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Die Herrnhuter Missionshilfe verbindet Menschen weltweit. Lesen Sie auf der Startseite zunächst Neuigkeiten aus der Welt der Herrnhuter Mission. Um zu erfahren, wer wir sind und was wir tun, an welchen Orten wir arbeiten und was wir Ihnen anbieten, gehen Sie bitte ins Hauptmenü.

Weltbevölkerungs-Statistik 2017

Länder mit der größten Bevölkerung 2017 hier. Länder mit der größten Bevölkerung bis 2100 hier. Wachs-tumsrate der Bevölkerung nach Kontinenten 2017 hier. Länder mit der höchsten Geburtenrate 2017 hier. Länder mit der niedrigsten Geburten-rate 2017 hier. Länder mit dem höchsten Kinderanteil 2017 hier. Länder mit dem niedrigsten Durch-schnittsalter 2017 hier. Länder mit dem höchsten Durchschnittsalter 2017 hier. Bevölkerungsdichte nach Kontinenten 2017 + 2100 hier. Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte 2017 hier. Bevölkerungsdichte in der EU 2017 hier. Grad der Urbanisierung nach Kontinenten 2017 hier. Meistgesprochene Sprachen 2017 hier. Bevölkerung nach Religionen 2017 hier. Weltbevölkerung von Christi Geburt bis 2017 hier. Größe der Kontinente nach Fläche hier.

Surinam-Konzerte zum Weltgebetstag 2018

In Hamburg wird es im Januar 2018 zwei Konzerte mit der aus der Brüdergemeine in Surinam stammenden Jazz-Sängerin Denise Jannah geben, die die Tochter des Pfarrers Karel Zeefuik ist: am Freitag, dem 26. Januar, um 19 Uhr in der Hauptkirche St. Petri sowie am Sonnabend, dem 27. Januar, um 17 Uhr in der Heilandskirche im Stadtteil Hamburg-Uhlenhorst: Das Thema der Konzerte, die ein Beitrag zum Weltgebetstag 2018 sind, lautet: »Singi - Dansi – Prisiri! Musik aus Surinam«. Denise Jannah (Jahrgang 1956) studierte in den Niederlanden zunächst Jura und dann Musikpädagogik. Anschließend startete sie eine Karriere als Sängerin und empfing mehrere Preise. Wo immer sie auftritt, gilt sie als ein »Export-Schlager« von Surinam. Bei ihren Konzerten wird sie begleitet von einer Band: Robby Alberga (Gitarre), Mark Westfa (Bassgitarre) und Walther Muringen (Schlagzeug). Plakat hier. Konzert-Infos hier und hier.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Mbeya

Auf einem Weihnachtsmarkt der besonderen Art war Christiane Klingner mit einem Stand des »Isoko Hospitals« präsent. Sie, derzeit als Hebamme im Freiwilligeneinsatz in der tansanischen Südprovinz, hatte die Idee, Produkte aus dem Artemisia-Garten des Hospitals in der Stadt Mbeya zum Verkauf anzubieten. Enea Kajange mit ihrem Waisenprojekt schloss sich an. In den Tagen zuvor wurden Tee-Tüten abgepackt und mit heiß gemachten Messern verschlossen. Ebenso wurden Salben, Massage-Öle und Hustensaft gekocht und in Töpfchen und Flaschen abgefüllt. Ein »Label« war schon aus Deutschland mitgebracht worden. Den Stand besuchten viele interessierte Menschen. Der Umsatz - das Doppelte des Jahresumsatzes bis dato - überstieg die Erwartungen. Mit einer neuen Kontakten und Ideen ging es zurück nach Isoko. Weitere Begebenheiten und wunderschöne Bilder aus dem Süden von Tansania in einem Blog.

Lage im Regenwald spitz sich zu

In Wilu am Oberlauf des Waspuk (Foto mit Pfarrhaus) im tropischen Regenwald von Nikaragua, einem Mayangna-Dorf, in dem fast sämtliche Bewohner der Brüdergemeine angehören, ist der Konflikt zwischen Indigenen und eindringenden Siedlern aus dem Westen vor kurzem eskaliert. Bei bewaffneten Kämpfen sollen mindestens sieben Kolonisten ums Leben gekommen sein. Die Einwohner von Wilu zogen sich nach zwei Gefechten, abgesehen von einem etwa 30köpfigen Dorf-Verteidigungs-Trupp, in die nahen Wälder und Berge zurück und sind jetzt provisorisch zumeist in der Schule von Musawas untergebracht. Sie baten um Fürbitte sowie um Lebensmittel und Medikamente. Inzwischen ist den Indigenen der Überblick über die besetzten Orte und die Zahl der Kolonisten verlorengegangen. Durch das gesamte Mayangna-Gebiet sind Pfade geschlagen worden, um weitere Invasionen vorzubereiten und um den Abtransport von Holz zu erleichtern. Mehr Bilder hier.

Fünf Monate im Einsatz gegen HIV/Aids

Auf fünf Monate ihres Einsatzes als Expertin in der HIV/Aids-Arbeit der Brüdergemeine in Tansania (Süd- und Südwest-Provinz) schaut Lilith Schaap zurück, eine Holländerin, die dazu von »Mission 21«, der schweizerischen Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, ausgesandt worden war. In Rungwe arbeitete sie mit Melania Mrema-Kyando zusammen, Pfarrerin und Pionierin der Brüdergemeine im Kampf gegen HIV/Aids in dieser Region. In Rungwe und in Mbeya - im Nsalaga-Projekt - hatte die Therapeutin, Theaterfrau und Lebenskünstlerin viele Gelegenheiten, ihre Erfahrungen und Fähigkeiten vor allem kirchlichen Frauen- und Jugendgruppen zur Verfügung zu stellen. Ausführliches zu diesem Einsatz zzgl. einiger Fotos findet sich in einem Artikel von Mara Wirthlin aus Basel. Download hier.

»Emmaus«-Diakonissen in Surinam

In Ergänzung eines Artikels über die medizinische Arbeit der Brüdergemeine in Surinam im Magazin »weltweit verbunden« von November 2017 (siehe hier, Seiten 8 und 9) weist Rosemarie Thümmel, die Alt-Oberin der Nieskyer »Emmaus«-Diakonissen, darauf hin, dass wesentliche Teile dieser Arbeit, vor allem die Arbeit an Lepra-Kranken, über 50 Jahre hinweg von mehr als 40 Diakonissen aus dem Mutterhaus in Niesky getan wurden. In einem Schreiben von Rosemarie Thümmel an die Redaktion heißt es: »Die Arbeit der Diakonissen war schwer und geschah hauptsächlich in Bethesda und Saron. Sie bestand meist im Verbinden unheilbarer Wunden. Trotz der unangenehmen und hoffnungslosen Arbeit haben die Schwestern diesen Dienst gern getan. Das war ihren späteren Erzählungen deutlich anzumerken«. Danke für diese wichtige Ergänzung. Foto: Patienten und Krankenschwesteren im Lepra-Hospital Bethesda.

Spielplatz für die Kinder von Mbozi

Seit vielen Jahren gehört das Waisen-haus, das an das »Mbozi Mission Hospital« der Brüdergemeine in der tansanischen Südwest-Provinz angegliedert ist, zu den Projekten, die der Kirchenbezirk Mühlacker durch seinen Arbeitskreis Tansania unterstützt. Der Vorschlag, in Mbozi einen Spielplatz zu bauen, wurde von der Partnerschaftsgruppe aus Mühlacker bei einem Besuch in Mbozi im Jahre 2016 gern aufgegriffen. Schon damals war mit Unterstützung aus Mühlacker ein neues Waisenhaus mit hellen, freundlichen Räumen inklusive Ausstattung entstanden. Der Spielplatz wurde – mit einer 1.000-Euro-Spende der »Town & Country Stiftung« - bewusst auf öffentlich zugänglichem Gelände gebaut und jetzt eingeweiht, so dass nicht nur Kinder aus dem Waisenhaus, sondern auch Kinder aus dem Ort dort spielen können. Bericht mit Bildern hier.

Baustopp in Ifakara aufgehoben

Nach längerem Baustopp an der »Elisabeth Preiswerk School«, einer Sekundarschule für Mädchen in Ifakara (Tansania Ostprovinz), können die Arbeiten jetzt endlich weitergehen. Der Baustopp hatte seine Ursache in immer neuen baulichen und strukturellen Vorgaben der Regierung, die seit zwei Jahren das Bildungswesen reformiert und dabei auch massiv in das Privatschulwesen eingreift. Nach Angaben von Erica Ludela, der Projektleiterin, sowie des verantwortlichen Bauunternehmers Kasitu sind die drei Labore (Chemie, Physik, Biologie) und die Außentoiletten fast fertig. Mit der Genehmigung der Schule wird kurzfristig gerechnet. Anschließend geht es an die Ausstattung der Klassenzimmer sowie der Internats-Schlafräume. Weitere Spenden werden dringend gebraucht. Onlinespende hier.

Dr. Hans Happes zurück aus Sumbawanga

Nach drei Monaten ist Dr. Hans Happes von einem Freiwilligen-einsatz an der »African Rainbow Secondary School« der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) nach Deutschland zurückgekehrt. Der frühere Direktor des »Nicolaus-Kistner-Gymnasiums« in Mosbach war über die Vermittlung der Herrnhuter Missionshilfe durch den »Senior Expert Services« ausgesandt worden, um angesichts staatlicher Reglementierungen ein Konzept für die Entwicklung der Schule in den nächsten Jahren zu erarbeiten. Zwei wesentliche Maßnahmen konnten bereits verwirklicht werden. So wurde ein neu gebautes Physiklabor eingerichtet und der Nutzung übergeben. Weiterhin wurden die Bedingungen für die Einführung einer Oberstufe geschaffen, die den Erwerb der Hochschulreife ermöglicht. Kurzbericht mit Bildern hier.

