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Die Herrnhuter Missionshilfe verbindet Menschen weltweit. Lesen Sie auf der Startseite zunächst Neuigkeiten aus der Welt der Herrnhuter Mission. Um zu erfahren, wer wir sind und was wir tun, an welchen Orten wir arbeiten und was wir Ihnen anbieten, gehen Sie bitte ins Hauptmenü.

Vorbereitungen für Missionskonferenz

Vom 15. bis 20. November 2017 findet in Kapstadt, Südafrika, die dritte Missions-konferenz der Brüder-Unität statt, zu der etwa 200 Personen aus allen Unitäts- und Missionsprovinzen erwartet werden. Diese steht unter dem Thema: »Der Auftrag der Brüder-Unität: Gottes Ruf folgen - im 21. Jahrhundert«. Kürzlich wurden die Unterlagen für die Konferenz verschickt, u. a. das genaue Arbeitsprogramm. Der Tag beginnt um 6 Uhr mit einer Andacht und endet gegen 22 Uhr. Die Arbeit im Plenum wird durch neun Workshop-Gruppen ergänzt - siehe hier. Zu den Teilnehmenden hier. Aus dem kontinentalen Europa sind mit dabei: Jørgen Bøytler, Gundars Ceipe, Damaris Enkelmann, Niels Gärtner, Dena Grillo, Rita Harry, Raimund Hertzsch, Klas Lindberg, Viollca Mazi, Christoph Reichel, Volker Schulz, Peter Vogt, Christine Welschen. Privat: Bettina Lichert, Kerstin Lindberg.

Generationen übergreifendes Handeln

»Ich sorge für die Ausbildung von Waisenkindern, weil unsere Gesellschaft auch diese Kinder braucht. Wenn Kinder ohne Eltern aufwachsen müssen, dann laufen sie Gefahr, in extremer Armut zu enden«. So äußert sich Bahati Mshani, die Leiterin des Waisenprogramms der Brüdergemeine in Mbeya (Tansania, Südwest-Provinz). Bahati Mshani, selbst ohne Eltern aufgewachsen, hat durch »Mission 21«, der Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe in Basel, eine theologische Ausbildung erhalten. Heute widmet sie sich mit Kompetenz, Einfühlsamkeit und Engagement der Betreuung von Waisenkindern und meint: »Wenn Waisen aus eigener Erfahrung lernen, wie wichtig Bildung, Gesundheit und Fürsorge sind, dann werden sie diese Werte auch an ihre Kinder weitergeben«. Programm-Flyer hier.

Jugendliche starten Fortbildungskurs

Mit Begeisterung haben Jugendleiterinnen und Jugendleiter aus acht Gemeinden in Paramaribo-Süd (Surinam) am 14. Oktober 2017 einen Fortbildungskurs begonnen. Die erste Veranstaltung fand in den Räumen der Saron-Gemeinde statt. Dabei ging es um neue Methoden der Bibelvermittlung,  um Kreativität bei der Kommunikation, um die Nutzung sozialer Medien sowie um Familienfragen. Der gesamte Kurs, der Sonnabend für Sonnabend noch bis Februar 2018 dauert, steht unter dem Motto: »Unsere Energie für die Erneuerung und Verjüngung der Brüdergemeine«. Er wird finanziell gefördert vom deutschen Weltgebetstagskomitee; die Gemeinden müssen aber auch einen Eigenbeitrag leisten. Viele Bilder hier.

Zu Besuch im Katastrophengebiet

Vor wenigen Tagen weilte der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, Cortroy Jarvis, erstmals in einem Teil desjenigen Gebietes, das die Hurrikans »Irma« und »Maria« im September 2017 heimgesucht hatten. Seinen Bericht vom 8. Oktober 2017 mit Bildern gibt es als Download hier. Die Herrnhuter Missionshilfe hat zunächst 6.000 US-Dollar für die Ersthilfe überwiesen.

Kunstworkshop mit Maren Theel

»Einander begegnen in der Kunst« lautet das Motto eines Workshops im Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) vom 15. bis 21. Oktober 2017, geleitet von Maren Theel, Kunsttherapeutin an der Berliner Charité, zusammen mit einheimischen Kunstlehrerinnen. Die Veranstaltung ist ein Beitrag der »Hoffnungstaler Stiftung Lobetal« aus Anlass von deren 150. Geburtstag und wurde initiiert vom früheren Präsidenten des Diakonischen Werks der EKD, Klaus-Dieter Kottnik. Bei dem Workshop geht es darum, mit einfachen, in Palästina bisher nicht gekannten Methoden ansprechende Kunstwerke zu fertigen, die der Öffentlichkeit vorgestellt werden und damit zur Akzeptanz von Menschen mit Behinderungen in der palästinensischen Gesellschaft beitragen. Ein Tagebuch vom Workshop mit vielen Bildern hier.

Erste Spenden für Hurrikan-Opfer

Inzwischen sind die ersten Spenden für die Opfer der Hurrikans »Irma« und »Maria« eingegangen, die etwa 30 Brüdergemeinen in der Karibik mehr oder weniger stark verwüstet haben. Die größte Einzelspende betrug 750 Euro. Bei einem Gemeindeabend in Zürich wurden 1.420 CHF (1.230 Euro) gesammelt. Beim Jahrestreffen der Brüdergemeine in der Schweiz, der »Fête de Montmirail«, kamen 405 CHF (350 Euro) für die theologische Ausbildung der Brüdergemeine in Tansania zusammen. Außerdem wurden in der Schweiz zuletzt 256 CHF (222 Euro) für den integrativen Kindergarten in Elbasan, Albanien, sowie 299,50 CHF (260 Euro) für die Arbeit des Förderzentrums der Brüder-Unität auf dem Sternberg in Palästina. Foto: Die zerstörte Kirche der Emmaus-Gemeimnde auf St. John.

Missionsprojekte im Kollektenplan 2018

Die Brüder-Unität und die Herrnhuter Missionshilfe haben gemeinsam über die Anzahl und die Zweckbestimmung der Missionskollekten für 2018 entschieden. Die Gemeinden der Brüder-Unität und auch alle anderen Gemeinden sind herzlich gebeten, im Laufe des neuen Jahres für folgende missionarische Projekte zu sammeln: Ernährungssicherung in Sambia - Alternativen gegen Lebensmittelknappheit; Berufsschulen der Brüdergemeine in Afrika - Chancen für den Nachwuchs; Verschiedene Solarprojekte der Brüdergemeine in Tansania; Waisenprojekt der Brüdergemeine auf Sansibar/Tansania; Hilfen für das Missionshospital der Brüdergemeine in Mbozi/Tansania. Von den Gemeinden der Brüder-Unität wurden 2016 für Missionsaufgaben 90.355 Euro gesammelt, von anderen, meist landeskirchlichen Gemeinden 12.783 Euro. Danke!

