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Die Herrnhuter Missionshilfe verbindet Menschen weltweit. Lesen Sie auf der Startseite zunächst Neuigkeiten aus der Welt der Herrnhuter Mission. Um zu erfahren, wer wir sind und was wir tun, an welchen Orten wir arbeiten und was wir Ihnen anbieten, gehen Sie bitte ins Hauptmenü.

»Große Stadtkirche« wird 240 Jahre alt

Bald ist es soweit: Die Brüdergemeine in Surinam feiert den 240. Geburtstag der »Großen Stadtkirche« in Paramaribo, wegen ihrer Bedeutung für die gesamte Brüdergemeine im Land auch »Mama Kerki« (Mutterkirche) genannt. Die nur aus Holz gebaute, innen und außen weiße Kirche mit einer Grundfläche von 30 mal 19 Metern und etwa 1.100 Sitzplätzen hat eine abwechslungsreiche Geschichte hinter sich. Mehr dazu hier (Seiten 18-22). Der Vorgängerbau stammt schon aus dem Jahre 1778. Ihre heutige Form bekam die Kirche 1847. Am Sonnabend, dem 5. Mai 2018, um 17 Uhr findet in der Kirche eine Festversammlung statt, zu der man sich vorher anmelden muss und bei der alle Anwesenden in weißen T-Shirts erscheinen sollen. Das Motto des Festes lautet: »240 Jahre ruft Gottes Stimme«.

Schul-Singetage in Surinam

Weil die Brüdergemeine auch in Surinam eine singende Kirche ist, hat die Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam beschlossen, ab dem Schuljahr 2017 jährlich drei Schul-Singetage durchzuführen: einen im Advent, einen in der Passionszeit und einen im August. Der letzte Singetag fand am 23. März 2018 statt. Alle diese Tage stehen unter dem Motto »Anitri singi prisiri« (Singt und preist den Herrn). In einem Bericht im »De Weg Wijzer« (Wegweiser, Info-Blatt für Lehrkräfte) heißt es: »Es freut die Menschen, wenn in unseren Schulen viel gesungen wird. Die Kinder singen für ihre Eltern und Verwandten, aber auch für zufällig Vorübergehende«. Am 23. März 2018 sangen die Kinder auf öffentlichen Plätzen und an Straßenrändern, in Behörden und in Betrieben, in Krankenstationen und in Altenheimen. Siehe zum Beispiel hier und hier und hier.

Neue Schule in Musawas wächst

In Nikaragua nimmt die neue Schule der Brüdergemeine in Musawas immer mehr Gestalt an. Inmitten einer grünen Umgebung ist das hölzerne Schulgebäude einfach konstruiert. Musawas, ein Mayangna-Dorf, ist sehr abgelegen und am besten über den Rio Waspuk per Boot zu erreichen. Eine Brüdergemeine gibt es hier seit den 1920iger Jahren. Schon damals stellen die Herrnhuter sich der Herausforderung, die indigene Bevölkerung zu alphabetisieren. Dass jetzt in Musawas mit Unterstützung der Herrnhuter Missionshilfe und vor allem der »Losungsspende« eine neue Schule entsteht, freut Alt und Jung. Mit Landwirtschaft, Jagd und Fischerei verdienen die Menschen hier etwa 300 US-Dollar monatlich, was ihnen nicht erlaubt, den Schulbau allein zu finanzieren. Wohl aber bringen sie ihre Arbeitskraft ein. Spenden sind hier möglich.

Ergebnis vom »Spendenlauf für Bildung«

Der diesjährige »Spendenlauf für Bildung«, gemeinsam veranstaltet am 15. März 2018 von den »Evangelischen Zinzendorfschulen Herrnhut« und der Herrnhuter Missionshilfe, hatte eine andere Streckenführung als zuletzt. Diesmal maß die Runde, die in 60 Minuten so oft wie möglich zu absolvieren war, 1.100 statt 1.000 Meter. Und es waren pro Runde 19 statt 6 Höhenmeter zu überwinden. Dennoch konnte das Vorjahresergebnis übertroffen werden. Unterstützt von ihren Sponsorinnen und Sponsoren erliefen die Kinder insgesamt einen Betrag von 13.166 Euro (im Vorjahr: 11.872,89), der zur Hälfte dem Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) zugutekommt. Hinzu kommen noch die Gelder von Klasse 7-1, die demnächst ihre Runden dreht, weil sie am Lauftag infolge einer Studienfahrt verhindert war. Sehr herzlichen Dank!

Bericht von der Messe »Fair Handeln«

Die Herrnhuter Missionshilfe mit ihrem »Moravian Merchandise« hat ein weiteres Mal an der »Fair Handeln - Internationale Messe für Fair Trade und global verantwortungsvolles Handeln« in Stuttgart teilgenommen. Vom 5. bis 8. April 2018 war von den Verantwortlichen in Bad Boll wieder ein Gemeinschaftsstand mit der »Evangelischen Mission in Solidarität« eingerichtet worden. An den vier Messetagen taten Haupt- und Ehrenamtliche jeweils für ein paar Stunden Standdienst. Dabei wurden u. a. Falafel und Rooibostee auf Spendenbasis angeboten. Als Expertinnen für die Rooibos-Produkte wirkten zwei Gäste von »Red Cedar Cosmetics« aus Wupperthal in Südafrika am Stand mit: Marianna Smith und Christoline Jennifer Engelbrecht. Mehr hier.

Jugendmitarbeiterkurs zu Ende gegangen

Am Abend des 14. April 2018 ging in der Paramaribo (Surinam) mit der feierlichen Übergabe der Zertifikate in der »Zinzendorf-Herberge« ein Kurs für 19 Jugendleiterinnen und Jugendleiter der Brüdergemeine zu Ende, der schon im Herbst 2017 begonnen hatte und vom deutschen Weltgebetstags-Komitee finanziert worden war. In einem Bericht von Dorothea Rohde heißt es: »Muriël Held, die Vorsitzende von »Vrouwen Centraal« betonte, wie wichtig dieser Kurs für die Brüdergemeine sei. Es gäbe zwar qualifizierte Sonntagsschullehrer, aber das Mitarbeiterangebot der Gemeinden für die Altersgruppe der 12 bis 18 Jährigen, die für die Entwicklung sehr bedeutsam ist, sei in der Vergangenheit mager gewesen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem Kurs (siehe hier) sind zu einer übergemeindlichen Gruppe zusammengewachsen«.

Hilfstransport nach Lettland startet bald

Am 27. April 2018 wird von Mitgliedern des Vereins »Lettlandhilfe e. V.« wieder ein LKW mit Hilfsgütern beladen, die tags darauf von Schönebeck (Elbe) zur »Christian David Schule« bei Madona in Lettland gebracht werden. Die Hilfsgüter waren in einer Garage von Hieronymus Meussling, Gnadau, gelagert worden. Der Verein hat seinen Frühjahrs-Rundbrief 2018 veröffentlicht (hier), in dem mehrere Kinder aus der Schule zu Worte kommen. Diese berichten von der Aufführung eines Theaterstückes, das Lehrkräfte der Schule verfasst haben, vom erstmaligen Erscheinen einer Schülerzeitung, in der sich vieles um Pfannkuchen dreht, von der Teilnahme einer Bläsergruppe aus der Schulen an den Musiktagen in Prauliene sowie von der Feier des Valentinstages an der Schule.

Lesen öffnet weite Horizonte

Die in Surinam beheimatete »Stiftung Kinderbuchfestival« hat sich - unter maßgeblicher Mitwirkung der Brüdergemeine - der Förderung des kindlichen Lesens verschrieben, weil Lesen der Schlüssel zu guter Bildung ist. Auf ihren Webseiten berichtet die Stiftung über ihre Aktivitäten. Sie gab ein neues Kinder-buch »Blij met een ei« heraus, in dem es um ein glückliches Huhn und damit um das Thema Ökologie geht. Mehr hier. Für das von der Stiftung geplante neue Kinderbildungszentrum in Paramaribo wurden wichtige Unterlagen übergeben. Auf dem Grundstück für das Bildungszentrum herrscht nun Baufreiheit. Bald schon sollen die Bauleute kommen. Mehr hier. Im Rahmen der »Nationalen Vorlesewoche« vom 4. bis 10. März 2018 traten mehrere Prominente vorlesend in Schulen der Brüdergemeine auf. Mehr hier.

Österlicher Dankesgruß aus Albanien

Weil Albanien - vor allem der Süden des Landes - über weite Teile seiner Geschichte vom orthodoxen Ritus geprägt war, wird das Osterfest bis heute vielerorts nach dem julianischen Kalender gefeiert. Die Brüdergemeine in Albanien orientiert sich, was den Ostertermin anbetrifft, aber an dem in der westlichen Christenheit gebrauchten gregorianischen Kalender. Etwa 150 Personen allen Alters und aus allen Gruppen waren am 1. April 2018 im Gemeindezentrum in der Innenstadt von Tirana zusammengekommen, um gemeinsam Ostern zu feiern. Der erste Teil der Feier war ein fröhlicher Gottesdienst, im zweiten Teil der Feier gab es ein Grüßen von Gruppe zu Gruppe. Dazu waren vorab kleine Programme einstudiert worden. Die Brüdergemeine in Albanien bedankt sich aus Anlass des Osterfestes für alle empfangene Unterstützung.

Ostern in Palästina eine Woche später

Was in Deutschland liturgisch schwierig wäre, ist in Palästina kein Problem. Palmarum und Ostern feiert man im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg für gewöhnlich an einem Nachmittag. Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene schlossen sich an, als der Festumzug, angeführt von einem Palmwedel-Träger, den Sternberg hinauf zog. Mit dabei war wiederum der lutherische Pfarrer Imad Haddad, der den Gottesdienst auf dem Andachtsplatz in 800 m Meereshöhe leitete. Während des Umzugs sangen alle: »Hosianna, gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!«

Neuer Religionsunterricht in Surinam

Die »Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam« möchte die Kinder und Jugendlichen in den 65 von ihr getragenen und pädagogisch betreuten Schulen auf eine neue, positive Art in Verbindung mit der Welt der Kirche und Glaubens bringen. Daher arbeitet sie an einer Erneuerung der Inhalte des Religionsunterrichtes sowie an der Entwicklung neuer Materialien und Unterrichtsmethoden für alle Klassen. Jede Schule soll eine Unterrichtskiste im Wert von etwa 175 Euro bekommen, darin enthalten Kinderbibeln, Wanddiagramme, Schautafeln, CDs, DVDs, Spiele und Handbücher. Zusätzlich werden tausende neue Schulbücher benötigt. Von der »Zeister Zendingsgenootschap«, der Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in den Niederlanden, soll die Schulstiftung dafür einen Zuschuss i. H. v. 15.000 Euro bekommen.

Zahlen und Fakten zu Tansania

Im kürzlich vorgestellten Haushaltsplan für Tansania für 2018/2019 ist vor-gesehen, dass knapp die Hälfe der laufenden Ausgaben für Schuldentilgung aufgewandt wird. + + Die Bevölkerung Tansanias ist von 1961 bis 2017 von 10 Mill. auf 54 Mill. angewachsen. Jährlich nahm die Bevölkerung zuletzt um 2,5 % zu. Die landwirtschaftliche Erzeugung wuchs hingegen zuletzt nur um 1,7 %, so dass immer mehr Nahrungsmittel importiert werden müssen. + + In Tansania werden derzeit etwa 10 % der Ackerfläche mit Maschinen, 20 % mit Zugtieren und noch immer 70 % mit der Hacke bearbeitet. + + Die Landwirtschaft trägt derzeit - mit abnehmender Tendenz - nur 29 % zum tansanischen Bruttoinlandsprodukt bei. Von den 44 Mill. Hektar bebaubarem Land werden derzeit nur 33 Mill. Hektar landwirtschaftlich genutzt. Quelle: Tansania-Information, April 2018.

Bericht aus dem »Mbozi Mission Hospital«

Jens Marcus Albrecht, Oberarzt und Unfallchirurg am »Emmaus-Krankenhaus« in Niesky, ist vor zwei Monaten zurückgekehrt von einem Hilfseinsatz im »Mbozi Mission Hospital« der Brüdergemein in Tansania (Südwestprovinz). Die Beziehungen zwischen den Krankenhäusern in Niesky und Mbozi reichen zurück bis in die 1980iger Jahre und damit in die DDR-Zeit, als der Internist Dr. Rüdiger Mieske für einige Monate in Tansania arbeiten durfte. Jetzt ist der Herrnhuter Missionshilfe ein Bericht über den Einsatz von Jens Marcus Albrecht zugegangen, der das vom tansanischen Staat nur sehr unzureichend finanzierte Krankenhaus vorstellt und vom mühsamen Alltag darin erzählt. Gefördert werden vom Staat vor allem die großen Krankenhäuser, nicht aber die für die Basis-Gesundheitsversorgung wichtigen kleinen Krankenhäuser in abgelegenen Gebieten. Ein Bericht mit Bildern hier.

