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Land und Leute

Das Land hat 112 000 km2 (zweitgrösstes Land Zentralamerikas).
Die Einwohnerzahl beträgt 5,354 Mio. Menschen, davon sind 91 % Mestizen, 6 % Indianer, 2 % Afroamerikaner, 1 % Weisse

Allgemeine Informationen:

Honduras ist ein gebirgiges, von Bananen-, Baumwoll-, Kaffee- und Zuckerrohrplantagen durchsetztes Land. Die Hälfte des Landes besteht aus Wald. Die meisten Bewohner leben in der westlichen pazifischen Region, während die Atlantikküste nur dünn besiedelt ist. Hier und am Grenzfluss zu Nicaragua leben die verschiedenen Indianerstämme (Miskitos, Sumos, Payas) wie auch die kleine Gruppe englischsprachiger Afroamerikaner.

Honduras ist eines der ärmsten und am meisten ausgebeuteten Länder der Welt. Es herrscht zwar Schulpflicht, aber aus Mangel an Schulen sind über 60 % der Bevölkerung Analphabeten. Die Mehrheit lebt als Bauern kümmerlich auf kleinen eigenen Grundstücken oder als Landarbeiter auf Gütern von Grossgrundbesitzern. Dieser winzige Teil der Bevölkerung besitzt 30 % des bebaubaren Landes.

Geschichte: Honduras war wie Guatemala und Belize einst von den Mayas besiedelt. Die Ruinen von Copan wurden 1839 im Dschungel entdeckt. Kolumbus landete 1502 auf dem Festland und benannte das Gebiet nach den tiefen Gewässern vor der Nordküste: Honduras, die Tiefe. Auch hier gelang die Unterwerfung der Indianer durch feigen Mord des Indianerhäuptlings Lempira bei Verhandlungen. 1537 wurde die Provinzhauptstadt Comayagui gegründet, sie beherbergte die erste Universität Zentralamerikas. Silberfunde liessen das Land wirtschaftlich wachsen. Das erregte das Interesse verschiedener europäischer Seeräuber, die aus der Karibik kommend im 17. Jahrhundert häufig die Nordküste überfielen. Auf Ersuchen des Miskitohäuptlings ging die Miskitoküste schliesslich in englischen Besitz über. Die englische Kontrolle endete 1859.
1821 schloss sich Honduras den anderen vier zentralamerikanischen Provinzen an und erklärte sich von Spanien unabhängig. 1838 zerfiel dei Föderation. Es entstanden zwei grosse Parteien, Liberale und Konservative, die sich in der Ausübung der politischen Macht ständig abwechselten, meist auch als Militärdiktatur, was bis heute anhält.
Auch hier gewann gegen Ende des 19. Jahrhunderts die United Fruit Company, und mit ihr die USA, entscheidenden Einfluss auf Politik und Wirtschaft im Land. So wurde in den 80er Jahren Honduras zur grossen Militärbasis für US-Truppen und Contra-Rebellen gegen Nicaragua und seine sandinistische Regierung. Bemerkenswert wird der Versuch sein, die grossen sozialen Spannungen durch Enteignung von 32.000 ha Land der grossen Bananengesellschaften und Verteilung an Kleinbauern zu mildern.

Die Brüdergemeine in Honduras:

Sie begann Anfang der 30er Jahre mit ihrer Arbeit unter den Miskitos an der Atlantikküste. Es war eine logische Fortsetzung der Arbeit, die schon 80 Jahre in Nicaragua unter der Atlantikküstenbevölkerung (Miskitos, Sumos und Kreolen) stattfand.
So waren die ersten Missionare Nordamerikaner, die aus Nicaragua kamen und die Sprache beherrschten. Die Brüdergemeine in Honduras ist bis heute sehr stark von der nordamerikanischen Brüdergemeine geprägt und finanziell abhängig. Erst in jüngster Zeit ging die Arbeit ganz in einheimische Hände über. Eine schwierige Phase durchlebte die Kirche in den Jahren 1981 bis 1990, als sich mehr als 10.000 Flüchtlinge aus Nicaragua in ihrem Gebiet aufhielten (mehr als die Gesamtzahl der eigenen Mitglieder).

Die Brüdergemeine in Honduras erhielt 1995 ihre volle kirchliche Selbständigkeit und hielt 1997 ihre erste Synode. Sie umfasst heute 75 Gemeinden mit 8.900 abendmahlsberechtigten Mitgliedern; sie beschäftigt 83 Pfarrer. Das Hauptarbeitsgebiet ist die Atlantikküste mit der Arbeit unter Miskitos, Sumos und Payas. Der Sitz der Kirchenleitung ist Ahuas. Dort gibt es auch eine kleine theologische Ausbildungsstätte.
Die Brüdergemeine betreibt drei Kliniken in Ahuas, Caurquira und Ocotales. Bis in die 80er Jahre gab es drei kircheneigene Schulen, die aus wirtschaftlichen Gründen nicht weitergeführt werden konnten. Seit 1995 gibt es in Brus Laguna den Versuch einer technischen Schule (berufsbegleitende Ausbildung).
Die fehlenden Arbeitsmöglichkeiten an der Atlantikküste aufgrund ständiger Vernachlässigung durch die Regierung ist eines der Hauptprobleme. So ergreifen viele junge Männer die gefährliche Arbeit des Tauchens nach Hummern oder geraten in den Sog der Drogenmafia. Andere zieht es in den dicht bevölkerten Teil des Landes.