Ein Tag, der seinesgleichen sucht

Mittlerweile sind Christiane Klingner und ihr Ehemann, der Dipl.-Agrar-Ingenieur Stephan Klingner, in der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania angekom-men, wo sie fünf Monate als Freiwillige arbeiten wollen. In ihrem Blog berichten sie von einem Tag, der seinesgleichen sucht. Etwa 200 Menschen waren zu einem Fest erschienen, das Enea Kajange, Leiterin der Waisenarbeit in Isoko, zur Demonstration ihrer exzellenten Projektarbeit organisiert hatte: 70 Waisen, die Mitglieder der HIV-Selbsthilfegruppe, Angestellte des Krankenhauses und viele Angehörige. Es gab ein buntes Festprogramm mit Gesangsvorführungen, Tänzen, Ansprachen und wunderbaren Speisen. Mit dabei war auch ein Junge, der nach schweren Verbrennungen an seinen Händen erst kürzlich mit Spendengeldern operiert werden konnte. Zum Blog mit vielen Bildern hier.

Neues Unterrichtsfach eingeführt

Anknüpfend an den Religionsunterricht wurde mit Schuljahresbeginn im Oktober 2017 in den zahlreichen Schulen der Brüdergemeine in Surinam ein neues Unterrichtsfach »Levensbeschouwelijke Vorming« eingeführt, das der kulturellen und religiösen Vielfalt im Lande Rechnung trägt. Mit diesem neuen Unterrichtsfach sollen die Schülerinnen und Schüler für Werte und Normen im eigenen und fremden Umfeld sowie für Entwicklungen in Natur, Kultur und Gesellschaft sensibilisiert und damit zu einer lebenslangen Entdeckungsreise eingeladen werden. Ein dicker Ordner mit Anregungen sowie für das Sammeln von Unterrichtsmaterial wurde den Lehrkräften in den Räumen der Schulstiftung der Brüdergemeine bei einem pädagogischen Abend überreicht, bei dem auch das surinamische Fernsehen zugegen war. Viele Bilder hier.

Campingzentrum in Pogradec repariert

Mit einer E-Mail vom 11. Oktober 2017 übermittelte Elona Mandro, Assistentin des Vorstandes der Brüdergemeine in Albanien, die folgende Nachricht: »Liebe Geschwister! Wir möchten Euch etwas über unser Campingzentrum in Pogradec wissen lassen. Es ist schon drei Wochen her, dass wir den Umbau des Zentralgebäudes abschließen konnten. Einige Männer waren mit der Reparatur des Daches beschäftigt, das durch Witterungseinflüsse Schaden genommen hatte. Sie taten das mit Hingabe und Erfolg. Andere pflegten die Außenanlagen und versahen die Hauswände mit einem neuen Farbanstrich. Die gute Nachricht: Wir sind mit dem vorhandenen Geld ausgekommen. Wir hoffen, dass unsere Arbeit dem Campingzentrum und seinen Menschen zum Segen gereicht«. Das ganze Schreiben mit Bildern hier.

Gästehaus in Rungwe eröffnet

In Rungwe (Tansania, Südprovinz) hat das »Butusyo Gästehaus« der Brüdergemeine seinen Betrieb aufgenommen. »Mission 21« und unzählige Einzelspenden aus Tansania und Deutschland trugen dazu bei, dass eines der historischen Gebäude in Rungwe sorgsam renoviert und mit neuer Nutzung erhalten werden konnte. Sieben großzügige Gästezimmer zzgl. eigenem Bad sind entstanden. In der lokalen Sprache Kinyakyusa bedeutet »Butusyo«, der Name des Hauses, »Ort zum Ausruhen«. Das Haus wird vom HIV/Aids-Büro der Südprovinz verwaltet. Die Einnahmen aus dem Hotelbetrieb dienen dazu, die HIV/Aids-Arbeit der Brüdergemeine zu unterstützen. Das Haus ergänzt das ebenfalls in Rungwe befindliche »Numwagile«-Frauenzentrum. Die ersten Gäste des Hauses, eine Gruppe aus der Schweiz, waren begeistert von der attraktiven Unterkunft.

Bischof Edwin A. Sawyer heimgegangen

Am 5. Oktober 2017 wurde in Lititz/PA, Edwin A. Sawyer, Bischof der Brüder-Unität, von Gott heimgerufen. Er erreichte ein Lebensalter von 103 Jahren. Sein Sohn Robert E. Sawyer bedankt sich im Namen der Familie für die Wertschätzung, die seinem Vater entgegengebracht wurde, und für alle Gebete. Seine Ehefrau Elisabeth geb. Stempel war 2014 im Alter von 99 Jahren heimgegangen. Seine Einsegnung zu einem Bischof fand 1986 in Bethlehem/PA statt, wo er auch geboren und 1938 zum Pfarrer ordiniert wurde. Er studierte Wirtschaft, Theologie und Englische Literatur und diente in verschiedenen gemeindlichen und schulischen Ämtern in Coppersburg, Nazareth, Philadelphia, Upper Marlboro und Winston Salem. Die Gemeinde in Allentown gründete er. Mehr hier.

Neue Kirchenleitung in der Rukwa-Provinz

Vom 13. bis 15. September 2017 fand in Sumbawanga in der tansanischen Rukwa-Provinz eine Synode statt, auf der u. a. eine neue Kirchenleitung gewählt wurde. Zum »Chairman« wählten die Synodalen Erord Rupia Simae, zuletzt Projekt-Manager der Provinz. Er hatte diese Funktion vor mehr als zehn Jahren schon einmal inne. Als sein Stellvertreter agiert Asagile Mwandagasya. Neuer Generalsekretär ist Emmanuel Adam Sikazwe. Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt in der Rukwa-Provinz ein Aufforstungsprojekt sowie die Sekundarschule in Sumbawanga (African-Rainbow School). Die »Brødremenighedens Danske Mission« unterstützt eine Waisenarbeit mit Straßenkinder-Projekt in Sumbawanga (Peter’s House) sowie ein Missionszentrum in Kipili tief unten am Lake Tanganyika.

