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Blick in den Plenarsaal der ersten Weltmissionskonferenz in Edinburgh

Bad Boll, am 23.12.2009  
Liebe Freunde der Herrnhuter Mission,

mit diesem Newsletter möchten wir über aktuelle Entwicklungen sowie über Ereignisse im Zusammenhang mit unserer Arbeit informieren.
Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Informationen benötigen,
die den Hintergrund der kurzen Nachrichten ausleuchten.

Herzliche Grüße und Segenswünsche aus Bad Boll
Ihr Andreas Tasche


Vor 100 Jahren: Weltmissionskonferenz in Edinburgh
Das Bleibende: 1.) Es geht im christlichen Glauben um die Welt, nicht nur um die Kirche, nicht nur um die Europäer. Gott liebt die Welt, und das soll die Welt erfahren. 2.) Mission ist Aufgabe für alle Christen und Kir-
chen, und zwar gemeinsam, nicht in Konkurrenz oder Separation. 3.) Die frohe Botschaft gilt dem ganzen Menschen, gilt Leib und Seele. Daher gehören Wort und Tat, Evangelisation und Entwicklungshilfe zusammen. - Wir haben gelernt: 1.) Damals trafen sich fast nur Männer, aber Frauen sind in der Mission genauso wichtig. 2.) Damals trafen sich fast nur Wei-
ße, aber die besten Missionare sind einheimische Christen. 3.) Damals war die Kritik an der Kolonialpolitik leise. Heute prangern wir Missstände offen an. 4.) Anders als damals wertschätzen wir den Dialog.

Brüdergemeine im Kongo auf gutem Wege
In seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender der weltweiten Brüder-Unität besuchte Frieder Vollprecht im November 2009 die junge Brüdergemeine im Kongo, die seit der Unitätssynode 2009 im Status einer Missionsprovinz arbeitet. Bei Gesprächen mit der Kirchenleitung, mit Verantwortlichen für die Ausbildung an der neuen Willsamal-Universität sowie mit Gemeindegliedern entstand der Eindruck, dass die Strukturen gefestigt und die kirchliche Arbeit auf gutem Wege seien. Freilich musste festgestellt werden, dass die Provinz derzeit nur etwa sieben Prozent ihres Haushaltes aus Eigenmitteln decken kann. In den Besuchszeitraum fiel auch eine Wahlsynode in Mwene-Ditu. Der Reisebericht ist in Bad Boll erhältlich. Download hier.

Theologisches Seminar in Südafrika ist 30 Jahre alt
Am 13. Dezember 2009 beging das Theologische Seminar der Brüder-
gemeine in Heideveld (Südafrika, Westkap-Region) seinen 30. Geburts-
tag. Die Position des Seminar-Direktors ist derzeit vakant und von der Kirchenleitung zur Neubesetzung ausgeschrieben. Im vergangenen Sommer legten vier Brüder mit Erfolg das zweite theologische Examen ab und sollen nun in ihren Gemeinden zu einem Diákonus ordiniert werden: M. Mquede (Magdala); D. Dietrich (Mountonsvallei); R. Freeman (Kraaifontein) und P. Kivedo (Ebenhaeser). An einem Fortbildungskurs des theologischen Seminars mit dem Thema »Verändere dich selbst, wenn du Veränderungen in der Gemeinde bewirken möchtest« nahmen 56 Gemeinhelferinnen und Gemeinhelfer teil.

"Wasser für Ibungu" bekommt Spendenmittel
Aus der Partnerschaft zwischen den Brüdergemeinen Rhein-Main und Ibungu (Tanzania, Südprovinz) ist das gemeinsame Projekt »Wasser für Ibungu« entstanden. Mit dem Bau einer Eigendruck-Wasserleitung, die einen Höheunterschied von etwa 400 Metern überwindet, sollen Frauen davon entbunden werden, täglich viele Stunden lang mit 20-Liter-Eimern den Berg hinauf zu laufen. Aus Restmittel der »Zehn-Prozent-Aktion« des Evangelischen Kirchenkreises Wiesbaden konnte das Projekt jetzt eine Förderung in Höhe von 5.000 Euro empfangen. Für das Frühjahr 2010 ist der Baubeginn der Wasserleitung geplant. In der 41. Aktion des Hilfs-
werkes, die noch bis zum 31. März 2010 läuft, soll das Förderzentrum »Sternberg« (Palästina) mit 30.000 Euro unterstützt werden.