Im Rahmen des "New World Witness"-Programms gibt es eine neue Missionsaufgabe unter den Garifuna mit dem Zentrum in Trujillo an der Nordküste des Landes.


(Zusammenstellung: Volker Schulz)


Umweltschäden und Armut durch wirtschaftliche Liberalisierung

Auf Druck der Weltbank war von der honduranischen Regierung das "Agrarmodernisierungsgesetz" beschlossen worden. Es bewirkt zum ersten, dass Kleinbauern weniger Hilfe und Kredite erhalten, zum anderen verpflichtet es die Regierung, an Tropenholz exportierende Firmen öffentlichen Waldbesitz zu verkaufen. Dessen Nutzung war vorher der armnen, vor allem indianischen Landbevölkerung freigegeben; und die tat das in einer umweltverträglichen Weise. In der Gegend von Puerto Lempira (Departement Gracias a Dios, das ist das Kerngebiet der Brüdergemeine in Honduras) zum Beispiel droht durch grossflächigen Waldverkauf 100.000 Familien der Entzug der Existenzgrundlage: Die Folgen sind tragisch, denn 60 % der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft, 71 % unterhalb der Armutsgrenze; der Hunger nimmt zu. Zudem werden langjährige Entwicklungshilfeprojekte zunichte gemacht, so z.B. das der GTZ/Bundesrepublik zur "sozialen Waldbewirtschaftung".







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Ausländische Gäste in Europa: hier

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Neue Kirche in Surinam 
Kürzlich weihte die javanisch geprägte
Gemeinde „Tirta Rahardja“ (Lebens-
wasser) in Wageningen (Surinam) ihre



neue Kirche ein. Die Kosten dafür wur-
den teils von der Gemeinde, teils von
der Stiftung "Jakin" aufgebracht.

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Die HMH beim Kirchentag 
Beim 34. DEKT in Hamburg konnte die
HMH hunderte Gäste an ihrem Stand
begrüßen. Hier Elona Mandro aus Al-



banien mit einer Kleingruppe aus Lon-
don. Im Hintergrund der neue "Weg-
weiser in die weltweite Brüder-Unität
". 

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Herrnhuter Mission im Theater 
Am 10. und 11. Mai 2013 gibt es im
Zittauer Theater noch zweimal die Ge-
legenheit, etwas von der Herrnhuter



Mission zu erfahren. Um 19.30 Uhr be-
ginnen jeweils szenischen Lesungen
unter dem Thema "Die Herrnhuter Brü-
dergemeine in unbekanntem Land
".

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Jetzt auch noch Waldbrände 
Die Mitglieder der Brüdergemeine im
Biosphärenreservat Bosawás (Nikara-
gua) müssen jetzt auch noch gegen



80 Waldbrände kämpfen, die infolge
illegaler Brandrodung durch eindring-
ende Kolonisten entstanden sind. 

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Neue Provinz am Lake Tanganyika
Erst seit kurzem gibt es eine Unitäts-
provinz am Lake Tanganyika mit etwa
27.100 Mitgliedern in 27 Gemeinden.




Hier die Kirche der Brüdergemeine in
Kigoma, wo sich das Hauptquartier der
Provinz befindet. Nähere Infos hier.

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Die HMH bei der Fair-Trade-Messe
Etwa 80.000 Besucher hatte die dies-
jährige Fair-Trade-Messe in Stuttgart,
mit dabei der "Moravian Merchandise",



der Faire Handel der HMH mit einem
gut besuchten Stand, an dem auch
zwei Frauen von "Red Cedar" in Wup-
perthal (Südafrika) Auskunft gaben.

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Surinam: Hilfe für Schulkinder
Damit begabte, jedoch arme Kinder im
Urwald von Surinam eine Schule besu-
chen können, gibt es für sie ein Förder-



programm. Für 32 Euro erhalten sie
ein Hilfe-Set bestehend aus Schulklei-
dung und Schulmaterial. Spenden

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Südafrika: Erfolgreichen Programm
Im Kampf gegen HIV/Aids ist das Pro-
gramm der Brüdergemeine "Masanga-
ne" (Umarmung) sehr erfolgreich.



In einer extrem armen und unterent-
wickelten Gegend wird vielfältige Hilfe
angeboten (Download Jahresbericht).

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Theologische Ausbildung im Kongo
Das Unitätsopfer 2013 ist für die theo-
logische Ausbildung der Brüdergemei-
ne in der D. R. Kongo bestimmt, spe-



ziell für den Bau eines neuen großen
Lehrsaales. Nähere Infos hier.

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Film über Mayangnas
Über die Umwelt, die Kultur und die
Sorgen der indigenen Mayangnas in



Nicaragua sowie über ein besonderes
Musikprojekt berichtet ein neuer Film
(23 Min.; englisch; Download hier).

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Unitätsgebetswacht in Deutschland:
vom 22. bis 31. März 2012 - Was ist das?





neue
Gebets-Infos
downloaden



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