Sternberg mit neuem Management-Team

Das Förderzentrum der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (Palästina) hat eine neue Direktorin: Ranya Karam, die bisher unter anderem für die Organisation US-AID tätig war. Sie wird in diesen Tagen von Ghada Naser, der zum 31. Oktober 2017 ausscheidenden bisherigen Direktorin, eingearbeitet. Entsprechende Personalgespräche führten im September 2017 einige Mitglieder des Vorstandes der Herrnhuter Missionshilfe vor Ort. Dabei wurde auch ein weiterer Mitarbeiter angestellt: Wael Aboudi, der künftig als »Head of Finance« im Management Team für die Finanzen des Förderzentrums zuständig ist. In der jetzt vierköpfigen Leitung arbeiten außer ihm und Ranya Karam - wie bisher - Abeer Hamad als »Head of Rehabilitation Programs« und Farah Odeh als »Administrator«. Der Vorstand hat der scheidenden Direktorin seinen Dank und seine Hochachtung ausgesprochen.

Drei aktuelle Kurzmeldungen

Im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der »Herrnhuter Diakonie« und dem Förderzentrum der Brüder-Unität auf dem Sternberg werden vom 22. Oktober bis 12. November 2017 drei Mitarbeitende aus Palästina in Herrnhut erwartet: Samar Badi (Physiotherapie), Nareman Kajjo (Förderschule) und Usama Fawadleh (Berufsschule). + + + In der Sitzung des Vorstandes der Herrnhuter Missionshilfe am 6. Oktober 2017 wurde Pfarrer Riley Edwards-Raudonat, Verbindungsreferent Afrika der »Evangelischen Mission in Solidarität«, nach neunjähriger Mitarbeit in diesem Gremium mit Dank verabschiedet - Foto hier. Er baute mit Hingabe und Phantasie immer wieder Brücken zur Brüdergemeine in Südafrika. + + + Schon seit Frühjahr 2017 hält sich Gregson Erasmus, Pfarrer der Brüdergemeine in Südafrika, mit seiner Familie in Deutschland auf. Am 17. Dezember 2017 soll er in Bad Boll in einem Gottesdienst der Brüdergemeine durch Oberkirchenrat Klaus Rieth als ökumenischer Mitarbeiter der württembergischen Landeskirche im »Dienst für Mission und Ökumene« eingeführt werden.

Erstes Schwesternseminar in Sambia

Vom 21. bis 24. September 2017 fand in der Unitätsprovinz Sambia erstmals ein Schwesternseminar statt, und zwar in Ndola in der Chipulukusu-Gemeinde. Daran nahmen 80 Schwestern aus allen Gemeinden in Sambia sowie 21 Schwestern aus Tansania teil. Geleitet wurde das Seminar von Agness Njeyo, die über die Grundsätze und die Geschichte der Brüdergemeine mehrere Einheiten unterrichtete. Es war besonders eindrucksvoll zu sehen, wie die Schwestern aus Tansania es als ihre Aufgabe ansahen, die Arbeit der Schwestern in ihrem Nachbarland zu unterstützen. Bei dem Seminar wurden auch landwirtschaftliche Themen sowie Ernährungs- und Gesundheitsfragen behandelt. Dazu hatte man Ressource-Personen vom Staat sowie von NGOs eingeladen. Den kompletten Bildbericht von Fred Walch gibt es hier.

Brüdergeschichtliche Gedenktage 2018

Bischof Theodor Gill hat neuerlich aufgelistet, welche brüder- und missionsgeschichtlichen Gedenktage es im kommenden Jahr gibt. Zum Beispiel wird es am 3. Februar 275 Jahre her sein, dass das grönländische Ehepaar Simon Arbalik und Sara Pussimek 1743 getraut wurde. Am 16. Mai wird es 225 Jahre her sein, dass die »Zeister Missionsgesell-schaft« 1793 gegründet wurde. Am 2. August wird es 275 Jahre her sein, dass der Missionar Christian Gottlieb Israel 1743 auf St. Thomas starb. Am 31. August wird es 300 Jahre her sein, dass die vormalige Sklavin Shelly (Taufname Rebecca), später nacheinander Ehefrau der Missionare Matthäus Freundlich und Christian Protten, 1718 geboren wurde. Am 18. September wird es 250 Jahre her sein, dass die Sklavin Sara als Erstling der Herrnhuter Mission auf Barbados 1768 getauft wurde. Die ganze Liste hier.

Unitätsprovinz Sambia plant Wahlsynode

In der noch jungen Unitätsprovinz Sambia (17 Gemeinden mit 5.200 Mitgliedern; selbständig seit 2010) findet vom 26. bis 28. Oktober 2017 eine Synode statt. Die Synodalen werden eine neue Kirchenleitung wählen. Ende September 2017 führte die Provinz unter Anleitung von Fred Walch ein Seminar durch, an dem über 100 Schwestern aus Sambia sowie 20 Schwestern aus Tansania teilnahmen. In Kürze wird in Ndola mit Spenden aus Deutschland der Bau einer Berufsschule begonnen. An dieser Schule sollen Schneiderinnen und Schneider, Tischlerinnen und Tischler sowie Landwirtschafts-Experten ausgebildet werden. Außerdem ist ein Einkommen schaffendes Projekt geplant, zu dem viele Gemeindeglieder Ideen beigesteuert haben. Die Kirche steht vor großen diakonischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die sie bisher nur zögerlich annimmt.

Aus der US-amerikanischen Südprovinz

Die US-amerikanische Südprovinz der Brüder-Unität hat 57 Personen bei »mission trips« finanziell unterstützt. Diese Personen sind allein oder in sieben Kleigruppen zu Kurzeinsätzen oder Besuchen in andere Unitäts- und Missionsprovinzen bzw. in Missions-gebiete der weltweiten Brüder-Unität gereist. + + Das Waisenhaus der Brüdergemeine in Kenia »Ray of Hope« mit angeschlossener Grundschule steht kurz vor der Zertifizierung durch die staatlichen Behörden. Es ist dankbar dafür, nun endlich an das öffentliche Stromnetz angeschlossen zu sein. + + An einem Benefizessen, das die »Fairview Moravon Church« in Winston-Salem/NC organisiert hatte, nahmen 126 Personen teil. Der Erlös betrug 1.244 US-Dollar. Das Geld soll der Brüdergemeine in Peru zugutekommen.

Zur aktuellen Lage auf den Antillen

Die Lage auf den Westindischen Inseln nach den Hurrikans »Irma« und »Maria« ist noch immer dramatisch. Nach wie vor sind die Flughäfen und die großen Häfen geschlossen, nach wie vor leben die Bewohner vieler Inseln in Notunterkünften, nach wie vor gibt es auf mehreren Inseln keinen Strom und kein Internet. Die Schadenssummen an einigen zerstörten bzw. beschädigten Kirchen sowie an zehntausenden Privathäusern können noch nicht einmal geschätzt werden. Die ersten Hilfsgelder für die Betroffenen sind überwiesen. Der Wiederaufbau muss noch warten. Der Einsatz von Hilfsteams wird vorbereitet. Aktuelle Berichte vom nordamerikanischen »Board of World Mission« sowie vom Vorsitzenden der Unitätsprovinz Westindien-Ost, Cortroy Jarvis, in deutscher Übersetzung hier. Ein kurzes Video aus dem Hubschrauber von den Zerstörungen auf St. John hier.

