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24. August 2010
Hirtenbrief aus Südafrika Die Bischöfe aus der Unitätsprovinz Südafrika haben anlässlich des Gedenkens an den 13. August 1727 einen Hirtenbrief an die Mitarbeitenden verfasst. In Südafrika wie in mehreren anderen Unitätsprovinzen steht der ganze Monat August jeweils im Zeichen einer geistlichen Neubesinnung. In dem Hirtenbrief wird dankbar auf das Ereignis »FIFA-Weltmeisterschaft 2010« zurückgeblickt. Alsdann werden die vermehrten fremdenfeindlichen Übergriffe im Lande angesprochen. Es heißt: »Auch wenn die Politiker das Problem verschweigen, ist Fremdenfeindlichkeit doch eine unserer größten Herausforderungen. Als Mitglieder der Brüdergemeine können wir Fremdenfeindlichkeit nicht dulden. Lasst uns über dieses Problem in den Gemeinden diskutieren«!
Viele Nöte in Labrador Eine der kleinsten Provinzen innerhalb der weltweiten Brüder-Unität mit nur 2.000 Mitgliedern ist die Missionsprovinz Labrador. In den vier Gemeinden gibt es nach wie vor eine Vielzahl sozialer und geistlicher Nöte. Aus Nain, wo seit mehreren Jahren kein Prediger amtiert, wurde zuletzt berichtet, dass fünf Mitglieder aufgrund ihrer ausweglosen Situation sich das Leben nahmen, dass zwei Kinder ertranken und dass drei Mitglieder bei einem Hausbrand getötet wurden. In Hopedale ist gemäß eines Vertrages mit der anglikanischen Kirche ein emeritierter anglikanischer Pfarrer tätig. In Happy Valley arbeitet seit kurzem eine junge Pfarrerin aus der amerikanischen Südprovinz. In Makkovik gab es im Sommer 2010 ein regionales Jugend-Musik-Festival.
Erdbebenfolgen in Malawi noch lange nicht überwunden Dorothea Weller (Bad Boll) stattete kürzlich der Missionsprovinz Malawi einen Besuch ab. Dort hatte es im Dezember 2009 eine Serie schwerer Erdbeben gegeben. Der dadurch entstandene Riss erstreckt sich über weite Teile der Karonga-Region. Er ist inzwischen 50 Zentimeter breit und 15 Meter tief. In einem Bereich von 250 Metern beiderseits des Risses dürfen keine neuen Häuser gebaut werden, was Grundstückskonflikte heraufbeschwört. Noch immer leben viele betroffene Menschen in Zelten und erhalten Lebensmittelhilfe. Ihre Felder und kleinen Geschäfte sind zerstört, Knochenbrüche und andere Verletzungen oft noch nicht verheilt, was einen Broterwerb unmöglich macht. Insbesondere die »Losungsspende« hat zugesagt, längerfristig zu helfen.
Nachrichten aus Guyana und Westindien-Ost Vom 21. bis 25. Juli 2010 fand im St.-Pauls-Tagungszentrum in Vryheid’s Lust (Guyana) mit 60 Teilnehmerinnen die zweite Frauenkonferenz der Unitätsprovinz Guyana statt. Das Motto der Konferenz lautete: »Wir sind stolz darauf, Christinnen zu sein«. Zum feierlichen Eröffnungsgottesdienst fuhren die Frauen, darunter 25 Gäste von mehreren westindischen Inseln, nach Queenstown in die dortige Brüdergemeine. + + + An drei Sonntagen im September 2010 sollen in der Unitätsprovinz Westindien-Ost vier Pfarrer durch Bischof Kingsley Lewis die Presbyter-Ordination erhalten: Jeremy Francis, Adrian Smith, Sean Roberts junior und Andrew Roberts. Bereits am 16. Juli 2010 wurde Cherice Job-Lewis zu einer Diákona ordiniert.
Vor dem Weltarmutsgipfel Vom 20. bis 22. September 2010 wird in New York eine wichtige UN-Konferenz, der »Weltarmutsgipfel«, stattfinden. Daran wollen sowohl Angela Merkel als auch Barack Obama teilnehmen. Der Gipfel wird sich mit dem Skandal befassen, dass nach der globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise die Zahl der Hungernden auf über eine Milliarde gestiegen ist. Auch die anderen »Millenniumsziele«, die die Politik sich im Kampf gegen die Armut gesetzt hat, sind noch lange nicht erreicht, nach Auffassung von Experten jedoch bis 2015 erreichbar: Beseitigung des Hungers, Grundschulbildung für alle, Stärkung der Frauen, Kampf gegen Kindersterblichkeit, Förderung der Mütter-Gesundheit, Bekämpfung von HIV/Aids und Malaria, Sicherung ökologischer Nachhaltigkeit.
