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Petition für eine neue Flüchtlingspolitik

»Flüchtlingspolitik in Europa: Erst stirbt das Recht, dann der Mensch! - Für eine christliche, solidarische und menschenrechtliche Flüchtlingspolitik in Europa!« So ist eine Petition überschrieben, die an die EU und an die Kirchen in Europa gerichtet ist. Initiiert wurde sie von Beatrice von Weizsäcker, Sven Giegold und Ansgar Gilster, Mitglieder des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Bisher haben über 79.000 Menschen die Petition unterzeichnet. Im Text heißt es: »Als Christinnen und Christen, als Bürgerinnen und Bürger, fordern wir die Regierungen in der EU auf, den Flüchtlingsschutz nicht weiter zu gefährden. Von unseren Kirchen erwarten wir die Verteidigung der Menschenwürde ohne politische Rücksichtnahme ... Die Regierungen in Europa dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen, indem sie Grenzen schließen und Menschen in Not abwehren. Die EU braucht Humanität und Ordnung in der Flüchtlingspolitik, nicht Härte und Auslagerung«. Zur Petition hier.

Drei Wochen mit Tansania-Besuch

Vor wenigen Tagen haben Mitglieder der Tansania-Partnerschaftsgruppe der Brüdergemeine Rhein-Main ihre Gäste aus der Brüdergemeine Ibungu (TZ-Südprovinz) am Flughafen in Frankfurt a. M. verabschiedet. Zuvor waren sie mit den zwei Männer und zwei Frauen, von denen drei erstmals in Europa waren, in Hessen und in Sachsen unterwegs. In Herrnhut und Umgebung brachten sie drei Tage zu. Auch hatte die Partnerschaftsgruppe zu zwei Tansania-Wochenenden auf den Herrnhaag bei Büdingen eingeladen (29. Juni bis 1. Juli sowie 6. bis 8. Juli 2018). Alle, die das Zusammensein mit den Gästen aus Tansania - mal mehr, mal weniger intensiv - genossen haben, schauen voller Dankbarkeit auf die gemeinsamen Erlebnisse in Natur, Gesellschaft und Kirche, auf die thematische Arbeit sowie auf die neu gewonnenen Erfahrungen zurück.

Herrnhuter Mission im Fernsehen

Der regionale niederländische Fernsehsender »RTV Utrecht« hat am 12. Juli 2018 einen Elf-Minuten-Beitrag ausgestrahlt, in dem über die Brüdergemeine im Allgemeinen und über die von Zeist ausgehende Missionsarbeit der Brüdergemeine im Besonderen berichtet wird. Durch den Beitrag - zugehörig zur Sendefolge »Van Rossem erzählt« - führen der bekannte niederländische Historiker Maarten van Rossem aus Utrecht und Hans van der Linde aus dem Kirchenrechneramt der Brüdergemeine Zeist. In den TV-Beitrag, in dem nur Niederländisch gesprochen wird, sind immer wieder historische Missionsfotos und kleine Filmchen eingebettet, die von der Arbeit der Herrnhuter Mission vor allem in Surinam erzählen. Kurz erklärt wird auch eine Kostbarkeit, das Zeister »Erstlingsbild« von Johann Valentin Haidt von 1747. Zum TV-Beitrag hier.

Vom Sommerkamp 2018 auf dem Sternberg

Mitten in den Ferien hatte das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) vom 2. bis 7. Juli 2018 zu einem Sommercamp unter dem Motto »Mein Recht zu lernen und zu genießen« eingeladen. Jugendliche und Kinder aus allen Förderprogrammen - vom Kindergarten bis zur Berufsschule - waren der Einladung gefolgt. Manche Einheiten fanden auf dem Gelände des Förderzentrums statt: z. B. Musik-, Sport-, Bastel-, Umwelt-, Technik- und Theaterkurse. Es gab aber auch auswärtige Events: Besuche im Museum in Bir Zeit, in einem Vergnügungspark und einem Freibad. Am Ende feierte man ein Fest im Außengelände des Förderzentrums, an dem auch viele Eltern teilnahmen. Man sang, tanzte und spielte miteinander.

Aus den »ZZgNieuws«

Die jüngste Ausgabe der »ZZgNieuws« (Nr. 2-2018), des Magazins der Missionsgesellschaft der Brüdergemeine in den Niederlanden, enthält in Teil 3 einen ganz kurzen Rechenschaftsbericht über die bisherige Umsetzung des »Leitplanes 2016-2020«. Der Plan schreibt fest, dass die Arbeit jetzt auf vier Feldern geschieht: a) Unterstützung anderer Unitätsprovinzen bei der Wortverkündigung, b) Durchführung von sozial-diakonischen Projekten zusammen mit anderen Unitätsprovinzen, c) Pflege von möglichst vielen weltweiten Beziehungen (»Window to the Moravian World«), d) verstärkte Bemühungen um das Fundraising. In Teil 2 der »ZZgNieuws« werden 13 alte und neue Projekte vorgestellt: 1 x Honduras, 2 x Karibik, 1 x D. R. Kongo, 1 x Sambia, 1 x Südafrika, 6 x Surinam, 1 x Tansania. Auf Seite 7 gibt es einige wenige Kernzahlen aus dem Finanzbericht 2017.

Sarah Groves zur Bischöfin gewählt

Am 8. Juli 2018 wurde von der Synode der Britischen Unitätsprovinz, die vom 6. bis 9. Juli 2018 in Swanwick tagte, Sarah Groves zu einer Bischöfin der Brüder-Unität gewählt. Sie ist erst die fünfte Frau und die zweite Britin innerhalb der weltweiten Brüder-Unität in diesem Amt. In den Bischofslisten trägt sie die Nummer 370 (Alte und Erneuerte Brüder-Unität) bzw. 308 (nur Erneuerte Brüder-Unität). Sie war bisher Pfarrerin der Gemeinden Gracehill und Ballinderry im »Irish District« ihrer Kirche und gehörte dem intersynodalen Sozial-Ausschuss an. Die Kirchenordnung in der Britischen Unitätsprovinz bestimmt, dass bei einer Bischofswahl alle Pfarrerinnen und Pfarrer kandidieren, die die Presbyter-Ordination erhielten. Gewählt ist - ggf. nach mehreren Wahlgängen - diejenige Person, die zwei Drittel aller Stimmen auf sich vereinigen konnte.

Gemeintag im Bahnhof Airītē

Im 100. Jahr der Gründung der Ersten Lettischen Republik veranstaltet die Brüdergemeine in Lettland ihren nächsten Gemeintag an einem Ort von nationaler Bedeutung. Für den 5. August 2018 hat sie in die Räume des Vereins »Bahnhof Airītē« am Rande der Gemeinde Zirņi in West-Lettland eingeladen. In dieser Gegend lebt die Erinnerung (Link zum Museum hier) an den ersten Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Republik Lettland, der zusammen mit anderen Offizieren am 6. März 1919 bei Airītes auf dem Schlachtfeld fiel, als er die eben errungene Unabhängigkeit gegen sowjetische Truppen verteidigte. Schon im Vorjahr hatte im »Bahnhof Airītē« ein Gemeintag stattgefunden (Foto). Ein Vortrag von Dr. Jānis Šiliņš beim Gemeintag trägt den Titel: »Die Auswirkungen der Kriege auf das Leben der Brüdergemeine«. Das gesamte Programm in Deutsch hier.

»Als Christ Muslimen begegnen«

Oft wird heute pauschal und abwertend über den Islam sowie über Muslime gesprochen. Um Unwissenheit, Ängst-lichkeit und Vorurteilen zu begegnen, lädt die Herrnhuter Missionshilfe zu einem Seminar ein, für das sie Hans-Dieter Allgaier gewinnen konnte, früher deutscher Generalkonsul auf Sansibar. Das Seminar findet am Sonnabend, dem 6. Oktober 2018, in Bad Boll im Gemeindezentrum der Brüdergemeine statt. Es wird auch Antworten geben auf die Frage, wie Christen und Muslimen einander auf eine gute Weise begegnen können. Hans-Dieter Allgaier arbeitet im Rahmen der »Barnabas-Initiative«, die das Ziel verfolgt, Christen zu einem respektvollen Umgang und für die Begegnung mit Muslimen zuzurüsten. Herzliche Einladung! Mehr Informationen in einem Flyer - siehe hier. Anmeldung bei Bettina Nasgowitz: bettina.nasgowitz(at)ebu.de.

Gesundheitsthemen im »Moravian Institute«

Gleich zweimal ging es in den vergangenen Wochen im »Moravian Institute«, einer renommierten Internatsschule der Brüdergemeine bei Dehradun in Nordindien, um Gesundheitsthemen. Zum einen waren Mitarbeitende von »National Immunization Programme« in der Einrichtung. Sie informierten in Anwesenheit der Eltern über die Notwendigkeit eines permanenten Impfschutzes und impften anschließend 146 Vor- und Grundschulkinder gegen Masern und gegen Röteln. Bei einer anderen Aktivität ging es um Fragen der Blutspende. Ein Team von der »Indian Medical Association - Blood Bank Uttarakhand« ermunterte die Kinder ab ihrer Volljährigkeit zur unentgeltlichen Blutspende. Das Motto der Organisation: Kein bedürftiger Patient soll sterben infolge des Mangels an passendem und sicherem Blut«.

College in Jamaika auf gutem Wege

Das 1861 gegründete »Bethlehem Moravian College« der Brüdergemeine auf Jamaika hat schon eine bewegte Geschichte hinter sich. Immer war es eine Einrichtung, die der Gesellschaft mit Lehrkräften von höchster Qualität diente. Vor 20 Jahren hat das College seine Ausbildungsangebote diversifiziert und ist zu einer multidisziplinären Einrichtung geworden, die auch im 21. Jahrhundert viel Zuspruch und Anerkennung findet. Ausgebildet werden jetzt nicht mehr nur Lehrkräfte, sondern auch Erzieherinnen und Erzieher, Wirtschafts- und Computer-Fachleute, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Büro- und Tourismus-Angestellte. Das College hält aber auch berufsbegleitende Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote für Erwachsene sowie Sommerkurse - drei Beispiele hier - bereit. Liste mit allen Bildungsangeboten hier.

Bunter Nachrichtenmix aus Surinam

Der Weltgebetstag 2018 hat der Brüdergemeine in Surinam viel Aufmerksamkeit gebracht. Aus deren Arbeitsalltag erreichen die Herrnhuter Missionshilfe immer wieder Nachrichten: Die Kirchen-leitung visitierte das Altenheim »Huize Francis« in Nieuw Nickerie und die Poliklinik »Johannes King« auf Stoelmanseiland. In der Haupt-stadt gab es eine gesellige »Mährische Nacht« für Gemeinhelfer und deren Familien. In der Region Süd-West wurden fünf neue pastorale Mitarbeitende in den Dienst eingeführt. Es wird Rückschau gehalten auf das Jubiläum »240 Jahre Große Stadtkirche«. Den Gemeinden in Paramaribo wird Kooperation empfohlen bei der sozialen Arbeit unter Obdachlosen und Sex-Arbeitern. Das Denkmal für den Missionar und großen Geschäftsmann Christoph Kersten bekam einen neuen Standort. Mehr zu alledem und anderen Dingen hier.

Frans Engel in Kapstadt heimgegangen

Am 2. Juli 2018 ist in Kapstadt der Pfarrer i. R. Frans Engel heimgegangen. Er wurde 1930 in Spanjaardskloof, einer Außenstation von Elim, geboren und diente in mehreren Brüdergemeinen in Südafrika (Enon/Bersheba, Genadendal, Mamre, Elsiesrivier, Bellville). Von 1974 bis 1977 war er in einem ökumenischen Austauschprogramm Pfarrer in der Brüdergemeine Neuwied. Er gehörte zu den führenden Köpfen der Brüdergemeine im Kampf gegen die Apartheit und war auch bekannt mit Nelson Mandela. Im Jahre 1995 begrüßte er den südafrikanischen Präsidenten in Genadendal (Video hier). Zusammen mit Martin Wessels und Isaac Balie verfasste er ein Dossier, das Nelson Mandela veranlasste, seinen Amtssitz in Kapstadt in »Genadendal« umzubenennen (Doku hier) - eine Anerkennung dafür, dass in dieser Herrnhuter Missionsstation erstmals Südafrikaner wie Menschen behandelt wurden.

Spielfilm »Erste Früchte« auf Youtube

Der 72-minütige US-amerikanische Spielfilm von 1982 über die Anfänge der Herrnhuter Mission mit dem Titel »First Fruits« kann jetzt auf Youtube online angeschaut werden (schon 8.750 Klicks). Die deutschen Fassungen des Filmes mit den Titeln »Erste Früchte« (VHS-Video vom ERF) bzw. »Saat und Ernte« (DVD von Hänssler) sind kaum noch im Handel erhältlich. Der Film ist zwar von seiner Optik her nicht mehr ganz zeitgemäß, aber es gibt bisher nichts Besseres in diesem Genre. Weil der Film die Vorgänge um den Beginn der Herrnhuter Mission in den Jahren 1731 bis 1733 in Kopenhagen, in Herrnhut und auf der Insel St. Thomas sachlich richtig darstellt (Originalzitate), kann er problemlos weiter im Unterricht verwendet werden. Link zum Film hier.

Video-Gruß der Brüdergemeine in Peru

In Europa noch weitgehend unbekannt ist Christopher Valencia Alcantara, der Präsident der Brüdergemeine in Peru und Pfarrer der »Rhemanente Moravian Church« in Chiclayo. Ein Drei-Minuten-Video (siehe hier - Spanisch mit englischen Untertiteln), das für die Synode der Nordprovinz der Brüdergemeine in Nordamerika im Juni 2018 produziert wurde, beinhaltet eine Selbstvorstellung des Präsidenten und gibt eine erste Vorstellung von Aufbau und Dienst der noch jungen Kirche. Zur Zurüstung der Prediger, die vor allem in abgelegenen Regionen des Landes tätig sind, wurde von Christopher Valencia Alcantara ein spezieller Online-Kurs begonnen. Außerdem versorgt Bischof Samuel Gray (USA) die Prediger regelmäßig mit schriftlichem Unterrichtsmaterial. Diese müssen zum Nachweis des Gelernten Fragebögen ausfüllen.

Mission und Vision für Altenpflegezentrum

»Unser Ziel ist es, auf den beiden Inseln Antigua und Barbuda das beste Dienstleistungsunternehmen für ältere Menschen zu sein, indem wir nach Kräften deren Gesundheit und Sicherheit sowie deren körperliches, geistiges, geistiges und soziales Wohlergehen fördern. Das tun wir durch eine mitfühlende und finanziell erschwingliche Altenpflege in einem modernen, zweckdienlichen Haus. Wir unterstützen und aktivieren unsere Bewohner, erhalten ihre Unabhängigkeit so lange wie möglich und bieten ihnen regelmäßig sinnvolle Aktivitäten an«. So heißt es unter der Überschrift »Vision & Mission« im Werbeprospekt für das nun bald fertige »Bishop John E. Knight Golden Age Home Project« der Unitätsprovinz Westindien-Ost. Die Provinz benötigt derzeit noch Spenden in Höhe von 375.000 US-Dollar, um den Bau wie geplant fertigstellen zu können.

