Aktuelle Informationen zur HMH Jahrestagung / Mitgliederversammlung

Angesichts der Corona Pandemie in Deutschland und weltweit muss auch die Herrnhuter Missionshilfe ihre Gewohnheiten verändern. Hiervon ist aktuell die Jahrestagung mit der Mitgliederversammlung der Herrnhuter Missionshilfe betroffen. Daher wurde beschlossen, die Jahrestagung 2020 nicht in der gewohnten Form durchzuführen, da sonst verschiedene Vorgaben und Hygienemaßnahmen nicht eingehalten werden können. Allerdings wird es in Form einer Videokonferenz und mit Hilfe von Unterlagen, die postalisch oder digital versendet werden, zumindest einen Austausch zwischen der Herrnhuter Missionshilfe und den Mitgliedern geben. Die betroffenen Personen werden in den nächsten Tagen über den genauen Ablauf informiert. Damit die Vorbereitung und die Vorfreude auf die Versammlung in Bad Boll nicht vergeblich waren, soll die Jahrestagung mit der Mitgliederversammlung 2021 in Bad Boll stattfinden.

Covid-19 in der weltweiten Brüder-Unität – ein Überblick

Das »Board of World Mission« (BWM) der Brüdergemeine in Nordamerika wurde gebeten, eine Zusammenstellung darüber vorzunehmen, wie es seinen Partnerprovinzen und -Einrichtungen in der ganzen Welt ergeht, damit konkreter aneinander gedacht und Fürbitte getan werden kann. Dieser Bitte ist das BWM am 22. April 2020 nachgekommen. Hier gibt es in Englisch kurze Informationen darüber, ob und inwieweit die Brüdergemeine auf Kuba und den westindischen Inseln, in Costa Rica, Guyana, Honduras, Kuba, Labrador, Malawi, Nikaragua, Peru, Sierra Leone, Tansania (Westprovinz) und Uganda von der Ausbreitung des Corina-Virus betroffen ist. Wo besondere Notlagen bestehen oder demnächst erwartet werden, hat das BWM bereits finanzielle, materielle und logistische Hilfe auf den Weg gebracht. Der Verdacht auf eine Covid-19-Infektion von Obed Martinez, einem Pfarrer der Brüdergemeine auf Kuba, hat sich nach einem Krankenhaus-Aufenthalt nicht bestätigt.

Renovierung der Berufsschule in Rungwe

Die Berufsschule der Brüdergemeine in Rungwe (Tansania, Südprovinz) ist eine ganz besondere. Von Herrnhuter Missionaren schon im Jahre 1903 gegründet darf sie für sich in Anspruch nehmen, die älteste moderne Berufsschule in ganz Tansania zu sein. Doch die 1976 staatlich registrierte Schule hat Probleme. Etlichen der insgesamt 16 Gebäuden droht der Verfall, wenn nicht bald grundlegende Sanierungs- und Renovierungsarbeiten einsetzen (Putz, Fußboden, Elektro- und Sanitärinstallation, Malerarbeiten). Stand 2019 waren an der Schule mehr als 100 Auszubildende für meherere Berufszweige eingeschrieben. Die Schule ermutigt insbesondere Waisen und Halbwaisen zu einem Berufsabschluss, der ihnen eine gute Perspektive ermöglicht, und fördert sie entsprechend. Die Materialkosten von etwa 18.000 Euro übernimmt die Herrnhuter Missionshilfe, die Umsetzung der praktischen Arbeiten werden von den Lehrkräften und den Auszubildenden selbst erledigt. Spenden sind sehr willkommen.

