Sieben Unitätsprovinzen in Tansania - Wachstum in allen Landesteilen

In Tansania leben momentan ca. 70% der Mitglieder der weltweiten Brüder-Unität. Die 700.000 Geschwister verteilen sich auf sieben Unitätsprovinzen: Westprovinz (Tabora), Südprovinz (Rungwe), Südwestprovinz (Mbeya), Rukwaprovinz (Sumbawanga), Lake-Tanganyika-Provinz (Kigoma), Nordprovinz (Arusha) und Ostprovinz (Dar es Salam). Außerdem gibt es Missionsgebiete in der zentralen Iringa-Region sowie ganz im Süden in der Ruvuma-Njombe-Region. Zahlen hier. Download der Karte als PDF-Datei (5 MB) hier.
Faltblatt »Tansania - Brüdergemeine, Land und Leute« Download hier

Neue Sekundarschule für Mädchen

In Ifakara, einer Stadt mit 45.000 Einwohnern auf halbem Wege zwischen Dar es Salaam und Mbeya, entsteht eine neue Sekundarschule für Mädchen. Hier in diesem Gebiet, das zur »Missionsprovinz Tansania-Ost« gehört, ist die Brüdergemeine noch im Aufbau begriffen. Erica Ludela, Pfarrerin und Initiatorin der Schule, hat mit tansanischen Kollektengeldern ein 4,85 Hektar großes Grundstück gekauft und zunächst zwei Klassenräume und einen Büroraum errichtet. Hier sollen demnächst 45 Mädchen unterrichtet werden. Von den Bauarbeiten, für die 35.000 Euro veranschlagt sind, schickte sie einige Bilder. Mehr zu Erica Ludela sowie zu diesem Schulprojekt, das in den kommenden Jahren noch erheblich erweitert werden soll (siehe Zeichnung), hier und hier.

Neue Projekte in Tansania

Die Herrnhuter Missionshilfe plant mit den vor Ort zuständigen Personen drei neue Projekte in Tansania: In Namtumbo in der Ruvuma-Njombe-Region (Missionsgebiet der Südprovinz an der Grenze zu Mosambik) soll eine weitere Berufsschule entstehen, die - wie die kürzlich fertiggestellte Berufsschule in Songea - von einem HMH-Großspender finanziert wird. - Das Waisenprojekt unter Leitung von Agnes Chelangwa in Dar es Salam (Foto) erhält für 3.000 Euro eine Brutmaschine. Mit der gewerblichen Aufzucht von Hühnern können die Waisenbetreuerinnen sich ein kleines Zubrot verdienen. – Ibaba im Ileje-Distrikt (Mbeya-Region; Südprovinz) soll das erste Dorf werden, das durch das Engagement der Herrnhuter Missionshilfe mit Unterstützung des »International Solar Energie Research Centers Konstanz« komplett mit Solarstrom versorgt wird.

Neue Schule wieder größer geworden

Die neue Sekundarschule der Brüdergemeine in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) mit Namen »african-rainbow school« ist wieder größer geworden. Seit Sommer 2013 lernen an der Schule 804 Jugendliche: 455 Jungen und 349 Mädchen. Zuletzt wurden auf dem weitläufigen Campus ein Mädchenwohnheim und ein Speisesaal errichtet. Zum Bau der Schule und ihren Anlaufkosten hat die Herrnhuter Missionshilfe maßgeblich beigetragen. Hauptsponsor der Schule ist die »african-rainbow foundation« mit Sitz in Hameln. Schon jetzt genießt die Schule, zu der auch ein Internatsbereich bzw. externe Wohnungen gehören, einen guten Ruf. Sie belegte vor einiger Zeit Platz 7 im regionalen Sekundarschul-Ranking. In Zukunft möchte sie zu den besten Schulen in ganz Tansania gehören. Online-Spenden hier.

Nähschule eröffnet

Dank eines Anschub-Darlehens der Unitätsfrauenarbeit (UWD) wurde in Kigoma (Tansania, Rukwaprovinz) durch Rahel Katale eine kleine Nähschule eröffnet. Schon lange träumte die begabte Schneiderin von einem solchen Projekt. Nach Vorlage eines Business-Planes bekam sie aus einem Fonds des UWD Geld bewilligt, mit dem sie Räume anmieten, größere Mengen Stoff besorgen sowie Näh- und Strick-maschinen kaufen konnte. Neben ihr selbst unterrichtet eine weitere Lehrerin. Die Schule mit momentan acht Schülerinnen soll sich selbst tragen; in sechs Jahren soll das Darlehen komplett getilgt sein. Zum neuen Faltblatt des UWD hier. Zum Organigramm des UWD hier.

