Kurzmeldungen aus Sambia ----------------------

Bio-Landwirtschaftskurs in Sambia

Fünf Mitglieder der Brüdergemeine in Sambia aus allen Gemeinbereichen haben an einem zweiwöchigen Kurs für Biolandwirtschaft auf einer Farm in Kafue (50 km südlich von Lusaka) teilgenommen. Bei dem Kurs ging es um Tierhaltung, Bodenfruchtbarkeit und einen Gartenbau ohne Bekämpfung von Schädlingen durch chemische Mittel. Der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit ist ein sehr wichtiges Thema in Sambia, da diese durch den Einsatz von Kunstdünger derzeit stark zurückgeht. Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es neu, dass die Mais-Stengel nach der Ernte nicht verbrannt werden müssen, sondern als Mulch weiterverwendet werden können. Auch die Verwendung von »Unkraut« als Biomasse bzw. zur Bodendeckung war Neuland. Der Nutzen mobiler Ställe für Hühner und Schweine ließ die Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kurses staunen. Kurzer Bildbericht von Fred Walch hier.

Baumpflanzung in Kantolomba, Sambia

Seit Sommer 2017 arbeitet Fred Walch im Auftrag der Herrnhuter Missionshilfe als Projektberater der Brüder-gemeine in Sambia v. a. in den Bereichen Landwirtschaft und Fischzucht. Er berichtet folgendes: »Am 20. Januar 2018 wurden auf einem 16 ha großen Gelände, das der Brüdergemeine gehört, 500 Bäume gepflanzt (Kiefern und Eukalyptus). Das Gelände befindet sich im Bezirk Kantolomba, einem der ärmsten Vororte von Ndola. Die Setzlinge wurden vom Ministerium für Forstwirtschaft bezogen. Allerdings verzögert sich die Regenzeit weiter, so dass wir eine Gießaktion starten mussten, um das Austrocknen der Setzlinge zu verhindern. Es gibt in der Gegend keine Wasserleitungen. Daher holten wir das Wasser aus einem einen Kilometer entfernten Brunnen aus 18 Meter Tiefe mit Eimern herauf und trugen es zu den Setzlingen«. Mehr hier.

Viele tausend Tilapien wachsen in Sambia

Nach einem halben Jahr zieht Fred Walch, der im Auftrag der Herrnhuter Missionshilfe in Sambia als Projekt-Berater der dortigen Brüdergemeine arbeitet, eine erste Bilanz. Sein Projektbericht befasst sich vor allem mit der Fischzucht, die etwas ganz Neues für die lokalen Bäuerinnen und Bauern ist. In Ndola und in Kansuswa wurden schon mehrere Teiche mit einer Größe von 300 bis 400 Quadratmetern ausgehoben, z. T. mit Hilfe eines Arbeiitskommandos, das aus Gefangenen bestand. Auch tausende von kleinen Fischen, so genannte Fingerlinge, der Art "Tilapia" wurden schon eingesetzt. Im Februar 2018 soll erstmals abgefischt werden. Bisher fanden drei Männer eine Arbeit in der Fischzucht. Das nächste Projekt von Fred Walch soll der in Sambia bisher unübliche Reisanbau sein. Bildbericht hier.

Erstes Schwesternseminar in Sambia

Vom 21. bis 24. September 2017 fand in der Unitätspro-vinz Sambia erstmals ein Schwesternseminar statt, und zwar in Ndola in der Chipulukusu-Gemeinde. Daran nahmen 80 Schwestern aus allen Gemeinden in Sambia sowie 21 Schwestern aus Tansania teil. Geleitet wurde das Seminar von Agness Njeyo, die über die Grundsätze und die Geschichte der Brüdergemeine mehrere Einheiten unterrichtete. Es war besonders eindrucksvoll zu sehen, wie die Schwestern aus Tansania es als ihre Aufgabe ansahen, die Arbeit der Schwestern in ihrem Nachbarland Sambia zu unterstützen. Bei dem Seminar wurden auch landwirtschaftliche Themen sowie Ernährungs- Erziehungs- und Gesundheitsfragen behandelt. Dazu hatte man Ressource-Personen vom Staat sowie von einigen NGOs eingeladen. Den kompletten Bildbericht von Fred Walch gibt es hier.

Fred Walch schiebt Projekte in Sambia an

Fred Walch lebt und arbeitet seit Anfang Juni 2017 in Sambia. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit seiner Arbeitserlaubnis läuft nun alles gut. In Sachen Fischzucht ist er sehr aktiv. Mehrere Teiche sind schon einsatzbereit und 10.000 Fischsetzlinge wurden eingebracht. »Sambia verfügt über 40 Prozent der Frischwasser-Reserven im südlichen Afrika. Das sind beste Voraussetzungen, um angesichts permanenter Lebensmittelknappheit Fischzucht zu betreiben. Die Menschen hier in Ndola und in den Brüdergemeinen im Norden des Landes sind sehr dankbar für die Unterstützung aus Deutschland«, meint Fred Walch. Sein Dienst, teilfinanziert von der Herrnhuter Missionshilfe, wird begleitet von einem Experten des malawischen Landwirtschaftsministeriums. Mehr Infos und Bilder in einem Spendenaufruf der Herrnhuter Missionshilfe - siehe hier.

Weitere Informationen zur Arbeit der Brüdergemeine in Sambia, speziell zu ihrem Engagement im Blick auf die Ernährungssicherung im Lande sowie speziell zu einem Maismühlen-Projekt hier.