Brüdergemeine auf Sansibar bekommt neuen Gottesdienstraum

Ab Mai 2020 steht der Brüdergemeine auf Sansibar, die sich bisher in der Ruine einer anglikanischen Kirche versammelte, ein neuer Gottesdienstraum samt Kirchenbüro zur Verfügung. Weil auf der Insel, die zu 99 Prozent von Muslimen bewohnt ist, der Bau einer Kirche - trotz Sympathie für das pädagogische und sozialdiakonische Engagement der Brüdergemeine - nicht möglich war, entstand binnen zwei Monaten, gefördert von der »Evangelischen Mission in Solidarität« (EMS), eine Mehrzweckhalle auf dem Gelände der »Herrnhuter Academy School« in Mwera bei Stonetown. Unter der Woche steht diese Halle der Schule zur Verfügung, an Sonntagen wird sie für den Gottesdienst genutzt. Damit kann die Brüdergemeine ihre Ziele, den Dialog zwischen Muslimen und Christen zu fördern und jungen Christen in einer muslimisch dominierten Gesellschaft eine Zukunft zu ermöglichen, unter neuen, besseren Voraussetzungen verfolgen. Die neue Halle ist groß genug, um in Corona-Zeiten das Abstandsgebot einzuhalten. Spenden für dieses Projekt sind willkommen.

Kinder und Jugendliche vom Sternberg erhalten Video-Förderung

Auch das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah (Palästina) musste seinen Betrieb bei Ausbruch der Corona-Krise einstellen, eine Aktion, die sich auf die geförderten Kinder und Jugendlichen sehr nachteilig auswirkt. Die Mitarbeiterinnen im integrativen Kindergarten, in der Förderschule und der Berufsausbildung, die ihrer Tätigkeit derzeit nicht unmittelbar nachgehen dürfen, baten ihre Schützlinge und deren Eltern daher kürzlich, das Gelernte unbedingt zu Hause zu praktizieren. Per Internet gaben sie Kindern und Erwachsenen entsprechende Hinweise bzw. visuelle Anleitung. So half Aseel ihrer Mutter beim Abwasch (Video-Anleitung hier; häusliche Ausführung hier); so absolvierte Qais eine physiotherapeutische Übungseinheit (Video-Anleitung hier; häusliche Ausführung hier); so betätigte sich Halima mit Begeisterung im Gemüsegarten ihrer Familie (Video-Anleitung hier; häusliche Ausführung hier).

Neuigkeiten aus Wupperthal, Südafrika

Über Klaus Kaldrack trafen bei der Herrnhuter Missionshilfe die folgenden Informationen aus Wupperthal, Südafrika ein: Eine reiche Privatperson aus Südafrika hat Wupperthal in Absprache mit der zuständigen Denkmalbehörde ein neues Gemeindezentrum gespendet. Es konnte inzwischen fertiggestellt werden. Das Ende 2018 abgebrannte alte Gemeindezentrum stand an derselben Stelle; es wurde auch für merkantile Zwecke genutzt. Die meisten anderen Brandruinen stehen noch. Geldnöte derjenigen Bewohner, die keine Brandversicherung besaßen, und Auflagen der Denkmalbehörde hemmen den Wiederaufbau. Die Stimmung der Menschen ist gedrückt; sie wohnen weiterhin in einem Container-Dorf auf dem Rugby-Feld, wo es nur kaltes Wasser gibt. Sie erwarten dort den zweiten Winter, manchmal mit Schnee und Frost. Auch das abgebrannte Pfarrhaus konnte noch nicht wiederaufgebaut werden. Die Corona-Pandemie stört die Aufbauarbeiten zusätzlich.

Gebet des Präsidenten der Brüdergemeine in Südafrika

Godfrey R. Cunningham, Kapstadt, der Präsident der Brüdergemeine in Südafrika, hat angesichts der weltweiten Corona-Krise das folgende Gebet übermittelt: »Barmherziger dreieiniger Gott! Wir wenden uns in unserer Schwäche an Dich, unseren Halt. Wir kommen mit all unserer Angst zu Dir. Wir vertrauen Dir. Denn nur Du allein bist unsere Hoffnung. Wir legen die Krankheit und Not dieser Welt in Deine Hände. Schenke den Ärzten Weisheit, den Wissenschaftlern Verstand und den Helfenden Mitgefühl. Bringe denen, die krank sind, Heilung. Bewahre diejenigen, die Deinen Schutz am meisten benötigen. Gib denen Trost, die einen geliebten Menschen verloren haben. Nimm die Verstorbenen in Deine ewige Heimat auf. Lass uns als Gemeinschaft fest zusammenstehen. Vereinige uns in Deiner Liebe und nimm alle Angst aus unseren Herzen. Herr Jesus, wir vertrauen auf Dich! Amen«.