Karfreitag und Ostern in Surinam

Mit dem »Amadeus Orchester« gab es am Karfreitag, dem 30. März 2018, eine Passionsmusik in Paramaribo in der Gemeinde »Helena Christina«. Video hier. Bilder hier. + + Ein weiteres Konzert gab es am Ostermontag, dem 2. April 2018, ebenfalls in Paramaribo in der Bethania-Gemeinde, bei dem vier Gospelchöre unter dem Thema »Kingdom, Power, Glory - Wir preisen den auferstandenen Herrn« musizierten. Plakat hier. + + Die »Fundashon Betsaida«, das Sozialwerk der Brüdergemeine auf Curaçao, und die »Maranatha Gemeinde« waren Veranstalter einer dreitägigen Osterkonferenz. Am 3. April 2018 hielt Orlando Bottenbley einen Workshop zum Thema »Den Bau der Gemeinde voranbringen: Warum leeren sich die Kirchen? Was können wir dagegen tun?«. Video hier. Die zweite Referentin auf der Konferenz war Rhoinde Mijnals-Doth.

Blaue Dächer künden vom Wiederaufbau

Endlich machen der Wiederaufbau und die Instandsetzung der Häuser auf den von den Hurrikans »Irma« und »Maria« betroffenen Karibik-Inseln signifikante Fortschritte. In bescheidenem Maße dazu beigetragen hat auch ein Team aus der nordamerikanischen Südprovinz der Brüdergemeine, das in der »Emmaus Moravian Church« auf St. John (US-amerikanische Jungferninseln) bei verschiedenen Arbeiten mit Hand anlegte. Die Gäste aus den USA hatten auch Maschinen und Ausrüstung mitgebracht. Entsandt wurde das Team vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine, dem als koordinierende Hilfsorganisation auch die Gelder zugeflossen sind, die in Deutschland zusammenkamen. Die Häuser mit blauem Dach erhielten allesamt jüngst eine neues Wellblecheindeckung.

Gesegneten Karfreitag! Frohe Ostern!

Der Ostergruß der »Christian-David-Schule« in Lettland, die sich in waldreicher Umgebung etwa 20 Kilometer entfernt von der Kreisstadt Madona befindet, ist wahrlich ein internationaler Gruß. In Lettisch, Deutsch, Englisch, Norwegisch und Russisch bekunden die Angehörigen der verbindlichen Schulgemeinschaft ihre Verbundenheit mit Freundinnen und Freunden in vielen Ländern: Priecīgas Lieldienas! Fröhliche Ostern! Happy Easter! Gledelig, god påske! С Пасхой! Eines der beiden großen Zimmer in der Schule dient auch als Aula und Kapelle. Diese ist interkonfessionell eingerichtet, weil auch die Kinder unterschiedlichen christlichen Konfessionen angehören. Im Gottesdienst am Karfreitag wurde mit selbst gebastelten Figuren das letzte Abendmahl Jesu nachgestellt.

Spannende Begegnungen in Lettland

Vom 22. bis 26. März 2018 war Andreas Tasche, Öffentlichkeitsarbeiter der Herrnhuter Missionshilfe, zu Besuch in Lettland. Die dortige Brüdergemeine hatte ihn gebeten, am Gemeintag in Jaunlaicene nahe der russischen Grenze teilzunehmen, dem ersten in dieser Region. Während des Gemeintages fand eine Exkursion nach Lindheim/Lintene statt, wo sich früher ein wichtiges Verwaltungszentrum der Brüdergemeine befunden hatte, das heute jedoch fast verschwunden ist erst im Vorjahr wiederentdeckt wurde. Der Gast referierte zum Thema: »Voneinander wissen - Die Bedeutung des Informationsaustausches innerhalb der weltweiten Brüder-Unität am Beispiel Lettlands«. Rund um den Gemeintag hatte der Gast viele Begegnungen mit Einzelpersonen und Gruppen im Umfeld der Brüdergemeine in Lettland. Ausführlicher Reisebericht mit Bildern hier.

Arbeitseinsatz im »Kobar Public Park«

Der 30. März wird in Israel und in Palästina im Blick auf umfangreiche Landenteignungen im Jahre 1976 als »Tag des Bodens« begangen. Anlässlich dieses Tages hat am 29. März 2018 das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) mit Mitarbeitenden und Betreuten einen Arbeitseinsatz durchgeführt. Bei dem Einsatz wurden Reinigungs- und Pflegearbeiten im »Kobar Public Park« nördlich von Ramallah vorgenommen, zu dem auch ein beliebter Kinderspielplatz gehört. An dem Einsatz beteiligten sich Politiker, Abgeordnete, Firmenvertreter, Gruppen aus dem öffentlichen Leben, einige Eltern sowie Kinder von der »Kobar Girls Secondary School«. Trotz der Anstrengungen waren alle mit Begeisterung und Erfolg bei dem Einsatz dabei.

»Atlas der Zivilgesellschaft« erschienen

Am 31. Januar 2018 hat »Brot für die Welt« einen »Atlas der Zivilgesellschaft« veröffentlicht. Dieser macht die im weltweiten Vergleich vorgenommenen Untersuchungen zu den Grundrechten auf Meinungsäußerung, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit überaus anschaulich. Deutlich werden auch die schrumpfenden Handlungsspielräume zivilgesellschaftlicher Organisationen. Der Atlas stützt sich auf Daten von »CIVICUS«, einem globalen Netzwerk für bürgerschaftliches Engagement, sowie auf diverse Fallstudien von Partnerorganisationen von »Brot für die Welt«. Im Atlas heißt es: »Nur zwei Prozent der Weltbevölkerung leben in Staaten, in denen sie ihre Grundrechte auf Meinungsäußerung, Versammlungs-und Vereinigungsfreiheit uneingeschränkt ausüben können«. Alles weitere zum Atlas - inklusive viele Downloads - hier.

Drei Silbermedaillen für Halimah Ladadwah

Halimah Ladadweh, eine junge Frau mit Behinderungen, die seit mehreren Jahren das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg bei Ramallah besucht, gehörte zum »Team Palästina«, das an den »9. Regionalen Special Olympics« teilgenommen hat, die vom 17. bis 21. März 2018 in Abu Dhabi stattfanden. Sie gewann bei den Leichtathletik-Wettbewerben drei Silbermedaillen: im Kugelstoßen, im 100-Meter-Lauf sowie im Staffellauf. Die Mitarbeitenden des Förderzentrums beglückwünschte die Medaillengewinnerin nach deren Rückkehr zu ihren schönen Erfolgen. Der Sport spielt in den Rehabilitationsprogrammen des Förderzentrums von Anfang an eine wichtige Rolle, was sich schon in einer Reihe von Erfolgen bei großen Meisterschaften niederschlug.

Österreich vom Sternberg begeistert

Andrea Schmidt von der »Austrian Development Agency« (ADA) stattete dem Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg in Palästina am 21. März 2018 einen Besuch ab. Beide Organisationen arbeiten schon seit mehreren Jahren erfolgreich zusammen. Andreas Schmidt informierte sich über die vom Zentrum angebotenen Dienstleistungen (integrativer Kindergarten, Förderschule, Berufliches Bildungszentrum, Dorfarbeit, Spezialprogram-me) und kam mit alten und jungen Menschen mit Behinderungen ins Gespräch. Ihr Besuch umfasste aber auch eine Tour zu einer Fabrik in Birzeit, um einen jungen Mann zu treffen, der dort arbeitet. Die Vertreterin war beeindruckt von der Leistung des Zentrums und dem Engagement seiner Mitarbeitenden bei der Bereitstellung von Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung.

TV würdigt Kirchengeburtstag in Nikaragua

Die Brüdergemeine in Nikaragua ist eine sehr feierfreudige Kirche. Sie versteht es nicht nur, runde Kirchenjubiläen festlich zu begehen, sie war kürzlich auch in der Lage, aus dem 169. Jahrestag der Ankunft der ersten Herrnhuter Missionare ein Event zu machen. So geschehen in Bluefields an der südlichen Atlantikküste am 14. März 2018. In einem Bericht dazu heißt es: »Pionierkirche an der nikaraguanischen Karibikküste ist die Brüdergemeine. In den Jahren nach 1849 hat die »Iglesia Morava« eine lobenswerte Arbeit aufgebaut. Sie stärkte die Menschen zu allen Zeiten nicht nur durch Gottes Wort, sondern auch durch zahlreiche Aktivitäten in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Und sie ist Trägerin einer interkulturellen ökumenischen Arbeit«. Ein TV-Sender in Nikaragua sendete einen dreieinhalbminütigen Kurzbericht. Download hier.

Angebot: Einsatz in Palästina und Israel

Das »Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel«, ein Programm des ÖRK, bringt Freiwillige zwischen 25 und 70 Jahren aus aller Welt für einen dreimonatigen Einsatz nach Palästina und Israel. Die Begleitpersonen leben für drei Monate in einem internationalen Team im Westjordanland oder in Jerusalem. Sie dokumentieren den Alltag unter Besatzung und solidarisieren sich mit lokalen christlichen Gemeinden sowie palästinensischen und israelischen Menschenrechtsgruppen. Während ihres Aufenthalts gewähren sie schützende Präsenz in Dörfern, auf Schulwegen oder an Checkpoints, beobachten die Menschenrechtslage und berichten an lokale und internationale Partner. Bewerbungsschluss für Einsätze ab dem 8. November 2018 ist der 30. April 2018. Weitere Einsätze ab 20. Januar und ab 3. April 2019. Mehr Infos zum Einsatz und zur Bewerbung hier.

Beschäftigungskoalition gegründet

Am 19. März 2018 wurde im Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg im Rahmen einer Pressekonferenz die »Palästinensische Koalition für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung« gegründet. Ziele der Organisation sind v. a. die Entwicklung von rechtlichen und administrativen Standards für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung, die Erhöhung der Beschäftigungsrate von Menschen mit Behinderung und eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Menschen mit Behinderung. Zu den Gründungsmitgliedern der Koalition zählen neben dem Sternberg-Förderzentrum mehrere NGO's (u. a. Stars of Hope, Thalassemia Patients' Friends Society, Bethlehem Arab Society for Rehabilitation, Young Men's Christian Association Jerusalem) sowie das palästinensische Arbeitsministerium.

Angebot an Gemeinden und Gruppen

Age Kramer, leitender Mitarbeiter der Zeister Zendingsgenootschap (ZZg), Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in den Niederlanden, macht Gemeinden und Gruppen insbesondere in Norddeutschland ein Angebot. Er schreibt: »Am 19. Mai 2018 feiert die ZZg mit einem Mini-Symposium ihr 225-jähriges Bestehen. Dazu haben wir Gäste eingeladen: Roselie Rotgans aus Surinam und Dr. Karel August aus Südafrika, beide mit Leitungsverantwortung für die theologische Ausbildung der Brüdergemeine. Wenn jemand daran interessiert ist, eine von beiden Personen oder beide Personen einzuladen, dann wüsste ich das gern: zzg(at)zzg.nl. Wir müssen bald die Tickets kaufen. Die ZZg hat unter anderem die Aufgabe, Gemeinden und Gruppen bei interkulturellen Begegnungen zu unterstützen. Von daher entstehen für etwaige Begegnungen keine hohen Kosten«.

Muttertag – ein Anlass zum Danken

In Palästina wurde am 14. März 2018 der Muttertag gefeiert. Das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (bei Ramallah) hatte es sich nicht nehmen lassen, ebenfalls eine Feier zu organisieren. Miterlebt und mitzelebriert hat diese Feier Niels Gärtner (Bielefeld), Verbindungsmann zwischen der Brüdergemeine bzw. der Herrnhuter Missionshilfe und dem Förderzentrum. Als Gäste bei der Feier anwesend waren auch einige Eltern der Geförderten sowie Mitarbeitende des Zentrums. Die Feier, die auf dem höchsten Punkt des Förderzentrums stattfand, begann mit einer Rede von Abir Hamad, der Leiterin der Förderarbeit, sowie einem Grußwort von Niels Gärtner. Dieser dankte für allen Einsatz zugunsten von Menschen mit Behinderungen. Anschließend wurden Süßigkeiten, Häppchen und Getränke serviert.

Moraven auf der 14. Weltmissionskonferenz

Die Delegierten der einzelnen Provinzen der weltweiten Brüder-Unität hatten während der 14. Weltmissionskonferenz des ÖRK in Arusha, Tansania, zwei kurze Treffen in den Mittagspausen, um Erfahrungen auszutauschen und darüber zu sprechen, wie die Anliegen der vorgelagerten Missionskonferenz der Brüder-Unität in Kapstadt im November 2017 jetzt in die Konferent in Arusha eingespeist werden können. Das geschah in mehreren Workshops sowie bei Begegnungen mit ökumenischen Gesprächspartnern. Am 11. März 2018 feierte eine 40 Personen zählende Delegiertengruppe den Sonntagsgottesdienst in einer Brüdergemeine in Arusha. V. l. n. r.: Jørgen Bøytler, Ruth Stephenson, Paul Gardner, Heather Robinson, Mary Kategile, Conrad Nguvumali, Navlet Hansen, Peter Malema, Raimund Hertzsch, Willey Mwasile und Alinikisa Cheyo. Ein Konferenzbericht mit Bildern hier

Spendenlauf unter der Frühlingssonne

Am 15. März 2018 nachmittags fand bei herrlichem Frühlingswetter in Herrnhut mit 330 Teilnehmenden der vierte »Spendenlauf für Bildung« statt, zu dem die Herrnhuter Missionshilfe und die »Evangelischen Zinzendorfschulen Herrnhut« aufgerufen hatten. Lauf- und Spendenergebnisse liegen momentan noch nicht vor; über sie wird später berichtet. Im Vorjahr kamen knapp 12.000 Euro zusammen.