Nordhäuser Kinder spendeten für Tanzania Rund 100 Kinder aus der Region Nordhausen (Sachsen-Anhalt) verbrachten ihre Ferien in einem Camp des »Kinder-Kirchen-Ladens«, einer sozialpädagogischen Initiative der Gemeinde St. Blasii Altendorf-Nordhausen. Dabei befassten die Kinder sich u. a. mit Geschichte und Gegenwart der Herrnhuter Brüdergemeine, wobei ihnen der Graf und die Gräfin von Zinzendorf sogar »persönlich« begegneten. Gemäß den Absprachen wurden bei dem Camp auch Spenden gesammelt. Die HMH bedankt sich für 265 Euro, die dem Projekt »Solarleuchten für Familien in Tanzania« zugute kommen. Bis jetzt wurden Einzelteile für insgesamt 80 Solarleuchten und Solarpaneele nach Tanzania verbracht und in der Berufsschule in Rungwe (Südprovinz) montiert.
Neues Amt in der weltweiten Brüder-Unität Am 1. August 2010 hat Jørgen Bøytler, vormals Mitglied der Direktion der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität, die durch die Unitätssynode neu eingerichtete Stelle eines Unitätsgeschäftsführers (Unity Business Administrator) angetreten. Er war in das Amt durch den Unitätsvorstand gewählt worden. Seine Anstellung ist zunächst auf fünf Jahre befristet und umfasst 40 Prozent einer Vollzeitstelle. Er wird sein Amt in Kombination mit dem Pfarramt in Christiansfeld ausüben. Die Unität erhofft sich vom Unitätsgeschäftsführer einen besseren Informationsfluss zwischen den Unitätssynoden bzw. Sitzungen des Unitätsvorstandes sowie eine bessere Abstimmung zwischen den 17 Unitätsprovinzen, acht Missionsprovinzen und fünf Unitätswerken.
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13. August 2010
Mindestens 115 Tote bei Springflut in Leh Im indischen Teil Kaschmirs sind bei Überschwemmungen mindestens 120 Menschen ums Leben gekommen. Plötzliche Regenfälle und Erdrutsche haben in der Stadt Leh zu einer verheerenden Springflut geführt. Rund 1.500 Menschen wurden verletzt; etwa 500 werden noch vermisst. Das Straßen- und Kommunikationsnetz ist ebenso wie der Flughafen stark in Mitleidenschaft gezogen. Die wüstenähnliche Region im Himalaja liegt auf rund 3.500 Metern Höhe. Normalerweise fallen dort nur sehr wenige Niederschläge. In Leh und im benachbarten Shey gibt es eine Gemeinde und ein Schulwerk der Brüdergemeine. Es ist der HMH jetzt gelungen, nähere Informationen aus Nordindien zu erhalten.
Auf dem Sternberg angekommen Marianne van de Glind aus Zeist/NL, Sonderpädagogin und Verbindungsperson zur Brüder-Unität sowie Freunden und Förderern des »Moravian Church Rehabilitation Centers« ist zusammen mit ihrer siebzehnjährigen Tochter Vera auf dem Sternberg angekommen. Zuvor hatte sie beim Evangelischen Entwicklungsdienst, der ihre Stelle anteilig finanziert, an einem Vorbereitungskurs teilgenommen. Die etwa 45 Mitarbeitenden auf dem Sternberg sind gespannt auf die Anregungen, die ihnen Marianne van de Glind vermitteln wird. Noch immer gibt es in Palästina keine spezielle berufliche Aus- oder Fortbildung für Sonderpädagogen. Im HMH-Magazin »weltweit verbunden«, Ausgabe 3-2010, wird in Kürze ein Portrait von Marianne van de Glind erscheinen.
