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Die Herrnhuter Missionshilfe verbindet Menschen weltweit. Lesen Sie auf der Startseite zunächst Neuigkeiten aus der Welt der Herrnhuter Mission. Um zu erfahren, wer wir sind und was wir tun, an welchen Orten wir arbeiten und was wir Ihnen anbieten, gehen Sie bitte ins Hauptmenü.

Regierung entlässt 35 Ärzte

Wie aus verlässlicher Quelle verlautete, wurden in Nika-ragua zuletzt 35 Ärzte von der Regierung entlassen, weil sie Menschen behandelt hatten, die bei Demonstrationen gegen die Herrschaft von Daniel Ortega verletzt wurden. Kubanische Ärzte sollen die Entlassenen ersetzen. Eine illegale Besetzung privater Grundstücke - toleriert oder sogar initiiert von korrupten Beamten - gibt es jetzt auch außerhalb der Miskito- und Mayangna-Gebiete an der Ostküste. Die wirtschaftliche Lage wird immer kritischer. Der Staatshaushalt wurde drastisch gekürzt, vor allem im Gesundheits- und Bildungsbereich. Da Zuschüsse und Kredite aus dem Ausland an die Einhaltung humanitärer und demokratischer Standards geknüpft sind, fehlt der Regierung jetzt das Geld. Die Unsicherheit unter den Menschen wächst. Tausende flüchten ins Ausland. Foto: Grenze nach Honduras.

Gott macht das Unmögliche möglich

Für den Monat August, der gleich vier Gedenktage der Brüder-Unität enthält, hat Cortroy Jarvis, Vorsitzender der Unitätsprovinz Westindien-Ost, eine Meditation geschrieben. Seine Gemeinden sollen die Gelegenheit haben, diese Tage besonders zu begehen. Die Meditation trägt den Titel: »Gott macht das Unmögliche möglich«. Der 13. August 1727 gilt als der Geburtstag der Erneuerten Brüder-Unität, am 17. August 1727 hat in Herrnhut eine Kindererweckung stattgefunden, am 21. August 1732 wurden die ersten Herrnhuter Missionare ausgesandt und am 22. August 1727 verabredeten sich die ledigen Brüder in Herrnhut zu einer ununterbrochenen Gebetswacht. Cortroy Jarvis schließt seine Meditation: »Möge die Erweckung, die 1727 begann, uns als Individuen und uns als weltweite Kirche neu ergreifen«. Text der Meditation hier.

»Teofilo-Kisanji-Universität« in der Krise

Die »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya, Tansania, steckt schon seit einigen Monaten in einer schweren finanziellen Krise. Die tansanischen Behörden haben gegenüber der Leitung der Universität Forderungen erhoben, u. a. weil angeblich Sozialabgaben und Steuern nicht in der richtigen Höhe gezahlt wurden. Es gibt auch Schwierigkeiten bei der Rückzahlung eines Kredites über zwei Millionen US-Dollar, der für den Bau der Bibliothek, des großen Hörsaales sowie von Unterkünften für Studierende (Foto) aufgenommen worden war. Die Brüdergemeine in Tansania arbeitet an der finanziellen Sanierung der Universität. Die 620 Gemeinden in sieben Provinzen mit 750.000 Mitgliedern im Land wurden gebeten, Kollekten zur Schuldentilgung zu sammeln.

Kindermusikfestival im Festmonat August

Im Rahmen des diesjährigen »Festmonats August«, den die Brüdergemeine in Surinam als besonderen Gedenk- und Zurüstungs-Monat alljährlich begeht, fand am 8. August 2018 in Paramaribo wieder ein Herrnhuter Kinder-Musikfestival statt, genannt »Pikin Poku Konmakandra«. Veranstaltet wird das im ganzen Land beliebte Festival von der »Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam«. Einen knapp dreiminütigen Filmbeitrag von den Proben zu diesem Ereignis, in dem Mildred Demon, die Direktorin der Schulstiftung, interviewt wird, brachte das surinamische Fernsehen am 4. August 2018. Siehe hier. Das Festival findet in einer großen Sporthalle von vielen Hundert Zuschauerinnen und Zuschauern statt. In der Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam sind über 80 Schulen verschiedenen Typs zusammengefasst. Liste hier.

Erster Spatenstich für neue Grundschule

Endlich ist die Baugenehmigung für die neue Grundschule der Brüderge-meine in Mwera auf Sansibar (TZ) eingetroffen! Verantwortliche des Staates, der tansanischen Ostprovinz, der Schule sowie Bettina Nasgowitz, die Referentin der Herrnhuter Missionshilfe für Finanzen und Projekte, haben mit einem ersten Spatenstich den Bau offiziell begonnen. Die Schule wird auf dem neu erworbenen Grundstück direkt neben dem Kindergarten errichtet. Zunächst sollen sechs Klassenzimmer, ein Bürogebäude und eine Mauer zur Umfassung des Grundstücks entstehen. Das alte Schulgebäude ist abbruchreif und stellt auf Dauer eine Gefahr für die Kinder dar. Die neue Grundschule soll später einmal 270 Plätze haben. Die Bevölkerung auf Sansibar ist zu 98 Prozent muslimisch. In der Schule wird ein friedlich-fröhliches Zusammenleben von Muslimen und Christen praktiziert.

»Unity Youth Heritage Tour« gestartet

Vom 9. bis 22. August 2018 ist die Brüdergemeine in Nord-amerika Gastgeberin für 22 Jugendliche aus der ganzen Welt. Diese wurden von ihren Heimatprovinzen für die »Unity Youth Heritage Tour 2018« nominiert, ein Event, das nur alle fünf Jahre stattfindet. Aus der Europäisch-Festländischen Unitätsprovinz sind Frederik Grüneberg und Rosa Stienstra mit dabei. Leider bekam fast die Hälfte der angemeldeten Jugendlichen kein Visum für die USA. Die Tour begann in New York, wo die "First Moravian Church" mitten in Manhattan besucht wurde. Später ging es in eine Einrichtung der Brüdergemeine, das »Camp Hope«. Das Wochenende wurde mit dem gegenseitigem Kennenlernen und mit ersten Gruppengesprächen verbracht. Am Sonntag reiste die Gruppe dann weiter nach Bethlehem/PA, wo Gottesdienste in verschiedenen Brüdergemeinen besucht wurden. Mehr auf Facebook hier.

Missionskonferenz in Costa Rica

Die Brüdergemeine in Costa Rica sucht Mittel und Wege, mehr Men-schen als bisher für den christlichen Glauben zu begeistern. Zu diesem Zweck lud sie Anfang Juli 2018 Mitglieder aus ihren vier Gemeinden zu einer Missionskonferenz nach San José ein. Inspiriert wurde sie dazu durch die Missionskonferenz der weltweiten Brüder-Unität 2017 in Südafrika. Als Referentinnen und Referenten waren bei der Konferenz drei Gäste vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika zugegen. In einem Bericht aus den USA heißt es: »Gemeinsam sammelten wir Anregungen, wie Kinder, Jugendliche und Problemgruppen in der Costa-ricanischen Gesellschaft mit dem Evangelium erreicht werden können. Es war inspirierend zu erleben, wie so viele Menschen sich mit Freude und Hingabe um Veränderungen in ihrer Kirche bemühten«. Der komplette Bericht in Deutsch hier.

»TBC1« berichtete über Bischofseinsegnung

Während einer Sondertagung der Synode der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania in Singida war Ezekiel Yonah am 2. Februar 2018 zu einem Bischof der Brüder-Unität gewählt worden. Am 1. Juli 2018 fand nun in Tabora seine Einsegnung für das Bischofsamt statt. Der festliche Gottesdienst mit vielen Chören unter freiem Himmel war für den tansanischen Fernsehsender »TBC1« Anlass, in einem Drei-Minuten-Beitrag über das Ereignis zu berichten, viele Festgäste - auch prominente Politikerinnen und Politiker, darunter ein Moslem - zu Worte kommen zu lassen und auch allgemein über die Brüdergemeine in Tansania zu informieren. Zu Westprovinz Brüdergemeine in Tansania gehören ca. 110.000 Mitglieder in 61 Gemeinden mit über 200 Predigtstationen. TV-Bericht hier (beginnend bei Min. 6:03).

Berufsberatung auf dem Sternberg

Im Einklang mit seinen strategischen Leitlinien hinsichtlich Inklusion und nachhaltiger Entwicklung ist das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) immer gern bereit, Veranstaltungen externer Organisationen zu beherbergen. So war am 7. August 2018 eine große Gruppe von Jugendlichen ohne Behinderung auf dem Sternberg zu Gast, die ihre Begabungen und Fähigkeiten kennenlernen und in Übereinstimmung mit den Bedürfnissen und Möglichkeiten der palästinensischen Gesellschaft bringen wollten. Diese Form der Berufsberatung wurde gemeinsam angeboten von »PalVision« und »Taawon«, zwei großen palästinensischen NGOs, die das Ziel haben, die Potenzen von Jugendlichen in Palästina zu entdecken und auszuschöpfen.

Missionsfest in der Mount-Tabor-Gemeinde

Die »Mount Tabor Moravian Church« auf Barbados unterstützt die Missionsarbeit der Brüdergemeine auf Kuba seit 2007, indem sie das Gehalt eines Pfarrers bzw. einer Pfarrerin trägt. Zu ihrem Missionsfest am 19. Juni 2018 hatte die Gemeinde mit Tania Sanchez Fonseca die neue Präsidentin der Brüdergemeine auf Kuba eingeladen. Deren Predigt wurde von Angelica Regalado Vera, einer Peruanerin, die für die Brüdergemeine im US-amerikanischen Bundesstaat North Carolina unter Migrantinnen und Migranten aus Lateinamerika arbeitet. Pfarrerin der Mount-Tabor Gemeinde ist z. Zt. Cicely Athill-Horsford, geboren auf Antigua, die vor 36 Jahren als erste Frau in der Unitätsprovinz Westindien-Ost ordiniert wurde. Mehr hier (Seite 5).

»Weltspiegel« bringt Beitrag über Surinam

Am 5. August 2018 war im Rahmen des ARD-»Weltspiegels« ein Beitrag über Surinam zu sehen. Die etwa sechsminütige Dokumentation befasste sich mit dem zunehmenden wirtschaftlichen Engagement Chinas in Surinam, speziell mit einer chinesischen Firma, die Tropenhölzer zuschneidet und exportiert, die im surinamischen Binnenland gewachsen sind. Die Autoren des Beitrages verweisen darauf, dass die Einwohner von Surinam nicht angemessen vom Export der wertvollsten Ressource des Landes, der Jahrhunderte alten Regenwald-Hölzer, profitieren. Sie beklagen, dass in wirtschaftlichen Krisenzeiten die surinamische Regierung mehr und mehr in die Abhängigkeit von China gerät. Download des Beitrages hier (Beginn bei Min. 13:45).

Projekt »Light for learning«

Der Vorstand der Herrnhuter Missions-hilfe hat sich auf seiner jüngsten Sitzung über ein Projekt von Klaus-Peter Böhringer, Elektrotechniker und Schulleiter i. R., namens »Light for learning« (Licht zum Lernen) informiert und daraufhin beschlossen, die in dem Projekt entwickelte Solartechnik testweise in Tansania einzusetzen. Das Projekt zielt darauf ab, mit robusten, bereits erprobten technischen Geräten bzw. Bauteilen, die sowohl in Deutschland als auch in Tansania preisgünstig erhältlich sind, in tansanischen Schulen und Haushalten am Abend Licht zu schaffen, so dass Kinder »nach Feierabend« lernen können. Das Projekt ist ökologisch doppelt wirksam, vermeidet es doch den Gebrauch von schädlichen Kerosinlampen und nutzt es doch alte, ansonsten weggeworfene Autobatterien. Beschreibung des Projektes und Bilder hier.

Saskia Delvendahl-Bloem auf Curaçao

Obwohl schon im Ruhestand, ist Saskia Delvendahl-Bloem mit ihrem Ehemann Otto Delvendahl einem Ruf gefolgt, als Pfarrerin und pastorale Koordinatorin der Brüdergemeine auf Curaçao zu arbeiten. Seit dem 9. Mai 2018 wohnt sie in Willemstad, am 17. Juni 2018 wurde sie offiziell in ihren Dienst eingeführt. Ab und zu tut sie auch Dienst auf der Nachbarinsel Aruba sowie auf der fernen Insel Sint Maarten. Auf letzterer Insel informierte sie sich über den Stand des Wiederaufbaus nach den Hurrikans im Herbst 2017. Auf ersterer Insel nahm sie an einer Herrnhuter Regionalkonferenz teil. In ihrer Heimatgemeinde erlebte sie eine »Graduation« mit (Übergang vom Kindergarten in die Vorschule im Alter von etwa vier Jahren). Lange mussten die Eheleute auf ihre Aufenthaltspapiere und ihre Möbel warten. Zu ihrem Blog hier. Infos und Fotos hier.