Schule lädt zu Arbeitseinsatz ein

Die Leitung der »Christian-David-Schule« in Lettland mit den beiden Standorten Kalna Skola und Grostona in der Nähe der Stadt Madona sucht Menschen, die im Sommer 2018 zu einem zweiwöchigen Arbeitseinsatz in das »Landschulheim« in Grostona kommen wollen. Gebraucht werden sowohl Baufachleute als auch Hilfskräfte. + + Die Mitglieder der Schulgemeinschaft haben am 13. und 14. Februar 2018 - wie alljährlich - gemeinsam den Valentinstag gefeiert. Ein Genuss waren sowohl die zahlreichen künstlerischen Darbietungen als auch die aus eigener Herstellung stammenden Leckereien. Von den Feiern gibt es ein kurzes Video. Download hier. + + Die Schule verfügt seit kurzem über einen neu gestalteten Internet-Auftritt sowie über eine Präsenz bei Facebook.

14. Weltmissionskonferenz in Arusha verabschiedet Abschlusserklärung

Am Ende der 14. Weltmissionskonferenz in Arusha, Tansania, beklagten die 1.000 Teilnehmenden aus vielen Kirchenfamilien, darunter auch Mitglieder der Römisch-Katholische Kirche und aus mehreren Pfingstkirchen, am 13. März 2018 die »schockierende Anhäufung von Reichtum« bei wenigen, während die Mehrheit verarme. Im Abschlussdokument (Download Englisch hier) betonten sie, dass die systemische Ungerechtigkeit ein Grund für Konflikte, Kriege, Umweltkatastrophen und Not sei. Die Menschen, die an den Rändern der Gesellschaften leben, seien besonders betroffen. Ein ausbeuterisches System werde zum Götzen gemacht, das Millionen von Menschen ausbeute. Christinnen und Christen müssten dem Ruf des Heiligen Geistes folgen und sich und ihr Umfeld im Sinne der Nachfolge Jesu verändern. Mehr in Deutsch hier. Kommentar zur Konferenz hier.

Gemeintag im lettischen Lindheim

Die Brüdergemeine in Lettland ver-anstaltet am 24. März 2018 einen weiteren Gemeintag, diesmal in Jaunlaicenē im Nordosten des Bezirks Vidzeme. Der Ort befindet sich in der Nähe von Lindheim (lettisch: Lintene), wo sich im 18. und 19. Jahrhundert eines von vier Verwaltungszentren der Brüdergemeine im Lettland befand. Nachdem die Gebäude in und um Lindheim von den Kommunisten total zerstört worden und ihre Bewohner der besseren Kontrollierbarkeit wegen v. a. nach Riga zwangsumgesiedelt worden waren, kannte niemand mehr die genaue Lage von Lindheim. Erst kürzlich gelang die erneute Lokalisierung. Bei dem Gemeintag werden mehrere Vorträge gehalten, die darauf hinweisen, welche Bedeutung die Brüdergemeine für die Herausbildung der lettischen Nation besitzt. Programm in Deutsch hier.

Doppelt besondere Trauung in Bathore

Am Donnerstag, dem 8. März 2018, fand in den Gemeinderäumen der Brüdergemeine in Bathore, einem nach der Wende in Albanien ab 1992 ungeplant gewachsenen, etwa 6 km2 großen Armenviertel von Tirana, eine gdoppelt besondere Trauung statt. Ein Ehepaar, das mit seinen beiden Kindern Ergela und Egli nach Deutschland geflüchtet war, dessen Asylantrag aber abgelehnt worden war, hatte nach seiner Rückkehr nach Albanien Kontakt zur Brüdergemeine gefunden. In einem Gottesdienst wurde die schon längere Zeit bestehende Ehe der Eltern nun von Jørgen Bøytler (DK), dem Pfarrer der Brüdergemeine in Albanien, kirchlich eingesegnet. Gleichzeitig empfingen die Kinder des Paares die Taufe. Die junge Familie versucht jetzt mit Hilfe der Brüdergemeine einen wirtschaftlichen Neustart in Albanien. Sie bittet um Fürbitte.

Schülerschaft dankt Lehrerinnen

Am »Colegio Moravo Secundaria«, einer alten und renommierten Schule der Brüdergemeine in Bluefields tief im Südosten von Nikaragua, wurde der Internationale Frauentag am 8. März 2018 gleich doppelt begangen. Zunächst überraschten die Schülerinnen und Schüler ihre Lehrerinnen mit Blumen und kleinem Gebäck im Lehrerzimmer. Anschließend gab es in der als Aula genutzten großen Sporthalle der Schule eine Feierstunde mit Ansprachen und kulturellen Beiträgen. - Mit Marcelo Borge Kitler starb im Alter von 68 Jahren der Schulpfarrer des »Colegio Moravo Secundaria«. Obwohl er infolge Diabetes als Jugendlicher erblindete, gehörte er zu den herausragenden Theologen und Pädagogen der Brüdergemeine in Nikaragua. Darüber hinaus war er im Blindenverband von Nikaragua sehr aktiv.

Von der Tagung des UMDB

Im Newsletter »ONWARD« der Südprovinz der Brüdergemeine in Nordamerika für März 2018 findet sich ein Bericht über die jüngste Tagung des »Unity Mission and Development Board« in Winston-Salem/NC. Darin ist davon die Rede, dass die missionarischen Aktivitäten aller Provinzen der Brüder-Unität einer kritischen Bewertung unterzogen wurden. Bei einigen Aktivitäten beschloss man einen Wechsel der Zuständigkeit, neue Aktivitäten wurden angedacht. Weiterhin ging es um die Kooperation mit dem Unity Board, um die Finanzierung bestimmter Missionsprojekte, um Partnerschaften zwischen einzelnen Missionsgebieten und Missionsorganisationen sowie um Änderungsvorschläge hinsichtlich der Arbeit auf dem Sternberg (Palästina) und in Südasien, die vom Unity Board aber noch genehmigt werden müssen. Mehr in Deutsch hier.

Brüdergemeine in Jamaika braucht Ruhe

In Jamaika machte ein Pfarrer der Brüdergemeine sich vor etwa 15 Monaten des sexuellen Missbrauchs zweier Minderjähriger schuldig, den er inzwischen vor Gericht gestanden hat. Seitdem ist die Gesamtkirche und sind die Gemeinden intensiv mit der Aufarbeitung dieses Falles beschäftigt. Auch in anderen Kirchen wurden mittlerweile Fälle sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen durch Pfarrer bekannt. Die Leitung der Brüdergemeine hat eine Kinderfürsorge- und Kinderschutz-Policy verabschiedet, die sowohl für kirchenleitende Personen und hauptamtliche Mitarbeitende als auch für Ehrenamtliche verbindlich ist, und entsprechende Schulungen durchgeführt. Die Presse erkennt an, dass die Brüdergemeine sich mit einem schwierigen Thema sehr glaubwürdig auseinandergesetzt hat. Ein Artikel aus dem »Jamaica Observer« hier.

Altkleider-Import wieder erlaubt

Die Staaten der »Ostafrikanischen Gemeinschaft« (EAC) nahmen ihren Beschluss aus dem Jahre 2015, zum Schutze der eigenen Textilindustrien die Einfuhr von Gebrauchtkleidung ab 2019 komplett zu verbieten, wieder zurück. Die Vereinigten Staaten von Amerika hatten damit gedroht, der EAC die Privilegien aus dem AGOA-Vertrag (»African Growth and Opportunity Act«), einem 2000 geschlossenen und kürzlich bis 2025 verlängerten Wirtschaftsabkommen zwischen den USA und mehreren Staaten in Afrika, zu entziehen. So sehr Menschen mit kleinem Einkommen, die sich oft nur Second-Hand-Kleidung leisten können, jetzt aufatmen, langfristig müssen die EAC-Staaten Ruanda, Tansania und Uganda ihre durchaus vorhandene Chance nutzen, die Bevölkerung mit Kleidung aus eigener Produktion zu versorgen. Mehr hier.

Neue Freiwillige in der Rukwaprovinz

Seit dem 16. Januar 2018 leisten sechs junge Leute aus Dänemark einen Freiwilligendienst in der Rukwaprovinz der Brüdergemeine in Tansania. Ausgesendet wurden Rikke Bang, Karoline Hansen, Casper Møller Jensen, Anne Møller Kristensen, Sigrid Jespersen und Margriet van Beest (v. l. o. n. r. u.) von der »Brødremenighedens Danske Mission«, der Schwester-Organisation der Herrnhuter Missionshilfe in Dänemark. Zum Einsatz kommen sie in der Missionsstation Kipili am Lake Tanganyika, im Waisenprojekt »Peter's House« in der Stadt Sumbawanga und in Brüdergemein-Projekten in der Stadt Sikonge. Die Einsätze dauern ein halbes Jahr. Die Jugendlichen haben mehrere Videos von ihrer Arbeit veröffentlicht: hier und hier und hier.

Jeder Christ zur Mission berufen

Bei einer Tagung für Pfarrerinnen und Pfarrer der Brüdergemeine in Surinam ging es kürzlich um das Thema: »Die Bedeutung der Mission für die Identität der Brüdergemeine«. Unter Anleitung von Rosalien Zamuël-Rotgans fragten sich die Anwesenden, wie die Brüdergemeine in Surinam mehr als bisher missionarisch arbeiten kann. Allen wurde klar, dass jeder Christ und jede Christin von Gott zur Mission berufen ist. In einem Kurzbericht heißt es »Uns Gläubigen muss bewusst sein, dass Mission bedeuten kann, die vertraute Umgebung zu verlassen, um anderswo zu dienen. Wir müssen auch heute noch dorthin gehen, wohin Gott uns schickt. Bei der Tagung wurde von den Anwesenden sehr eifrig diskutiert. Bei späteren Tagungen soll das Thema weiterbehandelt und vertieft werden«.

Der Indianermissionar J. G. E. Heckewelder

Am 12. März 2018 ist es 275 Jahre her, dass mit Johann Gottlieb Ernst Heckewelder (1743-1823) einer der besten Indianer-Kenner und größten Indianer-Missionare aller Zeiten in Bedford (England) geboren wurde. Seine Eltern, mit denen er im Alter von elf Jahren den Atlantik überquerte, stammten aus Mähren. Als 19Jähriger begann sein 40 Jahre dauernder Missionsdienst, innerhalb dessen er eine Reihe gemeindeähnlicher Siedlungen für verschiedene Indianervölker aufbaute, die freilich immer wieder infolge von Eroberungskriegen ins Land drängender Europäer und später US-Amerikaner aufgegeben werden mussten bzw. zerstört wurden. Mehrere Jahre war er der Gehilfe David Zeisbergers. Wie kaum ein anderer Weißer genoss er das Vertrauen der Indianer, denen zu seinen Lebzeiten unvorstellbares Leid zugefügt wurde.

Konzert mit wiedergefundener Inuit-Musik

Ein Konzert, wie es so noch nie statt-gefunden hat, wird es am Sonnabend, dem 3. März 2018, um 20.00 Uhr (Neufundland-Standardzeit) in der Basilika »St. Johannes der Täufer« in St. John’s auf Neufundland geben. Es erklingt Inuit-Musik aus Labrador für die Passions- und Osterzeit, wie sie einst von Herrnhuter Missionarinnen und Missionaren gemeinsam mit der indigenen Bevölkerung einstudiert und aufgeführt wurde. Zwar ist diese Musik der europäischen Klassik des 18. Jahrhunderts zuzurechnen, ihr wurden aber Texte in Inuktitut unterlegt. Ein Forschungsprojekt hat diese einmalige, zum nationalen Kulturerbe der Inuit gehörende Musik erst kürzlich wieder zutage gefördert. Das Konzert wird per Livestream in alle Welt übertragen: Sonntag, 4. März 2018, ab 00.00 Uhr MEZ - siehe hier. Mehr zum Projekt hier, Details zum Konzert hier.

Gebetsinformationen 2018

Die Herrnhuter Brüdergemeine mit ihrer weltweiten und vielfältigen Arbeit braucht unsere Fürbitte. Hier sind die Gebetsinformationen für den Unitätsgebetstag am 1. März 2018 sowie für die Unitätsgebetswacht 2018.

Lange Reise nach Tansania und Malawi

Kürzlich ist Bettina Nasgowitz, Projektreferentin der Herrnhuter Missionshilfe, von einer langen Dienstreise nach Tansania und Malawi wohlbehalten nach Deutschland zurückgekehrt. Im Laufe von dreieinhalb Wochen war sie tausende Kilometer unterwegs, ist mit Leitungspersonen der Provinzen und Schulen zusammengetroffen und hat Projekten besucht, die Unterstützung von der Herrnhuter Missionshilfe empfangen. An vielen Stellen konnte sie eine positive Entwicklung feststellen. Wo es in jüngster Zeit Probleme gab, wurden die Weichen neu gestellt. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass im Bereich der Schulen eine inner-tansanische Kooperation angeschoben werden konnte. In Mwera auf Sansibar war es endlich möglich, ein Erweiterungsgrundstück für die »Herrnhuter Academy School« zu erwerben. Der komplette Reise- und Projektbericht mit Bildern hier.

Hilfe für die »African Rainbow School«

Zum ersten Mal gibt es an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) Laptops für das Lehrerzimmer. Sie wurden gespendet vom »Rotary Club Neckar-Odenwald-Kreis« und übergeben von Dr. Hans Happes, Gymnasial-direktor i. R., der im Herbst 2017 schon einmal für drei Monate an der Konzeptentwicklung der Schule mitgewirkt hatte. Mehr dazu hier. Bei einem Meeting mit Bettina Nasgowitz, Projektverantwortliche der Herrnhuter Missionshilfe, im Februar 2018 sagte der o. g. Rotary Club zu, den Bau und die Ausstattung eines Internatsgebäudes mit 32 Plätzen zu unterstützen. Letztere wurde in der Tischlerei des »Peter’s House« bestellt, einem Waisenzentrum der Brüdergemeine. Auch einen Internet-Anschluss für die Schule wollen die Rotarier finanzieren. Mehr zum Meeting hier.

