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Die Herrnhuter Missionshilfe verbindet Menschen weltweit. Lesen Sie auf der Startseite zunächst Neuigkeiten aus der Welt der Herrnhuter Mission. Um zu erfahren, wer wir sind und was wir tun, an welchen Orten wir arbeiten und was wir Ihnen anbieten, gehen Sie bitte ins Hauptmenü.

Vier Schweden halfen in Pogradec

Elona Mandro berichtet vom Sommercamp der Brüdergemeine in Albanien, das vom 13. bis 16. Juli 2017 erneut in Pogradec stattfand: »Das Thema des Camps lautete: „Die Welt hinter mir - das Kreuz vor mir“. An dem Camp nahmen einschließlich der Mitarbeitenden 94 Personen teil, darunter diesmal gleich vier Gäste aus Schweden: Klas Lindberg, Lief Johansson, Meeha Ayyanar and Conny Svensson. Wir arbeiteten in vier Gruppen: Kinder, Teens, Jugendliche und junge Erwachsene. Die Hauptbestandteile des Programms waren: eine tägliche Morgen- und Abendandacht, Bibellektüre und Bibelarbeit, stille Zeiten, thematische Workshops, Spiel und Spaß in kleinen und großen Gruppen, Gebetsgemeinschaften und zum Schluss ein Gottesdienst. Wir fühlten uns wie eine große Familie. Danke allen, die uns das Camp ermöglicht haben!«

Fördermittel für Brüdergemeine Hopedale

Der Radiosender »VOCM AM« (Voice of the Common Man) für die Einwohner von Neufundland und Labrador berichtete am 25. Juli 2017 über folgenden Sachverhalt - siehe hier: Die kanadische Bundesregierung stellt der Brüdergemeine Hopedale (Labrador) 688.000 Kanadische Dollar zur Verfügung, damit diese das historische Ensemble von Missions-Lagerhäusern unmittelbar an der Küste des Nordatlantik instand halten bzw. restaurieren kann. Bei den Lagerhäusern handelt es sich um recht große Holzbauten, die von Herrnhuter Missionaren schon im 17. Jahrhundert erbaut wurden. Die Missionsarbeit in Hopedale begann 1782. Zum nationalen Kulturerbe wurde das von Touristen gern besuchte Gebäude-Ensemble 1970 erklärt. Es befindet sich im Wesentlichen noch im Originalzustand.

Bischof Henning Schlimm heimgegangen

Am Sonntag, dem 16. Juli 2017, ist Henning Schlimm, Bischof der Brüder-Unität, im Alter von 85 Jahren in Göppingen heimgegangen. Er war schon länger körperlich schwach, hatte aber mit wachem Geist bis zuletzt noch an Vielem in Kirche und Gesellschaft teilgenommen. Henning Schlimm wurde am 27. Oktober 1931 in Magdeburg geboren. Nach dem Theologiestudium, u. a. in Bethlehem/PA, diente er von 1962 bis 1975 - in der Zeit der Apartheid - der Brüdergemeine in Südafrika, später in Königsfeld i. Schw. und in der Schweiz. 1988 wurde er zu einem Bischof der Brüder-Unität eingesegnet. Seinen aktiven Ruhestand verlebte er mit seiner zweiten Frau Anne, seine erste Frau war schon 1969 heimgegangen, in Bad Boll. Sein Begräbnis findet am Freitag, dem 21. Juli 2017, um 14 Uhr in Bad Boll statt. Mehr hier. Traueranzeige hier.

Sommer-Aktivitäten auf dem Sternberg

Das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) hat vom 1. bis 6. Juli 2017 in den Schulferien wiederum ein Sommercamp für Personen mit geistiger Behinderung organisiert. Verschiedene Aktivitäten wie ein Besuch im Jassir-Arafat-Museum sowie Basteln, Zeichnen, Spielen, Tanzen und Schwimmen in einem Freibad vergnügten die Kinder und Jugendlichen. Alle Teilnehmenden an dem Sommercamp bekamen eine Urkunde überreicht. Die Leitung des Förderzentrums dankt Einzelpersonen, Firmen und Behörden, die das Sommercamp mit Geld- und Sachspenden gefördert haben. Außerdem fand am 6. Juli 2017 auf der bewaldeten Anhöhe des Zentrums in Anwesenheit einiger Eltern die Entlassungsfeier für sechs Kindergartenkinder statt, die nun die Schule oder eine andere Einrichtung besuchen.

Als Senior-Freiwillige in Ostafrika

Über die Mission der Brüdergemeine in Dänemark, weilten Kaj und Birthe Bruun kürzlich zu einem Freiwilligen-einsatz in Ruanda, Burundi und Tansania. Bei einem Kurs für 28 junge Leute in Ruanda ging es um Bibelkunde, Geschichte der Brüdergemeine und Liturgie, aber auch um Hygiene und Krankenpflege. Besonders fragten die jungen Leute nach der christlichen Ehe. In Burundi leiteten die Gäste einen Kurs für 38 Pfarrer und Pfarrfrauen, bei dem ähnliche Themen wie in Burundi behandelt wurden und in dem man den Epheserbrief besprach. Viele Pfarrfrauen konnten weder lesen noch schreiben. Eine Pfarrfamilie verlor nach einem Brand ihr Haus und erfuhr Hilfe der Gemeinde. In Kigoma in der tansanischen Rukwaprovinz fanden zwei Kurse statt für 28 und für 25 zumeist sehr junge Leute. Der ganze Bericht in Dänisch hier.

Gäste aus Tukuyu zu Besuch in Deutschland

Eine achtköpfige Gruppe aus der Brüdergemeine Tukuyu (Tansania, Südprovinz), darunter der Schulleiter der »Madaraka Primary School«, weilte vom 20. Juni bis 12. Juli 2017 bei ihren landeskirchlichen Partnergemeinden Wiblingen, Söflingen, Erbach und Dornstadt (bei Ulm). Die Gastgeber hatten ein buntes Programm vorbereitet, das sowohl der Begegnung auf Gemeindebasis, dem Kennenlernen kommunaler Einrichtungen sowie der Festigung bzw. Neuaufnahme von Schulpartnerschaften diente. Natürlich unternahmen die Gäste auch Ausflüge in die Umgebung, wo sie sich mit Kultur und Natur im südwestdeutschen Raum vertraut machten. Einige Gäste weilten gleich zweimal in Bad Boll: zu einer Begegnung mit Mitgliedern der Brüdergemeine und zum Missionsfest am 2. Juli 2017. Bericht mit Bildern hier. Partnerschafts-Webseite hier.

