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Über uns
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Flyer der HMH zum Downloaden
1. Herrnhuter Missionshilfe
Die Herrnhuter Missionshilfe (HMH) hat die Rechtsform eines ein-getragenen Vereins. Sie ist die Missionsorganisation der Brüder-Unität (Herrnhuter Brüdergemeine) in Deutschland. Weitere euro-päische Missionsorganisationen existieren in Dänemark, in den Niederlanden, in der Schweiz und in Schweden.ss
Die Missionsorganisationen der Brüder-Unität sprechen die Arbeit mit ihren Partnern in Übersee regelmäßig ab. Die HMH unterstützt vor allem kirchlich-missionarische sowie diakonische Aktivitäten in Tanzania (Schwerpunktland), in Palästina, in Südafrika, in Nicara-gua, in Nordindien, in Albanien und in Lettland. Nach dem Prinzip »Hilfe zur Selbsthilfe« bezieht sie die missionarische Kompetenz der Christinnen und Christen vor Ort in ihre Arbeit ein. Die lang-fristige Entsendung von Personal aus Europa erfolgt nur in Ausnah-mefällen. Die HMH steht in einer Tradition, in der die Ausbreitung des Reiches Gottes untrennbar verbunden ist mit dem Eintreten für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.
Gemeinsam mit den Provinzen der Brüder-Unität erfüllt die HMH bestimmte Aufgaben innerhalb des Missionsprogramms »New World Witness« (Neues Zeugnis für die Welt), das gegenwärtig Aktivitäten in Albanien, in Belize, in Französisch-Guyana, in Honduras, im Kongo, in Kuba, in Lettland, in Malawi, in Nepal, in Ostsibirien, in Tanzania, in Zambia sowie in Deutschland (»Haltestelle« in Cottbus) umfasst.
Im Inland trägt die HMH dazu bei, ein Eine-Welt-Bewusstsein zu stärken bzw. neu zu wecken. Das geschieht u. a. durch Veröffent-lichungen, Vorträge, Veranstaltung von Reisen in die verschiede-nen Arbeitsgebiete, Förderung von Gemeinde- und Projektpartner-schaften, Vermittlung von Freiwilligeneinsätzen und einen Vertrieb fair gehandelter Produkte aus der weltweiten Brüder-Unität (»Moravian Merchandise«). Mit Nachdruck tritt die HMH für die Einheit von Kirche und Mission ein. Mission kann nicht delegiert werden, sondern ist Aufgabe jedes Christen und jeder Gemeinde.
Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben stützt sich die HMH nicht nur auf die Mitglieder der Brüder-Unität, sondern auch auf einen großen, über ganz Deutschland verstreuten Freundeskreis. Der Mitglieder-versammlung gehören etwa 50 Vertreter der Brüdergemeinen, der Freundeskreise sowie mehrerer Landeskirchen an.
Die HMH ist Mitglied im Evangelisches Missionswerk in Südwest-deutschland (EMS) sowie im Evangelisches Missionswerk in Deutsch-land (EMW). Darüber hinaus verfügt sie über Sitz und Stimme in der Synode der Brüder-Unität.
2. Brüder-Unität (Herrnhuter Brüdergemeine)
Die Brüder-Unität zählt derzeit etwa 835.000 Mitglieder in reichlich 1.300 Gemeinden. Weltweit gliedert sie sich in 19 selbständige Provinzen, in drei Provinzen in Gründung, in drei Missions-Provinzen sowie in mehrere gemeinsam verantwortete Unitäts-Werke. Alle sieben Jahre kommen die Provinzen, die eine gemeinsame Kirchenordnung haben, zur Unitäts-Synode zusammen. In Europa gibt es die Tschechische Provinz, die Provinz in Großbritannien und Irland sowie die Europäisch-Festländische Provinz. Letztere umfasst Gemeinden und Gruppen in Deutschland, in den Niederlanden, in der Schweiz, in Dänemark, in Schweden, in Albanien, in Estland und in Lettland.
Als evangelische Freikirche ist die Brüder-Unität in Europa zahlenmäßig klein geblieben; gegenwärtig gehören ihr nur etwa 16.000 Mitglieder an. Aber sie war die erste evangelische Kirche, die sich ab 1732 gezielt der Mission gewidmet hat. Dabei ging es ihr nicht um die Gewinnung neuer Mitglieder für die eigene Gemeinschaft, sondern darum, »Seelen für das Lamm zu gewinnen«. So nannte Nikolaus Ludwig von Zinzendorf (1700-1760), einer der maßgeblichen Gründerpersönlichkeiten der Brüder-Unität, die öffentliche Verkündigung Jesu Christi als den Herrn und Retter der Welt. Zielgruppe der Herrnhuter Mission waren in erster Linie die Ärmsten der Armen: Sklaven und indigene Bevölkerungsgruppen, um die sich sonst niemand kümmerte. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts sind aus den ehemaligen Missionsgebieten selbständige Unitäts-Provinzen geworden, die in vier Regionalkonferenzen (Afrika, Amerika, Europa und Karibik) zusammenarbeiten.