Postkartenaktion erbringt 2.200 Euro

Eine Postkartenaktion, die von Karin Schmauder initiiert wurde, erbrachte jetzt den Betrag von 2.200 Euro zugunsten der »Zinzendorf-Herberge« der Brüdergemeine in Paramaribo (Surinam). Diese soziale Einrichtung, die vorwiegend von Frauen genutzt wird, ist eines von vielen Spendenprojekten, die für den Weltgebetstag am 2. März 2018 entwickelt wurden. Die Idee zu der Postkartenaktion entstand auf einer Surinam-Vorbereitungsreise von 20 Frauen aus Deutschland, die in der Weltgebetstagsarbeit tätig sind. Karin Schmauder, eine der Teilnehmerinnen, hat während der Reise unermüdlich und mit hoher Kompetenz  fotografiert. Ihre Fotografien bereichern das Vorbereitungsmaterial des deutschen Weltgebetstags-Komitees. Ihre Postkarten wurden von Frauen bei Vorbereitungsabenden gegen Spende abgegeben. Mehr zum Projekt hier.

Rückblick auf Missionskonferenz

Wer sich Verlauf und »Früchte« der dritten Missionskonferenz der weltweiten Brüder-Unität vom 14. bis 20. November 2017 in Kapstadt (Südafrika) noch einmal vergegenwärtigen möchte, sei auf das »Moravian Magazine« hingewiesen. In englischer Sprache enthält die Ausgabe für 1-2018 neben einigen Bildern gleich neun Beiträge von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Brüdergemeine in Nordamerika. Download hier. Einen ausführlichen, reich bebilderten Bericht in deutscher Sprache hat aus der Sicht einer Jugenddelegierten auch Damaris Enkelmann aus Herrnhut geschrieben. Ihr Bericht kann in Herrnhut angefordert werden. Alle Teilnehmenden waren sich einig: »Obwohl die Lebenswelten in der Brüder-Unität höchst verschieden sind, eint uns doch vieles auf eindrückliche Weise« (David Geyer, USA). Bericht aus Westindien-Ost hier.

Ein weiteres Jugendleiterseminar

Dank der Bereitstellung finanzieller Mittel durch den Weltgebetstag kann die Brüdergemeine in Surinam derzeit mehrere Fortbildungsveranstaltungen für ihre Jugendmitarbeiterinnen und Jugendmitarbeiter durchführen. Am Sonnabend, dem 3. Februar 2018, fand schon eine dritte derartige Veranstaltung statt. In einem Kurzbericht dazu heißt es: »Wo kann man besser nachdenken über Musik und Inspiration als in einer schönen, natürlichen Umgebung? Unter Anleitung ihres Trainers Raphael van Ommeren kamen die jungen Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer aus dem Kirchenbezirk Paramaribo Süd intensiv miteinander ins Gespräch über die Rolle und die Bedeutung von Musik in ihrem persönlichen sowie im kirchlichen Leben. Sie taten das in den Räumen der Libanon-Gemeinde«. Mehr Bilder hier.

Film über den Alltag in Labrador

Einen Einblick in den Alltag der Menschen in Labrador sowie eine Begegnung mit der subpolaren Natur ermöglicht ein vom NDR produzierter Dokumentarfilm - siehe hier. Immer wieder wird auch die Brüdergemeine erwähnt. Als eine Art Führer durch den Film agiert der Bläserchor in der alten Herrnhuter Siedlung Nain. Dieser Umstand ermöglicht eine Wiederbegegnung mit denjenigen Bläserinnen und Bläsern, die 2015 am Bläsertag in Herrnhut teilgenommen haben, darunter der inzwischen verstorbene Tubist Christian Ado Obed. Der Film hat ein paar heitere Szenen, vor allem macht er die nach wie vor große Abgeschiedenheit des Landes deutlich, die schwer zu ertragen, die aber auch zu schützen ist. Die Szenen um das Versorgungsschiff »Northern Ranger« ähneln denjenigen, die sich einst um das Missionsschiff »Harmony« abgespielt haben.

Zwischenbilanz nach drei Monaten in Isoko

Christiane und Stephan Klingner aus Königsfeld im Schw., die derzeit als Freiwillige für die Brüdergemeine in Isoko (Tansania, Südprovinz) arbeiten, haben am Jahresbeginn 2018 in ihrem Blog eine Zwischenbilanz ihres Wirkens im Krankenhaus, im Heilkräutergarten, im Waisenprojekt und darüber hinaus gezogen. Sie wurden vor Unfällen und den meisten Krankheiten bewahrt und sind dafür sehr dankbar. Große Freude verursachte die Ankunft eines eigenen Autos für das Waisenprojekt von Enea Kajange (80 Grundschul- und 124 Sekundarschul-Kinder sowie 10 Jugendliche in der Berufsschule), das im Triumphzug »heimgeholt« und dann gesegnet wurde, sowie die Lieferung eines Brutkastens zur Aufzucht von Küken. Weiterhin berichtet Christiane Klingner über einen ausführlichen Besuch im »Mbozi Hospital« mit Krankenpflegeschule.

Bischofseinsegnung auf Kuba

Unter Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit aus der karibischen Ökumene, darunter der Katholische Erzbischof von Kuba, fand am 20. Januar 2018 in Havanna in der Kathedrale der Anglikanischen Kirche die Einsegnung von Armando Rogelio Rusindo Hernandez zu einem Bischof der Brüder-Unität statt. Sie wurde von Bischof Samuel Gray (USA) unter Mitwirkung der Bischöfe Stanley Clarke (Jamaika) und Volker Schulz (Schweiz) vorgenommen. Jede Region mit Gemeinden der Brüdergemeine auf Kuba hatte Geld gesammelt, um drei Delegierten die Teilnahme an dem Festgottesdienst mit Imbiss zu ermöglichen, der 150 Gäste sowie eine Band vereinigte. Aus der weltweiten Brüder-Unität grüßten Cortroy Jarvis, Präsident der Unitätsprovinz Westindien-Ost, als Vorsitzender des Unity Board sowie Mitglieder der Kuba-Stiftung der Brüdergemeine in den USA.

Schwesternprojekt für 2018 gewählt

Die in Neudietendorf/Thür. vom 26. bis 28. Januar 2018 versammelten Frauen aus den Brüdergemeinen in Deutschland haben über das Schwesternprojekt 2018 abgestimmt. Sie bitten die Schwestern um Spenden bzw. Fundraising-Aktionen für die medizinische Arbeit im Binnenland von Surinam. Diese von der Brüder-gemeine aufgebaute, lange getragene und heute von einer ökumenischen Stiftung verantwortete Arbeit geschieht unter dem Namen »Medische Zending - Primary Health Care Suriname«. Mehr hier. Aufgrund einer Wirtschaftskrise bekommt die Stiftung z. Zt. nur zwei Drittel der zugesagten staatlichen Zuwendungen (2,5 statt 4 Mill Euro) und ist daher zur Aufrechterhaltung ihres Leistungsspektrums auf externe Gelder angewiesen. Die Schwestern sammelten vor Ort gleich 1.135 Euro für das Projekt. Danke!

Freud und Leid der Frauen in Tansania

Überall auf der Welt hängt die Entwicklung eines Landes vom Grad der Bildung und des beruflichen Engagements von Frauen ab. Darum widmen die Tansania-Informationen von »Mission EineWelt« die Ausgabe 1/2018 dem Thema »Frauen- und Genderfragen« - siehe hier. Man erfährt z. B.: »Die frühere Miss Tanzania, Nancy Sumari, erhielt 20.000 US-Dollar von der Mobilfunk-Firma Tigo für ihre Programme, die Kinder in digitales Lernen einführen«. - »Zunehmend arbeiten Frauen als private Taxifahrerinnen mit der Online-Plattform "Uber". Häufig sind es junge Akademikerinnen, die diesem Job in Teil- oder Vollzeit nachgehen«. - »Vizepräsidentin Samia Suluhu Hassan zeigte sich erfreut, dass 47% der tansanischen Richter weiblich sind (England 15%, Indien 9%)«. - »In Tansania sind 37% der Parlamentsmitglieder weiblich. Von den 141 Frauen im Parlament wurden aber nur 26 gewählt, 115 wurden auf „special seats“ berufen«.

Emanga S. Cléophas hilft Flüchtlingen

Das »Mugunga Refugee Camp« in Goma (D. R. Kongo) ist ein im Jahre 2008 eingerichtetes UN-Flüchtlingslager, in dem 4.000 Personen - überwiegend Frauen und Kinder - leben. In diesem Lager existiert schon seit mehreren Jahren das Waisenhaus »Ujumbe« (Mission), das Emanga Swedy Cléophas, ein Mitglied der Brüdergemeine in der Unitätsprovinz Kongo, aufgebaut hat und von Beginn an leitet. In einer E-Mail erzählt er von seiner Arbeit mit den Kindern, die er nach Kräften körperlich, geistlich und intellektuell fördert. Es gibt wöchentlich eine biblische Unterweisung. Stolz berichtet er, dass von den 105 Kindern, die er in seiner Obhut hatte, viele das Maurer- und Zimmererhandwerk erlernen und immerhin zehn Kinder ein Studium aufnehmen konnten.

Vor 100 Jahren: Grippe wütet in Labrador

2018 jährt es sich zum 100. Male, dass die epidemisch auftretende »Spanische Grippe« in Labrador mehrere Hundert Inuit tötete und die Missionsarbeit der Brüdergemeine schwer beeinträchtigte. In der Station Okak fielen alle männlichen Inuit der Grippe zum Opfer, was zur Schließung der Station führte. Ein Team um den Labrador-Spezialisten Hans Rollmann plant in Kooperation mit der Gruppe »Tradition and Transition among the Labrador Inuit« eine wissenschaftliche Konferenz sowie eine Publikation zu dieser Katastrophe, die bis heute in den Erinnerungen der Inuit fortlebt. Derzeit wird überlegt, ob diese Publikation in der Reihe »Unitas Fratrum« auch auf Deutsch erscheinen kann. 1985 dokumentierte ein ergreifender kanadischer Film (»The Last Days of Okak«; 23 Min.) schon einmal die verheerende Grippe-Epidemie - siehe hier.

Newsletter stellt Kinder-Projekte vor

Die »Zeister Zendingsgenootschap«, die niederländische Schwesterorga-nisation der Herrnhuter Missionshilfe, gibt in regelmäßigen Abständen einen Newsletter heraus, der spezielle Projekte für Kinder vorstellt. Im Newsletter von Januar 2018 (Download hier) bittet sie, die abschließende technische Ausstattung von drei neuen Fachkabinetten - Physik, Chemie, Biologie - an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine im Sumbawanga unterstützen. Weitere Spenden werden erbeten für ein Waisenhaus für Babys und Kleinkinder in Kilangala (beide Projekte in Tansania, Rukwaprovinz), für die Unterweisung von Vorschulkindern im unterentwickelten Binnenland von Surinam sowie für die Ärztliche Mission in Surinam, die aufgrund einer schweren Wirtschaftskrise viel weniger staatliche Zuwendungen erhält.

Brüder-Unität verurteilt Trump-Äußerungen

»Die weltweite Brüder-Unität ist empört über die abfälligen Aussagen, die Präsident Donald Trump über die 54 Länder Afrikas sowie über El Salvador und Haiti getroffen hat. Wir verurteilen diese Aussagen scharf und betonen, dass die Menschen in diesen Weltgegenden ehrenwert, anständig und zu achten sind. Genauso wie alle anderen Menschen wurden sie zu Gottes Ebenbild und Gleichnis geschaffen«. So beginnt ein Dokument, das der Vorsitzende und der Geschäftsführer des Unitätsvorstandes, Cortroy Jarvis und Jørgen Bøytler, den Gemeinden der Brüder-Unität unter dem Datum des 15. Januar 2018, des 50. Todestages von Dr. Martin Luther King, zugeleitet haben. Weiter heißt es in dem Dokument: »Die Brüder-Unität ist bekannt dafür, dass sie ethnische und kulturelle Vielfalt respektiert und wertschätzt«. Der Text des Statements in Deutsch hier, in Englisch hier.

Haushalterschafts-Workshop in Nakonde

Am 11. Januar 2018 ging in Nakonde ein dreitägiger, von der Herrnhuter Missionshilfe und »Mission 21« geförderter Workshop für Mitarbeitende der Unitätsprovinz Sambia zu Ende. Die knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus allen Gemeinden der Provinz. Viele waren schon lange nicht mehr bzw. noch nie in den Genuss einer Weiterbildung gekommen. Bei dem Workshop ging es um Themen wie Kommunikation, Leitung, Integrität, Planung, Verwaltung, Finanzen sowie Interessenskonflikte. Geleitet wurde der Workshop von Agrippa Senka , dem Verantwortlichen für Entwicklung und Projekte der »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya, Tansania. In seiner Begleitung befand sich ein Dozent für Ökonomie, der u. a. Einheiten zur Budgetierung übernommen hatte. Fred Walch sprach zum Thema Monitoring. Ein kurzer Bildbericht hier.

