Liebe Freunde der Herrnhuter Mission,
mit diesem Newsletter möchten wir über aktuelle Entwicklungen sowie über Ereignisse im Zusammenhang mit unserer Arbeit informieren.
Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Informationen benötigen,
die den Hintergrund der kurzen Nachrichten ausleuchten.
Aus Bad Boll herzliche Grüße zum Christfest und Segenswünsche
für das neue Jahr 2010. Bitte bleiben Sie uns treu!
Ihr Andreas Tasche
Brüdergemeine in Malawi hat große Pläne
Die Brüdergemeine in Malawi, seit kurzem im Status einer Missionspro-
vinz, wächst und hat viele Pläne. Davon konnte sich die Königsfelderin Sandra Weisser überzeugen, die vier Monate in Malawi weilte. Bei einem Meeting im Hauptquartier in Karonga begegnete sie der Kirchenleitung. An mehreren Orten im Land entstanden neue Gemeinden und wurden Kirchen gebaut (Bilder auf der HMH-Website). Überall wird Sonntags-
schule gehalten, gibt es Frauen- und Jugendarbeit und verschiedene Chöre. Die HMH hat im Vorjahr ein Jugendleiter-Seminar unterstützt. Derzeit bittet sie um Spenden für das Projekt »Frauen in Malawi den Rücken stärken«. Zur Statistik: 2.100 Mitglieder, 8 Gemeinden, 4 weitere Predigtposten, 17 ordinierte Pfarrer, 6 Laienprediger.
Taifun über Kipili
In Kipili (Tanzania, Rukwa-Provinz) hat ein Taifun gewütet, der eine sechs Meter breite Schneise der Verwüstung durch das Dorf, die Missionsstation und die Uferanlagen zog. 46 Häuser sind unbewohnbar. Im Bereich der Sekundarschule wurden der Mädchenschlafsaal sowie Häuser mit Lehrerwohnungen zerstört, die Schule jedoch nicht. In der Missionsstation wurde das Haus zerstört, in dem Marjo und Bert Muizebelt (NL) sowie Knud Knudsen (DK) leben, außerdem Büros und Gästewohnungen für die mobile Klinik. Die mobile Klinik selbst, ein Boot mit entsprechender Ausstattung, blieb verschont. Gott Lob gab es nur einige Leichtverletzte. Die Schadenssumme beläuft sich auf etwa 25.000 Euro. Fürbitten und Spenden für den Nothilfefonds sind willkommen.
Intensivierung des Autismus-Programms
Das Förderzentrum auf dem Sternberg gehört zu den wenigen Einricht-
ungen in Palästina, die sich um Personen kümmern, die nicht nur eine geistige Behinderung aufweisen, sondern zusätzlich unter Autismus leiden. Das Autismus-Programm arbeitet mit individuellen Plänen, die auf den vorhandenen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen aufbau-
en. Die Förderung geschieht in den Bereichen Selbstversorgung, Lernvermögen; Sozialverhalten, Kommunikation, Konzentration, Abbau von Hyperaktivität. Bis jetzt kommen die Kinder und Jugendlichen einmal pro Woche auf den Sternberg. Ab Januar 2010 wird ihnen eine tägliche Förderung angeboten. Die Fachkräfte arbeiten durch Hausbesuche oder Gespräche auf dem Sternberg eng mit den Müttern zusammen.
Kairos-Dokument aus Palästina
Palästinensische Christinnen und Christinnen aus mehreren Kirchen und Organisationen veröffentlichten in Bethlehem einen leidenschaf-
tlichen, vom Gebet erfüllten Aufruf zur Beendigung der Besetzung Palästinas durch Israel. Die Veröffentlichung erfolgt zu einer Zeit, in der viele Palästinenser glauben, sich in einer Sackgasse zu befinden. Der Aufruf fragt die internationale Gemeinschaft, die Verantwortlichen in der Region und die Kirchen in aller Welt nach ihrem Beitrag zur Unterstüt-
zung der Freiheitsbemühungen des palästinensischen Volkes. Er will ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe sein und wird in Anlehnung an einen Aufruf, den südafrikanische Kirchen 1985 auf dem Höhepunkt der Apartheid verfasst haben, »Kairos-Dokument« genannt.
Cora Antonio verurteilt Drogenhandel
Die dünn besiedelte Atlantikküste von Nicaragua entwickelt sich immer mehr zu einem Umschlagplatz für den Drogenhandel zwischen Süd- und Nordamerika. In Walpa Siksa gab es am 08.12.2009 bei einem Kampf zwischen Drogenhändlern und der Armee Tote und Verletzte. Der Pfarrer der Gemeinde war aus Sicherheitsgründen vorher abberufen worden. Cora Antonio, Vorsitzende der Provinz Nicaragua, warf in der Presse der Regierung vor, nicht scharf genug gegen den Drogenhandel vorzugehen und teilweise selbst in diesen verstrickt zu sein. Sie meinte, die Verant-
wortlichen für den Drogenhandel und die Bewaffnung der Bevölkerung säßen unbehelligt in ihren Villen. Anfang 2010 findet in Nicaragua eine Synode statt, bei der die Kirchenleitung neu gewählt wird.
