Ostern in der weltweiten Brüder-Unität zu Corona-Zeiten

»Ostern fällt während der Corona-Krise nicht aus«. Diese Tatsache wurde in der zweiten April-Dekade 2020 in zahlreichen Unitätsprovinzen überdeutlich. Mit viel Fantasie und hoher Kompetenz hatte man dort, wo Gottesdienste verboten waren oder aber nur eingeschränkt stattfinden durften, alternative Versammlungsformen geschaffen. Drei Beispiele: In Südafrika grüßte am Karfreitag zur »Todesstunde Jesu« der Bläserchor der Brüdergemeine »Moravian Hill« mit dem Choral »O Haupt voll Blut und Wunden«, der aus vielen digitalen Puzzle-Teilen zusammengesetzt war. Siehe hier. In Jamaika rückte man in der Kirche einfach etwas weiter auseinander. Siehe hier. In der Unitätsprovinz Surinam hatten deren Präses, Desire Peerwijk, und Lydia Esser-Sedney im kleinen Filmstudio der »Stadtmission« in Paramaribo einen Fernsehgottesdienst für den Ostersonntag aufgenommen, den zwei surinamische Fernsehsender am Sonntagmorgen ausstrahlten. Siehe hier. Ein filmischer Gruß von Jugendlichen aus Südafrika sowie aus Nepal zum Karfreitag 2020 hier und hier.

Rundbrief von Jens Marcus Albrecht aus Mbozi

Eine große Not durchzieht den jüngsten Rundbrief von Jens-Markus Albrecht und seiner Familie aus dem »Mbozi Mission Hospital« der Brüdergemeine in Tansania (April 2020, Download hier), wo der Unfallchirurg aus Niesky/OL für mehrere Jahre im Einsatz ist: das Ausbleiben staatlicher Gehaltszahlungen für die Mitarbeitenden, das auch durch gelegentliche Spendeneingänge nicht kompensiert werden kann. Der Arzt berichtet aus dem medizinischen Alltag, preist die schöne Natur, erzählt von vier kleinen Erdbeben und beklagt das nur langsame Zustandekommen echter Freundschaften. Im Blick auf Covid-19 schreibt er: »Auch unser Krankenhaus hat sich nun auf Covid-19 irgendwie vorbereitet (Händewaschen, Abstand, Isolierstation). Unsere täglichen Besprechungen finden mit großem Abstand zueinander im Freien statt. Dankbar sind wir, dass wir hier noch keine Krankheitsfälle und keine Einschränkungen haben«.

Aktivitäten des »Board of World Mission« in der Corona-Krise

Das »Board of World Mission«, die Missionsorganisation der beiden nordamerikanischen Unitätsprovinzen, hat schon zu Beginn der Corona-Krise Gemeinden und Einzelpersonen dazu aufgerufen, einen Betrag von 200 US-Dollar für die Bekämpfung bzw. Linderung der Folgen von Covid-19 zu spenden. Dieser Aufruf wurde in den vergangenen Wochen vielfach geteilt. Jetzt schreibt Chris Giesler, einer der Leiter der Organisation - siehe hier: »Heute haben wir  aus unserem Nothilfefond ("Moravian Disaster Relief") 10.500 US-Dollar überwiesen an 43 Gemeinden und Organisationen außerhalb unserer beiden Provinzen, die von der Corona-Krise betroffen sind. Wir staunen, mit welcher Leidenschaft und Kreativität unsere Pfarrerinnen und Pfarrer sowie andere Leitungspersonen in den Gemeinden zeigen, dass sie die Gute Nachricht mit der Welt teilen möchten; insbesondere während der Karwoche und der Osterzeit ist das geschehen«.

Kinderhilfe Albanien braucht Spenden

Seit 15 Jahren unterstützt die Herrnhuter Missionshilfe die Kinderarbeit und speziell drei Kindergärten der Brüdergemeine in Albanien: in Pogradec, Burrel und Elbasan. Diese Kindergärten haben neben einer sozial-diakonischen auch eine missionarische Aufgabe. Immer wieder sind Kinder und Erwachsene durch die Kindergärten mit der Frohen Botschaft in Verbindung gekommen. Jetzt wurde ein diesbezügliches Spendenmailing verschickt, das den Bedarf für die Kindergarten-Unterstützung mit 20.000 Euro pro Jahr bezifferte. Nach wie vor gehört Albanien zu den ärmsten Ländern Europas. Viele Eltern können für den Kindergartenbesuch ihrer Mädchen und Jungen nicht oder nur z. T. aufkommen. Im Kindergarten in Elbasan, einer Stadt mit ehemals viel Chemie- und Schwerindustrie und daher mit allerlei physischen und psychischen Notlagen, gibt es ein spezielles Angebot für gesundheitlich beeinträchtigte Kinder. Zum Mailing hier.