Mentoren für Azubis in Kingston

In einem Beitrag für die »ZZg-nieuws« (Heft 2-2017), der Missionszeitschrift der Brüdergemeine in den Niederlanden, betont Stuart Reid, ein Banker und ehrenamtlicher Mitarbeiter der Brüdergemeine in Jamaika, die Wichtigkeit einer qualifizierten Berufsausbildung. Zusammen mit anderen Personen hat er am Berufsbildungszentrum der »Trinity Church« in Kingston ein Mentoren-System installiert. Mitglieder der Gemeinde wirken nun als Mentoren für die Azubis, was sowohl deren Ausbildung und Persönlichkeitsentwicklung als auch deren Verbundenheit mit der Gemeinde zugutekommt. Insbesondere haben die Azubis damit wohlmeinende Vertrauenspersonen für den Fall, dass sie in eine Krisensituation geraten. Anders herum wächst bei den Mentorinnen und Mentoren, wie Stuart Reid betont, das Verständnis für die Belange der Jugend.

Rumänien will Surinam unterstützen

Das rumänische Weltgebetstags-Komitee bat die Herrnhuter Missionshilfe darum, drei kleinere Projekte in Surinam genannt zu bekommen, für die am 2. März 2018 beim Weltgebetstag in Rumänien gesammelt werden kann. Die Herrnhuter Missionshilfer hat diese Anfrage an ihre niederländische Schwesterorganisation, die Zeister Missionsgesellschaft, weitergereicht, die für die Unterstützung der Brüdergemeine in Surinam federführend verantwortlich ist. Diese benannte inzwischen drei Projekte, für die in Surinam Spenden gebraucht werden: Weiterbildungskurse für Kirchenleiterinnen und Kirchenleiter, Renovierungsarbeiten im Altenheim »Huize Francis« in Paramaribo (Foto), Unterbringung von Frauen aus dem strukturschwachen Binnenland in einer Einrichtung in Paramaribo vor einer anstehenden Geburt.

Neuigkeiten aus Surinam

Die Kommission zur Vorbereitung der Synode hat die sehr lange Mittagspause gestrichen, in der viele Synodale nach Hause gefahren sind. Bei künftigen Synoden wird - unterbrochen von einem Imbiss - durchgearbeitet von 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr. + + Wenn Synodale abwesend sein müssen und sich von einer Ersatzperson vertreten lassen, dann können sie nach Wegfall des Verhinderungsgrundes künftig nicht mehr in die Synode zurückkehren. + + Die »Jethro-Gruppe«, die Vorschläge zur Reform der Leitungsstruktur der Provinz erarbeiten soll, hat ihre Vorschläge kürzlich veröffentlicht. Die in einer Diskussion gemachten Anmerkungen werden jetzt in die Vorlage für die Synode eingearbeitet. + + In einer Sondersitzung befasste die Kirchenleitung sich mit Fragen einer besseren Vermögensverwaltung der Provinz.

Helge Heisler heimgegangen

Am 2. Juli 2017 ist Helge Heisler im 91. Lebensjahr in Königsfeld i. Schw. heimgegangen, dem Ort, in dem er seine Kindheit und seine letzten Lebensjahre zugebracht hat. Sein Begräbnis beginnt am 14. Juli 2017 um 14.30 Uhr im Kirchensaal in Königsfeld. Helge Heisler wurde am 25. August 1926 in Heidelberg geboren. Nachdem er als Jugendlicher noch zum Kriegsdienst einberufen wurde und in Gefangenschaft geriet, studierte er Theologie. Anschließend war er im Sekretariat des badischen Landesbischofs Julius Bender tätig. Von 1961 bis 1969 arbeitete er in Tansania für die Mission der Brüdergemeine. Im landeskirchlichen Dienst in Baden und auch im Ruhestand war er ehrenamtlich für die Brüdergemeine und die Herrnhuter Missionshilfe aktiv. Über Helge Heisler berichtete der »Südkurier« am 30. Dezember 2006 nach dessen Ruhestands-Umzug nach Königsfeld - siehe hier. Lebensstationen hier.

Afrikanischer Glanz in Bad Boll

Zu Arbeitsgesprächen in der Geschäftsstelle der Herrnhuter Missionshilfe sowie zum Missionsfest der örtlichen Brüdergemeinde weilte Enea Kajange aus Isoko in der tansanischen Südprovinz in den ersten Juli-Tagen 2017 in Bad Boll. Die »Neue Württembergische Zeitung« berichtete über den Besuch unter der Überschrift »Afrikanischer Glanz in Bad Boll« - siehe hier. Im Text heißt es über den Gast: »Nach Europa ist sie gekommen, um über Aids-Waisen zu berichten. Zu ihren Glaubensbrüdern in Holland, der Schweiz und jetzt zur Brüdergemeine Bad Boll. Eneja Kajange ist Sozialarbeiterin der Moravian Church in Tansania. Sie betreut 211 Kinder und Jugendliche, die teilweise selbst infiziert sind und bei ihren Angehörigen leben. Die Afrikanerin hat aber auch eine Mission in Europa: Mit 14 Frauen arbeitet sie an einer Konvention für Frauenrechte für die UN«.

Frauen-Seminarreihe abgeschlossen

In einer E-Mail vom 4. Juli 2017 mit vielen anhängenden Bildern berichtet Elona Mandor über den Abschluss einer Frauen-Seminarreihe der Brüdergemeine in Albanien. Die Seminarreihe hatte vor neun Monaten begonnen und ging kürzlicher mit einer Retraite von 62 Frauen in Pogradec zu Ende. Die Seminarreihe, die unter dem Oberthema »Vereint im Geist der Brüdergemeine« stand, war vom dänischen Weltgebetstags-Komitee gefördert worden. Elona Mandor schreibt: »Die Frauen hatten die Gelegenheit, etwas zu lernen über den Gemeinschaftsgeist in der Herrnhuter Brüdergemeine sowie über die 24jährige Geschichte und die Gegenwart der Brüdergemeine in Albanien. Als Glieder am Leib Jesu Christi teilten die Frauen ihre Lebenserfahrungen, diskutierten miteinander und feierten zusammen Gottesdienst«. Der ganze Kurzbericht hier.

Infos aus dem Unitätsfrauenbüro

Nubia Hammer wurde in der Nachfolge von Elma Plusny für die Jahre 2017 bis 2020 zur Leiterin der "Unidad de Mujeres Moravas de Nicaragua" (Frauenvereinigung der Brüdergemeine in Nikaragua - UMMON) gewählt. + + + Etwa 100 Kinder unter fünf Jahre in den honduranischen Brüdergemeinen Ahuas, Krupunta und Barra Patuca erhalten täglich eine Nahrungsmittelhilfe und werden zusammen mit ihren Eltern nebenbei gesundheitlich und geistlich betreut (siehe Foto). + + + Unter Leitung von Hilda Regalado aus der Südprovinz der Brüdergemeine in Nordamerika reist eine Vier-Personen Gruppe vom 18. bis 27. Juli 2017 nach Peru, um an der »English Academy« der Brüdergemeine in Lima zu unterrichten sowie um weitere brüderische Gruppen und Projekte in Lima und in Chiclayo kennenzulernen.