Demonstration für Behindertenrechte

Am 5. Dezember 2017 fand in Ramallah, der Hauptstadt von Palästina, eine Demonstration für die Rechte von Menschen mit Behinderungen statt. Viele Einrichtungen nahmen daran teil, auch das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg. Mit zwei Bussen wurden alle Kinder und Jugendlichen aus der Förderschule und dem Beruflichen Förderzentrum nach Ramallah gefahren. Eigentlich sollte der Demonstrationszug sich auf der Straße vor dem Amtssitz des Premierministers bewegen. Dieser war allerdings von der Polizei abgeriegelt, da es jüngst mehrfach Proteste gegen Neuregelungen in der Sozialversicherung gegeben hatte. So blieben die etwa 100 Teilnehmenden vor den Barrikaden an einem belebten Kreisverkehr stehen, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

Erweiterung der Grundschule in Kathmandu

Die Grundschule der Brüdergemeine in Kathmandu (Nepal), die aus einer »Pre School« heraus gewachsen ist, braucht dringend einen zusätzlichen Klassenraum, wenn sie, wie geplant, den zusätzlichen »Grade 3« anbieten möchte. Der Bau wird voraussichtlich 5.000 US-Dollar kosten. Er soll schon im März 2018 abgeschlossen sein. Das neue Schuljahr beginnt dann Anfang Mai. Der Klassenraum soll durch Aufstockung eines Teils des bisherigen Gebäudes entstehen. An seiner Stelle befindet sich bis jetzt eine Dachterrasse. Die Schule war durch die Erdbeben-Serie im April und Mai 2015 beschädigt worden, konnte aber statisch stabilisiert und nach einem Vierteljahr wiedereröffnet werden. Die Schule wird logistisch unterstützt und finanziell gefördert durch das nordamerikanische »Board of World Mission« der Brüdergemeine.

»Losungsspende« fördert Schule in Musawas

Die »Losungsspende« ruft in ihrem Grußbrief 4/2017 zu Spenden für die neue Schule der Brüdergemeine in Musawas im Nordosten von Nikaragua auf. Unter der Überschrift »Bildung schafft neue Perspektiven« heißt es: »Die Schule ist einfach konstruiert: Eingangsbereich, dahinter zwei Klassenzimmer und ein Raum für die Lehrerinnen und Lehrer. Die Familien leben hier von Landwirtschaft, Jagd und Fischfang. Das durchschnittliche Monatseinkommen liegt bei 150 US-Dollar. Die Schule soll eine besondere werden. Neben Mathematik und Mayangna, der Muttersprache der Indigenen, in der auch die Losungen erscheinen, wird es die Fächer Religion und Umwelt geben. Auch ein Kindergarten soll an der Schule entstehen. Von den Gemeindegliedern kam der Wunsch nach einer kreativen, am Kind orientierten Pädagogik«. Foto: Unterricht im Provisorium.

Überschwemmungen in Albanien

Die Brüdergemeine in Albanien teilt mit, dass das Land Ende November 2017 von schweren Regenfällen heimgesucht wurde, die weite Flächen überflutet und zu großen Schäden an der Infrastruktur und in der Landwirtschaft geführt haben. Unter anderem musste die Hauptverbindungsstraße zwischen der Hafenstadt Durres und der Hauptstadt Tirana für den Verkehr gesperrt werden. Es kam in den Bergen zu Erdrutschen und landesweit zu Unfällen und langen Unterbrechungen der Stromversorgung. Ein Elektriker starb bei der Wiederherstellung der Kabelverbindungen. An zwei Tagen fiel nach Auskunft der Meteorologen in Albanien so viel Regen wie sonst im gesamten November. Namens des Vorstandes der Brüdergemeine in Albanien bittet Elona Mandro um Fürbitte für Albanien.

Schöne Begegnungen in Labrador

Im Newsletter des »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika (11-2017) ist die Rede von einer Reihe schöner Begegnungen während einer Reise zweier leitender Mitarbeiter (Judith Ganz und Samuel Gray) nach Labrador. An der zerklüfteten Küste, wo die Brüdergemeine schon seit 1752 arbeitet, gibt es derzeit vier Gemeinden, von Nord nach Süd: Nain, Hopedale, Makkovik und Happy Valley. In letzterem Ort wohnt mit Beatrice Hope eine neue Gemeinhelferin, die über die Gemeindearbeit hinaus auch Besuche im Gefängnis macht. Im Newsletter heißt es: »Die Kirche sucht nach Wegen, das Gleichgewicht zu wahren zwischen der Pflege ihres Erbes und der Wahrung ihrer gesellschaftlichen Relevanz«. Der ganze Bericht in Deutsch hier.

Gospelchor versprüht pure Lebensfreude

Unter der Überschrift »Gospelchor versprüht pure Lebensfreude« berichtet der »Mannheimer Morgen«  (Download hier) über den erste von zehn Auftritten des Chores »Efatha« aus der Uhuru-Brüdergemeine von Dar es Salaam. Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem »Dekanat Bergstraße« der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Brüdergemeine in Tansania weilt der Chor zum zweiten Mal in Deutschland, und zwar vom 27. November bis 18. Dezember 2017. Im Anreißer der Zeitung war zu lesen: »Was für eine Begrüßung: "We love you" - groß und unübersehbar projizierte der Efatha-Choir aus Daressalam diese Botschaft in den Altarraum der Schwanheimer Kirche«. Der 1972 gegründete Chor besteht z. Zt. aus 60 Sängerinnen und Sängern und einer sechsköpfigen Band. Alle Konzerttermine und weitere Infos hier.

Cherokee-Delegation in Winston-Salem/NC

Kürzlich besuchten zwei Führer der Cherokee, eine der im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma lebenden First Nations in den USA, das Archiv der Brüdergemeine in Winston-Salem/NC. Herrnhuter Missionare hatten 1801 in Springplace, heute in Georgia gelegen, eine Missionsarbeit unter den Cherokee begonnen. Ihre Berichte befassen sich intensiv auch mit dem Alltag der Cherokee und sind dessen früheste und umfassendste Darstellung überhaupt. Häuptling Chuck Hoskin junior meinte: »Ich bin stolz auf die Geschichte und die Kultur unseres Volkes sowie auf die Stärke, die wir in schweren Zeiten gezeigt haben. Und ich bin dankbar für die Freunde, die wir unterwegs hatten und die uns beistanden. Die Herrnhuter waren unsere Freunde. Sie halfen unserem Volk, sich auf Veränderungen vorzubereiten und diese zu überleben«. Mehr in Englisch hier.

Naomi Moor hat Visum erhalten

Drei Monate musste Naomi Moor, eine junge Frau und Mitglied der Brüdergemeine in Paramaribo (Surinam), warten, ehe sie ein Schengen-Visum erhielt. Jetzt ist es soweit. Am 10. Dezember 2017 wird sie erstmals nach Europa fliegen, um möglichst vielen Menschen in Deutschland, vor allem in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, authentisch von Surinam, dem Weltgebetstagsland 2018, zu erzählen. Für diese Aufgabe hat sie sogar ihr Lehramts-Studium unterbrochen. Sie wird auf dem »Himmelsfels« in Spangenberg leben. Hinter diesem Werk verbirgt sich eine offene Gemeinschaft von Menschen verschiedener Konfessionen und Nationalitäten, die ihr Leben miteinander teilen wollen und sich gemeinsam Aufgaben in Kirche und Gesellschaft stellen. Mehr zu Naomi Moor, die auch die Brüdergemeine in Deutschland besuchen möchte, hier.

Ein Herrnhuter Stern für den Sternberg

Um die Adventsfeier 2017 in Anwesenheit von Raimund Hertzsch, Katharina Goodwin und Bettina Nasgowitz,  dreier Vorstandsmitglieder der Herrnhuter Missionshilfe, durchführen zu können, wurde diese vom Leitungsteam des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) ein paar Tage vorverlegt. In einer kleinen Zeremonie sprachen neben Raimund Hertzsch auch Ranya Karam, die Direktorin des Zentrums, sowie Pfarrer Imad Haddad, der das erste Adventslicht entzündete. Schon seit mehreren Jahren ist es auf dem Sternberg üblich, dass in der Adventszeit nach und nach ein Puzzle mit einer Krippenszene entsteht. Neben dem bereits geschmückten Weihnachtsbaum und anderer weihnachtlicher Dekoration überreichten die drei Gäste aus Bad Boll dem Förderzentrum einen großen Herrnhuter Stern.

Wahlsynode in Sambia

Am Sonntag, dem 26. November 2017, ging in Mbala in der Nähe des Lake Tanganyika die zweite Synode der Unitätsprovinz Sambia zu Ende, die nach vier Jahren eine neue Kirchenleitung zu wählen hatte. Die Mitglieder der alten Kirchenleitung erhielten bei der von Bischof Alinikisa Cheyo geleiteten Wahl diesmal fast keine Stimmen. Zum neuen Vorsitzenden der Provinz wurde Peter Mayembe gewählt (Bildmitte neben seiner Frau). Als dessen Stellvertreter agiert John Sichilima. Das Amt des Generalsekretärs bekleidet Benjamin Simwanze. Seit 2013 arbeitet die Brüdergemeine Sambia im Status einer Unitätsprovinz. Begonnen hat die Arbeit der Brüdergemeine in Sambia, ausgehend von tansanischen Missionsaktivitäten, bereits 1989. Derzeit gibt es im Lande 17 Gemeinden, die zusammen über etwa 5.500 Mitglieder verfügen.

Missionskonferenz in Kapstadt, Tag 7

Einen Bericht vom Abschlusstag der dritten Missionskonferenz der weltweiten Brüder-Unität in Kapstadt, Südafrika, verfasst von Volker Schulz (Basel), gibt es hier. Nachdem der bestelle Bus nicht gekommen war, begaben die Delegierten sich im südafrikanischen Sommer zu Fuß zur Abendmahlsfeier in die Kirche der Brüdergemeine »Moravian Hill«, mit der die Konferenz abschloss. Eine Zusammenstellung aller sieben Tagesberichte hier.