Spannendes aus Rungwe, Tansania

Nur noch wenige Monate ist Claudia Zeising im Auftrag von »Mission 21« in Rungwe (Tansania, Südprovinz) als Projektkoordinatorin tätig. Nun hat sie noch einmal einen Rundbrief verfasst. In diesem geht sie auf das Wetter ein. Im tansanischen Südhochland ist es 18 Grad kälter als in Deutschland. Dann berichtet sie von den schönen Erfolgen des von ihr 2010 ins Leben gerufenen Arbeitsbeschaffungs-Projektes »Pamoja Tunaweza« (Gemeinsam schaffen wir es). Die Nähprodukte der Frauen finden immer größeren Absatz. Und sie berichtet von den Fortschritten des großen Avocado-Projektes, ein Joint Venture zwischen Brüdergemeine und Wirtschaft. Mehr als 50 Großcontainer mit exportfähigen Früchten konnten 2017 verschifft werden. Derzeit entsteht in Rungwe noch eine Ölfabrik zur Vermarktung der weniger edlen Früchte. Zum Rundbrief hier.

Missionskalender 2019

Alle Jahre wieder geben die im »Evangelischen Missionswerk in Deutschland« zusammengeschlos-senen Werke einen gemeinsamen Missionskalender heraus. Die Bilder wurden von Mitarbeitenden der verschiedenen Missionswerke und von professionellen Fotografinnen und Fotografen aufgenommen. Der Kalender erscheint im Hochformat 33 x 47 Zentimeter. Für das Jahr 2019 trägt er den Titel »Glauben weitertragen«. Die 13 Motive zeigen die Vielfalt des Engagements sowie die Leidenschaft von Christinnen und Christen in Afrika, Asien und Deutschland bei der Verkündigung der Frohen Botschaft von Gottes Liebe. Alle Kalender-Bestellungen bitte an die Geschäftsstelle in Bad Boll. Telefon: 07164/9421-0; E-Mail: brueder-unitaet@ebu.de. Preis 5,00 EUR; Mengenrabatt ab fünf Exemplare bitte ggf. erfragen.

Herrnhut als Monatsnamen

Dass die kleine Stadt Herrnhut für einen Monat namensgebend ist, gibt es nur in Surinam. In diesem Land heißt der August »Hernhuttermaand« und gilt als d e r  Festmonat im Jahr. In dutzenden Veranstaltungen wird der Entstehung der Erneuerten Brüder-Unität gedacht - Liste siehe hier. »Radio Suriname« berichtete: »Lucia Anches-Breeveeld von der Kirchenleitung erinnerte daran, dass am 13. August 1727 die Brüdergemeine entstand, nachdem der Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf sein Anwesen für die Aufnahme von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt hatte. Diese beteten um Hilfe und ihnen wurde der Heilige Geist geschenkt. Die Herrnhuter tragen in diesem Jahr ein Band, um zu zeigen, dass sie stolz auf ihre Kirche sind«. Der Eröffnungsgottesdienst des »Hernhuttermaand 2018« fand am 29. Juli 2018 in der Großen Stadtkirche von Paramaribo statt.

Petition für eine neue Flüchtlingspolitik

»Flüchtlingspolitik in Europa: Erst stirbt das Recht, dann der Mensch! - Für eine christliche, solidarische und menschenrechtliche Flüchtlingspolitik in Europa!« So ist eine Petition überschrieben, die an die EU und an die Kirchen in Europa gerichtet ist. Initiiert wurde sie von Beatrice von Weizsäcker, Sven Giegold und Ansgar Gilster, Mitglieder des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Bisher haben über 88.000 Menschen die Petition unterzeichnet. Im Text heißt es: »Als Christinnen und Christen, als Bürgerinnen und Bürger, fordern wir die Regierungen in der EU auf, den Flüchtlingsschutz nicht weiter zu gefährden. Von unseren Kirchen erwarten wir die Verteidigung der Menschenwürde ohne politische Rücksichtnahme ... Die Regierungen in Europa dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen, indem sie Grenzen schließen und Menschen in Not abwehren. Die EU braucht Humanität und Ordnung in der Flüchtlingspolitik, nicht Härte und Auslagerung«. Zur Petition in Deutsch hier; in Englisch hier; Einladung zu einer Online-Diskussion zur Flüchtlingspolitik mit dem EKD-Ratsvorsitzenden, Bischof Heinrich Bedford-Strohm, hier.

Drei Wochen mit Tansania-Besuch

Vor wenigen Tagen haben Mitglieder der Tansania-Partnerschaftsgruppe der Brüdergemeine Rhein-Main ihre Gäste aus der Brüdergemeine Ibungu (TZ-Südprovinz) am Flughafen in Frankfurt a. M. verabschiedet. Zuvor waren sie mit den zwei Männer und zwei Frauen, von denen drei erstmals in Europa waren, in Hessen und in Sachsen unterwegs. In Herrnhut und Umgebung brachten sie drei Tage zu. Auch hatte die Partnerschaftsgruppe zu zwei Tansania-Wochenenden auf den Herrnhaag bei Büdingen eingeladen (29. Juni bis 1. Juli sowie 6. bis 8. Juli 2018). Alle, die das Zusammensein mit den Gästen aus Tansania - mal mehr, mal weniger intensiv - genossen haben, schauen voller Dankbarkeit auf die gemeinsamen Erlebnisse in Natur, Gesellschaft und Kirche, auf die thematische Arbeit sowie auf die neu gewonnenen Erfahrungen zurück.

Aus den »ZZgNieuws«

Die jüngste Ausgabe der »ZZgNieuws« (Nr. 2-2018), des Magazins der Missionsgesellschaft der Brüdergemeine in den Niederlanden, enthält in Teil 3 einen ganz kurzen Rechenschaftsbericht über die bisherige Umsetzung des »Leitplanes 2016-2020«. Der Plan schreibt fest, dass die Arbeit jetzt auf vier Feldern geschieht: a) Unterstützung anderer Unitätsprovinzen bei der Wortverkündigung, b) Durchführung von sozial-diakonischen Projekten zusammen mit anderen Unitätsprovinzen, c) Pflege von möglichst vielen weltweiten Beziehungen (»Window to the Moravian World«), d) verstärkte Bemühungen um das Fundraising. In Teil 2 der »ZZgNieuws« werden 13 alte und neue Projekte vorgestellt: 1 x Honduras, 2 x Karibik, 1 x D. R. Kongo, 1 x Sambia, 1 x Südafrika, 6 x Surinam, 1 x Tansania. Auf Seite 7 gibt es einige wenige Kernzahlen aus dem Finanzbericht 2017.

College in Jamaika auf gutem Wege

Das 1861 gegründete »Bethlehem Moravian College« der Brüdergemeine auf Jamaika hat schon eine bewegte Geschichte hinter sich. Immer war es eine Einrichtung, die der Gesellschaft mit Lehrkräften von höchster Qualität diente. Vor 20 Jahren hat das College seine Ausbildungsangebote diversifiziert und ist zu einer multidisziplinären Einrichtung geworden, die auch im 21. Jahrhundert viel Zuspruch und Anerkennung findet. Ausgebildet werden jetzt nicht mehr nur Lehrkräfte, sondern auch Erzieherinnen und Erzieher, Wirtschafts- und Computer-Fachleute, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Büro- und Tourismus-Angestellte. Das College hält aber auch berufsbegleitende Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote für Erwachsene sowie Sommerkurse - drei Beispiele hier - bereit. Liste mit allen Bildungsangeboten hier.

Spielfilm »Erste Früchte« auf Youtube

Der 72-minütige US-amerikanische Spielfilm von 1982 über die Anfänge der Herrnhuter Mission mit dem Titel »First Fruits« kann jetzt auf Youtube online angeschaut werden (schon 8.750 Klicks). Die deutschen Fassungen des Filmes mit den Titeln »Erste Früchte« (VHS-Video vom ERF) bzw. »Saat und Ernte« (DVD von Hänssler) sind kaum noch im Handel erhältlich. Der Film ist zwar von seiner Optik her nicht mehr ganz zeitgemäß, aber es gibt bisher nichts Besseres in diesem Genre. Weil der Film die Vorgänge um den Beginn der Herrnhuter Mission in den Jahren 1731 bis 1733 in Kopenhagen, in Herrnhut und auf der Insel St. Thomas sachlich richtig darstellt (Originalzitate), kann er problemlos weiter im Unterricht verwendet werden. Link zum Film hier.

Video-Gruß der Brüdergemeine in Peru

In Europa noch weitgehend unbekannt ist Christopher Valencia Alcantara, der Präsident der Brüdergemeine in Peru und Pfarrer der »Rhemanente Moravian Church« in Chiclayo. Ein Drei-Minuten-Video (siehe hier - Spanisch mit englischen Untertiteln), das für die Synode der Nordprovinz der Brüdergemeine in Nordamerika im Juni 2018 produziert wurde, beinhaltet eine Selbstvorstellung des Präsidenten und gibt eine erste Vorstellung von Aufbau und Dienst der noch jungen Kirche. Zur Zurüstung der Prediger, die vor allem in abgelegenen Regionen des Landes tätig sind, wurde von Christopher Valencia Alcantara ein spezieller Online-Kurs begonnen. Außerdem versorgt Bischof Samuel Gray (USA) die Prediger regelmäßig mit schriftlichem Unterrichtsmaterial. Diese müssen zum Nachweis des Gelernten Fragebögen ausfüllen.

Mission und Vision für Altenpflegezentrum

»Unser Ziel ist es, auf den beiden Inseln Antigua und Barbuda das beste Dienstleistungsunternehmen für ältere Menschen zu sein, indem wir nach Kräften deren Gesundheit und Sicherheit sowie deren körperliches, geistiges, geistiges und soziales Wohlergehen fördern. Das tun wir durch eine mitfühlende und finanziell erschwingliche Altenpflege in einem modernen, zweckdienlichen Haus. Wir unterstützen und aktivieren unsere Bewohner, erhalten ihre Unabhängigkeit so lange wie möglich und bieten ihnen regelmäßig sinnvolle Aktivitäten an«. So heißt es unter der Überschrift »Vision & Mission« im Werbeprospekt für das nun bald fertige »Bishop John E. Knight Golden Age Home Project« der Unitätsprovinz Westindien-Ost. Die Provinz benötigt derzeit noch Spenden in Höhe von 375.000 US-Dollar, um den Bau wie geplant fertigstellen zu können.

Aus dem Rundbrief des Unitätsfrauenbüros

Bitte betet für die Mädchen und jungen Frauen, die während ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung ein Stipendium des Unitätsfrauenbüros empfangen. Diese leben in Albanien, Honduras, Indien, Nepal, Nikaragua, Peru, Sambia, Uganda sowie in vielen Provinzen in Tansania und auf dem Sternberg in Palästina. Betet für die zehn Frauen, die sich mit einem Stipendium des Unitätsfrauenbüros auf ihren späteren Dienst als Pfarrerinen vorbereiten. Betet für die Vorbereitung der ersten »All Africa Women's Conference« in Südafrika vom 29. August bis 2. September 2018 unter Leitung von Angelene Swart, Colleen Cunningham und Mary Kategile. Betet für die Suche nach einer neuen Leiterin des Unitätsfrauenbüros sowie nach zwei neuen Vorstandsmitgliedern aus den Regionen Nordamerika und Afrika.

Bewegte Bilder aus Uganda

Erstmals haben die Herrnhuter Missionshilfe bewegte Bilder von der Brüdergemeine in Uganda erreicht. Die dortige Arbeit, die im Status eines Missionsgebietes geschieht, wurde vor gut 15 Jahren von der Westprovinz der Brüder-gemeine in Tansania begonnen, weshalb sie auch heute noch deren Aufsicht untersteht. Unterstützung erfährt die »Moravian Church in Uganda« auch vom »Board of World Mission« und vom Unitätsfrauenbüro mit Sitz in Winston-Salem/NC. Letzteres gewährt seit geraumer Zeit mehreren Mädchen und jungen Frauen ein Stipendium, damit diese später einmal wirtschaftlich erfolgreich sind. Die Frauen kommen in einem 36-Minuten-Film mit dem Titel »Documentary on Girl’s Education and Piggery Project in Uganda« zu Wort - siehe hier.

