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Die Herrnhuter Missionshilfe verbindet Menschen weltweit. Lesen Sie auf der Startseite zunächst Neuigkeiten aus der Welt der Herrnhuter Mission. Um zu erfahren, wer wir sind und was wir tun, an welchen Orten wir arbeiten und was wir Ihnen anbieten, gehen Sie bitte ins Hauptmenü.

Berufsschule möchte Angebot erweitern

Mit Hilfe der Firma »Wörwag Pharma« aus Böblingen konnte die Herrnhuter Missionshilfe in Songea (Tansania) eine neue Berufsschule bauen. Dort lernen derzeit 58 junge Männer und Frauen das Nähen, das Tischlern, das Schneidern sowie das Elektro-Handwerk. Auch Grundkenntnisse in Englisch, Informationstechnik und Betriebsführung sind Inhalt des Lehrplanes. Große Nachfrage besteht hinsichtlich der Ausbildung von KFZ-Mechanikern. Projektleiter Jairi A. Sengo berichtet: »Wer in einer Kfz-Werkstatt arbeitet, hat bei uns ein sicheres Einkommen. Gern würden wir diesen Ausbildungsgang ab Herbst 2017 anbieten. Leider ist die Ausstattung teuer. Im Namen der jungen Menschen in Tansania bitte ich Sie um Hilfe«. Das Erlernen eines Berufes ist für die meisten ein Weg aus der Armut. Mehr hier.

Labrador bekommt Inuit-Kulturzentrum

Viele Inuit in den Weiten von Labrador (Kanada) sehnten sich lange danach; in Kürze ist es nun endlich fertig: das »Illusuak Cultural Centre« in Nain, einer ehemaligen Missionsstation der Herrnhuter Brüdergemeine, die seit etwa 15 Jahren zur autonomen Region »Nunatsiavut« gehört. Das Gebäude ist eine herausragende, moderne Landmarke, geplant vom neufundländisch-norwegischen Star-Architekten Todd Saunders. Viel wichtiger als die äußere Gestalt ist jedoch die Funktion von »Illususak«. Das Zentrum soll den lange unterdrückten Inuit von Labrador dabei helfen, die eigene Geschichte kennenzulernen und die bisher verbotenen Sitten und Gebräuche einer »First Nation« zu pflegen sowie diese anderen Menschen nahezubringen. Die Regierung von Kanada ist seit geraumer Zeit dabei, koloniale Schuld aus der Vergangenheit ein Stück weit abzutragen. Mehr in einem Beitrag des »Arctic Deeply« in deutscher Übersetzung hier.

»Irma« über der moravischen Karibik

»Irma«, der stärkste Hurrikan, der jemals über die Antillen hinweggefegt ist, traf zwischen dem 6. und 10. September 2017 mehrere Inseln, auf denen es eine Brüdergemeine gibt, unmittelbar (Antigua, Barbuda, Sint Maarten, St. Kitts und Nevis, St. Croix, St. Thomas, St. John, Tortola). Und er zog über Haiti und Kuba, wo er lange verweilte, ehe er sich gen Florida auf den Weg machte, wo v. a. moravische Einwanderer aus Mittelamerika leben. Hellgrau = Kat. 4; Mittelgrau = Kat. 5; Breite 400 - 500 km; Windgeschwindigkeiten 200 - 300 km/h. Ein neues Schreiben der Brüdergemeine in Nordamerika in deutscher Übersetzung mit der Bitte um Geld und Gebete hier. Zum Vergrößern auf die Karte klicken. Ein Bischofswort zum Trost und zur Ermutigung der Betroffenen hier.

Schwesterntreffen an vielen Orten

In noch nie gekannter dichter Folge waren bzw. sind im Herbst 2017 die Schwestern aus verschiedenen Unitätsprovinzen beieinander. Am 10. September trafen sich die Schwestern aus der tansanischen Ostprovinz. Vom 5. bis 8. Oktober wird es ein Meeting der Schwestern aus der tansanischen Südwest-Provinz geben und vom 19. bis 22. Oktober ein Meeting der Schwestern aus der tansanischen Südprovinz. Vom 24. bis 29. Oktober findet dann in Dodoma in der tansanischen Nordprovinz ein landesweites Schwesterntreffen statt. Anfang September befassten sich die Schwestern aus Honduras bei einem Seminar mit Fragen der Administration und der Finanzverwaltung. Die tansanische Rukwaprovinz veranstaltete schon im vergangenen August einen Workshop zum Thema »Gewalt gegen Frauen«.