Moravian Merchandise mit Geschenk-Ideen

Der »Moravian Merchandise«, der Faire Handel der HMH, präsentiert weihnachtliche Geschenk-Ideen, nämlich Kosmetikprodukte aus Wupperthal in Südafrika. In dem kleinen, abgelegenen Ort ist die 2004 gegründete Kooperative »Red Cedar« ansässig, mit der die Herrnhuter Missionshilfe seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Die Qualität der von »Red Cedar« hergestellten Rooibos-Produkte können schon hunderte Kunden in Deutschland bestätigen. Das Angebot reicht von Seife, Waschlotion, Shampoo und Schaumbad über Body Lotion und Duschgel bis hin zu Aloe-Gel, das sehr wirksam ist bei der Behandlung von Ekzemen, von Insektenstichen und von Verbrennungen. Ein Infoblatt mit Preisangaben steht hier zum Downloaden bereit.

Weiterer Schritt im Versöhnungsprozess

Noch nicht vollständig aufgearbeitet ist das Schicksal der Inuit an den staatlichen und kirchlichen Internatsschulen in Labrador und Neufundland. Diese Schulen waren, wie eine wissenschaftliche Studie gezeigt hat, Orte der physischen und psychischen Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen sowie der Ausbeutung. Bis in die 1980iger Jahre dienten sie, resultierend aus einer Geringschätzung der Inuit-Kultur, der Amerikanisierung der Indigenen. Den Überlebenden der Misshandlungen in den Schulen wurden 2016 in einem Musterprozess insgesamt 50 Millionen US-Dollar Entschädigung zugesprochen (in schweren Fällen bis zu 200.000 US-Dollar pro Person). Am 23. November 2017 will der kanadische Premierminister Justin Trudeau in Happy Valley im Namen Kanadas um Verzeihung bitten für das Leid und die Verbrechen an den Internatsschulen in Neufundland und Labrador. Mehr hier und hier.

Viele tausend Tilapien wachsen in Sambia

Nach einem halben Jahr zieht Fred Walch, der im Auftrag der Herrnhuter Missionshilfe in Sambia als Projekt-Berater der dortigen Brüdergemeine arbeitet, eine erste Bilanz. Sein Projektbericht befasst sich vor allem mit der Fischzucht, die etwas ganz Neues für die lokalen Bäuerinnen und Bauern ist. In Ndola und in Kansuswa wurden schon mehrere Teiche mit einer Größe von 300 bis 400 Quadratmetern ausgehoben, z. T. mit Hilfe eines Arbeiitskommandos, das aus Gefangenen bestand. Auch tausende von kleinen Fischen, so genannte Fingerlinge, der Art "Tilapia" wurden schon eingesetzt. Im Februar 2018 soll erstmals abgefischt werden. Bisher fanden drei Männer eine Arbeit in der Fischzucht. Das nächste Projekt von Fred Walch soll der in Sambia bisher unübliche Reisanbau sein. Dreiseitiger Bildbericht hier.

Bald in Deutschland: Naomi Moor

Demnächst als Expertin für das Land Surinam im Zusammenhang mit dem Weltgebetstag am 2. März 2018 für mehrere Monate in Deutschland: Naomi Moor, Mitglied der Brüdergemeine aus Paramaribo. Mehr zu ihrer Person hier.

In einem abgelegenen Winkel von Tansania

Inzwischen dauert der Freiwilligeneinsatz von Christiane und Stephan Klingner, Hebamme bzw. Agraringenieur aus Königsfeld im Schw., in Isoko (Tansania, Südprovinz) schon mehrere Wochen. Er kann in einem Blog nachverfolgt werden - siehe hier. Die informativen, lebendig geschriebenen und bebilderten Blog-Einträge seit Mitte Oktober 2017 tragen die Überschriften: Babys und mehr; Aus dem Alltag; Lust und Frust; Transkontinentale Behandlung; In Kafule; Das Heilpflanzenprojekt; Kleine und große Kämpfe; In Matema. Vieles, was in Europa selbstverständlich ist, fehlt im »Isoko Hospital«, z. B. eine Uhr im Kreißsaal und Batterien für kleine Messgeräte. Ein Waisenkind, das im 1000 km entfernten Dar es Salaam operiert werden sollte, wurde zehn Tage lang hingehalten und dann wieder heim geschickt. Foto rechts: Kaiserschnitt bei Stromausfall.

Bunter Info-Mix aus Südafrika

Riley Edwards-Raudonat, Verbindungsreferent Afrika der »Evangelischen Mission in Solidarität«, hat letztmals vor dem Dienstende die Brüdergemeine in Südafrika besucht und darüber einen 16seitigen Bericht in Englisch verfasst. Stationen seiner Reise waren Durban, Matatile, Malute, Cedarville, Queenstown, Shiloh, Whittlesea, Port Elisabeth, Kapstadt, Kulis River, Mamre, Elim und Stellenbosch. Er nahm in Augenschein das HIV/Aids-Projekt »Masangane«, das in Matatile gut läuft, das aber in Shiloh notleidend ist, das Förderzentrum »Elim Home«, das jetzt sogar über einen Swimmingpool verfügt und in dem z. Zt. sieben junge Freiwillige arbeiten, sowie Projekte der theologischen Ausbildung. Natürlich standen auch Gespräche mit der Kirchenleitung über die allgemeine und die wirtschaftliche Lage der Unitätsprovinz Südafrika auf dem Programm. Der komplette Bericht hier.

Sozialarbeit an Schulen in Surinam

Momentan gibt es an insgesamt 26 Grund- und Sekundarschulen, die zur »Schulstiftung der Brüdergemeine in Surinam« gehören, eine organisierte Sozialarbeit. Diese Arbeit wird von 32 Schul-Sozialarbeiterinnen und Schul-Sozialarbeitern getan. Am 8. November 2017 berichtete der »Suriname Herald« über die Einführung von Schul-Sozialarbeit an drei weiteren Schulen der Brüdergemeine im weitläufigen Binnenland, nämlich in Pokigron, Abenaston und New Aurora. Hier und an anderen Orten versäumen allzu viele Kinder den Unterricht oder brechen die Schule ab. Oft gibt es dafür soziale Ursachen. In einem Zweijahres-Programm werden die Lehrkräfte durch Fachleute sensibilisiert, soziale Probleme in den Kinderfamilien zu erkennen, und sie lernen, diese ggf. zu beseitigen. Mehr in Deutsch hier

Kunstausstellung jetzt auch in Bethlehem

Die Kunst, die bei einem Workshops mit der Berliner Kunsttherapeutin Maren Theel im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina), entstanden war, ist nach ihrer Präsentation in Ramallah jetzt auch in Bethlehem zu sehen. Workshop und Ausstellung gehen auf eine Initiative von Klaus-Dieter Kottnik, vormals Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, zurück und wurden von der »Hoffnungstaler Stiftung Lobetal« unterstützt. Die Ausstellung trägt den Titel »Abilities Beyond Expectations« (Fähigkeiten, die die Erwartungen übertreffen). Bei dem Workshop ging es darum, mit einfachen, in Palästina bisher unbekannten Techniken ansprechende Kunstwerke zu fertigen. Herzlichen Dank allen, die diese Initiative gefördert haben. Der Workshop wird in höchst anschaulicher Weise mit Texten und Bildern hier dokumentiert.

Erntedankfest in Paramaribo-Süd

Am 5. November 2017 feierte die Elisabeth-Gemeinde in Paramaribo-Süd das Erntedankfest. Die Kirche samt ihren angrenzenden Nebenbereichen im Freien war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Von Alt und Jung wurde viel gesungen, erzählt und musiziert. In einem Bericht heißt es: »Unser Festgottesdienst in der schön geschmückten Kirche mit anschließendem gemeinsamen Mittagessen und dem Verkauf von Lebensmitteln war eine fröhliche Sache, ja eine echte Party«. Die Elisabeth-Gemeinde befindet sich im Stadtteil Boxel im Süden von Paramaribo, gelegen am Suriname-Fluss auf dem Gebiet einer gleichnamigen vormaligen, großen Zuckerrohrplantage. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis ins riesige Binnenland. Hier ist die Bevölkerung besonders bunt gemischt.

Justin Rabbach neuer Direktor des BWM

Das »Board of World Mission«, die Missionsgesellschaft der Brüdergemeine in Nordamerika, hat bekanntgegeben, dass Justin Rabbach zum neuen Direktor der Organisation gewählt wurde. Am 11. November 2017 erfolgte seine Einführung in das Amt. Damit setzt er die Arbeit von Judith Ganz fort, die Ende 2017 in den Ruhestand tritt. Beim »Board of World Mission« ist der neue Direktor schon seit 2014 beschäftigt. Als Leiter der Abteilung »Mission Engagement« kümmerte er sich um die Sensibilisierung der Gemeinden für missionarische Belange sowie um die Ausbildung von jungen Missionarinnen und Missionaren. Er wuchs in der »Ebenezer Moravian Church« in Wisconsin auf und hat Wirtschafts-, Sozial- und Politikwissenschaften studiert. Zu Einsätzen weilte er u. a. schon in Nikaragua, Costa Rica, Jamaika, Kuba, Haiti und der Tschechischen Republik.