Nachmittag für Kinder mit HIV/Aids

Melania Mrema-Kyando, die auch in Deutschland gut bekannte Pfarrerin und langjährige, engagierte Kämpferin gegen HIV/Aids aus der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, schieb an das Unitätsfrauenbüro: »Die Zahl der Gruppen für Menschen, die mit HIV/Aids leben, hat sich weiter erhöht. Auch immer mehr Kinder sind betroffen. Im vergangenen Monat fand ein Treffen von 23 Kindern, die mit dem HI-Virus leben, samt ihren Pflegeeltern statt. Wir spielten, erzählten uns unsere Lebensgeschichten und genossen einen wundervollen Tag. An diesen Kindern erkenne ich die Liebe Gottes und wie Gott sich um sie kümmert. Jetzt haben wir diesen Tag für Kinder mit HIV/Aids institutionalisiert. Die Kinder sind zwischen 1 1/2 und 17 Jahre alt«.

Schuljahresende im »Collegio Moravo«

Zum Schuljahresende gab es im »Collegio Moravo«, der Grund- und Sekundarschule der Brüdergemeine in Bluefields an der südlichen Atlantikküste Nikaraguas, allerlei besondere Aktivitäten. U. a. feierten die Unterstufenklassen den Internationalen Kindertag. In der Schule wurden an diesem Tag köstliche Süßigkeiten angeboten, die die Kinder zuvor gebacken hatten. Schon zur Tradition geworden ist das Engagement der größeren Schulkinder im Blick auf technischen Ausstellungen bzw. Vorführungen. Diesmal gab es auf dem Schulgelände eine Präsentation dessen, was im wissenschaftlich-technischen Unterricht während des Schuljahres erarbeitet wurde. Das »Collegio Moravo« ist die älteste weiterführende Schule in ganz Ost-Nikaragua.

Andachtsbüchlein in Paramaribo präsentiert

Am 25. Juni 2017 wirkte John Kent, Bischof der Brüder-Unität, im Gottesdienst der Bethania-Gemeinde in Paramaribo (Surinam) mit. Der Gottesdienst stand unter dem Leitthema »Das Leben feiern«. Im Gottesdienst wirkten auch Kinder und Jugendliche mit, die sangen und tanzten. Zwei Kernsätze aus der Predigt des Bischofs lauteten: »Erkenne, wer du bist und wer du sein möchtest und dann nimm diesen Platz ein«. Und: »Wenn wir richtig mit unserem Leben umgehen, bekommt unser Leben Tiefe, und das wirkt sich auf andere aus«. Am Ende des Gottesdienstes präsentierte Ingrid Hill-Peerwijk eine Broschüre mit dem Titel »Guten Montag«. Die Broschüre beinhaltet eine Sammlung von 52 Texten - für jede Woche im Jahr einen Text - mit ermutigenden Gedanken, die inspiriert wurden von Ideen bzw. Aussagen von Bischof John Kent.

Synodenbericht aus Tansania (Westprovinz)

Im »Moravian Messenger« für Juni 2017 gibt es einen lebendigen Bericht von der jüngsten Synode der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania, die im abgelegenen Singida stattfand. Den Bericht hat Roberta Hoey verfasst, ein Gast aus der Britischen Unitätsprovinz (Foto rechts), die erstmals in Ostafrika war. Deutsche Übersetzung des Berichtes hier. Der Bericht schildert den Verlauf und das Ergebnis der Synode und er verweist sowohl auf die Unterschiede als auch auf die Gemeinsamkeiten zwischen einer Synode in Europa und in Tansania. Er enthält weiterhin Beobachtungen während der Reise durch Westtansania sowie eine kurze Beschreibung der neu eröffneten Gesundheitsstation der Brüdergemeine in Tabora.

Finanzkrise in Südafrika entschärft

Die Finanzkrise, in der die Unitäts-provinz Südafrika aktuell steckt, hat an Bedrohlichkeit verloren. Mit eigenen Anstrengungen sowie mit Hilfe aus dem Ausland, vor allem aus den Mitgliedskirchen der »Evangelischen Mission in Solidarität«, ist es gelungen, einen Teil der Schulden abzubauen. Die Finanzbehörden in Südafrika, die die Handlungsfähigkeit der Provinz wegen deren Überschuldung stark eingeschränkt hatten, stellten nunmehr eine Bescheinigung aus, die es erlaubt, weitere Maßnahmen zur Haushaltssanierung zu starten. Außerdem hat das oberste Gericht des Landes eine drohende Schadenersatz-Forderung wegen eines Waldbrandes in der Nähe von Clarkson endgültig abgewiesen. Auch der Widerspruch der Provinz gegen Forderungen von Kommunen wegen vermeintlich noch ausstehender Abgaben hat jetzt gute Chancen, erfolgreich zu sein.

Drei Jahre »ARM Foundation«

Die Brüdergemeine auf Kuba, deren Anfänge bis 1997 zurückreichen, wird v. a. von der nordamerikanischen Südprovinz unterstützt, in deren Auftrag die »Armando Rusindo Mission Foundation« in Winston-Salem/NC agiert. Diese im Juni 2014 gegründete Stiftung schaut auf die ersten Jahre ihres Bestehens zurück, in denen mehr als gedacht bewirkt werden konnte - in der Heimat und auf Kuba. Die Lebensbedingungen in einem Hospital wurden verbessert. Vier Häuser für Gottesdienste und andere kirchliche Aufgaben wurden gekauft und von den Gemeinden vor Ort renoviert und ausgestattet. Die dafür erforderlichen Eigenmittel brachte man u. a. mit einer Ziegenzucht zusammen. Die nächste große Aufgabe der Stiftung soll die Verbesserung der Wasserversorgung für ein 3.500-Einwohner-Dorf sein. Mehr in Englisch hier. Kurzfilm hier.

Nationaler Gottesdienst in der »Konigskerk«

Anlässlich der Abschaffung des transatlantischen Sklavenhandels in Suriname und Niederländisch-Westindien im Jahre 1863 findet am Sonnabend, dem 1. Juli 2017, um 10.30 Uhr in Amsterdam ein nationaler Gedenkgottesdienst in der »Konigskerk« der Brüdergemeine Amsterdam Stad & Flevoland statt. Dieser kommt auf Initiative des »Nationalen Instituts der Niederlande für die Sklaverei-Vergangenheit und deren Folgen« sowie der Brüdergemeine in den Niederlanden zustande. Sein Ziel ist es, gemeinsam der Freiheit zu gedenken und diese zu feiern. Dazu eingeladen sind alle, unabhängig von ihrer Weltanschauung und ihrem ethnischen bzw. kulturellen Hintergrund. Historiker konnten ermitteln, dass die Niederlande zwischen 1600 und 1863 rund 500.000 Afrikaner nach Lateinamerika und in die Karibik verschleppt haben.

