Liebe Freunde der Herrnhuter Mission,
mit diesem Newsletter möchten wir über aktuelle Entwicklungen sowie über Ereignisse im Zusammenhang mit unserer Arbeit informieren.
Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Informationen benötigen,
die den Hintergrund der kurzen Nachrichten ausleuchten.
Herzliche Grüße und Segenswünsche aus Bad Boll
Ihr Andreas Tasche
Gedenktag 21. August 1732 - vor 278 Jahren:
Aussendung der ersten Missionare aus Herrnhut
Frauenreise nach Tanzania
Vom 30. Juli bis 14. August 2010 halten sich 20 Frauen aus Deutschland und der Schweiz im Rahmen einer HMH-Reise in Tanzania auf. Hauptziel der Reise ist die Begegnung mit tanzanischen Frauen, die 2005 an zwei Schreibwerkstätten teilgenommen hatten, aus denen das Buch »Zukunft braucht Erinnerung - Frauenleben in Tanzania« hervorgegangen ist. Die Reise führt von Dar es Salaam in den Südwesten des Landes nach Mbeya und weiter über Tukuyu, Mbozi, Isoko und Rungwe nach Matema am Malawisee. Unterwegs werden mehrere Gemeinden, Einrichtungen und Projekte der Brüdergemeine in der Südwest- und der Südprovinz besucht. Erholung ist möglich im »Matema Lake Shore Resort« am Malawisee sowie im Mikumi Nationalpark.
Jugendchor-Reise nach Tanzania
In Begleitung mehrerer Erwachsener ist am 3. August 2010 ein 30köpfiger Jugendchor aus Maulbronn unter Leitung des HMH-Vorstandsmitglieds Hansjörg Lechler zu einer zweiwöchigen Tanzania-Reise aufgebrochen. Mit der Reise wird eine seit Jahrzehnten bestehende intensive Partnerschaft zwischen dem Evangelischen Kirchenbezirk Mühlacker und der Südwestprovinz der Brüdergemeine in Tanzania weiter gepflegt. Noch nie weilte eine so große Jugendgruppe aus Deutschland mit einem so niedrigen Durchschnittsalter bei der Brüdergemeine in Tanzania. Der jüngste Reisende ist erst zwölf Jahre alt. Der Chor wird Konzerte geben und Gemeinden, Schulen und Einrichtungen der Brüdergemeine in Dar es Salaam und in Südwest-Tanzania kennen lernen.
Mindestens 120 Tote bei Springflut in Leh
Im indischen Teil Kaschmirs sind bei Überschwemmungen mindestens 120 Menschen ums Leben gekommen. Plötzliche Regenfälle haben in Leh zu einer verheerenden Springflut und einer Schlammlawine geführt. Rund 500 Menschen sind verletzt worden, etwa 1.500 Menschen werden noch vermisst. Das Straßen- und Kommunikationsnetz ist ebenso wie der Flughafen stark in Mitleidenschaft gezogen. Die wüstenähnliche Region im Himalaja liegt auf rund 3.500 Metern Höhe. Normalerweise fällt dort nur sehr wenig Niederschlag. In Leh sowie im benachbarten Shey gibt es eine Gemeinde und eine Schule der Brüdergemeine, wo keine Toten oder Verletzten zu beklagen sind. Die HMH informiert mit einem Kurzbericht und bittet um Sonderspenden.
Bläserchor aus Südafrika auf Deutschland-Tournee
Ein aus 18 Männern und Frauen bestehender Bläserchor der Brüder-
gemeine Südafrika befindet sich derzeit auf Deutschland-Tournee. Die Bläserinnen und Bläser unterschiedlichen Alters kommen aus Kapstadt und Port Elisabeth. Am 11. und 12. August 2010 traten sie bereits in Kleinwelka und Niesky auf. Weitere Konzerte gibt es in Herrnhut (14.08.), Meerbeck (17.08.), Hildesheim (19. und 21.08.) und Waldkappen (23.08.). Aber auch in Baden-Württemberg ist der Chor viermal zu hören: in Essingen (25.08.), Dettingen (26.08.), Muggensturm (27.08.) und Gernsbach (28.08.). Es gibt viele Direktpartnerschaften sowie spezielle Bläserpartnerschaften zwischen landeskirchlichen Gemeinden in Deutschland und Gemeinden der «Moravian Church in South Afrika«.
Auf dem Sternberg angekommen
Marianne van de Glind aus Zeist/NL, Sonderpädagogin und Verbindungsperson zur Brüder-Unität sowie Freunden und Förderern des »Moravian Church Rehabilitation Centers« ist zusammen mit ihrer siebzehnjährigen Tochter Vera auf dem Sternberg angekommen. Zuvor hatte sie beim Evangelischen Entwicklungsdienst, der ihre Stelle anteilig finanziert, an einem Vorbereitungskurs teilgenommen. Die etwa 45 Mitarbeitenden auf dem Sternberg sind gespannt auf die Anregungen, die ihnen Marianne van de Glind vermitteln wird. Noch immer gibt es in Palästina keine spezielle berufliche Aus- oder Fortbildung für Sonderpädagogen. Im HMH-Magazin »weltweit verbunden«, Ausgabe 3-2010, wird in Kürze ein Portrait von Marianne van de Glind erscheinen.