Fortschritte bei vier Projekten

Das vom Staat geforderte und mit Spenden der Herrnhuter Missionshilfe errichtete Labor für die »African-Rainbow Secondary School« in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz), ist jetzt in Betrieb. Zur Unterstützung der Schule weilt derzeit der Gymnasialdirektor i. R. Dr. Hans Happes (siehe Foto links) über den »Senior Experten Service« in Tansania. + + Spendenmittel der Herrnhuter Missionshilfe ermöglichten dem »Mbozi Hospital« der Brüdergemeine (Tansania, Südwest-Provinz) die Anschaffung von Technik zur Herstellung von Infusionen. Mit Geldern des Mbozi-Vereins in Niesky/OL kann auch die Renovierung des OP-Saales in Angriff genommen werden. + + Die Herrnhuter Missionshilfe hilft beim Bau einer Grundschule in Musawas im tropischen Regenwald von Nikaragua für die hier lebenden indigenen Mayangnas.

Gemeindezentrum im »Dzaleka Camp«

Am Rande des »Dzaleka Camps«, einem UN-Flüchtlingslager in Malawi für 28.000 Menschen (v. a. aus Äthiopien, Burundi, der D. R. Kongo, Mosambik, Ruanda, Sambia, Simbabwe und Somalia), stehen jetzt die Mauern und das Dach für ein Gemeindezentrum. Dieses soll bald als Schule, Kindergarten und Kirche genutzt werden. Das erforderliche Grundstück (Foto) wurde von der Kommune kostenlos zur Verfügung gestellt und ist nun Eigentum der Brüdergemeine in Malawi. Der Rohbau entstand mit Spendenmitteln der Herrnhuter Missionshilfe. Für die Fertigstellung des Baues (Fenster, Türen, Ausstattung) sowie für drei kleine Wohnhäuser neben dem Gemeindezentrum wurde bei der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ein Förderantrag gestellt.  

Gemeindeglieder vor Kämpfen geflüchtet

Vom 24. September bis 2. Oktober 2017 gab es in der D. R. Kongo heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Maï-Maï-Milizen. Diese begannen bei Mboko und erstreckten sich bis nach Uvira. Die Menschen im Kampfgebiet mussten ihre Heimat verlassen. Was sie an Gütern und Nahrung besaßen, wurde von Soldaten oder Rebellen geraubt. Die Brüdergemeine hat in diesem Gebiet drei Gemeinden: Uvira, Mboko und Atunga. Die Mitglieder dieser drei Gemeinden flohen in die Stadt Uvira. Da die Regierungstruppen ohne Rücksicht auf die Flüchtlinge operierten, wurden diese daran gehindert, nach Hause zurückzukehren und müssen bei Verwandten, Freunden oder Bekannten bleiben, die selber kaum das Nötigste besitzen. Hilfsbedürftig sind etwa 120 Familien, für die die Kirchenleitung um Nothilfe bittet. Das ganze Schreiben hier.

Erstaufführung von fünf Kurzfilmen

Unter der Schirmherrschaft von Dr. Layla Ghannam, Gouverneurin des Verwaltungsbezirkes Ramallah & Al-Bireh, stand eine Veranstaltung, zu der das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) am Donnerstag, dem 26. Oktober 2017, von 11 Uhr bis 13 Uhr eingeladen hatte. Innerhalb dieser Veranstaltung erfolgte die Erstaufführung von fünf Kurzfilmen, die vom Förderzentrum produziert worden waren und die sich mit den Rechten von Menschen mit Behinderung befassen. Veranstaltungsort war der Saal der »Palestinian Medical Relief Society« in Ramallah, Al-Balou. Vertretungspersonen von Fördereinrichtungen in Palästina sowie von staatlichen Behörden waren ebenso anwesend wie Menschen mit Behinderungen und deren Familien. Gefördert wurde das Event von der »Christoffel Blindenmission«.

Filmcrew besuchte R. E. C. Doth-Schule

Ein Team vom niederländischen Kinderfernsehen, das die Sendung »Der Bücher-Profi« produziert, weilte für zehn Tage in Surinam. Über Vermittlung der Autorin Cynthia McLeod entstand ein Kontakt zur Herrnhuterin Agnes Ritfeld, die dem Vorstand der surinamischen »Stiftung Kinderbuchfestival« angehört. Da während der Zeit des Besuches der Filmcrew keine Veranstaltungen der Stiftung stattfanden, wurden die Dreharbeiten in die »R. E. C. Doth-Schule« der Brüdergemeine in Paramaribo verlegt, wo man einen Vorlesetag organisierte. Die drei surinamischen Kinderbuchautorinnen Indra Hu, Hilli Arduin und Nowilia Tauwjoeram stellten an diesem Tag ihre neuesten Bücher vor. Anschließend bekamen diese ihren Platz in der Schulbibliothek, wo auch die meisten Filmaufnahmen gemacht wurden (Ausschnitt hier).

Schnuppertag an der BICU

»Bluefields Indian & Caribbean University« (BICU) ist der Name einer Hochschule an der Ostküste von Nikaragua. Hier haben in der Vergangenheit immer wieder Schülerinnen und Schüler studiert, die am »Collegio Moravo«, einer Sekundarschule der Brüdergemeine, ihre allgemeine Ausbildung erhielten. Für den 22. Oktober 2017 hatte die Schule mit der Universität einen Schnuppertag für diejenigen zwei Klassen verabredet, für die demnächst das Abitur ansteht. Die Jugendlichen ließen sich die Studienzweige sowie die sonstigen Angebote der Universität erklären. Im Auditorium Maximum wurden sie von der Universitäts-Leitung begrüßt und anschließend mit Werbemitteln in der Hand fotografiert.

BWM-Katastrophenhilfe ist angelaufen

In seinem Newsletter für Oktober 2017 berichtet das nordamerikanische »Board of World Mission« der Brüdergemeine über seine Hilfsmaßnahmen nach den zahlreichen Katastrophen im August und September 2017. Ein Transporter mit Hilfsgütern und Technik ist bereits in den vom Hurrikan »Harvey« betroffenen Gemeinden im Süden der USA unterwegs. Auch erste Teams mit Freiwilligen sind jetzt im Einsatz. Sobald Hilfsmaßnahmen auch in der Karibik möglich sind, wird - nach Bereitstellung von Nothilfe - weiteres Geld an die betroffene »Unitätsprovinz Westindien-Ost« überwiesen und werden weitere Freiwilligen-Teams ausgesendet. Der ganze Bericht in deutscher Übersetzung hier.

Synode der Brüdergemeine auf Kuba

Nach den Verwüstungen, die Hurrikan »Irma« angerichtet hatte, hielt die Brüdergemeine auf Kuba, die im Status einer Missionsprovinz der Brüder-Unität arbeitet, vom 25. bis 28. September 2017 ihre erste offizielle Synode in Havanna ab. Im Diözesanzentrum der Katholischen Kirche hatten sich 68 Synodale, einige Gäste sowie elf Beobachter aus den sieben Gemeindebezirken auf der Insel versammelt. Eine Hauptaufgabe der Synode war die Revision der Kirchenordnung. Tanya Sanchez (Havanna; 2. v. l.) wurde in der Nachfolge von Armando Rusindo zur neuen Präsidentin der Kirche gewählt. Es war ein emotionaler und historischer Moment, als Armando Rusindo, der seit 1999 die Kirche geleitet hatte, zu einem Bischof gewählt wurde. Nach seiner Ordination wird er der 365. Bischof der Brüder-Unität und erster Hispano-Amerikaner in diesem Amt sein. Mehr hier.

Viel Beifall für Dabke-Tanzvorführung

Sieben Jugendliche mit Behinderungen aus dem Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) beteiligten sich am 23. Oktober 2017 an einer Dabke-Tanzvorführung auf dem Gelände der Universität in Bir Zeit. Die Vorführung vereinte Menschen mit Behinderung und ohne Behinderung. Bei dem Dabke-Tanz handelt es sich um einen beliebten orientalischen Folkloretanz, der in den Ländern des Nahen Ostens im privaten wie öffentlichen Raum getanzt wird. Er ist ein Reihentanz zur Trommel, bei dem die Tanzenden entweder durch Halten ihrer Hände oder Umfassen ihrer Schultern miteinander Kontakt haben. Dabke bedeutet so viel wie »Mit-den-Füßen-auf-den-Boden-Stampfen«. Seit vielen Jahren üben die Jugendlichen vom Sternberg sich mit großem Eifer im Dabke-Tanz.

»Elim ist mein zu Hause geworden«

»Elim ist mein zu Hause geworden«, schreibt Eva-Maria Mühlhäuser (Uhingen), die zusammen mit Johanne Mörike (Münsingen) seit September 2017 für ein Jahr als Freiwillige im »Elim Home«, einer Einrichtung der Herrnhuter Brüdergemeine in Südafrika für Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen, arbeitet. In ihrem Blog heißt es: »Nach etwas mehr als einem Monat kenne ich die Kinder besser und weiß, was sie können - das ist mehr, als man annehmen möchte - und was sie gern haben oder auch nicht«. Und Johanne Mörike schreibt in ihrem Blog: »Meine Hauptaufgabe ist das Füttern, Wickeln und Waschen der Kinder. Ich erinnere mich, dass ich zunächst glaubte, die Kinder seien "nur Körper", man könne nicht wirklich mit ihnen kommunizieren. Nun weiß ich, dass in jedem "etwas drin“ ist. Man kann mit allen Kindern kommunizieren«.

Besuch aus Surinam in Bad Boll

Am 16. Oktober 2017 weilten Sonja Hart-Hanenberg und ihr Mann Tony Hart aus Surinam zu einer Stippvisite im Unitätshaus in Bad Boll. Hier trafen sie mit Heide-Rose Weber und Raimund Hertzsch, zwei Mitgliedern der Unitätsdirektion, sowie mit Almut Clemens zusammen, die in den 1990iger Jahren zusammen mit ihrem Mann Theodor Clemens in Surinam gedient hatte. Dabei wurden das Thema Gewalt gegen Frauen sowie der weltweite Einsatz der Herrnhuter Missionshilfe erörtert. Zuvor hatte Sonja Hart-Haneberg an einer ökumenischen Werkstatt zum Weltgebetstag in Stuttgart teilgenommen, wo sie über ihr Heimatland und v. a. über die Situation der Frauen dort berichtete - einige Bilder hier. Teilnehmerinnen an der Werkstatt waren Frauen, die in ihrem Bezirk oder Dekanat Verantwortung für den Weltgebetstag 2018 tragen.