Freiwillige aus Südafrika und Surinam

Erst kürzlich wurde an dieser Stelle die Ausreise von fünf Jugendlichen aus Deutschland zu Einsätzen in der Einen Welt gemeldet. Umgekehrt werden bald vier Jugendliche aus anderen Unitäts-provinzen in Deutschland erwartet. Aus Südafrika kommen: Amber Erasmus aus Port Elisabeth zum Einsatz in Stuttgart im »Dienst für Mission und Ökumene« und in der »Evangelischen Mission in Solidarität«, Grant Hendricks aus Kapstadt zum Einsatz in Groß-Umstadt im »Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald« sowie Nangamso Tshula aus Matatiele in Spangenberg im ökumenisch-missionarisch-sozialen »Himmelsfels-Projekt« der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (Foto). Dort soll, mit Aufgaben für den Weltgebetstag 2018, auch Naömi Moor aus Paramaribo in Surinam zum Einsatz kommen.

Großbrand auf Markt in Ndola, Sambia

Fred Walch, ein Mitarbeiter der Herrnhuter Missionshilfe, der die Brüdergemeine in Sambia bei der Durchführung von Projekten unterstützt, informierte über den Großbrand auf einem Markt in Ndola am 30./31. August 2017, bei dem einige Hundert Marktstände verbrannten. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die meisten schliefen in ihren Ständen bzw. den angrenzenden Holzbuden und schafften es noch rechtzeitig ins Freie. Wie sich herausstellte, sind unter den Geschädigten auch Mitglieder der Brüdergemeine. Fred Walch besuchte die Geschädigten mit Pfarrer Timothy Sinyangwe, befragte sie zu ihren Verlusten und sprach mit ihnen über Hilfsmöglichkeiten. Näheres im beigefügten Bildbericht - siehe hier. Die Herrnhuter Missionshilfe wird Mittel aus ihrem Katastrophenfonds bereitstellen. Sie bittet um Spenden zur Auffüllung des Fonds.

Labrador trauert um Karrie Obed

Mit Christian Ado Obed, genannt »Karrie«, ist am 9. September 2017 in seinem 58. Lebensjahr eines der prominentesten Mitglieder der Brüder-gemeine in Labrador heimgerufen worden. Karrie Obed - ein stolzer Inuit - gehörte der Gemeinde Nain an. Dort war er unverzichtbar als Tenor und Tubist. Er hinterlässt drei erwachsene Kinder. Im Sommer 2015 reiste er erstmals nach Deutschland, um zusammen mit anderen Inuit am Bläsertag in Herrnhut teilzunehmen. Die Reise war ihm deshalb wichtig, weil die Bläsermusik einst von Herrnhuter Missionaren nach Labrador gebracht wurde, wo sie erst vor kurzem eine Wiederbelebung erfuhr. In einem Nachruf heißt es: »Wer Karrie jemals hat singen hören, wird das nie vergessen«. Mehr hier, u. a. auch ein Interview mit Karrie Obed.

150 Jahre Arbeit im Heiligen Land

Vor 150 Jahren begann die Arbeit der Brüdergemeine in Israel/Palästina. Damals waren es Leprakranke in und um Jerusalem, die Ausgrenzung erlitten. Heute sind es Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Palästina, denen geholfen wird. Das Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (bei Ramallah) ist darüber hinaus ein Ort des interreligiösen Friedens und somit ein Zeichen der Hoffnung in einer zerrissenen Region. Das Jubiläum der Herrnhuter Arbeit im Heiligen Land wird mit einem Vortrag und anschließendem Empfang gefeiert: »Vor den Toren des alten Jerusalems - 150 Jahre in Palästina und Israel«, über dieses Thema spricht Hartmut Haas, Pfarrer der Brüdergemeine i. R., früher Leiter der Arbeit auf dem Sternberg, am Sonntag dem 24. September 2017, um 17 Uhr im Zinzendorfhaus in Basel, Leimenstraße 10.

