Erklärung zum Tod von George Floyd

Die Leitung der Britischen Unitätsprovinz, die Leitung der britischen Missionsbehörde und die britischen Bischöfe haben Anfang Juni 2020 eine Erklärung zum Mord an Georg Floyd in Minneapolis (USA) und zum Rassismus Problem veröffentlicht (siehe hier). Darin heißt es: »Wir verabscheuen den Mord an Georg Floyd und sprechen seiner Familie unser aufrichtiges Mitgefühl aus. Rassismus existiert auch in unserer Gesellschaft und er bleibt oft unerkannt. Wir sind entschlossen, Maßnahmen zu ergreifen, um alle Formen von Rassismus zu benennen und zu beseitigen. Jeder Mensch ist gleich und nach dem Bilde Gottes geschaffen, aber Jahrhunderte des Rassismus haben dazu geführt, dass manche Leben mehr geschätzt werden als andere. Wir fordern alle unsere Brüder und Schwestern auf, einen der wichtigsten Glaubensgrundsätze der Brüdergemeine zu beherzigen: "Wir lehnen jede Diskriminierung in unserer Mitte aufgrund von Rasse oder Aussehen ab" (Grund der Unität)«.

Nach fast einem Jahr in Mbozi richtig angekommen

Der aus Niesky/OL stammende Unfallchirurg Jens Marcus Albrecht hat zusammen mit seiner Familie einen weiteren Rundbrief aus dem »Mbozi Mission Hospital« der Brüdergemeine in Tansania geschrieben. Siehe hier. Darin heißt es: »Wir können sagen, dass wir nach fast einem Jahr hier angekommen sind. Im Bild ist mein Lieblingsbaumarkt in Vwawa, einer Stadt unweit von Mbozi, in dem ich fast alles von Dachrinnen über Elektrokabel bis zu Wasserleitungen bekomme. Weil ich diesen Markt oft besuche, kennt man mich inzwischen und erkundigt sich jedes Mal nach dem Krankenhaus. Nicht schlecht habe ich über ein selbst gebautes Schweißschutzschild gestaunt. Nun endlich scheint es mit einem dreiwöchigen Heimataufenthalt ab dem 10. Juli 2020 zu klappen. Dank an den Mbozi-Verein in Niesky und die Herrnhuter Missionshilfe, die das neue OP-Regal und die Renovierung unserer Intensivstation ermöglichten.«

Corona-Pause auf dem Sternberg zu Ende gegangen

Im Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah (Palästina) ist nach einer langen Corona-Pause wieder der Alltag eingekehrt. Mit großer Freude kehrten die Kinder wieder in den integrativen Kindergarten, die Schülerinnen und Schüler wieder in die Förderschule und die Auszubildenden wieder in das Berufsschulzentrum zurück und begrüßten einander. So gut wie möglich hatten sie im April und Mai 2020 per E-Mail und per Facebook von den Sonderpädagoginnen zahlreiche Hinweise erhalten, auf welche Weise eine häusliche Förderung möglich ist. »Endlich haben die Quarantäne-Einschränkungen ein Ende gefunden«, schreibt Ranya Francis Karam, die Direktorin des Zentrums. »Wir danken Gott, dass alle unsere Kinder und Jugendlichen sicher und gesund zu uns auf den Sternberg zurückgekehrt sind. Wir haben sie so sehr vermisst«. 17 Bilder vom Tag der Rückkehr hier.

Einladung zum Logo-Wettbewerb

Julie Tomberlin, Winston-Salem/NC, die Leiterin des Unitätsfrauenbüros, rief kürzlich per Facebook zu einem Logo-Wettbewerb auf. Gesucht wird das Logo für die 5. Unitäts-Frauenkonsultation, die im September 2022 in Laurel Ridge und Winston-Salem unter dem Thema »With Hearts and Hands and Voices« stattfinden soll. Einsendeschluss ist der 1. Juli 2020. Julie Tomberlin schreibt: »Bitte helft uns, ein Logo für unsere nächste Konsultation zu finden. Wenn Ihr inspirierende Bilder benötigt, dann besucht die Webseiten des »Laurel Ridge Camps« und stellt Euch vor, dass sich Frauen aus der ganzen Welt dort versammeln, um sich mit Herzen, Händen und Stimmen zu vereinigen und gemeinsam zu beten, zu lernen und zu planen«. Die bisherigen Unitäts-Frauenkonsultationen fanden 2016 in Paramaribo (Surinam), 2008 in Herrnhut, 2001 in Kapstadt (Südafrika) und 1995 in Kernersville/NC (USA) statt.