»Kinderbuchfestival« hofft auf Baubeginn

Ein Bildungszentrum für Kinder in der großen Stadt Paramaribo, ein Bildungszentrum für Surinam, das ist seit Jahren der Traum der Stiftung »Kinderbuchfestival«, an dem die Unitätsprovinz Surinam, Trägerin von dutzenden Schulen im Land, prominent beteiligt ist. Bisher hatte die Stiftung etwa alle zwei Jahre in verschiedenen Regionen des Landes ein Festival mit vielen Events ausgerichtet, bei dem das anregende Spiel, die Vorstellung neuer Kinderbücher und neuen Unterrichtsmaterials sowie die Leseförderung im Mittelpunkt standen. Mit dem Bildungszentrum, um dessen Standort und Finanzierung seit langem gerungen wird, soll die erfolgreiche Arbeit der Stiftung nunmehr verstetigt werden. In der ersten Phase der Bauarbeiten geht es um die Erschließung des Baugrundes. Ein Poster dazu siehe hier. Als Sekretärin der Stiftung arbeitet die Herrnhuterin Agnes Ritfeld

Große Protestveranstaltung in Elim

Aus Zeiten, die mehr als 200 Jahre zurück liegen, verfügt die Brüdergemeine in Südafrika in einigen abgelegenen Regionen über beträchtlichen Grundbesitz, auf dem u. a. die Missionsstationen Elim, Shiloh, Clarkson, Goedverwacht, Pella und Bethesda errichtet wurden. In diesen Gemeinden besitzt die Brüdergemeine bis heute eine gewisse Autonomie, aus der heraus die Einwohner Privilegien genießen, die aber mit den gegenwärtigen Verhältnissen nicht mehr vereinbar sind. Die Kirchenleitung war jetzt z. B. gezwungen, von den Bewohnern der Siedlungen diverse Abgaben zu verlangen und kommunale Satzungen zu erlassen. Das stößt auf Widerstand und führte in Elim am 6. Juni 2018 zu einer Protestveranstaltung, zu der die »SALGA« (South African Local Government Association; 265 Mitglieder) aufgerufen hatte. Viele Bilder hier.

Keti-Koti-Feiern in Surinam

Der 1. Juli, der Gedenktag an die Sklavenbefreiung in Surinam im Jahr 1863, (»Keti Koti« = gesprengte Ketten) gehört für die meisten Surinamerinnen und Surinamer zu den Top 3 der jährlichen Festtage - in der Brüdergemeine allenfalls übertroffen vom »13. August« und vom Osterfest. Auch in diesem Jahr gab es in den Kirchen und Straßen in Paramaribo und anderen Orten wieder ein fröhliches Feiern, das von viererlei geprägt war: von Dankbarkeit, von Selbstbewusstsein, von Zusammengehörigkeitsgefühl und von Stolz. Natürlich wurde viel gesungen und getanzt. Und natürlich geschah das oft in den traditionellen Gewändern, die für die jeweiligen Volksgruppen charakteristisch sind. Auf der Webseite der Herrnhuter Missionshilfe sind mehrere kurze Videosequenzen von den Feiern zu sehen. Hier und hier und hier. Bilder hier.

Aus dem Rundbrief des Unitätsfrauenbüros

Bitte betet für die Mädchen und jungen Frauen, die während ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung ein Stipendium des Unitätsfrauenbüros empfangen. Diese leben in Albanien, Honduras, Indien, Nepal, Nikaragua, Peru, Sambia, Uganda sowie in vielen Provinzen in Tansania und auf dem Sternberg in Palästina. Betet für die zehn Frauen, die sich mit einem Stipendium des Unitätsfrauenbüros auf ihren späteren Dienst als Pfarrerinen vorbereiten. Betet für die Vorbereitung der ersten »All Africa Women's Conference« in Südafrika vom 29. August bis 2. September 2018 unter Leitung von Angelene Swart, Colleen Cunningham und Mary Kategile. Betet für die Suche nach einer neuen Leiterin des Unitätsfrauenbüros sowie nach zwei neuen Vorstandsmitgliedern aus den Regionen Nordamerika und Afrika.

Brüdergemeine in Sambia bei Messe dabei

Fred Walch, der Projektberater der Unitätsprovinz Sambia, berichtete über die Internationale Handelsmesse in Ndola, die in diesem Jahr, eröffnet vom Präsidenten Edgar Lungu, vom 27. Juni bis 3. Juli 2018 stattfand und 100.000 Besucher an 500 Ausstellungsständen zählte. Erstmals nahm die Brüdergemeine an der Messe teil, die dazu vom »Ministry of Livestock and Fisheries« ermuntert wurde. Frauen und Männer boten lebende Fische aus einem Tank an. Diese konnten sofort gegrillt und verzehrt werden und fanden reißenden Absatz. Neben dem Fischverkauf ging es darum, die in Ndola noch relativ unbekannte »Moravian Church in Sambia« bekannt zu machen. Die Frau des Gemeindieners, Ruth Sinyangwe, die in Utengule (Tansania) eine theologische Ausbildung genossen hat, von einem TV-Sender interviewt.

Bewegte Bilder aus Uganda

Erstmals haben die Herrnhuter Missionshilfe bewegte Bilder von der Brüdergemeine in Uganda erreicht. Die dortige Arbeit, die im Status eines Missionsgebietes geschieht, wurde vor gut 15 Jahren von der Westprovinz der Brüder-gemeine in Tansania begonnen, weshalb sie auch heute noch deren Aufsicht untersteht. Unterstützung erfährt die »Moravian Church in Uganda« auch vom »Board of World Mission« und vom Unitätsfrauenbüro mit Sitz in Winston-Salem/NC. Letzteres gewährt seit geraumer Zeit mehreren Mädchen und jungen Frauen ein Stipendium, damit diese später einmal wirtschaftlich erfolgreich sind. Die Frauen kommen in einem 36-Minuten-Film mit dem Titel »Documentary on Girl’s Education and Piggery Project in Uganda« zu Wort - siehe hier.

Synode der amerikanischen Nordprovinz

Am 25. Juni 2018 ist in Bethlehem/PA nach fünftägiger Dauer die Synode der Nordprovinz der Brüdergemeine in Nordamerika zu Ende gegangen. Mehr als 220 Delegierte befassten sich mit gut 60 Vorlagen im Plenum und in 13 Ausschüssen. Sie wählten für vier Jahre eine neue Kirchenleitung, der erneut Betsy Miller vorsteht. Weitere Mitglieder sind David Bennett, Susan Dreydoppel, Holly Heffernan, Bruce Nelson, Valerie Bean Wagner, Ralph Wanamaker Jr. und Greg Weir. Das Thema der Synode lautete: »Sich versammeln – Wachsen - Gehen«. Diskutiert wurden innerkirchliche Fragen, es ging aber auch um die Gesellschaft bzw. um das politische Mandat der Kirche. Nähere Infos und Bilder hier. Die Provinz ist in drei Verwaltungseinheiten untergliedert: den Ostdistrikt, den Westdistrikt und den Kanadischen Distrikt (ohne die Labrador-Gemeinden).

Sternberg-Förderzentrum erneut im Radio

Erneut interessierte sich ein palästi-nensischer Rundfunksender für das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (bei Ramallah). Für den 23. Juni 2018 hatte das Privat-Radio »AjyaL Radio Network - ARN« zwei Mitarbeiterinnen des Zentrums in sein Studio eingeladen, um eine Sendung unter folgenden Thema zu gestalten: »Kinder mit schweren Behinderungen - Was können Eltern für die Integration ihrer Kinder in die Gesellschaft tun?«. Die vielen Fragen der Moderatorin beantwortete die Sozialarbeiterin Rabiha Joudah, Koordinatorin der ambulanten Dorfarbeit des Zentrums, und Samaher Shreitah, die Mutter eines Kindes mit Behinderungen. In Palästina liegt der Anteil von Menschen mit Behinderungen bezogen auf die Gesamtgesellschaft erheblich höher als in Deutschland.

Von der HMH-Jahrestagung 2018

47 Personen hatten sich zur Jahrestagung der Herrnhuter Missionshilfe angemeldet, die vom 22. bis 24. Juni 2018 in Ebersdorf/Thür. stattfand, darunter drei Männer und drei Frauen aus der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania. Von vielen Dienstreisen und Tagungen wurde berichtet, unter anderem von der Missionskonferenz der weltweiten Brüder-Unität in Südafrika, von Arbeitsgesprächen auf dem Sternberg (einmal verbunden mit der Tagung des »Europäischen Missionsrates der Brüdergemeine«) und in Surinam, von Projektbesuchen in Tansania, Malawi und Albanien, von einer Schülerreise nach Palästina und Israel. Zu vermelden waren auch eine nochmalige Erhöhung der Einzelspenden um 46.000 Euro auf jetzt fast 452.000 Euro und etliche Sonder-Förderungen. Gäste der Tagung waren Uwe Dieckhoff und Heiner Heine, die ihren Surinam-Film für den Weltgebetstag 2018 vorführten und kommentierten.

Surinam-Film jetzt auch in Fremdsprachen

Der Film von Uwe Dieckhoff mit Heiner Heine als Kameramann, den die »Deutschen Welle« zum Weltgebetstag 2018 unter dem Titel »Auf den Spuren der Herrnhuter in Surinam« gesendet hat, kann jetzt online auf der entsprechenden Website der Herrnhuter Missionshilfe angeschaut werden - siehe hier (letzter Film; 26 Min.). Der Sender stellt den Film mittlerweile auch in Englisch, Spanisch und Arabisch zur Verfügung. Damit dürfte es zum ersten Male überhaupt Informationen über die Arbeit der Herrnhuter Mission in arabischer Sprache geben. Der Film blickt auf die opferreichen Anfänge der Herrnhuter Mission in Surinam zurück, er erzählt aber auch von der gegenwärtigen Arbeit der Brüdergemeine im Land. Und er zeigt die bleibende Dankbarkeit der Menschen in Surinam für die Arbeit der Herrnhuter Mission.

25 Jahre Brüdergemeine in Albanien

Am Sonntag, dem 17. Juni 2018, ist die Brüdergemeine in Albanien 25 Jahre alt geworden, was sie in Dankbarkeit und mit vielen Gästen aus dem eigenen Land sowie mit Repräsentanten der weltweiten Brüder-Unität gefeiert hat. Am Beginn der Geschichte der Kirche standen drei Frauen, die ihr auch heute noch das Gepräge geben: Viola Grillo, Vjollca Mazi und Merita Meko. Aber auch jüngere Gemeindeglieder mit Leitungskompetenz gibt es in großer Zahl. Derzeit hat die Kirche 325 Mitglieder, überwiegend Kinder, Jugendliche und Frauen. Sie treffen sich regelmäßig in Tirana, Elbasan, Bathore, Burrel und Pogradec. Es gibt einen zwölfköpfigen, jeweils für zwei Jahre gewählten Leitungskreis, der das kirchliche Leben, die Bildungsarbeit und die sozialen Aktivitäten verantwortet. Das Jubiläum in Videos: Kinder-Auftritt hier, Interview mit Elona Mandro hier, Lied von einigen Gruppenleiterinnen hier. Ein erster Bericht hier.

Stellungnahme gegen Familientrennung

Nicht nur weltweit, auch in den USA war der Aufschrei groß, als Präsident Donald Trump die Behörden angewiesen hatte, an der Südgrenze des Landes illegal eingereiste Migrantenfamilien zu trennen. Die Bilder von weinenden Kindern, die ihren Eltern weggenommen und in Sondereinrichtungen gebracht wurden, schafften es überall in die Hauptnachrichten. Religiöse Führer aus den USA haben darum eine Protestnote verfasst, die eine Änderung der Richtlinien fordert. Die Protestnote wurde auch von Repräsentanten der Brüdergemeine unterschrieben: David Guthrie, Präsident der nordamerikanischen Südprovinz, und Betsy Miller, Präsidentin der nordamerikanischen Nordprovinz. Deutscher Text siehe hier. Inzwischen hat Donald Trump dem hohen öffentlichen Druck nachgegeben und eine andere Vorgehensweise angekündigt.

Jørgen Bøytler zur Lage in Nikaragua

Der Geschäftsführer des Unity Board, Jørgen Bøytler (DK), hat am 15. Juni 2018 einen Brief an die weltweite Brüder-Unität verfasst, in dem er auf die ernste politische Lage in Nikaragua nach achtwöchigem Volksaufstand hinweist und um Fürbitte bittet. Seinen Informanten kann Jørgen Bøytler nicht nennen, da die Kritiker des Regimes von Daniel Ortega überwacht werden. In dem Schreiben des Informanten heißt es: »Wir leben in einer beängstigenden Situation. Auch die Brüdergemeine ist betroffen. Viele Menschen verlassen das Land und bitten vor allem im benachbarten Costa Rica um politisches Asyl. Mehr als 150 Straßen und Autobahnen im ganzen Lande sind zum Teil schon lange blockiert. Als Kirche treffen wir uns jeden Morgen zum Gebet. Ich bitte auch Euch um Gebete«. Zum Rundbrief in Englisch hier. Eine Presseschau in Deutsch hier.

Surinam feiert 155 Jahre »Keti Koti«

Vor fünf Jahren, am 1. Juni 2013, haben hunderttausende Menschen vor allem in Surinam und den Niederlanden und tausende Mitglieder der Brüdergemeine auf der ganzen Welt »150 Jahre Keti Koti« (Gebrochene Ketten = Abschaffung der Sklaverei) gefeiert. In diesem Jahr fallen die entsprechenden Feiern zwar etwas kleiner aus, aber auch 155 Jahre persönliche Freiheit wollen gebührend gefeiert werden. Die Brüdergemeine in Surinam tut dies am Abend des 30. Juni 2018 ab 18.30 Uhr in der Wanicakerk in Paramaribo. Alt und Jung feiern zusammen und sind gebeten, in traditioneller Kleidung zu erscheinen. Nach dem Festgottesdienst ist im Gemeindezentrum ein »Open Podium« angekündigt, von dem es auf dem Einladungsplakat ermutigend heißt: »Alle Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, mit einer eigenen Präsentation aufzutreten«. Die Jugend lädt am 1. Juli 2018 zu Gottesdienst und  Trachten-Umzug ein. Siehe hier.

Sommer an der »Christian-David-Schule«

Wenn Schülerinnen und Schüler von ihresgleichen vor der Schultür mit grünen, selbst gebundenen Sauna-Besen geschlagen werden, wenn in geringer Stückzahl eine aufwändige Publikation namens »Pfannkuchen-Zeitung« herausgegeben wird, wenn die Charaktere von Jungen und Mädchen detailreich mit Blumen-Aquarellen dargestellt werden, dann haben an der »Christian-David-Schule« bei Madona in Lettland die stressigen Mai- und Juni-Wochen ein Ende gefunden und die großen Ferien stehen vor der Tür. Die meisten Kinder verbringen die Ferien in ihren Familien, einige Kinder bleiben aber auch den Sommer über in der Schulgemeinschaft und starten mit dieser diverse Unternehmungen. Die jetzige Zeit um die Sommersonnenwende ist in Lettland - wie im gesamten Norden - eine besonders festliche und fröhliche Zeit.

Losungen auf Syrisch-Aramäisch

Es ist nicht leicht, in den vom Krieg gezeichneten Gebieten Syriens und dem Irak ein Buch wie die Losungen zu verbreiten. Seit zwei Jahren aber läuft dieses Projekt. Emanuel Youkhana, der Herausgeber, berichtet: »Wir verteilen die Losungen unter syrischen Christen, die in den Norden des Irak oder den Libanon geflüchtet sind und unter ihrer Entwurzelung leiden. Die Losungen werden z. B. in Bibelstunden und bei Treffen von Jugendgruppen gelesen. Ich bin vielen Frauen und Männern begegnet, die das Buch auch zu Hause lesen und sie haben mir erzählt, dass ihnen die Texte Hoffnung geben und Mut machen, ihr Dasein als Flüchtlinge tagtäglich zu ertragen«. Auch Flüchtlinge in Deutschland fragen nach den Losungen in Syrisch-Aramäisch. Die Übersetzung und der Druck der Losungen auf Syrisch-Aramäisch werden von der »Losungsspende« unterstützt.