Einbruch während einer Kinderfreizeit

Vier Maskierte brachen am 2. September 2017 in das Büro der Kinderstiftung in Paramaribo (Surinam) ein und fesselten den Wächter. Sie raubten alles, was sie für wertvoll hielten, darunter sechs Laptops, ein Mischpult und einen Verstärker. Sie öffneten gewaltsam auch einen alten Safe. Die Kriminalpolizei ermittelt. Der Einbruch geschah während einer 14tägigen Kinder-Sommerfreizeit zum Thema »Natur und Umwelt«, die trotz des Einbruchs noch bis zum 8. September 2017 fortgesetzt wurde. Die Kinder hielten Andachten, spielten, bastelten, trieben Sport und trafen mit einer Gruppe zusammen, die sich für die Bewahrung des tropischen Amazonas-Regenwaldes einsetzt. Die Verantwortlichen schreiben: »Wir haben als Stiftung zuletzt viele Rückschläge erlebt, aber wir werden uns auch weiter für unsere Jugend einsetzen«.

Nach Hurrikan »Irma« in der Karibik

Cortroy Jarvis, der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, berichtet kurz von der Lage auf den karibischen Inseln nach dem Durchzug von Hurrikan »Irma« und bittet um Hilfe für die Geschädigten. Die Kirchenleitung hat ihrerseits 5.000 US-Dollar Ersthilfe für die Einwohner der Insel Barbuda bereitgestellt. Download zweier Briefe hier. Eine Fürbitt-Liturgie für die Opfer der Hurrikan-Katastrophe in der Karibik hier. Infos vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine vom 8. und 11. September 2017 hier.

Fünfmal hinaus in die weite Welt

Johann Heinrich, Henriette Kleinschmidt, Lisann Mai, Karine Schiewe, Henrike Siebörger - das sind die Namen der fünf Jugendlichen aus der Brüdergemeine in Deutschland, die dieser Tage einen Freiwilligendienst in der Einen Welt antreten. Sie stammen aus den Gemeinden Dresden, Hamburg, Niesky (2x) und Nordrhein-Westfalen. Sie dienen für sechs, zehn oder zwölf Monate in Ghana, Indien, Indonesien (2x) und Kamerun. Danke und Gottes Hut und Segen den jungen Leuten! Vier von ihnen reisen mit dem »Ökumenischen Freiwilligenprogramm« der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) aus, eine von ihnen mit »weltwärts« über den Verein Via e. V. Demnächst werden die Jugendlichen in Internet-Blogs von ihren Erfahrungen berichten.

Fred Walch schiebt Projekte in Sambia an

Fred Walch lebt und arbeitet seit Anfang Juni 2017 in Sambia. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit seiner Arbeitserlaubnis läuft nun alles gut. In Sachen Fischzucht ist er sehr aktiv. Mehrere Teiche sind schon einsatzbereit und 10.000 Fischsetzlinge wurden eingebracht. »Sambia verfügt über 40 Prozent der Frischwasser-Reserven im südlichen Afrika. Das sind beste Voraussetzungen, um angesichts permanenter Lebensmittelknappheit Fischzucht zu betreiben. Die Menschen hier in Ndola und in den Brüdergemeinen im Norden des Landes sind sehr dankbar für die Unterstützung aus Deutschland«, meint Fred Walch. Sein Dienst, teilfinanziert von der Herrnhuter Missionshilfe, wird begleitet von einem Experten des malawischen Landwirtschaftsministeriums. Mehr Infos und Bilder in einem Spendenaufruf der Herrnhuter Missionshilfe - siehe hier.

