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Waldenser spenden Zahnarztstuhl Das Krankenhaus der Herrnhuter Brüdergemeine in Isoko im Süden Tanzanias bekommt einen Zahnarztstuhl gespendet. Finanziert wird er von der Kirchenleitung der Waldenser (TAVOLA) mit reichlich 7.000 Euro und dem Isoko-Bund in Hornbach (Pfalz) mit 2.000 Euro. Das Krankenhaus in Isoko wurde 1961 errichtet und ist seit 1976 als Distrikthospital im Ileje-Distrikt (115.000 Einwohner, knapp 2.000 km2) anerkannt. Es ist eines von drei Krankenhäusern, die die Herrnhuter Brüdergemeine in Tanzania (›Moravian Church of Tanzania‹) betreibt. Das Krankenhaus befindet sich in einer abgelegenen und armen Region Tanzanias. Es ist ein voll ausgestattetes Haus mit Operationssaal, gynäkologischer Abteilung, Notfallaufnahme, Isolierstation und einer zahnmedizinischen Abteilung. Der Distrikt Ileje verfügte bisher über keine zahnmedizinische Ausrüstung, die angemessene Zahnuntersuchungen und Zahnbehandlungen – zum Beispiel mit Füllungen – zuließen. Mit der bisherigen Ausstattung sind nur Extraktionen möglich gewesen. Täglich sind bisher 10 Personen zahnmedizinisch untersucht worden. Durch die Anschaffung des neuen Zahnarztstuhles wird die Zahnbehandlung im gesamten Distrikt deutlich verbessert. Die Unterstützung durch die Waldenser wurde durch den Präsidenten der Deutschen Waldenservereinigung, Herbert Temme (Bad Boll), vermittelt. Der Isoko-Bund in Hornbach (Pfalz) ist ein regionaler Arbeitskreis, der das Krankenhaus in Isoko durch materielle und ideelle Hilfe unterstützt.
Waisen bekommen Hilfe „Wir helfen, wo wir können“, sagt Pfarrer Andrew Kasyanju, Verantwortlich für die Arbeit in der Großstadt. „Doch die Zahl der Waisen nimmt täglich zu. Die Eltern sterben meist an den Folgen von Aids. Zurück bleiben Kinder, denen es am Nötigsten fehlt.“

Jetzt beginnt die Herrnhuter Brüdergemeine mit einer neuen Arbeit unter Aids-Waisen. „Wir wollen gezielt die Kinder in ihrer familiären Umgebung unterstützen. Wir wollen sie nicht aus ihrem Umfeld herausholen, sondern die Familien so begleiten, dass die Kinder keine zusätzliche Belastung darstellen.“ Pfarrerin Nikwisa Mwakamele weiß wovon sie spricht. Ihr Mann starb, als ihre drei Kinder noch sehr klein waren. Sie musste das gemeinsame Haus verlassen und stand vor 13 Jahren mit nichts außer ihren drei kleinen Kindern auf der Straße. Der Weg zur Pfarrerin war steinig. Jetzt möchte sie ihre Erfahrungen mit der neuen Aufgabe verknüpfen. „Es gehört zu unseren ureigensten Aufgaben als Kirche, dass wir uns um die Schwächsten kümmern. Das sind die Waisen. Sie brauchen Nahrung und Kleidung, eine Matratze und eine Decke, eine schulische und berufliche Ausbildung. Es gibt viel zu tun,“ sagt Pfarrerin Mwakamele. Mutig und engagiert stellt sie sich der neuen Aufgabe.
Mit Ihrer Spende wird die Herrnhuter Missionshilfe ihr dabei helfen.
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