Friedensstimme ist verstummt

Zu einem Zeitpunkt, in dem Nikaragua von schweren innenpolitischen Unruhen erschüttert wird - die Opposition spricht von 136 Toten, ist am 3. Juni 2018 in Managua der Kardinal und politische Aktivist Miguel Obando y Bravo im Alter von 92 Jahren gestorben. Der Kardinal war eine bekannte Friedens- und Versöhnungsstimme in dem von Krisen geschüttelten Land. Was die indigen geprägte Brüdergemeine an der Ostküste schon seit Jahren erlebt, die systematische Verletzung verbriefter Rechte durch eine autokratische, korrupte Regierung, das erleben jetzt auch die Mestizen in den 15 westlichen Bezirken bzw. werden sich dessen bewusst. Die Regierung von Präsident Daniel Ortega ist nach wie vor nicht zum Rücktritt bereit, den die Zivilgesellschaft, verbunden mit tiefgreifenden Reformen, vehement fordert. Foto: Die beim Erdbeben von 1972 zerstörte Kathedrale von Managua.

Mary Kategile kommt nach Europa

Gleich zu Beginn ihrer Reise nach Deutschland und in die Schweiz wird Mary Kategile, die Leiterin der Theolo-gischen Fakultät der »Teofilo Kisanji University« der Brüdergemeine in Mbeya (Tansania), erstmals in Herrnhut erwartet (21. bis 24. Juni 2018), wo sie die historischen Stätten sowie die heutigen Einrichtungen (Kirchensaal, Gottesacker, Vogtshof, Archiv, Museen, Schulen, Diakonie, Betriebe) der Brüdergemeine besucht und wo sie am örtlichen Kinderfest teilnimmt. Anschließend fährt sie in die Schweiz, um in Basel an einem Workshop »Advocacy und Nachhaltigkeit« teilzunehmen, der von »Mission 21«, der schweizerischen Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, veranstaltet wird. Das Foto zeigt Mary Kategile bei einem Workshop in Ifisi (Tansania). In Kürze werden noch Gäste aus der tansanischen Südwest- und der Südprovinz u. a. in Herrnhut erwartet.

Großes Freude im »Peter's House«

Viele Tage im »Peter's House«, einer Waiseneinrichtung der Brüdergemeine in Sumbawanga, einer größeren Stadt in der tansanischen Rukwa-Provinz, das die Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark v. a. mit der Entsendung von Freiwilligen unterstützt, verlaufen ohne besondere Höhepunkte. Umso glücklicher waren einige ältere Kinder und Jugendliche aus der Einrichtung, als ein Ausflug (Swahili: »Safari«) angekündigt wurde. Ziel der Safari war der »Katavi-Nationalpark«, der drittgrößte Nationalpark des Landes, gegründet 1974. Viele Kinder und Jugendliche in Tansania haben noch nie einen Elefanten oder ein anderes großes Wildtier gesehen, weil es kaum zoologische Gärten im Lande gibt und weil sie sich den Besuch eines Nationalparks nicht leisten können. Bilder vom Ausflug hier.

Erste Begegnungen in Deutschland

Drei Männer und drei Frauen aus der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania sind zu einem vierwöchigen Aufenthalt in Deutschland eingetroffen. Sie wurden von der Tansania-Partnerschaftsgruppe im Kirchenbezirk Mühlacker willkommen geheißen und repräsentieren die Kirchenleitung, die Berufsschule, die Bibelschule und das Lehrerkolleg ihrer Provinz. Natürlich sind die Gäste an Gemeindebegegnungen interessiert (erste Fotos hier). Sie wünschen sich aber auch Einblicke in sozial-diakonische und kommunale Einrichtungen. Das Programm sieht weiterhin ein Treffen im Landratsamt und mit dem Jugendring Enzkreis sowie touristische Unternehmungen vor. Der Aufenthalt steht unter dem Motto: »Milima haikutain, lakini bindamu hukutana - Berg und Tal kommen nicht zusammen, aber Menschen«. Foto (E. Filitz): Besuch im Tafelladen in Mühlacker.

Lagebericht aus der »Ahuas Clinic«

Der Arzt Rick Nelson aus den USA hat für die jüngste Ausgabe des Missions-Magazins »ONWARD« (Juni 2018) einen Lagebericht aus der Klinik der Brüdergemeine in Ahuas an der honduranischen Mosquitia verfasst. Die Klinik ist gerade dabei, sich nach Umstrukturierungsmaßnahmen und einer längeren Krisenzeit wirtschaftlich zu erholen. Da sie sich in einer sehr strukturschwachen Gegend befindet, sind viele Tage für die Ärzte und das Klinikpersonal sehr aufregend. Immer wieder müssen Patientinnen und Patienten weite und mühsame Wege zurücklegen, um die Klinik zu erreichen. Wenn es für einen medizinischen Eingriff dann noch nicht zu spät ist, herrscht allseits große Dankbarkeit. Der in deutscher Übersetzung vorliegende Bericht (Download hier) schildert einige spannende Tage im Mai 2018, dem 72. Jahr nach Gründung der Klinik.

Unity Brass Festival in Winston-Salem

In Winston Salem/NC (Südprovinz der Brüdergemeine in Nordamerika) wird vom 19. bis 22. Juli 2018 zum dritten Male »Unity Brass Festival« stattfinden. Zur Website hier. Zu den beiden vorherigen Festivals war nach Kapstadt und Bad Boll eingeladen worden. Aus Europa wollen 30 Bläserinnen und Bläser in die USA reisen. Die Unitätsprovinz Südafrika wird mit einem etwa 50köpfigen Bläserchor vertreten sein. Wesentlich weniger Personen werden aus Labrador erwartet, wo 2002 Jahren wieder eine Bläserarbeit der Brüdergemeine entstand - Website hier. In den meisten Unitäts- und Missionsprovinzen gibt es leider keine Bläserchöre, vor allem nicht in Ostafrika, der mit Abstand größten Unitätsregion. Im karibischen Raum musizieren dafür viele Steel Bands - z. B. hier.

»Moravian Institute« gewann Preise

Alljährlich veranstaltet das Dorf Rajpur gemeinsam mit der Öko-Tourismus-Abteilung im Forstministerium des Staates Uttarakhand (Nordindien) ein Naturfestival. Jugendliche, die im traditionsreichen »Moravian Institute« die höheren Klassen besuchen, beteiligten sich kürzlich aktiv an diesem Festival und gewannen viele Preise. Ziel des Festivals ist es, Wanderungen in der Natur, Vogel-, Schmetterlings- und Pflanzen-Beobachtungen, Wetterstudien usw. sowie darauf basierende kleine Kunstwerke zu fördern, um so bei Einheimischen wie Touristen ein Bewusstsein für die Gefährdung, den erforderlichen Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung des Naturraumes zu schaffen. Bereits im Vorjahr hatten Schülerinnen und Schüler auf dem Campus des Instituts eine Reihe von Bäumen gepflanzt (Niembaum, Lebensbaum, Flammenbaum, Jacaranda, Bambus und Kampferlorbeer).

Vom Landwirtschaftsprojekt in Sambia

Frauen aus Sambia, die bei einem Feuer auf dem Kapalala-Markt von Ndola ihre gesamte Habe verloren, wurden von der Herrnhuter Missionshilfe im Herbst 2017 mit Kleinkrediten ausgestattet. Diese sollten den Frauen einen wirtschaftlichen Neustart ermöglichen, was gelang. Die Rückzahlungen der Kredite laufen. Einige Frauen sind in den Handel mit Reis eingestiegen. Der Reisanbau in Afrika hat nach Meinung von Experten, Bewässerung vorausgesetzt, durchaus eine Zukunft. Noch stammt der von den sambischen Frauen verkaufte Reis nicht aus einem Lager der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania), aber die Brüdergemeine in beiden Ländern arbeitet - mit Geld der Herrnhuter Missionshilfe und beraten von Fred Walch - an einem grenzüberschreitenden Reisanbau-, Reislagerungs- und Reishandelsprojekt.

Erfolgreiche Abschlussprüfungen in Lettland

Am 18. Mai 2018 war in Lettland der letzte Prüfungstag für die 9. Klasse, die höchste Mittelschul-Klasse in dem kleinen baltischen Staat. Auch an der 1991 gegründeten »Christian David Schule« in der Nähe von Madona, der ältesten christlichen Schule im Nachwende-Lettland, wurde dieser Tag festlich-heiter begangen. Die Jugendlichen Andrejs, Voldemārs, Linda und Katrīna haben sämtliche Prüfungen erfolgreich bestanden und sich danach »Doktorhüte« aus Papier aufgesetzt. Sie mussten jeweils ein »Selbstportrait« von sich verspeisen, das andere Schüler für sie filigran gebacken hatten. Für die Klassenlehrerin gab es einen großen Blumenstrauß, im Andachtsraum wurde ein Walzer getanzt, andere kleine Späße schlossen sich an. Zum Schluss war die gesamte Schulgemeinschaft zum Eisessen eingeladen.

Projekt-Fortschrittsbericht aus Malawi

Eines der umfangreichsten Projekte, das die Herrnhuter Missionshilfe jemals in Angriff genommen hat, ist der Bau und Betrieb eines »Child Care Centers« für z. Zt. 400 Kinder in Malawi. Das Center ist in seiner ersten Ausbaustufe seit Anfang 2018 fertig und wartet auf eine Erweiterung. Es befindet sich in einem großen UNHCR-Flüchtlingslager, dem »Dzaleka Refugee Camp«, das aktuell mit 33.000 Menschen stark überbelegt ist. Über seine Erfahrungen während der ersten Öffnungswochen des Centers sowie über seine Hoffnungen, was künftige Maßnahmen und Förderungen anbetrifft, berichtet Jonah Sinyangwe, Projekt-Koordinator der Brüdergemeine in Malawi. Das Projekt verbindet Menschen im Flüchtlingslager und Menschen in den nahe gelegenen malawischen Brüdergemeinen. Der Fortschrittsbericht in Deutsch hier. Mehr Informationen und Link zur Online-Spende hier.

225 Jahre Zeister Zendingsgenootschap

Die »Zeister Zendingsgenootschap«, die Missionsgesellschaft der Brüdergemeine in den Niederlanden, feierte am 19. Mai 2018 ihren 225. Geburtstag. Der Einladung zu einem Symposion waren 60 Personen aus Mission, Kirche und Kommune gefolgt. Nach einem Imbiss hieß Daniël Claas, Mitarbeiter für Kommunikation und Fundraising der ZZG, die Gäste willkommen. Astrid Belgrave, stellvertretende Vorsitzende der ZZg, eröffnete das Symposium. Niels Fischer musizierte an der Orgel. Ein Teil des Symposiums fand im Museum »Herrnhuter Haus« statt. Die Vorträge von Markus Gill, Age Kramer und Aart Schalkwijk, Generalsekretär der ZZg, überschrieben mit Mission 1.0, Mission 2.0 und Mission 3.0, rankten sich um den Wandel des Verständnisses und der Praxis von Mission. Gäste aus Surinam und Südafrika bereicherten das Programm. Bilder vom Jubiläum hier.

Nikaragua - neue Opfer der Unruhen

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt dauern die am 22. April 2018 ausgebrochenen schweren Unruhen in Nikaragua bereits sechs Wochen an. Es vergeht kaum ein Tag, ohne dass Demonstranten bzw. Regimekritiker zu Tode kommen oder verschwinden. Die Bemühungen, unter Vermittlung der Katholischen Kirche an einem »Runden Tisch«, besetzt mit je drei Vertretern der Regierung und der Zivilgesellschaft, den Konflikt zu entschärfen, sind vorerst gescheitert. Die Zivilgesellschaft macht mit Demonstrationen sowie mit Straßensperren auf ihre Forderungen aufmerksam. Zu ihren Forderungen gehört der Rücktritt von Präsident Daniel Ortega und seiner Getreuen. Die Brüdergemeine an der Ostküste des Landes ist von den Unruhen bisher wenig betroffen. Deutsche Presseschau hier. Tagesschau-Meldung hier.

Württembergische Kirche fördert Sternberg

Die Elektroinstallation in nahezu sämtlichen Gebäuden sowie im Außenbereich des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) muss nach mehr als 50 Jahren dringend modernisiert werden, um sie zukunftssicher zu machen. Für diese Arbeiten hat die Evangelische Landeskirche in Württemberg kürzlich 25.000 Euro bewilligt. Die mittels Spenden (Aktion »Sterntaler«) und anderen Zuschüssen finanzierte große Fotovoltaik-Solaranlage befindet sich mittlerweile auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes. Nun muss noch abgenommen und an das Netz der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft »JDECO« (Jerusalem District Electricity Company) angeschlossen werden. Nach Inbetriebnahme der neuen Solaranlage erwartet das Förderzentrum eine etwa 50prozentige Verringerung seiner Elektroenergiekosten.

Hurrikan-Hilfe: Gutes Spendenergebnis

Bis Mitte Mai 2018 sind bei der Herrnhuter Missionshilfe insgesamt 24.800 Euro Spenden für die Geschädigten der Hurrikans »Irma« und »Maria« eingegangen, die im September 2017 weite Teile der Karibik verwüsteten. Das Geld wurde vollständig an das »Board of World Mission« (BWM) der Brüdergemeine in Nordamerika überwiesen, das die Hilfsmaßnahmen in Abstimmung mit den Leitungsgremien der Unitätsprovinz Westindien-Ost sowie der Missionsprovinz Kuba koordiniert. Wie schon berichtet, kommt der Wiederaufbau der kirchlichen Gebäude nun in Gang, nachdem ein Großteil der privaten Wohnhäuser wieder genutzt werden kann. Dankschreiben von Justin Rabbach, Direktor des BWM, in deutscher Übersetzung mit vielen Bildern hier.

Der Lammsberg - eine Wiege Lettlands

Kaum jemand im heutigen Lettland kennt den »Lamms-berg« (lettisch: Jērakalns) am Rande der Stadt Valmiera. Daran möchte Gundars Ceipe, Leiter der Brüdergemeine in Lettland, im 100. Jahr der Gründung der ersten lettischen Republik unbedingt etwas ändern. Mit einer großen Fahne in lettisch-rot, die das Lamm-Logo der Brüder-Unität über dem Schriftzug »Jērakalns« zeigt, stellte er sich öffentlichkeitswirksam an den Ort, an dem sich einst die Brüdergemeine Lammsberg befand. Diese nur kurze Zeit bestehende Gemeinde besitzt - zusammen mit der Arbeit der Brüdergemeine auf den nahen Gütern Wolmarshof und Orellen - überragende Bedeutung für das nationale Erwachen der Letten im Gefolge einer gewaltigen Erweckung ab 1739. Ein Zeitungsartikel vom 23. Mai 2018 dokumentiert die Aktion von Gundars Ceipe. Siehe hier.

Mark de Vos tödlich verunglückt

Auf dem Weg zur Synode der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität in Herrnhut ist am 26. Mai 2018 auf der BAB 2 in der Nähe des »Autobahnrasthofes Börde« bei einem Verkehrsunfall Mark de Vos, Pfarrer der Brüdergemeine Utrecht (NL), tödlich verunglückt. Um den 43Jährigen trauern seine Ehefrau, seine Familie, seine Freunde, seine Gemeinde sowie die gesamte Brüder-Unität. Mark de Vos sollte an der Synode als Vertreter der »Zeister Zendingsgenootschap« (ZZg), der niederländischen Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, teilnehmen. Die Synode nahm die Todesnachricht mit Betroffenheit zur Kenntnis und gedachte wiederholt des Heimgegangenen und seiner Angehörigen. Sie erhielt Kondolenzschreiben aus aller Welt. Offizielle Meldung hier. Bilder von den ersten Trostfeiern hier. Interview mit Mark de Vos von 2015 hier.