Seminar zur Verstädterung in Tansania

Der »Tanzania-Network e. V.« lädt zu einem Seminar am 28./29. Oktober 2017 im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Universität Leipzig, Beethovenstr. 15, ein. Thema: »Sta(d|t)tliche Perspektiven für Tansania«. Noch 1960 lebten 95 Prozent der Menschen in Tansania auf dem Land, 2015 sind es nur noch 68 Prozent. Diese Menschen erhoffen sich neue Perspektiven im Lebensraum Stadt. Dort treffen sie Männer und Frauen aus verschiedenen Landesteilen und darüber hinaus. Sie begegnen sich, neue Ideen entstehen und neue Chancen entwickeln sich. Während des Seminars kommen Menschen zu Wort, die das Leben auf dem Land und in den Städten Tansanias kennen und über die Perspektiven eines Lebens in tansanischen Städten forschen. Info-Flyer hier. Anmeldung hier.

Brüdergemeine in Sierra Leone wächst

Mohamed und Safiatu Braïma, die Gründer der Brüdergemeine in Sierra Leona, hoffen, dass im kommenden Jahr in der Stadt Kailahun die vierte Gemeinde im Land gegründet werden kann. Die anderen Gemeinden befinden sich alle im ländlichen Raum. Ngiehun, die größte Gemeinde, wo 2009 auch eine neue Sekundarschule entstand, erhielt kürzlich mit Spenden aus den USA eine Solaranlage. Im Nachbardorf Mbaoma entsteht bis Ende 2017 neben der Kirche eine kleine Rundfunk-Sendestation, mit der Menschen im Umkreis von 50 Kilometern mit der Frohen Botschaft erreicht werden können. Der Sendemast steht schon. Beim Besuch von Donna Hurt und Pete Hiltz aus der US-amerikanischen Südprovinz fand die Taufe gleich von 20 neuen Gemeindegliedern statt. Mehr in einem Artikel des »Moravian Magazine« (Heft 9-2017) in Englisch hier.

Freiwilligeneinsatz: Tansania zum dritten

Die Hebamme Christiane Klingner (Königsfeld im Schwarzwald) lässt zum dritten Male das Jahr mit einem Freiwilligeneinsatz in Tansania, Südprovinz, ausklingen. Erstmals wird sie begleitet von ihrem Mann Stephan Klingner, einem »Diplom Agrar-Ing. International«. Die Ausreise des Ehepaares erfolgt am 2. Oktober 2017, die Rückkehr ist für Februar 2018 vorgesehen. Während Christiane Klingner v. a. wieder Fortbildungen für das Personal des »Isoko Hospitals« anbieten möchte (mit Schwerpunkt Notfall- und Qualitätsmanagement, Hygiene), wird Stephan Klingner sich in der Region Isoko um die Bodengesundheit, die Einsparung von Kunstdünger, Bewässerungsfragen und einen Heilpflanzengarten kümmern. Sie wollen hier in einem Blog berichten. Infos zu den Einsätzen 2015/16 hier und hier.

Geschichten-Buch »Surinam«

»Surinam - Land der vielen Völker und Regionen«, so heißt ein neues Buch, herausgegeben vom Evangelischen Missionswerk in Deutschland. Die Monographie gibt Einblicke in die Geschichte des Landes und das Denken der Menschen, deren Wurzeln in beiden Amerikas, in Europa, Afrika und Asien liegen. Der Weltgebetstag 2018, dessen Liturgie von Frauen aus Surinam entwickelt wurde, kann Anlass sein, sich intensiver mit den Menschen, ihren Sorgen sowie ihren Freuden zu beschäftigen. 184 Seiten, ISBN 978-3-946352-07-5; Inhalt hier. Weitere Infos und Bestellmöglichkeit hier.

Berufsschule möchte Angebot erweitern

Mit Hilfe der Firma »Wörwag Pharma« aus Böblingen konnte die Herrnhuter Missionshilfe in Songea (Tansania) eine neue Berufsschule bauen. Dort lernen derzeit 58 junge Männer und Frauen das Nähen, das Tischlern, das Schneidern sowie das Elektro-Handwerk. Auch Grundkenntnisse in Englisch, Informationstechnik und Betriebsführung sind Inhalt des Lehrplanes. Große Nachfrage besteht hinsichtlich der Ausbildung von KFZ-Mechanikern. Projektleiter Jairi A. Sengo berichtet: »Wer in einer Kfz-Werkstatt arbeitet, hat bei uns ein sicheres Einkommen. Gern würden wir diesen Ausbildungsgang ab Herbst 2017 anbieten. Leider ist die Ausstattung teuer. Im Namen der jungen Menschen in Tansania bitte ich Sie um Hilfe«. Das Erlernen eines Berufes ist für die meisten ein Weg aus der Armut. Mehr hier.

Labrador bekommt Inuit-Kulturzentrum

Viele Inuit in den Weiten von Labrador (Kanada) sehnten sich lange danach; in Kürze ist es nun endlich fertig: das »Illusuak Cultural Centre« in Nain, einer ehemaligen Missionsstation der Herrnhuter Brüdergemeine, die seit etwa 15 Jahren zur autonomen Region »Nunatsiavut« gehört. Das Gebäude ist eine herausragende, moderne Landmarke, geplant vom neufundländisch-norwegischen Star-Architekten Todd Saunders. Viel wichtiger als die äußere Gestalt ist jedoch die Funktion von »Illususak«. Das Zentrum soll den lange unterdrückten Inuit von Labrador dabei helfen, die eigene Geschichte kennenzulernen und die bisher verbotenen Sitten und Gebräuche einer »First Nation« zu pflegen sowie diese anderen Menschen nahezubringen. Die Regierung von Kanada ist seit geraumer Zeit dabei, koloniale Schuld aus der Vergangenheit ein Stück weit abzutragen. Mehr in einem Beitrag des »Arctic Deeply« in deutscher Übersetzung hier.