Von der HMH-Jahrestagung 2017

Vom 16. bis 18. Juni 2017 fand in Hamburg die Jahrestagung der Herrnhuter Missionshilfe statt, in die erneut die Mitgliederversammlung 2017 eingebettet war und zu der sich 38 Personen angemeldet hatten. Die einzelnen Veranstaltungen fanden teils in der Missionsakademie statt, teils zusammen mit der Brüdergemeine Hamburg sowie mit einer Gästegruppe aus deren surinamisch geprägter Partnergemeinde Utrecht in der Heilandskirche. Bei der Mitgliederversammlung wurde satzungsgemäß der Vorstand neu gewählt, der Jahresbericht 2016/17 besprochen und der Finanzbericht 2016 verabschiedet. Die Vorträge bzw. Berichte befassten sich mit der Lage der weltweiten Brüder-Unität, mit der Arbeit der Brüdergemeine in Südafrika, Tansania und auf dem Sternberg sowie mit neuer Missionstheologie. Der neue Vorstand hier.

Solarprojekt erfolgreich abgeschlossen

Voller Freude kann die Herrnhuter Missionshilfe mitteilen, dass das Solarprojekt in Ibaba (Tansania, Südprovinz) vollständig fertiggestellt wurde. Das Projekt besitzt größte Bedeutung für das Dorf. Endlich ist die Krankenstation nicht mehr auf das unsichere Netz vor Ort angewiesen. Durch den Stromanschluss konnte auch die Geburtshilfestation erweitert werden. Jetzt müssen die Anwohner zu Entbindungen nicht mehr in die Stadt fahren. Und auch die Dorfschule profitiert von der Anlage (Foto rechts). Die Kinder haben die Möglichkeit, nach Einbruch der Dunkelheit und getaner Feld- und Hausarbeit ihre Hausaufgaben in den Räumlichkeiten der Schule zu erledigen. Die Hernnhuter Missionshilfe dankt auf ihrer Projekt-Website allen Spenderinnen und Spendern. Siehe hier.

Im Schulmöbel-Container ist noch Platz

»Kennen Sie eine Schule, die demnächst mit neuen Schulmöbeln ausgestattet wird?«, so hatte die Zeister Missionsgesellschaft (ZZg), die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, alle Mitglieder, Freundinnen und Freunde bereits im März 2017 gefragt. Nun ergänzt sie auf ihren Webseiten: »Die ZZg ist nach wie vor an alten, intakten Schulmöbeln interessiert. Wir können damit einen Container füllen, in dem noch Platz ist. Diesen Container senden wir nach Surinam und wir bezahlen die Frachtkosten. Die Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam hat signalisiert, dass sie einen Container mit Schulmöbeln nötig gebrauchen kann«. In Surinam ist die Brüdergemeine die Trägerin von 64 Grundschulen und neun weiterführenden Schulen, viele davon im weiträumigen tropischen Regenwald.

Bibelgesellschaft besucht Sternberg

Eine Gruppe der Palästinensischen Bibelgesellschaft, der sowohl Leitungspersonen, Mitglieder und junge Freiwillige angehörten, besuchte am 8. Juni 2017 das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah. Die »Palestinian Bible Society«, eine interkonfessionelle Einrichtung, wurde schon 1816 gegründet und datiert in ihrer heutigen Form von 1993. Nach einem Rundgang durch die Einrichtung mit ihren differenzierten Arbeitszweigen und Angeboten kamen die Gäste zum Zuge. Sie hatten für die Kinder und Jugendlichen mit Behinderung ein kleines Unterhaltungsprogramm vorbereitet. Unter anderem führten sie ein Stück auf, schminkten Gesichter und organisierten einen sportlichen Wettstreit. Zum Schluss luden sie alle Anwesenden zu einem mitgebrachten Essen ein.

Nähmaschinen für Tansania

Der Kirchenbezirk Mühlacker hat seiner Partnerkirche, der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania, 30 mechanische Nähmaschinen geschickt, an denen 120 Frauen ab Mai 2017 das Schneidern erlernen und damit etwas zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen können. Agnes Njeyo, die Verantwortliche für die Frauen- und Kinderarbeit der Südwestprovinz, erzählt, dass dieses Projekt sich vor allem an alleinerziehende Mütter, jugendliche Waisen sowie Ehefrauen von Pastoren richtet, denn Pastoren werden in Tansania schlecht bezahlt. Agnes Njeyo weist auf das Sprichwort hin: »Wer eine Frau qualifiziert, fördert dadurch eine ganze Familie«. Der Kirchenbezirk Mühlacker transferiert nicht nur materielle Güter nach Tansania, sondern organisiert auch vielfältige Begegnungen. Mehr in einem Artikel der Pforzheimer Zeitung - siehe hier.

Enea Kajange zu Besuch in Europa

Enea Kajange aus Isoko, Koordinatorin eines Waisenprojektes der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, reist im Sommer 2017 durch die Schweiz, Deutschland und die Niederlande. Anlass für die Reise ist ein Workshop in Basel und Genf zum Thema Menschen- und insbesondere Frauenrechte, den »Mission 21«, die schweizerische Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, organisiert hat. Termine mit Enea Kajange: 23. Juni, 19 Uhr im Schwesternkreis im Gemeindezentrum »Wi Eegi Kerki« in Amsterdam-Südost; 24. Juni, 19 Uhr zur Gebetssingstunde im Kirchensaal in Zeist; 25. Juni, 10.30 zum Gottesdienst in der »Konigskerk« in Amsterdam; 27. Juni, 19 Uhr in der Reformierten Gemeinde Horgen (CH); 28. Juni, 18 Uhr im Missionshaus in Basel; 2. Juli, 10 Uhr zum Missionsfest in Bad Boll; 8. Juli, 17 Uhr in der Herrnhuter Sozietät Basel.

Kindertagsfeier in Pogradec

Anders als in Deutschland spielt der 1954 von den Vereinten Nationen angeregte »Internationale Kindertag«, begangen am 1. Juni eines jeden Jahres, in Albanien eine wichtige Rolle. An diesem Tag, der vor allem in den Staaten des früheren Ostblocks früher mit einigem Aufwand gefeiert wurde und z. T. noch wird, stehen die Rechte der Kinder und die Freundschaft aller Kinder auf der Welt im Mittelpunkt. Im Kindergarten der Brüdergemeine in Pogradec versammelten sich die Kleinen zunächst in ihren Räumen zu Spiel und Spaß, ehe sie für didaktische Beschäftigungen auf das Gelände des brüderischen Campingplatzes am Ohrid-See weiterzogen. Zugleich begingen die Kinder mit ihren Erzieherinnen symbolisch den siebenten Jahrestag der Gründung des Kindergartens mit dem schönen Namen »Das Wunder«.