Ruth Kaukaq Evon aus Bethel/AK erzählt

Im Magazin »The Delta Discovery« aus Bethel/AK erschien am 29. August 2017 ein Interview mit der Yup’ik-Ältesten Ruth Kaukaq Evon (65), in dem diese auf ihr spannendes und auch tragisches Leben zurückblickt. Obwohl sie seit Jahrzehnten ihren Ehemann pflegen muss, dem bei der Jagd versehentlich in den Kopf geschossen wurde, verlor sie, eine Hilfslehrerin mit drei Kindern, ihren Glauben nie und verkündigt treu das Evangelium. Als Kind kam sie mit ihren Eltern aus einem Dorf nach Bethel/AK. Ihr Vater besaß ein Kleinflugzeug, mit dem sie schon früh die Schönheit des Landes erkundete. Sie erinnert sich an große Schlittenhunde-Rennen mit über 100 Gespannen. Als 15jährige besuchte sie kurz eine weit entfernte Internatsschule. Schon von Jugend an war sie in der Brüdergemeine aktiv. Das vollständige Interview mit ihr - in Englisch - hier.

Avocado-Projekt in Rungwe gedeiht

Im Jahre 2009 hat die Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania eine Kooperationsvereinbarung mit einer Company Ltd. aus Tansania geschlossen zwecks Verpachtung ihres Landes zur Bepflanzung mit Avocado- Bäumen. Nach der Anfrage eines Investors aus München hat sich im Juni 2017 eine neue Möglichkeit für die Provinz aufgetan. Durch die Gründung der »Moravian Farming Company« in Rungwe konnte sie Anteilseignerin werden und hat somit ein Mitspracherecht bei Entscheidungen und sie profitiert direkt vom Gewinn. Die Herrnhuter Missionshilfe hat der Provinz mit einem Kredit geholfen. Sie sieht in diesem Projekt ein Pilotprojekt, das auch in anderen Provinzen in Tansania umsetzbar wäre. Ein Erfolg des Projektes könnte langfristig den Kirchenprovinzen helfen, ein eigenes Einkommen zu generieren. Ausführliche Projektbeschreibung mit mehreren Bildern hier.

»Living Branches« - A new resource for teaching Moravian heritage

The Moravian Church in America has a new resource for teaching our Moravian heritage! This curriculum, called Living Branches: Moravians Growing in Faith, Love & Hope, is a flexible, 13-week Sunday School program focused on sharing the story of our Moravian heritage from Jan Hus to the present day. It includes lower elementary, upper elementary, youth and adult components. More about living Branches here. Download PDF: Lower Elementary (15 MB), Upper Elementary (31 MB), Middel/High School (24 MB), Adults (3 MB).

»Die zehn besten Monate meines Lebens«

»Ich habe die zehn besten Monate meines Lebens hier verbracht«. So enden die Blog-Eintragungen (siehe hier) von Kristina Koefoed aus Dänemark, die zehn Monate als junge Freiwillige in Tansania verbracht und im »Peter's House«, einem Waisenhaus der Brüdergemeine in Sumbawanga in der Rukwaprovinz gearbeitet hat. An ihrem letzten Wochenende in Tansania unternahmen sie und Karoline Hansen, eine andere dänische Freiwillige, einen Wander- und Kletter-Ausflug mit einigen Waisenkindern sowie mit ein paar Lehrlingen aus der Tischlerwerkstatt. Bei diesem Ausflug mussten die Großen gelegentlich die müden Kleinen tragen. Kristinas Fazit: »Es gibt so viele Dinge, die ich von hier nach Hause mitnehmen möchte, nicht nur Dinge vom örtlichen Markt, sondern vor allem die Werte des Lebens und viele Freundschaften«.

Die Sklavin Dorothea (1757-1817)

Obwohl sie vor allem im 17. und 18. Jahrhundert zu zehntausenden aus Westafrika in die Karibik gebracht wurden, sind individuelle Schicksale der Sklaven bisher kaum erforscht. Das Schicksal von Dorothea, die um 1770 im heutigen Ghana gefangen wurde, im Alter von 13 Jahren mit der »Eleonora« zusammen mit 195 weiteren Sklaven nach Christiansted auf St. Croix kam, den Namen »Present« erhielt und nach einem bewegten Leben in der Gemeinde »Friedensthal« der Brüdergemeine beitrat, hat der Anthropologe Svend Holsoe publiziert. Von ihrem Besitzer Dr. Johan August Naeser geschwängert, gebar sie die Zwillinge Frederich und Kitzy, später noch zwei andere Töchter. Mit ihren Töchtern arbeitete sie - über ihre Freilassung im Jahre 1797 hinweg - bis zum Tode 1817 in der Konditorei ihrer neuen Besitzerin, Maria Kierulff. Mehr in deutscher Übersetzung hier.

