Aufgrund der Sommerferienzeit wird der nächste Newsletter erst am 10.09.2020 versendet. Damit die Zeit bis dahin nicht zu lange wird, schicken wir diesmal ein paar mehr Nachrichten als gewohnt. Wie üblich finden Sie alle Meldungen in der PDF-Datei am Ende des Newsletters.

Einführung Montessori auf Sansibar

Dr. Gabi Falkenberg berichtet über die Einführung der Montessori-Pädagogik im Kindergarten in Mwera, Sansibar: »Endlich! Nach der langen Corona bedingten Pause hat die Primary School in Stonetown wieder geöffnet und gerade rechtzeitig sind auch die Montessori-Materialien aus Deutschland eingetroffen. Die Schule möchte mit der Einführung einer Montessori pädagogisch unterstützten Arbeitsweise ihren Schülerinnen und Schülern -neben der guten allgemeinen Schulbildung- ein besonderes Lernangebot unterbreiten. Die Montessori-Pädagogik verfolgt das Ziel, ein eigenständiges und ganzheitliches Lernen zu ermöglichen, welches alle Sinne anspricht und über den reinen kognitiven Frontalunterricht weit hinausgeht. Die Bilder und Videos sprechen hier für sich und untermauern diese These. Bei dem Spiel mit der „liegenden Acht“ zeigt der kleine Schüler mit seiner Körpersprache bei der Ausführung so deutlich, dass es hier um die Verbindung beider Gehirnhälften durch die Überkreuzbewegungen geht. Dies unterstützt die Konzentration und das Lernen. Das Erkennen von Farben und Formen und das Spielen damit schult die Sinne, hilft behutsam und achtsam zu sein und ist eine Grundvoraussetzung für das Erlernen der Techniken des Schreibens und Rechnens. Alles in Allem ein gelungener Auftakt zum Schulstart.« Bilder hier, Video hier.

Fertigstellung der Bibliothek »Light of Hope« in Malawi

Die Bibliothek auf dem Gelände der Moravian Church im Dzaleka Flüchtlingscamp in Malawi ist seit letzter Woche offiziell fertiggestellt und kann ab sofort genutzt werden. Dabei soll vor allem Kindern und Jugendlichen uneingeschränkter Zugang zu Informationen und Lerninhalten ermöglicht werden. Die Bibliothek wurde so konzipiert, dass mit dem Internetzugang Computerkurse und Online-Schulungen angeboten werden können. Auch Seminare, Vorträge und Gesprächsrunden sollen dort künftig stattfinden. Das Gebäude wird außerdem mit Solarstrom versorgt, so dass in den Abendstunden Licht und Strom zur Verfügung stehen. Um das Angebot für die Kinder und Jugendlichen zu erweitern, werden immer noch Spendenmittel für die Beschaffung von weiteren Computern und Büchern benötigt.

Renovierung des Speisesaals an der Mbozi Highschool

Elia Msyaliha, Schulleiter der Highschool in Mbozi, Tansania berichtet von der erfolgreichen Renovierung des Speisesaals. Durch die erhaltenen Spendenmittel konnte der bisherige, einsturzgefährdete Speisesaal renoviert und teilweise erneuert werden. Fehlende Deckenplatten, Rost und der nicht vorhandene Rauchabzug in der Küche machten den Speisesaal in der Vergangenheit nicht zu einem Ort, an dem die Schülerinnen und Schüler sich gerne aufhielten. Nun wurden die notwendigen Reparaturen durchgeführt, die Decke erneuert und ein Abzug für den Rauch realisiert. Der Raum kann nun auch für Prüfungen genutzt werden, da durch die Renovierungsarbeiten auch eine gewisse Isolierung und Reduzierung der Geräusche geschaffen wurde. Die Schülerinnen und Schüler der Mbozi Highschool sind sehr glücklich über ihren neuen Speisesaal und bedanken sich bei allen Spenderinnen und Spendern. Weitere Bilder hier.

