Wo gibt es Brüdergemeine?

Zum Vergrößern bitte auf die Karte klicken! Die Orte mit einer Brüdergemeine sind rot markiert und beschriftet. Detailkarte von den Himalaja-Gebieten hier.

Geschichtliches

Einen ausführlichen Beitrag von John Bray zur Geschichte der Herrnhuter Mission in Nordindien - in englischer Sprache - aus dem Jahr 1985 gibt es hier. Der Autor hat in den 1970iger Jahren am »Moravian Institute« in Rajpur unterrichtet und anschließend das inzwischen groß gewordene Schulwerk der Brüdergemeine in Ladakh mit aufgebaut. Die Arbeit der Herrnhuter Mission in Nordindien begann Mitte des 19. Jahrhunderts.

Kindergarten in Kathmandu

Seit 2011 besteht ein Internationaler Kindergarten der Brüdergemeine in der nepalesischen JHauptstadt Kathmandu, aufgebaut von Shanti und Vani Pradhan, mit derzeit 40 Plätzen. In der Begegnung mit Nicht-Christen haben sie jeden Tag die Chance, ein Zeugnis ihres Glaubens abzulegen. Aus den USA und Großbritannien ist dem Kindergarten vielfältige Hilfe zuteil geworden. Da in Nepal 45 Prozent der Menschen Analphabeten sind, ist die Schulvorbereitung im Kindergarten besonders wichtig. In Nepal gibt es nur zwei Brüdergemeinen: die eine in der Innenstadt von Kathmandu (seit 1997) und in andere am Rande der Stadt in Khokana seit (2006). In den Jahren 2012/13 empfingen in Nepal 30 Menschen die Taufe.

Die Bibel in Ladakhi

Die Übersetzung der Bibel in das »Ladakhi«, das im nordwestlichen Indien gesprochen wird, ist weitestgehend abgeschlossen. Kürzlich ging das Evangelium nach Johannes in den Druck. Das Vorhaben wird seit Jahren vom »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika unterstützt, einer Schwesterorganisation der Herrnhuter Missionshilfe. In einem Bericht des Übersetzers heißt es, es sei extrem schwer, die Bibel in die Begrifflichkeit des Ladakhi zu übersetzen bzw. zu übertragen. Im Ladakh gibt es traditionelle Brüdergemeinen in Leh, Shey und Khalatse, aber auch den Versuch, in der jeweiligen Umgebung neue Gemeinden zu gründen. Es wird ausdrücklich um Fürbitte für das Übersetzungsvorhaben gebeten, zumal es Christinnen und Christen in der Region nicht einfach haben. Mehr hier.

Morgensegen am Moravian Institute

Zu einem kleinen Film über den täglichen zehnminütigen Schul-Morgensegen am »Moravian Institute« geht es hier.

Kurzmeldungen aus Indien/Nepal ---------------

Begleitung der Arbeit in Nepal wechselt

Acht Jahre lang hatten US-amerikanische und kanadische Missionsfreundinnen und Missionsfreunde den Aufbau der Brüdergemeine in Nepal mit der von ihnen gegründeten Organisation »Nepali Moravian Outreach« engagiert unterstützt. Ende 2017 erklärten sie nun die unmittelbare Aufbauarbeit für beendet und übergaben - in bestem Einvernehmen mit den Geschwistern vor Ort - die künftige Begleitung der Gemeinde- sowie der Schularbeit in Kathmandu und Umgebung an das nordamerikanische »Board of World Mission« der Brüdergemeine. Shanti und Vani Pradhan, die die Arbeit leiten, schreiben aus Nepal: »Unser Dienst hat sich in der Vergangenheit gut entwickelt, ist stabil und wächst weiter, wobei wir Dank der Einnahmen aus dem Schulbetrieb nun in der Lage sind, uns neuen Herausforderungen zu stellen«. Mehr - einschließlich einer Chronologie - hier.