Erstes Schulleiter-Treffen in Sumbawanga

Auf Anregung der Herrnhuter Missionshilfe wird Ende Januar 2018 in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) erstmals ein Treffen der Verantwortlichen mehrerer Schulen der Brüdergemeine stattfinden (African Rainbow School in Sumbawanga, Secondary School in Lutengano, Moravian High School in Mbozi, Girls Secondary School in Ifakara, Herrnhuter Academy auf Sansibar), die mit Unterstützung der europäischen Missionswerke aufgebaut wurden und betrieben werden. Ziel des Treffens ist eine bessere Vernetzung der Schulen miteinander, die Entwicklung gemeinsamer Standards, das Nachdenken über die Konsequenzen der neuen staatlichen Schulgesetzgebung sowie viele weitere Themen. Das Treffen bietet endlich auch die lang ersehnte Plattform zum innertansanischen Austausch von Erfahrungen.

Der Herrnhuter Stern in Labrador

Ausführlich berichteten die »CBCnews« am 24. Dezember 2017 über die Ausbreitung des Herrnhuter Sterns in Labrador im Osten Kanadas. Download des Artikels hier. Der Stern, den einst Herrnhuter Missionarinnen und Missionare ins Land brachten, hängt jetzt nicht mehr nur in Kirchenräumen, sondern verstärkt auch in Privathäusern. Der nur in einer Herrnhuter Manufaktur hergestellte Stern wird einerseits im Internet gekauft, er wird aber auch von der Gemeinde in Happy Valley vertrieben, die den Verkaufserlös in ihre kirchliche Arbeit investiert. Da sich für den Stern auch Nichtchristen interessieren, wird er ab und an zum Anknüpfungspunkt für ein missionarisches Gespräch. In dem Artikel wird noch von einem weiteren Herrnhuter Weihnachtsbrauch erzählt, dem Austeilen von brennenden Kerzen, die in roten Äpfeln stecken, in der Christnachtfeier.

Ein gesegnetes Christfest!

Festlich geschmückter Bambus in Südafrika
Das traditionelle "Verseln" der Kinder in einer Christnachtfeier der Brüdergemeine in Nikaragua

Ein gesegnetes Christfest 2017 und einen getrosten Übergang von alten Jahr in das neue Jahr wünscht die Herrnhuter Missionshilfe allen ihren Mitgliedern, Freundinnen und Freunden. Dieser Wunsch ist verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für die gehaltene Treue und die vielgestaltige Unterstützung. Zur offiziellen Weihnachtskarte der Herrnhuter Missionshilfe für 2017 geht es hier.

Weihnachtsmarkt-Aktion für den Sternberg

Für das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (bei Ramallah) haben sich die Kinder der 5. und 6. Klassen der »Zinzendorfschulen« in Königsfeld im Schw. während des Weihnachtsmarktes am 16. Dezember 2017 engagiert. Zum einen spazierten sie mit umgehängten Sternberg-Werbetafeln sowie selbstgebackenen Lebkuchen und Plätzchen mutig durch die große Menschenmenge und baten um Spenden für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Palästina. Zum anderen erregte ein ästhetisch besonders hochwertiger Verkaufsstand mit künstlerischen Produkten aus der Schule sowie mit Fair-Trade-Produkten der Herrnhuter Missionshilfe die Aufmerksamkeit. In die Sammelbüchsen wanderten 370 Euro; dazu kommen noch die Stand-Erlöse. Mehrfach hörte man aus dem Munde von Kindern und Erwachsenen: »Das müssen wir im nächsten Jahr wieder machen!« Mehr hier.

Kleines Glück für Straßenkinder

Die dänische Jugendliche Kristina Ø. Kristensen arbeitet als Freiwillige im »Peter's House« in Sumbawanga, einem Waisenhaus der Brüder-gemeine in Tansania, Rukwaprovinz, in dem meist etwa 30 Kinder leben. Darüber hinaus widmet sie sich Straßenkindern. In ihrem Blog (siehe hier) schreibt sie: »Es macht Sinn, zweimal pro Woche ein paar Stunden mit den Jungs zu verbringen. Es braucht so wenig, um sie glücklich zu machen. Sie sind im Grunde lebenslustig, obwohl die meisten nicht mehr als das haben, was sie am Körper tragen; vielleicht noch ein paar zusätzliche Sachen in einem kleinen Rucksack. Sie kommen zu uns, um sich auszuruhen, ihre Kleidung zu waschen, ein Bad zu nehmen, lecker zu essen. Wir verbringen Zeit mit ihnen, bessern ihre Sachen aus, pflegen ihre Wunden oder verbinden diese«.

Weltbevölkerungs-Statistik 2017

Länder mit der größten Bevölkerung 2017 hier. Länder mit der größten Bevölkerung bis 2100 hier. Wachs-tumsrate der Bevölkerung nach Kontinenten 2017 hier. Länder mit der höchsten Geburtenrate 2017 hier. Länder mit der niedrigsten Geburten-rate 2017 hier. Länder mit dem höchsten Kinderanteil 2017 hier. Länder mit dem niedrigsten Durch-schnittsalter 2017 hier. Länder mit dem höchsten Durchschnittsalter 2017 hier. Bevölkerungsdichte nach Kontinenten 2017 + 2100 hier. Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte 2017 hier. Bevölkerungsdichte in der EU 2017 hier. Grad der Urbanisierung nach Kontinenten 2017 hier. Meistgesprochene Sprachen 2017 hier. Bevölkerung nach Religionen 2017 hier. Weltbevölkerung von Christi Geburt bis 2017 hier. Größe der Kontinente nach Fläche hier.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Mbeya

Auf einem Weihnachtsmarkt der besonderen Art war Christiane Klingner mit einem Stand des »Isoko Hospitals« präsent. Sie, derzeit als Hebamme im Freiwilligeneinsatz in der tansanischen Südprovinz, hatte die Idee, Produkte aus dem Artemisia-Garten des Hospitals in der Stadt Mbeya zum Verkauf anzubieten. Enea Kajange mit ihrem Waisenprojekt schloss sich an. In den Tagen zuvor wurden Tee-Tüten abgepackt und mit heiß gemachten Messern verschlossen. Ebenso wurden Salben, Massage-Öle und Hustensaft gekocht und in Töpfchen und Flaschen abgefüllt. Ein »Label« war schon aus Deutschland mitgebracht worden. Den Stand besuchten viele interessierte Menschen. Der Umsatz - das Doppelte des Jahresumsatzes bis dato - überstieg die Erwartungen. Mit einer neuen Kontakten und Ideen ging es zurück nach Isoko. Weitere Begebenheiten und wunderschöne Bilder aus dem Süden von Tansania in einem Blog.

Fünf Monate im Einsatz gegen HIV/Aids

Auf fünf Monate ihres Einsatzes als Expertin in der HIV/Aids-Arbeit der Brüdergemeine in Tansania (Süd- und Südwest-Provinz) schaut Lilith Schaap zurück, eine Holländerin, die dazu von »Mission 21«, der schweizerischen Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, ausgesandt worden war. In Rungwe arbeitete sie mit Melania Mrema-Kyando zusammen, Pfarrerin und Pionierin der Brüdergemeine im Kampf gegen HIV/Aids in dieser Region. In Rungwe und in Mbeya - im Nsalaga-Projekt - hatte die Therapeutin, Theaterfrau und Lebenskünstlerin viele Gelegenheiten, ihre Erfahrungen und Fähigkeiten vor allem kirchlichen Frauen- und Jugendgruppen zur Verfügung zu stellen. Ausführliches zu diesem Einsatz zzgl. einiger Fotos findet sich in einem Artikel von Mara Wirthlin aus Basel. Download hier.

»Emmaus«-Diakonissen in Surinam

In Ergänzung eines Artikels über die medizinische Arbeit der Brüdergemeine in Surinam im Magazin »weltweit verbunden« von November 2017 (siehe hier, Seiten 8 und 9) weist Rosemarie Thümmel, die Alt-Oberin der Nieskyer »Emmaus«-Diakonissen, darauf hin, dass wesentliche Teile dieser Arbeit, vor allem die Arbeit an Lepra-Kranken, über 50 Jahre hinweg von mehr als 40 Diakonissen aus dem Mutterhaus in Niesky getan wurden. In einem Schreiben von Rosemarie Thümmel an die Redaktion heißt es: »Die Arbeit der Diakonissen war schwer und geschah hauptsächlich in Bethesda und Saron. Sie bestand meist im Verbinden unheilbarer Wunden. Trotz der unangenehmen und hoffnungslosen Arbeit haben die Schwestern diesen Dienst gern getan. Das war ihren späteren Erzählungen deutlich anzumerken«. Danke für diese wichtige Ergänzung. Foto: Patienten und Krankenschwesteren im Lepra-Hospital Bethesda.

Spielplatz für die Kinder von Mbozi

Seit vielen Jahren gehört das Waisen-haus, das an das »Mbozi Mission Hospital« der Brüdergemeine in der tansanischen Südwest-Provinz angegliedert ist, zu den Projekten, die der Kirchenbezirk Mühlacker durch seinen Arbeitskreis Tansania unterstützt. Der Vorschlag, in Mbozi einen Spielplatz zu bauen, wurde von der Partnerschaftsgruppe aus Mühlacker bei einem Besuch in Mbozi im Jahre 2016 gern aufgegriffen. Schon damals war mit Unterstützung aus Mühlacker ein neues Waisenhaus mit hellen, freundlichen Räumen inklusive Ausstattung entstanden. Der Spielplatz wurde – mit einer 1.000-Euro-Spende der »Town & Country Stiftung« - bewusst auf öffentlich zugänglichem Gelände gebaut und jetzt eingeweiht, so dass nicht nur Kinder aus dem Waisenhaus, sondern auch Kinder aus dem Ort dort spielen können. Bericht mit Bildern hier.

Baustopp in Ifakara aufgehoben

Nach längerem Baustopp an der »Elisabeth Preiswerk School«, einer Sekundarschule für Mädchen in Ifakara (Tansania Ostprovinz), können die Arbeiten jetzt endlich weitergehen. Der Baustopp hatte seine Ursache in immer neuen baulichen und strukturellen Vorgaben der Regierung, die seit zwei Jahren das Bildungswesen reformiert und dabei auch massiv in das Privatschulwesen eingreift. Nach Angaben von Erica Ludela, der Projektleiterin, sowie des verantwortlichen Bauunternehmers Kasitu sind die drei Labore (Chemie, Physik, Biologie) und die Außentoiletten fast fertig. Mit der Genehmigung der Schule wird kurzfristig gerechnet. Anschließend geht es an die Ausstattung der Klassenzimmer sowie der Internats-Schlafräume. Weitere Spenden werden dringend gebraucht. Onlinespende hier.

Dr. Hans Happes zurück aus Sumbawanga

Nach drei Monaten ist Dr. Hans Happes von einem Freiwilligen-einsatz an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) nach Deutschland zurückgekehrt. Der frühere Direktor des »Nicolaus-Kistner-Gymnasiums« in Mosbach war über die Vermittlung der Herrnhuter Missionshilfe durch den »Senior Expert Services« ausgesandt worden, um angesichts staatlicher Reglementierungen ein Konzept für die Entwicklung der Schule in den nächsten Jahren zu erarbeiten. Zwei wesentliche Maßnahmen konnten bereits verwirklicht werden. So wurde ein neu gebautes Physiklabor eingerichtet und der Nutzung übergeben. Weiterhin wurden die Bedingungen für die Einführung einer Oberstufe geschaffen, die den Erwerb der Hochschulreife ermöglicht. Kurzbericht mit Bildern hier.

Schöne Begegnungen in Labrador

Im Newsletter des »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika (11-2017) ist die Rede von einer Reihe schöner Begegnungen während einer Reise zweier leitender Mitarbeiter (Judith Ganz und Samuel Gray) nach Labrador. An der zerklüfteten Küste, wo die Brüdergemeine schon seit 1752 arbeitet, gibt es derzeit vier Gemeinden, von Nord nach Süd: Nain, Hopedale, Makkovik und Happy Valley. In letzterem Ort wohnt mit Beatrice Hope eine neue Gemeinhelferin, die über die Gemeindearbeit hinaus auch Besuche im Gefängnis macht. Im Newsletter heißt es: »Die Kirche sucht nach Wegen, das Gleichgewicht zu wahren zwischen der Pflege ihres Erbes und der Wahrung ihrer gesellschaftlichen Relevanz«. Der ganze Bericht in Deutsch hier.

Gospelchor versprüht pure Lebensfreude

Unter der Überschrift »Gospelchor versprüht pure Lebensfreude« berichtet der »Mannheimer Morgen«  (Download hier) über den erste von zehn Auftritten des Chores »Efatha« aus der Uhuru-Brüdergemeine von Dar es Salaam. Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem »Dekanat Bergstraße« der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Brüdergemeine in Tansania weilt der Chor zum zweiten Mal in Deutschland, und zwar vom 27. November bis 18. Dezember 2017. Im Anreißer der Zeitung war zu lesen: »Was für eine Begrüßung: "We love you" - groß und unübersehbar projizierte der Efatha-Choir aus Daressalam diese Botschaft in den Altarraum der Schwanheimer Kirche«. Der 1972 gegründete Chor besteht z. Zt. aus 60 Sängerinnen und Sängern und einer sechsköpfigen Band. Alle Konzerttermine und weitere Infos hier.

