Vor der 44. Unitätssynode in Kapstadt, Südafrika

Vom 4. bis 10. September 2023 tritt in der südafrikanischen Metropole Kapstadt die 44. Unitätssynode zusammen. Dieses höchste Gremium der weiltweiten Brüder-Unität trifft sich nur alle sieben Jahre. Es besteht diesmal aus männlichen und weiblichen Synodalen aus 25 Unitätsprovinzen. Hinzu kommen die Synodalen aus den Missionsprovinzen und den Unitätswerken sowie zwei Synodale aus den Reihen der Bischöfe bzw. Bischöfinnen. Die Synodalsprache ist Englisch. Es gibt aber Übersetzungen ins Suaheli und ins Spanische. Aus der Europäisch-Festländischen Unitätsprovinz nehmen Raimund Hertzsch für die Direktion sowie als gewählte Synodale Damaris Enkelmann (BG Berlin) und Lilian Styger-Kembel (BG Nord-Holland) teil. Zur Bedeutung und zu den speziellen Aufgaben der Unitätssynode siehe die entsprechenden Angaben in der weltweit gültigen »Church Order of the Unitas Fratrum« (Version 2016), §§ 250-290. Siehe hier.

Vom ersten Tag der Unitätssynode 2023 in Kapstadt

Nach einem biblischen Impuls von Brian Abrahams (Bischof; Apg. 10,30-35), nach einem Grußwort von Roberta Hoey (Chairperson des Unity Board) sowie nach der Erledigung von Formalitäten, die durch durch Abel Apel (SA) und das gesamte Präsidium der Synode geleitet wurden, kamen deren Beratungen in Gang. Das Synodenthema lautet "Die Brüder-Unität, viele Kulturen, ein Zeugnis“. Alle Anträge wurden eingereicht und den zuständigen Ausschüssen zur weiteren Diskussion zugewiesen. Der Höhepunkt des Tages war der Beschluss, das bisgerige "Missionsgebiet Südasien" (Indien, Nepal, Myanmar) in eine Missionsprovinz umzuwandeln. Die Synode musste mit Bedauern feststellen, dass Thsespal Kundan, der Vertreter der neuen Missionsprovinz, aufgrund von "Reiseproblemen" nicht an der Synode teilnehmen konnte. Insbesondere die Vertreter der britischen Unitätsprovinz, die die Geschwister in Südasien die vergangenen 20 Jahre begleitet hatte, freuten sich sehr über diesen Beschluss.

Erster Kurzbericht von der eben beendeten Ibungu-Reise

Im Rundbrief der Brüdergemeine Rhein-Main (Sept./Okt. 2023) berichtet Katharina Rühe mit vielen Bildern von der eben beendeten Reise zur Partnergemeinde Ibungu in Tansania: "Die umsichtige Sorge unserer Gastgeber fing schon damit an, dass Martin Mwiba und William Mashimbi uns am Flughafen in Mbeya empfingen. Das war zwar nicht geplant, aber so schön … Dann bogen wir ab auf die Schotterpiste mit vielen Bodenlöchern und Hubbeln über kleine Brücken bis auf 1350 Meter Höhe in das grüne, fruchtbare Südhochland nach Ibungu … Wir mussten erst einmal alles entdecken: Das Pfarrhaus, in dem wir immer aßen. Die große Kirche und daneben die zwei Zimmerchen für uns zwei Männer und vier Frauen. Vier Betten im Frauenzimmer mit Moskitonetz und zwei Bänke zum Ablegen von Krimskrams … Hinter dem Haus waren die Toilettenhäuser, eins für die Frauen und eins für die Männer. Ungewohnt für uns: ein Loch und eine Schüssel am Boden, auf der wir uns hinhockten. Die Spülung bestand aus einem Eimer Wasser und einem Schöpfbecher ... " Mehr hier, Seiten 4 bis 7.

Vom Entschuldungsprojekt der Brüdergemeine in Nordamerika

Das neue Projekt der Brüdergemeine in Nordamerika "Schuldenerlass – ein Beitrag zur Heilung der Welt", das am 13. August 2023, dem Gedenktag an die Gründung der erneuerten Brüder-Unität, vorläufig endete, erbrachte Spenden in einer Gesamthöhe von 90.000 US-Dollar. Mit dem Geld sollen vor allem medizinisch bedingte Schuld-Titel von hunderten Menschen in den USA aufgekauft werden, womit diese schuldenfrei sind. 25 Prozent der Spenden (23.000 US-Dollar) gehen aber auch nach Honduras in die Clínica Evangélica Morava in Ahuas. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik an der Moskito-Küste garantieren, dass mit diesem Betrag a) Schuldenerlasse von honduranischen Gemeindemitgliedern ermöglicht und b) über mehrere Monate hinweg die regulären monatlichen Betriebskosten der Klinik gedeckelt werden. Außerdem sind Beihilfen für die medizinische Ausrüstung sowie für die Beschaffung von Medikamenten, Verbandsstoffen u. dgl. der Klinik möglich.

