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Reichen Höhe und Stabilität der Staumauer?

Bad Boll, am 30.11.2009  
Liebe Freunde der Herrnhuter Mission,

mit diesem Newsletter möchten wir über aktuelle Entwicklungen sowie über Ereignisse im Zusammenhang mit unserer Arbeit informieren.
Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Informationen benötigen,
die den Hintergrund der kurzen Nachrichten ausleuchten.

Aus Bad Boll herzliche Segensgrüße zum Advent!
Ihr Andreas Tasche


Staumauer braucht Stabilisierung
Das Hospital der Brüdergemeine in Isoko (Tanzania, Südprovinz) wird seit über 20 Jahren durch eine mit Wasserkraft betriebene Turbine, einst ein Projekt der HMH, verlässlich mit Elektrizität versorgt. Jetzt ist eine Stabilisierung und Erhöhung der kleinen Staumauer am Wasser-Einlass der Anlage nötig. Dafür will sich, ermuntert durch die ehemaligen Mitarbeitenden in Isoko, Dr. Albert Joas und Dr. Susanne Holtz-Joas, die kleine Hilfsorganisation »LandsAid« aus Kaufering engagieren. Schon im vergangenen Sommer übergeben und angeschlossen wurde eine 80-Watt-Solaranlage auf dem Dach des Hospitals. Das Hospital in Isoko befindet sich in sehr abgelegener Gegend und verfügt über 123 Betten. Bilder auf der HMH-Website (unter »Material/Photoalbum«).

Südafrika-Partnerschaftsseminar in Darmstadt
Mit 30 Teilnehmenden fand am 14. November 2009 in Darmstadt ein Südafrika-Partnerschaftsseminar statt. Das Thema des Seminars lautete: »Gott sind alle Völker willkommen - Migration als Herausforderung an Kirche und Gesellschaft«. Als Referenten fungierten u. a. Lennox Mcubusi, Vorsitzender der Kirchenleitung der Brüdergemeine in Südafrika, und Riley Edwards-Raudonat, Afrika-Verbindungsreferent des Evangelischen Missionswerkes in Südwestdeutschland (EMS). Über das EMS bestehen z. T. seit 20 Jahren viele lebendige Direktpartnerschaften zwischen Brüdergemeinen in Südafrika und Gemeinden der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Durch Migration sind Gemeinden in beiden Ländern gleichermaßen herausgefordert.

Jugend ist aufgerufen zum Gebet
Insbesondere die Jugend ist in den ersten Tagen des neuen Kirchenjahres, im Zeitraum zwischen dem 29. November und dem 5. Dezember 2009, zu einer Unitäts-Gebets-Woche ausgerufen. Ein entsprechendes Schreiben des Lenkungsausschusses für die Jugendarbeit der weltweiten Brüder-Unität hat die Herrnhuter Missionshilfe vor wenigen Tagen erreicht. Im Zentrum des Gebetsaufrufes steht in diesem Jahr die Besinnung darauf, wie das bedeutende »Herrnhuter Erbe« sinnvoll bewahrt und weitergegeben werden kann. Für die Missionsaufgaben der weltweiten Brüder-Unität soll insbesondere am Montag und am Freitag gebetet werden. Die Gebetsanliegen auf zwei A4-Seiten sind in Bad Boll erhältlich oder stehen zum Downloaden bereit.

Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember
Das Aktionsbündnis gegen AIDS, dem auch die Herrnhuter Missionshilfe, vertreten durch Dr. Claudia Levin (München), angehört, veranstaltet aus Anlass des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember in Berlin auf dem Hausvogteiplatz einen Protestvormittag. Während der Veranstaltung mit dem Titel »Leben vor Pharmaprofit – Patente können tödlich sein« werden etwa 25.000 unterschriebene Aktionskarten an drei Pharmakonzerne übergeben, die Patentschutzanträge für überlebenswichtige Medikamenten gegen AIDS gestellt haben. In einer symbolischen Aktion erfolgt die Sprengung eines Vorhängeschlosses, das eine große Medikamenten-Kapsel gefangen hält. Damit sind hunderte Luftballons in Kapselform befreit und können in den Himmel aufsteigen.