Theologiestudierende im Interview

Diana D. Mwambuya und Emanuel W. Mwaipale, zwei Studierende am Theolo-
gischen College der Brüdergemeine in Lutengano (Tansania, Südprovinz), stan-
den kürzlich für ein Interview zur Verfügung, das hier mit freundlicher Erlaubnis von »mission 21« veröffentlicht werden darf. Das Interview gewährt tiefe Einbli-
cke in die Lebensläufe bzw. Lebenswirklichkeiten von jungen Leuten in Tansa-
nia sowie in denen Erwartungen an die kirchlich-soziale und missionarische Arbeit der Brüdergemeine in Ostafrika. In Lutengano entsteht - mit finanzieller Unterstützung der Herrnhuter Missionshilfe - gegenwärtig ein Wohnheim für College-Studierende. Zum Interview-Download hier.

Förderung von Theologiestudium und Sonntagsschule

Der Förderung des Theologiestudiums am College der Brüdergemeine in Lutengano (Tansania, Südprovinz) dient ein Freiwilligeneinsatz von Reinhard Leinberger als Dozent. Sein Einsatz ist für den Zeitraum vom 8. Mai bis 12. Juni 2014 geplant. Von 1996 bis 2000 hatte er schon einmal als Dozent im damaligen »Moravian Theological College« in Mbeya unterrichtet. + + + Agnes Njeyo, die Leiterin der Schwesternarbeit der Brüdergemeine in Tansania, hat die um Unterstützung für den Druck eines Anleitungsbuches in Suaheli für die Sonntagsschul-Arbeit der Brüdergemeine gebeten. Die Kosten in Höhe von etwa 3.500 Euro werden von der »Losungsspende« übernommen.

Mit Bibel in der Hand voneinander lernen

Über seine Erfahrungen als Gastdozent in zwei theologischen Colleges der Brüdergemeine in Tansania (Utengule und Lutengano) berichtet Dieter Zellweger in dem Artikel »Die Bibel als kritisches und verbindendes Gegenüber«, der 2013 in der Zeitschrift »Internationaler Theologischer Dialog in der Brüder-Unität« erschienen ist (siehe Heft 19; Download hier). Vor allem die exegetische und hermeneutische Arbeit an den Psalmen eröffnete dem Autor im Dialog mit den Studierenden Einsichten und Erfahrungen, die er in Europa verborgen nicht gewonnen hätte. Weil das Leben im ländlichen Afrika den biblischen Verhältnissen sehr viel näher ist als das Leben im reichen Europa, hatten die Studierenden einen unmittelbaren, existenziellen Zugang zu den Psalmen. Der Autor, der die Herrnhuter Brüdergemeine in der Schweiz im Vorstand der Herrnhuter Missionshilfe vertritt, hatte 40 Jahre zuvor schon einmal für mehrere Jahre in Tansania unterrichtet.

Bäume pflanzen bedeutet Leben

Die Brüdergemeinde in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) will demnächst 2.500 Bäume pflanzen. Dazu werden neben den Setzlingen zwei Brunnen gebraucht, um die Bäume kontinuierlich zu bewässern. Als Baumarten hat man neben dem anspruchslosen Eukalyptusbaum »Mkalatusi« noch Avokado- und Orangenbäume ausgewählt. Das Pflanzen der Bäume soll zum einen die weitere Bodenerosion verhindern. Zum anderen sollen die in drei Jahren erwarteten Früchte der Ernährung der lokalen Bevölkerung sowie dem Weiterverkauf dienen. Und zum dritten sollen die Bäume nach einigen Jahren als Bau- und Brennholz Verwendung finden. Ein Zaun und ein Wachmann sollen die Bäume schützen. »Losungsspende« und Herrnhuter Missionshilfe unterstützen das nachhaltige Projekt, für das die Gemeinde schon fünf Millionen Tansania-Schillinge (etwa 2.500 Euro) zusammengebracht hat. Mehr zum Projekt hier. Direkt zur Onlinespende hier.