Sonntagsschul-Programm für Ostafrika

Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt mit 2.000 Euro ein Sonntagsschul-Programm, das Tulie Kassimoto und Mary Kategile (beide Tansania) durchführen wollen. Beide hatten Anfang 2016 an der Unitätsfrauenkonsultation in Surinam teilgenommen und von dort die Idee mitgebracht, nicht nur etwas für ihr Mutterland zu tun, sondern auch für die acht angrenzenden Länder, in denen es ebenfalls eine Brüdergemeine gibt: Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, D. R. Kongo, Sambia, Malawi und Mosambik. Bei dem Programm soll es um die Themen »Schutz von Frauen« und »Gerechtigkeit für Frauen« gehen, die globale Relevanz besitzen. Bei der Vorbereitung des Programms werden erstmals Frauen aus allen diesen Ländern an einem Tisch zusammenkommen. Hauptsponsor des Programms ist das Unitätsfrauenbüro in Winston-Salem/NC.

Vor 50 Jahren wurde Tansania sozialistisch

Mit der Arusha-Deklaration von 1967 stellte Staatspräsident Julius Kambarage Nyerere (1922-1999) erstmals seine Ideen von einem afrikanischen Sozialismus vor. Er verstaatlichte Banken und große Wirtschaftsunternehmen, forcierte - teils mit Gewalt - die Neugründung sozialistischer Dorfgemeinschaften (Ujamaa), setzte auf strenge Selbstverantwortung (Kujitegemea) sowie eine Reform des Schulwesens. Die Alphabetisierungsrate stieg von 10% auf 79%; die Einschulungsrate an Grundschulen von 25% auf 94% (1960:1979). Das traditionelle Stammesdenken nahm an Bedeutung mehr und mehr ab. Das Gesundheitswesen blühte auf. Die Ideen der Gleichheit und der Gemeinschaft wurden von der breiten Bevölkerung zwar akzeptiert, der so genannte »Ujamaa-Sozialismus« scheiterte jedoch spätestens 1985 im ökonomischen Bereich.

Vom Missionsfest in Christiansfeld

Etwa 175 Menschen waren anwesend zum Missionsfest der Brüdergemeine im Christiansfeld (DK) am 21. Mai 2017. Im Festgottesdienst predigte Bischof Steen Skovsgaard. Als Liturg fungierte Jørgen Bøytler. Beim Nachmittags-Programm wirkten Ghada Naser und Farah Odeh mit, Direktorin und Verwaltungsleiter vom Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina), außerdem der junge Däne Mads R. Jakobsen, der z. Zt. eine Ausbildung zum Missionar in London absolviert, sowie Marjo und Berte Muizebelt - ten Kate, die als Senior-Freiwillige in einem Gesundheitsprojekt der Brüdergemeine in Tansania (Rukwaprovinz) und in der D.R. Kongo arbeiten. Die Mitglieder der der Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark (»Brødremenighedens Danske Mission«)  verabschiedeten überarbeitete Statuten. Der »Y´s Men´s Club« (ähnlich CVJM) überreichte eine Spende in Höhe von 3.500 Euro.

Praktikum im Tomatenprojekt in Elim

Paul Nuding, ein junger Freiwilliger im »Elim Home« der Brüdergemeine in Südafrika, hatte die Gelegenheit, im Tomatenprojekt der Einrichtung mitzuarbeiten. Er schreibt: »Ich habe die Tomaten vom Pflanzen der Setzlinge bis zur Lieferung an den Supermarkt begleitet. Momentan umfasst das Projekt sieben Gewächshaustunnel und vier Mitarbeitende unter Leitung von Stephen van Dyk. In den Tunneln befinden sich Pflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien, so dass immer mindestens in einem Tunnel geerntet werden kann. Pro Jahr werden in den Tunneln vier komplette Tomatenzyklen angebaut. Das bedeutet: Viermal im Jahr gibt es einen Zeitraum, in dem der Tunnel geerntet werden kann. Jeder Tunnel umfasst zehn Reihen mit 60 Pflanzen. Die Bewässerung erfolgt mit Hilfe eines raffinierten Systems«. Der ganze Bericht hier.

Jahresbericht 2016 aus Westindien-Ost

Cortroy Jarvis (Antigua) hat den Jahresbericht 2016 der von ihm geleiteten Provinz Westindien-Ost vorgelegt. Die Kirchenleitung besteht aus sieben Personen, darunter zwei Laien. Eingeteilt ist die Provinz in sechs »Konferenzen«, die sich über zehn größere Inseln erstrecken (Antigua, Barbados, St. Kitts, Tobago, Grenada, Trinidad, St. Croix, St. Thomas, St. John und Tortola). Bemerkenswert ist, dass von den 47 Ordinierten 20 weiblichen Geschlechtes sind. Neben den Ordinierten dienen in den 51 Gemeinden und drei Sozietäten zwei ausgebildete Prädikanten sowie 84 Laienprediger. Die Leitung der Provinz hat einen Strategie-Ausschuss eingesetzt, der sich auf sieben Punkte einigen konnte, die einem Zukunftsplan zugrunde liegen sollen. 2016 wurde ein neues Gesangbuch »Caribbean Moravian Praise« herausgegeben. Der ganze Bericht hier.

Zu Besuch in Costa Rica

Paul und Patsy Holdsworth aus der britischen Unitätsprovinz besuchten kürzlich die Brüdergemeine in Costa Rica. Über ihre Reise berichten sie im »Moravian Messenger« vom Mai 2017. Unterwegs wurden sie von Leopold Pixley, dem Leiter der Kirche, und dessen Frau Juanita begleitet. Sie lernten die Gemeinde »Mountain of Hope« in San José sowie zwei Gemeinden in Puerto Limón an der Costa Atlantica kennen, die Gemeinde »Faith« (englischsprachig) und die Gemeinde »Fuenta de Vida« (Brunnen des Lebens, spanischsprachig). Außerdem gibt es noch eine Gemeinde in Pavas, in der teils in Spanisch, teils in Miskito gepredigt wird, sowie mehrere kleine Außenstationen. Die Brüdergemeine in Costa Rica hat die Struktur eines Vereins, da die einzige offizielle Kirche im Land die römisch-katholische Kirche ist. Der ganze Reisebericht hier.

Recht auf Unterhaltung und Amüsement

Auch Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf Unterhaltung und Amüsement, das ihnen in der Praxis freilich oft verwehrt wird. Am 24. Mai 2017 konnten Kinder und Jugendliche aus dem Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) dieses Recht für sich in Anspruch nehmen. Sie waren von der Lobby-Organisation für Menschen mit Behinderungen »Al Tofola« im Rahmen eines Aktionstages zu diversen Aktivitäten im Haus und im Freien eingeladen worden. Es gab künstlerische, sportliche sowie viele spielerische Angebote, dazu Vorführungen und einen langen Spielplatzbesuch. Nebenbei begegneten die Kinder und Jugendlichen vom Sternberg ihren Altersgenossen aus anderen Einrichtungen.