Sternberg-Kunstausstellung in Ramallah

Das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) hat am Samstag, den 21. Oktober 2017, im Alten Rathaus aus Ottomanischer Zeit in der Innenstadt von Ramallah eine Ausstellung eröffnet, bei der Kunst zu sehen ist, die von Menschen mit Behinderungen geschaffen wurde. Diese entstand bei einem vorherigen, mehrtägigen Workshop unter dem Motto »Abilities Beyond Expectations« (etwa: Fähigkeiten, die alle Erwartungen übertreffen). Da die Zeremonie bei Sonnenschein im Freien stattfand, traten auch Passanten hinzu. Für die jungen Künstler und diejenigen, die sie inspirierten, anleiteten und förderten, wurde die Vernissage zu einem Fest. Es gelang, die Leistungen von Menschen mit Behinderungen öffentlich zu würdigen.

Vorbereitungen für Missionskonferenz

Vom 15. bis 20. November 2017 findet in Kapstadt, Südafrika, die dritte Missions-konferenz der Brüder-Unität statt, zu der etwa 200 Personen aus allen Unitäts- und Missionsprovinzen erwartet werden. Diese steht unter dem Thema: »Der Auftrag der Brüder-Unität: Gottes Ruf folgen - im 21. Jahrhundert«. Kürzlich wurden die Unterlagen für die Konferenz verschickt, u. a. das genaue Arbeitsprogramm. Der Tag beginnt um 6 Uhr mit einer Andacht und endet gegen 22 Uhr. Die Arbeit im Plenum wird durch neun Workshop-Gruppen ergänzt - siehe hier. Zu den Teilnehmenden hier. Aus dem kontinentalen Europa sind mit dabei: Jørgen Bøytler, Gundars Ceipe, Damaris Enkelmann, Niels Gärtner, Dena Grillo, Rita Harry, Raimund Hertzsch, Klas Lindberg, Viollca Mazi, Christoph Reichel, Volker Schulz, Peter Vogt, Christine Welschen. Privat: Bettina Lichert, Kerstin Lindberg.

Generationen übergreifendes Handeln

»Ich sorge für die Ausbildung von Waisenkindern, weil unsere Gesellschaft auch diese Kinder braucht. Wenn Kinder ohne Eltern aufwachsen müssen, dann laufen sie Gefahr, in extremer Armut zu enden«. So äußert sich Bahati Mshani, die Leiterin des Waisenprogramms der Brüdergemeine in Mbeya (Tansania, Südwest-Provinz). Bahati Mshani, selbst ohne Eltern aufgewachsen, hat durch »Mission 21«, der Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in Basel, eine theologische Ausbildung erhalten. Heute widmet sie sich mit Kompetenz, Einfühlsamkeit und Engagement der Betreuung von Waisenkindern und meint: »Wenn Waisen aus eigener Erfahrung lernen, wie wichtig Bildung, Gesundheit und Fürsorge sind, dann werden sie diese Werte auch an ihre Kinder weitergeben«. Programm-Flyer hier.

Zu Besuch im Katastrophengebiet

Vor wenigen Tagen weilte der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, Cortroy Jarvis, erstmals in einem Teil desjenigen Gebietes, das die Hurrikans »Irma« und »Maria« im September 2017 heimgesucht hatten. Seinen Bericht vom 8. Oktober 2017 mit Bildern gibt es als Download hier. Die Herrnhuter Missionshilfe hat zunächst 6.000 US-Dollar für die Ersthilfe überwiesen.

Erste Spenden für Hurrikan-Opfer

Inzwischen sind die ersten Spenden für die Opfer der Hurrikans »Irma« und »Maria« eingegangen, die etwa 30 Brüdergemeinen in der Karibik mehr oder weniger stark verwüstet haben. Die größte Einzelspende betrug 750 Euro. Bei einem Gemeindeabend in Zürich wurden 1.420 CHF (1.230 Euro) gesammelt. Beim Jahrestreffen der Brüdergemeine in der Schweiz, der »Fête de Montmirail«, kamen 405 CHF (350 Euro) für die theologische Ausbildung der Brüdergemeine in Tansania zusammen. Außerdem wurden in der Schweiz zuletzt 256 CHF (222 Euro) für den integrativen Kindergarten in Elbasan, Albanien, sowie 299,50 CHF (260 Euro) für die Arbeit des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg in Palästina. Foto: Die zerstörte Kirche der Emmaus-Gemeimnde auf St. John.

Kunstworkshop mit Maren Theel

»Einander begegnen in der Kunst« lautet das Motto eines Workshops im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) vom 15. bis 21. Oktober 2017, geleitet von Maren Theel, Kunsttherapeutin an der Berliner Charité, zusammen mit einheimischen Kunstlehrerinnen. Die Veranstaltung ist ein Beitrag der »Hoffnungstaler Stiftung Lobetal« aus Anlass von deren 150. Geburtstag und wurde initiiert vom früheren Präsidenten des Diakonischen Werks der EKD, Klaus-Dieter Kottnik. Bei dem Workshop geht es darum, mit einfachen, in Palästina bisher nicht gekannten Methoden ansprechende Kunstwerke zu fertigen, die der Öffentlichkeit vorgestellt werden und damit zur Akzeptanz von Menschen mit Behinderungen in der palästinensischen Gesellschaft beitragen. Ein Tagebuch vom Workshop mit vielen Bildern hier.

Missionsprojekte im Kollektenplan 2018

Die Brüder-Unität und die Herrnhuter Missionshilfe haben gemeinsam über die Anzahl und die Zweckbestimmung der Missionskollekten für 2018 entschieden. Die Gemeinden der Brüder-Unität und auch alle anderen Gemeinden sind herzlich gebeten, im Laufe des neuen Jahres für folgende missionarische Projekte zu sammeln: Ernährungssicherung in Sambia - Alternativen gegen Lebensmittelknappheit; Berufsschulen der Brüdergemeine in Afrika - Chancen für den Nachwuchs; Verschiedene Solarprojekte der Brüdergemeine in Tansania; Waisenprojekt der Brüdergemeine auf Sansibar/Tansania; Hilfen für das Missionshospital der Brüdergemeine in Mbozi/Tansania. Von den Gemeinden der Brüder-Unität wurden 2016 für Missionsaufgaben 90.355 Euro gesammelt, von anderen, meist landeskirchlichen Gemeinden 12.783 Euro. Danke!

Ein Tag, der seinesgleichen sucht

Mittlerweile sind Christiane Klingner und ihr Ehemann, der Dipl.-Agrar-Ingenieur Stephan Klingner, in der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania angekom-men, wo sie fünf Monate als Freiwillige arbeiten wollen. In ihrem Blog berichten sie von einem Tag, der seinesgleichen sucht. Etwa 200 Menschen waren zu einem Fest erschienen, das Enea Kajange, Leiterin der Waisenarbeit in Isoko, zur Demonstration ihrer exzellenten Projektarbeit organisiert hatte: 70 Waisen, die Mitglieder der HIV-Selbsthilfegruppe, Angestellte des Krankenhauses und viele Angehörige. Es gab ein buntes Festprogramm mit Gesangsvorführungen, Tänzen, Ansprachen und wunderbaren Speisen. Mit dabei war auch ein Junge, der nach schweren Verbrennungen an seinen Händen erst kürzlich mit Spendengeldern operiert werden konnte. Zum Blog mit vielen Bildern hier.

Gästehaus in Rungwe eröffnet

In Rungwe (Tansania, Südprovinz) hat das »Butusyo Gästehaus« der Brüdergemeine seinen Betrieb aufgenommen. »Mission 21« und unzählige Einzelspenden aus Tansania und Deutschland trugen dazu bei, dass eines der historischen Gebäude in Rungwe sorgsam renoviert und mit neuer Nutzung erhalten werden konnte. Sieben großzügige Gästezimmer zzgl. eigenem Bad sind entstanden. In der lokalen Sprache Kinyakyusa bedeutet »Butusyo«, der Name des Hauses, »Ort zum Ausruhen«. Das Haus wird vom HIV/Aids-Büro der Südprovinz verwaltet. Die Einnahmen aus dem Hotelbetrieb dienen dazu, die HIV/Aids-Arbeit der Brüdergemeine zu unterstützen. Das Haus ergänzt das ebenfalls in Rungwe befindliche »Numwagile«-Frauenzentrum. Die ersten Gäste des Hauses, eine Gruppe aus der Schweiz, waren begeistert von der attraktiven Unterkunft.

Neue Kirchenleitung in der Rukwa-Provinz

Vom 13. bis 15. September 2017 fand in Sumbawanga in der tansanischen Rukwa-Provinz eine Synode statt, auf der u. a. eine neue Kirchenleitung gewählt wurde. Zum »Chairman« wählten die Synodalen Erord Rupia Simae, zuletzt Projekt-Manager der Provinz. Er hatte diese Funktion vor mehr als zehn Jahren schon einmal inne. Als sein Stellvertreter agiert Asagile Mwandagasya. Neuer Generalsekretär ist Emmanuel Adam Sikazwe. Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt in der Rukwa-Provinz ein Aufforstungsprojekt sowie die Sekundarschule in Sumbawanga (African-Rainbow School). Die »Brødremenighedens Danske Mission« unterstützt eine Waisenarbeit mit Straßenkinder-Projekt in Sumbawanga (Peter’s House) sowie ein Missionszentrum in Kipili tief unten am Lake Tanganyika.

