Krankenstation für "Walani" Frauenprojekt

Der Bau einer kleinen Krankenstation im Walani Frauenprojekt der Moravian Church in Malawi ist bereits in vollem Gange. Die 80 jungen Frauen können die neuen Räumlichkeiten nutzen, um mit Medikamenten versorgt zu werden, im Krankheitsfall behandelt zu werden aber auch um Beratungsgespräche in einem geschützen Rahmen in den Bereichen Menstruationsprobleme, Familienplanung, Mangelernährung oder Hygiene zu erhalten. Somit wird zukünftig auch der aufwändige Besuch in einer weit entfernten Krankenstation/Gesundheitsstation entfallen. Da die Anzahl der Frauen in naher Zukunft weiter steigen wird, ist die Realisierung einer solchen Station dringend notwendig. Die Herrnhuter Missionshilfe bedankt sich für die Unterstützung die den Start des Projekts ermöglicht hat.

Praktikum im "Walani" und "Light of Hope" Projekt

Maren aus Freiburg ist Psychologin und hat in den vergangenen drei Monaten ein Praktikum bei der Partnerorganisation der Moravian Church in Malawi und der Herrnhuter Missionshilfe Movarian Humanitarian and
Development Services (MoHDevS)
absolviert. Kernthemen des Praktikums waren mentale Gesundheit, Resilienz und Kommunikation. Nach einer kurzen aber intensiven Eingewöhnungsphase führte sie in diesen Bereichen Trainings in den Projekten Walani und Light of Hope durch. Für Maren war die Zeit in Malawi sehr prägend und wertvoll. Sie berichtet: "Ich habe Malawi als ein wundervolles Land mit sehr freundlichen, offenen Menschen kennengelernt – die Beschreibung „Warm Heart of Africa“ bewahrheite sich für mich tatsächlich. Die drei Monate in Malawi sind wie im Flug vergangen und ich bin mit vielen neuen Ideen, Freundschaften und gut 30 Grad Temperaturunterschied wieder zurück in der Heimat in Deutschland. Tiwonana Malawi – Auf Wiedersehen!"

Von einem nachhaltigen Waldprojekt in der Region Sikonge

Die Werkstatt am Sikonge Mission Hospital der Brüdergemeine in Tansania (Westprovinz) hat mit Unterstützung der Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark (BDM) diverse Werkzeuge erhalten, um jetzt mit dem Holzeinschlag beginnen zu können. Derartig Aufträge liegen in steigendem Maße vor. Das Fällen von Bäumen scheint zunächst sehr problematisch zu sein, de facto handelt es sich jedoch um ein nachhaltiges Projekt. Holz gilt in Tansania im Vergleich zu Stahl und Beton, die sonst beim Bauen dominieren, als klimafreundliche Ressource. Das Fällen von Bäumen ist in Tansania oft reglementiert. Es erfordert eine staatliche Lizenz, mit der nur Bäume einer bestimmten Art und Größe gefällt werden dürfen. Die Lizenzen werden nur für wilde Waldgebiete vergeben, die nach der Abholzung ruhen und sich ausreichend regenerieren können. Der Normalbürger in Tansania beschafft sich leider oft illegales Holz, das billiger ist. Außerdem gibt es im Holzhandel viele Monopolisten, die den Holzpreis künstlich hochtreiben. Wenn die Hospital-Werkstatt in Sikonge den Menschen in der Region legales Holz günstig anbietet, dann hilft das der Umwelt. Diese Information sandten Michael und Mia und Toldam Korsgård (DK), die seit zwei Jahren im Auftrag der Mission in Sikonge arbeiten.

Feierliche Einweihung des Frauenzentrums in Mzuzu

Am 03.02.2024 wurde in Mzuzu, Malawi das neue Frauenzentrum der Moravian Church offiziell eingeweiht. Gemeinsam mit zahlreichen Gemeindemitgliedern, lokalen Politikern, Chören und Kirchenmitarbeitenden wurde die Eröffnung gefeiert. Schließlich wurde das Band durch Rev. Mussa Mwangulukulu zerschnitten. Es gab auch ein buntes Rahmenprogramm voller Musik, Tanz und Freude. Nach der offizellen Zermonie wurde gemeinsam gegrillt und gegessen. Danach gab es eine Führung mit einem Einblick in die Arbeit der Frauen. Die Bereiche Heilpflanzen, Kompostierung und Nachhaltigkeit standen dabei im Vordergrund. Kristin Hentschel, die das Projekt im Auftrag der Herrnhuter Missionshilfe und Brot für die Welt begleitet, berichtet von der Feier: "Es war ein sehr emotionaler und schöner Tag. Wir haben dieses Projekt gemeinsam bewältigt und freuen uns auf die Zeit im neuen Frauenzentrum. Vielen Dank an alle die das Projekt unterstützt haben.".