Neuerdings Sonntagsschule auf Sansibar

Anfang Mai 2018 hat die Brüdergemeine auf Sansibar damit begonnen, in den Räumen der »Herrnhuter Academy School« im ländlichen Mwera, gegründet 2013, eine Sonntagsschule anzubieten. Das Angebot zielt auf Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter in der Region. Zum Standard-Programm gehören biblische Geschichten, Lieder, Spiele sowie besondere Events wie z. B. Ausflüge. Bei jeder Sonntagsschule bekommen die Kinder ein Essen; einmalig bekommen sie eine Kinderbibel in Kiswahili. Mit 50 Kindern wurde geplant, doch schon zur dritten Veranstaltung am Pfingstsamstag kamen 168 Kinder, darunter auch muslimische Kinder aus der Nachbarschaft. Die Schule platzt jetzt aus allen Nähten. Einen seit langem geplanten Schulneubau wird die Herrnhuter Missionshilfe hoffentlich bald in Angriff nehmen zu können.

Hohe Fördersummen für Ifakara bewilligt

Seit 2011 gibt es bei der Daimler AG einen Förderfonds »ProCent«. Der Fonds geht auf eine Initiative des Gesamtbetriebsrates zurück. Alle Mitarbeitenden von Daimler haben die Möglichkeit, die Cent-Beträge ihres Monats-Nettolohnes für gemeinnützige Projekte zu spenden. Daimler verdoppelt dann diese Spenden. Die Herrnhuter Missionshilfe beantragte mit Hilfe eines Daimler-Angestellten erstmals Mittel aus dem Förderfonds für den Bau der Mädchen-Sekundarschule in Ifakara (Tansania). Nun wurden 40.000 Euro bewilligt. Großer Dank gilt auch der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, die mit 25.000 Euro u. a. den Bau der Labore und eines Verwaltungstraktes ermöglichte. Nun hoffen alle auf eine baldige staatliche Anerkennung und Eröffnung der Schule.

Sonderpreise für Rooibos-Kosmetik

Der »Moravian Merchandise«, die Marke, unter der die Herrnhuter Missionshilfe ihren Fairen Handel betreibt, weist darauf hin, dass ab sofort Sonderpreise für das Rooibos-Duschgel (hier) und das Rooibos-Schaumbad (hier) gelten. Die in 250-ml-Flaschen abgefüllten Produkte kosten nur noch 4 Euro. Duschgel und Schaumbad kommen aus Wupperthal in Südafrika, wo seit 2004 die Kooperative »RED CEDAR« existiert, die in einer strukturschwachen Gegend der Schaffung von Arbeitsplätzen für Frauen dient. RED-CEDAR-Produkte sind hochwertige, handgearbeitete Körperpflegeartikel, die sich durch den zarten Duft natürlicher ätherischer Öle auszeichnen. Außerdem enthalten sie pflanzliche essentielle Fettsäuren sowie Antioxidantien, die sich bei Allergien bewährt haben und der Hautalterung entgegenwirken. Foto: Christoline Swartz, die im April 2018 in Deutschland war.

Zum Flugzeugabsturz auf Kuba

Zu den Todesopfern bei dem Flugzeugabsturz am 18. Mai 2018 in der Nähe von Havanna gehören auch drei Mitglieder der Brüdergemeine: ein Ehepaar und dessen fünfjährige Tochter. Das teilte Joe Jarvis, Präsident der Kuba-Stiftung der Brüdergemeine in den USA, mit. Deutsche Übersetzung seiner E-Mail hier.

25 Jahre Brüdergemeine in Albanien

Derzeit bereitet die Brüdergemeine in Albanien sich auf ein großes Fest vor. Mit Gästen aus mehreren Ländern, darunter auch Raimund Hertzsch und Bettina Nasgowitz aus Bad Boll, begeht sie am 17. Juni 2018 den 25. Jahrestag ihrer Gründung. Erst auf der Provinzialsynode 2010 in Herrnhut wurde die Missionsarbeit in Albanien offiziell zu einem Arbeitszweig der Brüder-Unität erklärt. Die Brüdergemeine in Albanien vertfügt über 320 Mitglieder. Im Vorfeld des Festtages hat Dena Fortuzi, geb. Grillo, aus Tirana so etwas wie einen »Dankbaren Rückblick« geschrieben, in dem sie von der Geschichte und Gegenwart ihrer Kirche erzählt. Der Beitrag wurde zunächst auf den Webseiten der Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark veröffentlicht, die die Arbeit in Albanien federführend begleitet. Eine deutsche Übersetzung gibt es hier.

Unruhen in Nikaragua lassen nicht nach

Seit vier Wochen gehen tausende Nikaraguaner auf die Straße, zunächst gegen eine Rentenreform, dann für den Sturz der Regierung von Daniel Ortega. Dieser war Führer der Sandinistischen Revolution, die 1979 den Diktator Anastasio Somoza stürzte. Nun ist er selbst ein korrupter Machthaber, den 80% der Bevölkerung außer Landes wollen. Die Demonstrationen blieben größtenteils friedlich, doch der Staat reagierte mit brutaler Gewalt; 60 Menschen starben. Viele Kirchenvertreter solidarisieren sich mit den Protestierenden, ebenso Unternehmerverbände, Bauern und Anwälte; das Militär versucht zu vermitteln und einen gesellschaftlichen Dialog zu initiieren. Am 14. Mai 2018 willigte die Regierung ein, eine internationale Kommission für Menschenrechte ins Land zu lassen, um die Lage zu untersuchen. Fürbittaufruf der Brüdergemeine hier. Pressemeldungen hier und hier und hier.

Afrikanische Unitätsregion mit neuer Spitze

Vom Unity Board (Unitätsvorstand) wurden die Ämter des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzender der Afrikanischen Region der weltweiten Brüder-Unität neu besetzt. Zakaria Sichone (links), der Chairman der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania, wurde zum neuen Vorsitzenden, Godfrey Cunningham, der Chairman der Unitätsprovinz Südafrika, wurde zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Vorsitzenden der vier Unitätsregionen (Afrika, Europa, Karibik & Lateinamerika sowie Nordamerika) bilden gemeinsam mit dem Vorsitzenden und dem stellvertretendem Vorsitzenden des nur alle zwei Jahre tagenden Unity Board das Exekutiv-Komitee dieser wichtigen Behörde.

Ezekiel Yonah zum Bischof gewählt

Während einer Sondersitzung der Synode der Westprovinz der Brüder-gemeine in Tansania in Singida wurde Ezekiel Yonah am 2. Februar 2018 zu einem Bischof der Brüder-Unität gewählt. In der Bischofsliste der Brüder-Unität trägt der Gewählte die Nummer 369 (Alte und Erneuerte Brüder-Unität) bzw. 307 (nur Erneuerte Brüder-Unität). Ezekiel Yonah war zuvor viele Jahre lang Vorsitzender der Kirchenleitung. Die Einsegnung von Ezekiel Yonah ist für den 1. Juli 2018 in Tabora vorgesehen. Die Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania ist partnerschaftlich verbunden mit der Britischen Unitätsprovinz und mit den beiden Provinzen in Nordamerika. Zu ihr gehören 110.000 Mitglieder in 61 Gemeinden mit über 200 Predigtstationen. Sie ist verantwortlich für mehrere soziale Projekte sowie für die Missionsarbeit in Burundi, Kenia, Ruanda und Uganda.

Texte der Weltmissionskonferenz

Zwar liegt die Weltmissionskonferenz des ÖRK, die im März 2018 in Arusha, Tansania, mit 950 Delegierten und Mitarbeitenden stattfand, schon eine Weile zurück, die Nacharbeit zur Konferenz ist aber noch in vollem Gange. Die Konferenz, die unter dem Thema »Im Geist voranschreiten: Zu verwandelnder Nachfolge berufen« stand, hat eine Fülle von Texten zur Kenntnis genommen und verabschiedet, die es Wert sind, in Gemeinden und Gruppen weiter bedacht und in kirchliches Handeln überführt zu werden. Einige wichtige Texte liegen jetzt auch in Deutsch vor - eine Gemeinschaftsaktion von deutscher Kirchen und Missionswerke. Die Herrnhuter Missionshilfe bietet diese Texte - angereichert um Informationen, Bilder und Videos zur Konferenz - auf einer Website als Download an - hier.

Frauengruppe ist deutlich gewachsen

In Burrel, einer Kleinstadt mit gut 11.000 Einwohnern im gebirgigen und strukturschwachen Mittelalbanien, gibt es schon seit etwa 20 Jahren einen Jugendclub, eine Frauengruppe und seit kurzem auch einen Kindergarten der Brüdergemeine. Die Frauengruppe ist in jüngster Zeit deutlich gewachsen, weil aus dem sieben Kilometer entfernten Dorf Komsi regelmäßig zehn bis zwölf Frauen zu den Treffen dazukommen. Die Gemeinschaft mit anderen Frauen, etliche schon getauft, sowie die Kraft, die ihnen aus der Frohen Botschaft entgegenströmt, ist den Frauen aus Komsi so wichtig, dass sie zweimal monatlich in den Linienbus steigen, der sie in die Kreisstadt und wieder zurück bringt. Insgesamt halten sich in Albanien jetzt etwa 400 Menschen, zumeist Frauen, Jugendliche und Kinder, zur Brüdergemeine.

Kleinkinderhaus berät Stiefeltern von Paul

Eine bewegende Geschichte publiziert die Zeister Missionsgesellschaft in ihrem Newsletter »Kantembo missiepost«: Das Kleinkinderhaus in Kantembo in der Rukwaprovinz hat seit 1997 insgesamt 139 Waisen und Frühgeborene aufgenommen; 109 von ihnen konnten später an Pflegefamilien vermittelt oder ihren Familien wieder zurückgegeben werden. Darunter befand sich auch Paul, dessen Mutter 2013 bei der Geburt an Blutverlust starb und dessen Vater die Verantwortung für das Baby nicht tragen wollte. Paul war gesund und verließ das Kleinkinderhaus 2015. Inzwischen hatte sein Vater drei Frauen, von denen sich aber keine angemessen um Paul kümmerte, so dass sich dessen Gesundheitszustand stark verschlechterte. Da holte eine Tante mit ihrem Mann Paul zu sich nach Hause, wo dieser nunmehr »ambulant« vom Kinderhaus betreut wird.

Projekte in Kipili und Uvira gedeihen

Die »Brødremenighedens Danske Mission«, Schwesterorganisation der Herrn-huter Missionshilfe in Dänemark, berichtet vom Gedeihen zweier langjähriger Projekte. Das Basis-Gesundheitsprojekt in 34 Dörfern am tansanischen Ufer des Lake Tanganyika, in dem Marjo ten Kate und Bert Muizebelt arbeiten, befindet sich in seiner dritten und letzten Phase, ehe es 2019 in die Verantwortung des Staates übergehen soll. Die Finanzierung für die letzten Monate ist sichergestellt, einheimisches Personal mittlerweile gut ausgebildet. Das Waisenhaus für Kinder mit körperlichen Behinderungen auf einem Hügel in Uvira in der D. R. Kongo ist fertiggestellt. Es verfügt über 60 Plätze in fünf Häusern. Auch eine Schule und eine Gesundheitsstation gehören zum Projekt. Jetzt gilt es, den laufenden Betrieb des Projektes zu finanzieren.

Hirtenbrief aus Tansania

Die Bischöfe der Evangelisch-Luthe-rischen Kirche in Tansania haben zu Ostern 2018 einen Hirtenbrief verfasst, in dem sie sich sehr kritisch mit der gesellschaftlichen Situation im Land auseinandersetzen. Sie sprechen u. a. Jugendarbeitslosigkeit, Steuerunge-rechtigkeit, die schwindende Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie unaufgeklärte Entführungen, Tötungen und Angriffe auf missliebige Personen an. Zudem wird die Wiederaufnahme des gestoppten Prozesses zur Entwicklung einer neuen Verfassung gefordert. In den meisten Gemeinden wurde der Brief positiv aufgenommen. Einzelne Bischöfe verboten ihren Pfarrern aber auch infolge Angst oder wegen Staatsnähe, den Brief öffentlich zu verlesen. Eine Reaktion des Staates gibt es bisher noch nicht. Hirtenbrief in deutscher Übersetzung hier. Interview mit Bischof Frederick O. Shoo hier.

Bio-Landwirtschaftskurs in Sambia

Fünf Mitglieder der Brüdergemeine in Sambia aus allen Gemeinbereichen haben an einem zweiwöchigen Kurs für Biolandwirtschaft auf einer Farm in Kafue (50 km südlich von Lusaka) teilgenommen. Bei dem Kurs ging es um Tierhaltung, Bodenfruchtbarkeit und einen Gartenbau ohne Bekämpfung von Schädlingen durch chemische Mittel. Der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit ist ein sehr wichtiges Thema in Sambia, da diese durch den Einsatz von Kunstdünger derzeit stark zurückgeht. Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es neu, dass die Mais-Stengel nach der Ernte nicht verbrannt werden müssen, sondern als Mulch weiterverwendet werden können. Auch die Verwendung von »Unkraut« als Biomasse bzw. zur Bodendeckung war Neuland. Der Nutzen mobiler Ställe für Hühner und Schweine ließ die Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kurses staunen. Kurzer Bildbericht von Fred Walch hier.

Bericht aus dem »Mbozi Mission Hospital«

Jens Marcus Albrecht, Oberarzt und Unfallchirurg am »Emmaus-Krankenhaus« in Niesky, ist vor zwei Monaten zurückgekehrt von einem Hilfseinsatz im »Mbozi Mission Hospital« der Brüdergemein in Tansania (Südwestprovinz). Die Beziehungen zwischen den Krankenhäusern in Niesky und Mbozi reichen zurück bis in die 1980iger Jahre und damit in die DDR-Zeit, als der Internist Dr. Rüdiger Mieske für einige Monate in Tansania arbeiten durfte. Jetzt ist der Herrnhuter Missionshilfe ein Bericht über den Einsatz von Jens Marcus Albrecht zugegangen, der das vom tansanischen Staat nur sehr unzureichend finanzierte Krankenhaus vorstellt und vom mühsamen Alltag darin erzählt. Gefördert werden vom Staat vor allem die großen Krankenhäuser, nicht aber die für die Basis-Gesundheitsversorgung wichtigen kleinen Krankenhäuser in abgelegenen Gebieten. Ein Bericht mit Bildern hier.

Karfreitag und Ostern in Surinam

Mit dem »Amadeus Orchester« gab es am Karfreitag, dem 30. März 2018, eine Passionsmusik in Paramaribo in der Gemeinde »Helena Christina«. Video hier. Bilder hier. + + Ein weiteres Konzert gab es am Ostermontag, dem 2. April 2018, ebenfalls in Paramaribo in der Bethania-Gemeinde, bei dem vier Gospelchöre unter dem Thema »Kingdom, Power, Glory - Wir preisen den auferstandenen Herrn« musizierten. Plakat hier. + + Die »Fundashon Betsaida«, das Sozialwerk der Brüdergemeine auf Curaçao, und die »Maranatha Gemeinde« waren Veranstalter einer dreitägigen Osterkonferenz. Am 3. April 2018 hielt Orlando Bottenbley einen Workshop zum Thema »Den Bau der Gemeinde voranbringen: Warum leeren sich die Kirchen? Was können wir dagegen tun?«. Video hier. Die zweite Referentin auf der Konferenz war Rhoinde Mijnals-Doth.

Blaue Dächer künden vom Wiederaufbau

Endlich machen der Wiederaufbau und die Instandsetzung der Häuser auf den von den Hurrikans »Irma« und »Maria« betroffenen Karibik-Inseln signifikante Fortschritte. In bescheidenem Maße dazu beigetragen hat auch ein Team aus der nordamerikanischen Südprovinz der Brüdergemeine, das in der »Emmaus Moravian Church« auf St. John (US-amerikanische Jungferninseln) bei verschiedenen Arbeiten mit Hand anlegte. Die Gäste aus den USA hatten auch Maschinen und Ausrüstung mitgebracht. Entsandt wurde das Team vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine, dem als koordinierende Hilfsorganisation auch die Gelder zugeflossen sind, die in Deutschland zusammenkamen. Die Häuser mit blauem Dach erhielten allesamt jüngst eine neues Wellblecheindeckung.