Erstes Schwesternseminar in Sambia

Vom 21. bis 24. September 2017 fand in der Unitätsprovinz Sambia erstmals ein Schwesternseminar statt, und zwar in Ndola in der Chipulukusu-Gemeinde. Daran nahmen 80 Schwestern aus allen Gemeinden in Sambia sowie 21 Schwestern aus Tansania teil. Geleitet wurde das Seminar von Agness Njeyo, die über die Grundsätze und die Geschichte der Brüdergemeine mehrere Einheiten unterrichtete. Es war besonders eindrucksvoll zu sehen, wie die Schwestern aus Tansania es als ihre Aufgabe ansahen, die Arbeit der Schwestern in ihrem Nachbarland zu unterstützen. Bei dem Seminar wurden auch landwirtschaftliche Themen sowie Ernährungs- und Gesundheitsfragen behandelt. Dazu hatte man Ressource-Personen vom Staat sowie von NGOs eingeladen. Den kompletten Bildbericht von Fred Walch gibt es hier.

Brüdergeschichtliche Gedenktage 2018

Bischof Theodor Gill hat neuerlich aufgelistet, welche brüder- und missionsgeschichtlichen Gedenktage es im kommenden Jahr gibt. Zum Beispiel wird es am 3. Februar 275 Jahre her sein, dass das grönländische Ehepaar Simon Arbalik und Sara Pussimek 1743 getraut wurde. Am 16. Mai wird es 225 Jahre her sein, dass die »Zeister Missionsgesell-schaft« 1793 gegründet wurde. Am 2. August wird es 275 Jahre her sein, dass der Missionar Christian Gottlieb Israel 1743 auf St. Thomas starb. Am 31. August wird es 300 Jahre her sein, dass die vormalige Sklavin Shelly (Taufname Rebecca), später nacheinander Ehefrau der Missionare Matthäus Freundlich und Christian Protten, 1718 geboren wurde. Am 18. September wird es 250 Jahre her sein, dass die Sklavin Sara als Erstling der Herrnhuter Mission auf Barbados 1768 getauft wurde. Die ganze Liste hier.

Unitätsprovinz Sambia plant Wahlsynode

In der noch jungen Unitätsprovinz Sambia (17 Gemeinden mit 5.200 Mitgliedern; selbständig seit 2010) findet vom 26. bis 28. Oktober 2017 eine Synode statt. Die Synodalen werden eine neue Kirchenleitung wählen. Ende September 2017 führte die Provinz unter Anleitung von Fred Walch ein Seminar durch, an dem über 100 Schwestern aus Sambia sowie 20 Schwestern aus Tansania teilnahmen. In Kürze wird in Ndola mit Spenden aus Deutschland der Bau einer Berufsschule begonnen. An dieser Schule sollen Schneiderinnen und Schneider, Tischlerinnen und Tischler sowie Landwirtschafts-Experten ausgebildet werden. Außerdem ist ein Einkommen schaffendes Projekt geplant, zu dem viele Gemeindeglieder Ideen beigesteuert haben. Die Kirche steht vor großen diakonischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die sie bisher nur zögerlich annimmt.

Aus der US-amerikanischen Südprovinz

Die US-amerikanische Südprovinz der Brüder-Unität hat 57 Personen bei »mission trips« finanziell unterstützt. Diese Personen sind allein oder in sieben Kleigruppen zu Kurzeinsätzen oder Besuchen in andere Unitäts- und Missionsprovinzen bzw. in Missions-gebiete der weltweiten Brüder-Unität gereist. + + Das Waisenhaus der Brüdergemeine in Kenia »Ray of Hope« mit angeschlossener Grundschule steht kurz vor der Zertifizierung durch die staatlichen Behörden. Es ist dankbar dafür, nun endlich an das öffentliche Stromnetz angeschlossen zu sein. + + An einem Benefizessen, das die »Fairview Moravon Church« in Winston-Salem/NC organisiert hatte, nahmen 126 Personen teil. Der Erlös betrug 1.244 US-Dollar. Das Geld soll der Brüdergemeine in Peru zugutekommen.

Zur aktuellen Lage auf den Antillen

Die Lage auf den Westindischen Inseln nach den Hurrikans »Irma« und »Maria« ist noch immer dramatisch. Nach wie vor sind die Flughäfen und die großen Häfen geschlossen, nach wie vor leben die Bewohner vieler Inseln in Notunterkünften, nach wie vor gibt es auf mehreren Inseln keinen Strom und kein Internet. Die Schadenssummen an einigen zerstörten bzw. beschädigten Kirchen sowie an zehntausenden Privathäusern können noch nicht einmal geschätzt werden. Die ersten Hilfsgelder für die Betroffenen sind überwiesen. Der Wiederaufbau muss noch warten. Der Einsatz von Hilfsteams wird vorbereitet. Aktuelle Berichte vom nordamerikanischen »Board of World Mission« sowie vom Vorsitzenden der Unitätsprovinz Westindien-Ost, Cortroy Jarvis, in deutscher Übersetzung hier. Ein kurzes Video aus dem Hubschrauber von den Zerstörungen auf St. John hier.

Seminar zur Verstädterung in Tansania

Der »Tanzania-Network e. V.« lädt zu einem Seminar am 28./29. Oktober 2017 im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Universität Leipzig, Beethovenstr. 15, ein. Thema: »Sta(d|t)tliche Perspektiven für Tansania«. Noch 1960 lebten 95 Prozent der Menschen in Tansania auf dem Land, 2015 sind es nur noch 68 Prozent. Diese Menschen erhoffen sich neue Perspektiven im Lebensraum Stadt. Dort treffen sie Männer und Frauen aus verschiedenen Landesteilen und darüber hinaus. Sie begegnen sich, neue Ideen entstehen und neue Chancen entwickeln sich. Während des Seminars kommen Menschen zu Wort, die das Leben auf dem Land und in den Städten Tansanias kennen und über die Perspektiven eines Lebens in tansanischen Städten forschen. Info-Flyer hier. Anmeldung hier.

Brüdergemeine in Sierra Leone wächst

Mohamed und Safiatu Braïma, die Gründer der Brüdergemeine in Sierra Leona, hoffen, dass im kommenden Jahr in der Stadt Kailahun die vierte Gemeinde im Land gegründet werden kann. Die anderen Gemeinden befinden sich alle im ländlichen Raum. Ngiehun, die größte Gemeinde, wo 2009 auch eine neue Sekundarschule entstand, erhielt kürzlich mit Spenden aus den USA eine Solaranlage. Im Nachbardorf Mbaoma entsteht bis Ende 2017 neben der Kirche eine kleine Rundfunk-Sendestation, mit der Menschen im Umkreis von 50 Kilometern mit der Frohen Botschaft erreicht werden können. Der Sendemast steht schon. Beim Besuch von Donna Hurt und Pete Hiltz aus der US-amerikanischen Südprovinz fand die Taufe gleich von 20 neuen Gemeindegliedern statt. Mehr in einem Artikel des »Moravian Magazine« (Heft 9-2017) in Englisch hier.

Freiwilligeneinsatz: Tansania zum dritten

Die Hebamme Christiane Klingner (Königsfeld im Schwarzwald) lässt zum dritten Male das Jahr mit einem Freiwilligeneinsatz in Tansania, Südprovinz, ausklingen. Erstmals wird sie begleitet von ihrem Mann Stephan Klingner, einem »Diplom Agrar-Ing. International«. Die Ausreise des Ehepaares erfolgt am 2. Oktober 2017, die Rückkehr ist für Februar 2018 vorgesehen. Während Christiane Klingner v. a. wieder Fortbildungen für das Personal des »Isoko Hospitals« anbieten möchte (mit Schwerpunkt Notfall- und Qualitätsmanagement, Hygiene), wird Stephan Klingner sich in der Region Isoko um die Bodengesundheit, die Einsparung von Kunstdünger, Bewässerungsfragen und einen Heilpflanzengarten kümmern. Sie wollen hier in einem Blog berichten. Infos zu den Einsätzen 2015/16 hier und hier.

Berufsschule möchte Angebot erweitern

Mit Hilfe der Firma »Wörwag Pharma« aus Böblingen konnte die Herrnhuter Missionshilfe in Songea (Tansania) eine neue Berufsschule bauen. Dort lernen derzeit 58 junge Männer und Frauen das Nähen, das Tischlern, das Schneidern sowie das Elektro-Handwerk. Auch Grundkenntnisse in Englisch, Informationstechnik und Betriebsführung sind Inhalt des Lehrplanes. Große Nachfrage besteht hinsichtlich der Ausbildung von KFZ-Mechanikern. Projektleiter Jairi A. Sengo berichtet: »Wer in einer Kfz-Werkstatt arbeitet, hat bei uns ein sicheres Einkommen. Gern würden wir diesen Ausbildungsgang ab Herbst 2017 anbieten. Leider ist die Ausstattung teuer. Im Namen der jungen Menschen in Tansania bitte ich Sie um Hilfe«. Das Erlernen eines Berufes ist für die meisten ein Weg aus der Armut. Mehr hier.