Überflutungen und Erdrutsche in Nepal

Nicht enden wollende Monsunregen haben im August 2017 in Nepal zu massiven Überflutungen und Erdrutschen geführt und Zehntausende obdachlos gemacht. Das Heimatschutz-Ministerium meldete 91 Tote. Etwa 50.000 Häuser standen in den Fluten, viele davon wurden vom Wasser zerstört. Von 3.700 beschädigten oder zerstörten öffentlichen Gebäuden (Schulen, Krankenstationen, Büros, Brücken) ist die Rede. Die Regierung hat Schlauchboote und sieben Armee-Hubschrauber zur Verfügung gestellt und 27.000 Menschen mit Aufräum- bzw. Wiederaufbauarbeiten betraut. Die Brüdergemeine in Napal (zwei Gemeinden sowie eine Schule mit Kindergarten), vor zwei Jahren von den Erdbeben schwer betroffen, hat bislang keine Personen- oder Sachschäden gemeldet.

Hilfe aus Kanada für 55 Kinder in Rajpur

Schon seit 1974 unterstützt die Brüdergemeine in Kanada das »Moravian Institute«, gegründet 1963, eine Schule für Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Völkern mit angeschlossenem Internat in Rajpur bei Dehra Dun (Nordindien). Mehr hier. Derzeit sind es 55 von insgesamt 400 Kindern und Jugendlichen, deren Lebens- und Schulbedingungen sich Dank des Sponsorings über das »Canadian Rajpur Ministry« erheblich verbessert haben. Obwohl die Schule die Religionen, in denen die Kinder und Jugendlichen aufgewachsen sind (Hinduismus, tibetischer Buddhismus, Islam, Sikh-Religion), respektiert, ist ein täglicher christlicher Morgensegen vor Beginn des Unterrichts für alle obligatorisch. Auch Christinnen und Christen aus Deutschland haben über die Herrnhuter Missionshilfe »Patenkinder« in Rajpur.

Workshop im »Moravian Institute«

Das »Moravian Institute« im nordindischen Rajpur (bei Dehradun) war kürzlich Gastgeber für einen Workshop für Lehrkräfte aus der eigenen Schule sowie aus sechs freundschaftlich verbundenen Schulen in Garhwal. Bei dem Workshop spielte der allgemeine Erfahrungsaustausch eine große Rolle, daneben gab es Vorträge zu folgenden Themen: Personal-Management, Umgang mit Lehrplänen und Fortentwicklung derselben sowie Gestaltung von Klassenräumen. In einem Kurzbericht heißt es: »Wir hoffen, dass wir mit dem eigentlichen Workshop, der eingeräumten Hospitations-Möglichkeit sowie dem diesbezüglichen Feedback etwas dazu beitragen konnten, die Kompetenzen von Lehrkräften zu überprüfen und ggf. noch zu erhöhen, womit vor allem unseren Schülerinnen und Schülern gedient wäre«.

Großes Box-Event in Rajpur

Eine neu entwickelte Form des Boxens, »ModBox« genannt (mehr dazu hier), wurde am 18. Februar 2017 im »Moravian Institute«, einer Internatsschule der Brüdergemeine in Rajpur bei Dehra Dun (Nordindien), öffentlich vorgestellt. Paul Perkins, ehemaliger Trainer der australischen Box-Nationalmannschaft, brachte den Mädchen und Jungen diese sanfte, risikoarme, die Fitness fördernde Form des Boxens nahe. Der Vorstellung der neuen Sportart folgte das Angebot, ein erstes Training zu absolvieren. Beim ModBox tragen die Kontrahentinnen und Kontrahenten unter anderem schlagabsorbierende Boxhandschuhe. Ihnen ist es außerdem nicht gestattet, Kopf und Hals ihres Gegenübers zu attackieren. Angeregt und ermöglicht wurde dieses Event von zwei Entwicklungshilfe-Programmen der australischen Regierung (ASP und SEDA).

Grundbesitz-Übergabe in Kathmandu

Am 5. Dezember 2016 schrieb Justin Rabbach auf der Frontsite des »Board of World Mission« der Brüdergemeine in Nordamerika: »Preiset mit mir den Herrn. Nachdem die Brüdergemeine in Nepal das Erdbeben von April 2015 überstanden hat, wurde sie nunmehr mit einem eigenen Stück Land gesegnet. Herzlichen Dank allen, die gebetet, Spenden gesammelt und mit Hand angelegt haben. Die Grundbesitz-Übergabe war ein historischer Moment für die Brüdergemeine in Nepal. Es bedanken sich bei allen unterstützenden Missionsgesellschaften, Provinzen und Gemeinden der Brüder-Unität Vani und Shanti Pradhan, die Leiter der Arbeit in Nepal.« Das jetzt übereignete Grundstück befindet sich am Stadtrand von Kathmandu und wurde schon seit 18 Monaten von der Brüdergemeine genutzt.