»Irma« über der moravischen Karibik

»Irma«, der stärkste Hurrikan, der jemals über die Antillen hinweggefegt ist, traf zwischen dem 6. und 10. September 2017 mehrere Inseln, auf denen es eine Brüdergemeine gibt, unmittelbar (Antigua, Barbuda, Sint Maarten, St. Kitts und Nevis, St. Croix, St. Thomas, St. John, Tortola). Und er zog über Haiti und Kuba, wo er lange verweilte, ehe er sich gen Florida auf den Weg machte, wo v. a. moravische Einwanderer aus Mittelamerika leben. Hellgrau = Kat. 4; Mittelgrau = Kat. 5; Breite 400 - 500 km; Windgeschwindigkeiten 200 - 300 km/h. Ein Schreiben der Brüdergemeine in Nordamerika in deutscher Übersetzung mit der Bitte um Geld und Gebete hier. Ein Bischofswort an die Betroffenen und an die verschont Gebliebenen gibt es hier. Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

Großbrand auf Markt in Ndola, Sambia

Fred Walch, ein Mitarbeiter der Herrnhuter Missionshilfe, der die Brüdergemeine in Sambia bei der Durchführung von Projekten unterstützt, informierte über den Großbrand auf einem Markt in Ndola am 30./31. August 2017, bei dem einige Hundert Marktstände verbrannten. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die meisten schliefen in ihren Ständen bzw. den angrenzenden Holzbuden und schafften es noch rechtzeitig ins Freie. Wie sich herausstellte, sind unter den Geschädigten auch Mitglieder der Brüdergemeine. Fred Walch besuchte die Geschädigten mit Pfarrer Timothy Sinyangwe, befragte sie zu ihren Verlusten und sprach mit ihnen über Hilfsmöglichkeiten. Näheres im beigefügten Bildbericht - siehe hier. Die Herrnhuter Missionshilfe wird Mittel aus ihrem Katastrophenfonds bereitstellen. Sie bittet um Spenden zur Auffüllung des Fonds.

Freiwillige aus Südafrika und Surinam

Erst kürzlich wurde an dieser Stelle die Ausreise von fünf Jugendlichen aus Deutschland zu Einsätzen in der Einen Welt gemeldet. Umgekehrt werden bald vier Jugendliche aus anderen Unitäts-provinzen in Deutschland erwartet. Aus Südafrika kommen: Amber Erasmus aus Port Elisabeth zum Einsatz in Stuttgart im »Dienst für Mission und Ökumene« und in der »Evangelischen Mission in Solidarität«, Grant Hendricks aus Kapstadt zum Einsatz in Groß-Umstadt im »Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald« sowie Nangamso Tshula aus Matatiele in Spangenberg im ökumenisch-missionarisch-sozialen »Himmelsfels-Projekt« der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (Foto). Dort soll, mit Aufgaben für den Weltgebetstag 2018, auch Naömi Moor aus Paramaribo in Surinam zum Einsatz kommen.

Nach Hurrikan »Irma« in der Karibik

Cortroy Jarvis, der Vorsitzende der Unitätsprovinz Westindien-Ost, berichtet kurz von der Lage auf den karibischen Inseln nach dem Durchzug von Hurrikan »Irma« und bittet um Hilfe für die Geschädigten. Die Kirchenleitung hat ihrerseits 5.000 US-Dollar Ersthilfe für die Einwohner der Insel Barbuda bereitgestellt. Download zweier Briefe hier. Eine Fürbitt-Liturgie für die Opfer der Hurrikan-Katastrophe in der Karibik hier. Infos vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine vom 8. und 11. September 2017 hier.

Fünfmal hinaus in die weite Welt

Johann Heinrich, Henriette Kleinschmidt, Lisann Mai, Karine Schiewe, Henrike Siebörger - das sind die Namen der fünf Jugendlichen aus der Brüdergemeine in Deutschland, die dieser Tage einen Freiwilligendienst in der Einen Welt antreten. Sie stammen aus den Gemeinden Dresden, Hamburg, Niesky (2x) und Nordrhein-Westfalen. Sie dienen für sechs, zehn oder zwölf Monate in Ghana, Indien, Indonesien (2x) und Kamerun. Danke und Gottes Hut und Segen den jungen Leuten! Vier von ihnen reisen mit dem »Ökumenischen Freiwilligenprogramm« der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) aus, eine von ihnen mit »weltwärts« über den Verein Via e. V. Demnächst werden die Jugendlichen in Internet-Blogs von ihren Erfahrungen berichten.

Fred Walch schiebt Projekte in Sambia an

Fred Walch lebt und arbeitet seit Anfang Juni 2017 in Sambia. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit seiner Arbeitserlaubnis läuft nun alles gut. In Sachen Fischzucht ist er sehr aktiv. Mehrere Teiche sind schon einsatzbereit und 10.000 Fischsetzlinge wurden eingebracht. »Sambia verfügt über 40 Prozent der Frischwasser-Reserven im südlichen Afrika. Das sind beste Voraussetzungen, um angesichts permanenter Lebensmittelknappheit Fischzucht zu betreiben. Die Menschen hier in Ndola und in den Brüdergemeinen im Norden des Landes sind sehr dankbar für die Unterstützung aus Deutschland«, meint Fred Walch. Sein Dienst, teilfinanziert von der Herrnhuter Missionshilfe, wird begleitet von einem Experten des malawischen Landwirtschaftsministeriums. Mehr Infos und Bilder in einem Spendenaufruf der Herrnhuter Missionshilfe - siehe hier.

Ruth Kaukaq Evon aus Bethel/AK erzählt

Im Magazin »The Delta Discovery« aus Bethel/AK erschien am 29. August 2017 ein Interview mit der Yup’ik-Ältesten Ruth Kaukaq Evon (65), in dem diese auf ihr spannendes und auch tragisches Leben zurückblickt. Obwohl sie seit Jahrzehnten ihren Ehemann pflegen muss, dem bei der Jagd versehentlich in den Kopf geschossen wurde, verlor sie, eine Hilfslehrerin mit drei Kindern, ihren Glauben nie und verkündigt treu das Evangelium. Als Kind kam sie mit ihren Eltern aus einem Dorf nach Bethel/AK. Ihr Vater besaß ein Kleinflugzeug, mit dem sie schon früh die Schönheit des Landes erkundete. Sie erinnert sich an große Schlittenhunde-Rennen mit über 100 Gespannen. Als 15jährige besuchte sie kurz eine weit entfernte Internatsschule. Schon von Jugend an war sie in der Brüdergemeine aktiv. Das vollständige Interview mit ihr - in Englisch - hier.