Als Senior-Freiwillige in Ostafrika

Über die Mission der Brüdergemeine in Dänemark, weilten Kaj und Birthe Bruun kürzlich zu einem Freiwilligen-einsatz in Ruanda, Burundi und Tansania. Bei einem Kurs für 28 junge Leute in Ruanda ging es um Bibelkunde, Geschichte der Brüdergemeine und Liturgie, aber auch um Hygiene und Krankenpflege. Besonders fragten die jungen Leute nach der christlichen Ehe. In Burundi leiteten die Gäste einen Kurs für 38 Pfarrer und Pfarrfrauen, bei dem ähnliche Themen wie in Burundi behandelt wurden und in dem man den Epheserbrief besprach. Viele Pfarrfrauen konnten weder lesen noch schreiben. Eine Pfarrfamilie verlor nach einem Brand ihr Haus und erfuhr Hilfe der Gemeinde. In Kigoma in der tansanischen Rukwaprovinz fanden zwei Kurse statt für 28 und für 25 zumeist sehr junge Leute. Der ganze Bericht in Dänisch hier.

Nachmittag für Kinder mit HIV/Aids

Melania Mrema-Kyando, die auch in Deutschland gut bekannte Pfarrerin und langjährige, engagierte Kämpferin gegen HIV/Aids aus der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, schieb an das Unitätsfrauenbüro: »Die Zahl der Gruppen für Menschen, die mit HIV/Aids leben, hat sich weiter erhöht. Auch immer mehr Kinder sind betroffen. Im vergangenen Monat fand ein Treffen von 23 Kindern, die mit dem HI-Virus leben, samt ihren Pflegeeltern statt. Wir spielten, erzählten uns unsere Lebensgeschichten und genossen einen wundervollen Tag. An diesen Kindern erkenne ich die Liebe Gottes und wie Gott sich um sie kümmert. Jetzt haben wir diesen Tag für Kinder mit HIV/Aids institutionalisiert. Die Kinder sind zwischen 1 1/2 und 17 Jahre alt«.

Synodenbericht aus Tansania (Westprovinz)

Im »Moravian Messenger« für Juni 2017 gibt es einen lebendigen Bericht von der jüngsten Synode der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania, die im abgelegenen Singida stattfand. Den Bericht hat Roberta Hoey verfasst, ein Gast aus der Britischen Unitätsprovinz (Foto rechts), die erstmals in Ostafrika war. Deutsche Übersetzung des Berichtes hier. Der Bericht schildert den Verlauf und das Ergebnis der Synode und er verweist sowohl auf die Unterschiede als auch auf die Gemeinsamkeiten zwischen einer Synode in Europa und in Tansania. Er enthält weiterhin Beobachtungen während der Reise durch Westtansania sowie eine kurze Beschreibung der neu eröffneten Gesundheitsstation der Brüdergemeine in Tabora.

Von der HMH-Jahrestagung 2017

Vom 16. bis 18. Juni 2017 fand in Hamburg die Jahrestagung der Herrnhuter Missionshilfe statt, in die erneut die Mitgliederversammlung 2017 eingebettet war und zu der sich 38 Personen angemeldet hatten. Die einzelnen Veranstaltungen fanden teils in der Missionsakademie statt, teils zusammen mit der Brüdergemeine Hamburg sowie mit einer Gästegruppe aus deren surinamisch geprägter Partnergemeinde Utrecht in der Heilandskirche. Bei der Mitgliederversammlung wurde satzungsgemäß der Vorstand neu gewählt, der Jahresbericht 2016/17 besprochen und der Finanzbericht 2016 verabschiedet. Die Vorträge bzw. Berichte befassten sich mit der Lage der weltweiten Brüder-Unität, mit der Arbeit der Brüdergemeine in Südafrika, Tansania und auf dem Sternberg sowie mit neuer Missionstheologie. Der neue Vorstand hier.

