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Wald am Rio Waspuk, Nicaragua

Bad Boll, am 27.01.2010  
Liebe Freunde der Herrnhuter Mission,

mit diesem Newsletter möchten wir über aktuelle Entwicklungen sowie über Ereignisse im Zusammenhang mit unserer Arbeit informieren.
Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Informationen benötigen,
die den Hintergrund der kurzen Nachrichten ausleuchten.

Herzliche Grüße und Segenswünsche aus Bad Boll
Ihr Andreas Tasche


Noch freie Plätze bei folgenden HMH-Reisen:
Infos zur Albanien-Reise vom 18. bis 28. Mai 2010 hier:
Infos zur Tanzania-Reise vom 31. Juli bis 14. August 2010 hier:
Infos zur Sternberg-Israel-Reise vom 10. bis 19. Okt. 20110 hier:

Layasiksa mit nachhaltiger Waldbewirtschaftung
Die kleine Miskito-Gemeinde Layasiksa (Nicaragua), 15 Kilometer westlich der Atlantikküste zwischen Puerto Cabezas und Prinzapolka gelegen, ist Mitte Januar 2010 von der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) für die nachhaltige Bewirtschaftung ihres Waldbestandes ausgezeichnet worden. Wie Carlos Marx Carneiro, leitender Mitarbeiter der FAO für Lateinamerika und die Karibik, sagte, besäße Layasiksa Vorbild-Charakter für andere Gemeinden. Die örtliche Waldgenossenschaft, in der etwa 300 Menschen auf 6.446 Hektar Wald arbeiteten, habe den angestammten Besitz der Dorfgemeinschaft durch Beachtung der Erfordernisse des Naturschutzes klug erhalten und vermehrt und damit einen Beitrag zum sozialen Frieden geleistet.

Herrnhuterin ist Präsidentin des USA-Kirchenrates
Bereits am 12. November 2009 wurde Peg Chemberlin in ihr neues Amt als Präsidentin des nationalen Kirchenrates der USA eingeführt. Der Einführungsgottesdienst fand in Anwesenheit zahlreicher prominenter Vertreter von Staat und Kirche zum Abschluss einer einwöchigen Rats-
tagung in der St.-Markus-Kathedrale in Minneapolis (Minnesota) statt. Im nationalen Kirchenrat der USA arbeiten über 50 Kirchen und Denomina-tionen mit 45 Millionen Mitgliedern in etwa 100.000 Gemeinden zusam-
men. Peg Chamberlin, die zweite Moravin in diesem Amt, wurde 1982 ordiniert und hatte zuvor 14 Jahre dem Kirchenrat von Minnesota vorgestanden. Seit April 2009 gehört sie dem von Präsident Barak Obama berufenen nationalen Beirat für Glaubensangelegenheiten an.

Wiederaufbau in Kipili hat begonnen
In Kipili (Tanzania, Rukwa-Provinz) hat der Wiederaufbau der Gebäude und Anlagen begonnen. die beim Taifun vom 3. Dezember 2009 be-
schädigt oder zerstört worden waren. Die Lehrlinge einer lokalen Tisch-lerei, die ansonsten über Weihnachten in den Urlaub fahren, haben bei den Arbeiten geholfen. Ein Teil des Baumaterials musste durch Knud Knudsen in Sumbawanga gekauft werden. Anderes Material war nach dem Ende von Sturm und Regen recycelbar. Obwohl manche Repara-
turen bislang nur vorläufigen Charakter tragen, stehen die beschädigten Gebäude und Anlagen für die Missionsarbeit am Tanganjikasee wieder zur Verfügung. Die Herrnhuter Mission in Dänemark, die sich um die Arbeit kümmert, dank für die erhaltene Unterstützung.

Weihnachtsfeiern in Tirana und Bathore
In einer E-Mail vom 4. Januar 2010 erzählt Merita Meko vom Weihnachts-
fest 2009 in Albanien. Am Heiligen Abend gab es im Gemeindezentrum in Tirana eine mehrstündige Zusammenkunft für alle Generationen, beginnend mit einem festlichen Weihnachtsgottesdienst, gefolgt von einem gemeinsamen Abendessen und einem bis Mitternacht währen-
den meditativen Programm, bei dem Kinder und Jugendliche die Weih-nachtsgeschichte nachspielten. Am Morgen des ersten Weihnachtsfeier-
tages versammelte sich die Gemeinde in Bathore, einem armen Vorort von Tirana, wo sich etwa 100 Personen zur Brüdergemeine halten. Auch hier wurde ein Krippenspiel aufgeführt und bedürftige Familien erhielten einen Beutel mit kleinen Geschenken. Bilder auf der HMH-Website.