Von der HMH-Jahrestagung 2018

47 Personen hatten sich zur Jahrestagung der Herrnhuter Missionshilfe angemeldet, die vom 22. bis 24. Juni 2018 in Ebersdorf/Thür. stattfand, darunter drei Männer und drei Frauen aus der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania. Von vielen Dienstreisen und Tagungen wurde berichtet, unter anderem von der Missionskonferenz der weltweiten Brüder-Unität in Südafrika, von Arbeitsgesprächen auf dem Sternberg (einmal verbunden mit der Tagung des »Europäischen Missionsrates der Brüdergemeine«) und in Surinam, von Projektbesuchen in Tansania, Malawi und Albanien, von einer Schülerreise nach Palästina und Israel. Zu vermelden waren auch eine nochmalige Erhöhung der Einzelspenden um 46.000 Euro auf jetzt fast 452.000 Euro und etliche Sonder-Förderungen. Gäste der Tagung waren Uwe Dieckhoff und Heiner Heine, die ihren Surinam-Film für den Weltgebetstag 2018 vorführten und kommentierten.

Mary Kategile kommt nach Europa

Gleich zu Beginn ihrer Reise nach Deutschland und in die Schweiz wird Mary Kategile, die Leiterin der Theolo-gischen Fakultät der »Teofilo Kisanji University« der Brüdergemeine in Mbeya (Tansania), erstmals in Herrnhut erwartet (21. bis 24. Juni 2018), wo sie die historischen Stätten sowie die heutigen Einrichtungen (Kirchensaal, Gottesacker, Vogtshof, Archiv, Museen, Schulen, Diakonie, Betriebe) der Brüdergemeine besucht und wo sie am örtlichen Kinderfest teilnimmt. Anschließend fährt sie in die Schweiz, um in Basel an einem Workshop »Advocacy und Nachhaltigkeit« teilzunehmen, der von »Mission 21«, der schweizerischen Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, veranstaltet wird. Das Foto zeigt Mary Kategile bei einem Workshop in Ifisi (Tansania). In Kürze werden noch Gäste aus der tansanischen Südwest- und der Südprovinz u. a. in Herrnhut erwartet.

Großes Freude im »Peter's House«

Viele Tage im »Peter's House«, einer Waiseneinrichtung der Brüdergemeine in Sumbawanga, einer größeren Stadt in der tansanischen Rukwa-Provinz, das die Missionsorganisation der Brüdergemeine in Dänemark v. a. mit der Entsendung von Freiwilligen unterstützt, verlaufen ohne besondere Höhepunkte. Umso glücklicher waren einige ältere Kinder und Jugendliche aus der Einrichtung, als ein Ausflug (Swahili: »Safari«) angekündigt wurde. Ziel der Safari war der »Katavi-Nationalpark«, der drittgrößte Nationalpark des Landes, gegründet 1974. Viele Kinder und Jugendliche in Tansania haben noch nie einen Elefanten oder ein anderes großes Wildtier gesehen, weil es kaum zoologische Gärten im Lande gibt und weil sie sich den Besuch eines Nationalparks nicht leisten können. Bilder vom Ausflug hier.

Lagebericht aus der »Ahuas Clinic«

Der Arzt Rick Nelson aus den USA hat für die jüngste Ausgabe des Missions-Magazins »ONWARD« (Juni 2018) einen Lagebericht aus der Klinik der Brüdergemeine in Ahuas an der honduranischen Mosquitia verfasst. Die Klinik ist gerade dabei, sich nach Umstrukturierungsmaßnahmen und einer längeren Krisenzeit wirtschaftlich zu erholen. Da sie sich in einer sehr strukturschwachen Gegend befindet, sind viele Tage für die Ärzte und das Klinikpersonal sehr aufregend. Immer wieder müssen Patientinnen und Patienten weite und mühsame Wege zurücklegen, um die Klinik zu erreichen. Wenn es für einen medizinischen Eingriff dann noch nicht zu spät ist, herrscht allseits große Dankbarkeit. Der in deutscher Übersetzung vorliegende Bericht (Download hier) schildert einige spannende Tage im Mai 2018, dem 72. Jahr nach Gründung der Klinik.

Afrikanische Unitätsregion mit neuer Spitze

Vom Unity Board (Unitätsvorstand) wurden die Ämter des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzender der Afrikanischen Region der weltweiten Brüder-Unität neu besetzt. Zakaria Sichone (links), der Chairman der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania, wurde zum neuen Vorsitzenden, Godfrey Cunningham, der Chairman der Unitätsprovinz Südafrika, wurde zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Vorsitzenden der vier Unitätsregionen (Afrika, Europa, Karibik & Lateinamerika sowie Nordamerika) bilden gemeinsam mit dem Vorsitzenden und dem stellvertretendem Vorsitzenden des nur alle zwei Jahre tagenden Unity Board das Exekutiv-Komitee dieser wichtigen Behörde.

Hurrikan-Hilfe: Gutes Spendenergebnis

Bis Mitte Mai 2018 sind bei der Herrnhuter Missionshilfe insgesamt 24.800 Euro Spenden für die Geschädigten der Hurrikans »Irma« und »Maria« eingegangen, die im September 2017 weite Teile der Karibik verwüsteten. Das Geld wurde vollständig an das »Board of World Mission« (BWM) der Brüdergemeine in Nordamerika überwiesen, das die Hilfsmaßnahmen in Abstimmung mit den Leitungsgremien der Unitätsprovinz Westindien-Ost sowie der Missionsprovinz Kuba koordiniert. Wie schon berichtet, kommt der Wiederaufbau der kirchlichen Gebäude nun in Gang, nachdem ein Großteil der privaten Wohnhäuser wieder genutzt werden kann. Dankschreiben von Justin Rabbach, Direktor des BWM, in deutscher Übersetzung mit vielen Bildern hier.

Neuerdings Sonntagsschule auf Sansibar

Anfang Mai 2018 hat die Brüdergemeine auf Sansibar damit begonnen, in den Räumen der »Herrnhuter Academy School« im ländlichen Mwera, gegründet 2013, eine Sonntagsschule anzubieten. Das Angebot zielt auf Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter in der Region. Zum Standard-Programm gehören biblische Geschichten, Lieder, Spiele sowie besondere Events wie z. B. Ausflüge. Bei jeder Sonntagsschule bekommen die Kinder ein Essen; einmalig bekommen sie eine Kinderbibel in Kiswahili. Mit 50 Kindern wurde geplant, doch schon zur dritten Veranstaltung am Pfingstsamstag kamen 168 Kinder, darunter auch muslimische Kinder aus der Nachbarschaft. Die Schule platzt jetzt aus allen Nähten. Einen seit langem geplanten Schulneubau wird die Herrnhuter Missionshilfe hoffentlich bald in Angriff nehmen zu können.

Hohe Fördersummen für Ifakara bewilligt

Seit 2011 gibt es bei der Daimler AG einen Förderfonds »ProCent«. Der Fonds geht auf eine Initiative des Gesamtbetriebsrates zurück. Alle Mitarbeitenden von Daimler haben die Möglichkeit, die Cent-Beträge ihres Monats-Nettolohnes für gemeinnützige Projekte zu spenden. Daimler verdoppelt dann diese Spenden. Die Herrnhuter Missionshilfe beantragte mit Hilfe eines Daimler-Angestellten erstmals Mittel aus dem Förderfonds für den Bau der Mädchen-Sekundarschule in Ifakara (Tansania). Nun wurden 40.000 Euro bewilligt. Großer Dank gilt auch der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, die mit 25.000 Euro u. a. den Bau der Labore und eines Verwaltungstraktes ermöglichte. Nun hoffen alle auf eine baldige staatliche Anerkennung und Eröffnung der Schule.

Ezekiel Yonah zum Bischof gewählt

Während einer Sondersitzung der Synode der Westprovinz der Brüder-gemeine in Tansania in Singida wurde Ezekiel Yonah am 2. Februar 2018 zu einem Bischof der Brüder-Unität gewählt. In der Bischofsliste der Brüder-Unität trägt der Gewählte die Nummer 369 (Alte und Erneuerte Brüder-Unität) bzw. 307 (nur Erneuerte Brüder-Unität). Ezekiel Yonah war zuvor viele Jahre lang Vorsitzender der Kirchenleitung. Die Einsegnung von Ezekiel Yonah ist für den 1. Juli 2018 in Tabora vorgesehen. Die Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania ist partnerschaftlich verbunden mit der Britischen Unitätsprovinz und mit den beiden Provinzen in Nordamerika. Zu ihr gehören 110.000 Mitglieder in 61 Gemeinden mit über 200 Predigtstationen. Sie ist verantwortlich für mehrere soziale Projekte sowie für die Missionsarbeit in Burundi, Kenia, Ruanda und Uganda.

Texte der Weltmissionskonferenz

Zwar liegt die Weltmissionskonferenz des ÖRK, die im März 2018 in Arusha, Tansania, mit 950 Delegierten und Mitarbeitenden stattfand, schon eine Weile zurück, die Nacharbeit zur Konferenz ist aber noch in vollem Gange. Die Konferenz, die unter dem Thema »Im Geist voranschreiten: Zu verwandelnder Nachfolge berufen« stand, hat eine Fülle von Texten zur Kenntnis genommen und verabschiedet, die es Wert sind, in Gemeinden und Gruppen weiter bedacht und in kirchliches Handeln überführt zu werden. Einige wichtige Texte liegen jetzt auch in Deutsch vor - eine Gemeinschaftsaktion von deutscher Kirchen und Missionswerke. Die Herrnhuter Missionshilfe bietet diese Texte - angereichert um Informationen, Bilder und Videos zur Konferenz - auf einer Website als Download an - hier.

Hirtenbrief aus Tansania

Die Bischöfe der Evangelisch-Luthe-rischen Kirche in Tansania haben zu Ostern 2018 einen Hirtenbrief verfasst, in dem sie sich sehr kritisch mit der gesellschaftlichen Situation im Land auseinandersetzen. Sie sprechen u. a. Jugendarbeitslosigkeit, Steuerunge-rechtigkeit, die schwindende Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie unaufgeklärte Entführungen, Tötungen und Angriffe auf missliebige Personen an. Zudem wird die Wiederaufnahme des gestoppten Prozesses zur Entwicklung einer neuen Verfassung gefordert. In den meisten Gemeinden wurde der Brief positiv aufgenommen. Einzelne Bischöfe verboten ihren Pfarrern aber auch infolge Angst oder wegen Staatsnähe, den Brief öffentlich zu verlesen. Eine Reaktion des Staates gibt es bisher noch nicht. Hirtenbrief in deutscher Übersetzung hier. Interview mit Bischof Frederick O. Shoo hier.

Kleinkinderhaus berät Stiefeltern von Paul

Eine bewegende Geschichte publiziert die Zeister Missionsgesellschaft in ihrem Newsletter »Kantembo missiepost«: Das Kleinkinderhaus in Kantembo in der Rukwaprovinz hat seit 1997 insgesamt 139 Waisen und Frühgeborene aufgenommen; 109 von ihnen konnten später an Pflegefamilien vermittelt oder ihren Familien wieder zurückgegeben werden. Darunter befand sich auch Paul, dessen Mutter 2013 bei der Geburt an Blutverlust starb und dessen Vater die Verantwortung für das Baby nicht tragen wollte. Paul war gesund und verließ das Kleinkinderhaus 2015. Inzwischen hatte sein Vater drei Frauen, von denen sich aber keine angemessen um Paul kümmerte, so dass sich dessen Gesundheitszustand stark verschlechterte. Da holte eine Tante mit ihrem Mann Paul zu sich nach Hause, wo dieser nunmehr »ambulant« vom Kinderhaus betreut wird.