Avocado-Projekt in Rungwe gedeiht

Im Jahre 2009 hat die Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania eine Kooperationsvereinbarung mit einer Company Ltd. aus Tansania geschlossen zwecks Verpachtung ihres Landes zur Bepflanzung mit Avocado- Bäumen. Nach der Anfrage eines Investors aus München hat sich im Juni 2017 eine neue Möglichkeit für die Provinz aufgetan. Durch die Gründung der »Moravian Farming Company« in Rungwe konnte sie Anteilseignerin werden und hat somit ein Mitspracherecht bei Entscheidungen und sie profitiert direkt vom Gewinn. Die Herrnhuter Missionshilfe hat der Provinz mit einem Kredit geholfen. Sie sieht in diesem Projekt ein Pilotprojekt, das auch in anderen Provinzen in Tansania umsetzbar wäre. Ein Erfolg des Projektes könnte langfristig den Kirchenprovinzen helfen, ein eigenes Einkommen zu generieren. Ausführliche Projektbeschreibung mit mehreren Bildern hier.

»Living Branches« - A new resource for teaching Moravian heritage

The Moravian Church in America has a new resource for teaching our Moravian heritage! This curriculum, called Living Branches: Moravians Growing in Faith, Love & Hope, is a flexible, 13-week Sunday School program focused on sharing the story of our Moravian heritage from Jan Hus to the present day. It includes lower elementary, upper elementary, youth and adult components. More about living Branches here. Download PDF: Lower Elementary (15 MB), Upper Elementary (31 MB), Middel/High School (24 MB), Adults (3 MB).

»Die zehn besten Monate meines Lebens«

»Ich habe die zehn besten Monate meines Lebens hier verbracht«. So enden die Blog-Eintragungen (siehe hier) von Kristina Koefoed aus Dänemark, die zehn Monate als junge Freiwillige in Tansania verbracht und im »Peter's House«, einem Waisenhaus der Brüdergemeine in Sumbawanga in der Rukwaprovinz gearbeitet hat. An ihrem letzten Wochenende in Tansania unternahmen sie und Karoline Hansen, eine andere dänische Freiwillige, einen Wander- und Kletter-Ausflug mit einigen Waisenkindern sowie mit ein paar Lehrlingen aus der Tischlerwerkstatt. Bei diesem Ausflug mussten die Großen gelegentlich die müden Kleinen tragen. Kristinas Fazit: »Es gibt so viele Dinge, die ich von hier nach Hause mitnehmen möchte, nicht nur Dinge vom örtlichen Markt, sondern vor allem die Werte des Lebens und viele Freundschaften«.

Die Sklavin Dorothea (1757-1817)

Obwohl sie vor allem im 17. und 18. Jahrhundert zu zehntausenden aus Westafrika in die Karibik gebracht wurden, sind individuelle Schicksale der Sklaven bisher kaum erforscht. Das Schicksal von Dorothea, die um 1770 im heutigen Ghana gefangen wurde, im Alter von 13 Jahren mit der »Eleonora« zusammen mit 195 weiteren Sklaven nach Christiansted auf St. Croix kam, den Namen »Present« erhielt und nach einem bewegten Leben in der Gemeinde »Friedensthal« der Brüdergemeine beitrat, hat der Anthropologe Svend Holsoe publiziert. Von ihrem Besitzer Dr. Johan August Naeser geschwängert, gebar sie die Zwillinge Frederich und Kitzy, später noch zwei andere Töchter. Mit ihren Töchtern arbeitete sie - über ihre Freilassung im Jahre 1797 hinweg - bis zum Tode 1817 in der Konditorei ihrer neuen Besitzerin, Maria Kierulff. Mehr in deutscher Übersetzung hier.

Als Senior-Freiwillige in Ostafrika

Über die Mission der Brüdergemeine in Dänemark, weilten Kaj und Birthe Bruun kürzlich zu einem Freiwilligen-einsatz in Ruanda, Burundi und Tansania. Bei einem Kurs für 28 junge Leute in Ruanda ging es um Bibelkunde, Geschichte der Brüdergemeine und Liturgie, aber auch um Hygiene und Krankenpflege. Besonders fragten die jungen Leute nach der christlichen Ehe. In Burundi leiteten die Gäste einen Kurs für 38 Pfarrer und Pfarrfrauen, bei dem ähnliche Themen wie in Burundi behandelt wurden und in dem man den Epheserbrief besprach. Viele Pfarrfrauen konnten weder lesen noch schreiben. Eine Pfarrfamilie verlor nach einem Brand ihr Haus und erfuhr Hilfe der Gemeinde. In Kigoma in der tansanischen Rukwaprovinz fanden zwei Kurse statt für 28 und für 25 zumeist sehr junge Leute. Der ganze Bericht in Dänisch hier.

Nachmittag für Kinder mit HIV/Aids

Melania Mrema-Kyando, die auch in Deutschland gut bekannte Pfarrerin und langjährige, engagierte Kämpferin gegen HIV/Aids aus der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, schieb an das Unitätsfrauenbüro: »Die Zahl der Gruppen für Menschen, die mit HIV/Aids leben, hat sich weiter erhöht. Auch immer mehr Kinder sind betroffen. Im vergangenen Monat fand ein Treffen von 23 Kindern, die mit dem HI-Virus leben, samt ihren Pflegeeltern statt. Wir spielten, erzählten uns unsere Lebensgeschichten und genossen einen wundervollen Tag. An diesen Kindern erkenne ich die Liebe Gottes und wie Gott sich um sie kümmert. Jetzt haben wir diesen Tag für Kinder mit HIV/Aids institutionalisiert. Die Kinder sind zwischen 1 1/2 und 17 Jahre alt«.

Synodenbericht aus Tansania (Westprovinz)

Im »Moravian Messenger« für Juni 2017 gibt es einen lebendigen Bericht von der jüngsten Synode der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania, die im abgelegenen Singida stattfand. Den Bericht hat Roberta Hoey verfasst, ein Gast aus der Britischen Unitätsprovinz (Foto rechts), die erstmals in Ostafrika war. Deutsche Übersetzung des Berichtes hier. Der Bericht schildert den Verlauf und das Ergebnis der Synode und er verweist sowohl auf die Unterschiede als auch auf die Gemeinsamkeiten zwischen einer Synode in Europa und in Tansania. Er enthält weiterhin Beobachtungen während der Reise durch Westtansania sowie eine kurze Beschreibung der neu eröffneten Gesundheitsstation der Brüdergemeine in Tabora.

