Wir wünschen ein gutes neues Jahr 2024

Liebe Leserinnen und Leser des HMH-Newsletters, wir wünschen Ihnen/euch ein gesegnetes und gutes neues Jahr 2024. In diesem Jahr fällt mir diese Formulierung schwer, denn wir stehen weltweit vor so vielen Problemen: Der Krieg in Gaza mit all seinen unüberschaubaren Auswirkungen, die Klimaveränderungen mit Naturkatastrophen in vielen Teilen der Welt, die abnehmende Dialog- und Kompromissbereitschaft weltweit und bei uns. Wie soll es da ein gutes Jahr werden angesichts des Leids von so vielen Menschen? Einer unserer Grundwerte ist Hoffnung. Hoffnung auf ein bessers Leben, auf Gleichberechtigung, auf Bildungschancen, auf Gesundheitsbetreuung, auf das Reich Gottes. Wir als HMH können immer nur kleine Schritte gehen, um Hoffnung wachsen zu lassen in unseren Projekten. Das ist in diesem Jahr wichtiger denn je. Bleiben Sie bei uns, dass 2024 ein hoffnungsvolles Jahr wird!

Niels Gärtner

HMH Webseite wird englisch

Die Herrnhuter Missionshilfe hat die primäre Aufgabe in Deutschland über die Mission der Herrnhuter Brüdergemeine zu berichten, besonders über die Projekte, die sie finanziert. Deshalb ist die Kommunikation nach außen in erster Linie in Deutsch. Da sich aber zunehmend Personen für Inhalte und Nachrichten interessieren, die des Deutschen nicht mächtig sind, wollen wir diesem Wunsch nachkommen. Die meisten Teile der Webseite sind nun auch in Englisch verfügbar (genauso wie der Newsletter, der seit August auch auf Englisch erscheint). Wir wünschen viel Freude beim Entdecken!

Erklärung der Direktion der Brüder-Unität zur Situation in Israel und Palästina

In der Advents- und Weihnachtszeit ist viel von Verheißungen an Israel die Rede und Orte wie Bethlehem und Nazareth spielen eine wichtige Rolle. Im Jahre 2023 stehen diese Zeiten ganz unter dem Eindruck des grauenhaften Terrorangriffs der Hamas auf Israel und des unvorstellbaren Leides der Menschen in Gaza. Vielerorts herrschen Betroffenheit und Ratlosigkeit angesichts der andauernden Gewalt. Die Brüder-Unität wird oft gefragt, wie es den Menschen im Förderzentrum Sternberg bei Ramallah in Palästina geht. Es wird gefragt, auf welcher Seite die Brüder-Unität steht. Die Direktion antwortet in einer Erklärung vom 13. Dezember 2023 (Download hier): auf keiner und auf beiden. Sie unterstreicht, an der Seite derjenigen zu stehen, die leiden und die Fürbitte und Mitgefühl besonders brauchen. Sie wendet sich gegen Terror, Gewalt und Ausgrenzung. Sie sieht es aber nicht als ihre Aufgabe an, im Nahostkonflikt politische Positionen zu vertreten.

Zweiter Aktionstag in einem palästinensischen Flüchtlingslager

Zu einem weiteren Projekttag weilten am 1. Januar 2024 einige Freiwillige von der palästinensischen Jugendhilfe-Organisation Environmental Youth Volunteering zusammen mit einigen Mitarbeitenden aus dem Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah (Palästina/Westbank) im Qalandiya Refugee Camp zwischen Ramallah und Jerusalem. Der Tag war der Unterhaltung der palästinensischen Flüchtlingskinder in der dritten und vierten Generation gewidmet. Die Kinder stehen in der derzeitigen politischen Situation vor besonderen Herausforderungen. Viele Bilder hier. Es wurde gesungen und gespielt, erzählt und erklärt: immer mit dem Ziel, das Selbstbewusstsein, den Lebensmut und die Zukunftshoffnung der Kinder zu stärken. Das Projekt, in dessen Rahmen die Kinder auch ein Weihnachtsgeschenk erhielten, wurde unterstützt vom MA'AN Development Center sowie von ActionAid.