Projekte in Kipili und Uvira gedeihen

Die »Brødremenighedens Danske Mission«, Schwesterorganisation der Herrn-huter Missionshilfe in Dänemark, berichtet vom Gedeihen zweier langjähriger Projekte. Das Basis-Gesundheitsprojekt in 34 Dörfern am tansanischen Ufer des Lake Tanganyika, in dem Marjo ten Kate und Bert Muizebelt arbeiten, befindet sich in seiner dritten und letzten Phase, ehe es 2019 in die Verantwortung des Staates übergehen soll. Die Finanzierung für die letzten Monate ist sichergestellt, einheimisches Personal mittlerweile gut ausgebildet. Das Waisenhaus für Kinder mit körperlichen Behinderungen auf einem Hügel in Uvira in der D. R. Kongo ist fertiggestellt. Es verfügt über 60 Plätze in fünf Häusern. Auch eine Schule und eine Gesundheitsstation gehören zum Projekt. Jetzt gilt es, den laufenden Betrieb des Projektes zu finanzieren.

Bericht aus dem »Mbozi Mission Hospital«

Jens Marcus Albrecht, Oberarzt und Unfallchirurg am »Emmaus-Krankenhaus« in Niesky, ist vor zwei Monaten zurückgekehrt von einem Hilfseinsatz im »Mbozi Mission Hospital« der Brüdergemein in Tansania (Südwestprovinz). Die Beziehungen zwischen den Krankenhäusern in Niesky und Mbozi reichen zurück bis in die 1980iger Jahre und damit in die DDR-Zeit, als der Internist Dr. Rüdiger Mieske für einige Monate in Tansania arbeiten durfte. Jetzt ist der Herrnhuter Missionshilfe ein Bericht über den Einsatz von Jens Marcus Albrecht zugegangen, der das vom tansanischen Staat nur sehr unzureichend finanzierte Krankenhaus vorstellt und vom mühsamen Alltag darin erzählt. Gefördert werden vom Staat vor allem die großen Krankenhäuser, nicht aber die für die Basis-Gesundheitsversorgung wichtigen kleinen Krankenhäuser in abgelegenen Gebieten. Ein Bericht mit Bildern hier.

Konzert mit wiedergefundener Inuit-Musik

Ein Konzert, wie es so noch nie statt-gefunden hat, wird es am Sonnabend, dem 3. März 2018, um 20.00 Uhr (Neufundland-Standardzeit) in der Basilika »St. Johannes der Täufer« in St. John’s auf Neufundland geben. Es erklingt Inuit-Musik aus Labrador für die Passions- und Osterzeit, wie sie einst von Herrnhuter Missionarinnen und Missionaren gemeinsam mit der indigenen Bevölkerung einstudiert und aufgeführt wurde. Zwar ist diese Musik der europäischen Klassik des 18. Jahrhunderts zuzurechnen, ihr wurden aber Texte in Inuktitut unterlegt. Ein Forschungsprojekt hat diese einmalige, zum nationalen Kulturerbe der Inuit gehörende Musik erst kürzlich wieder zutage gefördert. Das Konzert wird per Livestream in alle Welt übertragen: Sonntag, 4. März 2018, ab 00.00 Uhr MEZ - siehe hier. Mehr zum Projekt hier, Details zum Konzert hier.

Blaue Dächer künden vom Wiederaufbau

Endlich machen der Wiederaufbau und die Instandsetzung der Häuser auf den von den Hurrikans »Irma« und »Maria« betroffenen Karibik-Inseln signifikante Fortschritte. In bescheidenem Maße dazu beigetragen hat auch ein Team aus der nordamerikanischen Südprovinz der Brüdergemeine, das in der »Emmaus Moravian Church« auf St. John (US-amerikanische Jungferninseln) bei verschiedenen Arbeiten mit Hand anlegte. Die Gäste aus den USA hatten auch Maschinen und Ausrüstung mitgebracht. Entsandt wurde das Team vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine, dem als koordinierende Hilfsorganisation auch die Gelder zugeflossen sind, die in Deutschland zusammenkamen. Die Häuser mit blauem Dach erhielten allesamt jüngst eine neues Wellblecheindeckung.

Lange Reise nach Tansania und Malawi

Kürzlich ist Bettina Nasgowitz, Projektreferentin der Herrnhuter Missionshilfe, von einer langen Dienstreise nach Tansania und Malawi wohlbehalten nach Deutschland zurückgekehrt. Im Laufe von dreieinhalb Wochen war sie tausende Kilometer unterwegs, ist mit Leitungspersonen der Provinzen und Schulen zusammengetroffen und hat Projekten besucht, die Unterstützung von der Herrnhuter Missionshilfe empfangen. An vielen Stellen konnte sie eine positive Entwicklung feststellen. Wo es in jüngster Zeit Probleme gab, wurden die Weichen neu gestellt. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass im Bereich der Schulen eine inner-tansanische Kooperation angeschoben werden konnte. In Mwera auf Sansibar war es endlich möglich, ein Erweiterungsgrundstück für die »Herrnhuter Academy School« zu erwerben. Der komplette Reise- und Projektbericht mit Bildern hier.

Hilfe für die »African Rainbow School«

Zum ersten Mal gibt es an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) Laptops für das Lehrerzimmer. Sie wurden gespendet vom »Rotary Club Neckar-Odenwald-Kreis« und übergeben von Dr. Hans Happes, Gymnasial-direktor i. R., der im Herbst 2017 schon einmal für drei Monate an der Konzeptentwicklung der Schule mitgewirkt hatte. Mehr dazu hier. Bei einem Meeting mit Bettina Nasgowitz, Projektverantwortliche der Herrnhuter Missionshilfe, im Februar 2018 sagte der o. g. Rotary Club zu, den Bau und die Ausstattung eines Internatsgebäudes mit 32 Plätzen zu unterstützen. Letztere wurde in der Tischlerei des »Peter’s House« bestellt, einem Waisenzentrum der Brüdergemeine. Auch einen Internet-Anschluss für die Schule wollen die Rotarier finanzieren. Mehr zum Meeting hier.

Film über den Alltag in Labrador

Einen Einblick in den Alltag der Menschen in Labrador sowie eine Begegnung mit der subpolaren Natur ermöglicht ein vom NDR produzierter Dokumentarfilm - siehe hier. Immer wieder wird auch die Brüdergemeine erwähnt. Als eine Art Führer durch den Film agiert der Bläserchor in der alten Herrnhuter Siedlung Nain. Dieser Umstand ermöglicht eine Wiederbegegnung mit denjenigen Bläserinnen und Bläsern, die 2015 am Bläsertag in Herrnhut teilgenommen haben, darunter der inzwischen verstorbene Tubist Christian Ado Obed. Der Film hat ein paar heitere Szenen, vor allem macht er die nach wie vor große Abgeschiedenheit des Landes deutlich, die schwer zu ertragen, die aber auch zu schützen ist. Die Szenen um das Versorgungsschiff »Northern Ranger« ähneln denjenigen, die sich einst um das Missionsschiff »Harmony« abgespielt haben.

Zwischenbilanz nach drei Monaten in Isoko

Christiane und Stephan Klingner aus Königsfeld im Schw., die derzeit als Freiwillige für die Brüdergemeine in Isoko (Tansania, Südprovinz) arbeiten, haben am Jahresbeginn 2018 in ihrem Blog eine Zwischenbilanz ihres Wirkens im Krankenhaus, im Heilkräutergarten, im Waisenprojekt und darüber hinaus gezogen. Sie wurden vor Unfällen und den meisten Krankheiten bewahrt und sind dafür sehr dankbar. Große Freude verursachte die Ankunft eines eigenen Autos für das Waisenprojekt von Enea Kajange (80 Grundschul- und 124 Sekundarschul-Kinder sowie 10 Jugendliche in der Berufsschule), das im Triumphzug »heimgeholt« und dann gesegnet wurde, sowie die Lieferung eines Brutkastens zur Aufzucht von Küken. Weiterhin berichtet Christiane Klingner über einen ausführlichen Besuch im »Mbozi Hospital« mit Krankenpflegeschule.

Bischofseinsegnung auf Kuba

Unter Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit aus der karibischen Ökumene, darunter der Katholische Erzbischof von Kuba, fand am 20. Januar 2018 in Havanna in der Kathedrale der Anglikanischen Kirche die Einsegnung von Armando Rogelio Rusindo Hernandez zu einem Bischof der Brüder-Unität statt. Sie wurde von Bischof Samuel Gray (USA) unter Mitwirkung der Bischöfe Stanley Clarke (Jamaika) und Volker Schulz (Schweiz) vorgenommen. Jede Region mit Gemeinden der Brüdergemeine auf Kuba hatte Geld gesammelt, um drei Delegierten die Teilnahme an dem Festgottesdienst mit Imbiss zu ermöglichen, der 150 Gäste sowie eine Band vereinigte. Aus der weltweiten Brüder-Unität grüßten Cortroy Jarvis, Präsident der Unitätsprovinz Westindien-Ost, als Vorsitzender des Unity Board sowie Mitglieder der Kuba-Stiftung der Brüdergemeine in den USA.

Freud und Leid der Frauen in Tansania

Überall auf der Welt hängt die Entwicklung eines Landes vom Grad der Bildung und des beruflichen Engagements von Frauen ab. Darum widmen die Tansania-Informationen von »Mission EineWelt« die Ausgabe 1/2018 dem Thema »Frauen- und Genderfragen« - siehe hier. Man erfährt z. B.: »Die frühere Miss Tanzania, Nancy Sumari, erhielt 20.000 US-Dollar von der Mobilfunk-Firma Tigo für ihre Programme, die Kinder in digitales Lernen einführen«. - »Zunehmend arbeiten Frauen als private Taxifahrerinnen mit der Online-Plattform "Uber". Häufig sind es junge Akademikerinnen, die diesem Job in Teil- oder Vollzeit nachgehen«. - »Vizepräsidentin Samia Suluhu Hassan zeigte sich erfreut, dass 47% der tansanischen Richter weiblich sind (England 15%, Indien 9%)«. - »In Tansania sind 37% der Parlamentsmitglieder weiblich. Von den 141 Frauen im Parlament wurden aber nur 26 gewählt, 115 wurden auf „special seats“ berufen«.

Emanga S. Cléophas hilft Flüchtlingen

Das »Mugunga Refugee Camp« in Goma (D. R. Kongo) ist ein im Jahre 2008 eingerichtetes UN-Flüchtlingslager, in dem 4.000 Personen - überwiegend Frauen und Kinder - leben. In diesem Lager existiert schon seit mehreren Jahren das Waisenhaus »Ujumbe« (Mission), das Emanga Swedy Cléophas, ein Mitglied der Brüdergemeine in der Unitätsprovinz Kongo, aufgebaut hat und von Beginn an leitet. In einer E-Mail erzählt er von seiner Arbeit mit den Kindern, die er nach Kräften körperlich, geistlich und intellektuell fördert. Es gibt wöchentlich eine biblische Unterweisung. Stolz berichtet er, dass von den 105 Kindern, die er in seiner Obhut hatte, viele das Maurer- und Zimmererhandwerk erlernen und immerhin zehn Kinder ein Studium aufnehmen konnten.

Vor 100 Jahren: Grippe wütet in Labrador

2018 jährt es sich zum 100. Male, dass die epidemisch auftretende »Spanische Grippe« in Labrador mehrere Hundert Inuit tötete und die Missionsarbeit der Brüdergemeine schwer beeinträchtigte. In der Station Okak fielen alle männlichen Inuit der Grippe zum Opfer, was zur Schließung der Station führte. Ein Team um den Labrador-Spezialisten Hans Rollmann plant in Kooperation mit der Gruppe »Tradition and Transition among the Labrador Inuit« eine wissenschaftliche Konferenz sowie eine Publikation zu dieser Katastrophe, die bis heute in den Erinnerungen der Inuit fortlebt. Derzeit wird überlegt, ob diese Publikation in der Reihe »Unitas Fratrum« auch auf Deutsch erscheinen kann. 1985 dokumentierte ein ergreifender kanadischer Film (»The Last Days of Okak«; 23 Min.) schon einmal die verheerende Grippe-Epidemie - siehe hier.

Newsletter stellt Kinder-Projekte vor

Die »Zeister Zendingsgenootschap«, die niederländische Schwesterorga-nisation der Herrnhuter Missionshilfe, gibt in regelmäßigen Abständen einen Newsletter heraus, der spezielle Projekte für Kinder vorstellt. Im Newsletter von Januar 2018 (Download hier) bittet sie, die abschließende technische Ausstattung von drei neuen Fachkabinetten - Physik, Chemie, Biologie - an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine im Sumbawanga unterstützen. Weitere Spenden werden erbeten für ein Waisenhaus für Babys und Kleinkinder in Kilangala (beide Projekte in Tansania, Rukwaprovinz), für die Unterweisung von Vorschulkindern im unterentwickelten Binnenland von Surinam sowie für die Ärztliche Mission in Surinam, die aufgrund einer schweren Wirtschaftskrise viel weniger staatliche Zuwendungen erhält.