Solarprojekt erfolgreich abgeschlossen

Voller Freude kann die Herrnhuter Missionshilfe mitteilen, dass das Solarprojekt in Ibaba (Tansania, Südprovinz) vollständig fertiggestellt wurde. Das Projekt besitzt größte Bedeutung für das Dorf. Endlich ist die Krankenstation nicht mehr auf das unsichere Netz vor Ort angewiesen. Durch den Stromanschluss konnte auch die Geburtshilfestation erweitert werden. Jetzt müssen die Anwohner zu Entbindungen nicht mehr in die Stadt fahren. Und auch die Dorfschule profitiert von der Anlage (Foto rechts). Die Kinder haben die Möglichkeit, nach Einbruch der Dunkelheit und getaner Feld- und Hausarbeit ihre Hausaufgaben in den Räumlichkeiten der Schule zu erledigen. Die Hernnhuter Missionshilfe dankt auf ihrer Projekt-Website allen Spenderinnen und Spendern. Siehe hier.

Nähmaschinen für Tansania

Der Kirchenbezirk Mühlacker hat seiner Partnerkirche, der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania, 30 mechanische Nähmaschinen geschickt, an denen 120 Frauen ab Mai 2017 das Schneidern erlernen und damit etwas zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen können. Agnes Njeyo, die Verantwortliche für die Frauen- und Kinderarbeit der Südwestprovinz, erzählt, dass dieses Projekt sich vor allem an alleinerziehende Mütter, jugendliche Waisen sowie Ehefrauen von Pastoren richtet, denn Pastoren werden in Tansania schlecht bezahlt. Agnes Njeyo weist auf das Sprichwort hin: »Wer eine Frau qualifiziert, fördert dadurch eine ganze Familie«. Der Kirchenbezirk Mühlacker transferiert nicht nur materielle Güter nach Tansania, sondern organisiert auch vielfältige Begegnungen. Mehr in einem Artikel der Pforzheimer Zeitung - siehe hier.

Enea Kajange zu Besuch in Europa

Enea Kajange aus Isoko, Koordinatorin eines Waisenprojektes der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, reist im Sommer 2017 durch die Schweiz, Deutschland und die Niederlande. Anlass für die Reise ist ein Workshop in Basel und Genf zum Thema Menschen- und insbesondere Frauenrechte, den »Mission 21«, die schweizerische Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, organisiert hat. Termine mit Enea Kajange: 23. Juni, 19 Uhr im Schwesternkreis im Gemeindezentrum »Wi Eegi Kerki« in Amsterdam-Südost; 24. Juni, 19 Uhr zur Gebetssingstunde im Kirchensaal in Zeist; 25. Juni, 10.30 zum Gottesdienst in der »Konigskerk« in Amsterdam; 27. Juni, 19 Uhr in der Reformierten Gemeinde Horgen (CH); 28. Juni, 18 Uhr im Missionshaus in Basel; 2. Juli, 10 Uhr zum Missionsfest in Bad Boll; 8. Juli, 17 Uhr in der Herrnhuter Sozietät Basel.

Vor 50 Jahren wurde Tansania sozialistisch

Mit der Arusha-Deklaration von 1967 stellte Staatspräsident Julius Kambarage Nyerere (1922-1999) erstmals seine Ideen von einem afrikanischen Sozialismus vor. Er verstaatlichte Banken und große Wirtschaftsunternehmen, forcierte - teils mit Gewalt - die Neugründung sozialistischer Dorfgemeinschaften (Ujamaa), setzte auf strenge Selbstverantwortung (Kujitegemea) sowie eine Reform des Schulwesens. Die Alphabetisierungsrate stieg von 10% auf 79%; die Einschulungsrate an Grundschulen von 25% auf 94% (1960:1979). Das traditionelle Stammesdenken nahm an Bedeutung mehr und mehr ab. Das Gesundheitswesen blühte auf. Die Ideen der Gleichheit und der Gemeinschaft wurden von der breiten Bevölkerung zwar akzeptiert, der so genannte »Ujamaa-Sozialismus« scheiterte jedoch spätestens 1985 im ökonomischen Bereich.