»Irma« über der moravischen Karibik

»Irma«, der stärkste Hurrikan, der jemals über die Antillen hinweggefegt ist, traf zwischen dem 6. und 10. September 2017 mehrere Inseln, auf denen es eine Brüdergemeine gibt, unmittelbar (Antigua, Barbuda, Sint Maarten, St. Kitts und Nevis, St. Croix, St. Thomas, St. John, Tortola). Und er zog über Haiti und Kuba, wo er lange verweilte, ehe er sich gen Florida auf den Weg machte, wo v. a. moravische Einwanderer aus Mittelamerika leben. Hellgrau = Kat. 4; Mittelgrau = Kat. 5; Breite 400 - 500 km; Windgeschwindigkeiten 200 - 300 km/h. Ein Schreiben der Brüdergemeine in Nordamerika in deutscher Übersetzung mit der Bitte um Geld und Gebete hier. Ein Bischofswort an die Betroffenen und an die verschont Gebliebenen gibt es hier. Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

Großbrand auf Markt in Ndola, Sambia

Fred Walch, ein Mitarbeiter der Herrnhuter Missionshilfe, der die Brüdergemeine in Sambia bei der Durchführung von Projekten unterstützt, informierte über den Großbrand auf einem Markt in Ndola am 30./31. August 2017, bei dem einige Hundert Marktstände verbrannten. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die meisten schliefen in ihren Ständen bzw. den angrenzenden Holzbuden und schafften es noch rechtzeitig ins Freie. Wie sich herausstellte, sind unter den Geschädigten auch Mitglieder der Brüdergemeine. Fred Walch besuchte die Geschädigten mit Pfarrer Timothy Sinyangwe, befragte sie zu ihren Verlusten und sprach mit ihnen über Hilfsmöglichkeiten. Näheres im beigefügten Bildbericht - siehe hier. Die Herrnhuter Missionshilfe wird Mittel aus ihrem Katastrophenfonds bereitstellen. Sie bittet um Spenden zur Auffüllung des Fonds.

Nach Hurrikan »Irma« in der Karibik

Cortroy Jarvis, der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, berichtet kurz von der Lage auf den karibischen Inseln nach dem Durchzug von Hurrikan »Irma« und bittet um Hilfe für die Geschädigten. Die Kirchenleitung hat ihrerseits 5.000 US-Dollar Ersthilfe für die Einwohner der Insel Barbuda bereitgestellt. Download zweier Briefe hier. Eine Fürbitt-Liturgie für die Opfer der Hurrikan-Katastrophe in der Karibik hier. Infos vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine vom 8. und 11. September 2017 hier.

Fred Walch schiebt Projekte in Sambia an

Fred Walch lebt und arbeitet seit Anfang Juni 2017 in Sambia. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit seiner Arbeitserlaubnis läuft nun alles gut. In Sachen Fischzucht ist er sehr aktiv. Mehrere Teiche sind schon einsatzbereit und 10.000 Fischsetzlinge wurden eingebracht. »Sambia verfügt über 40 Prozent der Frischwasser-Reserven im südlichen Afrika. Das sind beste Voraussetzungen, um angesichts permanenter Lebensmittelknappheit Fischzucht zu betreiben. Die Menschen hier in Ndola und in den Brüdergemeinen im Norden des Landes sind sehr dankbar für die Unterstützung aus Deutschland«, meint Fred Walch. Sein Dienst, teilfinanziert von der Herrnhuter Missionshilfe, wird begleitet von einem Experten des malawischen Landwirtschaftsministeriums. Mehr Infos und Bilder in einem Spendenaufruf der Herrnhuter Missionshilfe - siehe hier.

»Living Branches« - A new resource for teaching Moravian heritage

The Moravian Church in America has a new resource for teaching our Moravian heritage! This curriculum, called Living Branches: Moravians Growing in Faith, Love & Hope, is a flexible, 13-week Sunday School program focused on sharing the story of our Moravian heritage from Jan Hus to the present day. It includes lower elementary, upper elementary, youth and adult components. More about living Branches here. Download PDF: Lower Elementary (15 MB), Upper Elementary (31 MB), Middel/High School (24 MB), Adults (3 MB).

Avocado-Projekt in Rungwe gedeiht

Im Jahre 2009 hat die Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania eine Kooperationsvereinbarung mit einer Company Ltd. aus Tansania geschlossen zwecks Verpachtung ihres Landes zur Bepflanzung mit Avocado- Bäumen. Nach der Anfrage eines Investors aus München hat sich im Juni 2017 eine neue Möglichkeit für die Provinz aufgetan. Durch die Gründung der »Moravian Farming Company« in Rungwe konnte sie Anteilseignerin werden und hat somit ein Mitspracherecht bei Entscheidungen und sie profitiert direkt vom Gewinn. Die Herrnhuter Missionshilfe hat der Provinz mit einem Kredit geholfen. Sie sieht in diesem Projekt ein Pilotprojekt, das auch in anderen Provinzen in Tansania umsetzbar wäre. Ein Erfolg des Projektes könnte langfristig den Kirchenprovinzen helfen, ein eigenes Einkommen zu generieren. Ausführliche Projektbeschreibung mit mehreren Bildern hier.

»Die zehn besten Monate meines Lebens«

»Ich habe die zehn besten Monate meines Lebens hier verbracht«. So enden die Blog-Eintragungen (siehe hier) von Kristina Koefoed aus Dänemark, die zehn Monate als junge Freiwillige in Tansania verbracht und im »Peter's House«, einem Waisenhaus der Brüdergemeine in Sumbawanga in der Rukwaprovinz gearbeitet hat. An ihrem letzten Wochenende in Tansania unternahmen sie und Karoline Hansen, eine andere dänische Freiwillige, einen Wander- und Kletter-Ausflug mit einigen Waisenkindern sowie mit ein paar Lehrlingen aus der Tischlerwerkstatt. Bei diesem Ausflug mussten die Großen gelegentlich die müden Kleinen tragen. Kristinas Fazit: »Es gibt so viele Dinge, die ich von hier nach Hause mitnehmen möchte, nicht nur Dinge vom örtlichen Markt, sondern vor allem die Werte des Lebens und viele Freundschaften«.

Als Senior-Freiwillige in Ostafrika

Über die Mission der Brüdergemeine in Dänemark, weilten Kaj und Birthe Bruun kürzlich zu einem Freiwilligen-einsatz in Ruanda, Burundi und Tansania. Bei einem Kurs für 28 junge Leute in Ruanda ging es um Bibelkunde, Geschichte der Brüdergemeine und Liturgie, aber auch um Hygiene und Krankenpflege. Besonders fragten die jungen Leute nach der christlichen Ehe. In Burundi leiteten die Gäste einen Kurs für 38 Pfarrer und Pfarrfrauen, bei dem ähnliche Themen wie in Burundi behandelt wurden und in dem man den Epheserbrief besprach. Viele Pfarrfrauen konnten weder lesen noch schreiben. Eine Pfarrfamilie verlor nach einem Brand ihr Haus und erfuhr Hilfe der Gemeinde. In Kigoma in der tansanischen Rukwaprovinz fanden zwei Kurse statt für 28 und für 25 zumeist sehr junge Leute. Der ganze Bericht in Dänisch hier.

Nachmittag für Kinder mit HIV/Aids

Melania Mrema-Kyando, die auch in Deutschland gut bekannte Pfarrerin und langjährige, engagierte Kämpferin gegen HIV/Aids aus der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, schieb an das Unitätsfrauenbüro: »Die Zahl der Gruppen für Menschen, die mit HIV/Aids leben, hat sich weiter erhöht. Auch immer mehr Kinder sind betroffen. Im vergangenen Monat fand ein Treffen von 23 Kindern, die mit dem HI-Virus leben, samt ihren Pflegeeltern statt. Wir spielten, erzählten uns unsere Lebensgeschichten und genossen einen wundervollen Tag. An diesen Kindern erkenne ich die Liebe Gottes und wie Gott sich um sie kümmert. Jetzt haben wir diesen Tag für Kinder mit HIV/Aids institutionalisiert. Die Kinder sind zwischen 1 1/2 und 17 Jahre alt«.

Synodenbericht aus Tansania (Westprovinz)

Im »Moravian Messenger« für Juni 2017 gibt es einen lebendigen Bericht von der jüngsten Synode der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania, die im abgelegenen Singida stattfand. Den Bericht hat Roberta Hoey verfasst, ein Gast aus der Britischen Unitätsprovinz (Foto rechts), die erstmals in Ostafrika war. Deutsche Übersetzung des Berichtes hier. Der Bericht schildert den Verlauf und das Ergebnis der Synode und er verweist sowohl auf die Unterschiede als auch auf die Gemeinsamkeiten zwischen einer Synode in Europa und in Tansania. Er enthält weiterhin Beobachtungen während der Reise durch Westtansania sowie eine kurze Beschreibung der neu eröffneten Gesundheitsstation der Brüdergemeine in Tabora.

Von der HMH-Jahrestagung 2017

Vom 16. bis 18. Juni 2017 fand in Hamburg die Jahrestagung der Herrnhuter Missionshilfe statt, in die erneut die Mitgliederversammlung 2017 eingebettet war und zu der sich 38 Personen angemeldet hatten. Die einzelnen Veranstaltungen fanden teils in der Missionsakademie statt, teils zusammen mit der Brüdergemeine Hamburg sowie mit einer Gästegruppe aus deren surinamisch geprägter Partnergemeinde Utrecht in der Heilandskirche. Bei der Mitgliederversammlung wurde satzungsgemäß der Vorstand neu gewählt, der Jahresbericht 2016/17 besprochen und der Finanzbericht 2016 verabschiedet. Die Vorträge bzw. Berichte befassten sich mit der Lage der weltweiten Brüder-Unität, mit der Arbeit der Brüdergemeine in Südafrika, Tansania und auf dem Sternberg sowie mit neuer Missionstheologie. Der neue Vorstand hier.

Solarprojekt erfolgreich abgeschlossen

Voller Freude kann die Herrnhuter Missionshilfe mitteilen, dass das Solarprojekt in Ibaba (Tansania, Südprovinz) vollständig fertiggestellt wurde. Das Projekt besitzt größte Bedeutung für das Dorf. Endlich ist die Krankenstation nicht mehr auf das unsichere Netz vor Ort angewiesen. Durch den Stromanschluss konnte auch die Geburtshilfestation erweitert werden. Jetzt müssen die Anwohner zu Entbindungen nicht mehr in die Stadt fahren. Und auch die Dorfschule profitiert von der Anlage (Foto rechts). Die Kinder haben die Möglichkeit, nach Einbruch der Dunkelheit und getaner Feld- und Hausarbeit ihre Hausaufgaben in den Räumlichkeiten der Schule zu erledigen. Die Hernnhuter Missionshilfe dankt auf ihrer Projekt-Website allen Spenderinnen und Spendern. Siehe hier.