Aus der weltweiten Arbeit des "Unity Women’s Desk"

In zwei Posts berichtet das Unity Women’s Desk (UWD) kürzlich über seine weltweite Arbeit, die zu einem wesentlichen Tteil darin besteht, die schulische, berufliche und auch akademische Ausbildung von Mädchen und Frauen, die aus einfachen Verhältnissen stammen, zu fördern. U. a. fördert das UWD junge Theologie-Studentinnen aus den Reihen der Brüdergemeine in Südafrika. Siehe hier (rechts: Raylene Williams, die 2017 ein halbes Jahr im Behindertenbereich der Herrnhuter Diakonie arbeitete). Mit jeweils einem Foto – siehe hier (bitte nach links/rechts klicken) - stellt das UWD 13 junge Frauen vor, die mit einem Stipendium des UWD im Jahre 2023 ihren Abschluss schafften: In dem Post heißt es: "Hier sind einige unserer Hochschulabsolventinnen von Tansania bis North Carolina, von Honduras bis Nepal! Vielen Dank an alle unsere Spender, die in die Zukunft unserer Kirche und unserer Welt investieren. Die Absolventinnen sind eine kritische Stimme in unserer Gegenwart."

"Unity Women’s Desk" kooperiert mit neuer südafrikanischer NGO

Das Unity Women‘s Desk (UWD) mit Hauptsitz in Winston-Salem/NC informiert in einem Post vom 12. Februar 2024 darüber, dass in Südafrika eine neue NGO im Entstehen begriffen ist, die sich dem Kampf gegen jedwede genderbasierte Gewalt widmen möchte. In dem Post heißt es u. a.: "Jede Provinz der weltweiten Brüder-Unität leidet unter dem Phänomen Gewalt gegen Frauen. Solche Gewalt geschieht in unseren Kommunen und in unseren Gemeinden. Wie können wir genderbasierte Gewalt beenden? Der erste Schritt: Das Phänomen anerkennen und öffentlich darüber sprechen! Wir brauchen Führungspersönlichkeiten, die erklären, dass solche Gewalt inakzeptabel ist, und die sich für diejenigen einsetzen, die Angst davor haben, von Menschen verletzt zu werden, denen sie vertrauen sollen." Für die Brüdergemeine in Südafrika arbeiten in der neuen NGO Angelene Swart und Lettice Joemath mit. Das UWD wird die neue Organisation namens Real-Anti-GBV – Resource Education Awarenes for Live – NPO-Reg.-Nr. 272-430 unterstützen. Mehr hier.

Herrnhuter Missionar brachte Schädel aus Südafrika nach Deutschland

Die Sächsische Zeitung berichtete am 15. Februar 2024 in einem ganzseitigen Artikel von Thomas Ruhland davon, dass mit Hilfe von Herrnhuter Missionaren mindestens ein menschlicher Schädel von der südafrikanischen Missionsstation Shilo über die Station Genadendal zu Forschungszwecken nach Herrnhut kam und später – zusammen mit 27 anderen Schädeln – an den Schädel-Sammler Hermann Welcker in Halle/S. verkauft wurde. Siehe hier. Insgesamt 831 menschliche Schädel lagern bis heute in den Meckelschen Sammlungen in Halle: in einer Vitrine der Schädel des Caffern Mqhayis aus Shilo. Der Schädel trägt die Aufschrift Coll. Becker; gemeint ist Carl Joseph Becker, ein Arzt in Herrnhut, dessen Sohn Woldemar später zu Schädeln von Indigenen promovierte. Der Journalist bekam in Herrnhut den gewünschten Zugang zum Unitätsarchiv und auch zu privaten völkerkundlichen Sammlungen. Die Brüdergemeine ist froh über die gegenwärtig laufende Erforschung auch der dunklen Kapitel ihrer Mission und unterstützt diese.