Konzert mit wiedergefundener Inuit-Musik

Ein Konzert, wie es so noch nie statt-gefunden hat, wird es am Sonnabend, dem 3. März 2018, um 20.00 Uhr (Neufundland-Standardzeit) in der Basilika »St. Johannes der Täufer« in St. John’s auf Neufundland geben. Es erklingt Inuit-Musik aus Labrador für die Passions- und Osterzeit, wie sie einst von Herrnhuter Missionarinnen und Missionaren gemeinsam mit der indigenen Bevölkerung einstudiert und aufgeführt wurde. Zwar ist diese Musik der europäischen Klassik des 18. Jahrhunderts zuzurechnen, ihr wurden aber Texte in Inuktitut unterlegt. Ein Forschungsprojekt hat diese einmalige, zum nationalen Kulturerbe der Inuit gehörende Musik erst kürzlich wieder zutage gefördert. Das Konzert wird per Livestream in alle Welt übertragen: Sonntag, 4. März 2018, ab 00.00 Uhr MEZ - siehe hier. Mehr zum Projekt hier, Details zum Konzert hier.

Gebetsinformationen 2018

Die Herrnhuter Brüdergemeine mit ihrer weltweiten und vielfältigen Arbeit braucht unsere Fürbitte. Hier sind die Gebetsinformationen für den Unitätsgebetstag am 1. März 2018 sowie für die Unitätsgebetswacht 2018.

Lange Reise nach Tansania und Malawi

Kürzlich ist Bettina Nasgowitz, Projektreferentin der Herrnhuter Missionshilfe, von einer langen Dienstreise nach Tansania und Malawi wohlbehalten nach Deutschland zurückgekehrt. Im Laufe von dreieinhalb Wochen war sie tausende Kilometer unterwegs, ist mit Leitungspersonen der Provinzen und Schulen zusammengetroffen und hat Projekten besucht, die Unterstützung von der Herrnhuter Missionshilfe empfangen. An vielen Stellen konnte sie eine positive Entwicklung feststellen. Wo es in jüngster Zeit Probleme gab, wurden die Weichen neu gestellt. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass im Bereich der Schulen eine inner-tansanische Kooperation angeschoben werden konnte. In Mwera auf Sansibar war es endlich möglich, ein Erweiterungsgrundstück für die »Herrnhuter Academy School« zu erwerben. Der komplette Reise- und Projektbericht mit Bildern hier.

Hilfe für die »African Rainbow School«

Zum ersten Mal gibt es an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) Laptops für das Lehrerzimmer. Sie wurden gespendet vom »Rotary Club Neckar-Odenwald-Kreis« und übergeben von Dr. Hans Happes, Gymnasial-direktor i. R., der im Herbst 2017 schon einmal für drei Monate an der Konzeptentwicklung der Schule mitgewirkt hatte. Mehr dazu hier. Bei einem Meeting mit Bettina Nasgowitz, Projektverantwortliche der Herrnhuter Missionshilfe, im Februar 2018 sagte der o. g. Rotary Club zu, den Bau und die Ausstattung eines Internatsgebäudes mit 32 Plätzen zu unterstützen. Letztere wurde in der Tischlerei des »Peter’s House« bestellt, einem Waisenzentrum der Brüdergemeine. Auch einen Internet-Anschluss für die Schule wollen die Rotarier finanzieren. Mehr zum Meeting hier.

Film über den Alltag in Labrador

Einen Einblick in den Alltag der Menschen in Labrador sowie eine Begegnung mit der subpolaren Natur ermöglicht ein vom NDR produzierter Dokumentarfilm - siehe hier. Immer wieder wird auch die Brüdergemeine erwähnt. Als eine Art Führer durch den Film agiert der Bläserchor in der alten Herrnhuter Siedlung Nain. Dieser Umstand ermöglicht eine Wiederbegegnung mit denjenigen Bläserinnen und Bläsern, die 2015 am Bläsertag in Herrnhut teilgenommen haben, darunter der inzwischen verstorbene Tubist Christian Ado Obed. Der Film hat ein paar heitere Szenen, vor allem macht er die nach wie vor große Abgeschiedenheit des Landes deutlich, die schwer zu ertragen, die aber auch zu schützen ist. Die Szenen um das Versorgungsschiff »Northern Ranger« ähneln denjenigen, die sich einst um das Missionsschiff »Harmony« abgespielt haben.

Zwischenbilanz nach drei Monaten in Isoko

Christiane und Stephan Klingner aus Königsfeld im Schw., die derzeit als Freiwillige für die Brüdergemeine in Isoko (Tansania, Südprovinz) arbeiten, haben am Jahresbeginn 2018 in ihrem Blog eine Zwischenbilanz ihres Wirkens im Krankenhaus, im Heilkräutergarten, im Waisenprojekt und darüber hinaus gezogen. Sie wurden vor Unfällen und den meisten Krankheiten bewahrt und sind dafür sehr dankbar. Große Freude verursachte die Ankunft eines eigenen Autos für das Waisenprojekt von Enea Kajange (80 Grundschul- und 124 Sekundarschul-Kinder sowie 10 Jugendliche in der Berufsschule), das im Triumphzug »heimgeholt« und dann gesegnet wurde, sowie die Lieferung eines Brutkastens zur Aufzucht von Küken. Weiterhin berichtet Christiane Klingner über einen ausführlichen Besuch im »Mbozi Hospital« mit Krankenpflegeschule.

Bischofseinsegnung auf Kuba

Unter Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit aus der karibischen Ökumene, darunter der Katholische Erzbischof von Kuba, fand am 20. Januar 2018 in Havanna in der Kathedrale der Anglikanischen Kirche die Einsegnung von Armando Rogelio Rusindo Hernandez zu einem Bischof der Brüder-Unität statt. Sie wurde von Bischof Samuel Gray (USA) unter Mitwirkung der Bischöfe Stanley Clarke (Jamaika) und Volker Schulz (Schweiz) vorgenommen. Jede Region mit Gemeinden der Brüdergemeine auf Kuba hatte Geld gesammelt, um drei Delegierten die Teilnahme an dem Festgottesdienst mit Imbiss zu ermöglichen, der 150 Gäste sowie eine Band vereinigte. Aus der weltweiten Brüder-Unität grüßten Cortroy Jarvis, Präsident der Unitätsprovinz Westindien-Ost, als Vorsitzender des Unity Board sowie Mitglieder der Kuba-Stiftung der Brüdergemeine in den USA.

Freud und Leid der Frauen in Tansania

Überall auf der Welt hängt die Entwicklung eines Landes vom Grad der Bildung und des beruflichen Engagements von Frauen ab. Darum widmen die Tansania-Informationen von »Mission EineWelt« die Ausgabe 1/2018 dem Thema »Frauen- und Genderfragen« - siehe hier. Man erfährt z. B.: »Die frühere Miss Tanzania, Nancy Sumari, erhielt 20.000 US-Dollar von der Mobilfunk-Firma Tigo für ihre Programme, die Kinder in digitales Lernen einführen«. - »Zunehmend arbeiten Frauen als private Taxifahrerinnen mit der Online-Plattform "Uber". Häufig sind es junge Akademikerinnen, die diesem Job in Teil- oder Vollzeit nachgehen«. - »Vizepräsidentin Samia Suluhu Hassan zeigte sich erfreut, dass 47% der tansanischen Richter weiblich sind (England 15%, Indien 9%)«. - »In Tansania sind 37% der Parlamentsmitglieder weiblich. Von den 141 Frauen im Parlament wurden aber nur 26 gewählt, 115 wurden auf „special seats“ berufen«.

Emanga S. Cléophas hilft Flüchtlingen

Das »Mugunga Refugee Camp« in Goma (D. R. Kongo) ist ein im Jahre 2008 eingerichtetes UN-Flüchtlingslager, in dem 4.000 Personen - überwiegend Frauen und Kinder - leben. In diesem Lager existiert schon seit mehreren Jahren das Waisenhaus »Ujumbe« (Mission), das Emanga Swedy Cléophas, ein Mitglied der Brüdergemeine in der Unitätsprovinz Kongo, aufgebaut hat und von Beginn an leitet. In einer E-Mail erzählt er von seiner Arbeit mit den Kindern, die er nach Kräften körperlich, geistlich und intellektuell fördert. Es gibt wöchentlich eine biblische Unterweisung. Stolz berichtet er, dass von den 105 Kindern, die er in seiner Obhut hatte, viele das Maurer- und Zimmererhandwerk erlernen und immerhin zehn Kinder ein Studium aufnehmen konnten.

Vor 100 Jahren: Grippe wütet in Labrador

2018 jährt es sich zum 100. Male, dass die epidemisch auftretende »Spanische Grippe« in Labrador mehrere Hundert Inuit tötete und die Missionsarbeit der Brüdergemeine schwer beeinträchtigte. In der Station Okak fielen alle männlichen Inuit der Grippe zum Opfer, was zur Schließung der Station führte. Ein Team um den Labrador-Spezialisten Hans Rollmann plant in Kooperation mit der Gruppe »Tradition and Transition among the Labrador Inuit« eine wissenschaftliche Konferenz sowie eine Publikation zu dieser Katastrophe, die bis heute in den Erinnerungen der Inuit fortlebt. Derzeit wird überlegt, ob diese Publikation in der Reihe »Unitas Fratrum« auch auf Deutsch erscheinen kann. 1985 dokumentierte ein ergreifender kanadischer Film (»The Last Days of Okak«; 23 Min.) schon einmal die verheerende Grippe-Epidemie - siehe hier.

Newsletter stellt Kinder-Projekte vor

Die »Zeister Zendingsgenootschap«, die niederländische Schwesterorga-nisation der Herrnhuter Missionshilfe, gibt in regelmäßigen Abständen einen Newsletter heraus, der spezielle Projekte für Kinder vorstellt. Im Newsletter von Januar 2018 (Download hier) bittet sie, die abschließende technische Ausstattung von drei neuen Fachkabinetten - Physik, Chemie, Biologie - an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine im Sumbawanga unterstützen. Weitere Spenden werden erbeten für ein Waisenhaus für Babys und Kleinkinder in Kilangala (beide Projekte in Tansania, Rukwaprovinz), für die Unterweisung von Vorschulkindern im unterentwickelten Binnenland von Surinam sowie für die Ärztliche Mission in Surinam, die aufgrund einer schweren Wirtschaftskrise viel weniger staatliche Zuwendungen erhält.

Brüder-Unität verurteilt Trump-Äußerungen

»Die weltweite Brüder-Unität ist empört über die abfälligen Aussagen, die Präsident Donald Trump über die 54 Länder Afrikas sowie über El Salvador und Haiti getroffen hat. Wir verurteilen diese Aussagen scharf und betonen, dass die Menschen in diesen Weltgegenden ehrenwert, anständig und zu achten sind. Genauso wie alle anderen Menschen wurden sie zu Gottes Ebenbild und Gleichnis geschaffen«. So beginnt ein Dokument, das der Vorsitzende und der Geschäftsführer des Unitätsvorstandes, Cortroy Jarvis und Jørgen Bøytler, den Gemeinden der Brüder-Unität unter dem Datum des 15. Januar 2018, des 50. Todestages von Dr. Martin Luther King, zugeleitet haben. Weiter heißt es in dem Dokument: »Die Brüder-Unität ist bekannt dafür, dass sie ethnische und kulturelle Vielfalt respektiert und wertschätzt«. Der Text des Statements in Deutsch hier, in Englisch hier.

Haushalterschafts-Workshop in Nakonde

Am 11. Januar 2018 ging in Nakonde ein dreitägiger, von der Herrnhuter Missionshilfe und »Mission 21« geförderter Workshop für Mitarbeitende der Unitätsprovinz Sambia zu Ende. Die knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus allen Gemeinden der Provinz. Viele waren schon lange nicht mehr bzw. noch nie in den Genuss einer Weiterbildung gekommen. Bei dem Workshop ging es um Themen wie Kommunikation, Leitung, Integrität, Planung, Verwaltung, Finanzen sowie Interessenskonflikte. Geleitet wurde der Workshop von Agrippa Senka , dem Verantwortlichen für Entwicklung und Projekte der »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya, Tansania. In seiner Begleitung befand sich ein Dozent für Ökonomie, der u. a. Einheiten zur Budgetierung übernommen hatte. Fred Walch sprach zum Thema Monitoring. Ein kurzer Bildbericht hier.

Erstes Schulleiter-Treffen in Sumbawanga

Auf Anregung der Herrnhuter Missionshilfe wird Ende Januar 2018 in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) erstmals ein Treffen der Verantwortlichen mehrerer Schulen der Brüdergemeine stattfinden (African Rainbow School in Sumbawanga, Secondary School in Lutengano, Moravian High School in Mbozi, Girls Secondary School in Ifakara, Herrnhuter Academy auf Sansibar), die mit Unterstützung der europäischen Missionswerke aufgebaut wurden und betrieben werden. Ziel des Treffens ist eine bessere Vernetzung der Schulen miteinander, die Entwicklung gemeinsamer Standards, das Nachdenken über die Konsequenzen der neuen staatlichen Schulgesetzgebung sowie viele weitere Themen. Das Treffen bietet endlich auch die lang ersehnte Plattform zum innertansanischen Austausch von Erfahrungen.

Kleines Glück für Straßenkinder

Die dänische Jugendliche Kristina Ø. Kristensen arbeitet als Freiwillige im »Peter's House« in Sumbawanga, einem Waisenhaus der Brüder-gemeine in Tansania, Rukwaprovinz, in dem meist etwa 30 Kinder leben. Darüber hinaus widmet sie sich Straßenkindern. In ihrem Blog (siehe hier) schreibt sie: »Es macht Sinn, zweimal pro Woche ein paar Stunden mit den Jungs zu verbringen. Es braucht so wenig, um sie glücklich zu machen. Sie sind im Grunde lebenslustig, obwohl die meisten nicht mehr als das haben, was sie am Körper tragen; vielleicht noch ein paar zusätzliche Sachen in einem kleinen Rucksack. Sie kommen zu uns, um sich auszuruhen, ihre Kleidung zu waschen, ein Bad zu nehmen, lecker zu essen. Wir verbringen Zeit mit ihnen, bessern ihre Sachen aus, pflegen ihre Wunden oder verbinden diese«.

Weltbevölkerungs-Statistik 2017

Länder mit der größten Bevölkerung 2017 hier. Länder mit der größten Bevölkerung bis 2100 hier. Wachs-tumsrate der Bevölkerung nach Kontinenten 2017 hier. Länder mit der höchsten Geburtenrate 2017 hier. Länder mit der niedrigsten Geburten-rate 2017 hier. Länder mit dem höchsten Kinderanteil 2017 hier. Länder mit dem niedrigsten Durch-schnittsalter 2017 hier. Länder mit dem höchsten Durchschnittsalter 2017 hier. Bevölkerungsdichte nach Kontinenten 2017 + 2100 hier. Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte 2017 hier. Bevölkerungsdichte in der EU 2017 hier. Grad der Urbanisierung nach Kontinenten 2017 hier. Meistgesprochene Sprachen 2017 hier. Bevölkerung nach Religionen 2017 hier. Weltbevölkerung von Christi Geburt bis 2017 hier. Größe der Kontinente nach Fläche hier.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Mbeya

Auf einem Weihnachtsmarkt der besonderen Art war Christiane Klingner mit einem Stand des »Isoko Hospitals« präsent. Sie, derzeit als Hebamme im Freiwilligeneinsatz in der tansanischen Südprovinz, hatte die Idee, Produkte aus dem Artemisia-Garten des Hospitals in der Stadt Mbeya zum Verkauf anzubieten. Enea Kajange mit ihrem Waisenprojekt schloss sich an. In den Tagen zuvor wurden Tee-Tüten abgepackt und mit heiß gemachten Messern verschlossen. Ebenso wurden Salben, Massage-Öle und Hustensaft gekocht und in Töpfchen und Flaschen abgefüllt. Ein »Label« war schon aus Deutschland mitgebracht worden. Den Stand besuchten viele interessierte Menschen. Der Umsatz - das Doppelte des Jahresumsatzes bis dato - überstieg die Erwartungen. Mit einer neuen Kontakten und Ideen ging es zurück nach Isoko. Weitere Begebenheiten und wunderschöne Bilder aus dem Süden von Tansania in einem Blog.