Freiwilligeneinsatz in Kathmandu

Die Beziehungen zwischen der kleinen Brüdergemeine in Nepal und der Brüdergemeine in Nordamerika sind besonders eng. Im Newsletter des nordamerikanischen »Board of World Mission« von November 2016 ist vom Freiwilligeneinsatz Phyllis Weatherly-Rosners die Rede, den diese an der Schule der Brüdergemeine in Kathmandu kürzlich abgeleistet hat. Die Schule ist aus dem schon einige Jahre bestehenden Kindergarten hervorgegangen. Sie bietet bisher nur ein »First Grade Program« an, möchte aber eines Tages über ein komplettes »Twelve Grade Program« verfügen. Phyllis Weatherly-Rosner hat vor allem Naturwissenschaften, Englisch, Sozialkunde und Mathematik unterrichtet. Die Freiwillige war begeistert von der Gastfreundschaft in Nepal.

Religionsführer besuchten Kirche in Leh

In Leh (Ladakh) fand Ende August und Anfang September 2016 in Kooperation mit »UNICEF India« ein Gipfeltreffen mehrerer indischer Religionsführer statt, die in der »Global Interfaith WASH Alliance« zusammengeschlossen sind. Bei dem Gipfeltreffen wurde in der Nähe der zentralen Meditationshalle der erste Spatenstich für eine öffentliche Sanitär- und Toilettenanlage vollzogen. Damit wollten die Beteiligten den unauflöslichen Zusammenhang zwischen Meditation und Sanitation zum Ausdruck bringen. Es herrschte die Ansicht vor: »Wir dürfen uns nicht länger nur um schöne Gottesdienste und korrekte Gebete kümmern. Es ist an der Zeit, dass wir uns die Straßen begeben und uns um die Nöte der Menschen kümmern«. Die Gipfelteilnehmer besuchten u. a. auch die 2014 neu errichtete Kirche der Brüdergemeine Leh. Mehr hier.

Nepal ein Jahr nach den Erdbeben

Im April und Mai 2015 ereigneten sich in dichter Folge mehrere Erdbeben, die das kleine Land Nepal schwer erschütterten. Sowohl in der Hauptstadt Kathmandu als auch in den ländlichen Gebirgsregionen starben zehntausend Menschen; über hunderttausend Menschen hatten kein Obdach mehr. Auch die Brüdergemeine verlor ihre zwei Versammlungsstätten. Das Kindergarten-Gebäude wurde beschädigt und konnte lange nicht genutzt werden. Am Rande von Kathmandu versammelten die Geschwister sich zunächst auf einem Reisfeld, dann entstand aus Zeltplanen zunächst ein schlichter Unterstand, später eine provisorische, offene Leichtbau-Kirche. Von alledem erzählt ein kurzer Videofilm auf den HMH-Webseiten - siehe hier.

Besuch bei der Brüdergemeine in Nepal

Zehn Personen aus mehreren Gemeinden in Minnesota und Pennsylvania besuchten die Brüdergemeine in Nepal und berichteten im nordamerikanischen »Moravian Messenger« (Heft März 2016) über diese Reise. Anfangs beteiligten die Gäste sich am Unterricht an der »Moravian Pre School« in Kathmandu (Einheiten über Säugetiere, Vögel, Insekten und deren Lebensraum), später wirkten sie in Khokana an Bibelstunden für Sechs- bis 14-Jährige mit. Auch in einen Glaubenskurs für Jugendliche mit Gesang, Tanz, Lehre, Diskussion und Anbetung waren die Gäste eingebunden. In Khokana und Baneshwor fanden zwei lebendige Gottesdienste zum Thema »Es werde Licht« statt. Die nach den Erdbeben von 2015 binnen zwei Monaten neu entstandene Leichtbau-Kirche in Khokana ist ein Ensemble von vier Räumen (Kirche, Küche, Sonntagsschule, Sozialzentrum). Mehr hier.