Jugendleiterkonferenz auf Tortola

Unter dem Thema »Das Reich Gottes bauen - Bringe dich mit ein!« findet vom 26. bis 31. Mai 2017 im Ressort »Icis Villas« auf Tortola die 3. Jugendleiterkonferenz der Provinz Westindien-Ost statt. Die Konferenz, die Jugendliche zwischen 26 und 40 Jahren aus allen Regionen der großen Provinz unter Leitung von Bildungsreferentin Eulencine Christopher vereinigt, dient der Zurüstung, dem Erfahrungsaustausch und der Feier der Gemeinschaft. Folgendes wird von den Jugendlichen verlangt: Du musst eine persönliche Beziehung zu Jesus haben. Du musst regelmäßig bei Gottesdiensten und anderen Aktivitäten deiner Gemeinde mitwirken. Du musst fleißig und ein Teamplayer sein. Du musst eine reife und zur Verantwortung bereite Person mit Führungsqualitäten sein. Du musst treu und dienstbereit sein und lehren können.

Kultursommer mit Missionsgeschichte

Unter dem Thema »Große Freude« startet in Kleinwelka bei Bautzen am 23. Juni 2017 der diesjährige Kultursommer. Mike Salomon, einst Tänzer, Choreograf und Kulturevent-Manager, macht als Ideengeber das kleine Festival in den Schwesternhäusern in Kleinwelka in zu einem Geheimtipp. Im Zentrum steht die temporäre kulturelle Nutzung des historisch wertvollen, derzeit noch unsanierten Gebäudekomplexes der Brüdergemeine durch Musik, Theater und Film. Aus Anlass des 100. Todestages der Missionarin Maria Heyde, die in Kleinwelka gelebt und später mit ihrem Mann fast 50 Jahre im Himalaya gearbeitet hat, wird im Rahmen des Kultursommers eine Ausstellung zum Leben dieser Frau gezeigt. Am 23. Juni 2017 um 20 Uhr würdigt der Ethnologe Frank Seeliger diese Frau mit einem Vortrag. Mehr zu den Veranstaltungen, auch zum Labrador-Missionar Johann August Miertsching, hier.

Wettstreit von 1.500 Chören in Tansania

Den Wettstreit von mehr als 1.500 Kirchenchören in Tansania hat der deutsche Dokumentarfilm »Sing it Loud - Luthers Erben in Tansania« (99 Minuten; Trailer hier) zum Gegenstand, der am 18. Mai 2017 Premiere hatte. Seit 60 Jahren findet in Tansania ein Chorwettbewerb statt, der von der lutherischen Kirche abgehalten wird. Um bei dem Wettbewerb mitmachen zu dürfen, mussten im Vorjahr der Lutherchoral »Ein feste Burg ist unser Gott« und eine Eigenkomposition vorgetragen werden. Die Regisseurin Julia Peters (Interwiev mit ihr hier) begleitete sechs Menschen, die in drei verschiedenen Chören mitwirken, in ihrem Alltag: die Kleinbauern Martha und Simon aus dem Dorf Monduli, die Autowerkstatt-Besitzer Maria und Evarest aus Arusha und die Jugendlichen Kelvin und Nuru vom Kanaani-Chor ebenfalls aus Arusha.

Zwei Siege beim Schachturnier

Bei einem Schachturnier für Schüler und Schülerinnen, die jünger als 14 Jahre alt sind, im nikaraguanischen Bluefields haben Cristiana Martínez Orozco und Yohar Brooks Berry vom »Colegio Moravo Secundaria« jeweils Platz 1 belegt. Die ersten fünf Jungen und Mädchen im Ranking werden die Region Bluefields demnächst bei einem nationalen Schachturnier in Managua vertreten. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg!

Besuch aus den Niederlanden in Albanien

Vom 15. bis 22. Mai 2017 waren 29 Mitglieder und Freunde der Brüdergemeine Zeist (NL) zu Besuch in Albanien, um das Land und die dortige Arbeit der Brüdergemeine kennenzulernen. Zunächst ging es nach Pogradec. Im dreistöckigen Gemeindezentrum in der Innenstadt wurden die Gäste von singenden Kindergartenkindern begrüßt. Anschließend machten sie sich mit den Aktivitäten der Brüdergemeine und den Sehenswürdigkeiten der Stadt am großen Ohrid-See vertraut, zu denen das Anwesen gehört, in dem der kommunistische Diktator Enver Hoxha einst seinen Sommerurlaub verbrachte. Dann besichtigte die Gruppe den brüderischen Campingplatz am Seeufer, bevor Vjollca Mazi vom Vorstand der Brüdergemeine in Albanien eine informative Präsentation über die kirchliche und soziale Arbeit vorführte. Zum kompletten Reise-Blog geht es hier.

Synode in der tansanischen Westprovinz

Insgesamt 191 stimmberechtigte Personen aus der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania nahmen am 24./25. April 2017 an der Synode in Singida teil. Der bisherige Vorsitzende der Kirchenleitung, Ezekiel Yona, wurde für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt, ebenso Generalsekretär Richard Lwali. Auch fast alle anderen Mitglieder der Kirchenleitung wurden wiedergewählt, darunter der stellvertretende Vorsitzende, George Mang'ombe. Die Kirchenleitung präsentierte ihren Masterplan für die nächsten Jahre. Man möchte eine nachhaltige Kirche werden, vor allem in den Bereichen institutionelle Stärkung, Mission und Evangelisation, Verwaltung und Vernetzung. Weil Bischof Isaac Nicodemo bald in den Ruhestand treten möchte, wird demnächst eine Bischofswahl notwendig. Mehr hier.

Sporthalle für Grundschule in Bluefields

Schon seit mehreren Jahren plant die Brüdergemeine in Nikaragua den Bau einer Mehrzweckhalle für die Grundschule in der Hafenstadt Bluefields. Jetzt endlich konnte mit den Arbeiten am Fundament sowie mit der Errichtung der Außenmauern begonnen werden. In den Bauzeichnungen ist zu erkennen, dass drei große stählerne Bogenträger das Dach aufnehmen und die Halle mit Nebenräumen überspannen sollen. Die Leitung der Schule und die Kirchenleitung riefen ehemalige Schülerinnen und Schüler und deren Angehörige, private Unternehmen sowie die Öffentlichkeit dazu auf, etwas zur Finanzierung des Projektes beizutragen, für das gegenwärtig mehr als 13 Millionen Nikaraguanische Córdobas (400.000 Euro) veranschlagt sind. Die Grundschule ist Teil des bekannten und beliebten »Collegio Moravo«.

