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Sporttag an der Mispah-Schule in Elim, Südafrika

Bad Boll, am 17.08.2010  
Liebe Freunde der Herrnhuter Mission,

mit diesem Newsletter möchten wir über aktuelle Entwicklungen sowie über Ereignisse im Zusammenhang mit unserer Arbeit informieren.
Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Informationen benötigen,
die den Hintergrund der kurzen Nachrichten ausleuchten.

Herzliche Grüße und Segenswünsche aus Bad Boll
Ihr Andreas Tasche


Hirtenbrief aus Südafrika
Die Bischöfe aus der Unitätsprovinz Südafrika haben anlässlich des Gedenkens an den 13. August 1727 einen Hirtenbrief an die Mitarbei-
tenden
verfasst. In Südafrika wie in mehreren anderen Unitätsprovinzen steht der ganze Monat August jeweils im Zeichen einer geistlichen Neubesinnung. In dem Hirtenbrief wird dankbar auf das Ereignis »FIFA-Weltmeisterschaft 2010« zurückgeblickt. Alsdann werden die vermehrten fremdenfeindlichen Übergriffe im Lande angesprochen. Es heißt: »Auch wenn die Politiker das Problem verschweigen, ist Fremdenfeindlichkeit doch eine unserer größten Herausforderungen. Als Mitglieder der Brüdergemeine können wir Fremdenfeindlichkeit nicht dulden. Lasst uns über dieses Problem in den Gemeinden diskutieren«!

Viele Nöte in Labrador
Eine der kleinsten Provinzen innerhalb der weltweiten Brüder-Unität mit nur 2.000 Mitgliedern ist die Missionsprovinz Labrador. In den vier kleinen Gemeinden gibt es nach wie vor eine Vielzahl sozialer und geistlicher Nöte. Aus Nain, wo seit mehreren Jahren kein Prediger amtiert, wurde zuletzt berichtet, dass fünf Mitglieder aufgrund ihrer ausweglosen Situation sich das Leben nahmen, dass zwei Kinder ertranken und dass drei Mitglieder bei einem Hausbrand getötet wurden. In Hopedale ist gemäß eines Vertrages mit der anglikanischen Kirche ein emeritierter anglikanischer Pfarrer tätig. In Happy Valley arbeitet seit kurzem eine junge Pfarrerin aus der amerikanischen Südprovinz. In Makkovik gab es im Sommer 2010 ein kleines Jugend-Musik-Festival.

Erdbebenfolgen in Malawi noch lange nicht überwunden
Dorothea Weller (Bad Boll) stattete kürzlich der Missionsprovinz Malawi einen Besuch ab. Dort hatte es im Dezember 2009 eine Serie schwerer Erdbeben gegeben. Der dadurch entstandene Riss erstreckt sich über weite Teile der Karonga-Region. Er ist inzwischen 50 Zentimeter breit und 15 Meter tief. In einem Bereich von 250 Metern beiderseits des Risses dürfen keine neuen Häuser gebaut werden, was Grundstücks-
konflikte heraufbeschwört. Noch immer leben viele betroffene Menschen in Zelten und erhalten Lebensmittelhilfe. Ihre Felder und kleinen Geschäfte sind zerstört, Knochenbrüche und andere Verletzungen oft noch nicht verheilt, was einen Broterwerb unmöglich macht. Insbeson-
dere die »Losungsspende« hat zugesagt, längerfristig zu helfen.

Nachrichten aus Guyana und Westindien-Ost
Vom 21. bis 25. Juli 2010 fand im St.-Pauls-Tagungszentrum in Vryheid’s Lust (Guyana) mit 60 Teilnehmerinnen die zweite Frauen-
konferenz der Unitätsprovinz Guyana statt. Das Motto der Konferenz lautete: »Wir sind stolz darauf, Christinnen zu sein«. Zum feierlichen Eröffnungsgottesdienst fuhren die Frauen, darunter 25 Gäste von mehreren westindischen Inseln, nach Queenstown in die dortige Brüdergemeine. + + +  An drei Sonntagen im September 2010 sollen in der Unitätsprovinz Westindien-Ost vier Pfarrer durch Bischof Kingsley Lewis die Presbyter-Ordination erhalten: Jeremy Francis, Adrian Smith, Sean Roberts junior und Andrew Roberts. Bereits am 16. Juli 2010 wurde Cherice Job-Lewis zu einer Diákona ordiniert.

Vor dem Weltarmutsgipfel
Vom 20. bis 22. September 2010 wird in New York eine wichtige UN-Konferenz, der »Weltarmutsgipfel«, stattfinden. Daran wollen sowohl Angela Merkel als auch Barack Obama teilnehmen. Der Gipfel wird sich mit dem Skandal befassen, dass nach der globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise die Zahl der Hungernden auf über eine Milliarde gestie-
gen ist. Auch die anderen »Millenniumsziele«, die die Politik sich im Kampf gegen die Armut gesetzt hat, sind noch lange nicht erreicht, nach Auffassung von Experten jedoch bis 2015 erreichbar: Beseitigung des Hungers, Grundschulbildung für alle, Stärkung der Frauen, Kampf gegen Kindersterblichkeit, Förderung der Mütter-Gesundheit, Bekämpfung von HIV/Aids und Malaria, Sicherung ökologischer Nachhaltigkeit.

Nordhäuser Kinder spendeten für Tanzania
Rund 100 Kinder aus der Region Nordhausen (Sachsen-Anhalt) ver-
brachten ihre Ferien in einem Camp des »Kinder-Kirchen-Ladens«, einer sozialpädagogischen Initiative der Gemeinde St. Blasii Altendorf-Nordhausen. Dabei befassten die Kinder sich u. a. mit Geschichte und Gegenwart der Herrnhuter Brüdergemeine, wobei ihnen der Graf und die Gräfin von Zinzendorf sogar »persönlich« begegneten. Gemäß den Absprachen wurden bei dem Camp auch Spenden gesammelt. Die HMH bedankt sich für 265 Euro, die dem Projekt »Solarleuchten für Familien in Tanzania« zugute kommen. Bis jetzt wurden Einzelteile für insgesamt 80 Solarleuchten und Solarpaneele nach Tanzania verbracht und in der Berufsschule in Rungwe (Südprovinz) montiert.

Neues Amt in der weltweiten Brüder-Unität
Am 1. August 2010 hat Jørgen Bøytler, vormals Mitglied der Direktion der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität, die durch die Unitätssynode neu eingerichtete Stelle eines Unitätsgeschäftsführers (Unity Business Administrator) angetreten. Er war in das Amt durch den Unitätsvorstand gewählt worden. Seine Anstellung ist zunächst auf fünf Jahre befristet und umfasst 40 Prozent einer Vollzeitstelle. Er wird sein Amt in Kombi-
nation mit dem Pfarramt in Christiansfeld ausüben. Die Unität erhofft sich vom Unitätsgeschäftsführer einen besseren Informationsfluss zwischen den Unitätssynoden bzw. Sitzungen des Unitätsvorstandes sowie eine bessere Abstimmung zwischen den 17 Unitätsprovinzen, acht Missionsprovinzen und fünf Unitätswerken.

Bilder-Hinweis
Einige Bilder zu diesen Meldungen finden sich auf der Homepage der HMH unter »Material, Fotoalbum«.

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Ausgabe 16-2010
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