Flutkatastrophe in der D. R. Kongo

Im Osten der D. R. Kongo ereignete sich Mitte April 2020 eine Flutkatastrophe. Betroffen davon war auch die Stadt Uvira mit 200.000 Einwohnern. Nach heftigen Regenfälle waren der Mulongwe River und andere Flüsse über die Ufer getreten und hatten alles, was sich in Ufernähe befand, mitgerissen. In einem Hilferuf an die Provinzen der weltweiten Brüder-Unität vom 17. April 2020 schreibt Pfr. Jacques Bya'unda, der Vorsitzende der Brüdergemeine in der D. R. Kongo: »Etwa 6.000 Familien sind jetzt obdachlos. Wir beklagen viele Menschenleben. Es wurden bereits mehr als 50 Leichen geborgen. Die Suche nach weiteren Leichen ist im Gange. Unter den Opfern befinden sich 20 Familien, die Mitglieder unserer Innenstadt-Gemeinde sind. Sie haben die Katastrophe zwar überlebt, weil sie rechtzeitig aus ihren Häusern herauskamen, aber all ihre Habe wurde vom Wasser weggespült. Mehr hier. Nothilfe-Spenden hier.

Frauengruppe in Rungwe näht Mundschutze

Vor gut zehn Jahren entstand in Rungwe (Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania) eine Frauen-Selbsthilfegruppe namens »Pamoja Tunaweza« (Gemeinsam schaffen wir es!). Kurzer Film hier. Die Mitglieder dieser Frauengruppe, die allesamt handwerklich sehr geschickt sind und die schon viele Herausforderungen bewältigt und viele Projekte erfolgreich abgeschlossen haben, sind seit geraumer Zeit mit dem Nähen von Stoff-Mundschutzen beschäftigt. Die wirksamen und darüber hinaus optisch schönen Mundschutze sollen an Risikopersonen und an Erkrankte, an Gesundheitsposten und an Apotheken sowie an die beiden Krankenhäuser der Brüdergemeine in Mbozi und in Isoko verteilt werden. Die Herrnhuter Missionshilfe möchte diese Aktion unterstützen, indem sie den Frauen pro hergestellten und verteilten Mundschutz 1,20 Euro zukommen lässt. Spenden für dieses neue Projekt sind willkommen.

»Water for everyone« engagiert sich in Sumbawanga

Die Herrnhuter Missionshilfe ist - über Vermittlung der »Zeister Zendingsgenootschap«, ihrer niederländischen Schwesterorganisation - in Kontakt mit »Water for everyone«, einer kleinen, aber durchaus schon erfahrenen NGO. Diese befasst sich seit 2019 mit der Verbesserung der technischen Ausstattung und des Unterrichts in der »African Rainbow Secondary School« (ARSS) der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz). Einen Bildbericht über das bisherige Engagement der Stiftung in Englisch gibt es hier. Den Großteil der Kosten trägt »Water for everyone«, die Herrnhuter Missionshilfe beteiligt sich mit 1.600 Euro. Im Bericht heißt es: »Die Schule hat bisher nur einen kleinen Trinkwassertank auf dem Schulhof. In vielen Klassenzimmern und Büros fehlt Wasser. Kürzlich wurden nun unter Leitung von Aron Siame ein größerer Wassertank aufgestellt und neue Rohrleitungen verlegt, um alle Zimmer stabil mit Wasser zu versorgen. Auch kleine Waschbecken auf allen Toiletten soll es geben«.

»ACT Alliance« für mehr globale Mitmenschlichkeit

Das globale Netzwerk von Kirchen und Hilfsorganisationen »ACT Alliance« (Action by Churches Together; 140 Mitglieder, 40.000 Mitarbeitende in 120 Ländern) ruft angesichts der Corona-Krise zu Menschlichkeit und weltweiter Zusammenarbeit auf. Download des Aufrufes in Englisch hier. Darin heißt es, die Aufmerksamkeit z. B. auf Regionen wie den Nahen Osten, das Horn von Afrika, die Sahelzone und die D. R. Kongo lenkend: »Die Pandemie erhöht die Verwundbarkeit derjenigen Menschen, die bereits von humanitären Krisen, Armut, Ungleichheiten und wirtschaftlicher Not betroffen sind. Der humanitäre Bedarf wird akuter und die Herausforderungen hinsichtlich Personal und Finanzierung werden größer, da jedes Land auf der Welt sich darauf konzentriert, seinen eigenen Covid-19-Bedarf zu decken«. Der ÖRK veröffentlichte jüngst ein Buch »Health and Hope«, eine Handreichung in der Covid-19-Pandemie. Download hier.

UWD gewährt neue Stipendien

Auf seiner Beiratssitzung im März 2020 hat das »Unitätsfrauenbüro« (UWD) eine Reihe neuer Stipendien gewährt: Für Lucera in Peru, die als Krankenschwester arbeiten möchte. Sie hat ihre Ausbildung fast abgeschlossen, benötigt aber noch ein Zertifikat in Englisch. Für Petro in Südafrika, die »Frühkindliche Pädagogik« studieren möchte. Für Emmy in Tansania (Ostprovinz) zur Erlangung eines Abschlusses in Rechtswissenschaften. Für Nelly in Tansania (Südprovinz), die schon als Pastorin arbeitet, die sich aber an der »Teofilo Kisanji University« der Brüdergemeine in Mbeya weiterbilden möchte. Für Elizabeth, damit sie Theologie studieren kann am neuen »Comenius Polytechnic Institute« der Brüdergemeine in Tabora. Für Peragia zum Erwerb eines Diploms in »Community Development«. Für Janeth, deren Familie kein Geld für ihre Sekundarschulausbildung besitzt. Alle drei leben in Tansania (Westprovinz).

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