Sternberg nicht vom Gazakrieg betroffen

Mit dem  Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 begann eine Welle der Gewalt und des Kriegs in Israel. Viele Fernsehbilder zeigen die rohe Gewalt, die in dieser Region wütet. Die kriegerischen Auseinandersetzungen finden am und vor allem im Gazastreifen statt. Die Raketen der Hamas sind in erster Linie auf das Kernland Israels wie Tel Aviv gerichtet. Der Sternberg, das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität liegt nördlich von Ramallah an der Straße nach Birzeit, also in der Westbank. Hier gibt es keine direkten militärischen Auseinandersetzungen. In der gesamten Westbank gibt es nur vereinzelte Auseinandersetzungen besonders an neuralgischen Punkten, wo Palästineser und israelische Soldaten zusammenkommen. Der Sternberg liegt davon weit entfernt. Die Gesamtsituation lastet aber schwer auf der gesamten Region: Straßensperren, viele Kontrollen, Sorge um die Menschen in Gaza, wirtschaftliche Unsicherheit.

Ranya Karam berichtet über die Lage auf dem Sternberg

Ranya Karam, die Leiterin des Sternberg, des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität bei Ramallah, schickte per E-Mail eine aktuelle Einschätzung über die Einrichtung der die an Brødremenighedens Danske Mission BDM gut zwei Wochen nach dem Überfall der Hamas-Kämpfer auf das Territorium des Staates Israel. Deutsche Übersetzung hier. In dieser Einschätzung schildet sie auch die diffusen Emotionen der Mitarbeitenden, der Betreuten und deren Eltern: "Es berührt uns alle zu erleben, was im Gazastreifen passiert", schreibt sie. "Wir haben keine Lust, etwas zu tun, uns einzumischen. Uns beherrscht ein Gefühl völliger Depression und Hilflosigkeit. Wir fühlen uns schuldig, dass wir leben und dass andere womöglich jede Sekunde sterben, nicht einmal nur jede Minute ... Die Situation ist alles andere als stabil. Wir folgen den Anweisungen der Behörden."

 

Studienabschluss für drei junge Schwestern aus Ostafrika

Drei junge Schwestern aus der weltweiten Brüder-Unität haben es im Oktober 2023 geschafft, mit mehrjähriger Unterstützung des Unity Women’s Desk UWD einen Studien- bzw. Ausbildungsabschluss zu erlangen. In einem Facebook-Post des weltweit tätigen Netz- und Hilfswerkes heißt es: "Herzlichen Glückwunsch unseren drei jüngsten Absolventen, die aus Tansania und Malawi stammen! Atuganile Malema aus Tansania (hier) hat ihre Ausbildung zur Apothekerin abgeschlossen. Juliana Mathew Lwali aus Tansania (hier) hat am 19. Oktober 2023 ihren Bachelor in ›Development Studies‹ (Erforschung wirtschaftlicher, sozialer und politischer Prozesse bei der Entwicklung von Gesellschaften) an einer Universität in Dar es Salam erworben. Chimango Jere aus Malawi (hier) hat ihr Bachelor-Studium in Pädagogik (Schwerpunkt Sonderpädagogik) abgeschlossen. Wir sind sehr stolz auf unsere tüchtigen Stipendiaten!"

 

Viel öffentliche Aufmerksamkeit für die Ärztliche Mission in Suriname

Viel berichtet wurde Mitte Oktober 2023 in den surinamischen Medien über die Ärztliche Mission in Suriname (Medische Zending - Primary Health Care): Zunächst war es eine große Spende der Bergbaugesellschaft Newmont Suriname – früher Surgold, von der das Fernsehen und die Presse berichteten. Siehe hier und hier und hier. Medizinische Geräte im Wert von etwa 425.000 US-Dollar wurden übergeben: Grundausstattung, Point-of-Care-Diagnosetests, Impfkühlschränke zzgl. mobile Solaranlagen, Ultraschallgeräte und auch medizinisches Mobiliar. Dreizehn Kliniken in Suriname werden diese wichtigen Hilfsgüter erhalten. Und dann war es der Trägerwechsel von sechs Polikliniken im tropischen Binnenland von der Gesellschaft Mungra Medisch Centrum zur Ärztlichen Mission (Polikliniken in Apoera, Washabo, Donderskamp, Tapoeripa, Cornelis kondre, Kalebas kreek.), der öffentlich gemacht wurde. Siehe hier.