Cherokee-Delegation in Winston-Salem/NC

Kürzlich besuchten zwei Führer der Cherokee, eine der im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma lebenden First Nations in den USA, das Archiv der Brüdergemeine in Winston-Salem/NC. Herrnhuter Missionare hatten 1801 in Springplace, heute in Georgia gelegen, eine Missionsarbeit unter den Cherokee begonnen. Ihre Berichte befassen sich intensiv auch mit dem Alltag der Cherokee und sind dessen früheste und umfassendste Darstellung überhaupt. Häuptling Chuck Hoskin junior meinte: »Ich bin stolz auf die Geschichte und die Kultur unseres Volkes sowie auf die Stärke, die wir in schweren Zeiten gezeigt haben. Und ich bin dankbar für die Freunde, die wir unterwegs hatten und die uns beistanden. Die Herrnhuter waren unsere Freunde. Sie halfen unserem Volk, sich auf Veränderungen vorzubereiten und diese zu überleben«. Mehr in Englisch hier.

Wahlsynode in Sambia

Am Sonntag, dem 26. November 2017, ging in Mbala in der Nähe des Lake Tanganyika die zweite Synode der Unitätsprovinz Sambia zu Ende, die nach vier Jahren eine neue Kirchenleitung zu wählen hatte. Die Mitglieder der alten Kirchenleitung erhielten bei der von Bischof Alinikisa Cheyo geleiteten Wahl diesmal fast keine Stimmen. Zum neuen Vorsitzenden der Provinz wurde Peter Mayembe gewählt (Bildmitte neben seiner Frau). Als dessen Stellvertreter agiert John Sichilima. Das Amt des Generalsekretärs bekleidet Benjamin Simwanze. Seit 2013 arbeitet die Brüdergemeine Sambia im Status einer Unitätsprovinz. Begonnen hat die Arbeit der Brüdergemeine in Sambia, ausgehend von tansanischen Missionsaktivitäten, bereits 1989. Derzeit gibt es im Lande 17 Gemeinden, die zusammen über etwa 5.500 Mitglieder verfügen.

Moravian Merchandise mit Geschenk-Ideen

Der »Moravian Merchandise«, der Faire Handel der HMH, präsentiert weihnachtliche Geschenk-Ideen, nämlich Kosmetikprodukte aus Wupperthal in Südafrika. In dem kleinen, abgelegenen Ort ist die 2004 gegründete Kooperative »Red Cedar« ansässig, mit der die Herrnhuter Missionshilfe seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Die Qualität der von »Red Cedar« hergestellten Rooibos-Produkte können schon hunderte Kunden in Deutschland bestätigen. Das Angebot reicht von Seife, Waschlotion, Shampoo und Schaumbad über Body Lotion und Duschgel bis hin zu Aloe-Gel, das sehr wirksam ist bei der Behandlung von Ekzemen, von Insektenstichen und von Verbrennungen. Ein Infoblatt mit Preisangaben steht hier zum Downloaden bereit.

Weiterer Schritt im Versöhnungsprozess

Noch nicht vollständig aufgearbeitet ist das Schicksal der Inuit an den staatlichen und kirchlichen Internatsschulen in Labrador und Neufundland. Diese Schulen waren, wie eine wissenschaftliche Studie gezeigt hat, Orte der physischen und psychischen Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen sowie der Ausbeutung. Bis in die 1980iger Jahre dienten sie, resultierend aus einer Geringschätzung der Inuit-Kultur, der Amerikanisierung der Indigenen. Den Überlebenden der Misshandlungen in den Schulen wurden 2016 in einem Musterprozess insgesamt 50 Millionen US-Dollar Entschädigung zugesprochen (in schweren Fällen bis zu 200.000 US-Dollar pro Person). Am 23. November 2017 will der kanadische Premierminister Justin Trudeau in Happy Valley im Namen Kanadas um Verzeihung bitten für das Leid und die Verbrechen an den Internatsschulen in Neufundland und Labrador. Mehr hier und hier.

Fortschritte bei vier Projekten

Das vom Staat geforderte und mit Spenden der Herrnhuter Missionshilfe errichtete Labor für die »African-Rainbow Secondary School« in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz), ist jetzt in Betrieb. Zur Unterstützung der Schule weilt derzeit der Gymnasialdirektor i. R. Dr. Hans Happes (siehe Foto links) über den »Senior Experten Service« in Tansania. + + Spendenmittel der Herrnhuter Missionshilfe ermöglichten dem »Mbozi Hospital« der Brüdergemeine (Tansania, Südwest-Provinz) die Anschaffung von Technik zur Herstellung von Infusionen. Mit Geldern des Mbozi-Vereins in Niesky/OL kann auch die Renovierung des OP-Saales in Angriff genommen werden. + + Die Herrnhuter Missionshilfe hilft beim Bau einer Grundschule in Musawas im tropischen Regenwald von Nikaragua für die hier lebenden indigenen Mayangnas.

Gemeindezentrum im »Dzaleka Camp«

Am Rande des »Dzaleka Camps«, einem UN-Flüchtlingslager in Malawi für 28.000 Menschen (v. a. aus Äthiopien, Burundi, der D. R. Kongo, Mosambik, Ruanda, Sambia, Simbabwe und Somalia), stehen jetzt die Mauern und das Dach für ein Gemeindezentrum. Dieses soll bald als Schule, Kindergarten und Kirche genutzt werden. Das erforderliche Grundstück (Foto) wurde von der Kommune kostenlos zur Verfügung gestellt und ist nun Eigentum der Brüdergemeine in Malawi. Der Rohbau entstand mit Spendenmitteln der Herrnhuter Missionshilfe. Für die Fertigstellung des Baues (Fenster, Türen, Ausstattung) sowie für drei kleine Wohnhäuser neben dem Gemeindezentrum wurde bei der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ein Förderantrag gestellt.  

Gemeindeglieder vor Kämpfen geflüchtet

Vom 24. September bis 2. Oktober 2017 gab es in der D. R. Kongo heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Maï-Maï-Milizen. Diese begannen bei Mboko und erstreckten sich bis nach Uvira. Die Menschen im Kampfgebiet mussten ihre Heimat verlassen. Was sie an Gütern und Nahrung besaßen, wurde von Soldaten oder Rebellen geraubt. Die Brüdergemeine hat in diesem Gebiet drei Gemeinden: Uvira, Mboko und Atunga. Die Mitglieder dieser drei Gemeinden flohen in die Stadt Uvira. Da die Regierungstruppen ohne Rücksicht auf die Flüchtlinge operierten, wurden diese daran gehindert, nach Hause zurückzukehren und müssen bei Verwandten, Freunden oder Bekannten bleiben, die selber kaum das Nötigste besitzen. Hilfsbedürftig sind etwa 120 Familien, für die die Kirchenleitung um Nothilfe bittet. Das ganze Schreiben hier.

Schnuppertag an der BICU

»Bluefields Indian & Caribbean University« (BICU) ist der Name einer Hochschule an der Ostküste von Nikaragua. Hier haben in der Vergangenheit immer wieder Schülerinnen und Schüler studiert, die am »Collegio Moravo«, einer Sekundarschule der Brüdergemeine, ihre allgemeine Ausbildung erhielten. Für den 22. Oktober 2017 hatte die Schule mit der Universität einen Schnuppertag für diejenigen zwei Klassen verabredet, für die demnächst das Abitur ansteht. Die Jugendlichen ließen sich die Studienzweige sowie die sonstigen Angebote der Universität erklären. Im Auditorium Maximum wurden sie von der Universitäts-Leitung begrüßt und anschließend mit Werbemitteln in der Hand fotografiert.

BWM-Katastrophenhilfe ist angelaufen

In seinem Newsletter für Oktober 2017 berichtet das nordamerikanische »Board of World Mission« der Brüdergemeine über seine Hilfsmaßnahmen nach den zahlreichen Katastrophen im August und September 2017. Ein Transporter mit Hilfsgütern und Technik ist bereits in den vom Hurrikan »Harvey« betroffenen Gemeinden im Süden der USA unterwegs. Auch erste Teams mit Freiwilligen sind jetzt im Einsatz. Sobald Hilfsmaßnahmen auch in der Karibik möglich sind, wird - nach Bereitstellung von Nothilfe - weiteres Geld an die betroffene »Unitätsprovinz Westindien-Ost« überwiesen und werden weitere Freiwilligen-Teams ausgesendet. Der ganze Bericht in deutscher Übersetzung hier.

Synode der Brüdergemeine auf Kuba

Nach den Verwüstungen, die Hurrikan »Irma« angerichtet hatte, hielt die Brüdergemeine auf Kuba, die im Status einer Missionsprovinz der Brüder-Unität arbeitet, vom 25. bis 28. September 2017 ihre erste offizielle Synode in Havanna ab. Im Diözesanzentrum der Katholischen Kirche hatten sich 68 Synodale, einige Gäste sowie elf Beobachter aus den sieben Gemeindebezirken auf der Insel versammelt. Eine Hauptaufgabe der Synode war die Revision der Kirchenordnung. Tanya Sanchez (Havanna; 2. v. l.) wurde in der Nachfolge von Armando Rusindo zur neuen Präsidentin der Kirche gewählt. Es war ein emotionaler und historischer Moment, als Armando Rusindo, der seit 1999 die Kirche geleitet hatte, zu einem Bischof gewählt wurde. Nach seiner Ordination wird er der 365. Bischof der Brüder-Unität und erster Hispano-Amerikaner in diesem Amt sein. Mehr hier.

Zu Besuch im Katastrophengebiet

Vor wenigen Tagen weilte der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, Cortroy Jarvis, erstmals in einem Teil desjenigen Gebietes, das die Hurrikans »Irma« und »Maria« im September 2017 heimgesucht hatten. Seinen Bericht vom 8. Oktober 2017 mit Bildern gibt es als Download hier. Die Herrnhuter Missionshilfe hat zunächst 6.000 US-Dollar für die Ersthilfe überwiesen.

Erste Spenden für Hurrikan-Opfer

Inzwischen sind die ersten Spenden für die Opfer der Hurrikans »Irma« und »Maria« eingegangen, die etwa 30 Brüdergemeinen in der Karibik mehr oder weniger stark verwüstet haben. Die größte Einzelspende betrug 750 Euro. Bei einem Gemeindeabend in Zürich wurden 1.420 CHF (1.230 Euro) gesammelt. Beim Jahrestreffen der Brüdergemeine in der Schweiz, der »Fête de Montmirail«, kamen 405 CHF (350 Euro) für die theologische Ausbildung der Brüdergemeine in Tansania zusammen. Außerdem wurden in der Schweiz zuletzt 256 CHF (222 Euro) für den integrativen Kindergarten in Elbasan, Albanien, sowie 299,50 CHF (260 Euro) für die Arbeit des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg in Palästina. Foto: Die zerstörte Kirche der Emmaus-Gemeimnde auf St. John.

Kunstworkshop mit Maren Theel

»Einander begegnen in der Kunst« lautet das Motto eines Workshops im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) vom 15. bis 21. Oktober 2017, geleitet von Maren Theel, Kunsttherapeutin an der Berliner Charité, zusammen mit einheimischen Kunstlehrerinnen. Die Veranstaltung ist ein Beitrag der »Hoffnungstaler Stiftung Lobetal« aus Anlass von deren 150. Geburtstag und wurde initiiert vom früheren Präsidenten des Diakonischen Werks der EKD, Klaus-Dieter Kottnik. Bei dem Workshop geht es darum, mit einfachen, in Palästina bisher nicht gekannten Methoden ansprechende Kunstwerke zu fertigen, die der Öffentlichkeit vorgestellt werden und damit zur Akzeptanz von Menschen mit Behinderungen in der palästinensischen Gesellschaft beitragen. Ein Tagebuch vom Workshop mit vielen Bildern hier.

Missionsprojekte im Kollektenplan 2018

Die Brüder-Unität und die Herrnhuter Missionshilfe haben gemeinsam über die Anzahl und die Zweckbestimmung der Missionskollekten für 2018 entschieden. Die Gemeinden der Brüder-Unität und auch alle anderen Gemeinden sind herzlich gebeten, im Laufe des neuen Jahres für folgende missionarische Projekte zu sammeln: Ernährungssicherung in Sambia - Alternativen gegen Lebensmittelknappheit; Berufsschulen der Brüdergemeine in Afrika - Chancen für den Nachwuchs; Verschiedene Solarprojekte der Brüdergemeine in Tansania; Waisenprojekt der Brüdergemeine auf Sansibar/Tansania; Hilfen für das Missionshospital der Brüdergemeine in Mbozi/Tansania. Von den Gemeinden der Brüder-Unität wurden 2016 für Missionsaufgaben 90.355 Euro gesammelt, von anderen, meist landeskirchlichen Gemeinden 12.783 Euro. Danke!

Ein Tag, der seinesgleichen sucht

Mittlerweile sind Christiane Klingner und ihr Ehemann, der Dipl.-Agrar-Ingenieur Stephan Klingner, in der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania angekom-men, wo sie fünf Monate als Freiwillige arbeiten wollen. In ihrem Blog berichten sie von einem Tag, der seinesgleichen sucht. Etwa 200 Menschen waren zu einem Fest erschienen, das Enea Kajange, Leiterin der Waisenarbeit in Isoko, zur Demonstration ihrer exzellenten Projektarbeit organisiert hatte: 70 Waisen, die Mitglieder der HIV-Selbsthilfegruppe, Angestellte des Krankenhauses und viele Angehörige. Es gab ein buntes Festprogramm mit Gesangsvorführungen, Tänzen, Ansprachen und wunderbaren Speisen. Mit dabei war auch ein Junge, der nach schweren Verbrennungen an seinen Händen erst kürzlich mit Spendengeldern operiert werden konnte. Zum Blog mit vielen Bildern hier.