Brüder-Unität verurteilt Trump-Äußerungen

»Die weltweite Brüder-Unität ist empört über die abfälligen Aussagen, die Präsident Donald Trump über die 54 Länder Afrikas sowie über El Salvador und Haiti getroffen hat. Wir verurteilen diese Aussagen scharf und betonen, dass die Menschen in diesen Weltgegenden ehrenwert, anständig und zu achten sind. Genauso wie alle anderen Menschen wurden sie zu Gottes Ebenbild und Gleichnis geschaffen«. So beginnt ein Dokument, das der Vorsitzende und der Geschäftsführer des Unitätsvorstandes, Cortroy Jarvis und Jørgen Bøytler, den Gemeinden der Brüder-Unität unter dem Datum des 15. Januar 2018, des 50. Todestages von Dr. Martin Luther King, zugeleitet haben. Weiter heißt es in dem Dokument: »Die Brüder-Unität ist bekannt dafür, dass sie ethnische und kulturelle Vielfalt respektiert und wertschätzt«. Der Text des Statements in Deutsch hier, in Englisch hier.

Haushalterschafts-Workshop in Nakonde

Am 11. Januar 2018 ging in Nakonde ein dreitägiger, von der Herrnhuter Missionshilfe und »Mission 21« geförderter Workshop für Mitarbeitende der Unitätsprovinz Sambia zu Ende. Die knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus allen Gemeinden der Provinz. Viele waren schon lange nicht mehr bzw. noch nie in den Genuss einer Weiterbildung gekommen. Bei dem Workshop ging es um Themen wie Kommunikation, Leitung, Integrität, Planung, Verwaltung, Finanzen sowie Interessenskonflikte. Geleitet wurde der Workshop von Agrippa Senka , dem Verantwortlichen für Entwicklung und Projekte der »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya, Tansania. In seiner Begleitung befand sich ein Dozent für Ökonomie, der u. a. Einheiten zur Budgetierung übernommen hatte. Fred Walch sprach zum Thema Monitoring. Ein kurzer Bildbericht hier.

Erstes Schulleiter-Treffen in Sumbawanga

Auf Anregung der Herrnhuter Missionshilfe wird Ende Januar 2018 in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) erstmals ein Treffen der Verantwortlichen mehrerer Schulen der Brüdergemeine stattfinden (African Rainbow School in Sumbawanga, Secondary School in Lutengano, Moravian High School in Mbozi, Girls Secondary School in Ifakara, Herrnhuter Academy auf Sansibar), die mit Unterstützung der europäischen Missionswerke aufgebaut wurden und betrieben werden. Ziel des Treffens ist eine bessere Vernetzung der Schulen miteinander, die Entwicklung gemeinsamer Standards, das Nachdenken über die Konsequenzen der neuen staatlichen Schulgesetzgebung sowie viele weitere Themen. Das Treffen bietet endlich auch die lang ersehnte Plattform zum innertansanischen Austausch von Erfahrungen.

Kleines Glück für Straßenkinder

Die dänische Jugendliche Kristina Ø. Kristensen arbeitet als Freiwillige im »Peter's House« in Sumbawanga, einem Waisenhaus der Brüder-gemeine in Tansania, Rukwaprovinz, in dem meist etwa 30 Kinder leben. Darüber hinaus widmet sie sich Straßenkindern. In ihrem Blog (siehe hier) schreibt sie: »Es macht Sinn, zweimal pro Woche ein paar Stunden mit den Jungs zu verbringen. Es braucht so wenig, um sie glücklich zu machen. Sie sind im Grunde lebenslustig, obwohl die meisten nicht mehr als das haben, was sie am Körper tragen; vielleicht noch ein paar zusätzliche Sachen in einem kleinen Rucksack. Sie kommen zu uns, um sich auszuruhen, ihre Kleidung zu waschen, ein Bad zu nehmen, lecker zu essen. Wir verbringen Zeit mit ihnen, bessern ihre Sachen aus, pflegen ihre Wunden oder verbinden diese«.

Weltbevölkerungs-Statistik 2017

Länder mit der größten Bevölkerung 2017 hier. Länder mit der größten Bevölkerung bis 2100 hier. Wachs-tumsrate der Bevölkerung nach Kontinenten 2017 hier. Länder mit der höchsten Geburtenrate 2017 hier. Länder mit der niedrigsten Geburten-rate 2017 hier. Länder mit dem höchsten Kinderanteil 2017 hier. Länder mit dem niedrigsten Durch-schnittsalter 2017 hier. Länder mit dem höchsten Durchschnittsalter 2017 hier. Bevölkerungsdichte nach Kontinenten 2017 + 2100 hier. Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte 2017 hier. Bevölkerungsdichte in der EU 2017 hier. Grad der Urbanisierung nach Kontinenten 2017 hier. Meistgesprochene Sprachen 2017 hier. Bevölkerung nach Religionen 2017 hier. Weltbevölkerung von Christi Geburt bis 2017 hier. Größe der Kontinente nach Fläche hier.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Mbeya

Auf einem Weihnachtsmarkt der besonderen Art war Christiane Klingner mit einem Stand des »Isoko Hospitals« präsent. Sie, derzeit als Hebamme im Freiwilligeneinsatz in der tansanischen Südprovinz, hatte die Idee, Produkte aus dem Artemisia-Garten des Hospitals in der Stadt Mbeya zum Verkauf anzubieten. Enea Kajange mit ihrem Waisenprojekt schloss sich an. In den Tagen zuvor wurden Tee-Tüten abgepackt und mit heiß gemachten Messern verschlossen. Ebenso wurden Salben, Massage-Öle und Hustensaft gekocht und in Töpfchen und Flaschen abgefüllt. Ein »Label« war schon aus Deutschland mitgebracht worden. Den Stand besuchten viele interessierte Menschen. Der Umsatz - das Doppelte des Jahresumsatzes bis dato - überstieg die Erwartungen. Mit einer neuen Kontakten und Ideen ging es zurück nach Isoko. Weitere Begebenheiten und wunderschöne Bilder aus dem Süden von Tansania in einem Blog.

Fünf Monate im Einsatz gegen HIV/Aids

Auf fünf Monate ihres Einsatzes als Expertin in der HIV/Aids-Arbeit der Brüdergemeine in Tansania (Süd- und Südwest-Provinz) schaut Lilith Schaap zurück, eine Holländerin, die dazu von »Mission 21«, der schweizerischen Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, ausgesandt worden war. In Rungwe arbeitete sie mit Melania Mrema-Kyando zusammen, Pfarrerin und Pionierin der Brüdergemeine im Kampf gegen HIV/Aids in dieser Region. In Rungwe und in Mbeya - im Nsalaga-Projekt - hatte die Therapeutin, Theaterfrau und Lebenskünstlerin viele Gelegenheiten, ihre Erfahrungen und Fähigkeiten vor allem kirchlichen Frauen- und Jugendgruppen zur Verfügung zu stellen. Ausführliches zu diesem Einsatz zzgl. einiger Fotos findet sich in einem Artikel von Mara Wirthlin aus Basel. Download hier.

»Emmaus«-Diakonissen in Surinam

In Ergänzung eines Artikels über die medizinische Arbeit der Brüdergemeine in Surinam im Magazin »weltweit verbunden« von November 2017 (siehe hier, Seiten 8 und 9) weist Rosemarie Thümmel, die Alt-Oberin der Nieskyer »Emmaus«-Diakonissen, darauf hin, dass wesentliche Teile dieser Arbeit, vor allem die Arbeit an Lepra-Kranken, über 50 Jahre hinweg von mehr als 40 Diakonissen aus dem Mutterhaus in Niesky getan wurden. In einem Schreiben von Rosemarie Thümmel an die Redaktion heißt es: »Die Arbeit der Diakonissen war schwer und geschah hauptsächlich in Bethesda und Saron. Sie bestand meist im Verbinden unheilbarer Wunden. Trotz der unangenehmen und hoffnungslosen Arbeit haben die Schwestern diesen Dienst gern getan. Das war ihren späteren Erzählungen deutlich anzumerken«. Danke für diese wichtige Ergänzung. Foto: Patienten und Krankenschwesteren im Lepra-Hospital Bethesda.

Spielplatz für die Kinder von Mbozi

Seit vielen Jahren gehört das Waisen-haus, das an das »Mbozi Mission Hospital« der Brüdergemeine in der tansanischen Südwest-Provinz angegliedert ist, zu den Projekten, die der Kirchenbezirk Mühlacker durch seinen Arbeitskreis Tansania unterstützt. Der Vorschlag, in Mbozi einen Spielplatz zu bauen, wurde von der Partnerschaftsgruppe aus Mühlacker bei einem Besuch in Mbozi im Jahre 2016 gern aufgegriffen. Schon damals war mit Unterstützung aus Mühlacker ein neues Waisenhaus mit hellen, freundlichen Räumen inklusive Ausstattung entstanden. Der Spielplatz wurde – mit einer 1.000-Euro-Spende der »Town & Country Stiftung« - bewusst auf öffentlich zugänglichem Gelände gebaut und jetzt eingeweiht, so dass nicht nur Kinder aus dem Waisenhaus, sondern auch Kinder aus dem Ort dort spielen können. Bericht mit Bildern hier.

Baustopp in Ifakara aufgehoben

Nach längerem Baustopp an der »Elisabeth Preiswerk School«, einer Sekundarschule für Mädchen in Ifakara (Tansania Ostprovinz), können die Arbeiten jetzt endlich weitergehen. Der Baustopp hatte seine Ursache in immer neuen baulichen und strukturellen Vorgaben der Regierung, die seit zwei Jahren das Bildungswesen reformiert und dabei auch massiv in das Privatschulwesen eingreift. Nach Angaben von Erica Ludela, der Projektleiterin, sowie des verantwortlichen Bauunternehmers Kasitu sind die drei Labore (Chemie, Physik, Biologie) und die Außentoiletten fast fertig. Mit der Genehmigung der Schule wird kurzfristig gerechnet. Anschließend geht es an die Ausstattung der Klassenzimmer sowie der Internats-Schlafräume. Weitere Spenden werden dringend gebraucht. Onlinespende hier.

Dr. Hans Happes zurück aus Sumbawanga

Nach drei Monaten ist Dr. Hans Happes von einem Freiwilligen-einsatz an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) nach Deutschland zurückgekehrt. Der frühere Direktor des »Nicolaus-Kistner-Gymnasiums« in Mosbach war über die Vermittlung der Herrnhuter Missionshilfe durch den »Senior Expert Services« ausgesandt worden, um angesichts staatlicher Reglementierungen ein Konzept für die Entwicklung der Schule in den nächsten Jahren zu erarbeiten. Zwei wesentliche Maßnahmen konnten bereits verwirklicht werden. So wurde ein neu gebautes Physiklabor eingerichtet und der Nutzung übergeben. Weiterhin wurden die Bedingungen für die Einführung einer Oberstufe geschaffen, die den Erwerb der Hochschulreife ermöglicht. Kurzbericht mit Bildern hier.

Schöne Begegnungen in Labrador

Im Newsletter des »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika (11-2017) ist die Rede von einer Reihe schöner Begegnungen während einer Reise zweier leitender Mitarbeiter (Judith Ganz und Samuel Gray) nach Labrador. An der zerklüfteten Küste, wo die Brüdergemeine schon seit 1752 arbeitet, gibt es derzeit vier Gemeinden, von Nord nach Süd: Nain, Hopedale, Makkovik und Happy Valley. In letzterem Ort wohnt mit Beatrice Hope eine neue Gemeinhelferin, die über die Gemeindearbeit hinaus auch Besuche im Gefängnis macht. Im Newsletter heißt es: »Die Kirche sucht nach Wegen, das Gleichgewicht zu wahren zwischen der Pflege ihres Erbes und der Wahrung ihrer gesellschaftlichen Relevanz«. Der ganze Bericht in Deutsch hier.