Krippenspiel in Kathmandu

In Kathmandu, der Hauptstadt von Nepal, findet der Weihnachtsgottesdienst der beiden örtlichen Brüdergemeinen auf einem angemieteten Schulhof in aller Öffentlichkeit statt. Dazu werden etwa 400 Personen erwartet, die sich u. a. auf ein Krippenspiel und viel fröhliche Musik freuen. Nepal war im Frühjahr 2015 von einer Serie schwerer Erdbeben heimgesucht worden.

Nikolas Erdmann drei Monate in Nordindien

Im »Herrnhuter Boten« (August-Heft 2015) erzählt der Jugendliche Nikolas Erdmann (Frankfurt/Main) von seinem dreimonatigen Freiwilligeneinsatz in Nordindien, wo er in einer christlich-tibetischen Radiostation in Dehradun sowie im Unterrichts- und Freizeit-Bereich des »Moravian Institute« in Rajpur tätig war. Zu seinen Aufgaben gehörte es, mit 30 Kindern das Theaterstück »Shrek« einzuüben, das bei der 50-Jahr-Feier der Schule zur Aufführung kam, und in unterschiedlichen Klassen Mathematik zu unterrichten. Nikolas Erdmann zeigte sich positiv beeindruckt »von der großen Anzahl religiöser Gruppen, die alle in Frieden leben und sich gegenseitig respektieren«. Erschüttert war er von der Armut und der verheerenden Umweltverschmutzung im Land. Der ganze Artikel hier. Den »Herrnhuter Boten« abonnieren hier.

Aus dem "Moravian Institute"

Das »Moravian Institute«, eine mehr als 50 Jahre alte Internatsschule der Brüdergemeine im nordindischen Rajpur, schreibt auf seiner Website unter Beifügung einer eindrucksvollen Fotomontage: »Betet für Nepal!« + + + Die Schule vermeldet stolz, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre Abschlussprüfungen (ICSE-10 und ISC-12) erfolgreich oder sogar sehr erfolgreich bestanden haben. Thsespal Z. Kundan, der Schulleiter, gratulierte allen Lehrenden und Lernenden sowie allen Eltern sehr herzlich. Die Lokalpresse berichtete über die erfolgreichen Prüfungen. + + + Im Zeitraum vom 12. bis zum 19. Juli 2015 findet an der Schule wieder einmal das »Richard Gengmei Memorial Football Tournament« statt. Dazu wurden Fußballmannschaften aus der Umgebung nach Rajpur eingeladen.

Zeltkirche vom Monsun zerstört

Inzwischen gibt es eine weitere Nachricht von Shanti und Vani Pradhan über das Ergehen der Brüdergemeine in Kathmandu (Nepal). Beide erzählen vom Leben im Reisfeld, das noch immer Vielen eine Heimstatt ist, da sie nicht in ihre vom Einsturz bedrohten Häuser zurück dürfen. Sie erzählen auch von zwei Gottesdiensten unter provisorisch befestigten Zeltplanen, die der einsetzende Monsunregen hinwegriss. Und sie erzählen von Plänen, in den kommenden drei Wochen eine schlichte Kirche für 200 Personen neu zu errichten. Mehr hier.

Mühsamer Weg in den Alltag

»Man kann nicht immer in Angst leben«, meint Shanti Pradhan, Gemeindeleiter der Brüdergemeine in Kathmandu. Aber es ist für die Geschwister in Nepal sehr schwer, zurück in den Alltag zu finden. Die Versammlungsräume in Kathmandu und Khokana sind zumindest vorübergenend unbenutzbar. Auch die Vorschule öffnet frühestens am 15. Mai 2015 wieder. Jetzt denkt man über kirchliche Räume nach, die man zunächst für ein Jahr anmieten möchte. Die Behebung der Schäden an den Gebäuden wird lange dauern, weil es an Fachkräften mangelt. Aber der Mut der Geschwister ist ungebrochen. Hier ein neuer Bericht aus Nepal vom 5. Mai 2015. Foto: Ein Gottesdienst im Freien.

Clean Moravian - green Moravian

»Clean Moravian - green Moravian«, so war ein Aktionstag überschrieben, zu dem alle Schülerinnen und Schüler vom »Moravian Institute« aufgerufen waren. Wie es binnen kurzer Zeit gelang, den weitläufigen Campus zu reinigen und zu verschönern, zeigt eine kleine Fotostrecke - siehe hier.

