Neue Ausgabe von "Weltweit verbunden" erschienen

Die neue Ausgabe des Magazins Weltweit verbunden, dem Informationsmagazin der Herrnhuter Missionshilfe, ist erschienen. Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich mit einem grundsätzlichen Thema: Wie gehen wir mit unserer Missionsgeschichte um? Bisher ist die Missionsgeschichte immer von Europäern beschrieben worden, oftmals als eine Erfolgsgeschichte. Das Eindringen der Europäer (auch der Missionare) in ferne Regionen wurde von den Indigenen oftmals anders wahrgenommen. Vielfach sind sie dankbar für Bildung und Gesundheitsbetreuung, für die Gemeinschaft in der Kirche, aber warum haben die Missionare nichts gegen die Sklavereigesellschaft getan? oder erst sehr spät? Warum wurden Menschen ausgegrenzt und warum bestimmten die Missionare, wer in Kirchenzucht musste? Ein ehrlicher und gemeinsamer Blick auf unsere Geschichte ist notwendig. Keine europäische Erfolgsgeschichte, sondern eine Zusammenschau von europäischer und indigener Geschichte. Hier geht es zum Heft.

Jugend-Kultur-Wettstreit auf dem Sternberg

Für Dienstag, den 23. Mai 2023, hatte das Star Mountain Rehabilitation Center (Sternberg) der Brüdergemeine bei Ramallah (Palästina) zu einer besonderen Kulturveranstaltung eingeladen. Diese Veranstaltung trug den Titel "Unser Erbe: Ein Wettstreit im Blick auf das kulturelle und touristische Potential Palästinas". Organisiert wurde dieser Wettstreit von der 1998 gegründeten Jugendorganisation Palestinian Vision zusammen mit der Medienfirma Fanar. Dutzende Studierende von verschiedenen Kultureinrichtungen und palästinensischen Universitäten waren in den Wald auf dem Sternberg gekommen, um an dem Wettbewerb teilzunehmen, dessen Ziel es ist, die Jugend für das kulturelle Erbe Palästinas zu begeistern und dieses zu bewahren. Die Leitung des Star Mountain Rehabilitation Centers war dankbar für dieses Highlight bzw. diese Initiative. Sie lud palästinensische Institutionen; NGO's und lokale Firmen dazu ein, die Innen- und Außenanlagen sowie die Catering-Dienste des Förderzentrums für Workshops und diverse Events zu nutzen. Viele Bilder hier.

Laden "Mittendrin" in Königsfeld ist zehn Jahre alt

Seit zehn Jahren besteht in Königsfeld im Schwarzwald der Laden Mittendrin. Dieses kleine Jubiläum wurde am 21. Mai 2023 vor Ort gebührend gefeiert. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand ein von Pfarrerin Gabriele von Dressler gehaltener Gottesdienst, in dem Benigna Carstens von der Direktion der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität predigte. Sie war es, die die Gründung des Ladens Mittendrin vor gut zehn Jahren als Königsfelder Pfarrerin initiierte. Fritz Link, der Bürgermeister von Königsfeld, sprach ebenso ein Grußwort wie Wolfgang Rüter-Ebel, der Dekan des evangelischen Kirchenbezirkes Villingen, und Bettina Nasgowitz von der Herrnhuter Missionshilfe in Bad Boll. Der Bürgermeister meinte, der Laden sei aus dem Zentrum von Königsfeld nicht mehr wegzudenken. Der lokale Bläserchor musizierte. Der Laden, betrieben von vielen motivierten Ehrenamtlichen, ist ein beliebter Second-Hand-Shop vor allem für Spiele, Haushaltwaren und Bücher. Seine Erlöse von insgesamt über 280.000 Euro kamen immer wieder der Arbeit der Herrnhuter Missionshilfe und bestimmten Projekten weltweit zugute. Einige Bilder von der Jubiläumsfeier hier.

Suriname-Europa-Konsultation in Paramaribo

Die Unitätsprovinz Suriname und die Europäisch-Festländische Unitätsprovinz sind seit langem in besonderer Weise miteinander verbunden. Nirgendwo auf der Welt waren mehr Herrnhuter Missionarinnen und Missionare tätig als in Suriname. In kaum einem anderen Land auf der Welt hat sich die Brüdergemeine so zur Volkskirche entwickelt wie in Suriname. Infolge Migration nach Europa in den letzten 50 Jahren stammen heute die meisten Mitglieder der Europäisch-Festländischen Unitätsprovinz aus Suriname. Ihren Ausdruck finden die o. g. besonderen Beziehungen in zweijährlichen Konsultationen zwischen den Kirchenleitungen beider Provinzen, bei denen auch die Zeister Zendingsgenootschap ZZG, die intensiv in Suriname tätig ist, beteiligt ist. Die Konsultationen dienen dem Kennenlernen der jeweiligen Arbeit, der Entwicklung eines besseren Verständnisses füreinander und dem Abschluss von Kooperations-Vereinbarungen. Die bislang letzte Konsultation fand kürzlich in vertrauensvoller, freundschaftlicher Atmosphäre in Paramaribo statt. Einige Bilder hier.