Fünf Monate im Einsatz gegen HIV/Aids

Auf fünf Monate ihres Einsatzes als Expertin in der HIV/Aids-Arbeit der Brüdergemeine in Tansania (Süd- und Südwest-Provinz) schaut Lilith Schaap zurück, eine Holländerin, die dazu von »Mission 21«, der schweizerischen Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, ausgesandt worden war. In Rungwe arbeitete sie mit Melania Mrema-Kyando zusammen, Pfarrerin und Pionierin der Brüdergemeine im Kampf gegen HIV/Aids in dieser Region. In Rungwe und in Mbeya - im Nsalaga-Projekt - hatte die Therapeutin, Theaterfrau und Lebenskünstlerin viele Gelegenheiten, ihre Erfahrungen und Fähigkeiten vor allem kirchlichen Frauen- und Jugendgruppen zur Verfügung zu stellen. Ausführliches zu diesem Einsatz zzgl. einiger Fotos findet sich in einem Artikel von Mara Wirthlin aus Basel. Download hier.

»Emmaus«-Diakonissen in Surinam

In Ergänzung eines Artikels über die medizinische Arbeit der Brüdergemeine in Surinam im Magazin »weltweit verbunden« von November 2017 (siehe hier, Seiten 8 und 9) weist Rosemarie Thümmel, die Alt-Oberin der Nieskyer »Emmaus«-Diakonissen, darauf hin, dass wesentliche Teile dieser Arbeit, vor allem die Arbeit an Lepra-Kranken, über 50 Jahre hinweg von mehr als 40 Diakonissen aus dem Mutterhaus in Niesky getan wurden. In einem Schreiben von Rosemarie Thümmel an die Redaktion heißt es: »Die Arbeit der Diakonissen war schwer und geschah hauptsächlich in Bethesda und Saron. Sie bestand meist im Verbinden unheilbarer Wunden. Trotz der unangenehmen und hoffnungslosen Arbeit haben die Schwestern diesen Dienst gern getan. Das war ihren späteren Erzählungen deutlich anzumerken«. Danke für diese wichtige Ergänzung. Foto: Patienten und Krankenschwesteren im Lepra-Hospital Bethesda.

Spielplatz für die Kinder von Mbozi

Seit vielen Jahren gehört das Waisen-haus, das an das »Mbozi Mission Hospital« der Brüdergemeine in der tansanischen Südwest-Provinz angegliedert ist, zu den Projekten, die der Kirchenbezirk Mühlacker durch seinen Arbeitskreis Tansania unterstützt. Der Vorschlag, in Mbozi einen Spielplatz zu bauen, wurde von der Partnerschaftsgruppe aus Mühlacker bei einem Besuch in Mbozi im Jahre 2016 gern aufgegriffen. Schon damals war mit Unterstützung aus Mühlacker ein neues Waisenhaus mit hellen, freundlichen Räumen inklusive Ausstattung entstanden. Der Spielplatz wurde – mit einer 1.000-Euro-Spende der »Town & Country Stiftung« - bewusst auf öffentlich zugänglichem Gelände gebaut und jetzt eingeweiht, so dass nicht nur Kinder aus dem Waisenhaus, sondern auch Kinder aus dem Ort dort spielen können. Bericht mit Bildern hier.

Baustopp in Ifakara aufgehoben

Nach längerem Baustopp an der »Elisabeth Preiswerk School«, einer Sekundarschule für Mädchen in Ifakara (Tansania Ostprovinz), können die Arbeiten jetzt endlich weitergehen. Der Baustopp hatte seine Ursache in immer neuen baulichen und strukturellen Vorgaben der Regierung, die seit zwei Jahren das Bildungswesen reformiert und dabei auch massiv in das Privatschulwesen eingreift. Nach Angaben von Erica Ludela, der Projektleiterin, sowie des verantwortlichen Bauunternehmers Kasitu sind die drei Labore (Chemie, Physik, Biologie) und die Außentoiletten fast fertig. Mit der Genehmigung der Schule wird kurzfristig gerechnet. Anschließend geht es an die Ausstattung der Klassenzimmer sowie der Internats-Schlafräume. Weitere Spenden werden dringend gebraucht. Onlinespende hier.

Dr. Hans Happes zurück aus Sumbawanga

Nach drei Monaten ist Dr. Hans Happes von einem Freiwilligen-einsatz an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) nach Deutschland zurückgekehrt. Der frühere Direktor des »Nicolaus-Kistner-Gymnasiums« in Mosbach war über die Vermittlung der Herrnhuter Missionshilfe durch den »Senior Expert Services« ausgesandt worden, um angesichts staatlicher Reglementierungen ein Konzept für die Entwicklung der Schule in den nächsten Jahren zu erarbeiten. Zwei wesentliche Maßnahmen konnten bereits verwirklicht werden. So wurde ein neu gebautes Physiklabor eingerichtet und der Nutzung übergeben. Weiterhin wurden die Bedingungen für die Einführung einer Oberstufe geschaffen, die den Erwerb der Hochschulreife ermöglicht. Kurzbericht mit Bildern hier.

Schöne Begegnungen in Labrador

Im Newsletter des »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika (11-2017) ist die Rede von einer Reihe schöner Begegnungen während einer Reise zweier leitender Mitarbeiter (Judith Ganz und Samuel Gray) nach Labrador. An der zerklüfteten Küste, wo die Brüdergemeine schon seit 1752 arbeitet, gibt es derzeit vier Gemeinden, von Nord nach Süd: Nain, Hopedale, Makkovik und Happy Valley. In letzterem Ort wohnt mit Beatrice Hope eine neue Gemeinhelferin, die über die Gemeindearbeit hinaus auch Besuche im Gefängnis macht. Im Newsletter heißt es: »Die Kirche sucht nach Wegen, das Gleichgewicht zu wahren zwischen der Pflege ihres Erbes und der Wahrung ihrer gesellschaftlichen Relevanz«. Der ganze Bericht in Deutsch hier.

Gospelchor versprüht pure Lebensfreude

Unter der Überschrift »Gospelchor versprüht pure Lebensfreude« berichtet der »Mannheimer Morgen«  (Download hier) über den erste von zehn Auftritten des Chores »Efatha« aus der Uhuru-Brüdergemeine von Dar es Salaam. Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem »Dekanat Bergstraße« der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Brüdergemeine in Tansania weilt der Chor zum zweiten Mal in Deutschland, und zwar vom 27. November bis 18. Dezember 2017. Im Anreißer der Zeitung war zu lesen: »Was für eine Begrüßung: "We love you" - groß und unübersehbar projizierte der Efatha-Choir aus Daressalam diese Botschaft in den Altarraum der Schwanheimer Kirche«. Der 1972 gegründete Chor besteht z. Zt. aus 60 Sängerinnen und Sängern und einer sechsköpfigen Band. Alle Konzerttermine und weitere Infos hier.

Cherokee-Delegation in Winston-Salem/NC

Kürzlich besuchten zwei Führer der Cherokee, eine der im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma lebenden First Nations in den USA, das Archiv der Brüdergemeine in Winston-Salem/NC. Herrnhuter Missionare hatten 1801 in Springplace, heute in Georgia gelegen, eine Missionsarbeit unter den Cherokee begonnen. Ihre Berichte befassen sich intensiv auch mit dem Alltag der Cherokee und sind dessen früheste und umfassendste Darstellung überhaupt. Häuptling Chuck Hoskin junior meinte: »Ich bin stolz auf die Geschichte und die Kultur unseres Volkes sowie auf die Stärke, die wir in schweren Zeiten gezeigt haben. Und ich bin dankbar für die Freunde, die wir unterwegs hatten und die uns beistanden. Die Herrnhuter waren unsere Freunde. Sie halfen unserem Volk, sich auf Veränderungen vorzubereiten und diese zu überleben«. Mehr in Englisch hier.

Wahlsynode in Sambia

Am Sonntag, dem 26. November 2017, ging in Mbala in der Nähe des Lake Tanganyika die zweite Synode der Unitätsprovinz Sambia zu Ende, die nach vier Jahren eine neue Kirchenleitung zu wählen hatte. Die Mitglieder der alten Kirchenleitung erhielten bei der von Bischof Alinikisa Cheyo geleiteten Wahl diesmal fast keine Stimmen. Zum neuen Vorsitzenden der Provinz wurde Peter Mayembe gewählt (Bildmitte neben seiner Frau). Als dessen Stellvertreter agiert John Sichilima. Das Amt des Generalsekretärs bekleidet Benjamin Simwanze. Seit 2013 arbeitet die Brüdergemeine Sambia im Status einer Unitätsprovinz. Begonnen hat die Arbeit der Brüdergemeine in Sambia, ausgehend von tansanischen Missionsaktivitäten, bereits 1989. Derzeit gibt es im Lande 17 Gemeinden, die zusammen über etwa 5.500 Mitglieder verfügen.

Moravian Merchandise mit Geschenk-Ideen

Der »Moravian Merchandise«, der Faire Handel der HMH, präsentiert weihnachtliche Geschenk-Ideen, nämlich Kosmetikprodukte aus Wupperthal in Südafrika. In dem kleinen, abgelegenen Ort ist die 2004 gegründete Kooperative »Red Cedar« ansässig, mit der die Herrnhuter Missionshilfe seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Die Qualität der von »Red Cedar« hergestellten Rooibos-Produkte können schon hunderte Kunden in Deutschland bestätigen. Das Angebot reicht von Seife, Waschlotion, Shampoo und Schaumbad über Body Lotion und Duschgel bis hin zu Aloe-Gel, das sehr wirksam ist bei der Behandlung von Ekzemen, von Insektenstichen und von Verbrennungen. Ein Infoblatt mit Preisangaben steht hier zum Downloaden bereit.

Weiterer Schritt im Versöhnungsprozess

Noch nicht vollständig aufgearbeitet ist das Schicksal der Inuit an den staatlichen und kirchlichen Internatsschulen in Labrador und Neufundland. Diese Schulen waren, wie eine wissenschaftliche Studie gezeigt hat, Orte der physischen und psychischen Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen sowie der Ausbeutung. Bis in die 1980iger Jahre dienten sie, resultierend aus einer Geringschätzung der Inuit-Kultur, der Amerikanisierung der Indigenen. Den Überlebenden der Misshandlungen in den Schulen wurden 2016 in einem Musterprozess insgesamt 50 Millionen US-Dollar Entschädigung zugesprochen (in schweren Fällen bis zu 200.000 US-Dollar pro Person). Am 23. November 2017 will der kanadische Premierminister Justin Trudeau in Happy Valley im Namen Kanadas um Verzeihung bitten für das Leid und die Verbrechen an den Internatsschulen in Neufundland und Labrador. Mehr hier und hier.

Fortschritte bei vier Projekten

Das vom Staat geforderte und mit Spenden der Herrnhuter Missionshilfe errichtete Labor für die »African-Rainbow Secondary School« in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz), ist jetzt in Betrieb. Zur Unterstützung der Schule weilt derzeit der Gymnasialdirektor i. R. Dr. Hans Happes (siehe Foto links) über den »Senior Experten Service« in Tansania. + + Spendenmittel der Herrnhuter Missionshilfe ermöglichten dem »Mbozi Hospital« der Brüdergemeine (Tansania, Südwest-Provinz) die Anschaffung von Technik zur Herstellung von Infusionen. Mit Geldern des Mbozi-Vereins in Niesky/OL kann auch die Renovierung des OP-Saales in Angriff genommen werden. + + Die Herrnhuter Missionshilfe hilft beim Bau einer Grundschule in Musawas im tropischen Regenwald von Nikaragua für die hier lebenden indigenen Mayangnas.

Gemeindezentrum im »Dzaleka Camp«

Am Rande des »Dzaleka Camps«, einem UN-Flüchtlingslager in Malawi für 28.000 Menschen (v. a. aus Äthiopien, Burundi, der D. R. Kongo, Mosambik, Ruanda, Sambia, Simbabwe und Somalia), stehen jetzt die Mauern und das Dach für ein Gemeindezentrum. Dieses soll bald als Schule, Kindergarten und Kirche genutzt werden. Das erforderliche Grundstück (Foto) wurde von der Kommune kostenlos zur Verfügung gestellt und ist nun Eigentum der Brüdergemeine in Malawi. Der Rohbau entstand mit Spendenmitteln der Herrnhuter Missionshilfe. Für die Fertigstellung des Baues (Fenster, Türen, Ausstattung) sowie für drei kleine Wohnhäuser neben dem Gemeindezentrum wurde bei der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ein Förderantrag gestellt.  

Gemeindeglieder vor Kämpfen geflüchtet

Vom 24. September bis 2. Oktober 2017 gab es in der D. R. Kongo heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Maï-Maï-Milizen. Diese begannen bei Mboko und erstreckten sich bis nach Uvira. Die Menschen im Kampfgebiet mussten ihre Heimat verlassen. Was sie an Gütern und Nahrung besaßen, wurde von Soldaten oder Rebellen geraubt. Die Brüdergemeine hat in diesem Gebiet drei Gemeinden: Uvira, Mboko und Atunga. Die Mitglieder dieser drei Gemeinden flohen in die Stadt Uvira. Da die Regierungstruppen ohne Rücksicht auf die Flüchtlinge operierten, wurden diese daran gehindert, nach Hause zurückzukehren und müssen bei Verwandten, Freunden oder Bekannten bleiben, die selber kaum das Nötigste besitzen. Hilfsbedürftig sind etwa 120 Familien, für die die Kirchenleitung um Nothilfe bittet. Das ganze Schreiben hier.

Schnuppertag an der BICU

»Bluefields Indian & Caribbean University« (BICU) ist der Name einer Hochschule an der Ostküste von Nikaragua. Hier haben in der Vergangenheit immer wieder Schülerinnen und Schüler studiert, die am »Collegio Moravo«, einer Sekundarschule der Brüdergemeine, ihre allgemeine Ausbildung erhielten. Für den 22. Oktober 2017 hatte die Schule mit der Universität einen Schnuppertag für diejenigen zwei Klassen verabredet, für die demnächst das Abitur ansteht. Die Jugendlichen ließen sich die Studienzweige sowie die sonstigen Angebote der Universität erklären. Im Auditorium Maximum wurden sie von der Universitäts-Leitung begrüßt und anschließend mit Werbemitteln in der Hand fotografiert.

BWM-Katastrophenhilfe ist angelaufen

In seinem Newsletter für Oktober 2017 berichtet das nordamerikanische »Board of World Mission« der Brüdergemeine über seine Hilfsmaßnahmen nach den zahlreichen Katastrophen im August und September 2017. Ein Transporter mit Hilfsgütern und Technik ist bereits in den vom Hurrikan »Harvey« betroffenen Gemeinden im Süden der USA unterwegs. Auch erste Teams mit Freiwilligen sind jetzt im Einsatz. Sobald Hilfsmaßnahmen auch in der Karibik möglich sind, wird - nach Bereitstellung von Nothilfe - weiteres Geld an die betroffene »Unitätsprovinz Westindien-Ost« überwiesen und werden weitere Freiwilligen-Teams ausgesendet. Der ganze Bericht in deutscher Übersetzung hier.