Viele Fortschritte im tansanischen "Sikonge Hospital"

Die dänische Missionarin Mia Toldam Korsgård berichtete im Dezember 2023 über die vielfältige Arbeit der Brüdergemeine in Sikonge (Tansania, Westprovinz). Siehe in Dänisch hier: Was das Hospital anbetrifft, so berichtete sie u. a. folgendes: "Das Einzugegebiet des Sikonge Hospitals ist so groß wie Jütland, allerdings viel dünner besiedelt. Ich arbeite als Beraterin des Hospitals. In der Praxis bilde ich mit dem Chefarzt, mit der Chefsekretärin und mit der Oberschwester die Hospitalleitung. Wir sind ein gutes Team, wollen alle das Gleiche für das Hospital und halten bei Entscheidungen – auch bei schwierigen – zusammen. Im Fokus unserer Arbeit standen zuletzt Korrekturen: Die Verwaltung optimierte mit Hilfe eines externen Beraters viele Abläufe. So gewannen wir einen Überblick über unsere Schulden bei den Krankenkassen, wir bezahlten diese ab und wir sorgten dafür, dass wir über mehr qualifizierte Pflegekräfte und anderes Personal verfügen. Die Früchte unserer Arbeit: Wir konnten kürzlich eine Reha- und eine Physiotherapieklinik eröffnen und die Schwächsten von der Zuzahlung befreien."

Vorgestellt in Tansania: eine Theologin, eine Schneiderin, ein Landwirt

Im dritten Teil ihres Berichtes über die Reise einer Gruppe aus der Brüdergemeine Rhein-Main im Sommer 2023 nach Tansania (Südprovinz) zur Partnergemeinde Ibungu stellt Katharina Rühe drei beeindruckende Personen aus dem kleinen Ibungu vor: die Theologie-Dozentin Sara, die am Theological College der Brüdergemeine in Sumbawanga lehrt, die Schneiderin Nema, die zum Frauen-Nähprojekt Pamoja Tunaweza (Zusammen schaffen wir es) in Rungwe gehört, und den Landwirt Frank, der mit EU-Fördermitteln eine Vanille-Plantage betreibt und sich dabei an Öko-/Bio-Kriterien orientiert. Siehe hier (Seiten 4 + 5). Sara lehrt am Theological College in Sumbawanga die Fächer Seelsorge, Gleichberechtigung und Literatur. Als Frau darf sie in der Rukwaprovinz zwar an einem College unterrichten, als Pfarrerin arbeiten darf sie in dieser Unitätsprovinz aber nicht. Die Produkte, die im Nähprojekt Pamoja Tunaweza hergestellt werden, sind auch in Europa erhältlich (www.moravian-merchandise.org).

Suriname: Fürsorge für Mutter und Kind bei Risiko-Schwangerschaften

Schwangere Frauen aus dem strukturschwachen Binnenland von Suriname müssen bei medizinischen Komplikationen in die Landeshauptstadt Paramaribo reisen, denn nur dort gibt es die erforderlichen Fachkräfte. Dabei handelt es sich meist um sehr junge indigene Frauen, die etwa zwölf Wochen lang ärztliche Aufsicht benötigen. Vielen Frauen ist es unmöglich, für Reise, Unterkunft und Verpflegung selbst aufzukommen. Für sie gibt es zum Glück die Zinzendorf-Herberge der Brüdergemeine. Hier finden die Frauen, die ihr Dorf oft noch nie verlassen haben und weder Niederländisch noch Sranan sprechen, Hilfe und liebevolle Fürsorge. Sie können auch eine Betreuungsperson mitbringen; meist ein Familienmitglied. Im Jahre 2023 weilten 15 Schwangere und 6 Patientinnen mit anderen medizinischen Indikationen für einige Monate in der Zinzendorf-Herberge. Alle Mütter überlebten die Geburt und 14 gesunde Babys kamen zur Welt. Die Brüdergemeine unterstützt diese unentbehrliche Arbeit der Ärztlichen Mission in Suriname. Fünf-Minuten Video von einem Hausbesuch hier. Reportage in Niederländisch hier.

Klimawandel verschlechtert Wasserqualität, führt zu Hunger und Krankheiten

In vielen Gegenden an der Costa Atlantica beeinträchtigt der Mangel an sauberem Wasser das Leben der indigenen Miskitos. In Honduras und Nikaragua verbringen vor allem Frauen und Mädchen mancherorts viele Stunden am Tag damit, sauberes Wasser zum Essen, Trinken und Waschen herbeizuschaffen. Die Menge und die Qualität der Ernten (Getreide, Früchte, Gemüse, Wurzeln, Kräuter) verringert bzw. verschlechtert sich. Weil viele Kinder unter Mangel- oder auch Fehlernährung leiden, hat die Brüdergemeine im abgelegenen Krupunta, Honduras, ein Ernährungsprogramm für Säuglinge und Kinder aufgelegt. Foto vom Warten der Kinder auf die Speisen hier. Kinder und Erwachsene, die sich durch das Trinken verunreinigten Wassers eine Infektionskrankheit zugezogen haben (Übelkeit, Durchfall, Fieber und Magenkrämpfe), erhalten in der kleinen Poliklinik mit angeschlossener Apotheke in Tumtum Tara angemessene Beratung, medizinische Hilfe und auch Medikamente. Foto hier.