Renovierung der Berufsschule in Rungwe

Die Berufsschule in Rungwe, Tansania war bei der Besichtigung eines Beraters der Herrnhuter Missionshilfe Anfang 2020 in keinem allzu guten Zustand. Daher wurden Spendenmittel gesammelt und die Renovierungsphase konnte während der Corona-Pandemie und der Schließung der Schule durchgeführt werden. Die 16 Räume, über die das Zentrum verfügt, wurden neu verputzt, gestrichen und die elektrischen Leitungen erneuert. Die Türen und Fenster wurden ausgebessert und getrennte Toilettenräume für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte errichtet. Innerhalb von kurzer Zeit haben sich auch aufgrund der Verbesserung der Umstände an der Schule 30 neue Studentinnen und Studenten eingeschrieben. Weitere Neuaufnahmen sollen 2021 hinzukommen. Die Renovierungsarbeiten können daher als voller Erfolg für die Schule und das Umfeld gesehen werden. Weitere Bilder hier.

Kirche und Gemeinderäume der NECB stark beschädigt

Die »Evangelische Mission in Solidarität« (EMS), zu deren Mitgliedern die Herrnhuter Mission und die Evangelische Brüder-Unität gehören, veröffentlichte kurz nach den verheerenden Explosionen im Hafen von Beirut (Libanon) am 4. August 2020 eine Pressemeldung, mit der sie über die Auswirkungen des Unglücks informiert. Die Kirche und die Gemeinderäume der »Nationalen Evangelischen Kirche von Beirut« (NECB) und das Gebäude der Theologischen Hochschule (NEST) sind stark beschädigt. Alle Fenster, auch die kostbaren Glasfenster der Kirche, wurden zerstört, einige Decken stürzten ein. Habib Badr, leitender Pfarrer der NECB und Vizepräsident der EMS, hatte sein Büro gerade verlassen, als dessen Decke einstürzte. Er ist fassungslos: »Der Schaden und die Zerstörungen sind unglaublich ... einfach unglaublich! Betet für uns. Es ist eine sehr ernste Entwicklung«. Zur Pressemeldung hier. Die Herrnhuter Missionshilfe wird sich als Zeichen der Solidarität finanziell an dem Wiederaufbau beteiligen.

»Church orphan day« der Brüdergemeine in Mbeya

In der Brüdergemeine in Tansania wurde am Sonntag, dem 25. Juli 2020, der »Church orphan day« begangen. Natürlich war dieser Tag auch für die Kinder und Jugendlichen im Nsalaga-Waisenprojekt der Brüdergemeine in Mbalizi (bei Mbeya) ein Festtag. Das von der Südwestprovinz verantwortete Projekt wird seit einigen Jahren von der Pfarrerin Bahati Mshangani Pangani geleitet, die zugleich die Leitung des kirchlichen Fachbereichs für Waisen und hilfsbedürftige Kinder (»Department of Orphans and Vulnerable Children of the Moravian Church in Tanzania, South-West Province«) innehat. Noch immer muss der Focus der Arbeit der Brüdergemeine in Tansania ganz wesentlich auf der Arbeit mit Waisenkindern liegen, da noch immer viele junge Eltern an den Folgen von HIV/Aids sterben. Jahresbericht 2017 des Waisenprojektes hier. Weitere Bilder vom Waisenprojekt hier. Ein Sechs-Minuten-Video-Portrait der Pfarrerin Bahati Mshangani Pangani hier.

Knud Elmo Knudsen wurde 70 Jahre alt

Knud Elmo Knudsen, in Tansania geboren und dann 23 Jahre in der »Tyrstrup Skole« im dänischen Christiansfeld als Lehrer tätig, reiste nach dem frühen Krebstod seiner Ehefrau Agnes im Jahre 1999 nach Tansania aus, wo er in der Rukwaprovinz der Brüdergemeine und in der benachbarten D. R. Kongo bis heute als »Pendler-Missionar« tätig ist. Am 3. August 2020 wurde er 70 Jahre alt. Im Sommer 2017 bezichtigten ihn die tansanischen Behörden der illegalen Fluchthilfe für hunderte Menschen aus der D. R. Kongo und verwiesen ihn des Landes. Nach einem langwierigen Prozess hob jedoch ein Gericht seine Ausweisung im November 2018 wieder auf und erklärte alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe für rechtswidrig. In Tansania, Burundi, Ruanda und der D. R. Kongo war Knud Elmo Knudsen der Initiator sehr vieler Projekte der Herrnhuter Mission (diakonische, pädagogische, medizinische und organisatorische Projekte, Aufbau einer Arbeit mit jungen Freiwilligen, Evangelisationen). Die Herrnhuter Missionshilfe gratuliert und wünscht Gottes Segen.