Synode der Brüdergemeine auf Kuba

Nach den Verwüstungen, die Hurrikan »Irma« angerichtet hatte, hielt die Brüdergemeine auf Kuba, die im Status einer Missionsprovinz der Brüder-Unität arbeitet, vom 25. bis 28. September 2017 ihre erste offizielle Synode in Havanna ab. Im Diözesanzentrum der Katholischen Kirche hatten sich 68 Synodale, einige Gäste sowie elf Beobachter aus den sieben Gemeindebezirken auf der Insel versammelt. Eine Hauptaufgabe der Synode war die Revision der Kirchenordnung. Tanya Sanchez (Havanna; 2. v. l.) wurde in der Nachfolge von Armando Rusindo zur neuen Präsidentin der Kirche gewählt. Es war ein emotionaler und historischer Moment, als Armando Rusindo, der seit 1999 die Kirche geleitet hatte, zu einem Bischof gewählt wurde. Nach seiner Ordination wird er der 365. Bischof der Brüder-Unität und erster Hispano-Amerikaner in diesem Amt sein. Mehr hier.

Zu Besuch im Katastrophengebiet

Vor wenigen Tagen weilte der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, Cortroy Jarvis, erstmals in einem Teil desjenigen Gebietes, das die Hurrikans »Irma« und »Maria« im September 2017 heimgesucht hatten. Seinen Bericht vom 8. Oktober 2017 mit Bildern gibt es als Download hier. Die Herrnhuter Missionshilfe hat zunächst 6.000 US-Dollar für die Ersthilfe überwiesen.

Erste Spenden für Hurrikan-Opfer

Inzwischen sind die ersten Spenden für die Opfer der Hurrikans »Irma« und »Maria« eingegangen, die etwa 30 Brüdergemeinen in der Karibik mehr oder weniger stark verwüstet haben. Die größte Einzelspende betrug 750 Euro. Bei einem Gemeindeabend in Zürich wurden 1.420 CHF (1.230 Euro) gesammelt. Beim Jahrestreffen der Brüdergemeine in der Schweiz, der »Fête de Montmirail«, kamen 405 CHF (350 Euro) für die theologische Ausbildung der Brüdergemeine in Tansania zusammen. Außerdem wurden in der Schweiz zuletzt 256 CHF (222 Euro) für den integrativen Kindergarten in Elbasan, Albanien, sowie 299,50 CHF (260 Euro) für die Arbeit des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg in Palästina. Foto: Die zerstörte Kirche der Emmaus-Gemeimnde auf St. John.

Kunstworkshop mit Maren Theel

»Einander begegnen in der Kunst« lautet das Motto eines Workshops im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) vom 15. bis 21. Oktober 2017, geleitet von Maren Theel, Kunsttherapeutin an der Berliner Charité, zusammen mit einheimischen Kunstlehrerinnen. Die Veranstaltung ist ein Beitrag der »Hoffnungstaler Stiftung Lobetal« aus Anlass von deren 150. Geburtstag und wurde initiiert vom früheren Präsidenten des Diakonischen Werks der EKD, Klaus-Dieter Kottnik. Bei dem Workshop geht es darum, mit einfachen, in Palästina bisher nicht gekannten Methoden ansprechende Kunstwerke zu fertigen, die der Öffentlichkeit vorgestellt werden und damit zur Akzeptanz von Menschen mit Behinderungen in der palästinensischen Gesellschaft beitragen. Ein Tagebuch vom Workshop mit vielen Bildern hier.

Missionsprojekte im Kollektenplan 2018

Die Brüder-Unität und die Herrnhuter Missionshilfe haben gemeinsam über die Anzahl und die Zweckbestimmung der Missionskollekten für 2018 entschieden. Die Gemeinden der Brüder-Unität und auch alle anderen Gemeinden sind herzlich gebeten, im Laufe des neuen Jahres für folgende missionarische Projekte zu sammeln: Ernährungssicherung in Sambia - Alternativen gegen Lebensmittelknappheit; Berufsschulen der Brüdergemeine in Afrika - Chancen für den Nachwuchs; Verschiedene Solarprojekte der Brüdergemeine in Tansania; Waisenprojekt der Brüdergemeine auf Sansibar/Tansania; Hilfen für das Missionshospital der Brüdergemeine in Mbozi/Tansania. Von den Gemeinden der Brüder-Unität wurden 2016 für Missionsaufgaben 90.355 Euro gesammelt, von anderen, meist landeskirchlichen Gemeinden 12.783 Euro. Danke!

Ein Tag, der seinesgleichen sucht

Mittlerweile sind Christiane Klingner und ihr Ehemann, der Dipl.-Agrar-Ingenieur Stephan Klingner, in der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania angekom-men, wo sie fünf Monate als Freiwillige arbeiten wollen. In ihrem Blog berichten sie von einem Tag, der seinesgleichen sucht. Etwa 200 Menschen waren zu einem Fest erschienen, das Enea Kajange, Leiterin der Waisenarbeit in Isoko, zur Demonstration ihrer exzellenten Projektarbeit organisiert hatte: 70 Waisen, die Mitglieder der HIV-Selbsthilfegruppe, Angestellte des Krankenhauses und viele Angehörige. Es gab ein buntes Festprogramm mit Gesangsvorführungen, Tänzen, Ansprachen und wunderbaren Speisen. Mit dabei war auch ein Junge, der nach schweren Verbrennungen an seinen Händen erst kürzlich mit Spendengeldern operiert werden konnte. Zum Blog mit vielen Bildern hier.

Gästehaus in Rungwe eröffnet

In Rungwe (Tansania, Südprovinz) hat das »Butusyo Gästehaus« der Brüdergemeine seinen Betrieb aufgenommen. »Mission 21« und unzählige Einzelspenden aus Tansania und Deutschland trugen dazu bei, dass eines der historischen Gebäude in Rungwe sorgsam renoviert und mit neuer Nutzung erhalten werden konnte. Sieben großzügige Gästezimmer zzgl. eigenem Bad sind entstanden. In der lokalen Sprache Kinyakyusa bedeutet »Butusyo«, der Name des Hauses, »Ort zum Ausruhen«. Das Haus wird vom HIV/Aids-Büro der Südprovinz verwaltet. Die Einnahmen aus dem Hotelbetrieb dienen dazu, die HIV/Aids-Arbeit der Brüdergemeine zu unterstützen. Das Haus ergänzt das ebenfalls in Rungwe befindliche »Numwagile«-Frauenzentrum. Die ersten Gäste des Hauses, eine Gruppe aus der Schweiz, waren begeistert von der attraktiven Unterkunft.

Neue Kirchenleitung in der Rukwa-Provinz

Vom 13. bis 15. September 2017 fand in Sumbawanga in der tansanischen Rukwa-Provinz eine Synode statt, auf der u. a. eine neue Kirchenleitung gewählt wurde. Zum »Chairman« wählten die Synodalen Erord Rupia Simae, zuletzt Projekt-Manager der Provinz. Er hatte diese Funktion vor mehr als zehn Jahren schon einmal inne. Als sein Stellvertreter agiert Asagile Mwandagasya. Neuer Generalsekretär ist Emmanuel Adam Sikazwe. Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt in der Rukwa-Provinz ein Aufforstungsprojekt sowie die Sekundarschule in Sumbawanga (African-Rainbow School). Die »Brødremenighedens Danske Mission« unterstützt eine Waisenarbeit mit Straßenkinder-Projekt in Sumbawanga (Peter’s House) sowie ein Missionszentrum in Kipili tief unten am Lake Tanganyika.

Brüdergeschichtliche Gedenktage 2018

Bischof Theodor Gill hat neuerlich aufgelistet, welche brüder- und missionsgeschichtlichen Gedenktage es im kommenden Jahr gibt. Zum Beispiel wird es am 3. Februar 275 Jahre her sein, dass das grönländische Ehepaar Simon Arbalik und Sara Pussimek 1743 getraut wurde. Am 16. Mai wird es 225 Jahre her sein, dass die »Zeister Missionsgesell-schaft« 1793 gegründet wurde. Am 2. August wird es 275 Jahre her sein, dass der Missionar Christian Gottlieb Israel 1743 auf St. Thomas starb. Am 31. August wird es 300 Jahre her sein, dass die vormalige Sklavin Shelly (Taufname Rebecca), später nacheinander Ehefrau der Missionare Matthäus Freundlich und Christian Protten, 1718 geboren wurde. Am 18. September wird es 250 Jahre her sein, dass die Sklavin Sara als Erstling der Herrnhuter Mission auf Barbados 1768 getauft wurde. Die ganze Liste hier.

Aus der US-amerikanischen Südprovinz

Die US-amerikanische Südprovinz der Brüder-Unität hat 57 Personen bei »mission trips« finanziell unterstützt. Diese Personen sind allein oder in sieben Kleigruppen zu Kurzeinsätzen oder Besuchen in andere Unitäts- und Missionsprovinzen bzw. in Missions-gebiete der weltweiten Brüder-Unität gereist. + + Das Waisenhaus der Brüdergemeine in Kenia »Ray of Hope« mit angeschlossener Grundschule steht kurz vor der Zertifizierung durch die staatlichen Behörden. Es ist dankbar dafür, nun endlich an das öffentliche Stromnetz angeschlossen zu sein. + + An einem Benefizessen, das die »Fairview Moravon Church« in Winston-Salem/NC organisiert hatte, nahmen 126 Personen teil. Der Erlös betrug 1.244 US-Dollar. Das Geld soll der Brüdergemeine in Peru zugutekommen.

Zur aktuellen Lage auf den Antillen

Die Lage auf den Westindischen Inseln nach den Hurrikans »Irma« und »Maria« ist noch immer dramatisch. Nach wie vor sind die Flughäfen und die großen Häfen geschlossen, nach wie vor leben die Bewohner vieler Inseln in Notunterkünften, nach wie vor gibt es auf mehreren Inseln keinen Strom und kein Internet. Die Schadenssummen an einigen zerstörten bzw. beschädigten Kirchen sowie an zehntausenden Privathäusern können noch nicht einmal geschätzt werden. Die ersten Hilfsgelder für die Betroffenen sind überwiesen. Der Wiederaufbau muss noch warten. Der Einsatz von Hilfsteams wird vorbereitet. Aktuelle Berichte vom nordamerikanischen »Board of World Mission« sowie vom Vorsitzenden der Unitätsprovinz Westindien-Ost, Cortroy Jarvis, in deutscher Übersetzung hier. Ein kurzes Video aus dem Hubschrauber von den Zerstörungen auf St. John hier.

Seminar zur Verstädterung in Tansania

Der »Tanzania-Network e. V.« lädt zu einem Seminar am 28./29. Oktober 2017 im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Universität Leipzig, Beethovenstr. 15, ein. Thema: »Sta(d|t)tliche Perspektiven für Tansania«. Noch 1960 lebten 95 Prozent der Menschen in Tansania auf dem Land, 2015 sind es nur noch 68 Prozent. Diese Menschen erhoffen sich neue Perspektiven im Lebensraum Stadt. Dort treffen sie Männer und Frauen aus verschiedenen Landesteilen und darüber hinaus. Sie begegnen sich, neue Ideen entstehen und neue Chancen entwickeln sich. Während des Seminars kommen Menschen zu Wort, die das Leben auf dem Land und in den Städten Tansanias kennen und über die Perspektiven eines Lebens in tansanischen Städten forschen. Info-Flyer hier. Anmeldung hier.

Brüdergemeine in Sierra Leone wächst

Mohamed und Safiatu Braïma, die Gründer der Brüdergemeine in Sierra Leona, hoffen, dass im kommenden Jahr in der Stadt Kailahun die vierte Gemeinde im Land gegründet werden kann. Die anderen Gemeinden befinden sich alle im ländlichen Raum. Ngiehun, die größte Gemeinde, wo 2009 auch eine neue Sekundarschule entstand, erhielt kürzlich mit Spenden aus den USA eine Solaranlage. Im Nachbardorf Mbaoma entsteht bis Ende 2017 neben der Kirche eine kleine Rundfunk-Sendestation, mit der Menschen im Umkreis von 50 Kilometern mit der Frohen Botschaft erreicht werden können. Der Sendemast steht schon. Beim Besuch von Donna Hurt und Pete Hiltz aus der US-amerikanischen Südprovinz fand die Taufe gleich von 20 neuen Gemeindegliedern statt. Mehr in einem Artikel des »Moravian Magazine« (Heft 9-2017) in Englisch hier.

Freiwilligeneinsatz: Tansania zum dritten

Die Hebamme Christiane Klingner (Königsfeld im Schwarzwald) lässt zum dritten Male das Jahr mit einem Freiwilligeneinsatz in Tansania, Südprovinz, ausklingen. Erstmals wird sie begleitet von ihrem Mann Stephan Klingner, einem »Diplom Agrar-Ing. International«. Die Ausreise des Ehepaares erfolgt am 2. Oktober 2017, die Rückkehr ist für Februar 2018 vorgesehen. Während Christiane Klingner v. a. wieder Fortbildungen für das Personal des »Isoko Hospitals« anbieten möchte (mit Schwerpunkt Notfall- und Qualitätsmanagement, Hygiene), wird Stephan Klingner sich in der Region Isoko um die Bodengesundheit, die Einsparung von Kunstdünger, Bewässerungsfragen und einen Heilpflanzengarten kümmern. Sie wollen hier in einem Blog berichten. Infos zu den Einsätzen 2015/16 hier und hier.

Berufsschule möchte Angebot erweitern

Mit Hilfe der Firma »Wörwag Pharma« aus Böblingen konnte die Herrnhuter Missionshilfe in Songea (Tansania) eine neue Berufsschule bauen. Dort lernen derzeit 58 junge Männer und Frauen das Nähen, das Tischlern, das Schneidern sowie das Elektro-Handwerk. Auch Grundkenntnisse in Englisch, Informationstechnik und Betriebsführung sind Inhalt des Lehrplanes. Große Nachfrage besteht hinsichtlich der Ausbildung von KFZ-Mechanikern. Projektleiter Jairi A. Sengo berichtet: »Wer in einer Kfz-Werkstatt arbeitet, hat bei uns ein sicheres Einkommen. Gern würden wir diesen Ausbildungsgang ab Herbst 2017 anbieten. Leider ist die Ausstattung teuer. Im Namen der jungen Menschen in Tansania bitte ich Sie um Hilfe«. Das Erlernen eines Berufes ist für die meisten ein Weg aus der Armut. Mehr hier.

»Irma« über der moravischen Karibik

»Irma«, der stärkste Hurrikan, der jemals über die Antillen hinweggefegt ist, traf zwischen dem 6. und 10. September 2017 mehrere Inseln, auf denen es eine Brüdergemeine gibt, unmittelbar (Antigua, Barbuda, Sint Maarten, St. Kitts und Nevis, St. Croix, St. Thomas, St. John, Tortola). Und er zog über Haiti und Kuba, wo er lange verweilte, ehe er sich gen Florida auf den Weg machte, wo v. a. moravische Einwanderer aus Mittelamerika leben. Hellgrau = Kat. 4; Mittelgrau = Kat. 5; Breite 400 - 500 km; Windgeschwindigkeiten 200 - 300 km/h. Ein Schreiben der Brüdergemeine in Nordamerika in deutscher Übersetzung mit der Bitte um Geld und Gebete hier. Ein Bischofswort an die Betroffenen und an die verschont Gebliebenen gibt es hier. Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

Nach Hurrikan »Irma« in der Karibik

Cortroy Jarvis, der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, berichtet kurz von der Lage auf den karibischen Inseln nach dem Durchzug von Hurrikan »Irma« und bittet um Hilfe für die Geschädigten. Die Kirchenleitung hat ihrerseits 5.000 US-Dollar Ersthilfe für die Einwohner der Insel Barbuda bereitgestellt. Download zweier Briefe hier. Eine Fürbitt-Liturgie für die Opfer der Hurrikan-Katastrophe in der Karibik hier. Infos vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine vom 8. und 11. September 2017 hier.