Gospelchor versprüht pure Lebensfreude

Unter der Überschrift »Gospelchor versprüht pure Lebensfreude« berichtet der »Mannheimer Morgen«  (Download hier) über den erste von zehn Auftritten des Chores »Efatha« aus der Uhuru-Brüdergemeine von Dar es Salaam. Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem »Dekanat Bergstraße« der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Brüdergemeine in Tansania weilt der Chor zum zweiten Mal in Deutschland, und zwar vom 27. November bis 18. Dezember 2017. Im Anreißer der Zeitung war zu lesen: »Was für eine Begrüßung: "We love you" - groß und unübersehbar projizierte der Efatha-Choir aus Daressalam diese Botschaft in den Altarraum der Schwanheimer Kirche«. Der 1972 gegründete Chor besteht z. Zt. aus 60 Sängerinnen und Sängern und einer sechsköpfigen Band. Alle Konzerttermine und weitere Infos hier.

Cherokee-Delegation in Winston-Salem/NC

Kürzlich besuchten zwei Führer der Cherokee, eine der im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma lebenden First Nations in den USA, das Archiv der Brüdergemeine in Winston-Salem/NC. Herrnhuter Missionare hatten 1801 in Springplace, heute in Georgia gelegen, eine Missionsarbeit unter den Cherokee begonnen. Ihre Berichte befassen sich intensiv auch mit dem Alltag der Cherokee und sind dessen früheste und umfassendste Darstellung überhaupt. Häuptling Chuck Hoskin junior meinte: »Ich bin stolz auf die Geschichte und die Kultur unseres Volkes sowie auf die Stärke, die wir in schweren Zeiten gezeigt haben. Und ich bin dankbar für die Freunde, die wir unterwegs hatten und die uns beistanden. Die Herrnhuter waren unsere Freunde. Sie halfen unserem Volk, sich auf Veränderungen vorzubereiten und diese zu überleben«. Mehr in Englisch hier.

Weiterer Schritt im Versöhnungsprozess

Noch nicht vollständig aufgearbeitet ist das Schicksal der Inuit an den staatlichen und kirchlichen Internatsschulen in Labrador und Neufundland. Diese Schulen waren, wie eine wissenschaftliche Studie gezeigt hat, Orte der physischen und psychischen Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen sowie der Ausbeutung. Bis in die 1980iger Jahre dienten sie, resultierend aus einer Geringschätzung der Inuit-Kultur, der Amerikanisierung der Indigenen. Den Überlebenden der Misshandlungen in den Schulen wurden 2016 in einem Musterprozess insgesamt 50 Millionen US-Dollar Entschädigung zugesprochen (in schweren Fällen bis zu 200.000 US-Dollar pro Person). Am 23. November 2017 will der kanadische Premierminister Justin Trudeau in Happy Valley im Namen Kanadas um Verzeihung bitten für das Leid und die Verbrechen an den Internatsschulen in Neufundland und Labrador. Mehr hier und hier.

Fortschritte bei vier Projekten

Das vom Staat geforderte und mit Spenden der Herrnhuter Missionshilfe errichtete Labor für die »African-Rainbow Secondary School« in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz), ist jetzt in Betrieb. Zur Unterstützung der Schule weilt derzeit der Gymnasialdirektor i. R. Dr. Hans Happes (siehe Foto links) über den »Senior Experten Service« in Tansania. + + Spendenmittel der Herrnhuter Missionshilfe ermöglichten dem »Mbozi Hospital« der Brüdergemeine (Tansania, Südwest-Provinz) die Anschaffung von Technik zur Herstellung von Infusionen. Mit Geldern des Mbozi-Vereins in Niesky/OL kann auch die Renovierung des OP-Saales in Angriff genommen werden. + + Die Herrnhuter Missionshilfe hilft beim Bau einer Grundschule in Musawas im tropischen Regenwald von Nikaragua für die hier lebenden indigenen Mayangnas.

Gemeindezentrum im »Dzaleka Camp«

Am Rande des »Dzaleka Camps«, einem UN-Flüchtlingslager in Malawi für 28.000 Menschen (v. a. aus Äthiopien, Burundi, der D. R. Kongo, Mosambik, Ruanda, Sambia, Simbabwe und Somalia), stehen jetzt die Mauern und das Dach für ein Gemeindezentrum. Dieses soll bald als Schule, Kindergarten und Kirche genutzt werden. Das erforderliche Grundstück (Foto) wurde von der Kommune kostenlos zur Verfügung gestellt und ist nun Eigentum der Brüdergemeine in Malawi. Der Rohbau entstand mit Spendenmitteln der Herrnhuter Missionshilfe. Für die Fertigstellung des Baues (Fenster, Türen, Ausstattung) sowie für drei kleine Wohnhäuser neben dem Gemeindezentrum wurde bei der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ein Förderantrag gestellt.  

Gemeindeglieder vor Kämpfen geflüchtet

Vom 24. September bis 2. Oktober 2017 gab es in der D. R. Kongo heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Maï-Maï-Milizen. Diese begannen bei Mboko und erstreckten sich bis nach Uvira. Die Menschen im Kampfgebiet mussten ihre Heimat verlassen. Was sie an Gütern und Nahrung besaßen, wurde von Soldaten oder Rebellen geraubt. Die Brüdergemeine hat in diesem Gebiet drei Gemeinden: Uvira, Mboko und Atunga. Die Mitglieder dieser drei Gemeinden flohen in die Stadt Uvira. Da die Regierungstruppen ohne Rücksicht auf die Flüchtlinge operierten, wurden diese daran gehindert, nach Hause zurückzukehren und müssen bei Verwandten, Freunden oder Bekannten bleiben, die selber kaum das Nötigste besitzen. Hilfsbedürftig sind etwa 120 Familien, für die die Kirchenleitung um Nothilfe bittet. Das ganze Schreiben hier.

Schnuppertag an der BICU

»Bluefields Indian & Caribbean University« (BICU) ist der Name einer Hochschule an der Ostküste von Nikaragua. Hier haben in der Vergangenheit immer wieder Schülerinnen und Schüler studiert, die am »Collegio Moravo«, einer Sekundarschule der Brüdergemeine, ihre allgemeine Ausbildung erhielten. Für den 22. Oktober 2017 hatte die Schule mit der Universität einen Schnuppertag für diejenigen zwei Klassen verabredet, für die demnächst das Abitur ansteht. Die Jugendlichen ließen sich die Studienzweige sowie die sonstigen Angebote der Universität erklären. Im Auditorium Maximum wurden sie von der Universitäts-Leitung begrüßt und anschließend mit Werbemitteln in der Hand fotografiert.

BWM-Katastrophenhilfe ist angelaufen

In seinem Newsletter für Oktober 2017 berichtet das nordamerikanische »Board of World Mission« der Brüdergemeine über seine Hilfsmaßnahmen nach den zahlreichen Katastrophen im August und September 2017. Ein Transporter mit Hilfsgütern und Technik ist bereits in den vom Hurrikan »Harvey« betroffenen Gemeinden im Süden der USA unterwegs. Auch erste Teams mit Freiwilligen sind jetzt im Einsatz. Sobald Hilfsmaßnahmen auch in der Karibik möglich sind, wird - nach Bereitstellung von Nothilfe - weiteres Geld an die betroffene »Unitätsprovinz Westindien-Ost« überwiesen und werden weitere Freiwilligen-Teams ausgesendet. Der ganze Bericht in deutscher Übersetzung hier.

Synode der Brüdergemeine auf Kuba

Nach den Verwüstungen, die Hurrikan »Irma« angerichtet hatte, hielt die Brüdergemeine auf Kuba, die im Status einer Missionsprovinz der Brüder-Unität arbeitet, vom 25. bis 28. September 2017 ihre erste offizielle Synode in Havanna ab. Im Diözesanzentrum der Katholischen Kirche hatten sich 68 Synodale, einige Gäste sowie elf Beobachter aus den sieben Gemeindebezirken auf der Insel versammelt. Eine Hauptaufgabe der Synode war die Revision der Kirchenordnung. Tanya Sanchez (Havanna; 2. v. l.) wurde in der Nachfolge von Armando Rusindo zur neuen Präsidentin der Kirche gewählt. Es war ein emotionaler und historischer Moment, als Armando Rusindo, der seit 1999 die Kirche geleitet hatte, zu einem Bischof gewählt wurde. Nach seiner Ordination wird er der 365. Bischof der Brüder-Unität und erster Hispano-Amerikaner in diesem Amt sein. Mehr hier.

Zu Besuch im Katastrophengebiet

Vor wenigen Tagen weilte der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, Cortroy Jarvis, erstmals in einem Teil desjenigen Gebietes, das die Hurrikans »Irma« und »Maria« im September 2017 heimgesucht hatten. Seinen Bericht vom 8. Oktober 2017 mit Bildern gibt es als Download hier. Die Herrnhuter Missionshilfe hat zunächst 6.000 US-Dollar für die Ersthilfe überwiesen.

Erste Spenden für Hurrikan-Opfer

Inzwischen sind die ersten Spenden für die Opfer der Hurrikans »Irma« und »Maria« eingegangen, die etwa 30 Brüdergemeinen in der Karibik mehr oder weniger stark verwüstet haben. Die größte Einzelspende betrug 750 Euro. Bei einem Gemeindeabend in Zürich wurden 1.420 CHF (1.230 Euro) gesammelt. Beim Jahrestreffen der Brüdergemeine in der Schweiz, der »Fête de Montmirail«, kamen 405 CHF (350 Euro) für die theologische Ausbildung der Brüdergemeine in Tansania zusammen. Außerdem wurden in der Schweiz zuletzt 256 CHF (222 Euro) für den integrativen Kindergarten in Elbasan, Albanien, sowie 299,50 CHF (260 Euro) für die Arbeit des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg in Palästina. Foto: Die zerstörte Kirche der Emmaus-Gemeimnde auf St. John.

Ein Tag, der seinesgleichen sucht

Mittlerweile sind Christiane Klingner und ihr Ehemann, der Dipl.-Agrar-Ingenieur Stephan Klingner, in der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania angekom-men, wo sie fünf Monate als Freiwillige arbeiten wollen. In ihrem Blog berichten sie von einem Tag, der seinesgleichen sucht. Etwa 200 Menschen waren zu einem Fest erschienen, das Enea Kajange, Leiterin der Waisenarbeit in Isoko, zur Demonstration ihrer exzellenten Projektarbeit organisiert hatte: 70 Waisen, die Mitglieder der HIV-Selbsthilfegruppe, Angestellte des Krankenhauses und viele Angehörige. Es gab ein buntes Festprogramm mit Gesangsvorführungen, Tänzen, Ansprachen und wunderbaren Speisen. Mit dabei war auch ein Junge, der nach schweren Verbrennungen an seinen Händen erst kürzlich mit Spendengeldern operiert werden konnte. Zum Blog mit vielen Bildern hier.

Gästehaus in Rungwe eröffnet

In Rungwe (Tansania, Südprovinz) hat das »Butusyo Gästehaus« der Brüdergemeine seinen Betrieb aufgenommen. »Mission 21« und unzählige Einzelspenden aus Tansania und Deutschland trugen dazu bei, dass eines der historischen Gebäude in Rungwe sorgsam renoviert und mit neuer Nutzung erhalten werden konnte. Sieben großzügige Gästezimmer zzgl. eigenem Bad sind entstanden. In der lokalen Sprache Kinyakyusa bedeutet »Butusyo«, der Name des Hauses, »Ort zum Ausruhen«. Das Haus wird vom HIV/Aids-Büro der Südprovinz verwaltet. Die Einnahmen aus dem Hotelbetrieb dienen dazu, die HIV/Aids-Arbeit der Brüdergemeine zu unterstützen. Das Haus ergänzt das ebenfalls in Rungwe befindliche »Numwagile«-Frauenzentrum. Die ersten Gäste des Hauses, eine Gruppe aus der Schweiz, waren begeistert von der attraktiven Unterkunft.

Neue Kirchenleitung in der Rukwa-Provinz

Vom 13. bis 15. September 2017 fand in Sumbawanga in der tansanischen Rukwa-Provinz eine Synode statt, auf der u. a. eine neue Kirchenleitung gewählt wurde. Zum »Chairman« wählten die Synodalen Erord Rupia Simae, zuletzt Projekt-Manager der Provinz. Er hatte diese Funktion vor mehr als zehn Jahren schon einmal inne. Als sein Stellvertreter agiert Asagile Mwandagasya. Neuer Generalsekretär ist Emmanuel Adam Sikazwe. Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt in der Rukwa-Provinz ein Aufforstungsprojekt sowie die Sekundarschule in Sumbawanga (African-Rainbow School). Die »Brødremenighedens Danske Mission« unterstützt eine Waisenarbeit mit Straßenkinder-Projekt in Sumbawanga (Peter’s House) sowie ein Missionszentrum in Kipili tief unten am Lake Tanganyika.