Neue Publikation: »Unity Women's Voices« (UWV)

»Unity Women's Voices« heißt eine neue Publikation, die vom Unitätsfrauenbüro ab sofort per E-Mail etwa monatlich kostenfrei versandt wird. Sie ersetzt die bisherige monatliche Liste mit Gebetsanliegen aus der Frauenarbeit. In der ersten Ausgabe der UWV ist zu lesen: »Die UWV möchten von den Freuden und Sorgen der Frauen in der weltweiten Brüder-Unität berichten, damit diese zu Gebeten werden. Wir möchten viel über unsere Mitschwestern erfahren, um auf diese Weise befähigt zu sein, unserem Herrn zu dienen. Im Juli 2020 begingen wir den 275. Jahrestag der ersten Ordination von Frauen in der Erneuerten Brüder-Unität. Am 26. Juli 1745 ordinierte der Graf N. L. von Zinzendorf 20 Frauen. Im Jahre 1758 erklärte er: „Die Schwestern haben auch ein Recht auf das Priestertum“. In der Brüdergemeine wurden bis 1790 Frauen ordiniert - in Europa, auf den Westindischen Inseln und in Nordamerika«. Die erste Ausgabe der UWV berichtet von ordinierten Frauen in vielen Unitätsprovinzen. Siehe in englischer Sprache hier.

Globale Video-Grußbotschaften von Kindern und Erwachsenen

Sie kommen aus Labrador und Peru, aus den USA und Nepal, aus Nikaragua und Honduras, aus Costa Rica und Nordindien - die Kinder, die teils solistisch, teils auch im Duett, teils als großer oder kleiner Kinderchor die Botschaft von Gottes Liebe singen: »Jesus liebt mich« oder »Jesus liebt die Kinder«, das ist es, was Menschen während der Corona-Pandemie Trost bietet. In einem kleinen Video (3 Min. - Download hier) hat das »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika zusammengeschnitten, wie Kinder auf einfache Weise diese großartige Wahrheit zu Gehör bringen. Außerdem hat das Board ein längeres Video veröffentlicht (7,5 Min. - Download hier), das Grußbotschaften von einzelnen Persönlichkeiten aus seinen Partnerländern in der Corona-Krise enthält. Zu Worte kommen (mit englischen Untertiteln) u. a. Tania Sanches Fonseca aus Kuba und Cristo Ferbalencia Alcántara aus Peru.

Erfolgsprojekt am Ostkap wird fortgesetzt

»Musikalische Mission«, so ist ein Erfolgsprojekt der Brüdergemeine am südafrikanischen Ostkap überschrieben, mit dem schon seit über 15 Jahren sozial benachteiligte Jugendliche von den Straßen rund um Port Elizabeth geholt werden. Initiator und Aktivist des Projektes ist der Musikpädagoge Tyrone Hitzeroth. Er erzählt aus eigener Erfahrung: »Jugendliche, die gern Trompete spielen, sind weniger anfällig für Aggressivität und Kriminalität. Sie gewinnen durch den Unterricht Selbstvertrauen und wollen im Leben Fortschritte machen. Etliche Jugendliche besuchen nach Beginn ihres Unterrichtes wieder die Schule, andere Jugendliche werden sogar professionelle Musikerinnen und Musiker. Ja, es ist eine Form von christlicher Mission, in abgelegenen Gebieten und in problematischen Stadtvierteln kostenlosen Musikunterricht zu erteilen«. Verschiedene Missionsorganisationen helfen dabei, die nötigen Mittel aufzubringen.

Der Newsletter und weitere Meldungen der weltweiten Unität als PDF-Datei

Wenn Sie noch weitere Meldungen zur weltweiten Unität lesen möchten, finden Sie diese in der Textversion dieses Newsletters in der beiliegenden PDF-Datei. Download hier.

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