Weiterbildung für Hebammen in Kipili

Mit Eva Diemer hält sich erneut eine Freiwillige aus Deutschland zu einem Einsatz im Gesundheitsprojekt der Brüdergemeine in Kipili am Lake Tanganyika (Tansania, Rukwaprovinz) auf. Vor Jahresfrist war Christiane Klingner an gleicher Stelle im Einsatz gewesen. In einem Bericht erzählt Eva Diemer von ihrer vielfältigen Arbeit, die dazu beiträgt, die Situation der Frauen und der Neugeborenen deutlich zu verbessern (Gesundheitsvorsorge, Impfungen, Schwangerenvorsorge, juristische Beratung). Bei einem Workshop für 170 traditionalle lokale Hebammen konnte sie viel hilfreiches neues Wissen weitergeben, u. a. im Blick auf alternative Positionen der Schwangeren bei der Geburt. Die Hebammen erhielten aus Spendenmitteln eine spezielle Solarleuchte, die ihnen die Arbeit bei Dunkelheit erheblich erleichtert. Der ganze Bericht als Download hier.

Theologischer Workshop in Mbeya

Vom 18. bis 29. August 2014 fand an der »Teofilo-Kisanji-Universität« der Brüdergemeine in Mbeya, Tansania, ein Workshop statt, der erstmals die Dozierenden aller theologischen Ausbildungsstätten der »Moravian Church in Tanzania« an einem Ort zusammenbrachte. Die etwa 30 Teilnehmenden hatten Gelegenheit, sich weiterzubilden und über ihre Arbeit auszutauschen. Aus Europa nahmen Pia Moser (Bern) und Peter Vogt (Herrnhut) teil, um pädagogische Methodik sowie Geschichte und Theologie der Brüdergemeine zu unterrichten. Die Teilnehmenden brachten beiden Themen großes Interesse entgegen und bewerteten die Workshops als sehr hilfreich für ihre Arbeit. Viele erlebten zum ersten Mal die Möglichkeit der Gruppenarbeit und äußerten den Wunsch, sich näher mit ihrer kirchlichen Identität zu befassen.

Sikonge Hospital leistet Grundversorgung

Die Mitarbeitenden des Krankenhauses der Brüdergemeine im tansanischen Sikonge besuchen regelmäßig die umliegenden Dörfer. Bei diesen Besuchen bringen ihnen die Eltern, die Lehrer und auch die Dorfältesten gelegentlich Patienten, die vor Ort keine angemessene medizinische Hilfe erhielten. Adam brach sich im Alter von fünf Jahren den Arm, ohne dass ein Orthopäde den Bruch versorgt hätte (Foto). So heilte der Bruch in einer abnormen Stellung. Erst Jahre später wurde Adam dank des Sikonge-Dorfprogrammes geholfen. Sein Arm ist jetzt wieder voll funktionsfähig. Mehr hier.

CH-Gemeinde unterstützt Frauen in Rungwe

Die Reformierte Gemeinde Oberwil-Therwil-Ettingen (Schweiz) unterstützt in den kommenden vier Jahren das Frauenprojekt der Brüdergemeine in Rungwe. In diesem Projekt arbeitet u. a. die in Deutschland gut bekannte Pfarrerin und Aids-Aktivistin Melania Mrema-Kyando. Kürzlich berichtete das Schweizer Fernsehen über das Missionsfest der Gemeinde, bei dem das Projekt anschaulich vorgestellt wurde. In dem Filmbeitrag kommen Melania Mrema-Kyando und auch Dieter Zellweger, Vorstandsmitglied der Herrnhuter Missionshilfe, zu Wort. Auch der Verkauf von Produkten, die in Rungwe von den Frauen in künstlerischer Handarbeit hergestellt werden, findet Erwähnung. Zum Film geht es hier.

Kilangala - ein Musterdorf

Kilangala liegt in einer armen Gegend in der Rukwaprovinz von Tansania, dennoch ist es ein Musterdorf. Dafür hat nicht zuletzt die Brüdergemeine gesorgt, die größte Kirche im Ort. Es gibt in Kilangala ein gutes ökumenisches Miteinander, eine vorbildliche sozial-medizinische Arbeit, interessante landwirtschaftliche Projekte und eine gute Schule, die »Ineke Alberda School«. Schon seit 2008 gehört zur Schule eine Art Kindergarten (»Shule ya Msingi«), den 135 Kinder besuchen. Wegen des raschen Bevölkerungswachstums in der Region muss die Schule ständig vergrößert werden, was u. a. mit Spenden aus Europa geschieht - siehe hier. Auch neue Wohnungen für das Lehrpersonal werden gebraucht und gebaut. Zu einem Kurzfilm über das Lernen an der Grundschule geht es hier.