Mehrzweckgebäude für die Brüdergemeine in Puerto Limón
Leopoldo Pixley, der Vorsitzende der Brüdergemeine in Costa Rica, hat die weltweite Brüder-Unität im Vorfeld des Unitätsgebetstages am 1. März 2010 über ein Bauvorhaben in Puerto Limón informiert. Für die seit 2008 bestehenden »School of Musik and Worship« soll ein Neubau errichtet werden. Gedacht ist an ein zweistöckiges Mehrzweckgebäude, das nicht nur für Unterrichtszwecke, sondern auch für diverse Gemein-
deversammlungen sowie die Sonntagsschule zur Verfügung steht. Im ersten Ober geschoss soll es Unterbringungsmöglichkeiten für die Gastdozenten der Musikschule sowie eine Fünf-Zimmer-Pfarrwohnung geben. Der Neubau soll unter anderem aus Mitteln der Unitätsgebets-
tags-Kollekte
2010 finanziert werden.

Schwere Überschwemmungen in Nordalbanien
Nach tagelangen Regenfällen und früh einsetzender Schneeschmelze waren am 8. Januar 2010 große Flächen in Nordalbanien an den Flüs-
sen Drin und Bojana überflutet
. Verschärft wurde die Situation durch das drohende Bersten mehrerer Staudämme, weshalb verstärkt Wasser abgelassen werden musste. Besonders schlimm traf es Shkodra, das nach Deichbrüchen fast ganz unter Wasser stand; 5.500 Men schen mussten evakuiert werden; 2.500 Häuser wurden zerstört, 11.000 Hektar Ackerfläche überschwemmt. Die Regierung forderte internationale Hilfe an. Auch die Brüdergemeine in Albanien möchte den Betroffenen helfen, vor allem mit Lebensmitteln, Kleidung, Medikamenten und Baumaterial. Sie bat die Missionsgesellschaften um finanzielle Unterstützung.

»Red Cedar« mit neuer Homepage
Die Rooibos-Kooperative »Red Cedar« in Wupperthal (Südafrika), ein Kooperationspartner der Herrnhuter Missionshilfe beim fairen Handel, hat eine neue Homepage mit vielen Informationen zu den verschiedenen Rooibos-Produkten und den gegenwärtig sechs Mitarbeiterinnen. Mitte Mai 2010 werden Christoline Engelbrecht und Gwen Snygans, zwei farbige Mitglieder der Kooperation, zu Besuch in Deutschland erwartet. Beim Ökumenischen Kirchentag in München kann man ihnen am Stand der Herrnhuter Missionshilfe begegnen. »Red Cedar« wurde 2004 ge-
gründet und vermarktet seine Produkte im In- und Ausland mit großem Erfolg. Die Rooibos-Nutzung geht auf die Khoi-Khoi zurück und gilt als die älteste einheimische Industrie Südafrikas.

Haiti: Erfolg der Entschuldungs-Kampagne
Das Bündnis »erlassjahr.de«, das sich seit zehn Jahren für eine Redu-
zierung der Schuldenlast der armen Länder einsetzt und dem auch die HMH angehört, meldet einen schönen Erfolg. Nicht zuletzt öffentlichem Druck ist es zuzuschreiben, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) am 20. Januar 2010 beschlossen hat, Haiti alle Schulden zu erlassen. Auch der Haiti kürzlich gewährte Nothilfe-Kredit in Höhe von 100 Millionen US-Dollar werde vom IWF in einen verlorenen Zuschuss umgewandelt. Bei anderen Gläubigern, vor allem bei der amerikani-
schen Entwicklungsbank, ist Haiti jedoch noch mit 726 Millionen US-Dollar verschuldet. Das Bündnis »erlassjahr.de« forderte alle Gläubiger Haitis zu einem vollständigen Schuldenerlass für das Land auf.

Kurzmeldungen
Berichtigung: Die Verabschiedung von Job van Melle als Generalsekre-
tär der Zeister Missionsgesellschaft findet am 28. Januar 2010 statt und nicht, wie irrtümlich gemeldet, am 28. Dezember 2009. + + + Das Völker-
kundemuseum in Herrnhut
, ehemals das Missionsmuseum der Brüder-
gemeine, bietet eine neue Spezial-Führung an: »Aruak und Karaiben - Indianer im Küstengebiet Surinams«, erstmals am 7. März 2010, 15 Uhr. + + + Die Freizeit für Freunde und Sammler der HMH vom 13. bis 15. Mai 2010 in Ebersdorf (Thür.) steht unter dem Motto »Ihr werdet mei ne Zeu-
gen sein - weltweite Mission in der Nachfolge des Auferstandenen«. Sie wird von Klaus und Christiane Biedermann geleitet (Telefon: 03588 / 22 23 25), die gern Anmeldungen entgegen nehmen.

Bilder-Hinweis
Einige Bilder zu diesen Meldungen finden sich auf der Homepage der HMH unter »Material, Fotoalbum«.

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Ausgabe 02-2010
Kontakt
Herrnhuter Missionshilfe e.V.
Badwasen 6
73087 Bad Boll
Telefon +49 (0) 71 64 / 94 21-0
Telefax +49 (0) 71 64 / 94 21-99
www.herrnhuter-missionshilfe.de

Öffentlichkeitsarbeit
Pfarrer Andreas Tasche
Telefon +49 (0) 71 64 / 94 21-85
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