Gästehaus in Rungwe eröffnet

In Rungwe (Tansania, Südprovinz) hat das »Butusyo Gästehaus« der Brüdergemeine seinen Betrieb aufgenommen. »Mission 21« und unzählige Einzelspenden aus Tansania und Deutschland trugen dazu bei, dass eines der historischen Gebäude in Rungwe sorgsam renoviert und mit neuer Nutzung erhalten werden konnte. Sieben großzügige Gästezimmer zzgl. eigenem Bad sind entstanden. In der lokalen Sprache Kinyakyusa bedeutet »Butusyo«, der Name des Hauses, »Ort zum Ausruhen«. Das Haus wird vom HIV/Aids-Büro der Südprovinz verwaltet. Die Einnahmen aus dem Hotelbetrieb dienen dazu, die HIV/Aids-Arbeit der Brüdergemeine zu unterstützen. Das Haus ergänzt das ebenfalls in Rungwe befindliche »Numwagile«-Frauenzentrum. Die ersten Gäste des Hauses, eine Gruppe aus der Schweiz, waren begeistert von der attraktiven Unterkunft.

Neue Kirchenleitung in der Rukwa-Provinz

Vom 13. bis 15. September 2017 fand in Sumbawanga in der tansanischen Rukwa-Provinz eine Synode statt, auf der u. a. eine neue Kirchenleitung gewählt wurde. Zum »Chairman« wählten die Synodalen Erord Rupia Simae, zuletzt Projekt-Manager der Provinz. Er hatte diese Funktion vor mehr als zehn Jahren schon einmal inne. Als sein Stellvertreter agiert Asagile Mwandagasya. Neuer Generalsekretär ist Emmanuel Adam Sikazwe. Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt in der Rukwa-Provinz ein Aufforstungsprojekt sowie die Sekundarschule in Sumbawanga (African-Rainbow School). Die »Brødremenighedens Danske Mission« unterstützt eine Waisenarbeit mit Straßenkinder-Projekt in Sumbawanga (Peter’s House) sowie ein Missionszentrum in Kipili tief unten am Lake Tanganyika.

Brüdergeschichtliche Gedenktage 2018

Bischof Theodor Gill hat neuerlich aufgelistet, welche brüder- und missionsgeschichtlichen Gedenktage es im kommenden Jahr gibt. Zum Beispiel wird es am 3. Februar 275 Jahre her sein, dass das grönländische Ehepaar Simon Arbalik und Sara Pussimek 1743 getraut wurde. Am 16. Mai wird es 225 Jahre her sein, dass die »Zeister Missionsgesell-schaft« 1793 gegründet wurde. Am 2. August wird es 275 Jahre her sein, dass der Missionar Christian Gottlieb Israel 1743 auf St. Thomas starb. Am 31. August wird es 300 Jahre her sein, dass die vormalige Sklavin Shelly (Taufname Rebecca), später nacheinander Ehefrau der Missionare Matthäus Freundlich und Christian Protten, 1718 geboren wurde. Am 18. September wird es 250 Jahre her sein, dass die Sklavin Sara als Erstling der Herrnhuter Mission auf Barbados 1768 getauft wurde. Die ganze Liste hier.

Aus der US-amerikanischen Südprovinz

Die US-amerikanische Südprovinz der Brüder-Unität hat 57 Personen bei »mission trips« finanziell unterstützt. Diese Personen sind allein oder in sieben Kleigruppen zu Kurzeinsätzen oder Besuchen in andere Unitäts- und Missionsprovinzen bzw. in Missions-gebiete der weltweiten Brüder-Unität gereist. + + Das Waisenhaus der Brüdergemeine in Kenia »Ray of Hope« mit angeschlossener Grundschule steht kurz vor der Zertifizierung durch die staatlichen Behörden. Es ist dankbar dafür, nun endlich an das öffentliche Stromnetz angeschlossen zu sein. + + An einem Benefizessen, das die »Fairview Moravon Church« in Winston-Salem/NC organisiert hatte, nahmen 126 Personen teil. Der Erlös betrug 1.244 US-Dollar. Das Geld soll der Brüdergemeine in Peru zugutekommen.

Zur aktuellen Lage auf den Antillen

Die Lage auf den Westindischen Inseln nach den Hurrikans »Irma« und »Maria« ist noch immer dramatisch. Nach wie vor sind die Flughäfen und die großen Häfen geschlossen, nach wie vor leben die Bewohner vieler Inseln in Notunterkünften, nach wie vor gibt es auf mehreren Inseln keinen Strom und kein Internet. Die Schadenssummen an einigen zerstörten bzw. beschädigten Kirchen sowie an zehntausenden Privathäusern können noch nicht einmal geschätzt werden. Die ersten Hilfsgelder für die Betroffenen sind überwiesen. Der Wiederaufbau muss noch warten. Der Einsatz von Hilfsteams wird vorbereitet. Aktuelle Berichte vom nordamerikanischen »Board of World Mission« sowie vom Vorsitzenden der Unitätsprovinz Westindien-Ost, Cortroy Jarvis, in deutscher Übersetzung hier. Ein kurzes Video aus dem Hubschrauber von den Zerstörungen auf St. John hier.

Seminar zur Verstädterung in Tansania

Der »Tanzania-Network e. V.« lädt zu einem Seminar am 28./29. Oktober 2017 im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Universität Leipzig, Beethovenstr. 15, ein. Thema: »Sta(d|t)tliche Perspektiven für Tansania«. Noch 1960 lebten 95 Prozent der Menschen in Tansania auf dem Land, 2015 sind es nur noch 68 Prozent. Diese Menschen erhoffen sich neue Perspektiven im Lebensraum Stadt. Dort treffen sie Männer und Frauen aus verschiedenen Landesteilen und darüber hinaus. Sie begegnen sich, neue Ideen entstehen und neue Chancen entwickeln sich. Während des Seminars kommen Menschen zu Wort, die das Leben auf dem Land und in den Städten Tansanias kennen und über die Perspektiven eines Lebens in tansanischen Städten forschen. Info-Flyer hier. Anmeldung hier.

Brüdergemeine in Sierra Leone wächst

Mohamed und Safiatu Braïma, die Gründer der Brüdergemeine in Sierra Leona, hoffen, dass im kommenden Jahr in der Stadt Kailahun die vierte Gemeinde im Land gegründet werden kann. Die anderen Gemeinden befinden sich alle im ländlichen Raum. Ngiehun, die größte Gemeinde, wo 2009 auch eine neue Sekundarschule entstand, erhielt kürzlich mit Spenden aus den USA eine Solaranlage. Im Nachbardorf Mbaoma entsteht bis Ende 2017 neben der Kirche eine kleine Rundfunk-Sendestation, mit der Menschen im Umkreis von 50 Kilometern mit der Frohen Botschaft erreicht werden können. Der Sendemast steht schon. Beim Besuch von Donna Hurt und Pete Hiltz aus der US-amerikanischen Südprovinz fand die Taufe gleich von 20 neuen Gemeindegliedern statt. Mehr in einem Artikel des »Moravian Magazine« (Heft 9-2017) in Englisch hier.

Freiwilligeneinsatz: Tansania zum dritten

Die Hebamme Christiane Klingner (Königsfeld im Schwarzwald) lässt zum dritten Male das Jahr mit einem Freiwilligeneinsatz in Tansania, Südprovinz, ausklingen. Erstmals wird sie begleitet von ihrem Mann Stephan Klingner, einem »Diplom Agrar-Ing. International«. Die Ausreise des Ehepaares erfolgt am 2. Oktober 2017, die Rückkehr ist für Februar 2018 vorgesehen. Während Christiane Klingner v. a. wieder Fortbildungen für das Personal des »Isoko Hospitals« anbieten möchte (mit Schwerpunkt Notfall- und Qualitätsmanagement, Hygiene), wird Stephan Klingner sich in der Region Isoko um die Bodengesundheit, die Einsparung von Kunstdünger, Bewässerungsfragen und einen Heilpflanzengarten kümmern. Sie wollen hier in einem Blog berichten. Infos zu den Einsätzen 2015/16 hier und hier.

Berufsschule möchte Angebot erweitern

Mit Hilfe der Firma »Wörwag Pharma« aus Böblingen konnte die Herrnhuter Missionshilfe in Songea (Tansania) eine neue Berufsschule bauen. Dort lernen derzeit 58 junge Männer und Frauen das Nähen, das Tischlern, das Schneidern sowie das Elektro-Handwerk. Auch Grundkenntnisse in Englisch, Informationstechnik und Betriebsführung sind Inhalt des Lehrplanes. Große Nachfrage besteht hinsichtlich der Ausbildung von KFZ-Mechanikern. Projektleiter Jairi A. Sengo berichtet: »Wer in einer Kfz-Werkstatt arbeitet, hat bei uns ein sicheres Einkommen. Gern würden wir diesen Ausbildungsgang ab Herbst 2017 anbieten. Leider ist die Ausstattung teuer. Im Namen der jungen Menschen in Tansania bitte ich Sie um Hilfe«. Das Erlernen eines Berufes ist für die meisten ein Weg aus der Armut. Mehr hier.

»Irma« über der moravischen Karibik

»Irma«, der stärkste Hurrikan, der jemals über die Antillen hinweggefegt ist, traf zwischen dem 6. und 10. September 2017 mehrere Inseln, auf denen es eine Brüdergemeine gibt, unmittelbar (Antigua, Barbuda, Sint Maarten, St. Kitts und Nevis, St. Croix, St. Thomas, St. John, Tortola). Und er zog über Haiti und Kuba, wo er lange verweilte, ehe er sich gen Florida auf den Weg machte, wo v. a. moravische Einwanderer aus Mittelamerika leben. Hellgrau = Kat. 4; Mittelgrau = Kat. 5; Breite 400 - 500 km; Windgeschwindigkeiten 200 - 300 km/h. Ein Schreiben der Brüdergemeine in Nordamerika in deutscher Übersetzung mit der Bitte um Geld und Gebete hier. Ein Bischofswort an die Betroffenen und an die verschont Gebliebenen gibt es hier. Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

Nach Hurrikan »Irma« in der Karibik

Cortroy Jarvis, der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, berichtet kurz von der Lage auf den karibischen Inseln nach dem Durchzug von Hurrikan »Irma« und bittet um Hilfe für die Geschädigten. Die Kirchenleitung hat ihrerseits 5.000 US-Dollar Ersthilfe für die Einwohner der Insel Barbuda bereitgestellt. Download zweier Briefe hier. Eine Fürbitt-Liturgie für die Opfer der Hurrikan-Katastrophe in der Karibik hier. Infos vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine vom 8. und 11. September 2017 hier.

»Living Branches« - A new resource for teaching Moravian heritage

The Moravian Church in America has a new resource for teaching our Moravian heritage! This curriculum, called Living Branches: Moravians Growing in Faith, Love & Hope, is a flexible, 13-week Sunday School program focused on sharing the story of our Moravian heritage from Jan Hus to the present day. It includes lower elementary, upper elementary, youth and adult components. More about living Branches here. Download PDF: Lower Elementary (15 MB), Upper Elementary (31 MB), Middel/High School (24 MB), Adults (3 MB).

Avocado-Projekt in Rungwe gedeiht

Im Jahre 2009 hat die Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania eine Kooperationsvereinbarung mit einer Company Ltd. aus Tansania geschlossen zwecks Verpachtung ihres Landes zur Bepflanzung mit Avocado- Bäumen. Nach der Anfrage eines Investors aus München hat sich im Juni 2017 eine neue Möglichkeit für die Provinz aufgetan. Durch die Gründung der »Moravian Farming Company« in Rungwe konnte sie Anteilseignerin werden und hat somit ein Mitspracherecht bei Entscheidungen und sie profitiert direkt vom Gewinn. Die Herrnhuter Missionshilfe hat der Provinz mit einem Kredit geholfen. Sie sieht in diesem Projekt ein Pilotprojekt, das auch in anderen Provinzen in Tansania umsetzbar wäre. Ein Erfolg des Projektes könnte langfristig den Kirchenprovinzen helfen, ein eigenes Einkommen zu generieren. Ausführliche Projektbeschreibung mit mehreren Bildern hier.

»Die zehn besten Monate meines Lebens«

»Ich habe die zehn besten Monate meines Lebens hier verbracht«. So enden die Blog-Eintragungen (siehe hier) von Kristina Koefoed aus Dänemark, die zehn Monate als junge Freiwillige in Tansania verbracht und im »Peter's House«, einem Waisenhaus der Brüdergemeine in Sumbawanga in der Rukwaprovinz gearbeitet hat. An ihrem letzten Wochenende in Tansania unternahmen sie und Karoline Hansen, eine andere dänische Freiwillige, einen Wander- und Kletter-Ausflug mit einigen Waisenkindern sowie mit ein paar Lehrlingen aus der Tischlerwerkstatt. Bei diesem Ausflug mussten die Großen gelegentlich die müden Kleinen tragen. Kristinas Fazit: »Es gibt so viele Dinge, die ich von hier nach Hause mitnehmen möchte, nicht nur Dinge vom örtlichen Markt, sondern vor allem die Werte des Lebens und viele Freundschaften«.