Trotz ihrer Kleinheit ist die Brüder-Unität sehr vielen Menschen bekannt. Das liegt neben ihrer weltweiten Struktur an ihrer ökumenischen Offenheit, an den von ihr herausgegebenen Herrnhuter Losungen, an ihren besonderen liturgischen Traditionen sowie an ihrem Engegement im schulischen, diakonischen und wirtschaftlichen Bereich (u. a. Herrnhuter Advents- und Weihnachtsstern).
3. Geschichtliches (hier englischer Text)
Die Evangelische Briider-Unität (Unitas Fratrum, Evangelische Brüdergemeine, Herrnhuter Brüdergemeine, Moravian Church, Iglesia Morava) begann mit Flüchtlingen aus Böhmen und Mähren, die auf dem Gut des Grafen Zinzendorf aus Glaubensgründen eine Zufluchtsstätte gefunden hatten. Die neue Siedlung, die alsbald Herrnhut hieß, entstand 1722, nachdem am 17. Juni desselben Jahres der Zimmermann Christian David den ersten Baum zu ihrem Anbau gefällt hatte. Zu ihr gehörten von Anfang an Männer und Frauen.
In steter Entwicklung vergrößerte sich der Ort durch den Zuzug von Gleichgesinnten aus Böhmen und Mähren sowie auch aus anderen deutschen und europäischen Ländern. In großer Armut, aber ohne Gewissensdruck und in religiöser Freiheit entstand ein Gemein-wesen, das sich bald eine Ordnung gab, die auf christlicher Grund-lage beruhte. Man versuchte, Lehre und Leben miteinander in Einklang zu bringen und das Leben in christlicher Gemeinschaft zu gestalten.
Es entstand ein reges kirchliches Leben, und es wurde von Anfang an fleißig gearbeitet. Nach einer schweren Krise durch religiöse Zersplitterung erfuhr die Gemeinde Herrnhut eine innere Belebung und wurde zu einer Brüder- und Schwesterngemeinde, in der das Liebesgebot an erster Stelle stand. Die einzelnen Glieder sollten und wollten nichts für sich selbst, sondern alles für Jesus Christus und die Gemeinde tun.
Die Verkündigung, in deren Mittelpunkt der gekreuzigte und auferstandene Christus steht, war und ist durch und durch evangelisch, aber tolerant gegenüber anderen. Das Leben wurde nach Ordnungen geregelt, die alles mit dem Geist Christi nicht zu Vereinbarende aus der Mitte der Gemeine zu bannen suchten. Man übte deshalb auch Kirchenzucht.
Neber der Ordination der Gesitlichen zu Diakonen, Presbytern und Bischöfen wie in der alten christlichen Kirche entstanden in der Gemeinde noch verschiedene andere Ämter, mit denen auch Laien und Frauen beauftragt wurden. Es wurden neue gottesdienst-liche Formen geschaffen, deren Kennzeichen Schlichtheit und Würde waren. Dem Gemeindegesang wurde viel Raum gegeben, und es entstanden zahlreiche Lieder, die später zum Gemeingut der evangelischen Christenheit geworden sind.
In der Jugenderziehung wurden neue Wege eingeschlagen. Das Ziel der Erziehung ist noch heute, die Jugend zu Christus und einem Leben in Wahrheit, Offenheit, Fleiß und natürlichem Wesen zu erziehen. Eine gewisse gehobene Bildung wurde von jeher auch Kindern aus einfachen Verhältnissen zuteil. Die leibliche Ertüchtigung spielt eine große Rolle.
Die zur Zeit der Gründung scharf ausgeprägten Unterschiede des Standes und der Bildung wurden durch die brüderliche Gemeinschaft beseitigt, indem man sich Bruder und Schwester nannte und unter den beiden Geschlechtern das brüderliche „Du“ einführte. Die Gleichheit aller Menschen vor Gott wurde in der Gleichartigkeit der schlichten Steine auf dem Gottesacker dokumentiert. Man suchte nicht die konfessionellen Unterschiede hervorzuheben. sondern gab jedem, der sich zu Jesus Christus, dem Heiland und Versöhner der Menschen bekannte, gerne als G1eichberechtigtem die Bruderhand, während die persönliche Freiheit in einzelnen Stücken des Glaubens geachtet wurde.