Nachrichten aus der »Clinica Evangelica Morava« in Ahuas

»Wir hoffen, dass Ihr künftig mehr erfahrt über die Kranken und die Mitarbeitenden in der Klinik der Brüdergemeine in Ahuas (Honduras) und darüber, wie Ihr diese Mission unterstützen könnt«, schreibt Deborah Swanson, eine Angestellte des »Board of World Mission« der Brüdergemeine. Die Ärzte in der kleinen Klinik in der sehr armen, abgelegenen Region »La Mosquitia« (nahe des Atlantik) versorgen in der Regel 15 bis 20 ambulante Patientinnen und Patienten pro Tag und behandeln im selben Zeitraum 8 bis 12 stationäre Kranke. Die Zahl der Geburten schwankt stark. Es ist jedoch nichts Ungewöhnliches, wenn es mehr als eine Geburt pro Tag gibt. Im Newsletter der Klinik für Sommer 2020 (Download in Englisch hier) wird die spannende Geschichte der Rettung einer 15jährigen Schwangeren aus Brus Laguna in letzter Minute erzählt. Angesprochen wird auch das Problem, dass meist nicht genug Blutkonserven in der Klinik vorhanden sind, und dass die Klinik auf Spenden angewiesen ist.

Brüdergemeine auf Kuba – ein Lagebericht

Tania Sanchez-Fonseca, die Präsidentin der »Junta Provincial« der Brüdergemeine auf Kuba, hat für das englischsprachige Magazin »Onward« einen ausführlichen Bericht zum Ergehen und zur Arbeit ihrer Kirche verfasst. Darin kommt sie auf das anhaltende innere und äußere Wachstum der Kirche ebenso zu sprechen wie auf deren Bemühen, mit sozialem Engagement immer mehr in die säkulare kubanische Gesellschaft hinein zu wirken. Natürlich ist in ihrem Bericht auch von den Corona-bedingten Einschränkungen des öffentlichen und kirchlichen Lebens die Rede. Die Mitarbeitenden in den Gemeinden stehen in engem Kontakt zu denjenigen Mitgliedern, die besondere Hilfen bzw. eine Versorgung mit Lebensmitteln brauchen, weil sie derzeit kein Einkommen haben. In Havanna, in Matanzas und in Santa Clara stellen mehrere Schwestern Mund-Nase-Schutze her und verteilen diese. Der komplette Bericht in Deutsch hier.

Zur Flüchtlingssituation in Tansania

Die tansanische Statistik-Behörde hat neue Zahlen zu den Flüchtlingen im Lande veröffentlicht. Die Gesamtzahl der in Tansania z. T. seit Jahrzehnten lebenden Flüchtlinge ging zwischen 2017 und 2019 von 359.400 über 329.600 auf 278.000 zurück. Ende Mai 2020 lag sie wieder bei 330.000. Etwa 80 Prozent der afrikanischen Flüchtlinge begeben sich aufgrund von Krisen jedweder Art (bewaffnete Konflikte, Epidemien, Wetter- bzw. Klimakatastrophen, wirtschaftliche Perspektivlosigkeit für Jugendliche) in ein Nachbarland; nur 20 Prozent wagen den Weg nach Europa bzw. können sich diesen leisten. Die meisten Flüchtlinge kamen zuletzt aus Burundi und der D. R. Kongo. 2014 hatte Tansania in einer bislang einmaligen Aktion 162.200 Burunder, die sich seit 1972 im Lande befanden, eingebürgert. Seit 2017 sind zwischen 44.000 und 60.000 Burunder (Angaben schwanken) mehr oder weniger freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt, nachdem sich die Lage in Burundi etwas verbessert hatte.

Kurzmeldungen
  1. In einem Statement des Missionsrates des »Ökumenischen Rates der Kirchen« (ÖRK) unter der Überschrift »Ich kann nicht atmen«, die an die Klage des in den USA getöteten Afro-Amerikaners George Floyd »I can’t breathe« erinnert, betont der Rat, dass Menschen schwarzer Hautfarbe und Angehörige ethnischer Minderheiten, ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als billige, leicht austauschbare Lohnarbeiter und Lohnarbeiterinnen behandelt werden, denen gleiche Rechte, gleiche Löhne und ein Recht auf ihre Menschenwürde abgesprochen würden. Download des Statements in Englisch hier.
  2. Die »Young Peoples Missionary Association« (gegründet 1957) der Brüdergemeine in Großbritannien hat ihr Spendenprojekt für das Jahr 2020 veröffentlicht. Die Jugendlichen sind aufgefordert, mit monatlichen Kleinbeträgen etwas für die Brüdergemeine in Binnakandi (Nordost-Indien, Bundesstaat Assam) zu tun. Diese braucht Geld für die Verbesserung des Transports von Kindern aus dem ländlichen Raum in ihre Schule und zur Renovierung des Schulgebäudes.
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