»Living Branches« - A new resource for teaching Moravian heritage

The Moravian Church in America has a new resource for teaching our Moravian heritage! This curriculum, called Living Branches: Moravians Growing in Faith, Love & Hope, is a flexible, 13-week Sunday School program focused on sharing the story of our Moravian heritage from Jan Hus to the present day. It includes lower elementary, upper elementary, youth and adult components. More about living Branches here. Download PDF: Lower Elementary (15 MB), Upper Elementary (31 MB), Middel/High School (24 MB), Adults (3 MB).

Avocado-Projekt in Rungwe gedeiht

Im Jahre 2009 hat die Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania eine Kooperationsvereinbarung mit einer Company Ltd. aus Tansania geschlossen zwecks Verpachtung ihres Landes zur Bepflanzung mit Avocado- Bäumen. Nach der Anfrage eines Investors aus München hat sich im Juni 2017 eine neue Möglichkeit für die Provinz aufgetan. Durch die Gründung der »Moravian Farming Company« in Rungwe konnte sie Anteilseignerin werden und hat somit ein Mitspracherecht bei Entscheidungen und sie profitiert direkt vom Gewinn. Die Herrnhuter Missionshilfe hat der Provinz mit einem Kredit geholfen. Sie sieht in diesem Projekt ein Pilotprojekt, das auch in anderen Provinzen in Tansania umsetzbar wäre. Ein Erfolg des Projektes könnte langfristig den Kirchenprovinzen helfen, ein eigenes Einkommen zu generieren. Ausführliche Projektbeschreibung mit mehreren Bildern hier.

»Die zehn besten Monate meines Lebens«

»Ich habe die zehn besten Monate meines Lebens hier verbracht«. So enden die Blog-Eintragungen (siehe hier) von Kristina Koefoed aus Dänemark, die zehn Monate als junge Freiwillige in Tansania verbracht und im »Peter's House«, einem Waisenhaus der Brüdergemeine in Sumbawanga in der Rukwaprovinz gearbeitet hat. An ihrem letzten Wochenende in Tansania unternahmen sie und Karoline Hansen, eine andere dänische Freiwillige, einen Wander- und Kletter-Ausflug mit einigen Waisenkindern sowie mit ein paar Lehrlingen aus der Tischlerwerkstatt. Bei diesem Ausflug mussten die Großen gelegentlich die müden Kleinen tragen. Kristinas Fazit: »Es gibt so viele Dinge, die ich von hier nach Hause mitnehmen möchte, nicht nur Dinge vom örtlichen Markt, sondern vor allem die Werte des Lebens und viele Freundschaften«.

Als Senior-Freiwillige in Ostafrika

Über die Mission der Brüdergemeine in Dänemark, weilten Kaj und Birthe Bruun kürzlich zu einem Freiwilligen-einsatz in Ruanda, Burundi und Tansania. Bei einem Kurs für 28 junge Leute in Ruanda ging es um Bibelkunde, Geschichte der Brüdergemeine und Liturgie, aber auch um Hygiene und Krankenpflege. Besonders fragten die jungen Leute nach der christlichen Ehe. In Burundi leiteten die Gäste einen Kurs für 38 Pfarrer und Pfarrfrauen, bei dem ähnliche Themen wie in Burundi behandelt wurden und in dem man den Epheserbrief besprach. Viele Pfarrfrauen konnten weder lesen noch schreiben. Eine Pfarrfamilie verlor nach einem Brand ihr Haus und erfuhr Hilfe der Gemeinde. In Kigoma in der tansanischen Rukwaprovinz fanden zwei Kurse statt für 28 und für 25 zumeist sehr junge Leute. Der ganze Bericht in Dänisch hier.

Nachmittag für Kinder mit HIV/Aids

Melania Mrema-Kyando, die auch in Deutschland gut bekannte Pfarrerin und langjährige, engagierte Kämpferin gegen HIV/Aids aus der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, schieb an das Unitätsfrauenbüro: »Die Zahl der Gruppen für Menschen, die mit HIV/Aids leben, hat sich weiter erhöht. Auch immer mehr Kinder sind betroffen. Im vergangenen Monat fand ein Treffen von 23 Kindern, die mit dem HI-Virus leben, samt ihren Pflegeeltern statt. Wir spielten, erzählten uns unsere Lebensgeschichten und genossen einen wundervollen Tag. An diesen Kindern erkenne ich die Liebe Gottes und wie Gott sich um sie kümmert. Jetzt haben wir diesen Tag für Kinder mit HIV/Aids institutionalisiert. Die Kinder sind zwischen 1 1/2 und 17 Jahre alt«.

Synodenbericht aus Tansania (Westprovinz)

Im »Moravian Messenger« für Juni 2017 gibt es einen lebendigen Bericht von der jüngsten Synode der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania, die im abgelegenen Singida stattfand. Den Bericht hat Roberta Hoey verfasst, ein Gast aus der Britischen Unitätsprovinz (Foto rechts), die erstmals in Ostafrika war. Deutsche Übersetzung des Berichtes hier. Der Bericht schildert den Verlauf und das Ergebnis der Synode und er verweist sowohl auf die Unterschiede als auch auf die Gemeinsamkeiten zwischen einer Synode in Europa und in Tansania. Er enthält weiterhin Beobachtungen während der Reise durch Westtansania sowie eine kurze Beschreibung der neu eröffneten Gesundheitsstation der Brüdergemeine in Tabora.

Solarprojekt erfolgreich abgeschlossen

Voller Freude kann die Herrnhuter Missionshilfe mitteilen, dass das Solarprojekt in Ibaba (Tansania, Südprovinz) vollständig fertiggestellt wurde. Das Projekt besitzt größte Bedeutung für das Dorf. Endlich ist die Krankenstation nicht mehr auf das unsichere Netz vor Ort angewiesen. Durch den Stromanschluss konnte auch die Geburtshilfestation erweitert werden. Jetzt müssen die Anwohner zu Entbindungen nicht mehr in die Stadt fahren. Und auch die Dorfschule profitiert von der Anlage (Foto rechts). Die Kinder haben die Möglichkeit, nach Einbruch der Dunkelheit und getaner Feld- und Hausarbeit ihre Hausaufgaben in den Räumlichkeiten der Schule zu erledigen. Die Hernnhuter Missionshilfe dankt auf ihrer Projekt-Website allen Spenderinnen und Spendern. Siehe hier.

Nähmaschinen für Tansania

Der Kirchenbezirk Mühlacker hat seiner Partnerkirche, der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania, 30 mechanische Nähmaschinen geschickt, an denen 120 Frauen ab Mai 2017 das Schneidern erlernen und damit etwas zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen können. Agnes Njeyo, die Verantwortliche für die Frauen- und Kinderarbeit der Südwestprovinz, erzählt, dass dieses Projekt sich vor allem an alleinerziehende Mütter, jugendliche Waisen sowie Ehefrauen von Pastoren richtet, denn Pastoren werden in Tansania schlecht bezahlt. Agnes Njeyo weist auf das Sprichwort hin: »Wer eine Frau qualifiziert, fördert dadurch eine ganze Familie«. Der Kirchenbezirk Mühlacker transferiert nicht nur materielle Güter nach Tansania, sondern organisiert auch vielfältige Begegnungen. Mehr in einem Artikel der Pforzheimer Zeitung - siehe hier.

Enea Kajange zu Besuch in Europa

Enea Kajange aus Isoko, Koordinatorin eines Waisenprojektes der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, reist im Sommer 2017 durch die Schweiz, Deutschland und die Niederlande. Anlass für die Reise ist ein Workshop in Basel und Genf zum Thema Menschen- und insbesondere Frauenrechte, den »Mission 21«, die schweizerische Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, organisiert hat. Termine mit Enea Kajange: 23. Juni, 19 Uhr im Schwesternkreis im Gemeindezentrum »Wi Eegi Kerki« in Amsterdam-Südost; 24. Juni, 19 Uhr zur Gebetssingstunde im Kirchensaal in Zeist; 25. Juni, 10.30 zum Gottesdienst in der »Konigskerk« in Amsterdam; 27. Juni, 19 Uhr in der Reformierten Gemeinde Horgen (CH); 28. Juni, 18 Uhr im Missionshaus in Basel; 2. Juli, 10 Uhr zum Missionsfest in Bad Boll; 8. Juli, 17 Uhr in der Herrnhuter Sozietät Basel.

Vor 50 Jahren wurde Tansania sozialistisch

Mit der Arusha-Deklaration von 1967 stellte Staatspräsident Julius Kambarage Nyerere (1922-1999) erstmals seine Ideen von einem afrikanischen Sozialismus vor. Er verstaatlichte Banken und große Wirtschaftsunternehmen, forcierte - teils mit Gewalt - die Neugründung sozialistischer Dorfgemeinschaften (Ujamaa), setzte auf strenge Selbstverantwortung (Kujitegemea) sowie eine Reform des Schulwesens. Die Alphabetisierungsrate stieg von 10% auf 79%; die Einschulungsrate an Grundschulen von 25% auf 94% (1960:1979). Das traditionelle Stammesdenken nahm an Bedeutung mehr und mehr ab. Das Gesundheitswesen blühte auf. Die Ideen der Gleichheit und der Gemeinschaft wurden von der breiten Bevölkerung zwar akzeptiert, der so genannte »Ujamaa-Sozialismus« scheiterte jedoch spätestens 1985 im ökonomischen Bereich.

Sonntagsschul-Programm für Ostafrika

Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt mit 2.000 Euro ein Sonntagsschul-Programm, das Tulie Kassimoto und Mary Kategile (beide Tansania) durchführen wollen. Beide hatten Anfang 2016 an der Unitätsfrauenkonsultation in Surinam teilgenommen und von dort die Idee mitgebracht, nicht nur etwas für ihr Mutterland zu tun, sondern auch für die acht angrenzenden Länder, in denen es ebenfalls eine Brüdergemeine gibt: Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, D. R. Kongo, Sambia, Malawi und Mosambik. Bei dem Programm soll es um die Themen »Schutz von Frauen« und »Gerechtigkeit für Frauen« gehen, die globale Relevanz besitzen. Bei der Vorbereitung des Programms werden erstmals Frauen aus allen diesen Ländern an einem Tisch zusammenkommen. Hauptsponsor des Programms ist das Unitätsfrauenbüro in Winston-Salem/NC.

Wettstreit von 1.500 Chören in Tansania

Den Wettstreit von mehr als 1.500 Kirchenchören in Tansania hat der deutsche Dokumentarfilm »Sing it Loud - Luthers Erben in Tansania« (99 Minuten; Trailer hier) zum Gegenstand, der am 18. Mai 2017 Premiere hatte. Seit 60 Jahren findet in Tansania ein Chorwettbewerb statt, der von der lutherischen Kirche abgehalten wird. Um bei dem Wettbewerb mitmachen zu dürfen, mussten im Vorjahr der Lutherchoral »Ein feste Burg ist unser Gott« und eine Eigenkomposition vorgetragen werden. Die Regisseurin Julia Peters (Interwiev mit ihr hier) begleitete sechs Menschen, die in drei verschiedenen Chören mitwirken, in ihrem Alltag: die Kleinbauern Martha und Simon aus dem Dorf Monduli, die Autowerkstatt-Besitzer Maria und Evarest aus Arusha und die Jugendlichen Kelvin und Nuru vom Kanaani-Chor ebenfalls aus Arusha.

Auf der Suche nach afrikanischen Lösungen

Lange hatte Claudia Zeising, die als Koordinatorin für die von »Mission 21« unterstützten Projekte der Brüdergemeine in Tansania arbeitet, nicht mehr berichtet. Jetzt schrieb sie einen langen, bebilderten Rundbrief, in dem vom afrikanischen Gang der Dinge die Rede ist, der sich von Gang der Dinge in Europa unterscheidet, der aber dennoch zu Erfolgen führt. Als Beispiele nennt Claudia Zeising den wirtschaftlichen Erfolg der Frauen-Nähgruppe in Rungwe, die im Jahre 2016 erstmals einen größeren Überschuss erzielte, und die expandierende HIV/Aids-Arbeit, die immer mehr Menschen zu Würde und einem besseren Leben verhilft. Kritische Bemerkungen finden sich zum Gesundheitswesen in Tansania sowie zu den kirchlichen Leitungsstrukturen. Download des Rundbriefes bald hier.

Synode in der tansanischen Westprovinz

Insgesamt 191 stimmberechtigte Personen aus der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania nahmen am 24./25. April 2017 an der Synode in Singida teil. Der bisherige Vorsitzende der Kirchenleitung, Ezekiel Yona, wurde für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt, ebenso Generalsekretär Richard Lwali. Auch fast alle anderen Mitglieder der Kirchenleitung wurden wiedergewählt, darunter der stellvertretende Vorsitzende, George Mang'ombe. Die Kirchenleitung präsentierte ihren Masterplan für die nächsten Jahre. Man möchte eine nachhaltige Kirche werden, vor allem in den Bereichen institutionelle Stärkung, Mission und Evangelisation, Verwaltung und Vernetzung. Weil Bischof Isaac Nicodemo bald in den Ruhestand treten möchte, wird demnächst eine Bischofswahl notwendig. Mehr hier.

Ehepaar aus den NL arbeitet in Kilangala

Die »Zeister Zendingsgenootschap« (ZZg), die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, berichtet in einem Informations-Brief, dass in der Missionssiedlung Kilangala (Tansania, Rukwaprovinz) ein Ehepaar aus den Niederlanden zu einem einjährigen Einsatz eingetroffen ist. Flip van Haan (Foto), ein Landwirtschaftsexperte, wird mit seiner Kompetenz dazu beitragen, dass auf den Feldern der Mission effektiver produziert werden kann, so dass höhere Eigen-Einnahmen möglich sind. Seine Ehefrau Felice van Haan wird in der Missionsschule zum Einsatz kommen. In Kilangala kooperiert die ZZg mit anderen niederländischen Organisationen, die sich der Hilfe für Tansania verschrieben haben: der »Stichting Trijntje Beimers«, der Landwirtschafts-Stiftung SOLKO und der Freiwilligenagentur VSO.

Mit Preisschild in den Ostergottesdienst

Einen lebendigen Bericht über ihre Arbeit in einem Gesundheitsprojekt der Brüdergemeine an beiden Ufern des Tanganyikasees sowie über die Karwoche und das Osterfest in Kipili (Tansania, Rukwaprovinz) haben Bert und Marjo Muizebelt - ten Kate verfasst. Sie erzählen, was in Ostafrika und Europa an diesen besonderen Tagen gleich ist, und was es nur in Ostafrika gibt, u. a. das Belassen der Preisschilder an den neu gekauften Kleidungsstücken. Sie beschreiben v. a. die bisherige Entwicklung des Projektes, in dem sie tätig sind, auf dem tansanischen wie dem kongolesischen Ufer des Tanganyikasees. Während in Tansania die Gesundheitsarbeit nach zehnjähriger Aufbauphase nunmehr überwiegend von Einheimischen getan wird, bedarf sie in der D. R. Kongo noch eine Weile der Unterstützung durch die dänische Mission. Der ganze Bericht hier.

UNO zeichnete Studierende in Mbeya aus

Kürzlich besuchten Alvaro Rodriguez und Hoyce Temu, zwei für Tansania zuständige Koordinatoren des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), die »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya. Bei ihrem Besuch ging es in internen Gesprächen, aber auch bei einem großen Forum in der TEKU-Hall um die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) mit ihren 169 Unterzielen, die bis 2030 von allen UN-Mitgliedstaaten erreicht werden sollen. Breiten Raum nahmen die Themen Umweltschutz, Klimawandel und Entwicklung des ländlichen Raumes ein. Alvaro Rodriguez machte den jungen Leuten, die in Tansania mehr als 50% der Bevölkerung ausmachen, Mut, sich den Herausforderungen zu stellen. Er zeichnete etwa 30 Studierende mit einem Zertifikat als »Global Goals Champion« aus. Mehr Infos hier.