Workshop im »Moravian Institute«

Das »Moravian Institute« im nordindischen Rajpur (bei Dehradun) war kürzlich Gastgeber für einen Workshop für Lehrkräfte aus der eigenen Schule sowie aus sechs freundschaftlich verbundenen Schulen in Garhwal. Bei dem Workshop spielte der allgemeine Erfahrungsaustausch eine große Rolle, daneben gab es Vorträge zu folgenden Themen: Personal-Management, Umgang mit Lehrplänen und Fortentwicklung derselben sowie Gestaltung von Klassenräumen. In einem Kurzbericht heißt es: »Wir hoffen, dass wir mit dem eigentlichen Workshop, der eingeräumten Hospitations-Möglichkeit sowie dem diesbezüglichen Feedback etwas dazu beitragen konnten, die Kompetenzen von Lehrkräften zu überprüfen und ggf. noch zu erhöhen, womit vor allem unseren Schülerinnen und Schülern gedient wäre«.

Alte Freunde aus Südafrika

Während einer Reise in den Südwesten Deutschlands kam Emmanuel M. Temmers, Bischof der Brüder-Unität aus Genadendal (Südafrika) auch nach Bad Boll, wo er Anne und Henning Schlimm besuchte, die mit ihm in den 1960er und 1970er Jahren in Südafrika eng zusammengearbeitet hatten. Gemeinsam mit einer in der Südafrika-Partner-schaftsarbeit aktiven Ärztin aus Reutlingen und mit Christoph Reichel, Pfarrer der Brüdergemeine Bad Boll, besuchte Emmanuel M. Temmers das Unitätshaus, wo er von Heide-Rose Weber und Raimund Hertzsch, Mitglieder der Direktion der Evangelischen Brüder-Unität, begrüßt wurde. Neben aktuellen Herausforderungen in beiden Provinzen waren v. a. die vielen Kontakte zwischen Schwestern und Brüdern in Südafrika und Deutschland und der Austausch über die Arbeit der Bischöfe und Kirchenleitungen Themen des Gesprächs.

Ehepaar aus den NL arbeitet in Kilangala

Die »Zeister Zendingsgenootschap« (ZZg), die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, berichtet in einem Informations-Brief, dass in der Missionssiedlung Kilangala (Tansania, Rukwaprovinz) ein Ehepaar aus den Niederlanden zu einem einjährigen Einsatz eingetroffen ist. Flip van Haan (Foto), ein Landwirtschaftsexperte, wird mit seiner Kompetenz dazu beitragen, dass auf den Feldern der Mission effektiver produziert werden kann, so dass höhere Eigen-Einnahmen möglich sind. Seine Ehefrau Felice van Haan wird in der Missionsschule zum Einsatz kommen. In Kilangala kooperiert die ZZg mit anderen niederländischen Organisationen, die sich der Hilfe für Tansania verschrieben haben: der »Stichting Trijntje Beimers«, der Landwirtschafts-Stiftung SOLKO und der Freiwilligenagentur VSO.

Thangka mit Bildern aus dem Leben Jesu

Im Buddhismus traditionell sehr populär sind so genannte »Thangkas«, meist kleine, manchmal aber auch recht große Andachtstücher aus Baumwolle oder Seide, die bunte Applikationen oder Bilder tragen. Oft haben diese Applikationen die Form eines Rades, das aus kultischen Szenen bzw. Lebensstationen einer buddhistischen Gottheit besteht. Man spricht dann gern von einem »Rad des Lebens«. Mitglieder der Brüdergemeine Leh im Himalaja wagten es nun, ein »Rad des Lebens« zu gestalten, das ihren christlichen Glauben zum Ausdruck bringt. Sie taten dies in der Überzeugung, dass auf diese Weise ihren Landsleuten am besten nahegebracht werden könne, wie Jesus gelebt und was er verkündigt habe. Thangkas dienen der persönlichen Meditation, dem Unterricht und der Festausgestaltung.

Bischofseinführung in Bloemendal

Der im Herbst 2016 von der Provinzialsynode der Brüdergemeine in Südafrika neu gewählte Bischof Roger Ruiters wurde am Sonntag, dem 2. April 2017, in der Gemeinde Bloemendal in einem festlichen Gottesdienst in sein Amt eingeführt. Seine Funktion ist zwar »Bischof der Brüder-Unität«, im flächenmäßig großen Südafrika wird er aber vor allem im neu geschaffenen Verwaltungsdistrikt »Algoa-Tsitsikamma« (Ostkap-Region) aktiv sein. In Anwesenheit von Mitgliedern seiner Familie, allen voran seine Ehefrau Amanda, der gastgebenden Gemeinde sowie von Vertretern der Kirchenleitung wurden nach dem liturgischen Teil und dem Verkündigungsteil viele Grußworte ausgetauscht und Segenswünsche gesprochen.

Bericht 2016 des »Board of World Mission«

Einen breiten Querschnitt durch seine vielfältige Arbeit im In- und Ausland enthält der 20seitige Jahresbericht des »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika. Am Anfang stehen Grußworte von Thomas Baucom und Judy Ganz, dem Vorsitzenden und der Direktorin der Organisation. Am Ende finden sich wichtige wirtschaftliche Kennzahlen. Dazwischen werden die weltweiten kirchlichen Partner, eine Auswahl von Projekten, Programmen und Fundraising-Instrumenten sowie Einsatzmöglichkeiten für Jugendliche vorgestellt. Relativ ausführlich berichtet wird aus Honduras, aus der tansanischen Westprovinz (Foto: Tabora, Programm »Adopt a village«), aus Kuba, Sierra Leone und Alaska. Der ganze Bericht (Download hier) steht unter der Überschrift sowie unter dem Leitmotto: »We all are one in mission«.

Surinamer zu Besuch in Guyana

Nur selten gibt es Informationen über eine der kleinsten Unitätsprovinzen, die Provinz Guyana mit acht Gemeinden und nur 1.000 Mitgliedern. Vom 21. bis 24. April 2017 machten Mitglieder aus der Unitätsprovinz Surinam bei ihren Nachbarn. Die Reisegesellschaft um Bischof John Kent, die schon viel gemeinsam unternommen hat, unter anderem eine Reise nach Zeist, woher ihr Name »Zeisthertsje« rührt, wurde mit Freuden empfangen. Gemeinsam mit den Geschwistern in Georgetown, Linden und New Amsterdam gab es nicht nur Andachten und Gottesdienste, sondern auch Vorstellungs- und Diskussionsrunden, eine Surinamische Nacht, eine Tee-Party und eine Hut-Modenschau. Dokumentiert werden die fröhlichen Begegnungen in einem Internet-Fotoalbum mit 87 Bildern - siehe hier.

