Beihilfen für die Kinderarbeit in Pogradec, Burrel und Elbasan

Die Brüdergemeine in Albanien hat vor einigen Wochen bei der Herrnhuter Missionshilfe drei Beihilfeanträge gestellt, mit denen das wichtigste Standbein der noch jungen Kirche, die Arbeit mit Kindern, stabilisiert werden soll. Diese Arbeit trägt sowohl sozialen als auch missionarischen Charakter und kommt vor allem armen Familien zugute. Es ist Unterstützung erforderlich für den Betrieb der beiden Kindergärten in Pogradec (»Mrekullia«, auf Deutsch »Wunder«, etwa 8.000 Euro, Zeitraum: ab September 2020 für ein Jahr) und in Burrel (etwa 5.000 Euro, Zeitraum: September 2020 für ein Jahr). Unterstützung braucht auch die Arbeit mit Kindern mit Autismus, mit Asperger, mit AHDS und mit Apraksia, die in Elbasan geschieht (4.800 Euro, Zeitraum: September 2020 für ein Jahr). In der Hoffnung auf weitere große und kleine Spenden hat die Herrnhuter Missionshilfe zugesagt, in Kürze knapp 18.000 Euro nach Albanien zu überweisen.

Mitgliederversammlung der Herrnhuter Missionshilfe in Bad Boll

Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder der Herrnhuter Missionshilfe zur Jahrestagung, diesmal leider nur per Videokonferenz, an der aber immerhin 25 HMH-Begeisterte teilgenommen haben. Im Mittelpunkt steht immer der Jahresrückblick. Diesmal konnte von Einweihungsfeierlichkeiten zahlreicher gelungener Projekte berichtet werden: Br. Fred Walch, gerade von einem dreijährigen Einsatz in Sambia zurück, zeigte beeindruckende Bilder von den Projekten, die er in kurzer Zeit aufgebaut hat: von Fisch- und Schweinezucht bis zu einem Berufsschulzentrum. In Malawi konnten drei große neue Gebäude der Grundschule „Light of Hope“ und des Kinderzentrums im Flüchtlingslager Dzaleka eingeweiht werden und auf Sansibar neue Schulgebäude der Herrnhuter Academy School in Mwera. Während der Mitgliederversammlung schauten wir dankbar zurück auf die vielen Jahrzehnte des Dienstes von Schw. Luise Plock, die bereits 1965 für zehn Jahre nach Tansania ausreiste und seitdem mit großem Engagement in Afrika und Deutschland für die Herrnhuter Mission gearbeitet hat. Jetzt wird sie mit 80 Jahren ihre beratende Mitgliedschaft im Vorstand der HMH beenden. Wir wünschen ihr von Herzen Gottes Segen! Sollten auch Sie Interesse an regelmäßigen und ausführlichen Berichten aus unseren Projekten und unserer Arbeit haben, laden wir Sie recht herzlich dazu ein, Fördermitglied der Herrnhuter Missionshilfe zu werden. Alle Informationen zu einer Mitgliedschaft hier.

Endlich: neuer Schulbus für die »Herrnhuter Academy« auf Sansibar

Die »Herrnhuter Academy - Primery and Nursery School« in Mwera auf Sansibar ist inzwischen fünfeinhalb Jahre alt und erfreut sich großer Beliebtheit sowohl bei der muslimischen Bevölkerungsmehrheit als auch bei den wenigen Christinnen und Christen auf der Insel. Inzwischen besuchen etwa 250 Kinder den Kindergarten und die Grundschule. In den neuen, modernen, großzügigen Gebäuden bereitet ihnen das Lernen viel Freude. Ein Problem war allerdings zuletzt der Schülertransport. Der alte Schulbus entsprach schon längst nicht mehr den Sicherheitsstandards. Zeitweise mussten teure Taxis den Transport der Kinder übernehmen. Doch mit Unterstützung der »Ehmann Stiftung« und dank des Engagements von Dr. Gerhard Haag, dem ehemaligen Bürgermeister von Leinfelden-Echterdingen, konnte jetzt Abhilfe geschaffen werden. Der neue Schulbus, der die Kinder aus einem weiten Umkreis abholt und wieder nach Hause bringt, wird nicht mehr von der Polizei gestoppt und die Kinder genießen die täglichen Fahrten. Mehr Infos und Bilder hier.