Sonntagsschul-Programm für Ostafrika

Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt mit 2.000 Euro ein Sonntagsschul-Programm, das Tulie Kassimoto und Mary Kategile (beide Tansania) durchführen wollen. Beide hatten Anfang 2016 an der Unitätsfrauenkonsultation in Surinam teilgenommen und von dort die Idee mitgebracht, nicht nur etwas für ihr Mutterland zu tun, sondern auch für die acht angrenzenden Länder, in denen es ebenfalls eine Brüdergemeine gibt: Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, D. R. Kongo, Sambia, Malawi und Mosambik. Bei dem Programm soll es um die Themen »Schutz von Frauen« und »Gerechtigkeit für Frauen« gehen, die globale Relevanz besitzen. Bei der Vorbereitung des Programms werden erstmals Frauen aus allen diesen Ländern an einem Tisch zusammenkommen. Hauptsponsor des Programms ist das Unitätsfrauenbüro in Winston-Salem/NC.

Wettstreit von 1.500 Chören in Tansania

Den Wettstreit von mehr als 1.500 Kirchenchören in Tansania hat der deutsche Dokumentarfilm »Sing it Loud - Luthers Erben in Tansania« (99 Minuten; Trailer hier) zum Gegenstand, der am 18. Mai 2017 Premiere hatte. Seit 60 Jahren findet in Tansania ein Chorwettbewerb statt, der von der lutherischen Kirche abgehalten wird. Um bei dem Wettbewerb mitmachen zu dürfen, mussten im Vorjahr der Lutherchoral »Ein feste Burg ist unser Gott« und eine Eigenkomposition vorgetragen werden. Die Regisseurin Julia Peters (Interwiev mit ihr hier) begleitete sechs Menschen, die in drei verschiedenen Chören mitwirken, in ihrem Alltag: die Kleinbauern Martha und Simon aus dem Dorf Monduli, die Autowerkstatt-Besitzer Maria und Evarest aus Arusha und die Jugendlichen Kelvin und Nuru vom Kanaani-Chor ebenfalls aus Arusha.

Zwei Siege beim Schachturnier

Bei einem Schachturnier für Schüler und Schülerinnen, die jünger als 14 Jahre alt sind, im nikaraguanischen Bluefields haben Cristiana Martínez Orozco und Yohar Brooks Berry vom »Colegio Moravo Secundaria« jeweils Platz 1 belegt. Die ersten fünf Jungen und Mädchen im Ranking werden die Region Bluefields demnächst bei einem nationalen Schachturnier in Managua vertreten. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg!

Synode in der tansanischen Westprovinz

Insgesamt 191 stimmberechtigte Personen aus der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania nahmen am 24./25. April 2017 an der Synode in Singida teil. Der bisherige Vorsitzende der Kirchenleitung, Ezekiel Yona, wurde für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt, ebenso Generalsekretär Richard Lwali. Auch fast alle anderen Mitglieder der Kirchenleitung wurden wiedergewählt, darunter der stellvertretende Vorsitzende, George Mang'ombe. Die Kirchenleitung präsentierte ihren Masterplan für die nächsten Jahre. Man möchte eine nachhaltige Kirche werden, vor allem in den Bereichen institutionelle Stärkung, Mission und Evangelisation, Verwaltung und Vernetzung. Weil Bischof Isaac Nicodemo bald in den Ruhestand treten möchte, wird demnächst eine Bischofswahl notwendig. Mehr hier.

Ehepaar aus den NL arbeitet in Kilangala

Die »Zeister Zendingsgenootschap« (ZZg), die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, berichtet in einem Informations-Brief, dass in der Missionssiedlung Kilangala (Tansania, Rukwaprovinz) ein Ehepaar aus den Niederlanden zu einem einjährigen Einsatz eingetroffen ist. Flip van Haan (Foto), ein Landwirtschaftsexperte, wird mit seiner Kompetenz dazu beitragen, dass auf den Feldern der Mission effektiver produziert werden kann, so dass höhere Eigen-Einnahmen möglich sind. Seine Ehefrau Felice van Haan wird in der Missionsschule zum Einsatz kommen. In Kilangala kooperiert die ZZg mit anderen niederländischen Organisationen, die sich der Hilfe für Tansania verschrieben haben: der »Stichting Trijntje Beimers«, der Landwirtschafts-Stiftung SOLKO und der Freiwilligenagentur VSO.

