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Familie von Pfarrer Hector Marley, Nicaragua,

Bad Boll, am 29.10.2009  
Liebe Freunde der Herrnhuter Mission,

mit diesem Newsletter möchten wir über aktuelle Entwicklungen sowie über Ereignisse im Zusammenhang mit unserer Arbeit informieren.
Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Informationen benötigen,
die den Hintergrund der kurzen Nachrichten ausleuchten.

Herzliche Grüße und Segenswünsche aus Bad Boll
Ihr Andreas Tasche


Cordelia Mersi in Gastfamilie angekommen
In einem langen Rundbrief erzählt Cordelia Mersi aus Schriesheim (Baden) von den ersten Wochen ihres Freiwilligeneinsatzes in Nicaragua. Inzwischen ist sie bei ihrer Gastfamilie in Bilwi heimisch geworden. Es handelt sich um die Familie von Pfarrer Hector Marley und dessen Frau Anycia sowie deren fünf Töchter und drei weitere Verwandte. Cordelia Mersi erzählt von ihren Fortschritten beim Erlernen von Spanisch und Miskito, von aufregenden Busfahrten, von dem Versuch, mit einheimischen Zutaten einen deutschen Kuchen zu backen, von einem Gottesdienst mit der großen Esperanza-Gemeinde und natürlich vom Beginn ihrer kirchlich-sozialen Dienste. Im wesentlichen wird sie für AJECIM, die Jugendorganisation der Brüdergemeine, arbeiten.

"Panorama"-Sendung vom 8. Oktober 2009
In der ARD-Sendung »Panorama« vom 8. Oktober 2009 wurde kritisch über die Missionsschule von »Jugend mit einer Mission / Strategic Frontiers« im Wasserschloss in Ruppersdorf, einem Ortsteil von Herrnhut, berichtet. Bei vielen Zuschauern löste die Sendung Irritationen aus. Sie meinten, die Schule sei eine Einrichtung der Herrnhuter Brüdergemeine. Mit einer Pressemeldung waren Brüdergemeine und Herrnhuter Missionshilfe um Schadensbegrenzung bemüht. Sie stellten klar, dass die Missionsschule in Ruppersdorf in keiner inhaltlichen oder organisatorischen Verbindung mit der Brüdergemeine oder ihrer Mission steht. Die Pressemeldung wie auch eine ähnlich intendiete Erklärung des sächsischen Landesbischofs Jochen Bohl ist in Bad Boll erhältlich.

Intensive Gesprächskontakte in Südafrika
Seit kurzem ist Riley Edwards-Raudonat Verbindungsreferent des Evangelischen Missionswerkes in Südwestdeutschland für Afrika. Jetzt lernte er auf einer zweiwöchigen Reise die Brüdergemeine Südafrika kennen. Er konnte einige Gemeinden besuchen und schreibt: »In allen Orten traf ich gesunde, wohl gedeihende Gemeindearbeit an. Das heißt natürlich nicht, dass man keine Sorgen hat oder dass nicht manches besser sein könnte. Es ist allerdings sehr verschieden, ob man im Eastern oder Western Cape sich aufhält, was innerkirchlich zu Spannungen führt«. Weiterhin galt sein Besuch der Diakonie (Mvenyane + Elim), der HIV/Aids-Arbeit und der theologischen Ausbildung der Brüdergemeine. Auch die Teilnahme an einer Kirchenleitungssitzung war möglich.

Jahresbericht aus dem Hospital in Mbozi (Tanzania)
Im Jahresbericht des Hospitals der Brüdergemeine in Mbozi (Tanzania, Südprovinz) wird betont, dass die Finanzlage des Hospitals nach wie vor kritisch ist. Noch immer fehlt ein Abkommen mit dem Staat über angemessene Zuschüsse. Nur mit Hilfe der europäischen Missionsorganisationen konnten die Gehälter gezahlt werden. Mit Ausnahme der Zahnmedizin haben alle Bereiche des Hospitals sich gut entwickelt. Mit dem Bau einer Schwesternschule wurde begonnen. Der Einzugsbereich des Hospitals umfasst 515.000 Menschen in 175 Dörfern. Im Hospital sind 110 Menschen beschäftigt; 30 Stellen sind notgedrungen unbesetzt. Es gibt 160 Betten. Insgesamt wurden 435 größere und 1.443 kleinere Operationen durchgeführt. In 2008 wurden 47.324 Pflegetage gezählt.