Hilferuf aus der »Shristi Academy« in Kathmandu

Die Grundschule der Brüdergemeine im nepalesischen Kathmandu (mit vorgeschaltetem Kindergarten), die »Shristi Academy«, hat einen Hilferuf gestartet. Die Schule verfügt über Klassen für Kinder im Alter zwischen 4 und 10 Jahren. In der Vergangenheit haben dort immer wieder Freiwillige aus der weltweiten Brüder-Unität, insbesondere Briten und US-Amerikaner unterrichtet, was jetzt - aufgrund der Reiseeinschränkungen während der Corona-Krise - nicht möglich ist. Die Schule schreibt: »Wir appellieren an aktive und pensionierte Lehrkräfte oder entsprechende Studierende, in den kommenden drei Monaten einen Teil ihrer Zeit für den Online-Unterricht für unsere Kinder zur Verfügung zu stellen. Der Zeitunterschied zwischen Europa und Nepal beträgt 5,45 Stunden. Wir suchen insbesondere Lehrkräfte für Englisch-, Mathematik- und Musik, aber auch Unterricht in anderen Fächern ist sehr willkommen. Für außerschulische Kursangebote (z. B. Erste Hilfe) brauchen wir ebenfalls Verstärkung. Danke! Eure Shanti und Vani Pradhan, Schulleiter-Ehepaar«.

Großes Corona-Hilfsprogramm angelaufen

275.000 Euro hat die »Evangelische Mission in Solidarität« (EMS), der auch die Brüder-Unität und die Herrnhuter Missionshilfe angehören, für die Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie in Afrika, Asien und im Nahen Osten bereitgestellt. Das Geld unterstützt die Arbeit der EMS-Mitgliedskirchen, die von der Corona-Pandemie besonders betroffen sind, darunter die Brüdergemeine in Südafrika. Dr. Dieter Heidtmann, EMS-Generalsekretär, betont die Dringlichkeit der Hilfe: In Indien, Indonesien, Südafrika und im Nahen Osten seien die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie dramatisch. Es fehle an Schutzmöglichkeiten und medizinischer Versorgung. Durch die Ausgangssperren hätten viele Menschen ihre Arbeit verloren. Durch den Ausfall der Gottesdienste hätten die Kirchen keine Einnahmen mehr aus Kollekten. Auch die Schulgelder seien weggebrochen. Mehr hier.

Indigene Gemeinschaften am Atlantik von COVID-19 besonders betroffen

Die in Nikaragua erscheinende Wochenzeitung »Confidencial« berichtete am 28. Juni 2020 in einem längeren Artikel über die traurige Lage der indigenen Miskito-Gemeinden in der »Autonomen Region an der nördlichen Atlantikküste« (RAAN) angesichts der COVID-19-Pandemie. Der Artikel macht deutlich, dass die abgelegenen indigenen Gemeinschaften an der Küste und im Landesinneren, in denen die Herrnhuter Brüdergemeine zumeist die Volkskirche ist, besonders gefährdet sind und dass diese Gemeinden kaum Hilfe von außen erhalten. In den letzten Tagen habe die Zahl der Infizierten und der Toten dramatisch zugenommen. Es gebe nach wie vor kaum Informationen dazu, wie man sich vor dem gefährlichen COVID-19-Virus schützen könne und so gut wie keine medizinische Hilfe. Das von der Regierung von Daniel Ortega versprochene neue, große Krankenhaus für die Regionalhauptstadt Bilwi sei immer noch nicht gebaut. Zum kompletten Artikel in Deutsch hier.

Ausführlicher Corona-Bericht aus dem »Moravian Institute« in Rajpur

Thsespal Kundan, der Leiter des »Moravian Institutes« in Rajpur bei Dehradun, Nordindien, hat einen dreiseitigen Bericht über das Ergehen der Internatsschule während der Corona-Krise geschrieben. Nach ein paar Tagen befand sich nur noch eine sehr kleine Zahl von Menschen auf dem großen Schulcampus, die aber täglich eine Andacht hielten. Die meisten Kinder, Jugendlichen und Mitarbeitenden hatten sich bei Ausbruch der COVID-19-Pandemie nach Hause aufgemacht, teilweise mehrere Tagereisen weit - aufgehalten vom Schneesturm - in die Region Ladakh. Seit dem 20. April 2020 erteilten die Lehrkräfte nach einer entsprechenden Schulung mit Erfolg Online-Unterricht. Die Qualität dieses Unterrichtes sprach sich in der Nachbarschaft herum und führte zur Neuanmeldung etlicher Kinder. Noch hat der Oberste Gerichtshof von Indien nicht entschieden, ob und inwieweit während der Corona-Krise Schulgebühren erhoben werden dürfen. Noch ist seitens der nationalen Schulbehörden nicht klar, wann die ausgefallenen Prüfungen (10. und 12. Klasse) nachgeholt werden dürfen. Der ganze Bericht in Deutsch hier.