Was man aber am eigenen Herzen erfahren hatte, das suchte man auch anderen Menschen mitzuteilen, und so entstand der Trieb zum Zeugnis von Jesus Christus unter Christen und Heiden: Herrnhut wurde zur weltweiten Missionsgemeinde, die ohne Rücksicht auf Rasse, Bildungsgrad, Volks- und Stammeszugehörig-keit u. dgl. durch ihre Boten den verschiedensten Völkern, z. B. den Schwarzen, den Farbigen, den Eskimo, den Indianern und den Tibetern, das Evangelium nahe zu bringen suchte.
Die Gemeinschaft der Gläubigen unter allen Kirchen und Konfessionen zu pflegen, war eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Auch heute noch ist die Brüdergemeine eine ökumenische Kirche. Sie hat Mitglieder und Freunde in nahezu allen Gegenden der Erde. Sie kennt sogar die Doppelmitgliedschaft: die gleichzeitige Mitgliedschaft in der Brüdergemeine und in einer anderen Kirche.
Zur Bekanntheit der Brüdergemeine trägt nicht nur ihre Missionstätigkeit und ihr ökumenisches Wesen bei, sondern auch das seit 1731 jährlich ununterbrochen herausgegebene schlichte Andachtsbuch „Losungen“, das weltweit in fünfzig Sprachen erscheint, sowie mehr und mehr der Herrnhuter Advents- und Weihnachtsstern.
Von Herrnhut aus bildete sich eine ganze Anzahl neuer Brüdergemeinen in Deutschland, in den Niederlanden, in der Schweiz, in Dänemark, in Estland, in Lettland, in England, in Nordamerika, in Polen, in Tschechien und in Schweden. Nicht überall nahmen sie die rechtliche Form selbständiger Brüdergemeinen an, vielfach bildeten sie freiere Vereinigungen (Sozietäten, Freundeskreise, Vereine und dgl.), die aber alle dasselbe Ziel hatten und dieselben gottesdienstlichen Formen besaßen wie die Ortsgemeinden.
Der Zusammenschluss der Brüdergemeinen in einem Land oder in einer Region wird Unitätsprovinz genannt. Der Zusammenschluss aller Unitätsprovinzen heißt Brüder-Unität. Zurzeit gibt es 19 Unitätsprovinzen mit etwa 825.000 Mitgliedern. Die einzelnen Unitätsprovinzen, zumeist ehemalige Missionsgebiete, sind selbständige Kirchen, die ihr oberstes Gremium in einer aus demokratischen Wahlen hervorgegangenen Synode haben, die ihrerseits die Kirchenleitung (Direktion) wählt. An der Spitze einer Gemeinde steht der ebenfalls demokratisch gewählte Ältestenrat.
Die siebzehn Brüdergemeinen in Deutschland gehören zur Europäisch-Festländischen Unitätsprovinz, die ungefähr 16.000 Mitglieder zählt. Ihre Leitung und Verwaltung geschieht von Herrnhut, Bad Boll und Zeist (NL) aus. Charakteristisch für die Brüdergemeine ist die beträchtliche Anzahl der von ihr betriebenen diakonischen Einrichtungen, Schulen und Wirtschaftsbetriebe. Diese Betriebe sind entstanden durch die Befolgung des Grundsatzes „bete und arbeite“ und dürfen nicht der Bereicherung Einzelner dienen.
Die Brüdergemeine war und ist in allen Ländern unabhängig vom Staat und erhält keine Zuwendungen von ihm. Die Kosten für ihren Unterhalt werden in der Form von freiwilligen Mitgliedsbeiträgen, von Spenden und Zuwendungen ihrer Freunde sowie von den Erlösen ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten bestritten. Als Körperschaft des öffentlichen Rechtes ist die Brüdergemeine in freier Weise der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie dem Dachverband der Freikirchen angeschlossen.
Die verhältnismäßig kleine Zahl ihrer Mitglieder erklärt sich daraus, dass sie niemals das Ziel hatte, durch Werbung von Mitgliedern bewusst groß zu werden. Sie hat aber durch ihren Dienst innerhalb und außerhalb der Evangelischen Kirchen viele Freunde gewonnen, die ihre Arbeit auf vielfältige Weise mittragen, besonders aus dem Kreis der Losungsleser.
Die Brüdergemeine erkennt dankbar das Vertrauen an, das sie in der Ökumene weithin genießt, und glaubt, in ihrer besonderen Wegführung und Gestalt auch künftig den Menschen dienen zu sollen durch ihre Verkündigung, ihre Gemeinschaftsangebote und ihre Werke der Nächstenliebe.
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Maulbronner singen in Tanzania Ein 30köpfiger Jugendchor besucht derzeit die Brüdergemeine in Tanza- nia. Die Reise dient der Pflege der