Seminar zur Baumpflanz-Aktion

Vom 8. bis 10. Dezember 2014 fand in Sumbawanga (Tansania, Rukwaprovinz) ein Seminar statt, bei dem 130 Mitarbeitende im Vorfeld mehrerer Baumpflanz-Aktionen in Sachen »Bewahrung der Schöpfung« geschult wurden. Die Herrnhuter Missionshilfe hatte dieses Seminar gefördert. Es begann mit einer Bibelarbeit zu Kolosser 3, 1-6 und endete mit einer Andacht. Die Teilnehmenden wurden aufgefordert, mit ihrem Handeln für die Gesellschaft beispielgebend zu sein. Ihnen wurde verdeutlicht, wie wichtig Bäume für das Wohlergehen aller Lebewesen sind, und dass rücksichtsloses Fällen von Bäumen (um Holz zum Kochen und für die Beleuchtung haben) Verderben bringe. Ausführlich wurde theoretisch und praktisch über alle technischen Vorgänge vor Beginn, während und nach einer Baumpflanz-Aktion informiert.

Kirche und Waisenzentrum aufgebaut

Im »Moravian Messenger«, dem Magazin der Brüdergemeine in Nordamerika (Ausgabe März 2015 – Download hier) wird die abgelegene Brüdergemeine Kavale in der tansanischen Westprovinz vorgestellt. Diese Gemeinde hat es nicht nur geschafft, ihr zu klein gewordenes und vor geraumer Zeit eingestürztes Lehmkirchlein durch eine neue, größere Kirche aus gebrannten Ziegelsteinen zu ersetzen, sie hat außerdem in Kooperation mit den Nachbardörfern Mtale und Mitwigu sowie mit Fördermitteln aus dem nordamerikanischen Hilfsprogramm »Adopt a Village« ein neues Waisenzentrum aufgebaut. Das Zentrum, in dem drei Frauen dauerhaft tätig sind, betreut inzwischen 60 Waisenkinder bzw. Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen.

Zaun schützt Setzlinge in Sumbawanga

Was nützen die 67.500 Baum-Setzlinge, die vor einigen Wochen am Rande von Sumbawanga in der tansanischen Rukwa-Provinz auf 20 Hektar Land gepflanzt wurden, wenn hungrige Tiere auf das Gelände kommen und die jungen Triebe wegfressen? So fragten die für die Aufforstung verantwortlichen Männer und Frauen um Nebort Sikazwe, den Vorsitzenden der Kirchenleitung, und baten die Herrnhuter Missionshilfe um Geld für einen Drahtzaun, der das Gelände einfriedet. Jetzt wurde der Zaun gesetzt, so dass die Setzlinge endlich Schutz genießen. Demnächst soll noch ein Häuschen für einen Wächter entstehen, der auf die große Pflanzfläche, die noch beträchtlich erweitert werden soll, aufpasst. Für Zaun und Wächterhaus wurden 10.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Ibaba hat jetzt Solarstrom!

Seit dem 27. Februar 2015 funktioniert endlich die Solarstromversorgung für Ibaba (Tansania, Südprovinz). Das ganze Dorf feierte zusammen mit Samuel Kabigi, dem Vorsitzender der Kirchenleitung, und Aliko Kibona, einem Mitglied des Parlaments, dieses freudige Ereignis. Zwei Räume in der Grundschule (inkl. Computer-Raum) sowie das Hauptgebäude des Krankenhauses verfügen jetzt über eine stabile Stromversorgung. Dadurch wurde es den Krankenhausärzten möglich, den Autoklav zur Sterilisation von Instrumenten und Wäsche in zu nutzen. Außerdem wurde ein neuer energieeffizienter Kühlschrank zur Aufbewahrung von Medikamenten aufgestellt. Bei einem nächsten Besuch sollen weitere Kabel zur Versorgung des Stationsgebäudes gelegt werden sowie eine Schulung der lokalen Partner erfolgen. Spenden hier. Mehr zum Projekt hier.

HIV/Aids-Seminar mit 45 Teilnehmenden

In Mbeya in der Südwest-Provinz der Brüdergemeine in Tansania fand kürzlich ein Seminar statt, das die Kirche im Kampf gegen HIV/Aids voran bringen sollte. 45 Männer und Frauen hatten sich dazu eingefunden. Das Seminar richtete sich vor allem an die leitenden Mitarbeitenden, die erkennen sollten, wie sich die Ausbreitung von HIV/Aids am Arbeitsplatz mit gezielten Maßnahmen verhindern bzw. eindämmen lässt. Man kam zu dem Schluss, dass auf kommunaler wie kirchlicher Ebene noch immer nicht genug getan werde, um HIV/Aids in Bälde zu besiegen und um Betroffenen die nötige Hilfe zuteil werden zu lassen. Isabela Kaonga, die HIV/Aids-Koordinatorin der Provinz, hat über das Seminar einen kurzen Bildbericht verfasst, der als Download hier bereit steht.