UNICEF hilft in Suriname

UNICEF Guyana & Suriname berichtete am 21. August 2023: Sicheres Trinkwasser und Hygiene-Sets, Gesundheits- und Ernährungsdienstleistungen, Lernmaterial und Bewusstseinsbildung. Engagierte Menschen helfen Dorfgemeinschaften in abgelegenen Regionen von Suriname, die noch immer von den Nachwirkungen schwerer Überschwemmungen betroffen sind. Im Februar 2023 erreichten enorm hohe Wasserstände viele Dörfer im Landesinneren insbesondere von Ost-Suriname. Häuser, Schulen und Kliniken waren wochenlang überschwemmt. Schulen und Kliniken mussten geschlossen, tausende Menschen in höher gelegene Gebiete evakuiert werden. UNICEF unterstützte mit Spenden aus den Niederlanden über die ›Ärztliche Mission Suriname‹ die betroffenen Gemeinden zunächst mit Nothilfspaketen, dann mit Lebensmitteln, medizinischer Versorgung, Hygiene- und Unterrichtsmaterial. Das Programm unterstützt jetzt außerdem den Wiederbeginn des Schulunterrichtes und hilft 4.000 Personen mit sauberem Wasser und mit Gesundheitsprophylaxe. Ein Sieben-Minuten-Video mit englischen Untertiteln von den Hilfsmaßnahmen hier.

Michael und Cecilia Tesh berichten aus Kenia

Dr. Cynthia Campbell, die Vertreterin der Missionsgesellschaft der US-amerikanischen Südprovinz der Brüdergemeine in deren Board of World Mission, weilte im Juli 2023 zu einem Besuch bei der Brüdergemeine in Kenia, speziell im Projekt Ray of Hope (Hoffnungsstrahl, Lichtblick), einer Waiseneinrichtung mit angegliederter Schule in der Nähe von Mombasa. Dort hielt sie zusammen mit dem einheimischen Pastor Benjamin Elim und dessen Frau Florence Bibelarbeiten, dort predigte sie in einer kleinen Kirche und dort nahm sie zwei neue, von der Brüdergemeine in den USA (Mizpa women fellowship) finanzierte Toilettenhäuschen gleich neben der Schule in Betrieb. Die Verantwortlichen schreiben im Missionsmagazin Onward, Ausgabe für September/Oktober 2023: "Die Toiletten sind ein wichtiger Beitrag für eine gesunde Schulumgebung frei von ansteckenden Krankheiten. Wir haben jetzt 120 Schülerinnen und Schüler, die neue Überwurf-Kleider (pillowcase dresses) erhielten. Aufgrund der Jahr für Jahr anhaltenden Dürre gibt es hier vielerorts keine Landwirtschaft mehr. Hilfe ist an mehreren Stellen nötig".

Second-Hand-Shop in Christiansfeld neu eröffnet

Am Freitag, dem 1. September 2023, fand in Christiansfeld bei Kolding die Neueröffnung des Second-Hand-Ladens Genbrug der Brødremenighedens Danske Mission BDM statt. Bei diesem Event in der Lindegade 61 war auch der örtliche Bläserchor zugegen. Nach einer Rede des BDM-Generalsekretärs Arngeir Langås strömten die Kundinnen und Kunden in den Laden, an der Kasse eine Schlange bildend. Sie  bestätigten, am Eröffnungstage viele gute Einkäufe getätigt zu haben. Die Freiwilligen, die die vielen Gebrauchtwaren besorgt und aufbereitet hatten, überwiegend rüstige Seniorinnen und Senioren mit Liebe zur Mission, servierten Kaffee und Tee und eine lokale Spezialität: "Christiansfelder Honigkuchen". Ab sofort wird der Laden zu folgenden Zeiten geöffnet sein: am Mittwoch und Donnerstag von 13 bis 17 Uhr; am Freitag von 12 bis 16 Uhr und jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 14 Uhr. Fotos von der Eröffnung hier.

Hilfsorganist aus Nain veröffentlicht Buch über Inuit Moravian Music

Dr. Tom Gordon, Prof. em. der Musikhochschule der Memorial University of Newfoundland, Vorsitzender des Newfoundland and Labrador Arts Councils und Hilfsorganist an der Nain Moravian Church, hat ein Buch Moravian Inuit Music in Labrador geschrieben und veröffentlicht in der McGill-Queen’s University Press. Siehe hier. Darin würdigt er die Musik, die damals wie heute in der Brüdergemeine Nain erklingt: "Eine abgelegene, mit Holzschindeln gedeckte Kirche in karger, arktischer Landschaft, mehr als nur ein Ort der Andacht: Kirchen sind Symbole, die womöglich ablehnende Reaktionen auf die Geschichte der christlichen Kolonisierung hervorrufen. In dieser Kirche jedoch erklingen die Stimmen eines gut aufeinander abgestimmten Chores, begleitet von erfahrenen Streichern oder auch temperamentvollen Bläsern. Die Inuit, die hier musizieren, sind Verwalter einer Tradition komplexer geistlicher Musik, die Ende des 18. Jahrhunderts von Herrnhuter Missionaren in Labrador eingeführt wurde – einer Tradition, der die Musiker im Laufe der Jahrzehnte einen ganz eigenen kulturellen Ausdruck verliehen."

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