Acht Jahre Brüdergemeine in Khokona

Im November 2014 feierte die kleine Brüdergemeine in Khokona (Nepal, bei Kathmandu) mit einem langen Festgottesdienst ihren achten Geburtstag. Es sangen ein Kinder- und ein Frauenchor, es predigten Nagendra und Kamelaswari Pradhan sowie Shanti und Vani Pradhan (Kathmandu). Zu Worte kamen mit persönlichen Zeugnissen auch diejenigen Geschwister, die die Gemeinde im Jahre 2006 gegründet hatten und in deren Haus sich diese bis heute versammelt. Da die Gemeindegliederzahl sich zwischen 2006 und 2010 verdoppelt hatte, musste der Gemeindesaal in einen Anbau hinein erweitert werden. Nach dem Gottesdienst gab es im Freien ein Liebesmahl mit Kuchen und Tee. Die Brüdergemeine ist bis jetzt die einzige christliche Gemeinde in Khokona.

Neues Gemeindezentrum in Leh

Eine kleine Bilderstrecke von der Einweihung des Gemeindezentrums der Brüdergemeine im nordindischen Leh am Sonntag, dem 21. September 2014, gibt es hier. Als Gast aus der weltweiten Brüder-Unität hatte Bischof Theodor Clemens, Bad Boll, an der Einweihung teilgenommen. Zu der Einweihung waren etwa 400 Personen zuzüglich kirchlicher bzw. brüderischer Ehrengäste aus Indien, Nepal, Deutschland und den USA versammelt. Auch Staatsgäste, darunter der König von Ladakh, sowie Würdenträger anderer Religionen grüßten die dankbare Festgemeinde.

Endlich: Trompeten erklingen in Kathmandu

Georg Popp, Kantor am Dom zu Fürstenwalde, hat maßgeblich dazu beigetragen, dass zwölf Trompeten, die der Brüdergemeine Kathmandu drei Jahre zuvor geschenkt worden waren, endlich erklingen konnten. Im Vorfeld eines nepalesischen Musikwettbewerbes, für den die »Gossner Mission« sich engagiert hatte, war Georg Popp auf die ungenutzten Instrumente gestoßen. Man erzählte ihm, die Trompeten seien ein Geschenk der Brüdergemeine in Nordamerika. Hier in Nepal könne man mit ihnen aber nichts anfangen. Diese Auskunft war für Georg Popp der Anlass, einen Bläserworkshop mit 26 Personen zu organisieren. Es gelang ihm, die Trompeten spielfertig zu machen und zusammen mit 13 weiteren mitgebrachten Instrumenten zum Klingen zu bringen. Die ganze Geschichte in der Wochenzeitung »Die Kirche«, Nr. 45-2013, hier.

Großes Jugendtreffen in Nordindien

Die meisten Schülerinnen und Schüler des »Moravian Institutes« in Rajpur sind nicht Mitglieder der Brüdergemeine, sondern gehören anderen Konfessionen an. Für die Jugend der Brüdergemeine im »Missionsgebiet Südasien« gibt es das »Moravian Youth Ministry«. Vom 8. bis 12. Januar 2014 fand in Rajpur ein großes Treffen der dort organisierten Jugendlichen statt. Die Jugendlichen kommen aber nicht nur aus Rajpur, sondern auch von weit her: aus Ladakh, Assam, Delhi und Nepal, wo ebenfalls Gemeinden oder auch Schulen der Brüdergemeine existieren. Das Treffen unter Leitung von Ebenezer Gangmei steht unter dem Thema »Leben mit einem Ziel«. Die Jugendlichen übten u. a. das »Große Halleluja« von Georg Friedrich Händel ein - Video hier.