Zwei langjährige Mitarbeiterinnen der Lesestiftung gestorben

Agnes Ritfeld, Leiterin der »Stichting Kinderboekenfestival« in Surinam, einer von der Brüdergemeine initiierten und dominierten nationalen Stiftung zur Förderung des kindlichen Lesens, berichtet vom Heimgang gleich zweier Mitarbeiterinnen. Carmelita Joan Welles verstarb am 11. Juni 2020. Die 1966 geborene Frau und Mutter war seit 15 Jahren als Büromitarbeiterin eine »Seele« der Stiftung. Sie wirkte mit an der Organisation vieler Lesefestivals mit Events im ganzen Land, an denen täglich bis zu 5.000 Kinder teilnahmen. Darüber hinaus gab sie Schul- und Kinderbüchern ihre endgültige Gestalt. Elisabeth Jap-A-Joe-Kroonenberg, geboren 1948, starb am 21. Juni 2020. Bis zum Beginn der Corona-Krise kümmerte sie sich um die vom »Anne-Frank-Haus« in Amsterdam zusammengestellte Wanderausstellung »Lass mich ich selbst sein«. Vor allem im weitläufigen, unterentwickelten tropischen Binnenland engagierte sie sich für sämtliche bislang 45 Lesefestivals. Die Brüdergemeine in Surinam ist Trägerin von 65 Schulen unterschiedlichen Typs im gesamten Land.

»Jahrbuch Missions 2020« des EMW erschienen

Das »Evangelische Missionswerk in Deutschland« (EMW) weist auf das neue Jahrbuch Mission 2020 hin: »Fokus Schöpfung: Klimawandel. Umweltverantwortung. Öko-Theologie«. Auch wenn die Corona-Pandemie die Welt in Atem hält: Die Klima-Krise ist nicht verschwunden. Im Gegenteil. Um sie zu bewältigen, ist neues Denken nötig: in Kirche und Theologie, in Wirtschaft, Politik und Konsum. Davon sind die über 30 Autorinnen und Autoren dieses Jahrbuchs überzeugt, die aus der weltweiten Ökumene berichten. Corona hat gezeigt, dass Umsteuern möglich ist. Das biblische »Macht euch die Erde untertan« muss neu buchstabiert werden - hin zu einem respektvollen Miteinander, wie die Öko-Theologie es fordert. Rasante klimatische Veränderungen mit Hitze, Dürren und zerstörerischen Orkanen scheinen jetzt fast zeitgleich ein globales Erwachen ausgelöst zu haben, von dem dieses Buch berichtet. Bestellung hier.

Der Newsletter und weitere Meldungen der weltweiten Unität als PDF-Datei

Wenn Sie noch weitere Meldungen zur weltweiten Unität lesen möchten, finden Sie diese in der Textversion dieses Newsletters in der beiliegenden PDF-Datei. Download hier.

Impressum
Herrnhuter Missionshilfe
Badwasen 6 · 73087 Bad Boll · Deutschland
+49 (0)7164 9421-0 · info@herrnhuter-missionshilfe.de
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 18 Abs. 2 MStV ist Niels Gärtner.
Responsible person according to § 18 Abs. 2 MStV is Niels Gärtner.


Alle durch die Nutzung des Newsletters anfallenden personenbezogenen Daten werden mit Hilfe unseres Service-Dienstleisters ausschließlich für den Versand des Newsletters genutzt. Eine Weitergabe an Dritte oder ein Verkauf von E-Mail-Adressen findet nicht statt.
All submitted personal data will be used exclusively for sending the newsletter. There will be no disclosure to third parties or selling of e-mail addresses.
Sollte Ihr E-Mail-Programm ihn nicht korrekt darstellen, können Sie diesen Newsletter in Ihrem Browser anzeigen.
If your e-mail program does not display it correctly, you can view this newsletter in your browser..


Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie sich beim Newsletter-Service auf unserer Website www.herrnhuter-missionshilfe.de mit %PERS_EMAIL% am %PERS_DATE% %PERS_TIME% angemeldet haben bzw. eine Anmeldung mit Wirkung zu diesem Zeitpunkt auf einem anderen Wege veranlasst haben.
You are receiving this newsletter because you have registered with the Newsletter-Service on our website www.herrnhuter-missionshilfe.de using %PERS_EMAIL% on %PERS_DATE% %PERS_TIME%.


Wenn Sie den "Herrnhuter Mission aktuell"-Newsletter nicht mehr erhalten möchten, klicken Sie bitte auf folgenden Link: Newsletter abbestellen.
If you wish to unsubscribe from the "Herrnhuter Mission aktuell"-Newsletter click the following link: Unsubscribe newsletter.