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Bericht aus dem »Moravian Institute« in Rajpur, Indien

Die Corona-Situation in Indien hat inzwischen alarmierende Ausmaße angenommen. Thsespal Kundan, Pfarrer und Schulleiter, berichtet vom Moravian Institute in Rajpur: »Am 22. Februar haben wir den Unterricht für 35 Jungen und 47 Mädchen im Internat in den Klassen 1-12 wiederaufgenommen. Die praktischen Abschlussprüfungen wurden für die Klasse 12 Anfang April sicher und erfolgreich durchgeführt. Aufgrund der aktuellen COVID-19-Welle mussten wir den Präsenzunterricht am 15. April unterbrechen. Die Lage ist derzeit dramatisch, viele besorgte Eltern nahmen ihre Kinder mit nach Hause. Es gibt inzwischen auch die ersten Corona-Fälle bei den Mitarbeitern, den Schülerinnen und Schülern sowie deren Familien. Glücklicherweise verläuft der Virus bei der Mehrzahl der Erkrankten nur mit leichten bis mäßigen Symptomen. Der Online-Unterricht am Institut wird vorerst fortgesetzt. Wir bitten Euch alle, für uns zu beten.«

Warenlieferungen für Moravian Merchandise

»Moravian Merchandise«, der faire Handel der Herrnhuter Missionshilfe, konnte Anfang Mai wieder zwei Lieferungen von beliebten Produktgruppen entgegennehmen. Die bunten und vielfältigen Näharbeiten des Frauen-Nähprojekts »Pamoja Tunaweza« aus Tansania sind nun wieder in großer Anzahl verfügbar: Laptop- und Tablettaschen, Stoffhüllen für das Smartphone in verschiedenen Größen, Kuscheltiere für die Kleinen und Kosmetikbeutel. Des Weiteren sind nun auch wieder die Gewürze aus Sansibar verfügbar: ganze Pfefferkörner (schwarz), Pfeffer gemahlen, Curry, Zimt und Pili Pili. Diese und viele weitere Produkte sind über den Online Shop erhältlich. Je nach aktueller Corona-Verordnung können die Waren auch per »Click and Collect« oder direkt im Laden in Bad Boll bestellt werden. Aktuelle Informationen erhalten Sie in unserem Shop.

Weltladentag - Vorstellung Laden in Königsfeld

Am 08.05.2021 war Weltladentag. Grund genug den Weltladen in Königsfeld vorzustellen: Der Eine-Welt-Laden »UJAMAA« in Königsfeld im Schwarzwald besteht schon mehr als 30 Jahre. Seit 2005 werden dort die Waren von Moravian Merchandise verkauft wie beispielsweise das Olivenöl aus Palästina. Gemeinsam mit Fladenbrot und dem Gewürz Za'tar ist das Olivenöl eine beliebte palästinensische Vorspeise. Mit den Einnahmen des Ladens wird unter anderem der »Sternberg«, das Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen bei Ramallah, unterstützt. Dort werden die palästinensischen Produkte von Moravian Merchandise hergestellt. Auch die Rooibos-Produkte aus Südafrika werden im Laden angeboten. Der Name UJAMAA stammt aus Tansania und bedeutet so viel wie Familie und Gemeinschaft. Das entspricht der Vorstellung des Weltladens: auf der Welt eine große Familie zu sein, die die Gemeinsamkeit betont. Durch die Verkäufe werden Menschen in anderen Ländern unterstützt, von ihrer Arbeit zu leben. Neben den Verkäufen werden Vorträge und Ausstellungen organisiert, um die Kultur der Partnerländer besser zu verstehen.

