Nothilfe weltweit

Die Herrnhuter Missionshilfe verfügt über einen Nothilfefonds, aus dem im Bedarfsfall schnell und unbürokratisch Hilfe geleistet werden kann. Der Fonds
ist ein revolvierender Fonds, d. h. er finanziert sich überwiegend aus Spenden, die für zuvor geförderte Nothilfeprojekte eingegangen waren.

Die Hilfe für die Ärmsten der Armen und Hilfe zur Selbsthilfe hat bei der Herrnhuter Missionshilfe immer Vorrang.

Beispiele für Katastrophen bzw. Unglücke, nach denen der Nothilfefonds jeweils in Anspruch genommen wurde:

- Im Mai 2006 wurde das Binnenland von Surinam von einer meterhohen Jahrhundertflut heimgesucht. Entlang der großen Urwaldströme waren tausende Menschen und auch viele Gemeinden, Schulen und Einrichtungen der Brüdergemeine betroffen.

- Im September 2007 zerstörte der Hurrikan »Felix« die Lebensgrundlagen der Menschen an der nördlichen Atlantikküste von Nikaragua sowie im angrenzenden Hinterland. Allein 45 Kirchen der Brüdergemeine wurden total zerstört, weitere 22 Kirchen beschädigt.

- Im Dezember 2009 und im Januar 2010 verwüstete in der Katonga-Region von Malawi eine Serie von Erdbeben das Land und die Dörfer. Menschen wurden getötet und verletzt; sie verloren ihre Häuser und ihre Ernten. Im Januar 2012 gab es in derselben Region eine Flut.

- Im Juli 2010 kamen in Tansania und in Nikaragua bei zwei schweren Unfällen von kircheneigenen Lastkraftwagen mehrere Menschen ums Leben und dutzende Menschen zu Schaden. Sie hatten sich auf der Ladefläche befunden, um zu Gemeindeveranstaltungen zu reisen.

- Im Dezember 2010 wurden im nördlichen Albanien nach verheerenden Regenfällen und anschließenden Überschwemmungen zahlreiche Menschen obdachlos und verloren ihr Hab und Gut.

- Im Oktober 2012 standen nach dem Hurrikan »Sandy« weite Teile von Haïti unter Wasser. Auch die junge Brüdergemeine auf der Insel und ihre Mitglieder wurden empfindlich getroffen.

Nepal-Erdbeben, Brüdergemeine betroffen

Am 25. April 2015 hat es in Nepal ein Erdbeben mit einigen Tausend Toten und schlimmsten Zerstörungen gegeben. Das Epizentrum des Bebens lag in der Nähe der Hauptstadt Kathmandu. Elijah Gergan im 1.000 km entfernten Leh konnte noch am Unglückstag berichten, dass Nagendra und Shanti Pradhan, die in Kathmandu lebenden Leiter der Brüdergemeine, mitsamt ihren Familien unverletzt und in Sicherheit seien. In einer E-Mail heisst es: »In Khokona dicht bei Kathmandu hat es an Häusern von Gemeindemitgliedern schwere Schäden gegeben. Die Menschen halten sich deshalb nicht in Gebäuden, sondern im Freien auf«. Elijah Gergan verspricht weitere Infos und bittet um Fürbitte für die Opfer und deren Familien. Sobald klar ist, wie die Brüdergemeine vor Ort Unterstützung leisten kann, wird die Herrnhuter Missionshilfe sich an der Nothilfe beteiligen. Spenden werden dringend gebraucht und sind online hier möglich.

Nothilfe für Malawi erbeten

Aus Malawi berichtet Jonah Sinyangwe, Finanz- und Projektverantwortlicher der Provinz, dass nach Stürmen sowie heftigen Regen- und Hagelfällen derzeit ein Drittel des Landes unter Wasser steht. Im Januar 2015 habe sich an nur drei Tagen der Niederschlag eines gesamten Jahres über Malawi ergossen. Riesige Flächen stünden unter Wasser. Etwa 200 Menschen hätten ihr Leben verloren. Die Felder und die Häuser von etwa 225.000 Menschen seien zerstört. Die Stromversorgung und die gesamte Infrastruktur lägen am Boden. Das extrem arme Land werde lange damit zu tun haben, die Schäden zu beseitigen. Die UN sehen in der derzeitigen Katastrophe die schlimmste der letzten Jahre; Experten sprechen von Überschwemmungen nie gesehenen Ausmaßes - und die Weltöffentlichkeit nimmt kaum Notiz davon. Ein Bericht von Radio Vatikan hier. Die Brüdergemeine in Malawi ist selbst betroffen und möchte anderen Betroffenen helfen. Die Herrnhuter Missionshilfe hat aus ihrem Nothilfefonds zunächst 5.000 Euro überwiesen. Um Spenden wird herzlich gebeten - Onlinespende hier.

Wieder Überschwemmungen in Albanien

Erneut hat es in Albanien nach heftigen Regenfällen großflächige Überschwemmungen gegeben, die diesmal zwar keine Todesopfer kosteten, aber Landwirtschaft und Infrastruktur schwer schädigten. Hunderte Menschen mussten evakuiert werden. Diesmal ist vor allem der Süden und Osten des Landes betroffen. Die Brüdergemeine beklagt einen tagelangen Stromausfall und im Hof stehendes Wasser in ihrem Zentrum in Bathore. In Burrel konnte das neue Zentrum mit Sandsäcken geschützt werden. In Pogradec steht das Wasser bis an den Rand des brüderischen Campingplatzes; das Funktionsgebäude auf dem Platz ist momentan noch nicht bedroht. Die Brüdergemeine in Albanien hat am 6. Februar 2015 eine Arbeitsgruppe gebildet, die in Not geratenen Menschen mit Lebensmitteln und Kleidung helfen will. Die Herrnhuter Missionshilfe überwies zunächst 3.000 Euro. Bilder hier.