langjährigen Partnerschaft zwischen dem Kirchenbezirk Mühlacker und der tanzanischen Südwestprovinz.
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Vize-Kanzlerin in Bethlehem/Pa. Die Vize-Kanzlerin der von der HMH unterstützten "Teofilo-Kisanji-Univer- sität" der Brüdergemeine in Mbeya,

Dr. Tuli Kassimoto (2. v. l.), besuchte Bethlehem/Pa., wo sie u. a. auch im Theologischen Seminar weilte.
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Sechs Tote bei Unfall nahe Waspam Sechs Tote und 44 Verletzte, allesamt Mitglieder der Brüdergemeine, hat es bei einem schweren LKW-Unfall in Nicaragua nahe einer Brücke über den Rio Likus (siehe Foto) gegeben.

Nähere Angaben in einem Bericht in der Lokalpresse. Bitte helfen Sie uns, damit wir helfen können!
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Missionsfest in Bad Boll Beim Missionsfest in Bad Boll wurde Marianne van de Glind zum Dienst auf dem Sternberg (Palästina) ausgesandt, wo sie sich um die Fortbildung der Mit- arbeitenden kümmert. Gäste waren

unter anderem: Rogelio Zacarías (Ni- caragua), Godfrey Cunningham (Süd- afrika) und Joseph Rivera (Nicaragua).
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Jugend in Kathmandu (Nepal) Die kleine Brüdergemeine in Kathman- du festigt sich und wächst allmählich.

Die Jugend trifft sich unter anderem in der Kirche zum Bibelstudium.
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Synoden-Abendmahl in Herrnhut Bei der Abendmahlsfeier am Ende der Provinzialsynode in Herrnhut diente u.a.

Dena Grillo (Mitte) aus Albanien.
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Rooibos-Produkte aus Südafrika In Wupperthal (Südafrika) werden von der "Red Cedar"-Kooperative seit sechs Jahren Tees und Kosmetika hergestellt und über die HMH vertrieben.

Jetzt waren Christoline Engelbrecht und Gwen Snygans, zwei Mitarbeiter- innen der Kooperative, zu Besuch in Deutschland, u.a im Eine-Welt-Laden "Ujamaa" in Königsfeld.
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Schwesternprojekt: Solarlampen Seit Anfang 2010 gibt es das Projekt »Solarlampen für Tanzania«, das u.a. von den Schwestern unterstützt wird.

Siegfried Popp war unlängst in Rung- we (Süsprovinz), um die Elektriker am dortigen Berufsschulzentrum in der Montage der Lampen anzuleiten.
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Unitätsgebetswacht in Deutschland: vom 22. bis 31. März 2010 - Was ist das?

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