Als Senior-Freiwillige in Ostafrika

Über die Mission der Brüdergemeine in Dänemark, weilten Kaj und Birthe Bruun kürzlich zu einem Freiwilligen-einsatz in Ruanda, Burundi und Tansania. Bei einem Kurs für 28 junge Leute in Ruanda ging es um Bibelkunde, Geschichte der Brüdergemeine und Liturgie, aber auch um Hygiene und Krankenpflege. Besonders fragten die jungen Leute nach der christlichen Ehe. In Burundi leiteten die Gäste einen Kurs für 38 Pfarrer und Pfarrfrauen, bei dem ähnliche Themen wie in Burundi behandelt wurden und in dem man den Epheserbrief besprach. Viele Pfarrfrauen konnten weder lesen noch schreiben. Eine Pfarrfamilie verlor nach einem Brand ihr Haus und erfuhr Hilfe der Gemeinde. In Kigoma in der tansanischen Rukwaprovinz fanden zwei Kurse statt für 28 und für 25 zumeist sehr junge Leute. Der ganze Bericht in Dänisch hier.

Nachmittag für Kinder mit HIV/Aids

Melania Mrema-Kyando, die auch in Deutschland gut bekannte Pfarrerin und langjährige, engagierte Kämpferin gegen HIV/Aids aus der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, schieb an das Unitätsfrauenbüro: »Die Zahl der Gruppen für Menschen, die mit HIV/Aids leben, hat sich weiter erhöht. Auch immer mehr Kinder sind betroffen. Im vergangenen Monat fand ein Treffen von 23 Kindern, die mit dem HI-Virus leben, samt ihren Pflegeeltern statt. Wir spielten, erzählten uns unsere Lebensgeschichten und genossen einen wundervollen Tag. An diesen Kindern erkenne ich die Liebe Gottes und wie Gott sich um sie kümmert. Jetzt haben wir diesen Tag für Kinder mit HIV/Aids institutionalisiert. Die Kinder sind zwischen 1 1/2 und 17 Jahre alt«.

Synodenbericht aus Tansania (Westprovinz)

Im »Moravian Messenger« für Juni 2017 gibt es einen lebendigen Bericht von der jüngsten Synode der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania, die im abgelegenen Singida stattfand. Den Bericht hat Roberta Hoey verfasst, ein Gast aus der Britischen Unitätsprovinz (Foto rechts), die erstmals in Ostafrika war. Deutsche Übersetzung des Berichtes hier. Der Bericht schildert den Verlauf und das Ergebnis der Synode und er verweist sowohl auf die Unterschiede als auch auf die Gemeinsamkeiten zwischen einer Synode in Europa und in Tansania. Er enthält weiterhin Beobachtungen während der Reise durch Westtansania sowie eine kurze Beschreibung der neu eröffneten Gesundheitsstation der Brüdergemeine in Tabora.

Solarprojekt erfolgreich abgeschlossen

Voller Freude kann die Herrnhuter Missionshilfe mitteilen, dass das Solarprojekt in Ibaba (Tansania, Südprovinz) vollständig fertiggestellt wurde. Das Projekt besitzt größte Bedeutung für das Dorf. Endlich ist die Krankenstation nicht mehr auf das unsichere Netz vor Ort angewiesen. Durch den Stromanschluss konnte auch die Geburtshilfestation erweitert werden. Jetzt müssen die Anwohner zu Entbindungen nicht mehr in die Stadt fahren. Und auch die Dorfschule profitiert von der Anlage (Foto rechts). Die Kinder haben die Möglichkeit, nach Einbruch der Dunkelheit und getaner Feld- und Hausarbeit ihre Hausaufgaben in den Räumlichkeiten der Schule zu erledigen. Die Hernnhuter Missionshilfe dankt auf ihrer Projekt-Website allen Spenderinnen und Spendern. Siehe hier.

Nähmaschinen für Tansania

Der Kirchenbezirk Mühlacker hat seiner Partnerkirche, der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania, 30 mechanische Nähmaschinen geschickt, an denen 120 Frauen ab Mai 2017 das Schneidern erlernen und damit etwas zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen können. Agnes Njeyo, die Verantwortliche für die Frauen- und Kinderarbeit der Südwestprovinz, erzählt, dass dieses Projekt sich vor allem an alleinerziehende Mütter, jugendliche Waisen sowie Ehefrauen von Pastoren richtet, denn Pastoren werden in Tansania schlecht bezahlt. Agnes Njeyo weist auf das Sprichwort hin: »Wer eine Frau qualifiziert, fördert dadurch eine ganze Familie«. Der Kirchenbezirk Mühlacker transferiert nicht nur materielle Güter nach Tansania, sondern organisiert auch vielfältige Begegnungen. Mehr in einem Artikel der Pforzheimer Zeitung - siehe hier.

Enea Kajange zu Besuch in Europa

Enea Kajange aus Isoko, Koordinatorin eines Waisenprojektes der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, reist im Sommer 2017 durch die Schweiz, Deutschland und die Niederlande. Anlass für die Reise ist ein Workshop in Basel und Genf zum Thema Menschen- und insbesondere Frauenrechte, den »Mission 21«, die schweizerische Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, organisiert hat. Termine mit Enea Kajange: 23. Juni, 19 Uhr im Schwesternkreis im Gemeindezentrum »Wi Eegi Kerki« in Amsterdam-Südost; 24. Juni, 19 Uhr zur Gebetssingstunde im Kirchensaal in Zeist; 25. Juni, 10.30 zum Gottesdienst in der »Konigskerk« in Amsterdam; 27. Juni, 19 Uhr in der Reformierten Gemeinde Horgen (CH); 28. Juni, 18 Uhr im Missionshaus in Basel; 2. Juli, 10 Uhr zum Missionsfest in Bad Boll; 8. Juli, 17 Uhr in der Herrnhuter Sozietät Basel.

Vor 50 Jahren wurde Tansania sozialistisch

Mit der Arusha-Deklaration von 1967 stellte Staatspräsident Julius Kambarage Nyerere (1922-1999) erstmals seine Ideen von einem afrikanischen Sozialismus vor. Er verstaatlichte Banken und große Wirtschaftsunternehmen, forcierte - teils mit Gewalt - die Neugründung sozialistischer Dorfgemeinschaften (Ujamaa), setzte auf strenge Selbstverantwortung (Kujitegemea) sowie eine Reform des Schulwesens. Die Alphabetisierungsrate stieg von 10% auf 79%; die Einschulungsrate an Grundschulen von 25% auf 94% (1960:1979). Das traditionelle Stammesdenken nahm an Bedeutung mehr und mehr ab. Das Gesundheitswesen blühte auf. Die Ideen der Gleichheit und der Gemeinschaft wurden von der breiten Bevölkerung zwar akzeptiert, der so genannte »Ujamaa-Sozialismus« scheiterte jedoch spätestens 1985 im ökonomischen Bereich.

Sonntagsschul-Programm für Ostafrika

Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt mit 2.000 Euro ein Sonntagsschul-Programm, das Tulie Kassimoto und Mary Kategile (beide Tansania) durchführen wollen. Beide hatten Anfang 2016 an der Unitätsfrauenkonsultation in Surinam teilgenommen und von dort die Idee mitgebracht, nicht nur etwas für ihr Mutterland zu tun, sondern auch für die acht angrenzenden Länder, in denen es ebenfalls eine Brüdergemeine gibt: Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, D. R. Kongo, Sambia, Malawi und Mosambik. Bei dem Programm soll es um die Themen »Schutz von Frauen« und »Gerechtigkeit für Frauen« gehen, die globale Relevanz besitzen. Bei der Vorbereitung des Programms werden erstmals Frauen aus allen diesen Ländern an einem Tisch zusammenkommen. Hauptsponsor des Programms ist das Unitätsfrauenbüro in Winston-Salem/NC.

Wettstreit von 1.500 Chören in Tansania

Den Wettstreit von mehr als 1.500 Kirchenchören in Tansania hat der deutsche Dokumentarfilm »Sing it Loud - Luthers Erben in Tansania« (99 Minuten; Trailer hier) zum Gegenstand, der am 18. Mai 2017 Premiere hatte. Seit 60 Jahren findet in Tansania ein Chorwettbewerb statt, der von der lutherischen Kirche abgehalten wird. Um bei dem Wettbewerb mitmachen zu dürfen, mussten im Vorjahr der Lutherchoral »Ein feste Burg ist unser Gott« und eine Eigenkomposition vorgetragen werden. Die Regisseurin Julia Peters (Interwiev mit ihr hier) begleitete sechs Menschen, die in drei verschiedenen Chören mitwirken, in ihrem Alltag: die Kleinbauern Martha und Simon aus dem Dorf Monduli, die Autowerkstatt-Besitzer Maria und Evarest aus Arusha und die Jugendlichen Kelvin und Nuru vom Kanaani-Chor ebenfalls aus Arusha.

Auf der Suche nach afrikanischen Lösungen

Lange hatte Claudia Zeising, die als Koordinatorin für die von »Mission 21« unterstützten Projekte der Brüdergemeine in Tansania arbeitet, nicht mehr berichtet. Jetzt schrieb sie einen langen, bebilderten Rundbrief, in dem vom afrikanischen Gang der Dinge die Rede ist, der sich von Gang der Dinge in Europa unterscheidet, der aber dennoch zu Erfolgen führt. Als Beispiele nennt Claudia Zeising den wirtschaftlichen Erfolg der Frauen-Nähgruppe in Rungwe, die im Jahre 2016 erstmals einen größeren Überschuss erzielte, und die expandierende HIV/Aids-Arbeit, die immer mehr Menschen zu Würde und einem besseren Leben verhilft. Kritische Bemerkungen finden sich zum Gesundheitswesen in Tansania sowie zu den kirchlichen Leitungsstrukturen. Download des Rundbriefes bald hier.

Synode in der tansanischen Westprovinz

Insgesamt 191 stimmberechtigte Personen aus der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania nahmen am 24./25. April 2017 an der Synode in Singida teil. Der bisherige Vorsitzende der Kirchenleitung, Ezekiel Yona, wurde für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt, ebenso Generalsekretär Richard Lwali. Auch fast alle anderen Mitglieder der Kirchenleitung wurden wiedergewählt, darunter der stellvertretende Vorsitzende, George Mang'ombe. Die Kirchenleitung präsentierte ihren Masterplan für die nächsten Jahre. Man möchte eine nachhaltige Kirche werden, vor allem in den Bereichen institutionelle Stärkung, Mission und Evangelisation, Verwaltung und Vernetzung. Weil Bischof Isaac Nicodemo bald in den Ruhestand treten möchte, wird demnächst eine Bischofswahl notwendig. Mehr hier.

Ehepaar aus den NL arbeitet in Kilangala

Die »Zeister Zendingsgenootschap« (ZZg), die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, berichtet in einem Informations-Brief, dass in der Missionssiedlung Kilangala (Tansania, Rukwaprovinz) ein Ehepaar aus den Niederlanden zu einem einjährigen Einsatz eingetroffen ist. Flip van Haan (Foto), ein Landwirtschaftsexperte, wird mit seiner Kompetenz dazu beitragen, dass auf den Feldern der Mission effektiver produziert werden kann, so dass höhere Eigen-Einnahmen möglich sind. Seine Ehefrau Felice van Haan wird in der Missionsschule zum Einsatz kommen. In Kilangala kooperiert die ZZg mit anderen niederländischen Organisationen, die sich der Hilfe für Tansania verschrieben haben: der »Stichting Trijntje Beimers«, der Landwirtschafts-Stiftung SOLKO und der Freiwilligenagentur VSO.

Mit Preisschild in den Ostergottesdienst

Einen lebendigen Bericht über ihre Arbeit in einem Gesundheitsprojekt der Brüdergemeine an beiden Ufern des Tanganyikasees sowie über die Karwoche und das Osterfest in Kipili (Tansania, Rukwaprovinz) haben Bert und Marjo Muizebelt - ten Kate verfasst. Sie erzählen, was in Ostafrika und Europa an diesen besonderen Tagen gleich ist, und was es nur in Ostafrika gibt, u. a. das Belassen der Preisschilder an den neu gekauften Kleidungsstücken. Sie beschreiben v. a. die bisherige Entwicklung des Projektes, in dem sie tätig sind, auf dem tansanischen wie dem kongolesischen Ufer des Tanganyikasees. Während in Tansania die Gesundheitsarbeit nach zehnjähriger Aufbauphase nunmehr überwiegend von Einheimischen getan wird, bedarf sie in der D. R. Kongo noch eine Weile der Unterstützung durch die dänische Mission. Der ganze Bericht hier.

UNO zeichnete Studierende in Mbeya aus

Kürzlich besuchten Alvaro Rodriguez und Hoyce Temu, zwei für Tansania zuständige Koordinatoren des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), die »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya. Bei ihrem Besuch ging es in internen Gesprächen, aber auch bei einem großen Forum in der TEKU-Hall um die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) mit ihren 169 Unterzielen, die bis 2030 von allen UN-Mitgliedstaaten erreicht werden sollen. Breiten Raum nahmen die Themen Umweltschutz, Klimawandel und Entwicklung des ländlichen Raumes ein. Alvaro Rodriguez machte den jungen Leuten, die in Tansania mehr als 50% der Bevölkerung ausmachen, Mut, sich den Herausforderungen zu stellen. Er zeichnete etwa 30 Studierende mit einem Zertifikat als »Global Goals Champion« aus. Mehr Infos hier.