Nähmaschinen für Tansania

Der Kirchenbezirk Mühlacker hat seiner Partnerkirche, der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania, 30 mechanische Nähmaschinen geschickt, an denen 120 Frauen ab Mai 2017 das Schneidern erlernen und damit etwas zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen können. Agnes Njeyo, die Verantwortliche für die Frauen- und Kinderarbeit der Südwestprovinz, erzählt, dass dieses Projekt sich vor allem an alleinerziehende Mütter, jugendliche Waisen sowie Ehefrauen von Pastoren richtet, denn Pastoren werden in Tansania schlecht bezahlt. Agnes Njeyo weist auf das Sprichwort hin: »Wer eine Frau qualifiziert, fördert dadurch eine ganze Familie«. Der Kirchenbezirk Mühlacker transferiert nicht nur materielle Güter nach Tansania, sondern organisiert auch vielfältige Begegnungen. Mehr in einem Artikel der Pforzheimer Zeitung - siehe hier.

Enea Kajange zu Besuch in Europa

Enea Kajange aus Isoko, Koordinatorin eines Waisenprojektes der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, reist im Sommer 2017 durch die Schweiz, Deutschland und die Niederlande. Anlass für die Reise ist ein Workshop in Basel und Genf zum Thema Menschen- und insbesondere Frauenrechte, den »Mission 21«, die schweizerische Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, organisiert hat. Termine mit Enea Kajange: 23. Juni, 19 Uhr im Schwesternkreis im Gemeindezentrum »Wi Eegi Kerki« in Amsterdam-Südost; 24. Juni, 19 Uhr zur Gebetssingstunde im Kirchensaal in Zeist; 25. Juni, 10.30 zum Gottesdienst in der »Konigskerk« in Amsterdam; 27. Juni, 19 Uhr in der Reformierten Gemeinde Horgen (CH); 28. Juni, 18 Uhr im Missionshaus in Basel; 2. Juli, 10 Uhr zum Missionsfest in Bad Boll; 8. Juli, 17 Uhr in der Herrnhuter Sozietät Basel.

Vor 50 Jahren wurde Tansania sozialistisch

Mit der Arusha-Deklaration von 1967 stellte Staatspräsident Julius Kambarage Nyerere (1922-1999) erstmals seine Ideen von einem afrikanischen Sozialismus vor. Er verstaatlichte Banken und große Wirtschaftsunternehmen, forcierte - teils mit Gewalt - die Neugründung sozialistischer Dorfgemeinschaften (Ujamaa), setzte auf strenge Selbstverantwortung (Kujitegemea) sowie eine Reform des Schulwesens. Die Alphabetisierungsrate stieg von 10% auf 79%; die Einschulungsrate an Grundschulen von 25% auf 94% (1960:1979). Das traditionelle Stammesdenken nahm an Bedeutung mehr und mehr ab. Das Gesundheitswesen blühte auf. Die Ideen der Gleichheit und der Gemeinschaft wurden von der breiten Bevölkerung zwar akzeptiert, der so genannte »Ujamaa-Sozialismus« scheiterte jedoch spätestens 1985 im ökonomischen Bereich.

Sonntagsschul-Programm für Ostafrika

Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt mit 2.000 Euro ein Sonntagsschul-Programm, das Tulie Kassimoto und Mary Kategile (beide Tansania) durchführen wollen. Beide hatten Anfang 2016 an der Unitätsfrauenkonsultation in Surinam teilgenommen und von dort die Idee mitgebracht, nicht nur etwas für ihr Mutterland zu tun, sondern auch für die acht angrenzenden Länder, in denen es ebenfalls eine Brüdergemeine gibt: Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, D. R. Kongo, Sambia, Malawi und Mosambik. Bei dem Programm soll es um die Themen »Schutz von Frauen« und »Gerechtigkeit für Frauen« gehen, die globale Relevanz besitzen. Bei der Vorbereitung des Programms werden erstmals Frauen aus allen diesen Ländern an einem Tisch zusammenkommen. Hauptsponsor des Programms ist das Unitätsfrauenbüro in Winston-Salem/NC.

Wettstreit von 1.500 Chören in Tansania

Den Wettstreit von mehr als 1.500 Kirchenchören in Tansania hat der deutsche Dokumentarfilm »Sing it Loud - Luthers Erben in Tansania« (99 Minuten; Trailer hier) zum Gegenstand, der am 18. Mai 2017 Premiere hatte. Seit 60 Jahren findet in Tansania ein Chorwettbewerb statt, der von der lutherischen Kirche abgehalten wird. Um bei dem Wettbewerb mitmachen zu dürfen, mussten im Vorjahr der Lutherchoral »Ein feste Burg ist unser Gott« und eine Eigenkomposition vorgetragen werden. Die Regisseurin Julia Peters (Interwiev mit ihr hier) begleitete sechs Menschen, die in drei verschiedenen Chören mitwirken, in ihrem Alltag: die Kleinbauern Martha und Simon aus dem Dorf Monduli, die Autowerkstatt-Besitzer Maria und Evarest aus Arusha und die Jugendlichen Kelvin und Nuru vom Kanaani-Chor ebenfalls aus Arusha.

Auf der Suche nach afrikanischen Lösungen

Lange hatte Claudia Zeising, die als Koordinatorin für die von »Mission 21« unterstützten Projekte der Brüdergemeine in Tansania arbeitet, nicht mehr berichtet. Jetzt schrieb sie einen langen, bebilderten Rundbrief, in dem vom afrikanischen Gang der Dinge die Rede ist, der sich von Gang der Dinge in Europa unterscheidet, der aber dennoch zu Erfolgen führt. Als Beispiele nennt Claudia Zeising den wirtschaftlichen Erfolg der Frauen-Nähgruppe in Rungwe, die im Jahre 2016 erstmals einen größeren Überschuss erzielte, und die expandierende HIV/Aids-Arbeit, die immer mehr Menschen zu Würde und einem besseren Leben verhilft. Kritische Bemerkungen finden sich zum Gesundheitswesen in Tansania sowie zu den kirchlichen Leitungsstrukturen. Download des Rundbriefes bald hier.

Synode in der tansanischen Westprovinz

Insgesamt 191 stimmberechtigte Personen aus der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania nahmen am 24./25. April 2017 an der Synode in Singida teil. Der bisherige Vorsitzende der Kirchenleitung, Ezekiel Yona, wurde für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt, ebenso Generalsekretär Richard Lwali. Auch fast alle anderen Mitglieder der Kirchenleitung wurden wiedergewählt, darunter der stellvertretende Vorsitzende, George Mang'ombe. Die Kirchenleitung präsentierte ihren Masterplan für die nächsten Jahre. Man möchte eine nachhaltige Kirche werden, vor allem in den Bereichen institutionelle Stärkung, Mission und Evangelisation, Verwaltung und Vernetzung. Weil Bischof Isaac Nicodemo bald in den Ruhestand treten möchte, wird demnächst eine Bischofswahl notwendig. Mehr hier.

Ehepaar aus den NL arbeitet in Kilangala

Die »Zeister Zendingsgenootschap« (ZZg), die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, berichtet in einem Informations-Brief, dass in der Missionssiedlung Kilangala (Tansania, Rukwaprovinz) ein Ehepaar aus den Niederlanden zu einem einjährigen Einsatz eingetroffen ist. Flip van Haan (Foto), ein Landwirtschaftsexperte, wird mit seiner Kompetenz dazu beitragen, dass auf den Feldern der Mission effektiver produziert werden kann, so dass höhere Eigen-Einnahmen möglich sind. Seine Ehefrau Felice van Haan wird in der Missionsschule zum Einsatz kommen. In Kilangala kooperiert die ZZg mit anderen niederländischen Organisationen, die sich der Hilfe für Tansania verschrieben haben: der »Stichting Trijntje Beimers«, der Landwirtschafts-Stiftung SOLKO und der Freiwilligenagentur VSO.

Mit Preisschild in den Ostergottesdienst

Einen lebendigen Bericht über ihre Arbeit in einem Gesundheitsprojekt der Brüdergemeine an beiden Ufern des Tanganyikasees sowie über die Karwoche und das Osterfest in Kipili (Tansania, Rukwaprovinz) haben Bert und Marjo Muizebelt - ten Kate verfasst. Sie erzählen, was in Ostafrika und Europa an diesen besonderen Tagen gleich ist, und was es nur in Ostafrika gibt, u. a. das Belassen der Preisschilder an den neu gekauften Kleidungsstücken. Sie beschreiben v. a. die bisherige Entwicklung des Projektes, in dem sie tätig sind, auf dem tansanischen wie dem kongolesischen Ufer des Tanganyikasees. Während in Tansania die Gesundheitsarbeit nach zehnjähriger Aufbauphase nunmehr überwiegend von Einheimischen getan wird, bedarf sie in der D. R. Kongo noch eine Weile der Unterstützung durch die dänische Mission. Der ganze Bericht hier.

UNO zeichnete Studierende in Mbeya aus

Kürzlich besuchten Alvaro Rodriguez und Hoyce Temu, zwei für Tansania zuständige Koordinatoren des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), die »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya. Bei ihrem Besuch ging es in internen Gesprächen, aber auch bei einem großen Forum in der TEKU-Hall um die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) mit ihren 169 Unterzielen, die bis 2030 von allen UN-Mitgliedstaaten erreicht werden sollen. Breiten Raum nahmen die Themen Umweltschutz, Klimawandel und Entwicklung des ländlichen Raumes ein. Alvaro Rodriguez machte den jungen Leuten, die in Tansania mehr als 50% der Bevölkerung ausmachen, Mut, sich den Herausforderungen zu stellen. Er zeichnete etwa 30 Studierende mit einem Zertifikat als »Global Goals Champion« aus. Mehr Infos hier.