Mission und Kolonialismus - Webinar von Mission 21

Mission 21, der Zusammenschluss von Missionsgesellschaften in der Schweiz zu der auch die Herrnhuter Mission zählt, führt ihre Reihe Mission und Kolonisation mit einem Webinar am 27. Mai 2021 fort. Wieder werden zwei Kurvorträge mit anschließender Diskussion angeboten. Dr. Emily Conroy-Krutz, Mitarbeiterin an der Michigan State University, berichtet über die Arbeit amerikanischer Missionare im afrikanischen Liberia. Dieser Vortrag ist in englischer Sprache.  Anschließend lenkt Dr. Patrick Moser, Archivar bei Mission 21, den Blick auf das Verhalten der Basler Mission in der Kolonie Kamerun angesichts von Besitzansprüchen auf Land. Wer an diesen spannenden Themen interessiert ist, kann sich hier anmelden.

Nächstes Schulgebäude im »Dzaleka Camp« fertiggestellt

Anfang Mai dieses Jahres konnte die Grundschule »Light of Hope« die Einweihung des mittlerweile fünften Schulgebäudes feiern. Dank den Spendenmitteln von »Fly and Help« entstanden so vier weitere Klassenzimmer die von 200 Kindern ab sofort genutzt werden können. Somit verfügt die Schule über insgesamt mehr als 1.200 Plätze für Kinder und Jugendliche aus dem angrenzenden Camp für Geflüchtete. Ein größerer Projektantrag beim »Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung« (BMZ) wurde nun ebenfalls genehmigt und wird in den kommenden Wochen anlaufen. Das Bildungsprojekt der Moravian Church startete vor mehr als 4 Jahren mit dem Bau eines ersten Gebäudes für 300 Kinder. Diese Zahl konnte dank der hervorragenden Arbeit und dem großartigen Einsatz des Projekt-Teams der Moravian Church vor Ort unter der Leitung von Jonah Sinyangwe inzwischen vervierfacht werden. Wir bedanken uns im Namen aller Kinder und Jugendlichen bei den zahlreichen und großzügigen Unterstützerinnen und Unterstützern und hoffen, dass dieses Projekt auch in Zukunft noch weiter so erfolgreich wachsen wird.

Kristin Hentschel kurz vor Ausreise nach Malawi

Kristin Hentschel wird ihren Dienst als Agrarwissenschaftlerin in Mzuzu, Malawi voraussichtlich Mitte Juni antreten. Am Hauptsitz der Moravian Church in Malawi wird sie sich vor allem im dortigen Frauenprojekt um die Bereiche Viehzucht und nachhaltige Landwirtschaft kümmern. Durch Schulungen und Seminare sollen die Frauen vor Ort weitergebildet werden. Als Multiplikatoren in die Gesellschaft hinein können sie anderen Frauen die Chance auf einkommensgenerierende Projekte und langfristige Versorgung anbieten. Finanziert wird der Einsatz von Brot für die Welt, der Herrnhuter Missionshilfe und zahlreichen Einzelspenderinnen und -spendern. Wir wünschen Kristin Hentschel einen guten Start für ihre Arbeit und freuen uns auf die ersten Berichte und Ergebnisse aus dem Frauenprojekt.

Neue Kirche für Khokana-Gemeinde

Die »Khokana Moravian Church« am Rande von Kathmandu (Nepal) hat damit begonnen, ein neues dauerhaftes Gebäude für Gottesdienste und andere Versammlungen zu errichten. Dieses neue Gebäude soll die einfache, temporäre Konstruktion ersetzen, die 2015/16 auf einem Grundstück errichtet wurde, das mit Unterstützung des »British Mission Board«, der britischen Schwesternbehörde der Herrnhuter Missionshilfe, gekauft worden war. Auch andere lokalen Gemeinschaften und sozialen Dienste sollen das jetzt im Bau befindliche Haus nutzen können. Viele von ihnen verloren ihre Büros und Tagungsräume bei einer Serie verheerender Erdbeben im April und Mai 2015. Die Brüdergemeine in Nepal betreibt in Kathmandu eine Schule mit Kindergarten und eine Lebensmittelverteilung. Nepal, das bis 2008 ein Königreich war, hat den Übergang zu einer präsidialen Republik mittlerweile geschafft.