Ruhestandsbeginn von Dr. Kenneth Serapio

Dr. Kenneth Serapio, der erster Chirurg an der Clinica Evangelica Morava in Ahus, Honduras (gegründet 1946), der aus dem Volk der Miskito stammt, geht Ende Februar 2024 nach vielen Jahren engagierter Tätigkeit in dem abgelegenen, aber für die Grundversorgung eminent wichtigen Missionskrankenhaus in den Ruhestand. Mit Leidenschaft kämpfte er dafür, dass das Volk der Miskito sein Recht auf hochwertige medizinische Versorgung auch in der strukturschwachen Mosquitia wahrnehmen kann. Weil er mit seinen Patientinnen und Patienten in deren eigener Sprache kommunizieren konnte, war Kenneth Serapio in der Klinik immer wieder eine Quelle des Trostes und der Hoffnung. Die Brüdergemeine in Honduras dank ihm für seinen langjährigen Dienst und für seinen Enthusiasmus bei der Arbeit, auch wenn Krieg und Diskriminierung seine berufliche Laufbahn mehrfach bedrohten. Ein Sechs-Minuten-Video mit ihm hier.

Von der Arbeit der Brüdergemeine in Lettland

Von einem Männerabend der Brüdergemeine im lettischen Cimza (bei Rauna), bei dem auch erfreulich viele jüngere Brüder anwesend waren, gibt es ein neues Video und zwei Bilder. Siehe hier und hier. Die lettische Regionalzeitung Laikraksts Stars in Madona berichtete kürzlich über die Christian-David-Schule bei Barkava, die sich im Umfeld der Brüdergemeine als christliche Schule - und als erste nicht-staatliche Schule im neuen Lettland - entwickelt hat. Jutas Strazdiņa, eine der Schulgründerinnen 1991, berichtete über neue Entwicklungen an der abgelegenen Internats-Schule, die ohne staatliche Gelder arbeitet. Vier angestellte Lehrkräfte und acht unbezahlte Lehrkräfte unterrichten derzeit 26 Kinder, meist klassenübergreifend, oft projektbezogen und oft auch im Freien. Die neunjährige Basisschule ist im Land bekannt für ihre gute Atmosphäre und für ausgezeichnete Lernergebnisse. Etwa die Hälfte der Kinder kommt aus der Region Madona, die andere Hälfte kommt teilweise von weither, z. B. aus Ventspils. Derzeit gibt es neuen Kriterien des Bildungsministeriums, auf die sich die Schule einstellen muss. Der gesamte Zeitungsbeitrag in Lettisch hier.

Kurzmitteilungen
  1. Am 13. Februar 2024 begeht die Brüdergemeine in Nordamerika zum vierten Mal einen Moravian Day of Giving. Im Vorfeld dieses beliebten Tages lobte die Moravian Ministries Foundation (MMFA) einen Preis für fünf Einzel-Brüdergemeinen aus: 2.500 US-Dollar zur beliebigen Verwendung bekommen diejenigen fünf Gemeinden in den USA und Kanada, die mit den meisten Einzelspendern aufwarten können, gleichgültig, wie hoch die jeweiligen Einzelspenden sind. Das Gros der Spenden kommen missionarischen Aufgaben im In- und Ausland zugute. Siehe den Spendenaufruf von Chris Spaugt, dem Präsidenten der MMFA, hier.
  2. An jedem ersten Sonnabend im Monat lädt die Jugendstiftung der Brüdergemeine in Suriname neuerdings zu einer sogenannten Zaterdag Braderie (etwa: Sonnabend-Geselligkeit) ein. Am 3. Februar 2024 fand dieses Event von 16 bis 21 Uhr im Jugendzentrum in Paramaribo statt. Siehe hier. In dieses Event integriert war diesmal ein Missions-Jugendgottesdienst, der live im Jugendzentrum miterlebt oder online verfolgt werden konnte. Siehe hier.
  3. In der Brüdergemeine in Estland gab es am 11. Februar 2024 einen Gottesdienst im hölzernen Bethaus von Nabala. Es wurde des gesegneten Dienstes von Eduard Väljata gedacht, der in diesem Jahr 125 alt geworden wäre. Sein Leben und Werk kam in Erinnerung durch mehrere Geschichten.
  4. Im Rahmen des Projekts Förderung inklusiver Gemeinschaften durch gute Bürgerschaft führten Mitarbeitende des Förderzentrums der Brüdergemeine auf dem Sternberg kürzlice Gespräche mit Kommunal-Vertretern aus Stadt Shuqba, westlich von Ramallah. Siehe hier.
  5. Wegen zunehmender Trockenheit führen viele Flüsse in Tansania permanent zu wenig Wasser, wodurch einige Wasserkraftwerke nur die halbe Leistung bringen können. Das wiederum führte zuletzt wieder vermehrt zu Stromausfällen, die bis zu 24 Stunden dauerten und die Wirtschaft schädigten.
  6. Die Touristik-Branche in Tansania meldete für 2023 ein Wachstum von 37,5 Prozent gegenüber dem (Corona-bedingt noch schwachen) Vorjahr. Quelle: Tansania Information von Mission Eine Welt - hier.

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