Von der HMH-Jahrestagung 2017

Vom 16. bis 18. Juni 2017 fand in Hamburg die Jahrestagung der Herrnhuter Missionshilfe statt, in die erneut die Mitgliederversammlung 2017 eingebettet war und zu der sich 38 Personen angemeldet hatten. Die einzelnen Veranstaltungen fanden teils in der Missionsakademie statt, teils zusammen mit der Brüdergemeine Hamburg sowie mit einer Gästegruppe aus deren surinamisch geprägter Partnergemeinde Utrecht in der Heilandskirche. Bei der Mitgliederversammlung wurde satzungsgemäß der Vorstand neu gewählt, der Jahresbericht 2016/17 besprochen und der Finanzbericht 2016 verabschiedet. Die Vorträge bzw. Berichte befassten sich mit der Lage der weltweiten Brüder-Unität, mit der Arbeit der Brüdergemeine in Südafrika, Tansania und auf dem Sternberg sowie mit neuer Missionstheologie. Der neue Vorstand hier.

Solarprojekt erfolgreich abgeschlossen

Voller Freude kann die Herrnhuter Missionshilfe mitteilen, dass das Solarprojekt in Ibaba (Tansania, Südprovinz) vollständig fertiggestellt wurde. Das Projekt besitzt größte Bedeutung für das Dorf. Endlich ist die Krankenstation nicht mehr auf das unsichere Netz vor Ort angewiesen. Durch den Stromanschluss konnte auch die Geburtshilfestation erweitert werden. Jetzt müssen die Anwohner zu Entbindungen nicht mehr in die Stadt fahren. Und auch die Dorfschule profitiert von der Anlage (Foto rechts). Die Kinder haben die Möglichkeit, nach Einbruch der Dunkelheit und getaner Feld- und Hausarbeit ihre Hausaufgaben in den Räumlichkeiten der Schule zu erledigen. Die Hernnhuter Missionshilfe dankt auf ihrer Projekt-Website allen Spenderinnen und Spendern. Siehe hier.

Nähmaschinen für Tansania

Der Kirchenbezirk Mühlacker hat seiner Partnerkirche, der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tansania, 30 mechanische Nähmaschinen geschickt, an denen 120 Frauen ab Mai 2017 das Schneidern erlernen und damit etwas zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen können. Agnes Njeyo, die Verantwortliche für die Frauen- und Kinderarbeit der Südwestprovinz, erzählt, dass dieses Projekt sich vor allem an alleinerziehende Mütter, jugendliche Waisen sowie Ehefrauen von Pastoren richtet, denn Pastoren werden in Tansania schlecht bezahlt. Agnes Njeyo weist auf das Sprichwort hin: »Wer eine Frau qualifiziert, fördert dadurch eine ganze Familie«. Der Kirchenbezirk Mühlacker transferiert nicht nur materielle Güter nach Tansania, sondern organisiert auch vielfältige Begegnungen. Mehr in einem Artikel der Pforzheimer Zeitung - siehe hier.

Enea Kajange zu Besuch in Europa

Enea Kajange aus Isoko, Koordinatorin eines Waisenprojektes der Südprovinz der Brüdergemeine in Tansania, reist im Sommer 2017 durch die Schweiz, Deutschland und die Niederlande. Anlass für die Reise ist ein Workshop in Basel und Genf zum Thema Menschen- und insbesondere Frauenrechte, den »Mission 21«, die schweizerische Partnerorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, organisiert hat. Termine mit Enea Kajange: 23. Juni, 19 Uhr im Schwesternkreis im Gemeindezentrum »Wi Eegi Kerki« in Amsterdam-Südost; 24. Juni, 19 Uhr zur Gebetssingstunde im Kirchensaal in Zeist; 25. Juni, 10.30 zum Gottesdienst in der »Konigskerk« in Amsterdam; 27. Juni, 19 Uhr in der Reformierten Gemeinde Horgen (CH); 28. Juni, 18 Uhr im Missionshaus in Basel; 2. Juli, 10 Uhr zum Missionsfest in Bad Boll; 8. Juli, 17 Uhr in der Herrnhuter Sozietät Basel.

Vor 50 Jahren wurde Tansania sozialistisch

Mit der Arusha-Deklaration von 1967 stellte Staatspräsident Julius Kambarage Nyerere (1922-1999) erstmals seine Ideen von einem afrikanischen Sozialismus vor. Er verstaatlichte Banken und große Wirtschaftsunternehmen, forcierte - teils mit Gewalt - die Neugründung sozialistischer Dorfgemeinschaften (Ujamaa), setzte auf strenge Selbstverantwortung (Kujitegemea) sowie eine Reform des Schulwesens. Die Alphabetisierungsrate stieg von 10% auf 79%; die Einschulungsrate an Grundschulen von 25% auf 94% (1960:1979). Das traditionelle Stammesdenken nahm an Bedeutung mehr und mehr ab. Das Gesundheitswesen blühte auf. Die Ideen der Gleichheit und der Gemeinschaft wurden von der breiten Bevölkerung zwar akzeptiert, der so genannte »Ujamaa-Sozialismus« scheiterte jedoch spätestens 1985 im ökonomischen Bereich.

Sonntagsschul-Programm für Ostafrika

Die Herrnhuter Missionshilfe unterstützt mit 2.000 Euro ein Sonntagsschul-Programm, das Tulie Kassimoto und Mary Kategile (beide Tansania) durchführen wollen. Beide hatten Anfang 2016 an der Unitätsfrauenkonsultation in Surinam teilgenommen und von dort die Idee mitgebracht, nicht nur etwas für ihr Mutterland zu tun, sondern auch für die acht angrenzenden Länder, in denen es ebenfalls eine Brüdergemeine gibt: Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, D. R. Kongo, Sambia, Malawi und Mosambik. Bei dem Programm soll es um die Themen »Schutz von Frauen« und »Gerechtigkeit für Frauen« gehen, die globale Relevanz besitzen. Bei der Vorbereitung des Programms werden erstmals Frauen aus allen diesen Ländern an einem Tisch zusammenkommen. Hauptsponsor des Programms ist das Unitätsfrauenbüro in Winston-Salem/NC.

Wettstreit von 1.500 Chören in Tansania

Den Wettstreit von mehr als 1.500 Kirchenchören in Tansania hat der deutsche Dokumentarfilm »Sing it Loud - Luthers Erben in Tansania« (99 Minuten; Trailer hier) zum Gegenstand, der am 18. Mai 2017 Premiere hatte. Seit 60 Jahren findet in Tansania ein Chorwettbewerb statt, der von der lutherischen Kirche abgehalten wird. Um bei dem Wettbewerb mitmachen zu dürfen, mussten im Vorjahr der Lutherchoral »Ein feste Burg ist unser Gott« und eine Eigenkomposition vorgetragen werden. Die Regisseurin Julia Peters (Interwiev mit ihr hier) begleitete sechs Menschen, die in drei verschiedenen Chören mitwirken, in ihrem Alltag: die Kleinbauern Martha und Simon aus dem Dorf Monduli, die Autowerkstatt-Besitzer Maria und Evarest aus Arusha und die Jugendlichen Kelvin und Nuru vom Kanaani-Chor ebenfalls aus Arusha.