Vor 150 Jahren: Charles Dougles Martin, erster schwarzer Pfarrer der Brüdergemeine in den USA geboren

Ein wichtiges Jubiläum wurde 2023 in der Brüdergemeine kaum gewürdigt: Am 7. November 1873 – vor gut 150 Jahren – kam auf der kleinen westindischen Insel St. Kitts als Nachfahre afrikanisch-stämmiger Sklaven Dr. Charles Douglas Martin zur Welt. Er studierte am Nisky College, St. Thomas, sowie in New York Theologie. 1910 heiratete er Ellen Patterson aus Jamaika. Schon 1908 hatte er die Fourth Moravian Church in Harlem, New York, gegründet, deren Versammlungsstätte er Beth-Tphillah (Hebräisch: Haus des Gebets) nannte. Bis zu seinem Tode 1942 wirkte er in dieser Gemeinde. Er war sehr aktiv für die Emanzipation der Schwarzen in den USA. Im Juli 1917 organisierte er die historische Negro Silent Protest Parade, das Muster für landesweite ähnliche Proteste. 1912 wurde er als erster Schwarzer in der Brüdergemeine in den USA zu einem Pfarrer ordiniert. Er verfügte über eine hervorragende Bildung und besaß eine große Bibliothek, die bis heute erhalten ist. Sie enhält Bücher zum Erbe der afrikanisch-stämmigen Bevölkerung in der Karibik und in Nordamerika. Mehr hier.

Fund in Nain, Labrador: 1.500 Blätter mit handgeschriebener Musik

In Nain, Labrador, einer ehemaligen Missionsstation der Herrnhuter Brüdergemeine, gegründet 1771, wurden mehr als 1.500 Blätter mit handgeschriebenen Noten entdeckt, die zum Teil bis zurück in das Jahr 1810 datieren. Das berichtete die Canadian Broadcasting Corporation. Der kanadische Musikwissenschaftler Tom Gordon bezeichnete die gefundenen Noten als Juwelen: "Große Chorstücke – Stimmen für den Chor und Stimmen für das Orchester – alles in Inuktitut", staunte er. Weil die von ihm gefundenen Noten sich hinsichtlich des Kompositionsstils und des Arrangements von älteren Notenfunden in Nain unterscheiden, so vermutet Tom Gordon, dass diese in der weiter nördlich gelegenen, nicht mehr existenten Missionsstation Okak aufgeschrieben wurden, zumal einige Werke von dem Inuit-Organisten Jeremias Sillit signiert sind, der vor allem in Okak wirkte. "Wenn sich herausstellen sollte, dass der Hauptteil der Musik aus Okak stammt, dann wertet das den Fund erheblich auf", unterstrich Tom Gordon.

PDF und weitere Meldungen

Impressum
Herrnhuter Missionshilfe
Badwasen 6 · 73087 Bad Boll · Deutschland
+49 (0)7164 9421-0 · info@herrnhuter-missionshilfe.de
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 18 Abs. 2 MStV ist Niels Gärtner.
Responsible person according to § 18 Abs. 2 MStV is Niels Gärtner.


Alle durch die Nutzung des Newsletters anfallenden personenbezogenen Daten werden mit Hilfe unseres Service-Dienstleisters ausschließlich für den Versand des Newsletters genutzt. Eine Weitergabe an Dritte oder ein Verkauf von E-Mail-Adressen findet nicht statt.
All submitted personal data will be used exclusively for sending the newsletter. There will be no disclosure to third parties or selling of e-mail addresses.
Sollte Ihr E-Mail-Programm ihn nicht korrekt darstellen, können Sie diesen Newsletter in Ihrem Browser anzeigen.
If your e-mail program does not display it correctly, you can view this newsletter in your browser..


Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie sich beim Newsletter-Service auf unserer Website www.herrnhuter-missionshilfe.de mit %PERS_EMAIL% am %PERS_DATE% %PERS_TIME% angemeldet haben bzw. eine Anmeldung mit Wirkung zu diesem Zeitpunkt auf einem anderen Wege veranlasst haben.
You are receiving this newsletter because you have registered with the Newsletter-Service on our website www.herrnhuter-missionshilfe.de using %PERS_EMAIL% on %PERS_DATE% %PERS_TIME%.


Wenn Sie den "Herrnhuter Mission aktuell"-Newsletter nicht mehr erhalten möchten, klicken Sie bitte auf folgenden Link: Newsletter abbestellen.
If you wish to unsubscribe from the "Herrnhuter Mission aktuell"-Newsletter click the following link: Unsubscribe newsletter.