Südafrika-Reisepläne
Drei Mitglieder der Brüdergemeine Nordrhein-Westfalen planen für den Sommer 2010 - während der Fußball-Weltmeisterschaft - eine Reise nach Südafrika. Ziele sind die Partnergemeinde Bethesda (30. Juni bis 12. Juli) sowie Brüdergemeinen in Kapstadt (13. Juli bis 20. Juli). Im Sommer 2008 hatten sich Gemeindeglieder aus Bethesda in Deutsch-
land aufgehalten. Jetzt beginnen Fundraising-Aktionen zur Finanzierung der Reise. Durch einen Sponsorenlauf sowie den Verkauf von Suppe und selbst gebackenem Brot beim Partnerschaftssonntag am 25. Okto-
ber 2009 wurde schon Geld zusammengebracht. Eventuell wollen die Reisenden diverse TV-Technik nach Südafrika mitnehmen, um während der Fußball-WM in Bethesda ein Public Viewing zu organisieren.
Brüderische Gedenktage 2010
Im Jahre 2010 gibt es wieder mehrere besondere Gedenktage mit mis-
sionsgeschichtlicher Relevanz: 25. Januar vor 100 Jahren: Missionsdi-
rektor Eugen Reichel bei einem Schiffsunglück in der Biskaya gestor-
ben; 6. April vor 275 Jahren: Ankunft der ersten Herrnhuter Missionare mit A. G. Spangenberg in Savannah (Georgia); 9. Mai vor 250 Jahren: Graf Zinzendorf in Herrnhut gestorben; 1. Juni vor 50 Jahren: die Mission in Südafrika wird eine selbständige Unitätsprovinz; 12. Juni vor 50 Jah-
ren: Einweihung des »Sternbergs« als Einrichtung für Leprakranke; 14. Juni vor 100 Jahren: Beginn der Weltmissionskonferenz in Edinburgh mit zwölf Abgeordnete der Brüder-Unität; 2. Juli vor 250 Jahren: Ankunft der ersten 14 Herrnhuter Missionare in Trankebar (Arbeit bis 1795).
Neueinteilung der Unitäts-Gebetswacht
Die Unitätssynode im Sommer 2009 in Hoddesdon bei London hat eine Neueinteilung der weltweiten Unitäts-Gebetswacht vorgenommen. Diese ununterbrochene Gebetswacht beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember. Die Gemeinden der Europäisch-Festländischen Provinz mit den Mitarbeitenden auf dem Sternberg sind jetzt im Zeitraum zwischen dem 22. und 31. März in besonderer Weise zu Fürbitte und Dank aufgerufen. Ein Blatt mit der Verteilung der Gebetswacht auf die einzelnen Provinzen steht zum Downloaden bereit oder kann in Bad Boll angefordert werden. Die Gebetswacht geht in ihren Ursprüngen auf die Gründungszeit Herrnhuts zurück (22. August 1727); im Jahre 1957 wurde sie als weltweite Einrichtung erneuert.
Jona Mwaitebele und die Stasi
Während seiner mehrwöchigen Reise durch Deutschland (BRD und DDR) im Jahre 1958 wurde Jona Mwaitebele aus Tanzania, Vater des derzeitigen Vorsitzenden der Südprovinz, Clement J. Mwaitebele, intensiv durch den Staatssicherheitsdienst der DDR überwacht. So stolz und genau der Staatssicherheitsdienst dessen Würdigung der Errungen-
schaften des Sozialismus notierte, so sehr war er erschrocken, als Jona Mwaitebele bei einer staatlichen Veranstaltung mit Dresdener Jungen Pionieren plötzlich von Jesus zu erzählen begann. In den Akten aus der damaligen Zeit über diesen Vorfall ist zu lesen, »dass die Kinder von dem Sinn der Feier abgelenkt wurden«. Jona Mwaitebele war der erste Gast aus der weltweiten Unität, der die DDR bereisen durfte.
Freizeit für Missionsfreunde in Ebersdorf
Nach dreijähriger Pause veranstaltet die HMH im Jahre 2010 wieder eine Freizeit für alle Missionsfreunde. Nach den letzten Freizeiten in Bad Blankenburg und im Monbachtal (Bad Liebenzell) wird jetzt in das Haus "Sonnenschein" in Saalburg-Ebersdorf eingeladen. Die Freizeit steht unter Leitung von Klaus Biedermann, vormals Unitätsdirektor in Herrnhut und Bad Boll, und dessen Frau. Sie beginnt am Mittwoch, dem 12. Mai, und endet am Sonntag, dem 16. Mai. Saalburg-Ebersdorf lockt mit einem familiär geführten Heim, einer kleinen Brüdergemeine, einer schönen Umgebung und einer guten PKW-Erreichbarkeit nahe der A9. Bahnreisende werden in Bad Lobenstein abgeholt. Informationen und Anmeldungen bei Klaus Biedermann, Telefon (03588) 222325.
Kürzmeldungen
Auf der Website der Herrnhuter Missionshilfe gibt es jetzt ein Bücher-
angebot (unter »Material«). Viele der Bücher sind in Bad Boll gegen Spende erhältlich, andere können über den Buchhandel erworden werden. + + + »Brot für die Welt« hat zu Beginn der 51. Sammelaktion ein neues Materialheft herausgegeben, das Predigten, Andachten und diverse Anregungen für die Weihnachtszeit enthält. Das Heft steht zum Downloaden bereit oder kann telefonisch bestellt werden: 0711/ 2159-0. + + + Das Evangelische Missionswerk in Südwestdeutschland weist darauf hin, dass derzeit noch Anmeldungen für einen sechs- bis zwölfmonatigen Ökumenischen Freiwilligendienst in der weiten Welt möglich sind. Interessierte Jugendliche können sich in Bad Boll melden.
Bilder-Hinweis
Einige Bilder zu diesen Meldungen finden sich auf der Homepage der HMH unter »Material, Fotoalbum«.
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