»Danke für jede Arbeitsstunde«

Nach 27 Jahren wird die "Broedremenighedens Danske Mission" (BDM), die Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in Dänemark, am 29. Mai 2021 ihren Second-Hand-Laden im Zentrum von Christiansfeld schließen und in ein größeres Objekt (BDM Genbrug – Møbelhuset, Kongensgade 37) verlagern. Der Gewinn aus dem Gebrauchtwarenverkauf im alten Laden hat im Laufe der Zeit viele Millionen dänische Kronen für die Missionsarbeit der Brüdergemeine vor allem in Tansania, in der D. R. Kongo und in Albanien eingebracht. Mit dem Umzug des Ladens scheiden dessen Initiatoren, das Rentner-Ehepaar Karen und Svend Søe, aus der Verantwortung aus. Sie dienten zehn Jahre als Missionare in Sikonge in Tansania (Westprovinz) und leiteten dann ein Pflegeheim, ehe sie nach Christiansfeld kamen. Hier arbeiteten sie zunächst ehrenamtlich im BDM-Sekretariat. Als in der Nähe ein Geschäft frei wurde, entstand die Idee, zusammen mit einigen anderen - vorwiegend älteren - Freiwilligen einen Second-Hand-Laden im Zentrum der heutigen UNESCO-Kulturerbe-Stadt zu eröffnen. "Danke für jede Arbeitsstunde", sagt Jens Peter Rejkjær, BDM-Generalsekretär. Mehr zu den Second-Hand-Läden von BDM in Dänemark hier.

Bibelseminare in Kipili

In der Missionsstation Kipili am riesigen Lake Tanganyika (670 km lang, bis zu 1.400 m tief) bietet die Brüdergemeine in der tansanischen Rukwaprovinz derzeit eine Reihe von Bibelseminaren für verschiedene Teilnehmer-Gruppen an: für Evangelistinnen und Evangelisten, für Angehörige von Frauengruppen, für Mitarbeitende in der Kirchenleitung. Einige Bilder von den Seminaren hier und hier. Dafür nutzen die beiden dänischen Seminarleiter Janice und Mads Refshauge Jakobsen einen Gebäudekomplex, der teils schon fertig, teils aber noch im Bau ist und der künftig gute Tagungsbedingungen bieten wird. Einige Bilder vom Bau hier. Einen Einblick in die Arbeit des Küchenteams, dessen Funktionieren für ein Gelingen der Seminare unentbehrlich ist, gibt ein kurzes Video. Siehe hier. Die Arbeit der Brüdergemeine in Kipili wird seit mehr als 20 Jahren unterstützt von der »Brødremenighedens Danske Mission« (BDM), der Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in Dänemark.

Kurzmeldungen
  1. Die neue Staatspräsidentin Samia Suluhu Hassan (61) ist am 30. April 2021 auch zur Vorsitzenden der seit Jahrzehnten regierenden »Chama Cha Mapinduzi« (CCM, Partei der Revolution) gewählt worden. Für sie stimmten 100% der 1.862 Delegierten eines Sonderparteitages.
  2. Tansania plant eine Erhöhung der Produktivität der Landwirtschaft. Das Land habe den zweitgrößten Viehbestand Afrikas, erziele aber nur einen Bruchteil der Milch- und Fleischleistung anderer Länder. Die Pro-Hektar-Ernteerträge betrügen nur ein Viertel des internationalen Durchschnitts.
  3. In tansanischen Flüchtlingslagern halten sich noch immer 150.000 Flüchtlinge aus Burundi auf, die ihre Heimat nach Gewaltausbrüchen im Zusammenhang mit einer Wahl 2015 verließen.
  4. Tansania und Deutschland verhandeln derzeit über eine Rückgabe des im Berliner Naturkundemuseum stehenden größten Dinosaurier-Skeletts der Welt. Quelle: Tansania-Nachrichten von "Mission - EineWelt" von Mai 2021.
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Herrnhuter Missionshilfe
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+49 (0)7164 9421-0 · info@herrnhuter-missionshilfe.de
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