Kurzmeldungen Inzwischen gibt es ein festes Programm-Angebot der Cottbuser »Halte- stelle«, ein Werk der Herrnhuter Brüdergemeine, mit dem vor allem Menschen am Rande und außerhalb der Kirchen erreicht werden sollen. Von den Aktivitäten im vergangenen Quartal, u. a. einem Kinder- und Familientag im Tierpark, einem Vater-Sohn- und einem Aufbauwochen- ende berichtet der »Haltestellen-Brief« Nr. 6, der in Bad Boll angefordert werden kann. + + + Am 10. August 2010 fand auf dem Herrnhaag (bei Büdingen) ein kleines Begrüßungsfest für Johann Waas und Christian Herrmann statt, die in den vergangenen Monaten per Rad von Deutsch- land zum Sternberg (Palästina) gefahren waren. Insgesamt legten die beiden je über 7.000 Kilometer zurück. Bilder auf der HMH-Website.
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3. August 2010
Schwerer LKW-Unfall in Tanzania Am 6. Juli 2010 ist der Lastkraftwagen der Rukwa-Provinz in der Nähe von Kasanga tief im Südwesten von Tanzania schwer verunglückt. Das Fahrzeug war unterwegs mit zehn Pfarrern der Brüdergemeine, die an Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen hatten, sowie anderen Mitreisenden, darunter eine hochschwangere Frau, die zur Entbindung ins Hospital von Ngorotwa gebracht werden sollte. Nach einem technischen Versagen rutschte der Lastkraftwagen auf steilem Gelände einen Abhang hinunter, wobei die Schwangere und ihr Kind ums Leben kamen. Eine polizeiliche Untersuchung des Unfalls hat stattgefunden; ein Strafprozess gegen den Fahrer wird sich anschließen. Um eine Bergung des Fahrzeugs ist die Kirchenleitung bemüht. Herrnhuter Brüdergemeine auf Grenada Über die im Aufbau begriffene Brüdergemeine auf Grenada berichtet das jüngste Heft »Eine Welt - Magazin aus Mission und Ökumene« in einem mehrseitigen Bidbeitrag von Stefan Rambow. Die Brüdergemeine auf Grenada entstand im Gefolge von Nothilfe nach dem Hurrikan »Ivan« vom 7. September 2004. Damals waren Mitarbeitende der »Moravian Disaster Response« als erste in Mount Tranquil, woraus sich eine kontinuierliche Unterstützung und schließlich eine Gemeindegründung entwickelten. Derzeit ist man dabei, den Bau eines Kirchleins zu planen. Bis jetzt finden alle Gottesdienste im Freien statt. An die weltweite Brüder-Unität angebunden ist die Arbeit auf Grenada über die 130 km entfernten Nachbargemeinden auf Trinidad und Tobago.
Missionskalender 2011 Die Herrnhuter Missionshilfe wird, anders als in den Vorjahren, für das Jahr 2011 keinen eigenen Kalender produzieren lassen. Sie möchte jedoch werbend hinweisen auf den schönen Missionskalender, den mehrere im Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW) zusammen geschlossenen Kirchen und Organisationen bereits zum zehnten Male gemeinsam herausgeben. Der Kalender zeigt 13 wunderbare, großformatige Farbbilder aus der ganzen Welt zum Thema »Die Schöpfung«. Der Kalender kann in Bad Boll zum Einkaufspreis von 5,00 Euro zzgl. Porto vorbestellt werden. Bei Abnahme von zehn und mehr Exemplaren gibt es einen Mengenrabatt von 0,75 Euro. Einen kleinen Voraus-Blick in den Kalender gestattet eine pdf-Datei.
Kurzmeldungen Die Gruppenreise der HMH nach Surinam vom 10. bis 24. Februar 2010 mit Hans-Beat Motel (Königsfeld) wurde jetzt noch einmal im »Herrnhuter Boten« ausgeschrieben. Für die wenigen freien Plätze kann man sich bis zum 31. August 2010 in Bad Boll anmelden. Die Reisekosten liegen bei 1.950 Euro. + + + Die »Faire Woche«, die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland, findet in diesem Jahr vom 13. bis 26. September statt. Unter dem Motto »Fair schmeckt mir!« widmet die Messe sich dem Schwerpunktthema, wie Fairer Handel und Gastronomie zueinander finden können. Die Aktionswoche lebt von ideenreichen Veranstaltungen der lokalen Eine-Welt-Läden. Zentrale Informationsplattform ist die Website www.fairewoche.de.
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Maulbronner singen in Tanzania Ein 30köpfiger Jugendchor besucht derzeit die Brüdergemeine in Tanza- nia. Die Reise dient der Pflege der