Mit Preisschild in den Ostergottesdienst

Einen lebendigen Bericht über ihre Arbeit in einem Gesundheitsprojekt der Brüdergemeine an beiden Ufern des Tanganyikasees sowie über die Karwoche und das Osterfest in Kipili (Tansania, Rukwaprovinz) haben Bert und Marjo Muizebelt - ten Kate verfasst. Sie erzählen, was in Ostafrika und Europa an diesen besonderen Tagen gleich ist, und was es nur in Ostafrika gibt, u. a. das Belassen der Preisschilder an den neu gekauften Kleidungsstücken. Sie beschreiben v. a. die bisherige Entwicklung des Projektes, in dem sie tätig sind, auf dem tansanischen wie dem kongolesischen Ufer des Tanganyikasees. Während in Tansania die Gesundheitsarbeit nach zehnjähriger Aufbauphase nunmehr überwiegend von Einheimischen getan wird, bedarf sie in der D. R. Kongo noch eine Weile der Unterstützung durch die dänische Mission. Der ganze Bericht hier.

Auf der Suche nach afrikanischen Lösungen

Lange hatte Claudia Zeising, die als Koordinatorin für die von »Mission 21« unterstützten Projekte der Brüdergemeine in Tansania arbeitet, nicht mehr berichtet. Jetzt schrieb sie einen langen, bebilderten Rundbrief, in dem vom afrikanischen Gang der Dinge die Rede ist, der sich von Gang der Dinge in Europa unterscheidet, der aber dennoch zu Erfolgen führt. Als Beispiele nennt Claudia Zeising den wirtschaftlichen Erfolg der Frauen-Nähgruppe in Rungwe, die im Jahre 2016 erstmals einen größeren Überschuss erzielte, und die expandierende HIV/Aids-Arbeit, die immer mehr Menschen zu Würde und einem besseren Leben verhilft. Kritische Bemerkungen finden sich zum Gesundheitswesen in Tansania sowie zu den kirchlichen Leitungsstrukturen. Download des Rundbriefes bald hier.

Ausstellung würdigt Herrnhuter Mission

Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums lädt das »Deutsche Historische Museum« im Berliner Gropius-Bau vom 12. April bis 5. November 2017 zu einer Weltzeitreise ein, die durch fünf Jahrhunderte und über vier Kontinente führt. Als erste Ausstellung zeigt »Der Luthereffekt« die Vielfalt und die Wirkungsgeschichte, aber auch die Konfliktpotenziale des Protestantismus in der Welt. Als Titelbild der Ausstellung fungiert ein Ausschnitt aus dem »Erstlingsbild«, das aus dem Unitätsarchiv in Herrnhut entliehen wurde. Auch weitere wichtige Exponate haben einen Bezug zur Herrnhuter Mission. Zur Ausstellungeröffnung brachte die »Welt« am 9. April 2017 einen Beitrag »Der Luthereffekt: Wie fromme Deutsche Jesus zu den Indianern brachten«, der die Arbeit Herrnhuter Missionare würdigt. Download hier.

UNO zeichnete Studierende in Mbeya aus

Kürzlich besuchten Alvaro Rodriguez und Hoyce Temu, zwei für Tansania zuständige Koordinatoren des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), die »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya. Bei ihrem Besuch ging es in internen Gesprächen, aber auch bei einem großen Forum in der TEKU-Hall um die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) mit ihren 169 Unterzielen, die bis 2030 von allen UN-Mitgliedstaaten erreicht werden sollen. Breiten Raum nahmen die Themen Umweltschutz, Klimawandel und Entwicklung des ländlichen Raumes ein. Alvaro Rodriguez machte den jungen Leuten, die in Tansania mehr als 50% der Bevölkerung ausmachen, Mut, sich den Herausforderungen zu stellen. Er zeichnete etwa 30 Studierende mit einem Zertifikat als »Global Goals Champion« aus. Mehr Infos hier.