Rajpur wird von Internatsschule geprägt

Die Brüdergemeine Rajpur in Nordindien besteht z. Zt. aus 100 erwachsenen Mitgliedern und verfügt seit 2008 über ein sehr schönes Zentrum mit Pfarrhaus, Gemeindehaus und Kirche, das bisweilen auch an andere Nutzer weitervermietet wird. Gottesdienste finden in jeder Woche am Sonntag vormittags statt, und zwar zweisprachig Englisch und Hindi. Einmal im Monat wird nachmittags zusätzlich ein tibetisch-sprachiger Gottesdienst gehalten. Unter der Woche treffen sich die Gemeindekreise in Privathäusern oder auch im »Moravian Institute«, einer in weiten Umland renommierten Internatsschule. Zwischen Gemeinde und Schule bestehen enge Verbindungen. Ein Großteil der Gemeindemitglieder arbeitet am »Moravian Institute«, das Platz für 350 Kinder und Jugendliche hat, die teils von weit her kommen, und das im Dezember 2013 genau 50. Jahre bestand. Aus einem längeren bebilderten Reisebericht von Frieder Vollprecht, der Anfang Oktober 2013 in Rajpur weilte. Download hier. Die Arbeit in Nordindien und Nepal untersteht ansonsten der Britischen Unitätsprovinz.

Kirchen-Neubau in Binnakandi, Assam

In der Brüdergemeinen in Nord-
indien wird derzeit eine neue Kirche gebaut. In Binnakandi im Bundesstaat Assam entstand 1984 auf Initiative indischer Christinnen und Christen eine Filiale der Brüdergemeine und des »Moravian Institutes« Rajpur in 1.500 km Entfernung. Kirche und Schule entwickelten sich gut. Die Schule, die zum überwiegenden Teil eine Internatsschule ist, kann etwa 200 Kinder aufnehmen. Kürzlich besuchte Robert Hopcroft, der Vorsitzende der Britischen Unitätsprovinz sowie der weltweiten Brüder-Unität, die Brüdergemeinen in Nordindien und Nepal. Er machte Fotos vom Kirchenbau, den die Herrnhuter Missionshilfe mit einem Beitrag unterstützt hat. Das im Rohbau fertige Gebäude mit Turm an der Stirnseite erinnert von außen an eine kleine anglikanische Kirche. Das »Moravian Institute« in Binnakandi ist auch auf Facebook präsent: hier.

Elijah und Meena Geregan grüßen aus Leh

Elijah und Meena Gergan aus Leh, die für die kirchliche und schulische Arbeit der Brüder-
gemeine im Ladakh Verantwortung tragen, können auf 30 Dienstjahre zurück blicken. In einem Bericht schildern sie, wie am 14. April 2012 auf behördlichen Befehl eine Firma alle illegal errichteten Bauten auf dem von der Brüdergemeine erworbenen Areal niederriss, was eine Welle des Hasses auslöste. Auf dem nunmehr freien Gelände soll eine Kirche mit 790 qm Nutzfläche entstehen. Das meiste Material dafür ist schon vorhanden. Weitergegangen ist die soziale, medizinische, veterinärmedizinische sowie Bildungsarbeit in den Dörfern. Als Quelle des Segens für den Ladakh wird das Schulwerk der Brüdergemeine in Leh (Foto: alter Schulraum) bezeichnet.

Indien- und Nepal-Reisetagebuch

Robert Hopcroft, der Vorsitzende der Britischen Unitätsprovinz, besuchte die Brüdergemeine in Nordindien und Nepal. Im "Moravian Messenger" veröffentlichte er den 1. Teil seines Reisetagebuchs. Hö-
hepunkt des Aufenthaltes in Kathmandu (Nepal) war ein Abstecher zum Internati-
onalen Kindergarten sowie ein Abendmahlsfeier mit 150 Teilnehmenden in einer Bibliothek. Der Bau einer Kirche bzw. der dazu erforderliche Grunderwerb bereitet noch Probleme. In Khokana, einer Gemeinde 10 km entfernt von Kathmandu, wo keine Nepalesen, sondern Newari leben, geht das Wachstum der Gemeinde besonders schnell voran. Download hier.

Zwei Kleinbusse für Kathmandu

Für das Abholen und das Nach-Hause-Bringen der Kinder des Kindergartens der Brüdergemeine in der Millionenstadt Kathmandu (Nepal) sowie für die Gemeindearbeit gibt es jetzt zwei gebrauchte Kleinbusse: ein 10-Sitzer und ein 14-Sitzer. Letzterer wurde aus Mitteln der »Moravian Church Foundation« finanziert; für ersteren kam die Brüdergemeine in der Britischen Unitätsprovinz auf. Das »British Mission Board« hatte einen entsprechenden Spendenaufruf gestartet. Den Kindergarten in Kathmandu unter Leitung von Shanti und Vani Pradhan gibt es seit Juni 2011. Er wird von etwa 40 Kindern besucht.