langjährigen Partnerschaft zwischen dem Kirchenbezirk Mühlacker und der tanzanischen Südwestprovinz.
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Vize-Kanzlerin in Bethlehem/Pa. Die Vize-Kanzlerin der von der HMH unterstützten "Teofilo-Kisanji-Univer- sität" der Brüdergemeine in Mbeya,

Dr. Tuli Kassimoto (2. v. l.), besuchte Bethlehem/Pa., wo sie u. a. auch im Theologischen Seminar weilte.
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Sechs Tote bei Unfall nahe Waspam Sechs Tote und 44 Verletzte, allesamt Mitglieder der Brüdergemeine, hat es bei einem schweren LKW-Unfall in Nicaragua nahe einer Brücke über den Rio Likus (siehe Foto) gegeben.

Nähere Angaben in einem Bericht in der Lokalpresse. Bitte helfen Sie uns, damit wir helfen können!
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Missionsfest in Bad Boll Beim Missionsfest in Bad Boll wurde Marianne van de Glind zum Dienst auf dem Sternberg (Palästina) ausgesandt, wo sie sich um die Fortbildung der Mit- arbeitenden kümmert. Gäste waren

unter anderem: Rogelio Zacarías (Ni- caragua), Godfrey Cunningham (Süd- afrika) und Joseph Rivera (Nicaragua).
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Jugend in Kathmandu (Nepal) Die kleine Brüdergemeine in Kathman- du festigt sich und wächst allmählich.

Die Jugend trifft sich unter anderem in der Kirche zum Bibelstudium.
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Synoden-Abendmahl in Herrnhut Bei der Abendmahlsfeier am Ende der Provinzialsynode in Herrnhut diente u.a.

Dena Grillo (Mitte) aus Albanien.
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Rooibos-Produkte aus Südafrika In Wupperthal (Südafrika) werden von der "Red Cedar"-Kooperative seit sechs Jahren Tees und Kosmetika hergestellt und über die HMH vertrieben.

Jetzt waren Christoline Engelbrecht und Gwen Snygans, zwei Mitarbeiter- innen der Kooperative, zu Besuch in Deutschland, u.a im Eine-Welt-Laden "Ujamaa" in Königsfeld.
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Schwesternprojekt: Solarlampen Seit Anfang 2010 gibt es das Projekt »Solarlampen für Tanzania«, das u.a. von den Schwestern unterstützt wird.

Siegfried Popp war unlängst in Rung- we (Süsprovinz), um die Elektriker am dortigen Berufsschulzentrum in der Montage der Lampen anzuleiten.
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Unitätsgebetswacht in Deutschland: vom 22. bis 31. März 2010 - Was ist das?

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