Nur fünfzehn Prozent Autonomie
Anlässlich des 22. Jahrestages der Gründung zweier autonomer Regionen an der Atlantikküste von Nicaragua verlangten Vertreter der indigenen Bevölkerung in Bilwi und Bluefields die Einhaltung damals gemachter Versprechungen. Bei einem Symposium wurde festgestellt, dass nur etwa 15 Prozent der geltenden Autonomiestatuten mit Leben erfüllt seien. De facto würden die Menschen an der Atlantikküste von der Zentralregierung in Managua deutlich benachteiligt und könnten ihre kulturelle Identität nicht ausleben. Die Regionalparlamente seien nicht wirklich handlungsfähig. In vielen Behörden herrschten Untätigkeit, Unterwürfigkeit, Vetternwirtschaft und Korruption. Die Volksvertreter riefen zu Reformen sowie zu Ehrlichkeit und neuer Einigkeit auf.

Missionsgeschichtliche Publikationen
Dem kühnen Indianer-Missionar David Zeisberger (1721-1808) aus Suchdol ist eine 60seitige bebilderte Broschüre gewidmet, die Daniel Rican kürzlich unter dem Titel »David Zeisberger - der Indianerapostel« verfasst hat. Die Broschüre vermittelt einen tiefen Einblick in das lange, von vielen Niederlagen geprägte Wirken des großen Mähren. ISBN 978-80-245-4691-1. + + + Zusammengestellt von Gudrun Schiewe ist aus Anlass des 300. Geburtstages des Südafrika-Missionars Georg Schmidt (1709-1785) aus Kunewalde ein 30seitiges illustriertes Heft erschienen. Georg Schmidt, der vom Grafen Zinzendorf 1742 auf schriftlichem Wege ordiniert wurde, wirkte insgesamt sieben Jahre in Südafrika. Das Heft ist in Niesky und Bad Boll zum Preis von 2,00 Euro erhältlich.

Bethesda (Südafrika) bekommt neuen Pfarrer
Die Brüdergemeine in Südafrika hatte beim Evangelischen Missionswerk in Südwestdeutschland (EMS) angefragt, ob sie für die Zeit von drei Jahren einen Mitarbeiter aus der EMS-Gemeinschaft bekommen könnte. In Kürze reist nun Pfarrer Eric Teye-Kau aus Ghana nach Südafrika aus, um in der Gemeinde Bethesda Dienst zu tun. Eric Teye-Kau wird bei diesem Einsatz begleitet von seiner Frau Rose Abuyaa und drei seiner fünf Kinder. Damit wird vom EMS zum wiederholten Male ein so genannter Süd-Süd-Austausch realisiert. Bethesda befindet sich in einer sehr ländlichen Gegend in der Ostkap-Region Foto auf der HMH-Website (unter »Material/Photoalbum«). Letzter deutscher Mitarbeiter in Südafrika war Christoph Reichel (Zeist), jetzt Mitglied der Unitätsdirektion.

Kurzmeldungen
Die Jugendliche Margareta Theile aus Neudietendorf weilt mit dem Freiwilligenprogramm des Evangelischen Missionswerkes in Südwestdeutschland seit einigen Wochen in Akropong (Ghana). Ein erster Rundbrief von ihr ist in Bad Boll erhältlich. + + + Auf der Website www.landesmissionsfest.de gibt es jetzt nähere Informationen zu den Veranstaltungen in Bad Boll und Göppingen im Rahmen des Missionsfestes der Evangelischen Landeskirchen in Württemberg vom 6. bis 8. Mai 2010. + + + Auf Beschluss der Leitung der tanzanischen Südprovinz wird am Sonntag, dem 20. 12. 2009, in der Stadtkirche von Tukuyu die Theologin Melania Mrema-Kyando zu einer Diákona der Brüder-Unität ordiniert. Die Ordinandin reiste im Frühjahr durch Deutschland und die Schweiz

Bilder-Hinweis
Einige Bilder zu diesen Meldungen finden sich auf der Homepage der HMH unter »Material, Fotoalbum«.

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Ausgabe 22-2009
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Badwasen 6
73087 Bad Boll
Telefon +49 (0) 71 64 / 94 21-0
Telefax +49 (0) 71 64 / 94 21-99
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