Medizinstudenten aus Dresden helfen in Mbozi
Hendrik Drechsel und Christina Löffler, zwei Medizinstudenten aus Dresden, sind am 17. Dezember 2009 zu einem mehrwöchigen Frei-
willigeneinsatz im Hospital der Brüdergemeine in Mbozi (Tanzania, Süd-
westprovinz) eingetroffen. Zuvor hatten sie bereits in einem Missions-
krankenhaus in Zambia zwei Monate praktische Erfahrungen sammeln können. Sie schreiben von einem sehr herzlichen Empfang durch Dr. Charles Mbwanji, den Chefarzt, sowie anderen Ärzte und Schwestern, von viel Matsch in der Regenzeit und von Fortschritten beim Swahili-Lernen. Das Hospital in Mbozi ist mitverantwortlich für die medizinische Versorgung der Menschen in 175 Dörfern des Distriktes; es hat insge-
samt 114 Beschäftigte und 160 Betten.

Dr. Bruno Runge wieder in Isoko
Dr. Bruno Runge, Gründer des Hospitals der Brüdergemeine in Isoko (Tanzania), arbeitet erneut als Senior-Experte an dieser Einrichtung der Südprovinz. In einem Rundbrief berichtet er von seiner langen Anreise mit Aufenthalten in Mbeya, Matema, Itete und Kyela. In Isoko begegnete er Dr. Joachim Laubenthal, einem anderen aushelfenden deutschen Arzt. Als erstes waren zwei Patienten mit Löwenbissen zu versorgen, obwohl es seit Menschengedenken keine Löwen mehr in Isoko gibt. Es stellte sich heraus, dass die Löwen aus einem Zoo in Zambia ausge-
brochen waren. Auch die Gesundheitsposten in Ibaba und Kalembo besuchte Dr. Bruno Runge. Überall auf dem Lande begegneten ihm Initiativen zur Versorgung der vielen Tausend AIDS-Waisen.

Angebote der HMH für Schulen und Gemeinden
Fünf Angebote für Schulen und Gemeinden unterbreitet Dr. Gabriele Kölling, Mitarbeiterin der HMH für Öffentlichkeitsarbeit. Zwei Einheiten richten sich vorwiegend an Schülerinnen und Schüler der Grundschule und der Sekundarstufe I (»Karibuni Sumbawanga!« - Willkommen in der Sekundarschule in Sumbawanga) bzw. der Sekundarstufe II (»Einander begegnen – einander verstehen« - Globales Lernen mit dem Ökumeni-
schen Freiwilligenprogramm). Drei Angebote richten sich in erster Linie an Gemeindekreise (»Mission: um Gottes willen - der Welt zuliebe«; »Die Bibel mit den Augen anderer lesen«; »Südafrika - die Regenbo-
gennation am Kap der Guten Hoffnung«). Die Angebotsliste steht zum Downloaden bereit oder ist auf dem Postwege erhältlich.

Erdbeben in Malawi
Am Sonntag, dem 20. Dezember 2009, wurde der Norden Malawis von einem Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richter-Skala heimgesucht. Mindestens drei Menschen fanden dabei den Tod. Es gab mehr als 300 Verletzte; etwa 4.700 Menschen flüchteten in der Nacht um 1.19 Uhr (Ortszeit) aus ihren Häusern. Eine Serie kleiner Vorbeben hatte bereits in den beiden Wochen zuvor über 1.100 Häuser zerstört oder beschä-
digt, alle im uranreichen Gebiet um Karonga. Etwa 270.000 Menschen im permanent erdbebengefährdeten Großen Afrikanischen Grabenbruch wurden von den Behörden aufgefordert, sicherheitshalber ihre Häuser zu verlassen. Das Erdbeben war das Schwerste in Malawi in den vergangenen zwanzig Jahren.

Kurzmeldungen
Die Leitung des Förderzentrums »Sternberg« ( Palästina) hat einen Weihnachtsbrief geschrieben. Der Brief enthält eine Fülle von Informa-
tionen zum gegenwärtigen Stand der Arbeit. Er steht zum Downloaden bereit oder wird per Post verschickt. + + + Auf Initiative des Evangeli-
schen Missionswerks in Südwestdeutschland (EMS) ist für 2010 erneut ein Fürbittkalender erschienen. Der Kalender enthält für jeden Monatstag ein Gebetsanliegen aus einem der beteiligten Missionswerke. Er kann in Bad Boll angefordert werden. + + + In seinem Weihnachtsrundbrief erzählt Will Sibert, Direktor des nordamerikanischen »Board of World Mission«, von der Montage einer Solaranlage auf dem Dach der Klinik in Ahuas (Honduras) sowie vom Brunnenbau in Nicaragua.

Bilder-Hinweis
Einige Bilder zu diesen Meldungen finden sich auf der Homepage der HMH unter »Material, Fotoalbum«.

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Ausgabe 25-2009
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Badwasen 6
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Telefax +49 (0) 71 64 / 94 21-99
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Öffentlichkeitsarbeit
Pfarrer Andreas Tasche
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