Zwei Siege beim Schachturnier

Bei einem Schachturnier für Schüler und Schülerinnen, die jünger als 14 Jahre alt sind, im nikaraguanischen Bluefields haben Cristiana Martínez Orozco und Yohar Brooks Berry vom »Colegio Moravo Secundaria« jeweils Platz 1 belegt. Die ersten fünf Jungen und Mädchen im Ranking werden die Region Bluefields demnächst bei einem nationalen Schachturnier in Managua vertreten. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg!

Synode in der tansanischen Westprovinz

Insgesamt 191 stimmberechtigte Personen aus der Westprovinz der Brüdergemeine in Tansania nahmen am 24./25. April 2017 an der Synode in Singida teil. Der bisherige Vorsitzende der Kirchenleitung, Ezekiel Yona, wurde für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt, ebenso Generalsekretär Richard Lwali. Auch fast alle anderen Mitglieder der Kirchenleitung wurden wiedergewählt, darunter der stellvertretende Vorsitzende, George Mang'ombe. Die Kirchenleitung präsentierte ihren Masterplan für die nächsten Jahre. Man möchte eine nachhaltige Kirche werden, vor allem in den Bereichen institutionelle Stärkung, Mission und Evangelisation, Verwaltung und Vernetzung. Weil Bischof Isaac Nicodemo bald in den Ruhestand treten möchte, wird demnächst eine Bischofswahl notwendig. Mehr hier.

Ehepaar aus den NL arbeitet in Kilangala

Die »Zeister Zendingsgenootschap« (ZZg), die niederländische Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe, berichtet in einem Informations-Brief, dass in der Missionssiedlung Kilangala (Tansania, Rukwaprovinz) ein Ehepaar aus den Niederlanden zu einem einjährigen Einsatz eingetroffen ist. Flip van Haan (Foto), ein Landwirtschaftsexperte, wird mit seiner Kompetenz dazu beitragen, dass auf den Feldern der Mission effektiver produziert werden kann, so dass höhere Eigen-Einnahmen möglich sind. Seine Ehefrau Felice van Haan wird in der Missionsschule zum Einsatz kommen. In Kilangala kooperiert die ZZg mit anderen niederländischen Organisationen, die sich der Hilfe für Tansania verschrieben haben: der »Stichting Trijntje Beimers«, der Landwirtschafts-Stiftung SOLKO und der Freiwilligenagentur VSO.

Mit Preisschild in den Ostergottesdienst

Einen lebendigen Bericht über ihre Arbeit in einem Gesundheitsprojekt der Brüdergemeine an beiden Ufern des Tanganyikasees sowie über die Karwoche und das Osterfest in Kipili (Tansania, Rukwaprovinz) haben Bert und Marjo Muizebelt - ten Kate verfasst. Sie erzählen, was in Ostafrika und Europa an diesen besonderen Tagen gleich ist, und was es nur in Ostafrika gibt, u. a. das Belassen der Preisschilder an den neu gekauften Kleidungsstücken. Sie beschreiben v. a. die bisherige Entwicklung des Projektes, in dem sie tätig sind, auf dem tansanischen wie dem kongolesischen Ufer des Tanganyikasees. Während in Tansania die Gesundheitsarbeit nach zehnjähriger Aufbauphase nunmehr überwiegend von Einheimischen getan wird, bedarf sie in der D. R. Kongo noch eine Weile der Unterstützung durch die dänische Mission. Der ganze Bericht hier.

Auf der Suche nach afrikanischen Lösungen

Lange hatte Claudia Zeising, die als Koordinatorin für die von »Mission 21« unterstützten Projekte der Brüdergemeine in Tansania arbeitet, nicht mehr berichtet. Jetzt schrieb sie einen langen, bebilderten Rundbrief, in dem vom afrikanischen Gang der Dinge die Rede ist, der sich von Gang der Dinge in Europa unterscheidet, der aber dennoch zu Erfolgen führt. Als Beispiele nennt Claudia Zeising den wirtschaftlichen Erfolg der Frauen-Nähgruppe in Rungwe, die im Jahre 2016 erstmals einen größeren Überschuss erzielte, und die expandierende HIV/Aids-Arbeit, die immer mehr Menschen zu Würde und einem besseren Leben verhilft. Kritische Bemerkungen finden sich zum Gesundheitswesen in Tansania sowie zu den kirchlichen Leitungsstrukturen. Download des Rundbriefes bald hier.

Ausstellung würdigt Herrnhuter Mission

Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums lädt das »Deutsche Historische Museum« im Berliner Gropius-Bau vom 12. April bis 5. November 2017 zu einer Weltzeitreise ein, die durch fünf Jahrhunderte und über vier Kontinente führt. Als erste Ausstellung zeigt »Der Luthereffekt« die Vielfalt und die Wirkungsgeschichte, aber auch die Konfliktpotenziale des Protestantismus in der Welt. Als Titelbild der Ausstellung fungiert ein Ausschnitt aus dem »Erstlingsbild«, das aus dem Unitätsarchiv in Herrnhut entliehen wurde. Auch weitere wichtige Exponate haben einen Bezug zur Herrnhuter Mission. Zur Ausstellungeröffnung brachte die »Welt« am 9. April 2017 einen Beitrag »Der Luthereffekt: Wie fromme Deutsche Jesus zu den Indianern brachten«, der die Arbeit Herrnhuter Missionare würdigt. Download hier.

UNO zeichnete Studierende in Mbeya aus

Kürzlich besuchten Alvaro Rodriguez und Hoyce Temu, zwei für Tansania zuständige Koordinatoren des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), die »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya. Bei ihrem Besuch ging es in internen Gesprächen, aber auch bei einem großen Forum in der TEKU-Hall um die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) mit ihren 169 Unterzielen, die bis 2030 von allen UN-Mitgliedstaaten erreicht werden sollen. Breiten Raum nahmen die Themen Umweltschutz, Klimawandel und Entwicklung des ländlichen Raumes ein. Alvaro Rodriguez machte den jungen Leuten, die in Tansania mehr als 50% der Bevölkerung ausmachen, Mut, sich den Herausforderungen zu stellen. Er zeichnete etwa 30 Studierende mit einem Zertifikat als »Global Goals Champion« aus. Mehr Infos hier.