Gemeindezentrum in Kapiri Mposhi so gut wie fertig

Die Bauarbeiten für das neue Gemeindezentrum der Brüdergemeine in Kapiri Mposhi (Sambia) sind weitestgehend abgeschlossen. In Kapiri Mposhi, einer ständig weiterwachsenden Kleinstadt mit z. Zt. knapp 50.000 Einwohnern, beginnt die TAZARA, die »Tanzania-Zambia Railway«, nach Dar es Salaam. Das war für die Brüdergemeine in Sambia ein wichtiger Grund, hier eine Gemeinde zu etablieren. Aktuell wird der Estrich aufgetragen und es werden Fenster und Türen eingebaut. Das Zentrum soll nicht nur für Gemeindeaktivitäten, sondern auch für eine Waisenarbeit den erforderlichen Raum bieten. Die Mittel für den Bau stammen aus einem Spendenmailing der Herrnhuter Missionshilfe aus dem Jahr 2019. Ein Wermutstropfen bleibt: Das solarbetriebene Bohrloch, auf das die Gemeindeglieder und die Menschen in deren Nachbarschaft sich so sehr gefreut hatten, konnte nicht eingetrieben werden. Wegen der großen Trockenheit im Gebiet um Kapiri Mposhi gibt es auch in 100 Meter Tiefe kein Wasser.

Geschwisterliche Verbundenheit zu Corona-Zeiten in Surinam

Auch in der Unitätsprovinz Surinam wird vieles getan, damit die Gemeindeglieder während des Versammlungsverbotes möglichst eng miteinander in Verbindung bleiben. Am Sonntag, dem 3. Mai 2020, wurde ein 45minütiger Gottesdienst mit Michael Persaud aus der »Elisabeth-Gemeinde« in Paramaribo-Boxel übertragen. Siehe hier. Dann wurde an den »Geburtstag« der Losungen erinnert. Die erste Losung gab Nikolaus Ludwig von Zinzendorf am 3. Mai 1728 in einem Abendgottesdienst im I. Obergeschoss des nicht mehr vorhandenen Gemeinhauses in Herrnhut aus. In einem Facebook-Post wurde vor einigen Tagen gefragt: »Welches Buch liest du jetzt zur Corona-Zeit, wo du vielleicht etwas mehr Zeit hast? Wie lange steht das Buch schon in deinem Regal? Lass es uns wissen!«. In einem weiteren Post werden die Gemeindeglieder darum gebeten zu erzählen, welches alte oder neue Hobby sie pflegen bzw. welche Handarbeitstechnik sie lieben.

Lämmelmasken-Versteigerung zugunsten des Sternbergs

Im Gemeindebrief der Brüdergemeine Hamburg für Mai 2020 wird erstmalig zu einer Versteigerung aufgerufen. Der Gemeindebrief erwähnt zunächst die große Maskenvielfalt, die gegenwärtig überall in Deutschland beobachtet werden kann. Dann wird erzählt von Birgit Enkelmann, die ihre sechsköpfige Familie mit einer Fülle von Masken-Unikaten versorgt, eine schöner als die andere. Eine dieser Masken, eine »Lämmelmaske« (Foto hier), möchte die Gemeinde gern versteigern zugunsten des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina). Wer sich an der Versteigerung beteiligen möchte, überweise bitte einen beliebigen Betrag auf das Konto der Brüdergemeine Hamburg unter Nennung des Kennworts »Lämmelmaske«. Alle Beträge von 1 Euro bis 1000 Euro (und mehr) sind willkommen. Wer den höchsten Betrag überweist, bekommt die Maske demnächst zugeschickt: Brüdergemeine Hamburg, IBAN:  DE35 3506 0190 1011 8600 16 | BIC: GENODED1DKD.

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