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Neue Frauengruppe in Pogradec, Albanien

Bad Boll, am 30.04.2010  
Liebe Freunde der Herrnhuter Mission,

mit diesem Newsletter möchten wir über aktuelle Entwicklungen sowie über Ereignisse im Zusammenhang mit unserer Arbeit informieren.
Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Informationen benötigen,
die den Hintergrund der kurzen Nachrichten ausleuchten.

Herzliche Grüße und Segenswünsche aus Bad Boll
Ihr Andreas Tasche


Informationen zum Angebot der Herrnhuter Brüdergemeine
auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München gibt es hier.

Neue Frauengruppe in Pogradec
Der Vorstand der Brüdergemeine in Albanien teilte am 29. April 2010 in einer E-Mail mit, dass sich im ostalbanischen Pogradec am Ohrid-See eine neue Frauengruppe konstituiert habe. Die Gruppe trifft sich immer donnerstags im neuen Jugend- und Gemeindezentrum der Brüder-
gemeine in der Innenstadt. Das Jugend- und Gemeindezentrum war in den Jahren 2007/2008 u. a. aus Mitteln der Herrnhuter Missionshilfe und der »Losungsspende« erworben worden. Es beherbergt neben Gruppen-, Schulungs- und Verwaltungsräumen auch den kleinen Kindergarten mit Namen »Das Wunder«. Ein wesentlicher Teil der Umbauarbeiten ist bereits erledigt, dennoch werden laufend Spenden für die Arbeit der Brüdergemeine in Albanien benötigt.

Status der Brüdergemeine in Albanien
Der Synode der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität, die vom 29. Mai bis 4. Juni 2010 nach Herrnhut einberufen ist, liegt ein Antrag zum künftigen Status der Brüdergemeine in Albanien vor. Die etwa 17 Jahre alte Arbeit, die national in der Rechtsform einer Stiftung geschieht und bisher nur lose an die Brüdergemeine angebunden war, soll nunmehr gemäß Kirchenordnung § 1001/2 und § 1002/1h ein offizieller Bestand-
teil der Provinz werden. Ihre Aufnahme soll unter der Bezeichnung »Lutherisch-Brüderische Kirche in Albanien« erfolgen, die seit zwei Jahren die Selbstbezeichnung der Brüdergemeine in Albanien ist. Die Direktion der Brüder-Unität soll mit der weiteren inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung der Zusammenarbeit beauftragt werden.

Ausstellungseröffnung in Bad Boll
In Anwesenheit einer Gruppe aus Surinam wurde am 25. April 2010 im Foyer der Rehaklinik Bad Boll in festlicher Weise eine Ausstellung über das Leben und Wirken von Maria Heyde eröffnet. Maria Heyde lebte und arbeitete an der Seite ihres Mannes 40 Jahre ununterbrochen in der Station Kyelang im Westhimalaya. Ihr dort geborener Sohn Gerhard war erster Hausvater des Kurhauses Bad Boll in der Nach-Blumhardt-Ära. Heute gibt es in Nordindien das »Moravian Institute« in Rajpur sowie Herrnhuter Gemeinden und Schulen in Ladakh. Die Ausstellung auf 37 Tafeln wurde zuvor in vielen anderen Brüdergemeinen gezeigt und kann in Bad Boll noch bis zum 24. Mai 2010 angeschaut werden. Bilder von dem Ereignis gibt es im Fotoalbum auf der HMH-Website.

Jubiläum "275 Jahre Brüdergemeine in Surinam"
Auf einem filigranen Aufnäher, den alle 13 Mitarbeitenden der Brüder-
gemeine in Surinam an ihrer Kleidung trugen, war »Zeisthertsje« zu lesen. Das Kunstwort bezeichnet die Haupt-Orte, die von der Reise-
gruppe im April 2010 angesteuert wurden: Zeist, Herrnhut und Tsche-
chien (Kunvald, Turvov, Prag). Neben einer Vielzahl von Gemeindebe-
gegnungen gab es überall auch ein kleines, touristisches Programm. Weitere Orte in Deutschland, an denen die Gäste für längere oder kürzere Zeit weilten, waren Gnadau, Wittenberg, Berthelsdorf, Dresden, Königsfeld und Bad Boll. Den Anlass für die Reise von Pfarrerinnen und Pfarrern sowie Gemeinde-Mitarbeitenden bildete das Jubiläum »275 Jahre Brüdergemeine in Surinam«, das in diesem Jahr gefeiert wird.

