John Heckewelder, ein Schüler David Zeisbergers, sich bemüht, bei seinen weißen Lesern Verständnis für die Andersartigkeit der Sitten und Bräuche der indigenen Völker Nordamerikas zu wecken. John Heckewelder tut das z. B. bei seinen Ausführungen zum Skalpieren, einem Brauch, der für Europäer besonders grausam und sinnlos erscheint, der in der Kultur und Kriegführung der Native Americans aber durchaus einen Sinn hat.

Aufarbeitung der Missionsgeschichte
  • Im Heft 12-2024 der weit verbreiteten Zeitschrift Publik-Forum ist ein Artikel des EKD-Kulturbeauftragten Johann Hinrich Claussen, Berlin, über das Erstlingsbild der Brüdergemeine abgedruckt. Der Beitrag vereint einen wertschätzenden Blick auf dieses Bild mit kritischen Anmerkungen zu den Umständen, die wesentlich zur Entstehung dieses Bildes beigetragen haben. Beitrag anhören hier.
  • Mehrere Webinare von Mission 21 in Basel, einer Organisation, der auch die Herrnhuter Mission in der Schweiz angehört, widmen sich dem Agieren christlicher Missionsgesellschaften im Kontext von Sklaverei und Kolonialismus. Gefragt wird nach historischen Berührungspunkten von christlicher Mission mit Rassismus und Diskriminierung. Mission 21 macht mit den elf Webinaren deutlich, dass die transparente und wissenschaftliche Aufarbeitung der Missionsgeschichte zu den wichtigen Anliegen der Organisation gehört. Zu den elf Webinaren hier.
Good News aus dem Missionsmuseum in Genadendal
  • Das Missionsmuseum der Brüdergemeine in Genadendal, Südafrika, wird von einem organisierten Freundeskreis unterstützt, der sein leitendes Komitee am 17. Juni 2024 neu wählte. Creswell Adonis vertritt den Freundeskreis künftig im Vorstand des Missionsmuseums. Bilder hier.
  • Am 25. Juni 2024 fand in Genadendal ein Jugend-Sporttag statt, gemeinsam organisiert vom Missionsmuseum, von der öffentlichen Bibliothek in Genadendal und von eine Schüler-Nachhilfe-Organisation namens WCED@HomeLearning. Bilder hier. Es gab an diesem Tag auch eine thematische Einheit: "Die sozio-ökonomischen Vorteile unserer Demokratie aktiv nutzen“. Das Missionsmuseum erinnerte wieder einmal an die großen ökonomischen Traditionen Genadendals, beginnend im frühen 19. Jahrhundert, speziell an Johann Heinrich Schmitt, der erste Wagenbauer unter den brüderischen Missionaren, der 1807 seine Werkstatt für überdachte Ochsen-Karren (Cape carts) eröffnete. Ein Bild hier.
Kurzmitteilungen
  1. Die Unitätssynode im Herbst 2023 in Kapstadt, Südafrika, hat die Arbeit der Brüdergemeine in Bolivien zu einem potentiellen Missionsgebiet (prospective mission area) ernannt. In einem Brief an das Board of World Mission der Brüdergemeine in Nordamerika teilten die Geschwister in Bolivien jetzt Fürbittanliegen mit. "Bitte betet: 1. Dass sich eine Gruppe mutiger und tapferer Geschwister als neue Brüdergemeine in Bolivien formiert. 2. Dass jedes arbeitslose Gemeindeglied eine Arbeit mit angemessenem Gehalt findet. 3. Dass unsere Regierung dem Land zu wirtschaftlichem Gedeihen verhilft."
  2. Für Freitag, den 28. Juni 2024, von 18 Uhr bis etwa 20 Uhr hat das Jugendzentrum der Brüdergemeine in Paramaribo, Suriname, die Jugend zu einem Straßengottesdienst eingeladen. Es soll an öffentlichen Plätzen in der Stadt gesungen und gepredigt werden, und es soll mit Menschen, die dies wollen, gebetet werden. Auf die Landeshauptstadt soll der Segen Gottes gelegt werden.
  3. Das renommierte Moravian Institute im nordindischen Rajpur bei Dehradun, gegründet 1963 als Schule für tibetische Flüchtlingskinder, ist schon seit einigen Jahren auf Expansionskurs. Auf seinen kürzlich neu gestalteten Webseiten zeigt das Moravian Institute jetzt auch einige Bilder vom relativ neuen Schul-Campus in Chiktan (Ladakh; siehe hier) sowie vom weit entfernten neuen Schul-Campus in Binnakandi (Assam; siehe hier).
  4. Die Zeister Zendingsgenootschap ZZg, die Missionsorganisation der Brüdergemeine in den Niederlanden, erhielt kürzlich ein besonderes Geschenk: Ein Privatsammler übergab der Organisation 313 Gemälde zur Kategorisierung und zum anschließenden Verkauf. Der vormalige Eigentümer der Gemälde ist ein Lehrer im Ruhestand und hat den großen Wunsch, dass sämtliche Einnahmen aus dem Bilderverkauf in Bildungsprojekte der Brüdergemeine fließen. Vielen Dank! Ein Foto der Bildersammlung hier.

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