Unity Women's Desk thematisiert das "Global Gender Pay Gap"

Zu Pfingsten 2023 thematisierte das Unity Women’s Desk UWD auf Facebook wieder einmal die Themen Gendergerechtigkeit und Verhinderung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Vorgestellt wurden Loretta Smith und ihre beiden heranwachsenden Töchter aus der Brüdergemeine Fuente de Vida (Brunnen des Lebens) in der Innenstadt von Limón in Costa Rica. Alle drei Frauen übernehmen verschiedene Dienste in ihrer Gemeinde und unterstützen die Aktion Thursdays in Black. Siehe hier. Zugleich wurden in dem Facebook-Post beeindruckende Angaben der Weltbank zitiert: "172 Trillionen Dollar (eine Eins mit 18 Nullen) beträgt die Verdienstlücke zwischen allen Männern und Frauen auf der Welt im Laufe ihres gesamten Lebens. Dieser Betrag entspricht fast dem Doppelten des jährlichen globalen Bruttoinlandsproduktes". Auch um diese Ungerechtigkeit anzuprangern, lohnt es sich, am Donnerstag schwarze Kleidung zu tragen.

"Moravian Unity Cultural Heritage Foundation" soll gegründet werden

Unter Vorreiterschaft von Christiansfeld (DK, gegr. 1771) bemühen sich seit einigen Jahren drei weitere Gründungen der Herrnhuter Brüdergemeine aus dem globalen Westen um Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe: Herrnhut (D; gegr. 1722), Bethlehem (USA, gegr. 1742) und Gracehill (GB; gegr. 1746). Bedeutende Kulturdenkmale gibt es aber auch in anderen Unitätsprovinzen, die nicht zum globalen Westen gehören und denen die Mittel fehlen, ihr Erbe weltweit bekanntzumachen. Zur Unterstützung von Unitätsprovinzen, die über gleichermaßen bedeutende Kulturdenkmale verfügen wie die o. g. Gemeinden soll jetzt eine Moravian Unity Cultural Heritage Foundation (MUCHF) gegründet und der anstehenden Unitätssynode in Kapstadt präsentiert werden. Eine Steuerungsgruppe der weltweiten Brüder-Unität mit Delegierten aus der Karibik, aus Afrika, Nordamerika und Europa traf sich vom 19. bis 21. Mai 2023 in Christiansfeld, um die Gründung der MUCHF voranzutreiben. Einige Bilder hier.

"Rally of the Homelands" macht mit der Brüdergemeine in vielen Ländern bekannt

In etlichen Teilen der USA ist die Brüdergemeine infolge jahrzehntelanger Einwanderung extrem multikulturell zusammengesetzt. Unter anderem in der Faith Moravian Church of the Nation's Capital in Washington/DC gibt es Menschen mit Wurzeln in etwa zwei Dutzend Ländern, vor allem in der Karibik sowie in Mittel- und Südamerika. Obwohl diese Menschen zum Teil seit drei Generationen in den USA leben, pflegen sie liebevoll die Traditionen aus der alten Heimat, was ihr menschliches und geistliches Miteinander aber nicht gefährdet, sondern bereichert. Um sich gegenseitig über ihr jeweiliges Herkunftsland näher zu informieren, luden die Mitglieder der Faith Moravian Church of the Nation's Capital zu einer 100-minütigen digitalen Rally of the Homelands ein. Siehe hier. Per Video wurde nach Jamaika, Honduras, Nikaragua, Costa Rica und Guyana, zu fast allen westindischen Inseln, aber auch nach England, Sierra Leone, Kamerun und Tansania gereist. Entstanden ist ein buntes Kaleidoskop ungebrochener, begeisterter Heimatliebe mit viel Tanz, Gesang und Geschmack, aber auch mit vielen historischen Fakten zu den einzelnen Ländern und zur dortigen Brüdergemeine.

"Teofilo Kisanji University" veröffentlicht Lehrprogramm 2023/2024

Die Teofilo Kisanji University (TEKU) der Brüdergemeine in der Großstadt Mbeya im Südwesten von Tansania hat soeben ihre Non Degree Programmes für das Studienjahr 2023/2024 veröffentlicht. Siehe hier. Erwähnt werden insgesamt 13 Disziplinen, in denen von den Studierenden ein Certificate- oder ein Diploma-Abschluss im erworben werden kann, darunter auch die Disziplin Theologie. Die Teofilo Kisanji University, die sich 2005/2006 unter maßgeblicher Mithilfe der Herrnhuter Missionshilfe aus dem Theologischen College der Brüdergemeine in Tansania heraus entwickelt hat, ist ein Gemeinschaftsprojekt aller Unitätsprovinzen in Tansania mit derzeit drei Fakultäten und etwa 5.000 Studierenden. Seit 2001 gibt sie in unregelmäßigen Abständen das TEKU Journal of Interdisciplinary Studies (TJIS) heraus. Siehe hier und hier. Daneben gibt es noch vier Degree Programmes: Bachelor a) of Science with Education; b) of Arts with Education; c) of Education; d) of Divinity.

PDF und weitere Meldungen

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