Einladung zu einer Reise nach Surinam
Drei Jahre nach der letzten Surinam-Reise bietet die Herrnhuter Missi-
onshilfe ihren Mitgliedern und Freunden erneut eine Reise in dieses südamerikanische Land an, in dem die Brüdergemeine vielerorts volkskirchlichen Charakter besitzt. Die Reise soll stattfinden im Zeitraum 27. Januar bis 9. Februar 2011. Sie wird geleitet vom ehemaligen Unitätsdirektor und HMH-Vorsitzenden Hans-Beat Motel, Königsfeld. Die Gesamt-Reisekosten (ÜVP im DZ) einschließlich Zubringerflüge und einer Hotel-Übernachtung am Flughafen in Amsterdam belaufen sich auf etwa 2.200 Euro. Ein mehrtägiger Ausflug ins Landesinnere ist vor-
gesehen. Auskünfte erteilt der Reiseleiter gern unter der Telefonnummer (07725) 916363. Anmeldungen sammelt die Herrnhuter Missionshilfe.

Arbeitseinsatz von Albrecht Menzel auf dem Sternberg
Am 1. Mai 2010 reist Albrecht Menzel (20) aus Forst/Lausitz zu einem achtwöchigen Freiwilligeneinsatz auf den Sternberg. Er wird das dortige Förderzentrum der Brüder-Unität intensiv kennen lernen und in Abspra-
che mit den Verantwortlichen vor Ort im hauswirtschaftlich-technischen Bereich gemäß seinen Kenntnissen und Fähigkeiten praktisch helfen. Die Initiative zu diesem Einsatz war von ihm selber ausgegangen. In den vergangenen Jahren haben immer wieder Jugendliche und Erwachsene aus Deutschland einen kürzeren oder längeren Freiwilligendienst auf dem Sternberg geleistet, wofür die HMH dankbar ist. Die HMH bemüht sich, dass künftig auch wieder Jugendliche im Rahmen des Ökume-
nischen Freiwilligenprogramms
zum Sternberg reisen können.

100 Jahre Weltmissionskonferenz in Edinburgh
Im Juni 1910 fand im schottischen Edinburgh die erste Weltmissions-
konferenz statt, an der insgesamt 1.355 Delegierte vor allem aus Europa und Nordamerika teilnahmen, um gemeinsam darüber nachzudenken, wie ein wirksames Zeugnis für Jesus Christus aussehen kann. In Edin-
burgh anwesend waren unter den 100 deutschen Abgeordneten immer-
hin zwölf Abgeordnete der Herrnhuter Brüdergemeine. Aus Anlass der 100-Jahrfeier dieser wegweisenden Konferenz fordert das Evangelische Missionswerk in Südwestdeutschland (EMS) die Gemeinden auf, am 6. Juni 2010 einen Missionsgottesdienst unter dem Motto »Er ist aufer-
standen – und ihr seid Zeugen« zu feiern. Material dazu gibt es auf der Website des EMS (siehe: www.ems-online.org/1512.html).

Entwicklungshilfe nur leicht rückläufig
Die Entwicklungshilfe der Industrieländer ist trotz der weltweiten Finanz-
krise 2009 auf hohem Niveau geblieben. Insgesamt 23 Geberländer zahlten 120 Milliarden US-Dollar an die Entwicklungsländer, was einem Rückgang gegenüber 2008 um zwei Prozent entspricht. Deutschland verzeichnete bei der Entwicklungshilfe einen Rückgang um zwölf Prozent von 14 auf 12 Milliarden US-Dollar. Damit sank der Anteil der Ent-
wicklungshilfe am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,38 Prozent auf 0,35 Prozent. Dennoch bekräftige Bundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel, Deutschland stehe zu seinem Versprechen, bis 2015 den Entwicklungshilfeanteil auf 0,7 Prozent des BIP aufzustocken. Größter Entwicklungshilfegeber sind die USA mit 29 Milliarden US-Dollar.

Kurzmeldungen
Zur Verwendung bei Missions- und Gemeindefesten hält die HMH Luft-
ballons bereit, die gern auch in größerer Stückzahl kostenfrei abgege-
ben werden. Die Ballons sind mit der Wort-Bild-Marke der HMH verse-
hen: »miteinander glauben – voneinander lernen – füreinander einste-
hen«. + + + Die fünf Missionsorganisationen innerhalb der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität (D, NL, CH, DK, S)haben der demnächst in Herrnhut tagenden Provinzialsynode jeweils zwei- bis dreise tige Berichte vorgelegt. Die Berichte können in Bad Boll angefordert werden. + + + Am 21.04.2010 hat die jugendliche Freiwillige Margareta Theile aus Neudietendorf, die derzeit in Ghana tätig ist, einen weiteren Rund-
brief verfasst, der zum Downloaden bereit steht oder verschickt wird.

Bilder-Hinweis
Einige Bilder zu diesen Meldungen finden sich auf der Homepage der HMH unter »Material, Fotoalbum«.

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Ausgabe 08-2010
Kontakt
Herrnhuter Missionshilfe e.V.
Badwasen 6
73087 Bad Boll
Telefon +49 (0) 71 64 / 94 21-0
Telefax +49 (0) 71 64 / 94 21-99
www.herrnhuter-missionshilfe.de

Öffentlichkeitsarbeit
Pfarrer Andreas Tasche
Telefon +49 (0) 71 64 / 94 21-85
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