Brüdergeschichtliche Gedenktage 2018

Bischof Theodor Gill hat neuerlich aufgelistet, welche brüder- und missionsgeschichtlichen Gedenktage es im kommenden Jahr gibt. Zum Beispiel wird es am 3. Februar 275 Jahre her sein, dass das grönländische Ehepaar Simon Arbalik und Sara Pussimek 1743 getraut wurde. Am 16. Mai wird es 225 Jahre her sein, dass die »Zeister Missionsgesell-schaft« 1793 gegründet wurde. Am 2. August wird es 275 Jahre her sein, dass der Missionar Christian Gottlieb Israel 1743 auf St. Thomas starb. Am 31. August wird es 300 Jahre her sein, dass die vormalige Sklavin Shelly (Taufname Rebecca), später nacheinander Ehefrau der Missionare Matthäus Freundlich und Christian Protten, 1718 geboren wurde. Am 18. September wird es 250 Jahre her sein, dass die Sklavin Sara als Erstling der Herrnhuter Mission auf Barbados 1768 getauft wurde. Die ganze Liste hier.

Aus der US-amerikanischen Südprovinz

Die US-amerikanische Südprovinz der Brüder-Unität hat 57 Personen bei »mission trips« finanziell unterstützt. Diese Personen sind allein oder in sieben Kleigruppen zu Kurzeinsätzen oder Besuchen in andere Unitäts- und Missionsprovinzen bzw. in Missions-gebiete der weltweiten Brüder-Unität gereist. + + Das Waisenhaus der Brüdergemeine in Kenia »Ray of Hope« mit angeschlossener Grundschule steht kurz vor der Zertifizierung durch die staatlichen Behörden. Es ist dankbar dafür, nun endlich an das öffentliche Stromnetz angeschlossen zu sein. + + An einem Benefizessen, das die »Fairview Moravon Church« in Winston-Salem/NC organisiert hatte, nahmen 126 Personen teil. Der Erlös betrug 1.244 US-Dollar. Das Geld soll der Brüdergemeine in Peru zugutekommen.

Zur aktuellen Lage auf den Antillen

Die Lage auf den Westindischen Inseln nach den Hurrikans »Irma« und »Maria« ist noch immer dramatisch. Nach wie vor sind die Flughäfen und die großen Häfen geschlossen, nach wie vor leben die Bewohner vieler Inseln in Notunterkünften, nach wie vor gibt es auf mehreren Inseln keinen Strom und kein Internet. Die Schadenssummen an einigen zerstörten bzw. beschädigten Kirchen sowie an zehntausenden Privathäusern können noch nicht einmal geschätzt werden. Die ersten Hilfsgelder für die Betroffenen sind überwiesen. Der Wiederaufbau muss noch warten. Der Einsatz von Hilfsteams wird vorbereitet. Aktuelle Berichte vom nordamerikanischen »Board of World Mission« sowie vom Vorsitzenden der Unitätsprovinz Westindien-Ost, Cortroy Jarvis, in deutscher Übersetzung hier. Ein kurzes Video aus dem Hubschrauber von den Zerstörungen auf St. John hier.

Seminar zur Verstädterung in Tansania

Der »Tanzania-Network e. V.« lädt zu einem Seminar am 28./29. Oktober 2017 im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Universität Leipzig, Beethovenstr. 15, ein. Thema: »Sta(d|t)tliche Perspektiven für Tansania«. Noch 1960 lebten 95 Prozent der Menschen in Tansania auf dem Land, 2015 sind es nur noch 68 Prozent. Diese Menschen erhoffen sich neue Perspektiven im Lebensraum Stadt. Dort treffen sie Männer und Frauen aus verschiedenen Landesteilen und darüber hinaus. Sie begegnen sich, neue Ideen entstehen und neue Chancen entwickeln sich. Während des Seminars kommen Menschen zu Wort, die das Leben auf dem Land und in den Städten Tansanias kennen und über die Perspektiven eines Lebens in tansanischen Städten forschen. Info-Flyer hier. Anmeldung hier.

Brüdergemeine in Sierra Leone wächst

Mohamed und Safiatu Braïma, die Gründer der Brüdergemeine in Sierra Leona, hoffen, dass im kommenden Jahr in der Stadt Kailahun die vierte Gemeinde im Land gegründet werden kann. Die anderen Gemeinden befinden sich alle im ländlichen Raum. Ngiehun, die größte Gemeinde, wo 2009 auch eine neue Sekundarschule entstand, erhielt kürzlich mit Spenden aus den USA eine Solaranlage. Im Nachbardorf Mbaoma entsteht bis Ende 2017 neben der Kirche eine kleine Rundfunk-Sendestation, mit der Menschen im Umkreis von 50 Kilometern mit der Frohen Botschaft erreicht werden können. Der Sendemast steht schon. Beim Besuch von Donna Hurt und Pete Hiltz aus der US-amerikanischen Südprovinz fand die Taufe gleich von 20 neuen Gemeindegliedern statt. Mehr in einem Artikel des »Moravian Magazine« (Heft 9-2017) in Englisch hier.

Freiwilligeneinsatz: Tansania zum dritten

Die Hebamme Christiane Klingner (Königsfeld im Schwarzwald) lässt zum dritten Male das Jahr mit einem Freiwilligeneinsatz in Tansania, Südprovinz, ausklingen. Erstmals wird sie begleitet von ihrem Mann Stephan Klingner, einem »Diplom Agrar-Ing. International«. Die Ausreise des Ehepaares erfolgt am 2. Oktober 2017, die Rückkehr ist für Februar 2018 vorgesehen. Während Christiane Klingner v. a. wieder Fortbildungen für das Personal des »Isoko Hospitals« anbieten möchte (mit Schwerpunkt Notfall- und Qualitätsmanagement, Hygiene), wird Stephan Klingner sich in der Region Isoko um die Bodengesundheit, die Einsparung von Kunstdünger, Bewässerungsfragen und einen Heilpflanzengarten kümmern. Sie wollen hier in einem Blog berichten. Infos zu den Einsätzen 2015/16 hier und hier.

Berufsschule möchte Angebot erweitern

Mit Hilfe der Firma »Wörwag Pharma« aus Böblingen konnte die Herrnhuter Missionshilfe in Songea (Tansania) eine neue Berufsschule bauen. Dort lernen derzeit 58 junge Männer und Frauen das Nähen, das Tischlern, das Schneidern sowie das Elektro-Handwerk. Auch Grundkenntnisse in Englisch, Informationstechnik und Betriebsführung sind Inhalt des Lehrplanes. Große Nachfrage besteht hinsichtlich der Ausbildung von KFZ-Mechanikern. Projektleiter Jairi A. Sengo berichtet: »Wer in einer Kfz-Werkstatt arbeitet, hat bei uns ein sicheres Einkommen. Gern würden wir diesen Ausbildungsgang ab Herbst 2017 anbieten. Leider ist die Ausstattung teuer. Im Namen der jungen Menschen in Tansania bitte ich Sie um Hilfe«. Das Erlernen eines Berufes ist für die meisten ein Weg aus der Armut. Mehr hier.

»Irma« über der moravischen Karibik

»Irma«, der stärkste Hurrikan, der jemals über die Antillen hinweggefegt ist, traf zwischen dem 6. und 10. September 2017 mehrere Inseln, auf denen es eine Brüdergemeine gibt, unmittelbar (Antigua, Barbuda, Sint Maarten, St. Kitts und Nevis, St. Croix, St. Thomas, St. John, Tortola). Und er zog über Haiti und Kuba, wo er lange verweilte, ehe er sich gen Florida auf den Weg machte, wo v. a. moravische Einwanderer aus Mittelamerika leben. Hellgrau = Kat. 4; Mittelgrau = Kat. 5; Breite 400 - 500 km; Windgeschwindigkeiten 200 - 300 km/h. Ein Schreiben der Brüdergemeine in Nordamerika in deutscher Übersetzung mit der Bitte um Geld und Gebete hier. Ein Bischofswort an die Betroffenen und an die verschont Gebliebenen gibt es hier. Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

Nach Hurrikan »Irma« in der Karibik

Cortroy Jarvis, der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, berichtet kurz von der Lage auf den karibischen Inseln nach dem Durchzug von Hurrikan »Irma« und bittet um Hilfe für die Geschädigten. Die Kirchenleitung hat ihrerseits 5.000 US-Dollar Ersthilfe für die Einwohner der Insel Barbuda bereitgestellt. Download zweier Briefe hier. Eine Fürbitt-Liturgie für die Opfer der Hurrikan-Katastrophe in der Karibik hier. Infos vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine vom 8. und 11. September 2017 hier.

»Living Branches« - A new resource for teaching Moravian heritage

The Moravian Church in America has a new resource for teaching our Moravian heritage! This curriculum, called Living Branches: Moravians Growing in Faith, Love & Hope, is a flexible, 13-week Sunday School program focused on sharing the story of our Moravian heritage from Jan Hus to the present day. It includes lower elementary, upper elementary, youth and adult components. More about living Branches here. Download PDF: Lower Elementary (15 MB), Upper Elementary (31 MB), Middel/High School (24 MB), Adults (3 MB).

Avocado-Projekt in Rungwe gedeiht

Im Jahre 2009 hat die Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania eine Kooperationsvereinbarung mit einer Company Ltd. aus Tansania geschlossen zwecks Verpachtung ihres Landes zur Bepflanzung mit Avocado- Bäumen. Nach der Anfrage eines Investors aus München hat sich im Juni 2017 eine neue Möglichkeit für die Provinz aufgetan. Durch die Gründung der »Moravian Farming Company« in Rungwe konnte sie Anteilseignerin werden und hat somit ein Mitspracherecht bei Entscheidungen und sie profitiert direkt vom Gewinn. Die Herrnhuter Missionshilfe hat der Provinz mit einem Kredit geholfen. Sie sieht in diesem Projekt ein Pilotprojekt, das auch in anderen Provinzen in Tansania umsetzbar wäre. Ein Erfolg des Projektes könnte langfristig den Kirchenprovinzen helfen, ein eigenes Einkommen zu generieren. Ausführliche Projektbeschreibung mit mehreren Bildern hier.

»Die zehn besten Monate meines Lebens«

»Ich habe die zehn besten Monate meines Lebens hier verbracht«. So enden die Blog-Eintragungen (siehe hier) von Kristina Koefoed aus Dänemark, die zehn Monate als junge Freiwillige in Tansania verbracht und im »Peter's House«, einem Waisenhaus der Brüdergemeine in Sumbawanga in der Rukwaprovinz gearbeitet hat. An ihrem letzten Wochenende in Tansania unternahmen sie und Karoline Hansen, eine andere dänische Freiwillige, einen Wander- und Kletter-Ausflug mit einigen Waisenkindern sowie mit ein paar Lehrlingen aus der Tischlerwerkstatt. Bei diesem Ausflug mussten die Großen gelegentlich die müden Kleinen tragen. Kristinas Fazit: »Es gibt so viele Dinge, die ich von hier nach Hause mitnehmen möchte, nicht nur Dinge vom örtlichen Markt, sondern vor allem die Werte des Lebens und viele Freundschaften«.

Als Senior-Freiwillige in Ostafrika

Über die Mission der Brüdergemeine in Dänemark, weilten Kaj und Birthe Bruun kürzlich zu einem Freiwilligen-einsatz in Ruanda, Burundi und Tansania. Bei einem Kurs für 28 junge Leute in Ruanda ging es um Bibelkunde, Geschichte der Brüdergemeine und Liturgie, aber auch um Hygiene und Krankenpflege. Besonders fragten die jungen Leute nach der christlichen Ehe. In Burundi leiteten die Gäste einen Kurs für 38 Pfarrer und Pfarrfrauen, bei dem ähnliche Themen wie in Burundi behandelt wurden und in dem man den Epheserbrief besprach. Viele Pfarrfrauen konnten weder lesen noch schreiben. Eine Pfarrfamilie verlor nach einem Brand ihr Haus und erfuhr Hilfe der Gemeinde. In Kigoma in der tansanischen Rukwaprovinz fanden zwei Kurse statt für 28 und für 25 zumeist sehr junge Leute. Der ganze Bericht in Dänisch hier.

