Liebe Freunde der Herrnhuter Mission,
mit diesem Newsletter möchten wir über aktuelle Entwicklungen sowie über Ereignisse im Zusammenhang mit unserer Arbeit informieren.
Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Informationen benötigen,
die den Hintergrund der kurzen Nachrichten ausleuchten.
Herzliche Grüße und Segenswünsche aus Bad Boll
Ihr Andreas Tasche
Herzliche Einladung zu den Veranstaltungen in Bad Boll und Göppingen im Rahmen des Landesmissionsfestes vom 7. bis 9. Mai 2010
siehe: www.landesmissionsfest.de
Dienstbeginn von Gonzalo Paiz
Im März 2010 übernahm Gonzalo Paiz in Bilwi das Amt des Vorsitzenden der Brüdergemeine in Nicaragua von seiner Vorgängerin, Cora Antonio. Die Synode im Januar 2010, die fünfzehnte nach Gründung der Provinz, hatte ihn in dieses Amt gewählt. Die neue, fünfköpfige Kirchenleitung steht vor der Herausforderung, die Gemeinden zu größerer finanzieller Selbständigkeit zu führen, da künftig weniger Zuschüsse aus Nord-
amerika und Europa zur Verfügung stehen. Weitere Probleme, die angegangen werden müssen, sind die wachsende Verwicklung der Bevölkerung an der Costa Atlantica in den Drogenumschlag zwischen Süd- und Nordamerika, die Ausbreitung von HIV/Aids sowie die Benachteiligung der Ostküsten-Region durch die Zentralregierung.
Ein Erfolg: die Jugend-Sternberg-Reise
Die Jugend-Sernberg-Reise ist Ende März 2010 erfolgreich zu Ende gegangen. Insgesamt sieben Jugendliche (drei Frauen, vier Männer) weiten zum Kennenlernen des »Moravian Church Rehabilitation Cen-ters«, zur Begegnung mit den Mitarbeitenden sowie zur praktischen Ar-
b
eit für mehrere Tage auf dem bewaldeten Hügel bei Ramallah. Beson-
dere Aufmerksamkeit widmeten die Jugendlichen der Neuordnung des Archivs, dessen Dokumente weitgehend in Deutsch abgefasst sind. Besucht wurde auch das christliche Dorf Taybeh, die Universität Bir Zeit sowie die evangelische Schule in Ramallah, wobei es zu Kontakten mit einheimischen Jugendlichen und Mitarbeitenden kam. Gerahmt wurde der Besuch von Aufenthalten in Jerusalem und Galiläa.
Provinz Westindien-Ost plant die Gründung eines Collegs
Dem Jahresbericht 2009 von Cortroy Jarvis, Vorsitzender der Unitäts-
provinz Westindien-Ost, ist zu entnehmen, dass die Brüdergemeine in Gracehill auf der Insel Antigua die Gründung eines Moravian College plant. Die Kirchenleitung sieht sich dazu herausgefordert, mit dem neuen College einen Beitrag zur Erziehung der Bevölkerung zu leisten: »Die Kirche muss künftig mehr Einfluss nehmen auf die Formung und Gestaltung unseres Volkes. Dabei ist vor allem die Moral in den Fokus zu nehmen. Der Dienst der Kirche muss ganzheitlich verstanden werden«. Das College will die Jugend nicht nur für eine spätere kirchliche Laufbahn zurüsten, sondern auch für einen Beruf in der Wirtschaft, als Künstler, als Lehrer oder auch im Rechtswesen.
Neue Schul-Partnerschaft
Im Gefolge einer Reise von zwölf Frauen aus der nordamerikanischen Brüdergemeine nach Tanzania besteht seit kurzem eine neue Schul-Partnerschaft zwischen der »Salem-Akademie« für Mädchen in Winston-Salem (USA-Süd), und der »Bishop Kisanji Girls’ Secondary School« in Tabora, einer Schule der tanzanischen Westprovinz unter Leitung von Catherine Nombo. Es wurden schon Grußbriefe, Berichte und kleine Kunstwerke zwischen den Schülerinnen ausgetauscht sowie Schul-
bücher, Übungshefte, Wörterbücher und Bibeln nach Tabora transferiert. Darüber hinaus konnte Hilfe geleistet werden bei der Instandsetzung und anschließenden Modernisierung des Mädchenschlafsaales, dessen Dach bei einem heftigen Sturm beschädigt worden war.