Welttag der indigenen Völker
Im Jahre 1994 beschloss die UN-Generalversammlung, den 9. August künftig jeweils als »Internationalen Tag der indigenen Völker« zu begehen. An diesem Tag soll weltweit an die vielfach noch immer andauernde Benachteiligung indigener Völker erinnert werden. An der Atlantikküste von Nicaragua nutzten die Führer der Miskito-, Rama- und Mayangnavölker - darunter auch Mitglieder der Brüdergemeine - den 9. August 2010, um öffentlich dagegen zu protestieren, dass die Zentralregierung in Managua ihre Versprechen zum Schutz und zur nachhaltigen Förderung der Küstenregion nicht einhält. Insbesondere prangerten sie, unterstützt von Aktionen, die Naturzerstörung und den amtlich geduldeten Landraub durch eindringende Mestizo-Siedler an.
Mitmach-Aktion "In 9 Monaten"
Jedes Jahr infizieren sich weltweit rund 400.000 Neugeborene durch die Übertragung des HI-Virus der eigenen Mutter. Wird eine HIV-positive Frau vor der Geburt ihres Kindes behandelt, sinkt das Ansteckungsrisiko auf zwei Prozent. Die Staatengemeinschaft hatte beschlossen, bis Ende 2010 allen Menschen den Zugang zu Prävention, Behandlung und Betreuung zu ermöglichen. Um das zu erreichen, muss noch viel getan werden! Die Mitmach-Aktion des Aktionsbündnisses gegen AIDS mit dem Titel »In 9 Monaten« erzählt die Geschichte der noch ungeborenen kleinen Manu und regt dazu an, sich an einer Unterschriften-Kampagne zu beteiligen, die die deutsche Bundesregierung zu größerem Engagement im Kampf gegen HIV/AIDS auffordert.
Nein zum Ausverkauf von Afrika
Ausländische Investoren haben innerhalb von nur drei Jahren allein in Afrika 20 Millionen Hektar Ackerland aufgekauft. Während die einheimische Bevölkerung an Hunger leidet, produzieren fremde Investoren Nahrungsmittel und Energiepflanzen für den Export. In Folge des so genannten »Land Grabbings« kommt es immer öfter zu Vertreibungen und Landkonflikten. Leidtragende sind die Menschen, die von diesem Land leben. Auch deutsche Unternehmen sind am Wettlauf um Land in Afrika beteiligt! Die Bundesregierung kann einiges dagegen unternehmen, doch sie reagiert bislang nur zögerlich. Es ist höchste Zeit zu handeln! Eine Website des ökumenischen Vereins »INKOTA Netzwerk« informiert und zeigt Handlungsmöglichkeiten.
Kurzmeldungen I
Am Samstag, dem 14. 08. 2010, präsentiert die Brüdergemeine Gnadau sich mit einem Stand auf der Landesgartenschau Sachsen-Anhalt in Aschersleben. Vor den neuen, ausleihbaren Plakatwänden (»Roll-Ups«) der HMH wird es unter anderem einen Missionsquiz sowie diverse Informationen über die weltweite Arbeit der Herrnhuter Missionshilfe geben. + + + Am Sonntag, dem 26. 09. 2010, findet im badischen Ruchheim (bei Ludwigshafen) wieder der traditionelle Missionssonntag statt, eine Gemeinschaftsveranstaltung von HMH und Brüdergemeine Königsfeld. Dem Abendmahlsgottesdienst um 10 Uhr schließt sich gegen 14 Uhr ein Nachmittag an, bei dem es hauptsächlich um die Unitätsprovinz Nicaragua geht.
Kurzmeldungen II
Inzwischen gibt es ein festes Programm-Angebot der Cottbuser »Halte-
stelle«, ein Werk der Herrnhuter Brüdergemeine, mit dem vor allem Menschen am Rande und außerhalb der Kirchen erreicht werden sollen. Von den Aktivitäten im vergangenen Quartal, u. a. einem Kinder- und Familientag im Tierpark, einem Vater-Sohn- und einem Aufbauwochen-
ende berichtet der »Haltestellen-Brief« Nr. 6, der in Bad Boll angefordert werden kann. + + + Am 10. August 2010 fand auf dem Herrnhaag (bei Büdingen) ein kleines Begrüßungsfest für Johann Waas und Christian Herrmann statt, die in den vergangenen Monaten per Rad von Deutsch-
land zum Sternberg (Palästina) gefahren waren. Insgesamt legten die beiden je über 7.000 Kilometer zurück. Bilder auf der HMH-Website.
Bilder-Hinweis
Einige Bilder zu diesen Meldungen finden sich auf der Homepage der HMH unter »Material, Fotoalbum«.
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