Nachmittag für Kinder mit HIV/Aids

Melania Mrema-Kyando, die auch in Deutschland gut bekannte Pfarrerin und langjährige, engagierte Kämpferin gegen HIV/Aids aus der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, schieb an das Unitätsfrauenbüro: »Die Zahl der Gruppen für Menschen, die mit HIV/Aids leben, hat sich weiter erhöht. Auch immer mehr Kinder sind betroffen. Im vergangenen Monat fand ein Treffen von 23 Kindern, die mit dem HI-Virus leben, samt ihren Pflegeeltern statt. Wir spielten, erzählten uns unsere Lebensgeschichten und genossen einen wundervollen Tag. An diesen Kindern erkenne ich die Liebe Gottes und wie Gott sich um sie kümmert. Jetzt haben wir diesen Tag für Kinder mit HIV/Aids institutionalisiert. Die Kinder sind zwischen 1 1/2 und 17 Jahre alt«.

Synodenbericht aus Tansania (Westprovinz)

Im »Moravian Messenger« für Juni 2017 gibt es einen lebendigen Bericht von der jüngsten Synode der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania, die im abgelegenen Singida stattfand. Den Bericht hat Roberta Hoey verfasst, ein Gast aus der Britischen Unitätsprovinz (Foto rechts), die erstmals in Ostafrika war. Deutsche Übersetzung des Berichtes hier. Der Bericht schildert den Verlauf und das Ergebnis der Synode und er verweist sowohl auf die Unterschiede als auch auf die Gemeinsamkeiten zwischen einer Synode in Europa und in Tansania. Er enthält weiterhin Beobachtungen während der Reise durch Westtansania sowie eine kurze Beschreibung der neu eröffneten Gesundheitsstation der Brüdergemeine in Tabora.

Solarprojekt erfolgreich abgeschlossen

Voller Freude kann die Herrnhuter Missionshilfe mitteilen, dass das Solarprojekt in Ibaba (Tansania, Südprovinz) vollständig fertiggestellt wurde. Das Projekt besitzt größte Bedeutung für das Dorf. Endlich ist die Krankenstation nicht mehr auf das unsichere Netz vor Ort angewiesen. Durch den Stromanschluss konnte auch die Geburtshilfestation erweitert werden. Jetzt müssen die Anwohner zu Entbindungen nicht mehr in die Stadt fahren. Und auch die Dorfschule profitiert von der Anlage (Foto rechts). Die Kinder haben die Möglichkeit, nach Einbruch der Dunkelheit und getaner Feld- und Hausarbeit ihre Hausaufgaben in den Räumlichkeiten der Schule zu erledigen. Die Hernnhuter Missionshilfe dankt auf ihrer Projekt-Website allen Spenderinnen und Spendern. Siehe hier.

Nähmaschinen für Tansania

Der Kirchenbezirk Mühlacker hat seiner Partnerkirche, der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania, 30 mechanische Nähmaschinen geschickt, an denen 120 Frauen ab Mai 2017 das Schneidern erlernen und damit etwas zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen können. Agnes Njeyo, die Verantwortliche für die Frauen- und Kinderarbeit der Südwestprovinz, erzählt, dass dieses Projekt sich vor allem an alleinerziehende Mütter, jugendliche Waisen sowie Ehefrauen von Pastoren richtet, denn Pastoren werden in Tansania schlecht bezahlt. Agnes Njeyo weist auf das Sprichwort hin: »Wer eine Frau qualifiziert, fördert dadurch eine ganze Familie«. Der Kirchenbezirk Mühlacker transferiert nicht nur materielle Güter nach Tansania, sondern organisiert auch Begegnungen. Mehr in einem Artikel der Pforzheimer Zeitung - siehe hier.

Enea Kajange zu Besuch in Europa

Enea Kajange aus Isoko, Koordinatorin eines Waisenprojektes der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, reist im Sommer 2017 durch die Schweiz, Deutschland und die Niederlande. Anlass für die Reise ist ein Workshop in Basel und Genf zum Thema Menschen- und insbesondere Frauenrechte, den »Mission 21«, die schweizerische Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, organisiert hat. Termine mit Enea Kajange: 23. Juni, 19 Uhr im Schwesternkreis im Gemeindezentrum »Wi Eegi Kerki« in Amsterdam-Südost; 24. Juni, 19 Uhr zur Gebetssingstunde im Kirchensaal in Zeist; 25. Juni, 10.30 zum Gottesdienst in der »Konigskerk« in Amsterdam; 27. Juni, 19 Uhr in der Reformierten Gemeinde Horgen (CH); 28. Juni, 18 Uhr im Missionshaus in Basel; 2. Juli, 10 Uhr zum Missionsfest in Bad Boll; 8. Juli, 17 Uhr in der Herrnhuter Sozietät Basel.

Vor 50 Jahren wurde Tansania sozialistisch

Mit der Arusha-Deklaration von 1967 stellte Staatspräsident Julius Kambarage Nyerere (1922-1999) erstmals seine Ideen von einem afrikanischen Sozialismus vor. Er verstaatlichte Banken und große Wirtschaftsunternehmen, forcierte - teils mit Gewalt - die Neugründung sozialistischer Dorfgemeinschaften (Ujamaa), setzte auf strenge Selbstverantwortung (Kujitegemea) sowie eine Reform des Schulwesens. Die Alphabetisierungsrate stieg von 10% auf 79%; die Einschulungsrate an Grundschulen von 25% auf 94% (1960:1979). Das traditionelle Stammesdenken nahm an Bedeutung mehr und mehr ab. Das Gesundheitswesen blühte auf. Die Ideen der Gleichheit und der Gemeinschaft wurden von der breiten Bevölkerung zwar akzeptiert, der so genannte »Ujamaa-Sozialismus« scheiterte jedoch spätestens 1985 im ökonomischen Bereich.

Sonntagsschul-Programm für Ostafrika

Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt mit 2.000 Euro ein Sonntagsschul-Programm, das Tulie Kassimoto und Mary Kategile (beide Tansania) durchführen wollen. Beide hatten Anfang 2016 an der Unitätsfrauenkonsultation in Surinam teilgenommen und von dort die Idee mitgebracht, nicht nur etwas für ihr Mutterland zu tun, sondern auch für die acht angrenzenden Länder, in denen es ebenfalls eine Brüdergemeine gibt: Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, D. R. Kongo, Sambia, Malawi und Mosambik. Bei dem Programm soll es um die Themen »Schutz von Frauen« und »Gerechtigkeit für Frauen« gehen, die globale Relevanz besitzen. Bei der Vorbereitung des Programms werden erstmals Frauen aus allen diesen Ländern an einem Tisch zusammenkommen. Hauptsponsor des Programms ist das Unitätsfrauenbüro in Winston-Salem/NC.

Wettstreit von 1.500 Chören in Tansania

Den Wettstreit von mehr als 1.500 Kirchenchören in Tansania hat der deutsche Dokumentarfilm »Sing it Loud - Luthers Erben in Tansania« (99 Minuten; Trailer hier) zum Gegenstand, der am 18. Mai 2017 Premiere hatte. Seit 60 Jahren findet in Tansania ein Chorwettbewerb statt, der von der lutherischen Kirche abgehalten wird. Um bei dem Wettbewerb mitmachen zu dürfen, mussten im Vorjahr der Lutherchoral »Ein feste Burg ist unser Gott« und eine Eigenkomposition vorgetragen werden. Die Regisseurin Julia Peters (Interwiev mit ihr hier) begleitete sechs Menschen, die in drei verschiedenen Chören mitwirken, in ihrem Alltag: die Kleinbauern Martha und Simon aus dem Dorf Monduli, die Autowerkstatt-Besitzer Maria und Evarest aus Arusha und die Jugendlichen Kelvin und Nuru vom Kanaani-Chor ebenfalls aus Arusha.

Auf der Suche nach afrikanischen Lösungen

Lange hatte Claudia Zeising, die als Koordinatorin für die von »Mission 21« unterstützten Projekte der Brüdergemeine in Tansania arbeitet, nicht mehr berichtet. Jetzt schrieb sie einen langen, bebilderten Rundbrief, in dem vom afrikanischen Gang der Dinge die Rede ist, der sich von Gang der Dinge in Europa unterscheidet, der aber dennoch zu Erfolgen führt. Als Beispiele nennt Claudia Zeising den wirtschaftlichen Erfolg der Frauen-Nähgruppe in Rungwe, die im Jahre 2016 erstmals einen größeren Überschuss erzielte, und die expandierende HIV/Aids-Arbeit, die immer mehr Menschen zu Würde und einem besseren Leben verhilft. Kritische Bemerkungen finden sich zum Gesundheitswesen in Tansania sowie zu den kirchlichen Leitungsstrukturen. Download des Rundbriefes bald hier.

Synode in der tansanischen Westprovinz

Insgesamt 191 stimmberechtigte Personen aus der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania nahmen am 24./25. April 2017 an der Synode in Singida teil. Der bisherige Vorsitzende der Kirchenleitung, Ezekiel Yona, wurde für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt, ebenso Generalsekretär Richard Lwali. Auch fast alle anderen Mitglieder der Kirchenleitung wurden wiedergewählt, darunter der stellvertretende Vorsitzende, George Mang'ombe. Die Kirchenleitung präsentierte ihren Masterplan für die nächsten Jahre. Man möchte eine nachhaltige Kirche werden, vor allem in den Bereichen institutionelle Stärkung, Mission und Evangelisation, Verwaltung und Vernetzung. Weil Bischof Isaac Nicodemo bald in den Ruhestand treten möchte, wird demnächst eine Bischofswahl notwendig. Mehr hier.

Ehepaar aus den NL arbeitet in Kilangala

Die »Zeister Zendingsgenootschap« (ZZg), die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, berichtet in einem Informations-Brief, dass in der Missionssiedlung Kilangala (Tansania, Rukwaprovinz) ein Ehepaar aus den Niederlanden zu einem einjährigen Einsatz eingetroffen ist. Flip van Haan (Foto), ein Landwirtschaftsexperte, wird mit seiner Kompetenz dazu beitragen, dass auf den Feldern der Mission effektiver produziert werden kann, so dass höhere Eigen-Einnahmen möglich sind. Seine Ehefrau Felice van Haan wird in der Missionsschule zum Einsatz kommen. In Kilangala kooperiert die ZZg mit anderen niederländischen Organisationen, die sich der Hilfe für Tansania verschrieben haben: der »Stichting Trijntje Beimers«, der Landwirtschafts-Stiftung SOLKO und der Freiwilligenagentur VSO.

Mit Preisschild in den Ostergottesdienst

Einen lebendigen Bericht über ihre Arbeit in einem Gesundheitsprojekt der Brüdergemeine an beiden Ufern des Tanganyikasees sowie über die Karwoche und das Osterfest in Kipili (Tansania, Rukwaprovinz) haben Bert und Marjo Muizebelt - ten Kate verfasst. Sie erzählen, was in Ostafrika und Europa an diesen besonderen Tagen gleich ist, und was es nur in Ostafrika gibt, u. a. das Belassen der Preisschilder an den neu gekauften Kleidungsstücken. Sie beschreiben v. a. die bisherige Entwicklung des Projektes, in dem sie tätig sind, auf dem tansanischen wie dem kongolesischen Ufer des Tanganyikasees. Während in Tansania die Gesundheitsarbeit nach zehnjähriger Aufbauphase nunmehr überwiegend von Einheimischen getan wird, bedarf sie in der D. R. Kongo noch eine Weile der Unterstützung durch die dänische Mission. Der ganze Bericht hier.

UNO zeichnete Studierende in Mbeya aus

Kürzlich besuchten Alvaro Rodriguez und Hoyce Temu, zwei für Tansania zuständige Koordinatoren des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), die »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya. Bei ihrem Besuch ging es in internen Gesprächen, aber auch bei einem großen Forum in der TEKU-Hall um die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) mit ihren 169 Unterzielen, die bis 2030 von allen UN-Mitgliedstaaten erreicht werden sollen. Breiten Raum nahmen die Themen Umweltschutz, Klimawandel und Entwicklung des ländlichen Raumes ein. Alvaro Rodriguez machte den jungen Leuten, die in Tansania mehr als 50% der Bevölkerung ausmachen, Mut, sich den Herausforderungen zu stellen. Er zeichnete etwa 30 Studierende mit einem Zertifikat als »Global Goals Champion« aus. Mehr Infos hier.