Missionspreis 2023 des Board of World Mission verliehen

Am Sonntag, dem 15. Oktober 2023, verlieh das Board of World Mission BWM der Brüdergemeine in Nordamerika in der West Side Moravian Church in Green Bay/WI seinen diesjährigen Missionspreis, den Ted Wilde Mission Service Award, benannt nach einem ehemaligen Chef der Organisation. Der Preis ging an Marian Boyle-Rohloff und Eduard Winnie. Letzterer hat fast 40 Jahre ehrenamtlich als Gefängnisseelsorger sowie Sozialarbeiter für Gefangene gearbeitet. Außerdem übernahm er geistliche Dienste in einem saisonalen Obdachlosenheim. Erstere hat sich lebenslang unermüdlich für soziale und Herkunfts-Gerechtigkeit eingesetzt und in Kirche und Gesellschaft systemischen Rassismus angeprangert. Sie hat den Vorsitz des Komitees für Kirche und Gesellschaft der Nordprovinz der Brüdergemeine in Nordamerika inne und ist eine phantasievolle Fundraiserin. Mehr zu den Biographien und Verdiensten der beiden Geehrten hier.

Interview mit dem einstigen Missionarskind Michael Markussen

"Wenn ich länger als drei Monate von Afrika weg bin, dann bekomme ich Heimweh!" Das meint Michael Markussen. Er wuchs als Missionarskind in Tansania auf. Heute nutzt er seine Sprachkenntnisse und seine interkulturellen Kompetenzen in seiner Heimat für die Begegnung zwischen Menschen aus Dänemark und Flüchtlingen. In einem anderen Land aufzuwachsen, das ist immer etwas Faszinierendes." So beginnt ein Interview, das Svend Løbner von der Missionsorganisation der Brüdergemeine in Christiansfeld/DK mit dem heutigen Kirchenmusiker Michael Markussen führte. Deutsche Übersetzung hier. Michael Markussen lebte mit seinen Eltern von 1970 bis 1975 und dann noch einmal von 1981 bis 1984 in Tansania. Nach seiner größten Herausforderung gefragt, meinte er: "Die größte Herausforderung war die Rückkehr nach Dänemark, weil ich nun neue Freundschaften schleißen musste. Diese Herausforderung war tatsächlich größer als die Ausreise nach Afrika."

Ausflug der Schwestern auf Barbados

Die Women’s Fellowship of the Moravian Church in Barbados lud kürzlich zu einem Familienausflug ein. Dieser startete an der Calvary Moravian Church und führte über einige historisch bedeutsame Stätten auf der Insel u. a. zur Sharon Moravian Church, der ältesten Brüdergemeine auf Barbados. Die während des Ausflugs von Anthea Barrow gehaltenen Vorträge verdeutlichten, welch wichtige Rolle die Brüdergemeine bei der Sklaven-Emanzipation sowie bei der allgemeinen Entwicklung der Insel spielte, insbesondere im Bereich des Bildungs- und Sozialwesens. Es wurde aber auch deutlich, vor welchen großen Herausforderungen gerade die Frauen auch heute noch stehen. Mehr zum Ausflug hier.

Kurzmeldungen
  1. Der Messestand des Missionsmuseums der Brüdergemeine im südafrikanischen Genadendal erhielt auf der kürzlichen Nampo Cape Expo im Bredasdorp Park die Auszeichnung als bester Stand. Die Mitarbeitenden sowie die vielen Freundinnen und Freunde des Museums engagierten sich auf der Messe hingebungsvoll für den Stand. Einige Fotos vom Siegerstand gibt es hier.
  2. Einen längeren Lebenslauf, der auch über alle seine Berufungsstationen informiert, hat Kingsley Lewis, ein Bischof der Brüder-Unität, der in der Unitätsprovinz Westindien-Ost lebt, hier (Seite 4 bis 6) veröffentlicht. Anlass für die Veröffentlichung war der 50. Jahrestag seiner Ordination am 15. Juli 1973 in der Spring Gardens Moravian Church auf Antigua.
  3. Einen kleinen Rückblick in Bildern auf den 97. Gründungstag des Herrnhuter Betsaales in Nabala, Estland, gibt es hier. Ingmar Kurg legte der versammelten Gemeinde einen Bibeltext aus, Siiri Kalvik, Virge Vensel und Kersti Petermann musizierten. Bei dieser Gelegenheit erklang auch die vor neun Monaten nach einer Grundsanierung wieder in Betrieb genommene kleine Orgel. Siehe hier.
  4. Unter dem Titel Eine bewegende Bewegung (gemeint ist eine Begegnung in Südafrika) veröffentlichte die Evangelische Mission Weltweit EMW, der Dach- und Fachverband der evangelischen Missionswerke in Deutschland, einen Beitrag zur Identitätssuche innerhalb der weltweiten Brüder-Unität von Peggy Mihan, Pfarrerin der Brüdergemeine Berlin. Lies hier.

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