Einsatz in Nicaragua
Sechs Jugendliche aus drei nordamerikanischen Brüdergemeinen ver-
brachten den Jahreswechsel 2009/2010 in Nicaragua, um beim Wieder-
aufbau nach den letzten beiden Hurrikans zu helfen. Zunächst arbeiteten sie in der Gemeinde Santa Marta im Nordosten des Landes, wo der Hurrikan »Felix« im September 2007 von der großen Kirche nur drei Au-
ßenwände stehengelassen hatte. Anschließend fuhren sie nach Jino-
tepe, um sich an der Durchführung eines Ernährungsprogramms zu beteiligen. In ihrem Bericht im Magazin »The Moravian« (Heft 4/2010) betonen die Jugendlichen, dass zwischen Hilfsbedürftigen und Helfen-
den tiefes Vertrauen zu wachsen beginnt. Dieses Vertrauen sei die Ba-
sis für die Verkündigung des Evangeliums und den Empfang von Segen.
Ermutigende EMS-Jahrestagung
Viel Ermutigung ging von der Jahrestagung des Evangelischen Missi-
onswerkes in Südwestdeutschland Mitte April 2010 in der Tagungsstätte Löwenstein bei Heilbronn aus. Die 45 Teilnehmenden, darunter acht »Moraven«, stand in Anlehnung an Psalm 23,1 unter dem Thema »Gott führt mich auf gerechten Spuren«. Es wurde darüber gearbeitet, wie glo-
bale und lokale Ungerechtigkeiten benannt werden können und welche Handlungsoptionen aus christlicher Verantwortung es gibt. Eine Exkur-
sion nach Heilbronn stellte auf beeindruckende Weise vier exemplari-
schen Initiativen vor. Ein Workshop unter Leitung von Henning Kaufmann (Herrnhaag) befasste sich mit der sozialen und ökonomischen Wirkung von Tauschringen (siehe www.tauschringbockenheim.de).
Kurzmeldungen I
Es gibt einen weiteren Rundbrief vom Cottbuser Missionsprojekt »Halte-
stelle« (Ausgabe April/Mai 2010). Der Rundbrief ist in Bad Boll erhältlich oder steht zum Downloaden bereit. + + + Job von Melle, vor seinem Ru-
hestand Generalsekretär der Zeister Missionsgesellschaft, wurde jetzt zusammen mit seiner Frau Ada zu einem zweijährigen Dienst nach Paramaribo (Surinam) ausgesandt, wo er der Kirchenleitung als Helfer und Berater zur Verfügung stehen wird. + + + Jørgen Bøytler, Unitätsdi-
rektor der Europäisch-Festländischen Brüdergemeine, wurde kürzlich in Christiansfeld (DK) zum ehrenamtlichen Vorsitzenden der Missionsge-
sellschaft der Brüdergemeine in Dänemark gewählt. Er löste den lang-
jährigen Vorsitzenden, Morgens Kappelgaard, ab.
Kurzmeldungen II
Leider wird es 2010/2011 keine neue Freiwilligenstelle im Rahmen des »Ökumenischen Freiwilligenprogramms« auf dem Sternberg (bei Ram-
allah) geben. Der Einsatz scheitert an verschärften Visumsbestimmun-
gen des Staates Israel. + + + Die Marathon-Radtour zweier Jugend-
licher aus der Brüdergemeine über 5.500 Kilometer zum Sternberg hat schon viele Menschen auf das dort befindliche Förderzentrum der Brü-
der-Unität aufmerksam gemacht. Unter anderem war in Wien am Rande einer Fahrrad-Demo Gelegenheit, vom Anliegen der Tour zu erzählen (siehe: http://zweiradfahrer@wordpress.com). + + + In ihrem Grußbrief
1-2010 bittet die »Losungsspende« um Geld für die im Dezember 2009 von einem Erdbeben betroffene Brüdergemeine in Malawi.
Bilder-Hinweis
Einige Bilder zu diesen Meldungen finden sich auf der Homepage der HMH unter »Material, Fotoalbum«.
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