Tanzania-Reisetagebücher
Bei einem Nachtreffen zur jüngsten Tanzania-Begegnungsreise der HMH im Sommer 2009 ging es vor allem um entwicklungspolitische und missionstheologische Fragen. Daneben wurden hunderte Bilder sowie zwei Tanzania-Reisetagebücher vorgestellt. Das eine Tagebuch (12 Seiten) ist ein Gemeinschaftswerk von mehreren Reiseteilnehmenden. Das andere Tagebuch (80 Seiten) zu einem literarischen Kunstwerk geworden. Es bündelt in vergnüglicher Sprache die Reiseeindrücke von Walter Leyser aus Eriskirch. Beide Tagebücher werden gern per E-Mail oder in Papierform gegen Kostenerstattung verschickt. Mehrere Teilnehmende der Reise sind bereit, in den Gemeinden über Tanzania und die dortige Arbeit der Brüdergemeine zu berichten.

Gemeinde aus Easton/Pa. in Tutuo (Tanzania)
Die »Palmer Township Moravian Church in Easton/Pa.« ist kürzlich eine Partnerschaft mit der Brüdergemeine Tutuo (Tanzania, Westprovinz) eingegangen. Jetzt gab es eine erste Besuchsreise von Gemeindegliedern in das kleine Dorf, während der auch Begegnungen in Tabora, dem Sitz der Kirchenleitung, und in Sikonge (mit Hospital und Berufsschule) möglich waren. In Tutuo übergab die Gruppe Hilfsgüter an Verantwortliche des dort angesiedelten Waisenprogramms und führte auch Gespräche mit Witwen, Waisen und anderen bedürftigen Kindern. Insgesamt gibt es in den nordamerikanischen Unitätsprovinzen 45 Gemeinden, die sich mit einem Drei-Jahres-Programm um Gemeinden, Schulen und andere Projekte in Westtanzania kümmern.

"Mission Report" der Unitätsprovinz Westindien-Ost
Die Unitätsprovinz Westindien-Ost hat einen »Mission Report« herausgegeben. Darin heißt es: »Die Kirche kann sich den Luxus nicht mehr leisten, hinter Kirchenmauern zu bleiben und sich dabei gut zu fühlen«. Dann werden Zweckbündnissen mit der Gesellschaft angeregt, um die intellektuelle wie moralische Erziehung voran zu bringen. Christen sollen verstärkt Nachbarschaftshilfe leisten. Die missionarischen Chancen der Musik sollen genutzt werden. Es soll über eine drogenfreie Lebensweise sowie über den richtigen Umgang mit Geld aufgeklärt werden. Es soll kirchliche Kreditprogramme für Notleidende geben. In Gemeinderäumen sollen für die Armen Fitnessgeräte und internetfähige Computer aufgestellt werden. Die weltweite Unität soll mehr ins Blickfeld rücken.

Kurzmeldungen I
Die Spendenaktion »Hoffnung für Osteuropa« hat entschieden, dass der Kindergarten der Brüdergemeine im ostalbanischen Pogradec eines der Förderprojekte für das Jahr 2010 werden soll. Der Kindergarten soll künftig den Namen »Das Wunder« tragen. + + + Am 19. Oktober 2009 hielt Sumaya Farhat-Naser, Interimsleiterin des Förderzentrums der weltweiten Brüder-Unität auf dem Sternberg (bei Ramallah), in Celle einen Vortrag über ihre Friedensarbeit in Palästina. Sie sprach über das Thema: »Mit Herausforderungen leben – Kraft und Hoffnung suchen«. + + + Die HMH wird zum 1. Januar 2010 eine Fundraiserin mit einem Dienstumfang von 50 Prozent neu einstellen. Nach den Bewerbungsgesprächen fiel die Wahl auf Christiane von Burkersroda (Mannheim).

Kurzmeldungen II
Vom 19. bis 21. Oktober 2009 trafen sich in Bad Boll fünf Bischöfe und eine Bischöfin aus der Europäisch-Festländischen und der Britischen Unitätsprovinz. Im Mittelpunkt standen Bibelarbeiten, Berichterstattung, Austausch und Gebet. + + + Mit einer kleinen Delegation aus der welt-
weiten Brüder-Unität
wird Frieder Vollprecht Anfang November 2009 für zwei Wochen in den Kongo reisen, um den Aufbau der dortigen Missionsprovinz in Augenschein zu nehmen und zu begleiten + + + Mit einem weiteren Spendenmailing hat die HMH etwa 4.500 ihrer Freunde und Freundinnen dazu aufgefordert, das HIV/Aids-Projekt der Brüdergemeine in Dar es Salaam zu unterstützen. Im Mittelpunkt des Mailings steht »Suzana Mgunda, ein Kind, für das es neue Hoffnung gibt«.

Bilder-Hinweis
Einige Bilder zu diesen Meldungen finden sich auf der Homepage der HMH unter »Material, Fotoalbum«.

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Ausgabe 20-2009
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