Mit Preisschild in den Ostergottesdienst

Einen lebendigen Bericht über ihre Arbeit in einem Gesundheitsprojekt der Brüdergemeine an beiden Ufern des Tanganyikasees sowie über die Karwoche und das Osterfest in Kipili (Tansania, Rukwaprovinz) haben Bert und Marjo Muizebelt - ten Kate verfasst. Sie erzählen, was in Ostafrika und Europa an diesen besonderen Tagen gleich ist, und was es nur in Ostafrika gibt, u. a. das Belassen der Preisschilder an den neu gekauften Kleidungsstücken. Sie beschreiben v. a. die bisherige Entwicklung des Projektes, in dem sie tätig sind, auf dem tansanischen wie dem kongolesischen Ufer des Tanganyikasees. Während in Tansania die Gesundheitsarbeit nach zehnjähriger Aufbauphase nunmehr überwiegend von Einheimischen getan wird, bedarf sie in der D. R. Kongo noch eine Weile der Unterstützung durch die dänische Mission. Der ganze Bericht hier.

Auf der Suche nach afrikanischen Lösungen

Lange hatte Claudia Zeising, die als Koordinatorin für die von »Mission 21« unterstützten Projekte der Brüdergemeine in Tansania arbeitet, nicht mehr berichtet. Jetzt schrieb sie einen langen, bebilderten Rundbrief, in dem vom afrikanischen Gang der Dinge die Rede ist, der sich von Gang der Dinge in Europa unterscheidet, der aber dennoch zu Erfolgen führt. Als Beispiele nennt Claudia Zeising den wirtschaftlichen Erfolg der Frauen-Nähgruppe in Rungwe, die im Jahre 2016 erstmals einen größeren Überschuss erzielte, und die expandierende HIV/Aids-Arbeit, die immer mehr Menschen zu Würde und einem besseren Leben verhilft. Kritische Bemerkungen finden sich zum Gesundheitswesen in Tansania sowie zu den kirchlichen Leitungsstrukturen. Download des Rundbriefes bald hier.

Nothilfe für Malawi ist angelaufen

Die ersten 3.000 Euro Nothilfe der Herrnhuter Missionshilfe für die Opfer der Überschwemmungen von Anfang April 2017 im Norden von Malawi sind angekommen. Es wurden Lebensmittel und Decken an diejenigen Personen verteilt, die ihr Obdach und ihre Ernte verloren haben und nun in 100 Familien-Zelten leben, die »Act Allianz Malawi«, kompetenter Kooperationspartner der Brüdergemeine in Malawi, in Wohnortnähe der Betroffenen aufgestellt hat. Jonah Sinyangwe, Verantwortlicher der Brüdergemeine in Malawi für Finanzen und Projekte, grüßt und bedankt sich für alle bisherige Hilfe mit einer E-Mail und einigen Bildern vom 26. April 2016. Mehr Bilder und Spendenkonto hier.

Glaubensstärkung zu Ostern 2017 in Tirana

»Habt Dank für eure fortdauernde Unterstützung, für eure Gedanken und Gebete. Möge der Geist von Ostern euch erfüllen - jetzt und alle Tage«, so endet eine E-Mail, mit der die Leitung der Brüdergemeine in Albanien über das jährliches Highlight der dortigen fünf Gruppen, einen Gemeindetag zu Oster in Tirana, berichtet. Es waren diesmal 155 überwiegend noch junge Menschen, die sich um 10 Uhr zu einem Gottesdienst trafen und anschließend bis zum Nachmittag beieinander blieben. Bei dem, was die Frauen, Jugendlichen und Kinder aus Bathore, Burrel, Elbansan, Pogradec und Tirana sich gegenseitig über die in den zurückliegenden Monaten gemachten Erfahrungen berichteten, wurde der Glaube gestärkt und die Kraft Gottes spürbar.

Orden für beste Missions-Sammler

Der »Moravian Messenger«, die Zeitschrift für Mitglieder der Brüdergemeine in Großbritannien, berichtete in seiner Ausgabe für April 2017 über einen Gottesdienst, der kürzlich in der »Lower Wyke Moravian Church« (Yorkshire) stattfand. Die in Großbritannien seit 1957 bestehende »Young People‘s Missionary Association« (YPMA) initiiert alljährlich einen Wettbewerb, der vor allem unter jungen Menschen das Fundraising für bestimmte Missionsaufgaben in der weltweiten Brüder-Unität fördern möchte. Die besten Fundraiserinnen und Fundraiser werden mit einer Urkunde und einem Orden geehrt, wobei an diesem Orden kleine, farbige Balken befestigt sind, die sichtbar machen, wie viel Geld gesammelt wurde. Die zuletzt Ausgezeichneten waren Lucy Horner und Grenville Greenwood.

UNO zeichnete Studierende in Mbeya aus

Kürzlich besuchten Alvaro Rodriguez und Hoyce Temu, zwei für Tansania zuständige Koordinatoren des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), die »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya. Bei ihrem Besuch ging es in internen Gesprächen, aber auch bei einem großen Forum in der TEKU-Hall um die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) mit ihren 169 Unterzielen, die bis 2030 von allen UN-Mitgliedstaaten erreicht werden sollen. Breiten Raum nahmen die Themen Umweltschutz, Klimawandel und Entwicklung des ländlichen Raumes ein. Alvaro Rodriguez machte den jungen Leuten, die in Tansania mehr als 50% der Bevölkerung ausmachen, Mut, sich den Herausforderungen zu stellen. Er zeichnete etwa 30 Studierende mit einem Zertifikat als »Global Goals Champion« aus. Mehr Infos hier.

Rekordbetrag beim Spendenlauf in Herrnhut

Dieser Rekordbetrag kam am 23. März 2017 beim Spendenlauf für Bildung der »Evangelischen Zinzendorfschulen Herrnhut« und der Herrnhuter Missionshilfe zusammen. Ein Dankeschön allen Läuferinnen und Läufern, Sponsorinnen und Sponsoren. Das Geld kommt abzüglich der Organisationskosten je zur Hälfte der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania) und dem Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) zugute. Mehr Infos und Bilder hier.

Ausstellung würdigt Herrnhuter Mission

Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums lädt das »Deutsche Historische Museum« im Berliner Gropius-Bau vom 12. April bis 5. November 2017 zu einer Weltzeitreise ein, die durch fünf Jahrhunderte und über vier Kontinente führt. Als erste Ausstellung zeigt »Der Luthereffekt« die Vielfalt und die Wirkungsgeschichte, aber auch die Konfliktpotenziale des Protestantismus in der Welt. Als Titelbild der Ausstellung fungiert ein Ausschnitt aus dem »Erstlingsbild«, das aus dem Unitätsarchiv in Herrnhut entliehen wurde. Auch weitere wichtige Exponate haben einen Bezug zur Herrnhuter Mission. Zur Ausstellungeröffnung brachte die »Welt« am 9. April 2017 einen Beitrag »Der Luthereffekt: Wie fromme Deutsche Jesus zu den Indianern brachten«, der die Arbeit Herrnhuter Missionare würdigt. Download hier.